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Autor Thema: Der Weihort  (Gelesen 58432 mal)

Beschreibung: Episode 1

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Abdo al'Mbabi

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Der Weihort
« Antwort #600 am: 08.05.2018, 18:15:58 »
Abdo wirkt etwas verloren, als die Heilerin ihn mitten im Gespräch einfach stehen lässt. Doch er sieht ein, dass das Leben der Kranken höhere Priorität hat - und ist durch die nicht erfolgte direkte Ablehnung seiner Bitte auch etwas erleichtert. Auch er sieht ein wenig zu, wie die Heilerinnen mit den Kranken umgehen, auch wenn er nicht wirklich versteht, was sie tun. Doch selbst er bemerkt den tiefen Schlaf, in den die beiden schließlich fallen. Es scheint so etwas wie Hypnose zu sein, was die Frauen dort veranstaltet haben, doch mehr fällt ihm dazu nicht ein.

Und so findet er sich schließlich mehr oder minder mit seinen Kameraden alleine gelassen wieder, und will gerade ansetzen, über den Fluch und die möglichen Konsequenzen zu sprechen, als plötzlich der Neuankömmling in das Zelt stürzt, einmal tief Luft holt und sogleich einen Wortschwall loslässt, dem der Ya'Keheter nur mit Mühe folgen kann. Von was der Mann redet, ist ihm allerdings schleierhaft, bis Lîf Licht in die Sache bringt: "Der Gatte Ninaes?" grübelt Abdo. Sie wirkte nicht, als sei ihr das Konzept einer Heirat schlüssig gewesen, aber mit einigem Nachdenken erinnert auch er sich wieder an ihre Bemerkungen über "ihren" Mann. "Ob er wohl weiß, was sie mit den Köpfen anderer Männer anrichtet?" dachte er an Rogar und Tristan, um im nächsten Moment erschrocken aufzusehen und sich in deren Richtung zu bewegen. Sollte einer der beiden wieder ausrasten, will er bereit sein, um sich schnell zwischen ihn und Kjartan zu schieben.

Gefasst, blitzschnell einzugreifen, wendet er sich schließlich ebenfalls dem Neuankömmling zu. "Sei gegrüßt, Freund! Mein Name ist Abdo. Und gerne nehmen wir das Angebot an, denn wir können jede starke Hand gebrauchen, um das Unheil zu vernichten, welches das Kloster überrannt hat. Aris weiß, dass wir Hilfe gebrauchen können."
Nun wendet er sich aber wieder den anderen zu: "Was haltet ihr von diesem Fluch? Wenn es stimmt, was die Heilerin sagt, wo ist dann die Quelle des Fluchs? Wenn es der Abt nicht war, oder das, was von ihm übrig geblieben ist, was ist es dann? Einen Blitz können wir wohl kaum fangen, der in die Kapelle eingeschlagen ist."

Aeryn

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Der Weihort
« Antwort #601 am: 09.05.2018, 15:23:53 »
Als Aeryn dann auch am Heilerzelt angekommen ist, versucht sie ersteinmal einen Eindruck zu gewinnen, wie die Lage denn nun ist. Sie sieht die Heilerinnen etwas abseits von ihren Gefährten stehen, die gerade mit dem Neuankömmling sprechen, der anscheinend von Ninae geschickt wurde, um sie zu unterstützen. Nun, eine weitere Klinge würde sicherlich nicht schaden.

Da sie weitestgehend unter sich waren, nutzt die Elbin die Gelegenheit auch gleich, um das, was sie von Jan in Erfahrung bringen konnte weiterzugeben und sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen.

"Wie geht es den Patienten? Werden sie das in den Griff bekommen? Ich habe mich in der Zwischenzeit draußen mit Jan unterhalten. Er konnte mir auch ein paar Pfeile abtreten, nicht die besten, aber allemal besser als keine. Ich hätte meine Pfeilspitzen im Kloster einsammeln sollen... Nun, jedenfalls hat er mir noch ein paar interessante Dinge berichten können, was die verschwundenen Karawanen angeht. Anscheinend ist es nicht so, wie es uns geschildert wurde, also dass sie nie hier eingetroffen sind, da sie erst südlich von Ansdag überfallen wurden. Das bedeutet, dass sie hier gewesen sein müssen. Die Bewohner können das sicherlich auch bestätigen. Die Vermutung liegt nahe, dass Fürst Soren die Nachricht etwas beschönigt hat, um nicht in einem schlechten Licht dazustehen, dass er sein Territorium nicht im Griff habe, oder um sich selbst mehr Zeit zu erkaufen, vielleicht doch noch etwas herauszufinden. Uther hingegen scheint dann doch ein anständiger Mann zu sein, der sich auch um das Land und die Leute sorgt und bemüht. Nach unserem ersten Treffen hatte ich eher einen anderen Eindruck von ihm gewonnen. Aber da habe ich mich wohl getäuscht. Er war es auch, der Jan ausgesandt hat, um ein Auge auf die Umgebung zu werfen. Ich weiß nun auch, wo die Überreste der Karawane gefunden wurden und in der Gegend sind auch Kolkarspuren gewesen, die aber nicht unbedingt etwas mit den Überfällen zu tun haben müssen."

Rogar, Apothekarius

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Der Weihort
« Antwort #602 am: 09.05.2018, 22:55:22 »
"Danke für den Bericht - damit können wir einen weiteren 'Pilzling' von der Liste streichen. Diese Kreaturen hatten wohl neben dem Aussehen die Erinnerungen ihrer Opfer, aber nicht deren Eigenschaften.", sagt Rogar noch zu Halfdan, bevor er in Gedanken durchgeht, ob alle ihm bekannten Infizierten nun befriedet sind. Zu seinem möglicherweise verlängerten Aufenthalt denkt sich der dainsche Apothekarius seinen Teil: "Fel pe gallech chi wybod yn well gyda'ch blynyddoedd plant na fferyllydd da ..."[1], grummelt aber die Heilerinnen und Lif nur ein bestätigendes: "Wenn ihr es für euer Gewissen braucht..." Alle weiteren Beleidigungen seines Wissen und seiner Erfahrung ignoriert er vorerst,[2] um sinnlose Diskussionen zu vermeiden. Bei Männern wäre er vielleicht deutlicher geworden und von seinem eigenen Volk hätte er sowas nicht zu hören bekommen.

Er beobachtet das einschläfernde Ritual mit einer Spur Misstrauen und einer Prise Amüsement. Zum einen kann er zwar den Nutzen erkennen, kann er seine anerzogene Abneigung nicht ganz unterdrücken, zum anderen hatte er andere, weniger invasive Mittel für solche Aufgaben.
Das neue menschliche Gesicht erntet eine genaue Betrachtung. Die kleine, breite Gestalt, die quasi in Metall eingehüllt zu sein scheint, tritt schließlich vor, zieht seinen Panzerhandschuh und streckt eine runzlige, breite Hand entgegen: "Rogar, ein Apothekarius vom Volk der Dain. Willkommen und seid bedankt für euer Angebot." Ein wenig Mitleid schleicht sich in sein Gesicht, als er sich gegenwärtig macht, dass er vermutlich von der Fee bezaubert ist und sich falsche Vorstellungen macht. An Abdo gewandt meint er: "Meine Zustimmung hat er, solange er noch nicht infiziert ist. Freie Bewegung im Sonnenlicht spricht allerdings dagegen." Zurück an Kjartan meint er besänftigend: "Nichts gegen euch persönlich, aber wir kennen euch noch nicht und wenn ihr mehr über den Fluch wisst, versteht ihr sicherlich, warum wir solche Gedanken pflegen müssen."

Areryns Frage beantwortet er wahrheitsgemäß: "Für den Moment geht es den Patienten den Umständen entsprechend. Noch ist die Situation unter Kontrolle. Da noch kein Gegenmittel existiert und der Fluch noch nicht gebrochen ist, wird sich die Sacher nicht zu ihren Gunsten entwickeln." Was die Informationen zu den Überfällen anging, verfiel Rogar ins Grübeln. Er musste immer noch herausfinden, was mit seinem anderen Kameraden geschehen war und bisher hatte er gedacht, das Auftauchen des anderen als Pilzkreatur hätte einen eindeutigen Hinweis gegeben. Kolkar und sein Volk hatten jedoch schon viele Zusammenstöße gehabt und ließen selten Gelegenheiten zur Auseinandersetzung aus.
 1. 
Dain (Anzeigen)
 2. Nachteil Stolz ausgelöst
« Letzte Änderung: 10.05.2018, 09:19:49 von Rogar, Apothekarius »

Lîf

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Der Weihort
« Antwort #603 am: 14.05.2018, 19:55:52 »
Auf Abdos Frage senkt Lîf die Stimme. "Ich vermag es nicht mit Sicherheit zu sagen, doch wir können wohl davon ausgehen, dass es der Abt selbst war, den der Fluch zuerst traf. Und er gab ihn - in anderer Form - weiter." Sie streicht über ihre Amulette und wiegt nachdenklich den Kopf. "Der Blitz ist glaube ich nur die Manifestation des Fluchs gewesen, nicht der Fluchende selbst oder ein Ausdruck seiner. Was mich daran verwirrt, ist diese Erscheinungsform. Einerseits spräche die Blitzgestalt dafür, dass wir es mit Erdmagie zu tun haben. Sie bedient sich der Macht der natürlichen Dinge wie Regen, Wind oder eben Blitz..." Hier zögert sie spürbar. "...wobei ich mich fast weigern möchte zu glauben, dass sie zu solchen Zwecken genutzt worden sein soll. Andererseits... wenn die Große Mutter durch einen Frevler wie diesen Mann erzürnt wurde..." Sie hebt die Schultern. Ihr ist unschwer anzumerken, dass es ihr widerstrebt, hier ein Argument vorzubringen, das auch sie selbst in den Kreis der Verdächtigen rücken könnte.

Kjartan

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Der Weihort
« Antwort #604 am: 16.05.2018, 07:52:18 »
Kjartans Blick bleibt bei dem kahlen, dunkelhäutigen Mann stehen und der mit einem fremden Dialekt spricht. Einen wie ihn hat er noch nie gesehen. Was war das für ein Mensch, wundert er sich. Doch andererseits gingen die anderen ganz natürlich mit ihm um. Kjartan beschließt, in ruhiger Minute Lif nach Abdo zu fragen.

Kjartan räuspert sich. “Danke für den Vorschuss an Vertrauen! Ich sollte Euch sagen, dass ich im Süden gedient habe und mit dem Schwert umzugehen weiß, wenngleich nicht so gut wie der Zwerg mit seiner Axt. Es ist mir eine Ehre, einen euresgleichen kennenzulernen, Rogar Apothekarius! Vom den Mut und die Waffenkunst der Zwerge habe ich bislang nur gehört. Und nun kann ich mich auch davon überzeugen. Ich grüße auch Euch, Lif, Tristan, Aeryn und Abdo. Und nun, was einen Fluch angeht, so muss ich zugestehen, dass ich darüber nichts weiß. Allerdings möchte ich vorschlagen, mich im Umfeld des Klosters umzuhören. Irgendjemand wird schon wissen, wer der Magie kundig ist und im Streit lag mit den Mönchen. Ich weiß nur zu gut, dass der Abt streng - ja, fanatisch - war und viel Unruhe gestiftet hat.

Freydis

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Der Weihort
« Antwort #605 am: 16.05.2018, 13:35:42 »
Auch Freydis senkt ihre Stimme während Sie den Kopf schüttelt. "Nein, Feen verfluchen nicht, sie bezaubern. Nur Berührte vermögen einen Echten Fluch zu schaffen. Aber meine Lehrerin hat mich stets davor gewarnt: nur die unwissenden oder skrupellosen würden es tun, denn es ist viel zu leicht die Kontrolle über einen Fluch zu verlieren. So wie hier offenbar geschehen."

Die Berührte ist nicht überrascht als sie mit diesen Worten die Aufmerksamkeit all ihrer Gefährten auf sich zieht. Nichteinmal von der Vorsicht und Furcht, die sie in dem ein oder anderen Auge wahrzunehmen meint. Trotzdem fährt sie fort, wobei sie die Stimme fast zu einem Flüstern senkt:
"Dabei ist es viel leichter einen Fluch zu wirken als direkte Magie weil man viel weniger Energie kontrollieren muss. Gerade genug um den Fluch zu entzünden, danach ist er über den Fokus mit dem Feuernetz verbunden und versorgt sich selbst.
Und um zu Verzaubern braucht man Blickkontakt, ein Fluch hingegen kann auch aus weiter Ferne gewirkt werden, solange eine Verbindung zum Opfer besteht. Eine Haarlocke, ein Fingernagel, etwas aus dem Besitz des Opfers was diesem länger gehört hat oder wichtig ist. Alternativ kann ein Gegenstand mit dem dem Fluch belegt und mit dem Opfer in Kontakt gebracht werden. Ist der Fluch einmal überbracht hat die Verbindung ausgedient. Dann wird der Fluch fortwirken, solange die Verbindung zwischen Feuernetz, Fokus und Verfluchtem besteht. Der meist einzige Weg diese zu brechen ist indem man den Fokus findet und zerstört. Und das finden wird der schwere Teil, denn der Fokus kann recht weit vom Opfer entfernt und gut versteckt sein. Aber da kann ich zumindest etwas helfen. Durch den Fokus für einen so mächtigen Fluch wie diesen müssen große Mengen Energie fließen. Da Berührte bin sollte ich es spüren wenn ich in seine Nähe komme. Etwa wie wenn man sich einer Esse oder einem Ofen nähert. Je dichter drann um so heißer."
versucht sie eine Wahrnehmung zu erklären die nicht Berührte schlicht nicht haben. "Und wenn wir rausfinden wer einen Grund hatte den Abt zu verfluchen haben wir vielleicht auch eine Idee wo wir mit der Suche beginnen sollten."
 
schließt sie.
"The storm is up, and all is on the hazard."

William Shakespeare, Julius Cæsar (1599), Act V, scene 1, line 67.

Aeryn

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Der Weihort
« Antwort #606 am: 16.05.2018, 15:26:57 »
Aeryn begrüßt Kjartan mit einem freundlichen Kopfnicken, offenbar wurde er bereits gut informiert, so dass eine Vorstellung nicht mehr nötig schien.

Stattdessen lauscht die Elbin gespannt den Erzählungen ihrer Gefährten über Flüche und dergleichen. Sie selbst vermochte nur wenig Magie zu wirken, wenngleich es in ihrem Volk durchaus mächtige Zauberwirker gab. Sie war sich der Tatsache bewusst, dass die Menschen in der Magie vor allem dämonisches Wirken sahen, auch wenn das natürlich Unsinn war. Die Magie war schon lange vor den Dämonen dagewesen. Jedenfalls war das ihre Meinung, die sich auch mit der geläufigen Meinung ihres Volkes deckte.

In ihren Augen war daher auch in keinster Weise Furcht oder Missgunst zu lesen, als Freydis offener über ihre eigenen Kräfte sprach.

"Das klingt alles sehr beunruhigend. Wer auch immer dies dem Abt angetan hat, muss ihn sehr gehasst haben und sehr skrupellos sein, um soviele andere dadurch ebenfalls zu verdammen."

Eine Frage drängte sich ihr auch sofort auf.

"Das bedeutet, dieser Fokus ist nicht im Kloster? Du hast dort nichts dergleichen gespürt?"

Rogar, Apothekarius

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Der Weihort
« Antwort #607 am: 18.05.2018, 22:23:16 »
In Magiedingen hält sich Rogar zurück, seine Kenntnisse sind begrenzt und er bevorzugt die, die seinem Volk eigen ist. Was seine 'Vorbildung' bezüglich Berührtenmagie angeht, gibt er sie nicht zum Besten, da sie eher zur Beleidigung, als zur Problemlösung geeignet ist. So lauscht er den Ausführungen der anderen. Schließlich gibt er seine Gedanken nach Aeryns Worten preis: "Auch wenn ein Fluch leichter einzuleiten ist, so braucht es das Wissen darum. Wer von den Feinden hat also die Mittel? Welche Vertreter des von ihm bekämpften Glaubens gäbe es? Wie steht es mit den Feenwesen, die er hasste? Wie steht es um Sohn des Fürsten, den ihr identifiziert habt und den ich dabei beobachtet habe, wie er mit den ehemaligen Mönchen kommunizierte und ein in Leder eingeschlagenes Bündel aus dem Kloster mitnahm?"

Kjartans Lobeshymnen tun dem Krieger gut, auch wenn er sich Sorgen macht, wie schlecht er diesen Ruf bisher verteidigen konnte. So nickt er nur bestätigend, hebt dann aber doch noch zu einer Korrektur an: "Herr Kjartan, eure Worte sind wohlgewählt und durchdacht, doch möchte ich euch über eine Kleinigkeit informieren - die ihr natürlich ohne direkte Berührung mit meinem Volk nicht wissen konntet: Meinesgleichen könnte sich von dem menschlichen Begriff 'Zwerg', was ja eine Anspielung auf geringe Körpergröße mit damit einhergehenden negativen Attributen ist, ehrverletzt fühlen. Daher bevorzugen wir Dain als Bezeichnung."

Gaja

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Der Weihort
« Antwort #608 am: 20.05.2018, 19:35:00 »
"Die Patienten? Nein, in den Griff bekommen werden sie es nicht", antwortet Solveig auf Aeryns Frage. "Auch die Heilerinnenschwestern aus Hildridsrast können nicht mehr für sie tun, als sie in einen Zauberschlaf zu versetzen, um das Fortschreiten der Verwandlung zu verlangsamen. Immerhin gewinnen wir dadurch ein paar Wochen, um die Quelle des Fluches ausfindig zu machen."

Dann erblickt sie den Neuankömmling. Ihre Miene hellt sich auf und sie tritt ihm entgegen. "Der Mutter sei Dank, Kjartan! Du hast gefunden, wen du suchtest?" fragt sie ihn leise. "Dann ist bei den Schwestern alles in Ordnung? Erst, als ich dich gestern abend schon fortgeschickt hatte, kam mir der Gedanke, dass hinter deiner Geschichte vielleicht etwas mehr stecken könnte als die üblichen Liebesverirrungen. Aber ich konnte hier nicht fort, um dort auch noch nach dem Rechten zu schauen."

Derweil atmet Abdo erleichtert auf, als Rogars und Tristans Reaktionen auf Kjartans Rede seine diesbezügliche Sorge als unbegründet zurückweisen: Rogar zeigt sich gänzlich unbeeindruckt, Tristan wendet sich lediglich mit einer leichten Röte des Gesichtes (eine äußerst seltsame Angewohnheit dieser Nordländer) von seinem Weibe ab.

Oder vielmehr droht die Gefahr mal wieder aus völlig anderer Richtung, als der Ya'Keheter vermutet hat. Als Kjartan nämlich sein Sax erwähnt, begleitet durch eine hinweisende Geste darauf, wird Tristan doch auf ihn aufmerksam.

"Kommer du fra øerne?"[1] fragt er ihn auf Värangsk. Dann runzelt er die Stirn. Der Fremde sagte ja, er sei hier aus der Gegend. "Oder stammt dein Vater daher? Von den Rûngard-Inseln?" Dann wird er misstrauisch. "Oder woher hast du das Sax?"[2]

Doch nachdem Abdo einmal die Frage nach dem Fluch in den Raum gestellt hat, kann nicht einmal die Ankunft des Fremden verhindern, dass die Gefährten sich mit gesenkten Stimmen eifrig beraten. Zum einen muss ausgenutzt werden, dass die frommen Schwestern gerade anderweitig beschäftigt sind, zum anderen scheint Solveig den Neuen zu kennen und dessen Verbindung zu den Feenschwestern zu bestätigen, zum dritten hat dieser Kjartan eine derart leutselige, vertrauenserweckende Art[3], dass man ihm keinerlei Hinterlist oder Falschheit zutraut und sich nicht scheut, offen vor ihm zu reden. Und er selbst mischt sich auch gleich in die Debatte ein.

"Ein Umfeld des Klosters gibt's nicht mehr", brummt Halfdan auf Kjartans Vorschlag hin. "Wen die Kreaturen nicht verschleppt haben, der hat sich hier nach Ansdag geflüchtet. Die Höfe draußen stehen allesamt leer. Und hier im Ort will niemand was gehört oder gesehen haben—wenn sie überhaupt mit dir reden. Halfdan", stellt er sich verspätet vor, da Lîf ihn vergaß vorzustellen.

Als Lîf laut über den Blitz als Manifestation (oder Übermittler) des Fluchs nachdenkt und gar ins Grübeln gerät, ob Erdmagie im Spiel sein könne, widerspricht ihr, ganz unerwartet, der eigene Gatte. "Askyr nennt man nicht umsonst den Sturmboten. So wie ich das sehe, vermochte er aus einem Sturm Kraft schöpfen. Warum sonst sollte er den Stürmen nachgereist sein? Wie sonst sollte er vorab gespürt haben, wo einer toben wird? In den meisten Versionen seiner Geschichte, die ich gehört habe, konnte er sogar selbst Blitze schleudern."

Auch Solveig will widersprechen, doch Freydis kommt ihr zuvor. Nachdem die Berührte ihr Wissen über Flüche vor den Gefährten ausgebreitet hat und auch die Frage der Elbin, ob sie im Kloster diesen Fokus gespürt habe, entschieden verneinen musste, und schließlich Rogar noch Verdachtsmomente in drei Richtungen warf—dreimal also setzte Solveig zum Sprechen, erst beim vierten Mal gelingt es ihr—verteidigt sie allen voran die Feen.

"Niemals würde eine Fee die Landschaft verseuchen! Uns Menschen strafen, mit Pest oder Pocken, für einen begangenen Frevel—ja, das wäre ihnen zuzutrauen. Aber doch nur mit natürlichen Mitteln! Das, was hier geschieht, ist durch und durch unnatürlich. Und dafür gibt es nur zwei mögliche Ursachen: Dämonenwerk oder Berührtenmagie."

Freydis' Miene verfinstert sich, als ihre Magie in einem Atemzug mit Dämonenwerk genannt wird, deshalb setzt Solveig eilig hinterdrein: "Berührtenmagie, weil sie künstlich ist, wie das Feuernetz nun ja auch künstlich erschaffen wurde.[4] Die schrecklichen Verwandlungen sprächen für das eine, die Verbindung zum Sturm, noch mehr die Gezieltheit der Attacke, für das andere. Wenn wirklich der Abt das Ziel war, spricht das für menschliche Motive. Dämonen kämpfen wild gegen alles, was ihnen in die Quere kommt, sie suchen sich doch keine einzelnen Ziele irgendwo tief im Feindesland aus."

Nach Abdos Einschätzung stimmt letzteres nicht so ganz. Einzelne, besonders mächtige Dämonen besitzen schon die Intelligenz und die Fähigkeit, einen gezielten Schlag auszuführen, etwa gegen den Anführer einer gegen sie ausrückenden Armee. Ein solcher war der Abt nun aber gerade nicht. Weit entfernt. Statt den Kampf gegen die Dämonen zu organisieren, hat er lieber die eigene Bevölkerung verfolgt[5], also etwa arme Frauen verbrennen lassen, deren einziges 'Verbrechen' darin bestand, ihrem Mann ein außereheliches Kind unterjubeln zu wollen. Also eigentlich eher die Art Mensch, die ein Dämon sich an der Spitze seiner Gegner wünschen würde.

"Viel Wissen braucht es wohl nicht, um einen Fluch zu wirken." Solveigs Blick geht zum schlafenden Talahan, als sie den Zwerg korrigiert. "Auch kein großes Können oder Talent. Vor allem wohl den Willen, dazu den nötigen Hass und die Phantasie, sich die erwünschte Strafe ganz genau auszumalen... Euer Anführer hat von einem Fall erzählt, mit dem er einmal zu tun hatte. Ein ganz junger Berührter war es, kaum ein Mann zu nennen, der sich für ein Unrecht rächen wollte. Doch so einfach es ist, einen Fluch zu wirken, so schwer lässt sich die Sache offenbar kontrollieren, ist sie einmal entfesselt. Verglüht sei der dumme Junge zum Schluss an seinen eigenen Kräften."

Rogars Verdacht gegen Uther wehrt sie ab. "Uther würde niemals mit solchen Kreaturen zusammenarbeiten. Und vonwegen ansässigen Gaja-Anhängern, da gibt es außer mir und den Bachschwestern, ihrem Bruder und einem gelegentlichen Gast nur noch ein paar Weiber, die den Gedanken einer um die Kinder besorgten Mutter erträglicher finden als den des strengen, stets mit Strafe drohenden Vaters, aber über ein paar nächtliche Treffen, bei denen sie nur mit Blumenranken bekleidet bei Mondschein tanzen, geht das nicht hinaus. Aber wie schon gesagt, ich halte es für ausgeschlossen, dass Erdmagie im Spiel ist."

"Aber ist Dämonenwerk wirklich auszuschließen?" will Abdo sich vergewissern."Das mit dem Abt sind doch nur Vermutungen. Es muss kein gezielter Schlag gewesen sein."

"Nun", beginnt Solveig zögernd. "Grundsätzlich ist Dämonenwerk niemals auszuschließen. Wäre aber ein Dämon hier in der Gegend, bliebe es nicht bei ein paar verfaulten Beeten, sondern die ganze Landschaft würde leiden. Gehen wir aber von einem Fluch aus, da ein solcher eben aus der Ferne gewirkt werden kann, so sind wir uns sicher: ihn kann kein Dämon gewirkt haben. Was nämlich die wenigsten wissen: Dämonen selbst können nicht zaubern. Sie verderben alles, mit dem sie in Berührung kommen, durch ihre bloße Anwesenheit; sie dringen in den menschlichen Geist ein und richten dort Schaden an oder flüstern demjenigen Befehle, Gelüste, Träume oder Gedanken ein, und ja, auf diese Art können sie ihn auch zu schrecklichen Taten bewegen; die mächtigsten von ihnen kontrollieren eine ganze Schar solcher Anhänger—aber direkt zaubern, so wie wir es verstehen, können sie nicht. Das Feuernetz ist ihnen, nach allen bisherigen Erfahrungen, so unzugänglich wie die Erdmagie."
 1. Värangsk: Kommst du von den Inseln?"
 2. Das Sax ist eine Waffe, die es normal nur auf Rûngard gibt. Ich hoffe, Du hast Dir eine Geschichte dazu überlegt! (s. PM vom 9.4.18)
 3. @ Kjartan, Du wolltest trustworthy als trait nehmen, hast es aber in Deinem Bogen noch nicht eingetragen—bleibst du dabei?
 4. Das hört Freydis zum ersten Mal. Sie weiß nicht, was das Feuernetz genau ist, wie es wirkt oder wozu es dient. Niemand weiß das, dachte sie bislang. Auch sonst weiß sie nichts darüber (außer, wie man es "anzapft"). Aber für natürlich hat sie es doch immer gehalten.
 5. EDIT: den Ausdruck "Jagd auf das Böse in unserer Mitte" hatte Jan nur ggüber Aeryn gebraucht, daher die Korrektur
« Letzte Änderung: 04.06.2018, 18:54:23 von Gaja »

Lîf

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Der Weihort
« Antwort #609 am: 22.05.2018, 13:24:42 »
Bei Tristans Worten wandert auch Lîfs Blick zum Gürtel Kjartans. Dann huschen ihre Augen zwischen ihrem Mann und dem Neuankömmling hin und her. "Forblive fredelig!"[1] murmelt sie. Ihr erster Eindruck von dem Mann ist nicht der eines Räubers, der die Waffe womöglich den toten Händen einer blutdampfenden Leiche entwunden hat – oder was Tristan auch immer vermuten mag. Sie hustet verlegen, als ihr auffällt, dass sie Halfdan übersah, setzt zu einer Erklärung an und wird von ihrem Mann unterbrochen. Darauf runzelt sie die Stirn, doch da Solveig ebenso gegen die Möglichkeit spricht, dass man es mit einer Fee oder einer rachsüchtigen Weisen zu tun hat, nickt der Rotschopf schließlich. Umso besser, wenn niemand die Macht der Erdmagie in dieser Weise zu bösem missbraucht hat...

Die Rede von Dämonen und Berührten allerdings lässt sie ein wenig enttäuscht das Gesicht verziehen. "Dazu kann ich nur wenig sagen" gibt sie widerstrebend zu und wirft einen Blick in Freydis' Richtung. Mit sichtlichem Erstaunen hört sie, was Solveig über Dämonen weiß, und stellt dann fest: "Das grenzt den Kreis der Möglichkeiten ziemlich ein." Freydis fragt sie: "Wenn man sich für den Fluch derselben Quelle bedient hat wie du, bist du dann in der Lage, die Spur dieses Fokus aufzuspüren? Denn so wichtig es ist, den Verursacher zu bestrafen – oder zumindest unschädlich zu machen, sollte es denn wirklich keine Absicht gewesen sein – das Bannen dieser Geißel hat Vorrang. Es dürfen nicht noch mehr Unschuldige unter diesem Fluch leiden!" Bestätigung heischend sieht sie sich um.
 1. Värangsk: Bleib friedlich!

Kjartan

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Der Weihort
« Antwort #610 am: 23.05.2018, 05:20:16 »
Kjartan hebt die Augenbrauen und lächelt. Tätsächlich!, diese Leute sind nicht einfach einzufangen. Er deutet eine entschuldigende Verbeugung an. “Verzeiht, tatsächlich kennt man hierzulande Euresgleichen nicht mit Eurem richtigen Namen. Doch seid versichert, dass man nur mit Ehrfurcht und Bewunderung von den Dain spricht.“ Kjartan hofft, dass Rogar ihm den Fauxpas nicht mehr übelnimmt. Er hatte tatsächlich nur die besten Absichten, wenngleich er verschwieg, dass die Dain auf dem Land eher Stoff von Mythen - um nicht zu sagen: Märchen waren - und jeder weiß, dass dieses Bild überzeichnet ist. Er nimmt sich vor, besser auf seine Worte zu achten.

Mirt umgekehrter Hand langsam das Sax aus seiner Scheide ziehend sagt er dann mit düsterer Stimme: “Seht es Euch gerne an und überzeugt Euch. Das Sax gehörte Holmjar und er verdient es, dass man sich an ihn erinnert. Sein Name ist am Griff eingeritzt - hier! Wir haben gemeinsam an der Südgrenze gedient. Die Kolkar lauerten uns auf, wir entkamen mit Müh und Not und versteckten uns in den Bergen. Holmjar war schwer verletzt. Ich erhielt das Sax vom Holmjar, da ich für uns Holz und Nahrung suchte. Bevor der Winter einbrach, drängte er mich zum Aufbruch. Ich frage mich, ob er die Gefahr in Kauf nahm, um wenigstens mich zu retten. Er erlag dem Fieber, aber ich schaffte es bis zur Grenze.“ Kjartan steckte das Sax wieder zurück an seinen Ort. “Nun kennt Ihr meine Geschichte. Ich erzähle sie nicht jedermann. Sollte ich weiterhin Euer Misstrauen verdienen, so wäre es besser, zu gehen. Unsere Sorge für einander und unser Vertrauen reichte tief. Man beleidigt die Toten nicht - und die Überlebenden auch nicht.

Die Fragen von Solveig machen Kjartan sichtlich verlegen. "Es ist sehr freundlich, nach den Schwestern zu fragen. Ihr habt mir sehr geholfen und ich kann berichten, dass es ihnen gut geht. Die Tagesereignisse der Menschen verwirren sie nicht. Sie betrachten alles aus der Ferne. Mehr kann ich eigentlich nicht berichten.", sagte er mit einer Spur Bitterkeit.
« Letzte Änderung: 08.06.2018, 11:08:36 von Kjartan »

Freydis

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Der Weihort
« Antwort #611 am: 23.05.2018, 22:10:23 »
Verwundert runzelt Freydis die Stirn als Solveig das Feuernetz als künstlich bezeichnet. Für sie war das Netz bislang etwas das einfach da war, ein Teil der Welt wie Himmel, Erde und Meer.
Aber ehe die überraschte Berührte nachfragen kann ist das Gespräch schon wieder weiter. "Aber bei Askyr, so leicht kommst Du mir nicht davon Druidkvinne. Geheimhaltung hin oder her. Wenn das Feuernetz künstlich sein soll will ich wissen wer so etwas mächtiges geschaffen haben soll, nichteinmal Askyr selbst wäre dazu in der Lage gewesen." zumindest kann sie sich dass nicht vorstellen.
Erst die Auseinandersetzung zwischen Tristan und dem Neuankömmling reißt Freydis aus ihren Gedanken.
Aber auf Lîvs Frage hin schüttelt sie aber bedauernd den Kopf. "Aufspüren kann ich nicht versprechen. Versteht bitte, ich habe noch nie mit so einem Fokus zu tun gehabt, ich weiß über diese Dinge nru was mich meine Lehrerin gelehrt und was ich in Büchern gelesen habe.  Aber ein so mächtiger Fluch wie dieser erfordert eine wahrlich große Menge Energie, den Fokus dieser Energie müsse ich tatsächlich spüren können wenn ich in seine Nähe komme. Ich weiß aber leider nicht wie nahe dran das sein muss." in ungewohnter unsicherheit beisst sich die Berührte auf die Unterlippe.  "Sicher aber nicht weiter als ein paar hundert Schritt." ergänzt sie dann und hofft, dass sie sich nicht irrt und mehr verspricht als sie zu tun in der Lage ist.
« Letzte Änderung: 23.05.2018, 22:11:19 von Freydis »
"The storm is up, and all is on the hazard."

William Shakespeare, Julius Cæsar (1599), Act V, scene 1, line 67.

Rogar, Apothekarius

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Der Weihort
« Antwort #612 am: 26.05.2018, 07:42:00 »
Rogar folgte Solveigs Worten, ohne dass sich seine Miene aufhellte. Wenn sie inallem recht behielt - und bei den Nebenwirkungen von Dämoneneinfluss dachte er ihn ähnliche Richtung - verkleinerte die zu untersuchenden Möglichkeiten erheblich. So sehr, dass ihm keine heiße Spur mehr auffiel. Kurz ging er die Gäste des Klosters, die er erlebt hatte, durch, speziell 'seine' Pilger. Wirklich verdächtig kam ihm keiner vor. Seinen früheren Gedankengang verteidigend gab er zu Bedenken: "Und wenn Uther unwissentlich den Fokus mitbekommen hat? - Das könnte allerdings auch auf die anderen flüchtigen Mönche zutreffen, die das Kriegerkloster erreichen wollten..." Seine weiteren Überlegungen setzt er gleich iin eine Frage um: "Um einen solch hasszerfressenen Feind des Abts, Klosters oder Glaubens aufzuspüren - gibt es Aufzeichnungen von deren Handeln und ausgeteilten Strafen, an wen und mit welchen Verbindungen?" Auch wenn er versteht, dass die Begeisterung nicht groß ist, dass Kind eines anderen großzuziehen, das Leben der Frau und des Kindes so zu verschwenden wie beschrieben findet er ziemlich abstoßend: "Nid yw'r bobl ifanc yn gwerthfawrogi ei fendith o ffrwythlondeb."[1]

Er nickte Lif zu, als sie die Frage nach der Priorität stellte: "Im Endeffekt entscheidet ihr, ob dies für euch wichtig ist, ich halte diese Sache jedoch auch für dringlich." Kjartans Entschuldigung und Verbeugung lassen ihn ein wenig Schmunzeln. "Angenommen.", brummelt er und macht eine Handbewegung, die andeutet, dass es ihm nicht so wichtig gewesen wäre. Als dann die Spannungen zwischen Tristan und Kjartan ausbrechen, runzelt der Dain die Stirn und grummelt wie ein Erwachsener zu Kindern: "Gemach, gemach, das war sicher nicht beleidigend gemeint, nur eine Frage nach Klarheit. Hab Dank für die Offenheit." Freydis fragt er, auf die Patienten und seine Schleimprobe weisend: "Könnt ihr Spuren der Magie an diesen Produkten aufspüren, die euch helfen, den Ursprung zu vertsehen?"
 1. 
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Aeryn

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Der Weihort
« Antwort #613 am: 26.05.2018, 11:52:47 »
"Wenn wir noch kein konkretes Ziel haben, sollten wir wahrscheinlich versuchen, Uther zu finden. Auch er wird Informationen haben, die uns weiterhelfen können, das Bild, welches sich hier auftut, zu vervollständigen. Denjenigen zu finden, der diesen Fluch ausgesprochen hat und vor allem anderen diesen Fokus, der es ermöglicht, den Fluch zu brechen. Oder seht ihr das anders?" fragt Aeryn in die Runde.

"Man könnte Jan nocheinmal fragen, vielleicht weiß er, wo man Uther im Moment am besten finden kann."

Kjartan

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Der Weihort
« Antwort #614 am: 27.05.2018, 16:26:55 »
Das ganze Gerede um Magie, Foki und Flüche ist Kjartan eindeutig zu hoch. Er kann dem Gespräch nicht folgen. "Sind das etwa alles Magier? Selbst der Zwerg? Oder Dain, wie ich mir angewöhnen muss zu sagen?", denkt er sich. Er räuspert sich dann und versucht, etwas sinnvolles zu sagen, dass die anderen nicht denken mögen, er sei nutzlos. "Vielleicht wäre es tatsächlich das Beste, wir würden zunächst nach Uther suchen. Er weiß bestimmt mehr über das Kloster. Ich bin jedenfalls dafür.", bekräftigt er den Vorschlag von Aeryn. "Na, das war ja jetzt nicht sehr berühmt!", schimpft er sich selbst. "Sie wirken wie ein eingeschworener Kreis. Ich muss es irgendwie schaffen, Ihr Interesse an mir zu erregen."

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