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Autor Thema: Akt 1: Farholde  (Gelesen 19742 mal)

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Klingenhagel

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Akt 1: Farholde
« am: 18.07.2014, 14:24:07 »
Ein Tag ist vergangen, seit ihr Marrenhain, oder was davon übrig blieb, hinter euch gelassen habt. Ob nun höflich, freundlich oder angespannt, ihr habt die Nacht und den darauf folgenden Tag hinter euch gebracht und seid erfreulicherweise noch alle am Leben. An diesem Abend hält das Schiff nicht an einem der Fischerdörfer, das erste Mal in den letzten 12 Tagen der Reise, wie euch die älteren Knotenmitglieder versichern können.

Erneut tritt Tiadora aus ihrer Kabine, welche sie den Tag über nur selten verlassen hat, etwa, um den Matrosen neue Befehle zu geben, und vermutlich auch, um den auf ihnen lastenden Zauber zu erneuern. Nun jedoch richtet sie ihre Stimme an euch, und winkt euch zum ersten Mal heran und in die Kabine. "Der Meister ist eingetroffen und will euch sehen. Geht zu ihm." Der Oger Grollhannes, welcher garn icht durch die Tür passen würde, folgt dieser Anweisung nicht, dafür allerdings das schwarzhaarige Tieflingsmädchen Iomine.

Aus der Kabine scheint ein heimeliges Licht, und ihr Inneres ist recht sparsam eingerichtet mit einem unbenutzt aussehenden Bett, einem Tisch mit mehreren Stühlen, einer Truhe und einem Schrank, nichts davon von wirklich bedeutender Qualität. Am Tisch, euch zugewandt, sitzt der Kardinal Andrastus Thorn, ein Mann im mittleren Lebensalter, gekleidete in reiche, schwarze Roben, welche stolz und golden das Symbol des Asmodeus aufweisen. Von ihm geht eine nicht zu übersehende Ausstrahlung der Selbstsicherheit, Macht und Bosheit aus, auch wenn er die bisherigen Knotenmitglieder mit einem fast väterlichen Lächeln bedenkt und zuerst an Arkil, Iomine und Nicolas seine Worte richtet. An seine Seite tritt mit ernster Miene Tiadora, hinter seinem Thron Aufstellung nehmend. "Ihr habt gut getan, mein neunter Knoten, und habt eure Belohnung in Rache und Reichtümern erhalten. Durch euch ist der Stamm der Feueraxt entfesselt und schreibt seinen Namen in Blut in die Grenzlande. Zwei Dörfer und eine weitere Grenzfeste sind gefallen, und mehr werden folgen. Dies ist auch euer Verdienst und euer Triumph, wie ich nicht vergessen werde."



Dann wendet er sich den neuen Mitgliedern des Knotens zu. Auf Saraid, welche die einzige im Raum ist, die er nicht selbst auswählte, ruht sein Blick einige Momente länger, dann aber richten sich seine Worte an euch alle. "Und auch euch heiße ich Willkommen. Eure Gründe, euch dieser heiligen und lohnenden Sache mögen vielfältig sein, aber euer Ziel ist geeint, und so sollt ihr dies auch sein. Dient gut, und ihr werdet erhalten, was euch versprochen wurde, und noch viel mehr. Doch bevor ich euch euer neues Ziel verrate, gibt es etwas zu tun, was Vorrang hat. Ihr wisst, dass ihr mir dienen werdet, doch noch viel mehr werdet ihr Asmodeus dienen, und auch einander. Und auch wenn eure Absicht rechtschaffen sind, werdet ihr sie dennoch auf einem Vertrag festhalten, mit eurem Blut, so wie es auch eure Kameraden taten."

Mit diesen Worten weist er mit seiner schwarz behandschuhten Hand auf den Tisch vor sich, auf dem drei Dinge liegen. Ein kleines, aber scharfes Messer, eine Gänsefeder und, daneben liegend, eine ausgerollte Schriftrolle. Dies war wohl der Vertrag, und auf ihm waren die Namen von Iomine, Nicolas und Arkil bereits verzeichnet, des Weiteren einige weitere Namen, welche jedoch durch ein teuflisches Brandsiegel aus dem Vertrag getilgt wurden. Die älteren Gruppenmitglieder erkennen dies als die Unterschriften der getöteten Gruppenmitglieder, sowie der von Luis, welcher wohl aus dem Vertrag entlassen wurde.

Antara

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Akt 1: Farholde
« Antwort #1 am: 18.07.2014, 16:10:01 »
In Anbetracht der feierlichen Umstände hatte Antara ihr eigenes, rabenschwarzes Kleid angelegt, nicht so reich verziert wie die Roben des Kardinals, doch elegant geschnitten und aus mehreren Lagen fester Seide gewebt. Die Rüstung hatte sie weggelassen. Sie war froh darüber für eine offensichtlich wichtige Mission ausgewählt zu sein und achtete darauf, dass man ihr die Verärgerung über die ständigen Verzögerungen nicht anmerkte. Zumindest eine Andeutung hatte sie schon: Es ging tatsächlich um die Eroberungen die Grottenschraten zugeschrieben wurden.

Ohne zu zögern, doch geschmeidig und ohne Eile trat sie vor, dem brennenden Blick des Kardinals begnete sie mit klaren grünen Augen. Ihr Knicks fiel tief und förmlich aus, sie hielt ihre gebeugte Haltung für drei Herzschläge. Ein kleines Stück Rache lag darin. Ihr Kleid war vorne mit einer Spitze tief ausgeschnitten, so dass nicht ihr eigenes, goldenes heiliges Symbol gut zur Geltung kam.

Als sie zuerst mit ihm zu tun gehabt hatte, hatte sie gar nicht ernsthaft versucht sein Verlangen zu erwecken. Das hätte gegen ihre persönliche Regel Nummer zwei verstoßen: Kenne deine Grenzen. Und der Kardinal besaß Macht, Erfahrung und Willensstärke, die ihr weit überlegen waren. Die schlichten Gesten mit denen sie ihre Weiblichkeit betont hatte - eine Berührung ihres gereckten Halses hier, eine Bewegung aus der Hüfte anstatt die Füße zu versetzen da - waren in erster Linie höfliche Gesten für etwas Selbstverständliches gewesen: Wenn er sie wollte (wovon sie nicht ausging) konnte er sie haben, schließlich war sie eine Hure und zwar eine die wusste, was sie tat. Dafür hatte sie eine sehr energische und deutliche Abfuhr kassiert, die sie ihrer persönlichen Meinung nach nicht verdient hatte. Aber wenn er seine Ablehnung schon so deutlich machte sollte er ruhig wissen, was er ablehnte.

Nach diesem kleinen Eingeständnis an ihre eigene Eitelkeit nahm sie in fließender Bewegung den Vertrag auf ebenso wie das Messer. Sie las den Vertrag[1] mit deutlichen Worten vor und blickte nur gelegentlich auf das Pergament, so dass kein Zweifel daran entstehen konnte, das sie eine eigene Absicht erklärte und sich nicht einfach in irgendetwas fügte. Sie legte die das Pergament ab, fügte sich einen kleinen Schnitt zwischen Daumen und Zeigefinger auf der Rückseite ihrer linken Hand zu, wobei sie sich keine Mühe macht ein zucken ihres Mundwinkels zu verbergen, tauchte die Feder in ihr Blut und unterschrieb schwungvoll.

Die Feder und das Messer reinigte sie von ihrem Blut und arrangierte sie wieder auf dem Tisch wie sie zuvor gelegen hatte. Sie nickte Casus zu und stellte sich wieder zurück, darauf achtend, dass sie nicht alles vollblutete.
 1. War der nicht irgendwo verlinkt?
« Letzte Änderung: 18.07.2014, 17:49:18 von Antara »
The river of life is all filled with sin.
The water I drink is the blood on my hands.

Casus

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Akt 1: Farholde
« Antwort #2 am: 18.07.2014, 16:42:50 »
Casus hielt den Blick zu Antara für einen Augenblick und trat dann ebenfalls vor. Er hatte keine besondere Kleidung zu diesem Anlass angelegt, er besaß etwas derartiges auch überhaupt nicht. Also trug er seine gewohnte dunkle Kleidung aber hier drinnen hatte er seine Kapuze nicht aufgesetzt, sodass man sein kurzes schwarzes Haar, seine helle Haut und seine roten Augen gut erkennen konnte.
Der Dhampir trat ebenfalls zu dem Tisch und hielt seine Augen jetzt auf den Kardinal gerichtet. Er wusste, was ihm versprochen wurde und mehr wollte er nicht vom Kardinal. Aber er würde jeden Vertrag unterschreiben, jede Bedingung erfüllen, solange er am Ende das eine erhielt.
Dennoch überflog er für einen Moment den Vertrag, um sicher zu gehen, dass Antara wirklich den vollständigen Text vorgelesen hatte. Er glaubte, dem Kardinal, dass er ihm geben konnte, was er wollte, aber das hieß nicht, dass er ihm oder irgendeinem anderen der Anwesenden ernsthaft vertraute. Da er allerdings keine verborgene Bedingung entdeckte, hob er schließlich sein Handgelenk an den Mund. Auch wenn er das Messer hätte benutzen können, so wollte er doch diese Gelegenheit nutzen, um all seinen neuen Begleitern etwas zu demonstrieren. Ein kurzes knacken begleitet das Hervorgleiten seiner Fangzähne bevor Casus sich damit in sein eigenes Handgelenk beißt. Er hält sich zurück, schließlich wollte er nicht trinken, sondern ergriff mit seiner anderen Hand die Feder, tauchte sie in sein Blut und unterzeichnete ebenfalls den Vertrag. Danach trat er ohne ein weiteres Wort zurück in den Kreis und überließ es den übrigen Mitgliedern des Knotens, sich ihre eigenen Gedanken zu seiner Herkunft zu machen.

Saraid Eara

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Akt 1: Farholde
« Antwort #3 am: 18.07.2014, 17:03:40 »
Ruhig erwiederte Saraid den Blick des Kardinals, immerhin hatte sie sich nicht zu verstecken. Auch wenn sie nicht zu dem ursprünglichen Knoten gehört hatte, hatte sie doch ihren Wert bewiesen. Die Feste im Norden war gefallen und der Norden stand im Flammen, und die Küste brannte dank Tiadora auch.

Nach und nach unterschrieb ein jeder den Vertrag, jeder auf seine Weise. Als es an ihr war las sie den Vertrag sehr genau.[1] Es war interessant zu sehen wieviele Namen ursprünglich auf dem Vertrag gestanden hatten. Irgendwie hatte Saraid gedacht, dass es mehr in Richtung Himmelsfahrtkommando ging. Aber so wie es aussah standen die Chancen wohl gar nicht so schlecht. Wie von selbst erschien ein Dolch in ihrer Hand, etwas was sie über die Jahre gelernt hatte. Eigentlich war es ziemlich einfach, aber erforderte Fingerspitzengefühl und lange Stunden Übung, was die meisten nicht investieren wollen. Mit einer fließenden Bewegung schnitt sie sich leicht in den Unterarm. Auf dieser Seite prangte die Brandwunde, welche überall in Talingard bekannt war. Brandmark, niemand kam dort ohne Grund hin und es war selten jemanden mit einer solchen Narbe zu sehen, bisher hatte wohl niemand das Gefängnis lebend verlassen hieß es.

Sorgsam setzte sie ihren Namen unter den der anderen. Vielleicht war Michaels Seele doch noch nicht verloren... vielleicht hatte Saraid eine Chance ihn zu retten.
 1. 

Ferran Naraka

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Akt 1: Farholde
« Antwort #4 am: 21.07.2014, 09:19:32 »
Nun trat auch der Nidalese nach vorne, ihm schmeckte diese ganze Situation überhaupt nicht, anstatt über die Mission oder was noch wichtiger war über die Entlohnung zu sprechen, sollten sie zu allererst einen Vertrag unterschreiben der sie an Asmodeus bindet? Das hörte sich nicht richtig an.

Aber als der Söldner nun vor dem Kardinal stand, konnte er nicht anders als sich zu verbeugen. Naraka hatte kein Gespür für Magie, sei es göttliche oder arkane, aber selbst er konnte sagen das Kardinal Thorne ein überaus mächtiger Mann war, den Mitgliedern der Umbral Court nicht unähnlich. Und so wie die Mitglieder der Umbral Court in Pangolais, fordere der Kardinal absoluten gehorsam gegenüber ihm selbst und was noch wichtiger war gegenüber seinem Gott.

Daher ging auch der Kuthite zum Tisch und lass sich den Vertrag durch. Doch, je mehr er davon lass desto finsterer wurde seine Mine. Narakas Loyalität lag bei Zon-Kuthon und bei der Umbral Court, allerdings wurde er von einem Mitglied gerade dieser Organisation zum Kardinal gesandt. Der Söldner hatte eigentlich gehofft, dass der Auftrag, den er hier durchführen sollte eine Möglichkeit der Rehabilitation bot, eine Möglichkeit seinem Gott Zon-Kuthon näher zu kommen und nicht einen Vertrag der ihn an einen anderen Gott band.

Der Nidalese trat vom Tisch und damit vom Vertrag zurück. Er beugte sein Haupt und richtete das Wort an den Kardinal. "Kardinal Thorn, euer Vertrag verlangt viel, und vieles was ich darin lese verstehe ich als einfacher Söldner nicht, doch eines weiß ich, euer Gott der mächtige Asmodeus ist der Prinz der Gesetze und achtet auf die Einhaltung aller Verträge."
Nach diesen Worten, ging seine Verbeugung tiefer, Schweiß bildete sich auf seiner Stirn und seine Lippen waren trocken, doch diesen Vertrag blind zu unterzeichnen war keine Option für ihn.
"Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass wenn die einzelnen Punkte nicht genauer besprochen werden, die Diener des Asmodeus überaus Kreative darin sein können, wie sie Verträge interpretieren."

"Ich wurde hierher gesandt, als Diener des mächtigen Zon-Kuthons, im Auftrag der Umbral Court. Aus diesem Grund muss ich fragen, inwiefern diene ich Zon-Kuthon wenn ich diesen Vertrag unterschreibe. Wie kann ein Kardinal des Asmodeus, wie einflussreich er auch sein mag, mir Macht verleihen die mich näher an den Prinz der Pein bringt und meine Loyalität zu Zon-Kuthon untermauert?"

Nach diesen Worten erhob sich Ferran Naraka, hielt jedoch seinen Blick gesenkt und sagte wie zu sich selbst:
"Einst habe ich für einen Priester des Asmodeus einen Auftrag ausgeführt, als Bezahlung verlangte ich Macht und er gab mir das."
Bei diesen Worten ging eine Veränderung durch den Körper des Nidalesen, seine Schultern sackten unnatürlich nach unten, er ließ seine Arme hängen und sein Rücken krümmte sich. Er begann leicht zu Zittern. Auf seinem Gesicht und der wenige Haut, welche durch seine Rüstung zu sehen war, konnte man seine Adern und Venen deutlich hervor treten sehen. Doch so schnell wie dieses Schauspiel begonnen hatte war es auch vorbei. Als der Söldner sich nun erhob, schien er solider, dichter. Seine Arme waren dicker, muskulöser und seine Hände schienen größer. Seine Pupillen waren um die Hälfte geschrumpft, doch noch gab er keinen Ton von sich. Das auffälligste Merkmal jedoch war sein Kopf, auf dem zwei mächtige Teufelshörner prangten.
« Letzte Änderung: 21.07.2014, 13:05:45 von Ferran Naraka »
Embrace Misery In This World And The Next, Forget All That Is Not Suffering, And Tune Your Mind So You Understand The Pleasures Of Pain.

Arkil

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Akt 1: Farholde
« Antwort #5 am: 21.07.2014, 10:44:27 »
Arkil hatte sich nach seinem Eintritt an die Seite gestellt, um den Neulingen Platz zu machen.
Er hatte ja bereits unterschrieben und war ein wenig überrascht, daß der Kardinal ein eindrucksvolleres Szenario erschuf, wie jenes in seinem Haus damals. Aber das Schiff war wohl einfach zu klein dafür.
Interessiert, wie immer, beobachtete er, wie auf den Vertrag reagiert wurde.
Als Ferran seine Herausforderung an den Kardinal richtete, versteifte Arkil sich. Wie konnte dieser einfache Mensch es wagen, den großartigen Kardinal und den Dienst an der Hölle zu verweigern?
Und wo lag das Problem mit Entlohnung des Asmodeus-Anhängers, die Ferran anscheinend empfand? Er hatte Macht bekommen, wenn augenscheinlich auch nur körperliche. Und er hatte ein eindeutiges Mal erhalten, das ihn unter den Menschen auszeichnete. Also sollte er sich zufrieden geben und glücklich schätzen.
An- und gespannt wartete der Kayal auf die Erwiederung des Kardinals.
« Letzte Änderung: 21.07.2014, 10:48:13 von Arkil »
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TP: 24/24; RK: 15, Berührung: 12, ff: 13; Ini: +2; Zä: +2, Re: +3, Wi: +5; Verkleiden (Take 10): 25; Wahrnehmung: +1

Nicolas Seek

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Akt 1: Farholde
« Antwort #6 am: 21.07.2014, 22:11:15 »
Es war eine Ewigkeit her, seit Nicolas seinen Meister gesehen hatte. In dieser Zeit war sehr viel passiert und er hatte sich verändert. Doch das Vertrauen zum Kardinal und die Dankbarkeit, die der Alchemist seinem Meister entgegenbrachte, waren unverändert. Er hatte Nicolas erst zu der Person gemacht, die er heute war. Er hatte ihn befreit, ihm ein neues Leben geschenkt, trainiert und geformt und ihm die Möglichkeit gegeben, Rache zu üben. So war es nicht verwunderlich, dass Nicolas eine Welle des Stolzes überflutete, als der Kardinal ihn und den neunten Knoten lobte. Er war in diesem Moment fast wie ein Junge, der aufgrund guten Benehmens von seinem Vater gelobt wurde. Jeden Moment und jedes Wort kostete er aus, wie einen guten Wein. Außerdem war der Alchemist froh darüber, dass der Meister dem Knoten so viel Vertrauen entgegenbrachte, dass er für Saraid Eara nur einen etwas längeren Blick übrig hatte. Dieses Verhalten sprach Bände, denn es wäre ein leichtes für ihn gewesen, sie auf die Probe zu stellen. Anscheinend war ihm aber die Meinung des Knoten zu ihrer Person genug.

Mit einem Lächeln verfolgt er, wie die neuen Diener und Untergebenen des Kardinals den Vertrag unterschrieben. Es erfüllte ihn mit Freude, dass sie alle in den Vertrag aufgenommen wurden und damit zu einem Mitglied des neunten Knotens wurden. Mit Erstaunen nahm er außerdem wahr, dass der Mann, der sich bisher so zurückgehalten hatte, Fangzähne besaß. Interessant. Wie Arkil bereits gesagt hatte, schien er der vielversprechendste von den Neuen zu sein und Nicolas teilte diese Ansicht. Vorsicht und Zurückhaltung war für den Knoten unbedingt notwendig und von großem Vorteil. Sie durften keine Aufmerksamkeit erregen, was natürlich auch der Grund dafür war, dass alle ehemaligen Mitglieder eine Dornenkrone erhalten hatten. Dieser Mann hatte das anscheinend von Anfang an begriffen.

Doch hatte Nicolas das Schauspiel bisher mit einem Lächeln und einem gewissen Wohlwollen verfolgt, änderte sich das abrupt, als der Söldner seinen Meister infrage stellte. "Wie kann dieser Wurm es wagen..." Nicolas hatte die Macht des Kardinals schon einmal mit ansehen dürfen, als er öffentlich infrage gestellt wurde. Es war eine dumme Entscheidung das zu tun und Nicolas würde diesen Frevel gegenüber seinem Meister nicht dulden.
Sofort spannte sich sein ganzer Körper und in seine Augen trat der bekannte Ausdruck des Wahnsinns und der Wut. Der Kardinal würde ihn nicht brauchen und dem Söldner einer gerechten Strafe unterziehen, doch trotzdem konnte sich Nicolas nicht beherrschen.
"Wie könnt Ihr es wagen, unseren Meister in Frage zu stellen und das Wort gegen ihn zu erheben?!" Seine Stimme war eiskalt und unbewusst hatte ein Dolch den Weg in seine Hand gefunden. Der Alchemist zitterte am ganzen Körper und musste sich anstrengen, keinen Schritt in die Richtung des Mannes zu machen. Zumindest hatte er sich noch so weit unter Kontrolle, dass er dem Frevler nicht sofort seine dreckige Zunge aus dem Mund schnitt.
« Letzte Änderung: 21.07.2014, 22:11:49 von Nicolas Seek »
HP 71/71 | AC 19 Touch 14 FF 16 | Bombe +9 / 4d6+6 (9 Splash) | INI +3 | Fort +8, Ref +10, Will +5 | Wahrnehmung +12 | Verkleiden 26 (Take 10)

Brennt und schreit für mich!

Klingenhagel

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Akt 1: Farholde
« Antwort #7 am: 22.07.2014, 07:09:16 »
Mit sehr zufriedener Miene beobachtet der Kardinal, wie die Meisten von euch den Vertrag anstandslos unterzeichnen. Dass manche von euch ihn sorgfältig lesen, scheint ihn nicht zu stören, im Gegenteil lächelt er nur dünn und wirkt eher zufrieden, dass seine neuen Untergebenen so vernünftig sind.

Als Ferran ihn jedoch anspricht, wird seine Miene wieder ernst, und er richtet sich ein wenig mehr in dem Stuhl auf, die Hände ineinander faltend. Auf Nicolas' Ausbruch hebt er ruhig die Hand in einer beschwichtigenden Geste, sein durchdringender, entschlossener Blick liegt aber eher auf dem verwandelten Kuthiten. "Wenn es Macht ist, nach der es euch verlangt, so sollt ihr sie bekommen. Niemand, der Asmodeus dient und es überlebt, wird in diesem Dienst nicht stärker, gleichgültig, zu wem er seine Gebete richtet. Und Macht kann viele Gestalten annehmen. Ihr werdet sehen, dass die Macht, die euch gegeben wurde, nur die Spitze des Eisberges ist.

Aber ich denke, euch kann etwas besseres angeboten werden als das. In diesen Landen ist der Glauben an Zon-Kuthon nicht weniger verboten als der an Asmodeus, auch wenn er niemals dieselbe Bedeutung erlangte. Unterschreibt und habt Teil an dem großen Plan, und eine ganze Nation wird darunter leiden, und am Ende, wenn der Staub sich gelegt hat und ein Reich im Namen des Asmodeus errichtet ist, wird es dort auch einen Platz für den Glauben und Dienst an eurem Gott geben. Es wird keinen Zweifel an der Herrschaft des Prinzen der Dunkelheit geben, aber jeder Richter benötigt Folterer und Henker, und es wird viel Arbeit für jene geben. Und ihr werdet der Erste unter ihnen sein."

Inesaya Liatath

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Akt 1: Farholde
« Antwort #8 am: 22.07.2014, 09:21:46 »
Inesaya hatte ihr blondes, hüftlanges Haar erneut durchgekämmt, ihre weinrote Kleidung und Ausrüstungsgegenstände zurechtgerückt.
Jedes Mal, wenn sie den Spiegel in die Hand nahm, hoffte sie, wenigstens die Stimme ihrer Glaubensschwester zu hören. Manchmal wurde ihr dieser Wunsch erfüllt und die Erinye brachte ihr viel über die Ebenen und die Gesellschaft der Teufel, in welcher jene aufstiegen, die den schmerzhaften Prüfungen wiederstanden, bei. So erzählte sie, dass sie einmal die Aufgabe erhalten hatte, eine Hexenmeisterin auszupeitschen, um ihr eine bessere Zähigkeit anzutrainieren.
Schmerzen bin ich gewohnt dachte Inesaya, die mit ihrer Söldnereinheit häufig in Gefechte verwickelt worden war, egal ob bei Grenzpatroullien oder Straßenschlachten.

Auch Inesayas Augen glitten prüfend über jeden Paragraphen des Vertrags, bevor auch sie ihrem Körper eine blutende Wunde zufügte und den Vertrag mit ihrem Blut unterzeichnete. Auch hier in diesem Vertrag stand der Wille des Asmodeus über dem Willen des Kardinals.

Die Inquisitorin Schwarzhold war in Wirklichkeit Tiadora, die rechte Hand des Kardinals. In ihrer unverwandelten Gestalt wirkte sie noch viel beeindruckender. Und vermutlich war sie auch zu noch mehr Gräueltaten bereit. Inesaya würde die Dienerin des Kardinals nicht zum Feind haben wollen, ganz zu schweigen vom vermutlich ungleich mächtigeren Kardinal selbst. Und mit Sicherheit war Tiadora nicht seine einzige Dienerin.

Casus

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« Antwort #9 am: 22.07.2014, 09:23:08 »
Casus beobachtete das folgende Treiben etwas skeptisch. Er hatte nicht erwartet, dass sich jemand unter diesen Männern und Frauen finden würde, der mit so offensichtlichen Zweifeln dem Kardinal begegnete. Je mehr er von diesem merkwürdigen Mann, der jetzt Teufelshörner trug, erfuhr, desto weniger gefiel es ihm. Wenn er dem Kardinal nicht folgen wollte, warum war er dann hier? Und was für eine lächerliche Belohnung erhoffte er sich dieser Mann, dass er nicht bereit war jegliche Opfer dafür zu bringen? Gold? Macht? Was es auch war, Casus war sich jetzt zumindest sicher, dass seine eigene Motivation von einer anderen Qualität war. Für das, was der Kardinal ihm versprochen hatte, hätte er wohl sogar einen Vertrag unterzeichnet, der ihn von einem Priester der Iomedae vorgelegt wurde. Er würde jeden Preis für diesen Lohn zahlen. Doch langsam dämmerte es ihm, dass er dafür Sorge tragen musste, dass nicht einer dieser Fanatiker ihn mit seinem närrischen Verhalten um seine Belohnung brachte.

Ferran Naraka

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« Antwort #10 am: 22.07.2014, 15:01:44 »
Naraka befand sich in einem Zustand kontrollierter Wut, was allerdings nicht bedeutete, dass die Provokation des Mannes, dessen Stimme er als die von Nicolas Seek erkannte, auf taube Ohren fiel.
Doch solch eine offenkundige Provokation, konnte ihn nicht aus der Reserve locken, dazu war seine Kontrolle zu sehr gefestigt. Außerdem wagte der Nidalese es nicht sich vom Kardinal abzuwenden.

So wartete der Söldner geduldig auf die Antwort des Kardinals und seine Geduld sollte belohnt werden, denn was der Kardinal dem Kuthiten erwiderte, war genau das was er hören wollte. Wie es ihm von seinem Befürwortern versprochen wurde, war die Belohnung die der Kardinal anbot eine solche, die das Gierigste Herz vor Freude Heftig schlagen ließ, selbst das seine.

Ihm wurde Macht versprochen, ihm wurde Einfluss versprochen und was noch wichtiger war ihm wurde versprochen den Glauben an den Prinz der Finsternis in dieses Land tragen zu dürfen. Niemand der klaren Verstandes war würde ein derartiges Angebot ausschlagen und Naraka hielt sich zufällig für äußerst vernünftig.

Der Nidales setzte zu einer besonders tiefen Verbeugung an, während dieser tiefen Verbeugung nahm er wieder seine ursprüngliche Gestalt an. Als der Söldner sich aufrichtete hielt er seinen Blick immer noch gesenkt, wandte sich zum Tisch und damit zum Vertrag. Dort zog er seine dornenbesetzte Gebetskette des Zon-Kuthon hervor, nahm das eine Ende der Gebetskette in die eine Hand und umfasste sie mit der anderen Hand und zog die dornenbesetzte Kette durch seine geschlossene Faust, ohne mit der Wimper zu zucken oder einen Laut von sich zu geben. Als der Nidalese seine Hand öffnete war seine Handfläche völlig aufgerissen, er nahm die Feder, stach damit in seine Hand und Unterschrieb den Vertrag. Naraka drehte sich erneut zum Kardinal, verbeugte sich ein weiteres Mal und sagte:
"Ich bin geehrt zu dienen."
Mit diesen Worten trat er zurück zu den Anderen.
« Letzte Änderung: 22.07.2014, 15:32:43 von Ferran Naraka »
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Klingenhagel

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Akt 1: Farholde
« Antwort #11 am: 23.07.2014, 07:25:21 »
Kardinal Thorn nickte, scheinbar zufrieden damit, dass Ferran seine Worte angenommen hatte. Als auch ihr anderen unterschrieben habt, richtet er seinen ruhigen, kühlen Blick auf euch alle, auch wenn klar ist, dass zumindest ein Teil der Worte besonders an Nicolas gerichtet ist.

"Von dem heutigen Tag an seid ihr Paktgefährten. Euer Überleben, und wichtiger, der Erfolg eurer Mission, hängt davon ab, dass ihr gemeinsam für jene streitet, bereit seid, Opfer zu bringen und zu tun, was auch immer nötig ist. Die Starken unter euch werden an diesen Aufgaben wachsen und Macht gewinnen, die Schwachen werden zu Grunde gehen, wie es die natürliche Ordnung ist. Aber denkt daran, dass Streit in euren Reihen euch alle schwächt, und dies kann nicht gestattet werden. Es liegt kein Frevel darin, nach seinem gerechten Lohn zu fragen, solange die Pflichten erfüllt werden. Auch ihr anderen werdet erhalten, was euch gebührt.

Doch nun sollt ihr eure neue Aufgabe erfahren. Morgen wird dieses Boot Farholde erreichen, ein hinterwäldlerisches Städtchen ohne echte Bedeutung, doch euer Weg wird euch weiterführen. Ihr werdet in das Caer Bryr eindringen, den größten Wald Talingrads. Versteckt in ihm ist das Horn von Abbadon, der Tempel eines Todeskultes namens "Söhne des bleichen Reiters". Vor achtzig Jahren hat der erste König der Blutlinie der Darians, Markadian der Erste, auch der Siegreiche genannt, das Horn erobert und diesen Kult vernichtet. Kein großer Verlust.

Doch der Siegreiche fand in dem Horn das, nach dem ich euch entsende. In ihm besiegte er einen Daimonenprinz namens Vetra-Kali Frisst-die-Augen. Diese Bestie jagte ihm solch eine Furcht ein, dass er die Priesterschaft der Iomedae ein silbernes Siegel erschaffen lies, welches Vetra-Kali bis zu dem heutigen Tage bannt. Wie ich erfuhr, war diese Maßnahme wohlbegründet, denn dieser Daimonenprinz war ein Diakon des Reiters der Pestilenz, und er war in der Lage, eine Seuche zu erschaffen, die Talingrad in die Knie zwingen kann.

Als der Siegreiche den Daimonen besiegte, war jener kurz davor, eine Seuche namens 'Tränen von Achlys' in die Welt zu setzen. Ich weiß nicht, welche Eigenschaften diese Seuche hat, doch wenn selbst der Siegreiche sie fürchtete, will ich sie haben. Sie wird unser Giftdolch im Herzen Talingrads sein, hört auf, so herumzuhüpfen, Iomine."
Ein kurzer, vernichtender Blick traf das Tieflingsmädchen, welches während der Ausführungen des Kardinals angefangen hatte, zu grinsen, zu kichern und von einem Bein auf das andere zu trippeln, offensichtlich begeistert von diesen Worten. Auf die scharfen Worte des Kardinals jedoch senkte es rasch den Blick und versteckte sich etwas hinter seinem Stofftier.

Mit einem leisen Seufzen fuhr der Kardinal in seinen Ausführungen fort. "Ich habe Diener in allen großen Städten des Landes, die diese Seuche entfesseln können. Bringt sie mir, und zwischen ihr und den Horden der Feueraxt wird Talingrad zerbrechen.

Wisset aber, dass eure Aufgabe gefährlich sein wird. Der vierte Knoten, den ich entsandte, während ihr Balentyne geschwächt habt, ist verschwunden. Ich weiß, dass sich das Horn einen Tagesritt von Farholde, im Caer Bryn, versteckt, doch ob es bewacht wird, oder welches Schicksal dem vierten Knoten widerfuhr, vermag ich nicht zu sagen. Wenn ihr sie dort findet, tötet sie. Entweder haben sie versagt, oder sie haben ihre Aufgabe im Stich gelassen, und beides ist des Todes würdig. Es ist mir gleichgültig, welche Gefahren euch erwarten, ihr werdet sie überwinden und mir die Tränen von Achlys bringen.

So oder so werdet ihr nicht alleine in dieser Aufgabe sein. Der siebte Knoten befindet sich bereits in Farholde, und während ihr euch um das Horn und die Seuche sorgt, werden die Mitglieder des siebten Knotens euch von Farholde aus unterstützen und alle, die eure Arbeit stören wollen, aufhalten.

Und noch ein Anderer wird auf eurer Seite stehen. Baron Arkov Vandermir war einst der Anführer eines Asmodeuskultes in Farholde, und seine Familie besitzt immer noch Macht. Er ist verräterisch und dekadent, aber wohlhabend und besitzt gute Beziehungen. Vertraut ihm nicht, doch nutzt ihn, wie ihr könnt. Sollte er euch Probleme machen, erinnert ihn daran, wem ihr dient, denn er fürchtet mich, und mit gutem Grund. Tiadora wird euch zu ihm bringen, nachdem ihr Farholde erreicht habt.

Dies ist meine Aufgabe an euch, mein Knoten. Findet das Horn, zerstört das Siegel und bringt Vetra-Kali zurück in diese Welt. Nehmt ihm seine Seuche ab und bringt sie mir. Tut dies, und Talingrad wird dank eurer Taten erzittern. Enttäuscht mich nicht, wie es der vierte Knoten tat."


Als er geendet hatte, lehnte sich der Kardinal zurück, und Schweigen kehrte für einige Momente in der Kabine ein. Offenbar war nun die Gelegenheit gekommen, in der ihr etwas sagen oder fragen konntet, denn Thorn sah euch abwartend an und sank unter dem Rascheln seiner wertvollen Samtrobe zurück in den Sessel.
« Letzte Änderung: 24.07.2014, 11:35:10 von Klingenhagel »

Ferran Naraka

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Akt 1: Farholde
« Antwort #12 am: 24.07.2014, 14:20:45 »
Naraka hörte sich die Ausführungen des Kardinals genau an, nun da die Angelegenheit mit dem Lohn geklärt war genoss Kardinal Thorn die vollste Aufmerksamkeit des Kuthiten und seine Loyalität. Daher wurde er besonders hellhörig als von anderen Knoten die Rede war. Natürlich hatte er bereits begriffen, dass es mehrere Knoten gab, schließlich waren sie nummeriert, doch der Söldner hatte nicht erwartet sobald auf einen der anderen Knoten zu treffen. Die Eröffnung, dass der vierte Knoten sie verraten hatte, beunruhigte den Nidalesen nicht, ganz im Gegenteil er empfand es als Erleichterung, denn je weniger Knoten es gab desto größer war später die Belohnung. Aber das sie mit dem siebten Knoten zusammenarbeiten sollten wollte ihm überhaupt nicht schmecken, Naraka hatte nicht die Intention den Erfolg oder andere Dinge mit ihnen zu Teilen. Daher Zielten seine Fragen ganz genau auf diese Themen ab, als er vortrat mit der rechten Faust auf die linke Brust schlug und den Kopf leicht neigte.

"Kardinal, da unsere Opfer die Mitglieder des vierten Knotens sein werden, wäre es ratsam mehr über sie zu erfahren. Wie viele Mitglieder Besitz der vierte Knoten, worin liegen ihre Fähigkeiten, haben wir Namen oder Beschreibungen der einzelnen Mitglieder, jede zusätzliche Information die ihr uns geben könnt ist ein weiter Stachel im Fleisch unserer Feinde."

"Wir bräuchten auch die gleichen Angaben zum siebten Knoten, der uns vor Ort unterstützen soll. Mich würde besonders interessieren ob es verbindungspunkte zwischen dem vierten und dem siebten Knoten gibt oder zwischen einen der Knoten und Baron Arkov Vandermir."

Mit diesen Worten trat der Söldner zurück und erwartet die Antwort des Kardinals, natürlich hatte er nicht um Erlaubnis gebeten auch den siebten Knoten zu vernichten jedenfalls nicht direkt, er hatte nur leicht darauf hingewiesen, mehr nicht. Falls der siebte Knoten Verbindungen zum vierten Knoten unterhielt würde er sie vernichten, falls nicht konnte Naraka sich immer noch mit seinen Knotenmitgliedern, über alternative Vorgehensweisen für den siebten Knoten unterhalten.
« Letzte Änderung: 24.07.2014, 14:21:06 von Ferran Naraka »
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Saraid Eara

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Akt 1: Farholde
« Antwort #13 am: 24.07.2014, 18:02:57 »
"Hübsch.", murmelte Saraid für ihre Nachbarn hörbar und stieß ein hörbares Pfeifen aus, als der Söldner seine Gestalt veränderte. Ein wenig hatte sie schon gedacht es würde Blut fließen, sie hatte die Erfahrung gemacht, das mächtige Männer nicht gerne Widerworte hörten. Der Kardinal gehörte anscheinend zu einem anderen Schlag. Der Söldner war entweder dumm oder mutig, mit beidem konnte man arbeiten.

Er war auch der Erste, der die Fragerunde eröffnete: "Weiß Baron Vandermir von unserem Auftrag? Und wie werden wir euch finden, wenn wir erfolgreich sind?"
Hierbei erinnerte sie sich an die Tonscherbe, die sie zerbrochen hatten, als die Feste gebrand hatte.

Klingenhagel

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Akt 1: Farholde
« Antwort #14 am: 25.07.2014, 07:17:48 »
Der Kardinal hört sich eure Fragen geduldig an und überlegt einen Moment, offensichtlich seine Antworten gut zurechtlegend. Kein hoher Diener des Asmodeus spricht schließlich hastig, könnten doch seine Worte auf ihn zurückfallen. "Der vierte Knoten besteht, oder bestand, aus einem fähigen, aber etwas arroganten Waldläufer namens Aiden Kaele. Ein guter Bogenschützer und Spurensucher. An seiner Seite waren eine Zahl Söldnerbarbaren aus dem Norden, kräftige Krieger, aber undiszipliniert und euch nicht gewachsen. Als er aufbrach, war es ein Dutzend. Der vierte Knoten und der Siebte hatten nichts gemein, und wenn ihr mehr über den Siebten herausfinden wollt, so fragt seine Mitglieder selbst. Es ist euch überlassen, wieviel ihr einander preisgebt oder übereinander herausfindet, aber vergesst nicht, wer eure wahren Feinde sind.

Der Baron weiß, dass Diener des Asmodeus kommen, und dass sie in meinem Dienst stehen.. nicht mehr. Es liegt an euch, ihn zu überzeugen, euch zu helfen, und ihm zu sagen, was ihr müsst, um das zu erreichen. Seine Hilfe kann nützlich sein, aber ihr solltet euch nicht auf sie verlassen."


Auf die Frage, wie der Kardinal gefunden werden kann, lächelt er dünn und zieht aus einer Falte seiner prunkvollen Samtrobe ein weiteres Tonsiegel hervor, welches exakt dem gleicht, welches nach dem Fall von Balentyne zerbrochen wurde. "Zerbrecht es und Tiadora wird in ein oder zwei Stunden bei euch sein. Es mag auch sein, dass sie von Zeit zu Zeit euch aufsucht und sich... nach euren Fortschritten erkundigt. Erwartet nicht, dass sie eure Kämpfe für euch führt." Diese Worte entlocken der hinter der stehenden, gutaussehenden blonden Frau ein etwas spöttisches Hochziehen eines Mundwinkels.

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