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Autor Thema: Buch II - Das Schwert der Tugend  (Gelesen 2416 mal)

Beschreibung: Erstes Kapitel - Der Marsch der Kreuzfahrer

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Razgrim

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #90 am: 16.03.2019, 16:05:43 »
Als Galfrey bestätigt das Staunton Vhane sich noch in Drezen befindet, kann Razgrim ein leichtes Grinsen nicht unterdrücken – in der Hoffnung diesen Dorn der Vergangenheit seiner Heimat endlich herauszureißen. Vhane's Verrat sitzt tief in den Reihen der Älteren in Hochhelm, viele kennen seine Geschichte und sprechen nicht darüber, zu groß war und ist die Scham über den Verlorenen, der dem Feind die Treue schwor. So nah wie jetzt war ihm seither ein Zwerg aus den Fünfkönigsbergen nie wieder, und dieser Zwerg würde diese Chance nicht verstreichen lassen, komme was wolle.

Etwas abgelenkt durch Galfrey's Worte zu Baldark, blickt er in die Reihen hinter ihm. Niemand verzieht die Miene oder sieht besorgt auf den Waldläufer, zu sehr teilten sie wohl seinen vermeintlichen Antrieb. Dies ist nicht verwunderlich, bedenkt man wie sehr die meisten unter den kürzlichen Verlusten und ihrer zerstörten Existenz leiden müssen. Jeder von ihnen trägt die Zeichen der Trauer, und es ist schwer diese im Zaum zu halten. Razgrim schließt kurz die Augen und betet still für ihre geschundenen Geister. Doch die letzten Worte der Königin und die Rufe der Soldaten im Chor lassen die Gemüter jedes Überlebenden hinter ihnen höher schlagen.

Im Jubel der Masse tritt Razgrim näher an die Königin und ihre engsten Soldaten.
"Königin Galfrey, der sicherste Platz der Stadt ist derzeit das Herz des Verteidigers. All unsere Züge planten wir hinter seinen starken Mauern und Toren. Selbstverständlich stehen euch sein Saal und seine Zimmer auch bei der Vorbereitung für einen Ritt gen Drezen zur Verfügung, den wir besser heute als morgen planen, ehe sich Staunton Vhane noch entschließt, seiner abscheulichen Herrin zu folgen." drängt der Zwerg.


Damian

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #91 am: 16.03.2019, 17:15:14 »
Damian erhebt sich und tritt zurück neben seine Gefährten. Hatte sie sich an ihn erinnert? Er konnte es weder an ihren Worten, noch an ihrem Gesicht ablesen. Wie lange war es her? Einhundertzwanzig Jahre? Ja, damals war er etwas älter als 30 Jahre alt, doch Damian erinnerte sich als wäre es erst gestern passiert. Galfrey ritt an der Spitze einer Truppe Reiter durch die Tore, um in Kenabres zu rasten, bevor sie in die Steppe Sarkoris aufbrechen wollte. Damals war sie noch Galfrey, die Tochter des Prinzen von Mendev, nicht Königin Galfrey und als Paladin Aroden ergeben.

Ihre Gesichtszüge haben sich allerdings kaum verändert. Auch wenn sie damals voll Wut war. Damian war ihr am Tor begegnet als Keel ihr entgegenstürmte. Ihr Vater, der Iobarische Prinz Kelthun, war damals bei einer diplomatischen Mission in den Tiefen der Sarkorischen Steppe unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen und Damian erinnerte sich noch an die Gerüchte, dass es die Mammutfürsten oder die Hexen Irrisens gewesen sind, um einen Krieg der Sarkorischen Barbaren mit Mendev anzuzetteln. Viel hätte nicht gefehlt. Galfrey war drauf und dran, Truppen zusammenziehen, um nach Iz zu reiten, so sehr schmerzte sie der Verlust ihres Vaters.

Keel hatte ihr im Namen Arodens wiedersprochen und sie angefleht, von ihrem Vorhaben abzulassen, doch schon der nächste Tag veränderte den Lauf der Ereignisse. Damian sah zum ersten Mal in seinem Leben einen Drachen, als Halaseliax selbst, der Große Goldene, vor den Toren der Stadt erschien und Kunde vom Drachenkönig Iobariens brachte, der Galfrey zum Nachfolger ihres Vaters und zur Prinzessin von Mendev bestimmte. Wie Galfrey am nächsten Tag auf dem Rücken des Drachen zurück nach Nerosyan flog, wird Damian nie vergessen.

So viele Jahre. Damians Blick ruht auf der Königin. Er hatte sie danach noch viele Male gesehen, zur Krönungszeremonie und als die Kreuzzüge ausgerufen wurden, doch so nah wie damals an den Toren war er ihr nie wieder gekommen. Wie verletzlich sie damals wirkte und wie stark der Gegensatz zur Königin ist, die nun vor ihm auf ihrem Pferd sitzt und deren Macht und Stärke beinahe physisch spürbar ist. Ob sie ihr Schicksal hätten ändern können? So viel war seitdem passiert. Aroden verschwand, die Weltenwunde brach auf, das Königreich Iobariens fiel in den Wirren der Drachenplage und Galfrey war gezwungen, als dem standzuhalten, sich gegen alle Abgründe zu stellen und Mendev zu beschützen.

Im Anbetracht der Ereignisse, die auf sie zukommen würden, hoffte Damian, auch nur ansatzweise an ihre Stärke heranzureichen.
« Letzte Änderung: 16.03.2019, 17:17:16 von Damian »

Ultan

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #92 am: 16.03.2019, 23:28:16 »
Nachdem die Königin aufgesattelt hat und zurück zu ihrer Armee gekehrt ist, kommt ein junger Mann zu Fuß auf die Helden zu.
Der hagere Mensch trägt ein Kettenhemd und darüber einen Waffenrock mit dem rot-blauen Wappen Mendevs.
Dunkle Ringe verlaufen unter den Augen des Mannes und sein Blick wirkt stumpf.

"Grüße euch, mein Name ist Aaron Kir.
Ihr scheint ordentlich Eindruck auf Galfrey gemacht zu und jetzt bekommt ihr eure eigene kleine Armee. Gut für euch! Oder schlecht für euch. Ansichtssache.
Ich selbst bin kein großer Kämpfer, mein Fachgebiet ist Kriegsführung und Strategie. Wenn Galfrey euch eine Armee verspricht, bin ich derjenige der euch dabei hilft sie zusammenzustellen. Das bedeutet auch das ich euch auf dem Marsch nach Drezen begleiten werde.
Ihr müsst nur Sorge dafür tragen, dass mich auf dem Marsch nach Drezen kein Dämon frisst und die Stadt ist so gut wie eingenommen."


Aaron lacht, aber es klingt nicht so als würde er sich freuen.

"Fragen? Vermutlich habt ihr einige davon, aber haltet euch kurz. Galfrey wird wünschen, dass ihr so bald wie möglich aufbrecht und es gibt noch viel vorzubereiten."
« Letzte Änderung: 16.03.2019, 23:29:18 von Ultan »

Damian

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #93 am: 17.03.2019, 11:22:03 »
Damian mustert den jungen Mann. Wenn man sein Alter bedenkt, muss er sich verdient gemacht haben, um schon als Quartiermeister der Armee dienen zu dürfen. Die Augenringe zeugten allerdings vom Preis, den dies zu haben schien. Damian überging die zynische Begrüßung und neigt den Kopf zur Begrüßung.

"Damian mein Name, es freut mich, Euch kennenzulernen, Quartiermeister Kir. Seid Euch versichert, dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden, um Euch auf unserer Mission zu beschützen. Sollen wir uns hier besprechen, habt ihr ein Zelt im Armeelager oder sollen wir uns zum Herz des Verteidigers zurückziehen? Aufrund der Brisanz unserer Mission, würde ich einen sicheren Besprechungsort vorziehen."

Ultan

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #94 am: 17.03.2019, 12:56:51 »
"Nennt mich Aaron, das machen auch alle Anderen. Nicht ein Tropfen blaues Blut in meinen Adern und den Respekt erwirbt man sich durch seine Arbeit, nicht durch den Rang.

Gebt mir Zeit bis morgen und ich werde mich darum kümmern, dass alle zur Verfügung stehenden Truppen zur Musterung bereit stehen.
Ihr seid im Herz des Verteidigers untergekommen? Schön, dass das Gasthaus noch steht. Wäre eine Schande gewesen wenn die beste Schänke der Stadt verschwunden wäre."

Damian

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #95 am: 17.03.2019, 15:11:52 »
Ein unüblicher Satz für einen ranghohen Offizier, aber deswegen wahrscheinlich auch die geeignetste Wahl für diese Aufgabe. Das Galfrey ihren Worten Glauben schenkt, heißt nicht, dass all ihre Untergebenen diese Ansicht teilen. Damian kann sich gut vorstellen, dass der ein oder andere Offizier ihnen weniger wohlgesonnen wäre.

"Also gut, Aaron, dann trefft Eure Vorbereitung. Ihr findet uns im Herz des Verteidigers."

Ragni

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« Antwort #96 am: 18.03.2019, 00:59:48 »
Völlig geplättet von der Antwort der Königin bleibt Ragni mit einem nachdenklichen Blick und einem leicht offenen Mund stehen. Die Tatsache, dass sie ihm geantwortet hatte, wo ansonsten immer alle seine Einwürfe ignorieren und dass sie eine ganz andere eigene Herangehensweise hat, machen die Ratte nachdenklich. Die Königin hat auch sehr geschickt das Thema auf den Kreuzzug gelenkt. Die Entscheidung, dem Kreuzzug zu folgen, besitzt eine Schwere, welche ihm wegen der Antwort der Königin erst jetzt bewusst wird.
Es ist als hätten die tausenden Stimmen durch ihr Donnern erst in diesem Moment seinen Geist aus dem Labor aufgeweckt und nach oben verfrachtet.
Dieser kurze Moment des Stillstands in dem kleinen Kopf der Mischlings wird von der Stimme von Aaron unterbrochen.
Den kleinen Austausch von Informationen zwischen Damian und Aaron verfolgt Ragni gespannt und versucht anschließend die rechte Hand von Aaron mit seiner eigenen rechten Hand zu ergreifen, so wie er es in den letzten Tagen oft gesehen hat.
"Aaron, das Durchschauen von verschiedenen Taktiken wird in meinen Büchern immer als ein komplexes Handwerk beschrieben. Wärst du so freundlich mich vielleicht in diese eigene kleine Wissenschaft einzuführen?  Ich selbst war bisher wenig auf Schlachtfeldern aktiv, aber das ein oder andere Mal musste ich schon zur Bombe greifen. Meine Effektivität im Kampf kommt offensichtlich nicht von meiner Muskelkraft, aber ich kann sie bestimmt erhöhen, wenn ich das Schlachtfeld einigermaßen überblicken könnte."

Razgrim

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« Antwort #97 am: 18.03.2019, 21:33:17 »
Nachdem Damian das Gespräch mit Aaron beendet hat, tritt er näher.
 
"Nun denn, lasst uns in die Stadt zurückkehren. Ich würde auf dem Rückweg gerne bei Caeldas Schmiede vorbeischauen. Danach sollten wir die Zeit nutzen und sehen, ob die Fässer in den Kellern des Verteidigers noch ein kühles Bier hervorbringen."

Den Umständen entsprechend sichtlich besser gelaunt, versucht er die Anderen zum Gehen aufzufordern.

Ultan

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #98 am: 19.03.2019, 22:58:55 »
Auf dem Rückweg zum Herz des Verteidigers machen die Helden einen Abstecher zu Caeldas Schmiede, nahe des Südtors.

Die Aasimar öffnet der Gruppe sichtlich erfreut die Tür und winkt sie mit warmen Lächeln ins Innere ihrer Schmiede. Drinnen brennt ein heißes Feuer und die Luft ist erfüllt von Ruß und dem Geruch von Eisen.


"Welch Ehre, euch erneut in meinem bescheidenen Heim begrüßen zu dürfen, Helden Kenabres.
Ihr habt die Königin vor den Toren getroffen, nicht war? Ich wünschte ich hätte sie auch sehen können. Doch kann ein Schmied nicht den Hammer ruhen lassen, wenn es gilt eine Armee zu bewaffnen und einen Krieg zu gewinnen, nicht wahr?

Was kann ich für euch tun? Ich hoffe ihr habt nicht noch mehr Arbeit mitgebracht."


Dann erblickt Caelda Ragni und beugt sich breit grinsen zu ihm hinunter.

"Ohhh, wen habt ihr denn da mitgebracht? Ist das einer neuer Vertrau... Moment! Ihr seid ein Kind der Ersten, nicht wahr? So ein putziges Äußeres! Als ich noch ein kleines Mädchen war, hatte ich eine kleine, braune Feldmaus als Haustier. Ihr seht ihr ein wenig ähnlich."

Caelda lächelt, offenbar in Erinnerungen schwelgend, während ihre Finger zärtlich über das Fell auf Ragnis Schulter streichen.
« Letzte Änderung: 20.03.2019, 20:41:55 von Ultan »

Razgrim

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« Antwort #99 am: 20.03.2019, 21:36:33 »
Etwas erstaunt über Caeldas Reaktion gegenüber Ragni bleibt er einen Moment stumm neben ihr stehen, besinnt sich jedoch schnell wieder. Er tritt etwas näher an die lodernde Esse und genießt die Hitze auf seinem Gesicht und spürt, wie sich die dünnsten Barthaare zu kräuseln beginnen.

"Nun, dies ist Ragni und fürwahr einer der Ersten, die in den Höhlen unter Kenabres überlebt haben, wie ihr richtig festgestellt habt." Die Flammen knistern und ein Schwall Russ treibt dem Zwerg entgegen, doch bewegt dieser sich keinen Millimeter. Viel mehr atmet er ruhig und tief weiter. Erst jetzt wird ihm klar, wie sehr er den Geruch und Klang einer Schmiede vergessen hat.

Mit dunkleren Konturen und einigen schwarzen Flecken dreht er sich zu Caelda um und führt weiter fort.
"Der Grund meines Besuchs ist vielmehr eine Bitte, die nicht eure Fähigkeiten sucht, sondern meine herausfordert. Ich würde mich gerne in den nächsten Tagen für einige Stunden in eurer Schmiede verdingen, um eine Arbeit fertigzustellen, die schon viel zu lange darauf wartet fertiggestellt zu werden. Natürlich nur unter der Voraussetzung euch nicht von eurer Arbeit abzuhalten. Was meint ihr?"

Ragni

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« Antwort #100 am: 21.03.2019, 00:25:01 »
Der Vergleich mit einer ordinären Feldmaus lässt zuerst Entsetzen in ihm aufsteigen, auch wenn er eigentlich von der Verniedlichung geschmeichelt ist.
Er setzt seine Brille wieder auf und versucht ruhig zu erklären: "Bitte vergleiche mich nicht mit einer Maus. Diese Geschöpfe sind uns Ratten in allem weit unterlegen. Unsere Zähne sind härter, unsere Gehirne größer und unser Schwanz länger und vor allem wichtiger. Es wäre, als würde ich einen Menschen mit einem Hund vergleichen. Als niedlich wurde ich aber nun wirklich noch nie bezeichnet, also danke? Naja lasst mich meinerseits sagen, dass ich die Schmiedekunst bewundere, auch wenn ich selten von... Was...Was macht sie da?
Verwirrt von Caelda und ihrer Hand auf seinem Fell bricht er mitten im Satz ab. Ragni würde es nicht zugeben, aber er findet es gar nicht mal so schlecht, gestreichelt zu werden. Dennoch ist ihm die Situation unangenehm und er versucht sich abzulenken, indem er ratlos zu den anderen aus der Gruppe schaut.
In diesem Moment fällt ihm der Geruch auf. Seine Nase zuckt ein bisschen und ein nostalgisches Lächeln zeigt sich auf seinem Gesicht, denn der Geruch erinnert ihn an seine früheren Versuche Eisen in Dampf zu verwandeln, die so kläglich gescheitert sind.

Ultan

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« Antwort #101 am: 21.03.2019, 00:36:18 »
Caelda hebt beschwichtigend die Hände und lächelt schief.

"Mein Fehler, mein Fehler. Aber seid ihr überhaupt eine Ratte? Ich meine... seid ihr nicht eher so eine Art... äh... Mutant?

Also nicht das daran irgendetwas verwerflich wäre. Immerhin konntet ihr euch ja nicht aussuchen von den dämonischen Energien der Weltenwunde noch im Mutterleib...Ich meine... es ist mehr so eine Art Fluch oder?"


Caelda hält inne und seufzt dann laut.

"Tut mir Leid, Ragni. Das war weder taktvoll noch freundlich von mir. Hoffentlich nehmt ihr mir meine unbedarften Worte nicht übel. Ich bin viel besser mit dem Schmiedehammer als mit Worten, glaubt mir. Seid wer immer ihr sein wollt, wahre Werte kommen von Innen.

Als Razgrim der Schmiedin sein Anliegen vorträgt lässt sich diese dankbar ablenken.

"Es wäre mir eine Ehre, Herr Razgrim! In dieser Schmiede hat seit sicherlich einem Jahrzehnt kein Zwerg mehr geschmiedet. Wenn euch meine bescheidene Schmiede genügt, dürft ihr mir jederzeit gerne einen Besuch abstatten."
« Letzte Änderung: 21.03.2019, 00:38:13 von Ultan »

Ragni

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #102 am: 21.03.2019, 01:00:06 »
Nun....ich teile mit Ratten mehr als nur mein Aussehen. Sie gaben mir viel und brachten mir bei, wie ich überlebe. Ich habe auch viele meiner Umgangsformen von ihnen gelernt. Zum Beispiel sind alle Ratten neugierig und wenn sie eine andere Ratte zu sehr bedrängen mit ihrer Neugier, dann wird das durch einen Biss geregelt.
Nun ja ich sehe es weniger als einen Fluch an. Ich gehöre so einfach nur zu zwei Rassen. Es ist eher ein Privileg, das Privileg mehrere Welten zu vereinen.

Bei der Entschuldigung, kommt Ragni eine Idee.
Pah. Wer braucht Freundlichkeit, wenn er Fragen hat? Eines habe ich hier oben schon gelernt. Hier geht es zu sehr darum, wie sich jemand gibt und nicht, wie er ist. Eine anstrengende Eigenschaft, also halte dich bitte nicht zurück. Wenn du mich allerdings noch einmal mit einer Maus vergleichst, beiße ich. Ragni zeigt hierbei seine Zähne und probiert dabei zu grinsen, um zu verdeutlichen, dass es sich um einen Witz handelt, so wie er es von Otham gelernt hat.

Baldark

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« Antwort #103 am: 22.03.2019, 19:36:04 »
Bei dem skurrilen Anblick der Szenerie zieht Baldark sichtbar eine Augenbraue nach Oben. So ganz hat er sich noch nicht an seinen neuen Gefährten gewöhnt und er kann die Kausalkette immer noch nicht recht zusammensetzen, die zu dieser Situation geführt hat. Doch wenn die Ratte den Dämonen entgegentreten möchte, ist Baldark der letzte, der sie daran hindern würde. Wobei der Zwerg nicht alle Zweifel los wird, ob sich Ragni bewusst ist auf was er sich eingelassen hat.

Über eines ist sich Baldark allerdings sicher und zwar, dass er die Ehrlichkeit der Ratte wertschätzen wird.

Razgrim

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« Antwort #104 am: 23.03.2019, 00:54:10 »
"Nun, solange euch meine bescheidenen Schmiedekünste kein Graus sind."
Razgrim senkt den Kopf leicht nach vorne, legt seine Stirn in Falten und lächelt Caelda beschwichtigend an.

Der Zwerg lässt seinen rechten Arm kurz Kreisen und hält ihn für einen Moment an der Schulter.
"Dieser Hammer wurde schon lange nicht mehr auf glühendes Eisen geschlagen, ich fürchte mein Handwerk ist etwas eingerostet. Aber der Ruß in der Luft und die Hitze im Gesicht wird helfen mich an alte Tage zu erinnern."

"Nun denn, dies war der Grund meines Besuchs. Ich fürchte jedoch, dass wir uns sogleich wieder auf den Weg machen müssen. Es gibt noch viel zu tun. Caelda es war mir eine Freude und ich danke euch schon jetzt für eure Großzügigkeit!"

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