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Autor Thema: Episode III - Der lange Pfad zum Ziel  (Gelesen 6269 mal)

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Derek Vonn

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #195 am: 14.11.2018, 13:54:00 »
Derek musste sich zusammenreißen, um seine Enttäuschung nicht sichtbar werden zu lassen. Hatte er sich nun zwar darauf eingelassen, in dem Hologramm womöglich mehr als eben nur ein einfaches Hologramm zu sehen, brachten die Antworten ihn aber genauso wenig weiter, wie es ein solches getan hätte. Verklausulierte Weisheiten waren nicht gerade die praktischen Übungsanweisungen, die er sich erhofft hatte, um seine Machtfertigkeiten zu verbessern. Und was sollte das heißen: Findet ein Licht für euch, das nicht erlischt?

Es schien, dass auch die anderen nicht wirklich viel mit den Antworten des Hologramms anfangen konnten. Und Woh hatte genau die Frage formuliert, die auch er gestellt hätte. Was jedoch auch die Meisterin - das Hologramm, korrigierte er sich selbst, nicht für sie entscheiden konnte, war ihre Zukunft. Zwar hatten sie nun mit Nar Shadda ihr nächstes Ziel, aber wollten sie für den Rest ihres Lebens ziellos durch den Raum streifen? Zumindest Derek hatte das nicht vor, hatte aber auch immer noch kein Konzept gefunden, was er mit seinem neuen Leben abseits des Imperiums anfangen sollte; denn das der Weg zurück ihm versperrt war, war offensichtlich.

Daher wand er sich, nachdem das Hologramm sich mit einer Antwort mehr Zeit ließ, als sein Geduldsfaden lang war, an die anderen:
"Was wollt ihr jetzt eigentlich tun? Ich meine, mit eurem Leben? Mit der Zukunft? Wollen wir auf ewig mit diesem Schiff vor der Inquisitorin und dem Imperium fliehen? Das kann ja hoffentlich nicht alles sein. Wollt ihr eurer Wege gehen, wenn wir Nar Shadda erreicht haben? Jeder kämpft sich alleine durch? Zumindest für euch wäre das vielleicht das Sicherste. Aber ich suche immer noch einen Sinn in all dem. Jetzt habe ich diese Kräfte, aber was kann ich damit tun? Die Jedi gibt es nicht mehr. Also was können wir tun?"
« Letzte Änderung: 19.12.2018, 09:50:25 von Derek Vonn »

Idunivor

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #196 am: 22.12.2018, 12:43:52 »
Doch bevor jemand auf Dereks Frage reagieren konnte, erwachte das Hologramm, das so lange geschwiegen hatte, wieder zum Leben, um die Fragen doch noch zu beantworten: "Die Dunkelheit ist großzügig, und sie gewinnt immer. Sie gewinnt immer, weil sie überall ist. Sie ist im Holz, das im KAmin verbrennt, und im Kessel auf dem Feuer. Sie ist unter euren Stühlen, unter euren Tischen und unter den Laken deines Bettes. Wandert im hellen Sonnenschein, und die Dunkelheit begleitet euch; sie klebt an den Sohlen eurer Füße. Das hellste Licht wirft den tiefsten Schatten. Je heller ihr selbst strahlt, um so tiefer die Schwärze der Dunkelheit, die euch folgt. Deshalb müsst ihr jeden Schritt bewusst setzen, auf die Stimme in eurem Herzen hören und auch auf die Stimmen von draußen, die euch raten, welche Wege ihr zu gehen habt. Die Stimme des Wissens, die Stimme der Vernunft. Geht den Weg, den die Padawane vor euch gegangen sind, findet das Licht, das sie gefunden haben, das Licht, das sie beschützt vor der Dunkelheit, die euch erfolgt.
Die Dunkelheit ist großzügig und geduldig und gewinnt immer, aber im Herzen ihrer Stärke liegt Schwäche: eine einzelne Kerze genügt, um sie zurückzudrängen. Findet eine Kerze, die für euch leuchtet, um nicht in der Dunkelheit zu ertrinken, so wie es der Weg der Jedi war, vom Beginn an. Geht in die Höhlen und sucht nach dem, was das Licht bricht und bündelt, es sträkt und zum leuchten bringt, sodass alles vor ihm vergeht, wenn euer Wille es führt."

Woh Zsar

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #197 am: 22.12.2018, 17:06:41 »
Who Zsar schloss die Augen. Er begann über Dereks Worte aber auch die der Meisterin nachzudenken. Das Licht im Dunkeln, die Kerze die die Finsternis vertreibt, den Weg der Padawane. ”Unsere Meister sind vergangen und einige hatten nie welche. Einige von uns waren Jünglinge andere nicht, doch sind wir Padawane und das was … nein, ein Teil dessen was vom Jediorden übrig geblieben ist.” formte er seine Gedanken laut um sie mit den anderen zu teilen. ”Der Weg der Padawane, der Unterschied zwischen ihnen und den Jünglingen, führte sie einst zu ihren Kristallen … zu ihren Schwertern. Sie sind das Zeichen der Jedi, sind ein Bekenntnis zur Macht. Die Meister führten sie in die Höhlen wo die Kristalle wachsen. Da dies ein Ausbildungsschiff ist, müsste es den Weg zu den Kristallen kennen.” er öffnete die Augen und blickte zu Derek. ”Deine Frage ist vielleicht ein Problem das wir alle haben könnten, dass zumindest ich habe. Ohne die Frage nach dem wohin beantworten zu können, würde ich wieder dahin treiben, mich verstecken und wer weiß was machen. Ehrlich, das nervt. Ich denke, wenn das Schiff repariert ist, dann will ich meine Ausbildung beenden. Wohin der Weg dann führt, wer weiß aber ich möchte die beschützen die wie wir sind und auch das wissen was verloren geglaubt ist. Auf das es wieder zu dem Licht werden kann, was es einstmals war.” sicher war er sicht nicht in den Worten. So suchte er Antworten bei den anderen mit fragendem Blick.

Barret Amon

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #198 am: 08.01.2019, 19:33:02 »
Barret nickte Woh Zsar nur stumm zu. Er versuchte immernoch zu verstehen, was das Hologramm ihnen sagen wollte. Er verstand zwar die Worte, aber ihre Bedeutung blieb ihm fremd. Woh Zsar mochte Recht haben. Obwohl Barret ein Übungs-Lichtschwert besessen hatte, wusste er kaum etwas über die Waffen der Jedi. Zu früh war seine Ausbildung beendet gewesen, sein Meister verschwunden. Er hatte Bilder gesehen, über den Bau der Waffen und die Waffe seines Meisters ein paar Mal in der Hand gehabt. Aber über die Kristalle wusste er kaum etwas und woher sie kamen auch nicht. Er versuchte Kraft aus der Zuversicht in den Worten der Meisterin zu schöpfen. Weitere Fragen würden ihnen im Moment wohl nicht weiter helfen. Also nickte er noch einmal.

Idunivor

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #199 am: 13.01.2019, 15:00:42 »
Nar Shaddaa - endlich waren sie am Ziel. Die letzten Tage waren auf eine merkwürdige Art und Weise zugleich entspannend und anstregend gewesen. Der Zustand ihres Schiffes war alles andere als gut, und die angehenden Padawane hatten ein wenig das Gefühl, dass es zu jedem Zeitpunkt auseinander fallen und sie in den Hyperraum geschleudert werden könnten. Aber das war nicht geschehen. Dennoch fühlte sich der Anblick des Schmugglermonds, der niemals schlief, wie eine Erlösung an. Fox kümmerte sich gemeinsam mit Nakoa und Asen Sulk um eine unauffällige Werft und sie würden auch den Verkauf der Fist of Honor händeln, um alles zu finanzieren. Außerdem offenbarte Nakoa, dass er und Tula fürs erste auf dem Schmugglermond bleiben würden, damit die Twi'lek sich an diese neue Welt gewöhnen konnten und um einen Kontakt zu den Rebellen herzustellen. Irgendwann würden sie hoffentlich wieder zusammenstoßen, aber fürs erste sollten sich ihre Wege hier trennen, sobald die Ordeal wieder flugfähig war. Das würde aber einige Tage dauern.
Das ließ den anderen nicht allzu viel zu tun, allerdings hatte Fox einen Auftrag für sie: "Ich bin jetzt ein paar Tage dieses Schiff geflogen und ich sehe ein gewisses Problem für die Zukunft. Die Systeme sind so alt, dass ich sie kaum verstehe und Asen Sulk ist nur eine bedingte Hilfe. Er weiß zwar viel über diese alten Jedi Dinge aber ein Techniker ist er trotzdem nicht. Nakoa hat noch ein bisschen geholfen mit seinen geschickten Händen, aber er wird ja bald nicht mehr da sein. Lange Rede kurzer Sinn: es ist egal, wo wir hiernach hin fliegen. Wir brauchen jemanden, der dieses Schiff zusammen hält. Ich hätte da wen im Sinn, ein Verpine namens Buzz. Arbeitet im Untergrund, aber ich leg meine Hand für ihn ins Feuer. Ich war einfach mal so frei ein Treffen auszumachen. Karshadowis Cantina, in zwei Stunden, da könnt ihr euch selbst ein Bild machen. Am Ende ist es natürlich eure Entscheidung, aber es würde sicher helfen."
Es war ein heruntergekommener Laden, aber das konnte man wohl über alles in diesem Teil des Schmugglermondes sagen. Um nicht aufzufallen waren sie in einer Werft in einem der unteren Bezirke gelandet und blieben hier, wo nicht so viele Credits unterwegs waren und sie hoffentlich leichter unentdeckt bleiben konnten. Irgendwie fühlte sich alles hier dunkel und finster an. Es war schwer zu beschreiben, so als würde ein drückendes Klima über dem Mond liegen. Einerseits pulsierte alles vor Leben, aber gleichzeitig fühlte es sich tot und verloren an. Die Cantina bildete da keine Ausnahme. Kaum Beleuchtung, dunkle Ecken, Drogenhändler und andere wenig vertrauenswürdige Gestalten. Aber an einem der Tische saß ein Insektoid gemeinsam mit einer Menschenfrau. Das musste ihr Kontakt sein.

Derek Vonn

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #200 am: 13.01.2019, 17:37:52 »
Endlich wieder eine Planeten- (oder Mond-)atmosphäre um ihn herum zu spüren, brachte Derek größere Erleichterung, als er dies selbst für möglich gehalten hatte. Er war einfach immer noch ein Kind Coruscants, und die langen Wochen, die er nun ohne Unterbrechung im All verbracht hatte, hatten ihm doch stark zugesetzt. Er spürte das vor allem daran, dass er endlich wieder eine Nacht durchschlafen konnte - vielleicht lag es aber auch daran, dass das Konzept von Tag und Nacht hier endlich wieder einen Sinn ergab.

So sehr er Fox inzwischen auch mochte, er war sich nicht sicher, ob es eine wirklich gute Empfehlung war, wenn eine Kopfgeldjägerin die Hand für jemanden ins Feuer legen würde. Andererseits hatte sie recht: Spätestens während ihrer notdürftigen Reparaturarbeiten hatte er schmerzlich das Fehlen eines vernünftigen Mechanikers bemerkt - Nakoa hätte diese Position womöglich ausfüllen können, doch Tula und er hatten entschieden, hier von den anderen Abschied zu nehmen. Derek konnte es ihnen nicht wirklich verdenken, denn am Ende des Tages brachte er allein durch seine Anwesenheit die anderen in Gefahr, doch er stellte erstaunt fest, wie sehr er den jungen Camaasi schon jetzt vermisste.

So gelangten sie also schließlich zu ihrem Treffpunkt in einer der vermutlich übleren Ecken des Schmugglermondes. Und wieder war Derek erstaunt, diesmal jedoch darüber, dass er den Dreck, die vielen Nichtmenschen und die allgemeine Atmosphäre inzwischen fast stoisch hinnahm. Noch vor wenigen Monaten hatte er ein beschauliches Leben auf Coruscant geführt, und die Anwesenheit nur eines der seltsamen Wesen hier hätte wohl zu einem Menschenauflauf geführt, wenn nicht zu Panik und Militäreinsatz. Hier jedoch war man als Mensch eher in der Minderheit - dennoch war er innerlich nicht unerfreut darüber, dass eine der beiden Personen, die sie hier treffen wollten, einer war; und hübsch anzusehen noch dazu.

Plötzlich blieb Derek wie angewurzelt stehen, so dass Barret beinahe mit ihm zusammengestoßen wäre. Hatte er wirklich gerade solche Gedanken über eine Frau gehabt? Innerlich versuchte er Abbitte zu leisten bei Leera, doch der Moment war jetzt nicht der Richtige.

Als er sich wieder gefasst hatte, trat er neben Fox an den Tisch mit den beiden Fremden heran. "Buzz", dachte er, "ein passender Name für einen Insektoiden. Vermutlich aber auch nicht sein echter."
Er überließ Fox die Begrüßung und eine kurze Einführung und setzte sich dann an den Tisch. "Hi." begann er. "Derek ist mein Name. Und wie Fox ja schon gesagt hat, sind wir auf der Suche nach einem Mechaniker auf unserem Schiff. Aber er sollte sich auch mit etwas älteren Modellen auskennen - es ist schon ein wenig in die Jahre gekommen.
Und wie ihr euch vorstellen könnt,"
fügte er mit einem Blick in die Cantina hinzu, "möchten wir ein wenig unter dem Radar bleiben. Ihr versteht schon."

Woh Zsar

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #201 am: 14.01.2019, 09:13:35 »
Die Zeit zwischen den Sprüngen brachte nicht nur Erholung. Es kamen auch Stunden für Woh Zsar in denen er sich mit den Anderen und mit der Großkatze beschäftigen konnte. Ihm wurde klarer, dass es wirklich eine Fügung der Macht sein musste sie getroffen zu haben. Warum sollte sonst ein Raubtier wie das Maalraas eine Verbindung suchen und mit ihm dann noch in so ein Abenteuer stolpern. Die Worte der Meisterin hallten in ihm wieder, während er über immer wieder des Abends über das Maalraas, seine Verbindung zu ihm und seinen Weg meditierte. Hierbei wurde ihm klar, dass er mit seinem all zu vertraut scheinenden Leben abschließen musste. Der Weg, der nun vor ihm aber auch vor den Anderen lag, war nicht neu aber es war ein neues Kapitel.

Während Fox ihr technisches Problem fosierte, teilte Woh Zsar den Anderen ihr essenstechnische Problem mit. Für das Maalraas brauchten sie Fleisch. Genug um eine Reise im Raum nicht hunger zu leiden. Denn noch schätzte er das Band mit dem Maalraas nicht so stark ein, dass es die Großkatze nach einer Hungerzeit bändigen könnte. Daher bat er die anderen beim Einkauf des Proviants auch an gut lagerbares Fleisch zu denken.
Bei der Ankündigung von Nakoa und Tula fühlte er sich getroffen. Nakoa hatte er als Jäger und Suchender respektieren gelernt. Diesen Respekt empfand er auch Tula gegenüber, ebenso wie ein Gefühl der Schuld. Sie nun wieder gehen zu sehen, schmerzte. Jedoch waren beide fähig alleine zu überleben und es war auch gut um den Weg den sie zusammen beschritten weiter auszubauen. Schließlich hatten sie zusammen noch kein Ziel definiert und die Rebellion war auf jeden Fall besser als das Imperium.

Auf Nar Shaddaa angekommen war es soweit. Er war auf den Kontakt von Fox gespannt und versuchte innerlich eine offene Haltung einzunehmen. Schließlich waren Fox und er fast gleichzeitig zu den Anderen getroffen und ein Quäntchen offenes Vertrauen sollte gegeben sein. Wenn dieser Buzz nicht nur fähig sondern auch verschwiegen war, sah er keine Einwände ihn mitzunehmen.

Während sie zur Cantina wanderten, ließ Woh Zsar seinen Blick schweifen. Schnell merkte er, dass es eine gute Entscheidung war das Maalraas auf dem Schiff zu lassen. So konnten sie in dem Wirrwarr an Personen besser untertauchen, und waren nicht sofort aller Augen Blickfang. Auch wenn er mindestens zwei Mal genau merkte von dem ein oder anderen gemustert zu werden. Die Truppe war wohl nicht verschlissen genug für diese Welt und Dereks plötzlicher Stob, schien die Aufmerksamkeit wirklich kurz auf sie Fallen. Oder in Woh Zsar stach einfach nur das Bedürfniss nicht aufzufallen zu sehr durch.
In der Cantina angekommen, überließ er Derek und Fox das Reden. Als sie sich setzen, stellte er sich an eine nahe Wand und versuchte den Raum im Blick zu behalten. Schließlich brauchten hier nicht alle reden und er vertraute Derek weit genug, dass dieser eine richtige Entscheidung treffen würde. Er war es am Ende auch gewesen, welcher als erstes Woh ZSar offenbart hatte, wer er und die Anderen waren.
« Letzte Änderung: 14.01.2019, 10:08:25 von Woh Zsar »

Liana Dunham

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #202 am: 14.01.2019, 15:31:49 »
So saß Liana nun also gemeinsam mit Buzz in der kleinen Nische der Cantina, den Helm auf der Bank neben ihr abgelegt und die Hände vor Ihrer Brust verschränkt. Ihre Blastergewehr lehnte dabei griffbereit an der Sitzbank. Ihre Haare hingen Ihr auf der rechten Seite wild ins Gesicht und verdeckten dabei Ihr eines Auge fast vollständig.

Die letzten Tage waren mehr als nur ereignisreich, was man ihr auch unweigerlich ansah. Ihre dunklen Augen wurden von roten Äderchen durchzogen, welche auf wohl nicht allzu viel Schlaf hindeuteten. Unterstützt wurde das ganze durch Ihren dunklen Eyeliner der bereits an der ein oder anderen Stelle etwas verschmiert war und das Bild von zu wenig Schlaf perfekt vervollständigte. Ihr kalter Blick ruhte auf Derek und Fox als diese sich an ihren Tisch gesellten und Platz nahmen.

Buzz war etwas kryptisch gewesen mit der Info und hatte Ihr nur mitgeteilt, dass sie womöglich eine Möglichkeit gefunden hatte den Planeten auf sicherem Wege zu verlassen. Ihr war jedes Mittel recht und in den letzten Jahren hatte sie gelernt Buzz voll und ganz zu vertrauen wenn es um Einschätzungen und das Eruieren von Wegen und Möglichkeiten ging.
Als Derek das Wort ergriff lies sich Liana erst einmal keine Gefühlsregung anmerken und blickte weiterhin mit festem Blick in dessen Richtung. In dieser Situation überließ sie besser Buzz das Reden. Ihr war durchaus bewusst, dass sie mit Ihrer forschen und direkten Art nicht immer die passende Wortwahl traf und so hielt sie sich bewusst zurück und beschränkte sich lediglich aufs Beobachten.
« Letzte Änderung: 14.01.2019, 16:01:58 von Liana Dunham »

Bhey'uis Zxs'zet

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #203 am: 14.01.2019, 18:39:09 »
Als Fox Nachricht gekommen war, wollte Buzz sie zunächst ignorieren, da sie eine Falle des Kartells fürchtete. Das Angebot passte auch zu perfekt: Ein Schiff brauchte einen Mechaniker für unterwegs. Die Crew hätte wenig Verbindungen zur Unterwelt und wäre selbst bemüht, nicht aufzufallen.
Fox, so erinnerte sich Buzz, war ein nettes Menschenweibchen, ein bißchen naiv, aber ein Naturtalent hinter dem Steuer. Kennengelernt hatten sie sich über einen Auftrag von Fox damaliger Crew an die Triple-T-Truppe. Sie hatten Kopfgeld für einen Attentäter kassieren wollen, zuviel Kollateralschaden in Kauf genommen hatte mit seinen Bomben. Leider verlegte er die Spuren zu sich auch mit Bomben und Minen. So hatte Buzz ihnen ihr Schiff wieder flott gemacht, während andere Triple-Tler sich unauffällig über ihn informierten. Am Ende konnten Fox Leute den Kerl einsammeln und zumindest die Reparaturkosten und Spesen mit dem Kopfgeld ausgleichen.

Nachdem Buzz aber eine Weile nachgedacht hatte, fing sie an, die Wahrscheinlichkeiten und Risiken abzuwägen, vor allem vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lage. Schließlich beschloss sie, dass das Kartell eine glaubwürdigere Geschichte geschaffen und Fox nicht von sonstwoher organisiert hätte. Die hatte auch nichts vom Untergang der Triple-T gewusst. Also meldete sie sich auf anderem Kanal zurück und definierte einen Treffpunkt, der optimale Fluchtmöglichkeiten ließ.

In der Kantine fand sich nur ein Tisch für 6 Personen, wenn man die Bank großzügig auslegte, aber mit zwei Stühlen von Nachbartischen würde es wohl reichen, dachte sich Buzz. Sie setzte sich und verteidigte den Tisch gegen weitere Gäste zusammen mit Liana, bis Fox mit ihren Leuten ankam. Erst dann zog sie die Kapuze ihres Mantels herunter. So starrten den Neuankömmlingen ein paar Facettenaugen in einem grün gepanzerten Insektenkopf samt zwei hängenden Antennen an. Aus dem weiten Mantel sahen außer dem Kopf nur die beiden Greifer hervor. Vor sich hatte Buzz einen Becher mit undefiniert dreckig aussehender Flüssigkeit, die nach verdorbenen Früchten roch und über einen Strohhalm verfügte. Es sah allerdings kaum angerührt aus.

Ohne Wimpernschlag und andere Gesichtsausdrücke wirkte die Insektoidin wie eine Droidin, was ihre Stimme nur noch verstärkte, als sie antwortete. Ihr Ton war gleichmäßig, hell und von Knirschen und Knacken der Mandibeln begleitet. "Willkommen auf diesem gastlichen Stück Stein mitten im Nirgendwo. Wie Fox schon erwähnte, nennen mich alle, die die Sprache meines Volkes nicht beherrschen, einfach Buzz. Vielleicht bin ich euer gesuchter Mechaniker, aber ein paar Informationen mehr bräuchten wir schon."
Sie blickte zu ihrer Begleiterin. "Erste und wichtigste Frage: Ich gehe nirgendwo hin ohne meine Begleitung. Passt sie mit auf euer Schiff? Sie ist keine ausgebildete Mechanikerin, aber sollte das Thema Unauffälligkeit mal scheitern, vollbringt sie wahre Wunder mit ihrem Blaster und ihrem Kampftraining."
Der Kopf drehte sich zurück: "Was prompt die nächste Frage - bei allem Verständnis - aufbringt: Wir wollen gerne lokalen Kräften ausweichen mit rein finanziellen Mitteln und geringen Chancen der weiteren Verfolgung, was erwartet uns bei euch? Lokale Feinde? Regionale? Interstellare?"
Die Insektoidin lehnte sich etwas zurück und wartete kaum ab, bevor sie weiter durch ihre Fragen hetzte: "Umgekehrt will ich aber auch antworten: Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, alle Schiffstypen aller Völker, Organisationen, Firmen und Äras der Raumfahrt zu kennen. Aber ich bin in der Lage zu improvisieren und vor allem schnell zu arbeiten, im Zweifel auch mit unwilligen Computersystemen. Besitzt ihr Blaupausen oder Anleitungen für euer Schiff? Um was handelt es sich, zumindest von Typ, Alter und technischen Werten her - so ungefähr?" Die letzten Fragen gingen mehr in Fox Richtung, wie man dem Blickwinkel entnehmen konnte.
Schließlich öffnete Buzz ihre Greifhände und fragte: "Welche Arbeitskonditionen erwarten uns bei euch? Arbeitsvertrag nach Altrepublikanischem Standardtarif?" Etwas, was wie ein Klappern klang und wohl ein Lachen darstellte, erklang. "Entschuldigt den Scherz, aber mal ehrlich, was wollt ihr anbieten und wo beziehungsweise was ist euer Operationsfeld?"
Endlich endete der Redeschwall und die Mechanikerin zog an ihrem Strohhalm. Den Kopf etwas schieflegend ergänzte sie halblaut: "Auch was?" mit einem Nicken Richtung Bar.
« Letzte Änderung: 14.01.2019, 18:41:45 von Bhey'uis Zxs'zet »

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