Am Abend des 13.02.2019 wurden die Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und dem Rat abgeschlossen der zu einem endgültigen Text für die EU-Urheberrechtsreform führte. Dieses Gesetz wird das Internet, wie wir es kennen, grundlegend verändern und möglicherweise auch Auswirkung auf das DnD-Gate haben – wenn es denn in der finalen Abstimmung angenommen wird. Das können wir aber immer noch verhindern!
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Autor Thema: Kapitel II: The show must go on  (Gelesen 7607 mal)

Beschreibung: Das Erwachen in einer neuen Welt

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Ricky

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #105 am: 06.02.2019, 23:26:47 »
Ricky blickt in die Runde und überlegt kurz.
"Das Unendlichkeitskonzert könnte Eindruck machen, allerdings haben wir kaum Instrumente. Ich weiß nicht, wie es in a capella klingt und ob es dann noch wirkt."
Er versucht sich vorzustellen, wer in der Gruppe mit seiner Stimme welches Instrument ersetzen könnte.
Schließlich verwirft er den Plan.
"Nein, ich denke Ayleen hat Recht.
Es sollte entweder was Persönliches sein oder etwas von damals.
Was von Beidem ist die Frage...."
Der Satyr horcht in sich hinein, ob er ein Echo eines der Lieder hören kann, daß sein Vorfahre Sturmsänger zum Besten gegeben hat.

Changeling

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #106 am: 09.02.2019, 14:59:34 »
Während sich Ayleen und Ricky austauschen, nutzt Laura Ann eine ähnliche gemurmelte Unterhaltung bei den Felsleuten, um ziemlich leise und rasch zu Eddy hinüber zu huschen. Sonnenauge bemerkt sie dennoch und tritt unauffällig in die Lücke, die sie bei den Gefährten hinterlassen hat. Das Satyrmädchen flüstert derweil dem blauhäutigen Troll etwas ins Ohr, als er sich zu ihr hinunter beugt. Eddy war offenbar in der Zwischenzeit nicht untätig, denn er kann ihr Antwort geben, wie es scheint. Obwohl er sich sichtlich auch bemüht, seine Stimme zu senken, bohrt sich Laura Ann mit einem missgünstigen Stirnrunzeln im Ohr – die anderen haben das Grollen aus seinem Brustkasten selbst über die mehreren Meter Entfernung hören können. Auch einige der Felsleute blicken auf, doch keiner von ihnen macht Miene, den Austausch der beiden zu stören.

Endlich eilt Laura Ann wieder zu ihnen zurück, da niemand sie bedroht, wieder mutiger geworden. "Okay, Leute" meint sie atemlos. "Der Große war wohl ausnahmsweise mal nicht ganz so langsam –er hat schon in der fetten Schwarte geblättert. Scheint'n ziemlich wirres Kauderwelsch zu sein, was da drin steht, so ganz altertümliches und gedrechseltes Zeug..." Schnippisch zuckt das Mädchen die Schultern. "Er hat sich nur soviel zusammengereimt: Ricky muss wissen, was wir am besten machen. Angeblich soll's ihm irgendeiner sagen, wenn er nur richtig hinhört, oder so ähnlich war's. Wenn ihr mich fragt, klingt das ganz schön dünn für das Brimborium, das der Große um den Schmöker macht, oder?" Sie stemmt die Hände in die Hüften und sieht sich Zustimmung heischend um.

Sonnenauge allerdings scheint ihre Meinung nicht zu teilen. Er wiegt den Kopf und meint: "Ich glaube nicht, dass das sprechende Papier lügt oder wirr redet. Seine Worte haben bestimmt eine Bedeutung – man muss sie nur richtig verstehen." Laura Ann lacht auf. "Ach ja? Und wie stellst du dir das vor, Sugar? Meinst du vielleicht, 'n Geist kommt angeschwebt und sagt: 'He, Ricky, ich bin dein Ururururahn und sag' dir jetzt mal, wie’s läuft'?" Wäre die Situation nicht so ernst, es wäre ziemlich erheiternd, wie sie mit ihrem glockenhellen Organ versucht, eine tiefe Grabesstimme nachzuahmen. Aber auch jetzt wirkt Sonnenauge nicht belustigt. Im Gegenteil: Er antwortet dem Satyrmädchen nicht, sondern lächelt nur, nachsichtig, aber ernst. Und ein anderer Gefährte kann ihre Worte auch nicht lustig finden: Ricky. Der Versuch, die Sache ins Lächerliche zu ziehen, lässt in ihm nämlich erst recht eine Überzeugung wachsen, die ihm mit Ayleens Worten kam.

Wie sagte das Indianermädchen doch gleich? Es sei seine Intuition gefragt? Fast im selben Moment sieht er Sonnenauges Lächeln, und die Züge ihres neuen Freundes scheinen sich zu verändern: Runzeln erscheinen in seinem Gesicht, die blauschwarz glänzenden Haare werden dünn und grau, die Knochen treten leicht hervor, lassen ihn hager und dürr erscheinen. Aber das Lächeln bleibt. Und es macht Ricky Mut, denn die Züge, die er sieht, sind ihm irgendwie vertraut... Und als er realisiert, dass alle um ihn inklusive der Felsleute still geworden sind und ihn anstarren, ist eine Melodie in seinem Kopf. Ein Lied, ein sehr altes Lied, das von den Pferden erzählt, die über die Ebene laufen, und vom Sturmwind, der sie begleitet. Allein sich die vorzustellen, lässt bereits Bilder von Mustangs mit glänzendem Fell für ihn aufsteigen, von riesigen Staubwolken und einer unendlichen Weite voll von wogendem Gras und sanft geschwungenen Hügeln. Und die Töne drängen sich ans Licht, sie wollen über seine Lippen...

Ayleen Chepi Anitsiskwa

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #107 am: 11.02.2019, 17:56:03 »
Ayleen ist zufrieden, das ihr Recht gegeben wird und ihren Vorschlägen gefolgt wird. So hält sie sich nun zurück, lässt die anderen handeln und beobachtet, wie sich die Dinge entfalten. Entsprechend wirkt sie entspannter als vorher, auch wenn sie allem aufmerksam folgt. Sie versucht, unaufffällig die Felsleute zu belauschen, selbst wenn ihr deren Dialekt nicht vertraut ist.

Lauras Art, respektlos mit den Worten ihrer Helfer umzugehen, irritiert sie. Aus leidiger Erfahrung weiß sie, wie ihre Belehrungen meist den Unwillen des Belehrten auf sie ziehen. Schließlich versucht sie es doch mit einem diplomatischen Ansatz: "Laura, das Ganze hier ist neu und nicht immer gleich erfassbar, aber wir sollten die Hilfen, die wir haben - und seien sie zunächst noch so wenig - nicht verderben. Bitte." Innerlich wollte sie sagen: "Wenn du nicht helfen und lernen möchtest, dann sei uns wenigstens nicht im Weg." Bei Sonnenauge hätte sie gerne eine Entschuldigung angebracht, wenn sie sich nicht ziemlich sicher gewesen wäre, dass das die Situation nur verschlimmert. Ihre eigenen indianisch-schamanistischen Ansichten wollte sie erst recht nicht preisgeben.
« Letzte Änderung: 11.02.2019, 17:56:39 von Ayleen Chepi Anitsiskwa »

Ricky

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #108 am: 18.02.2019, 09:53:37 »
Ricky nimmt erst nur die Melodie auf, die er hört, und beginnt sie mitzusummen.
Nach den ersten paar Takten öffnet er die Augen und schaut seine Begleiter auffordernd an.
Er hofft, daß sie ebenfalls in die Melodie einstimmen, auch wenn sie für sie noch neu ist.
Der Satyr ist versucht, auch gleich den Text anzustimme, aber das würde seine Begleiter in
den Hintergrund drängen. Und er  selbst hatte ja verlangt, daß sie mitmachen sollen.
Nachdem er die Melodie noch ein paar mal vorgesummt und dann auch kurz schon mal angesungen
hat, endet er und betrachtet die kleine Gemeinschaft aus jungen Leuten.
"Na, was meint ihr? Habt ihr auch etwas gespürt bei dem Lied?"

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