Autor Thema: 8 Die Schlacht um das Leben  (Gelesen 4208 mal)

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Tael

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8 Die Schlacht um das Leben
« am: 08.05.2010, 22:14:07 »
Wolfstatze nähert sich Aomori und starrt diesen staunend an.
Willkommen im Kreis der Sschamanen Aomori. Du wähltest einen Geist des Wassers, wie die Orks es nie zu tun pflegen, offenbare dich mir und erhalte deinen Geisternamen.
Dann winkt Wolfstatze Hymir, Gorn und Varag zu sich heran.

Gleichzeitig bricht Flüsterwind zusammen und fällt dem Häuptling in die Arme.
Torock kniet sich hin und flüsternd unterhalten sich die beiden Anführer des Volkes der Orks.
Alle anderen halten respektvoll Abstand, es scheint niemanden zu überraschen was geschieht.

Yakras Mutter gesellt sich derweilen zu ihrer Tochter und umarmt diese.
Es ist tapfer von dir den Wunsch deines Vaters zu missachten und Glurock zu verschmähen um ihn und seine Geliebte glücklich werden zu lassen. Du hast es geschafft das niemand sein Gesicht verliert und kein böses Blut in unserem Klan herscht, und wenn dein Vater zornig ist erinnere ihm daran, dass unsere Liebe auch nur durch List die Tradition überwunden hat.
Herzlich Lächelnd lässt Koria Yakra los und flüstert ihr mit einer Träne im Auge zu: Solltest du den Krieg überleben, such dir einen guten Mann der dir gefällt und deiner würdig ist. Unseren Segen erhält jeder, vom Bauern bis zum Häuptling, solange er deiner würdig ist.
« Letzte Änderung: 08.05.2010, 22:16:47 von Tael »

Aomori

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #1 am: 11.05.2010, 06:55:48 »
Staunend betrachtet Aomori die veränderte Farbe und Beschaffenheit seiner Haut und die angedeuteten Schwimmhäute zwischen seinen Fingern. Viele andere wären angesichts einer solch drastischen Transformation des eigenen Körpers vielleicht in Panik verfallen, doch als Killoren ist es Aomori gewohnt, dass sich seine Erscheinung den äußeren Umständen und Bedürfnissen anzupassen vermag, so wie die Bäume ihr Laubkleid mit den Jahreszeiten wechseln.

Vorsichtig tastet er sein ebenfalls verändertes Gesicht ab und ist nun doch einigermaßen erstaunt, da er nie geahnt hatte, dass ein aquatischer Zweig der Killoren überhaupt existierte. Vielleicht sind auch sie schon lange ausgestorben, wodurch Aomori ein weiteres Mal der Titel des letzten Überlebenden einer Art zustehen würde.

Doch nicht nur sein Körper hat sich verändert. So wie der große Geist der Tiefe es verkündet hatte, spürt Aomori nun, dass ein Teil seiner Seele in etwas Größerem, Unsterblichem aufgegangen ist. Seit jeher fühlten die Killoren diese natürliche Verbundenheit mit den Wäldern dieser Welt und bei Aomori erstreckt sich diese Verbundenheit nun auch auf das Wasser, wodurch er noch mehr Eins geworden ist, mit dem unendlichen Zyklus des Lebens und der stillen Ewigkeit des Ozeans.

Er wirft seinen Gefährten einen freundlichen Blick zu, wobei er hofft, dass sie ihn zumindest an seiner charakteristischen dunkelgrünen Lederrüstung erkennen, tritt dann vor Wolfstatze und kniet sich vor ihm nieder.

"Der große Geist der Tiefe möchte Euch seine Dankbarkeit ausdrücken, Wolfstatze, dafür dass Ihr Aomori zu ihm geführt habt. Er ist nun bereit, seinen Namen zu erkennen."

Tael

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #2 am: 11.05.2010, 07:49:01 »
Der Druide Aomori kniet vor der Natur nieder, und der Schamane Faer-Lorn, die Seele des tiefen Wassers erhebt sich aus der Geisterwelt in die Welt der sterblichen.
Faer-Lorn, erhebe dich, nun bist du ein Schamane und damit mein Bruder. Du bist ein Teil aller Stämme der Orks und einer der unseren. Setze deine Weisheit und deine Stärke zum Wohle diner Brüder und zum Wohle allen Lebens ein.
Mein Bruder, du bist der erste seit Generationen der sich der Tiefe hingab, erzähle mir von ihr.
« Letzte Änderung: 11.05.2010, 20:25:12 von Tael »

Varag

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #3 am: 11.05.2010, 10:03:26 »
Varag versteht zwar kein Wort von dem was Aomori und Wolfstatze bereden, doch sieht die Handbewegung eindeutig danach aus, dass sie herkommen sollten. Varag hat sein Muster im Gesicht noch nicht selbst gesehen, doch verleihen die roten Punkte und weißen Linien seinem Gesicht noch mehr Konturen. Varag ist schon sehr gespannt darauf was Wolfstatze zu ihm sagen würde, nachdem sie sich bisher offensichtlich nicht verstanden haben.
Fäuste +4 (1d6+4), Blasrohr +2 (1w2)
RK: 15, Initiative: +2
Reflex +4, Willen +4 , Zähigkeit +2

Tael

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #4 am: 11.05.2010, 20:51:02 »
Freunde, begrüßt mit mir unseren neuen Bruder, Seele des tiefen Meeres.
Gorn und Hymir, ihr seid starken und würdigen Kriegsgeistern geweiht, "Prinz" Varag, euch wählte passenderweise die selbsternannte Königin der Geister, die Spinne.
Jeder von euch hat nun einen Schutzgeist, der euch zur Seite steht und euch mit seiner Macht im bevorstehenden Krieg unterstützen wird, ein jeder auf seine Weise.
Jeder von euch wurde von den Geistern als würdig anerkannt, das freut mich, wenn auch nur bedingt.

Wolfstatze schaut deutlich zu Varag herüber.
Doch nun lassed uns zu den anderen Junggesellen gehen und das rauschende Fest zuende feiern welches die Geister uns ermöglichten.
Wolfstatze winkt auch Yakra heran, zu den Junggesellen und ignoriert weiterhin den Zusammenbruch Flüsterwinds, wie alle anderen Orks auch. Nur der Häuptling scheint sich mit dem gestürzten Schamanenführer zu befassen.

Ansuz

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #5 am: 12.05.2010, 20:26:54 »
Ein Sohn der Windläufer wird nicht zurückbleiben, wenn andere vortreten!
Zähneknirschend geht Hymir auf die Knie und erwartet den sengenden Schmerz, mit der die Flammen über ihn lecken werden. Als nichts dergleichen geschieht, öffnet er erstaunt ein Auge und schließt es gleich wieder, als sich ihm ein Grüner nähert. Törichter Dummkopf, der er ist, muss er natürlich die Zeremonie ruinieren!
Ungeachtet der flackernden Lichter und der quälenden Hitze hält er also still. Ein Zucken kann er trotzdem nicht vermeiden, als eine Kralle sein Gesicht berührt. Das bedeutet für gewöhnlich nichts Gutes. Irgendetwas wird mit einer übelriechenden Paste auf seinem Gesicht verteilt, was seine Befürchtung bestätigt.
Wenigstens hat er sich so weit unter Kontrolle, nicht das Gesicht zu verziehen. Es wird schon einen Grund haben, warum sie ihn bemalen wollen, als sei er eine Zeltplane. Das ist vielleicht ihr (zugegebenermaßen bescheidener) Ersatz für Met.
Er beschäftigt sich mit Bildern goldenen, köstlichen Honigweins, der in die Stoßzähne großer Walrösser gefüllt wird, bis der Grüne fertig ist. Gerade will er die Augen öffnen und fort von dem Feuer, da spürt er ein seltsames Gefühl der Vertrautheit, so, als striffe ihn die Brise des Meeres, gekühlt von Eisbergen und erfüllt von unnachahmlicher Lebendigkeit. Für einen Augenblick hat er wieder das Gefühl, zuhause zu sein. Er kostet ihn aus, solange er anhält.
Was die Kleinen auch immer mit ihm gemacht haben, es hilft. Das Brennen lässt nach, ebenso seine Scham und Unruhe. Etwas in ihm kommt zur Ruh, fast so, als schmiege er sich wieder an die Brust seiner Mutter. Er wurde reich beschenkt, ganz so, wie es einem “mächtigen Krieger” gebührt, wie er stolz feststellt.
Trotzdem öffnet er nur zaghaft die Augen und entfernt sich etwas. Den Blick hält er gesenkt und die Arme hinter dem Rücken verschränkt, bis er wieder herangewunken wird. In seinem Kopf herrscht Leere. Warum grübeln, wenn er dieses seltsame Wohlsein noch ein wenig genießen kann?
Als man ihm eröffnet, er wäre von einem Geist des Krieges erwählt worden, reißt er ungläubig die Augen auf und starrt an sich herab. Bedauerlicherweise ist keine Rüstung erschienen, ebensowenig ein Reittlalusk oder Ehrenmale. Eigentlich sieht er immer noch genau wie zuvor aus. Das Geschmiere muss eine Segnung gewesen sein. Automatisch hebt er seine Hand zum Gesicht, senkt sie aber schnell wieder, bevor er noch etwas verwischt.
Lieber beäugt er die beiden Gehörnten, die ebenso gezeichnet wurden wie er. Auch an ihnen stellt er keine äußerliche Veränderung fest, auch wenn sich der Drahtige etwas aus der Hocke erhebt. Erstaunt muss Hymir feststellen, gar nicht einmal so sehr herauszustechen. Er überragt den Helden nur um wenige Finger, eigentlich kaum der Rede wert.
Im Gegensatz zu ihm ist er allerdings kein Prinz, sondern bloßer Jägerssohn. Respekt und Konkurrenztrieb flackern gleichzeitig in ihm auf. Sollen die Hrimthursen etwa zurückstehen vor den Fremden, gleich seiner Größe? Ganz gewiss nicht! Sein Geschlecht braucht sich vor niemandem zu scheuen!
Kurzentschlossen sieht er sich nach einem Weib um, wohl wissend, keine Ahnung davon zu haben, was er mit ihr anfangen soll. Es gilt jedenfalls, etwas zu beweisen! Was, wird er schon noch herausfinden, sobald es so weit ist.

Gorn

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #6 am: 15.05.2010, 14:23:14 »
Gorn steht sehr unbewusst dar. Er hat keine Ahnung von dem was vor sich geht und was mit ihnen passiert. Solche Rituale sind für ihn etwas voll kommen Unbekanntes und daher ist er genauso unentschlossen, was er wirklich fühlt. Ist es die Freude der Gemeinschaftskeit die er verspührt durch das Ritual, die Stärke die das Ritual zeigt vor dem Kampf oder vielleicht Angst vor den vielen Dingen auf dieser Welt von denen er keine Ahnung hat und nicht weiß, was gerade mit ihm geschieht. Wieder einmal emblößt sie die Reise, als eine Reise des unwissens und der Unwissenheit. So naiv Gorn auch ist und an das Gute in den Orks glaubt, da er in Yakra einen guten Eindruck gewonnen hat, so sehr könnte er wie schon zu Beginn der Reise auch falsch liegen und gerade betrogen werden. Auf eine so hinterlistige Idee, dass er vielleicht seine Seele an den Teufel verkauft, kommt der Minotaure zum Glück nicht. Viel mehr freut er sich mit den anderen, dass er von einem Kriegsgott auserwählt wurde. Denn vielleicht erlangt er so wieder seine volle Stärke wieder, die er seit dem Treffen mit den Gnomen verloren hatte.

Yakra

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #7 am: 16.05.2010, 10:13:51 »
Yakra lächelt ihrer Mutter dankbar zu und ist froh das sich ein Konflikt hat vermeiden lassen. Denn auch wenn sie nicht so selbstlos ist sich komplett dem Willen des Stammes unterzuordnen, so würde sie jedoch auch nie willentlich etwas tun was ihm Schaden zufügen könnte.

"Mach dir keine Sorgen Mutter. Ich werde schon wieder zurückkommen.", antwortet die Kriegerin ihrer Mutter mit soviel Selbstbewusstsein und Überzeugung wie sie aufzubringen vermag.
Tatsächlich ist sie nicht sicher ob sie jemals zum Dorf zurückkehren wird. Sie hat einige der Schrecken gegen die sie in den Krieg ziehen werden bereits mit eigenen Augen gesehen und auch bekämpft und weiß um die Stärke des Feindes.
In  einer vertraulichen Geste legt sie ihrer Mutter eine Hand auf die Schulter und wendet sich dann um, um nach ihren Mitreisenden zu schauen.
Besonders Gorn und der große Neuankömmling wirken ein wenig verwirrt und irgendwie so als würden sie sich nicht ganz wohl fühlen.

Yakra beschließt zu den beiden zu gehen damit sie nicht ganz so verloren herumstehen.

"Ihr seid beide von den Geistern des Krieges auserwählt. Das ist für einen Krieger des Stammes eine große Ehre."
Dann fügt sie mit einem leichten Grinsen hinzu.
"Auch wenn es mich nicht so sehr überrascht"

Aomori

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #8 am: 19.05.2010, 20:27:07 »
Ehrfurchtsvoll erhebt sich Aomori alias Faer-Lorn und lässt die neuen Eindrücke eine Weile auf sich wirken. Nun ist er also ein Mitglied der Gemeinschaft der Orkschamanen. Das hätte er sich auch nicht träumen lassen als er sich damals aus dem Smaragdwald auf den beschwerlichen Weg gemacht hatte.

Erneut versucht Aomori, sich die Gefühle und Eindrücke seines Abtauchens in die dunklen Tiefen des Meeres ins Gedächtnis zu rufen. Dann schildert er Wolfstatze ausführlich, was ihm dort unten widerfahren ist und wie der Geist der Tiefe ihn empfangen hat.

Anschließend verspricht er dem Schamanen: "Faer-Lorn will von Stund an seine Stärke und Weisheit zum Wohle seiner orkischen Brüder und zur Erhaltung allen natürlichen Lebens einsetzen, so wie es in Tauramlugs Sinne wäre, den wir aus seinem ewigen Schlaf erlösen werden."
« Letzte Änderung: 19.05.2010, 20:27:55 von Aomori »

Ansuz

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #9 am: 19.05.2010, 21:21:51 »
Hymir dankt im Stillen den Göttern, als sich die Grüne dem Gehörnten und ihm nähert. Zwar ist sie keine Windläuferin, nicht einmal Thurse, aber immerhin Prinzessin und somit für sich allein genommen bereits eine stattliche Mitgift sowie eine erhebliche Bereicherung seines Ruhms, der ja bereits durch seine Entdeckung der neuen Welt beträchtlich gewachsen ist.
Gut, ihr Gesicht wirkt seltsam tierisch, ihr Unterkiefer ist geradezu eklig angeschwollen und ihre Stirn ähnelt der eines Widders, ganz von ihren Händen und Füßen abgesehen, aber das hat Thrym auch nie gestört, wenn er Tökk aufsuchte.
Vor allem aber hat sie offen Interesse bekundet. Offenbar sehen die Grünen ihn tatsächlich als großen und würdigen Krieger an, obwohl er sich überhaupt noch nicht im Kampf bewiesen hat. Vielleicht erwarten sie ja von ihm, dass er sich ihrer Prinzessin versichert. Sie haben eben merkwürdige Riten, mit viel Feuer und Farbe und so.
Er räuspert sich vernehmlich, strafft seine Gestalt, tritt vor, öffnet den Mund und stellt fest, kein Wort herauszubringen. Erstens weiß er nicht, was er sagen will, zweitens was von ihm erwartet wird und drittens wie er es in der fremden Zunge ausdrücken soll.
Völlig belämmert steht er mit geöffnetem Mund und gehobenem linken Arm vor der kleinen Grünen. Kein Laut dringt aus seiner Kehle. Seine eisblauen Augen spiegeln stumm den verzweifelten Kampf um die richtigen Worte wider. Nervös zucken die Nackenmuskeln, während er zunehmend verzweifelter auf einen Punkt irgendwo zwischen den Augen des Weibes starrt.
Schlussendlich gibt er keuchend auf, senkt den Arm und schüttelt den Kopf. Es nützt einfach nichts!
Mit letzter Hoffnung zuckt er mit den Schultern und lächelt die Prinzessin verlegen an.
« Letzte Änderung: 19.05.2010, 21:22:34 von Ansuz »

Tael

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #10 am: 21.05.2010, 07:53:43 »
Hymir wird nur seltswam angesehen und dann wieder ignoriert.
Wolfstatze lauscht aomoris Worten, auch einige andere ältere Schamanen die sich hinzugesellt haben und ihn interessiert bis überrascht mustern.

Der Häuptling hat den mittlerweile nicht mehr atmenden Schamanen Füsterwind nun aufgehoben und schreit einen lauten Kriegsruf durch den Sumpf, der beeindruckend laut und einschüchternd wild ist und sicherlich kilometerweit zu hören ist.
RACHE! KRIEG! TOT!
Alle Schamanen gehen nun vorsichtig auf Torock und Flüsterwind zu und lassen Yakra und die anderen einfach stehen.
Wolfstatze sagt noch: Wartet kurz, Seele des tiefen Meeres folge mir.

Alle Schamanen der Orks die es gibt stellen sich in vielen Kreisen um den Häuptling und die tote Stimme der Geister heraum auf und beginnen einen Gesang zu intonieren, der durch die Nacht dringt, nur unterbrochen von der größten aller Trommeln und dem Knistern des Feuers.
Aomori versteht den Gesang recht schnell und weiß das von ihm erwartet wird einzustimmen.
Oh Ihr Geister, nehmt diesen als einen der euren an! Nehmt sein Opfer an. Leben für Leben, Geist für Geist, sein Tod für das Leben aller! Oh ihr Geister...

Es ist ein beeindruckendes Schauspiel das einige Minuten anhält. Es kriecht unter die Haut und alle mit Haaren auf dieser spüren wie sich diese aufrichten als die Klage aus hunderten Stimmen im Gleichklang ertönt. Es ist noch eindringlicher als der Kanon im großen Feuer da die hunderten Stimmen wie ein Echo ihrer selbst über die Hügel und Sümpfe wallen und eine unvergleichliche Intensität erreichen, man muss die Sprache der Druiden und Schamanen nicht spechen um zu verstehen das sie tiefe Trauer und Bedauern ausdrücken. Doch eine gehörige Portion Wut schwingt in ihrem Gesang mit.

Nach einigen Minuten bildet sich eine Pozession und Torock trägt Flüsterwind zum Feuer. Neben ihm läuft der Rest des Rates der Stimmen, hinter ihm der Rest der Schamanen die sich wieder in einem Kries um das Feuer verteilen.
Schließlich sprechen die Schamanenführer und der Häuptling noch zu dem totem geistigen Führer der Orks, was kann aber niemand verstehen.
Schließlich wirft Torock Flüsterwind in die Flammen und die Versammlung löst sich in völliger Stille auf.

Wolfstatze kehrt wieder zu Yakra, Hymir, Gorn und Varag zurück.
Sein Gesichtsausdruck ist genauso neutral wie vor dem Abschied.
Gibt es noch etwas zu besprechen? In zwei Tagen werden wir aufbrechen.
« Letzte Änderung: 21.05.2010, 08:07:48 von Tael »

Yakra

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #11 am: 28.05.2010, 12:20:30 »
Yakra lacht fröhlich, ohne Spott, auf nachdem sie Hymir noch einige Augenblicke fragend angeschaut hat.

"Ich bin mir sicher du wirst deinen Wert in der Schlacht beweisen. Du brauchst dafür nicht zu sprechen wenn du es nicht willst."


Nachdem die Riten der Orks abgeschlossen sind und Wolftatze zu den vier Kriegern zurückkehrt ergreift Yakra als erste das Wort.
"Werden wir mit meinem Vater zusammen kämpfen? Ist unsere Aufgabe bereits beschlossen worden?"

Indem sie die Frage so stellt wie sie es tut, offenbart sie ebenfalls ihren Willen mit den anderen Mitgliedern der Gruppe zusammenzubleiben und nicht etwa einer Einheit der Orks zugeteilt zu werden.





Aomori

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #12 am: 29.05.2010, 12:34:40 »
Ohne die geringste Ahnung, was da eben mit Flüsterwind geschehen ist, stimmt Aomori instinktiv in den Chor der Schamanen ein und sieht tatenlos aber einigermaßen aufgeregt zu, wie der eben noch quicklebendige Schamane sich im Einvernehmen mit seinen Brüdern für den Krieg zu opfern scheint.

Die Rituale der Orks scheinen denen der Elfen nicht sehr ähnlich zu sein, wie Aomori eindeutig feststellen muss.

Als das grausige Schauspiel vorbei ist, eilt Aomori an Wolfstatzes Seite und raunt ihm aufgeregt seine Fragen zu. "Was ist passiert mit Flüsterwind? Warum er musste sterben? Ist sein Geist noch hier für Krieg um zu helfen uns?", fragt er in gebrochenem Orkisch.
« Letzte Änderung: 29.05.2010, 12:35:36 von Aomori »

Gorn

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #13 am: 29.05.2010, 19:37:13 »
Gorn ist weiterhin zutiefst verwirrt. Man sieht dem Minotauer an, wie unwohl er sich fühlt. Dass er nichts versteht von den Vorgängen die passieren, bedrückt ihn sehr, doch sagt er nichts un fragt er nicht, was gerade passiert ist. Ja trotz seiner größe scheint Gorn sogar bisschen eingeschüchtert und verängstlicht zu sein, nicht wegen dem bevorstehenden Krieg, nicht wegen der Schlacht, welche bevorsteht, in welcher er vielleicht sterben wird.
Die Schlacht ist eine Gewissheit, etwas das kommen wird, etwas von dem er weiß, wie es ist, was passiert und was passieren kann. Das was Gorn so sehr bedrückt ist alles drumherum. Das nichts wissen, die ungewissheit, ob man bei den richtigen Wesen ist oder ausversehen wieder den falschen hilft. Die Kompliziertheit von dem Leben an der Oberwelt, scheint Gorn fertig zu machen.

Erst als sich die Atmosspähre sich etwas beruhigt hat, kommt er näher zu Yakra und beugt sich runter, damit nur sie ihn versteht.
"Wo ist Venustras hin? Und wann geht es zur Schlacht?"

Tael

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8 Die Schlacht um das Leben
« Antwort #14 am: 29.05.2010, 20:19:38 »
Wolfstatze antwortet gewissenhaft und ernst.
Damit redest du am besten mit deinem Vater, ich bin zwar Teil des Kriegsrates, aber mit der Organisation der Krieger sind die Häuptlinge beauftragt, aber für euch ist als unseren Botschaftern, als Verbindung zwischen der Unterwelt, den Killoren, den Elfen und den Orks natürlich eine Ehrenrolle vorgesehen. An vorderster Front werdet ihr unterstützt von den besten aller Völker, unter anderem mir und dem vermalledeitem Hexer, in die Festung des Feindes eindringen, in das Herz vordringen und den Gott retten.
Aber dein Vater wird euch morgen Noch einmal alles genauer erklären.

Flüsterwind hat sein Leben gegeben und hat den finalen Schritt eines Schamanen getan und hat seinen Körper verlassen und ist vollständig in die Geisterwelt eingetaucht. Wunder dich also nicht wenn du ihm eines Tages begegnest, er ist kein Gespenst, sondern ein Totem, ein Geist der Natur. Freut euch alle für ihn, er ist wahrlich an einem besseren Ort und schaut nun auf uns herab und hält mit seiner Lebenskraft die Segen aufrecht die auf euch und allen anderen Kriegern liegen. Traurig und ängstlich sein müssen wir, die zurückbleibenden, denn der beste von uns allen ist nicht mehr unter uns, und doch in uns allen.
 
Venustas ist in der Geisterwelt, dort hat sie einen Lehrer gefunden, jemanden der ihre Magie kennt und ihr beibringen kann sie zu kontrollieren. Doch wie lange es dauert bis sie zu uns zurückkehrt kann niemand sagen, vielleicht morgen, vielleicht in ein paar Tagen, vielleicht in ein paar Jahren, ich hoffe natürlich das sie so bald wie möglich zu uns zurückkehrt.

Geht schlafen, morgen wird der Tag der Vorbereitung und ihr werdet gegen Mittag vor dem Kriegsrat erwartet, ich muss mich nun um den Hexer kümmern, morgen werden wir uns nicht sehen, denn ich werde zu den Elfen reisen und wir werden uns wiedersehen, in der Mitte des Schlachtfeldes, wenn wir uns durch die Horde der Gnome und der anderen Untertanen der Spinne geschlachtet haben.
Mögen wir alle uns lebendig die blutige Hand reichen im Herzen des Sturms, seid gesegnet, ihr Helden.


Dann wendet sich der Schamane zum gehen, nun stehen Yakra, Gorn, Varag, Aomori und Hymir einsam an den Resten des Feuers.