DnD-Gate Online Games

Online-RPGs Pathfinder => Der Jadekaiser => Thema gestartet von: Mondragor am 06.12.2019, 14:51:26

Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 06.12.2019, 14:51:26
Kapitel 3: Der hungrige Sturm

(https://mxyzplk.files.wordpress.com/2012/05/hungry_storm.jpg)

~~~

Schließlich standen einige Tage später alle Mitreisenden der Karawane am Nordufer des Flusses zur Abreise bereit. Es waren nun 22 Personen, die sich teils seit ihrer Kindheit kannten, von denen die meisten jedoch erst in Kalsgard zu den anderen gestoßen waren. Sie würden sich zusammenraufen und zu einer Gemeinschaft werden müssen, wollten sie die Widrigkeiten der Reise meistern.

Auch Jehanna, Solitaire, Rumar und Arashi hatten Ameiko erst hier in der Stadt kennengelernt, doch für sie schien es, als würden sie bereits seiner einer Ewigkeit zu der eingeschworenen Gruppe gehören. Der Zauber des Siegels hatte sie weit enger mit den Amatatsus verschweißt, als es viele Jahre gekonnt hätten.

Die fünf Wagen setzten sich, gezogen von zähen Nordlandpferden, langsam in Bewegung. Ulf saß neben Vankor auf dem Bock des vordersten Wagens, gefolgt von Sandru und Koya, dahinter die restlichen Karren. Auch Shalelu, Garridan und die Magiekundigen reisten jetzt noch auf den Wagen mit - später, wenn sie in die Wildnis gelangen würden, würden sie die meiste Zeit damit verbringen, die Umgebung abzusichern und Gefahren wenn möglich frühzeitig zu erkennen.

(https://db4sgowjqfwig.cloudfront.net/images/4658350/PZO9051-Ulf__with_background_.jpg)

Doch noch waren sie nahe bei der Stadt und die Straße gut ausgebaut, und es waren noch weitere Reisende auf ihr unterwegs.
"Bis Turvik führt noch die Handelsstraße." teilte Ulf den Mitreisenden mit. "Genießt die Reise, denn es wird der einfachste Teil. Bis dahin sind wir etwa fünf Tage unterwegs, und dort können wir uns noch einmal gut mit allem versorgen, was wir brauchen. Danach geht es weiter nach Norden über die Sturmspeerhügel - eine relativ leicht zu querende Hügelkette, die im Osten und Westen in das Sturmspeergebirge übergeht, wir reisen also quasi durch eine Schneise. Danach durchqueren wir die wunderschönen Wälder der Taiga, bis die Vegetation nach und nach karger wird und wir die Tundra erreichen. Sie zieht sich bis zu den Ausläufern des Reifdurstgebirges, und dort betreten wir schließlich die Krone der Welt.

Aber keine Sorge, ich kenne etliche Siedlungen auf dem Weg, in denen ich freundlich aufgenommen werde. Die Ladung, die ich mit Sandru besprochen habe, können wir dort gegen Nahrungsmittel und andere Waren eintauschen. Wir sollten eigentlich bis zu den Bergen keine größeren Probleme bekommen. Die eigentliche Reise beginnt an den Reifdurstbergen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 26.12.2019, 18:54:13
Im Gegensatz zum Rest der Gruppe fiel Rumar die Entscheidung, Ameiko weiter zu begleiten, wirklich schwer. Es war nicht so, dass er das nicht wollte. Er wünschte sich nicht viel mehr als noch einmal ein wirkliches Abenteuer zu erleben, bevor er zu alt un gebrechlich dafür war.  Ein Held zu sein und dabei zu helfen Minkai zu befreien. Er wusste, dass diese Zeit langsam ablief. Doch er hatte auch Verpflichtungen. Vor vielen Jahren schon hatte er sich der Heilung von Kranken und dem Helfen Hilfsbedürftiger verschrieben. Er lebte nun schon eine lange Zeit in Kalsgard und kannte viele der Menschen dort. Er wusste, dass eine ganze Menge von ihnen auf seine Hilfe angewiesen waren. Außerdem musste er noch immer für seine Verbrechen von vor vielen Jahrzehnten zahlen. Die Götter waren noch nicht beschwichtigt. Er musste nur an seinem verwesenden und kranken Körper herabblicken, den er stets vor den Blicken anderer versteckte, um den Beweis dafür zu finden. Trotzdem entschied er sich schließlich dazu, Ameiko zu unterstützen. Vielleicht war es einfach dieser seltsame, magische Bund, der ihn dazu zwang. Vielleicht lag es auch daran, dass er auch bei dieser Aufgabe viel Gutes tun und seine Sünden so büßen konnte. Unabhängig davon wusste er einfach, dass es das richtige war.
Es galt sich also für die lange Reise und das kalte Land vorzubereiten. Es gab außerdem noch einige Dinge zu klären. Er wollte nach der langen Zeit nicht einfach ohne ein Wort verschwinden. Einige Stunden verbrachte er also einfach damit, alte Bekannte zu besuchen. Ihnen zu erklären, dass er fort musste und vielleicht nicht wiederkommen würde. Sie zu beraten und an die richtigen Stellen weiterzuleiten. Auch die Kirche besuchte er und erklärte den Priesterinnen und Priestern sein Anliegen. Er ließ auch eine beträchtliche Summe Gold dort, damit man trotz seiner Abwesenheit noch helfen konnte.[1] Schließlich zog es ihn zu den Händlern, um sich auf die Reise vorzubereiten. Mit den Schätzen, die sie gefunden hatten, konnte er sich eine ganz neue Ausrüstung kaufen. Eine Weste und Handschuhe, die ihm dabei helfen würden, seine Kameraden und die Karawane zu versorgen. Einen neuen Heilstab und eine Menge Tränke und Schriftrollen. Solitaire war so nett und stellte ihm ein magisches Stirnband her. Auch neue Kleidung kaufte er unter anderem ein.
Nachdem alles geregelt, eingekauft und alle wichtigen Personen über seine Abwesenheit aufgeklärt waren, wandte sich Rumar in einem langen Gebet samt Zeremonie den Göttern zu. Er bat sie um weitere Unterstützung auf seinem Weg. Um Schutz für die Karawane und um Vergebung für diesen Weg, den er betreten hatte. Zu seiner Überraschung spürte er deutlich, dass die Götter seine Entscheidung guthießen. Er wurde von einem warmen Licht erfüllt und sein Geist von neuem Wissen und magischer Kraft geflutet. Er nickte dankbar. Seine Zweifel waren wie weggewischt. Er wusste nun, dass er das richtige tat. Mit der Unterstützung der Götter konnte er gar nicht versagen. Er musste Ameiko und den Amatatsus helfen und er würde alles dafür geben.
"Ich bin froh, dass ihr unser Führer auf dieser Reise seid.", erwiderte er Ulf schließlich am Tag der Abreise. Der Mann war sehr erfahren und die Karawane gut ausgerüstet. Sie würden es schaffen. Sie mussten. Zumindest schien der Anfang ihrer Reise nicht sehr beschwerlich zu werden. Aber Rumar wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie auf die ersten Probleme stoßen würden. Er war bereit dafür.
 1. Ich streiche mir 500G
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 05.01.2020, 14:50:35
Tag 37
Wirkliche Hindernisse ergaben sich auf dem ersten Abschnitt ihrer Reise nicht, und so erreichten sie guten Mutes am siebenunddreißigsten Tag seit ihrer Abfahrt eine Weggabelung am Fuße der Reifdurstberge.
"Das dort ist die Straße in die Reiche der Mammutherren." teilte Ulf ihnen mit. "Hier vereinigen sich die beiden zum Pfad von Aganhei, der uns schließlich über die Krone der Welt führen wird. Die eigentliche Reise fängt hier an."
Mit einem etwas mulmigen Gefühl betrachteten die Reisenden der Karawane das Bergmassiv, das sich vor ihnen auftat. Jeder hoffte, dass das, was er an Ausrüstung für die Widrigkeiten des Nordens eingekauft hatte, ausreichend war, denn es würde lange dauern, bis sie wieder in wärmeren Gefilden weilen würden.

Es war gar nicht einmal ein besonders hohes Gebirge, was sich nun vor ihnen erhob, doch es hob sich dennoch beeindruckend von der flachen Tundra ab, durch die sie bis hierhin gereist waren. Der Pfad, dem sie folgen würden, nutzte einige der besser passierbaren Pässe, aber dennoch sahen sie bereits jetzt den ersten Schnee vor sich, denn die Schneegrenze lag vielleicht noch hundert Schritt oberhalb ihrer Position.
"Das wird nicht besser." stellte Ulf nüchtern fest. "Der Sommer ist vorüber, nicht die beste Zeit für die Reise. Aber sonst hätten wir bis zum Frühjahr warten müssen. Ihr werdet euch auf kurze Tage und Märsche durch stundenlange Dämmerung einrichten müssen, denn der Winter wird uns sicher auf unserer Reise noch einholen. Dann geht die Sonne überhaupt nicht mehr richtig auf hier im hohen Norden."
Tatsächlich hatten die Abenteurer bemerkt, dass die Tage in den letzten Wochen sehr viel schneller kürzer geworden waren, als sie es von ihren Heimatregionen her kannten.

~~~

Tag 45
Trotz des Schnees ging die Reise zunächst flott voran, und der Pfad war gut befahrbar; während des Sommers hatte es offenbar nicht allzu oft geregnet, und durch zahlreiche Karawanen war der Weg breit und gut festgetrampelt. Ab dem fünften Tag seit der Weggabelung jedoch, als sie den höchsten Teil des Pfades erreicht hatten, wurde der Weg doch deutlich schlechter, und die Karawane kam deutlich langsamer voran als zuvor.
Doch schließlich hatten sie auch diese Widrigkeit hinter sich gebracht, und gelangten aus den Bergen in eine schneebedeckte Hügellandschaft.
Wie Ulf den Reisenden mitteilte, waren dies die Hügel von Urjuk, einst Heimat einer Sammlung von Riesenreichen, bevor die Einwohner weiter nach Süden in wärmere Gefilde zogen. Heute jedoch war hier nur noch eine verlassene und trostlose Gegend, in der es nur wenige humanoide Bewohner gab. Dennoch kehrten viele der Riesen hierher zurück, um in der Heimat ihrer Vorfahren begraben zu werden.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 05.01.2020, 21:01:30
Während die Karawane sich noch in einfach zu befahrendem Gelände befand, nutzte Solitaire die Zeit vor allem, um die letzten Gegenstände fertigzustellen, die sie in Kalsgard nicht mehr vollständig beenden konnte. Es war etwas anstrengender, verglichen mit einem ruhigen Platz in der Stadt, und es dauerte dementsprechend auch etwas länger, aber sie hatte diese Aufgabe bewältigt, noch bevor sie an dem großen Gebirge angekommen waren.

Mit einem etwas skeptischen Blick auf ihre Nahrungsvorräte, immerhin war die gesamte Truppe, die mit der Karawane unterwegs war, mittlerweile auf zweiundzwandzig Köpfe gestiegen, dazu noch das Eidolon und Phoebe, wobei letztere bei der Nahrung nicht ernsthaft ins Gewicht fiel, und natürlich auch die Zugpferde, wunderte sich die Zauberin, wie lange diese wohl reichen würden. Die Reise war lang, mehrere Monate würden sie unterwegs sein. Mit dieser Frage im Kopf ging sie daher an einem Abend zu Ulf, der sich von ihnen allen am besten in der Gegend auskennen dürfte.

Der Gebietskundige hatte sie bereits von Anfang an aufgefordert, möglichst viel Nahrung während der Reise zu suchen, und die Vorräte nur anzufangen, wenn es wirklich nötig war. Das hatte durchaus auch dazu beigetragen, dass Solitaire sich darüber wunderte.

"Ulf, eine Sache frage ich mich, seit wir unterwegs sind. Wir haben doch nicht einmal annähernd genug Nahrung dabei, um die gesamte Reise zu bewältigen. Werden wir denn auf der Krone der Welt auch auf Siedlungen treffen, wo wir unsere Vorräte aufstocken können?"

Einige Zeit verbrachte die Varisierin bei ihren Nachtlagern auch damit, sich mit Koya über varisische Traditionen und die Wahrsagerei zu unterhalten. Die alte Priesterin hatte viel Erfahrung als Wahrsagerin und Solitaire hatte selbst einiges Interesse und auch einige Übung darin.

Als sie den schneebedeckten Pass überwunden und das Hügelland dahinter erreicht hatten, nahm sich Solitaire am Abend etwas Zeit, um ihre Turmkarten herauszuholen und die Zukunft damit zu deuten. Sie mischte die Karten, während sie einen Zauber wirkte[1], der ihnen die Kraft verlieh, in Geschehnisse aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft zu blicken. Sie legte drei Reihen von je drei Karten aus, welche positive, undeutliche und negative Ereignisse der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft symbolisierten.

Als erste Karte für die positive Vergangenheit deckte sie Die Verlorenen auf. Diese war das absolute Gegenteil dessen, wofür die Position stand in der sich die Karte in der Anordnung befand. Normalerweise deutete sie auf eine Leere und den Verlust der eigenen Identität hin. Allerdings war die Karte hier falsch ausgerichtet und stellte somit das Gegenteil dar, Geistesschärfe selbst unter Zwang. Für Solitaire war gleich klar, dass hiermit nur der Bund gemeint sein konnte, den sie durch das Siegel mit Ameiko und den anderen eingegangen war. Dieser hatte ihr eine klare Richtung vorgegeben, die sie zuvor in ihrem Leben vermisst hatte.

Die zweite Karte zeigte die positive Gegenwart. Der Bronzene Zwerg symbolisierte Durchhaltevermögen. Das würde ihr bei der langen Reise sicherlich helfen.

An dritter Stelle verbarg sich die positive Zukunft. Die Königinmutter. Sie setzt sich für die Unterprivilegierten ein, wenn die Mächtigen sie im Stich lassen. Dazu steht sie für das Wissen, ist aber nur gewillt es zu teilen, wenn man ihr folgt. Ein gutes Zeichen, ihr Ziel war es schließlich, Ameiko auf den Thron zu verhelfen.

Das Dornenlabyrinth zeigte ihre undeutliche Vergangenheit. Es steht für einen Gegenstand oder eine Person, allerdings bereits vor langer Zeit verloren oder getötet. Es war nicht schwer dies mit der Amatetsu-Familie in Verbindung zu bringen, die in der Vergangenheit viel Leid ertragen hatten müssen.

Als nächste Karte wurde Das Theater für die undeutliche Gegenwart aufgedeckt. Eine Prophezeihung, die aber so ungewiss war, dass man sie nicht direkt einordnen konnte.

Der Schlosser war schließlich das Symbol für die undeutliche Zukunft. Irgendwo würde er helfen, einen Weg zu öffnen, indem er die Mittel bereitstellte, die benötigt waren, vielleicht in der Form eines ungewöhnlichen Gegenstands.

Der Wanderer stand für die negative Vergangenheit. Für gewöhnlich sah er Wert auch in Sachen, die andere nicht weiter beachteten. In der unteren Kartenreihe war er allerdings falsch ausgerichtet und deutete daher eher darauf hin, dass man den wahren Wert einer Sache oder Person oder auch Situation nicht erkannt hatte. Ob dies wohl mit dem seltsamen Helm zu tun hatte, den sie bei den Ulfen gefunden hatten, und der sich irgendwann einfach in Luft aufgelöst hatte?

Als Karte für die negative Gegenwart deckte Solitaire Die Hochzeit auf. Eine Verbindung zwischen Personen, aber manchmal auch Ideen oder Königreichen. Hier würde sie sicherlich auf die bunt gemischte Gruppe zeigen, mit der die Varisierin jetzt zusammen war und es wohl auch bleiben würde. Und auch wenn niemand von ihnen diese Verbindung als schlecht bezeichnen würde, es war natürlich auch eine Belastung für alle, insofern machte es durchaus Sinn, die Karte in dieser Position vorzufinden.

Mit der letzten Karte galt es etwas über ihre negative Zukunft zu erfahren. Der Schlangenbiss wurde aufgedeckt und passte zudem auch perfekt an diese Position. Gift, entweder in seiner reinen Form oder aber als Metapher. Solitaire würde sich vorsehen müssen, denn irgendwo lauerte etwas auf sie.
 1. Harrowing
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Arashi am 06.01.2020, 13:20:24
Sobald Karlsgard außer Sicht war atmete Arashi laut auf. Während der Fahrt kletterte auf einen der Karawanenwagen und sprang mit einem "Endlich." auf den Lippen herunter. Bevor er auf dem Boden aufschlug und sich die Beine brach verwandelte er sich in eine silberne Sturmmöwe und stieg gen Wolken empor. Zwar war er nicht lange in der Stadt gewesen, doch für den Druiden war dies schon fast zu lange gewesen.

Still betend dankt er Gozreh dafür den Wind unter seinen Flügeln zu spüren. Mehrere Stunden kreist Arashi selbstzufriedend über der Karawane, bevor er wieder landet und sichtbar zufriedend auf dem Wagen vor sich hindöst. An den folgenden Tagen war Arashi nur selten auf den Wagen der Karawane zu sehen. Entweder kreiste er seine Bahnen am Himmel über der Karawane oder lief in großen Kreisen als Wolf um die Reisenden umher. Natürlich war das Gefühl nicht genau das Gleiche wie wirklich frei zu sein, doch er war nicht ungebunden und so war es das Beste was Arashi erhalten konnte und dem Druiden war es genug.

~~~

"Ab hier beginnt also der Spaß.", murmelte Arashi zu sich selbst als er an der beginnenden Taiga steht, dem ehemaligen Reich der Riesen. Noch gut sind die Mühseligkeiten ihm in Erinnerung als er hier in Richtung Karlsgard durchgekommen war. Und er hatte immerhin Teile der Reise auf Flügeln hinter sich gebracht. Die freie Wildbahn war sein Revier, wie würde es wohl für die Städter sein?
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 06.01.2020, 16:37:20
Ulf lächelte, als er Solitaires Frage hörte.
"Es war schon mein Ernst, als ich euch bat, nebenbei zu jagen und Wurzeln zu sammeln. Aber hier sollten wir auch noch auf genügend Siedlungen treffen, um unsere Vorräte so aufzufrischen. Dazu gibt es einige Nomadenstämme und Pelzjäger, auf die wir unterwegs vermutlich treffen werden.

Die traditionelle Route führt uns von hier aus in einem großen Bogen westlich an den Gaarjuk-Hügeln vorbei in die östliche Seenlandschaft von Hasanaliat. Auf diesem Weg passieren wir mehrere Siedlungen der Erutaki, wo wir Vorräte auffrischen könnten. Ich würde dennoch eine andere Route weiter östlich nehmen. Sie führt uns durch die weniger besiedelten Bärbein-Seen, aber spart uns an die hundert Meilen. Keine Angst, die Gegend wimmelt von kleineren, teilweise auch bewegten Siedlungen.
Schwieriger wird es danach, wenn die beiden Pfade sich wieder treffen. Es gibt zwei Wege, die wir durch das ewige Eis nehmen können, und beide führen uns an eine letzte Siedlung, in der wir Vorräte aufnehmen können. Iqaliat oder Unaimo. Hier sollten wir alle anderen Waren losschlagen und allen vorhandenen Platz mit Vorräten füllen, denn danach stehen uns beinahe 1500 Meilen unbesiedeltes Gelände bevor. Zwar können und müssen wir auch dort auf die Jagd gehen, aber gleichzeitig sollten wir möglichst sorgsam mit unseren Vorräten umgehen. Wenn wir diesen Teil überwunden haben und in Ul-Angorn angekommen sind, wird es wieder einfacher; der Rest der Reise sollte dagegen ein Kinderspiel sein.

Also um es kurz zusammenzufassen: Bis zum ewigen Eis müssen wir uns um unsere Vorräte nur bedingt sorgen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 06.01.2020, 22:08:22
Solitaire war durchaus erleichtert, als Ulf ihr von den verschiedenen Siedlungen berichtete. Es würde sicherlich auch interessant sein, die Bewohner dieser entlegenen Gegend anzutreffen.

"Tausendfünfhundert Meilen? Wie lange wird das dauern? Zwei Monate bestimmt, oder? Bis wir dort sind, werden wir uns wirklich noch etwas dafür überlegen müssen. Aber das hat ja noch etwas Zeit."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Jehanna Grau am 08.01.2020, 15:28:28
Für Jehanna war es merkwürdig gewesen Karlsgrad zu verlassen. Der Ort war zum ersten Mal seit sehr langer Zeit so etwas ähniches wie eine Heimat für sie gewesen. Sie hatte das nicht geplant, aber irgendwie hatte sie sich doch an das Leben in dieser Stadt gewöhnt. Aber dieses Gefühl verflog auf der Straße recht schnell wieder, denn wenn sie ehrlich war, hatte sie sich dort doch schon immer am wohlsten gefühlt.
Jetzt mit einer so großen Gruppe unterwegs zu sein war für die junge Frau zunächst zwar ungewohnt, aber sie passte sich schnell an und fand ihren Platz in der Karwane. Meistens war dieser irgendwo in der Nähe der Wagen, die sie genau wie die Umgebung im Blick behielt, um die Sicherheit zu garantieren. Die Landschaft hier war für sie etwas neues. In der Vergangenheit war sie meistens recht direkt von Siedlung zu Siedlung gereist und in stärker bevölkerten Gebieten geblieben. Ohne geregeltes Einkommen, nur auf die eigenen langen Finger angeweisen, lebte es sich unter vielen Menschen einfach sehr viel besser. Aber das spielte jetzt keine Rolle mehr, schließlich hatte sie einen anderen Platz bei dieser bunt zusammengewürfelten Truppe um Ameiko gefunden.
Der Kontakt mit dem Sigel schien aber irgendetwas in Jehanna ausgelöst zu haben. Oder war es vielleicht etwas anderes? Sie wusste es nicht, aber ihre Kräfte veränderten sich, wurden stärker. Sie vermochte mit ihren Gedanken jetzt einen kräftigeren Schild zu formen und ihre Augen leuchteten wie Kohlen, wenn sie dies tat. Sie strahlten genauso hell wie ihr Haar und die kälter werdenden Winde vermochten nicht, ihr bis ins Mark zu dringen. Die Hitze in ihren Adern verhinderte das. All dies war anstrengend für Jehannas Geist wie Körper, aber das hinderte sie nicht daran, ihre Talente weiter zu schulen. In dieser Wildnis erwarteten sie sicher Bedrohungen und da sollte sie sich ihrer eigenen Fähigkeiten besser so gewiss sein, wie möglich.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 10.01.2020, 02:47:48
Selbst nach vielen Tagen war die Reise für Rumar nicht einfacher geworden. Gewissensbisse plagten ihn und er hatte das Gefühl, die Menschen in Karlsgrad im Stich gelassen zu haben. Selbst die 500 Goldmünzen, die er gespendet hatte, würden schneller aufgebraucht sein als man glauben mochte. Gleichzeitig war es auch sein alter Körper, der ihm Probleme machte. Zwar war er für sein Alter noch recht fit und besaß auch die magischen Stiefel, die das Reisen selbst bei den Negativtemperaturen angenehm machten, aber das reichte nicht ganz. Er spürte schnell seine Knochen und musste sich wirklich anstrengen, nicht zurückzufallen. In manchen Fällen musste er auch eine Pause auf den Wagen machen. Alles in allem lief es allerdings ganz gut.
Die Zukunftsaussichten, die ihnen Ulf in Aussicht stellte, waren ziemlich unangenehm. Kurze Tage, noch niedrigere Temperaturen und kaum Sonne. Dazu würden sie schon bald sehr sparsam mit ihren Vorräten umgehen müssen. Zumindest letzteres machte ihm nichts aus. Er war es gewohnt, wenig Nahrung zu sich zu nehmen oder sogar zu fasten. Gebete waren für Rumar natürlich an der Tagesordnung. Sollte das Interesse bestehen, konnte er auch einen kleinen Gottesdienst oder eine Predigt halten - schließlich war er eine Weile lang Priester gewesen. Gesammelte und gejagte Nahrung reinigte er mithilfe von Magie. Nur im sicherzugehen. Auch Wasser konnte er herbeizaubern aber das würde wohl bei dem vielen Schnee kein Problem werden.
Rumar freute sich nicht unbedingt auf die Reise, doch er fühlte sich verpflichtet, Ameiko zu helfen. Hätte er die Wahl gehabt, dann hätte er sein letztes Abenteuer anders bestritten aber beschweren tat er sich nie. Stoisch folgte er der Gruppe und würde trotz allem sein Bestes geben. Es stand viel auf dem Spiel und nur wenn sie alles gaben, würden sie Erfolg haben.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 12.01.2020, 00:29:55
Mugin war die letzen Tage in Karlsgrad fast jeden Tag unterwegs um nach magischen Gegendständen, ihren Materialien oder Reagenzien für Tränke zu suchen. Und wenn er nicht auf dem Markt war dann verbrachte er seine Zeit in einem der Wagen wo er ein kleines alchemisches labor aufgebaut hatte. Wenn der Gnom an der Arbeit war hielten die meisten Karawanenmitglieder einen größeren Abstand, nicht aus Rücksicht, sondern wegen des Gestanks. Wie Mugin diesen jeden Tag für mehrere Stunden aushalten konnte war für die Anderen unerklärlich.
Während der Reisetage half er meist dabei aus Nahrung zu sammeln, wobei besser gesagt, er begleitete das Eidolon das die ganze Arbeit hatte. Der Gnom selbst war kein guter Jäger und beim Sammeln von Beeren und Wurzeln war er häufig von anderen weniger essbaren Kräutern abgelenkt.
Die Kälte konnte er nicht ausstehen und schon früh begann er seine Fellmütze zu tragen welche er am ersten Tag in Karlsgrad gekauft hatte.

Das Eidolon machte über die ersten Tage nach dem Sieg über die Ogerin einige Veränderungen durch. Anfangs war besonders die ätzende Flüssigkeit die in Rinnen von ihren Zähnen und Klauen tropfte ein Problem. Hier und da hinterließ sie rauchende Löcher auf den gepflasterten Straßen von Karlsgrad, aber nach und nach bekam sie auch dies unter Kontrolle, nur um von Mugin ein Amulet geschenkt zu bekommen. Obwohl sie wusste das sich wohl ihre natürlichen Waffen entzünden würden, erschreckte sie sich beim ersten Aktivieren heftig. Doch die Flammen waren volkommen ungefährlich, zumindest für sie.
Sie war froh der Karawane aushelfen zu können wo sie nur konnte. Das Jagen auf freien Feld war zwar anspruchsvoll aber machte ihr auch viel Spaß. Nur Mugin ging ihr mit seinem Gejammer über die tiefen Temperaturen auf die Nerven. Er sollte sich gefälligst nicht so anstellen, immerhin war sie ja quasi nackt und frohr nicht.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 12.01.2020, 13:40:37
Noch während Mugin sich beim Eidolon über die Kälte beschwerte, riss die Wolkendecke auf und zum ersten Mal seit einigen Tagen strahlte die Sonne auf sie herab. Zwar war es noch immer kalt für die aus Varisia stammenden Reisenden, doch für die bisherigen Verhältnisse auf der Reise waren die Temperaturen durchaus milde, und die Sonne ließ ihre Herzen alle ein wenig höher schlagen und gab ihnen neuen Mut.[1]

Selbst die Zugtiere schienen durch die Sonne angespornt, und so kamen sie gut voran auf dem sich durch die Hügel schlängelnden Weg. Doch sie waren nicht allein: Arashi war es, der auf der Rückkehr von einem Erkundungsgang plötzlich einen Riesen auf einem der Hügel sah, der reglos die Karawane beobachtete. An seiner Seite erkannte Arashi einen Wolf, groß wie ein Bär, mit schneeweißem Fell - doch beide taten nichts, und so beließ der Kundschafter es dabei, nach seiner Rückkehr den anderen zu erzählen, was er gesehen hatte. Denn schon bald würde es dunkel werden und sie mussten einen Platz für ihr Nachtlager finden.
 1. Schönes Wetter hält 4 Tage an (bis einschl. Tag 48), in dieser Zeit hat die Karawane +2 auf Security und Resolve Checks.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 12.01.2020, 17:35:47
Garridan war auf der Reise in erster Linie damit beschäftigt, sich zu wundern, vieles zu lernen und sich mit dem Schwert zu beschäftigen.
Das erste was ihn wunderte war, dass ihm die Temperaturen gar nichts ausmachten, egal wie kalt es wurde, er fror nie wirklich. Suishen erklärte ihm, dass dies von ihm käme und Garridan dafür ruhig dankbar sein konnte, was er auch war. Das nächste war die Landschaft. Je weiter sie kamen, desto mehr beeindruckte ihn, was er sah. Er war nie auch nur annähernd so nah an ein so hohes Gebirge gekommen, geschweige denn dort hinaus gestiegen. Die Aussicht war atemberaubend, die Luft viel "reiner", es roch anders und die Pflanzen und Tiere waren ihm völlig fremd. Nun verstand er, was es bedeutete, wenn man sein angestammtes Land verließ. Egal was man glaubte zu wissen, sobald man in eine völlig andere Umgebung kam, war man ein Unwissender, wie die meisten anderen auch. Er fragte Ulf immer wieder Löcher in den Bauch, nach Pflanzen, die essbar oder giftig waren, welche Tiere man jagen konnte und welche den Aufwand nicht lohnten und er erprobte das gelernte bei jeder Gelegenheit. Er wollte vorbereitet sein, wenn sie in noch größere Höhen kamen.

Nach all den Hinterhalten, Angriffen und Kämpfen war sein Herz leicht wie eine Feder auf dieser Reise und er hatte beinahe das Gefühl, dass es ewig so weiter gehen würde. Aber dann entdeckte Arashi einen Riesen. Garridan fad es etwas verwunderlich, dass er einfach so dort gestanden hatte,  ein Riese war ja nun wirklich nicht zu übersehen. Er würde Ulf fragen, sobald sie das Lager aufgeschlagen hatten. Also half er dabei, einen guten Lagerplatz zu finden und auch gleich einige Plätze für die Wachen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 19.01.2020, 23:50:11
Als Arashi ihnen von dem Riesen erzählte, war Solitaire schon ein wenig erleichtert, dass dieser offenbar kein Interesse an ihnen hatte. Jedenfalls hatte es den Anschein gehabt. Natürlich konnte man nie wissen und sie würden hier draußen ohnehin vorsichtig sein müssen und stets genug Wachen aufstellen, aber es war dennoch erleichternd, dass der Riese nicht mehr getan hatte, als sie zu beobachten. Wahrscheinlich ist so eine Karawane auch nicht etwas, was man hier ständig sieht, dachte sie sich.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 21.01.2020, 15:17:04
Als sie schließlich ihr Lager aufgeschlagen hatten, sprach Garridan Ulf auf den Riesen an.
"Was sagst du zu dem Riesen mit seinem Tier, ist das normal hier oben, leben sie hier und sind sie eine Bedrohung für uns?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Arashi am 21.01.2020, 20:42:55
"Was auch immer der Riese zu bedeuten hat. Wir sollten wohl die Wachen verstärken. Was auch immer der Riese will, in dieser Umgebung ist nicht viel zu holen. Wer weiß auf was für Gedanken der kommt. Heute nacht kann ich als Eule die Umgebung halten. So kann ich einen größeren Radius im Auge behalten. Schlafen kann ich morgen.", gab Arashi zu bedenken. Ob der Riese eine Bedrohung war oder nicht, sicher war sicher.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 22.01.2020, 00:24:31
Ulf zögerte, sicher schien er sich nicht zu sein. "Etwas Gutes bedeutet es sicher nicht. Ich vermute, der Riese will erst beobachten, wohin wir reisen. Wenn wir sein Land meiden, sollte nichts geschehen. Wenn wir darin eindringen, könnte es brenzliger werden." Die unausgesprochene Frage der Anwesenden beantwortete er sofort: "Leider weiß ich auch nicht, was die richtige Richtung ist. Wir werden hoffen müssen, dass wir Glück haben. Aber vielleicht sollten die Kundschafter in den nächsten Tagen bei der Karawane bleiben, um nicht jemanden zu provozieren."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 22.01.2020, 10:30:01
Garridan war einerseits froh,  nicht gegen Riesen kämpfen zu müssen, andererseits gefiel es ihm nicht, dass sie hier in der gegen unterwegs waren. Aber letztlich war es vermutlich eher das Land der Riesen als der Gruppe, also hoffte er darauf, dass die Karawane gut weiterkommen und das Land der Riesen verlassen würde, ohne dass man aufeinander traf. "Doppelte Wachen sind sicher gut."

Danach wendeten sie sich wieder anderen Dingen zu, sprachen über die beeindruckende Landschaft, das gute Wetter und die Hoffnung, dass es länger anhalten möge. Garridan trank allerdings wenig an diesem Abend. Er konnte zwar durch die Schutzmagie des Schwertes gut schlafen, aber er wollte dennoch seinen Geist nicht benebeln.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 22.01.2020, 13:03:06
"Könnte man das denn nicht friedlich lösen? Sprichst du ihre Sprache?" fragte Mugin Ulf. "Vielleicht könnten wir uns ja die Druchreise erkaufen. Ich glaube es gibt niemanden hier der gerne mit einem Riesen kämpfen würde. Aber gut hoffen wir mal das es nicht dazu kommt."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 24.01.2020, 05:10:44
Die Nachrichten über den Riesen und sein Haustier waren sicherlich nicht positiv, auch wenn sie nicht wussten, ob er Probleme machen würde. Leider kannte sich Rumar nicht mit Riesen aus, sodass er schlecht einschätzen konnte, was sie tun konnten oder sollten. Wenigstens kannte sich Ulf etwas aus, auch wenn sie immer noch nicht genau wussten, was sie tun sollten. Einfach weitermachen wie bisher? Die Wachen zu verstärken hörte sich sinnvoll an, da sie ja anscheinend etwas auf Glück angewiesen waren.
Mugins Vorschlag war kein schlechter, wenn denn so ein Riese überhaupt mit sich reden und verhandeln ließ. "Ich traue mir zu, mit dem Riesen zu verhandeln. Es bleibt nur die Frage, ob das Sinn macht. Dann wäre da natürlich noch das Problem der Sprachbarriere..." Es war leider nicht viel, was Rumar anbieten konnte. Wenn eine Verhandlung allerdings Sinn ergab und man vielleicht auf magische Weise das Sprachproblem lösen konnte, war er bestimmt nicht der Falsche für so einen Job.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 24.01.2020, 08:18:14
"Wenn wir mit ihm sprechen wollen, sollte ich das mit der Sprache schon hinbekommen," warf Solitaire ein. "Ich habe mir in Kalsgard von einem der Magier zeigen lassen, wie das geht."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 25.01.2020, 18:10:06
Garridan war eher skeptisch. Mit einem Riesen verhandeln? "Ich weiß nicht. Sollen wir ein Bier mit ihm trinken?"
Was konnten sie schon bieten. Aber er war nicht der Anführer der Karawane und wenn die anderen es probieren wollten, dann nicht ohne ihn.
"Aber wenn ihr geht, dann komme ich mit. Kann ja nicht sein, dass der Riese euch zu Brei schlägt, wenn ihr was falsches sagt."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 27.01.2020, 01:13:30
Mit dem Beschluss, die Wachen ab sofort zu verstärken und ansonsten so schnell wie möglich weiterzureisen, um einer Konfrontation mit dem Riesen wenn möglich aus dem Weg zu gehen, ging man schließlich in die Nacht und setzte das Vorhaben am nächsten Tag um. Dank des guten Wetters ging die Reise zügig vonstatten und tatsächlich schien der Riese sich nicht weiter um sie zu scheren.

Tag 48
Fast hatten sie die Begegnung vergessen, als sie drei Tage später frühmorgens zu einem neuen Tagesmarsch aufbrachen. Weit waren sie nicht gekommen, als sie die Gestalt des Hünen auf einem Hügel in der Nähe der Straße erkannten. Erneut stand er reglos da, doch schien es ihnen dennoch eine Art Abschiedsgruß zu sein. "Vielleicht haben wir sein Land nun durchquert." mutmaßte Ulf und sie alle hofften, diese Begegnung noch einmal vermieden zu haben.

Vom Riesen war jedenfalls den Rest des Tages nichts mehr zu sehen, und bei gutem Wetter kamen sie erneut schnell voran. Den ganzen Tag reisten sie und machten nur ab und zu Pause, um den Zugtieren eine kurze Rast  angedeihen zu lassen. Als die Sonne sich bereits langsam dem Horizont näherte, kam Mugin, der ein Stück voran geritten war, mit dem Eidolon zur Karawane zurück und berichtete von einer Beobachtung. Ein kleines Stück voraus lag eine kleine Hütte, wie sie sie bereits ab und an auf dem Weg vorgefunden hatten. Diesmal jedoch stand ein Ochsengespann davor - es war abgesehen vom Riesen das erste Mal seit Tagen, dass sie auf eine lebende Seele trafen; oder auch nicht, sollten sie vorsichtig sein und den Kontakt meiden.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 27.01.2020, 09:21:06
"Es schadet sicherlich nicht, ein paar Neuigkeiten aus der Gegend zu erfahren, oder was meint ihr?" fragte Solitaire die anderen, nachdem Mugin von seiner Entdeckungstour zurückgekehrt war, um ihnen zu berichten.

"Ich würde vorschlagen, wir gehen einfach vorsichtig hin und klopfen an. Ulf, sprechen die Leute hier oben im Allgemeinen die Handelssprache?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 30.01.2020, 06:12:40
Glück gehabt. Sie hatten den Riesen also nicht provoziert und es war auch gar nicht nötig gewesen, zu verhandeln. Rumar hätte sich daran versucht aber er war froh, dass er es nicht tun musste. Nun hieß es also wieder in die Zukunft zu blicken und die schien etwas Interessantes für sie bereitzustellen.
"Ja, wir sollten zumindest einmal Hallo sagen und sehen, ob wir ein paar Informationen über die Gegend bekommen können." stimmte er zu. Jemand der hier draußen alleine lebte, hatte bestimmt einiges zu erzählen. Es würde schon keine Probleme geben und wenn doch, dann waren sie ja kampferfahren.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 31.01.2020, 10:10:04
Garridan nickte und ging langsam auf die Hütte zu. Aber er hielt die Augen offen, er versuchte herauszufinden, wie viele Leute dort sein könnten, indem er auf Spuren im Schnee achtete und er sah sich um, ob sie beobachtet wurden.[1]
 1. Perception: 18
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 31.01.2020, 21:07:50
Als Garridan näher an die Hütte heranging, wurde ihm klar, dass hier niemand dauerhaft wohnte. Stattdessen war sie erbaut worden, um Reisenden Schutz zu bieten - und offenbar gerade in Benutzung. Dem Wagen nach zu urteilen waren es wohl Pelzjäger, die hier Unterschlupf gefunden hatten, und Garridan erkannte zwei unterschiedliche Spuren. Die Männer hatten sich keine Mühe gemacht, ihre Spuren zu beseitigen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 02.02.2020, 11:33:23
Er teilte seine Erkenntnisse den anderen mit. "Na, dann schauen wir doch mal, was es Neues hier oben gibt."

Er schaute in die Runde und wartete auf ein zustimmendes Nicken. Damit ging er auf die Hütte zu, klopfte an und ging dann wieder gut zwei Meter zurück, weg von der Tür, so konnten die Pelzjäger sie in Ruhe anschauen und sie die Pelzjäger.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 02.02.2020, 12:42:54
Es dauerte nur einen kurzen Moment, bis ein bärtiges Gesicht vorsichtig aus der Türe lugte. Als er die Wagen der Karawane sah, begannen seine Augen zu leuchten.
"He, Ivar, wir haben Besuch!" rief er ins Innere der Hütte, dann wand er sich Garridan zu. "Wir haben seit einer gefühlten Ewigkeit keine andere Menschenseele mehr getroffen! Kommt herein, wir haben sogar ein kleines Feuer im Ofen. Nur fürchte ich, dass es für alle eure Leute nicht reichen wird. Aber wir hören uns gerne ein paar Geschichten von eurer Reise an, oder von wo immer ihr gerade herkommt."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Arashi am 02.02.2020, 13:30:56
Arashi nickte Garridan nur zu. Es war unwahrscheinlich, dass sie hier angegriffen werden würden. In der Wildnis rauften sich normalerweise alle Reisenden zusammen, gerade wo sie hier weit weg von jeglicher Zivilisation waren. Arashi würde nicht der Erste in der Gruppe sein, und wohl nicht der Erste der sprechen würde, aber ersteinmal sollten sie sehen was sie in dieser Hütte vorfanden.

"Nun ja, wir können ja auch einfach draußen ein Feuer machen und wir gucken hier draußen was unsere Töpfe noch so hergeben. Und dann schauen wir wo wir hinwollen und ihr herkommt und können uns etwas über die Routen austauschen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 06.02.2020, 23:38:16
"Natürlich, das können wir auch machen." entgegnete der Jäger. "Heute ist das Wetter ohnehin mild."
Kurze Zeit später loderte dann auch draußen ein wärmendes Feuer, um das sich die Karawanenmitglieder und die beiden Pelzjäger versammelten. Die Wagen der Karawane waren in einem Halbkreis um die Hütte verteilt, und so langsam löste sich die Spannung der letzten Tage auf und alle waren froh, seit längerer Zeit mal wieder neue Gesichter zu sehen.

"Wir können euch nicht viel erzählen." begann Magnus, wie er sich inzwischen vorgestellt hatte. "Wir sind schon seit etwas mehr als zwei Monaten hier in der Gegend unterwegs, aber diesmal ist die Beute relativ dürftig. Südlich von hier sind eigentlich die besten Jagdgebiete, aber in diesem Jahr treibt sich dort ein Riese herum, dem wir lieber aus dem Weg gegangen sind. Aber wir haben genug gesammelt, dass wir bald die Heimreise antreten können und sicher bis zur Saison im nächsten Jahr über die Runden kommen. Überhaupt, der Winter steht vor der Tür, und so langsam wird es hier doch ungemütlich.

Ihr seht aus, als kämt ihr aus dem Süden. Habt ihr wirklich vor, im Winter über die Krone der Welt zu reisen? Klingt für mich ziemlich verwegen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 07.02.2020, 07:54:44
Erfreut über die Freundlichkeit, mit der sie empfangen wurden, hatte sich Solitaire natürlich auch am Lagerfeuer eingefunden.

"Einen Riesen haben wir unterwegs auch gesehen. Der hatte einen großen Wolf dabei. Wir haben uns aber auch von ihm ferngehalten," erzählte sie.

"Die Reise wird sicher spannend, aber wir sind zuversichtlich und wir haben einen guten Führer dabei. Uns ist natürlich auch klar, dass der Zeitpunkt nicht ideal ist, aber wir kommen schon zurecht. Wir sind gut vorbereitet. Dennoch sind wir natürlich für jeden Hinweis dankbar, der uns bei der Weiterreise helfen kann. Wir bauen darauf, vielleicht noch die eine oder andere kleine Siedlung anzutreffen, wo wir unsere Vorräte nochmal aufstocken können."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 08.02.2020, 07:43:09
Garridan war ganz froh, wieder einmal andere Gesichter zu sehen und so genoss er die Pause.

"Ja, der Riesen war ja auch nicht zu übersehen. Habt ihr hier früher schon mal Riesen angetroffen? Wohin wird euch eure Reise führen und wenn ihr die Gegend kennt ist euch ja vielleicht noch etwas aufgefallen, was anders ist als sonst?"

Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 08.02.2020, 13:32:05
"Man sagt, das hier sei früher mal Riesenland gewesen. Kann schon sein, es treibt sich immer mal wieder einer im weiteren Umkreis herum. Bisher haben wir die Erfahrung gemacht: Wenn wir sie in Ruhe lassen, lassen sie uns in Ruhe. Wir halten uns auf jeden Fall von ihnen fern, deshalb haben wir dieses Jahr auch südlich von hier nicht gejagt.
Ihr könntet es wahrscheinlich sogar mit einem oder zwei von ihnen aufnehmen, aber selbst wenn ich das könnte: Kein Riese hat mir jemals etwas getan, und ich will ihnen auch keinen Grund dafür geben."


Im Laufe des Abends ergaben sich viele Gespräche, und die Jäger hörten aufmerksam zu, als ihnen von den Vorkommnissen in Kalsgard berichtet wurde - sie selbst würden in einigen Tagen wieder dorthin aufbrechen, um die Früchte ihrer Jagd dort an den Mann zu bringen.[1]
Was die weitere Reise der Karawane betraf, hatten die beiden Männer eine schlechte Nachricht für Ulf, der vorhatte, auf der Route durch die Gaarjuk-Hügel im Dorf Rimakak halt zu machen.
"Das Dorf war verlassen, als wir vor ein paar Wochen in der Gegend waren. Warum, kann ich auch nicht sagen. Aber die Einwohner sind wohl weitergezogen; es sah nicht so aus, als wäre es ein Raubüberfall gewesen."
Ulf war offensichtlich nicht erfreut über diese Neuigkeiten und sprach deshalb auch noch einmal die weitere Route an. "Eigentlich hatte ich vor, durch die Hügel nach Norden abzukürzen. Ich kenne ein paar kleinere Siedlungen, wo wir Vorräte hätten auffrischen können, aber wenn Rimakak verlassen ist, weiß ich nicht, was uns sonst noch dort erwartet. Auf der westlichen Route sind wir weniger geschützt und werden länger brauchen, dafür gibt es auf dem Weg mehr Siedlungen. Das heißt aber auch", flüsterte er in einem Moment, als sie unter sich waren, "dass es dort mehr neugierige Augen geben könnte. Ich weiß ja nicht, ob ihr doch noch beobachtet werdet."

Jetzt war es tatsächlich an der Zeit, sich für einen der beiden Wege zu entscheiden, denn am folgenden Tag würden sie die Gabelung erreichen.
 1. In welchem Detail ihr das macht und ob ihr eure Beteiligung verraten wollt, bleibt euch überlassen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 09.02.2020, 05:40:01
Es war gut, endlich wieder neue Leute zu sehen und kennenzulernen. Rumar entspannte sich sichtlich bei den Gesprächen ums Feuer und genoss es, die Füße hochlegen zu können. Interessant zu hören, dass der Riese hier bekannt war, aber keine großen Probleme zu machen schien. Vielleicht handelte es sich tatsächlich um ein freundliches oder zumindest gleichgültiges Exemplar. Hörte sich so an, als wolle er einfach nur seine Ruhe haben und da die ihm gegeben wurde, hatte niemand Probleme. Gut so.
Doch es gab auch eine schlechte Nachricht an diesem Abend. Die Route musste angepasst werden und sie mussten entscheiden, welchen Weg sie nehmen wollten. Keine leichte Sache. Beide Routen hatten Vor- und Nachteile. Doch Rumar schien es, als sollten sie sich vor allem vor ihren Gegnern in Acht nehmen. Jeder kleine Vorteil sollte genutzt werden, weshalb sie Siedlungen, wenn möglich, meiden sollten.
"Ich bin dafür, dass wir so wenig Kontakt wie möglich haben." Er strich sich nachdenklich durch seinen Bart. "Es kann nur von Vorteil sein, wenn unsere Widersacher so wenig über uns wissen, wie möglich. Wir wissen nicht, wer alles für sie spioniert und Informationen einholt. Sie werden aufmerksam sein, nach dem was mit Kimandatsu passiert ist." Außerdem schien ja kein Raubüberfall dafür gesorgt zu haben, dass Rimakak verlassen war. Vielleicht musste man sich gar keine großen Sorgen darüber machen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 11.02.2020, 15:03:35
"Ich bin auch für die heimlichere Route. Vielleicht hat ja auch jemand die Leute vertrieben, um eine Passage ohne neugierige Blicke zu bekommen, ebenso wie wir sie suchen. Dann wäre es auch wichtig, dort entlang zu gehen, um zu sehen, was da los ist. Aber nur wenn wir unterwegs nicht verhungern. Was passiert denn, wenn alle Siedlungen dort verlassen sind, können wir uns dann versorgen?"

Ulf hatte sicher daran gedacht, aber er wollte es nochmal ausgesprochen  haben. Garridan hatte nichts gegen Gefahren, mit der Kälte kam er auch zurechnet, aber hungrig reisen wollte er nicht.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 12.02.2020, 00:36:06
"Das sehe ich auch so. Ich werde lieber mit Feinden auf dem Weg fertig als zu verhungern oder zu erfrieren," trug Mugin bei. Er war dicht bei den Feuern geblieben. Das warme Klima von Sandfleck vermisste er immer mehr.

Das Eidolon hielt sich mit ihrer Meinung zurück. Sie stimmte hier nicht mit ihrem Meister überein, allerdings konnte sie als Außenseiter die Gefahr des Verhungerns nicht einschätzen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 12.02.2020, 18:54:39
"Erfrieren halte ich bei unseren Möglichkeiten für ausgesprochen unwahrscheinlich. Das mit der Nahrung ist schon eher ein Problem, aber ich glaube auch hier sind wir im Zweifelsfalle gut genug aufgestellt, selbst wenn wir keine Vorräte aufnehmen können. Nichtsdestotrotz würde ich eher die längere Route wählen, die uns zu den Siedlungen führt. Die werden schon nicht alle verlassen sein. Was die neugierigen Augen angeht, darauf würde ich es ankommen lassen. Wirklich relevant ist doch eigentlich nur, ob sie wissen, was auf Rabenfels geschehen ist. Wenn sie das herausbekommen, dann werden sie sich ohnehin vorbereiten. Aber ich habe auch keine Einwände gegen den anderen Weg, wenn ihr diesen lieber wählen wollt," meinte Solitaire dazu.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Jehanna Grau am 13.02.2020, 12:24:46
Jehanna war sich unsicher, was hier nun das richtige Vorgehen sein sollte. Sie war es gewohnt, allein unterwegs zu sein und sich nur um sich selbst kümmern zu müssen. Da spielten solche Dinge selten eine Rolle. Aber dennoch stimmte sie Solitaire zu: "Ich weiß ja nicht, aber Zeit ist für uns doch kein absolut entscheidender Faktor, oder? Und ich glaube auch, dass das Risiko, dass wir hier oben entdeckt werden, nicht allzu groß ist. Und selbst wenn: was würden sie denn erfahren? Wir sind eine einfache Karawane mit Abenteurern, die sich durch das Eis kämpft. Mehr nicht."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Arashi am 13.02.2020, 21:05:36
"Wir werden verfolgt werden, je weniger wissen wo wir sind desto besser. Und egal ob sie es vielleicht auch so wissen. Ich möchte ungern, dass eine Abteilung Oni durch die Dörfer auf der Route ziehen.", gab Arashi zu bedenken. Er fuhr mit seiner Hand durch seinen Bart.

"Die Wildnis ist mein Freund, selbst hier oben auf dem Dach der Welt. Die Reise wird so oder so nicht einfach, aber wenn ihr lieber durch die Dörfer geht machen wir dies. Gozreh möge über unsere Wege wachen, egal welchen Weg wir gehen.

Ich denke wir sollten es nicht tot reden. Wenn ihr alle für den längeren Weg seid nehmen wir ihn. Wir können nicht in die Zukunft schauen. Wir werden sehen was uns erwartet."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 14.02.2020, 01:01:45
Ameiko, die das Gespräch verfolgt hatte, meldete sich endlich zu Wort. "Ich sehe es so wie Jehanna: Ich glaube nicht, dass Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Solange ich am Leben bin, können die Oni nicht die komplette Macht übernehmen, und falls sie auf uns warten, wird eine Verzögerung sie vielleicht sogar verwirren. Bisher haben wir trotz unserer Späher noch kein einziges Anzeichen dafür gesehen, dass wir verfolgt werden würden. Lasst uns den längeren Weg nehmen und die Gelegenheit nutzen, uns unterwegs mit Vorräten einzudecken. So können wir unsere Kräfte sparen für den beschwerlichsten Teil der Reise."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 17.02.2020, 08:38:04
Garridan war zwar nicht zufrieden mit der Entscheidung. So würden sie länger in dieser Kälte bleiben müssen, aber vielleicht war es so auch bequemer. Letztlich war es aber egal, die Entscheidung war nun getroffen und er würde das beste daraus machen.

"Na dann wissen wir ja, wohin es morgen geht." Er fragte Ulf noch nach der nächsten Siedlung, die auf ihrem Weg liegen sollte, und wie weit diese entfernt war. Und dann wanderte sein Blick wieder zum Feuer und zu den tanzenden Schatten der Flammen.

Irgendwann wickelte er sich in seinen Schlafsack und die Decken, um vor seiner Wache noch etwas Schlaf zu bekommen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 17.02.2020, 16:56:00
Die Entscheidung über den weiteren Verlauf ihrer Reise hatte Ameiko den anderen etwas abseits des Feuers mitgeteilt, denn es sollte dann doch nicht jeder mitbekommen, was sie vor hatten. Doch die Pelzjäger boten keinen Grund, misstrauisch zu sein, und am abendlichen Lagerfeuer entwickelte sich eine muntere und entspannte Unterhaltung. Es war spät, als - abgesehen von denen, die die erste Wache übernahmen - alle sich in ihre Schlafsäcke eingerollt hatten.

Am nächsten Morgen trennten sich die Wege der beiden Gruppen, und da die Hügel nun hinter ihnen lagen, kam die Karawane zunächst gut voran. Von dem Riesen war nichts mehr zu sehen - offenbar hatten sie sein Territorium tatsächlich hinter sich gelassen, und die Reise ging zunächst ohne jegliche Zwischenfälle voran, der eine oder andere begann bald, sich zu langweilen.

Das änderte sich jedoch am dritten Tag, als sich früh morgens das Wetter drehte und Ulf besorgt bemerkte, dass vor ihnen ein Schneesturm aufziehen würde. Dunkle Wolken verdunkelten das bisschen Sonne, das sie morgens normalerweise noch hatten, so dass es fast wirkte, als hätte die Nacht nicht aufgehört. Eines war klar: Wenn sie weiterzogen, würden sie mitten in den Sturm geraten. Doch auch wenn sie abwarteten, würde dieser sie erreichen, und sie würden sich einen geschützten Platz suchen müssen.[1]
 1. Ihr könnt eine Security-Probe (-2) gegen 22 ablegen (für die Karawane), um durch den Sturm zu reisen. Schafft ihr sie, reist ihr mit halber Geschwindigkeit, schafft ihr mindestens 18, mit 1/4. Ansonsten kommt ihr gar nicht voran. Die Probe kann irgendjemand beliebiges von euch ablegen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 18.02.2020, 11:25:31
Trotz des aufkommenden Sturmes überzeugte ihr Führer die Karawane, dass es am sichersten war, sich dem Unwetter zu stellen. "Wenn wir uns verkriechen, kann es passieren, dass wir eingeschneit werden und die Zugtiere verlieren. Solange sie in Bewegung sind, wärmen sie sich selbst auf."
Und so zog die Karawane weiter nach Norden, direkt in den Schneefall hinein, der nach und nach stärker und stärker wurde. Dazu kam der eisige Wind, der es bald beinahe unmöglich machte, in dem weißen Toben um sie herum noch mehr zu sehen als den direkten Nachbarn.

Die Wagenführer mussten höllisch aufpassen, dass sie den Vordermann nicht aus den Augen ließen, doch Ulf schien entweder den Weg blind zu kennen oder aber irgendwelche Sinne zu haben, die ihnen verwehrt blieben, denn er marschierte unbeirrt voran und schien zu keiner Zeit zu zweifeln, dass er auf dem richtigen Weg war.

Stunden um Stunden vergingen auf diese Weise, und der kalte Sturm trieb ihnen, sofern sie nicht auf magische Weise geschützt waren, sämtliche Wärme aus dem Körper, doch Ulf gönnte ihnen keine Pause. Irgendwann bemerkten sie, dass es um sie herum nun auch noch dunkel geworden war, doch an ihrer Fähigkeit, irgendetwas zu erkennen, änderte dies ohnehin kaum noch etwas. Doch auch jetzt trieb Gormundr sie weiter an, obwohl langsam die Kräfte jedes Einzelnen an ihr Ende zu gelangen schienen.

"Wir müssen rasten, sonst fallen wir bald tot um." begann der eine oder andere zu denken, doch entsprechende Bitten in Ulfs Richtung schmetterte dieser ab: "WIR SIND BALD DURCH! NUR NOCH EIN BISSCHEN WEITER!" schrie er, um sich über das Toben hinweg überhaupt verständigen zu können, und die Bittenden fragten sich langsam, ob der Mann übergeschnappt sei.

Doch dann, fast abrupt, ließ zunächst der Lärm und kurz danach das Schneetreiben tatsächlich nach, und sie hatten den Sturm, der weiter nach Süden trieb, hinter sich gelassen. Nun, da es nur noch leicht schneite und sie wieder Sicht hatten, bemerkten sie, dass die Dämmerung schon wieder hereingebrochen war: Ein leichter rötlicher Schimmer legte sich über eine dichte, weiße Schneedecke, die bis zum Horizont die gesamte Landschaft bedeckte. Sie hatten dem Sturm getrotzt, doch würde Ulf in dieser weißen Wüste den Weg finden? Waren sie überhaupt noch auf der richtigen Fährte? Doch diese Fragen konnten sie später klären, jetzt durften sie endlich ihre geschundenen und durchgefrorenen Körper ausruhen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 18.02.2020, 13:52:54
Garridan spürte zwar die Kälte nicht, aber der Sturm peitschte ihm die kleinen spitzen Eiskörner mit solcher Wucht ins Gesicht, dass es wie tausend kleine Nadeln anfühlte. Er versuchte das Gesicht so oft wie möglich aus dem Sturm weg zu drehen, aber es gelang ihm kaum. Wie es den anderen gehen musste, konnte er sich kaum vorstellen. Aber es half nichts, der Weg aus dem Inferno war immer geradeaus.

Als sie schließlich hindurch waren, fühlten sich seine Beine an wie Pudding. "Seid ihr alle in Ordnung oder ist jemand verletzt?" Er half den anderen beim Aufbau des Lagers, versuchte ein Feuer zu machen und denjenigen zu helfen, die sich kaum mehr auf den Beinen halten konnten.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 18.02.2020, 14:25:06
Vor dem Schlafengehen hatte Solitaire noch einige Zauber gewirkt, die sie und andere am nächsten Tag vor der Kälte schützen konnten[1]. Für Phoebe hatte die Zauberin sogar einen speziellen Zauber parat, der ihr Gefieder den Widrigkeiten anpasste, was auch dazu führte, dass sie nun in einem komplett weißen Federkleid daherkam[2]. Insofern war die Kälte kein großes Problem, aber anstrengend war die Reise durch den Schneesturm dennoch, vor allem da sie derartiges Wetter nun wahrlich nicht gewohnt waren.

Dementsprechend erleichtert war die junge Varisierin auch, als sie den Sturm endlich hinter sich gebracht hatten und wieder etwas mehr sehen konnten. Die Pause war eine Wohltat.
 1. Endure Elements
 2. Winter Feathers
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Jehanna Grau am 18.02.2020, 14:43:45
Jehanna war selbst überrascht wie wenig ihr die Kälte ausmachte. Es schein fast so als wäre in ihrem inneren ein Feuer erwacht, das heiß genug brannte, um sie die ganze Zeit über warm zu halten.[1] Als der Sturm dann endlich vorbei war, nahm sich die junge Frau einen Augenblick Zeit, um zu verschnaufen und dann leuchteten ihre Augen in gefährlichen Flammen auf und sie erhob sich mit ihren Kräften langsam in die Luft. Sie wollte sehen, ob sie irgendwelche Umgebungsmerkmale entdecken konnte, die Ulf dabei weiter helfen konnten, den Weg zu finden.[2]
 1. Cold Adaption
 2. Self Telekinesis
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 20.02.2020, 23:06:27
Mugin fluchte als sie den Schneesturm kommen sahen. Er verkroch sich in die Wagen wenn immer er konnte, eingehüllt in so viele Decken wie er organisieren konnte. Doch hier und da musste auch er anpacken und so zehrte der Sturm an seinem Stamina. Er warf nicht nur einmal Blicke auf die Tränke die vor den Elementen schützten, aber die hatte er eigendlich das ewige Eis hergestellt oder eben für Notfälle.

Das Eidolon wiederum war kaum in Mitleidenschaft gezogen. Ihre Schuppen schützen sie vor Schnee und Hagel und auch die Kälte machte ihr nichts aus.

"Was nun?" fragte er die Anderen. "Wissen wir in welche Richtung wir weiter müssen?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 21.02.2020, 03:21:21
Auch wenn Rumar durch seine magischen Schuhe vor der Kälte geschützt war, ging der Schneesturm nicht einfach so an ihm vorbei. Der Wind zerrte an ihm und seiner Kleidung. Der Schnee durchnässte alles innerhalb von Sekunden und das Eis stach überall dort, wo er nicht irgendwie durch dicke Winterkleidung geschützt war. Rumar versuchte sich in eine geschützte Position zu bringen aber das war schwer. Der Sturm war überall. So musste er lernen, irgendwie mit der Situation klarzukommen.
Stoisch kämpfte er sich voran. Er hatte so viele Jahre überlebt, da würde ihn so ein Schneesturm schon nicht in die Knie zwingen. Er war ein zäher, alter Mann. So war es dann auch und nach Stunden, die sich wie Tage anfühlten, war der Sturm endlich vorbei. Er atmete tief durch und gönnte sich eine kurze Auszeit. "Mir geht es gut." gab er an Garridan zurück. Den Antworten der anderen Gruppenmitglieder hörte er aber sehr interessiert zu. Sollte jemand Hilfe benötigen, wäre er sofort zur Stelle.
"Erst einmal ruhen wir uns einen Moment aus.", antwortete er Mugin lächelnd. Nach so einer Tortur musste das sein. Die andere Frage konnte Rumar allerdings nicht beantworten. So zielsicher sie Ulf durch den Sturm geführt hatte, waren sie doch bestimmt noch auf dem richtigen Weg, oder nicht? Dafür war Ulf ja überhaupt mitgekommen. Um sie zu führen. "Wie ist unsere Situation, Ulf?", fragte er deshalb interessiert nach.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 26.02.2020, 00:34:45
Ulf war die Erschöpfung anzumerken, und auch alle anderen spürten die Müdigkeit in ihren Knochen.
"Wir bauen unser Lager hier auf und legen uns erst einmal schlafen. Alles andere wäre Wahnsinn, und vermutlich würden wir zumindest das eine oder andere Zugtier verlieren. Gegen Mittag sollte ich ausgeruht genug sein, um mich umzusehen und hoffentlich unsere Lage zu bestimmen. Die Nacht sollten wir ebenfalls noch hier verbringen und dann morgen früh weiterreisen."

Da alle froh waren, nun nicht noch weiter marschieren zu müssen, wurde der Plan schnell in die Realität umgesetzt und bald fand sich die Gruppe in ihre Schlafsäcke eingehüllt an einem kargen Feuer in der Mitte einer Wagenburg wieder, und einer nach dem anderen schlief ein, abgesehen von den Wachen, die sehnsüchtig auf ihre Ablösung warteten.
Nachdem am frühen Nachmittag alle die erste Erschöpfung überwunden hatten, begannen die Köche, eine wärmende und stärkende Suppe zuzubereiten, während Ulf mit einigen Spähern die Umgebung durchstreifte. Als die anderen sich bereits mit einer Extraportion den Magen gefüllt hatten und wieder zu Kräften gekommen waren, kehrten die Kundschafter zurück.
"Ich habe gute und weniger gute Neuigkeiten. Die gute Nachricht ist: Wir sind so gut wie nicht vom Weg abgekommen! Die weniger gute betrifft die Handelsstraße. Die gesamte Umgebung liegt unter einer fast meterdicken Schneedecke, und die nächsten Tage werden uns einiges an Mühen und auch Zeit kosten, uns dort hindurch den Weg zu bahnen. Aber eine Alternative haben wir ohnehin nicht, also lasst uns noch einmal bis morgen früh neue Kräfte schöpfen und dann weiterreisen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 27.02.2020, 19:43:42
"Das bedeutet zwar, dass es langsam voran geht, aber wenigstens geht es voran. Und in die richtige Richtung. Das klingt doch garnicht so schlecht," meinte Solitaire voller Optimismus.

Sie bedankte sich bei den Köchen für das leckere Essen und war auch sonst bemüht, die Stimmung hochzuhalten.

Gegen Abend nahm sich die Varisierin ihr Zauberbuch vor, um ihre Schutzzauber zu erneuern. Auch Mugin, der offensichtlich unter der Kälte stärker zu leiden hatte, bedachte sie mit einem entsprechenden Zauber[1]. Ulf bot sie die Magie ebenfalls an, falls er nicht ablehnen sollte.

Außerdem wirkte sie einen weiteren Zauber, der eine schneeweiße Halbkugel mit etwa 12m Durchmesser innerhalb der Wagenburg erschuf[2]. Im Inneren dieses "Zauberiglus" war es angenehm warm und vom Wind spürte man auch nichts. Von draußen konnte man nicht hineinsehen, aber von drinnen hinaus. Dort breitete die Zauberin ihre Schlafrolle aus, um sich schlafen zu legen. Natürlich hielt sie niemanden auf, sich ebenfalls im Schutze der magischen Sphäre ein Nachtlager zu machen[3].
 1. Endure Elements
 2. Tiny Hut
 3. Platz gibt es im Inneren für bis zu neun Gäste
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 29.02.2020, 04:26:00
Nach dem, was sie durchgemacht hatten, war ein bisschen Schlaf wahrscheinlich wirklich die beste Idee. Rumar nickte. Er half noch dabei das Lager aufzubauen aber merkte, dass sein Körper nicht ganz so willig war, wie sein Geist. Nach einem Nickerchen gab es dann eine gute und eine schlechte Nachricht. Er seufzte. "Es könnte schlimmer sein." pflichtete er Solitaire zu. Die Aussicht auf weitere harte Arbeit erfreute ihn zwar nicht aber war nicht überraschend. Da mussten sie eben durch.
Später nahm sich Rumar Zeit, den Göttern für ihre Hilfe zu danken. Die Gruppe hatte es unbeschadet durch den Sturm geschafft und zumindest für ihn gab es keinen Zweifel daran, dass sie Hilfe bekommen hatten. Sollte Interesse daran bestehen, würde er sogar einen kleinen Gottesdienst führen. Schließlich war er eine lange Zeit Priester gewesen. Als es Zeit war schließlich schlafen zu gehen, nahm er gerne Solitaires Angebot an. Das Alter war schon anstrengend genug für ihn, da musste er solchen Komfort nutzen. Dankend machte er es sich im Iglu ebenfalls gemütlich und schlief innerhalb weniger Minuten ein.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Jehanna Grau am 29.02.2020, 11:45:53
In den Schneemassen bereitete Jehanna sich schon einmal darauf vor mit ihren Kräften Schnee zu bewegen. Das würde in den nächsten Tagen wohl mehr als nötig werden, wenn sie versuchten sich einen Pfad durch diese weiße Wüste zu bahnen. Ansonsten ging sie ganz normal ihren Aufgaben in der Karawane nach. Die Kälte machte ihr noch immer nichts aus und so konnte sie sich trotz des schlechten Wetters noch immer recht komfortabel fühlen und trotz der Kälte gut schlafen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 29.02.2020, 14:37:40
Die kommenden Tage brachten zwar gutes Wetter, dennoch war die Reise durch den tiefen Schnee äußerst beschwerlich. Zwar konnte Jehanna bei den heftigsten Hindernissen mit ihren Kräften gute Dienste leisten, doch auch sie hatte nur endliche Kräfte, und den Weg von Tonnen und Abertonnen von Schnee zu befreien, war schlicht unmöglich.

Die Tiere hatten die schwerste Arbeit zu leisten, und um sie nicht an den Rand der Erschöpfung zu bringen, musste die Karawane immer wieder lange Pausen einlegen, und so kamen sie nur wenige Meilen pro Tag voran. Dazu kam, dass sie bislang noch nicht eine der angeblich so zahlreichen Siedlungen zu Gesicht bekommen hatten; sei es, weil sie durch den Sturm doch etwas vom eigentlich Weg abgekommen sein sollten, oder weil die Siedlungen, die hier im Norden oft nur vorübergehende Zeltlager von Nomaden waren, in dieser Gegend verlassen waren. Auch das Jagen brachte gerade nur spärliche Erfolge und Koya begann, sich um ihre Vorräte Sorgen zu machen, wenn sie nicht bald eine Siedlung oder reichere Jagdbeute machen konnten.

Doch schließlich, am 65. Tag ihrer Reise, erblickten sie am Nachmittag endlich eine Siedlung am Horizont und mit spürbar gehobener Laune hielten sie darauf zu. Nach einer Stunde waren sie nah genug, dass sie dort auch Personen hätten ausmachen können, doch beunruhigt stellten sie fest, dass auch diese Siedlung scheinbar unbewohnt war. Erst als sie sie fast erreicht hatten, bemerkten sie aus einer der Hütten einen Lichtschein wie von einem flackernden Feuer - wenigstens einen Bewohner gab es also!
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 29.02.2020, 18:50:09
Garridan merkte schnell, dass ihm diese eintönig weiße Weite zunehmend auf die Laune schlug. Vielleicht war es gut, dass sie diesen Weg eingeschlagen hatten, auch wenn seine Hoffnung auf eine Siedlung Tag für Tag enttäuscht wurde. Die Tage waren alle gleich: aufstehen, das Lager abbrechen, losziehen. Oft schoben sie die Wagen mehr durch den Schnee als das sie gezogen wurden. Pausen machen, weiterziehen, Lagerplatz finden, Lager aufbauen, essen und schlafen. Tag ein Tag aus. Aber schließlich ließ er sich von der Eintönigkeit der Reise einfangen und funktionierte einfach. Je weniger er darüber nachdachte, desto eher waren die Tage vorüber, zu sehen gab es ja doch nichts.

Aber irgendwann erkannten sie am Horizont das Dorf und sofort war er hellwach. Als sie näher kamen und sahen, dass alles verlassen wirkte, kam der Frust wieder hoch, aber immerhin könnten sie man wieder unter einem festen Dach schlafen. Als sie dann das Licht entdeckt hatten, war seine Neugier geweckt.

"Ich schleiche mal vor und sehe mir das an." Eigentlich war es keine Frage und so wartete er auch nicht auf eine Antwort, sondern zog los. So leise wie möglich näherte er sich der Lichtquelle, Deckung war hier auf freier Fläche ja keine zu finden.[1]
 1. Stealth 17
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 29.02.2020, 23:03:03
Garridan kam recht nahe an die Hütte heran, als sich plötzlich die Tür öffnete und ein Trapper heraustrat. Mit einem breiten Lächeln sah er Garridan an und sagte: "Na was haben wir denn da? Ein Fremder? Komm herein und wärm dich an meinem Feuer!"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 01.03.2020, 16:22:31
Auch wenn es beschwerlich war, auf Solitaire wirkte die Gegend alles andere als trostlos. Die weiten Ebenen voller Schnee, die Berge, hier waren Naturgewalten am Werk, wie man sie in Varisia nie antreffen konnte. Es war faszinierend und wunderschön. Dass ihre Magie die Kälte von ihr fernhielt tat sicherlich einen guten Teil dazu, dass sie die Natur eher genießen konnte. Dennoch, die Anstrengung merkte man jeden Abend und war froh, sich für ein paar Stunden ausruhen zu können.

Als sie dann endlich ein Lebenszeichen erblickten, war Garridan schon unterwegs, um die Lage auszukundschaften. Er sehnte sich offensichtlich nach einer Veränderung. Irgendetwas, was nicht Schnee und lange Märsche beinhaltete. Wie schon zuvor, schien hier nur jemand Unterschlupf vor dem Wetter gesucht zu haben. Die Varisierin machte sich daher auch auf den Weg zur Hütte, aus der der Trapper gerade herausgekommen war. War er etwa allein hier oben unterwegs? Es schien fast so.

"Seid gegrüßt! Wir haben einen anstrengenden Tag hinter uns und sagen zu einem wärmenden Feuer und einem festen Dach über'm Kopf sicherlich nicht nein."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 01.03.2020, 17:18:12
Mugin war äußerst dankbar über Solitaires Zauber. Der Schutz vor der Kälte war ein Segen und auch das magische Iglu war fantastisch. Er hingegen fühlte sich etwas überflüssig oder noch schlimmer als Ballast. Der hohe Schnee zwang ihn auf den Wagen zu bleiben und selbst wenn er mit angepackt hätte, wäre der Effekt nur gering.
Das Eidolon half wo es konnte. Sie schob Wagen aus Schneewehen oder ersetzte sogar erschöpfte Zugtiere. Ihre Ausdauer schien unendlich zu sein. Sie versuchte Mugin zu überzeugen das ihr Mitwirken nur durch ihn möglich war, aber das heiterte ihn nur gering auf.

Auch das verlassene Dorf half nicht sein Gemüt aufzuhellen, aber dann fanden sie doch noch eine bewohnte Hütte. Mugin kletterte auf den Rücken des Eidolon und ließ sich von ihr dorthin tragen. Ein wenig Abwechslung würde ihm gut tun.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 03.03.2020, 12:34:07
Garridan ärgerte sich, dass er so leicht entdeckt wurde, aber wie sollte man sich in dieser weißen Wüste auch verbergen.

"Das ist aber eine freundliche Begrüßung, wir müssen aber zuerst unser Lager aufschlagen, wir passen wohl nicht alle um euer Feuer. Aber wisst ihr, warum diese Siedlung verlassen ist, wo sind all die Leute hin?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 07.03.2020, 01:20:59
Doch die freundliche Begrüßung währte nicht lange: Gerade als Garridan im Eingang der Hütte stand, explodierte das Feuer in einem gewaltigen Feuerwerk, das auch Solitaire, die ein Stück hinter Garridan folgte, noch beeindruckte.[1]
 1. Garridan und Solitaire: Bitte eine Willenskraftprobe gegen 19, ansonsten seid ihr für 2 Runden geblendet. Außerdem bitte eine Initiative von allen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 12.03.2020, 00:54:47
Der freundliche Trapper, soviel konnte Garridan durch die Funkenwolke sehen, hatte sich in eine scheußlich anzusehende alte Frau verwandelt. Solitaire hatte nicht so viel Glück, sie hatte genau im falschen Moment in die Feuerexplosion geschaut, und ihre Augen hatten sich von dem Schock noch nicht erholt.[1]
Eine Sache war Garridan sofort klar: dieses Feuer war kein Unfall gewesen und das alte Weib wollte ihnen nichts Gutes.

~~~
Runde 1
Garridan
Solitaire (blind)
Hexe
Mugin
Eidolon
Jehanna
 1. 2 Runden blinded
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 12.03.2020, 01:21:11
Da sie nichts mehr sehen konnte, verharrte Solitaire erstmal an Ort und Stelle. Garridan war vor ihr und im Eingang der Hütte und die anderen würden schon nachkommen. Sie wirkte noch einen Zauber, den sie schon zu Beginn der Reise in ihren magischen Ring gespeichert hatte[1], um sich zumindest ein wenig zu schützen.
 1. Greater Stunning Barrier
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 12.03.2020, 08:05:37
Garridan erschrak kurz, als das Feuer explodierte, aber sofort erwachte der erfahrene Kämpfer in ihm. Er merkte zunächst gar nicht, was mit Solitaire los war, denn schon war das Schwert in seiner Hand[1]. Er zögerte nicht und ging zum Angriff über, während er nach hinten rief "Zu den Waffen!".[2]
 1. Quick draw
 2. Angriff 1: AC 18, Schaden 8 + 2 (Feuer) ggf. +7 (sneak, weil die Hexe in der ersten Runde noch nicht gehandelt hat); 2: AC 28 (Krti bestätigt mit 28), Schaden 24 + 2 (Feuer) + ggf. 8 sneak
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 12.03.2020, 23:49:29
Erst zu spät bemerkte Garridan das grünliche Feuer, in das die Gestalt gehüllt war - doch was hätte er anderes tun können als dennoch zuzuschlagen. Doch kaum kam sein Schwert der Figur nahe, sprang das Feuer auf ihn über und hüllte auch ihn ein.[1] Dennoch: Wenigstens einer der Schläge traf und der Schrei der Kreatur zeigte, dass sie durchaus verwundbar war.

Doch die Hexe, oder was immer sie war, war nicht gewillt, sich einfach erschlagen zu lassen. Ein Blitz aus grünen Flammen schoss an Garridan vorbei auf Solitaire zu, die die Gefahr nicht einmal kommen sah. Doch plötzlich spürte sie einen grausamen Schmerz und fühlte sich, als ob ihr gesamter Körper in Flammen stehen würde.[2]


~~~

Runde 2
Gruppe
Hexe
 1. Ich habe die Willenskraftprobe für dich gemacht (muss jeder machen, der sie im Nahkampf angreift). Du bekommst 50% erhöhten Feuerschaden und bist außerdem sickened (-2 auf Angriff, Schaden, Skillproben, Saving Throws und Ability Checks. Außerdem leuchtest du wie unter dem Effekt von Fairy Fire. Das hält zehn Minuten.
 2. Treffer mit 29, 29 Feuerschaden. Bitte Willen Save gegen 22 oder du bekommst das gleiche wie Garridan.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 13.03.2020, 11:28:06
Von dem Feuerstrahl schwer getroffen, wankte Solitaire bereits. Da sie immer noch nichts sehen konnte, musste sie sich etwas einfallen lassen, um sich ersteinmal in Sicherheit zu bringen.

Die Varisiern wirkte einen weiteren Zauber[1], woraufhin um sie herum plötzlich eine Wolke aus schwarzen Federn wirbelte, während sie selbst verschwand. Eine kleine, schattenhafte Rabengestalt flog daraufhin etwas unbeholfen nach Süden[2].
 1. Raven’s Flight
 2. Withdraw/Double Move 100/2=50 ft. (flying) nach Süden
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Jehanna Grau am 13.03.2020, 22:05:48
Jehanna zögerte nicht lange als Garridan etwas von Angriff rief, bewegt sich so, dass sie das Ziel, das zum Glück von Flammen erleuchtet wurde, sehen konnte und griff sich dann ein loses Brett von einer der Hütten und schleuderte es mit voller Wucht auf die Hexe.[1]
 1. Move so, dass jehanna das Ziel sehen kann, Standard: Kinetic Blast 20, 42 SP (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,8290.msg1080731.html#msg1080731)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 15.03.2020, 08:21:16
Garidan nutze die Gelegenheit, als die Hexe ihm eine Gelegenheit für einen Schlag bot und nutzte sie auch.[1]

Angespornt durch den Treffer setzte er gleiche nach, dieses Wesen war wahrlich gefährlich und musste schnell besiegt werden.[2]
 1. Gelegenheitsangriff AC 28, Schaden 8 + 3 Feuerschaden
 2. 1: 25, Schaden 15 + 2 Feuer; 2: 27 (Krit mit 27 bestätigt): 25 + 3 (Feuer)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 17.03.2020, 15:41:41
Überrascht stieg Mugin vom Eidolon ab. Er hatte eine nette Unterhaltung wie mit den Pelzjägern erwartet, nicht jedoch eine Hexe und Feuersträhle. Er machte sich sofort daran die Gruppe zu stärken.[1]

Das Eidolon wollte Garridan zu Hilfe eilen, aber bei ihm war zu wenig Platz, also suchte sie nach einem anderen Weg in die Hütte.[2]

 1. Haste auf Rumar, Jehenna, Eidolon, Mugin und Arashi
 2. Bewegung zur Hexe, am besten in Flankenposition (21m/Aktion)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 27.03.2020, 13:41:40
Auch wenn die übrigen bislang mit ihren Angriffen glücklos waren, setzte Garridan der Hexe stark zu - was nun aber endlich auch ihre Aufmerksamkeit auf ihn lenkte. Sie machte einen Schritt zur Seite, um das Eidolon nicht länger im Rücken zu haben[1] und griff mit ihrer grün lodernden Hand nach Garridan. Beinahe wäre es ihm gelungen, ihrem Griff auszuweichen, doch nur beinahe - und als er ihre Hand spürte, durchfuhr es ihn kalt und heiß zugleich, als würde er mit einer kalten Flamme innerlich verbrennen.[2]
 1. 5-ft-Step vom Eidolon weg, weiterhin im Nachbarfeld zu Garridan
 2. 15 Touch reicht gerade so, wenn ich nichts übersehen habe. 31 Schaden (wegen dem Debuff)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 29.03.2020, 10:09:54
Runde 3
Gruppe
Hexe
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 29.03.2020, 10:18:22
Solitaire konnte endlich wieder etwas sehen. In die Hütte konnte sie im Moment nicht hineinblicken, aber der Kampf war offensichtlich noch im Gange. Ihre Wunden schmerzten. Sie wollte sich nicht nocheinmal in die Nähe dieser Hexe wagen, aber aus einer hoffentlich sicheren Entfernung würde sie vielleicht noch etwas mithelfen können. Daher wirkte sie einen Zauber, der ihre Schritte beschleunigte[1] und bewegte sich wieder zurück, dabei aber auch weiter von der Hütte weg[2].
 1. Expeditious Retreat
 2. Bewegung 60 Fuß nach links oben
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 30.03.2020, 11:10:12
Garridan spürte die Schmerzen der Treffer, die er eingesteckt hatte, aber noch sank sein Mut nicht. Er bewegte sich einen schritt, um die Hexe wieder mit dem Eidolon in die Zange zu nehmen. Dann griff er erneut an, allerdings wich die Kreatur diesmal seinen Schlägen geschickter aus.[1]
 1. evtl. Treffer beim 2 Angriff mit 24, Schaden 9 +11 (sneak)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 31.03.2020, 13:05:11
Jehanna

Jehanna bewegte sich ein paar Schritte näher[1], um besser zielen zu können, und schleuderte mithilfe ihrer telekinetischen Kräfte erneut herumliegende Gegenstände auf die Hexe[2].
 1. Move: auf 30 Fuß annähern
 2. Standard: Kinetic Blast 30, 43 SP (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,8290.msg1081513.html#msg1081513)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 31.03.2020, 13:08:12
Rumar

Der alte Mann bewegte sich in die Nähe der Hütte, um eingreifen zu können, wenn es nötig werden würde[1].
 1. Doppelte Bewegung in die Nähe des Eingangs der Hütte
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 31.03.2020, 13:26:25
Garridan und Jehanna brachten die in grüne Flammen gehüllte Frauengestalt bereits zum Wanken, als das Eidolon schließlich das Werk vollendete: Dank Garridans Ablenkung traf einer ihrer zahlreichen Angriffe die Hexe, die daraufhin einen durchdringenden Schrei von sich gab, während ihr Körper sich schlicht in Luft aufzulösen schien. Sie brauchten eine Weile, bis sie begriffen hatten, dass der Kampf offenbar zu Ende war, auch wenn Garridan und Solitaire weiterhin in die grünlichen Flammen gehüllt waren, die aber zumindest nicht weiter schmerzten und nach einiger Zeit auch von selbst wieder verschwanden.[1]

Auch wenn dieser Kampf letztendlich glimpflich ausgegangen war: Er hatte ihnen noch einmal deutlich vor Augen gehalten, dass sie hier überall auf der Hut sein mussten und dass diese eisige Umgebung ihnen alles andere als freundlich gesinnt war.
 1. Nach 10 Minuten
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 31.03.2020, 15:32:18
"Ist sie weg?"

Die Stimme kam aus Solitaires Richtung, aber es war nicht die Halbelfin selbst, sondern Phoebe.

"Du bist gut. Du wurdest ja nicht beinahe bei lebendigem Leibe verbrannt," erwiderte die junge Varisierin mit leicht wimmernder Stimme.

Die kleine Drossel sagte daraufhin mit ihrer piepsigen Stimme: "Oh, ähm... ja. Naja, Hauptsache sie ist jetzt weg, ja?"

Rumar, der gerade erst herangeeilt war, um Garridan zu unterstützen, den es ebenso schwer getroffen hatte, beruhigte die Gemüter aber schnell wieder. "Keine Sorge, ich kann mich um die Verbrennungen kümmern."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 01.04.2020, 14:25:09
Garridan war froh, als das Eidolon sich in den Rücken der Hexe verbiss und sie erledigte. Als aber die Wirkung ihrer Magie nicht verschwand, blieb er misstrauisch, hielt die Waffe weiter Kampfbereit und sah sich um. Nur langsam beruhigte er sich, bis ihm die Magiekundigen sagten, das manche Zauber erst mit der Zeit verschwanden.

"Miststück", am liebsten hätte er auf den Körprer der Hexe gespuckt, aber er konnte sich gerade noch beherrschen. Als die Anspannung wich trafen ihn die Schmerzen wie ein Faustschlag. Aber er jammerte nicht und Rumar kümmerte sich bald um die Wunden. Und als dann das grässliche Leuchten verschwunden war, war er wirklich sicher, dass es geschafft war.

Später begann er dann das Gebäude näher zu untersuchen, falls die anderen das nicht schon getan hatten.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Arashi am 01.04.2020, 19:58:02
Kaum hatte der Kampf begonnen und Arashi war bereit einzugreifen, war der Kampf auch schn vorbei. Die Frau brutzelte irgendwie weiter vor sich in. So etwas hatte Arashi noch nie gesehen. Aber die Welt war groß und vieles wird Arashi noch nicht gesehen haben.

"Was war das denn?", wunderte sich Arashi laut, als er durch die Hütte schritt und sich umsah.[1] "Da gibt es wohl keine Gastfreundschaft mehr was?", kicherte Arashi vor sich hin.
 1. Perception: 35
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 02.04.2020, 23:59:35
Rumar

Rumar heilte in der Zwischenzeit einen Teil der Wunden[1], die Garridan[2] und Solitaire[3] in dem Kampf davongetragen hatten, was bereits eine deutliche Linderung herbeiführte.
 1. 2x Cure Moderate Wounds (2. Grad)
 2. 20 Trefferpunkte geheilt
 3. 16 Trefferpunkte geheilt
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 03.04.2020, 11:55:58
Es brauchte nicht viel Wissen um festzustellen, dass die Alte, die sie gesehen hatten, irgendeine Art untoter Geist gewesen sein musste.[1] Die Hütte schien auf den ersten Blick zwar bewohnt gewesen zu sein, doch jetzt, da die Hexe tot war, erkannten sie schnell, dass es auch nicht viel mehr als eine der anderen verlassenen Hütten zu sein schien. Immerhin fanden sie ein paar Vorräte, die noch genießbar waren - mehrere kleine Fässer mit Bier sowie eine Kiste mit gedörrtem Lachs und Bärenfleisch[2]

Als sie bereits gehen wollten, fiel Arashi jedoch ein loses Bodenbrett auf, das ihm irgendwie verdächtig vorkam. Als er es vorsichtig entfernte, fand er darunter, eingewickelt in ein Bärenfell, einen leichten Streitkolben, der aus einem extrem seltenen Metall gefertigt war: Adamantium.[3] Offenbar musste ein früherer Bewohner der Hütte diesen hier einst zurückgelassen haben - und war wohl nie wieder zurückgekehrt, oder aber der Hexe zum Opfer gefallen.
 1. Wer möchte, kann eine Knowledge (Religion) Probe dazu machen.
 2. alles zusammen 13 Vorratseinheiten
 3. https://www.d20pfsrd.com/equipment/special-materials/
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 03.04.2020, 18:25:25
Der Kampf war kurz, aber brutal gewesen und so ließ Mugin Rumar den Vortritt sich um die Verletzten zu kümmern und wartete Nahe der Hütte. "Ich gestehe, auf meiner Liste von möglichen Gefahren, war eine feuerspuckende Hexe oder Geist in dieser eisigen Einöde nicht sehr weit oben. Vielleicht hätte ich doch ein paar Feuerschutztränke brauen sollen." Dazu war es jetzt aber zu spät und die Gefahr sowieso vorrüber.

Das Eidolon stellte mit ein paar Krallenhieben sicher das ihre Angreiferin tatsächlich tot war, doch sie griff nurnoch nach Luft. Sie hatte keine Ahnung was genau sie da gerade bekämpft hatten und versuchte sich zumindest den Geruch der alten Frau zu merken, wenn sie denn überhaupt einen abgesondert hatte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 04.04.2020, 12:46:25
Nachdem seine Wunden einigermaßen versorgt waren und das bittere Kraut gegen die Schmerzen seine Wirkung tat, begann er sich wieder für seine Umgebung zu interessieren. Das Durchsuchen hatte Arashi bereits übernommen. Garridan hatte das Gefühl, als ob s´die anderen sich zum Aufbruch rüsteten, aber er merkte, dass er dazu nicht die geringste Lust hatten.

"Wollen wir es uns hier ein bisschen gemütlich machen? Eine Nacht unter einem richtigen Dach wäre schon sehr reizvoll? Die Sonne steht schon tief, wirklich weit werden wir heute sowieso nicht kommen."

Er hoffte, dass es weniger als Frage sondern eher als Aufforderung rüber kam, er hatte hier zwar nicht das Kommando, aber vielleicht war er ja nicht der Einzige, der gerne bleiben würde.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 04.04.2020, 13:14:48
Solitaire hatte nichts dagegen. "Es ist ohnehin bereits Nachmittag und allzuweit werden wir nicht mehr kommen. Einen besseren Rastplatz werden wir auch kaum finden und jetzt, wo die Hexe nicht mehr ist, sollte es hier ja auch sicher sein."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 06.04.2020, 02:13:24
"Ich gestehe das Nekromantie nie mein bestes Fach auf der Akademie gewesen ist, aber wenn es hier einen Geist gab dann könnte es auch noch andere Untote geben. Wir sollten den Rest des Dorfes wohl besser absuchen bevor wir die Karawane herüberrufen." Mugin und das Eidolon machten sich also auf auch die anderen verlassenen Gebäude zu durchsuchen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 06.04.2020, 09:59:39
"Ich habe nicht allzuviel sehen können," bemerkte Solitaire. "Meinst Du, das war ein Geist?"

"Phoebe, was meinst Du dazu?"[1]
 1. Knowledge (religion) 21
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 07.04.2020, 21:29:35
Garridan zuckte mit den Schultern. "Ich habe keine Ahnung von Geistern, aber sind Geister nicht durchsichtig? Suishen kann mich unsichtbares sehen lassen, am besten durchsuchen wir alle Häuser, so lange es noch hell ist und entscheiden dann, ob wir bleiben."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 08.04.2020, 16:02:13
Dem Vorschlag Garridans konnte Rumar nur zustimmen. "Wenn wir hier bleiben wollen, sollten wir wirklich sichergehen, dass auch keine Gefahr mehr von diesem Ort ausgeht." Er nickte also. Wahrscheinlich würde jeder froh sein, mal wieder ein richtiges Dach über dem Kopf zu haben. Auch, wenn es nur für eine kurze Zeit war.
Gleichzeitig machte er sich aber etwas Sorgen. Wo es einen Geist gab, gab es oft auch noch weitere. Angestrengt dachte er also darüber nach, ob er eine solche Wesenheit kannte. Tatsächlich hatte er in einem alten Buch schon einmal darüber gelesen. "Hexenfeuer.", murmelte der alte Mann vor sich hin. "Ja. Eine Hexe, die zu zäh war um zu sterben oder noch etwas Wichtiges zu erledigen hatte."
Dass man sich vor dem Feuer in Acht nehmen musste, musste er gar nicht sagen. "Ein Geist, auch wenn es nicht wie einer aussah. Wahrscheinlich Magie." Rumar erklärte der Gruppe noch einige Details, die er kannte. Allerdings waren sie auch nicht unbedingt auf einen Kampf gegen Untote vorbereitet. Wirklich etwas anders machen, konnten sie nicht. Aber wenigstens wussten sie jetzt, was genau auf sie zukommen würde.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 08.04.2020, 17:00:12
Phoebe meinte dazu noch: "Hexenfeuer! Genau! Aber für gewöhnlich sollte so ein Hexenfeuer alleine auftreten, und viele Freunde wird es hier wohl auch nicht gefunden haben."

Solitaire blätterte derweil in ihrem Zauberbuch und prägte sich mit Hilfe ihres magischen Rings einen Zauber ein, der gegen das Feuer helfen konnte[1].
 1. Resist Energy in den Ring of Spell Knowledge einprägen
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 08.04.2020, 17:27:46
"Gut also war sie halt beides," fügte Mugin hinzu. "Ein Hexengeist... oder auch Geisterhexe egal. Zumindest sollten wir die restlichen Gebäude einmal durchsuchen. Vielleicht finden wir ja auch Etwas was uns Aufschluss geben könnte warum die Siedlung verlassen ist."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 09.04.2020, 10:30:10
Solitaire nickte zustimmend.

"Vielleicht finden wir ja auch irgendwo die Hinterlassenschaften der Hexe, bevor sie zu einem Geist wurde."

Die Varisierin selbst nutzte ihre Zauber, um sich nach magischen Auren umzusehen, während sie die Umgebung erkundeten[1].
 1. Detect Magic
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 12.04.2020, 14:07:08
So machten sich die Reisenden daran, zum einen die verlassenen Hütten der Siedlung zu durchsuchen, zum anderen eine oder mehrere von ihnen so weit herzurichten, dass man dort eine Nacht in relativer Bequemlichkeit verbringen konnte.

Es dauerte eine Weile, bis sie wieder zusammentrafen, doch es hatte sich immerhin gelohnt. In einigen der Hütten waren, ob zufällig oder aus Absicht, Säcke mit Münzen zurückgelassen worden, und als sie alle zusammenwarfen, kamen sie auf die stolze Summe von 1700 Goldmünzen, dazu noch ein, wenn auch relativ wertloser, Malachit[1]. In einer der Hütten fand Solitaire durch ihre magische Suche sogar zwei kleine Phiolen mit Tränken, von denen sie jedoch zunächst nicht sagen konnte, was sie wohl auslösen würden.

Spuren von weiteren Geistern oder Hexen fanden sie jedoch nicht, und einige der Hütten waren so weit in Schuss, dass sie weitgehend winddicht waren und sich in den Kaminen ein hübsches Feuer entzünden ließ. Und so drängten für einen Abend die Sorgen der Helden in den Hintergrund, als sie sich in einer der Hütten am warmen Feuer zusammenkuschelten und die Wärme bei einer guten Mahlzeit genossen.
 1. Wert 10G
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 12.04.2020, 14:17:08
Nachdem sie die Suche abgeschlossen und die Gegend für sicher erklärt hatten, jedenfalls so sicher, wie es hier draußen wohl sein konnte, machte sich Solitaire daran, etwas mehr über die beiden magischen Tränke herauszufinden[1].
 1. Identify
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 14.04.2020, 13:15:48
Garridan schwärmte also mit den anderen aus, um die Gebäude zu überprüfen. Er war froh, als sie schließlich alle wieder zusammen kamen und die Gebäude sicher schienen. Als sie ein Gebäude soweit hergerichtet hatten, dass es als Unterschlupf dienen konnte und das Feuer prasselte, merkte er, wie erschöpft er war, nicht nur von dem Kampf, sondern auch von den Strapazen der letzten Tage und Wochen.
Während Solitaire sich um die Tränke kümmerte bewunderte Garridan den Streitkolben. Er hatte von diesem Material schon viel gehört, aber noch nie eine solche Waffe in der Hand gehalten.

Als sie dann schließlich am Feuer saßen, die Mägen gut gefüllt und auch etwas erheitert von Bier, packte einer der Mitreisenden die Laute aus und spielte auf. Für einen Moment war es ein bisschen so wie früher, in Ameikos Taverne.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 18.04.2020, 05:36:41
Rumar hatte sich auf einen weiteren Kampf vorbereitet aber er war froh, dass die Siedlung ansonsten verlassen zu sein schien. Keine weitere Hexe wartete auf die Gruppe. Niemand machte ihnen das Leben schwer. Stattdessen fanden sie weitere Schätze und das gar nicht mal wenige. Tatsächlich freute sich der alte Mann aber viel mehr darüber, dass sie eine Hütte zu einem Unterschlupf hatten herrichten können.
Endlich waren sie richtig vor Wind und Wetter geschützt und in einem warmen Raum. Dazu ein warmes Essen und angenehme Gesellschaft. Dies war einer der angenehmsten Abende, die er in den letzten Wochen gehabt hatte. Nach einer Weile wurde sogar Musik gespielt und für die nächsten Stunden waren die Strapazen der Reise ganz einfach vergessen. Rumar wusste, dass es schon bald weitergehen würde aber das war im Moment völlig egal.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 19.04.2020, 16:53:08
Nach einer ereignislosen und erholsamen Nacht hatte am nächsten Morgen auch Ulf gute Nachrichten für die Karawane: "Während ihr gefrühstückt habt, bin ich auf den Hügel dort drüben gestiegen. Von dort oben ist es leichter, sich zu orientieren, und ich denke, ich weiß nun wieder, wo wir uns befinden. Wir sind gar nicht weit vom eigentlichen Weg abgekommen, und wenn kein weiterer Sturm dazwischenkommt, sollten wir heute abend noch an einer festen Siedlung ankommen, wo wir Vorräte aufnehmen und vielleicht sogar etwas Handel betreiben können."

Tatsächlich schienen ihnen die Götter in den folgenden Wochen wohlgesonnen zu sein, denn die Reise entlang des Taraska verlief bei gutem Wetter weitgehend reibungslos, von dem einen oder anderen unbedeutenden Zwischenfall abgesehen. Die Karawane querte den Fluss an einer breiten Furt und hielt sich von dort ab an dessen Nordufer. Inzwischen hatte sich auch Ulfs Versprechen bewahrheitet, dass sie hier häufiger auf Siedlungen treffen würden, denn beinahe jeden zweiten Tag trafen sie wenigstens auf ein Nomadenlager und die Leute waren allesamt freundlich und freuten sich augenscheinlich, auf Reisende zu treffen - häufig wurden sie zu einem Mahl eingeladen und tatsächlich begann die eine oder der andere, trotz der Reisestrapazen so etwas wie einen Bauchansatz zu entwickeln.

Drei Wochen reisten sie auf diese Weise seit ihrer Begegnung mit dem Hexenfeuer, bis Ulf ihnen eines Morgens eröffnete, dass sie nun den Fluss verlassen würden.
"Das hohe Eis ist nahe." begann er. "Von hier aus wenden wir uns nach Norden in Richtung Iqaliat. Das ist ein Dorf direkt am Übergang zum hohen Eis. Ich habe dort Freunde." Bei diesen Worten spielte er an einer Art Schmuckstück herum, das er an einem Lederband um den Hals trug und dass die Reisenden schon früher an ihm gesehen hatten.
"Dort können wir in Erfahrung bringen, wie die Bedingungen oben auf dem Plateau sind, bevor wir uns unwissend ins Abenteuer stürzen."

Da niemand aus der Karawane etwas gegen den Plan einzuwenden hatte, änderten sie also an diesem Tag die Richtung und verließen nun den Fluss, um sich strikt nach Norden zu halten. Dabei verbrachten sie inzwischen den größten Teil der Reise in Dämmerung, denn bereits in den letzten Wochen mussten sie mehr und mehr feststellen, dass die Sonne sich nur noch für wenige Stunden am Tag heraustraute. Wurden auch in ihrer Heimat im Winter die Tage kürzer, so schafften sie es inzwischen vielleicht noch, sechs Stunden am Tag zu reisen, von denen an zweien die Sonne zu sehen war. Alles andere war Dämmerung, und ihre Mahlzeiten nahmen sie inzwischen im Dunkeln ein, um überhaupt noch etwas Reisezeit zu bekommen.
"Das wird noch schlimmer." machte Ulf ihnen keinen Mut. "Nach Iqaliat werden wir in die ewige Nacht kommen, fürchte ich. Die Sonne bekommen wir dann erst wieder zu Gesicht, wenn wir das hohe Eis verlassen werden - oder so lange brauchen, dass der Frühling beginnt. Bis auf drei, vier Stunden am Tag wird es dunkle Nacht sein."

Trotz dieser Tatsache, die ihnen nun zum ersten Mal richtig bewusst wurde, brauchten sie nur zwei Reisetage, bis sie im letzten Licht der Dämmerung vor sich Iqaliat erblickten. Schon während des gesamten Tages sahen sie mit wachsendem Respekt die massive Eisdecke sich hoch vor ihnen auftürmen, die landläufig als das Hohe Eis bezeichnet wurde. Ulf erklärte ihnen unterwegs, dass die Eismassen sich auf dem Plateau mehr als eine Meile auftürmten. Am Rande erhob sich die gesamte Eisplatte etwa hundert Meter über das umliegende Gelände, und Iqaliat war genau an diese Klippe gebaut worden. "Im Sommer ergießen sich teils meilenbreite Wasserfälle vom Plateau herunter, wenn selbst auf dem hohen Eis der Schnee schmilzt. Das macht die Reise unberechenbar, doch immerhin damit müssen wir uns jetzt nicht herumschlagen."

Als sie sich Iqaliat schließlich näherten und die ersten Lichter der Siedlung erblickten, erkannten sie, dass es sich eher um eine befestigte Stadt handelte: Eine Mauer umschloss die Siedlung, und nur ein Tor von fast dreißig Fuß Höhe, das derzeit geschlossen war, verschaffte Einlass. Neben dem Torhaus stand ein Wachturm, der dieses sogar noch überragte, und als die Karawane schließlich vor dem Tor zu stehen kam, erkannten sie mehrere Wachen mit Speeren.
"Die scheinen aber gerade sehr wachsam zu sein." murmelte Ulf, und rief dann laut: "MEIN NAME IST ULF GORMUNDR! WIR SIND REISENDE AUF DEM WEG NACH TIAN XIA. RUFT SONAVUT, SIE WIRD FÜR MICH BÜRGEN!"

Nach einem kurzen Wortwechsel, den sie nicht verstehen konnten, rief eine der Wachen ihnen zu zu warten. Nach einigen Minuten schließlich begann das große Tor, sich laut ächzend zu öffnen, und die Karawane konnte einfahren. Ulf wurde von einer älteren Frau mit wettergegerbter Haut herzlich begrüßt und die beiden wechselten einige Worte in einer Sprache, die die Gefährten nicht verstanden. Schließlich wand der Führer sich wieder den anderen zu.
"Kommt mit." sagte er zu den Abenteurern. "Sie hat uns zu sich nach Hause eingeladen - es gibt fermentierte Ziegenmilch!"
Während Koya und einige andere sich um das Lager für die Karawane kümmerten, schlossen sich also Rumar, Mugin, Arashi, Garridan und Solitaire dem Führer an und nahmen die Einladung dessen Bekannter an, gespannt auf den Geschmack der fermentierten Milch - und froh, bald ein wenig Wärme in ihre ausgekühlten Glieder zu bekommen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 19.04.2020, 21:49:04
Während der Reise stellte sich so langsam eine gewisse Routine ein. Solitaire kümmerte sich, wie die meisten Zauberwirker der Gruppe, vor allem darum, die Umgebung der Karawane im Auge zu behalten und ungewöhnliche oder gefährliche Begebenheiten möglichst im Vorfeld zu erkennen. Durch ihre Zauber konnte sie zumindest ein wenig der beißenden Kälte entgegenwirken. Abends am Lager deutete sie immer wieder einmal die Zukunft mit ihren Karten, auch wenn die Ergebnisse meist eher vage waren, so waren sie doch hier und da hilfreich. Alles in allem war die junge Varisierin stets gut gelaunt, das Reisen bereitete ihr Freude und sie beobachtete immer gerne die Landschaft, wenn sie einmal auf einem der Wagen saß und nicht als Kundschafterin unterwegs war. In den Siedlungen half sie Sandru beim Verkauf der Waren, wo sie durch ihre Redegewandheit gut aufgehoben war. Als Ulf ihnen das nächste Ziel der Reise beschrieb, war sie wieder einmal froh, dass sie ihn befreien konnten und er sie auf der Reise begleitete. Es wäre sicherlich um einiges schwieriger ohne so einen fähigen Führer.

Die langen Phasen der Dunkelheit machten der Halbelfin weit weniger zu schaffen als den größtenteils menschlichen Reisenden, da ihre guten Augen auch in der Dämmerung noch gut sehen konnten. Sie bevorzugte natürlich dennoch das Licht, aber zur Not hatte sie einen entsprechenden Zauber parat. An einem Abend erwähnte sie, als das Gespräch sich darum drehte, dass sie vielleicht etwas Rubinstaub aus Kalsgard hätten mitnehmen sollen, da man damit dauerhafte Fackeln erschaffen konnte. Hier draußen waren die Chancen wohl eher gering, an solche Materialien heranzukommen. Dazu wäre allerings etwas mehr Voraussicht nötig gewesen.

Als sie dann das Hohe Eis erreicht hatten, blickte die Zauberin voller Ehrfurcht auf die gigantischen Eismassen. Ein durchaus beeindruckender Anblick und etwas was man nicht alle Tage sah. Sie freute sich auch schon auf Iqaliat und auf die Gespräche mit den Einwohnern dort. Fermentierte Ziegenmilch? Nunja, warum nicht. Zumindest wurde hier Abwechslung geboten.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 21.04.2020, 15:14:19
Mit der Eiswand am Horizont wuchs auch Mugins Respekt vor Ulf und seinen Kollegen, welche die Nordroute regelmäßig durchmachten. Als sie schließlich vor den Toren von Iqaliat standen fühlte er sich so klein wie noch nie. Die riesigen Eismassen und auch das gigantische Tor vermittelten ihm das Gefühl nicht in diese Welt zu passen. "Ha, das würde uns in Sandfleck niemand glauben."

Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 24.04.2020, 01:06:25
Während sie der Frau folgten, sahen die Abenteurer nur wenige Menschen auf den Straßen, die sie mit vorsichtigen Blicken musterten. Es war bereits fast dunkel, und so war es nicht weiter verwunderlich, dass es kein großes Empangskommitee gab; doch sicherlich gab es in der Stadt ein Wirtshaus, das sie später aufsuchen konnten.
Auch wenn alles recht normal wirkte, lag doch eine merkwürdige Aura über den Häusern, als würde irgendetwas hier nicht stimmen. Manche der Neugierigen, die sich aus den Häusern getraut hatten, tuschelten untereinander und ihre Gesten wirkten nicht, als würden sie die Neuankömmlinge besonders willkommen heißen. Als Arashi an zwei Einheimischen vorbeilief, meinte er, die Worte "Tunuak" und "Drache" herauszuhören - doch das erste konnte er nicht zuordnen, während er sich fragte, was die Leute sich über Drachen erzählten.

Schließlich gelangten sie an das Haus Sonavuts und traten nacheinander in einen gemütlichen Raum mit einer lodernden Feuerstelle, um die herum mehrere Bänke platziert waren, auf denen sie sich niederließen. Während ihre Gastgeberin sich um die Getränke kümmerte, gab Ulf den Übrigen noch ein paar Erklärungen.
"Sonavut ist die Meistern des Herdfeuers, wie es hier heißt. Der Titel ist überliefert und hat heute wohl nicht mehr die wörtliche Bedeutung, die er früher einmal hatte, aber sie ist eine Respektsperson hier im Ort. Ich kenne sie schon lange, und sie wird uns etwas über die Bedingungen auf dem Hohen Eis sagen können."

Kurz darauf brachte Sonavut mehrere Becher einer weißen Flüssigkeit auf einem Tablett und setzte sich zu ihnen. Womöglich beäugte der eine oder andere von ihnen das Getränk zunächst argwöhnisch, doch als sie es probierten, überraschte es sie mit einem säuerlichen, erfrischenden Geschmack. Es hinterließ ein Prickeln auf der Zunge und man konnte eine leichte Alkoholnote herausschmecken.
Das Gespräch hatte nun in die Gemeinsprache gewechselt und Ulf befragte die Alte wie angekündigt zum vor ihnen liegenden Weg - doch sie hatte schlechte Nachrichten für die Reisenden.
"Die Hauptroute über Unaimo ist im Moment unpassierbar." begann sie. "Es sind die Morozkos, die Hungrigen Stürme, die eine Reise dort unmöglich machen. Die Stürme sind außerhalb der Saison und weiter südlich, als sie normalerweise auftreten. Es gibt Geschichten über schwarze Säulen, die überall auf der Krone der Welt erscheinen - bewacht von den gefrorenen Toten. Und manche behaupten, es gebe einen Zusammenhang mit den Stürmen. Aber all das sind Gerüchte, und die Leute denken sich so manches aus, wenn sie Erklärungen suchen. Mag sein, dass es so ist, mag auch sein, dass es nur ein Zufall ist.

Wie dem auch sei, der Pfad ist blockiert und ihr solltet mit eurer Weiterreise warten, bis die Stürme wieder nach Norden gezogen sind. Ihr seid herzlich eingeladen, so lange in Iqaliat zu bleiben, doch muss ich euch warnen: Wir wurden in der letzten Zeit mehrfach von dem weißen Drachen Vegsundvaag angegriffen. Wir wussten schon lange davon, fast fünfzig Jahre, dass er nördlich von hier siedelt, doch bisher hat er das Dorf immer in Ruhe gelassen. Das ist auch der Grund, weshalb die Route direkt nach Norden ebenfalls keine Alternative ist."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 24.04.2020, 08:49:53
Das war nicht ganz, was Solitaire erwartet hatte. Hungrige Stürme? Schwarze Säulen? Gefrorene Tote? Und dann auch noch ein Drache?

Phoebe tippelte nervös auf der Schulter der Zauberin hin und her. Ein echter Drache? Das war gleichzeitig faszinierend und beängstigend, und der kleine Vogel war zwischen diesen beiden Gefühlen hin und hergerissen.

"Ein Drache... ein Drache?! Ohjeohjeohje... Was machen wir denn da bloß? Was machen wir denn da bloß?"

Ein weißer Drache, da würde sie doch bestimmt etwas Hilfreiches zu beitragen können[1].

Auch Solitaire dachte darüber nach, was sie auf ihren Reisen über weiße Drachen aufgeschnappt haben könnte[2]. Zur Unterstützung holte sie auch noch eines ihrer Bücher aus ihrer Tasche hervor und blätterte darin[3].

Im Anschluss wendet sich die Varisierin an ihre Gastgeberin: "Werte Meisterin des Herdfeuers, mein Name ist Solitaire. Und das hier" ...damit deutet sie auf den kleinen Vogel... "ist Phoebe."

"Auf dem Weg hierher haben wir einige Male vernommen, wie über den Drachen gesprochen wurde. Dabei fiel auch das Wort Tunuak[4]. Was hat es damit auf sich?"
 1. Knowledge (arcana) 15
 2. Knowledge (arcana) 23
 3. Pathfinder Chronicle
 4. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Arashi uns davon erzählt hat
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 26.04.2020, 16:35:50
Garridan war ebenfalls gefangen von dem Bild, dass sich ihm bot. Schweigsam und etwas langsamer als Ulf folgte er der Gruppe und konnte den Blick kaum von dem Massiv abwenden. Die Stimmung in der Stadt entging ihm aber dennoch nicht. Er hatte gehofft, dass durch mehr Menschen entlang des Weges ihre Reise nun etwas freundlicher werden würde, das schien sich nicht zu erfüllen.

Ihre Gastgeberin war dann allerdings aus einem anderen Holz geschnitzt, vermutlich hatte sie schon viel gesehen und war nicht so leicht zu erschrecken. Das beruhigte ihn ein bisschen. Nachdem sie sich alle vorgestellt und sich gesetzt hatten, um die Ziegenmilch zu probieren, blickte Garridan sich neugierig in dem Zimmer um und versuchte so mehr über die Frau zu erfahren. Seine Neugier legte sich aber schnell, als er die nächsten schlechten Neuigkeiten hörte. "Ist denn die ganze Welt verrückt geworden, oder spielen die Götter hier ein böses Spiel?"

Ihn beschäftigen diese Stürme. "Wie ungewöhnlich ist die Zeit und der Ort der Stürme, könnte es einfach so passieren oder könnte es etwas unnatürliches sein?" Er achtete auch auf Ulf, er kannte sich ja gut in der Region aus Garridan interessierte, ob er besorgt wirkte oder nicht[1].
 1. Motiv erkennen 27
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 27.04.2020, 03:23:43
Der Rest der Reise - zumindest bis zur Stadt Iqaliat - verlief zu Rumars Zufriedenheit und Freude sehr ruhig und ohne große Probleme. Die wenigen Sonnenstunden waren ungewöhnlich aber daran konnte er sich gewöhnen und es störte ihn nicht allzu sehr. Was ihn dagegen sehr viel mehr störte, war das, was ihnen von Sonavut erzählt wurde, nachdem sie von ihr eingeladen worden waren. Gerade hatte es sich Rumar noch auf einer der Bänke gemütlich gemacht und sich die Ziegenmilch zu Gemüte geführt, da stand er wieder auf und begann unruhig durch das Zimmer zu laufen. Es waren zwar nur Gerüchte, die man sich erzählte aber meist gab es bei denen, seinen Erfahrungen nach, einen wahren Kern. Bestimmt war es auch kein Zufall, dass dieser Drache plötzlich die Siedlung nach fünfzig Jahren angriff, obwohl er das nie getan hatte. Wieso sollte er plötzlich damit anfangen? Es musste einen Grund geben.
"Haben sich diese Gerüchte zur gleichen Zeit verbreitet, in der auch der Drache mit seinen Angriffen begonnen hat?", fragte er nachdenklich die Gastgeberin. "Vielleicht sind die Stürme für diese Attacken verantwortlich. Vielleicht kann der Drache nicht mehr zu seinem Hort zurück. Oder irgendetwas zwingt ihn zu diesem Vorgehen. Es ergibt keinen Sinn, dass er nach fünfzig Jahren den Frieden zerstört. Drachen sind sehr intelligente Wesen." Zumindest erzählte man sich das. So genau wusste er das auch nicht. "Was ist eure Meinung zu den Geschichten bezüglich schwarzer Säulen und Untoten?" Sonavut kam ihm wie eine weise Frau vor, die außerdem schon lange hier lebte. Sicherlich hatte sie sich eine entsprechende Meinung dazu gebildet.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 29.04.2020, 00:29:00
Es war ein einfaches Haus, in dem Garridan sich umsah. Auch wenn Sonavut eine der Führerinnen des Stammes war, hatte sie deswegen offenbar keine Reichtümer angehäuft. Groß war es ohnehin nicht: Zwar führte ein von einem Vorhang bedeckter Durchgang in einen weiteren Raum, doch von außen war bereits zu erkennen gewesen, dass das Haus kaum größer als dieser eine Raum sein konnte.

"Tunuak ist kein was, sondern ein wer. Er ist unser Schamane." antwortete Sonavut. "Ein fähiger Mann, der viel für unser Dorf geleistet hat. In letzter Zeit hatten wir allerdings ein paar Meinungsverschiedenheiten. Er sieht die Schuld für die Angriffe im schwindenden Glauben an die Macht der Windgeister, die Iqaliat stets beschützt haben. Er hat mich sogar beschuldigt, die Einwohner Iqaliats zum Irrglauben zu führen - was ich niemals getan habe.
Aber letztendlich werden wir uns zum Wohl des Dorfes wieder zusammenraufen, daran besteht kein Zweifel."


Zu den Stürmen befragt, schien sie durchaus besorgt. "Ungewöhnlich ist es auf jeden Fall, und wenn an der Sache mit den Monolithen etwas dran ist, würde ich vieles in Betracht ziehen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wer oder was ein Interesse daran haben könnte, die Stürme auszuweiten. Und dass der Drache etwas damit zu tun hat, fällt mir auch schwer zu glauben. Eher denke ich, dass die Stürme ihn zu uns treiben. Trotzdem ist er eine Gefahr für uns, und es wurden einige Jäger ausgeschickt, um das Biest zu erlegen - doch keiner ist zurückgekehrt."
Ulf teilte offenbar Sonavuts Besorgnis; er schwieg die meiste Zeit mit ernstem Blick und schien darüber nachzudenken, welchen Weg sie statt des geplanten nehmen konnten.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Arashi am 29.04.2020, 11:16:14
Langsam trank Arashi das herrlich, säuerliche Gebräu. Er meinte einige spezifische Kräuter rauszuschmecken war sich aber nicht ganz sicher; letztendlich war es aber auch egal. Er genoß es einfach vor einem Feuer zu sitzen, für ein paar Momente keinen Schnee zu sitzen und etwas zu trinken.

Plötzlich hielt Arashi mitten in der Bewegung inne. Das Wetter verhinderte ihre Weiterreise, Eissäulen tauchten plötzlich auf, ein Drache wurde auf ihre Reiseroute gedrängt... war dies kein Zufall? Er selbst kannte genug Druiden, die in der Lage waren das Wetter zu beeinflußen, war dies das Wirken ihrer Feinde um zu verhindern, dass sie Minkai erreichten und sie an Ort und Stelle zu halten? Gerne hätte er diese Gedanken sofort mit seinen Gefährten geteilt, doch es war sicherlich nicht hilfreich den Dorfbewohner zu sagen, dass sie eventuell der Grund für die Stürme waren, immerhin würden sie hier wenigstens ein paar Tage verweilen müssen.

"Wann wurden denn die Jäger ausgeschickt?", fragte Arashi Sonavut: "Das Dorf sieht aber nicht vollständig zerstört aus, daher gehe ich davon aus, dass der Drache die Angriffe nicht allzu ernst meinte oder nicht übermäßig groß ist. Irre ich mich?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 30.04.2020, 11:49:58
"Hat denn schon jemand versucht, mit dem Drachen zu... sprechen?"

Solitaire hatte noch nie einen echten Drachen gesehen, aber sie hatte natürlich viele Geschichten von ihnen gehört und im Allgemeinen wurden sie als sehr intelligente Wesen dargestellt. Und intelligente Wesen hatten zumeist einen Grund für ihr Handeln. Vielleicht könnte man hier einen Ansatzpunkt finden, um die Situation für alle zum Besseren zu führen.

"Wenn es wirklich die Stürme sind, die ihn hierher treiben, dann ist er vielleicht genauso daran interessiert, eine Lösung zu finden. Vor allem aber ist es vielleicht hilfreich, ihm klarzumachen, dass ihr nicht hinter diesen Stürmen steckt. Vielleicht denkt er das?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 02.05.2020, 14:51:27
"Zwei Gruppen von Jägern wurden ausgesandt, beide sind nicht wieder zurückgekommen. Die letzte Gruppe ging vor drei Wochen. Inzwischen sind so viele unserer Krieger bei den Angriffen ums Leben gekommen, dass wir es nicht wagen können, weitere wegzuschicken, ohne die Stadt ungeschützt zurückzulassen. Doch wenn die Angriffe nicht nachlassen, wird uns dieses Schicksal ohnehin bald blühen.

Der Drache ist nicht allzu groß, mit Sicherheit noch nicht ausgewachsen - sonst hätte er das Dorf wohl schon beim ersten Angriff hinweggefegt. Aber er setzt immer nur Nadelstiche, attackiert mal hier und mal da, immer nur relativ ungeschützte Gruppen. Sobald Hilfe kommt, flieht er meist, aber so zermürbt er uns nach und nach. Wir können aber nicht immer in den Häusern oder in großen Gruppen bleiben, wenn wir nicht verhungern wollen. Wir müssen raus und jagen oder die spärliche Ernte einbringen, auf die wir hier angewiesen sind.

Was das Reden betrifft: Wir wissen nicht, weshalb, aber der Drache scheint wütend zu sein. Wenn ein solches Biest dich angreift, fängst du nicht an, mit ihm zu diskutieren. Tunuak hat seine eigene Meinung zu den Beweggründen des Drachen, aber ich glaube nicht, dass die Windgeister ihn anstacheln. Aber eine Lösung hat keiner von uns."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 02.05.2020, 14:59:28
"Dann sollten wir es vielleicht einmal probieren. Vielleicht lässt er mit sich reden, vielleicht auch nicht. Ich würde es auf einen Versuch ankommen lassen," meinte Solitaire. "Wir müssen ja so oder so eine Lösung finden, da diese Situation auch unsere Weiterreise verhindert."

"Wo können wir Tunuak finden? Vielleicht sollten wir mit ihm auch einmal sprechen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 02.05.2020, 15:46:32
"Ich weiß zwar nicht, wie ihr es anstellen wollt, aber wenn ihr es tatsächlich schafft, dass der Drache von uns ablässt, seit ihr auf ewig Helden in Iqaliat. Was Tunuak betrifft: Ich kann euch zu ihm bringen, wenn ihr wollt."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 03.05.2020, 18:48:24
Garridan war auch der Meinung, dass sie sich um den Drachen kümmern sollten. Wenn er nicht so alt war und sie ihn in seiner Behausung überraschen konnten hatten sie vielleicht eine Chance. Aber diese schwarze Säulen beschäftigen ihn noch.

"Könnt ihr uns mehr über diese schwarze Säulen, die Monolithen sagen? Was meint ihr mit erscheinen, bleiben sie dort stehen oder verschwinden sie immer wieder? Habt ihr sie gesehen oder einer eurer Leute und von wie vielen wisst ihr? Entschuldigt die vielen Fragen, aber es passiert schon wieder so viel auf einmal."

Er zuckte entschuldigend mit den Schultern, letztlich mussten sie aber so viel wie möglich erfahren.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 04.05.2020, 04:40:28
Ganz davon abgesehen, dass es das Richtige war, dem Dorf zu helfen, mussten sie sich ohnehin um den Drachen kümmern, wenn sie weiter wollten. Er schien noch recht jung zu sein und das bedeutete, dass er - für einen Drachen - noch nicht so stark war. Rumar nickte.
"Wir versuchen mit dem Drachen zu reden. Wenn er uns angreift und keine Wahl lässt, bin ich sicher, dass wir ihn mit vereinten Kräften bezwingen können. Bitte bringt uns zu ihm, oder erklärt uns zumindest den Weg." Es würde ihm zwar nicht gefallen, den Drachen zu töten aber manchmal hatte man leider keine andere Wahl.
Garridan sprach weitere wichtige Themen an. Die Stürme waren auch ein großes Problem. Eines das sie vermutlich ebenfalls lösen mussten. Wenn sie irgendwie mit diesen Säulen und Untoten zusammenhingen, mussten sie alles dazu erfahren, was möglich war. "Und was sind das für Gerüchte, die von einem Zusammenhang zwischen Türmen und Stürmen erzählen?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 08.05.2020, 00:01:12
Sonavut schüttelte den Kopf. "Zu den Säulen kann ich euch nicht mehr sagen. Ich selbst habe sie nicht gesehen, doch Reisende haben Geschichten von schwarzen Säulen erzählt, die von wandelnden Toten bewacht werden. Was ihr Zweck sein soll und ob sie etwas mit den Stürmen zu tun haben, kann ich euch nicht sagen. Vielleicht sind es auch nur Ammenmärchen, um sich wichtig zu machen. Aber wenn es die Säulen geben sollte, wäre es schon ein großer Zufall, wenn sie völlig unabhängig von den Morozkos wären, wo die Geschichten im gleichen Moment begonnen haben, als die Stürme kamen."

Als niemand mehr weiter fragte, stand sie schließlich auf. "Kommt, ich führe euch zu Tunuak, bevor die Nacht zu weit fortgeschritten ist."

(https://sites.google.com/site/berkeleypathfinderjr/_/rsrc/1553365070802/the-story/supporting-cast/tanuak-betrayer-of-the-erutaki/Tanuak.png?height=400&width=252)

Doch als sie das Haus verließen, erkannten sie, dass ihre Suche bereits beendet war: Auf dem kleinen Platz vor Sonavuts Haus hatte sich eine größere Menge gebildet, die neugierig die Neuankömmlinge beäugte. Angeführt wurde sie, an seiner ganzen Aufmachung leicht zu erkennen, von dem Schamanen Tunuak.

Der alte Mann lehnte auf einem gewundenen Stab und war in einen schweren grauen Umhang gehüllt, der mit Stammeszeichen der Erutaki verziert war. Seine Augen hatten durch das Alter eine ähnlich gelbliche Färbung wie die wenigen verbliebenen Zähne, und sein von Wind und Sonne gezeichnetes Gesicht war durch Stammestätowierungen verziert. Mit seinem schütteren Haar machte er einen schwächlichen Eindruck, doch als er seine Stimme erhob und zur Menge sprach, zeigte sich, dass noch einige Kraft in ihm steckte.
"Hört mir zu, Erutaki! Ihr seid abgekommen vom Weg der Windgeister und habt den Zorn des Drachen heraufbeschworen. Doch nun habt ihr Fremde in unser Dorf eingeladen - Ungläubige, und damit die Geister nur noch weiter herausgefordert! Sie werden den Drachen erneut zum Angriff schicken, und die traditionellen Opferriten werden nun nicht mehr ausreichen, um die Windgeister zu besänftigen. Nur eins kann den Makel beseitigen, der auf Iqaliat liegt: Die Fremden müssen uns auf der Stelle verlassen; doch einer von ihnen muss hierbleiben und den Geistern geopfert werden, auf dass sie uns noch einmal Gnade angedeien lassen!"

Geschockt sahen die Abenteurer sich an und warteten ab, wie die Menge reagieren mochte. Von machen schienen sie zustimmendes Gemurmel zu vernehmen, andere schüttelten den Kopf. Sonavut jedoch schon zunächst vor den Kopf gestoßen und sah Tunuak nur entgeistert an, offenbar zu überrascht für eine Antwort.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 08.05.2020, 04:24:44
Bevor sie die Reise zu dem Drachen antreten konnten, wurde die Gruppe aufgehalten. Bei dem alten Mann musste es sich um Tunuak handeln und er war offensichtlich nicht sehr froh darüber, dass sie alle ins Dorf eingeladen worden waren. Er redete von Windgeistern, die hinter dem Drachen steckten und nur besänftigt werden konnten, wenn einer aus der Gruppe geopfert wurde. Rumar schnaubte. Menschenopfer. Das konnte der alte Schamane doch nicht ernst meinen. Die Menge schien sich auch nicht darüber sicher zu sein, ob das ein guter Vorschlag war, auch wenn einiges Gemurmel nach Zustimmung klang. Das konnte aber auch andere Gründe haben. Offensichtlich war Tunuak ein wichtiger Mann im Dorf und genoss viel Respekt und Vertrauen. Er hatte nur das Beste für das Dorf im Sinn, auch wenn das in seinem falschen Glauben eben Menschenopfer forderte.
"Entschuldigt, Tunuak.", begann Rumar schließlich möglichst freundlich. Er wollte den Mann nicht noch weiter verärgern.[1] "Wir wollen weder euch, noch die Windgeister verärgern. Wir waren gerade auf dem Weg, das Dorf zu verlassen und uns um den Drachen zu kümmern. Vielleicht könnt ihr uns erklären, was es mit den Windgeistern auf sich hat und wieso diese verärgert sind. Wir wollen helfen und haben nicht vor, lange hier zu bleiben. Doch die Stürme hindern uns an der Weiterreise." Zwar glaubte Rumar nicht unbedingt selbst daran, dass irgendwelche Windgeister hinter der Sache steckten,  aber zumindest die Möglichkeit mussten sie in Betracht ziehen. Ganz davon abgesehen konnte ein Mann wie Tunuak auch ein wichtiger Verbündeter sein. Es war klar, dass er einen großen Wissensschatz besaß und weise war. 
 1. Diplomatie leider nur 15
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 08.05.2020, 10:16:55
Damit hatte sie wirklich nicht gerechnet und selbst Sonavut schien vollkommen überrumpelt zu sein. Sie hatte ja erwähnt, dass es Meinungsverschiedenheiten mit dem Schamanen gegeben hatte, aber das hier war doch etwas mehr als nur eine andere Sicht der Dinge. Während Rumar sich dann an Tunuak wendete, stellt sich Solitaire vor die kleine Gruppe und sprach gleich die gesamte Menge an, die sich vor dem Haus des Herdfeuers versammelt hatte.

"Erutaki! Hört mir zu!"

Klein und zierlich war sie, doch die Varisierin war geübt darin, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen[1].

"Wir sind fremd hier. Das stimmt. Und wir kennen eure alten Traditionen nicht so gut. Auch das stimmt. Aber wir sind weit gereist und haben viel gesehen und erlebt. Und wir kennen uns mit Drachen aus. Wir wollten uns gerade auf den Weg machen, um Tunuak, eurem Schamanen, und euch, den stolzen Erutaki, unsere Hilfe anzubieten. Wir sind bereit, uns für euch dem Drachen zu stellen. Aber natürlich nur, wenn ihr gewillt seit, unsere Hilfe auch anzunehmen."

Nach einer kurzen Pause sprach sie gleich weiter.

"Bedenkt außerdem, was Tunuak da gerade vorgeschlagen hat. Eure traditionellen Opferriten sind nicht mehr genug? Jetzt müsst ihr ein lebendes, denkendes Wesen opfern? Sind diese Windgeister solch finstere Wesenheiten, dass sie dies von euch verlangen würden? Und wen opfert ihr dann, wenn keine Fremden mehr hier sind? Euch selbst? Denkt gut darüber nach! Es würde euch auf einen dunklen Pfad führen, von dem es kein Entrinnen mehr gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Weg der Erutaki ist."
 1. Diplomatie 20
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 09.05.2020, 15:23:18
Mugin überlegte kurz wem er hier helfen sollte zu überzeugen, Rumar oder Solitaire. Tunuak war eindeutig eine wichtige Persönlichkeit in der Stadt, aber ohne die Zustimmung der Bewohner war er nur ein alter Mann. Also stellte er sich zu Solitaire und sprach zu den Erutaki.[1]

"Sonavut hat uns von eurem Leid erzählt. Den Attacken des Drachen, den verschollenen Jägern und der Gefahr der Stürme und wandelnden Leichen. Wir fühlen mit euch, denn auch wir habe auf unserer Reise schon Freunde zurücklassen müssen. Doch wir wollen helfen, vielleicht können sogar noch Überlebende gerettet werden, aber es liegt bei euch unsere Hilfe anzunehmen."

Auch er bezog sich auf die Windgeister: "Wie kann es sein das die Windgeister plötzlich dem Besuch von Fremden entgegenstehen? Unser Führer Ulf hat uns von eurer Gastfreundschaft erzählt und bringen die Karawanen euch nicht wichtige Handelsgüter? Wollen die Geister tatsächlich das ihr euch abschottet?"
 1. Dilpomacy 23
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 10.05.2020, 12:08:42
Mittlerweile hatte sich auch Sonavut wieder gefangen und stellte sich demonstrativ zu den Abenteurern, die offenbar genau in ihrem Sinne argumentierten. Vielleicht würde ihre Präsenz helfen, um die Bewohner Iqaliats zu besänftigen[1]. Es ging nun darum, die Dorfbewohner auf die richtige Seite zu ziehen. Ein Duell entbrannte zwischen Sonavut und den Abenteurern auf der einen Seite und dem Schamanen Tunuak auf der anderen.

Sollitaire ergriff dann erneut das Wort, während sie ihre Magie wirken ließ, um einen Zauber zu sprechen[2]. Es war wohl an der Zeit, etwas fester auf den Tisch zu klopfen. Das merkte auch Jehanna, die mit ihren telekinetischen Kräften anfing, einige herumliegende Gegenstände schweben zu lassen, einfach nur um zu demonstrieren, mit wem oder was sich die Dorfbewohner hier anlegen wollten. Vielleicht würden sie es ja sogar als Zeichen ihrer Windgeister deuten[3].

"Wir sind erfahrene Abenteurer, Krieger und Zauberwirker. Wir haben schon viele gefährliche Kreaturen besiegt. Wir bieten euch unsere Hilfe im Kampf gegen den Drachen an. Alleine das sollte euch zu denken geben, ob ihr euch wirklich gegen uns stellen wollt. Zwar wollen wir dies nicht, aber wenn ihr uns dazu zwingt, dann werden wir auch euch bekämpfen müssen. Und das würde für euch nicht gut enden."[4]

Die Zauberin ließ ihre Worte ersteinmal sinken, ehe sie mit freundlicher Mine und einladender Geste weitersprach. Sie schloss dabei an den Gesprächsfaden an, den Mugin bereits zuvor begonnen hatte[5].

"Wir würden es hingegen sehr begrüßen, wenn ihr der Aufforderung eures Schamanen nicht folgt und euch nicht selbst in euer Unheil stürzt. Hat denn Iqaliat nicht bereits genug gelitten? Ist der Drache nicht Problem genug? Wollt ihr euch wirklich in diesen schweren Zeiten noch weitere Feinde machen, anstatt die helfende Hand anzunehmen, die man euch anbietet? Ich sagte es bereits und ich wiederhole es gerne nocheinmal. Wir bieten euch unsere Hilfe an, um das Problem mit dem Drachen aus der Welt zu schaffen. Im Gegenzug verlangen wir nichts als eure Gastfreundschaft."[6]

"Ich weiß nicht, wieviel ihr über uns Varisier wisst. Unsere Wege führen uns durch ganz Golarion und unsere Turmkarten weisen uns den Weg und geben uns einen Einblick in die Zukunft. Ich selbst habe erst vor ein paar Tagen die Karten gelegt und ich erkenne nun viele der Muster wieder." Solitaire deutete dann auf Garridan und auf die mächtige Klinge, die er bei sich führte[7]. "Diese Klinge wird den Drachen niederstrecken, wenn er nicht bereit ist mit uns zu verhandeln. So oder so, wir besitzen alle Mittel, um das Problem mit dem Drachen aus dem Weg zu schaffen."

Dass dies vielleicht nicht so voll und ganz der Wahrheit entsprach, oder zumindest doch die eine oder andere Ungewissheit dabei war, ließ die junge Frau sich dabei nicht anmerken, denn auch das war der Weg der Varisischen Wanderer[8].

Zumindest der Teil mit den Karten stimmte aber mehr oder weniger. Sie hatte einige Elemente aus ihrer Deutung vor wenigen Tagen hier bereits wiedererkannt. Der Wanderer war dabei gewesen, als Symbol für die negative Vergangenheit und zudem falsch ausgerichtet, denn ihr eingeschlagener Weg hatte sie in diese Lage gebracht. Auch die positive Vergangenheit war mit der Grille ein Zeichen ihrer Reise und des guten Vorankommens bis hierhin. Und dann war da noch die Kurtisane für die negative Gegenwart. Sie stand für das politische Intrigenspiel, genau die Situation in der sie sich gerade befanden. Der Gaukler repräsentierte die positive Gegenwart und das Schicksal anderer, wahrscheinlich der Bewohner Iqaliats. Den Wirbelsturm hatte sie für die undeutliche Zukunft gezogen, auch hier hatte sie keine Schwierigkeiten das Symbol in ihrer Situation wiederzuerkennen. Natürlich stand er für die Hungrigen Stürme, die ihnen hier den Weg versperrten. Und der Schlosser war die Karte für die positive Zukunft gewesen. Sie würden den Weg mit seiner Hilfe öffnen können. Sie mussten lediglich auf das Schicksal vertrauen.
 1. Diplomacy +2 von Sonavut
 2. Paragon Surge gibt das Cunning Talent und damit 7 Ranks in Intimidate
 3. Aid Another (Intimidate) +2 von Jehanna
 4. Intimidate 29
 5. Aid Another (Diplomacy) +2 von Mugin
 6. Diplomacy 41
 7. Aid Another (Bluff) +2 von Garridan
 8. Bluff 38
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 11.05.2020, 01:39:40
Schnell entbrannte ein verbaler Schlagabtausch zwischen Tunak und Solitaire, dem die Bewohner der kleinen Stadt gebannt lauschten. Die Menge war bereits deutlich angewachsen und Ulf machte die Anderen aus der Gruppe auf einen älteren Mann mit reichem Halsschmuck aufmerksam, den Häuptling des Dorfes.

"Hört ihr es? Sie wollen mit dem Drachen verhandeln!" spottete Tunuak, und einige Lacher aus dem Publikum stachelten ihn weiter an. "Stecken sie etwa mit dem Biest unter einer Decke? Nein, das sicherlich nicht, doch sie sind Fremde, die unser Elend nicht erleiden mussten. Sie kommen her und reden von Verhandeln, während unsere Söhne und Töchter im tapferen Kampf sterben. Doch so muss es nicht sein! Die Geister haben zu mir gesprochen. Sie sprachen von ungläubigen Fremden, die uns vom Weg unserer Vorfahren abbringen wollen. Und sie haben ein Opfer gefordert, um ihren Zorn zu vergessen und uns wieder wie früher beizustehen."

Mugin, Arashi und die anderen betrachteten gebannt die Menge, konnten aber nicht wirklich erkennen, wer die Herzen der Zuhörer eher erreichen konnte.[1]

"Ihr alle kennt mich! Seit zwei Generationen diene ich Iqaliat als Schamane und Orakel, und in all diesen Jahren konntet ihr mir vertrauen. Und habe ich mich dieses Vertrauen nicht würdig erwiesen? Es ist meine Aufgabe und Pflicht, mit den Windgeistern zu sprechen, und diese Pflicht bürdete mir eine schwere Last auf: Euch ihren Zorn zu übermitteln. Es macht mir keine Freude, euch maßzuregeln, doch die Geister sind erzürnt und in ihrem Zorn machen sie den Drachen zu ihrem Werkzeug.
Sie haben mir in ihrer unendlichen Weisheit angekündigt, dass Fremde kommen werden, und sie fordern deren Blutopfer, um uns vergeben zu können."


Diesmal waren die Reaktionen deutlicher: Von etlichen Seiten bekam der Schamane Zustimmung - der Hinweis auf seine langen Jahre in Treue zu Iqaliat hatte seine Wirkung nicht verfehlt.[2]

"Doch täuscht euch nicht! Ignoriert ihr die Forderung der Geister, wird der Drache schon bald wiederkommen, und seine Wut wird nur noch größer sein. Die Fremden müssen das Dorf sofort verlassen - abgesehen von dem einen, den wir den Windgeistern opfern, um sie zu besänftigen. Wenn nicht, wird der nächste Angriff des Drachen womöglich das Ende Iqaliats bedeuten."

Doch es war deutlich zu sehen, dass die Bewohner sich unsicher waren, ob ein solches Opfer tatsächlich das Richtige sein konnte. Es schien eine Grenze zu sein, die die meisten nicht überschreiten wollten. Mehr als eine schien außerdem gewillt zu sein, die Fremden, die hier so schwer bewaffnet eingereist waren, mit dem Kampf gegen den Drachen zu betrauen.[3]

Schließlich trat der Häuptling nach Vorne, der sich bisher still zurückgehalten hatte und die Diskussionen seiner Leute verfolgt hatte.
"Fremde. Tunuak. Meine Freunde. Hört mich an! Ihr alle bringt weise Argumente hervor, doch mir steht die Aufgabe zu, zu entscheiden. Fremde, Ihr müsst Iqaliat verlassen! Wir können nicht riskieren, die Windgeister weiter zu erzürnen. Doch an diesem Ort werden keine Menschen geopfert. Außerdem schicke ich euch nicht in der Nacht in die Wildnis. Ihr dürft bis zum Morgen in Iqaliat bleiben, doch dann müsst Ihr gehen - alle von Euch."
Beim letzten Halbsatz warf er dem Schamanen einen deutlichen Blick zu, der offenbar nicht zufrieden mit dem Ausgang war und zornig den Platz verließ. Doch auch Sonavut wirkte nicht allzu glücklich mit der Entscheidung des Häuptlings, und die Gefährten selbst überlegten, wohin sie nun gehen sollten, nachdem der Weg voraus unpassierbar war.
 1. Die Bluffen-Probe ist unentschieden.
 2. Tunuak gewinnt die Diplomacy Probe
 3. Ihr gewinnt die Intimidate-Probe.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 11.05.2020, 08:16:25
Als Tunuak sich umdrehte, um zu verschwinden, zog sich Solitaire für einen kurzen Moment hinter ihre Gefährten zurück, um einen weiteren Zauber zu wirken[1]. "Schau mal nach, was er im Schilde führt, aber halt Dich fern von ihm." flüsterte sie der kleinen Drossel zu, die daraufhin unsichtbar durch die Magie der Zauberin in die Lüfte stieg und von Dach zu Dach flog, um Tunuak zu verfolgen.
 1. Invisibility auf Phoebe
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 11.05.2020, 13:50:39
Es dauerte nur kurze Zeit, bis Phoebe wieder zurückkehrte und Solitaire Meldung erstattete. Das Dorf war nicht besonders groß, so dass sie den Schamanen nur kurz verfolgen musste: Zunächst schien es, als würde er auf einen Turm in der Nähe des Torhauses zugehen, doch er passierte diesen und betrat stattdessen eine Höhle, die in das Felsmassiv führte, das sich hinter Iqaliat auftürmte. In diese jedoch wollte Phoebe ihm nicht folgen, zu dunkel und beengt war es dort.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 16.05.2020, 01:09:11
"Nun das ist ja nicht perfekt gelaufen, aber immerhin sind die Menschenopfer vom Tisch," bemerkte Mugin. "Am Besten wir sagen Ameiko und Sandru Bescheid und besprechen wie wir weitermachen wollen."
Doch dann viel ihm noch eine Frage für Sonavut ein: "Sagt Sonavut, waren bevor die Stürme auf dem Eis anfingen noch Reisende hier?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 16.05.2020, 09:51:18
"Ich hätte auch noch eine Frage," richtete Solitaire sich ebenfalls an Sonavut. "Tunuak ist in einer Höhle in der Nähe des Torhauses verschwunden. Was für ein Ort ist das?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 16.05.2020, 12:56:50
Garridan hatte kein gutes Gefühl. "Wir sollten heute Nacht auf jeden Fall Wachen aufstellen, vielleicht versuchen sie sonst doch noch, an ihr Menschenopfer zu kommen. Und dann ziehen wir am besten morgen ganz früh los. Können wir hier noch Vorräte für die weitere Reise aufnehmen?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 16.05.2020, 17:13:53
Sonavut wirkte nachdenklich, sie schien nicht zu wissen, ob sie zufrieden mit dem Ausgang der Debatte war. Doch auf Garridans Kommentar hin schüttelte sie den Kopf: "Nein, ich glaube nicht, dass ihr euch fürchten müsst. Nalvanaq hat eine Entscheidung getroffen, und die Einwohner werden sich daran halten. Niemand würde es wagen, sich ihm offen entgegenzustellen. Doch ich werde euch Vorräte besorgen, wenn euch schon die Gastfreundschaft unseres Dorfes verwehrt bleibt. Aber wohin wollt ihr nun reisen? Die Stürme sind tödlich, ich würde euch raten, es nicht auf diesem Weg zu versuchen. Euch wird nichts anderes übrig bleiben als umzukehren und im Frühjahr wiederzukommen."

Solitaires Frage beantwortete sie prompt: "Dort ist der Durchgang zum Altar der Windgeister, der sich oben auf dem Kliff befindet. Er windet sich durch den Fels nach oben, und Tunuak ist oft dort oben, um mit den Geistern zu sprechen und zu meditieren.
Es kommen immer mal wieder Reisende, und genau wissen wir nicht, wann die Stürme anfingen, denn die Kunde haben wir eben von diesen Reisenden bekommen. Es ist schwer zu sagen, wann genau es anfing und ob irgendjemand, der hier durchgekommen ist, etwas damit zu tun hatte - wenn ihr darauf anspielt."

Das letzte war an Mugin gerichtet.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 16.05.2020, 18:11:18
Garridan nickte, auch wenn er sich nicht so ganz sicher war, ob es nicht vielleicht doch ein paar Fanatiker gab, die auf die Idee kommen konnten den Willen der Windgeister auf eine Faust durchzusetzen. Aber er ging nicht weiter darauf ein, er war ziemlich sicher, dass es kein Problem sein würde, Leute für eine Nachtwache zu finden.

Nun mussten sie sich überlegen, wohin es gehen sollte. "Könnt ihr uns sagen, wo ihr den Drachen vermutet, denn das wird die Richtung sein, in die wir ziehen wollen?"

Als Sonavut ihnen sagte, wo sie suchen müssten, war ihr Ziel nun klar. Ein Drache, gegen so einen Gegner hatte er noch nie gekämpft, Suishen vielleicht schon, das wollte er am Abend mit dem Schwert besprechen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 17.05.2020, 12:42:08
Es war offensichtlich, worauf Garridan hinauswollte, und Solitaire war ganz seiner Meinung.

"Ich sehe auch keinen anderen Weg. Umkehren ist eigentlich keine Option. Wir müssen die Hindernisse aus dem Weg schaffen. Und dazu müssen wir erstmal herausfinden, was es mit dem Drachen und letztendlich mit diesen Stürmen auf sich hat. Insofern wird es hoffentlich dennoch etwas ruhiger werden in Iqaliat."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 18.05.2020, 04:50:12
Wirklich zufrieden war niemand mit dem Ausgang des Gesprächs aber zumindest hatten sie sich etwas Zeit erkauft. Nun mussten sie handeln und das schnell, bevor das Thema der Menschenopfer doch nochmal auf den Tisch gelegt wurde.
Problematisch war nur, dass sie gegen die Stürme nichts unternehmen konnten und sie das Weitergehen behinderten. Ein Rückzug war allerdings ausgeschlossen. Sie waren nun schon so weit gekommen, da durften sie sich nicht aufhalten lassen. Das sagte er Sonvaut auch.
"Wir können nicht umkehren. Unsere einzige Möglichkeit ist der Drache, wenn dieser wirklich etwas mit den Stürmen zu tun hat oder mehr darüber weiß. Bitte helft uns, es muss doch einen Weg geben."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 25.05.2020, 20:33:59
Sonavut wirkte überrascht: "Obwohl Tunuak euch so behandelt hat, wollt ihr uns weiter gegen den Drachen beistehen? Ich kann sicherlich bis morgen früh jemanden finden, der euch zu seinem Unterschlupf führen wird. Nicht alle haben die gleichen Ansichten wie der Schamane, und manche würden euch helfen, wenn sich wohl kaum einer finden wird, der sich dem Drachen in seinem Versteck entgegenstellt."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 25.05.2020, 23:13:56
"Warum bist Du so überrascht? Du hast uns beigestanden. Auch euer Häuptling war im Grunde ja nicht unfreundlich, sondern musste nur dem Druck nachgeben und einen Kompromiss finden. Warum sollen wir also mitansehen, wie eure Leute unter den Worten des Schamanen leiden? Und, dazu ist es ja auch nicht nur euer Problem, auch wenn es euch sicher schwerer trifft als uns, da hier eure Heimat ist. Aber auch wir müssen weiterkommen, und dazu müssen wir den Weg freibekommen. Wenn wir den Drachen überreden oder im Zweifelsfalle auch bekämpfen, so wird das allen helfen. Uns und euch. Es ist im Grunde genommen keine schwere Entscheidung," erklärte Solitaire an Sonavut gewandt. "Wenn man uns den Weg zeigen kann, wäre das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Aber jetzt lasst uns den heutigen Tag vergessen und einem neuen Morgen entgegenblicken!"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 04.06.2020, 16:10:14
Da die meisten der Meinung waren, es könnte nicht schaden, sich noch ein paar mehr Informationen über den Drachen und seinen Aufenthaltsort einzuholen, ging Solitaire natürlich auch mit, um nach jemandem zu suchen, der gewillt war, mit ihnen zu sprechen, trotz des Vorfalls[1].
 1. Diplomatie 27
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 04.06.2020, 17:13:51
"Es ist dennoch großzügig von euch, uns zu helfen. Doch ihr werdet sehen, dass viele von uns anders denken als Tunuak, und wenn ihr den Drachen besiegen könnt, wird auch Tunuak seinen Irrtum einsehen. Ich muss mich vielmals entschuldigen für die Behandlung, die euch hier ungerechterweise widerfährt. Doch ich will versuchen, es wieder gut zu machen."

Gemeinsam mit Sonavut besuchten die Abenteurer schließlich eine kleine Taverne, der man anmerkte, dass nicht viele Fremde durch Iqaliat reisten, sondern sie fast ausschließlich von Einheimischen besucht wurde. Ob es an Sonavuts Autorität lag oder daran, dass die Entscheidung des Häuptlings klare Tatsachen geschaffen hatte - in jedem Fall war keine ausgeprägte Abneigung den Fremden gegenüber zu spüren, und nachdem sie zusammen an einem Tisch Platz genommen hatten, holte Sonavut nacheinander einige der anderen Gäste zu ihnen an den Tisch.

"Das dort ist Naquun, einer unserer geachtetsten Jäger." sagte sie, bevor sie diesen zu sich rief. Als er sich zu ihnen gesetzt hatte, eröffnete sie das Gespräch:
"Naquun, du warst doch in der Nähe des Drachenhortes; kannst du meine Freunde dort hinführen?"
"Zu Vegsundvaag?" erwiderte der Jäger erstaunt. "Ihr wollt euch dem weißen Drachen stellen?"
Nachdem sie dies bejaht hatten, räumte er ein, dass er durchaus wusste, wo das Versteck des Drachen zu finden war. Er wirkte zwar etwas skeptisch und war zurückhaltend, seine Informationen zu teilen, doch dank Sonavuts Ermunterung erklärte er sich schließlich dazu bereit.

"Ah, da ist Gluktok, Tunuaks Lehrling." unterbrach in diesem Augenblick die Herdmeisterin, als ein junger Mann den kleinen Raum betrat. "Gluktok, hat dein Meister seine Niederlage verdaut?" rief sie ihm zu, und der Angesprochene trat ebenfalls zu ihnen.
"Herrin, ich habe Tunuak nicht gesprochen." erwiderte er. "Ich war die ganze Zeit oben am Schrein und bin gerade erst zurückgekehrt. Ich habe überhaupt eben erst erfahren, was hier geschehen ist."

Nach dieser kurzen Unterbrechung sprach Naquun schließlich weiter. Er erklärte ihnen, dass der Eingang zum Hort des Drachens sich etwa 60 Meilen nördlich von Iqaliat in einer Gletscherspalte befand und gab ihnen auch sonst einige nützliche Hinweise zur Umgebung.[1]
Als er geendet hatte, überraschte Sonavut sie schließlich noch mit einem Geschenk: Eingeschlagen in Leder breitete sie auf dem Tisch sechs klauenartige Geräte vor ihnen aus.
"Dies sind Klauen des Eisbären." erklärte sie und band sich eines davon um ihre rechte Hand. "Sie sind verzaubert, um dem Träger mehr Halt im Eis zu geben. Nehmt sie, und mögen sie euch helfen, den Drachen zu finden und irgendwie von Iqaliat abzubringen."[2]
 1. Ihr solltet damit notfalls auch ohne Führung in der Lage sein, den Hort zu finden.
 2. Claws of the Ice Bear
Aura faint transmutation; CL 3rd
Slot hands; Price 1,300 gp; Weight 1 lb.
DESCRIPTION
Strapped to the hands, these spiked climbing claws crafted
by the Erutaki grant a +2 competence bonus on Climb checks
and Acrobatics checks made when using both hands to aid
in movement, and allow the wearer to ignore the normal
penalties on those skills for slippery or icy surfaces. In
addition, up to 3 times per day, the wearer can activate the
claws as a swift action to gain the benefits of spider climb for
1 round. The wearer cannot hold anything else in her hands
while using claws of the ice bear. If used as a weapon, claws of
the ice bear function as spiked gauntlets.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 04.06.2020, 17:31:58
"Wir haben einen großen Vorteil, dem Drachen gegenüber. Wir wissen, worauf wir uns einlassen und können uns entsprechend vorbereiten," sagte Solitaire zu Naquun.

Als Gluktok sprach, verengte sich ihr Blick ein wenig und sie fragte: "Ist der Schrein oben auf dem Kliff, wo der Altar steht?"

Und als Sonavut ihnen dann die magischen Klauen überreicht, nickt die Varisierin dankbar. "Vielen Dank! Die werden oben im Eis sicher von großem Nutzen sein."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 04.06.2020, 17:35:15
"Oh, das ist das Gleiche. Ich sage immer Schrein, andere nennen ihn Altar, aber es ist das Heiligtum für die Windgeister." antwortete der junge Gluktok.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 07.06.2020, 04:35:09
Es gab anscheinend doch noch Hoffnung, denn nicht alle Dorfbewohner waren ihnen gegenüber negativ gestimmt. Naquun hatte die Information, die sie benötigten und von Sonavut bekamen sie sogar noch ein Geschenk, welches ihnen in diesem Eis helfen würde. "Danke für die Hilfe.", sagte Rumar, während er sich eine der Klauen um die Hand band. So etwas konnte er gut gebrauchen, schließlich war er nicht mehr der fitteste.
Etwas seltsam war es schon, dass Gluktok seinen Meister nicht gesprochen hatte. War dieser nicht in Richtung des Altars oder Schreines gegangen? Anscheinend war Rumar aber nicht der einzige, der das bemerkte, denn Solitaires Blick wurde auch ungläubig oder kritisch. "Führt der Durchgang zum Altar noch woanders hin, Gluktok? Oder nur zum Altar?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 07.06.2020, 18:14:28
Garridan hörte ebenfalls den Ausführungen zu ihrem Ziel und dem Weg dorthin zu und bedankte sich schließlich für die wertvollen Geschenke.

Als er die Antwort des junge Gehilfe des Schamanen hörte, war er verwundert und versuchte zu erahnen, ob er die Wahrheit sprach.[1] Rumar hatte wohl eine ähnliche Idee, vielleicht gab es ja weitere Kammern dort oder der Schamane war dem jungen aus dem Weg gegangen. Männer, die den Willen der Götter auslegten, hatten oft seltsame Ideen und oft viel es ihnen schwer, ihre Interpretation zu korrigieren. Aber vielleicht waren aber auch hier die Oni im Spiel? Sie würden auf der Hut sein müssen. Er wartete gespannt auf die Antwort des jungen Manns und achtete weiterhin auf jede seiner Regungen.
 1. Motiv erkennen 16
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 07.06.2020, 22:44:34
"Nein, der geht nur nach oben. Aber der Schrein ist im Freien, man kann von dort aus überall hin auf der Ebene. Aber man muss zumindest am Altar vorbei."
Gluktok wusste offenbar nicht, wieso er diese Fragen gestellt bekam, doch Garridan hatte nicht das Gefühl, dass der junge Mann ihnen etwas verheimlichte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 14.06.2020, 15:45:17
Auch wenn die Geschichte des jungen Lehrlings Fragen aufwarf, verspürte keiner der Abenteurer mehr die Neigung, diesen nachzugehen. So zogen sich schließlich alle zum Schlafen zurück, um ausgeruht in den nächsten Tag gehen zu können.

Es hatte sich scheinbar herumgesprochen, dass die Gruppe sich auf den Weg zum Drachen aufmachen wollte, denn bei ihrem Aufbruch hatte sich eine größere Menge versammelt, die die Karawane verabschiedete. Die Hoffnung war in vielen der Gesichter deutlich zu erkennen, und immer wieder traten Bewohner Iqaliats auf die Helden zu und drückten ihnen Glücksbringer in die Hand oder sprachen ihnen einen Segen aus.
Auch der Schamane war wieder aufgetaucht und stand in der Menge, doch seine Miene drückte nur Verachtung für das aus, was sich abspielte, und es schien beinahe Hass aus seinen Augen zu sprechen.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8952.0;attach=14058)
Das erste Problem, dass die Reisenden zu lösen hatte, war allerdings, dass die Karawane sich nicht komplett auf den Weg zum Drachen machen konnte. Der Weg durch die Höhlen war für die Wagen und Tiere nicht passierbar, und alles andere würde einen immensen Umweg bedeuten - so wurde schließlich entschieden, dass die Karawane sich ein Stück außerhalb Iqaliats einen geeigneten Platz zum Lagern suchen würde, während nur ein kleiner, kampfbereiter Stoßtrupp aus Garridan, Rumar, Solitaire, Mugin und Arashi, angeführt von Naquun, sich auf den Weg zum Versteck des Drachen begeben würde.

Und so betraten die sechs schließlich, dick eingepackt, den Tunnel, der sie auf das Plateau führen würde. Aus dem rohen Fels gehauen windete er sich steil und eng nach oben, so dass selbst die trainierten Abenteurer ins Schwitzen gerieten. Das und die nur durch die mitgeführten Lichtquellen aufgelöste, bedrückende Dunkelheit im Tunnel führten dazu, dass die Gruppe schweigsam und etwas beklommen den schmalen Weg emporkletterte.
Als die anderen gerade um eine weitere Biegung gegangen waren, blieb Rumar, der am Ende der Gruppe lief, plötzlich stehen. Er konnte nicht wirklich mit dem Finger darauf zeigen, aber irgendetwas stimmte hier nicht. Von vorne hörte er gleichzeitig die Stimme ihres Führers: "Kommt, kommt! Wir müssen weiter!"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 14.06.2020, 16:18:15
Bevor sie sich am Vorabend zur Ruhe gelegt hatten, hatte Solitaire noch ein paar Zauber auf sich und ihre Gefährten gewirkt, die ihnen vielleicht am kommenden Tag ein wenig helfen mochten[1].



Jehanna war zum Schutz bei der Karawane geblieben. Die Kampfkraft und die telekinetischen Talente der rothaarigen Frau würden ihnen sicherlich fehlen. Aber sie hatte schon Recht. Die Karawane und vor allem Ameiko mussten auch geschützt werden. Der hasserfüllte Blick des Schamanen bereitete Solitaire zwar Sorgen, aber der Großteil der Einwohner wirkte an dem Morgen doch sehr wohlwollend, was ihr wiederum Hoffnung gab, dass es am Ende für alle eine gute Lösung geben würde.

Naquun führte sie die Treppen im Fels hinauf, was die Varisierin sehr begrüßte, war sie doch immer noch ein wenig neugierig, was sich hier denn nun eigentlich verbarg. Gedankenverloren stapfte sie Stufe um Stufe hinauf, bis Rumar plötzlich Einhalt gebot. Es war immer gut, sich auf solcherlei Gefühle und Instinkte zu verlassen und dem alten Mann mangelte es sicher nicht an Erfahrung. Und da waren ja auch noch die Ungereimtheiten mit dem Altar und dem Lehrling des Schamanen.

Sofort schoss der jungen Frau etwas durch den Kopf. Ein geheimer Abzweig vielleicht? Das würde sicherlich erklären, wie der Lehrling den Schamanen nicht gesehen haben konnte, obwohl Phoebe genau gesehen hatte, dass er in die Höhle hineingegangen war. Und bei ihrem bisherigen Aufstieg konnten sie keinen Weg außer den offensichtlichen nach oben entdecken.

"Halt, Naquun! Warte bitte kurz."

Mit einigen arkanen Befehlsworten und einer Handbewegung erschuf die Zauberin einige Lichter, die sie an der Wand entlangwandern ließ[2].

"Phoebe, mach mal die Augen auf. Hier ist doch bestimmt etwas..."

Gemeinsam mit ihrer Vertrauten suchte die Halbelfin nach einem verborgenen Durchgang[3].
 1. Endure Elements für alle gegen die Kälte, bzw. Winter Feathers für Phoebe, sowie Lucky Number für alle (siehe Würfelthread (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,8290.msg1086025.html#msg1086025))
 2. Dancing Lights
 3. Perception 17 (Solitaire); 29 (Phoebe)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 14.06.2020, 18:13:06
Tatsächlich entdeckte Phoebe einen kaum merkbaren Riss im Fels, der auf einen versteckten Durchgang hindeutete. 
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 14.06.2020, 18:45:21
Solitaire wirkte daraufhin einen weiteren Zauber und zeigte kurz auf ihre vier Gefährten, sowie das Eidolon und Phoebe[1].

Dann flüsterte sie, und die Botschaft der Zauberin wurde durch ihre Magie an die Ohren der anderen getragen.

"Hier ist ein geheimer Durchgang. Dort wird Tunuak, der Schamane, gestern abend verschwunden sein, weshalb sein Lehrling ihn nicht gesehen hat. Jetzt ergibt das alles einen Sinn. Nur was verbirgt sich hinter dieser Tür? Sollen wir Naquun darauf aufmerksam machen, oder erstmal weitergehen und uns die Sache hier vielleicht später ansehen? Ihr könnt mir antworten, indem ihr einfach leise flüstert."
 1. Message
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 16.06.2020, 16:52:25
Wie angewiesen flüsterte Mugin: "Macht Sinn, aber nur weil sich Tunuak gegen uns ausgesprochen hat, heißt das nicht dass wir das Recht haben überall rumzustöbern. Allerdings... allerdings geht es hier um unsere Sicherheit und die unserer Kameraden. Ich weiß nicht."

"Ein Grund mehr nachzusehen," mischte sich das Eidolon ein. "Der Drache kann warten."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 16.06.2020, 18:43:46
Solitaire sprach weiterhin sehr leise. Sie gab auch kurz die Worte der anderen wieder, da nur sie selbst diese hören konnte.

"Dass er uns nicht mag, ist ja in Ordnung. Dass er gefordert hat, einen von uns den Geistern zu opfern, weniger. Sonavut war davon auch sehr überrascht. Und sein Lehrling wirkte auch nicht so, als wäre das in seinem Sinne. Ich fürchte, dass der Schamane von seinem Weg abgekommen sein könnte. Windgeister fordern doch plötzlich keine Menschenopfer. Da steckt sicher mehr dahinter. Schlimmstenfalls steckt jemand dahinter, der uns aktiv aufhalten will. Zumindest daher fände ich es nicht verkehrt, mehr herauszufinden. Es muss ja nicht so sein, aber auch das wäre gut zu wissen, wenn es wirklich alles nur ein Zufall ist. Es ist aber auch nicht unbedingt notwendig, dass wir unsere neugierigen Nasen da reinstecken. Oder zumindest nicht jetzt gleich."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 16.06.2020, 19:34:01
Garridans Neugier war ebenfalls geweckt.
"Lasst uns nachsehen. Wenn der Durchgang offen ist, warum sollten wir keinen Blick hinein werfen? Wir wurden schon so oft überfallen, das wir nicht vorsichtig genug sein können. Hat jemand einen Zauber, der einen von uns unsichtbar machen kann, dann könnte ich vor schleichen, was uns einen Vorteil verschaffen würde. Suishen kann mich auch unsichtbares sehen, falls sich Geister da drin verstecken. Und was sagen wir unserem Führer?"

Für ihn war die Entscheidung schon getroffen, es ging jetzt nicht um das ob, sondern um das wie.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 17.06.2020, 17:53:41
"Ich spreche mal mit ihm."

Dann trat Solitaire weiter nach vorne, um auf ihren Führer zuzugehen.

"Naquun, verzeih die Pause, aber hier ist etwas, was die Geschehnisse von gestern abend vielleicht in ein anderes Licht rückt. Weißt Du von geheimen Tunneln hier im Berg? Ich glaube, wir haben hier gerade einen entdeckt."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 17.06.2020, 22:49:51
Mugin ging derweil zu Garridan und flüsterte ihm zu: "Nun ich habe neuerdings einen Unsichtbarkeitszauber gelernt, aber er hält nicht lange. Nicht mal eine Minute, dafür bricht er nicht wenn man jemanden attackiert wie der normale Zauber."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 23.06.2020, 15:27:39
Ihr Führer drehte sich zu Solitaire um und zog die Stirn in Falten: "Ein geheimer Tunnel? Wovon redest du?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 23.06.2020, 16:04:04
"Das kann ich Dir nachher erklären, erst müssen wir selbst einmal nachsehen, was es damit auf sich hat."

Die verdutzte Reaktion hatte Solitaire eigentlich erwartet und auch erhofft. Es verdichtete sich aber auch ihre Befürchtung, dass Tunuak hier einen geheimen Ort geschaffen hatte, an dem er vielleicht anderen Wesen huldigte, als er es offiziell vorgab. Wesen die nach menschlichen Opfern verlangten. Es gab nur einen Weg dies herauszufinden und der führte durch die geheime Tür tiefer in den Berg hinein.

"Gut, dann lasst uns mal nachsehen, was hier wirklich vor sich geht!" meinte die Zauberin zu ihren Gefährten und zeigte ihnen die Umrisse der geheimen Pforte, die Phoebe mit ihren scharfen Augen entdeckt hatte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 25.06.2020, 22:53:41
Es dauerte nicht lange, bis sie alle die geheime Tür erkennen konnten, die im Fels verborgen war. Jetzt, wo Solitaire die anderen darauf aufmerksam machte, waren die Umrisse deutlich sichtbar, doch im flackernden Schein der Fackeln war sie schwer zu erkennen gewesen.
Auch Naquun war nun zu den anderen zurückgekehrt, stand aber derzeit neugierig blickend ein kleines Stück abseits.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 25.06.2020, 23:16:48
"Ich suche noch nach magischen Auren," erklärte Solitaire und wirkte die einfache Zauberformel, die sie diese aufspüren ließ[1].

Ansonsten überließ sie Garridan den Vortritt, wenn es um das eigentliche Öffnen der Türe ging, da er sich von ihnen vermutlich am besten mit versteckten Mechanismen auskannte.
 1. Detect Magic
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 28.06.2020, 17:31:42
Und Garridan untersuchte die Umrisse zunächst einmal auf Fallen oder Sicherungsmechanismen, bevor er versuchte, die Tür zu öffnen.[1]
 1. Perception 17
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 28.06.2020, 19:00:12
Keiner der beiden konnte bei der Suche etwas Verdächtiges erkennen, und so drückte Garridan schließlich gegen die geheime Tür, um sie zu öffnen. Doch in diesem Augenblick verloren sowohl er als auch Solitaire den Halt unter den Füßen, als eine Spalte sich unter ihnen öffnete und sie drohten, in die Tiefe zu stürzen.[1]
Die übrigen Mitglieder der Gruppe, die nicht direkt an der Tür standen, konnten nur machtlos zusehen, wie das Unheil seinen Lauf nahm: Während Garridan blitzschnell reagierte und zur Seite springen konnte, hatte Solitaire weniger Glück und rutschte eine steile Rampe entlang in die Tiefe. Der Sturz währte nicht lange und ihre magischen Stiefel halfen ihr, dabei das Gleichgewicht zu halten - doch der Boden war übersät mit scharfkantigen Felsen, die ihr tief ins Fleisch schnitten, als sie etwa fünfzig Fuß unterhalb der anderen landete.[2] Sich umblickend, fand sie sich in einer dunklen, engen Höhle ohne weitere Ausgänge - der einzige Weg zurück führte nach oben.

Dort jedoch überstürzten sich plötzlich die Ereignisse, als Naquun sich völlig überraschend wie ein Berserker auf Garridan stürzte und versuchte, diesen in den Abgrund zu stoßen.[3]
 1. Bitte einen Reflex-Save gegen 20 von beiden.
 2. 5 Fallschaden, dazu noch 16 Schaden durch die Felsen.
 3. Bitte alle eine Initiative
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 29.06.2020, 20:51:54
Garridan wankte noch wegen seines rettenden Sprungs, als er aus dem Augenwinkel den heranstürzenden Jäger erblickte. Ohne darüber nachzudenken vollführte sein Körper eine elegante Drehung, die Naquun ins Leere laufen ließ. Nun war es wiederum dieser, der nach dem erfolglosen Angriff ins Wanken kam; doch es gelang ihm, sein Gleichgewicht zu halten.

~~~

Runde 1
Spieler
Naquun
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 29.06.2020, 23:58:11
"Mir geht es gut! Etwas lädiert, aber ich stehe noch." Die Worte der Varisierin wurden durch ihren Zauber[1] an die Ohren ihrer Gefährten weitergetragen.

"Ich komme selbst hier raus. Bleibt bloß oben, hier sind überall furchtbar spitze Steine."

Phoebe erschien dann hinter der Zauberin und flatterte nach oben, um dort einmal die Lage zu begutachten. Sofort sendete sie Solitaire "Gefahr" durch ihre empathische Verbindung, als sie erkannte, dass ihr Führer wohl gerade dabei war, durchzudrehen. Der kleine Vogel blieb daher auch lieber auf der anderen Seite der Fallgrube.
 1. Message läuft ja noch
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 30.06.2020, 07:55:05
Garridan wollte gerade durchatmen, nachdem er nicht in die Grube gefallen war, als er aus dem Augenwinkel die Bewegung sah und erneut zur Seite auswich.

"Was soll das?" fragte er laut, auch wenn er eher zu sich selbst sprach, doch dann sah er Naquuns Gesichtsausdruck und ihm war klar, dass es kein Versehen war. Wut stieg in ihm auf und sofort flog Suishen in seine Hand. Er musste nicht lange überlegen, die Bewegung floss aus dem Schwert durch seinen Arm hindurch und die Klinge fand ihr Ziel.[1]
 1. Angriff 1: 27, Schaden 15 + 2 Feuer; 2: 27, Schaden 11 + 4 Feuer, falls AC 12 für die Krit-Bestätigung reichen sollte +15 Schaden
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 30.06.2020, 19:22:54
Mugin und das Eidolon schauten dem Unheil erschrocken zu, Solitaire verschwand in der Erdspalte und keiner konnte etwas dagegen tun. Als dann Naquun auch noch auf sie losging wich Mugin zurück, zum Teil um nicht im Weg zu stehen, zum Teil da er auch nicht wusste wie er helfen konnte.[1] Er dachte schon nach wie sie Solitaire helfen konnten als diese ihre Nachricht zu ihnen sandte. "Schön das es dir einigermaßen gut geht, wir haben hier oben ein anderes Problem," flüsterte wie zuvor und schickte so die Nachricht zu der Magierin.

Nachdem Garridan der Attacke des Führers ausgewichen war und auch schon zurückschlug, erwachte im Eidolon ihr Beschützterinstinkt. Sofort sprang sie mit ein par kleinen Sätzen um Naquum herum und brachte sich in eine bessere Position.[2] Mit einem mentalen Befehl an ihren Körper und dem Amulett an ihrem Hals begannen ihre Zähne und Klauen kochendheiße Säure zu tropfen. Dreimal attackierte sie den Mann von hinten, doch nur der letzte Angriff mit ihrer Klaue schien genau genug zu sein.[3][4][5][6]
 1. Bewegung weg vom Nahkampf
 2. Bewegung auf flankierende Position
 3. Full Attack: Bite 14, DMG 12+5 Acid+2 Fire+4 Bleed=22
 4. Claw1 16, DMg 5+2 Acid+2 Fire=9
 5. Claw2 32, Dmg 8+2 Acid+4 Fire=14
 6. Claw2 krit 11, DMg 6+1 Acid+6 Fire=13
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 01.07.2020, 05:27:41
Der nächste Tag begann mit einer erfreulichen Überraschung. Der Großteil der Bewohner schien sie zu unterstützen und schenkte ihnen sogar Glücksbringer. Dankbar nahm Rumar diese an und verstaute sie sorgfältig, bevor er sich mit einer kleinen Gruppe auf den Weg zum Drachen machte. Der Großteil der Karawane musste zurückbleiben aber das war auch gut so, denn alle Gruppenmitglieder, die jetzt dabei waren, hatten viel Kampferfahrung. Lediglich Jehanna blieb zurück.
Mit ihrem Führer, Naquun, machten sie sich auf den Weg durch den Tunnel. Rumar hatte bei dem Aufstieg einige Probleme, weshalb er am Ende der Gruppe lief. Ein komisches Bauchgefühl machte sich breit, was man Solitaire zum Glück als Anlass nahm, diesen Tunnelabschnitt noch etwas genauer zu untersuchen. Es war allerdings Phoebe, die etwas entdeckte. Ein geheimer Durchgang wie es schien. Erst tat Naquun überrascht aber es schien, als stecke er mit seinem Meister unter einer Decke. Denn kaum hatte Garridan die geheime Tür geöffnet und damit eine Falle ausgelöst, versuchte ihr Führer ihn in das Loch zu stoßen, welches schon Solitaire erwischt hatte.
Nur wenige Sekunden später hörte Rumar allerdings Solitaires Stimme. Ihr ging es gut. Er war erleichtert und atmete kurz durch. Erst mussten sie sich um Naquun kümmern, bevor sie ihr helfen konnten. Garridan und Mugins Eidolon sahen keinen anderen Weg, als den Mann anzugreifen. Sollte der Mann die geballten Angriffe überstehen, würde Rumar versuchen ihn mithilfe eines Zaubers für eine gewisse Zeit außer Gefecht zu setzen.[1] "Fesselt ihn. Wir sollten ihn befragen."
 1. [URL=https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/c/charitable-impulse]Charitable Impulse (http://Der nächste Tag begann mit einer erfreulichen Überraschung. Der Großteil der Bewohner schien sie zu unterstützen und schenkte ihnen sogar Glücksbringer. Dankbar nahm Rumar diese an und verstaute sie sorgfältig, bevor er sich mit einer kleinen Gruppe auf den Weg zum Drachen machte. Der Großteil der Karawane musste zurückbleiben aber das war auch gut so, denn alle Gruppenmitglieder, die jetzt dabei waren, hatten viel Kampferfahrung. Lediglich Jehanna blieb zurück.
Mit ihrem Führer, Naquun, machten sie sich auf den Weg durch den Tunnel. Rumar hatte bei dem Aufstieg einige Probleme, weshalb er am Ende der Gruppe lief. Ein komisches Bauchgefühl machte sich breit, was man Solitaire zum Glück als Anlass nahm, diesen Tunnelabschnitt noch etwas genauer zu untersuchen. Es war allerdings Phoebe, die etwas entdeckte. Ein geheimer Durchgang wie es schien. Erst tat Naquun überrascht aber es schien, als stecke er mit seinem Meister unter einer Decke. Denn kaum hatte Garridan die geheime Tür geöffnet und damit eine Falle ausgelöst, versuchte ihr Führer ihn in das Loch zu stoßen, welches schon Solitaire erwischt hatte.
Nur wenige Sekunden später hörte Rumar allerdings Solitaires Stimme. Ihr ging es gut. Er war erleichtert atmete kurz durch. Erst mussten sie sich um Naquun kümmern, bevor sie ihr helfen konnten. Garridan und Mugins Eidolon sahen keinen anderen Weg als den Mann anzugreifen. Sollte der Mann die geballten Angriffe überstehen, würde Rumar versuchen ihn mithilfe eines Zaubers für eine gewisse Zeit außer Gefecht zu setzen.[nb) (Wille gegen 18), sonst muss er 7 Runden lang eine Liste abarbeiten und nett sein.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 02.07.2020, 00:41:47
Garridan und das Eidolon nahmen ihren Führer in die Zange und setzten ihm bereits schwer zu. Rumars Zauber jedoch war es, der Naquun vorerst außer Gefecht setzte: Plötzlich zog der Mann seine beiden Handäxte, griff jedoch nicht an, sondern hielt sie Garridan stattdessen entgegen, als ob dieser sie ihm abnehmen solle.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 03.07.2020, 10:40:00
Garridan hatte schon mit der Bewegung begonnen, die dem Mann den Rest geben sollte, als er plötzlich aufzugeben schien. Er zögerte kurz, um sicher zu gehen, dass es keine Finte war, dann nahm er dem Führer die Äxte ab, vorsichtig und bereit, jederzeit einem Angriff auszuweichen. Verwundert sah er Rumar an.
"Wie hast du das gemacht?"
Während dessen bereitete er ein Seil zum Fesseln vor.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 03.07.2020, 11:41:49
Kurz nach Phoebe flatterte eine weitere, eher schattenhafte Vogelgestalt aus der tiefen Grube hervor. Einen Moment später verwandelte diese sich in Solitaire[1], die nun ebenfalls auf der anderen Seite der Fallgrube stand. Man sah ihr die Schrammen und Schnitte durchaus an, die sie sich bei dem Sturz zugezogen hatte, aber wie sie auch bereits mitgeteilt hatte, die Zauberin stand noch auf den Beinen. Ihre magischen Stiefel hatten sicherlich einen nicht unerheblichen Anteil daran.

"Wie es aussieht, gibt es doch ein paar, die die Worte Tunuaks erreicht haben. Das ist wirklich sehr schade."
 1. Raven's Flight
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 03.07.2020, 18:08:35
Im ersten Moment musste Mugin das Eidolon zurückhalten. Naquum bot ihr den ungeschützen Rücken förmlich an, aber ihr Meister hatte die Situation besser im BLick. "Nicht! Er ergibt sich." Halb Befehl, halb Information, aber es hatte seinen Effekt, das Eidolon blieb zwar kampfbereit aber zerfleischte dem Mann erstmal nicht.

Beide freuten sich das Solitaire es aus der Grube schaffte und waren sich sicher das die Wunden gleich behandelt werden würden, also kein Grund zur Sorge waren. Mugin fügte Solitaires Bemerkung noch etwas hinzu: "Ja, und es ist sehr wahrscheinlich das uns unser "Führer" in eine Falle geführt hätte oder zumindest in die Irre."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 06.07.2020, 21:13:49
Solitaire nickte zustimmend.

"... oder uns in einem geeigneten Moment in den Rücken gefallen wäre."

Sicherheitshalber nahm sie etwas Abstand von der Grube und lehnte sich dann an die Wand.

"Aber das werden wir wohl, zum Glück, jetzt nicht mehr herausfinden. Was allerdings auch die Frage aufwirft, was genau machen wir jetzt? Ich könnte ja Phoebe losschicken, um Sonavut zu unterrichten, dass sie vielleicht sogar den Häuptling hierher führt. Oder wollen wir erstmal nachsehen, was es hiermit auf sich hat?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 06.07.2020, 23:31:07
Es bereitete keine größeren Probleme, Naquun zu fesseln. Doch als Rumars Zauber schließlich endete, war es mit der Ruhe ihres Führers vorbei. Wild begann er hin und her zu zappeln und warf wieder und wieder den Kopf so stark zur Seite, dass zu befürchten stand, er würde sich sein eigenes Genick brechen.

Als sich die Gruppe nun wieder etwas gesammelt hatte und alle wohlbehalten zurück im Gang waren, bemerkten sie schließlich die nun geöffnete Geheimtür hinter der Felsspalte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 07.07.2020, 20:04:30
Es gab also tatsächlich einen Gang und nicht nur eine Falle! Es gab keine Diskussion darüber, ob man diesen erforschen sollte - wenn es nicht vorher schon klar gewesen war, hatte der plötzliche Angriff Naquuns den letzten von ihnen überzeugt, dass man dieser Sache auf den Grund gehen musste. Was immer sich hinter der Geheimtür befand: Naquun wollte offenbar nicht, dass sie es entdeckten; und durch seinen Angriff war das Ganze nun auch noch persönlich geworden!

Naquun schlafen zu legen, und für den Fall der Fälle zu knebeln und ein Stück in den Gang hineinzuziehen, erwies sich als nicht schwierig. Und so dauerte es auch nicht lange, bis die vier Gefährten vorsichtig den neu entdeckten Gang erforschten. Es war ein enger Tunnel, der recht steil nach oben führte, doch bereits nach etwa hundert Fuß in einer Sackgasse endete.
Diesmal war es leicht zu erraten, dass niemand diesen Tunnel graben würde, um ihn einfach so enden zu lassen, und so entdeckte Rumar nach kurzer Zeit einen weiteren verborgenen Mechanismus. Diesmal nahm Garridan sich doppelt und dreifach so viel Zeit, um sicherzugehen, nicht noch einmal eine Falle auszulösen - doch tatsächlich schien es diesmal keine zu geben, denn als er schließlich, immer noch mit skeptischen Blick, die anderen bat, zurückzutreten, falls er sich doch geirrt hatte, und den Mechanismus auslöste, sprang nur ein Stück Fels ein kleines Stück nach vorne, das sich nun zur Seite wegschieben ließ.

Hinter der Tür sahen sie Licht, denn die Höhle, die sich vor ihnen auftat, hatte oben eine Öffnung ins Freie, die von außen wohl nur wie ein weiterer Riss im Eis wirkte. Sie befanden sich auf einem Vorsprung, von dem aus ein schmaler Steg am äußeren Rand der runden Höhle spiralförmig nach unten führte. Der Steg selbst war eisbedeckt und äußerst rutschig, und man würde höllisch aufpassen müssen, um nicht auszurutschen und in die Tiefe zu stürzen.[1] Der Fall, das machte ein Blick nach unten klar, würde schmerzhaft werden. Bis zum Boden würde man sicherlich gut sechzig Fuß stürzen, und von oben sah es so aus, als ob schon andere diese Erfahrung machen mussten, denn der Boden schien, so gut man es im dämmrigen Licht sah, von Knochen übersät zu sein.
 1. DC15/25 Akrobatik um mit halber/voller Geschwindigkeit runterzukommen ohne auszurutschen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 09.07.2020, 02:50:15
"Mit Zauberei.", erwiderte er Garridan ernst. "Und der Hilfe der Götter." Er zwinkerte belustigt, auch wenn es der Wahrheit entsprach. Der Zauber hielt allerdings nicht lange, weshalb sie sich mit dem Fesseln etwas beeilen mussten. Während der Rest damit beschäftigt war, kümmerte sich Rumar mithilfe des Heilstabs um die Heilung seiner Freunde.[1] Die magischen Kräfte, die ihm die Götter zur Verfügung stellten, wollte er sich aufsparen. Wer wusste schon, wie der Drache auf sie reagierte? Im schlimmsten Fall mussten sie ihn bekämpfen und da brauchte er all seine Kräfte. Weniger als eine Minute später begann Naquun sich wieder zu wehren und das so stark, dass sie ihn schlafen legen mussten.
Das dieses Problem für den Moment gelöst war, konnten sie sich um den geheimen Gang kümmern. Niemand sprach sich dagegen aus, ihn zu erkunden. Schließlich war diese ganze Situation sehr seltsam und musste erforscht werden. Der Gang endete zwar schon sehr bald aber es war klar, dass es eine weitere Geheimtür oder etwas in der Richtung geben musste. Rumars alte Augen ließen ihn nicht im Stich und schon bald entdeckte er, was sie suchten. Zwar entdeckte Garridan keine Falle bei dem Mechanismus aber sie waren vorsichtig und nahmen trotzdem Abstand. Es öffnete sich keine weitere Fallgrube. Auch keine andere Falle war hier verborgen. Lediglich eine Möglichkeit, die verborgene Tür zu öffnen.
Sie betraten eine Höhle, die von oben mit Licht geflutet wurde. Allerdings befanden sie sich auf einem Vorsprung. Nach unten, auf den Höhlenboden waren es gute 60 Fuß. Das war ein ganz schönes Stück und so wie der Steg nach unten aussah, wollte Rumar diesen gar nicht erst betreten. Er würde ausrutschen, fallen und sich einige Knochen brechen. "Das ist ganz schön tief." Er sah nach unten und entdeckte die Knochen. "Sieht auch sehr gefährlich aus. Da hat es schon einige erwischt." Er schickte ein Gebet an die Götter für die, die hier ein jähes Ende gefunden hatten. "Ich habe..." er kramte in seinem Schriftrollenbehälter herum. "... zwei Tränke, die es einem von uns erlauben, an den Wänden oder sogar der Decke zu klettern."[2] Andere Möglichkeiten besaß er nicht, dieses Hindernis zu überwinden.
 1. +7 HP für Garridan, +17 HP für Solitaire
 2. Zwei mal Spider Climb
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 09.07.2020, 03:43:02
Solitaire bedankte sich bei Rumar für die Heilung. Sie fühlte sich schon gleich viel besser und merkte auch direkt ihre Abenteuerlust, als es daran ging, das Geheimnis um den versteckten Gang zu lüften.

"Wir haben auch noch diese Kletterkrallen. Von Sonavut," bemerkte sie. "Aber die sind eher für wirklich kurze Kletterpartien geeignet."

Mit einer geübten Geste und einigen arkanen Worten erschuf die Zauberin einige Lichtkugeln[1], die sich direkt auf den Weg nach unten machten. Dann ließ sie die Lichter einmal um die Höhle herumschweben, so weit es eben ging.

"Zumindest kann ich erstmal dafür sorgen, dass wir etwas mehr erkennen können. Was meint ihr? Sind das menschliche Knochen? Gab es schon andere Opfer für Tunuaks Geister?"
 1. Dancing Lights
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 09.07.2020, 23:56:14
Solitaires Zauber schaffte es, den Boden etwas besser zu beleuchten, wobei es ein unruhiges und flackerndes Licht war, das es immer noch nicht einfach machte, Einzelheiten zu erkennen. Die Knochen konnten von der Größe durchaus menschlich sein, aber auch von größeren Tieren stammen. Durch den Lichtschein wurde jedoch auch deutlich, dass die Wände am unteren Ende der Höhle nicht sichtbar waren, es dort also auf jeden Fall noch ein Stück nach außen ging - wie weit, konnten sie nicht einschätzen. Vielleicht war es nur ein Rücksprung von ein paar Fuß, vielleicht gab es dort noch weitere Gänge, die tiefer in das Eis führten.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 13.07.2020, 11:48:01
"Garridan, wenn ich das richtig im Kopf habe, dann kann Suishen doch dafür sorgen, dass Du durch die Luft marschieren kannst, oder? Das könnte hier durchaus hilfreich sein, um die Höhle zu erkunden," schlug Solitaire vor.

"Rumar, Deine Tränke[1] solltest Du bereithalten, aber ich würde so etwas eher im Notfall einsetzen, z.B. um dem Eidolon oder Dir selbst zu erlauben, schnell herunterzuklettern, um Garridan zu unterstützen, wenn er auf Gefahren stoßen sollte."

"Ich selbst kann von hier oben aus genug machen und die Lichter umherkreisen lassen, um euch einen besseren Blick zu ermöglichen. Da runter komme ich zur Not auch leicht."

Solitaire klatschte leicht in die Hände. "Also, was meint ihr? Wollen wir mal sehen, was es hiermit auf sich hat?"
 1. Im Status steht Spider Climb als Trank nicht als Schriftrolle bei Dir.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 13.07.2020, 12:47:15
"Ansonsten habe ich auch noch einen Zauber vorbereitet, der uns allen ermöglicht, für etwa eine Stunde im Dunkeln zu sehen[1]. Zwar nur etwa zwanzig Schritt[2] weit, aber immerhin. Was haltet ihr davon? Hier scheint mir das durchaus nützlich zu sein."
 1. Communal Darkvision
 2. 60 Fuß
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 13.07.2020, 21:11:15
Garridan nickte. "Suishen kann seine Magie leider nur mir zu Gute kommen lassen. Es ist sicher nützlich, wenn wir im Dunkeln sehen können, irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir erwartet werden oder zumindest nicht einfach so da unten herum spazieren können. Und wenn jemand unser Licht löscht, haben wir ein Problem. Ich versuche aber erst einmal normal nach unten zu gehen, vielleicht brauche ich die Zauber später noch."

Er wartete einen Moment, falls Solitaire ihre Magie wirken wollte. Danach aktivierte er eine der magischen Kräfte des Schwertes[1] und machte er sich langsam und vorsichtig an den Abstieg.[2]
 1. See invisibility von Suishen
 2. Halbe Bewegungsweite, Acrobatik 20
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 13.07.2020, 21:31:32
"In Ordnung!" stimmte Solitaire zu und nickte. "Das Eidolon kann bereits im Dunkeln sehen, oder?" Mugin nickte.

Über ihre empathische Verbindung, rief sie Phoebe zu sich, um auch ihre Vertraute mit der Magie versehen zu können. Im Anschluss würde sie in den Gang zurückflattern, um ein wachsames Auge auf ihren Gefangenen und ihren Rückweg zu halten.

Die Halbelfin schob dann ihr Oberteil ein wenig zur Seite, um einen Teil ihrer Schulter zu entblößen, auf der eine Tätowierung eines stilisierten Augenpaars umgeben von Transmutationsrunen zu sehen war. Als sie diese mit der Hand berührte, begannen die Augen in einem dunklen Violett zu leuchten, welches auf ihre Hand überging, während die Zeichen auf ihrer Haut langsam verblassten. Damit berührte die Zauberin dann nacheinander Mugin, Garridan, Rumar und natürlich Phoebe und sich selbst[1].

Ihre magischen Lichter ließ Solitaire dann auch eher in der Entfernung[2] umherkreisen, um mögliche Überraschungen aus der Ferne hoffentlich frühzeitig zu entdecken.
 1. Communal Darkvision 2h für Garridan und Phoebe, 1h für Mugin, Rumar und Solitaire
 2. bis 180 Fuß
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 14.07.2020, 17:39:40
Garridan ging vorsichtig den schmalen und schlüpfrigen Grat entlang, der Weg schwach von Solitaires Zauber erhellt; das Licht benötigte er jedoch durch die einstweilige Dunkelsicht nicht.
Dennoch war es ein langsames und schwieriges Unterfangen, immer wieder mit einem Fuß vorzufühlen, bevor er nach und nach sein Gewicht darauflegte. Doch einen Sturz in die Tiefe wollte er lieber vermeiden.

So war Garridan auch nicht besonders auf seine Umgebung konzentriert, als Phoebe, die auf seine Höhe durch die Höhle flatterte, plötzlich eine Warnung ausstieß! Doch es war bereits zu spät, als dass er noch reagieren konnte; stattdessen sah er auf einmal aus einer Eisspalte zu seiner Seite eine Gestalt auf ihn zustürzen, die ihn offenbar in die Tiefe stürzen wollte, ihn jedoch um Haaresbreite verfehlte.[1]

Als Garridan sich erschrocken umdrehte, sah er eine frostige Skelettgestalt neben sich, die gerade wieder das Gleichgewicht fand. Sie war überall mit Eis und Reif bedeckt und trug einzelne Rüstungs- und Kleidungsfetzen, war bis auf die knochigen Klauen allerdings unbewaffnet. Im Brustkorb leuchtete eine Art Zeichen, eine vereiste, dreifingrige knochige Klaue.
Noch ehe er oder die anderen sich besinnen konnten, sahen sie drei weitere dieser Gestalten aus verschiedenen versteckten Nischen an unterschiedlichen Stellen des Grates kommen und auf Garridan zueilen.[2]

~~~

Runde 1:
Garridan
Mugin
Skelette
Rumar
Eidolon
Solitaire
+ Garridan
+ Mugin
 1. Surprise Round
 2. Bitte alle eine Initiative. Der Steg ist nur breit genug für jeweils eine Person. Das Skelett, das Garridan angegriffen hat, steht ein Feld oberhalb von ihm, die anderen drei kommen von unten. Alle von euch, die nach unten laufen wollen, müssen eine klare Reihenfolge festlegen. Es gibt immer mal wieder Eisspalten seitlich, wo jemand sich reinstellen kann, um eine andere Person vorbeizulassen. Das benötigt jedoch für die vorbeilassende Person eine volle Runde.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 16.07.2020, 16:47:23
Mugin hatte sich auf einen Hinterhalt mental vorbereitet und reagierte sehr schnell. Sofort war einer seiner Zauberstäbe in seiner Hand und nach einer kurzen Aktivierungsphrase berührte er damit das Eidolon, dessen Zähne ein leichtes grünliches Schimmern annahmen.[1]
 1. Wand, Magc Fang ziehen und benutzen
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 16.07.2020, 20:55:14
Garridan schickte Suishen den Wunsch, einen Zauber zu aktivieren und das Schwert tat ihm den gefallen.[1]

Dann trat er einen Schritt zur Seite und stand nun in der Luft, bereit zum Angriff. Zwar war Garridan klar, dass seine Waffe nicht die beste Wahl gegen Skelette war, aber zum einen wäre Suishen sicher beleidigt gewesen, wenn er es gegen einen einfachen Mordgenstern ausgetauscht hätte, um gegen dahergelaufene Untote zu kämpfen, und zum anderen benötigte er den Zauber des Schwerts. So konnte ihm immerhin niemand in den Rücken fallen oder ihn herunter stoßen. Also hoffte er auf ordentliche Treffer und seine Kameraden.[2]
 1. Airwalk
 2. Angriff auf das Skelett neben ihm, 1: AC 31, Schaden 8+4 Feuer; 2: AC 24, Schaden 9 + 5 Feuer
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 17.07.2020, 20:52:06
Garridans Schläge mochten mit dem Schwert nicht so effektiv sein wie mit einem Streitkolben, doch er bemerkte schnell, dass vor allem die Flammen Suishens dem Skelett zusetzten. Nach beiden Schlägen wankte der Untote noch kurz, brach dann aber brennend in sich zusammen.

Schnell wurde sein Platz von einem der anderen eingenommen, so dass er nun wieder zwei Skeletten gegenüberstand. Doch die beiden überboten sich nur gegenseitig mit ihrer Tölpelhaftigkeit im Angriff, und so stand Garridan fest und unverwundet in der Luft.

~~~

Runde 2
Alle Spieler
Skelette
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 18.07.2020, 03:01:27
Solitaire wirkte einen etwas aufwendigeren Zauber, da sie ihre metamagischen Talente einsetzte, um ihre magischen Geschosse zu modifizieren, die sie dann auf die Skelette jagte. Die Energiegeschosse schlugen zielsicher ein und rissen mit ihrer Wucht einige der Untoten förmlich von den Füßen[1].
 1. Toppling Magic Missile (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,8290.msg1086686.html#msg1086686); Wenn sie am Boden liegen, erhalten sie im Nahkampf -4 RK; außerdem provozieren sie Gelegenheitsangriffe, wenn sie wieder aufstehen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 18.07.2020, 19:33:16
Er zögerte nicht lange, denn er wollte die Chance nutzen, solange die Skelette lagen. Suishen sauste durch die Luft und er ließ es auf das erste Skelett los.[1]
 1. 1: 17, Schaden 8 + 2 (Feuer); 2: 15, Schaden 12+4 (Feuer)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 19.07.2020, 04:59:54
Sie hatten also einige Möglichkeiten, den rutschigen Steg zu überwinden. Doch kaum hatte Garidan begonnen, ihn herunterzulaufen, da erwachten plötzlich einige Skelette zum Leben. Auch Rumar zögerte nur wenige Sekunden, bevor er sich auf die Kräfte der Götter berief und die lebenden Toten mit gleißendem Licht strafte.[1]
 1. Burst of Radiance: (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/b/burst-of-radiance) Creatures in the area are blinded for 2 rounds, or dazzled for 2 rounds if they succeed at a Reflex save (gegen 17). Evil creatures in the area of the burst take 14 points of damage, whether they succeed at the Reflex save or not
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 20.07.2020, 19:59:40
Mugin sprach einen einfachen Zauber der dem Eidolon dabei helfen würde ihr Ziel zu finden.[1]

Dieses wäre am liebsten wie üblich in den Kampf gestürmt, doch der schwierige Boden verwerte ihr dies. So näherte sie sich langsam und vorsichtig dem obersten Skelett auf der Rampe.[2] Während sie sich ihrer Beute näherte begannen ihre Zähne bereits wieder Säure abzusondern und mit einem mentalen Befehl aktivierte sich auch ihr Amulett. Durch Mugins zauber geleitet traf ihr Angriff perfekt den Brustkorp des Skeletts.[3]
 1. Guidance
 2. Halbe Bewegung (20ft.), Acrobatics 22
 3. Bite krit bestätigt mit 29, Schaden 20 + 5 Säure + 6 Feuer = 31
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 21.07.2020, 17:17:19
Garridan und Rumar schafften es mir vereinten Kräften, eines der Skelette zu zerstören, während das Eidolon sich in dem anderen verbiss, bis das Licht im Brustkorb erlosch. Der letzte der Untoten stellte dann keine ernsthafte Bedrohung mehr dar und war in kürzester Zeit erledigt.

Nachdem dieser Zwischenfall ohne Mühe aus dem Weg geräumt war, setzte Garridan seinen Weg nach unten fort, wobei ihm der Zauber, der auf ihm lag, dies natürlich erleichterte. Die anderen folgten vorsichtig und deutlich langsamer, denn Garridan traf auf keine weitere Gegenwehr. Unten angekommen staunte er nicht schlecht, als er scheinbar auf eine Ritualstätte traf:

Das erste, was er erblickte, war eine Art Steinaltar, der mit Dutzenden von Schädeln verziert war. Mitten zwischen diesen jedoch sah er eine Bewegung, und beim Näherkommen fand er dort einen Halbling, der geknebelt und gefesselt auf ein düsteres Schicksal wartete und mit aufgerissenen Augen zuckte und sich schüttelte, in der Hoffnung, seine Fesseln zu lösen.

Die Wände der Stätte waren mit Piktogrammen geschmückt; doch im Moment hatte Garridan keine Zeit, sich diese genauer anzusehen; zuerst musste er sich um den Gefangenen kümmern.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 22.07.2020, 09:32:44
So wirklich verwundert war Solitaire von dem Opferaltar nicht, denn so etwas in der Richtung hatte sie ja ohnehin hier erwartet. In ihrer Vorstellung war Tunuak von seinem Weg als Schamane abgekommen und hatte neue Götzen gefunden, denen er nun mit Menschenopfern (oder auch Halblingopfern) huldigte. Der angebliche Zorn der Windgeister war sicher nur ein Vorwand gewesen, da er dies natürlich nicht vor seinem Volk preisgeben konnte. Das alles hier bestätigte nur, was sich die Varisierin bereits ausgemalt hatte.

Was musste wohl geschehen sein, um den Eingeborenen hierher zu treiben? War es die Suche nach Macht, wie so oft, oder die Verzweiflung, weil er nichts gegen die Kräfte unternehmen konnte, die nach und nach Iqaliat zu zerquetschen drohten. War der Drache nur Mittel zum Zweck und kam ihm womöglich sogar Recht? Oder waren seine Angriffe auf die Stadt der Auslöser gewesen? Und wie lange gab es diesen Ort bereits? Hatte er ihn nur gefunden? Sie konnte sich kaum vorstellen, dass er diese Höhle irgendwie selbst geformt haben mochte.

Sie würden auf jeden Fall ihre Reise zu dem Drachen abbrechen müssen, naja, zumindest verschieben, soviel stand fest. Sonavut und der Häuptling des Erutakistammes mussten das hier sehen. Und da war ja auch noch Naquun. Aber für den Moment gab es auch noch einen Halbling zu befreien.

So war Solitaire voll und ganz beschäftigt, während sie sich langsam, Schritt für Schritt, nach unten begab. Die Eisbärenklauen, die sie von Sonavut erhalten hatten, boten ihr Halt und halfen auf dem rutschigen Eis voran zu kommen. Mit beiden Armen hielt sie sich dabei an der Felswand fest, um nicht wegzurutschen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 22.07.2020, 15:36:44
Garridan sah sich erst einmal um, auf der Suche nach einem Hinterhalt.[1]. Falls dort niemand war, ging er zum Altar. Er nahm den Halbling den Knebel aus dem Mund. Bevor dieser aber los plappern konnte, fragte er schnell nach dem, was er dringend wissen musste. "Wo ist der Schamane oder seine Kumpanen?"

Er sah sich den Halbling genau an, er war misstrauisch, vielleicht hatte man ja einen Kultisten als Gefangenen getarnt, mit einem hinterlistigen Dolch im Gewand.
 1. Perception 21
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 23.07.2020, 15:01:10
Bard kämpfte gegen seine Fesseln an, doch so sehr er es auch versuchte, brachte ihm das so wenig wie zuvor. Die Seile schnitten sich nur noch tiefer in sein wundes Fleisch. Er spürte die Schmerzen und das Blut kaum mehr, das an seinen Handgelenken hinabrann, denn seine Gliedmaßen waren die stramme Fesselung und die furchtbare Kälte schon ganz taub. Ihm fehlte die Kraft… er war körperlich am Ende. Die Wunden und Blessuren, die vom Überfall auf ihm stammten, den er nicht hatte kommen sehen, brannten dumpf und auch die Erschöpfung drohte, ihn zu übermannen, während der eisige Steinaltar ihm zusätzlich die Körperwärme stahl, ihn noch träger machte und ihn unkontrolliert zittern ließ.[1] Doch schlimmer als die körperliche Müdigkeit war das mentale Trauma, das Bard durchlebte – und die Erinnerungen, die nicht aufhören wollten, auf ihn einzuprasseln als würde er die Tortur, der er ausgesetzt worden war, durchgehend wieder und wieder erleben. Bard wusste, er würde sich Tunuaks Ritual wahrscheinlich kein weiteres Mal widersetzen können. Bis der Schamane sich entschloss, es noch einmal zu versuchen, musste Bard sich befreit haben, sonst wäre er verloren.
      Vielleicht waren die Fesseln inzwischen strapaziert genug, dass sie kurz davor waren, Bards Fluchtversuch nachzugeben? Doch diese spärliche Hoffnung schwand mit der panischen Angst, die in ihm aufstieg, als er glaubte, kurzen Kampfeslärm durch die Weiten der Höhle hallen zu hören.

Nun war es zu spät! Tunuak war zurück und hatte, wie es schien, den nächsten Unglückswurm in die Falle gelockt, mit dem seine untoten Diener kurzen Prozess gemacht hatten. Sicher würde der korrumpierte Schamane sein vorheriges Projekt erst beenden wollen, bevor er ein neues begann.
Bard wusste nicht, ob er bereute, in der Zwischenzeit nicht versucht zu haben, den verzweifelten Gedanken, eigenmächtig stark zu beschleunigen, dass er hier erfror, bevor Tunuaks Plan aufgehen würde, in die Tat umzusetzen. Bard hätte probieren können, die Kälte dieses Orts in seinen Körper zu kanalisieren und dessen Lebensenergie zu vertreiben. Waren solche Überlegungen dem recht lebenslustigen Bard bisher vollkommen fremd gewesen, wusste er nun nicht, ob Vernunft oder Verzweiflung aus ihm sprachen oder ob die dunkle Macht dieses Ort ihm den Geist vernebelte.
      „Tot wäre ich für Tunuak vermutlich praktisch wertlos“, hatte Bard überlegt. „Tot könnte Tunuak mich zwar zu einem untoten Diener machen, aber von einem stumpfsinnigen Monster geht ein weit geringeres Gefahrenpotenzial als von einem besessenen Mir, im Vollbesitz meiner Fähigkeiten.”
      Zudem graute es Bard davor, bei vollem Bewusstsein, aber ohne Handhabe über seinen Körper, eine Marionette für einen Dämon zu werden und für Tunuaks Pläne instrumentalisiert werden. Andererseits war seine Angst davor, was mit seiner Seele passieren könnte, wenn er auf diesem Altar Selbstmord beging, genauso schlimm. Würde sie dann für immer in den Abyss fahren und dem ehemaligen Dämonenfürsten Sithhud gehören, dem dieser abscheuliche Schrein gewidmet war?
          Bard konnte darüber nur spekulieren. Mögliche ewige Verdammnis wäre vielleicht ein geringer Preis dafür, zu verhindern, dass er dazu gezwungen wurde, dazu beizutragen, dass die Lebenskraft dieser Gegend und ihrer Bewohner weiterhin verschmutzt und korrumpiert wurde. Vielleicht wäre es aber auch ein zu hoher Preis und reine Verschwendung, denn stoppen würde Bards Tunuaks Treiben damit sicherlich nicht.

Hatte dieses Für und Wider Bard seit Tunuaks wutschäumendem Verschwinden begleitet, war ihm nun klar, dass er nicht mehr darüber nachdenken konnte, sondern handeln musste. Es war noch nicht wirklich zu spät. Er könnte noch immer versuchen, die Kälte zu kanalisieren. Es würde kein sanftes Einschlafen werden, sondern ein plötzlicher, effektiver Gefrierschock. Diesen gegen Tunuak zu lenken, war wohl aussichtlos, aber Tunuak und vermutlich auch die Fesseln würden nicht verhindern können, dass Bard sich das selbst antat, wenn er es wirklich darauf anlegte.
   War das sein Entschluss? Bard stiegen Tränen der Verzweiflung in die Augen, allerdings er wollte nichts unversucht lassen, nicht doch noch im letzten Moment die Fesseln loszuwerden. So rief er seine letzten Energiereserven ab, um sich noch einmal gegen die Seile aufzubäumen. Er riss daran und zappelte, um sie zu lösen, leider gaben sie immer noch nicht nach.

Doch als mit einem Mal eine unbekannte Person vor ihm auftauchte, hielt er überrascht inne. Das war weder Tunuak, noch eins dieser garstigen Skelette! Bard klammerte sich daran, dass dieser Anblick ein Grund zur Hoffnung sein könnte. Der Fremde wirkte wie ein Südländer, also bei Weitem nicht wie jemand des Erutaki-Stamms. Das verringerte die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Mann einfach nur ein weiterer Handlanger des Schamanen sein könnte, wohl, aber auszuschließen war es dennoch nicht. Welchen Fremden verschlug es schon zufällig in eine schwer zu findende Kultstätte? Dieser Mann könnte dasselbe durchlebt haben, was Tunuak momentan mit Bard veranstaltete.

Bard musste fast würgen, als sein Besucher ihm den Knebel abnahm. Dennoch war es angenehmer, das Ding loszusein. Noch bevor Bard dazu kommen konnte, etwas zu sagen (vermutlich hätte er aber ohnehin nicht als Erster das Wort ergriffen), fragte der Fremde ihn nach dem Aufenthaltsort von Tunuak und seinen Kumpanen. Das brachte Bard aus dem Konzept. Es ließ sich kaum beschreiben, welches neues Gefühlschaos diese simple Frage in ihm auslöste.
      „Ich…“, krächzte Bard mit trockener Kehle und musste husten, „ich weiß nicht. Sie haben mich hier alleingelassen.“
      Er war argwöhnisch, irritiert und brach gleichzeitig vor Erleichterung fast vollends in Tränen aus. „Heißt das, du gehörst nicht zu ihnen? Das ist kein grausamer Scherz?“
      Bard versuchte, in der Mimik des Fremden Schadenfreude zu erkennen. Sprach er gerade mit einem Dämon, der gekommen war, um sich über den Gefangenen lustig zu machen und für Tunuak zu brechen? Oder war es sogar jemand, der Tunuak hinterherschnüffelte, weil der dämonische Einfluss definitiv dazu führte, dass der Schamane sich anders benahm als er es vor der Korruption üblich gewesen war.
      Bard war klar, dass er die Chance nutzen musste, bevor der Fremde es sich anders überlegte und den Knebel wieder in seinen Mund stopfte. Und so sprudelten alle folgenden Worte ohne Zögern und merkbare Sprechpausen aus ihm heraus wie Wasser aus einer Bergquelle:
      „Bitte, was auch immer sie gerade tun: sie müssen aufgehalten werden! Tunuak ist vollkommen wahnsinnig!“
      Ob nun besessen oder korrumpiert, konnte Bard nicht sagen. Wichtig war nur, dass man den Schamanen stoppte.
      „Er dient keinen Windgeistern“, offenbarte er dem Fremden, den dies ja vielleicht noch nicht wusste und hoffentlich ermutigen würde, dem zumindest nachzugehen, „sondern einem sehr mächtigen Eisdämon, dessen Namen ich lieber nicht aussprechen möchte!“
      Namen hatten Macht und Namen von mächtigen Dämonen waren für Bard nichts, mit dem man leichtfertig umgehen sollte.
      „Dieser Ort hier ist böse! Er ist eine Krankheit, die die ganze Umgebung verdirbt und geheilt werden muss, bevor sie noch Schlimmeres anrichtet.“
      Bard wusste selbst, dass dies unter normalen Umständen abwegig klingen würde, aber waren der Steinaltar und die erschreckende Anzahl von Knochen hier nicht Beweis genug, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zuging? Selbst wenn man die Piktogramme hier nicht zu deuten wusste, waren Untote und ein gefolterter Gefangener auf einem Schädelaltar sicher keine Zeichen, die für Tunuaks gute Absichten sprachen. Dass der Fremde erkannte, welchem Dämon Tunuak huldigte, falls er denn dem Schamanen nicht zu Diensten war, erwartete Bard nicht. Er selbst hatte diese Stätte auch nur durch Zufall als (Un-)Heiligtum Sithhuds erkannt. Während seines Aufenthalts in Magnimar, als er sich tiefgehend in Wissenssammlungen über die planaren Ebenen gegraben hatte, um Informationen über die geheimnisvollen Ley-Linien zu suchen, die er zu verstehen versuchte. In einem dieser Bücher war die Schlacht um das abyssale, gefrorene Reich von Jhuvumirak illustriert gewesen, bei dem es Kostchtchie gelang, Sithhud den Platz als Dämonenfürst streitig zu machen. Sithhuds Horden hatten Banner mit der dreifingrigen Hand in die Schlacht geführt – das Symbol, das diese Stätte an vielen Stellen zierte (was Bard aus einem sehr unangenehmen Blickwinkel hatte entdecken können).[2] Die Erkenntnis hatte ihn zu jener Zeit gleichermaßen schockiert wie jede einzelne grausame Überraschung, die Tunuak bereitgehalten hatte, seitdem Bard diese Höhle betreten hatte.
      „Befreie mich, bevor Tunuak zurückkommt, ich flehe dich an!“, plapperte Bard in seiner Verzweiflung weiter, in der Hoffnung, Gehör zu finden.
      „Ich weiß nicht, wie lange ich mich noch gegen seine Magie wehren kann. Wenn du noch du selbst bist, dann tu das Richtige! Und wenn nicht… dann kämpfe dagegen an!“, forderte er nun mit Nachdruck. Vermutlich klang er selbst dabei als hätte er nicht alle beisammen, aber sollte es wirklich so sein, dass der Fremde von einem Dämon besessen war, wollte Bard dem armen Mann ermutigen, sich gegen die Kontrolle aufzulehnen, auch wenn dies noch so schwer schien.
      „Dränge das Flüstern zurück – diese fremde Präsenz in dir! Versuch es, wieder und wieder, mit aller Kraft. Gib ja nicht auf, du kannst es schaffen!“
 1. Ich hab mir mal, wie vorgeschlagen, frei Schnauze etwas in den Status eingetragen. Ich hab mich für tödlichen (Kampf) und nicht-tödlichen Schaden (Zerren an den Fesseln, Kälte), und zudem den Zustand fatigued entschieden.
 2. Knowledge (planes) 28 mit natürlicher 20 für Wissen über das Symbol. Ich hoffe, der Kontext, woher Bard das wissen könnte, passt so.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 23.07.2020, 15:24:14
Während Garridan wahrscheinlich ein klein wenig perplex den wilden Erzählungen des gefangenen Halblings lauschte, hatte sich Solitaire auch endlich den eisigen Weg hinabgekämpft.

Die Varisierin trat nun auch in das Sichtfeld des Gefangenen, sie hatte einen Großteil seiner Worte mitanhören können und nickte dazu. Die Piktogramme, die sie sich natürlich auch kurz besah, sagten ihr wenig, und Phoebe war nicht in der Nähe[1], um sie darin zu unterstützen, aber der Eindruck, den sie vermittelten, war ziemlich eindeutig. Dieser Ort war ein Ort des Bösen!

"Das deckt sich doch stark mit meinen eigenen Vermutungen. Wenn überhaupt, ist es sogar noch schlimmer als befürchtet. Den Verdacht, dass Tunuak von seinem Weg abgekommen ist und es nicht mehr die Windgeister sind, denen er dient, hatte ich ja gestern schon geäußert. Aber das hier ist dann doch nochmal eine ganz andere Größenordnung. Ich fürchte, der Drache muss warten. Wir müssen uns erst um Tunuak selbst kümmern."

Dann wandte sich die junge Halbelfin noch an den Halbling: "Keine Angst, wir sind keine von Tunuaks Schergen. Er ist uns auch ein Dorn im Auge. Einen von ihnen haben wir vorhin erst überwältigt, als wir diese geheime Kammer entdeckt haben. Und die Untoten sind auch vernichtet, die diesen Weg bewacht haben. Wir werden Dich befreien. Aber wie bist Du denn überhaupt in diese missliche Lage gelangt?"
 1. Phoebe hält ja Naquun im Auge
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 23.07.2020, 15:35:57
Solitaire griff, während sie auf eine Antwort wartete, in ihre Tasche und zog ein großes Buch daraus hervor, in dem sie auch gleich zu blättern begann. "Ah, da ist es ja!"

Sie konzentrierte sich einen Moment auf die aufgeschlagene Seite und ein Ring an ihrer Hand leuchtete kurz auf, als sie den Zauber in diesen einprägte[1]. Danach verschwand das Buch wieder in ihrer Umhängetasche.

Das Gerede von dämonischen Einflüsterungen machte sie durchaus ein wenig nervös, und es war immer besser, gegen soetwas gewappnet zu sein. Daher wirkte sie auch gleich den Zauber[2], um sich selbst und alle in der Nähe vor dem Bösen zu schützen, was hier vielleicht irgendwo auf sie lauerte.
 1. Ring of Spell KnowledgeMagic Circle against Evil
 2. Magic Circle against Evil (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/m/magic-circle-against-evil/)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 23.07.2020, 20:24:36
Dass Bard statt des Mannes eine weibliche Stimme antworten hörte, ließ ihn kurz erschrocken zusammenfahren, doch vermutlich fiel das nicht sonderlich auf, weil seine Muskeln ohnehin vor Kälte und Erschöpfung bebten. Die Sprecherin trat dabei ihn sein Sichtfeld und erkannte auch in ihr eine junge Südländerin – mit Sicherheit eine Varisianerin, wie die Wahl ihrer Kleidung und ihres Schmucks verriet. Sie machte einen etwas vertrauenserweckenden Anblick als ihr etwas düster wirkende Gefährte, aber das lag möglicherweise daran, dass Bard Varisianer als überaus freundliches, fröhliches Volk kennengelernt hatte. Jol, Bards Heimat im Königreich Südmoor, war Anlaufstelle für varisianische Karawanen und Händler aus Varisia. Besonders als Kind hatte er genossen, die Karawanen zu besuchen, um sich Geschichten erzählen zu lassen und der Musik zu lauschen. Er selbst verstand die Sprache der varisianischen Nomaden nicht, so hatte er eher den Klang der Lieder genossen als ihren Inhalt nachvollziehen zu können, aber die Geschichten hatte man für die Gäste stets gern in die gemeine Handelssprache übersetzt. Bard erinnerte sich in diesem Augenblick gern an solch einen warmen Moment aus seiner Vergangenheit, um auf ein wenig andere Gedanken zukommen. Die Düsternis und die Furcht ließen sich aber trotzdem nicht aus seinem Gemüt treiben. Denn trotzdem die hübsche Frau ihm Hoffnung machte und ihm auch zusicherte, dass er befreit werden würde, machte sie sich nicht sofort daran, dies auch umzusetzen.

Etwas skeptisch, aber durchaus interessiert, was sie mit dem Buch und dem Ring neben ihm anstellte, beobachtete Bard sie, während er ihre Frage danach, wie er in die aktuelle, missliche Lage geraten war, bereitwillig beantwortete.
      „Ich halte mich kurz, wenn es recht ist“, begann er, und das Kratzen in seiner Kehle ließ seine Stimme rau, und dass auch der Rest seins Körpers am Ende seiner Kräfte war, ließ sie zittrig klingen. Bard wollte eigentlich nun überhaupt nicht mehr reden, sondern schnellstmöglich von diesem Altar herunter. Doch wenn er für die Hilfe der Fremden erst ihre Fragen beantworten sollte, blieb ihm wohl keine Wahl. Er konnte sich täuschen, aber diese Leute waren nicht gut auf Tunuak zu sprechen, und das wirkte erst einmal wie ein gutes Zeichen. Es ließ ihn zumindest hoffen und seine fatalistischen Selbstmordgedanken komplett aus dem Bewusstsein schwinden.
      „Während ich meiner Forschung nachging, stieß ich auf eine Art Kontamination in der Lebensessenz des Weltengefüges. Mir fällt gerade keine bessere Umschreibung dafür ein.“
      Die Varisianerin neben ihm war offenbar magisch versiert, aber Bard stand nun nicht die Laune nach tiefgehenderen Erklärungen und Fachsimpelei über das unter den „konventionellen“ Gelehrten kontroverse Thema der Ley-Linien, weswegen er sie nicht namentlich erwähnte.
      „Um so etwas zu verursachen, muss die natürliche Ordnung enorm gestört werden, nehme ich an, und das ist nichts, was ich akzeptieren kann.“ Allein der Gedanke daran erfüllte ihn wieder mit Wut und Trauer, doch es kostete Bard schon genug Mühe, seine ohnehin schon vorhandenes Gefühlschaos zu verarbeiten, sodass ihm die Erwähnung der beschmutzten Ley-Linien nur durch ein missbilligendes Stirnrunzeln anzumerken war.
      „Ich bin Druide, müsst ihr wissen“, erklärte er. „Es gehört zu meinen Aufgaben, genau so etwas zu verhindern. Als ich der Sache nachging und dazu weiter gen Norden reiste, hörte ich Gerüchte über seltsame, schwarze Monolithen, die überall im hohen Eis aufgetaucht sein sollen… und mir kam der Verdacht, dass diese Monolithen mit der Störung, die ich spüren kann, zusammenhängen könnten. Ich wollte mir das näher ansehen. Als ich am Rande des hohen Eises ankam, suchte ich in Iqaliat den Dorfschamanen auf, da ich annahm, dass er, wie ich auch, eine enge Bindung zur Natur haben müsste und mir sicherlich helfen könnte. Tunuak gab sich tatsächlich sehr zuvorkommend. Er erzählte mir von erzürnten Windgeistern und dass es gut möglich sei, dass ich genau diesen Zorn wahrnehmen würde. Ich hielt das, ehrlich gesagt, für unwahrscheinlich, allerdings behauptete er, er wolle mich vom Gegenteil überzeugen und mich zu ihnen führen, damit ich mir selbst ein genaues Bild machen könne.“
      „Ich Narr folgte ihm gutgläubig durch einen Spalt im Fels“, Bard gab einen frustrierten Laut von sich. Er ärgerte sich über seine eigene Dummheit. „Im nächsten Moment wurde ich von ihm und skelettierten Untoten überwältigt und sie zerrten mich auf diesen Altar…“
      So leichtgläubig er auch gewesen war, hätte ihn wohl auch überrumpelt, was daraufhin geschehen war, wäre er misstrauischer gewesen. Ein Schaudern durchfuhr Bard. Seine Stimme erstarb an dieser Stelle. Er schloss kurz die Augen, um den Kloß in seinem Hals herunterzuschlucken und sich zu sammeln, was aber leider nur dazu führte, dass wieder Bilder von Tunuaks Dämonenbeschwörungsritual auf ihn einprasselten – und Bard beinahe glaubte, wieder das säuselnde Flüstern des Dämons zu hören. Bard beschloss, dass das Gesagte genug der Antwort war.
      „… den ich wirklich gern verlassen würde“, erinnerte er stattdessen nach einigen Sekunden in Bezug auf den Altar und die Fesseln, die sich immer noch schmerzhaft in seine Haut gruben. Er hoffte, dass man seiner Tortur ein Ende bereitete, statt es bei der verbalen Zusage zu lassen, ihm zu helfen.
      „B-Bitte…“, fügte Bard an. Hoffnungsvoll. Sie mussten doch Mitleid mit ihm haben! Oder fürchteten sie, er sei das, wovor er sie gewarnt hatte: ein korrumpierter, besessener Handlanger Tunuaks? Da er es nicht ertrug, sich mit seinen zweifelnden Gedanken zu beschäftigen, redete er dann einfach weiter:
      „Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich ich darüber bin, dass ihr hier seid! Ich hatte schon befürchtet, mein letztes Stündlein hätte geschlagen, als ich euch habe kommen hören.“ Das könnte nicht wahrer sein.
      „Ich bin Bard Lovart – oder Bard Windwärts, wenn ihr es nicht so mit dem Skaldischen habt. Ihr macht zumindest den Eindruck als würdet ihr noch weiter aus dem Süden kommen als ich“, er versuchte, zu lächeln, was ihm allerdings nur Schmerzen bereitete.
      „Bard genügt mir vollkommen. Ich gebe zu, fühle mich ziemlich angeschlagen, und ich kann verstehen, wenn ihr mir gegenüber misstrauisch seid, aber ich will mich nützlich machen. Lasst mich euch begleiten. Tunuak muss das Handwerk gelegt werden! Ich habe den starken Verdacht, dass er mich loswerden wollte, um zu verhindern, dass ich mehr über die Monolithen herausfinde. Bestimmt hat er etwas mit ihnen zu schaffen. Gut möglich, dass dieser Dämonenschrein hier ebenfalls mit ihnen zusammenhängt.“
      Wenn er ehrlich zu sich war, wollte ein Teil von ihm einfach nur nach Hause. Dieser Ort hatte ihm keine Steinkreisdruiden geboten – nur fast erfolgte Korruption, Schmerz und Leid. Bard wollte fort von hier und nie mehr zurückkehren. Doch da er nun wusste, was er wusste, konnte er das nicht tun. Tunuak musste aufgehalten werden. …und dann? Würde Bard nach dem hier Erlebten überhaupt wieder ruhig schlafen können – jemals? Der Druide versuchte erneut, nicht zu weinen. Er blinzelte den tränernen Schleier fort, der sich in seine Sicht schob.
      Mit Fey war er aufgewachsen, mit wilden Tieren und der Grausamkeit der zivilisierten Völker und der pragmatischen Endgültigkeit der Natur. Aber Dämonen und Besessenheit... damit war er noch nie in Berührung gekommen. Oder damit, dass man ihm selbst solche körperlichen und mentalen Qualen bereitet hatte. Er war überfordert damit, selbst jetzt noch, wo in Aussicht stand, dass er es bald überstanden hatte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 23.07.2020, 21:52:52
Garridan nahm Suishen und durchschnitt die Fesseln. "Na dann, haben wir wohl dasselbe Ziel. Ich bin Garridan und ich verstehe nur wenig von dem, was du erzählst. Aber was ich verstehe ist, dass hier etwas faul ist und wir es beenden müssen. Zum Wohl der Stadt. Also, du kannst uns begleiten, wenn du willst. Aber wenn du uns hintergehst, wirst du es bereuen. Und was meinst du damit, ob ich noch ich selbst bin. Wer soll ich sonst sein?"

Dann ging er zu Solitaire. "Was tun wir jetzt, suchen wir ihn oder können wir hier unten etwas unternehmen?" Ein Auge war dabei immer auf den Halbling gerichtet.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 24.07.2020, 00:31:17
"Es tut mir leid, Bard, dass wir Dich noch ein wenig ausfragen mussten, aber es steht viel auf dem Spiel und wir mussten uns einfach sicher sein. Ich hoffe, Du verstehst das. Diese Monolithen, von denen Du berichtet hast. Davon haben wir hier auch schon gehört. Wie hatte Sonavut sie genannt? Die Hungrigen Stürme? Die sollen wohl von ihnen ausgehen. Und sie haben einen Drachen immer näher zur Stadt hin getrieben, die er jetzt regelmäßig attackiert. Hier in der Gegend scheint so einiges aus dem Gleichgewicht geraten zu sein."

Als Garridan schon direkt die Fesseln löste, lächelte Solitaire freundlich und zustimmend.

"Und Du hast auch Recht damit, dass wir ein wenig weiter aus dem Süden kommen. Wir sind auch nur ein Teil, denn wir sind mit einer ganzen Karawane hier. Und alles was hier vor sich geht versperrt uns zudem auch noch den Weg für die Weiterreise. Gestern hatten wir schon eine verbale Auseinandersetzung mit Tunuak vor der versammelten Bevölkerung Iqaliats. Er hatte gefordert, dass wir der Stadt verwiesen werden und einer von uns zur Besänftigung ihres angeblichen Zorns den Windgeistern geopfert werden müsse. Da hatte ich schon Verdacht geschöpft, dass er andere Ziele verfolgt, als er vorgibt. Sein neuer Herr scheint sehr durstig nach frischem Blut zu sein. Immerhin konnte ich den Häuptling des Stammes davon überzeugen, dass das nicht der Weg ihres Volkes ist, allerdings sind wir dennoch der Stadt verwiesen worden. Tunuak versteht es schon zu seinen Leuten zu sprechen. Wir haben uns aber trotzdem bereiterklärt, denn die Erutaki sollen nicht unter den falschen Einflüsterungen ihres Schamanen leiden, den Drachen aufzusuchen, der immer wieder die Stadt angreift. Wir waren gerade auf dem Weg dorthin, ein Jäger war so nett uns zu führen... allerdings fanden wir beim Aufstieg den geheimen Durchgang zu diesen Höhlen hier und zwangen ihn damit offenbar, sein wahres Gesicht zu zeigen. Natürlich konnte er uns alleine nicht aufhalten, daher liegt er jetzt gefesselt und bewusstlos draußen in den Gängen. Und den Rest kennst Du ja bereits."

"Jetzt sind der Drache und diese Stürme ersteinmal zweitrangig und wir müssen uns um das akute Problem kümmern, damit es nicht noch weiter ausufert. Tunuak muss gestellt werden. Noch dürfte er in der Stadt sein, wir hatten ihn bei unserer Abreise dort gesehen. Und wir müssen es irgendwie schaffen, den Häuptling hiervon zu unterrichten. Nur weiß ich nicht genau, wie wir das anstellen sollen. Sonavut ist vermutlich unsere beste Chance. Natürlich könnten wir auch hier warten und Tunuak auflauern. Je nachdem, was Naquun, unser Führer, geplant hatte, wären wir schon einige Tage weggewesen. Das heißt, dass der Schamane erstmal nicht wissen sollte, dass wir hier sind. Aber die eingestürzte Fallgrube vor dem Geheimgang ist natürlich etwas auffällig. So oder so, wir sollten uns hier noch ein wenig genauer umsehen, würde ich sagen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 24.07.2020, 01:47:48
Mugin hatte eigendlich geplant gehabt auf dem Rücken des Eidolon den trügerischen Pfad zu überwinden, aber diese weigerte sich nun. "Es könnten noch mehr Feinde auftauchen, oder Fallen für uns bereit stehen. Ich muss kampfbereit sein also musst du wohl selbst herunterkommen. Sei aber vorsichtig." Erst dann kam ihr der Gedanke das ihr manchmal tollpatschiger Meister tatsächlich abstürzen könnte, doch nun waren sie bereits auf dem Weg.

Und so kam nach Solitaire als drittes das Eidolon zum Altar. Immernoch tropfte langsam heiße Säure von ihren Zähnen und hinterließ zischende Löcher im Eis, der Blick ihrer pupillenloser grünen Augen durchsuchte jeden Winkel des Raums, doch die Piktogramme interessierten sie nicht. Als klar war das keine Gefahr ausging näherte sie sich dem Altar und beobachtete Bard der mit Solitaire und Garridan redete.

Langsam kam dann auch Mugin die Rampe herunter und machte sich ein Bild der Situation. "Damit ist es dann also geklärt, Tunuak hat also den Verstand verloren. Aber von vorne: ich heiße Mugin Sanderbarrel, die gesprächige Varisianerin ist Solitaire und das furchteinflößende Monster da mein Eidolon. Keine Sorge sie beißt nicht... nur die Bösen." Mugin grinste und versuchte so die erdrückende Atmosphere etwas zu heben. "Am Besten schaut sich Rumar, unser Heiler, dich mal an, Bard."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 24.07.2020, 04:22:48
"Wenn Tunuak den Verstand verloren hätte, wäre er kaum eine so große Gefahr, wie er voraussichtlich ist. Nein, sein Verstand ist scharf, das haben wir gestern gemerkt. Wir dürfen ihn nicht unterschätzen. Was er verloren hat, sind die Wege der Erutaki und ihrer Windgeister. Er ist korrumpiert vom Bösen und muss unbedingt aufgehalten werden."

Als Mugin ihren Namen nannte, fügte Solitaire noch an: "Aber, wo sind denn nur meine Manieren. Da rede ich schon soviel und vergesse doch glatt, mich auch vorzustellen. Solitaire, genau. Wenn die Prinzessin schonmal nicht da ist, um mich daran zu erinnern."

Mittlerweile war der Halbelfin auch aufgefallen, dass Bard die Kälte offensichtlich schwer zu schaffen machte. Sie selbst merkte ja dank ihrer Magie garnichts davon, trotz ihrer recht leichten Bekleidung. Daher bemühte sie nocheinmal ihr Zauberbuch und ihren magischen Ring, um auch Bard vor dem Einfluss der Kälte zu schützen[1].

Im Anschluss prägte sie noch einen weiteren Zauber in den Ring ein[2], den sie diesmal aber nicht direkt wirkte.
 1. Endure Elements auf Bard
 2. Ring of Spell KnowledgeDisplacement
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 24.07.2020, 12:34:31
Wer in der Zwischenzeit die Kammer näher betrachtete, dessen Blick wurde zunächst einmal von den fünf Piktogrammen gefangen, die entlang der Wände verteilt waren. Das erste war dabei noch einfach zu verstehen, denn es zeigte schwarze Monolithen, die sich über eisige Hügel erhoben. Die Annahme Bards, dass Tunuak etwas mit diesen Monolithen zu tun hatte, traf wohl ins Schwarze.
Ein zweites Piktogramm zeigte mehrere Türme, die in einem merkwürdigen blauen Licht glühten, während das dritte einen einzelnen Turm vor weißen Berggipfeln darstellte, an dessen Fuß sich etwas erstreckte, was wie ein schwarzer See aussah.
Das vierte Bild bestand aus einem rotierenden Sturm, dessen lange Arme in eisigen Mäulern endeten, die Dörfer der Erutaki verschlangen, während weitere, noch längere Arme nach Wäldern, Städten und Schiffen auf dem Meer griffen. Krieger versuchten, die Stürme mit Speeren zu attackieren und wurden dabei in eisigen Gräbern eingeschlossen.
Das letzte Piktogramm zeigte eine blauhäutige Frau mit schwarzem Haar und schwarzen Flügeln, die eine silberne Krone trug. Ihre Hand hielt eines der dreifingrigen Klauensymbole, die sie hier überall vorfanden, als Szepter, von dem aus sich spiralförmig silberne und weiße Schlieren in alle Richtungen ausbreiteten.

Außer den Piktogrammen nahm selbstverständlich der Altar eine zentrale Position in der Kammer ein, auf dem der Halbling nun endlich von seinen Fesseln befreit war und damit begann, seine geschundenen Handgelenke zu reiben. Rund um den Altar und in der ganzen Kammer waren unzählige Knochen verteilt, von denen zahlreiche die Markierung mit der dreigliedrigen Knochenhand besaßen. Direkt vor dem Altar war außerdem ein kleiner Haufen weißer Scherben aufgeschichtet, die auf den ersten Blick wie Keramik aussahen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 24.07.2020, 12:54:50
Solitaire nutzte ihre Tanzenden Lichter, um die Piktogramme besser sichtbar zu machen. Direkt beim ersten wurde ihr bewusst, wie eng das alles hier wahrscheinlich zusammengehörte. War Tunuak möglicherweise sogar die Ursache für die Monolithen und die Stürmen? War es das, was seine Rituale hier bewirkten? Oder war er auf sie gestoßen und wurde von ihnen korrumpiert? Auf einem der späteren Bilder wurde einer dieser Hungrigen Stürme dargestellt. Das sah wirklich nicht gut aus. Es bedurfte nicht allzuviel Vorstellungskraft um einen solchen Sturm mit dämonischem Wirken in Verbindung zu bringen. Und das letzte dürfte dann wohl seine neue Herrin zeigen. Die Bilder von den Türmen hingegen sagten ihr nichts. Ganz offensichtlich aber hatten sie auch etwas hiermit zu tun. Sie prägte sich das Bild von dem einzelnen Turm ganz genau ein, denn wahrscheinlich würden sie diesen noch finden müssen.

"Ich schaue mich mal nach magischen Auren um," gab die Zauberin bekannt, ehe sie die entsprechende Formel wirkte[1], um sich damit weiter in der Höhle umzusehen.

Die Scherben waren ebenso ein Rätsel, aber vielleicht hatte Bard etwas mitbekommen, wofür sie verwendet wurden?

Daher fragte die Varisierin den Halbling noch: "Bard? Weißt Du, warum diese Scherben hier liegen?"
 1. Detect Magic
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 24.07.2020, 15:03:38
„Danke“, äußerte Bard sich erleichtert, als Garridan die Fesseln durchschnitt und der unangenehme Druck und der Schmerz der Seile, die sich in seine Wunden bohrten, nachließ. Sein Körper gehorchte ihm schwerfällig, als er sich endlich wieder bewegen konnte. Dennoch zögerte er keine Sekunde, bevor er die neu gewonnene Bewegungsfreiheit nutzte und schleunigst vom Altar herunterrutschte. Wankend, da seine tauben Beine drohten, ihm direkt den Dienst zu versagen, suchte er das Gleichgewicht und stolperte ein Stück von dem mit Schädeln verzierten Opferstein fort. Er versuchte, sich ein wenig zu sammeln, während er Solitaires Ausführung lauschte. Bard erkannte, dass er nicht über alle Geschehnisse in Iqaliat Kenntnis gehabt hatte, schließlich hatte er nur mit Tunuak gesprochen. Der Name Sovanut, der genannt wurde, sagte ihm nichts, und auch von dem Drachen hörte er in diesem Gespräch zu ersten Mal. Hätte Bard nach seiner Ankunft hier erst mit anderen Bewohnern das Gespräch gesucht, statt direkt den Schamanen um Hilfe zu bitten, wäre Bard vielleicht sein Schicksal auf dem Sithhud-Altar erspart geblieben – denn dann wäre es denn Dorfbewohnern vielleicht aufgefallen, dass Tunuak mit dem hier fremden Halbling fortgegangen und allein zurückgekehrt war.

Die Fesselung hatte sich wirklich unangenehm tief in sein Fleisch gegraben. Bard betastete, die geschwollenen und blutverklebten Fesselmale vorsichtig, und versuchte dann, seine Durchblutung ein wenig anzukurbeln und das Gefühl in seine schon bläulichen Finger zurückzureiben. Er trug zwar noch seine Winterkleidung (die hatte Tunuak ihm nicht vom Leib gerissen, als der Schamane ihn durchsucht hatte), aber das lange Liegen in der Eiseskälte auf dem harten Stein hatte Bard dennoch stark auskühlen lassen. Dementsprechend dankbar war er dafür, dass Solitaire ihm mithilfe von Magie half, sich aufzuwärmen. Wieder beobachte Bard sie beim Zaubern, denn auch wenn er für seine Befreiung dankbar war und diese fremde Reisegruppe seiner Auffassung war, was Tunuak betraf, war ihm das letzte Mal, als er jemandem leichtgläubig vertraut hatte, fast in dämonische Besessenheit geraten. Da er ihren Zauber allerdings identifizierte,[1] wehrte er sich nicht und schenkte ihr ein anerkennendes Lächeln, als eine Welle von wohliger Wärme durch ihre Hand in jeden Winkel seines Körpers floss. Er vertrieb das Kribbeln aus seinen Fingern, indem er sie mehrmals zu Fäusten ballte. Sein unkontrolliertes Zittern stellte sich ein und Bard versuchte, tapfer zu sein, was seine übrigen Blessuren betraf.

Sein Blick schweifte durch die Runde, als diese immer größer wurde, und er nickte auch dem Eidolon und Rumar zu, die von Mugin vorgestellt wurden. Der Gnom nannte das eigentümliche Wesen zwar scherzhaft ein „furchteinflößendes Monster“, doch Bard schreckte das Aussehen des Eidolons wirklich nicht. Obwohl eindeutig war, dass es eine fremdweltliche, beschworene Kreatur sein musste, ging Bard nun erstmal nicht davon aus, dass sie korrumpierend auf die Lebensströme Einfluss nahm so wie Dämonen es taten. Die Fey, zum Beispiel, waren schließlich auch nicht von dieser Ebene und lebten dennoch mit der Natur im Einklang.
      „Es freut mich, euch alle kennenzulernen“, sagte Bard schließlich. Auch wenn er dies ernst meinte, konnte er die Erschütterung und den Kummer, der ihn erfüllte, nicht verbergen.
      „Ich nehme es euch nicht übel, dass ihr Fragen stellt. Ich kann das verstehen. Wenn Tunuak versucht hat, das Dorf gegen euch aufzuhetzen, einen von euch umbringen wollte, und ihr sogar bereits in einen Hinterhalt geraten seid, habt ihr guten Grund, das auch von mir zu vermuten. Dieser Ort hier hat einen üblen Einfluss, daran besteht kein Zweifel. Ich versichere euch, dass ich euch nicht schaden will. Sollte ich euch dennoch angreifen, tut mir bitte den Gefallen und fesselt mich erneut.“
      Er nickte daraufhin entschlossen und hoffte, dass dies nicht nötig sein würde. Bard war sich sicher, die Einflüsterungen des Dämons abzuschütteln. Er fühlte sich noch wie er selbst. Doch sollte er sich irren und dies nur ein Spiel eines Dämons sein, dann würde Bard erneut die Hilfe der Fremden brauchen.
      „Wir müssen sehr vorsichtig sein“, war Bard deswegen wichtig zu betonen. „Tunuaks Einfluss über die Erutaki könnte weit über die Macht seiner Stellung als Schamane hinausgehen. Dieser Naquun, den ihr erwähnt habt… ich glaube, ich weiß, wen ihr meint. Ich war mir bereits relativ sicher, dass er mit Tunuak gemeinsame Sache macht. Doch es könnte sein, dass er das nicht freiwillig tut. Vielleicht hat Tunuak ihn dazu gezwungen, so wie er versucht hat, mich zu zwingen. Er hat mich nicht auf diesen Altar gefesselt, um mich zu opfern. Nein, dann wäre ich bereits tot.“
      Bard musste unwillkürlich schlucken. Wieder schlich sich ein Zittern in seine Stimme, aber nun war definitiv nicht die Umgebungstemperatur schuld.
      „Er hat vor, mich zu einem Gefäß für einen Dämon zu machen“, überwand Bard sich, zu erzählen. „Er hat einen Quasit beschworen, der Besitz von mir ergreifen sollte. Ich konnte mich gegen diese Kreatur wehren, doch ich bezweifle nicht, dass Tunuak es weiter versucht hätte, wenn ihr mich nicht gefunden hättet…“
      Nun blickte Bard Garridan direkt an. „Beantwortet das deine Frage? Ich konnte nicht wissen, ob du vielleicht von einem Dämon übernommen wurdest und keine Kontrolle mehr über deine Handlungen hast.“
      Bard atmete tief durch und fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht. Die Tortur war vorbei. Tunuak würde keine Gelegenheit bekommen, dies erneut zu versuchen.
      „Es hat mich alle Kraft gekostet, Tunuaks Ritual abzuwehren. Es muss umso schwerer sein, noch dagegen anzukämpfen, wenn der Dämon sich bereits eingenistet hat. Allerdings könnte deine Magie vielleicht helfen, Solitaire. Den Schutzkreis gegen Böses, den du gerade gewirkt hast“,[2] schlug er vor und offenbarte damit, dass er sich durchaus mit Zaubern und ihrer Identifizierung auskannte, „könnte Naquun helfen, die Besessenheit abzuschütteln, sollte er Tunuak unfreiwillig zu Diensten sein.“

Bard machte sich auf den Weg zu seiner Ausrüstung, die Tunuak in der Nähe des Altars ausgebreitet hatte. Es fehlte auf den ersten Blick nichts, also räumte Bard die losen Sachen zurück in den Rucksack, der wie ein achtlos fallengelassenes Stoffknäuel daneben lag. Dann schlüpfte er in seine Rüstung, hängte sich seine Sichel an den Gürtel und schnallte seinen Pfeilköcher um. Die Signalpfeife, die er nutzte, um Astrid zu sich zu rufen, wenn sie durch die Wildnis streifte, ruhte einen Moment lang in seiner Handfläche. Er hoffte, sie war wohlauf. Dennoch unterdrückte er den Impuls, in die Pfeife zu blasen. An diesem verdorbenen Ort hatte seine Freundin nichts zu suchen. So besorgt und ungeduldig Bard auch war, sie wiederzusehen, würde er erst versuchen, sie zu rufen, wenn er es für sicher erachtete. Er hängte sich die Pfeife mit der angebrachten Schnur um seinen Hals, wo sie gegen seinen Schutztalisman klackerte, der ihm leider nicht vor Tunuaks Überfall hatte bewahren können. Während Bard schließlich den Buckler an seinen Arm schnallte und seinen Bogen schulterte (beides Gegenstände, deren wahrer Wert Tunuak vermutlich entgangen war) und die Macht ihrer Ley-Energie in ihnen summen spürte, wanderte sein Blick, zu den Wandbildern, die Solitaire beleuchtete.
      Vom Altar aus hatte Bard die Piktogramme nicht genau begutachten können. Aber nun schienen sie seine Vermutung über die Verbindung zwischen Tunuak und den schwarzen Monolithen zu bestätigen… Mehr noch:
      „Diese Malereien verheißen auf jeden Fall nichts Gutes“, formulierte Bard seine Gedanken dazu. „Die Geschichte, die sie erzählen, kommt ja schon einem Geständnis gleich. Wir sollten sie auf jeden Fall den Erutaki zeigen. Das wird sie von Tunuaks dunklen Machenschaften überzeugen und vielleicht können sie uns sagen, wo wir die dargestellten Orte finden.“

Erst Solitaires Worte machten Bard auf Scherben beim Altar aufmerksam.
            „Bisher sind mir die Scherben nicht aufgefallen“, gab er zu, „aber mein Blickwinkel war auch stark eingeschränkt.“
            Bard trat näher heran, um sich die Scherben genauer anzusehen.[3]
 1. DC 16 automatisch geschafft
 2. DC 18 automatisch geschafft
 3. Knowledge (arcana) 13
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 27.07.2020, 14:28:09
Bedauerlicherweise musste Bard feststellen, dass er nicht zuordnen konnte, zu welchem größeren Ganzen die Scherben einmal gehört haben könnten.[1] Ein Stirnrunzeln schlich sich in seine Miene. Das Äußere der Scherben war ihm nicht vertraut. Allerdings konnte er sich denken, dass ihre Anwesenheit in der Nähe des Altars kein Zufall sein konnte. Was auch immer Tunuak hier alles veranstaltet hatte, hatte der korrumpierte Windschamane für Sithhud getan – und deswegen waren die Scherben sicher nicht nur von größerer Bedeutung, sondern hatten gewiss auch einem verderbten Zweck gedient.
      „Ich habe keine Ahnung, was diese Scherben mal gewesen sein könnten oder wofür Tunuak sie verwendet haben könnte“, war er ehrlich, „aber vielleicht können sie es mir ja verraten.“
      Bard beließ es bei dieser eher mysteriösen Formulierung und wagte es, nach kurzem Zögern, noch ein wenig näher zu treten. Der Schmerz seiner Wunden durchzuckte ihn, als er auf die Knie sank, doch er biss die Zähne zusammen und versuchte sich, ganz auf Ley-Energie zu konzentrieren, die jeden Winkel des Seins erfüllte. Die Verderbnis, die in dieser Eishöhle lag, war bitter für Bard und drängte auf ihn ein wie das fiebrige Pochen einer gefräßigen Krankheit. Doch er ertrug es und legte seine Finger an die Scherben, um sie genauer zu begutachten – nicht mit seinem Tastsinn oder den Augen, sondern mit seinem Geist. Er wusste: Eindrücke von Emotionen und Ereignissen blieben nicht nur in Erinnerungen von Lebewesen, sondern auch an Gegenstände und auch ganzen Orten haften. Sie waren wie Fußspuren am Waldboden. Um sie zu erkennen und zu lesen, brauchte man vor allem ein gewisses Gespür dafür.
      Tatsächlich offenbarten ihm die Scherben einen kleinen Einblick in ihre Vergangenheit. Es war nicht mehr als ein Bild, das vor seinem inneren Auge aufblitzte und ein Ausschnitt einer Szene war, die so bruchstückhaft war wie die Scherben selbst, und ein Eindruck über ihre Bedeutung.
      Bard zog seine Hände wieder zurück, fast als würde er vor einem Feuer zurückschrecken, dem er zu nahe gekommen war. Jedoch war keine Überraschung, sondern Nachdenklichkeit in seinen Zügen.
      „Ich kann immer noch nicht präzise sagen, was es mit den Scherben auf sich hat. Doch sie müssen Teil eines Gefäßes, im Weitesten Sinne, gewesen sein“, deutete er, was er wahrgenommen hatte, bevor er es ausformulierte:
      „Ich spüre, dass diese Scherben noch keine waren, als sie hierhergelangten. Sie sind Teil eines Gegenstands, den Tunuak selbst hier an diesem Altar zerstört hat. Und ich spüre, dass dabei nicht die Scherben, sondern der Inhalt dieses Gegenstands das Wichtigste war.[2] Ergibt das für euch irgendeinen Sinn?“
 1. Knowledge (arcana): kein Erfolg
 2. Ergebnis von Object Reading (https://www.d20pfsrd.com/alternative-rule-systems/occult-adventures/occult-classes/occultist) und Psychometry (https://www.d20pfsrd.com/alternative-rule-systems/occult-adventures/occult-rules/occult-skill-unlocks/#Psychometry_Appraise) 22
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 27.07.2020, 16:52:28
"Wir werden schon noch herausfinden, was es damit auf sich hat. Auf jeden Fall hat Tunuak damit nichts Gutes unternommen, soviel steht wohl fest. Schauen wir uns hier noch ein wenig um, dann sollten wir zurück zu Naquun, um zu sehen, ob wir ihn von diesem Dämon befreien können, der laut Bard höchstwahrscheinlich in ihm steckt," schlug Solitaire vor. "Die Scherben packen wir am besten vorsichtig ein. Vielleicht kann Phoebe mehr dazu sagen."

Die Varisierin lässt ihren Blick nocheinmal entlang der Hohlenwand ringsum schweifen, während sie ihre Lichter ebenfalls dort entlang bewegt und sie hält auch weiterhin nach magischen Auren Ausschau.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 28.07.2020, 03:54:26
Mit den Wächterskeletten wurde kurzer Prozess gemacht, womit der Weg frei war. Während Garridan und Solitaire ziemlich schnell nach unten kamen und sogar Mugin samt seinem Eidolon den Pfad innerhalb kürzester Zeit hinter sich ließen, hatte Rumar etwas mehr Probleme. Jeder Schritt brachte ihn fast zum Stürzen. Er musste sich noch langsamer als sonst bewegen, um nicht zu fallen und sich dabei ernsthaft zu verletzen. So kam er also recht spät unten an. Zumindest verpasste er nichts von den Gesprächen, da die Worte durch das Echo an ihn herangetragen wurden. Wäre auch blöd gewesen, wenn Bard alles nochmal erzählen müsste.
Wie Solitaire bereits erklärt hatte, war ihnen allen schon so etwas in der Richtung klar gewesen. Diese Ausmaße hatte sich Rumar aber nicht vorgestellt. Entweder war Tunuak durch diese Höhle und seinen Inhalt korrumpiert worden oder er war überhaupt erst der Grund dafür, dass sich das alles hier befand. Außerdem hatte er auch irgendetwas mit diesen Monolithen, den Untoten und den Stürmen zu tun. Was genau seine Verbindung mit all dem war, konnte er wohl nur selbst erklären. Sicher war nur, dass sie ihn aufhalten und das Dorf über diesen Ort in Kenntnis setzen mussten.
Doch zuerst wollte sich Rumar um den armen Halbling kümmern. Nicht nur war er angegriffen und verletzt worden, nein er war auch auf unbestimmt lange Zeit an diesem Ort auf einem kalten Steinaltar gefesselt gewesen. Dazu kam noch die seelische und mentale Tortur, die er hatte mitmachen müssen. Ein wirklich gequälter junger Mann stand da vor ihm. "Über die Scherben können wir uns später noch Gedanken machen.", erwiderte er dem Halbling mit einem Lächeln. "Erst möchte ich dir etwas Linderung verschaffen. Ich bin Rumar.", womit er auch schon den Heilstab zückte und Bard damit berührte.[1]
Die Wunden des Druiden schlossen sich wieder und nur einige Schrammen blieben übrig. "Ich werde die Götter in einem Gebet darum bitten, dir Kraft zu schenken. Damit du diese Folterung besser verarbeiten kannst." Viel mehr konnte er hier im Moment ohnehin nicht tun. Solitaire hatte ihn ja bereits vor der Kälte geschützt und einen Bannkreis erschaffen. Schließlich nickte er der Hexenmeisterin zu. "Ja, wir sollten uns um Naquun kümmern. Sonavut muss über diesen Ort informiert werden und dann müssen wir Tunuak an seinen Plänen hindern." Er schüttelte den Kopf. "Vielleicht ist der Drache nicht unser Feind oder der des Dorfes. Es hieß, dass er früher das Dorf in Ruhe ließ. Was wenn er es nur angreift, weil er von Tunuak und seinen Plänen weiß?" Rumar ließ die Frage unbeantwortet. Drachen waren weise Kreaturen. Es war nicht auszuschließen.
 1. 2 Ladungen für 15 HP.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 28.07.2020, 10:12:36
"Sonavut hatte doch gesagt, dass der Drache in Richtung Iqaliats getrieben worden war, als diese Stürme aufgetaucht sind. Da wir nun mit großer Sicherheit sagen können, dass die Stürme etwas hiermit zu tun haben, ist doch auch denkbar, dass es kein Zufall ist, dass der Drache hier ist, oder? Vielleicht steckt Tunuak ja auch hinter den Angriffen des Drachen, vielleicht nicht direkt, aber vielleicht hat er ihn bewusst provoziert, um einen sichtbaren Grund zu haben, den er den Erutaki vorlegen kann, um sie nach und nach zu korrumpieren. Wer weiß, wo Naquun uns hingeführt hätte und was sein Plan war, aber womöglich wollen sie garnicht, dass jemand sich um den Drachen kümmert," vermutete Solitaire während sie sich weiter in der Höhle umsah und nach magischen Spuren suchte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 30.07.2020, 14:30:07
Nachdem es in der Höhle nichts weiter zu finden gab, holte Solitaire eine Decke heraus, um die Scherben vorsichtig einzupacken und in ihrer magischen Tasche zu verstauen. Dann schlug sie vor, zurückzugehen, um nach Naquun zu sehen.

"Also gut, verlassen wir diesen finsteren Ort und gehen zurück. Wir müssen uns überlegen, wie wir vorgehen wollen, wenn wir Sonavut und den Häuptling informieren wollen. Schließlich sind wir offiziell nicht mehr willkommen in Iqaliat. Aber eins nach dem anderen. Sehen wir mal nach Naquun. vielleicht kann mein Zauber ihm ja wirklich helfen, wieder zu Sinnen zu kommen. Zumindest temporär. Aber auch das würde uns schon viel weiterhelfen. Und dann kann Phoebe sich noch diese Scherben ansehen."

* * * * *

Wenn sie dann wieder bei Naquun angekommen waren und alles unverändert vorgefunden hatten, wirkte Solitaire zunächst noch einen Zauber auf ihre Vertraute, um ihren Geist zu schärfen[1], wobei sie wieder einmal ihr Zauberbuch zuhilfe nahm. Dann holte sie noch ein anderes Buch hervor und zeigte Phoebe die passenden Seiten, die sie selbst auch vorher schon einmal durchgelesen hatte[2]. Zu guter Letzt half sie mit ihren eigenen Überlegungen zu den Scherben und ihrer schwachen magischen Aura noch so gut es ging mit[3].

Phoebe flatterte interessiert um die Scherben herum und besah sie sich gründlich, bis sie zu ihrer Schlussfolgerung kam[4].

* * * * *

Dann war es an der Zeit, sich um Naquun zu kümmern. Da er noch gefesselt war, galt es nun, ihn wieder wachzubekommen. Als er die Augen aufschlug, trat Solitaire neben ihn, um ihn in den Schutzkreis mitaufzunehmen, den sie auf sich selbst gewirkt hatte. Die Magie würde ihm eine weitere Chance geben, sich gegen den Dämon zu wehren, der von ihm Besitz ergriffen hatte[5]. Wenn es denn so war.
 1. Bestow Insight (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/b/bestow-insight) für Knowledge (arcana)
 2. Pathfinder Chronicle für Knowledge (arcana)
 3. Aid Another (Take 10)
 4. Knowledge (arcana) 34
 5. s. Protection from Evil (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/p/protection-from-evil/); er bekommt einen weiteren Rettungswurf gegen die Besessenheit, mit einem +2 Moralbonus und +2 Resistenzbonus durch den Magic Circle against Evil. Bei Erfolg, wird die Besessenheit zumindest unterdrückt, solange der Schutzkreis anhält und er sich in seinem Bereich aufhält.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 30.07.2020, 22:43:35
Es würde sich schon noch ergründen lassen, was hinter den Scherben steckte – da hatten Solitaire und Rumar recht. Bard war froh, dass das Rauschen in seinen Ohren nachließ, als er aufhörte, nach der Ley-Energie zu tasten. Bisher hatte er es noch nie als derart unangenehm empfunden, mental eins mit der Umgebung zu werden. Der Moment der Erleichterung, die Umgebung wieder komplett mit seinen körperlichen Sinnen wahrzunehmen, war vergleichbar mit dem Verschwinden eines erdrückenden Gewichts, das auf seiner Brust gelegen, ihm das Atmen schwergemacht und für einen klaustrophobischen Zustand gesorgt hatte. Hoffentlich würde es möglich sein, Iqaliat und die ganze Gegend von dem dämonischen Einfluss zu befreien, sodass die Natur wieder heilen könnte. Bard war, so mitgenommen er auch sein mochte, entschlossener denn je, die Kontamination der Ley-Linie zu beseitigen.
      Zumindest seine körperlichen Schmerzen verschwanden beinahe komplett, als Rumar mithilfe eines Stabes heilende Magie auf Bard übertrug. Nicht nur die Schnitte und Platzwunden, die ihm die Skelette zufügt hatten, verheilten durch die beiden Zauber, die Rumar wirkte, rasend schnell, sondern auch seine wunden, blau angelaufenen Fesselmale wurden immer schmaler, bis sie nicht mehr zu sehen und zu spüren waren. Lediglich verkrustete Narben blieben von allen Verletzungen zurück, die daran erinnerten, was Bard widerfahren war. Mit ein wenig Zeit und Ruhe würden aber auch diese nicht mehr schmerzempfindlich sein und sich komplett in Wohlgefallen auflösen.
      „Meinen aufrichtigen Dank! Ich stehe in euer aller Schuld“, antwortete Bard Rumar – nach kurzem Zögern, da Bard etwas verlegen nicht wusste, wie genau er darauf reagieren sollte, dass Rumar zudem ankündigte, für sein mentales Heil zu beten. Bard respektierte die Macht der Götter, auch wenn er selbst ihnen nicht aktiv huldigte. Es war ihm also nicht unangenehm, in Gebete eingeschlossen zu werden. Doch dass Bard gerade fix und fertig mit den Nerven war, war für ihn fast unerträglich… und auch der Gedanke daran, dass es vermutlich wirklich nicht so einfach zu verkraften sein würde, was Tunuak ihm angetan und zu welchen Gedanken er ihn gebracht hatte. Bard hatte einen düsteren Abgrund gesehen, den er sich bisher noch nicht einmal in seinen schlimmsten Albträumen hätte vorstellen können. Er bezweifelte, dass ihn das jemals wieder loslassen würde – jedenfalls jetzt in diesem Moment fühlte es sich nicht danach an. Es war erneut so als höre er Tunuaks Inkantationen und die wispernde, schmerzbringende Antwort des Abyss. Mit einem Mal wurde Bard, als die Panik wieder in ihm hochkochte, ziemlich heiß. Er blickte zu seinen Händen hinab, die immer noch, aber nun wieder deutlicher unkontrolliert zitterten, und versuchte dann, das zu kaschieren, indem er die Gurte seines Rucksacks umfasste und sich daran festklammerte.
      Da Solitaire die Scherben an sich nahm, bestand für Bard kein Grund mehr, länger in der Nähe des Altars zu verbleiben. Also nickte Bard Rumar betreten zu und suchte, ganz im Gegenteil zu seiner vorherigen Redseligkeit, ohne weiteres Wort Abstand, indem er schon einmal zum Fuß der eisigen Rampe vorging. Sobald die anderen bereit waren, den Pfad in die Höhe zu erklimmen, schloss Bard sich ihnen an.
      Naquun stellte sich schlussendlich tatsächlich als derjenige Jäger heraus, der Bard in den Sinn gekommen war, als die anderen ihn erwähnt hatten. Und Phoebe war keine Person, sondern eine magische Vertraute in der Gestalt einer Drossel. Der Anblick des Vogels entlockte Bard ein kurzes Lächeln, bei dem jedoch, neben der Freude, die Sorge um Astrid mitschwang. Die Abwesenheit seiner Freundin rückte durch die Anwesenheit der Drossel sehr stark in sein Bewusstsein und das Verlangen, sie sofort suchen gehen zu müssen, nagte unnachgiebig an ihm. Leider musste dies warten... einige, wenige Minuten, bis die aktuellen offenen Fragen geklärt waren. Bard harrte dem aus, was Phoebes Begutachtung der Scherben und das Wecken von Naquun für Ergebnisse nach sich zogen. Der gefesselte Mann war Bard sehr suspekt. Momentan war Naquun zwar bewusstlos, doch Bard hielt so viel Abstand wie es die Umgebung erlaubte und blieb wachsam.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 31.07.2020, 14:51:25
Während Solitaire sich um ihren Zauber kümmerte, brauchte Phoebe nicht lange, um zu einer Erkenntnis zu gelangen. Aufgeregt und scheinbar auch aufgebracht flatterte sie direkt vor Solitaires Nase umher, bis diese ihr ihre Aufmerksamkeit schenkte.
"Was bitte ist mit euch allen los? Braucht es erst eine verwunschene Prinzessin in Vogelgestalt, um euch zu sagen, was ihr da gefunden habt? Das war ein Drachenei, das sieht doch eine blinde Taube! Habt ihr da drin etwa einen Drachen gefunden?"

So geschockt Solitaire war, wischte sie den Gedanken für den Moment zur Seite, um ihren Schutzzauber auf Naquun zu wirken. Von dem Zauber getroffen, begann der Mann sich plötzlich wild hin und her zu werfen, so weit es seine Fesseln zuließen. Sein gesamter Körper zuckte wild, als würde er sich gegen etwas wehren, und schließlich stand ihm sogar Schaum vor dem Mund. Der Kampf dauerte sicherlich zwei bis drei Minuten, in denen die Gefährten Naquun so gut es ging am Boden fixierten, ihn dabei aber sorgenvoll betrachteten: Es sah nicht gesund aus, was dort passierte.

Dann, plötzlich, erschlaffte der Körper ihres Führers, und eine kleine, gehörnte und geflügelte Kreatur, die vielleicht gerade einmal einen halben Schritt in der Länge maß, trennte sich von ihm ab - eine bessere Beschreibung dessen, was sie dort sahen, konnten sie nicht geben.
Der kleine Dämon quiekte verärgert und wollte gerade fliehen, als sich die gesamte Gruppe mit allem, was sie zu bieten hatte, auf ihn stürzte. Er hatte keine Chance, bevor er wieder in die niederen Ebenen verbannt war, aus denen er gekommen war.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 31.07.2020, 15:17:48
"Was wären wir nur ohne Dich, Phoebe," seufzte Solitaire theatralisch. "Aufgeschmissen wären wir!"

"Ein Drachenei also? So fügt sich langsam eins zum anderen zusammen. Tunuak steckt wohl hinter wirklich allem, was hier vor sich geht. Die Angriffe des Drachen sind also auch kein Zufall."

Von der Wirkung ihres Zaubers auf Naquun war die Halbelfin sogar noch ein wenig überraschter als von der Erkenntnis, dass die Scherben etwas mit dem Drachen zu tun hatten, denn so etwas in der Richtung hatte sie ohnehin bereits vermutet, auch wenn sie die Details nicht ohne ihre Vertraute ans Licht bringen konnte.

Es stimmte also, alles was Bard ihnen erzählt hatte. Sie hatte nicht an der Ehrlichkeit seiner Worte gezweifelt, aber manchmal malt man sich vielleicht ein noch düstereres Bild von einer schwierigen Situation. Hier könnte es viel düsterer wohl nicht sein, als die Realität. Ohne den Dämon würde Naquun nun vielleicht tatsächlich wieder er selbst sein. Was er wohl durchgemacht haben musste? Vorsichtig berührte die Zauberin ihn an der Schulter. "Naquun?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 31.07.2020, 22:00:43
"Was ... wer?" stammelte der Erutaki, als er langsam wieder zur Besinnung kam. Dann hellte sich sein Blick auf, seine Augen weiteten sich vor Erstaunen, und er sprang plötzlich auf und umarmte Solitaire, die so plötzlich gar nicht reagieren konnte: "Er ist weg! Ich kann es nicht fassen, er ist weg!"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 01.08.2020, 00:42:54
Für einen Moment war sie völlig überrascht von der plötzlichen Reaktion, aber dann erhellte ein breites Lächeln Solitaires Gesicht. Langsam aber sicher wurden die Schatten immer weiter zurückgedrängt. Sie hatten sicherlich noch ein gutes Stück Weg vor sich, aber der Anfang war geschafft.

"Ja, er ist weg. Wie Du Dir sicher denken kannst, gibt es viele Fragen. Vor allem aber interessiert mich, ob Du mitbekommen hast, was in der letzten Zeit geschehen ist? Was ist das Letzte, an das Du Dich erinnern kannst? Weißt Du, wer Dir das angetan hat?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 04.08.2020, 15:15:11
"Drachen und Dämonen, haha. Da wird sich Cliff nicht einmal anstrengen müssen um mit dieser Geschichte erfolgreich zu sein. Aber was ist wohl mit dem Inhalt des Eis passiert?" Mugin stellte die Frage in den Raum, er konnte es sich nicht erklären. Hieß es, dass der Schamane nun einen Drachenwelpen hatte oder war dieser der dunklen Gottheit geopfert worden? "Wenn wir Kontakt zu Sonavut oder gleich dem Dorfoberhaupt aufnehmen wollen habe ich da ein paar Ideen: die direkteste Methode wäre wohl am Tor um eine Audienz zu bitten, aber wie du schon sagtest, Solitaire, sind wir offiziel nicht mehr willkommen. Alternativ könnte ich mein eigenes bzw das Aussehen vom Eidolon mit einem Zauber verändern und vielleicht zusammen mit Naquun ein Treffen erwirken, doch das würde sicher Tunuak warnen. Letzlich könnte ich mich und zwei andere Personen direkt in die Stadt teleportieren, zumindest an einen Ort den ich kenne, also zum Beispiel Sonuvats Haus. Was meint ihr?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 04.08.2020, 15:40:14
"Wenn wir es schaffen, unbemerkt in Sonavuts Heim zu gelangen, hoffentlich ohne sie zu Tode zu erschrecken, wäre das wahrscheinlich am besten. Von dort können wir dann weitersehen. Auf jeden Fall müssen wir zusehen, dass wir Tunuak nicht alarmieren," meinte Solitaire. "Im Moment sind wir dahingehend im Vorteil, dass wir wissen, was er im Schilde führt, während er noch glauben dürfte, dass wir auf dem Weg zum Drachen sind und dadurch für einige Tage - in seiner Vorstellung vielleicht auch für immer - weg sind."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 07.08.2020, 04:42:04
"Nicht doch. Zu heilen ist meine Aufgabe.", erwiderte Rumar dem verlegenen Halbling. "Wenn du noch etwas brauchst, zögere nicht, mich anzusprechen." Er hatte schließlich einiges an Erfahrung mit dem Thema. Die letzten Jahre, vor dieser ganzen Reise, hatte er nur damit verbracht, den hilfsbedürftigen zur Seite zu stehen. Das war hier nicht anders. Für den Moment wollte er das Thema aber nicht vertiefen. Bard hatte schon genug Probleme und musste erst einmal mit sich und seiner Situation zurechtkommen. Ohnehin schien allen voran Phoebe herausgefunden zu haben, was diese Scherben genau waren. Ein Drachenei. Das erklärte vieles aber warf auch einige neue Fragen auf.
Solitaire stempelte den Drachen direkt als Tunuaks Diener oder Untergebenen ab. Vielleicht als Sklaven. Zumindest als Gegner. Rumar konnte dem nicht ganz zustimmen. Schließlich hatte der Drache viele Jahre lang dem Dorf nichts getan. Sie sollten nicht vorschnell handeln. Der Drache musste nicht ihr Feind sein. Sie wussten einfach noch viel zu wenig.
Zusammen kehrten sie zu Naquun zurück, der durch Solitaires Zauber anscheinend von dem kontrollierenden Dämon befreit worden war. Er war überglücklich und umarmte die Frau sofort. Rumar lächelte. Sie machten schnelle Fortschritte. Es schien, als wären zwei Personen schon aus den Klauen des fehlgeleiteten Schamanen befreit worden. Aber ihre Arbeit hatte gerade erst angefangen und so mussten sie sich einen Plan überlegen. Mugin hatte bereits darüber nachgedacht. Der Plan schien nicht schlecht aber nicht zu Ende gedacht. "Was dann?", fragte er deshalb. "Was machen die drei Personen, wenn sie Sonavut über die Ereignisse hier unterrichtet haben? Was machen die anderen in der Zeit? Sollen die einfach hier warten?" Rumar mochte es nicht, in so einer Situation unnütz herumzusitzen. Doch sie mussten vorsichtig sein. Vielleicht war das tatsächlich die beste Vorgehensweise.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 07.08.2020, 09:24:09
"Hier im Tunnel warten und hoffen, dass Tunuak in der Zeit nicht auftaucht? Ja, ich weiß auch, dass es nicht ganz ideal ist, aber wenn alles gut läuft, bleiben wir nicht lange weg, sondern kommen zusammen mit Sonavut und dem Häuptling her, um ihnen das hier zu zeigen. Aber wir bräuchten noch etwas, um mit euch in Verbindung zu bleiben. Ich könnte natürlich Phoebe hier bei euch lassen. Zumindest warnen könnte sie uns, wenn irgendeine Gefahr droht, aber ich kann mit ihr nur eingeschränkt über die Ferne kommunizieren. Wir könnten aber zumindest etwas im Vorfeld ausmachen, womit wir euch mitteilen, dass ihr zum Haus kommen sollt. Und wenn ihr uns eine Warnung schickt, dann müssen wir schnellstmöglich herkommen. Wie sieht das bei euch beiden aus, Mugin? Könntest Du mit dem Eidolon sprechen, wenn wir in Sonavuts Haus sind und sie solange hierbleibt?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 07.08.2020, 12:47:32
Bard war überrascht über das, was Phoebe bei ihrer Untersuchung der Scherben erkannte. Ein Drachenei! Bard hatte noch nie eins zu Gesicht bekommen, doch es war vermutlich ein Anzeichen dafür, dass es nicht nur das Auftauchen des Monolithen gewesen war, das den Drachen in die Nähe von Iqaliat getrieben hatte. Die Frage, die dabei aufkam, war: Was war mit dem Inhalt des Eis geschehen? Hätte Tunuak das Ei einfach nur stehlen und zerstören wollen, um den Drachen (vermutlich eine Drachendame und Mutter des ungeschlüpften Babies) zu verärgern, hätte er es nicht zum Altar bringen müssen. Bard hatte gespürt, dass der Inhalt des Eis für Tunuak von Bedeutung gewesen war. Naheliegend war, dass der Schamane das Ei geopfert und für irgendeine dunkle Magie eingesetzt hatte. Vielleicht hatte er den erwachsenen Drachen damit sogar unter seine Kontrolle gebracht. Bard bezweifelte, dass das Drachenjunge lebte. Selbst, wenn das Kleine bereits weit genug entwickelt gewesen war, um das Zerbrechen des Eis überleben, hatte Tunuak sicher nicht Gutes mit dem armen Geschöpf angestellt. In der Eishöhle war (außer den Eierscherben) keine Spur eines Drachen zu finden gewesen. So oder so… Diese Grausamkeit gegen ein unschuldiges Lebewesen machte Bard wütend und traurig. Schmerzlicherweise erinnerte ihn das an die Umstände, wie Astrid und er zueinander gefunden hatten.

Während Naquun gegen die Besessenheit ankämpfte und sich schließlich ein Quasit von ihm löste, musste Bard sich bemühen, nicht die Nerven zu verlieren. Gleichzeitig war es grauenhaft, aber auch gut, dass Bard mit seinem Verdacht, dass Naquun Tunuak nicht freiwillig half, rechtgehabt hatte – denn auch wenn dieser Mann Schreckliches durchlitten haben musste, wusste er wahrscheinlich besser als jeder der anderen Anwesenden, was Tunuak verbrochen hatte, und war nun befreit… und sicherlich bereit, dabei zu helfen, Tunuak das Handwerk zu legen. Bard konnte vermutlich nicht komplett nachvollziehen, was Naquun durchlitten hatte, aber viel hatte nicht gefehlt, damit sie dieses Schicksal geteilt hatten.
      „Ich denke, Teleportation klingt nicht schlecht“, fand Bard, als über die weitere Vorgehensweise geredet wurde. „Wenn Tunuak euch sieht, wird er sicher misstrauisch sein und zumindest versuchen, euch aufzuhalten. Aber Naquun oder mich darf er auf keinen Fall zu früh sehen, sonst wird ihm klar sein, dass ihr sein Geheimnis kennt. Mit magischer Kommunikation kann ich nicht helfen, aber vielleicht reicht es ja, laut zu rufen. Soweit ich mich erinnere, ist Iqaliat nicht so groß, dass man Rufe nicht hören würde. Phoebe könnte über den Häusern fliegen und die Nachricht weiterleiten, sollte Sovanuts Haus doch zu weit weg sein.“
      Bard fühlte sich im Zwiespalt, doch während ein Teil der Gruppe die Dorfältesten suchte, konnte er hier nicht ausharren und nichts tun.
      „Ich weiß, es ist nicht ideal, dennoch kann ich hier nicht warten“, fuhr erfort. „Ich muss meine Astrid finden und sichergehen, dass sie wohlauf ist. Sie war zwar nicht bei mir, sondern auf der Jagd, als Tunuak mich überwältigte, aber sicherlich macht sie sich schon große Sorgen um mich. Ich kann nicht ausschließen, dass sie zur Siedlung gekommen ist, um mich zu suchen. Sie ist zutraulich, das könnte sie in Gefahr gebracht haben. Falls sie verletzt ist, zählt jeder Moment“, wusste er und war überaus besorgt, dass Tunuak, Naquun oder sonst wer sich an ihr vergriffen haben konnte. Bard war sich bewusst, dass dazu aber nicht unbedingt dämonische Besessenheit von Nöten war. Eine Rieseneule könnte auch von rechtschaffenen Bewohnern Iqaliats als Bedrohung eingestuft worden sein. Erst jetzt wurde Bard bewusst, dass seine Worte vielleicht etwas wirr klangen, weil man Astrid als Person und nicht als Tier einstufen könnte.
      „Sagt, ihr habt nicht zufällig eine große Schneeeule gesehen?“, erkundigte er sich. Das hätte er schon viel früher machen sollen! „Was ist mit dir, Naquun?“
      Bard schickte sich an, seinem Leidensgenossen aufzuhelfen, und versuchte, diesen auf die Beine zu ziehen. Er war zwar nur halb so groß wie der Mensch, aber das traute er sich trotzdem zu.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 08.08.2020, 16:10:33
"Ja das ist kein Problem, ich muss nur einen Zauber benutzen damit sich der Körper des Eidolons nicht destabiliziert wenn ich mich zu weit entferne. Länger als etwas über eine Stunde sollten wir dann nicht getrennt sein. Und im Notfall könnte ich sie auch jederzeit zu mir beschwören," antwortete Mugin auf Solitaires Frage. "Für das Dimensionstor müssen wir auf etwa 200 Meter an das Ziel heran, aber so groß ist die Stadt ja nicht."

Mugin strich sich nachdenklich durch den Bart und fragte auch telepathisch das Eidolon, musste dann aber auf bards Frage verneinen: "Nein eine Eule haben wir nicht gesehen oder gerochen. Aber wir hatten auch ein paar andere Probleme zu der Zeit."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 11.08.2020, 16:30:39
Naquun benötigte einige Momente, um wieder komplett zu sich zu kommen. Mit großen Augen lauschte er den Gesprächen um ihn herum, bevor er auf die Fragen antwortete.
"Ich habe ... ich habe Dinge mitbekommen; aber alles hat sich angefühlt wie ein Traum. Ich weiß nicht, was davon wahr ist und was nicht, es war alles wie hinter einem Schleier verborgen. Ich weiß noch, dass Tunuak mich angegriffen hat - nicht mit Waffen, mit irgendeiner Magie. Ich hatte zufällig diesen geheimen Gang entdeckt und bin ihm gefolgt. Dort habe ich Tunuak angetroffen und wollte ihn zur Rede stellen. Doch er hat irgendeinen Zauber auf mich gewirkt und ich habe das Bewusstsein verloren.
Als ich wieder zu mir kam, war ich auf eine Art Altar gefesselt, und spürte plötzlich eine Präsenz in meinem Geist. Ich habe versucht, ihr zu widerstehen, doch sie war zu stark. Von da an hatte ich keine Kontrolle mehr - es war, als sein mein Geist in einer kleinen Kammer eingesperrt gewesen, doch ich konnte nichts tun, nicht handeln. Alles, was passiert ist, habe ich durch diesen Schleier gesehen - es war furchbar.
Ich habe auch euch gesehen, als das Ding, das in mir drin war, sich euch als Führer angeboten hat. Aber ich konnte nicht spüren, was es denkt; ich weiß nicht, was es vorhatte. Es war aber sicher nichts Gutes."


Es war Naquun anzumerken, dass es ihm Qualen verursachte, über seine Erfahrungen nachzudenken, doch auch er wusste, dass er sich an soviel wie möglich erinnern musste, um Tunuak das Handwerk zu legen.
"Wir müssen zu Sonavut und Nalvanaq und ihnen berichten, und danach muss Tunuak aufgehalten werden. Aber wir sollten ihn überraschen, damit er sich nicht absetzen kann oder Schlimmeres. Wenn ihr mich mit euch nehmt und direkt zu Häuptling Nalvanaq teleportieren könnt, werde ich ihn davon überzeugen, dass ihr die Wahrheit sprecht."

Schließlich wandte er sich auch Bard zu: "Deine Eule habe ich nicht gesehen. Ich habe auch nichts von ihr gehört - ich vermute, Tunuak weiß nichts von ihr."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 11.08.2020, 17:02:45
"Hoffentlich können wir Tunuak bald das Handwerk legen, dann wirst Du Zeit haben, Dich von diesem schrecklichen Albtraum zu erholen. Meinst Du denn es ist weise, direkt in den Quartieren eures Häuptlings zu erscheinen? Natürlich ist er derjenige, mit dem wir vor allem sprechen müssen, ich fürchte nur, dass ein so forsches Eindringen zu Komplikationen führen könnte. Daher dachte ich eigentlich, es wäre vielleicht gut, erst zu Sonavut zu gehen, da sie uns kennt und vertraut. Euren Häuptling haben wir gestern abend nur kurz gesehen, als Tunuak die Bewohner gegen uns aufhetzen wollte. Aber Du kennst Deine Leute besser, wenn Du sagst, dass es der beste Weg ist, dann machen wir es so."

"Mugin muss auf jeden Fall mit und wenn er mit seinem Eidolon über die Ferne hinweg sprechen kann, ist klar, dass sie hierbleiben sollte, damit wir in Kontakt bleiben können. Naquun muss natürlich auch mit. Und ich würde noch mitgehen, da ich geübt darin bin, mit Worten zu überzeugen. Da die Fallgrube vor dem Geheimgang ausgelöst ist, wird sofort auffallen, dass jemand dort war, sollte Tunuak in der Zwischenzeit hier auftauchen, daher würde ich vorschlagen, dass der Rest sich in der Nähe der Abzweigung aufhält, um diese im Auge zu behalten."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 11.08.2020, 17:29:45
"Nalvanaq ist unser Häuptling, er muss informiert werden. Er wird unsere Krieger zusammenrufen und Tunual zur Rede stellen. Außerdem ist Sonavuts Haus direkt gegenüber von Tunuaks Turm. Die Gefahr, dass er gewarnt wird, ist zu groß."

Diese Argumente überzeugten Solitaire und die anderen, und so beschlossen sie, dass Mugin, Naquun und Solitaire mit Hilfe des Zaubers zum Häuptling gelangen sollten, während die anderen in der Höhle blieben, bereit, jederzeit gegen Tunuak einzuschreiten. In Kontakt würden die beiden Gruppen mit Hilfe des Eidolons bleiben.

Den Plan nicht länger hinauszögernd wirkte Mugin seinen Zauber, und nur einen Augenblick später standen die drei in einem Turmzimmer und sahen sich nicht nur Nalvanaq, sondern auch dessen Ehefrau gegenüber, die sie beide geschockt ansahen. Die Frau stieß einen kurzen Schrei aus, um dann ebenso wie ihr Mann zu einer Waffe zu greifen, doch Naquun hob die Handflächen und machte eine beschwichtigende Geste, um vorschnelle Handlungen zu verhindern.
"Häuptling Nalvanaq, wir haben wichtigste Neuigkeiten, die keinen Aufschub gestatten. Es geht um die Sicherheit Iqaliats, deshalb hört euch bitte an, was diese beiden hier zu berichten haben."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 13.08.2020, 21:40:51
Solitaire machte ebenfalls beschwichtigende Gesten und verneigte sich zudem höflich vor dem Häuptlingspaar.

"Verzeiht unser forsches Eindringen, aber Ihr müsst sofort erfahren, was wir gerade gefunden haben. Wie Ihr sicher wisst, wollte Naquun uns den Weg zum Drachen zeigen, damit wir den Angriffen auf Iqaliat auf den Grund gehen können. Bei dem Aufstieg durch die Höhlen haben wir einen geheimen Tunnel entdeckt, der ein schreckliches Geheimnis verbarg. Ich hatte es bereits gestern abend vermutet, aber mittlerweile ist es Gewissheit geworden. Tunuak ist von seinem Weg abgekommen. Er dient nicht mehr den Windgeistern sondern dämonischen Götzen. Seine Forderung nach Menschenopfern diente genau diesem Zweck, um ihnen zu huldigen. Den angeblichen Zorn der Windgeister hat er nur als Grund vorgeschoben, um seinen drastischen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Und das ist noch nicht alles. Er steckt höchstwahrscheinlich auch hinter den Stürmen und den Angriffen durch den Drachen, oder hat zumindest einen Anteil daran. Wir wissen noch nicht genau, wie er das alles bewerkstelligen konnte, aber eins ist klar, er hat die Erutaki schon eine ganze Weile lang getäuscht, um sie nach und nach zu seinem finsteren Glauben zu bekehren oder sie dazu zu zwingen. Ich weiß, es ist sicher nicht leicht, den Worten einer Fremden zu glauben, aber die Tatsachen sind nur schwer von der Hand zu weisen. Wenn Ihr Beweise wollt, können wir euch den Ort zeigen. Es ist eine Art Schrein, ein finsterer Ort, voll von Dunkelheit. Dort konnten wir einen Gefangenen befreien, den Tunuak schon einige Zeit gequält hatte, einen Halbling."

Solitaire ließ den Teil mit der dämonischen Besessenheit bewusst aus, jedenfalls für den Moment. Sie wollte Naquun nicht bloßstellen oder seine Glaubwürdigkeit verringern. Wenn der Häuptling ersteinmal davon überzeugt werden konnte, dass Tunuak Finsteres im Schilde führte, dann wäre damit der wichtigste Schritt bereits getan.

"Auf jeden Fall ist jetzt die Zeit zum Handeln. Tunuak ist gefährlich. Sehr sogar. Er muss gefunden und gestoppt werden. Wahrscheinlich hat er auch schon den einen oder anderen gefunden, der an seiner Seite steht, ob freiwillig oder unter Zwang. Er ist der Schlüssel. Wenn wir Tunuak das Handwerk legen, wird es hier auch wieder aufwärts gehen. Dessen bin ich mir sicher."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 13.08.2020, 22:56:29
Nalvanaqs Augen weiteten sich mehr und mehr während Solitaires Erzählung, und sein Gesicht begann vor Zorn zu beben. Ob dieser Tunuak galt oder vielmehr den Überbringern der Nachricht, war bisher nicht zu sehen. Als Solitaire geendet hatte, platzte es förmlich aus ihm heraus:
"Ihr wagt es, hier in mein Haus zu kommen und solche Vorwürfe gegenüber einem alten Freund zu erheben? Wo sind eure Beweise, zeigt sie mir!"

Bevor er mehr sagen konnte, begann jedoch Naquun zu sprechen. "Häuptling, ich habe es mit eigenen Augen gesehen, sogar am eigenen Leib gespürt. Sie spricht die Wahrheit." Die nächsten Worte kosteten ihn sichtlich Überwindung: "Er ... er hat ein dunkles Wesen, einen Dämon von einer anderen Ebene, dazu gebracht, Besitz von mir zu ergreifen. Die letzten Tage bereits war ich eingesperrt in meinem eigenen Körper, nur fähig mit anzusehen, was die fremde Präsenz in meinem Namen tat. Ich kann nur von Glück sagen, dass die düstersten Pläne Tunuaks noch nicht Realität wurden, doch ich bin mir sicher, dass der Dämon die Fremden hier in ihr Verderben geführt hätte auf dem Weg zu dem Drachen."

Wiederum weiteten sich die Augen des Häuptlings vor Zorn, diesmal jedoch galt er dem Schamanen. "Ich weiß, du würdest nicht lügen. Einiges an den Handlungen Tunuaks in der letzten Zeit hat Fragen aufgeworfen, doch bisher war ich sicher, dass er gute Gründe hatte. Wenn das, was du sagst, wahr ist, muss er für seine Verbrechen bestraft werden. Doch zunächst werden wir ihn zur Rede stellen. Er soll die Gelegenheit haben, sich zu erklären. Und wir werden gemeinsam diesen Ort aufsuchen, von dem du sprichst."

Auch wenn es Mugin und Solitaire möglicherweise nicht gefiel, stand Nalvanaqs Entscheidung fest. Er sprach einige Worte zu seiner Frau, die daraufhin den Raum verließ, und legte daraufhin seine Amtsrequisiten, aber auch seine Waffe an. Als sie schließlich gemeinsam den Fuß des Turmes verließen, warteten dort bereits drei Krieger auf sie, die die Gemahlin des Häuptlings offenbar herbeigerufen hatte. Gemeinsam begannen sie ihren Marsch in Richtung Tunuaks Turm, als auch Sonavut gemeinsam mit ihr auf die Gruppe zukam.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 14.08.2020, 00:03:47
"Ihr könnt mir glauben, dass ich nicht gerne solch schlechte Nachrichten überbringe, aber Euch nicht davon in Kenntnis zu setzen wäre ganz sicher der falsche Weg. Deswegen sind wir auch sofort zu Euch geeilt. Das hier duldet keinen Aufschub. Iqaliat wird sich heute verändern. Ihr werdet einen Freund verlieren. Eigentlich habt Ihr das längst. Ganz bestimmt war Tunuak einmal der, den Ihr immer noch vor Augen habt. Aber heute ist er das nicht mehr. Auf jeden Fall respektieren wir Eure Entscheidung, aber ich ersuche Euch, unterschätzt ihn bitte nicht. Er gebietet über Mächte, die furchterregend sind. Wenn Ihr erst mit eigenen Augen gesehen habt, wovon ich hier berichte, dann werdet Ihr mir bestimmt beipflichten."

"Und noch etwas. Ich kann nur erahnen, was für Fähigkeiten seine neue Gebieterin ihm für seine Dienste verliehen haben mag, aber zumindest wissen wir sicher, dass er in der Lage ist den Geist seiner Opfer zu beeinflussen, um diesen zu schwächen, so dass die Dämonen von ihnen Besitz ergreifen konnten. Ich habe vorhin erst einen Bannkreis gewirkt, der gegen diese Magie schützt. Dadurch konnte Naquun auch seinem Peiniger entkommen, den wir dann in den Abgrund zurückgeschickt haben, wo er hergekommen ist. Haltet Euch in meiner Nähe auf, maximal zwei Schritt entfernt, dann wird dieser Schutzkreis auch Euch vor der finsteren Magie behüten, sollte es dazu kommen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Tunuak sich einfach ergeben wird. Er hat seinen Weg gewählt, da gibt es kein Zurück mehr."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 16.08.2020, 18:52:35
Mugin wirkte zuerst den Zauber um die körperliche Form des Eidolons zu stärken und so die Abhängigkeit vom ihm zu entfernen, auch wenn nur temporär.[1] Dann teleportierte er sich, Solitaire und Naquun zum Häuptling. Es war eine brenzliche Situation, aber der Gnom versuchte alles so schnell wie möglich dem Eidolon und über sie dem Rest der Gruppe mitzuteilen. Als sich Nalvanaq mit seinen Gefolgsleuten auf dem Weg machte teilte dies auch das Eidolon den Wartenden mit: "Sie wollen Tunuak stellen. Wir sollten uns auch auf den Weg zu seinem Turm machen."
 1. Unfetter
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 17.08.2020, 14:49:32
Da die in der Höhle zurückgebliebenen nur auf das Signal gewartet hatten, waren auch sie sogleich an Tunuaks Turm angelangt, wo sich nun der Häuptling, seine Krieger, Sonavut, Naquun und die Helden versammelt hatten. Nalvanaq trat vor und hämmerte mehrmals mit wuchtigen Faustschlägen gegen die einzige Eingangstür in den Turm.
"Tunuak! Öffne die Tür, wir müssen etwas besprechen!" rief er mit lauter Stimme, bis sich oben im Turm ein Fenster öffnete und das Gesicht des Schamanen zum Vorschein kam. Falls er überrascht war, die Helden zusammen mit Naquun dort zu sehen, ließ er sich das zumindest nicht anmerken.[1]
"Häuptling! Sei mir gegrüßt!" rief er mit sanfter Stimme. "Was führt dich so dringend zu mir? Ich war gerade in Meditation versunken. Kann ich dich später aufsuchen, dann müssen meine alten Knie nicht extra den ganzen Weg den Turm hinunter und wieder hinauf mitmachen?"

Der Häuptling jedoch ließ sich nicht so leicht abwimmeln: "Du musst nicht runter kommen, wir werden dich oben aufsuchen!"
Nach diesen Worten öffnete er auch schon die Tür (in diesem Dorf gab es offenbar keine Riegel an den Türen) und trat ein, gefolgt von den weiteren Mitgliedern des gar nicht mehr so kleinen Trupps. Eine Wendeltreppe führte entlang der Außenwand nach oben, bis sie schließlich, Nalvanaq an der Spitze, in einem spartanisch eingerichteten Raum ankamen, in dem Tunuak bereits wartete.

"Was soll dieses Theater?" begann Tunuak. "Wieso beleidigst du mich und die Windgeister, indem du diese unreinen Fremden in mein Haus führst? Sie sollten längst abgezogen oder noch besser tot sein!"
Nalvanaq jedoch ließ sich nicht beeindrucken und sagte dem Schamanen auf den Kopf zu, was dieser verbrochen hatte: Den verborgenen Altar, den Pakt mit Dämonen, das Ei des Drachen.
Zum Erstaunen der Anwesenden bestritt Tunuak die Anschuldigungen nicht: "Ja, du hast recht. Und ich würde alles wieder so tun. Warum? Die Geister sind schwach, und sie helfen uns nicht. Wenn wir sie wirklich gebraucht haben, wo waren sie da? ICH war es, der das Dorf schützen musste. Und was habe ich dafür bekommen? Habe ich nicht genug gedient? Wäre es nicht an der Zeit gewesen, dass ein Nachfolger für mich gefunden wird? Nein, die Schamanen müssen dem Dorf bis ans Ende ihres Lebens dienen, so war es immer und so muss es sein. Und nicht einmal Dank bekommt man dafür, sein Leben diesem einen Zweck zu verschreiben. Habe ich nicht die Leute gehört, die sagten, ich sei zu alt und unstet für die Aufgabe? Und gleichzeitig war es mir verboten aufzuhören?

Also bin ich auf eine Reise gegangen, um die wahren Visionen zu finden, die mir die Wahrheit enthüllen sollten. Und ich habe sie gefunden: Katiyana, die wunderschöne, endlich habe ich die wahren Windgeister gefunden. Sie hat die wahre Macht, und diese Macht wird uns beschützen. Die Monolithen werden uns beschützen, und sie hat mir - MIR - aufgetragen, einen direkt hier in Iqaliat zu errichten.

Aber ich wusste, ihr naiven Einwohner werdet das niemals zulassen. Also habe ich den Drachen ausgetrickst, damit er die Stadt angreift. Das Ei zu stehlen war fast schon zu einfach, und die Spuren, die hierher führten, waren einfach zu verfolgen. In eurer Verzweiflung dem Drachen gegenüber würdet ihr schon zu mir kommen, um um Hilfe zu betteln. Aber ich werde euch jammern lassen und mich an eurer Verzweiflung laben, ihr die ihr mir niemals gedankt habt. Und wenn alle tot sein würden, dann würde ich den Monolithen pflanzen und Sithhud selbst würde mich an seiner Seite sitzen lassen!"


Es herrschte Stille im Raum. Alle blickten den Schamanen an, der offenbar den Verstand verloren hatte, erschüttert über das gerade gehörte. Tunuak selbst schien die Anwesenden gar nicht mehr zu bemerken, seine glasigen Augen nach oben gerichtet, während er völlig dem Wahn verfallen schien.

Plötzlich jedoch, von einem Moment auf den anderen, war der Mann verschwunden.
 1. Falls ihr euch irgendwo verstecken möchtet, ändere ich das nochmal. Momentan bin ich allerdings davon ausgegangen, dass Bard nicht direkt zu sehen ist - er findet ja auch leicht irgendwo Unterschlupf.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 21.08.2020, 10:12:50
Ein Drachenei. Garridan stand noch lange bei den Scherben, auch wenn er nicht erkannt hatte, worum es sich dabei handelte. Er hatte noch nie ein Drachenei gesehen. Dann versuchte er zu verstehen, was hier vorging. Es dauerte bei ihm etwas länger als beim Rest der Gruppe, das Puzzle in seinem Kopf zusammen zu setzen. Als schließlich die Order kam, den Schamanen zu stellen, war er sofort hellwach. Sie gingen also zurück, kämpften sich über den rutschigen Weg nach oben und dann weiter zu Tunuaks Turm. Auch hier hielt er sich im Hintergrund. Es war die Aufgabe des Häuptlings die Situation zu klären, sie würden den Verräter dann dingfest machen.
Garridan erwartete Ausflüchte, Lügen oder ähnliches von Tunuak, aber nicht das, was er schließlich hörte. Nun sah sich der Mann auch noch als Opfer der Umstände. Er konnte nicht glauben, was er hörte, der Mann war nicht übertölpelt oder verführt worden, er wusste genau, was er tat. Um so leichter würde es fallen, ihn zu richten. Garridan hatte die Hand schon an seinem Schwert und erwartete, dass der Häuptling seinen Kriegern befehlen würde, den Mann gefangen zu nehmen, dabei würde er mit Freuden helfen, denn er erwartete nicht, dass der Schamane so einfach aufgeben würde. Doch dann, ohne jede Vorwarnung, war er fort. Garridan traute seinen Augen nicht.

Sofort aktivierte Suishen seine Magier und ließ Garridan Unsichtbares sehen[1], während er das Schwert zog und umherblickte.
 1. 2/3 pro Tag verbraucht
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 21.08.2020, 15:54:26
Bard war dankbar dafür, dass sich die Wartezeit als nur kurz erwies. Wieder offenen Himmel über sich zu haben, ohne dass dieser durch Felsen und Eis eingeschränkt wurde, fühlte sich fast so befreiend an wie das Loswerden von physischen Fesseln – da er dies erst am eigenen Leib erfahren hatte, wusste er sehr genau, wie sich das anfühlte. Bard ließ sich ein wenig zurückfallen, noch bevor er nach Draußen trat und zog die mit Fellkragen besetzte Kapuze seines Wintermantels über seinen Kopf. Dank seiner geringen Körpergröße könnte er so aus der Ferne vielleicht als Erutaki-Kind durchgehen und würde nicht sofort Verdacht erregen. Zumindest, wenn er sich nicht direkt bei den anderen aufhielt.
      „Geht ruhig vor“, informierte Bard die anderen über sein Vorhaben, „ich bleibe in eurer Nähe. Ich folge euch im Schatten der Hütten, damit Tunuak mich nicht sieht.“
      Und genau das setzte er dann auch in die Tat um. Sobald er den Felsspalt hinter sich gelassen hatte, huschte Bard hinter die nächste Hütte, um dort Deckung zu suchen. Er bewegte sich im Schutz der Behausungen so nah an den Eingang des Turms heran wie möglich. Der Nachteil daran, nicht gesehen werden zu können, war leider auch, selbst nichts sehen zu können, aber er ging lieber kein Risiko ein und verfolgte nur mithilfe seines Gehörs die Entwicklung der Situation. Da die Stimme, die sich nach kurzer Zeit als die des Häuptlings entpuppte, und auch Tunuaks Reaktion nicht gerade leise waren, war es für Bard allerdings kein Problem, den Verlauf der Szene mitzubekommen. Der Klang von Tunuaks Stimme reichte aus, um Bard mit tiefem Grauen zu erfüllen. Dass der Schamane Unschuld und Gebrechlichkeit vortäuschte, machte die Sache nicht besser. Zum Glück ließ sich der Häuptling nicht auf dieses Gehabe ein und forderte sofort Antworten ein.
      Sobald Bard hörte, dass sich der versammelte Trupp in Bewegung gesetzt hatte, um Tunuaks Turm zu besteigen. Der Druide wartete einen Moment ab, bis er relativ sicher war, dass Tunuak bereits Angesicht zu Angesicht mit dem Häuptling redete und nicht mehr aus dem Turmfenster schauen würde. Dann wagte Bard einen vorsichtigen Blick aus seiner Deckung hervor. Als er feststellte, dass die Luft rein war, folgte er den anderen in den Turm hinein. Während Bard seine Kapuze wieder abstreifte und die Treppe emporstieg, wurde sein mulmiges Gefühl stärker. Er hatte die Befürchtung, dass die Konfrontation Tunuaks mit einem Blutbad enden würde – denn der Schamane würde sich bestimmt nicht kampflos ergeben. Sobald Bard nah genug war, um das weitere Gespräch verfolgen zu können, wurde er langsamer, und schließlich hielt er noch auf der Treppe inne, um auszuschließen zu können, dass Tunuak ihn erblickte.
      Zu Bards Überraschung stritt Tunuak nicht ab, was man ihm zu Last legte. Die Ausführung des Schamanen klang jedoch absurd und sinnbefreit. Katiyana (Bard war sich sicher, dass sie kein Windgeist war) schien Tunuaks Verstand völlig verdreht zu haben, wenn sie ihm wirklich weisgemacht hatte, dass die Rettung Iqaliats darin bestand, alle Bewohner auslöschen zu müssen, bevor man einen „schützenden“ Monolithen errichten könnte. Die Verbitterung, die aus Tunuaks Worten herauszuhören war, hatte ihn anscheinend anfällig für die dämonische Korruption Sithhuds gemacht. Bard bezweifelte, dass Tunuak selbst von einem Dämon besessen war, sondern schloss, dass Katiyana den Schamanen, der ohnehin schon einen Groll auf sein Dorf gehegt hatte, angestachelt und in den Wahnsinn getrieben hatte.
      Während Bard diesem Geständnis aus seinem „Versteck“ heraus lauschte, löste er langsam seinen Bogen von seiner Schulter und zog schon einmal einen Pfeil aus seinem Köcher, den er locker anlegte. Denn was auch immer gleich passieren würde: Bard machte sich auf das Schlimmste gefasst.
      Aber als Tunuaks Wortschwall versiegte, folgte nicht sofort ein Ausbruch von Lärm und Chaos. Betretenes, schockiertes Schweigen füllte zunächst den Raum an der Spitze des Turms. Doch als Laute der Verwunderungen erklangen und das metallene Schaben einer Klinge, die gezogen wurde, machte Bard bereit, sich zu verteidigen oder voranzustürmen und einzugreifen. Irgendwas ging dort vor sich!
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 22.08.2020, 14:25:44
Das lief ja erstmal ziemlich gut. Der Häuptling glaubte ihren Worten, woran Naquun offensichtlich einigen Anteil hatte, und schon kurz darauf stürmten sie los, um Tunuak zur Rede zu stellen. Dank Mugins mystischem Band mit dem Eidolon, konnten die anderen sie am Turm des Schamanen treffen.

Tunuaks Reaktion war verwunderlich, aber indem er alles zugab stärkte er die Position der Gruppe beim Häuptling, da nun vollkommen klar war, dass es die traurige Wahrheit war, die sie dem Häuptling berichtet hatten. Zumindest ein kleiner Lichtblick in all dem Dunkel.

Dann verschwand der Mann plötzlich. Es war kein Zauber, das hätten sie bemerkt. Wahrscheinlich eine Gabe seiner dämonischen Herrin. Entweder hatte er sich unsichtbar gemacht, oder wegteleportiert. Auf jeden Fall war er offensichtlich nicht bereit, aufzugeben, soviel stand fest. Wahrscheinlich wollte er seinen wahnsinnigen Plan noch in die Tat umsetzen. Er musste gefunden und aufgehalten werden.

Solitaire wollte schon einen Zauber in den Raum werfen, der Unsichtbares wieder sichtbar machen konnte, als Garridan bereits Suishen in den Händen hielt. Die Klinge konnte ihm die Macht verleihen, Unsichtbares zu sehen. Daher hielt sich die Zauberin ersteinmal zurück.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 26.08.2020, 14:12:27
Garridan entdeckte den Mann sofort. "So einfach entkommst du uns nicht."

Das Schwert lag schon in der Hand und mit einem raschen Blick suchte er nach Schwachstellen (Studies target ab Stufe 7 als Swift Action möglich) und dann bewegte er sich neben den Häuptling und ließ das Schwert sprechen. "Er ist hier, unsichtbar, dort wo es blutet."[1]
 1. Angriff 31, Schaden 13 + 4 Feuer, falls er noch überrascht ist noch hinterhältiger Angriff Schaden 4
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 26.08.2020, 20:11:55
Herrschte einen kurzen Moment lang noch Unsicherheit, was im Turmzimmer vor sich ging, war mit Garridans erstem Ausruf klar, dass Tunuak wohl zu fliehen gedachte. Bard setzte sich sofort in Bewegung. Der Dämonenanhänger durfte nicht entkommen! Bard rannte die letzten Stufen empor und fand sich in einer kleinen, runden Kammer zwischen den beiden Leibwächtern des Häuptlings wieder, während Garridan sich an der gegenüberliegenden Wand aufhielt und auf etwas einschlug - den unsichtbaren Tunuak. Bard sah den Schamanen nicht, doch versuchte er, dessen Position abzuschätzen. Bevor der Moment verstrich, schoss er den Pfeil ab, den er zuvor schon bereitgehalten hatte, und zielte dabei auf die Luft vor Garridan. Doch Bard hatte Pech! Ohne auf irgendeinen Widerstand zu treffen, prallte der Pfeil gegen die Turmwand und zersplitterte in kleine Einzelteile.[1]
 1. Natural 1
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 27.08.2020, 05:03:33
Es war ein bisschen wie die Ruhe vor dem Sturm. Rumar stand in der Höhle und wartete nur auf ein Signal. Die Zeit verbrachte er mit einem leisen Gebet an die Götter. Er war sich sicher, dass das Aufeinandertreffen mit dem Schamanen nicht unproblematisch werden würde und sie konnten jede  Hilfe gebrauchen, die man ihnen gab. Sicherlich würden die Götter nicht gut auf Tunuak und sein Treiben zu sprechen sein und einen Bruchteil ihrer Kräfte an Rumar weitergeben. Als dann das Signal kam, folgte er der Gruppe zu dem Turm des Schamanen. Das Reden wurde völlig dem Häuptling überlassen und dieser ließ sich auch nicht austricksen. So waren sie innerhalb kürzester Zeit im Turm und standen direkt vor dem Dämonenpakter. Er stritt nichts ab, redete sogar davon alles noch einmal genau so tun zu würden. So unglaublich es auch klang aber er war sogar bestürzt und sauer, dass man sein Werk nicht anerkannte. Offensichtlich war er korrumpiert worden und völlig verrückt. Auch Rumars Vermutung bestätigte sich, dass der Drache nicht direkt böse war, sondern ebenfalls ein Opfer des Mannes war.
Schließlich verschwand er einfach so. Entweder hatte er sich teleportiert, war unsichtbar geworden oder etwas völlig anderes. Auch eine andere Ebene war nicht unwahrscheinlich bei dem, was sie alle bisher gesehen hatten. Um was auch immer es sich handelte, Rumar blieb bereit einzuschreiten, wenn es notwendig war. Dank Suishen konnte Garridan allerdings Unsichtbares sehen, entdeckte den Schamanen und traf diesen mit einem Hieb. Das Blut verriet, wo er war. Rumar brauchte sowieso nur den ungefähren Ort. Sofort rief er die Götter um Hilfe und ließ eine gleißende Lichtsäule neben Garridan auf den Boden erscheinen. Wie schon so oft zuvor, würde sie das Böse in dem Mann richten und ihn hoffentlich blenden.[1]
 1. Burst of Radiance: (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/b/burst-of-radiance) Creatures in the area are blinded for 2 rounds, or dazzled for 2 rounds if they succeed at a Reflex save (gegen 17). Evil creatures in the area of the burst take 12 points of damage, whether they succeed at the Reflex save or not
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 27.08.2020, 13:34:08
Garridan sah mit Genugtuung den überraschten Blick des Schamanen, als dieser erkannte, dass er vor Garridans Augen nicht verborgen war. Der alte Mann hatte dem Angriff dann auch nichts entgegenzusetzen. Den anderen erging es jedoch schlechter: Der Häuptling und die Wachen blickten verwirrt umher, und auch Bards auf gut Glück abgeschossener Pfeil fand sein Ziel nicht. Rumar immerhin traf mit seinem Zauber jeden innerhalb einer gewissen Reichweite, und das Stöhnen Tunuaks sagte ihm, dass dieser die Auswirkungen sehr wohl spürte. Doch auch der Häuptling war betroffen - es war deutlich zu erkennen, dass ihm plötzlich schwarz vor Augen geworden war.

Doch Tunuak schien nicht von allen Auswirkungen des Zaubers betroffen zu sein, denn vor Garridans Augen machte er einen Schritt zurück und sprach dann eine Zauberformel. Sofort begann der Raum sich mit einer Art Wolke zu füllen, die aus schierer Dunkelheit zu bestehen schien - und geradezu das Leben aus den Anwesenden auszusaugen schien. Die Wolke verblasste nach wenigen Augenblicken wieder, doch der Schaden war schon angerichtet:[1]
Schmerzverzerrte Gesichter waren allenthalben zu sehen, und in manchen der Betroffenen schien die Dunkelheit sogar eine starke Übelkeit auszulösen. Nur Mugin und das Eidolon, die sich immer noch ein Stück unterhalb der anderen auf der Treppe befanden, waren von den Folgen des Zaubers verschont geblieben. Am Schlimmsten jedoch hatte es die beiden Wachen Nalvanaqs getroffen, die sofort zu Boden gingen.
 1. Unholy Blight (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/u/unholy-blight/). Ich habe den Schaden einzeln ausgewürfelt (da ich ohnehin zwischen den Gesinnungen unterscheiden musste.
Garridan: 5 Schaden
Rumar: 30 Schaden und 4 Runden sickened
Solitaire: 20 Schaden und 1 Runde sickened
Bard: 19 Schaden und 2 Runden sickened.
Will save gegen 21 halbiert den Schaden und negiert die sickened-condition.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 28.08.2020, 09:13:49
Von Tunuaks Zauber schwer getroffen, erkannte Solitaire schnell, dass sie etwas tun musste, da seine unheilige Magie den fehlgeleiteten Schamanen immer noch vor ihren Blicken verbarg. Und sie hatte auch den richtigen Zauber dafür parat. Das Turmzimmer war recht klein, was zum einen gut war, denn so konnte sie ziemlich sicher einschätzen, wo Tunuak sich in etwa aufhalten musste, aber leider würde sie ihren Zauber nicht so wirken können, dass ihre Gefährten vollständig davon verschont blieben. Die Rechnung war einfach und daher zögerte sie auch nicht lange. Selbst wenn einer von ihnen durch ihren Zauber behindert würde, so würde er auf jeden Fall allen anderen helfen. Daher zielte die junge Zauberin so, dass zumindest nur einer von ihnen ebenfalls davon betroffen sein würde.

Es tut mir leid, Bard...

Dann sprach Solitaire die Zauberformel und eine Wolke aus glitzernden Teilchen explodierte im östlichen Teil des Raums, der Tunuak, Bard und die bereits am Boden liegende Wache des Häuptlings einhüllte[1].

Anschließend zog sie sich noch einige Schritte die Stufen hinab, um Platz für das Eidolon und Mugin zu schaffen, und natürlich, um nicht nocheinmal von Tunuaks böser Magie betroffen zu sein.
 1. Glitterdust Will DC 19 oder 7 Runden blind; der Save kann jeweils zum Ende des eigenen Zugs wiederholt werden
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 28.08.2020, 15:00:45
Mugin und das Eidolon hatten zusammen unten an der Treppe gewartet. Der Raum war bereits voll und vor ihrer Übermacht würde Tunuak sich sicher ergeben. Doch dem war so nicht, er musste völlig verrückt geworden sein und ein Kampf entbrannte. Es war nicht einfach in dem engen Treppenhaus genug Platz zu finden und so kam Mugin erst etwas nach Bard in den Turmraum.[1] Glücklicherweise entging er so zwar Tunuaks Zauber, aber die Situation war nicht gut. Er wirkte seinen beschleunigenden Zauber auf alle die er von der obersten Stufe her sehen konnte.[2] Er machte dann so gut Platz wie in dem kleinen Raum möglich.[3]

Das Eidolon folgte Mugin die Treppe hoch. Sie sah nur einen kleinen Teil des Raums, aber es gab schon mehrere Lichtglitze und eine Art schwarzer Wolke dort oben. SIe machte sich Sorgen um ihre Kameraden und eilte durch Mugin beschleunigt in den Kampf.[4] Zweimal schnappte sie nach der glitzernden Silouette des Schamanen.[5][6]
 1. Bewegung nach oben
 2. Haste auf Garridan, Bard, Rumar, Solitaire, Eidolon, Mugin, Nalvanaq
 3. 5ft. step auf Solitaires alte Position
 4. Bewegung auf das Feld südlich von Tunuak
 5. Bite1 15, Schaden 10 + 2 Säure + 3 Feuer + 1 Bleed = 16
 6. Bite2 16, 14 + 4 Säure + 2 Feuer + 6 Bleed = 26
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 28.08.2020, 21:45:27
Garridan fühlte die kalte Magie im Raum, aber das konnte ihn nicht aufhalten. Nun sollte der Schamane seinen kalten Stahl spüren. Er rückte einen Schritt näher[1] und griff an, dabei verlieh Mugins Magie seinem Arm eine ungeheure Geschwindigkeit.[2]
 1. 5-Fuß Schritt nach rechts
 2. 1: AC 33, Schaden 15 + 5 Feuer; 2 (Bonus Haste): AC 23, Schaden 13 + 1 Feuer; 3: AC 15, Schaden 13 + 6 Feuer
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 30.08.2020, 04:07:04
"Tut mir leid.", rief Rumar dem Häuptling zu, der ebenfalls von dem Licht geblendet wurde. Wenigstens hatten die Götter ihn nicht gerichtet, ganz im Gegensatz zu Tunuak, der die Wut des Pantheons zu spüren bekam. Leider widerstand er den anderen Auswirkungen des Zaubers und nutzte seine eigenen magischen Kräfte, um den Raum mit Dunkelheit zu füllen. Als wäre diese lebendig, griff sie nach Rumars Lebensenergie und saugte sie ihm aus dem Körper. Schwer getroffen ging der alte Mann einen Moment in die Knie, stand dann aber sofort wieder auf. Leider hatte es die Wachen des Häuptlings hart getroffen und auch wenn er diese liebend gerne sofort versorgt hätte, musste das warten, bis Tunuak aufgehalten worden war.
Solitaire sorgte mit glitzernder Magie dafür, dass sie den Schamanen wieder sehen konnten. Sofort stürzten sich Mugins Eidolon und Garridan wieder auf den korrupten Mann und setzten ihm schwer zu. Dank Mugins Magie fühlte sich Rumar schneller als zuvor und er nutzte diese Geschwindigkeit, um Tunuak vor einem weiteren Zauber, zu schwächen.[1] Rumar hob die Hände und schickte ein Gebet and die Götter. Er kanalisierte die erhaltenen Kräfte und warf sie gegen den Schamanen.
 1. Curse of Dampening (Willen gegen 18): Wenn Tunuak den Rettungswurf nicht schafft, richtet er 3 Runden lang nur minimalen Schaden mit Angriffen und Zaubern an.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 30.08.2020, 15:37:48
Die dunkle Welle, die Tunuak aussandte, hüllte Bard mit purem Schmerz ein. Die gequälten Laute der Leute, die wohl ebenfalls von der schädigenden Magie getroffen wurden, Sprachen Bände: der Schamane war ein mächtiger Gegner, der unschädlich gemacht werden musste, bevor er in diesem Kampf noch Tote forderte! Bard war entschlossen, nicht aufzugeben, doch Übelkeit, die ihn zusätzlich befiel, zwang ihn fast ihn die Knie. Keuchend versuchte er, sich in der Hitze des gerade erst ausgebrochenen Gefechts zurechtzufinden. Die Wächter des Häuptlings fielen links und rechts neben dem Druiden polternd zu Boden, als der dichte Schleier von Tunuaks Zauber verflog, doch Bard konnte noch nicht einschätzen, wie schlimm es die beiden erwischt hatte, bevor eine glitzernde Partikel direkt vor ihm explodierten und ihm komplett das Augenlicht nahmen.[1] Bard schrie auf. Vollkommen überwältigt von der Situation, riss er Buckler und Bogen hoch und nahm eine verzweifelte Verteidigungsposition ein.[2] Sein kleiner Schild summte und vibrierte, als Ley-Energie aus ihm herausströmte. Diese legte sich wie eine zusätzliche, schützende Barriere um Bard, die Schaden absorbieren würde.[3] Hektisch blinzend versuchte Bard, seine Erblindung loszuwerden und sich gegen den Zauber zu wehren, der ihn getroffen hatte, doch dies war nicht von Erfolg gekrönt.[4]
 1. Initialer Will Save gegen Glitterdust nicht geschafft
 2. Pro forma Total Defense, bringt aber keinen Bonus, da blinded den Dex-Bonus nimmt
 3. Swift: Mind Barrier (https://www.d20pfsrd.com/alternative-rule-systems/occult-adventures/occult-classes/occultist/occultist-implements/#Mind_Barrier_Sp) für 12 Punkte Schadensabsorbtion
 4. Will Save gegen Glitterdust zum Ende der Runde nicht geschafft
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 31.08.2020, 00:26:26
Das Eidolon schaffte es nicht, den Schamanen zu treffen, doch Garridan nutzte die Ablenkung dafür, um umso heftigere Schläge auszuteilen. Zwar waren die Umrisse des Mannes nun gut zu sehen, doch seine Miene konnten die Kämpfer nicht wirklich erkennen; er schien jedoch mit dem Mute der Verzweiflung weiterkämpfen zu wollen.

Von Garridan und dem Eidolon umzingelt blieb Tunuak keine Rückzugsmöglichkeit mehr, und so blieb er an Ort und Stelle stehen und begann erneut damit, einen Zauber zu wirken.[1] Doch sofort war Garridan zur Stelle und ließ Suishen erneut sein Werk tun - der Schaden war stark genug, um Tunuak aus dem Konzept zu bringen, so dass er den unfertigen Zauber fallen ließ.

Der Rest des Kampfes war Formsache. Der Schamane war so weit geschwächt, dass er keine echte Gegenwehr mehr leisten konnte; aufgeben wollte er jedoch nicht, so dass der Kampf erst endete, als Tunuak bewusstlos am Boden lag.
 1. Garridan und das Eidolon bekommen einen AoO.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 31.08.2020, 14:18:27
Solitaire kehrte wieder zurück in das Turmzimmer, als Tunuak gerade zu Boden ging. Erleichtert atmete die junge Frau auf. Das war nochmal gutgegangen. Hoffentlich waren die beiden Wachen des Häuptlings noch am Leben. Viel für sie tun konnte sie allerdings nicht, das würde Rumar schon übernehmen.

Daher ging sie zunächst zu Bard und sagte ihm: "Es tut mir leid, dass ich Dich mit meinem Zauber geblendet habe, aber der Raum war zu klein, um uns alle zu verschonen. Und ich musste ihn sichtbar machen. Er ist jetzt besiegt und die Blendung hält auch nur kurz an und wird gleich vorrüber sein."

Dann wandte sie sich an Häuptling Nalvanaq. "Jetzt habt Ihr mit eigenen Augen gesehen, wozu er fähig ist. Wir können Euch später auch noch die Höhle zeigen, aber ich bin mir auch jetzt schon sicher, dass Ihr nun nicht mehr an unseren Worten zweifeln werdet. Mit Eurer Erlaubnis würde ich mich hier gerne etwas näher umsehen, vielleicht finden wir noch Hinweise darauf, was ihn in die Arme seiner finsteren Herrin getrieben hat, auch wenn seine eigenen Worte ja schon sehr aufschlussreich waren. Ich weiß nicht, wie man erwarten kann, dass solche Wesenheiten einem Schutz bieten, wo sie doch nur korrumpieren und verderben wollen. Wie man nicht erkennen kann, dass ein solcher Weg Iqaliat auf Dauer nur zugrunderichten wird, ist mir schleierhaft."

Während sie auf eine Antwort des Häuptlings wartete, wirkte sie einen einfachen Zauber, um sich in dem Raum noch etwas umzusehen[1].
 1. Detect Magic
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 31.08.2020, 18:13:58
Häuptling Nalvanaq stand mit verstörtem Blick vor seinem früheren Freund und konnte offenbar immer noch nicht glauben, was dieser gerade von sich gegeben hatte.
"Wir haben soviel gemeinsam durchgemacht; was hat dich nur dazu gebracht, dich gegen Iqaliat zu wenden? Was hat deinen Geist dermaßen verwirrt?" murmelte er, bevor er auf Solitaire reagierte.

"Ja, durchsucht diesen Ort, vielleicht findet ihr etwas, was sein Verhalten erklärt. Nehmt alles, was ihr brauchen könnt; ich will nichts hier im Dorf behalten, was an diesen Verräter erinnert. Die Höhle, von der ihr gesprochen habt, möchte ich jedoch sehen - vor allem die Zeichnungen, die ihr erwähnt habt.[1] Doch er sagte etwas davon, dass er den Drachen gegen uns gehetzt hat! Wie hat er das gemacht? Werden die Angriffe jetzt enden?" fragte er hoffnungsvoll.
 1. Ich nehme mal an, dass ihr das nicht verschwiegen habt.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 31.08.2020, 18:58:01
"Das kann ich nicht sagen. Ich hatte ja bereits das Drachenei erwähnt. Es wird von eben jenem Drachen stammen. Tunuak muss es irgendwie gestohlen haben und dafür verwendet haben, den Drachen gegen Eure Stadt aufzuhetzen, damit er einen Grund hat, von seinem 'Zorn der Windgeister' zu predigen, natürlich mit dem Hintergedanken, alle Erutaki hier in die Finsternis zu führen. All das war erfunden und gelogen. Es tut mir wirklich sehr leid. Es muss schwer sein, zu sehen, was aus Eurem ehemaligen Freund geworden ist. Wir können nur versuchen, mit den Resten des Eis, die wir in der Höhle gefunden haben, zum Drachen zu gehen, in der Hoffnung, dass er uns anhören wird. Vielleicht lässt sich die ganze Situation ja diplomatisch lösen. Das hatten wir ja ohnehin vor, nur dass wir jetzt mehr darüber wissen, was dahintersteckt."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 02.09.2020, 20:19:08
"Wir müssen auch entscheiden was mit Tunuak nun passieren wird," sagte Mugin. "Die Entscheidung solltet wohl ihr treffen, Nalvanaq. Doch auch wenn er ein alter Freund von euch ist, glaube ich nicht das er noch zu klaren Verstand kommen wird. Tunuak ist äußerst gefährlich und ihn nur einzusperren wird ihn nicht davon abbringen weiterhin seiner dunklen Götze zu dienen."

Das Eidolon das den bewusstlosen Mann im Auge hielt meldete sich zu Wort: "Am sichersten wäre es ihn hier und jetzt zu töten." Man hörte die kalte Logik aus ihr sprechen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 03.09.2020, 16:03:49
Bard versuchte, sich zu orientieren. Tunuak musste nah sein, vielleicht sogar direkt vor ihm. Laut den Kampfgeräuschen war das Geschehen möglicherweise nur eine Armlänge entfernt. Komplett sicher konnte Bard nicht sein. Doch er wagte es nicht, zurückzuweichen - denn nun über einen der am Boden liegenden Wächter zu stolpern oder sogar die Treppe hinunterzufallen, würde seine Lage noch misslicher machen. Es blieb, darauf zu hoffen, dass Tunuak von Garridan genug beschäftigt wurde, dass er nicht dazu kam, Bards Angreifbarkeit auszunutzen.

Quälend langsam verstrichen die Sekunden, in denen Bard damit rechnete, jederzeit neuen Verletzungen zu erfahren oder niedergestreckt zu werden... in denen Bard bei jedem Geräusch zusammenzuckte. Allerdings kam das Ende des Konflikts so schnell wie er angefangen hatte. Das flaue Gefühl in der Magengegend verschwand, die Schmerzen und die Blindheit blieben jedoch, was Bard nicht gerade beruhigte. Erst als er Solitaires Stimme neben sich vernahm, die ihm versicherte, dass der Zauber bald verfliegen würde, brachte ihn dazu, zumindest zu versuchen, sich zu entspannen.
      „Schon gut“, murmelte Bard als Antwort auf ihre Entschuldigung. „Tunuak musste aufgehalten werden.“ Übel nahm er es ihr wirklich nicht, aber es wäre ihm lieber gewesen, sie hätte einen anderen Weg gefunden. Es war schon erstaunlich, wie absolut hilflos man sich ohne den Sehsinn fühlte. Bards innerer Wunsch nach Ruhe und Frieden war mit diesem Erlebnis definitiv noch zusätzlich gewachsen.
      Nach einigem weiteren Blinzen kehrte Bards Augenlicht tatsächlich zurück – und dafür war er wirklich dankbar. Der Anblick des Schadens, den Tunuak angerichtet hatte, war allerdings furchtbar genug, dass Bard sich nicht darüber freuen konnte, dass der Schamane besiegt war.
      „Ein Käfig oder Fesseln halten nicht davon ab, Magie zu wirken“, kommentierte Bard die laufende Diskussion. Bard wich möglichen Blicken, die auf ihn wechselten, aus. Er wusste, wovon er redete.
      „Nicht unbedingt, jedenfalls“, fügte er nach einer geringfügigen Pause hinzu und sank dann auf die Knie, um seine Aufmerksamkeit den am Boden liegenden Leibwächtern zuzuwenden. Lebten sie noch? Bard prüfte das mit sichtlicher Sorge und seine eigenen Wunden ignorierend, während er weiterredete. Er hatte sich zwar nicht darauf vorbereitet, heilende Magie zu wirken, aber ein bisschen Ahnung von Heilkunde hatte er durchaus, sodass er vielleicht zumindest ein bisschen helfen konnte, sie von der Schwelle des Todes fernzuhalten.[1]
      „Tunuak wird immer eine Gefahr sein, wenn er bei Sinnen ist. Solange wir nicht feststellen können, dass auch er besessen von einem Dämon ist, müssen wir davon ausgehen, dass sein eigener Verstand durch äußere dämonische Einflüsse verdreht wurde. Dämonen suchen Schwächen. Sie suchen Wünsche, seelische Wunden und Groll und verstärken und verdrehen das alles, bis ihr Opfer dem Wahnsinn verfällt und an die verdrehte Logik glauben, die ihnen eingetrichtert wurde. Das können wir nicht rückgängig machen – zumindest gehe ich davon aus, dass niemand von uns so mächtige Magie wirken kann. Ich kann es leider nicht.“
 1. Heal 22, um die Wachen zu stabilisieren, wenn möglich/nötig.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 03.09.2020, 16:35:33
"Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der alte Tunuak nocheinmal ans Licht kommt. Das hier ist nicht das Werk von Tagen oder Wochen, sondern von Monaten oder Jahren. Es muss schon ziemlich lange in ihm gebrodelt haben. Unzufriedenheit, die Suche nach Macht. Er ist wahrscheinlich in offene Arme gerannt, als er diese Katiyana gefunden hat, wer auch immer das sein mag. Und sie hat ihn ins Verderben gezogen. Aber es obliegt nicht uns über ihn zu richten. Das ist die Aufgabe seines Häuptlings."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 03.09.2020, 23:29:39
Nalvanaq stand immer noch nachdenklich da, während der Halbling nun die beiden Wachen des Häuptlings untersuchte. Für den ersten der beiden, so musste Bard schnell feststellen, kam leider jegliche Hilfe zu spät - er war tot. Doch der andere hatte noch einen leichten Puls, wenn auch er von dem Zauber des Schamanen heftig erwischt worden war. Bard handelte schnell und sachkundig, und nach einigen Minuten hob er den Daumen: Der Mann würde wohl überleben, wenn auch knapp. Doch er musste Nalvanaq auch die schlechte Nachricht vom Ableben der anderen Wache mitteilen.

Erst jetzt schien der Häuptling langsam zu sich zu kommen und nickte ernst. "Tunuak hat das schlimmste aller Verbrechen begangen. Nicht nur hat er sich in seinem Wahn gegen sein eigenes Volk gewandt, was bereits viele Leben gekostet hat. Nun hat er auch noch mit eigenen Händen kaltblütig einen Mord begangen, und dafür wird er büßen müssen. Doch ich kann nicht zulassen, dass ihr ihn hier und jetzt tötet. Er wird von der Gemeinschaft gerichtet werden, wie es bei uns Brauch ist. Das Ergebnis kann nur der Tod sein, doch ich kann diese Entscheidung nicht vorwegnehmen.
Ich bitte euch, uns noch einmal zu helfen und Tunuak festzuhalten, bis ein Urteil gefällt ist. Ich werde für den heutigen Tag die Gemeinschaft einberufen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 04.09.2020, 20:22:36
"Dann sollten wohl Solitaire und Garridan vor Ort sein, sollte er nochmal versuchen sich unsichtbar zu machen. Hm, eine Versammlung könnte gefährlich sein, immerhin wissen wir nicht wieviele eurer Leute von Dämonen besessen sind. Wir haben auch leider keinen Weg dies zu bestimmen, zumindest nicht das ich wüsste. Dämonologie ist leider nicht mein Fachgebiet, oder vielleicht ist das auch besser so." Mugin lächelte schmal. Er dachte über eine Lösung des Problems nach, doch fiel ihm dann etwas anderes ein. "Es könnte sich aber auch als gute Gelegenheit entpuppen. Seine Diener werden sicher versuchen ihm zu Hilfe zu eilen. So könnten wir herausfinden wer bessesen ist."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 06.09.2020, 14:40:28
"Selbstverständlich werden wir Euch zur Seite stehen, Häuptling. Wir werden dafür sorgen, dass er seine gerechte Strafe erhalten kann und Eure Bräuche eingehalten werden. Wenn wir ihm seine schamanistischen und dämonischen Symbole abnehmen und ihn fesseln, dürften seine magischen Fähigkeiten bereits stark eingeschränkt sein. Ich könnte, wenn es soweit ist, auch noch ein oder zwei von uns mit dem Schutzkreis belegen. Sie könnten sich dann durch die Reihen der Erutaki begeben, um vielleicht herauszufinden, ob noch mehr von ihnen besessen sind, wie Naquun es war. Bei ihm zumindest war es genug, ihn in den Wirkungsbereich des Schutzkreises zu bringen, um den Dämon aus ihm zu verbannen und ans Licht zu bringen. Es ist zwar keine absolute Gewissheit, aber zumindest eine Chance, um sicherzustellen, dass es nicht noch mehr von ihnen unter Euren Leuten gibt."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 11.09.2020, 00:37:29
Garridan und Solitaire ließen Tunuak keine Sekunde aus den Augen, während der Häuptling Vorbereitungen für die Verhandlung traf. Auch die anderen blieben bei ihnen, mit Ausnahme von Bard, der sich endlich auf die Suche nach Astrid begeben wollte, danach aber wieder zu ihnen stoßen würde - schließlich konnte es sein, dass er die Untaten Tunuaks bezeugen musste.

Für die anderen verlief der Tag recht unspektakulär. Unter der intensiven Bewachung hatte der ehemalige Schamane keine Gelegenheit, auch nur an Flucht zu denken, und so fanden sich alle schließlich später am Tag auf dem Hauptplatz des Dorfes ein, wo Nalvanaq zur Versammlung gerufen hatte.
"Bürger Iqaliats!" begann er und fuhr dann fort, sämtliche Schandtaten Tunuaks, von denen er wusste, den erschütterten Bewohnern vorzutragen. Während der Rede des Häuptlings bewegte sich Solitaire mit ihrem Schutzkreis langsam durch die Zuhörerschaft, doch an keiner Stelle geschah irgendetwas, was darauf hindeutete, dass Tunuak noch weitere Bürger der Stadt unter die Kontrolle eines Dämons gebracht hatte.

Die Rede Nalvanaqs war leidenschaftlich, und es dauerte eine ganze Weile, bis er alle Schandtaten des Schamanen in den ihm bekannten Details vorgebracht hatte. Immer wieder ließ er auch Bard oder einen der anderen zu Wort kommen, um ihre Erfahrungen und Sicht der Dinge darzulegen. Die Zuhörer hingegen wurden immer stiller, so entsetzt waren sie von dem, was sie zu hören bekamen. Am Ende war es Sonavut, die ebenfalls ihre Stimme erhob und die Worte des Häuptlings bestätigte. Beide bezeugten, dass Tunuak seine Sünden nicht nur gestanden hatte, sondern auch stolz darauf zu sein schien und in seinem Wahn keine Reue zeigte.

Schließlich trat Stille ein, aus der heraus sich erneut Nalvanaqs Stimme erhob: "Ihr habt nun gehört, was vorgefallen ist. Mir als Häuptling fällt es zu, ein Urteil zu fällen, über das ihr alle abstimmen müsst. In Anbetracht der Anschuldigungen kann es nur ein Urteil geben: Den Tod! Doch Tunuak war nicht immer dem Wahn des Bösen verfallen, und früher ein wichtiges Mitglied unserer Gemeinschaft. Daher soll ihm ein schnelles Ende mit der Klinge zuteil werden statt der grausame Tod am Galgen.
Wer sich diesem Urteil anschließt, der hebe nun den Arm!"


Überall hoben sich nach und nach die Arme der Anwesenden, bis nur noch wenige unten blieben. Das Ergebnis war deutlich. Ehe die Reisenden sich versahen, hatte Nalvanaq seine Klinge gezogen, war die wenigen Schritte zum gefesselten Tunuak gegangen und hatte ihm das Schwert mitten ins Herz gestoßen. Seine Rede mochte lang gewesen sein, doch bei der Vollstreckung des Urteils gab es kein Zögern. Die gesamte Dorfgemeinschaft beobachtete, wie der leblose Körper des Schamanen zu Boden sackte. Nur wenige Momente darauf leerte sich der Platz unter dem Schweigen der Leute; es gab weder Jubel noch offene Trauer. Nur einige wenige Wachen verblieben, um den Leichnam wegzuschaffen, doch ihm würde kein feierliches Totenritual zuteil werden wie der von ihm getöteten Wache, das am späteren Abend stattfinden würde.

"Kommt." sprach Nalvanaq nun die Abenteurer an, als er gemeinsam mit Sonavut auf sie zutrat. "Nun zeigt mir diese Höhle."

~~~

Wenige Minuten später standen sie alle zusammen am Grund der großen Höhle und sahen sich staunend die Wände und den Altar an. Schließlich kam Sonavut zu einem Schluss: "Diese blau leuchtenden Türme müssen die Namenlosen Spitzen sein. Das ist eine Ruinenstadt am Nordpol, wo unserem Glauben nach die Windgeister wohnen. Es ist ein gefährlicher Platz, doch auch eine Quelle großer Visionen für diejenigen, die mutig genug sind, den Gefahren zu trotzen. Tunuak selbst hat vor Jahren eine Pilgerreise dorthin unternommen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 11.09.2020, 08:46:09
"Vor Jahren? Dann könnte es gut sein, dass er auf dieser Reise Katiyana getroffen ..." mutmaßte Solitaire. "... und seinen Glauben verloren hat."

"Der Turm in dem mittleren Bild sagt Euch nichts?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 17.09.2020, 05:30:29
Noch immer war Rumar von den Ereignissen, die sich um das Dorf herum ergeben hatten, geschockt. Tunuak hatte mit seinen Taten viel Leid und Schmerzen über die Bewohner des Dorfes gebracht. Doch nicht nur über sie, auch über Bard und die Gruppe. Den Drachen und die gesamte Natur, wenn man dem Halbling glauben durfte. Rumar war erleichtert, dass der Mann gestoppt worden war und verzog während der Versammlung am Hauptplatz und der anschließenden Hinrichtung keine Miene. Auch wenn er der Meinung war, dass es schlimmere Strafen als den Tod gab, so fand er das Urteil hier gerechtfertigt. Es wurde schnell vollstreckt und Tunuak musste nicht leiden. Die Dorfgemeinschaft nahm das alles sehr passiv auf. Wahrscheinlich brauchten sie Zeit, um das alles überhaupt zu realisieren und dann zu verarbeiten.
Anschließend betraten sie wieder die Höhle und betrachteten vor allem die fünf Piktogramme an den Wänden. Die Namenlosen Spitzen wurden die Türme also genannt. Eine Ruinenstadt, welche auch Tunuak besucht hatte. War er vielleicht dort korrumpiert worden? Sie konnten nur mutmaßen. Einer der Türme nahm einen besonderen Stellenplatz im dritten Bild ein und wurde zusammen mit einem schwarzen See gezeigt. Rumar wartete geduldig ab, was der Häuptling zu der Frage bezüglich dieses Turmes antworten würde.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 17.09.2020, 17:52:27
Sonavut überlegte eine Weile, doch dann antwortete statt ihrer der Häuptling.
"Ich kenne den Turm nicht, aber die Berge dort im Hintergrund können eigentlich nur die Alabastergipfel sein. Das ist eine Bergkette nördlich von hier, vielleicht 200 Meilen vom Pol entfernt."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 17.09.2020, 18:24:28
"Das ist doch ein Anhaltspunkt. Diese Orte werden eine wichtige Rolle in all dem hier spielen, soviel ist sicher. Wir werden sie also finden müssen, um die Stürme zu beenden, die höchstwahrscheinlich nicht zufällig aufgetaucht sind. Aber eins nach dem anderen. Besuchen wir erstmal den Drachen und sehen, ob wir da weiterkommen," schlug Solitaire vor.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 21.09.2020, 15:13:55
Bard verabschiedete sich, um nach Astrid zu suchen, sobald der Häuptling die Rede vor dem Dorf gehalten und Tunuak exekutiert hatte, und machte mit den anderen aus, wo er sie finden könnte. Vielleicht würde er Stunden unterwegs sein, aber er wollte auf jeden Fall zurückkehren, und helfen, mit dem Drachen zu verhandeln und der dämonischen Verseuchung der Natur ein Ende zu bereiten.
      Man konnte nur hoffen, dass die Seele des Schamanen im Jenseits ihren Frieden fand. Wie bitter und erschreckend musste für die Erutaki die Botschaft sein, dass ihr weiser Mann und Beschützer gegen sie geplottet hatte?
      Hätte Bard auch nur eine geringe Möglichkeit gesehen, Tunuak von seinem Wahn zu befreien, hätte er versucht, dem alten Mann zu helfen und ihm den Tod zu ersparen. Hinrichtungen waren zwar auch in Bards Heimat üblich, aber er hatte sie noch nie gutgeheißen. Auch wenn der Tod ein Teil des Naturzyklus war, war das Hier und Jetzt, das Leben, etwas Schützenswertes. Selbst wenn dieses Leben einem Mörder gehörte. Um so jemanden aufzuhalten (was man unbedingt musste!), sollte man sich nicht selbst auf sein Niveau hinabbegeben und es „Gesetz“ und „Tradition“ nennen. Nicht immer, jedenfalls. Man sollte es vermeiden, fand Bard. In diesem Fall hatte er allerdings keinen anderen Weg gesehen. Gefährliche Magiewirker konnte man nicht einfach in eine Zelle sperren.
      Doch handelte es sich bei diesem Mörder wirklich um einen Mörder? Hatte Tunuak Schuld an seinen Missetaten oder hatte allein Katiyanas dämonischer Einfluss aus ihm gesprochen? Es war nicht festzustellen. Bard konnte deshalb nicht anders, als Mitgefühl und Bedauern für Tunuak zu empfinden – obwohl er selbst zum Opfer von Tunuaks Treiben geworden war.

Gedanken an Bards Tortur in der Höhle begleiteten ihn, während er aus Iqaliat hinaustrat. Wie viel Zeit hatte er dort eigentlich verbracht? Bard hatte sein Zeitempfinden vollkommen verloren. Fröstelnd schlang er seinen Mantel enger um sich. Es war nicht die Kälte, die ihn zittern ließ (immerhin sorgte Solitaires Zauber immer noch für angenehme Wärme), sondern eine eklige Kombination aus Erschöpfung, Schmerzen, Schuldgefühlen und üblen Erinnerungen an all das, was ihm widerfahren war, seitdem er hier am Rand des Hohen Eises angekommen war. Es war ihm als höre er immer noch das Flüstern des Abyss – besonders, als er nach der Ley-Energie der Wildnis tastete, um sich den Weg durch die verschneite Landschaft zu erleichtern.[1] Und er hatte keine Ahnung, wo Astrid abgeblieben war. Sie konnte sich zwar selbst mit Nahrung versorgen, war also nicht direkt von seiner Anwesenheit, um zurechtzukommen, aber er fürchtete, ihr könnte dennoch etwas zugestoßen sein. Eine Rieseneule wäre für Erutaki-Jäger vielleicht eine Bedrohung und für einen herumstreifenden Drachen bestimmt keine unattraktive Mahlzeit.

Die Landschaft war weit und weiß. So nah am Nordpol fand man nicht so viel Vegetation wie in Bards wald- und moorreicher Heimat, den Landen der Linnorm-Könige, aber für eine Schnee-Eule, selbst wenn sie so groß war wie Astrid, war die Umgebung dennoch ideal zum Jagen und Sich-Verstecken. Ihr weißes Gefieder tarnte sie gut in der eisigen Landschaft, also machte Bard sich geringe Hoffnungen, sie zeitnah zu entdecken. Sie würde ihn ohnehin eher erblicken als andersherum – zumindest, wenn sie wohlauf war, was er inständig hoffte. Es blieb Bard nicht viel anderes übrig, als durch die Gegend zu streifen, immer wieder ihren Namen zu rufen und in die Signalpfeife zu blasen, deren Ton sie gut kannte. Für Bard klang das Signal wie ein leises, schrilles Kratzen, aber für Vogelohren war es weithin vernehmbar.[2]
 1. Bard nutzt 2 investierte Fokuspunkte für Terrain Stride (Su) (https://www.d20pfsrd.com/alternative-rule-systems/occult-adventures/occult-classes/occultist/archetypes/paizo-llc-occultist-archetypes/geomancer-occultist-archetype/#Terrain_Stride_Su), um seine Geschwindigkeit in der eisigen Landschaft zu erhöhen. Das bedeutet nun nicht, dass er durch die Gegend sprintet, aber wo schwieriges Terrain herrscht, wird er dadurch nicht wirklich behindert.
 2. Beast Whistle (Avian) (https://www.d20pfsrd.com/equipment/goods-and-services/hunting-camping-survival-geaR/#TOC-Whistle). Perception DC 0 bis eine Viertelmeile (ca. 1300 ft oder 400 m), für jede weitere Viertelmeile gibt es eine Malus von -2 auf Perception.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 25.09.2020, 00:55:11
Bard musste nicht lange warten, bis er den Ruf einer Eule vernahm - und sofort als den Astrids erkannte. Wenige Augenblicke tauchte sie auch bereits in seinem Blickfeld auf, und erleichtert und voller Freude strahlte er, als er sie unverletzt und wohlbehalten erblickte. Auch Astrid war die Freude anzumerken, Bard endlich wiederzusehen: Sie landete neben ihm und neigte den Kopf in seine Richtung, wie sie es immer tat, wenn sie am Hals gekrault werden wollte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 28.09.2020, 05:13:10
Sie hatten erste Anhaltspunkte und damit auch ein Ziel. Solitaire schlug allerdings vor, zuerst zum Drachen zu gehen und Rumar stimmte dem Vorschlag zu. "Ja, wir müssen erst mit dem Drachen fertig werden, egal was genau das bedeutet. Ich glaube immer noch, dass wir einen Kampf verhindern können, aber das müssen wir sehen, wenn wir dort sind." Der Drache war nicht böse, dafür gab es mehrere Beweise. Er war von Tunuak benutzt worden und der war nun tot. Das brachte das Ei zwar nicht zurück aber es war immerhin etwas.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 29.09.2020, 00:00:16
Nalvanaq antwortete ernst: "Ich befürchte, dem Drachen ist es egal, ob Tunuak nun tot ist. Ihr Ei wurde zerstört und ich kann verstehen, dass sie Rache üben will. Wer weiß, was Tunuak ihr noch angetan hat. Wenn ihr es schafft, sie zu überzeugen, sind wir euch zu großem Dank verpflichtet. Doch wenn ihr das nicht könnt, überlebt entweder der Drache oder Iqaliat. Und ohne Hilfe werden wir dem Biest nichts entgegenzusetzen haben."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 29.09.2020, 16:37:06
Bard spürte eine große Anspannung von sich abfallen. Astrid war wohlauf und er war stolz auf sie, dass es so war. Er wusste nicht, wie lang er fortgewesen war, und obwohl sie kein Jungvogel mehr war und sich allein versorgen konnte, hätte er es sich nie verziehen, wenn er sie durch seine eigene Unbedachtheit in Gefahr gebracht hätte.
      „Verzeih mir, dass ich dich alleingelassen habe“, bat er sie und begann, sie am Hals zu kraulen, so wie sie es sich wünschte. Für einen Beobachter müsste diese Szene ein seltsames Bild sein: ein Halbling, der sich streckte, und eine Eule mit nahezu der Größe eines ausgewachsenen Frostriesen, die sich möglichst klein machte, damit ihr kleiner Begleiter an ihren Hals herankam. „Ich habe einen großen Fehler gemacht. Ich bin dem Schurken, der hinter dieser Verseuchung steckt, direkt in die Arme gelaufen und ihm in die Falle getappt.“
      Jede Bewegung tat ihm weh, dennoch hielt Bard die Streicheleinheiten eine Weile aus, bevor seine Arme schwer und der Schmerz unerträglich wurde. Dann schmiegte er sich einfach an sie und kuschelte sich in ihr Federkleid. Es war tröstlich, Astrids Wärme und ihre Zuneigung zu spüren. Nach allem, was Bard durchgemacht hatte, war es dieser Trost, den er dringend brauchte.
      „Bisher habe ich unsere gemeinsame Reise eigentlich sehr genossen“, erzählte er ihr nach einigen verstrichenen Augenblicken, als ihm selbst diese Umarmung zu anstrengend wurde. Er ließ sich kraftlos in den Schnee plumpsen und fuhr sich müde mit der Hand über sein Gesicht. „Aber das war naiv… vielleicht sogar dumm. Wie konnte ich nur denken, wir zwei würden zurechtkommen? Unser großes Abenteuer hätte heute sehr schnell sehr schrecklich enden können. Wir sind fernab der Heimat… weit weg von Bauern, die meinen Rat suchen, und Feen und Holzfällern, die ich durch Worte davon abbringe, sich gegenseitig umzubringen.“
      Bard seufzte. „Ich dachte immer, ich würde mit jeder Herausforderung zurechtkommen. Ich bin ein Nordmann, verdammt, ich bin zäh! Der Schnee und die Kälte der Arktis schreckt mich nicht… Keulen schwingende Riesen oder Säbelzahnkatzen? Pah! Aber verrückte Schamanen, Dämonen und ein wütender Drache? Das ist furchteinflößender als schales Bier!“
      Bard blickte in Astrids gelben Augen hinauf, die ihn musterten. Astrid war eine gute Zuhörerin. Er redete viel mit ihr und manchmal hatte er den Eindruck, dass sie verstand, was er sagte… zumindest in Grundzügen. Sie war ein kluger Vogel. Und eine gute Freundin. Wenn er sie nicht hätte, wäre Bard gar nicht so weit in den Norden gereist. Ohne sie hätte er also die Verunreinigung der Ley-Linie nicht entdeckt. Aber das bedeutete nicht, dass sie diesen Weg mit ihm nun weitergehen musste – zumindest nicht ganz bis zum Ende. Bard war nach wie vor entschlossen, das Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen. Dazu müsste er diese Katiyana suchen und sie in den Abyss zurückschicken. Solange der dämonische Einfluss Bestand hatte, würde die Natur sich nicht erholen können. Aber Astrid sollte auf keinen Fall in Kontakt mit diesen bösen Mächten kommen, das stand für Bard fest. Astrid würde mit sicherem Abstand darauf warten müssen, dass er (hoffentlich) zu ihr zurückkehrte.
      „Wir sind hier noch nicht fertig, Astrid“, gestand er ihr, „auch wenn es mir selbst nicht gefällt. Du musst stark sein und brav. Ich nehme dich nun mit zu meinen neuen Freunden, die uns helfen werden, die Ley-Linie zu säubern. Aber wenn es gefährlich wird, dann musst du mir gehorchen und fliehen. Wenn ich dich irgendwo warten lasse, wartest du – ja? Und wenn ich nicht zurückkehre, musst du allein nach Hause fliegen. In Ordnung?“
      Bard musterte Astrid einen kurzen Moment ernst, aber ihr leises Gurren zwang ihm dann ein Lächeln auf sein Gesicht. Er stand ächzend wieder auf, klopfte sich den Schnee von der Kleidung und kletterte auf Astrids Rücken. Im Sattel, der eine Spezialanfertigung war, konnte er sich festhalten, ohne an ihren Federn zu zerren und ihr womöglich wehzutun. Es war Zeit, zu den anderen zurückzukehren.
      Er gab Astrid ein Zeichen und gemeinsam hoben sie ab.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 09.10.2020, 17:42:34
Am Abend nutze Solitaire die Gelegenheit, noch ein paar Zauber zu wirken, die bis zum kommenden Abend anhalten würden. Sie schütze wieder Mugin, das Eidolon und Rumar vor der Kälte[1], ebenso wie sich selbst. Außerdem verlieh sie jedem der Abenteurer einen kleinen Einblick in die Zukunft, der womöglich in einer noch vor ihnen liegenden Situation von Nutzen sein mochte[2].

Außerdem ließ sich Bard dazu überreden, einen Blick in die Zukunft zu riskieren und sich die Karten legen zu lassen[3]. Wenn man schonmal bei einer varisischen Karawane ist. Aber das Bild, was sich Solitaire während des Auslegens der Karten bot, war alles andere als freundlich. "Das ist alles noch zu sehr von den schlechten Einflüssen hier vor Ort geprägt," erklärte sie. "Wir sollten es nocheinmal versuchen. Die Karten sind jedesmal anders, wenn man sie legt und zeigen andere Aspekte der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft an."

Zunächst legte Solitaire drei Karten aus, die positive Aspekte aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft symbolisierten.

"Die Königinmutter steht für das Wissen, die Ordnung und für den Drang, Teil einer Gesellschaft zu sein. Zu wissen, wann man sich etwas Höherem unterordnen muss. Der Bär ist einfach rohe Kraft. Diese mag manchmal notwendig sein, aber ihr Einsatz bringt auch Konsequenzen mit sich. Die Lawine ist ein großes Desaster, aber sie kann abgewehrt werden, da sie an dieser Stelle in der Auslage falsch ausgerichtet ist."

Dann folgten drei Karten für die ungewisse Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

"Der Aufstand. Man wurde in etwas verwickelt, was größer ist als man selbst. Die Dämonische Laterne deutet auf eine hartnäckige und schwer zu lösende Situation hin. Und die Krähen stehen für Mord, Diebstahl oder eine andere Art von Verlust."

Zuletzt kamen die Karten, die auf die negative Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hindeuteten.

"Der Schlangenbiss steht für das Gift, in jeglicher Form, sei es richtiges Gift, oder auch giftige Worte, die den Geist vernebeln können. Der Paladin bedeutet, dass man nicht zurückweichen darf. Allerdings ist er hier unten in der Auslage falsch ausgerichtet und daher mag es töricht sein, wenn man sich zu sehr auf etwas versteift. Zum Schluss haben wir den Zyklon. Eine Kraft, die nicht der Natur entstammt sondern durch Intrigen und andere Machenschaften in die Welt gebracht wurde. Die Karte liegt genau an der für sie vorgesehenen Position und hat daher besondere Bedeutung. Es ist geradezu offensichtlich, dass sie hier für die Hungrigen Stürme steht."
 1. Endure Elements
 2. Lucky Number (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/l/lucky-number), siehe hier (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,8290.msg1088328.html#msg1088328)
 3. Harrowing (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/h/harrowing), siehe hier (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,8251.msg1088338.html#msg1088338)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 13.10.2020, 00:00:03
Die Gruppe beschloss, am nächsten Morgen aufzubrechen. Erneut würden sie sich vom Rest der Karawane trennen, um sich dem Drachen zu stellen, und erneut würde Naquun sie führen, der es sich nicht nehmen ließ, seine Schande (so sah er es zumindest) wenigstens teilweise wiedergutzumachen. Auch Bard, den sie aus den Fängen Tunuaks gerettet hatten, hatte beschlossen, sich der Expedition anzuschließen. Mit ihm würde seine Rieseneule kommen, auf deren Rücken er zur Überraschung aller plötzlich am Nachmittag zur Karawane gestoßen war, und deren Erscheinen eines der Tagesgespräche unter den Reisenden war. Vor allem Cliff warf dem Vogel sehnsuchtsvolle Blicke zu, stand sie doch für die absolute Freiheit, die ihm seit seiner Verletzung verwehrt war.

Bevor sie am nächsten Morgen aufbrachen, versammelte sich am Abend die gesamte Karawane zu einem Festmahl - zumindest war es unter den Umständen eines, denn das Reisen im ewigen Eis hatte allen Opfer abverlangt, und die Mahlzeiten waren selten üppig. Heute jedoch hatten sie einiges zu feiern: Das Aufdecken von Tunuaks Verschwörung, die Rettung Naquuns und Bards - auch wenn die direkte Bedrohung Iqaliats durch den Drachen noch immer bestand.

Cliff hatte es geschafft, die Abenteuer des Tages in der kurzen Zeit zu einem Lied zu verarbeiten, das er unter dem Beifall der Feiernden zum Besten gab, und das wie üblich an etlichen Stellen das Geschehene maßlos verzerrte und übertrieb, was mit wiederholtem Gelächter quittiert wurde. Heute Abend schien die Last der Reise endlich einmal weniger schwer auf allen Schultern zu ruhen.

Später fand Bard sich auf einem Platz zwischen Cliff und Ameiko wieder; Bard hatte bereits gemerkt, dass Letztere, wenn sie auch scheinbar nicht die Anführerin der Karawane war, doch enormen Respekt unter den Mitreisenden genoss, auch wenn er nicht wusste, welche Stellung die junge Frau tatsächlich einnahm. Bevor er sie jedoch danach fragen konnte, sprach der andere Halbling ihn an: "So ... du bist also der neue Halbling-Barde, mit denen die anderen mich ersetzen wollen?" fragte er mit grimmigen Blick. "Ich kann vielleicht nicht laufen, aber kampflos werde ich diese Position nicht aufgeben!"
Mehrere Lidschläge fixierte er den perplexen Bard mit durchbohrenden Augen, bis sich seine Miene plötzlich aufhellte und er prustend zu lachen begann. "Deinen Blick hättest du sehen sollen - ein Anblick für die Götter! Aber du musst schon zugeben, Bard ist ein seltsamer Name; zumindest im Süden, wo ich herkomme. Wo kommst du denn her? Und was treibt dich in diese unwirtliche Gegend?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 13.10.2020, 16:07:31
Als Bard zu den anderen zurückkehrte, fühlte er sich schon beim Anblick ihrer Karawane wohl. Er verband nur gute Erinnerungen mit Begegnungen mit dem varisischen Volk, und auch wenn nicht alle Teilnehmer dieser Karawane dieser Kultur anzugehören schienen, tat das dem guten Gefühl keinen Abbruch. So richtig Zeit war bisher nicht gewesen, sich näher kennenzulernen, und Bard war nicht scheu, deswegen ließ er sich gern darauf ein, dass Solitaire ihm die traditionellen varisischen Karten legte. Wie genau die Karten zu deuten waren, war wohl eine Kunst für sich, von der Bard keine Ahnung hatte, also lauschte er Solitaires Worten mit Neugier. Ein wenig erinnerte ihn es ja schon an die Wahrsagekünste der Druiden seines Zirkels – nur nutzten diese nicht Karten, sondern warfen Runenknochen, deuteten Naturomen oder lasen aus Eingeweiden. Eine spirituelle Bindung zur Macht der Natur erlaubten tatsächlich Voraussagen. Bard war damit selbst nicht so firm wie er es vielleicht hätte sein sollen, doch erlaubten ihm seine (wenn auch dürftigen) Kenntnisse, Solitaires Ansatz nicht als Unsinn abzutun, sondern sich darauf einzulassen.

„Ein Desaster, das abgewendet werden kann. Ein noch ungewisser Verlust. Und eine Betonung der fatalen Bedeutsamkeit der Hungrigen Stürme… Meine Zukunft klingt nicht allzu rosig. Hoffen wir mal, dass die positive Weissagung die anderen Aspekte überschattet.“ Was die Karten über seine Vergangenheit und Gegenwart erzählten, konnte Bard verschiedenen Ereignissen zuordnen. Ob er damit richtig lag, wusste er nicht. An der Vergangenheit konnte er nichts mehr ändern, aber allgemein konnten die Karten helfen, über die Situation, in der er sich befand, zu reflektieren. Rohe Kraft, die positiv zu bewerten war, eine hartnäckige Situation und der Hinweis, sich nicht zu sehr zu versteifen… ja, das waren Punkte, die man zusammenbringen konnte. Bard beschloss, später darüber nachzudenken. Er bedankte sich bei Solitaire für ihre Weissagung und versuchte, sich für den Moment nicht mehr mit düsteren Überlegungen zu befassen, sondern sich auf die Feierlichkeiten einzulassen, die zur vorläufigen Rettung Iqaliats veranstaltet wurden. Tatsächlich half die ausgelassene Stimmung Bard, auf andere Gedanken zu kommen.

Cliffs Art, ein Gespräch anzufangen, irritierte Bard später am Abend tatsächlich ein wenig. Den Humor dahinter verstand er nicht sofort – doch als Cliff anfing zu lachen, musste Bard schließlich auch lachen. Er war erleichtert, denn nichts läge Bard ferner als irgendjemandem den Platz streitig zu machen. Und ein Barde? Herrje… besser nicht! Bard griff das Thema lieber nicht noch einmal auf. Er sang durchaus. Ab und zu, für sich allein oder wenn er in freundschaftlicher Runde angetrunken war. Aber um ein Musikant zu sein, fehlte ihm eindeutig das Talent.
      „Ich komme aus der Nähe von Jol, das liegt in Südmoor“, klärte er Cliff auf. „Da ihr gerade dem Pfad von Aganhei folgt, seid ihr sogar wahrscheinlich daran vorbeigekommen. Südmoor südlich von hier, aber immer noch so weit im Norden, dass sich eure Namen auch ungewohnt für mich anhören.“
      Bard hatte sich bisher noch nicht wirklich mit seinem Vornamen befasst. Seinen Beinamen hatte er sich verdient… aber Vornamen lagen in der Willkür der Eltern, die Omen und Götter ehren wollten oder einfach etwas wählten, dessen Klang sie gut fanden. Dennoch konnte man darüber philosophieren.
      „Bard ist ein skaldischer Name. Er bedeutet“, er überlegte kurz, wie man das ihn die Gemeinsprache übersetzen konnte, „‚friedlicher Krieger‘. Das lässt sich vermutlich mit ‚Beschützer‘ gleichsetzen. Ich glaube, es war eher Zufall, dass meine Eltern diesen Namen ausgesucht haben, und es ist auch Zufall, dass ich heute meinem Namen mehr oder minder gerecht werde. Ich sehe mich als Beschützer des Gleichgewichts. Ich bin ein Druide. Gerade reisen Astrid und ich allein, aber daheim bin ich Mitglied eines Zirkels, der die Wälder, Moore und Siedler gleichermaßen bewacht… und auch, wenn ich fern der Heimat bin, fühle ich mich dieser Aufgabe verpflichtet.“
      Damit hatte er eine Überleitung geschaffen. „Unterwegs bin ich, weil Fragen mich umtreiben, auf die niemand bisher mir Antwort geben konnte. Also bin ich zu einer Art Fortbildungsreise aufgebrochen. Ich möchte verstehen, wie alles, das existiert, miteinander verbunden ist. Denn dass alles miteinander verbunden ist, daran besteht kein Zweifel. Das Sein, oder die Natur, wenn man so will, besteht nicht nur aus der Summe einzelner Dinge, die wir sehen können. Sie lebt als Ganzes, als Einheit, wie ein riesiger Organismus, und wird durch Energie, die alles umgibt und durchflutet, belebt. Mancherorts ist diese Energie konzentrierter. Sie fließt in Strömen, den Ley-Linien, vernetzt von Ort zu Ort, wie Adern, die einen Körper durchziehen. Nur verbinden diese Adern sogar Planeten und Ebenen miteinander.“
      Bard erzählte gern von den Ley-Linien und allgemein von Dingen, die in faszinierten. Dass ihm dieses Thema am Herzen lag, merkte man ihm vermutlich an. Unter den Gelehrten Magnimars, wo seine Reise ihn zuvor hingeführt hatte, hatte er dafür Spott geerntet, und es war ihm auch bewusst, dass Ley-Linien sich der Vorstellungskraft der breiten Masse entzogen... aber er versuchte trotzdem, zu erklären, was ihn umtrieb.
      „Für euch klingt es vielleicht abstrakt oder bizarr, aber ich kann die Ley-Energie spüren. Sie ist wie ein Atem oder wie ein Herzschlag… eine Präsenz, die ich fühle, und mit der ich gelernt habe zu interagieren. Ich folgte einer der Lebensadern, in der Hoffnung, auf jemanden zu stoßen, der mir helfen könnte, ein noch tieferes Verständnis für dieses Gefüge zu erlangen. Sie führte mich hierhin, an den Rand des hohen Eises. Statt eines anderen Druidenzirkels und Erkenntnis, wie erhofft, fand ich eine Störung im Gleichgewicht. Eine Verschmutzung der Energie. Dem wollte ich dann natürlich auf den Grund gehen. Das ist nichts, was ich zulassen könnte. So eine Verschmutzung ist wie eine Krankheit oder ein Geschwür. Nicht behandelt, könnte sie sich ausbreiten und große Vernichtung mit sich bringen. Ich wusste nicht, was dahintersteckte, nur, dass es mächtig sein musste. Mit Dämonen oder einem wahnsinnigen Schamanen, dem ich dann auch noch auf den Leim gegangen bin, hätte ich nicht gerechnet. Aufgeben darf ich jedoch nicht. Jeder hat seinen Platz im Gefüge des Seins, selbst Dämonen – auf gewisse Weise. Ihr Platz ist allerdings nicht hier. Nur, wenn sie und ihr Einfluss fort sind, kann die Natur heilen. Daher bin ich nicht nur dankbar, dass ich befreit wurde, sondern dass ich mich dem, was kommt, nicht allein stellen muss. Ihr steckt aufgrund dieser Hungrigen Stürme hier fest, wenn ich das richtig verstanden habe. Da können wir uns gegenseitig unterstützen… außerdem bin ich euch etwas schuldig.“
      Neugierig musterte Bard die Runde. „Ich muss zugeben, ich frage mich auch, warum ihr hier seid. Es ehrt euch sehr, dass ihr den Leuten hier helft. Nicht jeder würde so viel wagen. Allerdings seht ihr auch nicht wie normale Händler aus, muss ich sagen. Diese würden vielleicht einfach umkehren… denn gefährlich ist dieser Pfad durch das ewige Eis auch unter normalen Umständen schon genug. Warum riskiert ihr eure Leben, um nach Tian Xia zu gelangen?“
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 15.10.2020, 18:27:44
Mugin genoss den Abend so gut er konnte. Sie waren ein Stück weiter und eine direkte Gefahr auf die Karawane und Ameiko war abgewendet. Natürlich schlug er bei dem kleinen Festmahl ordentlich zu. Das Eidolon hatte seit Anfang der Reise nur kleine Reste gegessen. Immerhin waren ihre Vorräte begrenzt und sie brauchte keine Nahrung für ihr Überleben, doch hatte sie die Gerüche und Geschmäcker dieser Dimension lieben gelernt. Immer wieder nutzte sie die mentale Verbindung mit Mugin um auf dessen Geschmackssinn zuzugreifen und so doch etwas von dem Essen mitzubekommen. So saß sie neben ihrem Meister und schaute angespannt zu was er sich wohl als nächstes in den Mund stecken würde.
Der Gnom bekam dies nicht mit oder ignorierte es geflissen und hörte lieber dem Gespräch von Cliff und Bard zu. Er selbst hatte keine Ahnung von Leylinien und -energie. Aber er nutzte ja auch die angeborenen arkanen Kräfte und nicht der umgebenen Natur. So war er von der Idee angetan. Als das Gespräch allerdings auf den Grund der Reise nach Tian Xia schwankte schaute er vor allem auf Ameiko. Er fand das es wohl ihr vorbehalten war über den wahren Grund zu reden oder nicht. Bard war mit Sicherheit keine schlechte Person, aber trotzdem wussten sie noch nicht ob ihm zu trauen war.
Trotzdem antwortete er dem Halbling: "Nun ganz uneigennützig ist unsere Hilfe ja nicht. Die Stürme und letzendlich auch der Drache versperren unseren Weg und das Wohlwollen der Etraki hilft uns natürlich auch. So hat die Karawane einen sicheren Zufluchtsort bis wir die anderen Hürden beseitigt haben. Und da noch ein langer Weg vor uns liegt wären frische Vorräte natürlich auch nicht schlecht." Die eigendliche Frage ließ er unbeantwortet.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 15.10.2020, 20:59:36
Cliff wollte gerade zu einer ausschweifenden Erklärung ausholen, als sein Blick den von Ameiko streifte und er sofort verstummte. Die junge Frau an Bards anderer Seite antwortete stattdessen.
"Unsere Karawane kommt aus Sandspitze, einer kleinen Siedlung in der Nähe der Stadt Magnimar, falls dir der Name etwas sagt. Doch wie du sehen kannst, stammt meine Familie nicht aus Varisia. Vor einige Monaten erreichte mich auf Umwegen ein Brief meiner Familie, und dringende Angelegenheiten rufen mich zurück nach Tian Xia, selbst wenn ich das Land meiner Ahnen selbst noch nie gesehen habe. Doch es gibt einige finstere Mächte, die versuchen, uns aufzuhalten, und wir haben mehrere unserer Mitreisenden unterwegs zurücklassen müssen, die schwere Verletzungen erleiden mussten. Allerdings haben wir auch neue Freunde gefunden wie Rumar und Solitaire hier, die sich uns in Kalsgard angeschlossen haben.
Unsere Reise mag gefährlich sein, doch es ist unabdingbar, dass ich nach Tian Xia gelange, um die Angelegenheiten meiner Familie in Ordnung zu bringen."


Als Ameiko geendet hatte, nickte Cliff anerkennend. Vielleicht wollte er Ameiko zeigen, dass er mit der sprachlichen Qualität ihrer Ausführungen einverstanden war, doch wirklich deuten konnte Bard seinen Blick nicht.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 20.10.2020, 14:16:24
Bard war durchaus neugierig und wollte seine neuen Bekanntschaften besser kennenlernen. Daher war es interessant für ihn zu hören, dass alle hier Ameiko begleiteten, die dringend nach Tian Xia reisen musste. Dass Mugin seiner Frage auswich und Ameiko bei ihrer Erklärung nicht sehr ins Detail ging, fiel Bard natürlich auf, aber das nahm er ihnen nicht übel. Das konnte vielfältige Gründe haben… und wenn er ehrlich zu sich war, würde er Angelegenheiten, die er für privat erachtete, auch nicht mit jemandem teilen, den er gerade erst kennengelernt hatte.
      „Es tut mir leid, dass eure Begleiter verletzt wurden“, antwortete er mitfühlend, „und ich wünsche euch, dass der Rest der Reise angenehm verläuft, nachdem wir der aktuellen Bedrohung Herr geworden sind, und ihr von finsteren Mächten ein für alle Mal verschont bleiben werdet. Deine Verwandtschaft ist sicher froh, dass du solch treue Freunde bei dir hast, die dir helfen, zu ihnen zu kommen.“
      Bard lächelte der hübschen, jungen Frau zu. Er gedachte jedoch nicht, sich wirklich zufrieden zu geben und das Gespräch ins Nichts verlaufen zu lassen. Wenn die anderen sich kurzhielten, war es wohl sein Part, die Plauderei am Laufen zu halten. „Ohne meine Astrid wäre ich vermutlich auch nicht weit gekommen“, erzählte Bard.
         „Wahrscheinlich bin ich etwas zu blauäugig an die Sache herangegangen. Mir ist noch nicht einmal der Gedanke gekommen, dass es notwendig werden könnte, in der Sicherheit einer größeren Gruppe zu reisen. Umso besser, wenn die Gruppe dann auch noch aus Freunden besteht! Ich kann mir vorstellen, dass es sehr aufregend sein muss, in ein Land zu reisen, das man selbst noch nie gesehen hat, aber in dem die eigenen Wurzeln liegen“, sinnierte er, selbstreflektierend, aber durchaus begeistert und auch ein wenig neidisch.
      „Meine Vorfahren sind aus der Sklaverei in Cheliax geflohen… da zieht mich sicher nichts hin. Aber der sagenumwobene Kontinent Tian Xia – der klingt verlockender! Ich hoffe nur, dass diese Angelegenheiten der Familie, um die du dich kümmern musst, keinen traurigen sind, sodass du dich auf die Ankunft freuen kannst.“ Ja, hoffentlich war er da nun mit seiner Schwärmerei in kein Fettnäpfchen getreten. Möglicherweise war jemand aus Ameikos Familie gestorben und sie musste deswegen in die Heimat ihrer Vorväter. Irgendwie hatte Ameikos Wortwahl durchaus ernst geklungen. Die Gruppe war gewiss nicht auf einem Vergnügungsausflug, wenn die Angelegenheiten dringend waren und „in Ordnung gebracht“ werden mussten… aber gewiss könnte man auch die positiven Seiten daran sehen. Vielleicht half Bards positive Einstellung Ameiko, ebenfalls Vorfreude zu entwickeln, sollte sie keine haben. Zu aufdringlich wollte Bard nicht sein. Wenn man seine Worte so stehen ließ und sie Ameiko nicht aus der Reserve lockten, mehr zu erzählen, war das für ihn in Ordnung. Zumindest schienen ihre Begleiter es auch ihr zu überlassen, was sie erzählen wollte und was nicht.
      „Ihr habt bereits einen langen Weg hinter euch“, ließ Bard sich nicht aus dem Redefluss bringen, „wenn ihr aus der Nähe von Magnimar kommt. Der Name ‚Sandspitze‘ sagt mir tatsächlich irgendwas, vielleicht habe ich ihn ja auf Wegweisern gelesen… denn in Magnimar war ich selbst vor Kurzem, zuerst bin ich für meine Nachforschungen nämlich nach Süden gereist. Ich hatte mir davon mehr erhofft, um ehrlich zu sein, in ganz Magnimar habe ich keine befriedigenden Antworten auf meine Fragen gefunden. Und wohlgefühlt habe ich mich dort auch nicht. Es war zwar mal interessant, so eine riesige Stadt zu sehen, aber gewöhnen könnte ich mich daran nicht. All der Lärm und Häuser bis zum Horizont sind ziemlich einengend, finde ich. Da ist mir die Wildnis hier draußen viel lieber. Dafür, dass ich die ersten fast fünf Jahrzehnte meines Lebens an meinem Geburtsort verbracht habe, bin ich in den letzten Monaten ganz schön weit herumgekommen, schätze ich.“ Da musste er lachen.
      „Aber wie es aussieht, haben wir sogar zufälligerweise fast die gleiche Reiseroute hinter uns“, schloss er seufzend. „Es mag zwar wirklich nicht uneigennützig von euch sein, aber ich möchte euch trotzdem danken, dass ihr helfen wollt, die Dämonen zu bekämpfen. Die Ley-Energie an diesem Ort mag zwar verschmutzt sein, aber sie wird uns dennoch nützlich sein. Meine Verbindung zu ihr macht es mir nicht nur möglich, die Energie der Umgebung in gewisse Bahnen zu lenken, sondern auch Kreaturen aufzuspüren, deren Lebensessenz mit anderen Ebenen denn der unseren verbunden sind. Ich muss mich zwar darauf konzentrieren und das funktioniert auch nicht über lange Distanz, aber es könnte uns vor Gefahren warnen, die uns auflauern oder auf den ersten Blick wie keine wirken. Ich kann Kreaturen damit nicht zweifelsfrei als Dämonen identifizieren, aber ich kann spüren, ob sie eine Aura grundsätzlich wie fremd im Vergleich zur materiellen Ebene anfühlt.“
      Sein Blick fiel auf Mugins monströs wirkende Begleiterin. „Damit will ich nicht wagen, Wesen von anderen Ebenen grundsätzlich böswillig, schädlich oder verdächtig zu nennen“, stellte er klar. „Das liegt mir fern. Ich könnte nur…“, kurz zögerte er unsicher, weil er nicht sicher war, ob er von ihr wirklich als „Eidolon“ reden sollte, wie es die anderen taten, also sprach er sie einfach direkt an, „… ähm, deine Aura wohl nicht von der einer Fey, eines Geists oder eines Dämons unterscheiden.“
      Nach einem kurzen Moment des weiteren Zögerns konnte Bard das nicht so stehenlassen. „Verzeih, dass ich frage“, wandte er sich erneut an „das Eidolon“, „denn es kommt mir etwas befremdlich vor: Wie darf ich dich nennen? Mugin hat dich als sein Eidolon vorgestellt, und du wirst auch von den anderen so genannt, aber das wäre irgendwie das Gleiche als würde man mich ‚Halbling‘ nennen. Das ist so unpersönlich. Möchtest du nicht mit deinem Namen angeprochen werden?“
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 20.10.2020, 18:51:37
Die direkte Frage nach ihrem Namen machte das Eidolon sofort misstrauisch. Ihre pupillenlosen Augen verengten sich als sie den Halbling ein weiteres Mal musterte, doch dann entsann sie sich, dass in dieser Dimension andere Regeln und Bräuche galten. So entspannte sie sich wieder und antwortete wie sie es vor langer Zeit auch schon Garridan hatte.
"Du hast Recht es ist eine Bezeichnung nichts weiter. Doch in meinem Verständnis sind eure Namen auch nichts anderes. Sie tragen keine Macht, so wie es ein wahrer Name tut. In meiner Heimat bedeutet den Namen eines Anderen zu kennen sein ganzes Wesen zu kennen. Und noch mehr, der Name verleiht einem Kontrolle über seinen Besitzer, wenn man ihn den so missbrauchen will. Nur Wenige aus meiner Heimatebene kennen also den Namen eines Anderen, es ist das ultimative Zeichen von Vertrauen und Zuneigung." Sie sah kurz zu Mugin herüber. Dieser lauschte der Unterhaltung aber hielt sich heraus. "Als mein Beschwörer hat Mugin sowieso schon die Kontrolle über mein Wesen in dieser Dimension, auch wenn er diese Befehlsgewalt selten nutzt. Doch selbst ihm habe ich meinen Namen bisher nicht offenbart. Vielleicht wird er sich nach ein paar mehr Jahrzehnten hier diesem würdig erweisen."
Mugin prustete und verschluckte sich an dem Happen den er gerade im Mund gehabt hatte. Als er wieder normal Luft holen konnte, kommentierte er spöttisch schließlich: "Oh ja, welche Ehre das sein wird. Du bist die Einzige hier die das so sieht und das weißt du auch." Er wandte sich an Bard. "Wie du gehört hast, hat sie ihre eigene Gründe. Sie Eidolon zu nennen hat sich dann einfach eingebürgert. Cliff wollte ihr glaub ich mal einen anderen Namen verpassen, aber nachdem ich sie nun seit über 20 Jahren so anspreche würde ich es schon aus reiner Gewohnheit weitermachen. Klar, sollten wir mal auf einen anderen Beschwörer treffen, könnte es wohl zu Verwechslungen kommen, aber so viele von uns gibt es auch wieder nicht. Aber wenn wir schon bei unseren Begleitern sind. Wie kam es dazu, dass du dich mit einer Rieseneule angefreundet hast? Und hast du sie Astrid genannt oder jemand anderes?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 20.10.2020, 21:02:21
Cliffs Blick wurde bei Mugins Worten leicht grüblerisch. "Stimmt, ich habe sie 'Susi' genannt, aber irgendwie wollte sich das nicht so recht einbürgern, und irgendwann habe ich es dann selbst wieder vergessen. Du siehst also: Wenn selbst ein Meister der Worte wie ich es nicht fertigbringt, ihr einen anderen Namen als 'das Eidolon' zu verpassen, dann solltest du dich damit besser erst gar nicht abmühen.

Aber habe ich gerade richtig vernommen, dass deine Vorfahren Sklaven in Cheliax waren und von dort geflohen sind? Meine Eltern waren Sklaven dort, und auch sie sind geflohen, als ich noch ein Säugling war. Sie haben ihr Leben gegeben, um meines zu retten - sie haben die Flucht nicht überlebt, aber mich noch in Sicherheit bringen können."

Bei den letzten Worten stockte die Stimme des Halblings leicht, doch er fasste sich schnell wieder.
"Wie dem auch sei: Vielleicht sind wir ja sogar verwandt?" fügte er, nun wieder grinsend, hinzu.

Ameiko hatte die Antworten der beiden anderen abgewartet, setzte dann jedoch ihrerseits zu einer Replik an.
"Du bist weit gereist, und die Tatsache, dass du in dieser Eiswüste allein unterwegs bist, spricht entweder für deine Tapferkeit oder für deine Dummheit - oder beides." Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. "Aber da wir zumindest kurzfristig das gleiche Ziel haben, möchte ich dir tatsächlich anbieten, uns zu begleiten. Allerdings müssen wir uns zunächst um den Drachen kümmern, der dieses Dorf bedroht, denn das haben wir den Bewohnern versprochen. Erst dann können wir unseren Weg fortsetzen und uns diesen Morozkos widmen. Doch es wird nur ein kleiner Teil von uns zum Drachen gehen und du kannst hier mit uns warten, wenn du möchtest.

Was meine Familie betrifft: Ein Wiedersehen wird es nicht geben. Ich bin die letzte aus meiner Linie und kehre in Erbangelegenheiten nach Minkai zurück. Doch leider gibt es Kräfte, die verhindern wollen, dass ich mein Erbe antrete; deshalb muss ich dich warnen, dass die Reise mit uns unter Umständen nicht weniger gefährlich sein wird als alleine zu reisen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 20.10.2020, 22:26:05
"Ich reise einfach gern," antwortete Solitaire lachend auf Bards Versuche, etwas mehr über die Gruppe herauszufinden, mit der er womöglich weiterreisen würde. "Wohin ist dabei fast egal. Der Weg ist das Ziel, wie man so schön sagt. Nun, was soll ich sagen, es liegt uns Varisiern einfach im Blut."

"Eigentlich hatte ich ja nicht gerade geplant, nach Tian Xia zu reisen, aber als Cliff in Kalsgard entführt wurde, zu dem Zeitpunkt kannte ich ihn natürlich noch nicht, und seine Entführer direkt an meinem Wahrsagerzelt, was ich in einer der Gassen aufgestellt hatte, vorbeiliefen, hielt ich es doch für nötig, einzugreifen. Zum Glück war ich nicht alleine, auch Rumar hatte den Anstand dem Halbling zu helfen. Und so sind wir beiden dann auch dazugestoßen. Mittlerweile verbinden uns aber mehr als nur ein paar gemeinsame Abenteuer. Es ist beinahe so, als hätte ich die anderen hier schon mein ganzes Leben gekannt."

"Das mit diesen Leylinien klingt interessant. Ich hab da auch mal etwas drüber gelesen, glaube ich. Ich bin ja keine Magiern, die ihr Wissen aus Büchern schöpft, die Magie liegt mir im Blut, aber das heißt nicht, dass ich etwas dagegen hätte, sich auch mal mit Schriften weiterzubilden. Ganz im Gegenteil!"

Während der Unterhaltung landete Phoebe irgendwann auf Bards Schulter und stupste ihn mit ihrem kleinen Schnabel an. "Hey, wenn Du so viel rumkommst," piepste sie, "hast Du vielleicht einmal etwas von dem schönen Land Syranien gehört?"[1]
 1. Wohl eher nicht. ;)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 29.10.2020, 20:24:59
Bard lachte, als Phoebe ihn fragte, ob er schon einmal etwas von Syranien gehört hatte. „Leider nicht, aber so viel habe ich von der Welt nun auch nicht gesehen. Zwischen Magnimar und Iqaliat mögen viele Meilen liegen, doch habe ich nur ein wenig die Landschaft zwischen diesen beiden Punkten erkundet. Mit ausladenden Weltreisen und ausuferndem geografischen Wissen kann ich wirklich nicht prahlen.“ Er hatte nicht den Eindruck vermitteln wollen, dass er ein Weltenbummler war. Eigentlich war er das Gegenteil davon. Er hatte fast fünfzig Jahre seines Lebens in der Umgebung von Jol verbracht. Er wusste, dass Golarion weit größer war als alles, was er bisher davon gesehen hatte – auch wenn er sich kaum vorstellen konnte, wie groß dieser Planet wirklich sein mochte. Die Geschichten, die Reisende nach Jol gebracht hatten, hatte er immer genossen. Von fremden Ländern zu träumen, war ein netter Zeitvertreib. Und wenn man jung war, juckte es einen in den Fingern, den Orten dieser Geschichten nachzujagen. Dass er selbst erst so spät mit dem Reisen begann, war sicherlich ungewöhnlich. Er war nahezu schon ein alter Mann. Zu alt zum Reisen? Nein – das bewies er ja gerade. Dennoch hätte er nicht gedacht, dass ihn in solch späten Jahren die Reiselust packen würde – in der Jugend war sie völlig an ihm vorbeigegangen.
      „Wenn dir der Titel des Buchs wieder einfällt, in dem du etwas zu den Ley-Linien gelesen hast, Solitaire“, griff Bard dann auf, „sag ihn mir bitte. Ich hatte bei meiner Suche in Bibliotheken weniger Erfolg. In Magnimar haben die Gelehrten mich ‚Esoteriker‘ genannt und ausgelacht.“ Das entlockte Bard ein etwas gequältes Lächeln, aber er trug die Sache insgesamt mit Humor.
      „Hätte ich mich davon ermutigen lassen, wäre ich nun nicht hier – auch wenn ich mir meine Feldforschung wirklich etwas anders vorgestellt habe. Ich danke euch selbstverständlich gern für die Einladung, mit eurer Karawane zu den Dämonen zu reisen. Beim Drachen könnt ihr ebenfalls auf meine Unterstützung zählen… da werde ich nicht warten, sondern euch begleiten. Keine Sorge, Ameiko, wenn ich mich nun mit Dämonen und Drachen anlege, können mich weitere missgünstige Kräfte auch nicht abschrecken. Deine Freunde hier haben mein Leben gerettet. Wenn ich euch im Gegenzug helfen kann, wäre mir das eine Ehre!“
      Er überlegte kurz. „Nur Astrid würde ich gern bei der Karawane zurücklassen. Ich fürchte, einem Drachen wäre sie ein willkommenes Frühstück. Dennoch könnte sie die Karawane bewachen, während wir fort sind. Sie hat scharfe Augen und Ohren und kann im Zweifelsfall recht heftig zubeißen. Aber keine Sorge, sie ist absolut sanftmütig, wenn man freundlich zu ihr ist. Sie mag es, zu kuscheln, und freut sich sicher, wenn ihr sie krault.“
      Während er das sagte, streckte er seine Hand nach ihr aus und vergrub seine Finger in ihr weiches Federkleid.
      „Es war tatsächlich ich, der ihr diesen Namen gegeben hat“, beantwortete Bard nun Mugins Frage. „Ich verstehe, Eidolon, du siehst unsere Namen eher als willkürlich an. Wahrscheinlich sind sie das auch, vergleicht man das mit der Bedeutung, die Namen für dich haben, dennoch haben sie auch für uns einen besonderen Stellenwert. Der Name Bard beschreibt vielleicht nicht mein ganzes Wesen, aber für mich ist er trotzdem ein essentieller Teil meiner Identität. In den Reichen der Linnorm-Könige, und ich denke, das ist auch andernorts so, gibt man Neugeborenen einen Rufnamen, um sie in der Familie und der Gesellschaft willkommen zu heißen. Einen Namen zu bekommen, bedeutet, zugehörig zu sein, anerkannt zu werden und unter dem Schutz der Götter zu stehen. Es heißt, dieser Schutz sei sehr wichtig, denn er vertreibe missgünstige Geister, die, zwischen Leben und Tod gefangen, einen neuen Körper suchen. Ein Name bedeutet, dass der Körper schon jemandem gehört, und sie sich ihn nicht einfach nehmen können. Man sagt auch, ein Name würde Fey und Eishexen davon abhalten, Kinder zu entführen. Ich bezweifle zwar, dass das mehr als nur Aberglauben ist, aber insgesamt zeigt es wohl, dass man dem Namen eine hohe Gewichtung beimisst. Ob er sich nun im Laufe des Lebens als passend erweist oder nicht.“
      Bard grinste. „Manchmal muss man sich einen Namen auch erst verdienen. Dann ist er sicherlich passend und so etwas wie ein Titel – vielleicht wäre das ja sogar etwas für dich, Eidolon. Meine Leute gaben mir den Beinamen ‚Windwärts‘, als sie mich das erste Mal auf Astrid haben fliegen sehen. Bei Astrid, muss ich sagen, habe ich nicht groß darüber nachgedacht. Für mich war es einfach selbstverständlich, ihr einen Namen zu geben… denn ich habe für sie die Rolle eines Ersatzvaters angenommen. Ich habe sie gefunden, da war sie noch ein Küken. Wilderer hatten ihre Eltern getötet und Astrid verletzt zurückgelassen. Ich habe es geschafft, ihr Vertrauen zu gewinnen, habe über sie gewacht, sie versorgt und sie großgezogen. Nun ja, größer als ich war sie schon am Tag unserer ersten Begegnung, aber sie hat doch schon noch ein Stückchen zugelegt. Bis sie wirklich ausgewachsen ist, kann es noch ein Weilchen dauern. Jahrzehnte, vielleicht. Sie ist schon fast drei davon an meiner Seite. Ich hätte sie damals gern wieder ausgewildert, nachdem sie gesundgepflegt und flügge war, aber sie hatte sich so sehr an mich gewöhnt, dass sie komplett die überlebenswichtige Scheu vor Zweibeinern verloren hatte. Außerdem folgt sie mir überall hin, vermutlich hätte sie gar nicht zugelassen, dass ich sie in der Wildnis aussetze. Allerdings kann ich es mir inzwischen auch gar nicht vorstellen, ohne sie zu sein. Freundschaft ist sehr wertvoll, genauso wie Familienbande. Vielleicht sind wie ja tatsächlich entfernte Großcousins oder so etwas, Cliff. Es tut mir leid zu hören, dass du und Ameiko eure Familien verloren habt. Aber wie wäre es, wenn wir die schrecklichen und traurigen Themen für heute hinter uns lassen?“, schlug er vor. „Wie wäre es mit einem Spiel, um auf andere Gedanken zu kommen? Was spielt man bei euch in Sandpoint, wenn man gemütlich beisammensitzt?“
      Es wäre schade, den Abend in bedrückter oder zumindest von den Ereignissen überschatteter Stimmung zu verbringen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 29.10.2020, 20:45:32
Phoebe zuckte mit ihren kleinen Vogelschultern. "Hm, naja, hätte ja sein können."

Solitaire hingegen antwortete direkt auf seine Frage nach dem Buchtitel: "Das wird eine der Kundschafterschriften gewesen sein. Ein reichhaltiger Schatz an Wissen, was die Gesellschaft der Kundschafter da über die Zeit zusammengetragen hat."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 09.11.2020, 00:15:22
Cliff ließ sich nicht zweimal bitten und kramte sofort einen Satz Würfel aus seinen Taschen. "Wie wäre es mit Kaiser und Kaufmann?" fragte er in die Runde und begann sofort damit, Bard die (sehr einfachen) Regeln zu erklären. Tatsächlich wurde die Stimmung bald besser, als das Spiel begonnen hatte, und die düsteren Gedanken in Anbetracht dessen, was vor der Karawane lag, schienen für den Moment vergessen.[1]

Am nächsten Morgen startete also die gleiche Gruppe wie am Vortag, verstärkt durch Bard, um den Drachen aufzusuchen. Wieder wurden sie von Naquun angeführt, doch die Vorzeichen hatten sich diesmal deutlich verändert. Auch wenn sie von dem Bann, der auf ihrem Führer gelegen hatte, am Vortag noch nichts geahnt hatten, war dieser nun doch gebrochen, und es war unwahrscheinlich, dass sie noch einmal von jemandem aus Iqaliat aufgehalten werden würden. Gleichzeitig hatten sie nun wertvolle Informationen über die Gründe für Vegsundvaags Wut. Ob ihnen das jedoch helfen würde, war zumindest fraglich.

Nichtsdestotrotz startete die kleine Gruppe recht guten Mutes ihren Weg nach Norden. Zwei stramme Tagesmärsche brauchte es durch die weiße Eiswüste, die vor allem Bard und Mugin körperlich einiges abverlangten - doch schließlich bedeutete Naquun ihnen, dass sie sich nun dem Hort des Drachen näherten. Vor sich erblickten die Helden eine Spalte von etwa zwanzig Fuß Breite im Eis.
"Dort haust Vegsundvaag." sagte Naquun. "Irgendwo dort unten, aber über das Innere kann ich euch keine Auskunft mehr geben. Niemand, der dort hinabgestiegen ist, ist jemals lebend zurückgekehrt, um darüber zu berichten."

Als die Gefährten sich der Spalte vorsichtig näherten, sahen sie schnell, dass es kein Kinderspiel werden würde, dort hinabzuklettern - zumindest nicht für jene, die über keine helfende Magie verfügten. Die Wände glitzerten, als Schmelzwasser im strahlenden Sonnenschein eine spiegelglatte Fläche bildete, die den Abstieg noch erschweren würde. Der Blick nach unten brachte fürs Erste nur eine bodenlose Tiefe zum Vorschein; doch noch kamen sie nicht nahe genug heran, um tatsächlich direkt nach unten sehen zu können.
 1. Wenn noch jemand was zum Gespräch beitragen möchte (etwas zur eigenen Geschichte oder Motivation, oder auch was anderes), kann er/sie das gerne rückblickend tun.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 09.11.2020, 02:06:19
Am Eingang des Drachenhorts angekommen, wirkt Solitaire mit Hilfe ihres Rings noch zwei Schutzzauber[1] und blickt mit etwas Skepsis auf das dunkle Loch.

Sie ruft alle zusammen, um ihr vorbereitetes Zaubertattoo auszulösen, welches ihnen die Fähigkeit verleiht, für die kommende Stunde im Dunkeln zu sehen[2].

"Vielleicht kann Phoebe ja erkennen, wie tief das ist," meinte sie.

Die Vertraute der Zauberin flog daraufhin einmal über die Spalte hinweg, um dabei mit ihren nun magisch geschärften Sinnen hinunterzublicken.
 1. Mage Armor und Resist Energy (cold)
 2. Spell Tattoo: Communal Darkvision (60 ft.)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 09.11.2020, 11:34:15
Bard spähte vorsichtig in die Dunkelheit und versuchte, etwas zu erkennen – aber selbst mit Solitaires magischer Dunkelsicht konnte man sicherlich nur erahnen, wie es dort unten wirklich aussehen würde.
      „Dort ist schon einmal jemand freiwillig hinabgestiegen?“, fragte Bard verwundert auf Naquuns Worte hin, ohne wirklich eine genauere Erklärung zu erwarten oder zu wollen. Beim Anblick der gähnenden, rutschigen Tiefe konnte einem sicherlich mulmig zumute werden, wenn der Gedanke an eine monströse Kreatur, die dort unten wartete und auf Rache sann, nicht schon abschreckend genug war. Kurz kam Bard die Überlegung, dass es vielleicht auch eine Möglichkeit wäre, hier zu bleiben und Vegsundvaag zu rufen, damit sie herauskam, aber das wäre vermutlich noch eine schlechtere Idee gewesen als hinunterzusteigen. Wenn Vegsundvaag den freien Himmel über sich hatte, wäre die Gruppe wohl noch deutlicher im Nachteil, sollte sie nicht in Stimmung für ein Gespräch sein, sondern angreifen.
      Bard glitt mit Zeige- und Mittelfinger über den Rand seines Bucklers und konzentrierte sich auf das Gefühl innerer Wärme, woraufhin der Schild kurz aufleuchtete als würde er Glühen, bevor es so schien als würde das Glühen von seinen Fingerspitzen aufgesaugt werden.[1] Er freute sich nicht darauf, vielleicht bald Bekanntschaft mit der Wut einer Eisdrachin zu machen, aber man konnte nicht vorsichtig genug sein.
      Erst einmal machte ihm jedoch auch die eisige Oberfläche Sorge, die es zu überwinden galt, um in die Nähe Vegsundvaags zu kommen.
      Bard seufzte. „Ich mach mir wenig vor: auch wenn die Kraft der Natur mich gerade stärkt und ich die magischen Eisbärenklauen zur Hilfe nehme, bin ich mir nicht sicher, ob ich es da hinunterklettern kann. Sieht das nach einer ziemlich heiklen Rutschpartie aus.“
      Es war keine Schande, sich das einzugestehen. Sich hier den Hals zu brechen, nur weil man übermütig wurde, wäre dumm.
      „Allerdings hätte ich noch ein anderes Hilfsmittel zur Hand. Leider sind wir so viele, aber zumindest einigen von uns könnte ich mit Magie die Kletterfähigkeiten einer Spinne verleihen. Für drei von uns sollte die Ley-Energie reichen, die ich in meinen Bogen kanalisiert habe. Das würde für etwa eine Stunde Bestand haben, vielleicht reicht es also auch für den Rückweg. Der Rest müsste wohl trotzdem klettern. Aber sollte wer abstürzen, hoffen wir es mal nicht, kann ich vermutlich das Schlimmste verhindern und den Fall verlangsamen. Das habe ich bisher bei Ausflügen mit Astrid als sehr nützlich empfunden.“[2]
 1. Resist Energy (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/r/resist-energy) (resist cold 10 für 1 h)
 2. Ich könnte, wie erwähnt, dreimal Spider Climb (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/s/spider-climb) anbieten. Und Feather Fall (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/f/feather-fall) bei Bedarf.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 09.11.2020, 19:41:23
Garridan hatte die Zeit im Lager genossen. Allerdings fiel es ihm schwer, sich mit Cliff zu unterhalten. Er glaubte dass seine Fröhlichkeit nur Fassade war und ihm fehlten die Worte, um damit umgehen zu können. Daher überließ er es den anderen, alles zu erzählen und hielt sich meist in seinem Wagen auf. Er versuchte noch das eine oder andere über den Drachen herauszufinden und wartete auf die Abreise.

Als es dann soweit war, fiel ihm ein Stein vom Herzen. Die Reise durch die Kälte gefielt ihm, er hatte ja das Glück durch Suishen kaum etwas von den negativen Folgen der eisigen Temperaturen mitzubekommen. Und bald würden sie einem Drachen gegenüberstehen. Einem echten Drachen. Es spürte eine gewisse Ehrfurcht in seinem Herzen. Er wusste dass viele Krieger davon träumten einen Drachen zu töten. Bei ihm war es anders. Er jagte zwar ebenfalls gerne eine gefährlicher Beute, aber Drachen waren etwas anderes - es waren besondere Geschöpfe. Allerdings wusste er, dass weiße Drachen zu den bösen Vertretern ihrer Art zählten und er ging nicht davon aus, dass sie mit dieser hier verhandeln könnten, nachdem was geschehen war. Wenn er also kämpfen musste, würde er es tun, aber nicht um Beute zu machen, nicht für eine Trophäe, sondern weil es nötig war. So hoffte er jedenfalls. Gleichzeitig merkte er, wie ihm der Gedanke gefiel, dass sie sich vielleicht bald Drachentöter nennen durften. Was würde Shalelu dazu sagen? Nun, Elfen und Drachen, das war auch keine einfache Sache. Dennoch, wahrscheinlich war seine Zurückhaltung eher ihrer Ausbildung zu verdanken. Er war gespannt, wie es sich anfühlen würde, einen Drachen niedergestreckt zu haben, falls er es erleben würde.

Und dann standen sie vor der Spalte. Sie überlegten zunächst, was zu tun war. "Ich kann durch die Macht des Schwertes durch die Luft laufen, aber leider kann ich das nicht teilen. Und Suishen kann mir einen magischen Schutz gegen die magische Kälte der Kreatur geben, das wird einige magische Angriffe abhalten, jedoch nicht seinen Klauen und Zähne.[1] Wenn Phoebe uns sagen kann, wie weit es dort hinunter geht, kann ich als erster vorangehen und notfalls auch kämpfen dabei. Aber der Abstieg kann für uns zur Todesfalle werden. Daher sollte niemand einfach dort hinein springen. Vielleicht sitzt Sie ja schon da unten mit weit geöffnetem Maul und frisst euch einfach auf. Und wenn Phoebe nichts entdeckt kann mich einer von euch unsichtbar machen und dann gehe ich nachschauen, wie es dort aussieht."
 1. Suishen wirkt Protection from Energy (cold) auf Garridan, bevor er nach unten geht.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 10.11.2020, 14:34:02
"Unsichtbar?" sagte Phoebe keck. "Das wird nicht viel helfen. Drachen können Unsichtbares erspüren."

"Deswegen würde ich auch nicht so gern da runterfliegen, um nachzusehen. Da werde ich nur gefressen. Aber ein Licht hinunterwerfen sollte uns ja zumindest aufzeigen, wie tief es wirklich da runtergeht."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 10.11.2020, 16:53:21
Garridan kratzte sich am Kopf. "Die Magie des Schwertes, die mich in der Luft laufen lassen kann hält recht lange. Ich gehe einfach mal über den Rand und schaue, was ich erkennen kann."

Er bat also Suishen ein zweites Mal um eine seiner magischen Kräfte und ging dann langsam zum Rand der Spalte. Es fühlte sich seltsam an als er plötzlich keinen festen Boden mehr unter seinen Stiefeln sehen konnte, aber etwas wie festen Boden spüren konnte. Dann ging er so weit, bis er etwas sehen konnte, die magische Dunkelsicht würde ihm sicher dabei helfen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 12.11.2020, 06:31:02
Sie waren lange unterwegs um den Hort Vegsundvaags zu erreichen. Rumar hoffte nur, dass es sich auch lohnte. Er würde alles daran setzen, die Konfrontation friedlich zu beenden und einen Kompromiss zu finden. Dennoch wollte er sich und die Gruppe auf den schlimmsten Fall vorbereiten. Schließlich konnten sie nicht sicherstellen, dass die Drachin sie nicht angreifen würde. Er bat die Götter um ihren Schutz und wob einen Zauber in das kurze Gebet ein, um die Gruppe vor dem eisigen Odem der Drachin schützen zu können.[1]
Schließlich ging es nur noch darum, wie sie überhaupt in den Hort kommen konnten. Er blickte ins Dunkel und versuchte irgendetwas Genaueres zu erkennen aber der Boden schien weit entfernt zu sein. Sie besaßen einige Möglichkeiten, um nach unten zu gelangen aber es war Garridan, der ein paar mehr Informationen sammeln wollte. Suishen erlaubte es ihm durch die Luft zu laufen. Selbst wenn Vegsundvaag sie erwartete, würde Garridan einen Angriff überleben - im Gegensatz zu Phoebe. Rumar nickte dem Mann zu. "Sei vorsichtig.", bat er schließlich.
Er nickte auch Bard zu, der einen Vorschlag machte, wie sie nach unten kommen konnten. Rumar wuselte etwas in seinem Rucksack und beförderte zwei kleine Glasflaschen zutage.[2] "Diese können einem wohl ganz ähnliche Kräfte verleihen. Falls es nötig sein sollte, können wir sie gerne einsetzen." Schien ja eine geeignete Situation zu sein.
 1. Für jeden der noch braucht: Resist Energy (cold) 20 für 10 Minuten.
 2. Zwei Tränke, ebenfalls Spinnenklettern
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 12.11.2020, 14:01:59
Mugin hatte sich die Konfrontation mit dem Drachen nicht so kompliziert vorgestellt. Er hatte zwar mit einer Höhle oder dergleichen gerechnet, aber nicht mit einem Loch im Boden. "Nun ich kann meinem Eidolon für eine Zeit Flügel beschwören. Sie sollte also kein Problem haben herunter und wieder hoch zu kommen. Sonst kann ich nur mit der Dimensionstür dienen welche wir gestern benutzt haben. Das wären also ich und zwei Andere welche ich herunterteleportieren könnte. Andersweitig habe ich noch... wartet kurz..." Er holte aus seinem Rucksack eine kleine Schachtel in der etliche Phiolen mit unterschiedlich farbigen Flüssigkeiten verstaut waren. "Ich habe noch ein paar Tränke die gegen die Eisattacken des Drachen schützen können[1] und ein paar Heiltränke[2]. Sagt mir wenn ihr einen braucht. Zudem habe ich noch etwas für Garridan." Mugin gab dem Menschen eine Flasche mit einer dicken braunen Flüssigkeit. "Trink das, es wird deine Stärke für etwa 7 Minuten lang erhöhen."
Eine zweite gleichartige Flasche hielt er sich bereit dem Eidolon zu verabreichen.
 1. 4x Resist Energy (cold)
 2. 3x Cure Moderate Wounds
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 12.11.2020, 21:49:29
Garridan stand nun direkt oberhalt der tiefen Spalte und versuchte, in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Doch das gestaltete sich schwierig: Er schwebte über der engsten Stelle der Höhle und konnte zwar erkennen, dass diese sich darunter aufweitete, doch es fiel nur wenig Licht hinein und dieses konnte nur das oberste Stück erhellen. Selbst seine Dunkelsicht half ihm nicht weiter, da ihre Reichweite zu beschränkt war.

Wenn er mehr sehen wollte, musste er wohl oder übel tiefer in die Höhle eindringen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 13.11.2020, 00:34:16
Solitaire wirkte einen einfachen Lichtzauber[1], um auszuprobieren, wie weit sie damit in den Schacht hinunterkommt[2] und ob sie dadurch etwas besser erahnen konnten, was da vor ihnen lag.
 1. Dancing Lights
 2. Reichweite max. 180 Fuß
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 13.11.2020, 08:58:39
Dank Solitaires tanzender Lichter, die sich langsam nach unten bewegten, konnte Garridan tatsächlich nach und nach mehr der Höhle einsehen. Schnell wurde ihm klar, dass es sich nicht einfach nur um eine tiefe Spalte handelte, sondern dass mehrere kleinere Höhlen seitlich von ihr abzweigten; er konnte natürlich von hier oben nicht sagen, ob diese sich in ein weitverzweigtes System ausweiteten oder nur kleinere Hohlräume waren, die nicht weiter von belang waren.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 13.11.2020, 10:12:58
"Das sieht komplizierter aus als zunächst gedacht," bemerkte Solitaire.

"Hier oben wird der Drache ja eher nicht sein, daher ist es vielleicht doch eine Idee, wenn Phoebe sich mal die ersten Gänge ansieht. Warte kurz." Die Zauberin holte nocheinmal ein Buch hervor, um einen Zauber darin zu suchen und auf ihre Vertraute zu wirken[1]. "Das wird Dich vor Blicken schützen, falls es hier Wächter gibt. Gegen den Drachen nutzt das natürlich nur wenig, wie Du ja selbst angemerkt hast."

Anschließend prägte sie noch einen Flugzauber in ihren Ring ein, der hier sicher nicht schaden konnte.

Phoebe flatterte daraufhin langsam und vorsichtig[2] ein wenig nach unten, um aus dem Schacht heraus einen Blick in die ersten Höhlenverzweigungen zu werfen.
 1. Blend
 2. Stealth 36; Perception 34
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 14.11.2020, 13:07:21
Phoebe flog zu den obersten beiden Höhlenabzweigungen und versuchte vorsichtig hineinzuspähen. Auf der einen Seite befand sich ein längerer Gang, so hoch, dass ein Mensch vielleicht gerade gebückt hindurchlaufen konnte, doch weit einsehbar war dieser nicht. Auf der gegenüberliegenden Seite jedoch sah sie in eine größere Kaverne. Der Boden war bedeckt mit Scherben, die aus der Ferne den Eierschalen ähnelten, die sie in Tunuaks Versteck gefunden hatten. Auf Lebenszeichen traf sie bisher nicht.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 16.11.2020, 12:44:33
Nachdem der Vogel unversehrt wieder nach oben gekommen war, bereiten sie den Abstieg vor. Garridan würde als erster gehen. Er bat Suishen noch einmal um magische Unterstützung[1] und ging dann los. Er hielt sich immer nach an der Wand, berührte diese aber nicht, damit sich keine Brocken lösten und nach unten fielen. Den Spalt unter sich immer im Blick, allerdings musste er sich auf den Abstieg konzentrieren, zu ungewohnt war es in der Luft zu laufen, so dass seine Aufmerksamkeit etwas abgelenkt war. Am ersten Zugang wartete er auf die anderen und achtete weiter auf die Umgebung.[2]
 1. Unsichtbares sehen
 2. Perception: 13, Stealth 23
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 17.11.2020, 04:17:20
Bard blickte mit gesunder Skepsis in die Tiefe hinab - gerade als Solitaire ihre magischen Lichter hinabschickte und sich der Spalt im Eis als noch tiefer erwies als Bard es erwartet hätte. Die Seitengänge, die vom Hauptspalt abzuzweigen schienen, ließen zwar erahnen, dass die Gruppe nicht nach ganz unten absteigen mussten, um den eigentlichen Drachenhort zu finden, aber das machte die Sache nicht unbedingt einfacher. Die glatten Wände schienen nicht komplett vertikal ausgerichtet zu sein. Über Überhänge zu klettern, wäre selbst für äußert geübte Kletterer ein Spiel um Leben und Tod.
„Hui, das sieht noch gefährlicher aus als ich vermutet hätte“, murmelte Bard vor sich hin, aber zum Glück hatten sie ja die Hilfe von Magie an ihrer Seite.
„Wartet mal kurz.“ Da nun sowieso schon Licht hinabgeschickt worden war, um den Spalt zu beleuchten, hatte Bard keinen Grund mehr, nicht auch noch ein Licht hinunterzuschicken, um auch noch die komplette Tiefe des Abgrunds abschätzen zu können. Wenn die Drachin dort unten war, war es ohnehin zu spät, diesbezüglich Vorsicht walten zu lassen. Bard wühlte ein wenig im Schnee, bevor er auf einen handlichen Stein stieß. Der Stein begann, in seiner Hand zu leuchten, sobald Bard sich dies vorstellte,[1] bevor er ihn in den Abgrund fallen ließ, um zu sehen, wie weit der Boden entfernt war, und vielleicht sogar zu erkennen, was sich dort unten befand.[2]

Bard war ob der Tiefe des Abgrunds zwar etwas flau im Magen, aber er wusste, dass er nicht die Wand oder die Tiefe allein, sondern die Drachin fürchten musste. Dank der Ley-Energie würde Bard am Eis kleben und sicher klettern können - aber nur solange Vegsundvaag ihn nicht von der Wand pflückte. Bard hoffte einfach, dasssie alle es zu den Seitengängen schafften, bevor die Drachin sich Entschied, anzugreifen. Rumar hatte zum Glück Tränke mit der gleichen Kletterhilfe bei sich, so konnten die Zauber gut verteilt werden. Bard wirkte Spinnenklettern auf sich und zwei andere Gefährten[3] und wagte es dann auch, über die Kante zu steigen und Garridan möglichst leise zu folgen.[4] Es war ein seltsames Gefühl, über die Eiswand zu klettern, weil er sich eigentlich nicht festhalten musste, sondern seine Hände am Eis kleben blieben, aber trotz dieses Effekts befiel Bard akute Höhenangst und er war äußerst angespannt. Er war es zwar gewohnt, auf Astrid zu fliegen, und liebte es sogar, aber dieser Abgrund war ihm nicht geheuer.
 1. Bard castet Light auf den Stein.
 2. Perception 18.
 3. Wer möchte, kann sich das eintragen (wirkt 1h). Sagt mir Bescheid, wenn ich mir Slots dafür streichen soll.
 4. Stealth 14.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 18.11.2020, 19:28:17
Bard blickte dem Licht nach, als es nach unten fiel, und zählte dabei die Sekunden, um eine Abschätzung der Tiefe zu erhalten. 1 ... 2... als der Stein schließlich den Boden erreichte, berechnete der Druide eine Tiefe von etwa vierhundert Fuß. Weitere seitliche Höhlen versuchte er zwar zu erkennen, doch die Schatten, die der schnell fallende Stein warf, ließen es nicht zu, mit Sicherheit zu sagen, ob dort noch andere waren als die, die sie bereits gesehen hatten. Am Boden jedoch meinte er eine Art Knochen zu erkennen, doch schienen sie zu groß für einen Menschen oder Halbling zu sein.

Mit Hilfe von Zaubern, Seilen und Suishen erreichten zuerst Garridan und Bard den Eingang zur ersten Höhle. Sie erstreckte sich vielleicht vierzig Fuß in das Eis hinein und bestand aus einer einzigen größeren Kaverne. Auf dem Boden sahen die beiden, wie von Phoebe bereits berichtet, zahlreiche Stücke von weiteren Eierschalen; doch hier befanden sich weit mehr als in Tunuaks Höhle.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 18.11.2020, 20:38:55
"Phoebe, achte mal darauf, ob sich unten etwas tut." Die kleine Drossel versteckte sich weiterhin und bliebt am Rand des Eingangs, um von dort aus hinabzuspähen.

Mit dem Licht am unteren Ende des Schachts und Solitaires eigenem Licht, welches noch immer etwas oberhalb der Hälfte im Schacht schwebte, sollte genug Warnung vorhanden sein, wenn die Drachendame nach oben flog.

Die Zauberin selbst kletterte, durch Bards Zauber ermöglicht, ebenfalls in die erste Höhle, um sich die Eierschalen genauer zu betrachten. "Hier wird Tunuak sie herbekommen haben." Was mochte hier geschehen sein. Waren die Jungdrachen geschlüpft? Hatte Tunuak sie gewaltsam geöffnet?
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 19.11.2020, 18:34:25
Als klar war das sie alle zu der ersten Abzweigung hinuntergehen würden, bereitete Mugin einen Zauber vor. Er fasste sich an die Stirn und berührte dort das grünleuchtende Zeichen welches seine Verbindung zum Eidolon symbolisierte. Nach ein paar Worten auf Sylph hüllte sich die Hand in schwarzem Rauch und Mugin berührte das Eidolon an der Schulter. Der Nebel begann mit grünem Licht zu pulsieren und wanderte hoch auf den Rücken des Eidolon, wo er sich ausbreitete und an zwei Stellen sich weit in die Luft erhob. Langsam verflog er und offenbarte zwei beschuppte Flügel, wie die eines Drachen.[1]
Das Eidolon streckte ihre neuen Gliedmaßen und machte einige Probebewegungen, doch der Zauber gab ihr ein grundlegendes Verständniss wie sie sie einzusetzten habe.
Vorsichtig stieg Mugin auf den Rücken des Eidolons und umklammerte den Hals seiner Dienerin. So machten sich die Beiden auf den Weg zum ersten Höhleneingang.

"Die Frage ist ob er nur ein paar Schalenteile gesammelt hat oder ob der Welpe noch nicht geschlüpft war. Und warum hat Vegsundvaag ihre Brutstätte so weit oben? Sollten die Eier nicht an einer geschützteren Stelle weiter unten sein?" Mugin fuhr sich nachdenklich durch den Bart.

Das Eidolon untersuchte derweil den Raum. Neugierig schnüffelte sie an den Eierschalen, sah sich aber auch den Rest an.[2]
 1. lesser Evolution Surge: Flight
 2. Perception 18
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 19.11.2020, 19:59:02
"Das wundert mich auch, dass die Eierschalen hier oben sind," stimmte Solitaire zu.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 22.11.2020, 02:59:34
Der Schacht entpuppte sich schon bald als viel mehr als das. Mehrere Höhlen und Gänge zweigten davon ab. Rumar vermutete, dass es nicht die beste Idee war, einfach nach ganz unten zu klettern, sondern erst sicherzugehen, dass sie Abzweigungen keine Gefahr waren. Vielleicht boten sie der Gruppe sogar neue Informationen oder Einsichten. Nachdem Garridan und Bard in die Höhle geklettert - oder in Garridans Fall eher gelaufen - waren, folgte nun auch Rumar. Es war ihm zwar nicht geheuer, wie eine Spinne an der Wand zu klettern aber es war zumindest effektiv.
In der kleinen Höhle angekommen, konnte auch der alte Priester die vielen Eierschalen entdecken. Viel mehr als die in Tunuaks Höhle. Vermutlich handelte es sich um die restlichen Eier des Nests der Drachin. Bevor Rumar seine Gedanken aussprechen konnte, tat es schon Mugin. Ja, das waren gute Fragen und die Antworten würden vielleicht nötig sein, wenn sie mit der Drachin sprechen und verhandeln wollten. "Vielleicht sind die Jungen geschlüpft Vegsundvaag hat die Schalen hier oben einfach entsorgt." Er konnte nur hoffen, dass Tunuak tatsächlich nur Schalen geklaut hatte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 22.11.2020, 11:26:53
Garridan nickte, das war alles sehr seltsam hier. Langsam näherte er sich den Eierschalen und untersuchte den Boden nach Spuren. Vielleicht würden diese ihnen verraten, was hier geschehen war.[1]
 1. Spuren lesen 29
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 22.11.2020, 19:49:18
Vielleicht hatte Garridan die besseren Augen, aber tatsächlich fand er zwischen den Überresten der Eierschalen zwei Dinge, die dem Eidolon entgangen waren. Zum einen ein Stammestalisman, der frappierende Ähnlichkeit mit demjenigen hatte, den Ulf von Sonavut bekommen hatte. Doch sein zweiter Fund ließ ihn erschaudern: In einer Spalte, mit zersplittertem Stiel, fand er einen steinernen Hammer. Es war nicht schwer, sich auszumalen, was hier geschehen war. Und auch die Gegebenheiten der Höhle ließen Garridan eher an einen Nistplatz als an einen Ort denken, an denen ein Drache seinen Abfall entsorgen würde.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 26.11.2020, 11:46:26
Bard folgte Garridan und den anderen, die dazustießen, in den ersten seitlichen Ausläufer der Eisspalte. Was sie dort vorfanden, bestätigte nur die Befürchtung, die sie über Tunuaks Taten gehabt haben.
      „Warum sollte Vegsundvaag nicht hier oben nisten?“, kommentierte Bard Mugins und Solitaires Verwunderung über die Platzierung der Schalen relativ nahe des Hortausgangs. „Dieser Ort mag zwar relativ weit oben sein, aber er ist trotzdem ziemlich geschützt. Ich glaube nicht, dass Drachen sich normalerweise vor Nesträubern fürchten müssen – wir haben es ja auch nur mithilfe von Magie hierhergeschafft.“
      So war Tunuak sicherlich auch in den Drachenhort gelangt. Mit Magie. Für ein fliegendes Geschöpf wie einen Drachen war der Spalt hier eigentlich ein perfekter Ort. So ziemlich jeder, der klettern musste, statt zu fliegen, würde an den eisigen Wänden abrutschen und in den Tod stürzen. Vielleicht war dies ja mit dem Wesen geschehen, dessen Knochen Bard hatte ganz unten im Spalt erspähen können. Auf jeden, der die Eiswand überstand, wartete außerdem noch ein wütender Drache. Oder vielleicht sogar zwei? Wenn die Drachin Eier gelegt hatte, musste sie einen Partner haben. Aber vermutlich wäre Iqaliat von zwei Drachen attackiert worden, wenn der Vater der Eier noch vor Ort gewesen wäre.
      „Außerdem gehe ich stark davon aus, dass Vedsundvaag die Eier nicht unbewacht gelassen hat, als sie noch intakt gewesen sind. Tunuak muss einen der seltenen Momente abgepasst haben, an dem sie vielleicht auf der Jagd oder woanders in diesen Höhlen war, um sich hineinzuschleichen und dem Nest zu nähern. Ich glaube tatsächlich, dass er keine Schalen geklaut hat, sondern Vedsundvaags Nachwuchs getötet hat.“
      Die Gegenstände, die Garridan zwischen den Eierschalen fand, rundeten dieses Bild nur ab.
      „Es sieht so aus als hätte Tunuak absichtlich diesen Talisman und den Hammer hier gelassen, nachdem er das Ei oder die Eier zerstört hat, um die Spur nach Iqaliat zu lenken“, schlussfolgerte Bard. „Kein Wunder, dass die Drachin den Ort attackiert hat.“
      Er sah sich in diesem Teil der Höhle ein wenig um, doch es war offensichtlich, dass Vedsundvaag nicht hier war. Wahrscheinlich befand sie sich in einem anderen Seitenarm – oder ja irgendwo draußen unter freiem Himmel.
      „Ich fürchte, schlussendlich haben wir eine schlechte Verhandlungsbasis. Ihr Gelege scheint vollkommen vernichtet zu sein – und wir haben ihr nicht wirklich etwas anzubieten, das sie milde stimmen könnte. Wir müssen darauf hoffen, dass ihr das Wissen über Tunuaks Tod Rache genug sein wird.“
      So machte Bard sich auf, um zum Haupt-Spalt zurückzukehren.
      „Lasst uns weitersuchen.“ Phoebe hatte Ausschau gehalten und noch nicht Alarm geschlagen, deswegen wagte Bard es, horizontal über die Eiswand zu klettern, um zum Seitenarm zu kommen, der dem ersten genau gegenüberlag. Vorsichtig und noch an der Wand hängend, um möglichst unauffällig zu sein,[1] spähte Bard über die Kante in die Dunkelheit, in der er Dank Solitaires Zauber weiter schauen konnte als es normalerweise der Fall gewesen wäre.[2]
 1. Stealth 28
 2. Perception 20 mit Darkvision
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 26.11.2020, 17:37:34
Solitaire nickte. Gerade Garridans Erklärungen ließen wohl nur einen Schluss zu.

"Ich befürchte, Du hast Recht damit, Bard. Ich dachte einfach, dass es weiter unten eben sicherer ist. Dann muss Tunuak die Drachenbrut hier gefunden und getötet haben. Das ist nicht gut. Dass er Vegsundvaag bewusst provoziert hat, war ja naheliegend, schließlich brauchte er Argumente, um von seinem 'Zorn der Windgeister' zu predigen. Aber das ist schwer zu verzeihen. Auf jeden Fall wird es schwierig sein, hier mit Worten weiterzukommen. Versuchen würde ich es dennoch, wenn sich die Gelegenheit bietet. Aber wenn nicht, dann sollten wir uns auch an den Gedanken gewöhnen, dass es zu einem Kampf kommen wird. Weiße Drachen sind jetzt auch nicht gerade für ihre Nettigkeit bekannt."

Erneut nickte die Zauberin zu den Worten des Halblings.

"Suchen wir weiter. Wir müssen sie ja zunächst einmal finden. Von unserer Anwesenheit wird sie wahrscheinlich bereits wissen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 29.11.2020, 14:04:22
Bard kletterte zu der kleineren Höhle und spähte hinein. Durch Solitaires Zauber konnte er tatsächlich gut sehen, doch nur etwa zwanzig Fuß vor ihm machte die Höhle eine Biegung nach unten: Mehr erkennen würde er nur, wenn er sich weiter vorwagte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 30.11.2020, 10:05:53
Garridan folgte Bard, der kleine Kerl war furchtlos, sihc als erster in die Höhe zu wagen, dass musste er schon sagen. Leise und vorsichtig drangen sie gemeinsam weiter vor.[1]
 1. Stealth 30, Perception 27
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 30.11.2020, 20:01:20
Solitaire wartete ein wenig, ehe auch sie den anderen folgte. Sie mussten weiter nach unten gelangen und Schritt für Schritt die Gänge und Aushöhlungen im Eis erforschen. Irgendwann würde die Drachendame sich schon blicken lassen. Währenddessen hielt Phoebe weiter den Schacht nach unten im Blick.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 01.12.2020, 23:54:51
Etwa zwanzig weitere Fuß nach der Biegung öffnete sich der schmale Gang in eine große Höhle, deren Ausmaße sie im ersten Moment gar nicht ausmachen konnten. Von der Decke, wo sie sich befanden, bis zum Boden, waren es über vierzig Fuß, und zu beiden Seiten erstreckte sich die Höhle noch deutlich weiter. Sie vermuteten, dass es in die eine Richtung zu der Spalte ging, von der sie gekommen waren - schließlich gab es dort unterhalb von ihrem Gang eine weitere, deutlich größere Öffnung.
In der anderen Richtung konnten sie auf dem Boden schwach einen tiefen Graben ausmachen, der sich quer durch das Eis zog.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 02.12.2020, 03:51:33
Leider sah es schlimmer aus, als Rumar gehofft hatte. Garridan fand einen steinernen Hammer und Bard bestätigte daraufhin, dass der Drache wohl hier oben genistet hatte. Ja, wieso nicht. Die Höhle war sicher und ein so mächtiges Wesen musste keine Gefahr fürchten. Es tat Rumar in der Seele weh, dass Tunuak nicht nur sein eigenes Dorf verraten, sondern auch unschuldige, wehrlose Babys am Schlüpfen gehindert hatte. Nun gingen ihre Chancen, Vedsundvaag zu beruhigen und mit ihr zu verhandeln, gegen null. Sowohl Bard, als auch Solitaire waren dieser Meinung und er schloss sich dieser Einschätzung an. Zwar hatten sie bereits Vorkehrungen getroffen aber nun sollten sie sich auch aktiv und ganz bewusst auf einen Kampf vorbereiten. Es würde schwer werden, überhaupt mit der Drachin zu reden. Doch Rumar würde sein Bestes tun. Er nickte Solitaire zu und folgte der Gruppe in die große Höhle. "Wir sollten uns diesen Graben näher ansehen.", schlug er vor. Schließlich wussten sie sowieso nicht, wo Vedsundvaag war oder ob sie überhaupt hier war.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 11.12.2020, 12:12:56
Solitaire hatte sich von oben ersteinmal umgesehen, aber die Sicht war nicht so gut und die Höhle unter ihnen offenbar recht groß. "Ich leuchte die Höhle einmal aus, damit wir mehr sehen können," sagte sie und rief ihre Lichter herbei, um sie durch die Öffnung in die Höhle zu schicken, damit sie sich dort am Rande ihres Blickfelds einmal im Kreis herumbewegen konnten.

Phoebe versteckte sich derweil am Eingang der Höhle, um den Schacht weiterhin im Blick zu behalten.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 13.12.2020, 19:52:32
Phoebe schickte also ihre kleinen Lichter tiefer in die Höhle, und sah nun, dass diese sich noch einmal weitete. Plötzlich erblickte sie am äußersten Rand des Lichtscheins eine massive Gestalt, und im gleichen Moment hörten sie alle ein dumpfes Grollen aus dem hinteren Bereich der großen Höhle.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 20.12.2020, 19:22:28
Als Garridan den Schatten sah und das Grollen hörte war er überzeugt, dass sie ihr Ziel gefunden hatten. Es war wohl eine gute Entscheidung gewesen, sich von hier oben einen Überblick zu verschaffen und nicht durch den Tunnel dem Drachen direkt in die Fänge zu laufen. Die magischen Lichter hatte der Drache sicher bemerkt, aber hatte sie auch erkannt, woher sie gekommen waren? Vorsichtig starrte er über die Kante des Lochs nach.[1]
 1. Perception 19
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 21.12.2020, 10:58:08
Solitaire hatte tatsächlich nicht damit gerechnet, dass sie schon so weit oben auf den Drachen treffen würden, aber wer sonst sollte das sein. Die Halbelfin rief daher in die Höhle hinein, in der Hoffnung, dass ihre Worte gehört wurden.

"Vegsundvaag, wir sind gekommen, um mit Dir zu sprechen. Deine Angriffe auf Iqaliat müssen aufhören. Wir sind Reisende aus dem Süden und Freunde der Erutaki. Wir sind hergekommen, um mit Dir darüber zu verhandeln. Wir wissen, was geschehen ist. Wir wissen auch, wer dafür verantwortlich war. Und, wer diese Stürme auf das Land losgelassen hat. Zügle Deinen Zorn, wenn Du dazu in der Lage bist, und lass uns darüber reden!"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 21.12.2020, 13:25:58
(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8952.0;attach=14255;image)

Zunächst geschah einige Herzschläge lang überhaupt nichts, und eine nervenzerreißende Stille füllte die Höhle. Dann jedoch ertönte ein lautes Brüllen, und nur einen Lidschlag später schoss ihnen ein aufgerissenes Drachenmaul entgegen. Garridan blickte direkt in die Augen des weißen Drachen und sah den Wahnsinn darin, womöglich ausgelöst oder auch nur verstärkt durch die Zerstörung der Dracheneier. Der Drache war kleiner, als sie womöglich erwartet hatten: Etwa fünfzehn Fuß maß das Biest von der Schnauze bis zum Schwanz; doch dennoch war es ein beeindruckender Anblick, wenn man dem geöffneten Maul einer solchen Kreatur entgegenblickte.

Vegsundvaag brüllte einige Worte in einer für alle unverständlichen Sprache[1], und auch wenn sie es nicht verstanden, wirkte das Gebrüllte nicht wie ein Verhandlungsangebot. Stattdessen holte die Kreatur tief Atem ...[2]

~~~

Runde 1
Garridan (22)
Eidolon (20)
Rumar (15)
Vegsundvaag (13)
Mugin (8)
Bard (6)
Solitaire (6)
 1. Drakonisch
 2. bitte alle eine Initiative.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 21.12.2020, 13:59:25
"Da hat Tunuak ja wohl ganze Arbeit geleistet..." sagte Solitaire noch, als ihnen allen klarwurde, dass sie diesen Drachen nur auf eine Weise davon abhalten konnten, Iqaliat und die Erutaki weiter anzugreifen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 21.12.2020, 21:25:28
Bard zuckte zusammen, als die Drachendame zu brüllen begann und ihre unverkennbare Wut laut in der Höhle wiederhallte. Was auch immer sie ihnen entgegenschrie (Bard verstand ihre Sprache nicht), war so von Hass erfüllt, dass klar war, dass Vegsundvaag nicht für Verhandlungen bereit war. Sie mochte kleiner sein als er erwartet hatte, aber gefährlich war sie trotzdem.
      „In Deckung!“, stieß Bard aus, als er realisierte, dass sie gerade Luft holte, um der Gruppe ihren todbringenden Eisodem entgegenzustoßen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 22.12.2020, 20:24:36
Sie hatten den Drachen also gefunden, aber mit ihr war nicht zu reden. Vielleicht hatte sie Solitaire auch einfach nicht verstanden.
Mugin zögerte. Er hatte gehofft nicht noch mehr Blut, egal wessen, wegen des Wahnsinns eines Mannes vergießen zu müssen. So reagierte er nur langsam und als er bemekrte was der Drache vorhatte konnte er nurnoch ein leises "Scheiße..." murmeln. Doch der Gnom hatte Glück, das Eidolon war deutlich schneller mit ihrer Reaktion und auch auf ihren Füßen. Durch die Verbindung mit Mugin wusste sie zu was Drachen fähig sind und erkannte auch den tiefen Atemzug. So floh sie in die nächstbesteste Deckung, zusammen mit ihrem Meister der immernoch auf ihrem Rücken klammerte.[1]
 1. Bewegung in die nächste Deckung, sonst in den Schacht
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 24.12.2020, 05:10:21
Leider kam es, wie es kommen musste: Vegsundvaag war so wütend, dass sie nicht verhandeln wollte oder konnte. Das war sehr schade aber gleichzeitig nicht verwunderlich nach dem, was ihr passiert war. Das  bedeutete für sie alle allerdings, dass sie sich gegen die Drachin stellen und sie aufhalten mussten. Vegsundvaag war bereits dabei ihre mächtigste Waffe einzusetzen. Den Drachenodem. Zwar war jeder der Gruppe davor bis zu einem gewissen Grad geschützt aber Rumar wollte dennoch keine Risiken eingehen. Instinktiv rief er die Götter um Hilfe an und richtete seine Hand auf die Drachin. Ein magischer, gleißender Strahl raste auf Vegsundvaag zu, bevor sie die Gruppe mit ihrem Odem einfrieren konnte.[1] Zusätzlich wollte Rumar es allerdings nicht darauf ankommen lassen und zog sich kurz darauf so schnell zurück, wie ihn seine alten Beine trugen. Vielleicht konnte er dem schlimmsten entgehen, wenn der Fluch nicht wirkte.[2]
 1. Curse of Dampening: Minimaler Schaden bei Angriffen und Zaubern für 3 Runden. Wille gegen 18 negiert.
 2. Bewegung in Deckung, sonst Rückzug.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 29.12.2020, 09:23:39
Garridan zuckte kurz zusammen, als er in das Maul des Drachen blickte. Die Gedanken in seinem Kopf rasten, wohin sollte er gehen. Er sah das Eidolon, das weg lief, aber in der Höhle konnten sie den Drachen nicht stellen und falls er schnell nach oben kam und zum Eingang ihres Tunnels kam, saßen sie in der Falle. Also sprang er nach unten, in die Höhle hinein, in der Hoffnung, dass er den spitzen Zähnen entkommen würde. "Ich locke ihn weg vom Loch" rief er noch und dann war er verschwunden.

Er bewegte sich nahe an der Höhlenwand etwas weg von dem Loch und suchte einen guten Platz, von dem aus Suishen den Drachen erreichen konnte, sobald er nahe genug war. Dann ließ er den Drachen die Klinge schmecken.[1]
 1. Angriff 30, Schaden 9 + 2 (Feuer)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 29.12.2020, 19:22:29
Der Schock, sich plötzlich dem Drachen gegenüber wiederzufinden, stand dem einen oder der anderen noch ins Gesicht geschrieben. Rumar jedoch reagierte schnell und wirkte einen schnellen Schwächungszauber, den der Drache jedoch scheinbar abschütteln konnte. Garridan hingehen sprang furchtlos nach unten in die Höhle und ging in die Offensive, wobei Suishen dem Biest eine tiefe Wunde zufügte.
Das Eidolon, das ebenfalls schnell geschaltet hatte, hatte keine Zeit zu überlegen und sprang zu Mugins Überraschung hinter Garridan in die Tiefe - gerade noch rechtzeitig, um dem eisigen Odem Vegsundvaags auszuweichen.

Denn nur einen Moment später traf die übrigen Helden der eisige Schwall, der ihnen die Haut gefrieren zu lassen schien. Auch Rumar musste erkennen, dass der Atem des Drachen weiter reichte, als er sich in der kurzen Zeit zurückziehen konnte. Für einen Augenblick waren alle wie erstarrt vor Kälte, doch nun war es an der Zeit zurückzuschlagen.[1]

~~~

Runde 2
Mugin
Bard
Solitaire
Garridan
Eidolon
Rumar
Vegsundvaag
 1. Rumar, Solitaire und Bard erhalten 25 Kälteschaden; erfolgreicher Reflex Save gegen 19 halbiert (wie immer aufgerundet). Ihr seid alle dran.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 29.12.2020, 19:40:03
Solitaire war nicht besonders gut darin, auszuweichen, und daher traf sie der kalte Odem der Drachendame mit voller Wucht. Ihre Schutzmagie hingegen wirkte und konnte einen guten Teil davon abfangen. Zum Glück hatten sie im Vorfeld bereits gewusst, womit sie sich hier anlegten, und konnten sich entsprechend vorbereiten.

Eis bekämpfte man am besten mit Feuer, daher rief die Zauberin eine Kugel aus Feuer herbei, um diese auf Vegsundvaag zu jagen[1].
 1. Flaming Sphere Reflex DC 18 oder 13 Feuerschaden
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 04.01.2021, 17:10:23
Nachdem er sich von dem Schreck erholt hatte das seine Dienerin einfach in die Höhle herabgeschprungen war, stieg Mugin hastig ab und blieb nahe der Felswand zurück. Während er seinen Beschleunigungszauber sprach[1] begab sich das Eidolon bereits in Angriffsposition.[2] Sie aktivierte ihr Amulett und schon wie zuvor entflammten ihre Klauen und heiße Säure begann von ihren Zähnen zu tropfen. Immer wieder schnappte und schlug sie nach dem Drachen.[3][4][5][6]
 1. Haste auf Eidolon, Garridan, Mugin und Solitaire (falls in Sichtfeld)
 2. 5ft step nach Nordosten
 3. Full attack: Bite1 19, Dmg 12+4 Acid+1 Fire+6 Bleed =23
 4. Bite2 21, Dmg 11+3 Acid+4 Fire+5 Bleed =23
 5. Claw1 18, Dmg 10+4 Fire+2 Bleed = 16
 6. Claw 2 14, Dmg 5+3 Fire+1 Bleed = 9
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 05.01.2021, 17:06:22
Als Garridan die agie in seinem Körper spürte, hob er die Klinge und ging einen Schritt näher an den Drachen heran, um mit dem Eidolon in eine Zangenposition zu kommen.[1], gleichzeitig schaute er schnell nach Schwachstellen des Wesens[2]

Dann ließ er Suishen auf das Wesen nieder sausen.[3]


 1. Schritt nach rechts
 2. Studied target als swift action
 3. Angriffe jeweils mit Bonus für studied target (beim Würfeln nicht mitberechnest): Angriff 1: 23, Schaden 10 + 6 Feuer; Angriff 2: 26, Schaden 12 + 6 (Feuer); Angriff Hast 27, Schaden 12 +1 (Feuer)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 07.01.2021, 14:56:55
Der Drache erwies sich als der befürchtet harte Gegner: Das Eidolon schlug zwar wie wild nach dem Ungetüm, doch keiner der Angriffe fand wirklich sein Ziel. Garridan machte es besser: Immerhin zwei seiner drei Hiebe trafen die Flanke des Drachen und hinterließen tiefe Wunden.[1]
 1. 23 trifft noch nicht, 26 allerdings schon
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 08.01.2021, 13:23:27
Bard konnte sich selbst nicht schnell genug Sicherheit bringen, bevor Vedsundvaag den Eindringlingen den eisigen Todesatem entgegenspie.[1] Doch der innere Schreckmoment reichte aus, dass die in seinem Schild gespeicherte Ley-Energie sich augenblicklich zu einem mentalen Schutzwall vor ihm manifestierte. Der Drachenodem prallte mit so einer zerstörerischen Kälte dagegen, dass es nicht reichte, um Bard komplett davor abzuschirmen. Die Barriere zersplitterte und Schmerz durchfuhr Bard, als er sich Erfrierungen zuzog.[2] Jedoch hätte die Sache weitaus schlimmer ausgehen können. Sein Herz trommelte wild, als er seinen Bogen hob und zwei Pfeile an Solitaire vorbei auf die Drachendame abfeuerte.[3]
 1. Reflex nicht geschafft: 15 Schaden (dank Resist Energy 10)
 2. Mind Barrier (https://www.d20pfsrd.com/alternative-rule-systems/occult-adventures/occult-classes/occultist/occultist-implements/#Mind_Barrier_Sp) als Immediate Action für 2 Fokuspunkte, was 12 Schadenspunkte schluckt
 3. Zwei Attacken (piercing, magic): 15 (6 Schaden), 25 (8 Schaden)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 09.01.2021, 03:53:45
Der Zauber schien keinen Effekt auf Vegsundvaag zu haben. Bevor Rumar sich allerdings darüber ärgern konnte, kam das, was er befürchtet hatte. Die Drachin nutzte ihre mächtigste Waffe und überzog sie mit klirrender Kälte. Darauf waren sie aber vorbereitet gewesen und so spürte Rumar zwar den Odem der Drachin aber wurde, obwohl er diesem voll ausgesetzt war, kaum davon beeinträchtigt.[1]
Während seine Freunde sich bereits in den Kampf stürzten und der Drachin erste Wunden zufügten, konzentrierte sich Rumar in sicherer Entfernung auf einen weiteren Zauber. Ein Drachenodem war gefährlich aber man sollte die messerscharfen Krallen und dutzenden Zähne nicht vergessen. Der alte Mann zeigte auf seine Gegnerin und ein magischer Strahl flog auf diese zu.[2] Leider flog er an ihr vorbei und traf nutzlos die Höhlenwand.[3] Auch wenn es gefährlich war, lief Rumar noch einige Schritte nach vorne, um im Notfall besser helfen zu können.[4]
 1. Reflex nicht geschafft aber dank Kälteresistenz 20 nur 5 Schaden.
 2. Ray of Enfeeblement
 3. Ich gehe davon aus, dass ein Berührungsangriff mit 12 nicht ausreicht.
 4. Hinter Bard
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 10.01.2021, 15:18:52
Zu Rumars Überraschung traf sein wirklich nicht gut gezielter Zauber den Drachen tatsächlich[1], auch wenn der Effekt bei einem solchen Ungetüm wahrscheinlich geringer sein würde als bei einem normalen Gegner.[2]
Bards erster Pfeil zischte derweil noch am Drachen vorbei, der zweite jedoch traf ins Schwarze, und die Magie des Bogens trieb ihn durch die Schuppen hindurch tief ins Fleisch.

Vegsundvaag war zwar etwas geschwächt durch den Zauber, doch die Angriffe gegen sie schienen sie langsam zur Raserei zu treiben. Schnell feststellend, wer sie vor allem so verletzt hatte, drehte sie sich zu Garridan um und überzog diesen mit einer wilden Abfolge von Bissen, Klauenangriffen und Flügelschlägen; doch ob es nun an Rumars Zauber lag oder an etwas anderem: Nur eine Klaue schaffte es in ihr Ziel, während alle anderen Attacken ins Leere gingen.[3] Als letztes schwang sie noch ihren Schwanz in Richtung des Eidolons, doch auch dieser Angriff ging fehl.

~~~

Runde 3
Mugin
Bard
Solitaire
Garridan
Eidolon
Rumar
Vegsundvaag
 1. Touch 12 trifft
 2. Fortitude save geschafft.
 3. Biss, Klaue, 2x Flügel. Eine Klaue trifft für 10 Schaden.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 10.01.2021, 16:59:05
Währenddessen wirkte Solitaire ihre Magie, um den Drachen noch weiter zu behindern. Sie sorgte dafür, dass der eisige Boden unter Vegsundvaag klebrig wurde[1]. Dann lenkte die Zauberin ihre Feuerkugeln wieder gegen den Drachen[2].
 1. Glue Seal (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/g/glue-seal) auf das obere rechte Feld des Drachen (Reflex DC 18 oder entangled (https://www.d20pfsrd.com/gamemastering/conditions#TOC-Entangled))
 2. Flaming Sphere (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/f/flaming-sphere) (Reflex DC 18 (ggfs. mit -2 durch entangled) oder 12 Feuerschaden)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 10.01.2021, 18:51:40
Garridan erstarrte kurz, als das Monstrum sich ihm zuwandte, aber er spürte nur einen kurzen Schmerz - und atmete erleichtert auf. Dann bewegte er sich ein kleines Stück., um mit dem Eidolon den Drachen in die Zange zu nehmen.[1]
Und dann griff er den Drachen an.[2]
 1. 5-Fuß-Schritt
 2. Angriff 1: 22 (trifft nicht); Angriff 2: 29, Schaden 11 + 2 (Feuer) + 4 sneak; Angriff Hast 32, Schaden 17 + 3 (Feuer) + 11 sneak
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 16.01.2021, 13:34:38
Mugin wartete auf eine Chance näher an den Kampf oder besser gesagt das Eidolon heranzukommen. Er nutzte die kurze Pause in den Attacken nach dem verfehlten Schwanzhieb um zu seiner Dienerin zu laufen und verstärkte sie mit einem Zauber.[1]

Nachdem sie dem Schwanz des Drachen ausgewichen war, wartete das Eidolon auf Mugin. Sofort nachdem sie die Magie fühlte schlug sie wieder los und nahm Vegsundvaag mit Garridan in die Zange.[2][3][4][5]
 1. 5ft step hinter das Eidolon, Magic Fang
 2. Full Attack: Bite1 daneben
 3. Bite2 33, Dmg 13+4 Acid+3 Fire+5 Bleed = 25
 4. Claw1 30, Dmg 10+4 Fire+2 Bleed = 16
 5. Claw2 28, Dmg 7+2 Fire+2 Bleed = 11
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 19.01.2021, 16:28:11
Ob es nun an dem Schwächungszauber lag oder an blinder Wut, Vegsundvaag verfehlte Garridan mit fast allen Angriffen. Zum Glück, denn sonst hätte es für ihn ganz anders aussehen können. So fiel es Rumar auch nicht schwer, ein bisschen offensiver vorzugehen. Ganz davon abgesehen, dass er sich sowieso nicht in die Nähe des Drachen bewegen wollte. Er versammelte die Kräfte der Götter in einen gleißenden Blitz, der direkt auf Vegsundvaag niederging.[1]
 1. Burst of Radiance: Reflex gegen 17. Wenn geschafft, für 3 Runden dazzled (https://www.d20pfsrd.com/gamemastering/conditions#TOC-Dazzled), wenn nicht für 3 Runden blinded (https://www.d20pfsrd.com/gamemastering/conditions#TOC-Blinded). Falls Vegsundvaag böse sein sollte, außerdem 13 Schadenspunkte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 20.01.2021, 12:37:01
Der Drache wusste gar nicht, wie ihm geschah, als lötzlich von Garridan und dem Eidolon aus zwei Richtungen Schläge und Bisse auf sie einhagelten. Die massive Wucht der Attacken war letztlich zu viel, denn nach einem letzten Aufbäumen brach Vegsundvaag zusammen und krachte auf den eisigen Boden.[1]
 1. Allein mehr als 100 Schaden diese Runde durch Garridan und das Eidolon …
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 20.01.2021, 15:13:06
"Es ist schon irgendwie schade, dass sie so enden musste. Ein majestätisches Wesen. Aber es gab keine andere Möglichkeit. Sie war vollkommen im Wahn, das konnte man deutlich sehen."

Solitaire wirkte einen Zauber, um Vegsundvaags sterbenden Körper auf magische Spuren zu untersuchen[1]. Vielleicht gab es ja noch eine genauere Erklärung für den Wahnsinn, dem sie anheimgefallen war. Sie wussten ja bereits, dass Tunuak irgendetwas mit ihrer Brut angestellt haben musste, und es war naheliegend, dass dies der Auslöser gewesen war. Aber dennoch hoffte die Zauberin auf weitere Erkenntnisse.

Ansonsten kletterte sie die Wand herunter, um sich mithilfe ihrer Lichter auch in der Höhle noch weiter umzusehen und auch dort nach magischen Spuren zu suchen.

Während sie sich so umsah, meinte sie noch: "Was wohl noch tiefer unten in diesem Schacht ist, wenn sie hier oben bereits ihre Lagerstätte hatte."
 1. Detect Magic
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 23.01.2021, 13:52:13
In der Höhle und auch in Vegsundvaags Überresten konnte Solitaire keine ungewöhnlichen magischen Spuren entdecken, und auch sonst war hier nichts mehr von Wert zu finden, weshalb die Gefährten sich schließlich daran machten, den Rest des Höhlensystems zu durchsuchen. Ein weiterer kleinerer Fluchttunnel führte aus der Haupthöhle, in der sie sich befanden, zurück in den Schacht, so dass es nur noch eine weitere Abzweigung gab, die sie noch nicht untersucht hatten - und den Boden des Schachtes.

Sie beschlossen, zuerst dort unten zu suchen, und fanden am Boden, in einer Tiefe von vielleicht 400 Fuß, das Skelett eines weiteren, einst stolzen Drachens zwischen zerklüfteten Felsspitzen.

In der letzten verbliebenen Höhle schließlich entdeckten sie das, was offenbar Vegsundvaags Hort darstellte: Ein großer Haufen von Münzen und zahlreichen Ausrüstungsgegenständen, die sie erst einmal genauer untersuchten.[1]
 1. Ich kopiere das der Einfachheit halber im Original:
One lesser dragon slaying arrow
A +2 short sword
A potion of protection from arrows
A ring of feather falling
A horse terra-cotta talisman[1]
A wand of ray of enfeeblement (15 charges)
A masterwork light steel shield
A masterwork cold iron spiked gauntlet
A masterwork composite shortbow (+2 Strength) with 11 arrows
A masterwork spear
A climber’s kit
200 feet of silk rope
A piece of amber (worth 100 gp)
Three bloodstones (worth 50 gp each)
A blue sapphire (worth 500 gp)
A leather quiver decorated with winter wolf fur and tooled with Snowcaster elf designs (worth 500 gp)
3104 cp, 2521 sp, 594 gp, and 202 pp
 1. These ceramic statuettes are molded in the likenesses of armored soldiers, horses, or dogs, and are considered symbols of good fortune in battle. Once per day, the possessor of a terra-cotta talisman can reroll a single attack roll as an immediate action, with a +1 luck bonus on the reroll, and keep the most favorable result. A terra-cotta talisman also contains the vestige of a spirit of an ancient warrior or warbeast that can be called upon once per day as a standard action to manifest itself as a spiritual force. The powers of the talismans are as follows:
• Terra-Cotta Horse: phantom steed
• Terra-Cotta Hound: mage’s faithful hound
• Terra-Cotta Warrior: spiritual ally
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 09.02.2021, 09:31:07
Nachdem sie erstmal alles eingesammelt hatten, was sich in dem Drachenhort befand[1], verbrachte Solitare noch eine Weile damit, das Skelett des Drachen am Fuß des tiefen Schachts näher zu untersuchen. Woran war er gestorben? Das war eine Sache, die die Zauberin interessierte. Aber vielleicht konnte sie hier auch ein paar Teile mitnehmen, die sich später zur Verzauberung eignen würden.

"Wir sollten uns bald auch auf den Rückweg machen. Die Bewohner Iqaliats wollen sicher erfahren, wie es ausgegangen ist. Und es gibt ja noch ein wenig mehr zu tun hier."
 1. Steht in der Gruppenkasse
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 12.02.2021, 08:13:11
Garridan sah sich mit den anderen überall um und sammelten ein, was sie tragen konnten. Die Drachen benötigenden es schließlich nicht mehr. Er bewunderte das Skelett des Drachen, hielt sich dort aber nicht so lange auf. Er ging zurück zu Vegsundvaag und sah sich den toten Drachen lange an. Er war neugierig, wer konnte schon wissen, ob er noch einmal einem Drachen so nah kommen würde und später davon berichten konnte. Er untersuchte den Körper nach schwachen und besonders geschützten Stellen, während seine Finger mit einer gewissen Ehrfurcht über die kalten, schimmernden Schuppen am Rücken strichen. Und ganz zum Schluss holte er sich eine Trophäe, einige großen Drachenzähne, ein paar glitzernde Drachenschuppen und eine Klaue oder ein Horn[1].

Dann war er bereit zur Rückreise, überlegte aber, ob sie nicht hier zumindest eine kurze Rast einlegen sollten. In einem Drachenhort würde sie keiner so schnell überfallen.
 1. je nachdem was den Kampf in einem brauchbaren Zustand überstanden hatte
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 13.02.2021, 08:10:24
Nachdem Vedsundvaag besiegt war, konnte Bard aufatmen. Zum Glück war alles schnell vorbei gewesen und sie alle waren mehr oder minder mit kleinen Kratzern davongekommen - aber das hätte auch ganz anders ausgehen können.
„Es ist wirklich bedauerlich, dass wir sie nicht überzeugen konnten“, schloss Bard ein Fazit, während er den Körper der Drachendame mit ehrlichem Kummer betrachtete. Sie hatte so sehr unter Tunuaks Taten gelitten... es traf sie keine Schuld an dem, was geschehen war. Gefährlich für Iqaliat wäre sie allerdings wohl auch gewesen, wenn Tunuak sie und ihren Nachwuchs in Ruhe gelassen hätte. Früher oder später.

Bard half dabei Vedsundvaags Hort nach Wertgegenständen zu durchsuchen. Sie hatte einiges angesammelt, das erahnen ließ, dass sie vorherige Drachenjäger überwältigt hatte. Dass Garridan sich Trophäen von Vedsundvaags Überresten selbst nahm, versuchte Bard zu ignorieren. Vielmehr interessierte er sich, wie Solitaire auch, für den bereits skelettierten Drachen unten im Höhlenschacht. Zumindest warf er neugierig einen näheren Blick darauf.
„Vielleicht war das Vedsundvaags Partner. Wenn es ein Gelege gab, muss sie sich mit einem Männchen gepaart haben“, überlegte Bard, halb mit sich selbst sprechend, aber irgendwie auch an Solitaire gerichtet. „Oder vielleicht ist sie nicht die erste Drachin in diesem Hort gewesen. Hat sie diesen hier wohl selbst getötet oder fiel er denjenigen zum Opfer, deren Ausrüstung wir gefunden haben?“
So wirklich interessierte ihn die Antwort auf diese Frage allerdings nicht. Er ließ sie, rhetorisch gestellt, im Raum stehen.
„Ich, für meinen Teil, freue mich nun auf einen Platz am Feuer und eine warme Mahlzeit. Lasst uns bald aufbrechen, um Iqaliat die frohe Kunde zu überbringen.“
Sobald alle bereit waren, begann Bard mit dem Aufstieg. Naquun machte sich am Höhleneingang sicher schon Sorgen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 15.02.2021, 11:30:23
Schließlich waren sich alle einig, diesen Ort baldmöglichst zu verlassen. Sie waren gut bepackt mit den Beutestücken und auch mit Trophäen des Kampfes (die auch den Beweis erbringen würden, dass die Drachin tatsächlich besiegt war). Mit Hilfe der verschiedenen Zauber gelang es ihnen problemlos, aus der Höhle des Drachen zu gelangen, die sie so schnell nicht wieder betreten wollten, und sie machten sich auf den Rückweg nach Iqaliat, um den dortigen Bewohnern die frohe Botschaft zu überbringen, dass ihr Dorf sich nicht mehr vor Vegsundvaags Angriffen würde fürchten müssen.

Nach einer Reise ohne weitere Zwischenfälle kehrten die Helden triumphal nach Iqaliat zurück. Nachdem sie von ihrer Tat berichtet und Garridan das Horn des Drachen als Beweisstück präsentiert hatte, wurde für den Abend in Windeseile ein großes Festmahl angesetzt, und überall sahen die Reisenden die Vorbereitungen, als Ziegen und Karibus geschlachtet sowie Fisch ausgenommen wurde, um für das Mahl vorbereitet zu werden. Überall, wo sie an diesem Tag entlang kamen, wurde auf ihr Wohl getrunken und mehr als einmal mussten sie die Geschichte erzählen, wie sie Vegsundvaag zur Strecke gebracht hatten. Natürlich musste auch Cliff jedes Detail des Kampfes erfahren und zog sich sogleich zurück, um ein angemessenes Heldenlied darüber zu schreiben.

Am Abend, während des großen Festes, nahmen die fünf Helden, die den Drachen besiegt hatten, auf Ehrenplätzen zwischen Nalvanaq und Sonavut Platz und begannen mit einer großartigen Zecherei, als sie seit langem endlich einmal wieder das Gefühl hatten, ihre Sorgen beiseite schieben zu können.

Doch noch im Laufe des Abends wurden sie wieder ein Stück auf den Boden zurückgeholt. Der Alkohol hatte allen Feiernden bereits ein wenig zugesetzt, als Sonavut und Nalvanaq die fünf beiseite nahmen, um mit ihnen zu sprechen.
"Wir haben die Piktogramme in Tunuaks Höhle in der Zwischenzeit noch einmal genauer untersucht, und wir denken, dass wir noch ein paar weitere Details seiner Pläne herausfinden konnten." begann Nalvanaq, und Sonavut fuhr fort.
"Uralte Legenden berichten, dass die Morozkos eine Plage waren, geschickt vom Dämonenlord Sithhud, der in lange vergangenen Zeiten das Fleisch der Toten aß und ihre Knochen an seinem Willen band, ihm zu dienen. Die dreifingrige Skelettklaue ist Sithhuds Symbol, und die Piktogramme lassen vermuten, dass die geflügelte Frau einen Weg gefunden haben könnte, einen Teil von Sithhuds uralter Macht für sich zu nutzen. Die schwarzen Monoliten müssen irgendetwas damit zu tun haben, aber was, konnten wir noch nicht herausfinden.

Inzwischen glauben wir, dass der Turm im dritten Piktogramm den Turm der Stürme zeigt. Und wir vermuten, dass die geflügelte Frau - Katiyana - dort zu finden sein könnte, am Fuße der Alabastergipfel."


Was Sonavut ihnen nicht sagen musste, denn sie wussten es bereits: Wenn sie mit ihrer Karawane den Weg über die Krone der Welt bestehen wollten, dann mussten sie die Morozkos beenden. Vielleicht war es möglich, die schwarzen Monoliten einzeln zu zerstören, doch wahrscheinlich mussten sie das Übel an der Wurzel packen und ausreißen - im Turm der Stürme.

Doch zuvor hatten sie die Möglichkeit, etwas zur Ruhe zu kommen und ihre Vorräte aufzufüllen. Selbstverständlich hatte niemand aus dem Dorf mehr etwas dagegen, die Karawane für so lange aufzunehmen, wie sie dort bleiben wollte.[1]
 1. Ihr könnt nun eine Stufe aufsteigen, auf Stufe 8!
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 15.02.2021, 13:10:52
Zwar überwog natürlich die Freude über ihren Sieg, aber ein wenig traurig war die Zauberin auch, dass es so enden musste. Für die Erutaki war es aber ein Strahl der Hoffnung, der die dunklen Schatten der letzten Zeit zumindest für den Moment vergessen ließ. Auch Solitaire hatte keine Schwierigkeiten, sich bei den Feierlichkeiten ausgelassen an Speise, Trank, Gesang und Tanz zu erfreuen. Die Varisier waren für ihre Feierlaune durchaus berüchtigt. Und ein wenig Abstand von den Problemen der Vergangenheit und der Zukunft zu gewinnen, konnte ja nicht schaden.

Tatsächlich überraschte es Solitaire aber wenig, dass mit ihrem Sieg über den Drachen hier noch lange nicht alles erledigt war. Die Stürme waren es, die ihnen den Weg versperrten, und so stimmte sie Sonavut und dem Häuptling ohne zu zögern zu, dass sie ihr Augenmerk nun auf den Turm richten mussten. Vielleicht würden sie sich auch um die Monolithen kümmern müssen, aber dieser Turm musste das Zentrum dessen sein, was hier vor sich ging.

Nachdem sie am Vortag gemeinsam die Piktogramme gesehen hatten und dann Tunuaks Worte vernommen hatten, war bereits deutlich geworden, dass mehr dahintersteckte, als nur der vom Weg abgekommene Schamane. Auch er war nur ein Mittel zum Zweck gewesen, genau wie der Drache. Ihren wahren Gegner würden sie erst noch finden müssen. Und alles deutete darauf hin, dass es diese Katiyana sein würde.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 23.02.2021, 03:30:32
Es schmerzte Rumar, dass sie Vedsundvaag hatten töten müssen. Er wusste, dass es das Beste für sie und das Dorf gewesen war und dass es keinen anderen Weg gegeben hatte aber das änderte nichts an seinen Gedanken und Gefühlen. So ein mächtiges und intelligentes Geschöpf, welches durch die Missetaten eines Einzelnen zur Weißglut getrieben worden war. Die einzige Person, die an dieser Sache die Schuld trug, war Tunuak. Rumar betete, dass der Mann seine gerechte Strafe von den Göttern erhalten würde. Er betete auch für Vedsundvaag und bat darum, dass sie nun Ruhe finden und mit ihren getöteten Jungen wiedervereint werden würde. Viel länger hielt es allerdings niemanden mehr in dem Höhlensystem. Nachdem sie den Drachenhort geplündert hatten, machten sie sich wieder auf den Weg zurück. Rumar war schweigsam und versuchte alles zu verarbeiten aber er nickte Bard bei seinen Worten zu und stimmte mit dem Gesagten überein.
Ihm gefiel die ganze Aufmerksamkeit und die Fröhlichkeit nicht, die plötzlich verbreitet wurde. Sicher, sie waren Helden und durften sich nun Drachentöter nennen aber Rumar hatte daran kein großes Interesse. Immer noch musste er daran denken, was Tunuak alles getan und was für Wellen das geschlagen hatte. Trotzdem nahm er den Ehrenplatz an und beteiligte sich an dem Fest. Speis und Trank (auch Alkohol) nahm er allerdings nur in Maßen zu sich. Eine Gewohnheit durch jahrelangen Kirchendienst und sein recht asketisches Leben. Wenn man jahrelang nur das Nötigste zu sich genommen hatte, konnte man nicht einfach so schlemmen und sich betrinken. Sein alter Körper machte das ohnehin nicht mehr mit. Davon abgesehen gefiel ihm das Fest allerdings sehr.
Sonavut und Nalvanaq teilten schließlich noch einige neue Informationen. Überraschend waren diese nicht aber noch einmal genau zu hören, was sie alles tun mussten, war doch etwas schwer zu verarbeiten. Katiyana war ihr Ziel, so wie es aussah und sie besaß uralte Dämonenkräfte. Das hörte sich sehr viel gefährlicher an als ein Drache und alles andere, gegen das sie bisher gekämpft hatten. Doch Rumar war zuversichtlich. Alle Mitglieder dieser Gruppe waren stark und entschlossen. Auch diese Hürde würden sie sicherlich überstehen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 05.03.2021, 13:08:48
Mugin bereute wie es alle geendet hatte. Er hatte immer versucht Auseinandersetzungen frieldich zu lösen, besonders in Fällen wie diesen. Doch damit musste man zurecht kommen, immerhin hatten die Gruppe so eine ganze Siedlung gerettet. Die Feier heiterte ihn weiter auf und schnell sang und trank der Gnom zusammen mit seinen Kameraden aber auch den Etraki ausgiebig.
Als sie von dem Turm und dem Zusammenhang mit den Stürmen erfuhren war Mugin bereits angetrunken. Zumindest hatten sie wohl ihr nächstes Ziel, auch wenn aus ihrer sowieso beschwerlichen Reise durch das ewige Eis nun langsam aber sicher eine richtige Odyssey wurde.

Für das Eidolon war besonders wichtig gewesen, dass Niemand im Kampf schwer verletzt wrden war. Stolz besah sie sich den Kadaver des Drachen, kam aber auch nicht umhin einige Übereinstimmungen mit ihrem eigenen Körper zu finden. Vier Beine, mächtige Klauen und Zähne und harte Schuppen, hier musste Mugin wohl seine Inspiration für sie gefunden haben. Während der Feier genoss auch sie den einen oder anderen Happen, auch wenn sie die Nahrung weder benötigte noch sie verwerten konnte. Auf ihrer bisherigen Reise durch den Norden hatten sie auf ihre Nahrungrationen achten müssen und so hatte sie seit langer Zeit nichts mehr probieren können.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 06.03.2021, 17:42:37
Nach der Feier zu ihren Ehren verbrachte die Karawane noch einige Tage in Iqaliat, bevor sie sich auf die nächste Etappe ihrer Reise aufmachen würde. Die Zeit nutzten sie vor allem zur Vorbereitung, dem Aufstocken ihrer Vorräte und für diverse Reparaturen an den Wagen, die nach ihrer bisherigen Reise notwendig geworden waren. Dabei wurden sie tatkräftig von den Bewohnern Iqaliats unterstützt, die ihnen dazu das notwendige Material kostenlos zur Verfügung stellten. Außerdem versahen die Bewohner die Wagen noch mit einigen Verbesserungen, um sie für die Fahrt in der eisigen Kälte und den zu erwartenden Stürmen zu schützen.

Sonavut wiederum fand einige weitere magische Helfer, um sie bei der Reise zu unterstützen: Zwei Zauberstäbe, um sich gegen die Elemente zu schützen[1], und dazu ein Banner aus Tian, dass ähnliche Fähigkeiten hatte, wenn es gehisst wurde.[2] Beides würde ihnen sicherlich gute Dienste auf dieser langen Reise in die Nähe des Nordpols leisten.

Inzwischen hatten Ulf und Sandru sich mit der Geographie ihres Zieles vertraut gemacht. Zwar konnten sie nicht weiter dem Pfad von Aganhei folgen, was die Reise gefährlicher und anstrengender machte, doch führte sie auch ihr neues Ziel in die gleiche Richtung. Statt die Alabastergipfel zu ihrer Linken zu lassen, mussten sie jetzt fast direkt auf den Nordpol zuhalten, denn ihr Ziel lag von hier aus auf der linken Seite des Gebirges. Doch auch ihre Route würde sie schon auf eine Höhe von etwa zweitausend Metern führen, was eine zusätzliche Herausforderung brachte. Der Turm selbst, den sie aufsuchen wollten, lag etwa 700 Meilen von Iqaliat entfernt, es würde also selbst bei guten Bedingungen drei bis vier Wochen dauern, dorthin zu gelangen. Doch zu der ohnehin schon schwierigeren Route in zerklüftetem Terrain kam nun noch der Umstand, dass die Sonne sich selbst in Iqaliat nur noch für zwei bis drei Stunden am Tag über den Horizont wagte, und sie den nächsten Teil der Reise wohl in der polaren Nacht verbringen würden. Glücklicherweise schienen sich die Morozkos, soweit Späher und andere Reisende es berichteten, auf den Pfad von Aganhei zu konzentrieren.

Schließlich setzte sich die Karawane in Bewegung und blieb zunächst einige Tage am Fuß des Hohen Eises, bis sie eines Tages einem schmalen Pfad folgte, der sich immer steiler den Berg hinaufschlängelte, bis sie die eisige Hochebene erreicht hatten. Diejenigen, die beim Drachen waren, hatten die eisigen Winde bereits erlebt, die hier oben wehten, für die anderen war es eine böse Überraschung, und die Reisenden wechselten sich schließlich ab, auf dem Wagen zu fahren, der das Sashimono trug, um wenigstens zeitweise etwas Erleichterung vor der Kälte zu haben.

Hier trennte sich nun ihre Route vom Pfad von Aganhei, als sie Richtung Norden abbogen, immer weiter weg von der schwachen Dämmerung, die die Sonne zumindest ein paar Stunden am Tag brachte. Es stellte sich schnell heraus, dass sie hier deutlich langsamer vorankamen als zuvor, und Ulf korrigierte seine Schätzung der Reisezeit bald auf mindestens zwei Monate - glücklicherweise hatten sie reichlichen Proviant mitgenommen, denn Flora und Fauna waren hier oben auf ein Minimum begrenzt. Die Route war durchgehend leicht ansteigend, bis sie nach etwa hundert Meilen eine Art Plateau erreicht hatten. Von hier an verlief die Strecke weitgehend flach, doch die Höhe verbunden mit den Strapazen der Reise machte das Atmen bereits deutlich anstrengender, als sie es gewohnt waren.

Insgesamt war es eine trostlose Reise durch Dunkelheit und bittere Kälte, und manch einer fragte sich bald, ob es das alles überhaupt wert war, wenn er sie sich an warme Betten in den Gasthäusern des Südens erinnerte.
 1. 2x Wand of endure element, je 50 Ladungen
 2. Sashimono of Comfort
Aura faint abjuration; CL 1st
Slot none; Price 2,400 gp; Weight 3 lbs.
A sashimono of comfort is a purple Tian silk banner, typically 3 feet tall and 1 foot wide, decorated with three stylized orchid flowers. The banner is attached to a lance, polearm, staff, or frame, which can be worn on the back of a creature, carried by a mounted creature, flown from a wagon, or planted in the ground. A sashimono of comfort keeps creatures comfortable in extreme weather conditions. It has no effect when not mounted properly or when lying on the ground.
When worn or carried by a creature, the banner grants the effects of endure elements to the bearer. When carried by a mounted creature, it grants both mount and rider this benefit. If it is flown from a wagon, the wagon’s driver, passengers, and draft team all gain this benefit. If planted firmly in the ground, the banner grants this benefit to all creatures within 30 feet. In addition, a caravan equipped with a sashimono of comfort gains a +2 bonus on Security checks to resist the effects of severe weather. These effects function at temperatures between –45˚C and 60˚C. If conditions are beyond these extremes, creatures using a sashimono of comfort treat the ambient temperature as if it were 28K warmer or cooler respectively, thereby possibly allowing additional castings of endure elements to work normally.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 17.03.2021, 13:00:47
Gute Laune kam nurnoch selten auf. Auch wenn die Magie sie vor den körperlichen Auswirkungen der Kälte zu schützen vermochte, gegen die Trostlosigkeit, Eintönigkeit und Verlassenheit konnte sie nichts ausrichten. Er verlor immer mehr das Gefühl für Zeit und Raum - alles sah gleich aus und manchmal hatte er das Gefühl, sie würden seit Wochen im Kreis fahren.
Er war nicht der Einzige gewesen, der sich zunehmend über die Reise beschwert hatte, aber Ameiko hatte es immer wieder geschafft, sie daran zu erinnern, warum sie hier waren. Und irgendwann hatte er sich in sein Schicksal gefügt und den Wunsch unterdrückt, mit einem quengeligen "Wann sind wir endlich da" seine Mitreisenden zu nerven.

Schließlich hatte er begonnen, die Zeiten der Rast dafür zu nutzen, eine neue Kampftechnik zu trainieren, die er sich aneignen wollte. Gerade wenn sie als Gruppe kämpften war es hilfreich, wenn er die Gegner während des Kampfes zu Boden werfen konnte. Er hatte schon viel darüber gelesen und die Technik selbst auch vor vielen Jahren einmal probiert, sich aber nie die Mühe gemacht, es sich ernsthaft anzueignen. Nun war die richtige Zeit dafür. Er suchte sich also Freiwillige und gerade am Anfang landete meist Garridan im Schnee und nicht seine Übungspartner. Aber mit der Zeit wurde er besser und auch zuversichtlicher, dass er es im Kampf tatsächlich mal ausprobieren konnte, ohne dabei vor seinen Gegner zu fallen und einen sehr peinliches Ende zu erleben.

Und irgendwann war es dann schließlich soweit, demnächst sollten sie ihr Ziel erreichen.
"Wir sollten uns langsam überlegen, wie wir vorgehen wollen. Einfach zum Turm reiten, anklopfen und sie bitten mit was auch immer aufzuhören wird wohl wenig bringen. Was wissen wir denn über die Umgebung des Turms, wie nah kommen wir einigermaßen unbemerkt heran?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 18.03.2021, 21:39:08
Ein wenig machte die Trostlosigkeit der Eiswüste Solitaire auch zu schaffen, aber es war nicht ganz einfach ihren Frohsinn einzudämmen. Sie erfreute sich immer wieder an der Unterhaltung, mit der vor allem Ameiko und Cliff die Moral in der Karawane hochzuhalten versuchten. Auch half ihr, dass sie hier etwas Gutes taten. Die Bewohner von Iqaliat so fröhlich zu erleben, war einfach schön. Sie hatten ihnen Mut gegeben und sie würden ihnen noch weiter helfen, indem sie diese Hindernisse, die auch ihnen selbst im Weg standen, ein für alle Mal aus der Welt räumen würden. Und Reisen war ohnehin etwas, was sie sehr gern mochte, auch wenn sie zugegebenermaßen eine etwas abwechslungsreichere Landschaft bevorzugte. Aber irgendwann würden sie diese weiße Hölle hinter sich gebracht haben und dann wartete ein wunderbares, fremdes Land auf sie. Allein die Vorfreude darauf konnte sie für Wochen erheitern.

In der Stadt hatte sie noch ein paar Materialien eingekauft, um während der Reise nicht ganz untätig zu sein. So nutzte sie die Zeit, um einen weiteren Gegenstand für die Gruppe herzustellen. Ein Linsenpaar, welches dem Träger eine erheblich verbesserte Sicht brachte[1]. Die Linsen würden dabei helfen, Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Ansonsten erfüllte sie ihre gewohnten Aufgaben in der Karawane und nutzte ihre Magie, um so manch einen vor der Kälte zu schützen[2] und des Nachts eine angenehme Lagerstätte zu errichten[3]. Auch das Geschenk der Erutaki an die Karawane, das magische Banner, trug hierzu bei.

Als sie dann in die Nähe ihres Etappenziels gelangten, zog sich Solitaire an einem Abend zurück, um ein weiteres Mal die Karten zu legen und dadurch einen kleinen Einblick in die Zukunft zu erlangen[4]. An dem Abend war die Zauberin auch gut gelaunt, denn die Karten hatten ihr insgesamt ein sehr positives Bild gezeigt.

Auf Garridans Frage antwortete sie nach kurzem Überlegen: "Allzu viel wissen wir nicht, nur das, was uns die Erutaki gesagt haben. Ich könnte ein Zaubertattoo vorbereiten, ähnlich wie das mit der Dunkelsicht beim Drachen, das uns alle unsichtbar macht solange wir zusammenbleiben[5]. Der Zauber hält zwar nur einige Minuten, aber sicher lange genug, um nah an den Turm heranzukommen."
 1. Eyes of the Eagle; der Gruppenkasse hinzugefügt
 2. Endure Elements
 3. Tiny Hut
 4. Harrowing
 5. Invisibility Sphere
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 20.03.2021, 17:59:41
Tag um Tag zogen sie durch die eisige Einöde. Dabei bot die Landschaft - in den wenigen Stunden jedes Tages, in denen sie etwas sehen konnten - durchaus eine faszinierende Schönheit. Doch für diese hatten die meisten nach kurzer Zeit keine Augen mehr, und die Strapazen der Reise übertönten alle Freude, die man an einem solchen Anblick sicherlich finden konnte.

Ulf war eifrig dabei, immer wieder ihre Position zu bestimmen; immerhin war ihm diese Strecke unbekannt, und sie reisten jeden Tag ein gutes Stück in Dunkelheit, die nur von den Sternen erhellt wurde. Immer wieder überprüfte er den Stand der Sonne sowie die Position der Sterne, bis er eines Abends, als sie das Lager aufschlugen, schließlich verkündete: "Wir dürften jetzt noch etwa zwei Tagesreisen von unserem Ziel entfernt sein. Seit einiger Zeit schon reisen wir entlang des Bergmassivs - weit kann es nicht mehr sein."

Tatsächlich türmte sich zu ihrer Rechten mehr und mehr die Berge der Alabastergipfel auf, und noch bevor am nächsten Tag die Sonne aufging, sahen sie am nördlichen Horizont ein bläuliches Glühen. Noch war vom Turm nichts zu sehen, doch niemand machte sich Illusionen darüber, woher das Licht sonst stammen mochte. So reisten sie mit erhöhter Wachsamkeit weiter, während das Schimmern stärker wurde - doch den Turm erblickten sie an diesem Tag noch nicht.

Auch am nächsten Tag reiste die Karawane weiter in Richtung des merkwürdigen Lichtes, bis sie gegen Nachmittag endlich den Turm erblickten. Zunächst dachten sie, das Gebäude fast schon erreicht zu haben, doch dann wurden ihnen die Ausmaße des Turmes bewusst: gut und gerne dreihundert Fuß ragte der Turm in die Höhe, von dessen Spitze aus das blaue Licht stammte. Sie waren nun noch etwa zehn Meilen entfernt; ein paar Minuten Unsichtbarkeit würde nicht annähernd ausreichen, um zum Turm zu gelangen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 28.03.2021, 22:44:35
Eine Weile überlegte man hin und her, wie man nun weiter vorgehen sollte; schließlich einigten sich alle darauf, dass ein offener Angriff wohl nicht die beste Wahl darstellte. Also würde die Karawane hier zurückbleiben und mithilfe des Banners so gut es ging der Kälte trotzen, während die übliche Vorhut sich so getarnt wie nur möglich dem Turm näherte.

In weißen Mänteln ackerte sich die Gruppe voran, um die letzten zehn Meilen bis zum Turm zu überwinden, und nach und nach offenbarten sich weitere Details. Der Turm selbst hatte scheinbar einen hexagonalen Grundriss und bestand aus einem schwarzen Stein, womöglich Basalt. Er überragte einen schwarzen See, der sich rund um den Turm erstreckte, und die Reisenden erinnerten sich dabei auch wieder an die Zeichnung in Tunuaks Höhle. Als sie sich noch weiter näherten, entdeckten sie einen steinernen Weg, der sich quer durch den See direkt zum Eingang des Turmes erstreckte.

Und eine weitere Entdeckung machten die Abenteurer, wenn auch keine sonderlich überraschende. Eine große Anzahl von Skeletten durchstreifte das Gelände rund um den Turm. Wollten sie sich noch weiter annähern, mussten sie sich sehr vorsichtig bewegen.[1]
 1. Macht bitte alle eine Heimlichkeitsprobe pro Meile, die ihr euch dem Turm nähert, beginnend bei 5 Meilen (also 5 Proben). Es müssen jeweils mindestens drei von euch die Probe schaffen. DC ist 20 für die erste Probe, dann jeweils um 1 erhöht pro weitere Probe.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 28.03.2021, 23:42:34
Bevor es losging, schützte Solitaire das Eidolon und sich selbst noch jeweils mit einem Zauber[1] und prägte einen weiteren Schutzzauber in ihren Ring ein[2].

Die Zauberin bereitete sich so gut auf das Anschleichen vor, wie es ihr möglich war. Sie war aber einfach keine begnadete Schleicherin. Ihre Magie konnte ihr immerhin ein wenig dabei helfen[3].

Dann machte sie sich zusammen mit den anderen auf den Weg zum Turm, wobei sie sich auf ihre vor wenigen Tagen erst gelegten Karten besann, denn sie erkannte einige der Muster hier wieder[4].
 1. Mage Armor
 2. Magic Circle against Evil
 3. insg. +6 durch Blend und Magenta Prism
 4. 1: 19+1 (Harrowing) = geschafft
2: 16 = nicht geschafft
3: 14 = nicht geschafft
4: 7 = nicht geschafft
5: 23+1 (Harrowing) = geschafft
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 02.04.2021, 00:31:41
Immer wieder tauchten Gruppen von Skeletten wie fast aus dem Nichts auf, doch zu Beginn gelang es den fünfen recht gut, im rechten Augenblick hinter einer Schneewehe zu verschwinden. Doch schon, als sie noch vier Meilen von dem Turm entfernt waren, stand Rumar plötzlich Auge in Augenhöhle einem Skelettkrieger gegenüber, und es  gelang weder ihm noch einem der anderen, ihn rechtzeitig aus dem Blickfeld des Untoten zu zerren.

Augenblicke später standen sie acht skelettartigen Untoten gegenüber, die sie schnell ausschalten würden müssen, um nicht noch weitere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Doch zunächst waren sie zu überrascht, um sich dem ersten Ansturm der Skelette erwehren zu können. Drei von ihnen stürzten sich sofort auf Rumar und hieben mit ihren Klauen auf ihn ein, und jeder Treffer hinterließ eine eisig brennende Wunde.[1]
Die Untoten schienen sich auf wenige Ziele zu konzentrieren, denn jeweils zwei weitere griffen Solitaire und Garridan an. Auch die Zauberin erlitt Verletzungen[2], während Garridan wie so oft den Angriffen behende auswich - fast! Denn eins der Skelette landete tatsächlich einen Glückstreffer, doch die Kälte des Angriffes wurde durch Suishens sofortige Reaktion absorbiert.[3]
Das letzte der Skelette versuchte es beim Eidolon, hatte aber nicht mit dem harten Panzer des außerweltlichen Wesens gerechnet.
~~~

Runde 0:
Angriff Skelette
Runde 1:
Spielercharaktere
Skelette
 1. 3 Treffer, insgesamt 16 + 7 Frostschaden
 2. 1 Treffer für insgesamt 5 + 4 Frostschaden
 3. Ein Treffer für 3 Schaden, Suishen aktiviert Resist Cold
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 07.04.2021, 14:38:43
Kaum hatte sie eine der Patrouillen entdeckt, waren die frostigen Skelette auch schon überall. Ihre magische Rüstung konnte sie zwar vor Schlimmerem bewahren, aber gut sah es auf den ersten Blick dennoch nicht aus.

Solitaire blickte zu Rumar hinüber, der genau in der Richtung stand aus der die Skelette angekommen waren. Komplett umringt war der alte Mann. "Rumar!" rief sie ihm zu. "Verschwinde da, am besten bis zu Bard! Dann kann ich ihnen ordentlich einheizen!"

Die Zauberin machte sich derweil bereit, ihren geplanten Zauber zu wirken. Sie trat einen Schritt von den Skeletten zurück[1], um genug Raum für die arkanen Gesten zu haben. Jetzt musste es schnell gehen. Sobald Rumar aus ihrer Mitte verschwunden war, würde sie einen Feuersturm inmitten der Angreifer entfachen[2].
 1. 5-Fuß-Schritt nach oben rechts
 2. Feuerball (mittig links hinter die beiden Skelette, die aktuell links neben Rumar stehen; so dass sieben Skelette, bis auf das eine beim Eidolon, erwischt werden) 28 Feuerschaden (Reflex 19 halbiert)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 08.04.2021, 04:03:01
Hätte es für Rumar eine andere Möglichkeit gegeben, als sich durch diese eisige Wüste zu schleichen, dann hätte er sie bei der ersten Gelegenheit ergriffen. Die Reise war für einen alten Mann wie ihn schon anstrengend genug aber der tiefe Schnee und die Temperaturen, gaben ihm fast den Rest. Lediglich den magischen Stiefeln war es zu verdanken, dass er überhaupt mit der Gruppe mithalten konnte. Stoisch und schweigsam arbeitete er sich also durch den Schnee und versuchte sich dabei auch noch irgendwie zu verstecken und möglichst unauffällig zu bewegen. Was ihm überhaupt nicht gelang.
So war es auch nicht verwunderlich, dass er schon recht bald einem der Untoten gegenüberstand. Wo ein Skelett war, waren leider auch noch sehr viel mehr und schon nach kurzer Zeit, standen sie einer größeren Gruppe von ihnen gegenüber. Die Skelette zögerten auch nicht und griffen ihn sofort an. Er war ein einfaches Ziel und schaffte es einfach nicht, sich schnell genug zu wehren oder auszuweichen. Ihre eisigen Finger rissen an seinem Körper und hinterließen schmerzende, vor eisiger Kälte brennende, Wunden.
Der alte Mann schrie vor Schmerzen, konnte aber trotz der Angriffe und dem entstehenden Chaos Solitaires Ruf ausmachen. Innerlich nickte er. Nichts lieber würde er nun tun, als die Skelette durch seine durch die Götter geschenkte Kraft zu richten, aber entschied sich dagegen. Stattdessen folgte er Solitaires Vorschlag und zog sich zurück. Er duckte sich und versuchte sich kleinzumachen, huschte an den Skeletten vorbei und rannte in Richtung Bards, des Eidolons und Mugin. Dort war er erst einmal sicher.[1] "Verwandle diese Geschöpfe zu Asche!", rief er noch, während er an der Zauberin vorbeirannte.
 1. Volle Aktion: Rückzug auf das Feld zwischen Bard, Mugin und Eidolon
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 08.04.2021, 16:17:24
Rumar schaffte es zwar, sich von den Skeletten zurückzuziehen, doch die Gegner, an denen er sich vorbeischlängelte, schafften es, ihn noch ein paarmal zu treffen, bevor er außer Reichweite war.[1]

Dann jedoch hatte er es geschafft, und Solitaire entfachte ihren Feuersturm, mit verheerenden Folgen für die Gegner: Offenbar waren sie kein Freund des Feuers, und Feuer kein Freund von ihnen - in einem riesigen Feuerball zerbarsten sämtliche der Untoten und hinterließen nur einen Berg von Knochen auf dem Boden.[2]

Garridan und Solitaire wurden die Augenbrauen durch die Hitze der nahen Feuersbrunst noch leicht versengt, ansonsten jedoch passierte ihnen nichts. Dann, während sie das letzte Skelett mit vereinten Kräften niederrangen[3] hielten sie gebannt den Atem an: Die Feuerexplosion war nicht gerade unauffällig gewesen - sicherlich hatten andere der Gruppen bemerkt, was hier passiert war?

Doch die Sekunden vergingen, dann eine Minute, dann zwei, und keine der anderen Patrouillen näherte sich ihnen. Es schien tatsächlich, als ob keine der anderen Skelettgruppen sie bemerkt hatte.

Auf dem weiteren Weg zum Turm hin waren sie noch einmal deutlich vorsichtiger als zuvor, und es gelang ihnen, unbemerkt bis zu den Überresten des Dammwegs aus weißem Stein zu gelangen, der zur Basis des Turms führte. Der Weg musste in früheren Zeiten einmal ein beeindruckendes Bauwerk gewesen sein, doch nun war er nur noch ein Schatten seiner selbst, der vorwiegend aus einzelnen bröckelnden Brückenteilen bestand, die durch größere Lücken voneinander getrennt waren.
Der "See" unterhalb des Weges entpuppte sich als Tümpel aus schwarzem Schlamm, den keiner von ihnen freiwillig berühren wollte. Der Weg führte bis zu einem großen, hexagonalen Eingangsportal in den Turm, das offenstand - allerdings waren die letzten zwei Meter des Weges vor dem Turm ebenfalls herabgebrochen.[4]
 1. Zwei Treffer für insgesamt 10 + 7 Kälteschaden.
 2. Keines hat den Reflex geschafft, dazu noch vulnerable to fire --> alle tot.
 3. brauchen wir nicht mehr auszuspielen
 4. Um unfallfrei über die Lücken zu gelangen, benötigt ihr eine erfolgreiche Akrobatikprobe gegen 12. Ihr könnt 10 nehmen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 10.04.2021, 14:15:38
Solitaire blickte nach oben, der Turm war unfassbar hoch, vor allem, wenn man so kurz davor am Boden stand. Ihre Augen wanderten auch über die eingefallene Brücke.

"Ich komme da mit einem Zauber rüber," erklärte sie. "Aber ich würde doch eher ungern zuerst dort reingehen. Garridan? Wie sieht es mit Dir aus?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 10.04.2021, 19:58:35
Auch Garridan war beeindruckt von dem Bauwerk, auch wenn seine derzeitigen Bewohner sich nicht besonders um die Instalthaltung bemühten.

"Keiner von uns sollte da alleine rein. Eidolon und ich können vor gehen, um hineinzuschauen. Da kommen wir beide ohne Probleme rüber. Es sieht mir allzu einladend aus, als ob man etwas für uns vorbereitet hätte."

Er blickte zum Eidolon und wartete auf eine Reaktion auf seinen Vorschlag.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 15.04.2021, 03:53:11
Die Skelette griffen nach ihm, rissen an seinem Fleisch aber schlussendlich schaffte es Rumar aus der Gefahrenzone. Dank Solitaire wurden die Untoten wieder in ihren Ausgangszustand zurückversetzt und während der Rest sich um das letzte Skelett kümmerte, zückte das alte Orakel auch schon den magischen Heilstab. Einige Ladungen waren nötig, um die brennenden Wunden zu heilen, aber nach einigen Sekunden war es geschafft.[1] "Danke dir.", sagte er zu der Zauberin und nutzte auch bei ihr noch den Stab, um ihre Wunden zu heilen.[2] Unsicher sah sich Rumar um aber trotz der lauten und sicherlich sehr auffälligen Situation, wurden sie nicht noch einmal angegriffen.
Sie bewegten sich noch vorsichtiger weiter und erreichten kurze Zeit später den Turm. Leider gab es ein Hindernis, bevor sie eintreten konnten. Rumar blickte nach unten zu dem Tümpel, dann auf die zerbröckelte Brücke. "Ich glaube nicht, dass ich das noch sicher schaffe da rüber zu kommen.", meinte er. "Aber Garridan und das Eidolon sollten als Erste gehen, das ist sicher nicht verkehrt.", stimmte Rumar noch zu. Zur Not konnte er auch von hier aus zaubern, wenn es nicht anders ging. Irgendwie musste er allerdings über die Brücke kommen. Wieder wünschte er sich ein paar Jahre jünger zu sein.
 1. Wieder voll geheilt
 2. 8 HP für Solitaire
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 15.04.2021, 08:25:14
Garridan sah sich den Eingang am Turm etwas genauer an.

"Wir können drüben sicher ein Seil befestigen, hilft das, die Lücke zu überwinden?" Er ging davon aus, dass es an der brüchigen Mauer möglich sein sollte, ein Seil zu befestigen. Auf dieser Seite hier war es wahrscheinlich etwas schwieriger, aber vielleicht konnte Rumar sich das Seil umbinden, als Sicherung, und jemand auf der anderen Seite konnte ihn dann hinüber ziehen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 15.04.2021, 11:32:16
"Ich kann Dir helfen, Rumar!" bot Solitaire an. Mit einem Zauber, gewirkt durch ihren Ring, konnte sie das Geschick des alten Mannes unterstützen, so dass er den Löchern in der Brücke besser ausweichen konnte. Zudem würde der Zauber ihn vielleicht auch vor einigen der Widrigkeiten des Turms schützen, immerhin wussten sie nicht wirklich, was sie dort genau erwarten würde[1].

Aus eben diesem Grunde wirkte die Zauberin auch noch einen weiteren Schutzzauber auf sich selbst[2].

Wenn es dann soweit war, dass Garridan und das Eidolon (wahrscheinlich mit Mugin auf dem Rücken) vorgingen, würde sie sich selbst für einen Moment in einen schattenhaften Raben verwandeln, um auf die andere Seite zu gelangen[3].
 1. Heroism (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/h/heroism) auf Rumar
 2. Magic Circle against Evil (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/m/magic-circle-against-evil)
 3. Raven's Flight (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/r/raven-s-flight)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 16.04.2021, 00:11:29
Mit Solitaires Zauber war nun jeder der Reisenden einigermaßen sicher auf der zerstörten Brücke unterwegs, und ohne Schwierigkeit gelangten sie zum Eingangsportal des Turmes. Wie auch der Turm selbst hatte es die charakteristische sechseckige Form, und ohne eine schützende Tür gab es den Blick in das Innere des Turmes frei.

Schnee hatte sich an einigen Stellen an den Wänden des Raumes gesammelt, in den sie blickten; teilweise türmte er sich zu hohen Haufen auf. Es schien, als wäre der Turm entgegen ihrer Vermutungen überhaupt nicht bewohnt, denn hier unten sahen sie keine Anzeichen irgendeines denkenden Wesens. Der Eingangsraum hatte an jeder Wand eine weitere sechseckige Öffnung, die einst vielleicht eine Tür verschlossen hatte. Nun jedoch pfiff der Wind  beinahe ungehindert durch den Turm.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 16.04.2021, 18:35:31
Garridan bat Suishen, ihn Unsichtbares sehen zu lassen[1] und näherte sich dann langsam dem Eingang. Er blieb dabei nah an der Außenmauer in Deckung und warf einen vorsichtigen Blick in die Halle[2], bereit, die gezogene Waffe zu benutzen, wenn auf der anderen Seite jemand im Schatten stand.
 1. See invisibility aktivieren
 2. Perception 21
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 17.04.2021, 23:34:57
Auch mit Hilfe des Zaubers konnte Garridan nichts weiteres als zuvor schon sehen. Zumindest war er sich sicher, dass keine unsichtbaren Kreaturen in seinem Sichtfeld waren.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 22.04.2021, 15:33:50
Also ging Garridan vorsichtig hinein, das Schwert bereit.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 26.04.2021, 16:20:30
Bard traute dem Braten nicht. Nach der Begegnung mit den Skeletten zuvor, zweifelte er nicht daran, dass im Turm selbst noch weitere (und viel größere) Gefahren lauerten. Er versuchte, sich auf sein Gespür zu verlassen und Ungleichmäßigkeiten an der Ley-Energie dieses Ortes wahrzunehmen. Vielleicht lauerten ja weitere Untote oder sogar Dämonen selbst in der Nähe?[1] Außerdem konnte es nicht schaden, schon einmal seinen Bogen bereitzuhalten und einen Pfeil anzulegen.
 1. Ich nutze Spirit Sense (https://www.d20pfsrd.com/classes/core-classes/druid/archetypes/paizo-druid-archetypes/menhir-savant), das wie Detect Undead (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/d/detect-undead) für "undead, fey, outsiders, and astral, ethereal, or incorporeal creatures" funktioniert.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 26.04.2021, 23:50:05
Als Garridan und das Eidolon gleichzeitig über den Graben durch das Portal in den Turm sprangen, geschahen mehrere Dinge in kurzer Abfolge. Zunächst spürten beide ein Kribbeln, wie von einem Zauber, der auf sie gewirkt wurde. Garridan bemerkte nichts weiter an sich selbst, doch das Eidolon fühlte sich mit einem Mal ungeschützter, als ein Zauber, der auf ihr lag, plötzlich verschwand.[1] Nur einen Augenblick später erhoben sich darüber hinaus aus den Schneeverwehungen vier weitere untote Skelette, die sich sofort den Eindringlingen zuwandten.

Bard benötigte nur wenig Gespür, um die Präsenz der Untoten wahrzunehmen, die sich nun auch offen zeigten. Wenn er sichergehen wollte, dass sich nicht noch weitere hier aufhielten, würde er sich jedoch noch weiter konzentrieren müssen.[2]

Doch jetzt würden zunächst die Waffen sprechen, denn die Untoten machten nicht den Eindruck, die Helden einfach gewähren lassen zu wollen.

~~~

Runde 1:
Alle Helden außer Bard
Skelette
Bard + alle anderen Helden
 1. Mage armor
 2. Erst in der zweiten Runde spürst du die Anzahl der Auren
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 28.04.2021, 04:14:57
"Danke!", erwiderte Rumar, als er durch Solitaires Zauber gestärkt wurde. Es fühlte sich so an, als würde Gewicht von seinen Schultern genommen. Er fühlte sich leichter, jünger und geschickter. Die Brücke machte ihm nun keine großen Probleme mehr und schon kurz darauf standen sie alle vor dem Turm. Garridan und das Eidolon sollten als Erste das alte Gemäuer betreten, welches sicherlich nicht ungefährlich war.
Rumar machte sich im Hintergrund bereit, die beiden zu beschützen und zu unterstützen. Kaum hatten sie auch nur einen Schritt in den Turm getan, da bewegten sich plötzlich einige Skelette. Nicht überraschend aber dennoch ärgerlich. Wie schon viele Male zuvor, ließ der alte Mann die Götter sprechen und rief ein gleißendes Licht auf die Untoten, dass diese schädigen würde.[1]
 1. Burst of Radiance gegen die beiden Skelette in der Mitte: Creatures in the area are blinded for 3 rounds, or dazzled for 3 rounds if they succeed at a Reflex save (gegen 18). Evil creatures in the area of the burst take 14 points of damage, whether they succeed at the Reflex save or not.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 28.04.2021, 10:09:16
Es war wenig überraschend, dass auch hier Wächter auf sie warteten. Die Patrouillen im Außenbereich zeigten bereits deutlich, dass der Turm gut bewacht war. Es würden sicherlich nicht die letzten sein.

Solitaire blieb erst einmal draußen und erschuf von dort eine Flammensphäre im Inneren des Turms, die sie auf eines der Skelette nahe der Mitte lenkte[1].
 1. Flaming Sphere Reflex DC 18 oder 15 Feuerschaden
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 28.04.2021, 14:33:03
Die beiden Zauber zeigten durchschlagende Wirkung: Beide Skelette kreischten durchdringend, als sie von Rumars Licht geblendet wurden, und einer von beiden zerbarst einen Augenblick später, als er von der flammenden Kugel getroffen wurde.[1]
 1. Eins der Skelette geblendet und 14 Schaden, das andere ist weg.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 28.04.2021, 15:26:51
Mit einem Schritt war Garridan bei seinem nächsten Gegner und Suishen sauste auf die Untote Kreatur nieder.[1]
 1. AC 25, Schaden 8 + 3 Feuer; AC 21, Schaden 14 + 5 Feuer
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 28.04.2021, 22:21:21
Das Eidolon ließ Mugin sofort wissen das Solitaires Schutzzauber verflogen war. "Die magische Rüstung von Solitaire ist gerade einfach verflogen. Mit diesem Eingang stimmt etwas nicht." Lange hatte die Außenweltlerin allerdings nicht um darüber zu grübeln als die Skelette zu untoten Leben erwachten. Schnell waren bereits zwei von Ihnen zerstört und auch das Eidolon wollte ihren Kameraden nicht nachstehen.
Der Eingang war mehr als weit genug für ihre neue größere Form. So machte sie einen großen Schritt in den Raum und zermamlte den nähesten Untoten in ihrem Kiefer.[1][2]
 1. 5ft. step nach Norden
 2. Full Attack mit Power Attack: Bite 28 Dmg 25+5 Acid+4 Feuer=34
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 08.05.2021, 01:26:10
Das Eidolon machte ebenso kurzen Prozess mit ihrem Gegner wie Garridan mit dem Seinen, so dass nur noch eines der Skelette übrig war. Dieses hieb etwas hilflos nach dem Eidolon, ohne jedoch auch nur entfernt durch den massiven Panzer zu dringen.

Doch plötzlich tauchten aus dem Nichts zwei pilzartige Kreaturen neben Garridan auf und bissen nach ihm. Während der erste sein Ziel verfehlte, senkte das zweite beinahe seine Fänge in Garridans Arm - doch Suishens Zauber hatte ihn rechtzeitig die Gefahr kommen sehen.

Sofort nach ihren Angriffen verschwanden die Wesen wieder für die anderen - doch Garridan konnte sehen, wie sie sich von ihm wieder entfernten.[1]
 1. Du kannst einen Gelegenheitsangriff machen
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 09.05.2021, 17:34:45
Solitaire verwandelte sich selbst für einen Moment in einen schattenhaften Raben, um auf die andere Seite der unsicheren Brücke zu gelangen[1].
 1. Raven's Flight (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/r/raven-s-flight), Bewegung zwischen Garridan und das Eidolon
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 09.05.2021, 18:18:39
Es war eine gute Idee gewesen, Suishens Kräfte zu nutzen.
Mit einem Schritt war Garridan wieder bei der unsichtbaren Kreatur und das Schwert suchte sein Ziel.[1]

"Hier, neben mir ist eins", rief er den anderen zu, damit niemand der Kreatur unabsichtlich in die Fänge lief.
 1. AC 22, Schaden 12 + 4 Feuer; AC 15, Schaden 9 + 5 Feuer
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 11.05.2021, 21:51:31
Auch Solitaire spürte ein Kribbeln, als sie die Pforte überflog. Etwas hatte ihr ein Stück der schützenden Magie entzogen, die sie umgab.[1]
 1. Deine Mage Armor ist dispelled.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 12.05.2021, 16:06:04
Noch gab es für Rumar keinerlei Grund, um in den Turm einzutreten. Er blieb also zurück und schloss die Augen, um zu beten. Von seinen geschlossenen Händen ging ein schwaches Leuchten aus, welches seine Freunde und Verbündeten einschloss. Es würde sie etwas stärken und im Angesichts des Bösen standhalten lassen.[1]
 1. Bless auf alle. (Each ally gains a +1 morale bonus on attack rolls and on saving throws against fear effects. / 8 Minuten)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 14.05.2021, 15:28:29
Das Eidolon drehte sich zu dem verbleibenden Skelett um. Ihre Schuppen fingen dessen Angriff ohne Probleme ab und gaben der Außenweltlerin mehr als genügend Zeit auch diesen Feind zu zertrümmern.[1][2][3] Zufrieden knirschte sie mit ihren Zähnen auf den Knochen herum während sie zu Garridan aufschloss.[4]

Mugin wartete weiterhin zusammen mit Rumar auf der Brücke. Er schaute mit Bedacht auf den Abgrund, für ihn war dies ein vollkommen unmöglicher Sprung.
 1. Full Attack mit Power Attack: Bite 31, Dmg 25+1 Säure+6 Feuer=32
 2. Claw1 21, DMg 16+5 Säure+4 Feuer=25
 3. Claw2 28, Dmg 15+2 Säure+1 Feuer=18
 4. 5ft step nach NW
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 15.05.2021, 13:22:33
Bard blinzelte heftig, um die Aurensicht abzubrechen und seine Wahrnehmung wieder auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Er war sich zwar noch unsicher, wie viele Gefahren genau hier noch lauerten, doch er wollte nicht scheinbar tatenlos danebenstehen, während seine Begleiter sich einem Kampf auf Leben und Tod stellten. Leider war die Position, die er innehatte, nicht ideal, um einen guten Blick auf das Turminnere zu werfen. So zögerte er nicht lang und trat ein wenig zurück, um mit Anlauf den Sprung über den Abgrund zu wagen. Das Herz schlug ihm bis zur Kehle, als er sicher auf der anderen Seite der zerstörten Brücke landete[1]. Dann machte er sich bereit zu schießen, sobald sich etwas Unsichtbares zeigte oder auf andere Weise seine Position verriet.[2]
 1. auf dem Feld unter dem Eidolon
 2. Wenn der Gegner des Eidolons noch steht, dann schieße ich auf den, sonst: Ready (Schuss, wenn sich wer zeigt oder jemanden angreift [dann schieße ich auf das Feld, in dem der Gegner vermutlich ist]): Attack 33 (nat 20, crit confirm: 29), Schaden 10 (+8 Schaden bei kritischem Treffer), plus Point-Blank Shot (https://www.d20pfsrd.com/feats/combat-feats/point-blank-shot-combat) (magic & piercing)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 16.05.2021, 19:42:15
Auch Bard spürte das leichte Kribbeln, als er die Pforte passierte, und den Verlust einer magischen Stärkung[1] Er sah noch, wie das Eidolon kurzen Prozess mit dem letzten der Skelette machte, doch Garridans Gegner konnte er nicht erkennen - obwohl deutlich zu sehen war, dass der Mann gegen irgendetwas kämpfte.

Die beiden Pilzwesen schienen nicht intelligent genug zu sein um zu erkennen, dass Garridan sie durchaus sehen konnte, und wandten weiter ihre vorherige Taktik an. Für kurze Zeit wurden sie auch für die anderen sichtbar und bissen erneut nach Garridan - doch erneut trafen die Wesen nur die Luft ob des sich behende wegduckenden Mannes. Nur einen Moment später verschwanden sie wieder; doch es blieb genug Zeit für Bard, vorher noch seinen Pfeil abzuschießen. Garridan sah sie weiterhin deutlich vor sich, wie sie nichtsahnend ausharrten.
 1. Bless.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 20.05.2021, 15:07:35
Solitaire trat einen Schritt zur Seite, um Platz zu schaffen[1]. Dann beobachtete die Zauberin den Gang, wo Garridan gegen die unsichtbaren Wesen kämpfte. Sobald sie die Position eines der Wesen ausmachen konnte, würde sie ihre feurige Kugel dorthin lenken[2].
 1. 5-Fuß Schritt nach links
 2. Ready Action: Flaming Sphere Reflex DC 18 oder 8 Feuerschaden; sobald sie ein Feld in Reichweite identifizieren kann, wo sich ein Gegner befindet (weil Garridan dorthin angreift, oder das Wesen während eines eigenen angriffs kurz sichtbar wird)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 21.05.2021, 22:21:14
Garridan folgte den Wesen und griff zunächst die verletzte Kreatur an. Sollte dieser nach einem Angriff fallen, war der zweite auch in Reichweite.[1]
 1. 5 Fuß Schritt schräg nach oben, Angriffe: AC 25, Schaden 11 + 1 (Feuer); AC 27, Schaden 13 + 1 (Feuer)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 23.05.2021, 23:55:10
(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=11941.0;attach=14554;image)

Garridans Angriffe zwangen eine der Kreaturen in die Knie, die daraufhin für alle sichtbar wurde. Es war eine skurrile Kreatur, die tatsächlich eher eine Pflanze zu sein schien. Dennoch besaß das Wesen ein gefährlich aussehendes Maul mit zahlreichen messerscharfen Zähnen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 29.05.2021, 17:18:47
Mit einem lauten Knacken verbiss das Eidolon die letzten Knochenreste von dem letzten Skelett und sah sich um. Garridan hatte eine der Kreaturen erlegt, aber es schien das es noch eine Weitere gab. Sie hatte wenig Probleme an Solitaire und Garridan vorbeizukommen, doch dann lief sie direkt über die unsichtbare Kreatur hinweg.[1] Der Gestank der Kreatur war nun so deutlich das das Eidolon seine Position bestimmen konnte und sie biss danach.[2]
 1. Bewegung bis nördlich des Pilzwesens, Tumble 17, DC 15+CMD des Gegners
 2. Bite 19, Dmg 20+5 Säure+2 Feuer=27
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 30.05.2021, 22:00:12
Das Eidolon konnte die Unsichtbarkeit nicht täuschen: Ihr Geruchssinn war zu gut und sie ortete das Pilzwesen auf diese Weise. Der Biss zeigte Wirkung, und nur einen Moment später schlug an der gleichen Stelle Solitaires Feuerkugel auf. Ein letzter verzweifelter Angriff der Kreatur gegen das Eidolon schlug fehl, und die übrigen Angreifer hatten keine große Mühe mehr, das Wesen nun niederzuringen.

Abgesehen von Pilzbewuchs an Boden und Wänden sowie dem pulvrigen Schnee war dieser Raum wie auch der Eingangsraum leer - wenn man die beiden toten Wesen ignorierte. Auch der Raum rechts vom Eingang brachte keine weiteren Erkenntnisse; hier fanden die Abenteurer pflanzlichen Bewuchs von Wurzeln und Blättern vor. Der letzte Raum zeigte jedoch Zeichen von intelligentem Leben: Er schien als eine Art Rumpelkammer genutzt zu werden und war voll mit Kisten und Gerümpel aller Art.

Was die Abenteurer jedoch in keinem der Räume fanden, war ein Aufgang irgendeiner Art. Dafür mussten sie wohl oder übel die mittlere Kammer nutzen. Ein Blick hinein offenbarte einen langen offenen Schacht mit glatten Wänden, der nach oben führte - noch weiter nach oben als die hundert Fuß Höhe, die das untere Geschoss maß, in dem sie sich befanden.
Durch den Schacht wehte ein strammer Wind von oben nach unten, der das Klettern noch weiter erschweren würde. Eine Suche brachte an der Pforte, die zur mittleren Kammer führte, ein kristallenes Paneel zum Vorschein - war dies eine Möglichkeit, irgendwie nach oben zu gelangen?
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 08.06.2021, 08:50:09
Garridan ging zu dem Paneel und sah sich das Objekt ein wenig ratlos an. "Schaut mal. Vielleicht kann man damit ja eine Tür oder etwas magisches aktivieren, um nach oben zu kommen. Mugin, das ist doch was für dich."

Mit einem breiten Grinsen sah er zu dem kleinen Mann.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 08.06.2021, 09:46:52
Solitaire sprach einen Zauber, um sich nach Magie umzusehen[1]. Natürlich waren das Paneel und die mittlere Kammer dabei vor allem im Fokus ihrer Untersuchung.
 1. Detect Magic; Knowledge (arcana) 29
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 08.06.2021, 18:06:30
"Nun dafür müsste ich erstmal zu euch rüberkommen," antwortete Mugin Garridan. Er bat das Eidolon mental um Hilfe und sie gehorchte gefolgsam. Mit ihrer massigen Gestalt war es kein großes Problem den Abgrund zu überschreiten und Mugin auf ihren Rücken zu lassen. Auch Rumar bat sie Hilfe beim überqueren an.

"Lass mal sehen." Mugin schaute sich das Paneel und den Schacht an. Dies musste der Weg nach oben sein, so viel war klar. "Nun wenn es darum geht einen magischen Mechanismus zu aktivieren wäre ich wohl der Richtige, aber wir lassen doch erst lieber Solitair einen Blick darauf werfen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 10.06.2021, 09:37:07
Solitaire konnte zwar nicht genau die Art des Zaubers ausmachen, doch sie war sich nach ihrer Untersuchung sicher, dass das Paneel tatsächlich irgendeinen magischen Mechanismus aktivieren würde. Es bedurfte jedoch noch etwas genauerer Untersuchung, um genau zu verstehen, wie man dies auslösen konnte.[1]

Mugin jedoch war erfahren in dieser Art von Dingen, und nachdem das Eidolon ihm geholfen hatte, die Höhe zu erreichen, musste er nur kurze Zeit grübeln, um dahinter zu kommen, wie er das Gerät bedienen musste.[2] Plötzlich formierte sich ein blaues Kraftfeld auf dem Boden des zentrales Schachtes.
 1. Entweder Disable Device oder Use Magic Device mit jeweils DC25.
 2. Take 10 ist möglich.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 10.06.2021, 10:48:43
"Jetzt geht es wohl ins Ungewisse," stellte Solitare fest. "Wir sollten bereit sein. Es wird sicherlich ein Empfangskomitee geben."

Die Zauberin erneuerte ihren Schutzzauber und den des Eidolons[1], zudem machte sie sich selbst unsichtbar[2], ehe sie das Portal, denn was sonst sollte der magische Kreis sein, betraten.
 1. jeweils Mage Armor
 2. Invisibility
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 10.06.2021, 11:02:27
Gerade als Solitaire dabei war, ihren Unsichtbarkeitszauber zu wirken, bewegte sich das blaue Kraftfeld in einem schnellen Tempo nach oben und war innerhalb weniger Momente aus ihrer Reichweite verschwunden.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 10.06.2021, 15:36:07
Garridan beobachtete Mugin und Solitaire, während sie sich an dem Objekt zu schaffen machten. Aber auch die Umgebung behielt er im Auge, vielleicht löste das Ding ja auch etwas anderes aus, als sie erwarteten. Als dann das magische Portal - oder was auch immer es sonst war - erschien, begann sich ebenfalls bereit zu machen. Was dann passierte, überrascht ihn dann aber doch.

"Oh, vielleicht müssen wir uns drauf stellen und werden nach oben getragen. Oder es ist eine Falle und wir werden da oben zerquetscht. Mal abwarten, ob es wieder herunter kommt und ob es dann jemanden mitbringt."

Seine Hand schloss sich fester um Suishen und er blickte neugierig nach oben.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 11.06.2021, 10:55:40
Doch es passierte nichts. Das Kraftfeld kam nicht wieder und es erschien ach kein neues. Bald wurde Garridan das Warten zu lang.

"Es kommt wohl nicht wieder. Wir sollten jetzt erstmal Rumar rüber holen. Eidolon, übernimmst du das? Und dann, wollen wir es nochmal versuchen und dann schnell alle drauf springen?"

Garridan stand nicht gerne herum, er wollte etwas tun und etwas anderes fiel ihm nicht ein.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 11.06.2021, 18:46:28
Mugin schaute in den Schacht weiter nach oben. Auch untersuchte er das paneel noch einmal nach anderen Aktivierungsmöglichkeiten.

Das Eidolon half derweil Rumar über den Abgrund wie sie es bei Mugin bereits getan hatte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 14.06.2021, 23:15:15
Nachdem nun alle in den Turm gekommen waren, versammelte sich die Gruppe vor dem mittleren Raum, in dem eben die leuchtende Plattform erschienen war. Erst dann versuchte Mugin erneut sein Glück, und wieder erschien das bläuliche Kraftfeld auf dem Boden. Diesmal trat die gesamte Gruppe schnell in den Raum, bevor das Leuchten wieder nach oben verschwinden konnte. Der Schacht schien nach oben kein Ende zu nehmen, und weit über sich sahen die Abenteurer die blaue Energiekugel, die sie schon aus weiter Entfernung oberhalb des Turmes hatten schweben sehen.

Wie zuvor begann die Plattform nach oben zu schweben, und auch die darauf stehenden erhoben sich in die Höhe - was bei der einen oder dem anderen ein flaues Gefühl im Magen auslöste. Das Tempo war nicht langsam: Der Raum, in dem sie sich befunden hatten, war hundert Fuß hoch, und es dauerte nur wenige Sekunden, bis sie das nächste Stockwerk erreichten. Dort stoppte die Plattform abrupt.

Schon beim Aufstieg bemerkten die Freunde, dass dieser Raum deutlich wärmer war als die untere Etage des Turms. Sie standen nun, auf purer Energie, inmitten eines Raumes, der mehr als die Hälfte dieses Stockwerks umfasste. Nach drei Seiten hin war der mittlere Schacht komplett offen, so dass man ihn hier kaum mehr als Schacht bezeichnen konnte, sondern er eher einen Teil des Raumes bildete - wenn man einmal von der Tatsache absah, dass im Boden ein großes Loch klaffte.
Die restlichen Wände trennten einen (oder mehrere) weitere Räume von diesem hier ab, und zwei wiederum hexagonale Tore blockierten die Durchgänge dorthin.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=11941.0;attach=14576;image)

Doch was die Aufmerksamkeit aller sofort auf sich zog, war die riesige vielbeinige Bestie, eine Art Mischung aus Tausendfüßler und Drache, die in dem Raum auf sie zu warten schien. Und die Bestie fackelte nicht lange, sondern wand sich den Neuankömmlingen sofort zu, um mit einem markerschütternden Schrei anzugreifen. Die Kreatur war wohl auch die Ursache der Wärme, die hier herrschte, denn nun, da sie direkt vor ihr standen, spürten sie die Hitze, die das Biest ausstrahlte.

Was sollten die Helden jetzt tun? Die Plattform verlassen und sich dem Kampf stellen? Auf ihr bleiben und hoffen, dass diese sie weiter nach oben oder zurück nach unten bringen würde? Doch sie wussten nicht, ob das Kraftfeld nicht einfach verschwinden würde.

Was immer sie taten: Sie konnten dem Biest nicht komplett entgehen.[1]

~~~

Runde 1
Rumar
Eidolon
Remorhaz
Alle PC
 1. Ich habe bereits eine Ini für alle gewürfelt. Rumar und das Eidolon sind vorher dran, alle anderen dann nach dem Remorhaz. Die Karte erstmal als Platzhalter; der Gegner ist 'huge', also 3x3 Felder, und steht direkt vor euch.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 15.06.2021, 11:35:18
"Das ist ein Remorhaz! Jede Brührung kann zu schweren Verbrennungen führen. Rumar, kannst Du uns gegen die Hitze schützen?" rief Solitaire sofort, als sie die Gefahr erkannte.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 17.06.2021, 21:29:09
Dem Eidolon gefiel die Sizuation ganz und garnicht. Auf der Platform war keine Deckung und sie begaben sich unkontrolliert in feindliches Gebiet. Wie sie befürchtet hatte waren sie direkt mit einem Gegner konfrontiert ohne viel Ausweichmöglichkeiten. Doch ihre Aufgabe war klar, das Monster musste fallen und so griff sie wie gewohnt mit Zähnen und Krallen an.[1][2][3][4]
Während der Attacken bewegte sie sich etwas nach westen um schneller von der Platform fliehen zu können wollte diese sich auflösen oder dergleichen.[5]
 1. Full Attack mit Power Attack:
 2. Bite 26, Dmg 25+6 Acid+3 Feuer=34
 3. Claw1 16, Dmg 16+5 Acid+5 Feuer=26
 4. Claw2 25, Dmg 18+1 Acid+1 Feuer=20
 5. 5ft step nach westen oder südwesten
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 18.06.2021, 03:04:38
Zur Sicherheit blieb Rumar draußen vor dem Turm stehen. Er brauchte gar nicht einzugreifen, da mit den Skeletten und Pilzwesen kurzer Prozess gemacht wurde. Niemand wurde ernsthaft verletzt und so konnte es auch direkt weitergehen. Mugins Eidolon half ihm über die Brücke, was dem alten Mann auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben würde. Lediglich ein Teil des Turms war wirklich interessant und brachte sie weiter. Mugin erschuf mithilfe einer kristallenen Tafel eine Energiescheibe, die sie weiter nach oben brachte. Dort angekommen, hatte der alte Mann allerdings keine Zeit, sich umzusehen.
Alles was er sah, war dieses riesige Monster, von dem eine starke Hitze ausging. Ungewöhnlich in einer so frostigen Einöde. Solitaire nannte es ein Remorhaz aber das nahm Rumar nur am Rande auf. Die wichtigere Information war die, dass das Ding sie verbrennen konnte. Da musste ihn Solitaire nicht zwei Mal um Schutz bitten. Schnell war die ihm mittlerweile bekannte Magie gewoben und auf seine Freunde aufgeteilt.[1] "Mögen die Götter uns im Kampf gegen dieses Monstrum beistehen." Erst dann versuchte er sich etwas zurückzuziehen, was allerdings kaum möglich war bei diesem beengten Raum.
 1. Resist Energy 20 (Fire) auf alle.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 20.06.2021, 16:21:02
Das Eidolon musste die schmerzhafte Erfahrung machen, dass Solitaires Worte wahr waren. Noch bevor Rumar seinen Zauber wirken konnte, stürzte sie sich auf das Remorhaz und grub ihre Zähne in dessen Fleisch - und schrie einen Moment später laut auf, als die Hitze ihr den Kiefer verbrannte.[1] Doch auch das Remorhaz ließ ein Kreischen ertönen, als es die scharfen Zähne des Eidolons spürte.

Das Biest jedoch kümmerte sich nicht weiter um das Eidolon, sondern stampfte an diesem vorbei[2] auf die Humanoiden zu. Es stürzte sich auf das erstbeste Opfer und schnappte es mit seinem Maul - es traf den armen Bard, der sich kaum wehren konnte und nun zappelnd darin steckte. Doch schlimmer noch als der Biss[3] war wohl die Gefahr, dass er dort, wo er sich befand, bei lebendigem Leibe verbrennen könnte.

Die anderen steckten derweil in einer Zwickmühle: Wollten sie alles daran setzen, das Remorhaz zu besiegen, oder lieber von der Plattform fliehen, bevor diese sich womöglich in Luft auflösen würde?
 1. 29 Feuerschaden, wenn das Eidolon keine Immunitäten oder Resistenzen dagegen hat. Ich gehe davon aus, dass sie die beiden weiteren Angriffe dann nicht mehr macht und rechne mal nur den ersten. Der trifft aber.
 2. Möglichkeit für eine AoO
 3. Angriff für 21 Schaden und Grapple
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 20.06.2021, 19:18:55
Solitaire bewegte sich von der Plattform herunter, um Abstand zu dem Remorhaz zu gewinnen[1].

Von dort aus wirkte sie einen einfachen Zauber, der aber zumindest Wirkung gegen die Bestie zeigen sollte. Fünf Energiegeschosse flogen auf sie zu und schlugen kurz darauf in den Chitinpanzer ein[2].
 1. Bewegung an die linke Wand, wo die beiden Wände spitz zusammenlaufen (2x SW, 3xW)
 2. Magic Missile 23 Schaden
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 20.06.2021, 23:13:35
Selbst Mugin zuckte zusammen als die Hitze des Remorhaz den Kiefer des Eidolons versengte. Er befahl ihr ersteinmal keine weiteren Angriffe zu machen. "Warte kurz du bringst dich noch selbst um!" Sie stoppte vorerst, aber ließ sich dann eine perfekte Gelegenheit nicht entgehen um ein weiteres Mal zuzubeißen.[1]

Mugin lief von der Platform herunter und bereitete derweil einen Zauber vor.[2] Er legte seine hand auf den Schwanz des Eidolon und mit einigen Worten auf Sylph floss die Magie in die Außerweltlerin. Sofort begann ihr Körper einen schwarzen Rauch abzugeben der aber wieder rasch verflog. Die Stacheln auf ihrem Rücken und auch die Bereiche zwischen ihren Schuppen sondernten ein ähnliches Licht ab wie die des Remorhaz selbst.[3] Das Eidolon konnte plötzlich die Hitze der Kreatur nicht mehr spüren und verstand was ihr Meister vorhatte. Sofort stürzte sie sich auf den Remorhaz, aber in ihrer Hast waren ihre Angriffe ungenau und trafen die gepanzerten Stellen der Kreatur.[4][5][6]
 1. AoO: Bite 22, Dmg 23+1 Acid+2 Feuer=26
 2. Bewegung westlich des Eidolons
 3. Lesser Evolution Surge: Immunity Fire
 4. Full Attack: Bite 14
 5. Claw1 17
 6. Claw2 23, Dmg 16+2 Acid+6 Feuer=24
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 22.06.2021, 11:48:36
Bard konnte die Situation gar nicht schnell genug überblicken, da griff das riesige Monster, das Solitaire als Remorhaz identifiziert hatte, schon an. Die Attacken des Eidolons hielten den Remorhaz nicht auf und verhinderten somit nicht, dass er Bard fixierte und mit einer überwältigenden Schnelligkeit auf ihn zukam. Bard merkte, dass Rumars Schutzzauber gegen Feuerschaden auf ihn einwirkte, konnte aber selbst nichts anderes tun, als reflexartig seine Arme schützend vor sich zu heben, als das riesige Maul sich um ihn schloss. Natürlich brachte diese verzweifelte Reaktion allein wenig - einzig seinem Unterbewusstsein war es zu verdanken, dass sofort gespeicherte Ley-Energie aus seinem Schild entwich und sich wie ein schützender Mantel um Bards Körper manifestierte.[1] Dies verhinderte zwar in diesem Moment, dass die volle Beißkraft des Remorhaz zu Bard durchdrang, doch die Zähne brachen trotzdem durch die Barriere und damit kam der Schmerz.

Bard schrie laut auf und die Welt um ihn herum verschwamm kurz in Qual und überwältigender Hitze, die der Remorhaz ausstrahlte, aber Bards Überlebensinstinkt setzte ein. Nun erneuerte er bewusst die magische Barriere, indem er Energie aus seinem Schild kanalisierte[2], um sich gegen weitere Attacken zu wappnen, allerdings schien das Monster nicht die Intention zu besitzen, ihn loszulassen - im Gegenteil. Wie ein riesiger Schraubstock schloss sich das Maul des Monsters um Bard und der Biss lockerte sich nicht. Der Kraft, die dahintersteckte, konnte Bard nichts entgegensetzen, und als er sich dessen bewusst wurde, kochte Panik in ihm hoch. In purer Verzweiflung tastete er nach seiner Sichel an seinem Gürtel - eigentlich eher ein Werkzeug, das er zum Sammeln von Kräutern und Pilzen zu verwenden pflegte, denn eine Waffe - und versuchte, den Gaumen des Monsters aufzuschlitzen, damit es ihn losließ. Aber als bei der Bewegung an den Wunden riss, in denen sich der Remorhaz förmlich verankert hatte, durchzuckte Bard erneut unsäglicher Schmerz, der ihm einen erneuten unwillkürlichen Schrei entlockte und seinen Sichelhieb ins Leere gehen ließ.[3]
"Hilfe...!", konnte er gerade noch keuchen. War dies nun das Ende?
 1. Mind Barrier als Immediate Action (für 2 Mental Points): 14 Schadenspunkte werden abgefangen, 7 verbleiben
 2. Swift Action: neue Mind Barrier, die 14 Schadenspunkte abfangen kann (1 Mental Point)
 3. Angriff (Sickle): natural 1
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 22.06.2021, 14:23:32
Garridan war ebenfalls erschrocken, als der riesige Wurm sich plötzlich auf sie stürzte und sich den kleinen Bard schnappte.

Er dachte gar nicht lange nach sondern ließ Suishen sprechen, aber einer seiner Angriffe glitt einfach an dem dicken Panzer ab.[1] So würden sie Bard nicht retten können, Garridan ärgerte sich maßlos über den Fehlschlag.
 1. Angriff 1: 1 gewürfelt; 2 AC 17, Schaden 9 + 2 (Feuer)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 24.06.2021, 22:27:18
Die vorschnelle Reaktion des Eidolons ließ sie erneut ihre Fänge verbrennen, auch wenn der Schmerz diesmal durch Rumars Zauber deutlich gelindert wurde.[1] Doch auch ihr Feind musste nun einstecken: Von allen Seiten prallte es auf das Remorhaz ein - Solitaires Zauber ebenso wie erneut die Klaue des Eidolons trafen das Monster, während Garridan diesmal Probleme zu haben schien - seine beiden Angriffe glitten harmlos vom Panzer des Wesens ab.

Schlimmer stand es jedoch um Bard. Der Halbling war immer noch im Maul des Remorhaz gefangen, doch nun schoben dessen Zähne ihn Stück für Stück weiter in dessen Rachen, bis sich schließlich Dunkelheit um Bard hüllte, als das Maul sich hinter ihm schloss und er in das Innere des Remorhaz rutschte. Tot war er jedoch noch nicht - auch wenn seine Freunde außen das nicht wussten und nur ungläubig starren konnten, als der Halbling verschluckt wurde. Seine Barriere schützte ihn vor den Auswirkungen des Kiefers[2] und Rumars Segen hielt die schlimmsten Folgen der Hitze von ihm ab, der er im Inneren des Monsters jedoch direkt ausgesetzt war.[3] Lange würde er es hier drin nicht aushalten, soviel war ihm klar.
 1. Nochmal 10 Schaden (30 unmitigiert)
 2. 13 Schaden, damit bleiben alle in der Mind Barrier hängen
 3. 28 Feuerschaden minus 20 (minus 1 Punkt durch den Rest der Mind Barrier, oder hilft die nicht gegen Feuer?)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 25.06.2021, 14:49:14
Mit Erschrecken sah Garridan, dass Bard verschluckt wurde.

"Schlitzen wir das Ding auf, dann holen wir ihn unten raus." Es war deutlich zu hören, dass er es ernst meinte und so ließ er Suishen sofort wieder auf den massigen Körper los.[1]
 1. AC 33, Schaden 9 +3 Feuer; AC 27, Schaden 12 + 1 Feuer
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 25.06.2021, 15:09:46
Mugin sprach einen weiteren Stärkungszauber und legte erneut seine Hand auf das Bein des Eidolons.[1]

Mit einem Klaps auf das Bein signalisierte ihr Meister das er fertig war. Sofort griff das Eidolon erneut an doch obwohl ihre Krallen erneut tiefe Wunden rissen so rutschte ihr Kiefer an den Panzer des Remorhaz ab.[2][3][4]
 1. Greater Magic Fang auf Bite Attack, Dauer 8 Stunden
 2. Full Attack mit Power Attack: Bite 16
 3. Claw1 25, Dmg 18+5 Acid+3 Fire=26
 4. Claw2 28, Dmg 14+1 Acid+ 1 Fire=16
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 28.06.2021, 02:26:23
Kaum hatte Rumar den Schutzzauber auf die Gruppe ausgebreitet, da griff das Monster an. Es schnappte sich Bard, der sich vor dem riesigen Gegner nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Nicht nur bohrten sich die Zähne des Remorhaz in das Fleisch des Halblings, er wurde auch noch bei lebendigem Leibe verschlungen und das trotz reger Gegenwehr von allen Seiten. Alle gaben ihr Bestes, um das Wesen aufzuhalten und es musste einige Verletzungen hinnehmen aber ließ sich davon nicht beirren. Bard war verloren. Zumindest für den Moment.
Manchmal wünschte sich Rumar, er wäre so stark wie Garridan oder das Eidolon. Er wollte etwas tun, um Bard zu befreien, aber seine magischen Kräfte halfen hier nicht weiter. Weder konnte er das Monster kontrollieren, noch war es notwendig jemanden zu heilen. Einen Moment erwog er, seine Armbrust zur Hilfe zu nehmen aber das würde auch nicht weiterhelfen. Kurz bevor er sich dazu entschied, einen Zauber einzusetzen, wurde das Biest niedergerungen. Nur war Bard immer noch gefangen. "Helft ihm. Schnell!"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 30.06.2021, 01:26:22
Die Schläge Garridans und des Eidolons zeigten deutliche Wirkung: Garridan setzte ihm mit Suishen bereits stark zu, und unter den Klauen des Eidolons sank das Monster dann zu Boden. Doch Bard war immer noch in dem Torso des Remorhaz gefangen, der nach wie vor mit enormer Hitze glühte.

Doch noch etwas ließ Garridan und Rumar erschrecken: Die Plattform unter ihnen begann zu flackern, und die beiden waren sich sicher, dass sie schnell von ihr herunter mussten, wenn sie nicht einhundert Fuß in die Tiefe fallen wollten.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 01.07.2021, 22:07:19
Garridan sprang von der Plattform herunter und lief zu dem Koloss. Er sah sich kurz um und überlegte, ob er das Biest wirklich aufschneiden musste oder ob sie Bard durch das Maul herausholen konnten. Dann machte er sich daran, das zu versuchen, was ihm am sinnvollsten vorkam.[1]
 1. Wenn man also das Maul aufstemmen und sich dort weiter voran arbeiten kann, dann versucht er das, sonst versucht er von außen ein Loch in den Körper zu schneiden
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 04.07.2021, 23:19:41
Garridan entschied sich schließlich für das Schwert und begann, dem Biest vorsichtig den Bauch aufzuschneiden, um Bard nicht zu treffen. Es gelang ihm auch ziemlich schnell; bald streckte sich ihm eine Hand aus dem Inneren entgegen, und er zog Bard mit einem Ruck heraus.

Der arme Halbling war nicht nur über und über mit Schleim und Magensekret des Remorhaz bedeckt, die Hitze, die im Inneren des Biestes geherrscht hatte und nun langsam abflaute, hatte ihm doch zugesetzt. Es war wohl nur Rumars Zauber zu verdanken, dass Bard diese Tortur überhaupt überlebt hatte.[1] So aber ging es ihm den Umständen entsprechend doch recht gut; nur der Schock steckte dem Halbling noch deutlich in den Knochen.

Während Bard sich noch erholte und alle sich rechtzeitig von der inzwischen verschwundenen Plattform herunterbewegt hatten, untersuchten die ersten aus der Gruppe bereits die beiden Türen, die sich auf beiden Seiten des großen Raumes befanden. Diese hatten wieder eine hexagonale Form und bestanden komplett aus Kristall. Eine offensichtlicher Mechanismus, um sie zu öffnen, war an keiner der beiden Türen zu finden. Doch neben jeder von ihnen befand sich wiederum eine kristallene Tafel, wie sie auch bereits unten vor dem mittleren Schacht zu finden war. Und auch an diesem gab es hier auf dieser Ebene eine weitere solche Tafel - vielleicht konnte man die Plattform erneut herbeirufen, um ganz nach oben zu gelangen?
 1. Noch einmal 11 Schaden netto durch das Feuer.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 13.07.2021, 08:46:39
Garridan war erleichtert, als sie Bard heil aus der Bestie heraus geholt hatten.

"Fast wie ein Brathähnchen." Es war als Scherz gedacht, aber man hörte Garridan die Sorge um den kleinen Mann deutlich an. Er half Bard, sich einigermaßen zu säubern und umzuziehen. Dann betrachtete er den riesigen Wurm und ging anschließend mit den anderen zu den Türen.

"Ein ziemlich ekliger Wachhund. Mugin, hier sind wieder solche Dinger für dich. Am besten überprüfen wir die Türen, bevor wir überlegen, welchen Weg wir nehmen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 14.07.2021, 15:28:59
Nervös tänzelte das Eidolon von einem Bein aufs andere während es wartete das Bard aus dem Bauch des Remorhaz gerettet wurde. Nachdem sie sichergestellt hatte das es ihm einigermaßen gut ging und das man sich um ihn kümmerte, ging sie zusammen mit Mugin zu der westlichen Tür.

Der Gnom untersuchte derweil die dort befindliche Tafel, ohne sie jedoch zu berühren. "Wenn diese Tafeln wie die unten funktioniert, sollte ich keine großen Probleme haben sie zu aktivieren. Wenn die Tafel am Schacht wieder die Energiescheibe beschwört, so könnten diese hier wohl die Türen öffnen. Am besten wir schauen trotzdem einmal nach Fallen bevor ich hier irgendwas mache."
Nun widmete er sich den Verletzungen des Eidolons. Er beschwor neues Fleisch und Schuppen an den verbrannten Stellen. Um sich etwas zu schonen benutze er für die letzten Reste seinen Zauberstab.[1]
 1. 2x lesser Rejuvenate Eidolon, 1x Wand (lesser Rejuvenate Eidolon), volle Heilung
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 14.07.2021, 16:26:00
"Das ist ja nochmal gutgegangen. Ist sicher kein angenehmes Gefühl da drinnen gefangen zu sein," meinte Solitaire.

Ansonsten war die Zauberin vor allem damit beschäftigt, sich umzusehen und die Umgebung im Blick zu behalten.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 15.07.2021, 09:51:12
Garridan nickte, als Mugin die Fallen ins Spiel brachte. Er wusste zwar nicht genau, wonach er suchen sollte bei diesen seltsamen Mechanismen hier, aber er tat sein bestes und untersuchte die Türen.[1]
 1. Perception 35
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 15.07.2021, 14:50:50
Garridans sorgfältige Untersuchung brachte keine Fallen zum Vorschein, und so begann Mugin erneut mit der Arbeit an der Tafel. Die grundsätzliche Logik unterschied sich nicht von der Tafel im unteren Stockwerk, und so gelang es ihm nach einigen Fehlversuchen, den Mechanismus zu entsperren und die Tür zu öffnen. Auf der anderen Seite der Tür befand sich ein einziger großer Raum - es war auf den ersten Blick ersichtlich, dass auch die Tür auf der gegenüberliegenden Seite in diesen gleichen Raum führte. Der Anblick, der sich ihnen darin bot, war erstaunlich.

Die gesamten Wände des Raumes waren bedeckt mit Kristallen und metallischen Bahnen, die sich auf den ersten Blick chaotisch über die Wände zogen.[1] Ein unterschwelliges Brummen füllte den Raum, und Blitze zuckten über die metallenen Bahnen, während immer wieder einzelne Kristalle aufleuchteten.
Sechs skorpionartige, kristallene Wesen huschten in dem Raum hin und her und blieben immer wieder an verschiedenen Stellen stehen, um etwas zu tun, was sich den Abenteurern nicht erschloss. Die Eindringlinge ignorierten sie jedoch bislang komplett.[2]
 1. Ähnelt ein wenig dem angehängten Bild.
 2. Wer möchte, kann Knowledge(Planes) würfeln.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 15.07.2021, 18:52:48
"Das sind Elementarwesen. Kristare nennt man sie," berichtete Phoebe. "Ich vermute, es spricht niemand zufällig Terral?"

Solitaire blickte auch mit Verweunderung auf die Szene. "Ich könnte zumindest mit einem Zauber dafür sorgen..."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 16.07.2021, 00:54:59
Als Bard mitgenommen in die Freiheit flutschte, rang er keuchend und prustend nach Luft. Der Magensaft des Remorhaz ergoss sich in einer brennend heißen Lache um ihn herum, doch die Abkühlung durch die bitterkalte Umgebung brachte nur kaum Erleichterung. Zitternd und vom Schmerz eingenommen war Bard dankbar, dass Garridan sich seiner annahm und ihm half. Der Halbling konnte noch nicht so recht verarbeiten, was ihm gerade widerfahren war.
"Definitiv unangenehm", hörte er sich selbst mit brüchiger Stimme auf Garridans Brathähnchen-Bemerkung und auch Solitaires Kommentar antworten. Es klang vielmehr jämmerlich als auf lockere Weise scherzhaft oder tapfer. Der pure Schrecken saß ihm zu tief in den Knochen. Die Tatsache, dass er sich überhaupt nicht hatte wehren können, war absolut grauenhaft gewesen und wirkte nun, zusammen mit der Erkenntnis, dass er nur knapp einem grausamen Tod entgangen war, nach. Und dieses Gefühl der Hilflosigkeit war beinahe noch schlimmer als die Schmerzen. Bard stand gerade etwas neben sich. Erst als Garridan sich Mühe gab, ihm zu helfen, den Remorhazschleim loszuwerden, fand Bard die Kraft, sich zusammenzureißen und winkte dankend ab. Er säuberte und trocknete sich selbst nach und nach mit Magie[1], bevor er behutsam und steif seine Waffen wieder an sich nahm, die ihm während der ganzen Tortur aus den Händen gerutscht waren. Trotzdem Bard den Tod entkommen war, war seine Haut an vielen Stellen verbrannt und warf Blasen. Auch zuckte er vor Schmerz zusammen, als er die Wunden, die die Zähne der Bestie geschlagen hatte, prüfte.

So fiel Bards Aufmerksamkeit erst noch einigen Augenblicken auf die Umgebung und auch auf die skorpionartigen Wesen.
"Ich kann nicht mit ihnen sprechen", gab er zu verstehen, "aber wenn es eine Möglichkeit gibt, sollten wir es versuchen. Vielleicht können sie uns sogar behilflich sein. Mit Glück ist nicht alles an diesem Ort aggressiv und korrumpiert." Er überlegte, ob ihm irgendetwas nützliches über diese Wesenheiten einfiel. Wenn man wüsste, was sie antrieb und interessierte, könnte man vielleicht mit ihnen verhandeln.[2]
 1. Prestidigitation
 2. Knowledge planes 12
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 18.07.2021, 05:31:03
Die Befreiungsaktion von Bard war ganz schön aufregend für Rumar. Er wollte helfen, konnte es aber nicht und war gezwungen lediglich dabei zusehen, wie das Monster aufgeschnitten und der Gnom befreit wurde. Wenigstens lebte er noch, was den alten Mann ganz schön erleichterte. Ein kleiner Stups mit dem magischen Heilstab[1] sollte für die meisten Verletzungen ausreichen. Durch Garridans Hilfe und Bards eigene Zauber war allerdings schnell wieder alles Ok. Nur die unangenehme Erfahrung würde dem Druiden noch im Gedächtnis umherschwirren und dagegen konnte Rumar nichts tun.
Nachdem der Wächter endgültig besiegt war, sahen sie sich vorsichtig um. Wie auch schon zuvor kam Rumar aus dem Staunen nicht heraus. So etwas wie diese Räume hatte er noch nie gesehen und die innewohnende Magie fesselte ihn. Eindringlich untersuchte er die kristallenen Skorpione. Mehr als ihr Name fiel ihm allerdings auch nicht ein.[2] Solitaire erklärte, dass man sich auf Terral mit ihnen unterhalten konnte und sie wollte das auch versuchen. "Versuche es bitte. Wenn etwas schiefläuft, stehen wir hinter dir.", versicherte er schließlich.
 1. +8 HP
 2. Wissen (Ebenen) 9
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 23.07.2021, 09:31:27
Solitaire nickte. Mit Hilfe ihres Rings und ihres Zauberbuchs, versetzte sie sich in die Lage, mit den Elementarwesen sprechen zu können. Dann ging sie vorsichtig ein paar Schritte in den Raum hinein und sprach sie an.

"Hallo! Ihr seht ziemlich beschäftigt aus. Habt ihr vielleicht trotzdem einen Moment, um mir zu erklären, was ihr hier macht und was das hier für ein Ort ist? Das wäre wirklich nett von euch. Ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen."
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 25.07.2021, 17:45:52
Eins der Wesen hielt in seiner Bewegung inne, als Solitaire es ansprach, während die anderen weiter ihren undefinierbaren Tätigkeiten nachgingen. Es stand einige Momente still da, verhielt sich aber nicht aggressiv. Dann antwortete es in einem stakkatoartigen Tonfall:
"Müssen Informationen sammeln. Verarbeiten. Wenn Erbauer zurückkommen, müssen berichten. "

Auch auf Nachfrage hin und trotz Solitaires Versuchen, mehr aus den Wesen herauszubringen, musste sie bald feststellen, dass die Informationen, die sie gewinnen konnte, begrenzt waren. Ein paar Dinge konnte sie sich schließlich zusammenreimen, doch die meisten Fragen beantworteten die Wesen mit kryptischen Kommentaren, mit denen keiner von ihnen etwas anfangen konnte.
Scheinbar wurde der Turm bereits vor Äonen von einer Gruppe von Wesen erbaut, die die Kristare nur "die Erbauer" nannten. Diese jedoch waren schon vor Ewigkeiten verschwunden; die Kristare jedoch waren immer noch hier und vollführten die Aufgaben, die sie damals von den Erbauern bekommen hatten. Was genau sie taten, darüber konnten Solitaire und die anderen nur mutmaßen. Doch die Maschine hatte früher eine Aufgabe gehabt, und irgendwelche Informationen wurden noch heute von ihr gesammelt und aufgezeichnet. Die Kristare selbst hielten diese Maschine nur am Laufen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 26.07.2021, 11:36:08
Solitaire würde dennoch versuchen, noch herauszufinden, ob diese Maschine etwas mit dem Wetter, Klima oder Ähnlichem zu tun hat. Vielleicht konnte sie ja einen Hinweis herauslesen, der eine Verbindung zu den Stürmen herstellen ließ. Eine Konstruktion, die das Wetter kontrolliert, wäre ja nicht undenkbar.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 26.07.2021, 13:11:16
An den "Zeichnungen" an der Wand und auch dem restlichen Raum konnte Solitaire nichts finden, was ihr bei ihrer Untersuchung weiterhelfen würde - zu fremdartig war alles. Wer immer diese Erbauer gewesen waren, sie hatten eine komplett andere Ausdrucksweise, als sie sie kannte. Wann immer sie in die Nähe eines der Kristalle kam, hielten die skorpionartigen Wesen in ihren Bewegungen inne und starrten sie durchdringend an, so dass sie bisher davon absah, einen davon zu berühren.

Die Wandzeichnungen erstreckten sich bis an die Decke des Raumes, der einhundert Fuß oberhalb lag. Überall zuckten die Lichtimpulse hin und her. Wenn sie herausfinden wollte, ob der Turm etwas mit der Kontrolle des Wetters zu tun hatte, dann würden sie wohl in das oberste Stockwerk vordringen müssen - denn dort oben, oberhalb des Turmes noch, befand sich die leuchtende Kugel.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 26.07.2021, 14:43:19
Solitaire bedankte sich nocheinmal bei den Wesen und ließ sie dann wieder ihre Arbeit machen, die sie bereits seit unendlich langer Zeit verrichteten. In ihrer Gedankenwelt waren die Elementarwesen durch den Willen und wahrscheinlich die Magie der "Erbauer" - wer auch immer das gewesen sein mag - hier für alle Ewigkeit versklavt. Vielleicht, wenn sie der Ursache der Stürme auf den Grund gegangen waren, hoffentlich würden sie oben im Turm Antworten finden, könnte man darüber nachdenken, wie man die Kristare von ihrer Aufgabe befreien konnte.

Als sie wieder aus dem Raum herausgegangen waren, sagte die Zauberin zu den anderen:

"Dieser Turm ist wohl wirklich für die Ewigkeit gebaut worden. Lasst uns weiter nach oben vordringen. Dort finden wir hoffentlich, was wir suchen."

Natürlich erklärte sie ihnen auch, was sie herausfinden konnte, auch wenn es nicht allzuviel war.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 28.07.2021, 13:08:40
Garridan merkte, dass es ihm kalt den Rücken herunter lief, als sie den Raum betraten und Solitaire erklärte, was die Wesen hier taten. Er fand diesen Turm hier unheimlich. Die Magie war seltsam und was hier passierte auch.

"Gut, dann also wieder zum Schacht?" Also mussten sie nun wieder auf diese unheimliche Plattform, die sich jederzeit unter ihnen auflösen konnte, was den sicheren Tod bedeuten würde. Er fühlte sich dabei kaum wohler, aber es gab wohl keinen anderen weg. "Na, dann los, versucht mal diese Schwebeplatte nochmal herbeizuzaubern."

Er umklammert den Schwertknauf Suishens fester und wartete.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 28.07.2021, 16:32:27
Mugin staunte beim Anblick auf den seltsamen Raum und dessen "Bewohner". Mit seinem halbherzig durchgeführten Studium der Magie kam er hier nicht weiter. Seine Mutter hätte in diesem Turm sicher jahre ihres Lebens verbracht wenn sie die Chance bekommen hätte. Vielleicht würde er ihr einen Brief schicken mit allen Details die er sich merken konnte, aber vorerst mussten sie weiter.

"Gut, dann macht euch alle bereit. Hoffen wir mal das die nächste Ebene freundlicher ist." Er widmete sich der Schalttafel am Schacht und aktivierte erneut die Platform.[1]
 1. Use Magic Device: take 10+16=26
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 29.07.2021, 22:53:51
Mugin bekam langsam Übung darin, die Schalttafeln zu enträtseln; auch wenn diese hier etwas komplexer schien, schaffte er es nach kurzer Zeit, die Plattform wieder herbeizurufen. Er konnte dabei sogar auswählen, ob sie nach oben oder nach unten schweben sollte. Nun jedoch ging es nach oben, und als sich alle auf der Plattform versammelt hatten, begann diese auch, mit einer recht flotten Geschwindigkeit in die Höhe zu schweben.

Die Abenteurer reckten die Hälse, um einen Blick auf das zu erhaschen, was sie erwartete, doch kaum dass sie etwas durch die Öffnung in der Decke erspähen konnten, waren sie auch schon oben angekommen. Schon unterwegs merkten sie, dass sich hier ein Sturm zusammenbraute - im wahrsten Sinne des Wortes.
Es war ein einziger großer Raum, in dem sie gelandet waren, der sich über die gesamte Fläche des Turms erstreckte und wie auch die Stockwerke unter ihnen etwa einhundert Fuß an Höhe maß. Auf halber Höhe ragten vier Steinplattformen aus den Wänden, über denen in jeder der sechs Wände zwei Fensteröffnungen saßen, durch die der Sturm, der draußen tobte, in den Turm blies. Zwischen den Fenstern war jeweils ein blauglühender Kristall an den Wänden befestigt, die durch elektrische Blitze mit der gewaltigen Kugel aus blauem Licht verbunden waren, die durch die ebenfalls hexagonale Öffnung in der Decke zu sehen war.


(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=11941.0;attach=14626;image)

Auch wenn der Wind im ersten Moment durch die Fenster zu wehen schien, wurde doch schnell klar, dass vor allem von dieser blauen Kugel her donnernd ein Sturm in den Turm hineinblies, der es den Helden äußerst schwer machte, überhaupt auf den Beinen zu bleiben, geschweige denn irgendwelche Fernkampfwaffen zu nutzen.[1] Die beiden Vögel, die die Gruppe begleiteten, wurden sofort von den Winden erfasst und an die äußeren Wände gepresst, wo sie sich aber so festklammern konnten, dass sie zumindest nicht weiter unkontrolliert taumelten. Und der Sturm war nicht nur enorm stark, sondern auch extrem kalt - alle waren froh über die schützenden Zauber.[2]

Doch der Raum war nicht leer: Zunächst befand sich auch hier wieder eine der bekannten Kontrolltafeln neben der Plattform, wobei sie hier im Boden eingelassen war. Um die Öffnung in der Mitte herum patroullierten fünf der Skelette, mit denen sie bereits außerhalb des Turmes Bekanntschaft gemacht hatten. Und auf der nördlichen Plattform, fünfzig Fuß über ihnen, stand eine bläuliche Frauengestalt mit engelsgleichen Flügeln und blickte gebannt auf die Kugel oberhalb des Turmes - bis sie in diesem Moment ihren Blick losriss und die Eindringlinge fokussierte.

~~~

Katiyana
Erster PC
Geister
Restliche PC[3]
 1. Der Sturm hat die Stärke "Windstorm", siehe hier (https://www.d20pfsrd.com/gamemastering/environment/weather/). Das heißt, bitte macht alle zunächst einmal eine Stärkeprobe basierend auf eurer Größe.
 2. Hatte jeder Endure Elements? Bin nicht mehr ganz sicher.
 3. Ich handhabe es diesmal mit Ini-Blöcken, um den Fluss besser aufrecht zu erhalten. Obwohl Bard die höchste Ini der PC hat, kann ein beliebiger handeln (eure Wahl). Ab der zweiten Runde werde ich Katiyana um einen Inislot nach hinten schieben, damit wir dann nur noch zwei Blöcke haben.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 29.07.2021, 23:30:18
Als die geflügelte Gestalt sie erblickte, wirkte sie sofort einen Zauber, und eine unheilige Aura legte sich über den Raum.[1]
 1. Desecrate (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/d/desecrate/). Der Wirkungsbereich ist in er Karte rosa eingezeichnet (er erstreckt sich natürlich auch unterhalb der nördlichen und südlichen Plattformen)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 07.08.2021, 23:39:50
Das Eidolon reagierte am schnellsten von der Abenteurergruppe. Sie hatte bereits mit einem weiteren Kampf gerechnet und so stürtzte sie sich auf einen der nahen Feinde den sie erreichen konnte.[1] So prasselten drei schnelle Angriffe auf den Geist ein.[2][3][4]
 1. 5ft. step nach Osten
 2. Full Attack with Power Attack: Bite 22, Dmg 18+2 Acid+ 3 Fire=23
 3. Claw 25, Dmg 11+6 Acid+4 Fire=21
 4. Claw 27, Dmg 9+1 Acid+4 Fire=14
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 12.08.2021, 23:45:46
Der Geist wusste gar nicht, wie ihm geschah, bevor das Eidolon ihn in Stücke riss. Die anderen jedoch ließen sich davon nicht beirren und begannen, die Gefährten einzukreisen. Von allen Seiten schlugen sie mit ihren Klauen auf Bard, Rumar, Mugin und Solitaire ein, doch die meisten der Angriffe konnten die Verteidiger abwehren.

Einige trafen jedoch; so wurde Bard einmal getroffen, und auch Rumar erwischte es, wobei er Glück im Unglück hatte, als die Klaue nur knapp neben einer Hauptarterie eine Wunde schlug.[1]

 1. Hatte Desecrate nicht bedacht: Je ein Treffer gegen Mugin (Angriff 17, Schaden 5 + 2 Kälteschaden), Bard (Angriff 23, Schaden 6 + 4 Kälteschaden), und Rumar (Crit nicht bestätigt, 5 + 1 Kälteschaden. Allerdings bitte von jedem von euch einen Fortitude Save gegen 14.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 14.08.2021, 20:08:53
Solitaire trat einen Schritt nach außen, um sich von den Geistern zu lösen[1]. dann wirkte sie einen Zauber, um Rumar zu unterstützen. Eine lange Kette aus reiner Energie[2] erschien zwischen ihm und der geflügelten Dämonin und schlängelte sich um die Geistergestalt in direkter Nähe des alten Mannes, um diese von ihm wegzuziehen[3].
 1. 5-ft. Step nach SW
 2. Chain of Perdition (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/c/chain-of-perdition)
 3. Combat Maneuver: Reposition (https://www.d20pfsrd.com/gamemastering/combat#TOC-Reposition) 20 (wenn erfolgreich, wird er ein Feld nach NW gezogen; falls um 5+ erfolgreich, dann danach noch ein weiteres Feld nach N)
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 15.08.2021, 22:15:23
Garridan stand direkt neben zwei der Wesen und Suishen flog in seine Hand. Allerdings war es schwer, in dem  Sturm einen sicheren Treffer zu landen. Er zielte zunähst auf den Gegner südwestlich von ihm[1]
 1. Angriff 1: 19, Schaden 14 + 4 Feuer; 2: 15, Schaden 11 + 3 Feuer
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 17.08.2021, 17:51:27
Das Eidolon war kaum mit dem ersten Geist fertig, da bemerkte sie einen Weiteren hinter sich. Er versuchte ihren Meister anzugreifen, doch mit einem schnellen Hieb ihres Schwanzes lenkte sie den Feind genug ab, damit dessen Schlag ins nichts ging. Doch nun war ihr Ärger erweckt, mit Klauen und Krallen stürtzte sie sich auf ihn und verfetzte ihn genau so wie schon seinen Kameraden.[1][2][3] Sie machte einen Schritt zur Seite um vollständig nicht mehr auf der Platform zu stehen.[4]

Mugin hatte nur erschrocken die Arme erhoben als der Geist auf ihn zukam und nach ihm schlug, aber seine Dienerin hatte ihn beschützen können. Sogleich wurde die Kreatur dafür beschraft und so hatte Mugin freie Bahn einen Zauber zu wirken.[5] Schließlich ging er auf von der Platform herunter und stand weiterhin neben dem Eidolon.[6]
 1. Full Attack mit Power Attack: Bite 29, Dmg 22+1 Acid+5 Fire=28
 2. Claw1 24, Dmg 14+1 Acid+4 Fire=19
 3. Claw2 23, Dmg 16+2 Acid+2 Fire=20
 4. 5ft step nach OSten
 5. Haste auf alle Gruppenmitglieder für 8 Runden
 6. 2 Felder nach osten
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 18.08.2021, 17:47:50
Bard knirschte mit den Zähnen, um sich vom Schmerz abzulenken. Nun: das war also die Schuldige hinter der Korrumpierung des natürlichen Gleichgewichts! Bard hatte sich sowohl körperlich als auch mental noch nicht ganz von der Begegnung mit dem Remorhaz erholt, doch seine Entschlossenheit, dem dämonischen Treiben hier ein Ende zu bringen, war noch nicht gebrochen. Leider wandte sich das Blatt einmal wieder nicht zum Positiven für Bard. Der stürmische Wind an diesem Ort ließ ihn taumeln, und so sehr er sich auch dagegenstemmte, holte ihn der Wind von den Beinen und fegte ihn quer durch den Raum[1], wo er äußerst unsanft gegen die Wand krachte.[2] Stöhnend versuchte Bard, nicht mehr gegen den Wind anzukämpfen, sondern kanalisierte Ley-Energie aus seinem Bogen in seinen Körper. Bard wuchs, ein gutes Stück sogar. Er wollte dem Wind ein schwereres Ziel sein.[3] Dann kämpfte er sich auf die Beine zurück.[4]
 1. 20 ft, die genaue Position musst du bestimmen, Mondragor
 2. 11 nicht-tödlicher Schaden
 3. 1 mental point für Size alteration (https://www.d20pfsrd.com/alternative-rule-systems/occult-adventures/occult-classes/occultist/occultist-implements/#Size_Alteration_Sp) (enlarge person)
 4. Move: Aufstehen
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 18.08.2021, 22:13:37
Zwar hatte sich Rumar auf einiges vorbereitet und einen Kampf erwartet aber das, was innerhalb weniger Sekunden geschah, als sie oben ankamen, übertraf doch alles, was er sich vorgestellt hatte. Er musste alles daran geben überhaupt stehen bleiben zu können. Nur ein kleiner Fehler oder eine Unachtsamkeit und er würde durch den Raum geschleudert werden, wie es leider bei Bard der Fall war. Es war also nicht verwunderlich, dass er dem Angriff eines der Geister kein bisschen ausweichen konnte und Glück hatte, nicht schwer verwundet worden zu sein.
Trotz des Sturms und des Angriffs, konzentrierte sich der alte Mann auf seine Kräfte. Er fokussierte seine Energien, um diese in Form eines magischen Schildes auf Garridan zu übertragen.[1] Schließlich war er es, der sich mit Suishen vermutlich am meisten in Gefahr begeben musste.
Mit Erstaunen bemerkte Rumar, wie der Geist neben ihm durch eine Energiekette weggezogen wurde und so keine Gefahr mehr für ihn war. "Danke!", rief er und nickte Solitaire zu.
 1. Shell of Succor: 12 temporäre HP, die Schaden abfangen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 19.08.2021, 20:40:14
Zwei der Skelettgeister fielen den Klauen und Zähnen des Eidolon zum Opfer, doch die anderen waren weiterhin auf den Beinen, auch wenn eines davon an Solitaires magischer Kette hing.[1] Es fuchtelte mit den Armen und stieß kreischende Laute aus, als es versuchte, zu Rumar zu gelangen, doch die Kette hielt es zurück.

Solitaire, die erschrocken wahrnahm, dass der Halbling dem Wind nicht standhalten hatte können und an ihr vorbei an die nächstgelegene Wand gesegelt war, hatte allerdings gerade andere Sorgen: Das Skelett, das sie eben knapp verfehlt hatte, bewegte sich wieder einen Schritt auf sie zu und griff erneut an; doch erneut hatte sie Glück und wurde nicht getroffen.

Bard hingegen hatte weniger Glück. Nicht nur, dass die Klaue des Skeletts eine Wunde hinterlassen hatte. Nicht nur, dass er dem Wind nicht standhielt und mit einem Krachen gegen die Wand geschleudert wurde. Nein, von der Wunde aus breitete sich eine eisige Kälte aus, die ihn erstarren ließ. Doch in seinem Körper steckte doch eine erstaunliche Zähigkeit für eine solch kleine Person, und er konnte die Erstarrung schnell wieder abschütteln.[2]

Das letzte Skelett versuchte erneut sein Glück bei Garridan, doch der gestählte Kämpfer wehrte die Angriffe des Untoten mühelos ab.

Doch das unbeholfen scheinende Gebaren der Skelette konnte nicht darüber hinwegtäuschen, wer ihr wahrer Feind war. Auf der Plattform weit über ihnen stand weiterhin die geflügelte Figur Katiyanas und wirkte einen weiteren Zauber, offenbar nicht betroffen von den tosenden Stürmen, die um sie herum tobten. Ein dunkler, stinkender Nebel begann sich in einem kreisförmigen Gebiet in der Mitte des Raumes zu bilden - schnell merkten die Gefährten, dass es dabei allein nicht blieb, denn nach dem Gestank kam der Schmerz.[3]

~~~

Runde 2
Mugin
Eidolon
Rumar (evtl. sickened 3)
Solitaire (evtl. sickened 3)
Bard
Garridan
Skelett 1 (Kette)
Skelett 2 (Garridan, 20 Schaden)
Skelett 3 (Solitaire)
Katiyana
 1. Ich finde zwar in den Regeln nichts, was aussagt, dass sich das Skelett jetzt nicht wieder bewegen kann, aber ich spiele das jetzt mal trotzdem so.
 2. Save mit 16 doch geschafft.
 3. Unholy Blight (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/u/unholy-blight/) in dem gleichen Bereich, in dem die Aura herrscht. Schaden: Garridan 14, Mugin 15, Eidolon 11, Rumar 16, Solitaire 16 - ich habe die Halbierung für die "neutralen" bereits vorgenommen und ja, zufälligerweise habe ich bei den beiden "guten" deutlich niedriger gewürfelt. Ein erfolgreicher Will Save gegen 19 halbiert nochmal. Dazu sind Rumar und Solitaire sickened, wenn sie den Save nicht schaffen.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 19.08.2021, 23:59:13
Die Kampfeslust war im Eidolon erwacht. Nachdem sie den zweiten Geist zerrissen hatte wandte sie sich sofort um und mit einem Satz stürtzte sie sich auf den nächsten Feind, doch durch den Wind in der Kammer und dem Schmerz durch Katiyanas Zauber waren ihre Angriffe ungenauer als zuvor, außer einem Klauenhieb der scheinbar eine verwundbare Stelle traf.[1][2][3][4][5]
 1. Pounce (Bewegung südöstlich des Geist bei Solitaire)
 2. Bite1 19, Dmg 26+3 Acid+3 Fire=32
 3. Bite 2 miss
 4. Claw1 crit, Dmg 16+6 Acid+5 Fire=27, Bestätigung 19, Dmg 13+4 Acid+5 Fire=22
 5. Claw2 20, Dmg 13+4 Acid+4 Fire=21
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 20.08.2021, 08:38:20
Nur noch einer der Gegner stand bei ihm, die anderen hatten sich verteilt. Also konzentrierte er sich auf diesen Geiste. Er merkte, wie seine Hände sich wieder schneller bewegten, er kante dies schon von Mugins Zauberspruch und er hatte vor, den Schwung zu nutzen.[1]

Dann blickte er nach oben, dort musste er hin. Er sah sich kurz um, aber gegen den tosenden Wind anzubrülllen hatte wenig Sinn.
 1. AC 23, Schaden 12 + 4 Feuer; AC 18, Schaden 12 + 6 Feuer; AC 20, Schaden 13 + 5 Feuer
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 20.08.2021, 10:16:37
Solitaire ging weiter nach außen, aus dem unheiligen Bereich heraus[1], während ihre Kette erneut nach dem Geisterskelett schnappte, um es zu behindern[2].

Die Zauberin selbst blickte nach oben, wo die geflügelte Dämonin sich weiterhin aufhielt. Sie schickte mit einem weiteren Zauber Energiegeschosse in ihre Richtung, um sie umzuwerfen[3].
 1. 5-ft. Step nach SW
 2. Combat Maneuver: Dirty Trick (https://www.d20pfsrd.com/gamemastering/combat#TOC-Dirty-Trick) (Entangle (https://www.d20pfsrd.com/gamemastering/conditions#TOC-Entangled)) 32 (wenn erfolgreich, ist der Gegner für 1 Runde + 1 Runde pro 5 Punkte über CMD verstrickt (und damit auch festgehalten) -- kann sich aber wohl mit einer Bewegungsaktion befreien, wie bei Dirty Trick beschrieben)
 3. Toppling Magic Missile 19 Schaden und Combat Maneuver: Trip 18
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 20.08.2021, 18:30:53
Mugin blickte in den Raum. Nurnoch einer der Geister war übrig und natürlich die Dämonin auf der Plattform pberhalb. Er versuchte Garridan und Rumar zu rufen, aber der Wind erstickte jeden Laut. So kämpfte er gegen den Druck aus der Mitte des Raums an und benutzte seine Verbindung zum Eidolon um sich ihre Kraft zu borgen.[1]
Er zeigte den beiden Menschen das sie sich an den Händen halten mussten und schrie dann die Worte auf Sylvan heraus und wankte während er die Gesten in die Luft schrieb. Schließlich wurden die drei in einem Nebel eingehüllt aus dessen inneren ein grünes Leuchten und Schimmern zu sehen war und dann waren sie verschwunden. Einen Moment später standen sie dann alle oben auf der Plattform neben Katiyana.[2]
 1. Bewegung neben Garridan und Rumar
 2. Dimension Door
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 23.08.2021, 09:19:00
Nachdem sich Bard vergrößert hatte und zurück auf die Beine gekommen war, riss der Wind zwar immer noch stark an ihm, aber es gelang ihm eindeutig besser, dagegen anzukämpfen.[1] Leider war es schien es dennoch unmöglich, bei diesen Verhältnissen seine bevorzugte Waffe, den Bogen, zu benutzen. Mugin, Garridan und Rumar verschwanden plötzlich und tauchten neben Katiyana auf... und Bard war auch entschlossen, sich nicht vom Sturm in diesem Turm aufhalten zu lassen. Ihm fiel sofort eine Möglichkeit ein, ebenso nach oben zu kommen - und zum Glück waren die Skelette am Boden kein bedrohlicher Faktor mehr, denn das Eidolon würde mit dem Rest kurzen Prozess machen.
"Möchtest einer von euch nach oben klettern?", rief Bard gegen den Wind an dem Eidolon und Solitaire entgegen und wirkte anschließend Spinnenkletter-Zauber (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/s/spider-climb/) das Eidolon, da Solitaire signalisierte, lieber unten zu bleiben, und das Eidolon aus eigenen Kräften wohl Schwierigkeiten hätte, die Turmwände zu erklimmen.
 1. Stärkewurf: 20
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 23.08.2021, 10:54:22
Die Skelette wurden nach und nach zerstört. Doch auch wenn das ein kleiner Erfolg war, waren sie nicht die wirklichen Gegner. Katiyana zauberte ungehindert weiter, was einen stinkenden und schmerzhaften Nebel zur Folge hatte. Rumar spürte, wie der magische Nebel seinen Körper angriff aber es blieb nur bei den Schmerzen. Der Gestank selbst hatte keinen Effekt.[1]
Mugin rettete ihn und Garridan nicht nur aus dem Nebel, sondern teleportierte sie auch noch direkt neben ihre Gegnerin. Es war kein ungefährlicher Plan, weshalb der alte Mann auch sofort seine Kräfte sammelte und das Wesen vor sich verfluchte.[2]
 1. Immun gegen sickened durch den Fluch.
 2. Curse of Dampening (Will 19 negiert): Mit allen Attacken und Zaubern minimalen Schaden für 4 Runden.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 24.08.2021, 00:21:36
Tatsächlich stand inzwischen nur noch eins der Skelette, das immer noch an Solitaires Kette hing - es würde wohl kein nennenswerter Gegner für das Eidolon sein. Bard hatte daher keine Bedenken, nach oben zu klettern, wobei die Kletterei trotz des Zaubers durch den tosenden Sturm nicht ungefährlich war.[1] Solitaire musste sich nun entscheiden, ob sie es ihm gleichtun oder lieber von unten mit ihren Zaubern kämpfen wollte.[2]

Währenddessen standen Rumar, Garridan und Mugin durch den Zauber des Letzteren direkt bei der gelügelten Gegnerin auf der Plattform. Mugin und Rumar spürten fast das Knistern des Kristalls hinter sich, der durch den elektrisch knisternden Blitzstrahl mit dem großen Kristall oberhalb des Turmes verbunden war.

Dem Schwächungszauber, den Rumar wirkte, widerstand Katiyana jedoch mühelos und war nun ihrerseits wieder daran, die Initiative zu übernehmen: Sie schwang sich in die Lüfte[3] und flog, scheinbar unbeeindruckt von dem tosenden Sturm, auf die nächste Plattform, von wo sie einen mächtigen Blitzstrahl beschwor, der von oben herab auf Rumar hinabschoss.[4] Den Schmerz würde er eine Weile nicht vergessen.[5]

Das einzelne Skelett hingegen, das am Boden zurückgeblieben war, versuchte, sich von der Kette zu befreien, was seine Aufmerksamkeit auch schon komplett beanspruchte.

~~~
Runde 3
Mugin
Eidolon
Rumar
Solitaire
Bard
Garridan
Skelett 1 (Kette)
Katiyana
 1. Bard: Keine Probe notwendig (siehe ooc). Ich möchte noch gerne wissen, auf welche der vier Plattformen du klettern möchtest.
 2. Für Solitaire gelten die gleichen Regeln.
 3. Jeder von euch dreien, der dazu in der Lage ist, darf eine Attack of Opportunity machen
 4. Call lightning storm (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/c/call-lightning/)
 5. Rumar 19 Schaden. Reflex Save gegen 21 halbiert.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 31.08.2021, 11:12:04
Während ihre magische Kette, das letzte Skelett auf den Boden zog[1], kämpfte Solitaire gegen den starken Wind an, um sich auf die andere Seite des Raums zu bewegen[2]. Zunächst dachte sie noch darüber nach, die Dämonin mit einem Zauber an der Säule festzukleben, und steuerte auf die obere Seite der Säule zu, um für ihren Zauber in Reichweite zu kommen. Doch dann kam ihr die Leichtgkeit, mit der Katiyana durch den Wind flog, wieder in den Sinn. Wahrscheinlich war sie durch Magie vor den Auswirkungen des Sturms geschützt und wäre dann auch gegen ihren einfache Klebezauber immun. Daher wechselte Solitaire ihren Kurs ein wenig ab und bewegte sich auf die ihr abgewandte Seite der gewaltigen Säule[3]. Von dort wirkte die Zauberin einen Zauber auf das Eidolon und legte ihre Hand auf die schuppige Haut des Wesens, um die Magie zu übertragen[4].

"Schnapp sie Dir!"
 1. Trip 31
 2. Stärkewurf 14 (16 -2 wegen sickened)
 3. 60 Fuß Bewegung: auf das Feld rechts unterhalb des Eidolons am Fuß der Säule
 4. Fly
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Rumar Endan am 31.08.2021, 18:23:43
Verbissen sah Rumar dabei zu, wie sein Fluch von diesem Monster abperlte wie ein Wassertropfen von einem Blatt. Der alte Mann hatte allerdings noch ein paar Tricks auf Lager und bereitete bereits einen weiteren Zauber vor. Doch sein Gegner hatte andere Pläne, als einfach stehenzubleiben und ein gutes Ziel zu bieten. Sie flog völlig unbeeindruckt durch den Sturm und beschwor kurz darauf einen Blitz, der knapp neben Rumar einschlug und den Boden schwarz färbte.
Auch wenn er für seine alten Knochen äußerst schnell ausgewichen war[1], traf ihn der Zauber dennoch an der Seite und verbrannte ihn. Schmerzerfüllt schrie er auf und wich noch ein Stück zurück. Er fühlte sich schwach und spürte, wie sein Körper begann nachzugeben. Eine kleine Verschnaufpause und magische Heilung sollten ihn wieder auf die Beine bringen. Murmelnd legte Rumar eine Hand auf seine Brust und spürte, wie die Schmerzen verschwanden und seine verbrannte Haut sich etwas erholte.[2]
 1. Reflex gerade so geschafft
 2. Cure Serious Wounds für 19HP.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 31.08.2021, 20:44:25
"So einfach entkommst du uns nicht", schrie Mugin gegen den tosenden Sturm an. Wieder wob er seine Magie und der Zauber transportierte sie sie wieder auf die gleiche Platfform wie Katiyana.[1]

Das Eidolon verstand zuerst nicht was Solitaire auf sie gewirkt hatte. Sie fühlte sich leichter, aber dies war das erste Mal das ihr dieser Zauber gegeben wurde. Erst als sie herunter sah bemerkte sie, dass sie über dem Boden schwebte und sie verstand. Sofort schaute sie nach oben und konnte Katiyana gerade so über den Rand der Plattform über ihr ausmachen. Der Sturm zerrte an ihr,  aber durch ihre schiere Größe und Gewicht hatte das Eidolon leichtes spiel und so tauchte sie direkt neben ihrem Ziel in der Mitte des Raums auf. Sofort biss und schlug sie nach der überraschten Frau.[2][3][4][5]
 1. Dimension Door
 2. Pounce: Bite1 miss
 3. Bite2 30, Dmg 22+1 Acid+6 Fire=29
 4. Claw1 30, 9+4 Acid+5 Fire=18
 5. Claw2 28, Dmg 11+6 Acid+3 Fire=20
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 01.09.2021, 09:47:02
Garridan ärgerte sich als die geflügelte Frau ihnen entwischte, aber Mugin war vorbereitet.

Garridan hielt Suishen fester umklammert als sie erneut durch Mugins Magie an einen anderen Platz gebracht wurden. Dort zögerte er nicht lange und schlug zu, allerdings war es eng und der Wind erschwerte das Kämpfen zusätzlich, so dass er nicht so präzise zielen konnte[1]
 1. 1: trifft nicht (AC 18), 2: AC 33, Schaden 14 + 3 Feuer; 3: AC 27 (?) Schaden 10 + 6 Feuer
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 01.09.2021, 15:28:15
Während Bard mit ansehen musste, wie sein Zauber für das Eidolon in dem Moment nutzlos wurde, als Solitaire ihm die Fähigkeit zu fliegen verlieh, brachte dies jedoch im wahrsten Sinne des Wortes durchschlagenden Erfolg: Die Angriff des Eidolons setzten Katiyana merklich zu, und einen Augenblick später nahm auch noch Garridan die Geflügelte in die Mangel, nachdem Mugin sie alle erneut teleportiert hatte.

Die Wunden, die Garridan und das Eidolon geschlagen hatten, waren tief, auch wenn Feuer und Säure ihr wenig auszumachen schienen. Geschlagen war sie jedoch noch nicht. Erneut hob sie von der Plattform ab und flog zur nächsten weiter.[1] Dort angekommen, lenkte sie einen weiteren Blitz auf ihre Gegner, wobei sie diesmal Mugin ins Visier nahm, den sie offenbar als die Quelle der dauernden Teleportationen ausgemacht hatte.[2]
Dann wirkte sie einen weiteren Zauber und sprach ein einziges Wort: Stürzt!
Sofort verspürten Mugin, Garridan, Rumar und das Eidolon den unwiderstehlichen Drang, sich auf den Boden zu werfen - verzweifelt kämpfte ihr Wille gegen die magische Eingebung an.[3]

Das verbliebene Skelett bemühte sich in der Zwischenzeit darum, wieder auf die Beine zu kommen, aber tat sonst nichts.

~~~

Runde 4
Mugin
Eidolon
Rumar
Solitaire
Bard (du kannst noch eine Handlung für vorige Runde nachholen.
Garridan
Skelett 1 (Kette)
Katiyana
 1. Gelegenheitsangriffe möglich
 2. 32 Schaden, Reflex gegen 21 halbiert
 3. Greater Command (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/c/command/), Wille gegen 21 negiert.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 01.09.2021, 20:37:11
Solitaire griff nun ihre Gegnerin wieder direkt an, die sich erneut von den anderen entfernt hatte.

Fünf magische Energiegeschosse flogen auf sie zu und prallten mit voller Wucht gegen die geflügelte Dämonin[1].

Auf der anderen Seite der Kammer war die herbeigerufene Kette immer noch mit dem letzten Skelett beschäftigt[2].
 1. Toppling Magic Missile 22 Schaden (Trip 17 wird wohl nichts bringen)
 2. Trip 19
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 02.09.2021, 00:48:20
Mugin schrie vor Schmerz auf als ihn der Blitz mit voller Wucht traf. Keuchent versuchte er sich zu orientieren als ihn der mentale Befehl traf, doch dies war seine eigene Expertise. In seinem Kopf war eindeutig er der Meister und nicht der Diener.[1] Er sammelte sich und sprach erneut einen Zauber und berührte das Eidolon um ihr mehr Stärke zu verleihen.[2]

Das Eidolon schnappte nach Katiyana als sie aus der Umzingelung floh, doch ihr Angriff war zu langsam.[3]
Sie wollte ihr bereits folgen als zuerst der Nachhall von großen Schmerzen über den mentalen Link zu Mugin auf sie einpreschte und dann der Befejlszauber sie traf. Zwar fiel sie nicht zu Boden, verlor aber etwas an Höhe als es immer schwerer wurde den Fliegenzauber zu kontrollieren. So schwebte sie wackelig der Geflügelten hinterher und biss ungelenk nach ihr.[4]
 1. Will save 27
 2. Lesser Evolution Surge, Ability Score Improvement Strenght (+2) für 8 Minuten
 3. Bite 25
 4. Bewegung nördlich Katiyana, Bite miss
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 07.09.2021, 17:02:23
Als ihre Gegnerin erneut zur nächsten Plattform floh versuchte Garridan sie noch einmal zu treffen[1]. Während er noch überlegte, wie sie ihr nun folgen konnten, erwischte ihn ihr Zauber. Verzweifelt kämpfte er gegen die Magie an, aber es gelang ihm nicht und so ließ er sich auf die Plattform fallen[2].
 1. Gelegenheitsangriff 28, Schaden 12
 2. RW nicht geschafft
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Bard Windwärts am 08.09.2021, 11:18:45
Kurzerhand wirkte Bard nun auch den Spinnenkletter-Zauber auf sich selbst. Dies hielt er für deutlich risikoärmer als durch den Sturm zu fliegen. Dann kletterte er hinauf. Währenddessen kam er nur begrenzt mit, was hoch über ihm geschah, aber ein Schreck durchführ ihn, als er den Sturz-Befehl von Katiyana hörte. Er bfürchtete schon, jemanden mit einem Zauber seinerseits vor einem Fall in die Tiefe retten zu müssen, doch zum Glück schien das nicht notwendig zu sein. Die Lage schien dennoch nicht gut zu sein. Als Bard auf Höhe der Plattformen ankam, bemerkte er, dass Katiyana sich teleportiert haben musste. Nun nah bei ihr, war die Sache ihm etwas heikel. Im Nahkampf hätte er nicht viel gegen sie auszusetzen, immerhin war er Bogenschütze, aber behindern könnte er sie allemal. Noch an der Wand zwischen der westlichen und südlichen hängend, bündelte Bard die Ley-Energie hier im Turm, um Wasser, Eis- und Schneekristalle in die Luft zu schleudern und zu einem eisigen Sturm zu bündeln, die Katiyana nicht nur die Sicht rauben sollten, sondern sie vielleicht auch hindern würde, sich zu bewegen. Er spürte, wie peitschender Wind und Kälte sich zu formen begann, die in dem sowieso schon sturmbefallenen Turm, eine neue Dynamik erzeugten. Er platzierte das Zentrum seines Zaubers auf der Plattform gegenüberliegend zu der, auf der sich seine Gefährten befanden,[1] dann kletterte er weiter unter die Plattform, auf der sich Katiyana befand, um in Deckung zu gehen.
 1. Sleet Storm (https://www.d20pfsrd.com/magic/all-spells/s/sleet-storm/) so, dass der Zauber Katiyana möglichst gut einhüllt, aber nicht die Gruppe betrifft
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 09.09.2021, 20:31:22
Bereits Garridans Angriff hatte Katiyana sichtlich geschwächt, doch nachdem sie dann von Solitaires Geschossen getroffen wurde, sackte sie in sich zusammen. Sie stieß einen letzten grellen Schrei aus, dessen Echo nach oben aus dem Turm verschwand, und sofort erloschen die Blitze, die zur schwebenden Kugel geführt hatten, und der Wind ebbte von einem Moment auf den anderen ab.

Die Stille, die folgte, schien nach dem Tosen des Sturms zuvor unwirklich, und erschöpft blickten sich die Abenteurer in die Augen, um sich gegenseitig zu vergewissern, dass diese Bedrohung nun tatsächlich ein Ende hatte.

Der Sturm, der offenbar von Katiyanas Magie und Willen mit Hilfe dieses Turms erschaffen und gelenkt worden war, war nun verschwunden; war der Weg nach Tian Xi nun tatsächlich frei?
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 09.09.2021, 22:35:46
"Puh! Das war ja ganz schön turbulent."

Solitaire war erleichtert, als der Sturm mit einem Mal nachließ. So sehr hatte sie sich mit all ihrer Kraft dagegen gestemmt, dass sie beinahe umgestürzt wäre, als die Winde nicht mehr um sie herumwirbelten.

Das letzte Skelett hatte sie mit ihrer Energiekette gut im Griff und schon bald würde auch dieser letzte Gegner fallen, jetzt wo die größte Gefahr gebannt war und die anderen sich diesem zuwenden konnten.

"Das hier muss einfach die Quelle der Stürme gewesen sein. Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen. Irgendwie glaube ich nicht, dass dieser Turm zu dem Zweck errichtet worden ist, Unheil über das Land zu bringen. Aber wie können wir sicherstellen, dass er nicht nocheinmal dazu missbraucht wird?"
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Garridan am 10.09.2021, 10:42:46
Es dauerte einen Moment bis er realisierte, dass alles vorbei war. Zuerst bemerkte er, dass er wieder agieren konnte und als er aufsah, war alles still. Doch diese Information fand nicht direkt den Weg in sein Bewusstsein und so sprang er intuitiv auf, das Schwert in der Hand und sah auf die Plattform, wo ihre Gegnerin eben noch gewesen war. Er schüttelte kurz den Kopf, als wolle er sicher gehen, dass es keine Illusion war, was er sah - aber es war tatsächlich vorbei. Die anderen erhoben sich ebenfalls.
Ohne lange zu zögern aktivierte er Suishens Kraft, die ihn durch die Luft nach unten laufen ließ und er erledigte das letzte Skelett.

Dann sah er sich langsam und etwas zögerlich in diesem seltsamen Turm weiter um, das Bauwerk war ihm weiter unheimlich.
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 10.09.2021, 10:54:09
Während sie sich dann in der großen Kammer umblickten, wirkte Solitaire noch einen Zauber, um nach Spuren von Magie Ausschau zu halten[1].
 1. Detect Magic
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mondragor am 13.09.2021, 11:38:00
Nachdem sich die Abenteurer etwas gesammelt hatten, blickten sie sich nun genauer im Turm um. Die blau leuchtende Sphäre, die über dem Turm geschwebt hatte, war ebenso verschwunden wie die Blitze, die von den Kristallen ausgehend zu ihr geführt hatten. Wo vorher draußen (und drinnen) ein furchtbarer Sturm gewütet hatte, brach nun Sonnenlicht durch die Wolkendecke, die sich zu lichten begann. Und auch die extreme Kälte, die in diesem Teil des Turmes zuvor geherrscht hatte, verblasste langsam. Zurück blieb der leblose Körper der geflügelten Sylphe, der von der Plattform herunter 50 Fuß auf den Boden gekracht war.

Von dort spürte Solitaire auch eine magische Aura, die sie zu dem Stirnreif führte, den Katiyana getragen hatte. Außer diesem spürte sie zwar noch ein paar kleinere Auren, doch der Stirnreif war offensichtlich ein mächtigerer magischer Gegenstand.[1]
 1. Ihr findet bei Katiyana:
Eine +1 breastplate
Ein Masterwork Buckler
Ein Headband of Mental Superiority +2 (https://www.d20pfsrd.com/magic-items/wondrous-items/h-l/headband-of-mental-superiority/)
Eine Spell Component Pouch
Ein unheiliges Symbol von Sithhud
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Solitaire am 13.09.2021, 15:17:58
Solitaire nahm den Stirnreif hoch und schaute ihn sich von allen Seiten an, während sie noch einen Zauber wirkte, um die Magie genauer zu untersuchen, wobei sie auch eines ihrer Bücher zuhilfe nahm[1].

"Hübsch, hübsch. Und auch durchaus mächtig. Der Stirnreif verstärkt die mentalen Fähigkeiten des Trägers auf allen Ebenen."

Dann blickte sie nochmal in die Runde.

"Wir sollten auch nochmal mit diesen Wesen versuchen zu kommunizieren. Vielleicht können wir herausfinden, ob der Turm jetzt aus ihrer Sicht wieder seinem eigentlichen Zweck dienen kann, was auch immer das sein mag, oder ob sie es eher nicht so gut finden, dass die Wetterbeeinflussung nun aufgehört hat, jedenfalls gehe ich davon aus."
 1. Identify (Spellcraft 35 mit Take 10) -- kann man herausfinden, welche Fertigkeit durch den Stirnreif verstärkt wird?
Titel: Kapitel 3: Der hungrige Sturm
Beitrag von: Mugin Sanderbarrel am 19.09.2021, 14:47:22
Auf dem Rücken des Eidolons fanden Rumar und Mugin einen Weg zurück auf den Boden des Raums.
"Na dann, wiedermal triumphieren wir über alles was uns im Weg steht. Bei all diesen Barrikaden muss man schon darüber nachdenken ob es alles zusammenhängt oder eben Schicksal ist." Mugin strich sich durch den Bart. "Ja, wir sollten nochmal nach den Wesen sehen. Hoffen wir nur das sie uns nun nicht böse gesinnt sind."

Er machte sich an die Arbeit um wiedermal die Platform zu beschwören. Er untersuchte die Schalttafel wie bevor, doch zu seiner Überraschung fand er auch die Möglichkeit noch weiter herauf zu fahren.

"Scheint als gibt es noch mehr weiter oben, vielleicht das Dach?"