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Autor Thema: Devil's Night  (Gelesen 12364 mal)

Beschreibung: Das Ingame

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Devil's Night
« Antwort #15 am: 24.04.2012, 14:29:45 »
Der Mann von der SpuSi dachte kurz nach und antwortete dann: "Nunja, nicht direkt - aber wir müssen davon ausgehen. Dies ist Industriegebiet, hier wohnt niemand im Umkreis von einer halben Meile. Aber der Nachtwächter hat Kohler etwa um 22.00 Uhr bei einem Rundgang kommen sehen. Er war es auch, der die Polizei rief, als der Mob hier durchkam und das Gebäude anzündete. Natürlich haben wir sofort bei der Ehefrau des Opfers angerufen und diese bestätigte, dass Kohler noch arbeiten wollte und dass er nicht nach Hause gekommen war. Hier ist sein Name und seine Anschrift.", sagte er und reichte Macallan einen Zettel herüber, auf dem 'Marc Copper' stand. Die Wohnung lag im Highland Park[1].



Mit einem Kopfnicken grüßte Bittner Brown und brummte etwas, was ein 'Guten Morgen' sein mochte. "Die Kollegen werden sie einweisen.", sagte er nur und wandte sich dann ebenfalls zum gehen. Für jemanden, der neu im Morddezernat war, war Bittner stets ein Rätsel. Ob eine solche knappe Reaktion eine Geringschätzung enthielt, Desinteresse bedeutete oder einfach nur Ausdruck dessen war, dass sich Bittner nicht einmischte, wenn er es nicht für nötig hielt, mochte sie beschäftigen. Diejenigen, die schon länger im Morddezernat waren, hatten gelernt, nicht mehr darüber nachzudenken. James Brown sah ihm nach, wie er zu einem Officer in den Wagen stieg und sich ins Präsidium zurückfahren ließ.
 1. Highland Park ist eine kleine Stadt naje Hamtranck, die von Detroit umschlossen wird. Ursprünglich war die Anwohnerschaft weiße Farmer, doch heute ist der Ort von 85% Afro-Amerikanern bewohnt.
« Letzte Änderung: 27.04.2012, 17:20:30 von List »
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
- Hokusai

James Doherty

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Devil's Night
« Antwort #16 am: 24.04.2012, 15:05:10 »
"...bezweifel ich persönlich, dass das Verbrechen organisiert war.", hallten Bittners Worte durch James Kopf, während er nur wortlos seinem Chief zunickte und aufstand, um zu seinem Auto zu gehen. Er verschloss vorher noch seine Thermoskanne und steckte sich für den Weg eine weitere Zigarette ein. Er fühlte das seltene Gefühl der Nervosität in sich. Hatte er heute morgen das Amitriptylin vergessen? Wahrscheinlich musste es daran liegen, vielleicht hatte er auch einfach falsch dosiert. Er blickte kurz zurück zu Rex, Ian und Egon. Nein, er hatte das Amitriptylin nicht vergessen. Woran lag es dann, dass er diese Unruhe spürte?
Während er zum Auto ging, dachte er weiter über diese Frage nach und wieder hörte er Bittners Worte in seinem Kopf. "...bezweifel ich persönlich, dass das Verbrechen organisiert war." Dieser Satz schien James eine unwahre Aussage zu sein. Keine Lüge, aber eine unwahre Aussage. Aber warum sollte sich die Wut der Arbeitslosen so entladen und wenn das sogar den Bürgermeister derartig in Hinblick auf Rassentrennung interessierte, wieso sollte es nur ein ungezügelter Ausbruch sein? James war keine Koryphäe in der Massenpsychologie, aber er konnte sie nicht vorstellen, dass es einfach so, nur ob der melancholischen Schwärze, die auf Detroit lag, auf einmal ein zerstörerisches Feuer loderte. Nicht einfach so. Also war die Aussage von Bittner nur getätigt, damit James sich nicht zu sehr auf Ian konzentrierte? Damit er offen und nicht sofort wertend an die Aufgabe ging? Das musste es sein. Inzwischen war James mehr Journalist als Polizist, es war nur recht, wenn Bittner ihn auf seine Art und Weise daran erinnertem dass er jetzt wie ein Polizist und nicht wie ein Journalist denken musste.
James warf die abgebrannte Zigarette in eine Matschpfütze und setzte sich ins Auto.

Wie würden die ihm bekannten Journalisten wohl reagieren? Doherty timte seine Ankunft so, dass er ein paar Minuten nach seinen Kameraden kam. Er nahm die Kamera mit und hing sie sich um Hals. Er würde ein paar unterschiedliche Objektive brauchen, aber er würde viel Nahfotografie machen, um die vielen Spuren für sich festzuhalten. Er würde erst später die eigentliche Spurensicherung unterstützen können, die meisten hielten ihn doch für einen Journalisten, der maximal die polizistische Arbeit hin und wieder begleitete, aber auch Gewerkschaftsarbeiten. Sie würde alle denken, dass er deswegen an diesem Ort war. Und legte James mit geübten Handgriffen den ersten Film ein. Seine Spiegelreflexkamera, eine Nikon F2-Titan[1], war recht neu. Aber sie hatte schon einiges erlebt, er mochte ihre schwere Handlichkeit, ihre massive Bauart, die sich weder von Regen noch von Erschütterungen schrecken ließ. Sie würde ihm bei diesem Mistwetter sehr hilfreich sein. Er suchte sich eine gute Position, um gute Aufnahmen zu machen. Doch bevor er sich darum kümmerte, hörte er mit einem Ohr den Polizisten zu. Am liebsten würde er die Journalisten befragen, aber er wusste, wie sie tickten. Erst die eigene Story, dann die Gerüchte. James machte aus der ungünstigen Position die ersten Fotos vom Tatort, während er beschloss, doch die Journalisten zu befragen. Sie hatten sicher damit gerechnet, dass James Doherty bei so einem Fall auftauchen würde. "Und? Gibt es interessantes außer der polizistischen Standardaussage: «Wir wissen noch nichts. Treten sie von der Absperrung weg!»?", begann James dem ihm nächsten Journalisten anzusprechen, der keine perfekte Position hatte oder sich gerade vom Kampf um die besten Bilder erholte. James machte einen entspannten Eindruck und versuchte so immerhin an oberflächliche Informationen zu kommen. Dabei machte er auch weitere Bilder, vor allem auch von Ian, Rex und Bittner und den Polizisten vor Ort. Es würde seinen kritischen Auftritt glaubwürdiger erscheinen lassen und ihm die Chance lassen, über das morgendliche Treffen zu reflektieren, sobald er die Fotos entwickelte.
 1. Nikon F2
« Letzte Änderung: 24.04.2012, 15:09:09 von James Doherty »
"Der Scharfsinn der Polizei ist die Gabe, alle Menschen eines Diebstahls für fähig zu halten, und das Glück, dass sich die Unschuld mancher nicht erweisen lässt." - Karl Kraus

Marguerite Moulin

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Devil's Night
« Antwort #17 am: 25.04.2012, 16:04:24 »
"Ob der Hund wohl draußen war als es gebrand hat?" murmelte Ian gut hörbar vor sich hin. Er ließ die Knöchel seiner linken Hand knacken. Seine Augen schweiften über den verkohlten Bau, er roch den schweren Duft des kalten Rauches.

"Also bleibt uns wohl hier nicht viel: Keine Personalien, keine Leiche und wenn dann wahrscheinlich völlig unbrauchbar, Spuren werden wir wohl nach dem Feuer und diesem gottverdammten Schneeregen auch vergessen können." fasste Ian die Situation kurz zusammen. "Ob bei diesem Wetter so ein Bau einfach brennt?" fragte der Sergeant, eigentlich rechnete er damit, dass ein Brandbeschleuniger im Spiel war, Benzin oder etwas ähnliches. Es war unwahrscheinlich, dass ein Unfall einen solchen Brand auslöste, zumal ganz Detroit während der Devil's Night in Flammen zu stehen schien.

"Wahrscheinlich sollten wir einfach zuerst den Kohlers einen Besuch abstatten und warten ob die Jungs von der SpuSi noch irgendetwas nützliches finden." fragend schaute er zu Rex, wenn Ian sich nicht ganz irrte war Bittners Bluthund der Ranghöchste hier, bei weitem nicht der Erfahrenste oder beste Cop, wenigstens soweit es Ian anging, aber der Ranghöchste. Eigentlich war es Ian egal solange er nur möglichst bald wieder ins Trockene kam.
„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

James Brown

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Devil's Night
« Antwort #18 am: 26.04.2012, 17:18:11 »
Als Bittner ihm mitteilte, dass die Kollegen ihn einweisen würden, wägte James kurz ab, doch zu den Beamten der SpuSi zu gehen, beließ es dann jedoch bei dem Ratschlag Bittner's, seine Ermittlungskollegen zuerst aufzusuchen.

Gerade als Ian seine Frage an Rex gestellt hatte, trat James an die beiden heran. "Guten Morgen, Kollegen." begrüßte er die beiden Kollegen während er sich sichtlich unwohl in seiner Haut und mit dem Blick auf die verkohlte Ruine zu den beiden stellte. Seine Hände steckten in den Taschen des Trenchoats. "Bittner sagte, ihr könntet mich einweisen? Wie viel hab ich verpasst?" Während der Worte blickte sich der Polizist auf dem Werksgelände um.
'Wie waren die Täter - wenn es welche gab und wenn diese dies alles wirklich geplant hatten - auf das Gelände gekommen? Und wo hatte der Brand angefangen?' waren Gedanken, die durch James' Kopf streiften, als er sich überlegte, welche Fragen er stellen würde.


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Devil's Night
« Antwort #19 am: 26.04.2012, 20:39:57 »
Nun hob einer von der SpuSi den Kopf und rief zu den Beamten herüber: "Hey, wenn Ihr hier herumsteht, dann arbeiten wir auch nicht schneller. Also, wenn Ihr sonst nichts zu tun habt, dann sucht doch mal das Gelände rund um das Gebäude ab." Dann richtete er seine Konzentration wieder auf seine Arbeit.
« Letzte Änderung: 26.04.2012, 20:40:25 von List »
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Devil's Night
« Antwort #20 am: 27.04.2012, 09:25:17 »
Der Reporter mit der Kamera in der Hand und der Kippe im Mundwinkel wandte den Kopf zu Doherty und grunzte verächtlich. "... und der Aussage: 'Zu gegebener Zeit wird die Polizeidirektion über den aktuellen Fortschritt der Untersuchungen Auskunft erteilen.'? Nein, sonst nichts." Er zögerte, dann fügte er hinzu: "Ich denke, hier wird sich die nächsten zwei, drei Stunden nichts tun. Sie haben gerade erst angefangen. Siehst'e die Männer dort drüben? Das sind die Inspectors. Sie sind eben gekommen. Wir werden auch gleich los. Wir wollen ein Interview von den anderen Vorstandsmitgliedern Goldfarb und Fisher[1] haben. Wenn Kohler tatsächlich umgekommen ist, dann wird das sicherlich das Schicksal von Kohler Industries beiegeln.", spekulierte er und wandte sich dann wieder seiner Arbeit zu.

Doherty schoß noch ein paar Fotos von dem Rechnungsgebäude[2].
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« Letzte Änderung: 27.04.2012, 12:15:33 von List »
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Marguerite Moulin

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Devil's Night
« Antwort #21 am: 29.04.2012, 19:40:23 »
"Langsamer werdet ihr wohl auch nicht mehr arbeiten oder?" pampte Ian zurück. Nicht das er die Arbeit der Spurensicherung nicht zu schätzen wüsste nur konnte er es auf den Tod nicht ausstehen wenn Leute versuchten ihm vorschriften zu machen.

Er schaute an dem Neuen herunter als dieser an die Beamten herantrat. Er hatte ihn erst wenige Male im DPD gesehen und ehrlich gesagt auch kein Interesse an ihm, aber da Rex keine anstalten machen zu schien etwas zu antworten tat Ian dies: "Naja wir wissen genausoviel wie du, bzw. einfach nichts. Das Gebäude ist abgebrannt. Das Feuer muss so gegen 2.00 Uhr ausgebrochen sein. Mr. Kohler wurde gesehen wie er gegen 22.00 Uhr das Gelände betrat, er wurde nicht gesehen wie es verlassen hat. Die SpuSi hat gerade angefangen und wir stehen hier und werden naß bis auf die Knochen."
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Devil's Night
« Antwort #22 am: 01.05.2012, 11:52:55 »
Nun war es der dritte der SpuSi der von seinem Koffer aufsah und antwortete: "Hey, hör mal. Schon die ganze Nacht sind wir im Dienst und haben an allen möglichen Orten Untersuchen durchgeführt. Eine Blutspur von einer Werft zum Detroit-River, ein Brand in einem Kaufhaus und dann war da noch dieser Wichser, der sturzbetrunken... .", er brach ab und fokussierte Marshall. "Ich habe jetzt keinen Nerv für Typen wie Euch, die um 8.00 Uhr ihren Dienst beginnen und meinen, dass wir alle nur auf sie gewartet haben. Entweder ihr greift uns jetzt etwas unter die Arme oder ihr holt uns einen Kaffee, dass wir wieder etwas wacher werden. Oder ihr verzieht Euch wieder in Euer Büro und schiebt ein paar Papierstapel auf dem Schreibtisch herum, bis wir hier fertig sind. Könnt'er auswählen, aber anmeckern lass' ich mich hier nich'!", sagte er gereizt.
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James Brown

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Devil's Night
« Antwort #23 am: 01.05.2012, 12:01:38 »
James blickte sich um, er hatte ein kleines Bistro gesehen, kurz bevor er die Absperrung überquert hatte. "Jungs, ich schlage vor, ich hole euch einen Kaffee und dann schauen wir uns das ganze an, dass wir alle bald von hier weg kommen." antwortet JB in Richtung der Männer von der Spurensicherung. Es war einer seiner ersten Fälle hier, nachdem er erst seit kurzem in Detroit war, aber für Männer, die die ganze Nacht durchgearbeitet hatten, war ein solch früher, verregneter Morgen ohne Kaffee eine Qual. Speziell nach einer Nacht, wie sie diese Jungs wohl in den vergangenen acht Stunden hatten.

So machte sich James Brown los, das Diner, das er ansteuerte war nur wenige Meter von den Hallen der Kohler Industries gelegen. Und vielleicht würde er dort ja sogar etwas finden können. Etwas oder jemanden, der ihm erklären könnte, was passiert war.

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Devil's Night
« Antwort #24 am: 04.05.2012, 22:43:29 »
Brown verließ das Firmengelände und sah sich nach einem Imbiss um. In der Nähe sah er das Schild eines Daisy's Diners. Diese Lokale hatten schon früh offen und waren berüchtigt für ihren Kaffee. Doch um wach zu werden, war er allemal geeignet. Brown betrat das Lokal und sah sich routinemaßig um. Dort waren ein paar Arbeiter, die in der Zeitung blätterten und dabei Bacon und Spiegelei aßen, eine Frau, die nach Sekretärin aussah und Kaffee schlüfte und zwei Jugendliche, die vor den Scheiben standen und offensichtlich hofften, dass bald der Schneeregen nachließe. Brown machte einen Schritt auf die Theke zu, da traf sein Blick den eines jungen, schwarzen Arbeiters.

Brown hätte sogleich den Blick wieder der Bedienung zugewandt, doch wie der Mann seinen Blick erwiederte, darin lag etwas Unausgesprochenes, doch was es bedeutete, das war beiden sofort klar. Brown hatte die Lederjacke der Polizeiuniform an und der Mann etwas zu verbergen. Der Schwarze sprang von seinem Hocker auf und warf die Tür auf und wollte in den Schneeregen fliehen.
« Letzte Änderung: 04.05.2012, 22:44:33 von List »
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James Brown

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Devil's Night
« Antwort #25 am: 06.05.2012, 18:34:35 »
Der Polizist betritt den Diner und hält erstmal auf den Tresen zu, wo er den Kaffee erwartete, der bereits in zwei Kaffeekannen köchelte.
Gerade, will sich James der Bedienung zuwenden, als sein Blick über das Lokal wandert. Die Polizeidienstmarke vor der Brust an einer Kette hängend, fällt sein Blick schlussendlich auf den Schwarzen, der seinen Blick erwiderte.

Als der Mann schließlich die Flucht, wendet sich Brown sofort zur Tür um, um diesem nachzueilen. Die Tür aufstoßend, eilt James Brown dem Arbeiter hinterher. Dabei versucht der Chicagoer, den Mann einzuholen und festzuhalten oder zu Boden zu bringen.

Rex Macallan

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Devil's Night
« Antwort #26 am: 07.05.2012, 22:07:12 »
Teilnahmslos beobachtete Rex die Auseinandersetzung zwischen Ian und dem Mann von der Spurensicherung, er hätte die freche Bemerkung einfach ignoriert, aber Ian schien da anders gepolt zu sein. Doch bevor er sich überlegen konnte, ob er in den Disput eingreifen sollte oder nicht, hatte James die Situation schon entschärft. Er blickte dem Kollegen hinter her als dieser aufbrach um den Kaffee zu holen und sprach zu Ian: "Sie haben recht Marshall, im Augenblick gibt es hier noch nichts für uns. Ich denke aber, dass wir zuerst bei dem Nachtwächter vorbeischauen sollten, sobald Brown zurückkehrt. Wenn wir dann später zu Frau Kohler aufbrechen, können wir ihr vielleicht etwas mehr sagen, als dass wir vermuten, dass ihr Mann umgekommen ist."

Rex besah den Zettel mit der Adresse des Nachtwächters "Hm... Highland Parks..."

Marguerite Moulin

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Devil's Night
« Antwort #27 am: 07.05.2012, 22:20:48 »
"Was denkt sich dieser Spacko eigentlich?" murmelte Ian vor sich hin: "Dass sie die Einzigen sind die arbeiten?" - Ian hatte fast die gesamte Nacht auf der Straße verbracht. Drei Verhaften und gerade mal fünf Stunden Schlaf war die Bilanz der Nacht gewesen. Es wäre nicht so als ob Ian nicht etwas auf sich beruhen lassen könnte, aber wenn er unausgeschlafen war konnte er sehr grisgrämig und unbequem sein.

"Wissen wir eigentlich etwas über den Neuen? Brown?" fragte er Rex direkt, da dieser als Einziger in der Nähe stand. Wenn etwas wissen würde dann ja wohl Bittners Schoßhündchen. Ian versuchte seine Hände so weit es ging in seinen Taschen zu vergraben, dieses Wetter machte in fertig, er konnte nur hoffen, dass Brown sich beeilte.
« Letzte Änderung: 07.05.2012, 22:28:54 von Ian Marshall »
„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

Rex Macallan

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Devil's Night
« Antwort #28 am: 08.05.2012, 01:44:23 »
"Brown?", fragte  Rex und sah Ian fragend an, während er sich in Bewegung setzte um ein wenig über das Gelände zu spazieren. Er nickte Marshall zu, damit dieser ihm folgte. "Kommt vom ATF aus Boston." Rex schwieg wieder ein paar Schritte lang und überlegte wieviel er sagen sollte. Er sollte sicherlich bemüht sein nicht so schroff mit seinen Kollegen umzugehen, wie er es sonst gewohnt war, schließlich würde er in den nächsten Tagen eng mit ihnen zusammenarbeiten müssen. Aber wenn herauskam, dass er Ian zu viel über James Brown erzählte, würde das einige Unstimmigkeiten hervorrufen können. "Fragen Sie mich nicht, was er bei uns macht, aber er scheint sauber zu sein..." Rex blieb freundlich aber vage und fragte seinerseits "Sie sind doch schon recht lange dabei, Marshall. Wissen Sie was es mit Doherty auf sich hat? Ich dachte er ist damals aus dem Dienst ausgeschieden?"

James Doherty

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Devil's Night
« Antwort #29 am: 08.05.2012, 20:43:16 »
"Danke. Ich werd mir mal die Polizisten näher anschauen.", antwortete James wortkarg, mit einem Auge erhaschend, welchen Zeitungen, Fernsehsendern, Radiosendern oder Nachrichtenstationen die Journalisten zuordnen konnte. Das war sie also, die Gemengelage vor jedem neuen Fall. Viele Unbekannte und zwei Haufen, die sich erstmal auf unterschiedliche Bereiche schmissen. Die Polizisten und die SpuSi sicherten erstmal, die Journalisten kamen erwartungsgemäß, hatten im Hintergrund jedoch dieselbe Maschine laufen, welche auch die Polizei schon laufen haben sollte. Bittner würde das sicher schon in Betracht gezogen haben, Goldfarb und Fisher zu befragen. Wie viele wohl noch in dem Fall involviert waren und sollte tatsächlich alles am Ende über diese illustre Truppe laufen? Oder schickte Bittner sie nur namenhaft los, um den Bürgermeister in Sicherheit zu wägen? James verwarf solche Gedanken schnell, bevor er sich in ihnen verrannte. Erstmal musste er sich um das kümmern, was er tatsächlich bewerten konnte und dazu brauchte er schlichtweg mehr Informationen.

Langsam näherte sich James, nachdem er genügend Bilder geschossen hatte, Rex Macallan und Ian Marshall, aber nicht soweit, dass sie schon ein Gespräch aufdrängen wollte. Stattdessen machte James noch ein paar Bilder, auch von den anderen Journalisten und den anwesenden Polizisten, jedoch weitestgehend unauffällig. Es konnte nicht schaden, zu wissen, wer an diesem Ort ist, um Spuren zu sichern oder aufzunehmen. Die Journalisten suchten auch nach Spuren, dessen war sich James sicher. Er schüttelte sich kurz, als Nässe in seinen Kragen drang und es ihm kalt den Rücken runterlief. James nahm eine Zigarette und wollte sich die Zigarette anzünden, die Kamera hing endlich mal für einen Moment. Er rieb sich die Augen und zündete sie dann doch an. Einen Moment hatte er überlegt, das Zünden zu unterlassen und sich die von jemand anders anzünden lassen. Dieses Bemühen, sich locker in ein Gespräch zu bringen. Er nahm jetzt aber einen tiefen Zug und ließ den Rauch einen Augenblick in der Lunge, er ihn durch die Nase ausströmen ließ. Er beobachtete die Vorbereitungsarbeiten der SpuSi, dabei entfernte er sich wieder etwas von Marshall und Macallan. Er ließ die Szenerie auf ihn wirken, die kohlenden Überreste von Kohler Industries - als wäre diese Kombination der Ironie genug - und die nachfolgende nasse Kälte. James blickte in den Himmel, wo es beharrlich weiter herabrieselte.

James blickte wieder zu den Spurensicherern. Er überlegte, ob er einen von ihnen kannte. Sollte er sie schon ansprechen? Sollte er sich etwas für die Presse einfallen lassen oder zu Marshall und Macallan zurückgehen? James blieb erstmal rauchend im Schneeregen stehen.
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