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Autor Thema: Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.  (Gelesen 16668 mal)

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Ginsengsei

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16. Tag des Monats Shinjo 1158

Langsam gleitet das Floß mit dem Yoriki, den am Ufer Wartenden entgegen. Die Sonne ist nun komplett hinter den Gipfeln verschwunden. Die Schatten werden immer länger und warten darauf mit der Nacht zu verschmelzen. Auf dem See haben sich vereinzelt bereits kleine Nebelflächen gebildet, die wie der Dampf über einer heißen Schüssel Reis, über dem See quellen.
Mit einem leisen Knirschen, reiht sich das Floß des Yorikis neben die beiden anderen. Der Yoriki wirkt weder besonders groß noch besonders kräftig, sein Gesicht ist von einer Maske[1] bedeckt, welche die komplette untere Gesichtshälfte bis zur Nase verhüllt, sie ist massiv und auf der entstellten roten Fratze prangert der Stachel eines Skorpions. Auf seinem Kopf trägt er einen breiten, nach oben hin spitz zulaufenden Hut der aus Bambusfastern geflochten ist. Die Kleidung des Yorikis ist in Rot gehalten und auf seiner Brust prangert groß das Bayushi-Mon. Darunter, deutlich kleiner, ist ein weiteres Mon[2] angebracht um die Zugehörigkeit zu einer Vassallen-Familie zu Kennzeichnen. In seinem Gürtel stecken ein Wakizashi und eine Jitte.

Aus den Augenwinkeln erkennen alle bis auf Isamu, dessen Blick noch auf dem Vasallen Mon haftet, dass die Ankunft des Yoriki nicht spurlos an den Gefangenen vorbei geht. Moriko versucht ihre zitternden Hände zu verstecken. Orochi hat es mittlerweile geschafft sich auf zu richten, mit den gefesselten Händen versucht er vorsichtig seine Stirn ab zu tasten, als er die durch das Bayushi Katana verursachte Beule berührt, zischt er kläglich. Higo hingegen liegt noch immer unbeweglich auf dem Karren.

Anyun die nun auch die Gelegenheit hat die Neuankömmlinge in Augenschein zu nehmen kann beim Anblick des Vanaras ihren vor Staunen offenen Mund nicht verbergen. Doch schnell kommt sie wieder zur Besinnung und verbeugt sich tief vor den Gästen, während sie auf dem Floß in Stellung ausharrt.
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« Letzte Änderung: 15.03.2012, 22:30:20 von Ginsengsei »
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Isuwaru Enko

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #1 am: 18.10.2010, 15:22:53 »
Enko schaut sich den Yoriki an, während sie sich nähern, sofort erkennt er das Zeichen des Scorpions, bei dem kleineren Mon springt ihm der Name Rokugo in den Sinn, er muss ihn irgendwann in seiner Jugend aufgeschnappt haben jedoch ist es bei Weitem zu lange her, als dass er sich an irgendwelche Details erinnern könnte.
Koshins Wege sind frei, warum nutzt Ihr sie nicht um sinnlosen Kämpfen aus dem Weg zu gehen.
Mein Weg und Dein Weg können beide frei sein - wenn wir uns einig werden.

Fushou

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #2 am: 18.10.2010, 22:17:51 »
Ein wahrer Riese steht neben den Gefangenen. Der grüne Mantel weist nicht auf eine Zugehörigkeit hin, scheint aber von erhabener Qualität. Die Waffen des Fremden sind jedoch ungewöhnlich für einen Samurai - neben einem meisterlich gearbeiteten Yumi hängt dem Krieger ein No-Dachi - ein großes zweihändiges Schwert mit einer breiten und nicht gerade geschnittenen Klinge, über der Schulter. Scheinbar im Augenwinkel nimmt der fremde Krieger, welcher anscheinend dem Bayushi unterstellt ist, eine Bewegung der Gefangenen war. Als er sich zu den Gefangenen herum dreht, gibt der Mantel den Blick auf ein ledernes Armband frei auf dem ein goldenes Emblem prangt[1]. Nachdem die Gefangenen, scheinbar eingeschüchtert, wieder zur Ruhe gekommen sind, wendet der Hüne sich gänzlich den Neuankömmlingen zu. Eine tiefe Narbe ist erkennbar, die vom Haaransatz bis zum Nasenbein verläuft, diagonal über die hohe Stirn. Mit einem festen Blick beobachtet Fushou still den fremden Yoriki ohne eine Gefühlsregung zu zeigen.
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« Letzte Änderung: 19.10.2010, 10:12:57 von Ginsengsei »

Bayushi Isamu

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #3 am: 19.10.2010, 16:50:38 »
Zwei aufgeweckte Augen folgen konzentriert dem heranfahrenden Yoriki. Durch die rot-goldene mit einem Skorpion verzierte Maske bilden sie die einzige Mimik, die verrät, dass der junge Samurai sein Gegenüber sorgfältig taxiert. Sein Blick bleibt kurz bei den Symbolen seines Status - dem Wakizashi für den Samurai, dem Jitte für den Yoriki und dem abwesenden Katana für den Bushi - hängen, um bei den Symbolen für die Zugehörigkeit zu Clan und Familie hängen. 'Yoriki, kein Bushi, keine Schule, Rokugo Vasallenfamilie' stellt Isamu fest. 'In was ist Kenju reingeraten, dass er ein Ronin wurde und ein Yoriki der Rokugo auf ihn angesetzt wurde[1]?' wundert er sich und drängt diese Frage in den Hintergrund seines Bewusstseins. Er wird später Zeit haben sich damit zu befassen. Für den Moment zeigt sich, dass der Rokugo den Bayushi-mon trägt und sich so über einen normalen Ji-Samurai einer Vasallenfamilie erheben konnte[2]. Obwohl Isamu zum Schluss kommt, dass der Yoriki keines höheren Ranges ist, entscheidet er sich für die vorsichtig höfliche Begrüssung entsprechend dem Namen, dessen Mon näher dem Herzen steht[3].

Der junge Samurai, dessen Gempukku noch nicht lange her sein kann, steht aufrecht da und hebt seinen rechten Arm vom Körper ab. So strahlt seine Körpersprache nicht nur das Selbstbewusstsein eines Samurai aus, der seiner gehobenen Position in der Gesellschaft bewusst ist, er fügt auch durch diese Geste ein Signal der Offenheit und Freundlichkeit, da seine Hand sich von seinem Katana wegbewegt. Ein Bushi der zeigt, dass er keine Feindsehligkeit erwartet. Wie nebenbei eröffnet sich auch die Sicht auf den Mon seines Dojo's[4], der auf der rechten Seite seines von der Reise verschmutzten Kimono's prangt. Er sieht dem Bayushi mon[5] auf der linken Seite sehr ähnlich und unterscheidet sich nur im Stachel, der bei der Schule blutgetränkt ist. "Bayushi-sama, es ist schön einen Yoriki hier anzutreffen. Ich hoffe, ihr bleibt noch heute Abend hier im Dorf. Gerne würde ich mit euch den Tee teilen. Isuwaru Enko führt eine ganz ausgezeichnete Zeremonie aus."
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« Letzte Änderung: 20.10.2010, 08:22:24 von Ginsengsei »

Shosuro Ikari

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #4 am: 21.10.2010, 12:20:36 »
Die letzten Meter Richtung Samurai bekommt Ikari rasendes Herzklopfen. Genau wie in seiner Kindheit als er das erste mal im Haus umher schlich und kurz darauf von seinem Vater erwischt wurde. Wütend auf die schlechte bisher erbrachte Ermittlungsarbeit, wütend auf die lückenhafte Berichterstattung seiner Shinobi-Brüder und wütend auf sich selbst zügelt er sich in Gedanken: 'Beruhige dich Ikari. Noch ist die Situation kein Nachteil. Du kannst dich mit Leichtigkeit hier heraus reden. Du bist ein Yoriki hier starb ein Ronin.... das ist perfekt.' Nach ein paar ruhigen Atemzügen senkt sich sein Puls wieder auf ein normales Niveau: 'Ich habe zwei Möglichkeiten. Entweder ich sage ich wurde geschickt um den Ronin hier zu vertreiben, da er die Fischer belästigte. Ich kann so tun als ob ich erst von seinem Tod erfuhr als ich hier ankam. Oder ich wurde instruiert den Tod eines namenlosen Ronin zu untersuchen. Ich werde wohl zuerst Rede und Antwort stehen müssen. Da es sich vor mir um einen Bayushi Bushi handelt. Doch das wird sich noch zeigen.'

Mit einer vorgetäuschten Unsicherheit stolpert Ikari vom Boot herunter. Nicht so dass er fällt, sondern nur einen Ausfallschritt machen muss. Kaum steht er wieder aufrecht verbeugt er sich auch zugleich leicht um zu zeigen dass er den höheren Status des gegenüber direkt erkennt: "Ich grüße euch Bayushi-sama. Oh, eine Teezeremonie klingt hervorragend. Gerne nehme ich eure Einladung an."

Isuwaru Enko

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #5 am: 22.10.2010, 09:04:16 »
Enko nickt dem Yoriki freundlich zu. "Es ist mir eine Freude ein Clanzusammentreffen mit einer Teezeremonie zu celebrieren Bayushisan"[1]
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« Letzte Änderung: 23.10.2010, 20:41:35 von Ginsengsei »
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Bayushi Isamu

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #6 am: 25.10.2010, 10:06:57 »
Mit einer Verbeugung zu Enko und den Worten "Vielen Dank Isuwarusan" zeigte sich Isamu der Bereitschaft des Mönches erkenntlich. Eine leichte Drehung zum vermeintlichen Yoriki, ebenfalls gefolgt von einer kurzen Verbeugung, leitet die förmliche Vorstellung ein. "Es freut mich ausserordentlich mit euch eine Schale Tee teilen zu dürfen. Ehren wir Bayushi, indem wir nicht unter Fremden unsere Maske lichten." Eine weitere kurze Verbeugung kündet die Nennung des eigenen Namens an, der traditionellerweise ohne weitere Wortreiche umschmückung folgt, da sich ein Samurai um Bescheidenheit beim seltenen Fall der eigenen Vorstellung bemühen soll. "Isamu der Familie Bayushi."

Shosuro Ikari

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #7 am: 25.10.2010, 11:45:23 »
Mit einer weiteren kurzen Verbeugung tut er es dem Bayushi gleich und fasst sich dabei so kurz es geht, jedoch den Sitten gerecht[1]: "Mein Name ist Bayushi Ikari aus dem Haus der Rokugo." Dann wartet er auch die restlichen Reisenden vorgestellt zu bekommen.
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Bayushi Isamu

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #8 am: 25.10.2010, 13:41:38 »
Der Etikette[1] folgend stellt Isamu seine Begleiter vor, immer mit einer kuzren Pause zwischen den Namen "Tsuruchi Fushou vom Wespenclan, Isuwaru Enko, Mönch des Weges von Koshin und Takumi Takanara Schamane der Vanara." Nachdem genügend Zeit verstrichen war damit der Yoriki Blickkontakt zu jedem herstellen konnte, dreht er sich wieder um und stellt nun den Scorpion Samurai vor. "Tsuruchisan, Isuwarusan, Takanarasan, dies ist Bayushi Ikari."
 1. Ich behaupte mal, dass dies so sei
« Letzte Änderung: 25.10.2010, 22:11:10 von Bayushi Isamu »

Ginsengsei

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #9 am: 25.10.2010, 18:04:26 »
Nachdem die gegenseitige Bekanntmachung damit abgeschlossen ist, bittet Ikari den Bayushi Bushi, Fushou und Enko zu sich auf das Floss. Isamu und Enko nehmen die Einladung dankend an nur Fushou, der die unangenehme Situation des Platzmangels erkennt, lehnt das Angebot wertschätzend ab, um aber auch auf die Gefangenen auf zu passen. So begibt er sich auf das Floss von Gonyun. Mit Autorität in der Stimme befiehlt er Moriko ihm zu folgen und dafür Sorge zu tragen, dass die anderen beiden Gefangenen ebenfalls auf das Floss kommen. Takumi hingegen folgt einfach Yuki, die bereits auf das letzte freie Floss gesprungen ist und mit den Tatzen nach dem Stab des Flössers schlägt. Dieser schaut etwas irritiert, doch als er merkt, dass von der jungen Raubkatze noch keine Gefahr ausgeht, entspannt er sich und und auf seinem Gesicht zeigt sich die erstaunte Freude über die besondere Zutraulichkeit des edlen Tiers. Takumi stützt sich auf seinen Stab und nimmt langsam auf dem Floss Platz, seine behaarten Füße lässt er genüßlich im Wasser baumeln.
Yun, der Sohn von Gonyun, steht am Ufer und hilft die Flöße zurück auf den See zu stoßen. Am Ufer wartet neben ihm Isamus Pferd, welches er dann zur Eselin des Yorikis führt und die beiden Tiere auf die Nacht vorbereitet.
Doch davon bekommen die anderen nichts mehr mit. Mit gleichmäßigen Stößen, gleiten die Flöße der Pfahlbausiedlung entgegen.[1]An der Anlegestelle angekommen, warten bereits einige Frauen und Kinder auf die Neuankömmlinge. Die Flöße werden vertaut und einer nach dem anderen steigt auf den Steg der Siedlung. Dann wendet sich Enko an Gonyun: "Ich nehme an ihr habt einen Raum in eurer friedlichen Siedlung der sich für eine Zeremonie eignet?"
"Ich kann euch nur meine Hütte anbieten, Isuwarusan" antwortet Gonyun und führt die Gäste in seine bescheidene Hütte und weist seine Frau an Platz für die Teezeremonie zu schaffen. Der Raum ist einfach aber Sauber und verfügt über das nötigste um sich zu einer Schale Tee zusammenzusetzen und ist damit ein deutlich besserer Ort als der Letzte an dem er eine Teezeremonie abgehalten hat. Ein kleineres Gewusel nimmt seinen Lauf und innerhalb kürzester Zeit ist Platz geschaffen für die Gäste. Gonyuns Frau steht Enko bei Seite um dem Mönch zu assistieren. Seine Gäste setzen sich, und Enko beginnt den Tee zuzubereiten.[2][3]
 Als der Tee fertig ist füllt er die Teeschale "Koshins Wege beginnen mit dem ersten Schritt, gute Gespräche mit einer Schale guten Tees" und reicht die Schale dem Yoriki, der in dieser Zeremonie den Status des Gastes genießt.
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Takumi Takanara

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #10 am: 26.10.2010, 20:22:47 »
Für Ikari und auch die Dorfbewohner ist Takumi ein wahrhaft ungewohnter Anblick, Nichtmenschen sah man äußerst selten, selbst die Nezumi waren außerhalb der Schattenlande kaum zu sehen und die Existenz der Vanara war für viele nur ein Märchen. Etwa 1,60 Meter ist das affenartige Wesen groß, dessen Fell blauweiß schimmert, wobei das Haar auf dem Kopf einfach nur wirr in alle Richtungen absteht. Bekleidet ist der Vanara mit einem archaisch wirkendem Gewand, dass für den Betrachter kaum sichtbar mit harten Tierknochen verstärkt wurde. In der Hand hält er einen einfachen Stecken, der ihm wohl auch als Wanderstab dient. Ständig an seiner Seite ist ein Schneeleopard, dessen blauweißes Fell stark dem seines Herrn ähnelt.[1]

Auch wenn der Vanara recht animalisch wirkt, so verrät sein Gesichtsausdruck Neugier und Weisheit ...
 1. Bild zur Beschreibung

Shosuro Ikari

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #11 am: 27.10.2010, 14:26:33 »
Ikari nimmt die Schale mit seinen Händen auf Gesichtshöhe an und verbeugt sich vor Enko, dabei entschuldigt er sich mit einer Geste bei seinem linken Sitznachbarn dafür, dass er die Schale zuerst erhalten hat. Ohne ein Wort zu verlieren dreht er die Schale drei mal in seinen Händen und begutachtet dabei das kunstvoll gearbeitete Porzellan[1]. Nach drei bedächtigen Schlürfern streicht er den Rand der Schale, mit der davor erhaltenen Serviette, sauber und reicht sie dem links von ihm sitzenden.[2]
 1. falls es Porzellan ist
 2. 
Nachdem alle Tee hatten: (Anzeigen)

Bayushi Isamu

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #12 am: 27.10.2010, 22:43:03 »
Zufrieden notiert Isamu die ordentliche beachtung der Etikette. Er nimmt die Schale mit einem Kopfnicken entgegen, nicht ohne einen Blick auf das blanke Gesicht des Yoriki zu werfen. Er begutachtet die Tasse und dreht sie dabei etwas mehr als drei mal, so dass er an einer anderen Stelle als Ikari davon trinkt. Drei mal setzt er zum Trinken an um der Sitte zu genügen. Doch im wissen, dass die Zahl drei Unglück bringt trickst er das Schicksal aus, indem er den dritten Schlürfer in zwei Schlücke aufteilt. Auch er wischt mit der Serviette die Schale ab und reicht sie an Enko zurück.
« Letzte Änderung: 02.11.2010, 17:00:40 von Bayushi Isamu »

Fushou

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #13 am: 30.10.2010, 11:55:28 »
Bei der Pfahlsiedung angelangt befiehlt Fushou den Gefangenen sich an die Rückseite eines der Häuser zu setzten, wobei Moriko und Higo Orichi schleppen müssen. Vom Wind abgewandt sollten sie hier ein wenig Schutz vor dem Wetter haben. Von den Bewohnern lässt Fushou sich einen einfachen Eimer und ein Stück Seife, so wie ein paar Decken und Verbandszeug geben. Mit einem Peitchenhieb in leere seinen Status untermauernd befiehlt die Wespe Moriko und Higo erst Ornachi auszuziehen und zu Waschen um dann sich selbst ebenfalls auszuziehen und zu waschen. Nachdem die Gefangenen ihre Wunden mit dem Verbandszeug verbunden haben blickt Fushou sie zufrieden an. Ein kurzer Ruf und der Fischer, welcher eben die Decken gebracht hatte, erscheint wieder. "Binde Ihnen die Füße zusammen, dann die Hände." Moriko und Higo scheinen nicht sehr erfreut, aber abgesehen von ein wenig Gezeter und Drohungen gegen den Fischer und Fushou, setzen sie sich nicht zur Wehr. Schließlich befiehlt Fushou dem Fischer noch, ein Seil über den Traufbalken zu werfen. Am einen Ende des Seils befestigt Fushou die Handfesseln der Gefangenen, die noch immer vollkommen nackt sind. Dann zieht er das Seil so straff, dass sie gerade eben sitzen können, wobei die Hände jedoch über der Brust am Seil hängen. Das Andere Ende des Seils befestigt die Wespe am Steg. Zusammengepfercht wie das Vieh sitzen die nackten Gefangenen vor dem Haus. Orichi, der ebenfalls halb sitzend bewusstlos in den Seilen hängt, entweicht ab und an ein Stöhnen. "Leg ihnen die Decken um, dann gebt acht auf sie. Sollten sie etwas dummes tun, habt ihr das Recht sie nach eurem Ermessen zu züchtigen. Die alte Kleidung könnt ihr später entsorgen.", befiehlt Fushou dem Fischer noch. Mit einem Koku unterstreicht er die Relevanz der Aufgabe, bevor er sich auf die Suche nach seinen Gefährten begibt. Die Gefangenen sollten Hunger und Durst noch ein wenig ertragen, vielleicht würden sie dann mehr Preis geben. Demut hatte Fushou sie nun gelehrt, dessen war er sicher.
« Letzte Änderung: 01.11.2010, 11:35:00 von Fushou »

Ginsengsei

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Kapitel 1.2: Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.
« Antwort #14 am: 05.11.2010, 08:42:50 »
Während dessen im Haus von Gonyun -  Enko befüllt die Teeschale erneut. Der Teedampf legt sich wie ein schwebendes Seidentuch über die Schale und gibt der Luft den edlen Duft des Kuradashi Gyokuro Teeblatts.[1] Enko blickt zuerst zu Isamu dann zu Takumi dann reicht er die Schale wieder durch den Kreis und sie wandert in die großen Hände von Takumi. Mit einer Hand hebt er die Schale, führt sie über sein Haupt als Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung der Geister, spitzt er die Lippen und schlürft in moderater Lautstärke den Tee.[2] Dann reicht er die Schale zurück an Enko.

Nachdem alle ihren Tee genossen haben eröffnet Ikari das Gespräch: "Ein ausgezeichneter Tee, würdet ihr mir den Namen der Teesorte verraten?" Dabei bestaunt er traditionell die verwendeten Utensilien die zur Teezeremonie gehören.
 1. Infos zum Tee auf einer Webseite
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« Letzte Änderung: 05.11.2010, 08:50:28 von Ginsengsei »
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