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Autor Thema: Die Blumen des Montezuma  (Gelesen 2654 mal)

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Takashi Morinozuka

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Die Blumen des Montezuma
« Antwort #120 am: 02.08.2017, 10:10:25 »
"Weitere Fremde, die zum Kloster wollen?" schießt es Takashi durch den Kopf. Das Aussehen der Fremden wirkt ein wenig vertraut auf ihn und er grübelt sogar einen Moment darüber. Anscheinend sprechen sie ebenfalls einen Variante der Sprache, wie seine verstorbene Freunde. Sind sie vielleicht aus demselben Grund hier wie Suri und er? Seine Haltung lockert sich etwas auch wenn die Hand weiterhin auf dem Schwertgriff ruht.
"Wir auch auf Weg zu Kloster. Du suchen Antworten auf Tote an Fremden? Oder andere Sache?"
Erkundigt der Samurai sich, während er den beiden mustert.

Tayo

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Die Blumen des Montezuma
« Antwort #121 am: 09.08.2017, 18:16:01 »
"Was für Tote, welche Fremde?", fragt Tayo verwirrt immer noch in seiner Muttersprache verbleibend und somit alle anderen zwingend auch auf afrikanisch zu sprechen.
"Nein ich bin ein Priester meines Volkes, und ich kenne mich gut mit dem Glauben der Azteken aus. Über den Glauben der Weißen weiß ich nichts. Ich habe gehört, dass sie Loas anbeten, Nachons. Ich bin hier um das herauszufinden. Es ändert alles, wenn sie auch den Glauben der Vodun teilen. Also keine Toten, sondern nur Geister."

Suri

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Die Blumen des Montezuma
« Antwort #122 am: 12.08.2017, 12:46:36 »
"Aah," macht Suri verstehend. Die beiden Fremden sind also auf einer spirituellen Suche, und wissen vermutlich nichts über die Krankheit, die in der Stadt und im Umland einige befallen und auf der Suche nach Heilung zu dem Bergkloster geführt hat.
"Suri auch nicht weiß, ja? O-samurai-sama vielleicht?," schaut die Heilerin zu Takashi, der ja christlich getauft ist. Doch der Zwischenfall an diesem Morgen hat selbst ihn seinen neuen Glauben überdenken lassen. Andererseits ist die heilkundige Mestizin auch christlich gewesen, und hat in ihrem Schrein eine Art Daikini verehrt. Es gibt wohl viele Wege, viele Facetten.
"Gehen gemeinsam. Weg lang, ja?," schlägt die Reisende freundlich vor.

Kwado

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Die Blumen des Montezuma
« Antwort #123 am: 12.08.2017, 13:00:48 »
"Ich hätte nichts gegen etwas Begleitung. Mein Name ist übrigens Kwado. Wie heißt Ihr?", Kwado hält den beiden seine offene ausgestreckte Hand entgegen und lächelt sich freundlich an.

Takashi Morinozuka

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Die Blumen des Montezuma
« Antwort #124 am: 13.08.2017, 10:44:30 »
Takashi lauscht den Worten und ist einen Moment aus dem Konzept gebracht, als der Fremde wegen des Glaubens hier ist. Takashi ist sich nicht einmal sicher was sie in dem Kloster erwartet und was der Mann genau meint. Aber Suri hat die Fragen nicht beantwortet und so muss er wohl. Der Samurai schließt die Augen und atmet einmal tief durch.
„Ich kennen keine Laos. Sie...Wir glauben an Gott. Einziger Gott, aber Gott viele Gewählte. Gute. Geflügelte.“
Erklärt er in gebrochenen Afrikanisch und fährt fort.
„Wir haben kranke Freunde. Freunde im Kloster. Freunde tot.“
Erst danach wandert sein Blick zu der anderen Person. Takashi ergreift die Hand nicht und deutet stattdessen eine leichte Verbeugung an.
„Takashi.“

Suri

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Die Blumen des Montezuma
« Antwort #125 am: 15.08.2017, 21:01:44 »
Die Heilerin legt die Handflächen zusammen und verneigt sich.
"Suri," stellt sie sich vor, um dann vor Schmerz zusammenzuzucken, als sie sich aufrichtet. "Nicht schlimm," versichert sie ihren alten wie neuen Reisegefährten lächelnd, bemüht sich dann aber, unnötige Bewegungen zu vermeiden, um die Wunde zu schonen.

Der Tod

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Die Blumen des Montezuma
« Antwort #126 am: 18.08.2017, 19:57:13 »
Die Glockenklänge vom Kloster sind verklungen und die vielleicht teils ungewohntenWorte, die die vier Reisenden miteinander wechseln, nehmen dem Zusammentreffen die anfängliche Spannung. Es scheint als hätten sie alle das vorläufige Ziel ihrer Reise erreicht.
Und als ob es auf sie gewartet hätte, öffnet sich dann geräuschlos das sonnengebleichte Tor in der Klostermauer, und eröffnet einen Weg in den schattigen Innenhof. Im Türrahmen steht, wie aus der Erde gewachsen, ein alter Mann in brauner Kutte, dessen grauer Bart ihm bis auf die Brust reicht. Niemand sonst ist zu sehen, um die Reisenden zu begrüßen oder sich ihnen in den Weg zu stellen. Vom Ende der Straße herab blickt der Eremit stumm auf die kleine Gruppe herab. Und wartet.
« Letzte Änderung: 18.08.2017, 19:57:53 von Der Tod »
Mosaic - The Flowers of Montezuma: culture clash in colonial Mexico

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