Autor Thema: Varags Traumreise  (Gelesen 1374 mal)

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Tael

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Varags Traumreise
« am: 14.11.2009, 11:45:04 »
Du spürst einen kleinen Stich am Hals, ein brennen breitet sich in Sekkundenschnelle in deinem gesammten Körper aus und lähmt sich, dann wird alles schwarz um dich herum und du spürst nur noch das Aufschlagen deines Kopfes an einer Baumwurzel.
Aber du spürst den Schmerz schon nicht mehr, es ist eher so als ob du die Erinnerugn an Schmerz spüren würdest, und deinem Körper beim Schmerzen erleiden von außen zusehen würdest.

Langsam lichtet sich die Dunkelheit, es ist ähnlich wie im Dorf, du stehst in eiiner Kuppel aus Nebel, aber diesmal ist alles Hell und voller Licht.
Ein temperaturloser Wind pfeift dir um die Ohren, durch den Kopf hindurch, und du kannst erkennen das die Nebelschwaden die er umhertreibt, Foren, Gesichter, Tiere bilden, die so schnell entstehen, sich verändern und wieder auflösen, das du kein Bild länger als einen Lidschlag betrachtenb kannst.

Nur zwei Meter neben dir steht Wolfstatze, er schaut angestrengt in eine andere Richtung.

Varag

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Varags Traumreise
« Antwort #1 am: 14.11.2009, 20:42:06 »
Varag wundert sich als er in einem Moment aus dem Sumpf und seinem Rankengefägnis erneut in einer Nebelwelt wandelt. "Wo bin ich hier?" fragt er sicher selbst verwundert. Als er dann auch noch den Schamanen entdeckt, kommen wieder seine Gedanken an denr Verrat durch Wolfstatze hervor. Vorsichtig schaut  er sich um, darauf gefasst von irgendwo angegriffen zu werden. Dabei versucht er heraus zu finden, wohin Wolfstatze so angestrengt schaut.
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Tael

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Varags Traumreise
« Antwort #2 am: 14.11.2009, 21:49:17 »
Der Nebel ist für Varag undurchsichtig, doch Wolfstatze scheint hindurchzusehen, als Varag sich regt beginnt der Schamane zu sprechen.
Ah, Varag, herlich wilkommen in der Geisterwelt, die Gnome haben uns vergiftet, so das wir schlafen, sie dachten uns damit außer Gefecht zu setzen, aber das ist äußerst dumm bei einem Traumwandler wie mir.
Ich habe dich hierhergeholt um dich vor Schmerzen und der Ohnmacht zu bewahren, du bist nicht Tod, solltest du wieder zu Bewusstsein kommen wird deine Seele wieder in deinen Körper fließen, doch pass auf dich auf, stirbt deine Selle in der Geisterwelt wird dein Körper für ewig schlafen.
Was du hier sehen wirst, ist eine Mischung aus der Gegenwart, der Vergangenheit und auch ein Stückchen Zukunft, also sei auf der Hut, manchmal erfüllen die Geister mir Wünsche, manchmal greifen sie dich an wenn du in ihre Welt eindringst, aber ich werde auf dich acht geben.


Dann dreht sich der Orkschamane zu dir um und sieht dich an, erschrocken zeigt er auf dich und spricht:
Du hast einen Schatten, warum hast du einen Schatten?
Und als du darauf achtest fällt es dir auch auf, der Ork und alles andere wirft keinen Schatten, obwohl überall Licht herrscht, außer dir, dein Schatten ist so tiefschwarz als sei er ein Loch in der Geisterwelt.
Ich habe noch nie ein Wesen gesehen das in der Geisterwelt schatten wirft, aber du bist einer der letzen deiner Art bis auf die im Norden, wer weiß welche Geheimnisse dein Volk umgibt.

Wir sind hier gefangen, außer du möchtest in deinen Körper zurück, das kann ich für dich tun, aber du kannst dich glücklich schätzen, die Geister dieses Ortes scheinen dich zu akzeptieren, wenn du sie etwas fragst oder sie um etwas bittest könnte es in Erfüllung gehen, wer weiß.

Varag

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Varags Traumreise
« Antwort #3 am: 14.11.2009, 22:19:33 »
Varag ist verwundert, warum der Schatten so dunkel ist und so beugt er sich noch tiefer, um zu tasten, ob da wirklich ein Loch im Boden ist. Während er seinen eigenen Schatten erforscht, fragt er nachdenklich den Schamanen. "Im Norden sind noch mehr wie ich?" Sollte er nichts besonderes an seinem Schatten feststellen, dann schaut er sich erneut um. "Was für Geister? Welche Zukunft? Und warum sind wir überhaupt hier?"
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Tael

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Varags Traumreise
« Antwort #4 am: 14.11.2009, 22:27:57 »
Varag kann durch seinen Schatten hindurchgreifen, es ist als ob ein Loch im Boden wäre.

Varag

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Varags Traumreise
« Antwort #5 am: 14.11.2009, 23:08:05 »
"Huch, was ist das denn?" stößt Varag verwundert aus als er durch seinen Schatten durch fassen kann. Gespannt tastet er nun mit beiden Händen den Rand des Schatten ab. Immer wieder fährt er mit den Händen durch den Schatten. Nach einer Zeit fasst er sogar den Mut, dass er sich mit den Händen abstützt und seinen Kopf durch das Loch steckt, um heraus zu finden, was auf der anderen Seite ist.
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Tael

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Varags Traumreise
« Antwort #6 am: 14.11.2009, 23:19:09 »
Der Schatten greift dich und zieht dich in sich hinein.

to be continued

Tael

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Varags Traumreise
« Antwort #7 am: 17.11.2009, 12:50:28 »
Varag fällt scheinbar endlos durch schwarze kalte Einsamkeit.
Der Nebel ist noch da, doch jetzt sind es mönströse Fratzen und Spinnen die nach ihm greifen, versuchen ihn zu verschlingen.
Langsam werden die Nebel fester, beginnen seinen Fall abzubremsen.
Doch bald spürt er das es kein Nebel mehr ist, osndern feine silbrige Fäden, die ihn klebrig umschlingen und fesseln.
Acht Lichter fluten auf, und Varag erkennt in der Dunkelheit, das er in einem Spinnenetz gefangen ist das sich in alle Richtungen bis zum Horizont erstreckt.
Varag ralisiert das er überkopf hängt, das unter ihm ein blauer Himmel voller Vögel und strahlenden Sonnenscheins ist, während über ihm endlose grüne Hügel voller Leben und voller Glück liegen.
Er kann erkennen wie kleine Varags im friedlichen Spiel über die Wiesen jagen, wie sie umhertollen und toben, sich im Sportlichen Wettkämpfen messen und danach glücklich zu ihren Eltern in die Zelte galoppieren.
Die acht Leuchtenden Punkte sind immer noch da, von ihnen hört Varag plötzlich eine freundliche Frauenstimme, verführerisch und voller Verheißungen spricht sie:

Varag, mein armer Junge, dein ganzes Leben warst du einsam und verlassen, dabei lebt dein Volk frei und stolz, nicht weit von hier. Dein Meister, dein geliebter Lehrer, er hat dich gestohlen, hat dich aus dem Paradies entführt, wollte dich von deiner Familie fernhalten, damit du unglücklicht bist. Wieso hilfst du diesem jämmerlichen Haufen, du hast die Gabe der Schatten mein Lieber, du bist etwas besonderes, du bist immerhin der Prinz der Varag, ein Adliger im Exil, gefangen hielt man dich im Kloster, verrotten lassen wollte man dich. Willst du dich nicht rächen? Willst du nicht frei sein? Deine Familie wiedersehen, Kinder haben und auf dem grünen Meer herrschen und jagen, wie es sich für einen stolzen Krieger gehört?

Ich kann dir all dies geben, ich helfe dir deinen Platz auf der Welt einzunehmen den die anderen dir verwehren, ich bin als einziges auf deiner Seite, dein einziger Verbündeter in einer Welt die gegen dich ist.

Alles was ich von dir verlange ist ein Gefallen, ein winziger und simpler gefallen, nichts schwieriges, nicht gefährliches, aber etwas durchaus wichtiges. Du musst für deine Freiheit kämpfen!

Dein Feind ist dieser Verräter Pieron, Gnome sind freiheitsliebende und ehrenvolle Kämpfer wie du, sie verteidigen ihr Gebiet mit ihrem blut und ihrem Schweiß, nichts was verwerflich wäre, aber Pierons Blut ist besudelt, er ist einer der letzen Nachfahren der Flüsterer, jenem Gnomenstamm dessen Name auf der gesamten Oberfläche dieser Welt verflucht und verwunschen wird, denn er hat die Plage über uns gebracht, er brachte den Fluch der Unterwelt über uns friedliche Oberflächenbewohner, er sorgte dafür das die ganze Welt versklavt wurde und das weiten teilen deines Volkes dies wiederfuhr...


Das Bild über Varag ändert sich, die Zelte beginnen zu brennen, die Kinder schreien um Hilfe und die Eltern liegen abgeschlachtet in brennenden Haufen im Matsch zwischen den Hügeln, während die meisten Überlebenden von perversen Kreaturen die Varag noch nie gesehen hat, und sich nie vorzustellen gewagt hätte in die ewige Nacht der Unterwelt verschleppt werden, an langen Eisenketten ihrer Freiheit beraubt, um in unterirdischen Bergwerken zu arbeiten bis die Erschöpfung sie umbringt und einzig zu dem Zweck zu leben ihren Herren zu dienen, und ihnen als Nahrung zur verfügung zu stehen... Es ist ein grausames Bild, und Varag ist plötzlich der letze seiner Art, der letze Varag, ganz allein in einer wüste aus verbrannten Kadavern und angeknabberten Kinderleichen...

Varag

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Varags Traumreise
« Antwort #8 am: 21.11.2009, 13:09:37 »
Die Frau spricht genau das an was ich mir alles wünsche. Meine Familie finden. Selbst eine Familie gründen. Über die grünen Ebenen laufen und jagen.

Doch dafür töten? Bisher hab ich nur getötet, um meinen Hunger zu stillen, nicht weil ich es einfach wollte. Ich kann den Bläuling zwar nicht ausstehen, doch töten?

Die Bilder lassen es so real erscheinen. So als wäre ich dort gewesen. So als würde ich mich daran erinnern.


Da fallen Varag die 8 leuchtenden Punkte auf, die er in der Dunkelheit sieht.

"Du Achtauge. Du wolltest mich fressen."

panisch versucht Varag sich aus dem Netz loszureißen, doch wie schon bei den Ranken hat er keinen Erfolg.

"Warum soll ich dir trauen? Bestimmt passiert ganz schlimmes, wenn blauer Winzling stirbt." ruft er dann den acht leuchtenden Punkten entgegen.
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Tael

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Varags Traumreise
« Antwort #9 am: 22.11.2009, 15:49:20 »
Nein, der Winzling ist ein Verräter, ich war nur hungrig, ich habe mich dich nicht als Opfergabe ausgesucht, das waren meine Diener.
Sollte ich dich haben wollen würde hätte ich dann nicht Jagd auf dich gemacht, hätte ich dann nicht meine treue Armee hinter dir und der Orkin gesandt? Aber ich tat es nicht, warum denn auch, ich will dir nichts Böses, das wirklich Böse lauert tief unter uns , in der Sklavenhölle, frag doch deine Gefährten wenn du wieder erwachst was dort lauert, was dort auf dich wartet wenn auch du vom Flüsterer verraten wirst, wie dein Volk und alle anderen vor dir.

Die Spinne tritt aus den Schatten heraus, aber nur zum kleinen Teil.
Du kannst den Oberkörper einer schönen Frau erkennen, nur das ihre Haut hart und unbeweglich scheint und glänzt wie ein Skarabäus im Mondlicht.
Ihre acht  Augen leuchten rot und verfälschen den schwarzen Kopf der von sanft fallenden dunklen Haar umspielt wird.

Du glaubst mir nicht, das ist dein gutes Recht, denn deine Entführer haben dich dumm gehalten, haben dir nie die Wahrheit über dich oder die Welt erzählt, wie solltest du anderen Vertrauen können, und erkennen wer deine wahren Verbündeten sind... aber ich bin ehrlich zu dir, ich werde dich hier nicht festhalten, du bist freiwillig zu mir gekommen, und so darfst du auch wieder gehen...
Aber ich weiß nicht wie du hierher gelangen konntest, ich weiß nicht wie du hier herauskommst. Wüsste ich es wäre ich selbst nicht mehr hier...

Dann zieht sich der Oberkörper zurück und du kannst wage die Umrisse von einem mindestens dreimal so großen Spinnenkörper erahnen, der sich hinter dem Oberkörper befinden.
Wenn du Hilfe brauchst, komm zu mir, ich werde dich beschützen...

Eine silberne Linie wächst langsam von der Stelle von der Spinne fortging in die Ferne, als ob sie einen seidernen Faden wie eine Notleine für dich spannen würde.

Doch  je länger der Faden wird, desto mehr löst sich das Netz auf in dem du gefangen bist. Und nachdem du die spinne absolut nicht mehr sehen kannst fällst du plötzlich nach oben, mit dem Kopf auf die Erde über dir zu.
Der Aufprall aus dieser Höhe hätte dich eigentlich töten müssen, aber als ob du nur einen Meter gefallen wärst rollst du dich instinktiv ab und kommst zum stehen.
Um dich herum liegt deine vermeintliche Heimat immer noch in Trümmern, alles ist farblos, selbst die Sonne. Das vergossene Blut ist wie schwarzer Teer auf hellen Grashalmen und die Kinderleichen um dich herum wirken wie Porzellanpuppen.
Zig Varag, die meisten keine zehn Sommer alt liegen um dich herum verstreut, ihre Gesichter zu Fratzen aus Schmerzen und Schrecken verzerrt, ihre Köpfe aufgeschnitten und leer, als ob die Henkersaxt den Hals verfehlt hätte und die Stirn getroffen hat.

Varag

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Varags Traumreise
« Antwort #10 am: 24.11.2009, 14:18:53 »
"Das was er bisher von den anderen über ihre tiefen Höhlen gehört hat, war nicht sonderlich angenehm, da scheint die Spinnenfrau recht zu haben." Den Schrecken um sich möchte er nicht merh sehen und so schließt er die Augen. "Bin ich noch in Wolfzahns Traumwelt oder im Schatten? Warum kennt die Spinne den Ausweg nicht? Bringt mich der Silberfaden wieder in die Traumwelt oder zur Spinne?" Varag verzweifelt über seine aktuelle Situation. "Ist hier jemand?" ruft er einfach auf gut Glück in die Weite. "Geister? Zeigt mir den Weg."
« Letzte Änderung: 24.11.2009, 14:20:16 von Varag »
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Tael

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Varags Traumreise
« Antwort #11 am: 24.11.2009, 14:36:26 »
Eine Windböe weht über die verdorrte Ebene.
Tatsächlich scheint etwas auf deine Rufe geantwortet zu haben, nur leider scheint es etwas böses zu sein, etwas dunkles das du wahrscheinlich nicht sehen willst.
Die Kinderleichen beginnen sich zu regen, langsam geht ein Zittern durch die Reihen, die Oberkörper richten sich auf, der Wind pfeift in ihren aufgesägten Schädeln und synchron bewegen alle Leichen die Münder und zeigen mit ihren Fingern oder Armstümpfen auf dich.
"Du bist schuld!", rufen sie im Chor, immer und imemr wieder, leise und bedächtig, aber stetig und eindringlich wiederholen sie sich immer und immer wieder.
DIe ersten beginnen aufzustehen, mancheh aben keine Beine mehr und ziehen sich deswegen mit ihren Armen über den Boden.

Nun bist du umzingelt, von überall kriechen und schwanken die Kinderleichen auf dich zu, sie beschimpfen dich als Verräter, als Feigling, du wärst schuld an ihrem Unglück und an ihrem Leid.
Ihre Hände verwandeln sich langsam in rasiermesserscharfe Klauen während sie sich dir nähern.
Du hast uns unser Leben gestolen, nun wollen wir deines....

Tael

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Varags Traumreise
« Antwort #12 am: 24.11.2009, 14:50:37 »
"Ahhhhhh" ruft Varag nur noch panisch und schaut sich hektisch nach dem Silbernenfaden um

der Silberfaden hängt über Varag in der Luft, wie ein rettendes Seil.
Aber Varag hört plötzlich noch etwas anderes, etwas leises das der Wind mit sich trägt.

Jemand anderes ruft seinen Namen.
Es ist weder die Spinne noch sind es die Kinder, es klingt nach seinem alten Meister, der ihn aus weiter Ferne ruft.
Varag versteht nur einige Fetzen, die Kidner sind zu laut.
Doch einige alte Dogmen des Klosters kann Varag heraushören.
Es ist die Angst die du überwinden ... , bevor du den Feind ... kannst..
Die Schatten sind... Freund, Fäuste... Waffen...

Tael

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Varags Traumreise
« Antwort #13 am: 24.11.2009, 15:41:08 »
Varag ist bereits an das Seil gehüpft und zieht das Ende mit sich hoch, sodass die Kinder nicht hinterher klettern können.
Als er jedoch dann die Stimme seines Meisters hört, erinnert er sich an einen Teil seiner alten Lehre. Wie sehr freut er sich die Stimme wieder zu hören. Sein Meister wusste früher immer rat.
So versucht er an dem Seil zu schwingen, um danach über die Kinderleichen in der Nähe springen zu können und der Stimme seine Meisters hinterherlaufen zu können.

Varag gelingt es, die Kinder scheinen ihm nicht zu folgen, doch die Landschaft ändert sich nicht, sonder endet einfach.
Ein großer schwarzes Nichts taucht vor dir auf und dir wird klar das du auf einer Insel bist, nur wenige Hundert Meter breit.

Jetzt hat er die Sicherheit des Faden für die Stimme seines Meisters aufgegeben, nun würde auch der Ratschlag seines Meisters ihm wieder aus dieser Situation heraushelfen müssen, doch weiß er momentan noch nicht wie genau das funktionieren soll. Er ist in seiner Ausbildung noch nicht weit genug fortgeschritten gewesen, um direkt mit den Schatten zu üben.

Vertraue... Fähigkeiten... Schatten... Mut

"Ähhh" entfernt es Varag als spontane Reaktion, doch da fällt ihm was ein. Er konnte vorhin durch den Schatten durchfassen, doch plötzlich hat dieser ihn hineingezogen. Er versucht vom Rand der Insel aus in der dunkle Nichts hinauszufassen und nach etwas Festem zu greifen, den Schatten zu greifen

Tatsächlich bemerkt Varag das das, was wie ein Loch erschien ein Meer aus Schatten ist, dickflüssig wie Honig aber kalt wie Eis.

"Wenn ich nur ein' Eimer hät', dann könnt ich die Kinder im Schatten ertränken", durchfährt Varag ein Gedanke
doch da er in seiner Nähe nichts ähnliches erkennt, versucht er beide seiner Hände mit dem Schatten zu füllen
"Wie soll nur das bisschen gegen die Kinder helfen"

Die Schatten ziehen in deine Hände ein, dringen durch seine Adern und erfüllen deinen ganzen Körper.
Du spürst wie die Kälte dich durchdringt und dein Herz umschließt, absolute Kälte wie du sie dir nie hättest erträumen lassen umschlingen dich.

Die Schatten wandern an dir hoch und umwinden dich wie Leichentücher, plötzlich sieht du nichts mehr und du hörst auch nichts mehr, du weißt nicht du noch lebst oder nicht.
Doch dann formt sich vor deinen Augen ein Gesicht, es ist dein Meister.
Er lächelt dich milde an:
Varag mein Schüler, lässt du dich immer noch von Angst erfüllen, lässt du dich von deinen niederen Instinkten leiten statt deinen Verstand mit deiner Kraft zu kombinieren?

"Meine instinkte haben mich bisher gut geleitet. Doch hier anscheinend nicht. wie kann der Schatten mir helfen? Wie komme ich wieder in die Traumwelt?"

Du musst eins werden mit den Schatten, sie als Teil von dir akzeptieren.
Ich starb bevor ich dir alles lehren konnte was nötig ist, aber hier existiere ich weiter, hier kann ich dir helfen.
Aber nur wenn du beginnt seinen Verstand zu benutzen.

Denn Schatten verzeihen keine Furcht, sie verzehren sie, und wenn du in ihr getränkt bist werden sie dich gleich mitverzehren.

"Wie besiege ich meine Furcht?"
fast hätte er auch noch gefragt 'Wie benutz ich meinen Verstand' doch das wäre wohl eindeutig ein Zeichen dafür gewesen, dass er es nicht macht.

Wisse, das der Feind nur so viel Macht über dich erlangen kann wie du ihm erlaubst.
Warum ranntest du vor ein paar Kindern fort?


"Es war einfach zu viel für mich. All das was ich mir wünsche wurde vor meinen Augen vernichtet und nun werd ich auch noch beschuldigt daran schuld zu sein"

Das bist du aber nicht, und das weißt du, warum glaubst du einem Traum mehr als dir selbst?

"Ich möchte einfach nicht, dass so etwas passiert"

Aber es ist passiert, und zwar bevor du geboren wurdest, wie sollte dich schuld treffen?

"Das ist unmöglich, das stimmt"

Diese Angst die du spürst, sie ist von deinen Instinkten geleitet, sie macht dich schwach, doch wenn du die angst annimmst, sie besiegst und überwindest macht dich das stark und die schatten akzeptieren nur Stärke.
Der Schwache wird verschlungen und versinkt in Vergessenheit, willst du zu den Schwachen oder den Starken gehören?


"Natürlich zu den Starken!"

Dann mein Schüler musst du aufbrechen, dich deiner ANgst stellen und dich der Macht der Schatten würdig erweisen.