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Autor Thema: Das Feuer von Zatal  (Gelesen 21102 mal)

Beschreibung: IC-Thread Kapitel 1

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Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #30 am: 07.10.2012, 15:22:58 »
Die Sklavenpferche - Teil 2:

Yaotlchone lässt sich mit seinen Prankenhänden voran auf seinen Peiniger fallen. Lange hatte er stoisch die Scläge und Tritte über sich ergehen lassen. Doch nun ist er wie ein anderer Mensch, oder eher wie ein Tier. Mit dem Sturz nach vorn lässt er seine beiden Daumen wie Obsidianklingen auf den Hals treffen. Obwohl die Hände auf den Seiten abgleiten reisst einer der Nägel die Seite auf, so dass Blut heraussprudelt.
Nun auf dem Nassen Boden aufgestützt dreht Yaotlchone ruckartig nach rechts Hinten zu Tlactl, den Wahnsinn in den Auen und die heiser ausgesprochene Frage auf den Lippen "Yaotl?"

Sprachlos und voller Anspannung hat Necahual das Geschehen verfolgt. Das Erwachen des Killerinstinkts, wie er Yaotlchone übermannt und zum Blut seines Opfers treibt - diese Eindrücke lassen sie aufgewühlt zurück. Sie hat nie dem Tod eines anderen Menschen entgegen gefiebert - heute scheint sich dies zu ändern. Unweigerlich drängen sich die Bilder der auf dem Weg gestorbenen Mitgefangenen ins Gedächtnis: Der Junge, der kaum 13 Tun erlebt hat, die Frau in Necahuals Alter, deren Säugling die Nexalaner zum Sterben zurück liessen, die Männer die wagten zu fliehen und wie Hausschweine geschlachtet wurden, ihre auf Ewigkeit gepeinigten Seelen würden ein wenig Linderung erfahren - so hofft es Necahual als sie versucht einen Blick in die Augen des Todgeweihten zu erhaschen.

Der Wächter reißt die Augen wieder auf, als Yaotlchones Klauen seinen Hals berühren, doch es ist zu spät. Die messerscharfen Nägel reißen seinen Hals und Blut spritzt hoch, besudelt den Brustkorb des Mannes über ihm. Mit einem grausigen Glucksen, speit er Blut aus und versucht einen Schrei loszulassen, doch dieser bleibt ihm in der offenen Kehle stecken. Nach all den Misshandlungen welche er der Gruppe zugedacht hatte, scheint ihn sein gerechtes Schicksal zu ereilen. Seine Augen blicken noch einmal ungläubig zu den Gefangenen, unwissend was mit ihm geschehen war, ehe er sie endlich schließt und verstirbt.

Indessen schnauft Torkk kurz, auch er wollte seine Rache nehmen, doch der Mensch kam ihm zuvor. So rammt er noch einmal kurz seine Fussklauen in den verstorbenen Wächter, ehe er sich abwendet. Sein Blick bleibt an Tlacatl haften, welcher freundlich zu ihm war und ihm zumindest etwas Zuversicht gespendet hat. Mit einem nicht zu deutenden, starren Gesichtsausdruck erhebt die Echse die Klauen und Tlacatl zuckt schon zusammen. Doch da fährt der Hieb nieder und die Pranken des Echsenmenschen durchtrennen Tlacatls Fesseln und entlassen auch ihn endlich in die Freiheit.

Tlacatl blickt zufrieden auf die von der Echse durchgetrennte Fesseln. Beeindruckt von der Echse Fähigkeit seine Klauen so präzise nutzen zu können, nickt der Krieger ihm entschlossen zu. "Danke.", artikuliert er seinen großen Dank recht wortkarg. Kein Zeichen der Undankbarkeit, sondern eher der Situation geschuldet, welche sehr gefährlich ist. Der Mann lässt sich wieder in Azuls Fluss treiben, der ihn schon zu Necahual gespült hatte, diesmal spült er ihn entweder in die Freiheit oder in den Tod. Er ist nicht die Quelle des Flusses und auch nicht die Mündung. Die Ereignisse fallen, wie Zufall und Götter sie stricken, und jeder Mensch und alle Menschen nehmen nur ein Stück dieses Stromes mit, im Ganzen wie im Speziellen. Tlacatl wirft die Fesseln von sich weg.

Sein Blick fällt auch den Mann, der in Yaotl nennt. Tlacatl wirkt seit diesem Wort geistesabwesend, als würde dieses Wort ihm irgendwas sagen, aber als würde er sich nicht gänzlich erinnern. Eine Mischung aus einem verwunderten und fragenden Blick herrscht in im Gesicht von Tlacatl vor. "Yaotl?", fragt er schließlich unschlüssig, auf die merkwürdigen Pranken des Mannes schauend, dessen Klauen die Kehle des Mannes so effektiv wie brutal zerrissen habeen. Tlacatl weiß es nicht zuzuordnen, sodass er sich unschlüssig umdreht und erstmal Necahual befreien will. Die Situation ist nicht leicht zu überblicken, die plötzliche Befreiung, der Geruch von frischem Blut und eine Echse mit scharfen Krallen und einem Mann, der einen zumindest derartigen Geist zu befehligen scheint, der auch ihm krallenartige Hände verschafft. Necahual wird ihm helfen können zu verstehen, also befreit er sie.

Necahual steht ein wenig verloren da. Sie ist erstaunt, wie schnell das erhabene, erfüllende Gefühl von Macht über das Leben wieder aus ihrem Geist weicht und nur eine beklemmende Leere zurücklässt. Sie weiss nicht ob ihr übel ist oder zum weinen, ihre Gedanken driften hinfort, durch das Dickicht des Dschungels, zwischen den Riesen des Waldes hindurch, über Steine, Büsche und Bäche hinweg, fliegend auf der Jagd nach der Stimme ihrer Mutter. So bekommt sie nicht mit wie der Echsenmensch Tlacatl befreit und merkt genauso wenig wie dieser ihr die Fesseln abnimmt. Sie kann seinen hilfesuchenden Blick nicht beantworten sondern starrt ihn vollkommen abwesend mit großen Augen an.

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #31 am: 14.10.2012, 16:29:06 »
Die Sklavenpferche - Teil 3:

Tlacatl blickt Necahual an. "Was ist mit ihr? Sie ist frei. Hat sie Angst vor der Freiheit? Doch ihrem Handeln geht unsere Freiheit voraus..." Der Krieger kann das Handeln der Frau nicht einordnen und wendet sich unsicher ab. Was für eine merkwürdige Situation, die sich Tlacatl gar nicht erschließt. Was sich ihm jedoch erschließt, ist die Notwendigkeit, sich möglichst bald auf eine die Flucht zu begeben und das mit so vielen Männern und Frauen wie möglich. Je mehr frei sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest einer von ihnen lebend aus dieser sinnlosen Massenopferung herauskommt.

Schnellen Schrittes bewegt sich Tlacatl, ungeachtet der feindseligen oder zumindest angespannten Unterredung um das Steinhirn, auf Xihucoatl zu und beginnt seine Fesseln zu lösen. Der Mensch kann nicht beurteilen, was Xihucoatl solche Worte gefunden hat. Wahrscheinlich liegt es an der Aussichtslosigkeit der Situation. Dennoch hat keiner eine sinnlose Opferung verdient, auf deren Weg, wäre die Opferung so wertvoll, keines der potenziellen Opfer so fahrlässig behandelt werden würde. Also dreht Tlacatl Necahual und Yaotlchone den Rücken zu und befreit Xihucoatl.

Yaotlchones starrer Blick auf Tlacl schweift in die Ferne und er blickt durch ihn hindurch. Die Rote Umrahmung der Pupille bleicht sich zu einem kränklichen weissgelb aus. So wie die Iris hinter der sich verkleinernden Pupille hervorkommt, scheint das Bewusstsein von Yaotlchone zurückzukommen. Er blickt ungläubig an die Stelle, an der er vorher stand. Wiederstrebend lenkt er seine Aufmerksamkeit zum Boden unter ihm. Angeekelt springt er vom Anblick seines Blutverschmierten Opfers  zurück und dreht den Kopf wieder zu seinen Mitgefangenen. Im Blick findet sich etwas flehendes, als ob er die Verantwortung für das eben Geschehene von sich zurückweisen möchte.

Die Drohung des Wächters hatte Xuihcoatl nur belächeln können und die Worte von Tlacatl waren zu viele, als das er ihnen aufmerksam folgen konnte. Er schluckt die letzten Reste des Wasser hinunter.
Dann aber bricht um ihn herum auch schon überraschende Aktivität aus.

"Du hättest ihn wecken sollen, damit er sieht, wer ihn tötet.", sagt er zu Yaotlchone, ohne zu erkennen, daß dieser in einen Kampfrausch gefallen war. Er jedenfalls hätte sich es sich nicht nehmen lassen, in die schreckensgeweiteten Augen seiner Beute zu schauen, bevor er ihr die Gnade des Todes gewährt hätte.

Als ihn sein Mitgefangener befreit, kommt ein gemurmeltes "Danke" über seine Lippen.
Er reibt sich die Händgelenke und schüttelt die Gliedmaßen aus, um wieder eine Gefühl für seinen Körper zu bekommen.
Xiuhcoatl schaut zu der Anführerin, die ihre Untergebenen zu Handeln befohlen hatte. Seltsam regungslos und entrückt wirkt sie.
Er war zwar keiner ihrer Handlanger, aber wenn sie gute Vorschläge zur Flucht machte, würde er vielleicht auf sie hören.

Schnell ging er zum Ausgang und warf einen vorsichtigen Blick hinaus, um sich zu vergewissern, ob eine der anderen Wachen aufmerksam geworden war.

Endlich waren alle Gefangenen von ihren Fesseln befreit und es kam wieder Gefühl in die zuvor eng verbundenen Gliedmaßen. Doch anstatt sofort die Tür aufzustoßen und davon zu laufen, stand Necahual einfach nur teilnahmslos da und Yaotlchone schien erschöpft, nach dem plötzlichen Zornesanfall, in welchem er sein Opfer gerichtet hatte. Das Blut des toten Wächters sickert derweil weiter über den Boden und beginnt zwischen den Holzbrettern der Hütte hinaus zu rinnen.

Schnell macht Xiuhcoatl die Tür einen Spalt weit auf, um zu sehen ob sich weitere Wächter vor der Hütte befinden, doch er sieht niemanden. Da die Tötung relativ schnell und geräuschlos von Statten ging, scheint auch niemand heran zu eilen um die Lage zu überprüfen. Dennoch ist jedem der Gefangenen klar, dass sie sich nicht ewig in der Hütte verstecken können. Früher oder später würde jemand nachschauen, warum sich der Aufseher nicht zurück meldete und je mehr Blut nach draußen rann, desto größer war die Chance, dass jemand auf die Hütte aufmerksam würde.

"Nimm" sagt Torkk der Echsenmensch und zieht ein Kupferbeil aus dem Gürtel des Wächters, welcher zudem seine Peitsche und ein Obsidanmesser bei sich führte. "Torkk und Yaotlchone haben Klauen, du haben nichts." es war ein besonderes Stück, eine der Kupferwaffen der Lopango, welche Tlacatl von den Sklavenjägern abgenommen wurde. "Wir raus hier." fügt er noch mit nervös zuckendem Schwanz an und reicht Tlacatl die Waffe.

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #32 am: 14.10.2012, 16:30:05 »
Die Sklavenpferche - Teil 4:

Xiuhcoatl eilt einmal schnell im Inneren der Hütte umher, um sich durch die Spalten in den Hüttenwänden einen Überblick zu verschaffen.
Eigentlich gefällt ihm die Situation nicht recht. Es ist viel zu hell draußen, um an eine erfolgreiche Flucht zu glauben. Aber jetzt hatten die anderen Gefangenen einfach gehandelt und er muß sich auf die Gegebenheiten einstellen.
Die Anführerin macht noch immer keine Anstalten, weitere Anweisungen zu geben, was Xiuhcoatl noch mehr verstört.
Wie ein gefangenes Tier schreitet er von einer Wand zur nächsten, immer mal wieder kurz einen Blick nach draußen werfend.

Tlacatl blickt Xiuhcoatl hinterher, wie er durch die Hütte eilt und sich weiter wortkarg gibt und keinen Blick für seine neuen und vielleicht letzten Verbündeten in seinem Leben hat. Ein getriebener Mann, wie Tlacatl auch gewesen ist, bevor er Tlacatl wurde. Der Krieger hat Verständnis dafür, dass Xiuhcoatl sich um sich selbst kümmert und nicht um andere, denn so sind die meisten Menschen, die nur ein Mensch zu sein verstehen. Langsam blickt Tlacatl Yaotlchone an. Hat dieser sich an das erinnert, was Tlacatl einst war? Kennen sie sich Unschlüssig wendet Tlacatls einen Blick von dem erschöpften Mann ab, der ihnen wahrscheinlich allen vorerst das Leben gerettet hat oder zumindest die Hoffnung auf Freiheit geschenkt hat und wendet sich Torrk zu.

"Danke, große Echse.", sagt Tlacatl dankbar für das Beil, verschweigend, dass dies Beil sowieso ihm gehört hat. Kurz wiegt er es probehalber in der Hand, wendet sich jedoch dann schon wieder Necahual zu. Kräftigt schüttelt er sie an den Schulter. "Geisterfrau. Geisterfrau.", zischt er ihr zu. "Azuls Strom verharrt nicht an diesem Ort, er bricht weiter durch das Land und mündet erst im Meer der Freiheit." Im Halbschlaf hat der Krieger aus Lopango mitbekommen, wie Necahual ihn behandelte, sowie ehrwürdige Geisterfrauen es tun, weshalb er sie gerne so nennt. Er schüttelt sie nochmal kräftig, in der Hoffnung, dass sie aus ihrer sonderbaren Starre erwacht und schaut dann hoch, während sein Blick kurz der Blutspur folgt. "Azuls Ströme tragen die Farben von Azur bis Zinnober, von klarem Wasser unter blauem Himmel bis zum Blut des getöteten Feindes. Das Blut fließt in die Freiheit, Azul gibt den Weg vor. Folgen wir ihm.", versucht Tlacatl seine neuen Verbündeten zur sofortigen Flucht zu ermuntern.

Langsam kehrt Necahuals Bewusstsein wieder in das Hier und Jetzt zurück. Etwas irritiert betrachtet sie, die sich ihr darbietende Situation - Tlacatl steht noch immer vor ihr, diesmal mit einem Beil in der Hand. Hat er ihr nicht eben noch die Hände von den Fesseln befreit? Auch der Neuling ohne Namen, ist mittlerweile frei. Sie schaut den sprechenden Tlacatl an und folgt mit dem Blick seinen Worten zu der sich ausbreitenden Blutlache und dann zurück zum Aufseher. "Vaters Obsidianklinge!" Necahual tritt an Tlacatl vorbei, geht vor dem toten Aufseher in die Knie und nimmt die Klinge an sich, hält sie wie einen Schatz in ihren beiden Händen. Misstrauisch betrachtet sie den improvisiert hinzugefügten Griff. Necahual hatte nie daran gedacht, der Klinge einen Griff hinzu zu fügen. Es war ihr Werkzeug, keine Waffe. Ohne Griff hatte sie den grob gearbeiteten schwarzen Stein von ihrem Vater erhalten und so hatte sie ihn seit diesem Tag belassen. Unschlüssig steckt sie das Obsidianmesser in die Kordel ihres Lendenschutzes und steht wieder auf. "Überleben - Flucht. Ist das der Weg der für uns JETZT vorgesehen ist?" Necahual hat den Aufseher aus einem innersten Impuls heraus in den Schlaf geschickt, nicht um zu fliehen sondern um Leid von Tlacatl ab zu wenden. "Die Geister werden uns führen - wenn es ihr Wille ist, so wird diese Flucht gelingen!" denkt sie bei sich und spricht: "Die Geister meinen es gut mit uns. Dennoch kann ich noch nicht erahnen, was uns erwartet wenn wir dem Strom folgen werden!" Hier stoppt Necahual denn sie hat keine Ahnung wohin sie die nächsten Schritte führen werden, nachdem sie die Schwelle zur Freiheit übertreten haben. Eins ist ihr jedoch klar:
Sie wird von hier nicht fliehen, ohne das ihr so heilige Stück Mangrovenholz wieder in ihrem Besitz zu haben!

Torkk kann die Worte welche seine Mitgefangenen sprechen kaum verstehen. Er ist hin und hergerissen endlich zu fliehen und noch abzuwarten, bis die Gruppe sich gemeinsam aufmacht. Aber es scheint ihm klar zu sein, dass auch der Rest offenbar eine baldige Flucht anstrebt. Doch er weiß gerade nichts bei zu tragen, sieht nur wie Xiuhcoatl wie ein nervöses Tier zwischen die Spalten späht. Hunger und Durst, aber auch seine animalsichen Instinkte werden von dem Blut angesprochen, dass aus der Kehle des Mannes sickert.

Scheinbar die Kontrolle verlierend, stürzt sich Torkk plötzlich auf die Leiche des Mannes und beginnt das noch warme Blut aus der Kehle des toten Wächters zu schlürfen, was zumindest den Nebeneffekt hat, das es nicht weiter auf dem Boden zerläuft. Ob das fremdartige Echsenwesen einfach nur durstig ist, oder versucht die Lebenskraft des Mannes aufzunehmen, erschließt sich den Gefangenen nicht ganz ...

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #33 am: 15.10.2012, 19:40:02 »
Die Sklavenpferche - Teil 5:

Als Xiuhcoatl aufgeregt durch die Hütte wirbelt und durch die Spalten und Ritzen der Bretter blickt, entdeckt er mit scharfem Blick, dass sich nahe bei einer weiteren Hütte drei Aufseher befinden. Scheinbar haben sie ihre Gefangenen bereits untergebracht und unterhalten sich gerade, wobei sie einige Früchte zu sich nehmen. Durch das Gespräch abgelenkt, scheinen sie von dem Tumult in der nahegelgenen Hütte noch nichts bemerkt zu haben. Jeder Aufseher trägt eine Peitsche und mindestens eine weitere Handwaffe bei sich.

Tlacatl blickt einiger Besorgnis auf die Echse, welche das Blut des Mannes wie kaltes, rasch fließendes Quellwasser in sich aufnimmt. Tlacatl hat gesehen, wie starke Krieger in einem Ritus verspeist wurde, um ihre Kraft in sich aufzunehmen, aber einen einfachen Wächter? "Wahrscheinlich ist es der Durst...", versucht der Krieger sich einzureden und widmet seiner Aufmerksamkeit wieder Necahual. "Wenn wir nur dann handeln würden, wenn wir wüssten, welche Gefahren der Strom alles birgt, würden wir nie handeln, Geisterfrau. Wir müssen nur wissen, was am Ende des Stromes steht. Bei diesem Strom führt Azul uns ins Meer der Ungebundenheit, der Freiheit, er führt uns ins Leben. An diesem Ort verharren heißt wieder zum Opfer zu werden. Menschen sterben lieber frei als in Fesseln. Der Stolz eines Menschen gebietet ihm, dass er, so er kann, aufrecht stirbt, denn ein Mensch fürchtet sichdavor, über die Geister der Nachwelt und den Moment des Sterbens nachzudenken. Doch wenn er um sein Überleben kämpft statt auf einem Opferaltar zu liegen, dann hat ein Mensch das Glück, dass er nicht über sein Sterben nachdenken muss. Und doch stirbt er am Ende oder er lebt. Doch dass wir eine Chance auf Leben haben und dann nicht das Sterben fürchten müssen, sondern höchstens furchtlos oder mit weniger Furcht sterben können, sagt mir, dass wir in diesen Strom tauchen sollten. Mögen Schnellen, Wasserfälle und Krokodile warten, solange wir mit Azul schwimmen, werden wir alles überwinden."

Damit übernimmt Tlacatl die Führung. Es hat keinen Zweck hier zu warten und zu hoffen, dass die Gefahr einfach an ihnen vorbeizieht. Also bewegt Tlacatl sich vorsichtig zur Tür, öffnet sie einen Spalt weit und späht nach draußen, ob der Weg frei ist und sie einen Fluchtversuch von der Seite wagen können. Auch er weiß noch nicht, wie sie fliehen sollen. Aber irgendwie müssen sie beginnen. Ob irgendwo weitere Sklaven war, die man befreien konnte, um Verwirrung zu stiften? "Wenn der Weg frei ist, werden wir uns suchen. Vielleicht ist es unsere letzte Chance.

Xiuhcoatl blickt den geschwätzigen Krieger hinterher, als dieser die Tür öffnet.
"Hinter der Hütte sind drei Wachen, vor der Hütte habe ich keine gesehen. Wenn man flieht, dann am besten in die Berge, wo man nur schwer Spuren verfolgen kann."
Dabei versucht er sich zu erinnern, in welche Richtung man am schnellsten Deckung vor den Blicken der Wachen erlangt.

Auch Necahual starrt auf die Echse, wie sie sich an dem leblosen Wächter labt. "Es wird die Kraft brauchen." erklärt sie sich das Verhalten und wendet sich dann aber ab. Necahual lächelt ein wenig, Bruder Tlacatl hat noch enorme Kraftreserven, dass er so schweifend spricht. Sie hat keinen ausgeklügelten Plan zur Flucht - das war alles was sie mit dem Bild des Stroms sagen wollte. Also nickt sie nur stumm und begibt sich ebenfalls an die Hauswand um in die Richtung der drei Aufseher zu spähen. Sie muss herausfinden wo ihre Maske ist. "Tlacatl, ein großer Teil meiner Geisterkraft ruht in den Federn und Zähnen meiner Maske. Ich kann nicht blind fliehen ohne versucht zu haben diesen Teil von mir wieder zu erlangen." sagt sie während, sie ein Auge an einen kleine Spalt im Mauerwerk der Hütte presst.

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #34 am: 17.10.2012, 23:05:15 »
Die Sklavenpferche - Teil 6:

Während die anderen Gefangene sich um die Tür sammeln, betrachtet Xiuhcoatl den toten Wächter und die bluttrinkende Echse mit Abscheu.
Dann allerdings fischt er sich vorsichtig, um Torkk nicht aufzuschrecken, doch die blutige Peitsche von Gürtel des Wächters und durchsucht kurz den Sack, den dieser bei sich trägt.
Als er den Wasserschlauch entdeckt, nimmt er einen kräftigen Schluck und steckt ihn dann zurück, um den Sack dann über die Schulter zu schwingen.

Schauernd schüttelt Yaotlchone die Lethargie ab, die ihn erfasste.  Kreidebleich wendet er sich von den blutgetränkten Zähnen in Torkks Rachen ab. Hätte ich mich auch so auf ihn gestürzt? stellt sich ihm innerlich die bange Frage. Heiser setzt er an "Hier ist es zu Flach, zu Leer." Fast hörbar schluckt Yaotlchone seine eigenen Einwände zum kommenden Vorschlag hinunter "Im offenen Feld verstecken sich die Pudus hinter ihren Artgenossen. Räuber fangen die äussersten, die langsamsten. Wenn wir die zur Opferung verdammten befreien, erhalten sie die Möglichkeit die Freiheit zu erkämpfen und unsere Flucht wird durch die ihre gedeckt." Vielleicht werden sie nicht die einzigen bleiben, denen die Flucht gelingt.

Als Xiuhcoatl die Tasche durchsucht und vom Wasserschlauch trinkt, entdeckt er ein großes, sperriges Objekt darin, welches er einfach auf dem Boden ablegt. Als wäre der fremde Mann ein Bote des Schicksals, blickt Necahual ungläubig herüber und stellt fest, dass es sich um ihre Maske handelt, welche da auf dem Boden abgelegt wurde, ganz so als hätten die Geister ihre zuletzt gesprochenen Worte gehört.

Mit großen Augen und zittrigen Händen fällt Necahual vor ihrer Maske auf die Knie. Vorsichtig streicht sie mit den Fingern über das dunkle Holz. Entlang an furchteinflößenden Gebiss aus Jaguarzähnen, über die Augenhöhlen hinweg bis zu den Federn, welche sie zärtlich glatt streicht. Sie legt den Kopf in den Nacken und beschwert ihr Gesicht, mit dem des Arapaimas, dann verschnürt sie die Lederne Kordel um ihren Hinterkopf und erhebt sich. "Folgen wir dem Strom!" spricht sie, voll unendlich erscheinender Entschlossenheit.

"Ja ... Strom folgen." zischt Torkk, er scheint zu verstehen was damit gemeint ist. Auch den Echsenmensch überkommt der Tatendrang und so stößt er Xiuhcoatl unsanft bei Seite und öffnet einfach unversehens die Tür. Mit seinen scharfen Krallen klettert er nahezu mühelos auf das Dach der kleinen Sklavenhütte, wo er Gebrauch vom Hishna, seiner Klauenmagie macht. Und so erscheint in seiner Klauenhand auch sogleich aus dem Nichts eine züngelnde Flamme, welche er in Form eines Feuerballs auf die benachbarte Hütte wirft, deren trockenes mit Blättern gedecktes Dach sogleich in Flammen aufgeht.

"Da oben!" rufen die verschreckten Aufseher vor der Hütte sogleich und deuten völlig verdutzt auf das Reptil. Doch Torkk springt agil auf das Dach der benachbarten Hütte und versucht sich aus dem Staub zu machen. "Lasst ihn nicht entkommen!" rufen sie noch. All das können die übrigen Gefangenen wieder nur durch die Ritzen und Spalten der Bretterbude beobachten. Mit seiner wagemutigen Aktion hatte Torkk den Gefährten die Aufseher vom Hals geschafft und mit der brennenden Hütte womöglich eine willkommene Ablenkung geschaffen, dennoch galt es nun keinerlei Zeit zu verlieren ...

Necahual

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #35 am: 19.10.2012, 03:10:06 »
"Feuriger Echsengeist, mögest du stark genug sein zu Entkommen!" denkt Necahual, als sie beobachtet, wie es der wagemutige Torkk bei seiner Flucht mit den Aufsehern zu tun bekommt. "Wir müssen die anderen befreien, das sind wir unserem und ihrem Schicksal schuldig!" Necahual tritt nun ebenfalls durch die Tür der Hütte, aus der Dunkelheit ins Licht der Nachmittagssonne.[1] Die schwarzen und roten Federn ihrer Maske schimmern im Sonnenlicht, fahl hingegen wirkt ihr mit Kalksttaub bedeckter nackter Oberkörper. Sie blickt sich hastig um. "Wo sind die Wächter? Welches ist der kürzeste Weg zur nächsten Gefangenen Hütte?"[2] Als sie die Situation erfasst hat, eilt sie im Schatten der Hütte zum nächsten Gefangenen Quartier um die Menschen dort zu befreien.
 1. Die Tageszeit ist mir nicht bekannt, bitte editieren falls unpassend.
 2. Perception 16
« Letzte Änderung: 19.10.2012, 03:10:37 von Necahual »

Tlacatl

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #36 am: 19.10.2012, 12:08:20 »
"Wir können nicht alle befreien.", stellt der Mensch fest, sein Kupferbeil probehalber schwingend. "Wir sollten weitere befreien, die auf unserem Weg liegen und sie dazu anhalten, andere zu befreien. Wir können diesen Stein ins Rollen bringen, wenn wir hier nicht sterben wollen, aber niemals können wir für alle verantwortlich sein." Tlacatl blickt auf die Maske Necahuals für einen Augenblick, beschließt dann jedoch die Bewegungen der Wächter im Auge zu behalten. Während die anderen die Befreiung vorbereiten, will er die Feinde im Auge behalten[1].

"Azul. Spüle uns aus diesem Ort.", denkt er hoffnungsvoll und blickt in den Himmel, in der wohl unerfüllten Hoffnung, dass Wasser vom Himmel fallen wird.
 1. Wahrnehmung 4
« Letzte Änderung: 19.10.2012, 12:10:02 von Tlacatl »

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #37 am: 19.10.2012, 18:46:57 »
Necahual kann noch beobachten, wie Torkk über die Dächer verschwindet, während die drei Aufseher davon eilen und die Verfolgung aufnehmen. Weitere Aufseher eilen herbei, doch ihre Aufmerksamkeit scheint allein der brennenden Hütte zu gelten, denn das Feuer droht auf die benachbarten Hütten überzuspringen, deren mit trockenen Gräsern gedeckte Dächer äußerst anfällig sind.

In Gedanken scheinen die übrigen Aufseher auch bei Azul zu sein "Wasser! Holt Wasser!" ist laut zu hören. Erste Funken fliegen bereits zur Hütte herüber, in welcher sich die vier Gefangenen aufhalten und so bleibt gar keine andere Wahl als diese endlich zu verlassen. Direkt an diese Hütte angrenzend, befindet sich auch schon eine weitere und die fürsorgliche Necahual gedenkt wohl nicht deren Insassen dem Feuertod oder den Aufsehern zu überlassen. Die Payitanerin findet eine schmale Seitentür vor, durch welche sie sich hindurchquetscht und im Inneren der Hütte fünf weitere Gefangene an einer Stange vorfindet, während die drei Männer draußen warten.

"Ihr seid kein Aufseher. Was geht hier vor sich?" fragt ein älterer Mann, der vorne an der Stange befestigt ist, verwirrt über das plötzliche Auftauchen der maskierten Necahual. Doch die selbstlose Tat scheint vom Schicksal nicht gänzlich unbelohnt zu bleiben, denn im Inneren der Hütte steht eine weitere gut gefüllte Umhängetasche, sowie ein achtlos an der Wand angelehnter Kurzbogen mit Köcher, welchen ein Aufseher hier wohl zurück gelassen hatte. Von draußen sind derweil weiter hektische Rufe zu hören.

Necahual

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #38 am: 19.10.2012, 21:15:34 »
Necahual macht es kurz denn es ist nicht ihre Art sich groß zu inszenieren: "Einige der Hütten brennen und die Aufseher sind abgelenkt, wenn ihr euch beeilt, so möge eure Flucht gelingen!" Sie greift nach dem Obsidianmesser und durchtrennt die Fesseln. "Nehmt euch die Tasche mit den Vorräten, doch lasst den Bogen für die Krieger, die mich begleiten!" Dann zischt sie in Richtung der Tür: "Tlacatl, hier ist noch ein Bogen. Vielleicht ist er was für Yoatlchone oder den anderen!"
« Letzte Änderung: 19.10.2012, 21:16:21 von Necahual »

Xiuhcoatl

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #39 am: 21.10.2012, 02:57:36 »
Xiuhcoatl beäugt die Frau, die sich wie eine Süchtige an ihre Maske klammert.
"Kommt ihre Stärke aus dem Ding? Aber sie hat doch auch ohne sie, dem Mann das Gefühl gebracht?! Ist es für sie, wie für mich das Maquahuitl? Ein Ding, daß ihre Macht bündelt und auf alle wirken läßt?"
Xiuhcoatl ist ob der Handlungen von Necahual ein wenig verunsichert, wird aber durch den herausstürmenden Echsenmann in seinen Gedanken unterbrochen.
"Ja, geh nur. Zieh die Wächter auf deine Fährte und lenk sie von uns ab. ........"
Xiuhcoatl stockt kurz in seinen Gedanken.
"......Uns! Wie komme ich darauf? Was passiert hier mit mir? Hat mich die Frau schon verhext?"
Xiuhcoatl merkt, wie ihm schwindelig wird und lehnt sich erst mal an die Hüttenwand, als die anderen hinauslaufen.
Die Worte bekommt er nur am Rande mit, während er das Blut durch seine Adern rauschen hört. Er spürt, wie sein Herz vor Aufregung zu platzen droht.
"Was ist mit mir?.....Ich muß mich beruhigen! Ich bin mein eigener Herr! Niemand gebietet über mich und mein Tun!"
Sich innerlich immer wieder diese Sätze sagend, merkt er, wie sein Herz langsamer schlägt.
Die ersten Schritte nach draußen sind mehr ein Taumeln, aber sie werden zunehmend entschlossener und fester.
Schnell blickt er sich um, um festzustellen wo seine Mitgefangenen und wo Gegner sind.[1]
 
 1. Perception: 15
« Letzte Änderung: 21.10.2012, 03:00:17 von Xiuhcoatl »

Yaotlchone

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« Antwort #40 am: 22.10.2012, 07:28:46 »
Gespannt verfolgt Yaotlchone die Bewegungen der Echse. Torkk verschaffte ihnen mit seinem Auftritt genügend Ablenkung. Die Schuld an allem was jetzt passieren wird liegt bei ihm, da er Feuer wirft und offen über die Dächer rennt. Mit einem stillen Gruss verabschiedet sich Yaotlchone, der in sich zu oft den Ruf derwilden Bestie vernahm, von dem fremdartigen und doch bekannten Echsenmenschen, der als Bestie allzu menschliche Züge.

Die vom Blut benässten Hände Yaotlchones hatten den Staub und den Kalk vom Boden gesammelt und bilden nun eine bleiche rotbraune Masse. In seinem Innern jedoch fühlt er sich nackt und allein. Yaotl trägt Tlacatl, die Geisterfrau die Maske, das Steingesicht trägt eine sture Aggressivität auf sich. Yaotlchone hatte den Bauern Tochtli in Lopango zurückgelassen. Was ihm blieb war nicht mehr als der inneren Bestie freien Lauf zu lassen. Doch wagte er nicht wie Torkk, den Aufsehern über die Dächer auf der Nase rumzutanzen. So bleibt ihm nur der Weg sich zu verstecken. Mit den Fingern greift er hoch zu seiner Stirn und zieht die Hände darüber hinab. Die Rotbraune Masse bildet eine von den Fingern gefurchte Maske aus Staub und Blut zurück. Hier wird er wieder die Spur von Yaotl aus Lopango hinterlassen. Schliesslich war er auch dabei, auf die eine oder andere Weise.

Mit weiten Schritten eilt Yaotlchone den anderen hinterher. Beim nächsten Sklafenpferch angekommen, schiebt er nur sein Gesicht hinein und weist die Gefangenen an. "Yaotl aus Lopango ist hier und erhebt sich gegen die Versklavung. Deshalb hat er die Feuerechse Torkk losgelassen. Deshalb liess er euch befreien. Folgt seinem Beispiel und sprengt die Fesseln derer, die es nicht selbst können!" Dann schnappt er sich den Kurbogen mit dem Köcher und schreitet zur Nächsten Hütte.

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #41 am: 22.10.2012, 21:01:52 »
"Danke, vielen Dank." sagt der ältere Mann als seine Fesseln von Necahual losgeschnitten werden, ehe er ihr hilft auch die übrigen Gefangenen zu befreien. Es scheint sich dabei jedoch nicht um Krieger zu handeln, sondern einfache Dörfler welche wohl einem Überfall der Sklavenjäger zum Opfer gefallen sind. Einzig ein junger Mann, könnte vielleicht ein Jäger sein.

Teils erschrocken starren die befreiten jedoch auf die Maske von Necahual und mehr noch auf die Maske aus Blut und Staub, welche Yaotlchones Gesicht bedeckt und ihn furchtsam aussehen lässt. Während der Lopango den Bogen ergreift und den Köcher mit einem Lederriemen über seinen Oberkörper schnallt, ergreifen die Gefangen sogleich die Tasche, welche Necahual ihnen angeboten hat.

Sogleich ergreifen sie die Flucht, jedoch ohne sich den übrigen Hütten zuzuwenden. Stattdessen eilen sie in Richtung Nordosten davon, auf den nahen Popol zu, hoffend dass die Aufsehr noch lange genug von der brennden Hütte abgelenkt sind. Da eilt auch Xiuhcoatl endlich aus der Hütte. Der Fremde aus Pezelac riskiert einen Blick um die Seite der Hütte, um nachzusehen was die Aufseher treiben. Die drei welche er vorhin erspäht hatte, waren offenbar der Echse hinter her gerannt, doch etwa fünf weitere Aufseher waren nun damit beschäftigt Wasser aus Eimern auf die brennende Hütte zu kippen.

Kurz darauf taucht auch schon der mit einem Bogen bewehrte Yaotlchone neben ihm auf, welcher offenbar gedenkt weitere Gefangene zu retten. Mutig verlässt er den schützenden Schatten der Hütte und nähert sich der nächsten, welche ein Stück südlicher liegt. Dabei vesucht er sich geräuschlos zu bewegen und sucht Deckung hinter einigen großen, herumstehenden Tonkrügen. Aber als einer der Aufseher seinen Blick herumschweifen lässt, entdeckt er Yaotlchone dennoch.[1]

"Da vorne! Ein weiterer Gefangener versucht zu fliehen!" er lässt seinen Wassereimer fallen und zieht stattdessen aus seinem Rückenköcher einen langen Wurfspeer. "Bleib stehen oder ich bringe dich um, bei Zaltec!" den Rest der Gefangenen die noch im Schatten der Hütte standen hatte er offenbar noch nicht wahrgenommen und so kümmern sich die übrigen Aufseher weiter um di brennende Hütte, während derjenige welcher Yaotlchone entdeckt hat drohend seinen Wurfspeer erhebt und auf diesen zielt.
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Necahual

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #42 am: 23.10.2012, 23:31:44 »
"Er schleicht wie ein verletztes Tapir - komm schon, lock den Jäger in die Falle." denkt sich Necahual. "Wenn er nur den Aufseher aus dem Blickfeld der anderen lockt dann können wir uns seiner entledigen! JETZT Yaotlchone - dein Geist ist stark!" Necahual wartet ab wie Yoatlchone reagieren wird.
« Letzte Änderung: 24.10.2012, 10:16:02 von Necahual »

Yaotlchone

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #43 am: 24.10.2012, 07:02:46 »
Yaotlchone stösst wie einen kurzen Fluch zischend "Versteckt euch!" aus. Mit der blutigen Maske auf und dem Bogen in den Händen stellt er bereits eine zu starke bedrohung dar, als dass er hier auf einen glimpflich ausgehenden Einzelkampf zu hoffen wagt. Doch er kennt die Situation schon von früher. Die kleineren Menschen zeigten immer Mühe mit ihm Schritt zu halten. Höhnisch reckt er den Bogen in die Höhe und Brüllt "Feuer und Blut für Torkk und Yaotl". Lachend glucksend rennt er los, den Befreiten hinterher nach Nordosten. Bereits einmal hat er Tlcatl, den alten Träger seines Namens gefunden und er wird es wieder schaffen.

Xiuhcoatl

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #44 am: 24.10.2012, 14:52:58 »
"Noch einer, der die Wachen weglockt! Wenn es so weitergeht, dann habe ich bald leichtes Spiel hier wegzukommen."
Xiuhcoatl versteckt sich[1], wie es der Fliehende empfohlen hat und wartet ab, wie viele der Wache ihm folgen.
Kurz überlegt er, ob es tatsächlich eine gute Idee ist, noch mehr Leute zu befreien, um noch mehr Wachen dazu zu bringen, diese zu verfolgen.
Einer ist bereits entdeckt worden, als er zum nächsten Haus schleichen wollte, aber Xiuhcoatl ist sich sicher, daß er es besser machen könnte, wenn sich die Lage kurz beruhigt hat. Also bleibt er erstmal noch in seinem Versteck.
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« Letzte Änderung: 24.10.2012, 14:54:31 von Xiuhcoatl »

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