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Autor Thema: Lazard - Willkommen im Dreck  (Gelesen 6404 mal)

Beschreibung: Einstieg für den Schwertmagier auf der Suche nach Rache

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Idunivor

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Lazard - Willkommen im Dreck
« Antwort #60 am: 07.10.2009, 21:56:37 »
Der Wirt lächelt und beginnt langsam sich zu erheben, einen Lederbeutel der nun prall mit Münzen gefüllt ist in seine Gewänder steckend: "Sehr gut, dann sind wir im Geschäft und ich werde euch informieren, sobald Attan sich mit mir in Verbindung setzt. Bis dahin könnt ihr gerne eines der Zimmer im Kellergeschoss nutzen und da ihr ja nun Partner sind, erlasse ich euch für den heutigen Tag auch die Kosten."
Der Wirt verlässt nun wieder den kleionen Raum und seine Halbork-Wächter lassen keinen Zweifel daran, dass ihr ebenfalls gehen solltet.

Lazard

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Lazard - Willkommen im Dreck
« Antwort #61 am: 15.10.2009, 12:45:09 »
Lazard überlegt einen Moment, aber dann erhebt er sich.
“Nun vielleicht besser als auf der Straßen zu schlafen. Aber ich werde es ja selbst sehen.“
Der Halb-Elf schaut zu Willow und würde dann zusammen mit ihr den Raum verlassen. Dabei wendet er sich auf den Weg an sie.
“Gefällt mir trotzdem nicht. Dies ist doch nur ein Haufen an Halsabschneidern. Wollen wir nicht lieber noch etwas selbst suchen? Auf jeden Fall sollten wir diese Kellerzimmer ansehen bevor wir uns entscheiden dort zu schlafen. Ich fürchte das Schlimmste wenn ich mir diese Stadt ansehe.“
Rekapituliert er schnell und scheint jegliche Gefühle zu vergessen. Dann kommt aber ein scheues Lächeln über seine Lippen und ein fast gehauchtes.
“Danke.“
Danach würde sich Lazard die Zimmer wirklich mal ansehen.
Das Leben hat viel zu geben...und noch mehr zu nehmen.

Idunivor

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Lazard - Willkommen im Dreck
« Antwort #62 am: 16.10.2009, 09:55:29 »
Die Wände im Keller bestehen aus grobem Stein, was darauf hoffen lässt, dass sie weniger baufällig sind als der Rest des Gebäudes. Allerdings gibt es im Gegenzug keinerlei Fenster, da man sich bereits unter der Erde befindet.
Die Zimmer selbst sind äußerst spärlich eingerichtet und für den Preis würde man in anderen Städten etwas sehr viel besseres bekommen. Allerdings sind die Türen zumindest von innen verriegelbar und auch Getier scheint sich nicht innerhalb der Zimmer aufzuhalten, deren Wände zumindest keine offensichtlichen Spalten aufweisen durch die Ratten oder Mäuse eindringen könnten.
Die wackeligen Betten versprechen zwar keine sonderlich bequeme Ruhe aber zumindest halbwegs sicher dürfte es dank der riegel an den Türen sein.

Willow

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Lazard - Willkommen im Dreck
« Antwort #63 am: 18.10.2009, 15:56:28 »
Wenigstens etwas, denkt sich Willow beim Angebot des Wirtes, das sie mit einem "Vielen Dank. Sune segne Euch," erwidert.
Lazards Vorschlag, die Unterkünfte erst zu inspizieren, hält die Halbelfe für eine gute Idee und folgt dem Schwertmagier in den Keller.
"Sicher können wir hier niemandem richtig trauen, aber wir dürfen sie auch nicht glauben lassen, sie könnten sich mit uns faule Spielchen erlauben!," vermeint sie entschlossen. "Aber umhören können wir uns, du hast schon recht. Besser, als herumzusitzen." Lange würde die junge Frau untätiges Warten nicht ertragen.
Im Zimmer angekommen, geht Willow den Raum ab und inspiziert diesen mit leicht gerümpfter Nase. "Naja...hätte fast schlimmer kommen können," zuckt sie mit den Schultern und setzt sich auf ein Bett. Den Blick leicht angehoben, sieht die Sunitin ihren Liebsten an; trotz Schwert und kecker Augenklappe wirkt sie nun flehend und schutzbedürftig.
"Ach Lazard... Komm zu mir, mein Lazard," seufzt die Halbelfe etwas mehrdeutig. Ich werde *dich* finden, dein selbst wiedererwecken!
Küssen? Ja, ich glaube, mein Schwert möchte Euch küssen. Mit Zunge!

Lazard

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Lazard - Willkommen im Dreck
« Antwort #64 am: 20.10.2009, 14:50:22 »
Lazard nickt zustimmend zu und scheint von dem Zimmer zwar nicht begeistert, aber es scheint zu genügen, denn Lazards Miene ist neutral wie fast immer. Sofort führt er an.
“Dann sollten wir vielleicht sofort wieder los. Je eher desto besser. Anderseits ist es schon sehr spät oder?“
Fragt der Halb-Elf nicht ganz sicher, bleibt direkt an der Tür stehen und scheint gar nicht daran zu denken zur Ruhe zu kommen. Aber dann macht Willow genau das und bittet ihn herzukommen. Lazard weiß im ersten Moment gar nicht wie er reagieren soll. Dann geht er aber zum Bett und fragt etwas unsicher ohne sich zu setzen.
“Brauchst du etwas Ruhe? Vielleicht besser, anderseits je eher wir ihn schnappen desto besser. Oder ist irgendetwas anderes?“
Wirkt sein Wille ungebrochen und man merkt, dass der Halb-Elf Vigor so schnell wie möglich zur Strecke bringen will.
« Letzte Änderung: 20.10.2009, 14:55:29 von Lazard »
Das Leben hat viel zu geben...und noch mehr zu nehmen.

Willow

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Lazard - Willkommen im Dreck
« Antwort #65 am: 21.10.2009, 01:44:06 »
Als Lazard näher kommt, streckt Willow die Arme aus und nimmt seine Hände in die ihren. Einen quälend langen Augenblick lang schaut sie dem jungen Mann traurig in die Augen. Wie gerne würde sie ihn näher zu sich ziehen, ihn liebkosen, von ihm liebkost werden! Wie gerne würde sie ihr Geständnis erwidert wissen!
Und doch weiß die Sunitin genau, dass eine tiefe Wunde in Lazards Herzen, nur häßlich vernarbt verheilt, es vereitelt. Und sehr sie auch will, dass ihr Liebster sich auch ihr gegenüber öffnet, so weiß sie auch, dass sie ihm Zeit geben muss und der Wunde Möglichkeit, richtig zu heilen.
"Wir werden den dreckigen Verräter schon kriegen, das habe ich bei Sune geschworen!," beteuert die inzwischen recht müde Rächerin. "Selbst wenn er genug blutverklebtes Gold hat, um sich ans andere Ende der Reiche zaubern zu lassen, wir haben seine Spur." Trotz ihres Elans muss sie gähnen, wobei sie sich eine Hand vor den Mund hält.
"Nun ist es aber schon spät. Du solltest dich ausruhen, Lazard. Und mir kann es auch nicht schaden," lässt die Halbelfe mit einem schwachen Lächeln auch die zweite Hand von dem Schwertmagier los, gönnt ihm die Ruhe, ohne ihn zu bedrängen. Sie selbst steht auf, schnallt ihr Schwert ab und legt es auf ihr Bett, sodass sie es in der Nacht für den Fall der Fälle griffbereit hat. Während sich ihr Stiefbruder schlaffertig macht, kniet die junge Frau sich hin, umfasst den kupfernen Anhänger mit Sunes Gesicht und betet leise, doch inbrünstig zu der Schutzpatronin der Liebenden, auf dass sie, nach den Jahren im Dienst der Dame Feuerhaar auch Kraft habe, die eigene Liebe zu retten.
Als Willow mit dem Gebet fertig ist, ist Lazard schon eingeschlafen. Auf zehenspitzen hähert sich die Sune-Anhängerin seinem Bett und geht erneut in die Knie. Wehmut, Wärme, Erleichterung, Sorge und Ängste schwirren in ihrem Kopf, als sie ihren schlafenden Liebsten mit einer abwesenden Miene betrachtet. Zaghaft, um ihn nicht zu wecken, streckt die Halbelfe eine Hand aus und fährt dem Mann durch das Haar. Ihn zu berühren fühl sich so gut an... doch hat die Rächerin Angst, seinen Schlaf zu stören, ihm wieder Schmerzen zu bereiten, selbst wenn sie welche leidet.
Auch ihr fallen die Augen zu, das gesunde und das vernarbte. Schon im Halbschlaf drückt Willow dem anderen Halbelfen einen sanften Kuss auf die Stirn, dann senkt sich ihr Kopf aufs Kissen neben dem seinen, und trotz der unbequemen Lage, schläft die erschöpfte Streiterin Sunes schließlich ein.
Küssen? Ja, ich glaube, mein Schwert möchte Euch küssen. Mit Zunge!

Lazard

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Lazard - Willkommen im Dreck
« Antwort #66 am: 22.10.2009, 15:25:53 »
Lazard gibt sich geschlagen und macht sich schnell für die Nacht fertig. Wobei dies nicht mehr heißt, als sich der Rüstung zu entledigen und das Schwert abzustellen. Danach haut er sich auf das Bett und wünscht Willow eine gute Nacht. Ehe er über seine vielleicht unpassende Art nachdenken kann, ist der Halb-Elf schon eingeschlafen.
Seine Nacht bleibt im Grund traumlos, auch wenn er glaubt kurze Fetzen seiner Kindheit gesehen zu haben. Tage mit Willow, ihr Lachen, ihre Berührungen und das unerfüllte Verlangen. Aber die Bilder sind nur schwammig und am Rande seines Bewusstseins. Aber mit jeder kehrt auch die Bilder des Überfalls wieder. Am Ende ist Lazard einfach froh, als er wieder aufwacht. Aber sofort spürt er noch jemanden und reißt die Hand draußen, um sein Schwert zu rufen. Erst da fällt ihm auf, dass es nur Willow ist. Lazard errötet etwas als im die Situation bewusst wird aus Peinlichkeit und etwas Anderem.
“Was? Willow?“
Unmerklich streicht sich der Halb-Elf über die Stirn und steht vorsichtig auf ohne sie zu wecken.
“Wie spät ist es wohl? Ich fühle mich nicht mehr müde, aber wer weiß. Hier unten merkt man ja nichts.“
Lazard streift sich die Rüstung über und weckt dann sanft Willow.
„Los wir müssen los. Zumindest glaube ich, dass es spät genug ist. Lass uns was Essen und uns fertig machen. Dann suchen wir unseren Onkel.“
« Letzte Änderung: 22.10.2009, 15:28:46 von Lazard »
Das Leben hat viel zu geben...und noch mehr zu nehmen.

Idunivor

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Lazard - Willkommen im Dreck
« Antwort #67 am: 23.10.2009, 10:36:20 »
Sobald Lazard und Willow aufgestanden und bereit aufzubrechen sind klopft es an der Tür und der Junge, den sie bereits am Vorabend getroffen haben steht davor, einen kleinen Brief in der Hand. Er überreicht ihn den beiden überraschten Halbelfen und verschwindet anschließend direkt wieder.
Ein Öffnen des Briefes zeigt den beiden Adoptivgeschwistern, dass der Wirt sein Wort gehalten und wie es scheint Kontakt hergestellt hatte. In einer sauberen, geschwungenen Handschrift lässt sich folgendes lesen: Zur Dämmerstunden in einem kleinen Lagerhaus an der Brücke die einst zum Nordtor führte. Seid pünktlich.

Den Rest des Tages verbringen die beiden Halbelfen in Erwartung des bevorstehenden Treffens und zu gegebener Zeit machen sie sich schließlich auf zu den Überresten des Brücke. Der Gestank so nah am Mirar ist beinahe unerträglich, denn auch hier wo die Reste der ehemals so herrlichen Steinbrücke im Wasser liegen und wie Felsen aus der dunklen Brühe ragen, hat die Verderbnis der Stadt ihre Spuren hinterlassen. Auf der anderen Seite des Flusses kann man das erkennen, was einmal die Befestigungsanlagen des Nordtores gewesen sein müssen, doch die beiden Halbelfen können sich des Gefühls nicht erwehren, dass irgendjemand oder etwas sie die ganze Zeit über aus den Ruinen der umstehenden Gebäude heraus beobachtet. Also gehen sie als es langsam zu dämmern beginnt zu dem Lagerhaus in dem sie den Mann treffen sollten, der ihnen vielleicht sagen konnte wo sie ihren Onkel fanden.

Hier geht die Geschichte weiter...

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