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Online-RPGs D&D 5E => Forgotten Realms - Storm King's Thunder => Thema gestartet von: Idunivor am 27.05.2018, 18:04:28

Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 27.05.2018, 18:04:28
Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont

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17. Kytorn im Jahr der Rückkehr des Sternenwanderers 1490 TZ

Bryn Shander! Endlich waren sie am Ziel. Eine beschwerliche Reise lag hinter ihnen. Der Weg von Mirabar nach Luskan war kaum beschwerlich gewesen, denn der Mirar floss schnell und auch wenn der Kapitän ihres Schiffes nicht sonderlich gesprächig war, so verstand er sein Handwerk und brachte die Agenten binnen nur dreier Tage in die Stadt der Segel. Nur eine einzelne Nacht verbrachten sie hier, dann waren sie auch schon auf der Straße. Und der folgende Zehntag war sehr viel beschwerlicher gewesen. Denn auch wenn sie Reittiere hatten und der Sommer seine Fühler gen Norden ausstreckte, war der Pfad vor ihnen kein einfacher. Die Straße verdiente diesen Namen kaum und jetzt, wo der Dauerfrost sie nicht mehr gefroren hielt, war sie aufgeweicht und immer wieder versanken die Hufe ihrer Reittiere so tief im Schlamm, dass sie selbst absteigen mussten, um mit der Last ihrer Körper nicht ihre treuen Tiere am Fortkommen zu hindern.
So kam es auch, dass die fünf Gestalten, die sich an diesem Mittag auf ihren Rössern der Stadt näherten kaum als solche zu erkennen waren, so dick lag der Schlamm der Straße auf ihrer Kleidung. Sie bibberten trotz ihrer Fellmäntel, denn die Winde gingen scharf hier im hohen Norden und auch wenn die Bewohner des eiswindtals es als einen eher freundlichen Tag bezeichnet hätten, so war es für diejenigen, die das sanftere Klima südlich des Grats der Welt gewohnt waren, doch sehr viel unangenehmer. Deshalb sahen sie mit wohlgesonnenen Augen den runden Wall auf dem Hügel aufragen, der die größte Siedlung der Zehn-Städte beschützte.
Ein Tor erhob sich unmittelbar vor ihnen und das Versprechen eines warmen Feuers und von vier Wänden, die vor dem kalten Wind Schutz gewährten, ließ sie ihre Tiere jetzt antreiben. Erst wenige Meter vor dem Tor stiegen sie ab, wo eine Gruppe Wachen wartete, die sie zwar musterte, aber keinerlei Anstalten machten, sie aufzuhalten. Durch das offen stehende Tor konnten sie ins innere der Siedlung blicken, die durchaus den Namen Stadt verdiente, auch wenn sie wohl jeden Vergleich mit dem scheuen musste, was diese Bezeichnung südlich des Grats der Welt erhielt. Selbst Luskan, die heruntergekommene Stadt der Segel war beeindruckend im Vergleich zu dieser sammlung windshciefer Häuser, die vom harten Klima gebeutelt waren und zwischen denen abgerissene Gestalten in winterlicher Kleidung umherhuschten und ihren Geschäften nachgingen. Viele hielten die Krägen ihrer Mäntel hoch gezogen und die Kapuzen tief im Gesicht. Manch einer machte den Eindruck als sei dieses Verbergen des Antlitzes nicht nur dem Klima geschuldet, sondern eine gut eingeübte Gewohnheit. Jeder wusste, dass das eiswindtal ein Zufluchtsort für all jene war, die vor etwas im Süden davon liefen, weil kaum etwas ihnen hier oben in den Norden folgen würde. Hier war jeder nur das, was er am Leib trug und wurde nicht bestimmt von seiner Vergangenheit außerhalb der Kälte des Eiswindtals.
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Aber zumindest eine Bewohnerin der Stadt hielt ihr Haupt hoch erhoben. Eine Zwergendame mit roten geflochtenen Haaren, die eine goldene Bärenbrosche trug, um ihren Mantel zusammen zu halten, hatte scheinbar das Kommando hier. Denn sie begrüßte die Reisenden mit einem Lächeln auf den Lippen: "Seid begrüßt, Reisende! Haltet eure Finger und andere Glieder fest in Stoffe gewickelt, oder Auril mag sie euch abbeißen. Zügelt eure Gemüter, so sie zum Zorn neigen, in Zaum und wir heißen euch hier mit Freude willkommen. Habt ihr Güter zu verkaufen oder zu erwerben? Der Markt liegt geradeaus, im Zentrum der Stadt. Braucht ihr ein warmes Feuer und etwas zu trinken? Dann empfehle ich euhc einen großen Schluck von Feuerbards Feuerbrandy, den ihr nur in Kelvins Rast bekommt, direk zu eurer rechten, sobald ihr den Marktplatz betretet. Und zu guter Letzt: Eure Pferde könnt ihr direkt hier beim Tor unterstellen, im großen Stall, wo sie gut versorgt sein werden bis ihr ihrer wieder bedürft." Die übrigen Wachen am Tor rollten bei der Rede der Zwergenfrau sichtbar mit den Augen. Offensichtlich hörten sie sie weder zum ersten Mal, noch teilten sie die Begeisterung der kleiner gewachsenen Dame dafür, Fremde willkommen zu heißen.

Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 27.05.2018, 19:17:23
Fiona hatte in Luskan, nachdem die Schiffsreise ein Ende hatte und es auf dem Landweg weitergehen sollte, ein gutes Reitpferd nebst der notwendigen Ausrüstung - Sattel, Zaumzeug, was man eben so braucht - erstanden, einen wunderschönen, pechschwarzen Vollblüter namens Hurricane. Der Händler hatte ihr versichert, dass er mit dem eisigen Klima im Norden keine Schwierigkeiten haben sollte.

Während der Reise hatte die Städterin sich des Öfteren stattdessen einen fliegenden Teppich oder selbst einen Hexenbesen gewünscht, wobei sie sich aber auch gefragt hatte, ob die Luft weiter oben nicht sogar noch kühler sein würde. Im Großen und Ganzen hatte sie sie sich aber doch tapfer geschlagen und irgendwann hatten sie Bryn Shander tatsächlich erreicht.

Mit einem tiefen Seufzer atmete sie aus, während sich die kleine Truppe umsah. "Naja, zumindest können wir uns in unserem derzeitigen Aufzug hier wunderbar ins Stadtbild einfügen." Natürlich hatte sie vor dem Aufbruch ihre guten Gewänder sorgfältig verstaut und gegen eher schlichte Reisekleidung getauscht, die sie zu diesem Zweck mit sich führte und der man die Spuren der beschwerlichen Reise auch deutlich ansehen konnte. Irgendwann hatte sie aufgegeben, jeden Schmutzfleck wieder zu entfernen, da es doch etwas mühsam wurde und nur einige Meter weiter ohnehin bereits der nächste wartete. Jetzt, am Abend, könnte sie sich dieser Aufgabe nocheinmal von Neuem widmen.

All das konnte ihre gute Laune an diesem Tag und bei dem freudigen Anblick der Stadtmauern von Bryn Shander jedoch nicht trüben. Und als sie dann auch noch mit der übermäßigen Freundlichkeit der zwergischen Wachkommandantin begrüßt wurden, traten die Muskelschmerzen der langen Reise ersteinmal in den Hintergrund.

Mit einem breiten Lächeln und einem kurzen, tadelnden Blick in Richtung der anderen Wachen verneigte sich die Halbelfin höflich vor der Zwergin. "Euer Gemüt strahlt so hell wie die Sonne oben am Himmel an diesem herrlichen Tag," grüßte sie zurück, während die Wachen erneut die Augen verdrehen mussten. "Wie kann man sich bei einer so freundlichen Begrüßung hier nicht willkommen fühlen. Und unsere Gemüter sind sicherlich die letzten, über die Ihr Euch Sorgen machen müsst."

Die Frage danach, wer diese Auril wohl sein mochte, verkniff sie sich, da sie doch einigermaßen sicher war, dass damit wahrscheinlich einfach nur die Kälte gemeint war.

"Ein wärmendes Feuer könnte uns in der Tat gefallen. Aber vielmehr sehne ich mich gerade nach einem heißen Bad, wenn man dies ebenfalls in dem von Euch empfohlenen Gasthaus erhalten kann. Der große Stall wird aber sicherlich unsere erste Anlaufstelle sein. Also, vielen Dank!"

Dabei strich sie mit der Hand einige Male über das Fell ihres großen Begleiters, dem die Pause und die Streicheleinheiten auch sichtlich gut taten. "Ja, Hurricane, Du hast Dir auch ein gutes Essen und etwas Ruhe verdient."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 28.05.2018, 22:17:06
Auf der gesamten Reise sprach Skip nur, wenn er angesprochen wurde, und nicht ein Wort über dem Nötigsten. Man hätte denken können, er übte sich weiter im Zwergsein, wenn nicht erstens das ganze Drumherum gefehlt hätte und zweitens seine schlechte Laune offensichtlich war. Auf dem Schiff suchte er die Gesellschaft der beiden jungen Burschen, welche die Mannschaft darstellten, und mied die Gefährten. In Luskan verbrachte er die Nacht im Bordell. Am Morgen erschien er eine gute Stunde später, als verabredet war, zum Aufbruch, sodass skeptische Gemüter vielleicht schon zu befürchten begannen, er habe sich aus dem Staub gemacht. (Darüber nachgedacht hatte er.) Zu allem Überfluss war er reichlich betrunken, weshalb man auf dem gesamten Vormittagsritt immer wieder anhalten musste, damit Skip vom Pferd gleiten und in den nächsten Busch kotzen konnte. (Da Skip die Nachhut bildete und außerdem nicht einen Ton von sich gab, fiel manchmal erst einige Straßenbiegungen weiter vorn auf, dass er fehlte.) An den Abenden kaute er abseits der anderen lustlos auf seiner Mahlzeit herum: Brot, das immer trockener, und Dörrfleisch, das immer zäher wurde, dazu Nüsse und Trockenpflaumen. Die restliche Zeit grübelte er mit finsterer Miene vor sich hin.

Es waren keine netten Gedanken, die er sich machte. Über die erste Empörung war er inzwischen hinweg—So etwas Hinterhältiges traut Gaston mir zu? Dass ich ihm den Dolch in den Rücken stoße? Dabei hatten wir doch eine klare Abmachung und anders als Verity halte ich mich an eine solche! Enteneier, der hat doch nicht mehr alle beisammen!

Stattdessen war er damit beschäftigt, ganz allgemein mit seinem Schicksal zu hadern, welches ihm so übel mitgespielt hatte. Abwechslung fand er in Schuldzuweisungen und Vergeltungsträumen. Veritys Name stand natürlich an erster Stelle, und bis ins letzte, liebevolle Detail malte er sich seine Rache aus. Wenn er ihr das nächste Mal begegnete, würde sie sterben, und sie würde lange dafür brauchen. An zweiter Stelle kam schon der Halbling. Hier hatte Skip zwar keine Mordabsichten, aber er würde schon etwas finden, mit dem er ihn treffen konnte. Da Gaston sein Restaurant aber soeben aufgegeben hatte, wenn es ihm denn damit ernst war, blieben Skips Ideen, wie man ihn denn sonst packen könnte, äußerst schwammig. An dritter Stelle dann kam die Fürstenallianz. Ja, man sollte meinen, Skip wäre dankbar über seine Rettung, und er erinnerte sich sehr wohl, wie dankbar er war (geschluchzt hatte er vor lauter Erleichterung), als Azrim ihn quasi im letzten Moment vor der geplanten Verstümmelung von den Ketten befreite. Aber das hier, das war Erpressung, Freiheitsberaubung, Zwangsarbeit und vermutlich ein Selbstmordkommando! Ha, ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt, mich zu etwas zwingen zu wollen! An dieser Stelle brachte ihn eine Kette aus Gedankensprüngen zurück zum Anfang. Verity.

Das Dumme an der ganzen Sache war nun, dass er über diese Dinge nicht nur nachdachte, sondern sie gewissermaßen nachspielte, indem er die Rollen des Stücks an die Gruppenmitglieder verteilte. Der eine Bösewicht, Gaston, war ja schon höchsteigen zugegen. Azrim stand für die Fürstenallianz, welche Skip mit unnachggiebigen Krallen gepackt hielt. Für Dolgrim hatte Skip momentan keine Rolle, da musste er noch ein wenig nachdenken, ob er nicht eine weitere Person fände, die Mitschuld an seiner Misere hatte. Und Fiona... nun ja, es bot sich an, sie war die einzige Frau der Gruppe und zudem eine Halbelfe... Fiona war Verity.

Vermutlich wusste die Halbelfe gar nicht, wie ihr geschah, als sie während der Reise immer wieder ganz und gar mörderische Blicke von Skip auffing, der doch bei der ersten Begrüßung so freundlich tat!

So hielt Skip sich auch bei ihrer Ankunft in Bryn Shander schweigend im Hintergrund.

"Hmpf!" kommentierte er die Rede der Zwergin lediglich, in einem Tonfall, der zu den Mienen der Wachen passte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 29.05.2018, 18:47:01
Während zu Beginn Azrim Fiona - aufgrund ihrer Schattenmagie – noch argwöhnisch beobachtet hatte, so gewöhnte er sich bald an die Hexerin und ihren Zugang zur astralen Macht. Er unterhielt sich sogar einmal ganz angeregt mit ihr auf elfisch und zeigte dabei ehrliches Interesse und Neugierde an dieser für ihn fremden Methode. Aus seiner eigenen Kunst machte er  nie einen Hehl und zeigte und nutzte sie offen nach Herzenslust immer wenn sie ihm hilfreich erschien.

Ansonsten genoss er das gute Wetter, lauschte Gastons detaillierten Ausführungen oder beobachtete das Ufer des Mirar und die Menschen die an ihm lebten. Einmal zog er Skip wegen seiner Nähe zu den Jungen der Besatzung auf, aber scheinbar war diesem etwas derart über die Leber gelaufen. Denn es war nichts aus dem Halbmenschen heraus zu bekommen außer einer ungewohnt scharfen und einsilbigen Antwort. Derart barsch abgespeist wunderte sich Azrim über die Laune seines Gefährten, schob es dann aber auf den unbequemen Auftrag und Skips Problem damit ihn zu akzeptieren und auszuführen. Und so erfreute der Hochelf sich an der plötzlichen Stille. So lange sie anhielt.

Gleich der dunklen Hexerin kaufte sich auch der Magier ein schönes Pferd, einen weißen Hengst, der auf den Namen Solomon hörte und sattelte diesen gut gelaunt für den weiteren Verlauf der Reise. In deren Verlauf verblüffte er seine Reisegefährten indem er unverhofft eines Nachmittags versuchte die Kälte damit zu vertreiben indem er ihnen ein elfisches Trinklied nach bestem Vermögen beibrachte. Eines wie es unter Soldaten der Tel Quessir weite Verbreitung gefunden hatte.

Als sie schließlich in Bryn Shander ankamen, grüßte der Eladrin die Wachkommandantin nach bestem Vermögen mit ein paar Brocken Zwergisch, ehe er sich Fiona anschloss. Zuerst die Pferde dann ein Feuer. Vielleicht wurden ja um dieses Feuer herum Geschichten über auftauchende Riesen erzählt, dachte er dabei im Stillen.

An die rothaarige Zwergin gewandt, sprach er mit diesem Hintergedanken dann noch folgende Einladung aus: "Wollt ihr euch nach eurem Dienst vielleicht zu uns gesellen? Wir sind neu in dieser Gegend und wären nach der langen Reise über etwas frische Gesellschaft froh. Ich lade euch auch gerne auf einen Trunk nach getaner Arbeit ein." Stellte Azrim freundlich in Aussicht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 31.05.2018, 11:44:46
Die Zwergendame nickte bei Azrims Worten freundlich: "Wir werden sehen. Ich habe noch eine Weile Schicht hier draußen, aber dann wird mir ein guter Krug Feuerbrandy mir sicherlich die Glieder wärmen. Wenn ihr also dann noch in Kelvins Rast seid, kann es gut sein, dass wir uns dort sehen." Mit diesen Worten wandte sie sich wieder ihren Pflichten zu, auch wenn es kaum etwas zu tun gab an diesem einsamen Ort, außer im kalten Wind zu frieren.
Innerhalb der Mauern war es etwas besser, wenn auch hier sich die Kälte nach wie vor hielt. Die fünf machten also einen Zwischenstopp bei den Ställen, wo sie ihre Reittiere für eine Silbermünze pro Tag gut versorgt wussten, denn die zwei Stallburschen, die sich hier kümmerten, waren zwar nur wenig sauberer als die Reisenden, aber man konnte ihnen schon in der Art, wie sie die Pferde in Empfang nahmen, ansehen, dass sie es gern taten und diese Aufgabe genossen.
Von hier aus gingen sie die Straße entlang, die vom südlichen Tor in Richtung des Stadtzentrums führte. Bryn Shander zeigte sich hier wohl von seiner besten Seite und diese sah nicht sonderlich gut aus. Aber damit hatten sie alle gerechnet, denn jeder hatte schon einmal Geschichten von diesem nördlichsten Zipfel der Zivilisation gehört, der sich Eiswindtal nannte - auch wenn die meisten es wohl nicht wirklich zivilisiert nennen würden. Das harte Klima zeichnete die gesamte Stadt und die Leute verbrachten so wenig Zeit draußen wie möglich. Aber das half Fremden wenigstens dabei sich zurechtzufinden, denn keine Menschenmassen behinderten ihre Blicke.
So fanden die Agenten auch schnell ihr Ziel, direkt als die Straße sich zum Marktplatz öffnete, auf dem tatsächlich einige Leute Handel trieben, ragte das Gebäude auf über dessen Eingang ein wettergegerbtes Schild hing, mit den eisernen Buchstaben "K lvins Rast". Das "e" musste vor langer Zeit hinab gefallen sein, denn man sah keine Spur mehr davon auf dem alten Holz, aber der Wirt sah wohl keinen Grund es zu ersetzen.
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Sobald sie die schwere Holztür öffneten und das innere des Gasthauses betraten, schlug ihnen eine Wand von Wärme entgegen, die ihre Gesichter beinahe schmerzen ließ. Aber sie war ihnen trotzdem willkommen. Ein kräftig gebauter Zwerg, dessen roter Bart von einigen grauen Strähnen durchzogen war, brummte sie vom Tresen aus direkt an: "Ah Reisende, willkommen in Kelvins Rast! Legt eure Mäntel und Stiefel ab und sucht euch einen Tisch, dann bringe ich euch einen Feuerbrand, der die Kälte vertreibt." Es sah nicht so aus, als würde der Zwerg viel Diskussionen über die Wünsche seiner Gäste erleben oder tolerieren, denn sobald sie Platz genommen hatten, stand er auch schon mit einer Flasche Brandy und fünf Tonkrügen an ihrem Tisch und goss jedem einen Brandy ein: "Also lasst es euch gut schmecken!"
Dann ging der Zwerg herum von Tisch zu Tisch und goss weiteren Brandy ein. Erst jetzt hatten die Agenten wirklich Zeit sich umzusehen. Klevins Rast war ein Musterbild einer Zwergentaverne, denn die Dekoration waren Schmiederhämmer, geborstene Zwergenhelme und Äxte. Gäste gab es vom kleinen stämmigen Volk außer Dolgrim allerdings keine. Eine Gruppe Halborks und Menschen saß zusammegebeugt über einem Würfelspiel und trank keinen Brandy, sondern Bier wie es aussah und zwei weitere Tische waren besetzt mit menschlichen Biertrinkern.
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In der Ecke wurde der Wirt allerdings fündig mit seiner Brandy Flasche, denn hier saß ein einsamer Mensch mittleren Alters gelehnt über einen Becher und blickte tief in ihn hinein. Sobald die Flasche in die Nähe kam, streckte er seinen Krug aus und der Zwerg füllte willentlich nach. Ein ordentlicher Mantel hing über dem Nachbarstuhl an dem außerdem ein Streitkolben lehnte. Mit einer verwaschenen Handbewegung bedeutete der Mann dem Wirt, die Flasche direkt an seinem Tisch zu lassen und der Zwerg folgte dieser Aufforderung nur zu gern, damit der Mann sich vernünftig an der Flasche festhalten konnte.[1]
 1. Ihr könnt mal nen Insight Check machen, wenn ihr euch den Herren genauer ansehen wollt.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 31.05.2018, 13:21:28
An dem Tisch, den der Wirt den Gefährten zuwies, nahm Skip gar nicht erst Platz, sondern steuerte sofort den einzelnen und sichtlich trüb gelaunten Herrn[1] in der Ecke an. (Nur den Schnappskrug hatte er sich zuvor geschnappt.)

"Kummer und Kummer gesellt sich gern", eröffnete er. "Mir warf jemand, den ich seit sechs Jahren einen Freund wähnte, soeben vor, ich hätte ihn ruiniert—absichtlich!—und ich solle gar nicht erst wagen, dies zu leugnen. Und welche Laus ist Euch über die Leber gelaufen, wenn man fragen darf? Mein Name ist Skip."

Und sollte der Fremde nach dieser Rede nicht allzu abweisend oder gar böse blicken, würde Skip sich mitsamt des eigenen Humpen zu ihm setzen.
 1. Insight = 9 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1047949.html#msg1047949)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 31.05.2018, 15:24:35
Gaston verbrachte die letzten Tage zwischen Euphorie und zweifelnder Ernüchterung. Er freute sich über einen ganz neuen Lebensabschnitt, den er dank Skips Hilfe begonnen hatte. Er dachte ernsthaft darüber nach, Abenteurer zu werden. Wie ließe sich das Finanzielle mit der Beschaffung seltener Zutaten wohl besser verbinden? Und diese Perspektive ließ ihn ohne Unterlass lächeln und er fühlte sich leicht und frei, wie schon lange nicht mehr. Die Welt lag ihm zu Füßen! Er hatte nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen. Das war die eine Seite.

Auf der anderen Seite merkte er deutlich, dass ihm sein Freund Skip aus dem Weg ging. Gaston sagte sich, dass Skip natürlich so reagieren musste. Er musste ein bisschen Show machen, um zu zeigen, wie unrecht es gewesen war, beschuldigt zu werden. Skip war ein guter Schauspieler. Vielleicht übertrieb er es sogar ein bisschen, spielte seine Rolle ein bisschen zu gut. Den volltrunkenen Besuch im Bordell hätte es vielleicht nicht gebraucht. Gaston hatte die anderen Gefährten um Verständnis gebeten und ein bisschen den Kopf geschüttelt. Es gehöre nunmal dazu, wenn man mit Skip reise. Aber es gab auch Momente, da begann Gaston zu zweifeln, ob es wirklich gespielt war. Wer konnte das schon unterscheiden? In diesen Momenten wurde Gaston ganz still und nachdenklich.

Ein solcher Moment war, als sie in Bryn Shander ankamen. Sie gaben ihre Pferde ab und suchten sich ein warmes Fleckchen zum bleiben. Als sie Platz genommen hatten, hielt Gaston den Wirt zurück: "Und etwas zu Essen und eine Minute Eurer Zeit, bitte. Was habt Ihr auf dem Feuer? Und was habt Ihr über die Riesen in dieser Gegend gehört?", fragte Gaston geradeheraus.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 31.05.2018, 16:25:46
Der Mann musterte Skip mit kritischem Blick als dieser zu seinem Tisch kam, aber allzu abweisend war dieser dann doch nicht, auch wenn er fürs erste seine Flasche Brandy gut festhielt und auch darauf achtete, dass er bei Bedarf an seinen Streitkolben heran kommen würde. Aber doch antwortete er schnell auf Skips Frage: "Ihr seid wohl noch nicht allzu lange an diesem verlassenen Ort. Seht aus als kämt ihr direkt von der Straße. Gebt der Kälte noch ein paar Tage und ihr werdet genauso froh über ein bisschen Wärme im Magen sein, wie ich es jetzt bin." Auf Skips eigene Klage ging er hingegen mit keinem Wort ein und jetzt da Skip mit ihm sprach, wurde ihm klar, dass er auf den ersten Blick zwar etwas verzweifelt und auch betrunken wirkte, dass dies aber wohl nur der äußere Anschein war, den er - ob bewusst oder unbewusst - erweckte.



Indessen antwortete der Wirt auf Gastons Fragen: "Pah, Riesen? Wir haben hier keine von denen. Nen paar besonders große Barbaren vielleicht draußen in der tundra und Yetis, aber Riesen, nein. Die bleiben in den Bergen, wo sie hin gehören. Und zu Essen haben wir Fischsuppe, ich werde euch gleich welche bringen. Ihr seht aus, als könntet ihr sie gut vertragen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 01.06.2018, 00:15:46
Wo der Wirt ohnehin gerade am Tisch war, sprach Fiona diesen auch an.

"Sagt bitte, habt Ihr auch Gästezimmer hier in Eurem Haus? Und vor allem, kann man bei Euch ein heißes Bad bekommen? Das wäre, neben einer guten Speise und dem einem oder anderen Schluck von Eurem vielgepriesenen Brandy, momentan das, wo ich zumindest mich am meisten nach sehne nach der langen Reise."

Während sie mit ihm sprach, musterte die Halbelfin den Zwergen und fragte sich, vor allem wohl aufgrund der roten Haarpracht, ob er wohl mit der freundlichen Wachoffizierin verwandt sein mochte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 01.06.2018, 15:12:31
"Bwahahaha", lachte der rotbärtige Zwerg auf, als Fiona nach Zimmern und einem Bad fragte: "Nein meine Liebe, da seid ihr hier falsch. Hier gibt es Feuerbrand und Bier. Aber das wonach es euch verlangt, das findet ihr in den Gasthäusern. Der "Hängende Schwachkopf" ist direkt auf der anderen Seite des Marktplatzes. So wie ihr ausseht gehört ihr aber eher in den "Nordblick" in der Nähe des nördlichen Tores. Allerlei Abenteurer und Söldner dort."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 01.06.2018, 15:55:28
Dolgrim hatte die meiste Zeit auf dem Schiff unter Deck verbracht. Er mochte Schiffsreisen nicht, keine Berge, alles wankte und überall Wasser, das war nichts für einen Zwerg. Die Reise danach war eher nach seinem Geschmack, bei der Kälte hatte es den Plappermäulern die Sprache verschlagen.

Sein Pony litt allerdings auch ziemlich. Zwar waren sie viel in den Bergen unterwegs gewesen, aber dort war es meist nicht so kalt oder, in großer Höhe, wo es doch so kalt war, hatte er das Tier meist in der Stadt zurück gelassen und war zu Fuß unterwegs gewesen. Er selbst hatte nichts gegen die Kälte.

Dennoch war er froh, als sie Bryn Shander erreicht hatten und so freundlich begrüßt wurden. Er hatte der Zwergin freundlich zugenickt und war dann den anderen zum Feuerbrand gefolgt. Auch hier stand er zunächst herum, trank seinen Becher leer und folgte dem Wirt, um einen zweiten zu ergattern. Dann erst schaute er sich um. Bei dem Mann in der Ecke fiel ihm nichts besonderes auf[1], daher wunderte sich, dass Skip direkt dorthin marschierte. Aber klar, hier war es warm und Skips Stimme war wieder aufgetaut. Also suchte er jemand, um die Stimme wieder in Schwung zu bringen.

Dolgrim suchte nach einem freien Tisch für alle und als er einen fand, steuerte er direkt darauf zu. Er stieß Gaston leicht an, als er an ihm vorbei kam und zeigte auf den Tisch. Dann setzte er sich und wartete auf die Fischsuppe. Wenn die Riesen schon hier gewesen wäre, dann wären es nicht bloß Gerüchte gewesen, die nach Süden gekommen wären, dann wären ihnen viele Menschen auf der Flucht aus der Stadt in Richtung Hafen begegnet. Nein, sie mussten weiter suchen, hier war noch alles ruhig. Zeit also für Fischsuppe und Feuerbrand.
 1. Insight 4
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 01.06.2018, 16:25:21
Fiona zuckte mit den Schultern und lächelte entschuldigend.

"Hey, ich bin zum ersten Mal hier, woher soll ich das denn wissen? Dann muss es für den Moment bei einem Brandy bleiben. Was sind wir euch für so einen Krug schuldig?"

"Und mal im Ernst... Hängender Schwachkopf? Wirklich?! Wer nennt denn bitte sein Gasthaus so? Das muss ja ein seltsamer Kerl sein. Nein, ich glaube allein schon des Namens wegen ist mir der Nordblick irgendwie sympathischer."

Die Halbelfin holte dann einige Goldmünzen aus ihrem Münzbeutel und legte sie auf den Tisch. "Das sollte die Kosten für den Abend decken." Es ist genug, um für das Essen und die Getränke für sie fünf zu bezahlen und noch ein wenig mehr[1]. "Wenn ich meinen Krug leer habe, schaue ich mir einmal das Gasthaus an und sehe zu, dass wir dort unterkommen können. Ich nehme an, dass ihr noch eine Weile hierbleiben werdet? Es wird ja auch noch etwas dauern, bis die Dame von der Wache eintrifft. Ich werde sicherlich wieder zurück sein, ehe ihr ans Aufbrechen denkt."
 1. Ich gehe mal von "Comfortable" aus (also 5 sp / person), dann liegen da 3 gp
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Beitrag von: Skip am 02.06.2018, 19:43:17
"Frisch von der Straße, so ist's", bestätigte Skip dem Fremden. "Sollte es Euch also interessieren, was in Tiefwasser vor zwei Wochen Stadtgespräch war, so wäre es mir eine Freude, Euch dies gegen alles, was Euch über die hiesigen Verhältnisse und aktuelle Lage als wissenswert erscheint, einzutauschen. Und auch beim Feuerbrand will ich gerne mit Euch mithalten, denn ich benötige keinen weiteren Tag, um die Kälte satt zu werden und mich über die Wärme im Magen zu freuen. Und das nennen sie hier Sommer? Oh weh, ich klinge ja wie ein amnscher Seemann im Hafen von Tiefwasser, was habe ich die immer ausgelacht!"

Natürlich war ihm nicht entgangen, dass der Fremde es gezielt vermieden hatte, seinen eigenen Namen zu nennen, doch tat er erst einmal so, als sei ihm dies entgangen.

"Solltet Ihr aber lieber alleine trinken, so genügt ein kusch, um mich zu verscheuchen. Lasst mich Euch nur zuvor versichern, dass ich keinesfalls vorhatte, Euch mit meinem Kummer zu langweilen, das schien mir nur als Zeile zur Gesprächseröffnung auch nicht schlechter zu sein als die üblichere Anmerkung zur Wetterlage."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 03.06.2018, 11:59:07
Der Zwerg lachte jetzt noch lauter: "Bwahahaha, ja ein ziemlicher Schwachkopf. Torben Garstig war sein Name, Möge Moradin seiner Seele gnädig sein. Ist schon seid sicher 30 Jahren tot und seine Taverne so genannt, weil er das war. 'Hängen sollte ich unten im Süden und was mach ich? Ich Schwachkopf renn hier in die Eiseskälte!'
Ein guter Mann war er, der alte Torben!"
Anschließend strich der Wirt die Goldmünzen ein: "Das kommt darauf an, wie viel Brandy ihr trinken wollt. Aber fürs erste sollte das reichen, ja. Wie gesagt, der Nordblick ist in der Nähe des Nordtores. Geht über den Markplatz und dann einfach die Straße entlang. Und zieht den Kopf ein, die Winde schneiden da draußen ziemlich und wir wollen ja nicht, dass ihr euch nach eurem Bad den Tod holt, Bwahahahaha!" Mit diesen Worten ging er zurück zu seinem Tresen.



"Skip aus Tiefwasser also? Bleibt ruhig, Skip. Ich bin Baric Nylef, Karawanenwächter von Beruf, auch wenn ich gerade zwischen zwei Verträgen bin. Deshalb verbringe ich meine Zeit hier, um mich warum zu halten.  Aber um ehrlich zu sein, interessieren mich Geschichten aus Tiefwasser nicht so recht, es ist sehr lange her, dass ich so weit unten im Süden war. Interessanter wären Geschichten von der Straße. Davon solltet ihr ja auch welche haben."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 04.06.2018, 05:44:36
Gaston schaute seine Gefährten fragend an. “Keine Riesen also. Heißt das jetzt: 'Auftrag erledigt'? Wahrscheinlich sollten wir noch ein wenig herumfragen, insbesondere bei Händlern und Reisenden. Aber wenn die auch nichts bemerkt haben? Ihr wollt doch nicht in der Wildnis durch den Schnee stapfen und selbst suchen, oder? Gaston schüttelte missmutig den Kopf. Dann suchte er den Blick des Wirts und machte ein paar Gesten, die ihn beim Suppe essen darstellen sollten und zeigte mit dem Finger eine '1' an.

Fiona, jetzt mal eine theoretische Frage. Ich interessiere mich für Essen und Trinken. Was ist Euer liebstes Gewürz, Gemüse und Getränk?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 04.06.2018, 13:00:17
"Freut mich, Eure Bekanntschaft zu machen, Baric. Und ich bin ganz ruhig. Wenn Ihr also meint, ich sei erregt, dann ist vielleicht doch etwas dran an der Behauptung, je weiter nach Süden man käme, desto lebhafter und erregbarer würden die Leute. Mir schien ja bislang immer, da machte es sich jemand allzu leicht, wenn er sagt: Süden gleich heißblütig, Norden gleich kaltmütig. Wobei ich mich nun eigentlich zu den Nordmännern zählen würde und nicht zu den Südländern, aber so ist eben alles relativ."

Nach diesem Vorgeplänkel, und einem ordentlichen Schluck aus seinem Humpen, kommt Skip dann aber zur Sache. "Geschichten von der Straße, ja, die habe ich wohl auch."

Tatsächlich war er auf einmal sehr gut gelaunt. Denn wie es der Zufall wollte hatte er just die Persona parat, die sich bestens damit auskannte, welche Neuigkeiten von der Straße wohl einen Karawanenwächter interessierten: Bendix Grünschild, von den Grünschilds zu Niewinter, Fernhändler. Auf diese Rolle, die er vor vier Jahren erfand, hatte er sich damals gründlich vorbereitet und hielt sich seither auch weiterhin auf dem Laufenden, was man als Kaufmann so wissen musste. Und weil er sie seit vier Jahren regelmäßig, in den verschiedensten—auch privaten—Situationen spielte, fiel es ihm besonders leicht, sogleich in sie zu verfallen. Fast so etwas wie seine zweite Haut war dieser Bendix. (Nur verwirrte es ein wenig, dass er sich bereits als Skip vorgestellt hatte, nun aber innerlich den Bendix annahm, aber solange er eine Rolle nur mit Skip mischte und nicht zwei Rollen miteinander, Bendix Grünschild mit dem leicht vertrottelten Glasmaler Phineas Pennywetter etwa oder dem äußerst gestrengen Eichmeister Anselm Fink, so würde er wohl schon alles auseinander halten können.)

Und so setzte denn ein Mann, der sich mit kaufmännischen Belangen bestens auskannte, zu einem Bericht über die aktuelle Lage auf der Straße zwischen Mirabar und dem Eiswindtal an.

Da war zunächst die Beschaffenheit der Straße: wo war sie unterschwemmt, wo hatten Steinschlag und entwurzelte Bäume sie nahezu unpassierbar gemacht, wo war eine Furt im Hochwasser versunken, wo eine Brücke einsturzgefährdet. Als nächstes die Begegnungen: wer war ihnen entgegengekommen, mit welchen und wievielen Waren (so erkennbar), wer hatte ihren Weg gekreuzt, wer war in nämlicher Richtung unterwegs; was wussten die Leute an den Wegstationen zu berichten, wie war die Stimmung dort. Dann alles, was man nicht getroffen hatte—den Göttern sei Dank!—aber dessen Fährten man vorfand. (Mit 'man' meinte Skip hier Dolgrim, den einzigen Naturburschen unter ihnen.) Da wäre Wolfsspuren vorneweg—sehr weit im Süden seien sie in diesem Jahr, hatte Dolgrim gebrummt—aber auch diverse andere, und nicht nur Getier. Ein etwa zwei Wochen altes Nachtlager von etwa einem Dutzend Orks hatten sie links liegenlassen, zwei Tage später einen Ort, an dem ein Überfall auf einen kleinen Händlerzug von drei, vier Wagen stattgefunden haben musste.[1] Dann die Pässe...

Doch bevor er zu den Pässen kam, ließ Gastons unbekümmertes Geschwätz ihn aufmerken. Was fiel dem Halbling ein? Auftrag erledigt! Toll, jetzt wusste jeder hier im Raum, dass sie den Auftrag hatten, hier nach Riesen zu suchen. Das konnte nicht im Sinne der Fürstenallianz sein. Jemand, der sich den eigenen Agenten nur mit Maske zeigte, würde es unmöglich gutheißen, dass diese gleich in der nächsten Kneipe lauthals verkündeten, dass sie offenbar Agenten waren! Überhaupt schien der Kerl den Auftrag gar nicht ernst zu nehmen. Erledigt? Nicht durch Schnee und Wildnis stapfen wollen? Ha, was glaubte er wohl? Dass sie sich hiermit schon hundert Gold und einen Fellmantel verdient hatten? (Ganz zu schweigen von einer Anzahlung auf Skips Begnadigung?)

"Enteneier!" fluchte er kopfschüttelnd. Dann wandte er sich wieder an Baric und konzentrierte sich mit verstärkter Hingabe darauf, den Kaufmann zu mimen—in der Hoffnung, dass man ihn und seine Reisebegleiter für Kaufleute hielt oder für von solchen Beauftragte.

Die Pässe also. Nur einer von dreien war passierbar und dass auch nur so gerade eben. In der Nähe des zweiten waren offenbar Yeti-Spuren gefunden worden, weshalb von dieser Strecke abgeraten wurde; der dritte, höher gelegene, lag noch hoffnungslos unter Schnee begraben.

An dieser Stelle wurde Skip seine Erzählung dann doch zu langweilig und er beschloss, sie ein wenig aufzumischen. Es folgte also eine—höchstspannende!—Episode, in der die Gefährten auf einen Trupp solcher Yetis trafen. Mehrere Dinge ließen aber keinen Zweifel daran—außer, Baric wäre ein gutgläubiger Trottel—dass die Geschichte erfunden war. Erstens der Umstand, dass sie so spannend erzählt war, während der Rest der Reise völlig ereignislos verlaufen war und Skips Beobachtungen dazu so vollendet sachlich. Zweitens aber hatte Skip nur eine sehr, sehr ungefähre Vorstellung davon, was eigentlich ein Yeti war, und nahm sich in dieser Hinsicht so manche künstlerische Freiheit. Aber wie gesagt, eine derart spannend erzählte Geschichte hörte man nicht alle Tage, und so steht zu hoffen, dass Baric (und vielleicht noch einige der Gäste an den Nachbartischen) ihr trotzdem mit einigem Vergnügen lauschte.

Dann folgte noch der restliche Straßenbericht, also vom Pass aus bis nach Bryn Shander, welchen Skip ein weiteres Mal unterbrach, aus reiner Langweile, um Baric die drei verschiedene Arten, auf welche ein Zwerg schweigen konnte, vorzuführen und den vier verschiedenen, auf die ein Elf schweigen konnte, gegenüberzustellen. Sieben verschiedene Arten also, auf die sich schweigen ließ!

"Und die Halblinge kennen nicht eine davon!" endete er mit bösem Seitenblick auf Gaston. "So, das waren also meine Neuigkeiten, und was wisst Ihr, werter Baric, über die Gegend hier zu berichten?"
 1. Wenn ich das einfach mal so behaupten darf? Es ist so gedacht, dass Skip hier tatsächlich wahrheitsgemäß berichtet.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 04.06.2018, 14:06:36
Rein zum Spaß erhitzte der Hochelf ungesehen den Feuerbrand von Gaston um zu sehen wie der Halbling auf warmen Schnaps reagierte. Neugierig geworden, erhitzte er auch seinen eigenen leicht um zu sehen in welche geschmackliche Richtung er den ehemaligen Koch da schickte.

In der Nähe des Feuers einen Platz findend, an dem er seine Beine ausstrecken konnte und dabei die Wärme genießen, sah er Skip für einige Minuten zu, ehe Fiona dankbar für ihre Großzügigkeit zuprostete und auf ihr Wohl trank. Er selbst würde seine Münzen sparen wo er nur konnte um sich weitere Zauber erkaufen zu können, nun da er von der Heimat abgeschnitten war.

An Gaston gewandt sprach er mit ruhiger Stimme: "Warten wir auf die Torwächterin und was sie uns berichten kann. Aber ich fürchte der Weg in Richtung Wildnis wird uns nicht erspart bleiben." In der Hoffnung den redseligen Kerl nicht ganz entmutigen, versuchte er es mit einem kleinen Scherz in der Gemeinsprache: "Sozusagen ein etwas anderer "Lokal-Augenschein"." und betrachtete ein wenig unsicher die Reaktion des Gourmets.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 05.06.2018, 18:29:34
Gaston nippte sogleich an seinem Weinbrand und zog erstaunt die Augenbrauen hoch. Fragend sieht er sich um und kennt eigentlich nur zwei Personen, die seinen Drink verzaubert haben könnten. “Fiona, kommst Du von der Küste? Kennst Du den alten Seebären-Spruch: 'Rum mut, Zucker kann, Water bruuk nich.'? Ist das Deine Antwort auf meine Frage? Zucker ist Dein Gewürz? (Eine süße bist Du ja schon...) Und Grog Dein Getränk? Aber was magst Du für ein Gemüse?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 05.06.2018, 19:31:43
Fiona zog eine Augenbraue hoch und blickte etwas irritiert drein. Es dauerte einen Augenblick, bis ihr die Frage wieder einfiel, die Gaston kurz zuvor gestellt hatte, allerdings hatte sie keine Ahnung, was er damit nun meinte.

Sie schüttelte den Kopf, so als ob sie sich von ihren Gedanken losreißen müsste und antwortete schließlich: "Ich komme in der Tat von der Schwertküste, aber wie Du Dir den Rest zusammenreimst ist mir schleierhaft. Zucker? Grog? Mein liebstes Getränk ist auf jeden Fall ein guter Wein. Obwohl der Brandy hier wirklich auch nicht schlecht ist. Aber Gemüse? Wie kommst Du denn auf Gemüse?" Jetzt musste sie doch etwas schmunzeln. "Da weiß ich auf Anhieb garkeine Antwort drauf. Worauf es wirklich ankommt ist doch, dass es gut zubereitet ist. Oder nicht? Beeren mag ich sehr gerne. Aber ich fürchte, die zählen nicht, oder? Und Gewürze... vor einigen Jahren war mal ein Händler aus Calimport in Tiefwasser, der hatte sehr interessante Gewürze dabei. Bei den meisten wüsste ich aber nicht, wie man sie überhaupt nennt."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 07.06.2018, 17:43:41
Der Brandy wurde seinem Namen leicht gerecht, dass spürten direkt sie direkt, als er gleichsam glühend ihre Kehlen hinabfloss. Er tat also was er sollte und er war kein billiger Fusel, das war auch klar. Dolgrim und Gaston hatten aber beide schon besseres getrunken als das hier. Für eine kurze Weile unterhielten sich die vier Agenten noch miteinander, wobei es eher ein Gespräch zwischen dreien war, denn Dolgrim war gewohnt wortkarg und trank schweigend seinen Brandy. Nachdem das Getränk leer war, verabschiedete sich Fiona und machte sich auf zum "Nordblick", um Zimmer für die Gruppe zu besorgen und ein Bad zu nehmen.



Indessen lauschte Baric ruhig Skip elaborierter Geschichte und fragte von Zeit zu Zeit höflich nach, damit der andere Mann seine Geschichte noch etwas weiter ausführen konnte. Als er dann schließlich fertig war sagte er noch: "Eine sehr gute Geschichte, Skip. Aber lasst mich euch fragen, seid ihr auf eurer Reise hierher auch irgendwelchen Zwergen begegnet. Ich hatte gehofft einen alten Freund hier zu treffen, Worvil Spaltbart, auch einfach bekannt als "Rüsselkäfer". Aber ich habe ihn nicht getroffen. Seid ihr ihm zufällig begegnet?"[1]



Es vergingen so mehr als zwei Stunden, in denen die Agenten sich langsam wieder aufwärmen konnten. Ihre Glieder schmerzten zunächst und je länger sie hier blieben, desto weniger gefiel es ihnen, dass sie wohl oder übel wieder hinaus in die Kälte mussten irgendwann. Aber zumindest fürs erste war dem nicht so, denn schließlich betrat die Zwergendame, die sie am Südtor getroffen hatten die Taverne mit einem der anderen Torwächter, nickte dem Wirt zu und kam dann am Tisch der Agenten zum Stehen: "Ich sehe, ihr habt auf mich gehört. Gut für euch!"



Fiona erreichte indessen ohne allzu große Probleme ihr Ziel, auch wenn es nicht unbedingt angenehm war wieder durch die Kälte des Eiswindtales gehen zu müssen. Aber wenigstens gingen die namensgebenden Winde hier nicht so stark. Der Nordblick war ein dreistöckiges Gebäude mit einem kleinen Turm, von dem man tatsächlich gen Norden in Richtung von Klevins Hügel blicken konnte. Fiona hörte schon als sie zur Tür kam lautes Gelächter von drinnen und sobald sie eintrat sah sie auch die Quelle. Der Schankraum war gefüllt mit sicherlich einem Dutzend Männer und Frauen, die sich um einen Tisch in der Mitte versammelt hatten. Dort war gerade ein Halbork damit beschäftigt einen vernarbten Zwerg im Armdrücken zu besiegen, doch die Schweißperlen standen ihm auf der Stirn und der Zwerg blickte völlig entspannt in die Runde, bevor er lächelte und in einer einzelnen fließenden Bewegung den Arm seines Gegner herumriss und auf die Tischplatte schlug. Jubel erklan und Münzen wechselten die Hände, während Bierkrüge gen Decke gehoben wurden.
Die hier versammelte Truppe war zweifelsohne nicht einheimisch. Das war Leute von der Straße, das zeigte ihre Kleidung, ihre Haltung und die Waffen die an ihren Gürteln hingen. Es stimmte schon, Fiona und ihre Begleiter würden unter dieser Truppe nicht so sehr auffallen wie unter den Bewohnern der Stadt.
Das ganze Treiben beobachtet von seinem Tresen hinter dem ein Langschwert an der Wand hin, ein Mann mittleren Alters, dessen Schultern nicht weniger schmal waren als die seiner Gäste. Als Fiona dann zu ihm trat sagte er: "Ah weitere Gäste. Willkommen im Nordblick! Ich bin Skramsax, was kann ich für euch tun?"
 1. Du kannst noch einmal einen Insight-Check machen
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 07.06.2018, 18:56:00
"Seid gegrüßt, werter Skramsax. Ich bin Fiona. Was Ihr für mich tun könnt... nun, da wären mehrere Dinge. Zum einen bräuchte ich ein paar Zimmer für mich und meine Begleiter. Wahrscheinlich werden wir ein paar Tage hier bleiben. Wir sind zu fünft. Und dazu sehne ich mich nach einem heißen Bad. Auch, wenn es in ein paar Monaten wohl noch schlimmer sein soll, so hat mir die Kälte auf der Reise von Luskan hierher doch für's Erste gereicht. Na, und dann bin ich natürlich neugierig, was Ihr hier sonst noch so zu bieten habt. Wie ich sehe, sorgen Eure Gäste schon für ein wenig Unterhaltung! Und dann hätte ich vielleicht noch die eine oder andere Frage über die Gegend hier, wenn ich mir Eure Kundschaft so ansehe, dann habt Ihr bestimmt die eine oder andere Geschichte zu erzählen, aber das kann warten..."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 07.06.2018, 23:11:43
Gewürze, Rezepte, und seltsame Geschichten, die so schnell ausgesprochen wurden, das ihm fast schwindelig wurde. Irgendwie war es ja nett mit den Leuten, aber auch anstrengend. Und vor allem, er konnte einfach nichts dazu sagen. Also schaute er von einem zum anderen, versuchte den schnellen Wendungen zu folgen und zu verstehen, worum es wirklich ging, was sich hinter den Worten verbarg. Und trank dabei den einen oder anderen Feuerbrand.

Als die Zwergenfrau den Raum betrat erwachte Dolgrim scheinbar zum Leben. Endlich konnte er auf ein Gespräch hoffen, zu dem er etwas beitragen konnte. "Axt und Stein, zwei Zwerge sind keiner zuviel. Trinkt ihr mit uns?" Er deutete auf einen freien Stuhl und winkte nach dem Wirt.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 08.06.2018, 15:58:24
"Ach herrje, Baric!" rief Skip, "Wenn dies nun tatsächlich das einzige ist, was Euch an der ganzen Sache interessiert, so hättet Ihr mir viele Worte ersparen können und ne ganze Menge Puste, wenn Ihr gleich zu Beginn damit herausgerückt wäret. 'Um ehrlich zu sein, interessieren mich Geschichten aus Tiefwasser nicht so recht,' hättet ihr zum Beispiel fragen können, 'aber sagt, seid ihr auf eurer Reise hierher auch Zwergen begegnet? Einen Worvil Spaltbart, genannt 'Rüsselkäfer', wollte ich hier treffen, nur hat er sich noch nicht blicken lassen.' Dann hatte ich also doch recht, dass euch ein Kummer drückt. Nun sind uns zwar sehr wohl einige Zwerge begegnet, aber leider keiner mit diesem Namen. Wie wörtlich darf man das Spaltbart denn verstehen? Und heißt das, dass er seinen Bart einfach nur in der Mitte zu zwei Zöpfen geteilt trägt oder hat ihm ein Axt- oder ein Schwerthieb tatsächlich die Haarpracht und das halbe Kinn gespalten? Wenn letzteres, so bin ich mir sicher, einem solchen Zwergen nicht begegnet zu sein, wenn ersteres, so muss ich bedauernd gestehen, dass dies, weil es in Tiefwasser eine derart übliche Mode ist, mir nicht weiter als bemerkenswert ins Auge fallen würde, sodass es sein mag, dass uns ein solcher Zwerg begegnet ist, oder auch nicht."

Allmählich begann Skip daran zu zweifeln, ob Baric den vorgeschlagenen Handel verstanden hatte oder zu würdigen beabsichtigte: Skips Neuigkeiten von der Straße gegen die seinen aus dem Eiswindtal! (Und nebenher: ein Krug Feuergrog hier, einer dort!) Er bedauerte, seinen Bericht nicht in Raten gestaffelt zu haben und nach jeder erst einmal eine Gegenleistung zu fordern, er hatte sich halt besonders jovial geben wollen, offen und vertrauensselig. Das hatte er nun davon. Dieser Baric sprach zwar, aber eigentlich schwieg er dabei mehr, als er wirklich sagte. So richtig wurde Skip nicht schlau aus ihm.[1]

"Was ist dieser Worvil Spaltbart denn von Beruf? Vielleicht hilft das weiter." Skip dachte dabei an das Versprechen des Marquis, dass irgendwann und irgendwo noch irgendwer—nämlich "einige, die die Wildnis ihr Heim nennen"—zu ihnen stoßen würde. Vielleicht war ausgerechnet dieser Worvil einer davon? Vielleicht gar Baric selbst? Hmpf. Etwas mehr Information wäre hilfreich gewesen. Oder so eine schöne, wenn auch alles andere als idiotensichere Losung wie in der Sache mit den Drachenkultisten. "Oder wie könnten uns auch über das Wetter in Niewinter unterhalten, wenn Euch das lieber ist", offerierte er daher, wenn auch im zweifelndem Tonfall. "Dieses Jahr soll es dort ja sogar geschneit haben."
 1. Insight = 12 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1048475.html#msg1048475)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 10.06.2018, 12:20:10
Skramsax musterte Fiona für einen Augenblick und sagte dann: "Fünf sagt ihr? Gut, so viele Zimmer habe ich noch frei. Das wären 10 Goldmünzen pro Nacht, dafür bekommt ihr Frühstück und Abendessen dazu und auch euer Bad wird sich einrichten lassen. Aber eure Getränke werdet ihr zusätzlich zahlen müssen." Es war klar, dass hier nicht allzu viel Verhandlungsspielraum war. Fiona konnte wenigstens noch eine Münze herausschlagen, aber mehr schien nicht machbar.
Dafür bekam sie tatsächlich ordentliche Zimmer und konnte ihre Reisekleidung ablegen. Das Bad zu bereiten brauchte einen Augenblick, aber schließlich konnte sie das heiße Wasser genießen. Als sie fertig war, war der Zuber mit einer dunklen Brühe gefüllt, so viel Schmutz hatte sich in den vergangenen Tagen angesammelt, aber sie selbst fühlte sich jetzt sehr viel besser.
Zurück im Schankraum des Nordblick waren die Gäste vom Nordblick zu einem Wetttrinken übergeganen und immer noch schien der Zwerg, der zuvor das Armdrücken gewonnen hatte, einer der fähigsten Kontrahenten, denn eine kräftig gebaute Frau, die sicherlich vom Blut der Uthgard war, lag schon zu seinen Füßen, darum bemüht wieder auf die Beine zu kommen, nachdem sie vom Stuhl gefallen war.



Die Zwergendame lächelte freundlich und nahm an dem Tisch Platz: "Gern. Es schadet nie die Kälte nach getaner Arbeit mit einem Krug Feuerbrand zu vertreiben." Sie winkte dem Wirt zu, der umgehend reagierte. Sie war offensichtlich keine Unbekannte. Für die Agenten jedoch schon und so begrüßten Sie es, als sie sich vorstellte: "Ich bin übrigens Augrek Leuchthelm. Es ist eine Freude eure Bekanntschaft zu machen. Doch agt, was führt euch her in den hohen Norden? Ihr seht zwar aus wie Karawanenwächter, aber ich vermisse eure Karawane und wehrhafte Händler seid ihr wohl auch nicht, da ihr keine Waren mit euch führt."



"Nun, er hat in der Tat eine beeindruckende Narbe am Kinn, die dafür sorgt, dass die zwei Zöpfe die einzige Art und Weise ist, wie er seinen Bart vernünftig tragen kann. Und er ist Abenteuerer könnte man sagen oder zumindest war er das, als ich ihn das letzte Mal sah. Wer weiß schon, was er jetzt gerade tut. Er ist ein findiger Bursche und verdient sein Geld mit dem, was sich ihm gerade an Möglichkeiten bietet." Als Skip dann plötzlich anbot über das Wetter in Niewinter zu sprechen, verwirrte er Baric damit offensichtlich ein wenig, denn der Mann wusste mit der Bemerkung nicht viel anzufangen: "Äh nun, ich war eine Weile nicht mehr dort, aber das Wetter hat sich ja in den letzten Jahren erholt. Es war sehr viel schlimmer in der Vergangenheit."
Um selbst nicht mehr darüber sprechen zu müssen, erinnerte sich Baric aber offenbar an Skips vorige Frage und lieferte ihm nun eine - wenn auch nicht wirklich zufriedenstellende - Antwort: "Und ihr hattet danach gefragt, was hier oben so vorgeht. Nun, ich fürchte nicht sonderlich viel. Oder ich bin zumindest der Falsche euch da etwas zu erzählen. Es gibt nicht viel zu berichten aus Bryn Shander und über das, was in der Umgebung vor sich geht, weiß ich nicht viel. Die Barbaren des Tales sind wie immer auf Wanderschaft und einer der Stämme ist wohl mal wieder auf dem Kriegspfad, aber hier macht sich darum niemand sorgen. Und es heißt, dass die Zwerge Kelvins Hügel endgültig verlassen haben, um nach Süden zu ziehen. Aber davon weiß ich nichts."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 11.06.2018, 14:43:59
Dolgrim nickte der Zwergenfrrau bei der Vorstellung zu. "Dolgrim Frostbart von der Zitadelle Adbar". Die anderen würden sich schon selbst vorstellen.

"Oh, unsere Reise in den Norden. Ja, das ist etwas kompliziert. Also, wir wollen das Eiswindtal bereisen, also meine Freund hier. Und ich bin dabei, damit sie nicht verloren gehen, so hoffen sie zumindest." Er lachte laut auf. "Waren noch nie so weit im Norden, ich leider auch nicht."

Er wollte nicht sofort mit der Wahrheit heraus, aber etwas über die Gegend erfahren. Es lag ihm nicht, sowas aus anderen heraus zu kitzeln, also versuchte er seine Geschichte kurz zu halten.

"Wind und Kälte kennen sie ja jetzt schon, jetzt wollen sie noch Berge sehen. Hast du da vielleicht einen guten Tipp für uns, wohin wir uns wenden können. Gibt's ne Ecke, die wir im Moment meiden sollten, wegen Yeti-Familientreffen oder so?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 11.06.2018, 17:14:48
"Krieg? Das klingt nicht gut. Mit wem ist der Stamm denn im Krieg? Offenbar nicht mit einem der anderen Barbarenstämme, sonst müsste es ja heißen, zwei Stämme seien auf dem Kriegspfad."

Ein wenig ärgerte er sich ja, dass er selbst sich so angestrengt hatte, Baric möglichst alles, was ihn interessieren könnte, zu erzählen, und selbst mit drei Häppchen abgespeist wurde. Aber das ließ er sich nicht anmerken. Es zappelte eben nicht jedes Mal, da man seine Angel auswarf, ein stolzer Hecht an seinem Haken, deshalb gab man noch lange das Angeln nicht auf. Überhaupt mochte auch seine Bekanntschaft mit Baric sich später noch auszahlen. Kontakte konnte man nie genug haben.

"Und was muss man sich unter Kelvins Hügel vorstellen? Wo liegt der, wie groß ist er, was gibt es dort zu sehen? Hatte man Kontakt mit den Zwergen, betrieb vielleicht gar Handel mit ihnen, bevor sie in den Süden zogen, und wenn ja, seit wann hat man nichts Verlässliches mehr von dort gehört?

Und wohin wandern denn die Barbaren? Also die, welche nicht auf dem Kriegspfad sind, bei denen man also keine Angst haben müsste, ihnen zufällig über den Weg zu laufen? Und wo wandern jene, denen man besser aus dem Weg geht?

Habt ihr denn wirklich nicht einmal die leiseste Ahnung, in welcher Richtung Euer Zwergenfreund unterwegs war? Also, gesehen habe ich ihn bislang nicht, aber ich werde jetzt wohl meine Augen aufhalten. Und wenn ich ihn treffe, dann sag' ich ihm, dass Baric in Bryn Shander auf ihn wartet.

Das heißt: wie lange habt Ihr denn noch vor, auf ihn zu warten, oder wohin geht's als nächstes? Nicht, dass er und Ihr euch abermals verpasst.

Und welcher Art Abenteuer, bitte schön, treiben Euren Abenteurerfreund denn für gewöhnlich so herum? Da gibt es ja sehr verschiedene. Ich beispielsweise habe mich in Luskan auch gleich ins Abenteuer gestürzt, nur Geld habe ich dabei nicht verdient, vielmehr wurde mein Beutel merklich leichter in jener Nacht."


Das waren eine Menge Fragen, aber Skip befand, er habe sich die Antworten redlich verdient. Ob Baric das auch so sah?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 11.06.2018, 23:02:25
Die Zwergin akzeptierte die Geschichte ohne weiter nachzufragen und antwortete direkt auf Dolgrims Fragen: "Nun, der beste Berg, den ihr hier finden könnt, ist Kelvins Hügel, aber den habt ihr ja alle schon gesehen. Ist ja kaum zu übersehen, so deutlich ragt er gen oben. Ich würde euch ja empfehlen den Clan Schlachtenhammer dort zu besuchen, aber dafür seid ihr wohl leider ein wenig zu spät. Die letzten Schlachtenhammers sind im vergangenen Sommer gen Süden gegangen. Haben sich allesamt ihrem König Bruenor bei seinem Feldzug angeschlossen, um die alte Heimat der Delzoun zurückzuerobern. Es heißt, sie hätten erfolgt gehabt und Gauntlgrym sei wieder in Zwergenhand. Aber da wisst ihr aus dem Süden sicher mehr von als wir hier.
Wie dem auch sei, in Kelvins Hügel werdet ihr jetzt nur noch ein paar eingestürzte Tunnel finden, mehr nicht. Aber trotzdem habt ihr von dort einen Blick über das gesamter Tal.
Und die anderen neuen Städte sind sicher eine Reise wert. Darüber hinaus gibt es nur eisige Tundra und nichts, das man sehen müsste, Barbarenstämme vielleicht, wenn euch das interessiert. Wenn eure Freunde das wirklich sehen wollen, dann besucht am besten den Stamm des Elchs, dort werden ihr Freunde und einen warmen Empfang finden, die anderen drei Stämme sind gefährlicher. Gerade die Wölfe meidet man besser, die sind durchaus gefährlich für Fremde."




Der Mann überlegte einen Augenblick bevor er antwortete und zuckte dabei merklich mit den Schultern: "Weiß ich selbstn icht so genau, ich höre ja auch nur Geschichten und bin noch nicht allzu lange hier. Ich bin mir nicht einmal sicher, wie viele Barbarenstämme es hier gibt. Aber es war immer wieder die Rede davon, dass man sich vom Stamm des Wolfs fernhalten sollte, weil die gefährlich seien und immer Streit suchten. Nunja, ich bin nicht in die Tundra gegangn und diese feindseligen Barbaren kommen nicht her.
Und Kelvins Hügel, nunja, den kann man ja kaum übersehen. Ihr habt vermutlich mehr als einen Tag auf ihn gestarrt auf dem Weg hierher nach Bryn Shander. Er ragt hoch auf dort im Norden, aber wie gesagt scheint es dort keine Zwerge mehr zu geben. Aber danach fragt ihr am Besten unseren Gastgeber, der wird genauer wissen, was dort vorgefallen ist.
Und was Worvil angeht, nun, er liebt den Feuerbrand, deshalb hatte ich die Hoffnung, dass er hierher kommen würde, aber ich habe mich wohl geirrt, was das angeht. Nunja, ich werde noch eine Weile hier warten und hoffen, dass er doch seinen Weg hierher findet. Zuletzt war in der Nähe von Mirabar und Luskan unterwegs und von dort aus ist es nur ein kurzer Weg bis hierher, gerade in seiner Situation."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 12.06.2018, 06:47:51
Fiona nutzte die Gelegenheit, um auch ihre Kleidung mittels einfacher Magie[1] gründlich zu reinigen. Das dauerte seine Zeit, zumal sie auch eine ganze Weile in dem heißen Wasser verbrachte, um den Schmutz der letzten Wochen abzuwaschen. So sauber hatte sie sich in ihrem ganzen Leben noch nicht gefühlt, als sie endlich fertig war. Sie inspizierte nocheinmal die Zimmer, suchte sich eines davon für sich selbst aus, wo sie auch ihr etwas unhandlicheres Gepäck verstaute, und machte sich dann zurück auf den Weg in den Schankraum des Gasthauses. Sie schaute sich um, ob sie nicht ein paar Reisende entdecken konnte, die vielleicht redselig genug waren, um ihr ein wenig über die Umgebung des Eiswindtals zu erzählen. Vor allem schienen hier viele Reisende unter den Gästen zu sein, die vielleicht auch etwas mehr als die nähere Umgebung gesehen hatten.
 1. Prestidigitation
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 13.06.2018, 11:08:34
Gastons Ausspruch in der "Küstensprache" verwirrt überdenkend, nippte der Elfenmagier an seinem eigenen Feuerbrand und freute sich als die Wachkommandantin zu ihnen aufschloss und sich setzte. Freundlich grüßte er, bot einen Platz an und stellte sich vor.

Mit Augrek dann auf den Dienstschluss anstoßend, lauschte Azrim ihren Ausführungen interessiert und hängte schließlich die Frage an: "Habt ihr von den Riesen gehört? Wir haben erfahren, dass sie derzeit aktiver als sonst unterwegs sein sollen. Stimmt das? Und wo konnte man sie am ehesten zu Gesicht bekommen wenn man das wünschen würde?"

Neugierde strahlte aus den Augen des Eladrins, während seine Finger wie vergessen eine leuchtende Spur auf den Tisch malte, die so schnell verschwand wie sie erschienen war.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 13.06.2018, 19:20:13
Dass Baric seine Informationen nicht willig herausrückte, hätte Skip ihm ja noch noch verziehen, aber dass er gar keine zu besitzen schien, war schon mehr als frech! Doch Skip machte weiterhin eine freundliche Miene. Nicht jeder Kontakt war ein guter Informant.

Man plauderte also weiterhin über dies und das und genoss miteinander den wärmenden Feuerbrand, wobei Skip sehr genau darauf achtete, Gesprächsthemen zu finden, die Baric interessierten, und sich beim ersten Anzeichen, dass der Mann seiner überdrüssig wurde, dankend zu verabschieden. Wenigstens einen guten Eindruck wollte er machen, damit der Mann ihn in wohlwollender Erinnerung behielt, denn das kostete ihn so gut wie nichts, und wer wusste schon, ob man sich nicht bald in einer Situation wiederfände, in der man auf jedes bisschen Wohlwollen angewiesen wäre.

Sollte der Herr Karawanenwächter Skips munterer Gesellschaft aber gar nicht so schnell überdrüssig werden, so darf angenommen werden, dass die Angelegenheit erst damit endete, dass Skip volltrunken von seinem Schemel rutschte und unter dem Tisch landete.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 13.06.2018, 19:33:52
"Entschuldigt mich bitte!", brummelte Gaston und stand vom Tisch auf, um auszutreten. Heißer Branntwein stieg dem kleinen Halbling schnell zu Kopf und drückte in der Blase. Als er fertig war, blickte er erst zum Tisch mit seinen Gefährten, dann zu dem Tisch, an welchem Skip mit einem Fremden plauderte. Es schmerzte Gaston in diesem Augenblick ein wenig, dass Skip momentan so neben der Spur war und die Gesellschaft seiner Gefährten mied. Gaston dachte auch mittlerweile nicht mehr, dass Skip nur eine Rolle spielte. Aber dass Skip ihn auch nicht verraten hatte, davon war Gaston noch lange nicht überzeugt. Vielleicht spürte Skip ja so etwas wie Schuldgefühle. War er zur Einsicht gekommen, es übertrieben zu haben. So könnte es wohl sein.

Gaston wurde sich gewahr, dass er schon eine kleine Weile dagestanden hatte und es mittlerweile wohl seltsam aussehen würde. "Darf ich mich setzen?", fragte er und saß im nächsten Moment auch schon am Tisch von Skip und dem Zwerg. Er räusperte sich verlegen. "Nun, mein Name ist Gaston. Ich wollte mal eben sehen, wo mein Freund abgeblieben ist. Ihr müsst sicher etwas interessantes zu erzählen haben, dass Skip Eure Gesellschaft der unseren vorzieht. Lasst mich doch bitte teilhaben. Ich zahle auch eine Runde Brandy. Nebenbei gefragt, haben sie auch Bier hier? Ich kann nicht so viel Brandy trinken. Das steigt zum Kopf und ich fange an zu quasseln. Ja, kann passieren. Nun, also, wir kommen aus dem Süden und sind hier auf der Durchreise. Hat Skip das schon erzählt? Wir kennen uns nicht so sehr aus, sind aber vielleicht auf ein kleines Abenteuer aus. So ist es doch, Skip? Gibt es hier Arbeit in der Gegend? Oder eine Bedrohung? Irgendetwas?", fragte er.

Unsicher suchte er den Blick von Skip. Wahrscheinlich war dieser jetzt ärgerlich, in seinem Gespräch gestört worden zu sein.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 13.06.2018, 19:41:23
Doch als Gaston sich nach Skip umsah, fand er ihn zunächst nicht. Dann glitt sein Blick tiefer. Und noch tiefer. Auf dem Boden lag der Kerl, den er suchte, so friedlich wie weggetreten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 15.06.2018, 07:54:52
Dolgrim war etwas verwundert, als Azrim so direkt nach den Riesen fragte. Zwerge mochten keine Riesen und er hatte erwartet, dass die Zwergenfrau von sich aus darüber sprechen würde, wenn hier Riesen gesichtet worden wären. Aber dann dachte er, dass es vielleicht gar nicht so schlecht war. Als Mitglied der Wache würde sie Reisende sicher nicht erschrecken oder verunsichern wollen. Azrim konnte aber als einer der Reisenden durchgehen, die gerne den Norden sehen wollten und vielleicht nicht nur Berge sondern auch Riesen erwartete. So würde sie nun vielleicht auch von Gerüchten oder eher unglaubwürdigen Geschichten sprechen, die sie sonst nicht erwähnt hätte. Also blieb er still und wartete auf ihre Antwort. Dabei achtete er besonders auf ihre Reaktion, vielleicht würde sie ja doch nicht alles erzählen, was sie wusste.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 18.06.2018, 10:40:51
Fiona war sich recht sicher, dass die meisten der Gäste hier Karawanenwächter oder andere Söldner waren, die darauf warteten, dass sie eine neue Aufgabe finden konnten. Es mochte der ein oder andere Abenteurer dazwischen sein, doch jetzt an diesem Abend waren diese nicht voneinander zu unterscheiden. Sie alle wirkten als könnten sie im Zweifel mit ihren kräftigen Händen durchaus etwas anfangen, aber niemand stach heraus als jemand von dem sie glaubte, dass er besonderes Wissen haben konnte. Also mischte sie sich einfach in die Menge und erfhur einiges über die Umgebung. Zumindest hier hatte niemand etwas von einer unmittelbaren Bedrohung durch Riesen gehört. Ein Zwerg wusste von Riesenspuren zu berichten, die er bei einem kurzen Eskortauftrag von Caer-Konig nach Bryn Shander entdeckt hatte, aber den Riesen selbst hatte er nicht zu Gesicht bekommen. Die anderen wussten eher von Orks, Yetis und Barbaren zu erzählen, aber tatsächlich gab es hier auch kaum jemanden, der wirklich weit ab der Straße nach Norden oder den Zehn Städten unterwegs gewesen war.



"Riesen? Pah!" Es folgte ein längerer Fluch auf Zwergisch, genau wie Dolgrim ihn wohl auch verwendete hätte, bevor Augrek weiter antwortete: "Nun, nichts außergewöhnliches. Vereinzelt sind sie immer unterwegs hier oben im Norden, im Grat der Welt und auf dem Eismeer, aber dass sie besonders aktiv wären? Davon haben wir bis jetzt nichts gespürt. Aber Sherrif Markham sucht auch schon seit Zehntagen nach Leute, um eine Patrouille zusammenzustellen, um die weiteren Ausläufer des Tales in Augenschein zu nehmen. Aber bisher hat er niemanden gefunden, der das für das Gold, das er zahlen kann, erledigen würde. Die meisten Söldner sind nur solange hier oben bis die nächste Karawane nach Süden aufbricht."



"Natürlich haben Sie hier auch Bier", sagte Baric als er Gaston einen Stuhl zur Seite zog. "Fragt einfach Ogden und er wird euch eines bringen. Wenn ihr den Brandy nicht gewohnt sein, mag das wirklich besser sein." Baric blickte einmal zu Skip, der genau dies gerade zu spüren bekommen hatte. "Aber es vertreibt die Kälte nicht ganz so gut wie der Feuerbrand. Und wenn es um Arbeit geht fragt ihr am Besten den Sherrif oder die Stadtsprecherin. Die können da etwas offizielles verteilen. Denn das klingt nicht so, als wäret ihr auf der Suche nach einer Karawane, die wieder gen Süden zieht. Die kommen hier mehr oder weniger regelmäßig an und bleiben meist für etwa einen Zehntag, wie ich gehört habe, bevor sie wieder aufbrechen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 18.06.2018, 21:40:49
Gaston schaute auf den wohlig schlummernden Skip und seufzte. "Vielen Dank für Eure Auskunft, guter Herr! Dann frage ich vielleicht einmal diesen Odgen. Für's Erste, nunja, denke ich, dass ich erst einmal diesen kleinen Helden ins Bett bringe. Na komm, mein guter Skip, wir gehen jetzt in die Heia!" Damit fasste Gaston Skip unter den Armen und versuchte diesen aus dem Schankraum in das Gästehaus zu bringen. Glücklicherweise war Skip recht schmächtig. Wenn er nur nicht so eine schlimme Fahne gehabt hätte! Als er im Zimmer von Skip angekommen war, legte er ihn ins Bett, zog seine Stiefel aus, deckte ihn zu und stellte vorsorglich Nachttopf und Wasserkrug in Reichweite. "Deinen Kopf will ich morgen nicht haben...", murmelte er und überlegte, was er nun tun sollte. Schließlich entschied er sich, in einem kleinen Sessel Platz zu nehmen und etwas zu lesen, bis schließlich auch ihn der Schlaf ereilte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 18.06.2018, 23:34:49
Wie versprochen, machte sich Fiona, nachdem sie sich eine Weile unter die Gäste des Nordblicks gemischt hatte, nocheinmal auf in die Kälte und auf den Weg zu Kelvins Rast. Dort angekommen schweifte ihr Blick über die Anwesenden, auf der Suche nach ihren Wegbegleitern.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 19.06.2018, 08:51:05
Sein elfisch, schmales Kinn für einen Moment nachdenklich mit der Rechten umfassend, nickte Azrim dann und lächelte Augrek offen zu. "Gut zu hören, dass es bei euch so ruhig ist."

Ein bisschen über dies und jenes plaudernd - gab es noch etwas das Reisende wissen sollten, dass derzeit außerhalb der Norm lag? - konnte ein jeder sehen, dass es dem Eladrinmagier schwer fiel - mochte er sich auch noch so bemühen - ein guter Gesprächspartner zu sein. Reden war offensichtlich nicht seine Stärke.

Deshalb lehnte er sich zurück und sah Dolgrim auffordernd an, ob dieser noch kluge oder nützliche Dinge zu erfragen wusste. Azrim selbst, beschwor Spex, seine kleine Eule, mit einem Fingerzeig und streichelte behutsam das unvorstellbar weiche Gefieder seines gerade sehr niedlichen Familiars.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 19.06.2018, 09:32:10
Dolgrim brummte nur zustimmend und es dauerte einen Moment, bis er Azrims Blick bemerkte und noch einen weiteren, bis er verstand, was er wollte.
"Was hat der Wirt denn hier gutes zum Verspeisen zu bieten, sonst geht es uns allen gleich so wie Skip, unserem Freund da drüben. Hahaha."

Dann überlegte er einen Moment. Es wäre ja eine Prima Gelegenheit, wenn sie für die Reise, die sie sowieso vor hatten, nun auch noch bezahlt werden würden. Aber, komisch war es trotzdem.
"Soll das eine normale Patrouille werden, dafür müsst ihr hier doch Leute haben?"
Sowas gab es in seiner Zitadelle nicht. Wenn eine Patrouille nötig war, dann wurde eine ausgeschickt. Basta. Man konnte doch nicht warten, bis zufällig ein paar Leute da waren, die Zeit hatten, auf Patrouille zu gehen? "Menschen?!"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 19.06.2018, 10:21:41
Die Zwergendame lachte laut als der Zwerg auf seinen trunkenen Begleiter verwies: "Ah natürlich, Ogden wird euch auch etwas für den Magen bringen können. Und was diese Patrouille anbelangt: nunja, wir haben schon Leute dafür. Es macht auch regelmäßig jemand die Reise zu den anderen Siedlungen aber darüber hinaus. Das ist nichts, was wir hier regelmäßig veranstalten. Und deshalb engagiert der Marshall dafür üblicherweise irgendwelche Söldner. So viele Stadtwachen gibt es hier dann auch wieder nicht."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 19.06.2018, 11:08:44
"Ach, da seid ihr ja noch!"

Fionas Stimme erklang aus der Nähe des Tisches, an dem zumindest Azrim und Dolgrim sich noch munter mit einigen anderen Gästen unterhielten. Die zwergische Wachkommandantin war ebenfalls dort.

Die Halbelfin wirkte fröhlich und munter und man konnte an ihr keine Spuren der anstrengenden Reise mehr erkennen, außer vielleicht ein wenig Müdigkeit um die Augen herum. Auch ihre Kleidung war komplett sauber, wodurch sie sich durchaus etwas von der Masse abhob.

"Ich habe einige Zimmer für uns im Nordblick gemietet."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 21.06.2018, 17:30:08
Dolgrim nickte, dann beute er sich zu der Zwergin und flüsterte. "Stein und Axt, das trifft sich doch gut, dann können die Leute ihren Ausflug machen und dabei können wir auch noch eure Patrouille übernehmen."

Dann wendete er sich an Fiona. "Gut. Gibt's da was zu Essen und Bier, ober bleiben wir noch etwas hier?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 21.06.2018, 18:02:09
"Frühstück und Abendessen ist in der Unterkunft im Preis inbegriffen," antwortete Fiona auf die Frage ihres zwergischen Wildnisführers.

"Aber was hat es mit der Patrouille auf sich? Habt ihr schon etwas in Erfahrung bringen können? Ich selbst hatte mich bei den Gästen im Nordblick etwas umgehört. Vor allem Karawanenwächter und Söldner sind dort untergebracht. Nur einer hat einmal Spuren von einem Riesen gesehen, ein lebendes Exemplar ist keinem untergekommen. Allerdings waren sie auch nicht sehr weit draußen, wie es scheint."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 22.06.2018, 13:30:21
Er hatte sich schon auf das Essen gefreut, nun mussten sie doch wieder in die Kälte. Und warum mussten die Menschen immer so viele Fragen stellen. Aber er war nicht unter Zwergen und sie mussten zusammen arbeiten, also musste er sich wohl daran gewöhnen, dass ständig geredet werden musste.

"Nur mal gucken, etwas weiter als normal - und wird bezahlt. Dann müssen wir wohl los, bevor das Essen im Nordblick kalt wird."

Dann wendete er sich wieder an die Zwergin. "Gut Tipps waren das. Danke. Dann werden wir wohl bald wieder aufbrechen. Aber wenn wir zurück kommen, schauen wir sicher wieder rein."

Schließlich war er noch einen Blick auf Skip. "Ich trage ihn nicht."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 22.06.2018, 18:24:36
Auch Azrim bedankte sich bei Fiona für das Organisieren der Unterkunft und wollte sich gerade von Augrek endgültig verabschieden, als er durch Gaston und Dolgrim auf Skips prekäre Lage aufmerksam wurde. Die beiden Männer, Zwerg und Halbling, schienen nicht bereit den Halbmenschen quer durch die bitter kalte Ansiedlung zu schleppen und sahen einander entschlossen, aber ratlos an. So würden sie den guten Skip wohl nicht transportieren können. „Aus eigener Kraft“ war wohl ebenso ausgeschloßen...

Leise seufzend, machte der Eladrinmagier eine müde wirkende Geste und ein großes Buch, ja beinahe schon ein Wälzer, erschien in seiner bereits geöffneten Hand. Und während sich alle noch einen - diesmal wirklich letzten - Abschiedstrunk in Kelvins Rast genehmigten beschwor der Elf aus dem Graumantelgebirge eine schwebende Scheibe[1], auf die Skip probemlos mit Hilfe der Gruppe, ein wenig unsanft wie Azrim feststellte, verladen wurde.

Dann marschierten die verbleibenden vier Agenten unter der Führung von Fiona los um im Nordblick ein Abendessen und weitere hochgeistige Getränke zu konsumieren. Skip schwebte einstweilen wie vergessen zwei Schritte hinter Azrim her und schnarchte leise seinen Rausch aus.
 1. Ritual Casting von Tensers Floating Disk (https://roll20.net/compendium/dnd5e/Floating%20Disk#content)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 24.06.2018, 15:03:29
Am nächsten Morgen erwachten die Agenten frisch und ausgeruht. Es hatte geholfen ein warmes Bett, vier Wände und ein Dach über dem Kopf zu haben, um vernünftige Ruhe zu finden. Kalt war ihnen trotzdem sobald sie hinaus traten in die Straßen von Bryn Shander, aber das würde sich hier oben im hohen Norden wohl niemals ändern. Aber immerhin hatte Skramsax ihnen ein ordentliches Frühstück serviert, sodass ihre Mägen nicht laut knurren mussten während der Wind heulte. Skip begrüßte die kalte Luft sogar ein wenig, da sie ihn vom Brummen seines Schädels ablenkte.
(https://vignette.wikia.nocookie.net/forgottenrealms/images/2/2f/Markham_Southwell.png/revision/latest/scale-to-width-down/700?cb=20161229122947)
Gemeinsam machten die fünf sich auf zur Stadthalle im Zentrum Bryn Shanders, wo sie den Sherrif, Markham Südbrunn zu treffen hofften. Allerdings musste sie feststellen, dass das Büro, das er im Keller der Stadthalle hatte, unbesetzt war. Nach einer Suche von einer halben Stunde, während derer sie mehrfach von einem Stadtwächter zu nächsten geschickt wurden, trafen sie schließlich am Osttor auf den Mann, der das Kommando über die Wache hatte. Er wirkte reichlich fehl am Platz hier oben im Norden mit seiner dunklen Haut, aber sein Mantel mit warmen Fellkragen schütze ihn wohl genauso gut vor dem kalten Wind, wie den Rest der Bewohner Bryn Shanders - also nicht sonderlich gut.
Als er dann die fünf Agenten direkt auf sich zukommen sah, sprach er sie direkt an: "Ah, ihr müsst die Truppe sein, von der Augrek gesprochen hat. Fünf an der Zahl, festern eingetroffen. Sie deutete bereits an, dass ihr mich würdet sprechen wollen. Ich bin Sherrif Markham Südbrunn. Was genau führt euch hier zu uns in den hohen Norden?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 24.06.2018, 22:19:25
Fiona hatte sich fest in ihren Fellumhang gewickelt, so dass fast nur ihre Augen und Nasenspitze herausguckten, um sich vor der beißenden Kälte, die die Winde mit sich brachten, optimal zu schützen. Natürlich trug sie auch Handschuhe und auch sonst solide Reisekleidung.

Beim Gespräch mit dem Sheriff hielt sich die Halbelfin aber erstmal zurück, da die anderen, die sich länger mit der Zwergin unterhalten hatten, mehr über die ganze Begebenheit zu sagen wussten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 26.06.2018, 08:36:21
Dolgrim hatte sich gierig auf das Abendessen gestürzt und dazu ein kleines Fässchen Bier geleert. Er hatte gut geschlafen und am nächsten morgen seine Sachen gerichtet. Dabei fiel ihm ein Bündel in die Hände, das sie ihm bei der Abreise gegeben hatten. Fellstiefel waren es gewesen und er hatte sich gefreut, sie aber zunächst zur Seite gelegt, denn das Wetter war zu beginn der reise dafür einfach nicht das richtige gewesen. Und dann hatte er sie vergessen. Nun aber fielen sie ihm in die Hände und er zog sie gleich an.

Beim Frühstück war er froh, Skip wieder wohlauf zu sehen und er klopfte ihm zur Begrüßung auf die Schulter. "Geht's gut?"

Der Marsch durch die Stadt auf der Suche nach dem Chef der Wache störte ihn dagegen nur wenig. Durch das Laufen wurde ihm warm und so bekam er einen Überblick über die Siedlung. Trotzdem war auch er froh, als sie ihn gefunden hatten. Da zunächst keiner der anderen etwas zu ihrer Reise sagen wollte und der Mann offenbar mit der Zwergin gesprochen hatte, nutze er dieselbe Geschichte, die er auch ihr erzählt hatte.

"Meine Begleiter wollen den Norden kennen lernen und so jetzt sind wir hier. Dolgrim." Er zeigte auf sich und stellte dann die anderen der Reihe nach vor. "Und sie suchen Leute für eine Patrouille?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 26.06.2018, 10:52:11
Wir sind im Auftrag der Fürstenallianz unterwegs und beauftragt, Augen und Ohren offen zu halten. Man wünscht alles zu erfahren, was den Marsch der Riesen angeht.“, Gaston sah zu seinen Gefährten. “Was? Das ist immerhin kein Geheimnis!“, und fügte zum Sheriff gewandt hinzu: “Bislang wirkte hier alles recht friedlich. Und da wir nichts anderes vor haben und es uns zu billig erschien, nun schon zurückzukehren, verbinden wir unsere Aufgabe mit einem Dienst an der Allgemeinheit. Ein Vorschlag zur Güte, werter Sheriff: Wir begleiten die Patrouille und im Gegenzug erhalten wir eine Unterkunft und man hört sich für uns noch ein bisschen um. Immerhin habt Ihr hier oben viel mehr Kontakte als wir sie haben und für Euch wäre es auch nicht mehr als die Erfüllung Eurer Pflichten. Also, eine Hand wäscht die andere. Was meint Ihr?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 26.06.2018, 15:54:05
Der sherrif zog kritisch die Augenbrauen hoch, als der Halbling so offen von der Autorität sprach, in deren Auftrag sie unterwegs waren und antwortete dann: "Die Fürstenallianz, also? Und auf der Suche nach Riesen seid ihr? Nun, dann sind unsere Ziele einander wohl noch näher als zunächst gedacht, auch wenn die Allianz für gewöhnlich niemanden hierher zu uns in den Norden schickt."
Für einen Augenblick überlegte er: "Also bisher hat sich niemand gefunden, der überhaupt bereit für diese Patrouille wäre, aber wenn ihr Agenten seid, werdet ihr euch ja eurer Haut erwehren können und mehr als eine Hand voll Leute zieht so oder so zu viel Aufmerksamkeit auf sich. Aber ich kann euch eine offizielles Auftragsschreiben verfassen, damit werdet ihr in allen Zehnstädten freie Unterkunft und Verpflegung bekommen. Und für die Reise selbst würdet ihr natürlich auch Verpflegung von uns bekommen, so viel ihr tragen könnt und wollt. Auch sonst könnt ihr alles an Ausrüstung bekommen, was ihr brauchen könnt und wollt. Ich habe schon eine grobe Route geplant, die ihr nehmen könnt, um die wichtigsten Punkte abzudecken. Wenn hier Riesen unterwegs sind, dann werdet ihr ihnen dabei auch begegnen oder zumindest ihre Spuren finden."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 26.06.2018, 16:17:19
"Das klingt doch gut!" meinte Fiona.

"Also, nicht, dass ich besonders erpicht darauf bin, diese Riesen anzutreffen, aber es ist ja nunmal unsere Aufgabe, mehr darüber herauszufinden. Und so können wir tatsächlich zwei Dinge auf einmal erledigen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 29.06.2018, 12:23:28
"Das klingt vielversprechend und in unserem Sinne." bekräftigte Azrim den Vorschlag. Gastons Vorpreschen hatte ihm zu Beginn etwas aufgestoßen, aber wahrscheinlich hatte der Halbingskoch recht. Wozu Geheimniskrämern wenn sie mit offenen Karten, auch auf offene Arme treffen?

Mit Pferden waren sie ja nun alle ausgerüstet, aber vielleicht würden diese noch "Winterausrüstung" benötigen? Außerdem einen Packgaul und ein Zelt würden eventuell brauchbar sein. Vielleicht Fackeln für Gastons schwache Hin-Augen? Auf jeden Fall genügend zu Essen und auch etwas Feuerholz um Notfalls auch einen Schneesturm aussitzen zu können, wäre wohl angebracht. Nicht das er selbst viel davon verstand, aber fragen konnte man ja. Dolgrim auf diese Dinge ansprechend, hoffte der Eladrin nichts Wichtiges zu übersehen.

"Wie lange schätzt ihr benötigt man für eine derartige Reise? Und habt ihr vielleicht eine Karte der Umgebung die ihr uns geben, oder leihen könntet verehrter Sheriff?"

Falls dem nicht so war, würde Azrim versuchen zu erfahren, wo so eine Karte erworben werden könnte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 01.07.2018, 20:18:40
Der Sherrif nickte bei Azrims Frage nach einer Karte: "Ja, natürlich. Ich werde euch ein Karte des Eiswindtals geben, auf der ich schon eine geplante Route eingezeichnet habe. Sie wird zwei oder drei Zehntage in Anspruch nehmen, je nach dem wie schnell ihr unterwegs seid und ob das Wetter euch insgesamt hold sein wird. Selbst in den warmen Monaten mag euch auf dem Eiswindpass noch ein Schneesturm erwischen und dann könnt ihr für ein paar Tage eingeschneit sein, ohne dass es vor oder zurück geht."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 01.07.2018, 22:01:35
Gaston hatte sie wohl gerade um ihren Lohn gebracht, aber eigentlich war das ja egal, denn dafür waren sie ja nicht hier.

"Aber einen Tag bleiben wir noch hier, bei Bier und Braten. Morgen können wir los ziehen, vorher muss ich noch die Karte studieren."

Das hätte er wohl auch unterwegs tun können, aber es schien gerade nicht allzu eilig zu sein, daher schien ihm noch ein Tag hier in der Stadt in einem richtigen Haus reizvoller zu sein.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 02.07.2018, 16:03:47
Gaston rieb sich zufrieden die Hände und gratulierte sich insgeheim zu seinem beherzten Schritt. Sicherlich, die Gruppe würde nun keinen Sold für die Patrouille erhalten. Doch andererseits würden sie viele Ausgaben sparen für Unterkunft und Ausrüstung. “Das klingt nach einer guten Abmachung, von der wir alle profitieren werden. Ich danke Euch für Euer Vertrauen! Wir brechen morgen auf, nachdem Dolgrim die Route bestimmt hat.“, sagte Gaston und deutete eine Verbeugung an. Er sah sich um, um zu sehen, ob seine Gefährten guter Dinge waren. Sein Blick blieb dabei bei Skip stehen. “Wir müssen unbedingt verhindern, dass sich Skip heute wieder volllaufen lässt. Sonst müssten wir ihn hier lassen...“, dachte er unheilsahnend.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 03.07.2018, 23:41:12
Als Skip an einem ihm unbekannten Ort erwachte ohne die leiseste Ahnung, wie er dorthin gekommen war, machte er sich zunächst keine Sorgen. Das passierte ihm öfters. Normalerweise aber ließen sich durch einen Rundblick verstreute Hinweise (zumeist in Form von Damenwäsche) entdecken – diesmal nicht. Außerdem war es schrecklich kalt, was weiterhin auf die Abwesenheit eines ihn umsorgenden Menschen deutete. Ungutes verhieß auch das dröhnende Schädelweh: wann immer er sich derart zulaufen ließ, wollte er etwas vergessen. (Das immerhin schien ihm gelungen zu sein.) Als erste Ahnung, um welcherart Kummer es sich handeln mochte, überkam ihn ein Gefühl der Verlassenheit. Das war nur seltsam, da er es ja eigentlich gewohnt war, und sogar vorzog, allein zu arbeiten und sich auch außerhalb der Arbeit in keine komplizierten Beziehungsgeflechte verwickeln zu lassen. Ebenso unerklärlich war die Empörung, welche als nächstes in ihm aufstieg. Worüber empörte er sich hier? Das herauszufinden bedurfte längere Überlegungen. Derweil gelang es ihm, sich anzukleiden (das ein oder andere Gewand mochte auf links sein, die ein oder andere Vorderseite nach hinten verkehrt) und zur Zimmertür herauszulugen. Ja, er fand sogar den Weg in den Schankraum, wo eine ganze Menge Leute über den Resten ihres Frühmahl saßen oder bereits, unter empfindlichem Lärm, aufbrachen.

Eine Pranke krachte mehlsackschwer auf seine Schulter; fast wären ihm die Knie eingeknickt. Jemand brüllte ihm direkt ins Ohr. Der Zwerg war's, der, der sonst nie den Mund aufmachte, wie hieß der doch gleich? Aus Mirabar? Was musste der so schreien? Ausgerechnet jetzt? Sollte das kameradschaftlich sein, so von Zwerg zu ... äh, na ja, jemandem, der dem Feuerbrand auf zwergische Art tapfer zu Leibe gerückt war? Oder Hohn, nach dem Motto: so schnell liegst du bartlose Schmalbrust unterm Tisch? Skip erwiderte nichts. Außerdem fiel da gerade sein Blick auf Gaston und er wusste wieder, worüber er sich so empörte. Ausgenutzt hatte der Kerl ihn. Über Jahre hinweg. Ihm alles mögliche vorgegaukelt, nur um an seine Kontakte zu kommen. Vertrauen? Verständnis für die Kunst des anderen und dessen Leidenschaft dafür? Hatte es nie gegeben. Um seine kostbaren Zutaten war es dem Halbling bloß gegangen.

Skip trank nur ein dünnes Bier zum Frühstück und packte sich einen Kanten Brot für später ein.

Auch beim Sheriff hält Skip sich still im Hintergrund. Warum müssen die alle so laut reden? Und so wirr durcheinander? Besonders Gaston redete mal wieder Unsinn. Und verriet dazu noch ihren Auftraggeber! Hatte er denn gar keine Anweisungen erhalten, wie man sich als Agent der Fürstenallianz aufzuführen hatte? Skip hatte sich eine Litanei an Ermahnungen und Verhaltensvorschriften anhören müssen. Na ja, so richtig zugehört hatte er nicht und sich noch weniger davon gemerkt, aber er war sich sicher, dass Geheimhaltung dabei vorkam, was er sich nun auch ohne diesen Hinweis gedacht hätte, so von wegen sich selbst den eigenen Leuten nur in Maske zeigen... Halt, wovon sprachen die anderen gerade? Hatte er das richtig verstanden? Freie Unterkunft und Verpflegung, Ausrüstung nach Wunsch—der Sheriff wollte sie auch noch einmal bezahlen, für denselben Auftrag? Dieses Angebot zauberte ein wonniges Grinsen auf Skips Gesicht. So ließ er sich die Sache gefallen! (Ein Fehlschluss, der seinem noch nicht ganz nüchternen Zustand geschuldet war, sonst hätte er wohl erkannt, schließlich war er nicht dümmer als Dolgrim, dass der Sheriff ihnen, wäre Gaston kein solches Plappermaul, natürlich Geld angeboten hätte, um sie anzuheuern.)

Aber diese verpasste Gelegenheit übersah er völlig. Und so entwich ein zustimmender, wenn auch noch nicht ganz artikulierter Laut, seiner Kehle. Dies sollte sein einziger Gesprächsbeitrag bleiben.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 04.07.2018, 10:10:56
Die Agenten folgten dem Sherrif zu seinem Büro, wo er ihnen tatsächlich eine Karte übergab und außerdem ein offizielles Schreiben, das ihnen in allen Zehnstädten freie Kost und Logie gewähren würde. Die route, die er geplant hatte führte von Bryn Shander aus gen Norden, durch Caer-Dineval und Caer-Konig, dann über den Eiswindpass und im Bogen um Lac Dinnesehere nach Osthafen. Dann am Ostufer vom Rotwassersee entlang bis nach Dougans Bucht, von dort nach Gutanger, am Wald südlich des Ostweges vorbei und dann direkt nach Westen zum Shaengarnfluss, der schließlich in den Maer Dualdon mündete. Die vier Siedlungen hier würden die letzte Station ihrer Reise bilden. Der Sherrif konnte die Agenten auch davon überzeugen, dass ihre eigenen Reidtiere für diese Reise kaum geeignet waren, da die Wildnis des Eiswindtals abseits der Straßen kaum geeignet war für Reiter. Er stellte aber zwei Packesel zur Verfügung, die die Vorräte tragen sollten und noch dazu das unsichere Gelände des Eiswindtales kannten.
Im Vertrauen darauf, dass Markham wusste, was er tat, folgten die fünf Agenten seinen Empfehlungen und machten sich am nächsten morgen auf, wie geplant die Reise durchzuführen. Wie geplant gelangten sie noch am selben Tag nach Caer Dineval, wo es ähnlich ruhig wie in Bryn Shander war. Erst am nächsten Tag ihrer Reise in Caer Konig hörten sie etwas, das für sie interessant war. Sie kamen mittags hier an und entschieden, diese letzte Station bevor es für mehrere Tage in die Wildnis ging noch einmal zu genießen. Deshalb hatten sie auch die Zeit ausgiebig mit den Bewohnern des kleinen Ortes zu sprächen und ein Fallensteller erzählte tatsächlich davon, dass er auf der Jagd an den Hängen von Kelvins Steinhügel in der Ferne zwei riesenhafte Gestalten erblickt habe, die durch die eisige Einöde wanderten. Sie waren unterwegs jenseits des Sees, sodass sie scheinbar keine Gefahr für die Siedler darstellten, aber besorgt waren sie dennoch.
Am nächsten Tag brachen die fünf Agenten also mit einem genaueren Ziel vor Augen in Richtung Eiswindpass auf, auch wenn ihnen bewusst war, dass Tymora ihnen schon sehr hold sein musste, um hier oben nun einen Riesen zu entdecken. Aber vielleicht gab es wenigstens Spuren. Auf dem Pass selbst, der die schroffen Felsen von Kelvins Hügel passierte, lagen noch Reste vom Schnee des Winters und bald wurde den Reisenden bitterkalt von den eisigen Winden.[1]
Während sie so durch die Berge wanderte reckte plötzlich Dolgrim, dem die Kälte überhaupt nichts auszumachen schien, die Faust empor. Sie befanden sich auf einem etwa fünf Meter breiten Pfad und zu ihrer linken ragte Kelvins Hügel mit zerklufteten Felsen auf, während rechts der Hang abfiel, wenn auch nicht so steilt, dass man direkt in den Tod zu stürzen befürchten musste. Aber angenehm wäre es sicher nicht dort hinabzustürzen. Doch der Zwerg hatte eine Bewegung zwischen den Felsklippen zu ihrer linken entdeckt, dort lauerte etwas nur wenige Meter oberhalb ihrer Position.[2]
 1. Jeder (außer Dolgrim) macht bitte einen Constitution Saving Throw gegen DC 10 wegen der Kälte hier oben. Bei Fehlschlag bekommt ihr ein Level Exhaustion = Disadvantage on Ability Checks.
 2. Ihr könnt Perception würfeln, um mehr herauszufinden. Macht das aber unbedingt erst nach dem Constitution Saving Throw, da der euch bei Fehlschlag Disadvantage auf den Wurf gibt.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 05.07.2018, 08:35:23
Diese ständige Kälte war Fiona nicht gewohnt, das konnte man ihr deutlich anmerken[1]. In ihren wärmenden Fellumhang gehüllt, der seine Aufgabe mehr schlecht als recht verrichtete, trottete sie neben den anderen her.

Dennoch, auch wenn die Kälte ihr zu schaffen machte, ließ sie ihre Konzentration nicht sinken und blickte sich aufmerksam um[2].
 1. Con Save nicht geschafft
 2. Perception 18
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 06.07.2018, 11:59:50
Während der langen Reise hatte Gaston nicht aufgehört zu plappern. Beständig hatte er von erlesenen Gewürzen, raffinierten Rezepten und seltenen Destillaten gesprochen. Insbesondere ein Kraut namens Chimärengold war immer wieder Gegenstand seiner Erzählung. Es wuchs nur hier oben im Norden und war so selten, dass kaum einer von seiner Existenz wusste. Es sollte den Geschmack von süßem Anis und Honig haben und Gerichten eine feine, herbe Note verleihen. Ab und zu verließ Gaston das Lager, um Nach Kräutern Ausschau zu halten.[1]Je weiter sie jedoch in den Norden kamen, desto schweigsamer wurde Gaston und desto seltener wurden seine Ausflüge. Es war offensichtlich, dass auch ihm das Reisen und die Kälte zusetzte.

Als Dolgrim stehen blieb, wäre Gaston fast in ihn hineingelaufen. “Dolgrim? Was ist los?“, fragte Gaston leise und sah sich um.[2]
 1. Perception:19/Nature:8
 2. Perception:15
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 06.07.2018, 16:07:34
Dolgrim erkannte bald, dass die Stiefel etwas besonderes waren und als sie dann auf die Reise gingen, wusste er auch, warum man sie ihm mit gegeben hatte. Er spürte zwar die Kälte, aber sein Körper blieb dennoch warm. Schnell übernahm er die Führung und achtete darauf, dass keiner der Begleiter zurück blieb.

Bald kam Kelvins Hügel in Sicht. Er hatte viele Geschichten gehört und immer mal vorgehabt, hier her zu reisen. Aber getan hatte er es nie. Und nun war es zu spät. Während er nach oben blickte und sich vorstellte, wie unter dem Berg die Kriegshammer-Zwerge ihrer Arbeit nachgingen sah er aus dem Augenwinkel eine Bewegung. Sofort hielt er die Gruppe an und als Gaston ihn ansprach zeigte er dorthin, wo er etwas gesehen hatte. "Dort, da war etwas. Geht langsam weiter und haltet die Augen auf."

Danach suchte er nach einem Platz, der ihm etwas Sichtschutz bieten könnte, so dass er sich möglichst vor neugierigen Augen geschützt dorthin schleichen konnte.[1]
 1. Finde ich sowas oder soll ich etwas würfeln?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 07.07.2018, 22:14:07
Auf der Reise hielt Skip sich an Azrim, der immerhin schon weit gereist war, und hatte auch stets ein waches Auge auf den Zwerg, der sich als einziger von ihnen in der Wildnis auskannte. Wenn Skip in diesen Tagen also einen der beiden nachahmte, dann nicht aus Langeweile oder Übermut, sondern weil, wer in unbekanntes Territorium eindrang, wohl beraten war, die Einheimischen genau zu beobachten und in ihren Gewohnheiten nachzuahmen, um Ärger zu vermeiden und möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen. Das kannte Skip aus Tiefwasser nur zu gut, wo sich die Regeln von Gasse zu Gasse ändern konnten, teils drastisch, je nachdem, welcher Teil der Unterwelt das Gebiet für sich beanspruchte.

Während des mehrtägigen Marsches gen Norden redete er nicht halb so viel wie auf der Reise von Tiefwasser nach Mirabar an einem einzigen Vormittag. Er beschwerte sich nicht einmal, weder über die Kälte noch den Matsch noch das Marschtempo. War er des nächtens mit der Wache dran, konnte man ihn allerdings, sofern man selbst nicht schlief, mit den Eseln sprechen hören. François hatte er den einen genannt, den anderen Erpel.

Später, als man sich dem Eiswindpass näherte und Dolgrim in der Nähe des verlassenen Zwergenhügels linkerhand eine Bewegung erblickte, sah Skip zwar nicht, was der Zwerg meinte, aber sofort hatte er seinen Bogen in der Hand und spannte ihn.[1]
 1. con-save geschafft, Preception = 8 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1050027.html#msg1050027)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 16.07.2018, 09:30:23
Da der Zwerg die Bewegungen auf den Felsen bereits gesehen hatte, fiel es ihm leicht jetzt zu entdecken, was hier in den eisigen Höhen auf sie lauerte. Es war nicht leicht zu erkennen auf den noch immer mit Schnee bedeckten Felsen, aber etwa zehn Meter über ihnen lauerten auf mehrere Felsvorsprüngen große Katzen, deren Schultern sicherlich so hoch reichten wie die ihrere beiden Packesel. Und allem Anschein nach machten sie sich bereit auf sie hinab zu springen.[1]
(https://vignette.wikia.nocookie.net/forgottenrealms/images/d/d1/Crag_cat-5e.png/revision/latest?cb=20171012142007)
 1. Runde 1
Situation: Es sind insgesamt vier Katzen, die sich allesamt derzeit 10 Meter oberhalb der Charaktere in der Felswand befinden. Sie lassen sich zu Fuß nicht wirklich erreichen.
Initiative:
1. Gaston
2. Katzen
3. übrige SC (Skip ist surprised)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 16.07.2018, 10:26:52
Gaston erschrak fürchterlich, als er die vier Wildkatzen erblickte, die drauf und dran waren, Jagd auf sie zu machen. Doch er wäre kein Halbling, wäre er jetzt in Panik geraten. Schnell überlegte er, was er über solche Wildkatzen schon gehört hatte[1], was zugegebenermaßen nicht viel war. Aber er dachte sich wohl, dass solche wilden Bestien Angst vor Feuer haben mussten. Immerhin machten Abenteurer immer ein Lagerfeuer an, um sich vor Wildtieren zu schützen. Flugs murmelte Gaston einige magische Silben und beschwor die Illusion einer Feuerfontäne, die von seiner Fingerspitze auszugehen schien und kurz vor den Wildkatzen endete. Da es recht hohe Iölusionsmagie war[2], verströmte die Illusion gar Hitze und den Geruch verbrannter Haare. Gaston hoffte inständig, das würde Eindruck machen auf die Wildkatzen.
 1. Handle Animal: 12
 2. Major Image eines Flammenstrahls
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 17.07.2018, 10:49:02
Und tatsächlich, die Illusion des Halblings war von Erfolg gekrönt, denn die Katzen wichen zurück und kauerten auf dem Felsen. Hatten sie zuvor noch zum Sprung bereit dort oben gelauert, entschlossen sich auf die ahnungslosen Reisenden zu stürzen, sorgte das magische Feuer offenbar dafür, dass ihre Entschlossenheit wankte und sie den Angriff nicht wagten.[1]
 1. Mit Ausnahme von Skip kann der Rest jetzt handeln.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 17.07.2018, 11:52:36
"Garnicht schlecht," applaudierte Fiona als sie die eingeschüchterten Schneekatzen sah.

"Ich denke, da kann ich auch noch ein wenig nachhelfen."

Mit einer lockeren Handbewegung und einigen arkanen Silben ließ sie ein kleines Feuer zwischen den Katzen entstehen, so dass es sie nicht direkt verbrannte, aber doch nah genug war, dass sie seine Hitze spüren konnten[1].

Selbst zog sie sich ein paar Schritte zurück, um im Zweifelsfall nicht direkt angesprungen zu werden.
 1. Create Bonfire in der Nähe, idealerweise zwischen den Katzen und uns, ansonsten eben neben ihnen
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 17.07.2018, 21:07:07
Azrim, der überraschend wenig mit der Kälte zu kämpfen gehabt hatte, entdeckte die Katzen ebenso rechtzeitig wie der Großteil der Gruppe. Mit einem etwas unelfischen Zungenschnalzen, tauchte Spex - Azrims magische Zwergeule - einige Schritte über dem Magier auf und beanspruchte die Lufthoheit mit einem leisen "Schuhu!" für sich.Durch die Augen seines Familiars blickend vergewisserte sich der Eladrin, dass nicht noch weitere Katzen ihrer kleinen Gruppe auflauerten.[1]

Trotz des Erfolges von Gaston und Fiona zog der Soldat seine lange elfische Klinge und stellte sich vorne neben den Koch um ihm notfalls beistehen zu können, sollten die Großkatzen entscheiden, dass sie ein Feuer nicht von einer schmackhaften (Halblings-)Mahlzeit abhalten kann.
 1. Perception 15 aus der Luft
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 19.07.2018, 07:54:39
Dolgrim versuchte abzuschätzen, was die Katzen als nächstes tun würden, wenn sie sich von dem Schrecken erholt hatten, aber er hatte keinen klaren Blick auf die Tiere und konnte sich daher kein klares Bild machen[1]. Also wich er ein paar Schritte zurück, sah sich den Boden an[2], bereitete seine Waffe vor und wartete darauf, was die Katzen tun würden.
 1. Animal Handling 4
 2. ist es glatt, gibt es Spalten oder Löcher, oder irgendetwas anderes, das uns beim Kampf einschränken oder einen Vorteil verschaffen könnte?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 19.07.2018, 11:25:29
Das zusätzliche Feuer, das Fiona erschuf sorgte dafür, dass die Katzen weiterhin auf ihrem Felsvorsprung lauerten und dort oben blieben. Vermutlich konnten die Agenten ohne allzu große Schwierigkeiten weiterziehen, auch wenn es ein wenig anstrengend werden würde, sich die ganze Zeit auf die Zauber zu konzentrieren. Ob die Katzen ihnen dann folgen würden oder nicht, das vermochten die Agenten jedoch nicht zu sagen, denn keiner von ihnen kannte sich sonderlich gut mit diesen Kreaturen aus.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 19.07.2018, 11:49:57
"Hoffen wir mal, dass sie jetzt eingesehen haben, dass wir keine leichte Beute sind, und uns in Ruhe lassen. Wir sollten weitergehen, ehe wir hier noch festfrieren..." schlug Fiona vor.

Die Zauberin konzentrierte sich weiter auf das Feuer, das auch weiterhin dort loderte, notfalls konnte sie es aber immer wieder von Neuem erschaffen, um die Motivation der Katzen, ihnen zu folgen, weiter zu senken.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 19.07.2018, 11:52:49
"Ja, lasst uns weitergehen.", sagte Gaston und ihm rann ein Schweißtropfen über die Schläfe. "Ich kann den Zauber auch nicht ewig aufrecht erhalten." Er ging achtsam rückwärtsgehend weiter, ließ den imaginären Flammenstrahl aber auf die Wildkatzen gerichtet.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 19.07.2018, 12:44:12
"Hmm, geht mal. Ich folge als letzter und achte darauf, ob sie uns verfolgen."  Dazu machte eine Handbewegung die eindeutig war: Abmarsch!
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 19.07.2018, 21:45:15
Seinen Gefährten für die gute Lösung der Situation zunickend, stellte sich Azrim neben Frostbart und deckte gemeinsam mit dem Zwerg den Rückzug der kleinen Gruppe. Immer wieder blickte er für einen Augenblick durch die Augen seines gefiederten Vertrauten um zu beobachten, wie die Raubkatzen reagierten.

Als die Gefahr gebannt schien, verschwand die elegante Elfenklinge erneut an die Seite des Klingensängers. Den fellbesetzten Mantel wieder etwas enger um sich schließend, marschierte er mit dem typsich leichten Schritt der Tel-Quessir neben seinen Freunden her, behielt aber seinen stille Wachsamkeit aufrecht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 25.07.2018, 17:09:12
Bogen in der Hand, blinzelte Skip in die Richtung, aus der Dolgrim Gefahr witterte, doch er sah absolut nichts vor lauter Gleißen. (Sonnenlicht auf Schnee—wer hätte gedacht, dass das so weh tun kann?) Seine Gefährten schienen allerdings weniger empfindlich, denn während er noch immer die Augen zusammenkniff und mit der Hand beschirmte, schmissen Gaston und Fiona bereits mit Zaubern um sich. Selbst danach dauerte es noch eine ganze Weile, bis Skip endlich ausmachte, was da vor ihrem Feuer zurückwich: riesige Katzen, weiß auf weißem Schnee, aber eigentlich kaum zu übersehen, wenn man sie einmal entdeckt hatte. (Nun ja, wie soll man sagen: seine Augen waren eben an die Nacht gewohnt, nicht an ein derart gnadenloses Tageslicht!)

Er hielt sich dicht an Azrim, als er der Aufforderung des Zwergen folgte. Den Bogen behielt er aber schussbereit in der Hand und die Katzen ließ er, solange dies möglich war, nicht aus den Augen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 28.07.2018, 16:50:31
Die Agenten setzen ihren Weg also wie geplant fort und marschierten den Pass entlang. Das magische Feuer, das sie erzeugt hatten, verschreckte die wilden Bergkatzen offensichtlich hinreichend, dass sie ihnen nicht folgten, sondern sich in die Löcher und Felsspalten zurückzogen, in denen sie lebten, um auf neue Beute zu warten.
Es wurde nicht wärmer in den eisigen Hügeln des zu Recht so genannten Eiswindtales, aber trotzdem stapften die fünf tapfer weiter durch den pfeifenden Wind.
Mehrere Stunden waren sie noch so unterwegs, Kelvins Hügel lag jetzt hinter ihnen und sie konnten über die trostlose Tundra sehen und das dunkle Wasser von Lac Dinnesehere wogte zu ihrer Rechten. Kaum mehr als eine Mulde hatten sie gefunden, um sich vor dem Wind für die Nacht zu schützen und sie waren gerade damit befasst, ein Feuer zu entzünden als sie aus der Ferne ein Rauschen vernahmen - oder war es nur das Heulen des Windes? Wie dem auch war, sie blickten auf und am Himmel in der Ferne, wo die Sonne gerade versank entdeckten sie eine schemenhafte Gestalt, die mit gewaltigen Flügelschlägen in ihre Richtung unterwegs zu sein schien. Sie konnten noch nichts genaues erkennen, aber eines war klar: das war kein einfacher Vogel, sondern etwas sehr viel größeres.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 01.08.2018, 07:07:34
Instinktiv duckte sich Gaston und hielt im nächsten Moment Ausschau nach dem geflügelten Wesen. Doch es war zu undeutlich zu erkennen in der Ferne. Nur eines war ihm klar. Es musste riesenhaft groß sein. Und ihm fiel beim besten Willen nur ein Wesen mit einer solchen Flügelweite ein. Aber konnte dies sein? War sein Schluss tatsächlich richtig? Oder doch nur dadurch bedingt, dass er kein anderes fliegende Wesen dieser Dimension kannte? “Habt Ihr das gesehen? Was war das? Azrim, war das vielleicht ein... Drache?!“, fragte er schließlich in die Runde.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 02.08.2018, 11:54:34
Dolgrim kniff die Augen zusammen, dann rieb er sie sich und schaute erneut, denn er konnte es nicht glauben.  Doch dann wurde er plötzlich seht hektisch.

"Ja, ein Drache. Los versteckt euch, versteckt euch gut. Ich glaube, ich habe auch einen Reiter auf dem Drachen gesehen. Los, sucht euch ein Loch oder sonst was."

Er selbst sah sich selbst nach einem Versteck um[1].
 1. Stealth oder Peception (der Wert ist derselbe) um ein Versteck zu finden 9
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 02.08.2018, 14:42:09
"Ein Drache!?"

Das war Grund genug, nach einem Versteck zu suchen, was Fiona dann auch gleich tat. Notfalls könnte man vielleicht etwas Schnee benutzen, um sich zu tarnen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 02.08.2018, 17:08:13
Auch dem Elfenmagier war zeitgleich mit seinen Freunden das näher kommende Wesen aufgefallen, doch seine Augen, scheinbar noch durch das harte weiße Licht der Schneereflektion geblendet, konnten nicht viel mehr Details ausmachen. Aus diesem Grund blickte er reflexartig und ohne jegliche Mühe durch die Augen seiner Zwergeule und erkannte zu seinem Erstaunen, dass Gaston recht hatte.

"Tatsächlich..." stellte er gewohnt ruhig mit nicht mehr als einer gehobenen Augenbraue fest.

Hier in der vom eisigen Wind kahl rasierten Tundra ein adäquates zu finden könnte sich als schwierig heraus stellen. Seinen Gefährten beim verbergen zusehend, hatte der Tel Quessir bereits die Worte eines Unsichtbarkeitszaubers auf der Zunge liegen - jederzeit bereit sie auszusprechen.

Seine alte Einheit hätte wohl anders reagiert, aber die neuen Gefährten schienen alle zusammen nicht erpicht auf einen Kampf mit der Flugechse zu sein. Schade eigentlich. Es wäre eine gute Möglichkeit gewesen die neu erlangte Macht zu testen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 06.08.2018, 16:27:49
Azrims "Tatsächlich" wartete Skip gerade noch ab, dann gab er bereits Fersengeld. Die Anweisung des Zwergen hätte er nicht benötigt. Auf seiner Suche nach einem Versteck hetzte Skip hierhin und dorthin wie ein verschreckter Hase, und zwar in Richtung des Sees.[1]

Ein Drache! Tymora, was tu ich bloß hier? Warum habe ich mich bloß überreden lassen in eine Gegend zu reisen, in der sich Drachen, Riesen und Yetis tummeln und große weiße Katzen und Orks und Barbaren auf dem Kriegspfad? Warum, oh warum nur bin ich nicht längst abgehauen? In Luskan wäre es doch ein leichtes gewesen! Nun also ende als Drachenfutter!

Endlich fand er ein niedriges Gestrüpp jenseits einiger felsiger Stellen, welche ihn zumindest die letzten Schritte auf sein Ziel zusprinten ließen, ohne Spuren im Schnee zu hinterlassen. Er warf sich unter das Gestrüpp, zog den Elfenmantel über seine kauernde Gestalt, dass nicht einmal eine Zehenspitze mehr hervorschaute, und rührte sich nicht mehr.
 1. Wahsinnige 17 in stealth (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1051474.html#msg1051474), bei +11 und advantage)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 07.08.2018, 14:37:22
Gaston blieb wie angewurzelt stehen und war vor Erstaunen wie paralysiert. War es dass Halblingblut in seinen Adern oder eine tollkühner Leichtsinn - fast schon hoffte Gaston, dass der Drachenreiter ihn sehen und umkehren könnte, so dass er, Gaston, einen kurzen Blick auf dieses Geschöpf würde werfen können. “Ein echter Drache...“, stammelte Gaston. “Wer es wohl vermag, einen solchen zu beherrschen? Man müsste der König der Welt sein...
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 08.08.2018, 21:45:03
Der Drache flog tatsächlich genau in die Richtung in der die Agenten lagerten und sich jetzt so schnell sie konnten versteckten. Das Rauschen wurde lauter und lauter, aber sie hatten wohl Glück, denn die majestätische und doch schreckliche Kreatur wollte wohl nur einen Blick auf sie werfen und sich daran erfreuen, dass diese kleinen Kreaturen sich zwischen Büschen versteckten und auf der Erde kauerten. Der wie angewurzelt in der Mulde stehende Halbling schien ihre Aufmerksamkeit besonders zu wecken, aber glücklicherweise war der Drache nicht hungrig.
Seine Schuppen waren schneeweiß hatten ihren Glanz aber lange verloren. Dieser Drache war alt, das konnten alle sehen, denn er war so groß, dass er wohl gleich mehrere von ihnen mit einem einzigen Bissen hätte verschlingen können. Und tatsächlich trug er einen Reiter, allerdings war dieser ein außerordentlich merkwürdiger Anblick. Denn hier saß jemand in einem alten abgerissenen Ledersattel, der kein wirklicher Reiter war. Denn es war ein Skelett in einer zerrissenen schwarzen Robe, das wohl nur von der eisigen Kälte und dem Eis, das den Drachen nicht kümmerte auf dem Rücken gehalten wurde. Während der Drache über die Agenten hinwegsauste, raunte er etwas in seiner Muttersprache: "Siehst du Kenkar. Ich habe doch gesagt, sie sind nicht mehr als einen Blick wert." Die Worte verhallten schnell im Rauschen des Windes als der Drache wieder gen Himmel stieg und die Agenten unbehelligt, aber mit einem ordentlichen Schrecken, in ihrer eisigen Mulde zurückließ.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 09.08.2018, 08:46:37
"Er hat gesagt: 'Siehst Du Kenkar. Ich habe doch gesagt, sie sind nicht mehr als einen Blick wert.'" übersetzte Fiona, die nicht wusste, ob die anderen die Sprache der Drachen verstehen würden. Sie selbst hatte sie einst in Tiefwasser erlernt.

"Woher wussten die denn, dass wir hier sind? Die Katzen vielleicht? Wie dem auch sei, ich bin froh, dass sie das so sehen... mit denen hätte ich mich wirklich nicht anlegen wollen. Das hätte kein gutes Ende genommen. Ein Drache ist ja schon schlimm genug, aber dann noch dieser Reiter... Brrrrr."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 09.08.2018, 13:59:34
Schnell schloss Gaston zu seinen Gefährten auf. Sein Gesicht strahlte vor Glück: "Hat Ihr das gesehen! Unfassbar! Unglaublich! Ich hätte mir nie träumen lassen, einen echten Drache sehen zu können. Gepriesen sollt Ihr sein, Ihr Götter, es war eine richtige Entscheidung, mich dieser Expedition anzuschließen. Mehr denn je habe ich den Wunsch ein echter Abenteurer zu werden. Oh ja, das wird mir gut schmecken! Und jetzt sagt, Fiona, wie kann man einen solchen Drachen zähmen. Oder besser gesagt: Wie bekomme ich ein solch vorzügliches Reittier?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 09.08.2018, 14:32:17
Jetzt musste Fiona doch lachen.

"Woher soll ich das wissen? Ich kannte Drachen bislang auch nur vom Hörensagen. Und auch wenn ich Dir zustimmen muss, dass es ein majestätischer Anblick ist, so bin ich doch vor allem besorgt, da er sicherlich ausgesprochen gefährlich ist. Und zudem dient er diesem Skelett-Typ als Reittier, was darauf schließen lässt, dass dieser auch über einige Macht verfügen dürfte. Wir können nur hoffen, dass es bei dieser Zufallsbegegnung bleibt und die beiden nichts mit diesem Marsch der Riesen zu tun haben."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 09.08.2018, 18:37:28
Skip blickte dem Drachen hinterher. Unglaublich. Sogar Drachen wurden in dieser Einöde bekloppt. Das lag wohl an der Einsamkeit. Vielleicht auch der Langeweile. Keinerlei Abwechslung und niemandem zum Reden seit... wie vielen hundert Jahren? Da mochte man schon anfangen, mit sich selbst zu reden, oder auch, um den Schein zu wahren, mit einem längst verstorbenen Knochenhaufen.

Doch die eigentliche Frage, die sich ihm stellte (als er Gaston und Fiona lauschte): war Wahnsinn ansteckend? Oder verlor am Ende jeder, der einen Drachen sah, den Verstand? Was faselte Fiona da von Reiter und Skelett und ihm dienen? Skip kniff die Augen zusammen. Also für ihn hatte das so ausgesehen, als sei das Gerippe, dass der Drache da auf seinem Rücken spazieren flog, einfach bloß tot.[1] Doch leider war Skip noch immer schneeblind und der Drache war auch schon viel zu weit weg, um noch zu erkennen, ob Fiona sich verguckt hatte oder er selbst.

"Kenkars Antwort hätte mich ja schon interessiert..." murmelte er zu sich selbst.
 1. Perception = 7 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1051596.html#msg1051596).
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 10.08.2018, 10:16:39
Neben Gaston wieder erscheinend, als er von dem Zauber der Unsichtbarkeit abließ sah Azrim seinen Freunden für einen Augenblick zu wie sie langsam wieder aus den Gräben und Schneewächten hervor kamen. Mit einer beiläufigen, beinahe achtlosen Bewegung entfernte er Erde die sich feucht an Skips Knie geklebt hatte, als dieser sich versteckt gehabt hatte.[1] Nicht das der Halbelf darüber zu klagen begann. Dann richtete der Soldat seinen Blick wieder auf den entschwindenden Drachen mitsamt seines Reiters.

Untote Drachenreiter... Das magische Gewebe Faeruns kribbelte in den Fingern des Tel Quessir und zeigte ihm deutlich, dass hier Handlungsbedarf bestand.

Doch nicht hier und nicht heute, denn dafür reichte seine Macht wohl noch lange nicht aus. Nichts desto trotz merkte er sich diesen Moment gut. Vielleicht würde man sich ja noch einmal begegnen und dann konnte die Sache anders aussehen.

Seine Aufmerksamkeit wieder seinen Gefährten zuwendend, nickte er bei Fionas Worten zustimmend, äußerte sich aber nicht dazu.
 1. Prestidigitation
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 10.08.2018, 13:54:05
Dolgrim war in Gedanken versunken. Er hatte am ganzen Körper gezittert. Es gab wenig, was einem Zwerg eine slche Angst einjagte, aber Drachen gehörten dazu. Es kannte all die Geschichten von Drachen, die  die Städte seines Volkes besetzt hatten. Unmengen an Zwergen waren durch diese Kreaturen gestorben. Er aber nicht.

"Das war ein Drache, ein wahrhaftiger Drachen. Ich habe einen Drachen gesehen und lebe noch. Ich lebe noch. Das werden sie Zuhause nicht glauben. Ur-Urgroßvater hat einen gesehen, die Geschichte hat er tausendmal erzählt, zum Einschlafen. Nun kann ich meinen Kindern auch davon erzählen, wie ich den Drachen sah. Einen echten Drachen, einen Eisdrachen."

Erst als der Drache nicht mal mehr als Punkt am Horizont zu erkennen war krabbelte Dolgrim aus dem Loch, in dem er versucht hatte, sich zu verbergen. Die anderen wechselten schon wieder ihre Worte und Geschichten. Er blieb still am Rand.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 19.08.2018, 12:05:10
Da der Drache von dannen gezogen war und es nicht den Anschein hatte, dass er in dieser Nacht noch wiederkehren würde, konnten die Agenten schließlich ihr Lager aufschlagen. Es würde nicht allzu gemütlich werden, so viel war klar. Und viel Erholung konnten sie wohl leider auch nicht erwarten.[1]
Trotzdem fanden sie irgendwann Ruhe, auch wenn das eisige Heulen des Windes, der über die Tundra des Eiswindtales pfiff sie immer wieder aufschrecken ließ in dieser Nacht.
Aber wenigstens gab es weder Yetis noch irgendwelche anderen Kreaturen, die sie in der Dunkelheit behelligten, sodass sie am nächsten Morgen gestärkt aufbrechen konnten. Zwei Tage wanderte sie so durch die eisige und glücklicherweise menschen- und monsterleere Ebene, immer mit dem Lac Dinnesehere zu ihrer rechten. Doch schließlich - es war inzwischen mittag des vierten Tages ihrer Reise - entdeckten sie wieder etwas, das interessanter sein könnte. Eine Gruppe Barbaren zog hier durch das Feld. Aus der Ferne schien es etwa ein Dutzend zu sein und sie hatten die Reisenden offenbar ebenfalls bemerkt. Ein Treffen dürfte sich also wohl engagieren lassen, so die Agenten nicht aktiv versuchten, es zu meiden.
 1. @Fiona: Du müsstest nochmal nen Konstitution-Check gegen DC 10 machen, um die Exhaustion los zu werden
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 21.08.2018, 10:50:11
Die Andersartigkeit des Eiswindtales im Vergleich zu seiner Heimat mit ruhigem Herzen erlebend, bewunderte Azrim die Schönheit der sich darbietenden Natur. Das dunkle Wasser des Lac Dinneshere mit seinen weißen, windgepeitschten Schaumkronen und die Einsamkeit der Tundra sprachen ihn an und fanden Gefallen im Auge des Eladrins.

Als sie am vierten Tag der Barbaren ansichtig wurden, blickte der Elfenmagier zu seinen Reisebegleitern und nickte ihnen schließlich zustimmend zu. Vielleicht würden sie etwas bezüglich ihres Auftrages in Erfahrung bringen können. Oder auch über den Drachen und seinen Reiter.

Ein letztes mal zu Gaston und Skip blickend, war der Hochelf gespannt wer von den beiden als erstes das Wort erhob. Dann ritt er los um die Barbaren zu grüßen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 26.08.2018, 15:38:27
Fiona deutete in Richtung der Barbarengruppe.

"Meint ihr, man kann mit denen reden? Ich denke, es kommt auf einen Versuch an. Die wissen sicherlich einiges über die Gegend hier draußen zu berichten und vielleicht sind sie ja freundlich genug, es mit uns zu teilen. Vielleicht haben sie auch ein paar hilfreiche Tipps, was diese elende Kälte angeht..."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 26.08.2018, 17:29:55
In der Nacht nach der Begegnung mit dem Drachen hatte Dolgrim schlechte Träume. Er wurde von einem großen Maul gejagt und egal wohin er sich flüchtete, immer tauchten vor ihm die spitzen riesigen Zähne auf und schnappten nach ihm. Trotz der Kälte wachte er mehrmals schweißgebadet auf. Als schließlich der Morgen graute war er froh, aufstehen zu können. Sie setzen ihre Reise fort. Er blickte über das weite weiße Land und war froh über dessen Eintönigkeit. Nur der See bot einen angenehmen Kontrast, auch weil er weit genug entfernt lag. Dolgrim hatte nichts gegen lange ereignislose Reisen, denn alles andere bedeutete meist Ärger. Er langweilte sich auch nicht, er hielt die Augen offen und folgte stur dem Weg, den sie einschlagen mussten.

Doch dann war es mit der Eintönigkeit wieder vorbei. Als Azrim sich in Richtung der Baraben auf machte, rief Dolgrim ihm nach. "Bevor wir da einfach hin spazieren sollten wir raus kriegen, welcher Stamm das ist. Also macht langsam und achtet auf die Flanken, vielleicht haben sie Späher vor geschickt, die uns näher sind als wir erwarten." Er selber versuchte auch ein Banner oder etwas auf den Schilden der Männer erkennen zu können, dass ihnen einen Hinweis auf den Stamm geben konnte, von dem die Männer stammten. Außerdem achtete er auf versteckte Männer in ihrer Nähe oder Orte, die sich gut für einen Hinterhalt eigneten.

Einen Hinterhalt konnte er nicht entdecken, aber er glaubte ein Tigertotem bei den Barbaren zu sehen. Er wusste kaum etwas von den Barbarenstämmen, daher half ihm seine Entdeckung kaum weiter.
"Ich glaube sie gehören zum Tigern. Weiß jemand etwas von diesem Stamm? Wäre gut wenn wir eine Idee hätten, wie wir ihnen am besten entgegnen treten sollten."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 28.08.2018, 17:20:13
Diejenigen die in Hörreichweite von Azrim waren, vernahmen die singende Stimme des Hochelfens als er sein - vor kurzem erst zufällig erworbendes - Wissen über den Tigerstamm teilte: "Sie sind einer der vier Barbarenstämme hier im Tal. Wir sollten sehr vorsichtig sein, wenn ich mich recht entsinne." Wobei er einen dankbaren Blick zu Dolgrim warf. Der Späher hatte absolut recht.

Für einen Moment weiter überlegend, ergänzte der Magier dann noch knapp: "Ihre neue Anführerin, Bjornhild Solvgisdottir, soll eine äußerst skrupellose Frau sein."

Spex mit einem kurzen Fingerzeig erscheinen lassend, erhob sich der Familiar Azrims in die Lüfte und sah sich die Lage für einen Moment an. Sollte nichts Auffälliges entdeckt werden, so ritt der Schwertmagier weiter auf die Barbaren zu.[1]
 1. Perception 15, von daher gehe ich nicht von neuen Erkenntnissen aus. *s*
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 28.08.2018, 18:42:19
"Also gehen wir ihnen besser aus dem Weg?" fragte Fiona die anderen?

"Wenn sie so skrupellos sind, werden sie uns ja kaum helfen, jedenfalls nicht ohne einen hohen Preis dafür zu verlangen. Und ihre größere Anzahl könnten sie durchaus zum Anlass nehmen, uns anzugreifen. Natürlich, wenn wir ihnen aus dem Weg gehen, wird sie das vielleicht noch eher anstacheln."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 29.08.2018, 09:57:04
Gaston runzelt die Stirn. "Schön und gut. Aber die Barbaren haben uns ebenfalls schon bemerkt. Wir können jetzt versuchen, schnell zu flüchten, aber sie sind ortskundig und schneller als wir (zumindest als ich, denn ich habe gerade erst gegessen). Ich würde jetzt einen günstigen Ort für das Zusammentreffen wählen und auf sie warten, so sie an uns interessiert sind. Weißt Du, gelehrter Azrim, auch zufällig, was die Tiger fürchten und an was sie Interesse haben könnten?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 01.09.2018, 16:16:54
Dolgrim hörte den anderen zu, was sie über die Tiger-Barbaren wussten, auch wenn es nicht viel war.

"Wir sollten hier nicht einfach stehen bleiben, als hätten wir Angst. Und Gaston hat Recht, einfach abhauen können wir jetzt auch nicht mehr. Gehen wir also langsam weiter, bleibt zusammen und bleibt hinter mir. Mal sehen, wie sie reagieren. Barbaren sind eher weniger Leute der vielen Worte, also zeigt keine Angst, aber auch keine Aggression."

Er ging also langsam auf die Barbaren zu und versuchte den Platz abzuschätzen, wo sie auf einander treffen würden, er wollte vermeiden, dass die Barbaren auf einer Anhöhe stehen würden und seine Gruppe in einer Senke, sie waren schon so kleiner als die Männer, also sollten sie nicht noch kleiner erscheinen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 01.09.2018, 19:41:13
Doch während der Unterhaltung war der Elfenmagier schon in Richtung der Barbaren losgestapfte, die sich ein wenige auf der Tundra verteilten. Sobald Azrim sich etwa auch zehn Meter genähert hatte, wurde ihm klar, dass diese es ihrer Königin wohl gleichtun wollten, denn sie hielten Speere und Äxte in ihren Händen und es war offensichtlich, dass sie nicht mit dem Elfen oder seinen Begleitern reden würden, sondern dass ihnen der Sinn nach einer anderen Art von Auseinandersetzung stand.
Der Elfenmagier zählte insgesamt zwölf Männer und Frauen, die allesamt Rüstungen aus Fell trugen und sich ohne Zweifel auf ihn stürzen würden. Das erkannten auch seine Gefährten, die einige Meter hinter ihm waren. Wenn ihnen nicht schnell etwas einfiel, würden Sie einen Kampf mit den Barbaren wohl nicht verhindern können, denn diese gierten offensichtlich danach.[1]
 1. Runde 1

Situation: Azrim ist 30ft. von den Barbaren entfernt, die sich ein wenig verteilt haben, die übrigen SC sind ca. 20ft. hinter Azrim und noch etwas weiter weg. Alle sehen recht deutlich, dass diese Barbaren feindselig sind, bisher hat aber noch keiner angegriffen. Ihre Waffen sind aber zum Angriff bereit und es dürfte in den nächsten Sekunden los gehen, wenn es euch nicht irgendwie gelingt das zu vermeiden.

Initiative:
1. Azrim, Fiona und Skip
2. Gegnergruppe 1 und 2
3. Gaston und Dolgrim
4. Gegnergruppe 3 und 4 (ich verzögere der einfachheit halber Gruppe 3 hinter Dolgrim)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 02.09.2018, 11:57:57
Fiona zögerte nicht lange. Es würde so oder so zu einem Kampf kommen, also war es am besten, den kurzen Moment zu nutzen, den sie noch zögerten.

Sie warf einem der Barbaren am Rand der Gruppe einen Feuerstrahl entgegen[1].

Zu den anderen meinte sie: "Sie greifen uns so oder so an. Wenn nicht jetzt, dann folgen sie unseren Spuren. Und dann sind wir vielleicht in einer schlechteren Position."

Dann entfernte sie sich noch ein wenig von ihren Widersachern[2].
 1. Aktion Fire Bolt AC 11 DMG 17 fire
 2. Bewegung von den Barbaren weg
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 02.09.2018, 15:49:59
"Oh ja, 'ne ganz tolle Gegend ist das hier", höhnte Skip, "wo ein verrückter Drache nebst Gebeinhaufen Kenkar die freundlichsten Wesen sind, denen man als harmloser Wanderer über den Weg läuft. Haltet euch bloß von den lasterhaften Städten fern, dort treten sich die Schurken und die Halsabschneider gegenseitig auf die Füße!"

Während dieser Worte schloss Skip ohne Zögern zu Azrim auf—dem einzigen der Gruppe, an dessen Seite er bereits Kämpfe ausgefochten hatte—und koordinierte seinen Angriff mit dem des Elfen. Was immer diesem einfiele, Skip würde auf den Gegner schießen, der danach noch stünde. Schon war der Bogen in seiner Hand, der Pfeil aufgelegt; während Azrim murmelte und gestikulierte, zog Skip die Sehne bis zum Kiefer zurück, zielte, kurz nach Azrim ließ er los...[1]
 1. Bewegung: neben Azrim hin. Skip könnte sich bis zu 60ft bewegen, je nachdem, ob Azrim sich ebenfalls bewegt. Dazu nähme er ggf. die Bonus Action Dash.
Aktion: Ranged attack (shortbow) auf den nächsten Gegner, der nach Azrims Zauber noch steht, trifft eine 16 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1052928.html#msg1052928) => 5 Schaden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 03.09.2018, 10:35:17
Etwas überrascht, dass die Barbaren - immerhin die ersten vernunftbegabten Lebewesen seit Tagen - ihn sofort attackieren wollten, blieb Azrim stehen und blickte ihnen furchtlos entgegen.

Doch ehe er oder die wilden Menschen etwas tun konnten, raste bereits der erste Feuerstrahl Fionas an ihm vorüber und versengte die zuvorderst Stehenden. Nun selbst nicht mehr an eine friedliche Lösung glaubend, sprach der Hochelf einige laute Silben in Elfisch und formte mit beiden Händen direkt aus der Luft heraus einen brennend heißen Feuerball, den er mitten in die dichteste Gruppe der Widersacher hinein schoss.

Als die Feuerkugel zerbarst und hungrig nach dem Fleisch der Barbaren gierte[1], zog Azrim seine Elfenklinge und stellte sich einen Schritt vor Skip um den Halbelfen vor heran stürmenden Barbaren zu schützen, wobei er sich nach einem Schamanen oder sonstigen feindlichen Magiewirkern umsah.[2]

Ganz sachte fühlte er dabei, wie ein allzu vertrautes Beben in seine Muskeln Einkehr hielt.[3]
 1. Reflexsave: DC 15, 24 DMG - soviele darin wie möglich
 2. Perception: 14
 3. Bladesong aktiviert
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 03.09.2018, 11:41:53
Fionas Zauber erwischte zwar einen der Barbaren, aber dieser steckte den Feuerstrahl überraschend souverän weg und stieß stattdessen einen Wutschrei aus. Als dann wenig später ein Feuerball in der Mitte der Männer und Frauen des Tigerstammes explodierte, gingen dann aber doch drei zu Boden. Das sorgte aber - anders als bei den Gebirgskatzen, die schon vor illusionärem Feuer geflohen waren - bei den Wilden nicht dafür, dass sie den Rückzug antraten, sondern es erklagen verschiedene Kriegsschreie und Azrim erhilet eine Antwort für seinen Feuerball. Denn die Reghed hatten ihn offensichtlich als das gefährlichste Ziel identifiziert - Skips Pfeil kümmerte sein Ziel, obwohl er in seinem Oberarm steckte offenbar kaum, da er ihn zornig abbrach. Drei Speere wurden auf den Elfen geschleudert und schnell hatten vier Männer mit zweihändigen Äxten den Abstand zu ihm überbrückt und schlugen ohne Rücksicht auf Verluste auf ihn ein.[1] Doch der Klingensänger war auf solche Angriffe vorbereitet und schnell ging ihm ein Zauber von den Lippen, der einen magischen Schild erschuf, der alle Attacken, die ihm hätten gefährlich werden können, ablenkte.[2]
 1. Gegen dieser vier, von denen zwei vom Feuerball getroffen wurden und einer von Fionas Feuerstrahl, haben alle Angriffe ab sofort Advantage.
 2. Keine Treffer dank Shield
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 03.09.2018, 16:45:47
Dolgrim beeilte sich zu Azgrim und dem Kampf aufzuschließen und stellte sich neben ihn, damit Skip hinter ihnen sicher vor den Männern war.[1]

Die Axt in der Hand zögerte er nicht lange und griff einen der Männer an, die in Reichweite waren nicht so genau auf die Angreifer achtete. Wer sich so verhielt, sollte keine Verhandlungen erwarten.[2]

 1. Bewegungsweite 25ft. sollte reichen
 2. 2 Angriffe mit 23, einmal 9 und einmal 10 Schaden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 06.09.2018, 02:04:21
Gaston fluchte leise vor sich hin. Die großen Leute waren immer auf Ärger aus. Ja, wenigstens vom Elf hätte er sichehr Besonnenheit erwartet. In der Hoffnung, den Konflikt schnell zu beenden, schloss er auf und zauberte Furcht.[1]
 1. Fear, ohne einen Verbündeten zu treffen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 06.09.2018, 09:54:11
Offenbar wurde nur einer von den dreien durch Gastons Zauber betroffen und gleichzeitig stürmte der letzte Barbar - eine Hüne, der einen Speer und einen großen Holzschild trug - vor um dem Zwerg, der Azrim bei Seite gesprungen war, zu Leibe zu rücken. Dolgrim war von der Gewalt des Angriffs merklich überrascht, denn auch wenn er dem Schildstoß entgehen konnte, brachte ihn das doch ausreichend aus dem Gleichgewicht, dass der Speer ihn erwischte.[1]
Indessen hielt ein weiterer Barbar sich weiter im Hintergrund und sprach einen Zauber. Zu Azrims und Skips Füßen schossen Augenblicke später dicke ranken aus dem Boden, die sich schnell um ihre Knöchel wickelten.[2][3]
 1. Zwei Treffer, 10 + 13 = 23 Schaden für Dolgrim
 2. Strength-Save gegen DC 12 oder ihr seid restrained
 3. Runde 3

Situation: Azrim, Dolgrim und Skip befinden sich im Nahkampf mit 4 Barbaren (Angriffe gegen diese 4 haben Advantage) und einem weiteren mit Schild. Bei Bewegungen aus der Bedrohungsreichweite bekommt man 2 Opportunity Attacks.
Vier weitere Barbaren sind verteilt um diese Gruppe und ca. 25ft. entfernt, einer davon ist ein Zauberwirker. Gaston befindet sich 10ft. hinter der Gruppe und nicht im Nahkampf, Fiona 30 ft.

Initiative:
1. Azrim, Fiona und Skip
2. Gegnergruppe 1 (3 Barbaren mit Abstand) und 2 (vier im Nahkampf mit Advantage)
3. Dolgrim und Gaston
4. Gegnergruppe 3 (Speer und Schild) und 4 (Zauberwirker)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 06.09.2018, 10:32:50
Am liebsten würde Azrim gleich zu dem Zauberwirker übersetzen und ihn unschädlich machen. Doch jetzt wo er so erfolgreich mit Skip und Dolgrim die erste Schlachtreihe gebildet hatte, beschloss der Eladrin seinen Freunden noch einen Moment länger beizustehen und darauf zu vertrauen, dass Fiona und Gaston ihnen Schutz vor weiteren Zaubern gewährten. Um die Ranken um seine Füße scherte er sich vorerst wenig.

Mit wohlvertrauter Geste formte der Magier einen Trichter und stieß dann Luft hinein. Mit einem durchaus sehenswerten Ergebnis...[1]
 1. Caste Thunderwave  (https://roll20.net/compendium/dnd5e/Thunderwave#content)auf Stufe 2 u. treffe soviele Gegner die mit uns im Nahkampf sind wie möglich. DC: 15, 14 DMG und gegebenenfalls ein Push von 10 Fuß
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 06.09.2018, 12:35:20
Fiona beobachtete die Lage von ihrer Position aus. Ihre Gefährten schienen sich im Moment gut zu schlagen, auch wenn Dolgrim einige fiese Treffer einstecken musste. Aber lange würden sie dem Ansturm sicher nicht widerstehen können, wenn nicht bald ein paar mehr von den Angreifern fallen würden.

Diesmal schleuderte sie gleich zwei Feuerstrahlen gegen die Barbaren, wobei sie den Hünen mit Speer und Schild, der ihr aktuell am gefährlichsten erschien, sowie den Zauberwirker des Tigerstammes anvisierte[1].

Im Anschluss entfernte sie sich noch etwas weiter von den Kämpfenden[2].
 1. Aktion Twin Fire Bolt #3 AC 17 DMG 11 fire, #4 AC 11 DMG 7 fire
 2. Bewegung auf 60' Entfernung zum Kampfgetümmel
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 06.09.2018, 18:03:15
Die plötzlich aus dem Boden schießenden Ranken, welche Azrim und Skip packten, erschraken letzteren wesentlich mehr als ersteren. Erst stürmen vier Hünen auf ihn zu, dann auch noch so etwas! Panisch zerrte er an den Pflanzen und stemmte sich mit aller Kraft dagegen und kam doch nicht einen Schritt vom Fleck.[1] Diese wenig versprechende Taktik aufgebend, suchte er nach einer neuen.

Bogen oder Rapier? überlegte er hin und her. Komme ich denn ran an den da oder nicht? Oder haue ich lieber mit dem Dolch auf die Ranken ein? Als er sich endlich für eine Waffe entschieden hatte und damit den nächsten Gegner angriff, war er noch immer auf dem falschen Fuß und sein Angriff ging ellenweit ins Leere.[2]
 1. Strength save verbaselt.
 2. Der Angriff (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1053069.html#msg1053069) träfe eine 10, also daneben.
Idunivor: Stand ein Gegner im Nachbarfeld? Dann hätte Skip diesen mit dem Rapier angegriffen; ansonsten hält er noch immer den Kurzbogen in Händen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 08.09.2018, 11:14:41
Die Barbaren mussten heftig einstecken, aber bisher ging keiner von ihnn zu Boden und auch Azrims Zauber schleuderte nur einen zurück. Dieser drang aber sofort wieder vor und hieb erneut auf den Elfen ein, aber wieder bewahrte ein Schildzauber den Klingensänger vor Schlimmerem.
Außerdem schlossen sich jetzt auch die drei Barbaren, die zuvor Speere geschleudert hatten, dem Nahkampf an und es wurde noch unübersichtlicher. Aber wenigstens zeigte Gastons Zauber bei einem der Barbaren Erfolg, denn er nahm die Beine in die Hand und lief in die Tundra davon. Dafür sah sich der Halbling nun aber einem Gegner mit einer Axt in der Hand gegenüber.[1]
 1. Es gilt nach wie vor Advantage gegen die Barbaren aus Gruppe 2, einer von denen ist aber durch Fear geflohen. Außerdem befinden die drei verbliebenen aus Gruppe 1 sich jetzt auch im Nahkampf. Nur einer ist ein bisschen abseits, weil er Gaston angreift.

Insgesamt gibt es 3 Angriffe auf Azrim (2 aus Gruppe 2 einer aus Gruppe 1), 2 Treffer (13 und 8 SP - Schild?)
1 Angriff auf Skip aus Gruppe 1, kein Treffer
1 Angriff auf Dolgrim aus Gruppe 2, Treffer 14 SP
1 Angriff auf Gaston aus Gruppe 1, kein Treffer
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 10.09.2018, 20:34:00
"Uhh, ab durch die Mitte!", sagte der Halbling und wich dem Angriff des Barbaren aus. "Dieses Leckermäulchen will noch einige Pasteten verputzen, bevor es das Zeitliche segnet." Damit rannte Gaston - sich unter einem weiteren Angriff hinwegduckend - außer Reichweite und suchte Schutz hinter dem Zwerg. Schnell hatte Gaston einige magischen Formeln heruntergerattert und einige der kleineren Wunden Dolgrims schlossen sich. "Das ist für Dich. Und jetzt hau uns hier raus, großer Onkel."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 11.09.2018, 10:13:00
Dolgrim spürte erneut einen starken Schmerz, als die Waffe ihm eine weitere tiefe Wunde schlug. Langsam wurde sein Körper schwächer und er überlegte schon, ob er seine Magie nutzen sollte, als er die Kraft von Gastons Magie spürte, die ihm sofort neue Energie brachte. Nun überlegte er nicht lange, er würde schon noch die ein oder andere Wunde aushalten. Also hob er die Axt und griff die Barbaren vor sich erneut an. Während der erste Angriff sehr präzise geführt war und sein Ziel traf, hatte er beim zweiten keinen guten Stand und wurde abgeblockt.[1]
 1. Angriff 1: 27 (krit), Schaden 17 (14+3), Angriff 2: 11, Schaden 14
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 12.09.2018, 11:03:49
Aber dolgrim gelang es nicht den Barbaren zu Boden zu ringen und es wäre wohl klüger gewesen, den Hünen mit dem Speer und dem Schild die volle aufmerksamkeit zu widmen, denn dessen Speer war spitz und dieses Mal erwischte er den Zwerg so heftig mit seinem Schild, dass ihm fast schwarz vor Augen wurde.[1] Gleichzeitig erschuf der Zauberwirker eine kleine Flamme in seiner Hand, die er direkt auf den Halbling schleuderte, der sich nun auch in den Kampf gestürzt hatte.[2][3]
 1. 2 Treffer, 6+8 Schaden, Strength Save DC 15 oder du wirst von seinem Schildstoß zu Boden geworfen.
 2. Treffer, 5 SP (fire)
 3. Runde 4

Situation: Azrim, Dolgrim, Gaston und Skip befinden sich im Nahkampf mit insgesamt 7 Barbaren (Angriffe gegen die 3 Beserker haben Advantage) Bei Bewegungen aus der Bedrohungsreichweite bekommt man 2 Opportunity Attacks.
Ein weiterer Barbar ist 10ft. entfernt, wird sich aber vermutlich gleich dem Nahkampf anschließen. Außerdem steht ein Zauberwirker 20ft hinter dem Nahkampf. Fiona steht 30ft. in der Gegenrichtung entfernt.

Initiative:
1. Azrim, Fiona und Skip
2. Gegnergruppe 1 und 2 (drei im Nahkampf mit Advantage)
3. Dolgrim und Gaston
4. Gegnergruppe 3 (Speer und Schild) und 4 (Zauberwirker)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 12.09.2018, 12:21:25
Inmitten des Schlachtgetümmels lehnte sich Azrim beiläufig ein wenig nach links um zwei weiteren brutalen Attacken elegant zu entgehen. Mit Skip gemeinsam hatten sie die Lage hier unter Kontrolle. Doch ein Seitenblick zu Dolgrim, der ihnen furchtlos zur Hilfe geeilt war, offenbarte, dass der Zwerg einen Gegner vollkommen anderen Kalibers ausgefasst hatte.

Kurz entschlossen zeichnete die Linke des Eladrins flink eine mächtige Schlinge in die Luft, die er entschloßen in Richtung des Barbaren warf und dann in die Luft empor rieß. Mit etwas Glück konnte er dem tapferen Zwerg etwas Zeit verschaffen...[1]
 1. Action: Caste Levitate auf den Speer u. Schildträger um ihn 20 Feet in die Luft zu heben. DC: 15 Con-Save
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 12.09.2018, 13:01:11
Fiona wirft weiter Feuerstrahlen auf ihre Gegner. Ihre Ziele sind nachwievor der Hüne mit Speer und Schild und der Zauberwirker im Hintergrund[1].
 1. Aktion Twin Fire Bolt #3 AC 26 DMG 10 fire, #4 AC 24 DMG 5 fire
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 13.09.2018, 21:00:46
Noch immer gegen die Ranken ankämpfend, die ihn festhielten, fuchtelte Skip wild mit seinem Rapier in der Luft herum und war sehr erstaunt, dass sein Gegner, der von einer geifernden, blinden Wut gepackt schien, ihm mitten in die Klinge lief.[1]
 1. Angriff trifft eine 20 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1053342.html#msg1053342), für 17 Schaden insgesamt (davon 11 sneak).
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 14.09.2018, 15:11:55
Es gelang Fiona endlich mit ihrem Feuerstrahl die Konzentration des Druiden zu brechen und so verschwanden die Ranken, die Azrim und Skip behinderten. Aber die Barabren, von denen einige - nicht zuletzt der, dem Skip gerade mit seinem Rapier eine hässliche Wunde zugefügt hatte - bereits deutlich bluteten, änderten jetzt ihre Strategie. Sie griffen nicht mehr den elfischen Magier an, dessen Zauber sowieso gescheitert war, sondern wandten sich stattdessen stärker dessen Begleitern zu.
Der Zwerg Dolgrim bekam einen weiteren Axtstreich ab und das war zu viel für ihn, der sich nur mit Mühe auf den Beinen hielt, nachdem ihn gerade zuvor ein Schild erwischt hatte.[1] Er ging also zu Boden und die Barbaren, mit denen er zuvor gekämpft hatte, richteten ihre Aufmerksamkeit nun auf den Halbling hinter ihm.[2] Und auch Skip erging es nicht viel besser, denn seine zwei Gegner wussten ihre Speere und Äxte ebenfalls sehr gut einzusetzen.[3]
 1. 7 SP für Dolgrim, damit bei 0 und du musst beginnen Death Saves zu machen.
 2. Zwei Treffer für 4 + 8 Schaden
 3. 2 Treffer mit 5 + 5 Schaden (du kannst wenn du willst mit Uncanny Dodge einen auf 2 SP reduzieren)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: soises am 15.09.2018, 09:18:22
FÜR GASTON:

Der Halblingskoch sah wie der Speer nach vorne in Richtung Dolgrims Bauch gestoßen wurde und rief erschrocken: "Nein! Tut das nicht!"[1]

Wütend sah er den Hünen an, der dem Zwerg so zusetzte und zischte bedrohlich: "Wir werden deine Knochen den Hunden zum Fraße vorwerfen!" und legte ein Stück Magie in diese Worte.[2] Rasch wandte Gaston sich Skip zu und rief von dessen Erfolg begeistert: "Gut so - zeig ihnen aus welchem Holz wir Leute aus Tiefenwasser geschnitzt sind!"[3]
 1. Cutting Words - 2 auf den Angriffswurf der Dolgrim umgeworfen hat.
 2. Action:Dissonant Whispers (http://dnd5e.wikia.com/wiki/Dissonant_Whispers) auf den Speerträger
 3. Bonus Action: 1d8 Bardic Inspiration (http://geeklyinc.com/wiki/index.php?title=Bardic_Inspiration) für Skip für Angriffe, Saves, Attributswürfe. Vergeht nach 10 Minuten wieder, also rasch einsetzen. *s*
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 15.09.2018, 10:53:59
Der Barbarenanführer wich zurück als Gaston ihn mit seinem Zauber tracktierte, aber er verstand offensichtlich recht schnell was vor sich geht und wandte sich auf dem Fuße um. Mit schnellen Schritten stürmte er wieder auf den Halbling zu und schrie: "Du wagst es Sringar vom Stamm des Tigers mit deiner Magie zu traktieren?"
Der Hüne, der den kleinen Koch um das doppelte überragte stieß mit seinem Speer zu und er fand sein Ziel. Mit diesem Gegner hatte Gaston sich wohl auch übernommen, denn schon der eine Speerstoß reichte aus, ihn zu Boden zu schicken.[1]
Gleichzeitig wirkte der Mann mit dem Stab, der sich bisher zurückgehalten hatte, einen Zauber, der seiner Haut eine feste Struktur und eine leichte Braunfärbung gab. Auch er näherte sich jetzt dem Nahkampf, in dem die Barbaren inzwischen deutlich in der Überzahl waren.[2]
 1. 2 speerangriffe, beide Treffen für 9 + 11 Schaden. Damit ist Gaston ebenfalls bei 0.
 2. Runde 5

Initaitive:
1. Azrim, Skip und Fiona
2. Gegnergruppe 1 (Speerträger A, B und C) und Gegnergruppe 2 (Berserker A, B, C und D)
3. Dolgrim und Gaston
4. Druide und Anführer

Situation:
Berseker B ist durch Gastons Furchtzauber geflohen. Sämtliche übrigen Gegner befinden sich aktuell im Nahkampf mit Skip und Azrim, außerdem liegen Dolgrim und Gaston hier am Boden.
Fiona ist 60ft. entfernt vom Kampfgetümmel.

Zustände:
Berserker A wurde mehrfach von Skip angegriffen und ist deutlich verletzt. Beserker D ist ebenfalls merklich angeschlagen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 16.09.2018, 10:29:05
Nun, da sich der Druide dieses Kriegstrupps auch in den direkten Kampf gewagt hatte, ergriff der Eladrin sofort seine Chance und schickte ihm eine donnernde Welle aus magischer Energie mit der Linken entgegen.[1]

Das schlanke Elfenschwert abwehrend erhoben war Azrim bereit die nächste Welle aus Schlägen und Hieben zu parieren.
 1. Caste Thunderwave auf Stufe 2 u. treffe soviele Gegner die mit uns im Nahkampf sind wie möglich. DC: 15, 6 DMG (kein Tippfehler leider) und gegebenenfalls ein Push von 10 Fuß
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 16.09.2018, 11:08:43
Nachdem gerade zwei ihrer Gefährten zu Boden gegangen waren, sah sich Fiona gezwungen, die Gegner so sehr zu behindern, wie es ihrer Zauberkraft möglich war. Sie reichte tief in die Quelle ihrer Macht und finstere Schatten bildeten sich inmitten des Scharmützels, die sich schnell ausbreiteten und allen Kämpfern die Sicht nahmen[1].

"Wenn ihr könnt, seht zu, dass ihr die beiden wieder auf die Beine bekommt..."

Sie selbst hielt weiter ihre Distanz von den Kämpfern, damit sie nicht so einfach an sie herangelangen konnten[2].
 1. Darkness (mit 2 Sorcery Points bezahlt) mitten in das Kampfgetümmel, so dass alle davon eingehüllt sind
 2. Bewegung von 60' auf 70' Entfernung
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 16.09.2018, 13:28:28
Mit seinem dritten Streich erledigte Skip den Gegner vor sich[1] und duckte sich dann unter einem Hieb von dessen Nebenmann[2] hinweg in die Nähe des gestürzten Zwergen. Gut, der Kerl atmete noch! Was fiel ihm ein, hier einfach ein Nickerchen zu machen, während die restlichen Bandenmitglieder gegen eine Überzahl von sieben zu vier—halt, nein, Gast war auch zu Boden gegangen—von sieben zu drei (darunter mindestens ein Riesenfeigling, der jeden Moment Fersengeld gäbe) um ihr Leben kämpften. Das ging ja mal gar nicht!

Schon war das Fläschchen mit dem Nottropfen vom Gürtel gerupft[3] und der Rapier lag im blutigen Schnee, doch dann, als Skip gerade auf ein Knie hinuntergegangen war, um dem Zwergen den Trunk in den Rachen zu kippen, wurde es auf einmal zappenduster.

Ich hasse Magie...
 1. Angriff (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1053485.html#msg1053485) noch mal auf Berserker A (falls der nach der thunderwave noch steht), sonst auf D => trifft eine 21, für 18 Schaden (davon 14 sneak).
 2. reaction (Runde 4): uncanny dodge und gleichzeitig Beschreibung fürs disengage
 3. Bonus action: disengage; Aktion: move in Dolgrims Feld
free activity: Heiltrank zücken
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 16.09.2018, 13:53:16
Von einem Moment auf den anderen wurde der gesamte Nahkampf in Dunkelheit getaucht. Die Barbaren waren davon ebenso überrascht, wie die zwei noch auf den Beinen stehenden Agenten und es sorgte zumindest ein wenig dafür, dass ddas Kräfteverhältnis ausgeglichener wurde. Denn in der Dunkelheit suchten die Rethgard nach ihren Zielen und nur zwei von ihnen fanden diese. Skip spürte den Speer eines der Männer, die zuvor Gaston zu Boden geschickt hatte, aber damit war er sich wenigstens sicher, wo genau dieser sich befand.[1] Und Azrim war sich ziemlich sicher, dass von den vielen Gegnern, denen er sich zuvor noch gegenüber gefunden hatte, nur einer den Weg zu ihm zurück gefunden hatte. Er spürte es mehr, als dass er es sah, doch der Speer und der Schildhieb, die er mit seinem eigenen Schildzauber abblockte verrieten ihm, dass er es jetzt mit dem Anführer allein zu tun hatte.[2]
Gleichzeitig stolperten - doch dies konnte nur Fiona sehen - zwei der Barbaren aus der Dunkelheit. Einer war der Zauberwirker, das andere einer der einfachen Speerkämpfer.[3]
 1. 5 SP durch den Treffer
 2. Der Anführer würde zwei Treffer landen, für je 7 SP. Ich gehe davon aus, dass du nochmal Shield benutzt, um die zu verhindern.
 3. Runde 6

Initiative:
1. Skip, Azrim und Fiona
2. Speerträger (1A–C), sowie Beserker (2C + 2D)
3. Gaston und Dolgrim (beide bewusstlos)
4. Anführer (3) und Druide (4)

Situation:
Das Nahkampfgetümmel befindet sich in Dunkelheit, deshalb ist unklar, wer genau wo steht. Speerträger A attackiert Skip, diesen kann er ohne Probleme angreifen. Der Anführer kämpft mit Azrim, da gilt dasselbe. Alle Angriffswürfe haben disadvantage.
Speerträger A und der Druide haben es aus der Dunkelheit heraus geschafft. Das sieht aber nur Fiona. Speerträger B und Berserker C und D befinden sich irgendwo in der Dunkelheit. Ich würfel für die zufällig, ob sie irgendwen finden, den sie angreifen oder ob sie aus der Dunkelheit herausstolpern.
Opportuinity Attacks gibt es derzeit nicht. Azrim und Skip könnten statt anzugreifen auch die Dunkelheit verlassen. Das geht ohne Wurf. Wenn ihr allerdings Dolgrim oder Gaston mit rausziehen wollt, dann müsstet ihr einen 50%-Wurf schaffen, um diese am Boden zu finden ohne dass genau zu sehen und aus der Dunkelheit zu holen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 16.09.2018, 16:24:44
Von der Dunkelheit vollkommen unbeirrt[1] schleuderte Fiona erneut Feuerstrahlen auf die beiden Barbaren, die sie schon die ganze Zeit damit ins Visier nam, den Hünen und den Druiden[2].
 1. Eyes of the Dark
 2. Aktion Twin Fire Bolt #3 AC 16 DMG 7 fire, #4 AC 20 DMG 3 fire
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 17.09.2018, 13:31:15
Während Skip im Dunklen nach Dolgrims Nase tastete (um sie ihm zuzuhalten, damit der Zwerg zwangsweise den Mund aufmachte und schluckte) fand ihn noch einmal der Speer des Gegners. Skip war ja kein wehleidiger Mensch, aber so allmählich begann er doch, sich um seine Gesundheit Sorgen zu machen. Dafür wollte er sich gern beim Verursacher bedanken! Kaum hatte der Zwerg also prustend geschluckt, schnappte Skip sich seinen Rapier und stach, um den dreisten Kerl herumtänzelnd, auf den Speermenschen ein, oder vielmehr in dessen Richtung.[1]

Leider fand sein Stich weder Fleisch noch sonst einen Widerstand.

Er wusste noch immer nicht, ob Freund oder Feind die Dunkelheit herbeigezaubert hatte, noch wie weiträumig sie die Kämpfenden umgab. Letzteres allerdings fand er allzu schnell heraus: wie er so um seinen Gegner herumtänzelte, in der Hoffnung, dadurch einer weiteren Bekannschaft mit dem spitzen Ende eines Speers zu entgehen, stand er plötzlich im Hellen. Direkt vor ihm ragte ein muskelbepackter Hüne auf, ebenfalls mit Speer in der Hand. Vor Schreck bekam Skip einen Schluckauf. Sofort sprang er zurück in die Dunkelheit, und dann noch etwas weiter zurück, sollte es dem Kerl einfallen, ihm blindlings hinterherzustechen.[2]
 1. Bonus action: Dolgrim Trank einflößen (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1053610.html#msg1053610) => heilt 20 hp
free activity: Rapier wieder zur Hand nehmen
move (1): aus Dolgrims Feld wieder heraustreten auf das Ausgangsfeld
Angriff auf Feind vor mir (disadvantage): trifft RK 12, für 9 Schaden
 2. move (4): zunächst Richtung Gaston, dann aber, sobald Skip unverhofft ins Helle tritt, sofort zurück ins Dunkle und noch ein Feld weiter, sodass er im linken Feld der untersten Reihe der Dunkelheitszone endet.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 18.09.2018, 19:55:04
In der undurchsichtigen Dunkelheit konnte Azrim den Halbling nicht finden und stolperte schließlich endlich zurück ans Tageslicht.[1]

 1. 3x Süden, so dass er am Rande der Dunkelheit steht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 19.09.2018, 19:00:34
Während Fiona zusehen konnte wie die Barbaren in der Dunkelheit umherstolperten, konnte sie auch sehen, dass zwei Speerträger, die sich so oder so am Rand befunden hatten, ihren Weg ins Licht fanden. Einer von ihnen identifizierte sie endlich als Gefahr und stürmte in ihre Richtung, während der andere zu Azrim lief und diesen versuchte mit seinem Speer zu erwischen, was der Klingensänger aber ohne Probleme zu verhindern wusste.[1]
 1. Keine Treffer bei niemandem.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 20.09.2018, 14:19:56
Dolgrim erwachte plötzlich und spürte einen stechenden Schmerz in seinem Körper und er war blind. Sofort war er alarmiert, suchte nach seiner Waffe, seinem Schild - er lag am Boden!

Er zwang sich zur Ruhe, versuchte zu hören, ob er angegriffen wurde, aber um ihn herum war es still, zu still. Offenbar war der Kampf vorbei. Nein, doch nicht, ein Stück weit entfernt hörte er Kampflärm. Und da war noch etwas. Er war nicht sicher, was es war, es klang wie ein schepperndes Atmen. Er hatte so etwas schon mal gehört, auf dem Schlachtfeld, wenn der Brustkorb eine tiefe Wunde davon getragen hatte, dann hörte man manchmal das Atmen aus dem Bauch. Das Geräusch war so nah und nachdem er sich etwas beruhigt hatte und die Schmerzen nachließen, begann er sich in diese Richtung zu strecken und da lag jemand. Er kroch etwas näher und ertastete, dass es kein Mensch war, es war...Gaston. Er lag ebenfalls auf dem Boden und das Geräusch, dass nach Tod klang, kam von ihm. Da er gerade wohl nicht die Zielscheibe eines Angriffs war konzentrierte er sich auf seine Magie. Dann rief er seine Kräfte zur Hilfe, streckte die Hand aus und ließ die heilende Kraft der Magie durch Gastons Körper fließen.[1]
 1. 6 tp
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: soises am 23.09.2018, 20:09:31
GASTON

keuchte hörbar Dolgrims Behandlung auf und sah sich in der Finsternis für einen Moment desorientiert um. Seine Wunden versorgte er beinahe reflexartig mit einem stärkenden Zauber.[1]

Dann sah er zu, dass er möglichst ungeschoren aus der Dunkelheit kam.[2]
 1. Heilt 13 HP durch Cure Wounds auf Level 2 gecastet
 2. Wenn es immer noch keine AoO gibt, steht er auf und geht 2 Felder nach Süden. Sollte das nicht möglich sein, bleibt er vorerst wo er ist.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 24.09.2018, 20:58:31
Der Druide, der bereits merklich wankte, schrie mit einem starken Akzent, aber doch für die Agenten genauso verständlich wie für die Barbaren: "KOMMT RAUS AUS DER DUNKELHEIT! SIE IST NICHT GROß! DER FEIND WARTET HIER!" Anschließend schleuderte er noch eine magische Flamme in Richtung des Elfen, der direkt neben der Zone aus Finsternis stand, aber Azrim hatte keine Schwierigkeiten dieser Attacke zu entgehen.
Dafür tauchten ur Augenblicke später der große Barbar mit dem Schild aus der Dunkelheit auf - offenbar geleitet von der Stimme des Druide - und wandte sich, sehr viel vorsichtiger geworden, ebenfalls Azrim zu.[1][2]
 1. Er benutzt Dodge, d.h. alle Angriffe gegen ihn haben Disadvantage
 2. Runde 7
Initiative:
1. Skip, Azrim und Fiona
2. Speerträger (1A–C), sowie Beserker (2C + 2D)
3. Gaston und Dolgrim
4. Anführer (3) und Druide (4)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 24.09.2018, 22:30:48
Fiona blieb standhaft und rief weitere Feuerstrahlen herbei, um sie auf ihre Feinde zu schleudern. Dazu griff sie erneut in die Quelle ihrer Macht, um sich die nötige Kraft zu sichern[1].

Diesmal blieb der hünenhafte Anführer der Barbaren aber von ihrem Feuer verschont, was vor allem daran lag, dass er sich zu gut mit seinem Schild schützte und daher kein leichtes Ziel für die Halbelfin war. Stattdessen schickte sie einen der Feuerstrahlen gegen den Barbaren in ihrer Nähe, während der andere wieder den Druiden zum Ziel hatte[2].

Da sie keinen großen Wert auf die Bekanntschaft des Barbarenkriegers legte, entfernte sich Fiona noch ein Stück von ihm[3].
 1. Bonus: Flexible Casting (3rd Level Slot -> 3 Sorcery Points)
 2. Action: Twin Fire Bolt #4 AC 23 DMG 18 fire, #1C AC 9 DMG 14 fire
 3. Move: 1x SW, 5xW
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 24.09.2018, 23:29:37
Mit einer scheinbar nicht schwinden wollenden Zahl an Barbaren konfrontiert, sah Azrim wie der gefährliche Anführer dieses Trupps Aufstellung nahm um ihn zu attackieren.

Ein gefährlich schmales Lächeln auf den Lippen, wich der Schwertmagier gekonnt zwei weiteren Speerstichen aus und formte dann einen mächtigen Zauber, den er aus beiden Händen entließ.

Verhängnisvoll donnerte eine gewaltige Feuerkugel in die Reihen von Azrims Gegner und umschlag sie mit gierigen Flammen![1]
 1. 33 DMG, Dex Save Dc 15 halbiert den Schaden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 25.09.2018, 21:23:00
In umgekehrter Richtung flüchtend, hatte Skip auch kein Glück, denn er kam keine vier Schritt weit, da schlugen ihm Funken und ein Schwall heißer Luft entgegen. (Wie, kein Glück, glaubt der Kerl? schnaubte Tymora schmollend. Ein Schritt weiter vorn und er wäre jetzt ein Häuflein Asche. Kein Glück? Undankbar wie immer! Doch von diesen Gedankengängen ahnte Skip nichts.

Zwischen Flammenmeer und Hünen vor die Wahl gestellt, entschied er sich für den Hünen und eine zweite Kehrtwende. Doch so kopflos unser Dieb auch hin und her lief, und so arg ihm dabei das Herz im Halse schlug, so geistesgegenwärtig beschloss er, sich wenigstens einen der drei Nachteile, die ihm zu schaffen machten (nämlich die ganz und gar unheilige Dunkelheit) zum Vorteil zu kehren: er schlich sich an den Hünen heran. Da dieser leider ganz woanders stand als erwartet (und auch völlig anders aussah, was jetzt weniger störte), durchmaß Skip die letzten zwei Schritt im Hellen und rammte dem Kerl, der gerade erst begann, sich ihm zuzuwenden, den Rapier bis ans Heft in die Weichteile.

Gerade noch innerlich jubelnd, kämpfte Skip im nächsten Augenblick um sein Gleichgewicht, als sein Gegner ihm nämlich ebenso leblos wie zentnerschwer entgegensackte und dabei die Waffenhand verdrehte, die den Rapier nicht loslassen wollte, der noch immer in dem Toten steckte. Schließlich gelang es Skip aber, ihn zur Seite wegzustoßen und seinen Rapier (mit beiden Händen) festzuhalten, bis der Tote ihm von der Klinge gerutscht war.[1]

Danach spähte er wild (nein, es wäre völlig übertrieben, dies panisch zu nennen) nach allen Seiten in Erwartung weiterer Gegner oder Gefahren.
 1. bonus action: Stealth mode
move (3): R + Springer Richtung 2D
Angriff auf 2D: trifft eine 20 (http://[url=https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1053971.html#msg1053971), für 18 Schaden (davon 11 sneak)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 25.09.2018, 22:44:17
Azrims Feuerball riss einen weiteren Barbaren in den Tod während Fionas Feuerstrahlen dieses Mal gleich zwei verkohlte Leichen hinterließen. Aber der Anführer hatte sich ausreichend hinter seinem Schild geduckt, dass er obwohl merklich angesengt, noch immer auf den Beinen war. Zwei weitere Barbaren stolperten nun aus der Dunkelheit, wohl auch angelockt von dem Ruf des inzwischen gefallenen Druiden. Die Luft auf dem Kampfplatz roch inszwischen unangenehm verbrannt, nachdem so viel magisches Feuer entfesselt worden war, aber die drei Barbaren, die dank der Dunkelheit neben ihnen nicht sehen konnten, dass sie als letzte übrig waren, hatten offenbar noch immer Kampfeswillen - und ungefährlich waren sie nach wie vor nicht. Denn derjenige, der Azrim am nächsten aus der Dunkelheit getreten war, stach direkt mit seinem Speer nach dem Klingensänger.[1]
 1. Treffer für 8 SP, außer du setzt Schild ein
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 27.09.2018, 08:06:33
Dolgrim stand immer noch im Dunkeln, aber seine Ohren wiesen ihm den Weg zum Kampf. Also rappelte er sich auf und war nach wenigen Schritten wieder im Licht, die Gegner direkt vor sich. Er zögerte nicht lange und griff in den Kampf ein.[1]
 1. Angriff 1 AC 9, Dmg 11; 2: AC 22, Dmg 12
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 29.09.2018, 13:03:14
Gaston blickte sich auf dem Schlachtfeld um und sah sich und die Gruppe im Vorteil. Das Blatt hatte sich unversehens gewendet. Doch die verbliebenen Barbaren hatten dies entweder nicht begriffen - oder sie waren durch Stolz oder Dummheit gezwungen, weiterhin zu kämpfen. So eine sinnlose Vergeudung von Leben, dachte Gaston, während er einige Worte an die Barbaren richtete, in die sich Magie mischte: "Wo ist Eure Stärke? Wo ist Eure Größe nun, Barbaren? Euer Druide liegt schon verblutend im Schnee! Gebt auf, denn Ihr habt ohnehin keine Chance mehr, Schwächlinge!"[1]
 1. Vicious Mockery auf den Barbaren, mit den wenigsten Wunden: 6 Schaden und Disadvantage auf den nächsten Angriffswurf (Weis-Rettungswurf 14 negiert).
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 30.09.2018, 15:07:10
Der Anführer schüttelte Gastons Worte ohne weiteres ab und stürzte sich mit einem laut geschrienen "TEMPUS!" auf Azrim, obwohl er schon aus mehreren Wunden blutete und die Felle die er trug, genau wie seine Haut, von Azrims Feuerball angesengt waren, dessen Hauptkraft er aber mit seinem ebenso verkohlten Schild abgeblockt hatte. Es war klar, dass dieser Kampf nur auf eine Weise enden würde. Der Krieger gab sogar dem Zwerg, der neben ihm aus der Dunkelheit aufgetaucht war, die Gelegenheit nach ihm zu schlagen.[1]
Trotzdem führte er seinen Speer und seinen Schild mit großem Geschick und schierer Gewalt gegen den Elfenmagier.[2][3]
 1. OA für Dolgrim
 2. 2 potenzielle Treffer, einer für 7 und einer für 9 Schaden, außerdem DC 15 Strength-Save oder Azrim wird zu Boden geworfen. Schild?
 3. Runde 7
Initiative:
1. Skip, Azrim und Fiona
2. Speerträger (1B), sowie Beserker (2C)
3. Gaston und Dolgrim
4. Anführer (3)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 30.09.2018, 21:28:36
"Hey Du! Ja genau, Du! Es ist aus! Verstehst Du's nicht? Wir haben Euch jetzt schon geschlagen! Und Du schreist hier immer noch rum wie ein kleiner Junge: 'Tempus! Tempus, soll's Dir geben, denn ich bin leider dumm und unfähig, es selbst zu tun! Aber Tempus hilft keinen Schwächlingen wie Dir.  Himmel, Du könntest niemanden hier besiegen, nicht mal einen kleinen Halbling wie mich. Gib doch endlich auf, Schmusekätzchen!" Und mehr zu sich selbst sagend fügt Gaston hinzu: "Irgendwo muss ein Dorf seine ganzen Idioten auf einmal losgeworden sein!"[1]
 1. Cutting Words gegen den Anführer mit -5 auf den Angriffswurf.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 30.09.2018, 22:59:31
Fiona, da der Kampf - wie Gaston auch schon richtig bemerkte - bereits gewonnen schien, auch wenn die Barbaren sich noch mit letzten Kräften wehrten, bewegte sich nun wieder etwas näher heran[1], ohne jedoch damit aufzuhören, die Gegner mit Feuerstrahlen zu beschießen. Jetzt war auch der Anführer wieder eines ihrer Ziele, sowie der ihr näherstehende Barbarenkrieger[2].
 1. Move: 6x N
 2. Action: Twin Fire Bolt #3 AC 19 DMG 6 fire, #1B AC 19 DMG 16 fire
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 01.10.2018, 19:17:00
Durch Gastons schnelles Eingreifen dem Schildstoß um Haaresbreite entgehend, ließ Azrim ein drittes Mal das laute Donnern seiner arkanen Kräfte über die tiefverschneiten Ebenen des Eiswindtals erschallen.[1]

Dieser Stoß hatte ím Vergleich mit zuvor deutlich an Kraft verloren und signalisierte das Ende der magischen Kräfte des Eladrins für diesen Kampf.
 1. Thunderstrike DC: 15 mit 5 Schaden, eventuel gepushed oder halbiert.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 02.10.2018, 21:39:14
Noch immer fliegen wilde Zauber kreuz und quer, teils durch die dunkle Wand verdeckt, jedenfalls mit großem Getöse verbunden: hier schlagen Flammen, dort Blitz und Donner, und Gaston knurrt und kläfft wie ein Kampfhund. Als Skip sich schließlich doch ein paar Schritt vortraut, vorsichtig um die Dunkelheit herum, damit niemand ihn übersieht und aus Versehen knusperig röstet—ach, was ist das unübersichtlich, wenn so viele durcheinander kämpfen!—findet er im wahrsten Sinne ein Schlachtfeld vor: gerade mal zwei Feinde stehen noch, der Rest liegt hingemetzelt oder sterbend auf dem Boden. Da würde man sich beeilen müssen, um noch einen lebend zu erwischen und ein paar Informationen aus ihm herauszukitzeln.[1]

"Herrje, ihr habt noch nicht genug?" brüllt er daher den letzten beiden Kämpfern zu. "Ihr wollt wirklich weitermachen, bis auch noch der letzte von euch krepiert ist? Verflucht, ich versteh' das ja, dass ihr nicht jeden X-Beliebigen in eurem Gebiet herumwandern lassen wollt. Wo ich herkomm', nehmen wir das ähnlich genau mit unseren Territorien, aber man kann doch trotzdem erst mal hören, was der Fremde bei einem will! So viel Neugier muss man doch wenigstens haben. Vielleicht hat derjenige ja ein Geschäft anzubieten oder man erfährt Neuigkeiten von ihm, womöglich weiß er von Gefahren, da redet man doch erst einmal mit ihm. Und wenn einem die Antwort nicht gefällt, murkst man ihn halt hinterher ab. Aber gleich ein Gemetzel anfangen, das nützt doch keinem was! Jetzt nehmt doch Vernunft an und lasst ab! Vielleicht ist ja einer eurer Kameraden noch zu retten."[2]
 1. move: ins Feld unter Gaston
 2. Aktion: Versuch, die Gegner zur Aufgabe zu bewegen – Persuasion = 25 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1054412.html#msg1054412)
Wegen disadvantage: Persuasion nur eine 12.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 03.10.2018, 09:14:46
Aber die Barbaren waren für vernünftige Argumente nicht zugänglich, alles was als Antwort über ihre Lippen kam, waren weitere Kampfschreie, mit denen sie sich auf ihre deutlich überlegenen Feinde warfen. Der ebenfalls blutende verbliebene Barbarenkrieger mit der zweihändigen Axt, hieb noch einmal mit aller Gewalt und ohne Rücksicht auf Verluste auf den Klingensänger vor ihm ein, der inzwischen seine Schutzmagie verbraucht hatte und so nichts gegen den Treffer auszurichten vermochten.[1] Aber es war weniger schlimm als es aussah und Azrim konnte das noch aushalten.
 1. Ich nehme an, dass du keinen Grad 2 Slot für Schild ausgibst, 1 Treffer für 6 Schaden. Dank Reckless Attack bekommen alle Angriffswürfe auf den Berserker Advantage.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 03.10.2018, 09:33:25
Langsam hatte Dolgrim das Gefühl, dass der Kampf zu ihren Gunsten gekippt war, aber noch standen zwei der Barbaren und wie bei einem verletzten Tier auch sollte man sie nicht unterschätzen. Um dem Berserker nicht in die klinge zu laufen verzichtete er darauf, zum Anführer zu gehen, sondern griff den nächsten Gegner an.[1]
 1. Angriff 1: 21, Schaden 9, Angriff 2: 13, Schaden 10
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 05.10.2018, 11:01:05
"Genug jetzt!", sagte Gaston entschieden. "Dieser Unsinn hört jetzt auf. Wenn Ihr nicht freiwillig aufgeben wollt, dann zwinge ich Euch eben!" Daraufhin zauberte Gaston einmal mehr Furcht auf die Umstehenden. Zwar betraff er damit auch Azrim, doch er war sich sicher, dass dieser sich des Zaubers schon würde erwehren können.[1] Und wenn nicht, dann würde er ihn später damit wenigstens aufziehen können.
 1. Bewegung um ein Feld nach West. Zaubere Fear. Betrifft die drei Barbaren und leider auch Azrim. SG ist 14.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 05.10.2018, 11:53:39
Und Gaston hatte in der Tat Erfolg mit seinem Zauber. Was weder die Angriffszauber des Klingensänger noch die gewandt gesprochenen Worte des Halunken hatten erreichen können, bewirkte nun der kleine Koch mit seiner mit magischer Macht aufgeladenen Stimme. Die wütenden Gesichter der beiden blutbeschmierten Barbaren wandelten sich erst jetzt zu Masken der Angst und sie machten sich nicht einmal mehr die Müher ihre Waffen mit den müden Gliedern festzuhalten. Sie fielen platschend auf den blutdurchtränken Boden und die groß aufragenden Männer nahmen die Beine in die Hand.
Für eine Sekunde schnauften die Agenten durch. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass diese Barbaren sich als so hartnäckige Gegner erweisen würden, aber zumindest war jetzt klar, wie es den Rethgard gelang in einer so lebensfeindlichen Umwelt wie dem Eiswindtal zu überleben, durch pure Stärke und einen schier unbezwinglichen Willen - zumindest wenn man nicht gerade der Magie eines Halblings begegnete.
Ein schneller Blick ergab, dass Azrims Feuerbälle, Fionas Flammenstrahlen und die Hiebe der übrigen Agenten zu effektiv gewesen waren, als dass sie hier noch jemanden finden würden, den sie befragen konnten. Sämtliche Barbaren lagen tot auf der Tundra - ausgenommen natürlich die drei Geflohenen. Sie könnten versuchen sie zu verfolgen, aber wenn mussten sie das schnell tun, denn die Barbaren kannten das Terrain sicherlich besser als sie und sie sahen kein schweres Gepäck bei den Verbliebenen. Diese Truppe war also nicht allein durch das Tal gewandert, sondern es musste noch mehr irgendwo geben.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 05.10.2018, 12:06:55
"Na, ganz toll. Jetzt rennen sie weg und holen Verstärkung," meinte Fiona, nachdem sie wieder zum Rest der Gruppe aufgeschlossen war. "Hoffentlich haben sie erstmal genug und kommen nicht direkt zurück. Dann bekommen wir nämlich ein echtes Problem, ich glaube kaum, dass ihr heute nocheinmal soviel Magie heraufbeschwören könnt."

"Schauen wir schnell nach, ob sie etwas von Wert bei sich tragen, dann sollten wir schleunigst von hier verschwinden."

Fiona selbst machte sich daran, den Druiden zu durchsuchen, vielleicht hatte er irgendetwas Nützliches dabei.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 06.10.2018, 17:14:08
Fiona fand bei dem Druiden nur einen Beutel mit ihr unbekannten Kräutern und einen aus Knochen geschnitzten Tigerkopf, den er um den Hals trug. Es war eine schöne Arbeit und würde auf dem Markt in Bryn Shander oder weiter im Süden wohl ein paar Goldmüzen bringen. Weitere Wertsachen trugen die Barbaren aber nicht bei sich und für Münzen hatte sie scheinbar keine Verwendung hier draußen, denn nicht einen einzigen Geldbeutel fanden die Agenten bei den besiegten Gegnern. Manch einer hatte ähnliche Ketten aus Zähnen oder Knochen aber diese hatte vielleicht einen Wert für die Rethgard aber außerhalb ihrer Kultur war es wohl nicht mehr als die Überreste eines toten Tieres.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 06.10.2018, 19:23:43
Des Halblings nachlässig plazierten Zauber unwirsch beiseite wischend[1], stach Azrim dem fliehenden Barbarenanführer hinterher.[2]

Dann versuchte er ihm zu Fuß zu folgen und noch eine weitere Attacke anzubringen. Sollte ihm das nicht gelingen, so setzte er ihm mittels einer Feenkraft nach, die noch weitere Meter gut machen sollte und versuchte erneut einen Treffer anzubringen.[3]

Falls das nicht möglich sein sollte, packte der Elfenmagier seinen Bogen aus und schoß dem verhexten Speerkämpfer mit diesem hinterher.[4]

Azrim würde dem fliehenden Speerträger notfalls noch länger hinterherschießen und seine Position so verändern[5] um ihn mittels des Bogens zu Fall zu bringen.[6]
 1. DC 19 geschafft
 2. Reaction: AC: 18, DMG: 11
 3. Booming Blade: AC: 22, DMG 9 + DMG 9 wenn der Barbar weiterläuft. = 18 DMG gesamt.
 4. oder Bogen: AC: 22, DMG 9
 5. Move Actions
 6. max. 3 Runden, dann würde er aufgeben, außer es folgt ihm jemand der Party und unterstützt ihn dabei.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 06.10.2018, 22:15:17
Gaston wischte sich den Schweiß mit einem speckigen, überdimensionierten Taschentuch von der Stirn. "Ich weiß nicht, was Du hast, Fiona. Der Kampf ist vorbei und wir leben noch. Und es ist mir allenthalb lieber, dass die Barbaren die Tundra hinunterrennen als dass sie hier im Schnee verbluten. Ich töte nicht gerne Menschen, auch nicht, wenn es solch unziviliserte sind wie diese. Sag bloß, Du siehst das anders?"

Azrim hinterherblickend ergänzt er: "Sieht aber so aus, als würde Azrim Deiner Meinung sein. Ich versteh's nicht, woher dieser Blutdurst kommt."

Gaston tauscht das Taschentuch gegen einen rotbackigen Apfel aus und beißt krachend in die Frucht. "Appropo Durst! Ich könnte mal wieder etwas gutes in den Magen und was alkoholisches in den Schlund vertragen!"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 07.10.2018, 01:22:36
Fiona lachte kurz auf.

"Nein, also so blutrünstig bin ich sicher nicht. Ich stimme Dir durchaus zu, dass es besser ist, einem Kampf aus dem Weg zu gehen oder ihn mit Worten statt mit Klingen auszufechten. Aber hier geht es um etwas anderes. Das ist reiner Selbsterhaltungstrieb. Die Barbaren wollten nicht aufgeben und sie wollten auch nicht fliehen. Nur Deine Magie hat sie dazu gezwungen. Ich bin mir geradezu sicher, dass sie, wenn sie die Möglichkeit dazu haben, sich mehr Krieger holen, um dann sofort wieder unsere Fährte aufzunehmen. Und sie kennen sich hier wesentlich besser aus als wir. Das ist einfach eine unnötige Gefahr. Dagegen würde ich den Tod der Barbaren tatsächlich vorziehen," erklärt die Zauberin.

Die Souvenirs des Druiden steckte sie erstmal ein.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 07.10.2018, 11:57:48
Einige hundert Schritte entfernt, wischte sich auch Azrim den glitzernden Schweißfilm von der Stirn nachdem er den vertrauten Langbogen sinken hatte lassen. Der Speerträger lag ausgestreckt im Schnee der Tundra, seine Waffe neben ihm halb versunken im Weiß.

Es war ein wirklich harter Kampf gewesen und der Barbarenführer hätte sie um ein Haar endgültig besiegt gehabt. Wie eigenartig, dass kein Feuerball oder Donnerschlag sein Schicksal besiegelte sondern ein schlichter Pfeil.

Seine Waffen abputzend und fachmännisch verstauend, ging der Elfenmagier zu dem Gefallenen und untersuchte ihn auf Dinge die ihnen hilfreich sein konnten. Proviant und Decken ebenso, wie Briefe, Pläne oder auch nur etwas das sich gut zu Geld machen ließ. Auch ob sich etwas magisches finden ließe, überprüfte der Tel Quessir.

Durch den Schnee zu den anderen zurück kehrend, bekam er noch einen Teil von Fionas Erklärung mit und nickte bekräftigend. "Absolut. Und einer ist leider entkommen. So gerne ich auch eine Rast machen würde, so bin ich doch dafür, dass wir weiter ziehen und uns erst etwas später ein bisschen Ruhe gönnen." Seine eigenen Wunden waren auch nicht schlimmer als die der Gefährten, doch Azrim spürte die Erschöpfung die mit dem Fehlen seiner Zauberkraft einherging.

Sich Gaston zuwendend, verfinsterte sich die Miene des sonst so freundlich-interessierten Eladrins und er warnte den Koch aus dem Süden in Form einer Bitte und eines Denkanstosses: "Pass bitte besser auf wie du deine Zauber einsetzt. Ich möchte keinesfalls ihr Ziel werden." Kurz innehaltend, hielt er den Blick des Halblings ehe er weiter sprach: "Auch ich achte sehr darauf wenn ich mit meiner Magie verbrenne."

Eigentlich mochte Azrim den schrulligen Kerl sehr gerne, doch wer mit arkanen Kräften arbeitete, der musste Vorsicht walten lassen, sonst wurde er zur Gefahr für seine Gefährten und Kameraden. Und so etwas würde der Hochelf nicht zulassen.

Abwartend wie sein Gefährte diese Ermahnung aufnahm, verflüchtigte sich der Zorn des Schwertmagiers aber bereits wieder jetzt da er sein Bedenken Ausdruck verliehen hatte. Dies war auch in seiner Körperhaltung gut zu erkennen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 07.10.2018, 13:03:45
Der Halbling machte ein betroffenes Gesicht. "Nunja, also. Ich hatte Panik, okay? Die Barbaren waren drauf und drann, aus Dir Hackfleisch zu machen. Das konnte ich nicht zulassen. Und da habe ich, ohne einen weiteren Gedanken fassen zu können, schnell einen Furchtzauber gesprochen. Schau mal, Du hast jetzt schon einige üble Wunden. Uhhh, übrigens: das an Deiner Schulter... - das würde ich dringend behandeln lassen. Sonst könnte Dir der Arm abfaulen. Nun also, so wie ich das sehe, ist alles gut. Du hast dem Zauber widerstanden, wir sind alle noch am Leben und die Barbaren für's Erste besiegt. Vielleicht sollten wir uns mit einer Kleinigkeit stärken? Kämpfen macht hungrig."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 07.10.2018, 14:01:00
"Achso, ich denke das hier hat seinen Zweck erfüllt," meinte Fiona noch und einen Moment später war die Kugel aus Dunkelheit verschwunden und ließ eine Fläche voller blutigem Schnee zurück, vor allem dort wo Dolgrim und Gaston zu Boden gegangen waren.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 08.10.2018, 20:31:22
"Waren harte Brocken, die Barbaren. Wir sollten diesem Stamm aus dem Weg gehen."

Er schaute sich die Toten an und versuchte anhand der Nahrung und Ausrüstung herauszufinden, wie lange sie wohl schon unterwegs waren oder geplant hatten, unterwegs zu sein. Vielleicht konnte er ja schätzen, wie weit entfernt ihr Lager sein konnte.[1]
 1. Welcher Wurf würde da passen?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 13.10.2018, 09:58:17
Endgültig davon überzeugt, dass das Eiswindtal ein mehr als gefährlicher Ort war und zwar in erster Linie wegen seiner Bewohner, ließen die Agenten das kleine Schlachtfeld eilends hinter sich. Sie wollten lieber vermeiden noch einmal mit diesen Barbaren, die zweifellos zum Tigerstamm gehörten zusammen zu stoßen. Erst als sie ein paar Kilometer zwischen sich und den Kampfplatz gebracht hatten, wagte sie für einen Augenblick zu verschnaufen und die Spuren, die die Waffen der Barbaren hinterlassen hatten, gründlich zu versorgen.
Aber immerhin sollten die nächsten Tage sehr viel weniger aufregend sein als der Beginn ihrer Reise. Den ganzen Weg den Lac Dinneshere und den Rotwassersee entlang sahen die Agenten nichts anderes als Rentiere. Ein einziges Mal erblickten sie in der Ferne eine Gruppe Rethgard-Barbaren, aber nachdem die letzte Begegnung so unglücklich und gefährlich verlaufen war, gingen sie lieber nicht das Risiko ein, dass es sich hierbei wieder um den Tigerstamm handeln könnte. Sie gewöhnten sich langsam an die unwirtliche Umgebung, das viele grau und weiß, das sie umgab und auch der scharfe Wind machte ihnen nicht mehr ganz so sehr zu schaffen. Ein Spaziergang war es aber dennoch nicht.[1]
Tatsächlich wurde es erst wieder interessant, als die Agenten die Karawanenstraße gen Süden gequert und sich südlichen von Bryn Shander in den Hügeln befanden. Denn zum ersten Mal entdeckten Sie etwas, das auf genau die Gefahr hindeutete, deretwegen man sie ausgesandt hatte. In dem an der Oberfläche von der Sonne aufgeweichten Boden, stießen sie auf Fußspuren, die mehr als eine Armlänge maßen und deutlich tiefer einsanken, als das bei ihnen selbst der Fall war. Es gab nur eine Bevölkerungsgruppe im Norden, die solche Spuren hinterließ: Riesen.
 1. Bitte alle außer Dolgrim einen DC 7 Constitution-Save, bei Scheitern gibt es ein Exhaustion-Level @Fiona: wenn du 10 oder mehr erreichst geht dein einer Level weg.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 14.10.2018, 16:52:14
Dolgrim hatte sich die Ausrüstung der Barbaren näher angeschaut und war zum Schluss gekommen, dass das Lager nicht mehr als eine Tagesreise entfernt sein sollte. Er hieß also seine Kameraden und sich selbst am ersten Tag besonders wachsam zu sein. Als sie dann erneut einen Trupp von Barbaren in der Nähe entdeckten hielten sie sich versteckt.

Die Reise machte den anderen sehr viel mehr zu schaffen als ihm und er war ein weiteres Mal froh, diese tollen Stiefel zu haben. Er bemühte sich so gut es ging den anderen zu helfen, aber viel für sie tun konnte er nicht.

Und dann waren sie da, diese Spuren. Er erkannte sie sofort und stürzte sofort auf eine Fährte zu. Dabei stellte er sich aber so ungeschickt an, dass er seine Spur genau an der Stelle zertrampelte, an der die wichtigen Informativen zu erkennen gewesen wären[1]. Er brummte nur verärgert über seine eigene Tolpatschigkeit und sah sich anderweitig um. Riesen waren groß, vielleicht hockte ja einer hinter einem Hügel.
 1. Survival 8
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 15.10.2018, 14:18:50
Nachdem sie den Kampfplatz weit hinter sich gelassen hatten und zwei Tage und Nächte ohne weitere Vorkommnisse vergangen waren, entspannte sich der Eladrinetwas und lobte Skip für dessen Einsatz im Kampf gegen die Barbaren. Der Halbmensch war ihm wacker zur Seite gestanden, als die Tigerstamm-Männer ihren unglücklichen Angriff geschlagen hatten. Azrim war froh, einen so wackeren Mann befreit zu haben. Auch wenn er oft jammerte oder eben "nicht jammerte", was manchmal noch viel schlimmer war.

Von all dem eiligen Marschieren etwas mitgenommen staunte er nicht schlecht als sie nach knapp einer Woche seit ihrem Aufbruch aus Bryn Shander tatsächlich Riesenspuren entdeckten. Mit Dolgrim gemeinsam die riesigen Fussstapfen betrachtend, blickte der Schwertmagier zum Rest der kleinen Gruppe auf und fragte: "Wir sollten ihnen wohl vorsichtig folgen und sehen was sie im Schilde führen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 15.10.2018, 22:37:56
Der Halbling blieb am Rande der Spur stehen und schien verunsichert.  “Nunja. Halbling gegen Riese. Irgendwie müsste mir das im Blut liegen und Stoff für eine gute Geschichte bei einem Glas Wein wäre es allemal. Ich muss jetzt aber auch mal ganz offen sagen, dass so ein Riese verdammt groß ist - und vermutlich kräftig. Also, was ich sagen wollte: Vielleicht versuchen wir, den Riesen einfach etwas aus dem Weg zu gehen?! Nicht so, wie bei den Barbaren. Du hast übrigens schon bessere Tage gesehen, mein lieber Dolgrim! Wasch Dir vor dem Essen das Blut aus dem Bart! Ist das überhaupt Deins?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 17.10.2018, 10:45:47
Dolgrim schaute Gaston erschrocken an und lief dann sofort einige Schritte von der Gruppe weg, um sich mit Schnee das Gesicht und vor allem den Bart zu säubern. Als er bemerkte, dass der Schnee sehr viel weniger rot wurde als befürchtet, schaute er den Halbling misstrauisch an. Allerdings hatte es sicher auch nicht geschadet, denn weiß war der Schnee auch nicht mehr. Und Dolgrim gehörte nicht zu den wasserscheuen Zwergen.

Also brummte er nur ein "Ja, ja" in Gastons Richtung, als er zur Gruppe zurück kehrte.

"So und nun zu dem Riesen. Was glaubt ihr, wie alt die Spur wohl ist?" Er ignorierte die Tatsache, dass es wohl seine Aufgabe gewesen wäre, das herauszufinden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 17.10.2018, 11:47:23
"Schneit es hier nicht regelmäßig? Dann wird sie kaum sehr alt sein. Höchstens Stunden," schlussfolgert Fiona auf Dolgrims Frage hin.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 22.10.2018, 22:26:40
Der Zwerg schüttelte den Kopf, Schnee gab es hier nicht so oft in dieser Jahreszeit, es schimpfte sich immerhin Sommer, auch wenn das die Südländer kaum überzeugte. Indessen besah sich Azrim ebenfalls die Spuren, aber viel mehr als dass es sich um Riesenspuren handelte, die höchstens ein paar Tage alt waren, vermochte er auch nicht zu sagen. Die Agenten standen nun vor der Entscheidung entweder den Spuren zu ihrem Ausgangspunkt zu folgen, um zu sehen, wo der Riese her gekommen war oder zu versuchen, ihn zu verfolgen um herauszufinden, welches Ziel er hatte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 23.10.2018, 08:30:11
Jetzt stand die ganze Gruppe unschlüssig herum in der Kälte und auch wenn Dolgrim das Wetter weniger ausmachte als den anderen wusste er, dass es nicht klug war, hier in der Einöde einfach herum zu stehen.

"Ich weiß nicht, wo lange wir gehen sollen. Ich klettere mal da hoch, vielleicht kann ich etwas entdecken, was uns weiter hilft." Er zeigte auf einen nahegelegenen Hügel. "Azrim, du hast doch sicher scharfe Augen oder du, Skip, kommt ihr mit? Etwas Kletterei wird euch auch aufwärmen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 23.10.2018, 12:52:28
Spart Euch Euren Atem! Wir haben ohnehin keine andere Wahl, als den Spuren zu folgen. Sie ist doch schon kalt und wir müssen ihr schnellen Schrittes folgen, bevor es tatsächlich schneit. Außerdem bin ich ungeduldig, will hier nicht festfrieren und bald genug marschiert sein, dass ich guten Gewissens rasten kann. Also, mein großer Vetter Dolgrim, Du wirst mir bestimmt glauben, dass wir einfach zulaufen sollten. Und etwas leiser fügte er hinzu: “Verflucht seist Du, Auril! Ich hasse den Schnee und Deine feucht-kalten Westwinde!
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 25.10.2018, 10:07:08
Der Schwertmagier, zwinkerte kurz um seine Gedanken zu klären. Die Müdigkeit - resultierend aus der "Flucht" in den vergangenen Tagen - hatte auch ihm zugesetzt wie er sich eingestehen musste. Den Worten von Dolgrim und Gaston mit emotionslosem Gesicht folgend antwortete er schließlich als ihn seine Gefährten fragend ansahen: "Vielleicht kann ich helfen..." Mit diesen Worten erschien Spex - Azrims Zwergeule - in der Luft und stieg hoch empor um ihren Meister so in Kenntnis zu setzen was sich um sie herum befand. Vielleicht kamen die Spuren ja von einer Behausung in der Nähe? Oder der Riese war gar nicht so weit entfernt von ihnen wie sie es glaubten?[1]

Mit seinen Sinnen die Eindrücke der kleinen Eule empfangend, teilte der Eladrin was sein Familiar zu erspähen vermochte.

Doch war leider weit und breit nichts auffälliges zu erkennen. Seine Entdeckung - oder eben das Fehlen einer Entdeckung - den Reisegefährten mitteilend, sprach Azrim so dann: "Lasst uns der Spur folgen. Wer weiß wohin sie uns führt - doch es sind auf jeden Fall Riesen dort zu finden. Das können wir von der anderen Richtung nicht behaupten."

Spex weiterhin über ihrer Gruppe kreisen lassend, würde die Zwergeule so als Vorwarner dienen, sollte sich etwas der Gruppe nähern - oder eben umgekehrt.
 1. Perception DC: 15 von weit oben.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 27.10.2018, 18:26:29
Vom Zwergen angesprochen, ob er, Skip, nicht scharfe Augen habe und beim Ausschauhalten nach den Riesen helfen wolle, zuckte Skip nur mit den Achseln. (Was allerdings, da er schon die ganze Zeit am ganzen Leib vor Kälte nur so schlotterte, nicht im mindesten auffiel.) Nicht zum ersten Mal wünschte Skip sich weit fort von hier. Jetzt an einem Herdfeuer mit dicker Decke in einen Lehnstuhl gekuschelt einen feinen Grog schlürfen, ach, wie schön wäre das! Statt dessen stapfte er seit Tagen sinnlos in dieser eisige Einöde umher, ein Ende war nicht absehbar (außer ein sehr abruptes, durch Speerstoß oder Keulenhieb). Was tat er hier bloß? Er wusste nichts über Riesen oder Barbarenstämme, nichts über die Gegend hier oder wie man darin überlebt, nichts über essbare Pflanzen, nichts über die Jagd, und Fährten lesen konnte er am allerwenigsten! (Schön, das hier waren Riesenspuren, das sah sogar er. Vorne waren die Zehen, hinten die Ferse—mehr könnte er schon nicht darüber sagen.) Fährten, so etwas gab es nicht in der Stadt. Die einzige Spuren, die man dort als nicht ganz ehrlicher Bürger zu lesen lernte, waren jene, die ein anderer Strolch zu diesem Zwecke hinterließ. Auf diese Weise kommunizierte man gerne miteinander, direkt unter der nichtsahnenden Nase der Obrigkeit. Ein Stöcklein hier, eine Kerbe dort, ein paar um einen Pfosten gewickelte Hanffasern... so etwas sprach zu ihm. Ob die Riesen so etwas auch kannten? Das wäre doch gewiss nützlich hier draußen.

Während die Gefährten also die Riesenspuren verfolgten, hielt Skip nach solchen Zeichen Ausschau, sprich nach allem, was so aussah, als könne es absichtlich hinterlassen worden sein.

Leider war er aber so erschöpft, dass es bereits seiner gesamten Konzentration bedurfte, einen Fuß vor den anderen zu setzen, ohne zu stolpern oder zu taumeln. Über weite Strecken fielen ihm gar immer wieder die Augen zu. So stumpf und gefühllos hatte die Kälte ihn bereits werden lassen, dass nicht einmal die Aussicht, jeden Augenblick über einen Riesen zu stolpern, ihn wach halten konnte.[1] Irgendwelche Zeichen sah er jedenfalls nicht. Vielleicht dachte er zu klein.
 1. Perception mit disadvantage = 7 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1055477.html#msg1055477)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 29.10.2018, 09:24:45
Gut, dann hatten sie jetzt eine Richtung. Dolgrim realisierte erst langsam, wie einschränkend dieses Klima auf die anderen wirken musste, diese Stiefel waren wirklich Gold wert.

"Gut, dann los." Und so stapfte er in die Richtung, in die auch der Riese gegangen war. Hier fiel im kaum auf, dass seine Schritte kleiner waren als die seiner größeren Begleiter, denn sie kamen alle nur langsam voran. Immer wenn er merkte, dass einer der anderen langsamer wurde legte er eine kleine Pause ein, um sich umzuschauen. Dabei ließ er den Blick über die Ebene schweifen und erfreute sich an dem Anblick der Weite. Er mochte das offene Land, die Berge am Horizont und auch das Weiß gefiel ihm. Er hatte wenig Grund, sich über diesen Auftrag zu beklagen. Und so stapfte er stoisch weiter, unterbrochen nur von den kurzen Pausen, immer mit offene Augen auf der Suche, nach den verhassten Riesen.[1]
 1. Perception 24
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 30.10.2018, 19:28:02
Die Agenten folgten den Spuren und es wurde bereits langsam dunkel, als sie endlich entdecken konnten, wo die Spuren hinführten. Sie konnten bereits die Lichter von Bryn Shander am Horizont sehen, es mochten nur noch zwei Stunden Fußmarsch zurück zur Stadt sein. Es war auf ihrer Route nicht geplant gewesen, wieder so nah an die Stadt zu kommen, aber der Riese hatte es offenbar auch getan. Tatsächlich entdeckte Dolgrim es als erstes, aber nur Augenblicke später wurde auch Azrim gewarnt. Ein kleines Feuer brannte dort in den Hügeln, ein wenig geschützt vom Wind, aber während die Agenten bisher gedacht hatten, sie würden nur einen einzigen Riesen verfolgen, erkannten sie nun, dass dem nicht so war.
Sie waren ganz glücklich, dass sie noch so weit weg waren, denn Azrim zählte durch die Augen seines Vertrauten, der recht gefahrlos etwas näher heran fliegen konnte, insgesamt ein Dutzend groß gewachsener Männer und Frauen mit blassblauer oder bläulich-grüner Haut, ihr grauweißes Haar war zu Zöpfen gepflochten und auch die Bärte der Männer waren so verwoben. Einige trugen Helme, andere nicht, aber für den Kampf gerüstet waren sie alle auf die eine oder andere Art. Ihr Anführer - zumindest war er der größte von allen - hatte zwei Haustiere dabei: Wölfe mit schneeweißem Fell, deren Augen weit klüger leuchteten als dies bei normalen Tieren der Fall war. Ihr Heulen trieb dann auch den magischen Vogel zu Azrim zurück.
Es brauchte nicht viel, um zu erkennen, was das Ziel dieser Riesen war. Dazu lag die Stadt auf dem Hügel zu nahe. Doch was sehr wohl der Aufmerksamkeit der Agenten bedurfte war die Frage, was sie nun unternehmen wollten. Ihr Auftrag war gewesen nach den Aktivitäten der Riesen im Eiswindtal zu forschen. Nun, hier waren Riesen, Frostriesen um genau zu sein und sie waren offensichtlich sehr aktiv.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 30.10.2018, 21:05:24
Als ihnen klar wurde, wo sie waren und was das Ziel der Riesen nur sein konnte, meinte Fiona zu den anderen: "Sie wollen Bryn Shander angreifen! Wir müssen die Leute warnen, bevor es zu spät ist!"

Dann überlegte sie bereits, wie man die Riesen wohl am besten umgehen könne, denn eine direkte Konfrontation mit ihnen wäre sicherlich tödlich. Einer davon, vielleicht, aber ein ganzes Dutzend? Und dann noch die Frostwölfe, oder was auch immer diese Biester wohl sein mochten.

Sie hoffte nur, dass es in der Stadt genügend kampferprobte Recken gab, zumindest waren im Nordblick ja einige erfahrene Karawanenwachen gewesen, denn sonst würde man die Frostriesen nur schwer aufhalten können.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 31.10.2018, 12:30:46
Riesen! Instinktiv griff seine Hand nach der Axt und Körper war in Alarmbereitschaft, bereit, loszusprinten und den Feind zu attackieren. Aber dieser Impuls hielt nur wenige Sekunden an, dann gewann sein verstand die Oberhand. Es waren zu viele Riesen, als das ein direkter Angriff klug gewesen wäre. Aber warum waren sie hier? So eine große Gruppe, das schien Dolgrim ungewöhnlich zu sein. Und das sie so nah an der Stadt lagerten konnte auch nichts Gutes bedeuten.

Fiona sah das offensichtlich genauso. "Es wäre besser, wenn wir hier bleiben und die Stadt trotzdem warnen könnten. Azrim, kann deine Eule eine Nachricht überbringen? Dann könnten wir hier bleiben und sie beobachten. Denn falls wir auf dem Weg zur Stadt entdeckt werden, wären die Riesen ihrerseits gewarnt und würden uns sicher angreifen. Und einen Kampf gegen diese Gruppe auf freier Fläche überleben wir nicht."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 01.11.2018, 14:58:50
Seinen Kameraden sehr aufmerksam lauschend, überlegte Azrim erneut für einen Moment, ehe er leise zu sprechen begann und seine Gedanken darlegte: "Ich könnte Spex in einen Raben verwandeln und ihn nach Bryn Shander schicken um die Leute dort zu warnen." Fast ein wenig entschuldigend sah er Dolgrim an und ergänzte: "Aber ich denke, wir sollten das selbst erledigen. Hier draußen gibt es nicht viel was wir gegen soviele von ihnen ausrichten könnten. Und eine Warnung von uns überbracht wird wohl anders gehandhabt werden als ein Warnungen schnarrender Rabe."

Das sie bei ihrer Reise nach Bryn Shander möglichst ungesehen vorgehen sollten, erklärte sich von selbst. Wenn es keine Widerworte von Gaston oder dem unglücklich herum taumelnden Skip gab, so würde Azrim noch einmal Spex aussenden um eine möglichst sichere Route vorbei an den Riesen und hin zu Bryn Shander für die kleine Gruppe auskundschaften. Dann würden sie im Schutze der Dunkelheit versuchen unbemerkt an dieser großen Gruppe vorbei zu kommen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 04.11.2018, 15:14:42
Nachdem die andern bei Azrims Vorschlag nickten war die Entscheidung getroffen.
"Dann gehen wir eine kleinen Bogen. Und geht nicht zu schnell, besser etwas später ankommen, aber keinen Lärm machen. Auf der Ebene werden die Geräusche der Füße weit getragen. Am besten tretet ihr in die Spuren des vor euch laufenden. Wie die Gänse gehen."

Damit ging er los, sein Blick wechselte dabei immer wieder zwischen dem Weg vor ihm und der Ebene in Richtung des Riesenlagers. Leider achtete er wohl zu sehr auf die Riesen und zu wenig auf seine Schritte. Vielleicht war der Schnee aber auch zu tief, um mit seinen kurzen Beinen leise zu marschieren.[1]
 1. Stealth 6, Perception 23
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 04.11.2018, 20:52:20
Skip, der Riesen zum ersten Mal erblickte, konnte nicht umhin, sie recht imposant zu finden. So auf den ersten Blick und vielleicht noch den zweiten. Andererseits: ein Tod war so gut wie der andere, ob aufgespießt vom Barbarenspeer oder ungespitzt in den Boden gerammt von der Riesenkeule. Und so imposant die Riesen auch waren, so stellte Skip doch fest, dass er in seinem Leben bereits zweimal in eine Lage geraten war, in der er mehr Schiss hatte als jetzt. Und beide Male war Verity schuld. Gefährlicher als ein Dutzend Frostriesen, das Mistück!

"Wegrennen", sagte Skip im Plauderton. "Hm. Der Rat klang gut, als ich ihn das erste Mal hörte und gar beim zweiten Mal noch. Aber jetzt, wo ich Riesen mit eigenen Augen erblicke, fällt mir der Denkfehler auf, der darin steckt. Denn so sehr ich mich meiner langen Beine rühme, so muss einem doch sofort auffallen: Riesen haben längere. Wollte ich vor einem Riesen davonlaufen, müsste ich für jeden Schritt, den dieser tut, selbst ein Dutzend schaffen, im Prinzip also zwölfmal so schnell laufen wie er, um ihm zu entkommen. Und das durch Schnee, der mir bis über die Knöchel und noch weiter geht, ihm nicht mal über die Kante seiner Stiefelsohle. Alles in allem würde ich sagen: ein sehr dummer Rat."

Er tat, als überlegte er angestrengt, dann schnippte er mit den Fingern.

"Davonschleichen! Was meint ihr, klingt das nicht besser? Vorzugsweise in eine andere Richtung, als in welche die Riesen unterwegs sind."

Doch in Bezug auf letzteres wurde Skip von seinen Kameraden recht bald überstimmt.

"Also gut, wenn ich euch nicht umstimmen kann, dann also auf nach Bryn Shander. Aber bitte leise!" zischte er in Richtung des Zwerges. "Meinen besten Heiltrank habe ich dir schon in den Rachen gekippt. Wenn du dich ein zweites Mal umhauen lässt, rechne also nicht damit, den mageren Rest auch noch zu bekommen."

Mit diesen Worten zog er sich die Kapuze seines Mantels über den Kopf und verschwand.[1]

Während des Schleichens hielt Skip natürlich in alle Richtungen hin—auch nach oben!—Ausschau. Dabei fällt ihm immer wieder die Kapuze vor die Augen.[2]
 1. stealth = 25 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1055669.html#msg1055669); ein disadvantage auf perception Würfe, um ihn zu entdecken
 2. Perception mit disadvantage = 14 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1055682.html#msg1055682)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 04.11.2018, 21:39:37
Auch Fiona vermochte sich durchaus leise und heimlich zu bewegen[1], man mochte es garnicht glauben, doch die junge Frau war tatsächlich recht geschickt und auch geübt darin.

Grundsätzlich hielt sie die Idee, den Riesen weit genug aus dem Weg zu gehen, auch für die beste. Eine Konfrontation kam überhaupt nicht in Frage. Aber auf jeden Fall mussten sie die Bewohner von Bryn Shander warnen. Und egal wie sie es drehten und wendeten, hier hatten sie vermutlich auch die beste Chance gegen die Riesen anzukommen.
 1. Stealth 17
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 04.11.2018, 23:07:57
Gaston schlich - mehr schlecht als recht - hinter den anderen drein. Seine untersetzter Körperbau - in Verbindung mit dem tiefen Schnee - eignete sich nicht gerade zum graziellen Schleichen.[1]
 1. Stealth 10
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 05.11.2018, 00:29:52
Auch Azrim, dank seiner Laufbahn als Soldat, wusste sich leise zu bewegen und vermochte sich lautlos durch den nächtlichen Wald zu schleichen.[1]

In der Zwischenzeit behielt die kleine Zwergeule die Riesen und später dann den Rücken der Gruppe im Auge während sich die Abenteurer im Schutze der Dunkelheit davon stahlen.[2]
 1. Stealth mit Disadvantage: 20
 2. Perception: 16 mit Dunkelsicht
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 05.11.2018, 21:33:18
Die Agenten machten sich auf und obwohl die Erschöpfung Skip und Azrim ein wenig zu schaffen machte, waren sie sich doch recht sicher, dass sie die Riesen unbemerkt passieren konnten. Das mochte aber auch daran liegen, dass diese nicht sonderlich gut auf ihrem Umgebung achteten. Was sollte ihnen auch schon passieren? Ein Dutzend Frostriesen, wer wäre so dumm sie herauszufordern? Also passierten die Agenten so schnell sie in Heimlichkeit konnten das kleine Lager und setzten, sobald sie sicher außer Sichtweite waren, ihren Marsch in Richtung Bryn Shander fort.
Es dauerte die zwei Stunden, die sie geschätzt hatten und so war es bereits beinahe Mitternacht, als sie das Tor erreichten. Es war zu dieser späten Stunde bereits verschlossen, aber dank des Schreibens von Sheriff Markham Südbrunn, hatten sie keinerlei Schwierigkeiten die Wachen davon zu überzeugen, dass es besser war sie einzulassen. Der Sheriff war in seinem Büro zu dieser späten Stunde nicht mehr anzutreffen aber angesichts der ernsten Bedrohung, die dort draußen lagerte, warteten die Agenten nicht bis zum nächsten morgen, sondern sie ließen sich von einem der Nachtwächter den Weg zu Südbrunns Haus weisen. Bryn Shander war ruhig zu so später Stunden, denn die Nächte waren auch im Sommer recht eisig und niemand hielt sich im Freien auf, der nicht unbedingt dort sein musste. Erst nach mehrfachem Klopfen und mehreren Minuten des Wartens öffnete sich die Tür von Markham Südbrunns kleiner Hütte und ein verschlafener Sheriff blickte in die Gesichter der Agenten, während ein Schwall warmer Luft ihnen von drinnen entgegen schlug. Der dunkelhäutige Mann war offensichtlich überrascht ob des späten Besuchs, aber der Anblick seiner Patrouille oder die kalte Luft, die ihm entgegenschlug weckten ihn ziemlich schnell auf, denn er sagte: "Ihr? Ich hatte euch erst in einem Zehntag zurückerwartet. Und wenn ihr zu so später Stunde vor meiner Tür steht, dann habt ihr wohl etwas entdeckt, das keinen Aufschub duldet. Also, kommt rein und sagt, was es ist!" Markham trat zur Seite und ließ die Agenten in seine spartanisch eingerichtete Hütte, in deren Kamin noch die Kohlen eines Feuersglommen, das erst vor kurzem erloschen sein dürfte. Markham legtedirekt zwei Holzscheite nach, die von der Resthitze schnell knisternde Flammen schlugen und wandte sich dann erwartungsvoll den Agenten zu.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 06.11.2018, 00:32:24
Fiona nickte dem Mann zu. "Das seht Ihr richtig."

"Wir haben einige Spuren von Riesen gefunden und diese verfolgt. Und vor gut zwei Stunden haben wir ihr Lager gefunden. Ganz in der Nähe von Bryn Shander! Und es sind nicht nur ein paar wenige Riesen. Ein ganzes Dutzend Frostriesen konnten wir ausmachen. Wir befürchten, dass sie die Stadt angreifen wollen," berichtete die junge Frau schnell die wesentlichen Teile ihrer Entdeckung.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 06.11.2018, 15:43:58
Dolgrim stellte sich an Fionas Seite. "Was sie sagen möchte ist, dass ihr euch auf einen Angriff vorbereiten müsst. Wir wissen nicht genau, worauf sie warten, aber möglicherweise werden sie schon mit dem Tagesanbruch angreifen. Wie viele Männer habt ihr unter Waffen? Die Mauer muss geschützt werden, sie werden Steine werfen, versuchen, eine Bresche zu schlagen und in die Stadt zu kommen, das müssen wir verhindern."
Dolgrim war bereits mit Kampfmodus, er verseuchte die Abwehrkraft der Stadt abzuschätzen und eine Strategie zu finden, um eine so große Gruppe von Riesen aufzuhalten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 08.11.2018, 20:17:40
Zufrieden darüber, dass sie so problemlos bis zur Stadt gelangten und in Folge dann zum Sheriff vorgelassen worden waren, mahnte Azrim noch müde: "Und vergesst die Wölfe nicht..."

Zu seinen Kameraden sagte er dann: "Die Kälte hat mir mehr zugesetzt als mir lieb ist. Vielleicht könnt ihr auf Skip und mich ein paar Stunden verzichten? Ich denke, ich spreche für uns beide wenn ich sage, dass uns ein warmes Feuer und ein heißes Essen gut tun wird." Vollstes Vertrauen in die planerischen Fähigkeiten von Dolgrim und Fiona habend, sehnte sich der Eladrin danach aus seinen klammen Stiefeln heraus zu kommen und die Kälte des Eiswindtales für eine Nacht vor der dicken Türe eines heimeligen Gasthofs zu lassen.

Sollte es keine Widerrede geben, so versuchte sich der Elfenmagier vor der bevorstehenden Konfrontation noch einmal gut zu stärken und auszuruhen um in der anstehenden Schlacht größere Überlebenschancen zu haben.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 11.11.2018, 14:25:51
Sherrif Südbrunn war von den Nachrichten merklich beunruhigt, aber er glaubte den Agenten offensichtlich jedes Wort: "Also gut, ich werde alles entsprechend in die Wege leiten. Bitte geht doch schon einmal vor zum Haus der Stadtsprecherin. Sie wird diesen Bericht auch hören wollen zu dieser späten Stunde." Die Agenten folgten der Bitte des Sherrifs und zumindest Dolgrim, Fiona und Gaston gingen zu dem Haus der Stadtsprechering, während die anderen zwei, die besonders erschöpft und durchgefroren waren sich bereits in die Wärme zurückzogen. Die Stadt sprecherin war eine junge Frau namens Duvessa Shane und sie stimmte mit Merkham völlig überein, dass sie die Stadt vorbereiten mussten. Noch in dieser Nacht begannen sie damit, doch die drei Agenten, die erschöpft waren, begaben sich zur Ruhe. Die Frostriesen würden hoffentlich nicht noch diese Nacht angreifen, so hatte es zumindest nicht ausgesehen und es erwies sich als wahr.
Stattdessen fanden sich die Agenten am nächsten Morgen zumindest ein wenig ausgeruht und aufgewärmt auf den Mauern oberhalb des südlichen Tores von Bryn Shander wieder. Kalter Wind wehte ihnen um die Nase und sowohl Sherrif Südbrunn als auch die Stadtsprecherin standen neben ihnen. Augrek Leuchthelm hatte das Kommando über die Wachen hier am Tor, die mehr als unglücklich aussahen. Eisiger Wind wehte um sämtliche Nasen und unruhig betrachteten die versammelten Truppen den Horizont. Die Stimmung in der Stadt war auf merkwürdige Art und Weise ruhig. Alle erwarteten angespannt, was nun passieren würde und die Bewohner hatten sich entweder in ihren Häusern verbarrikadiert oder sie standen mit Speeren in den Händen auf den Mauern. Noch waren sie alle entschlossen und doch zitterten die Waffen in ihren Händen. Doch nicht vor Angst, sondern vor Kälte. Aber wer wusste schon, was von dieser Entschlossenheit bleiben würde, wenn ein Dutzend Frostriesen auf die Stadt zustürmte.
Zwei Stunden nach Sonnenaufgang waren ebendiese Frostriesen am Horizont zu entdecken. Die Agenten hatten Recht behalten, Bryn Shander war ihr Ziel. Aber nicht alle zwölf kamen zum südlichen Tor, sondern in mehreren hundert Meter Entfernung teilten sie sich in drei Gruppen auf. Drei Frostriesen, darunter die Anführerin mit ihren beiden weißen Wölfen, stapften auf die südliche Mauer und das Tor zu, auf dem die Agenten Stellung bezogen hatten, während der Rest sich östlich und westlich um die Stadt verteilte.
Bis auf ein Dutzend Meter kamen die drei Riesen an das Tor heran und ihre grimmigen Gesichtsausdrücke ließen die Herzen der ersten Wachen auf dem Tor wanken, die zwar schon ihren Teil an Gefahr erlebt hatten, aber doch wussten, dass diese drei Frostriesen vermutlich sehr viel gefährlicher waren als eine ganze Horde Orks. Davon zeugten zumindest ihre Äxte, die jeweils so groß waren wie ein ausgewachsener Mann.
Die Anführerin blickte hinauf zu den Wachen auf dem Tor und rief dann mit donnernder Stimme: "Gebt Artus Cimber heraus oder sterbt!" Die verwirrten Gesichter vom Sherrif und der Stadtsprecherin zeigten, dass sie keine Ahnung hatten, wer dieser Artus Cimber sein sollte.[1]
 1. Ihr könnt einen History-Check machen, ist aber ziemlich schwer.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 11.11.2018, 14:57:59
Fiona sah die Blicke und ihr war schnell klar, dass wohl niemand wirklich wusste, wen die Frostriesin damit meinte.

Daher rief sie zu der Anführerin der Riesen herüber: "Vielleicht erklärt Ihr uns erst einmal, wer oder was dieser Artus Cimber sein soll? Denn hier sehe ich im Moment nur verdutzte Gesichter, wenn es um diesen Namen geht."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 11.11.2018, 20:45:53
"Spart euch die Lügen und das Gerede! Wir wissen, dass er sich in der Stadt versteckt hält. Gebt ihn und den Ring des Winters heraus oder zahlt den Preis für eure eigene Sturrheit!" Die Riesin wirkte außerordentlich sicher in ihren Worten und es war offensichtlich, dass sie nicht geneigt war, lange zu diskutieren, sondern dass sie schnelle Ergebnisse erwartete und wohl nicht ohne diese "Artus Cimber" verschwinden würde, wer immer er auch sein mochte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 12.11.2018, 00:41:52
"Mir ist niemand dieses Namens bekannt. Könnt Ihr ihn denn nicht wenigstens beschreiben? Vielleicht lebt er unter einem anderen Namen hier?" versuchte Fiona weiter die Riesen zu beschwichtigen. Da niemand der Stadtbewohner, sie selbst war ja nur ein Gast, sie daran zu hindern schien oder selbst das Wort ergreifen wollte, schien ihr das zunächst einmal das Sinnvollste zu sein.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 12.11.2018, 11:42:18
Nach einem heißen Essen und einem raschen Rückzug in ein warmes Bett, war Azrim am nächsten morgen gewohnt früh aufgestanden und hatte zufrieden festgestellt, dass die steife Müdigkeit aus seinen Muskeln verschwunden war. In Ruhe hatte er eine fließende Folge an martialisch-wirkenden Bewegungen gemacht um sich zu sammeln und auf den heutigen Tag vor zu bereiten.

Als andere bereits auf der Mauer standen, war Azrim noch gemeinsam mit Skip im Gasthaus geblieben und hatte mit dem Halbelfen gemeinsam die wohlige Wärme genoßen. Irgendwann war er dann plötzlich aufgestanden und hatte seinem Waffenbruder gewarnt: "Sie kommen." Spex, dem diese Einsicht zu verdanken war, empfing der Eladrin vor der Taverne und nahm ihn unter seinen Mantel, damit sich das Tier aufwärmen konnte.

So aufgewärmt und wieder bei vollen Kräften nun neben Fiona tretend, blieb ihm denoch nichts über als ratlos mit den Schultern zu zucken. Ein Artus Cimber wollte ihm partou nicht einfallen. Ratlos sah der Elfenmagier zu Skip. Vielleicht war der redseelige Geselle diesem Artus begegnet?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 13.11.2018, 13:54:40
Dolgrim sagte der Name nichts, seinen Begleitern offenbar auch nichts und die Leute um sie herum reagierte auch nicht so, als würden sie den Namen kennen. Gleichzeit war klar, dass sie die Riesen nicht auf ein Bier einladen und alles besprechen konnten.
Zum Sherrif und der Stadtsprecherin sagte er daher: "Wir müssen jemand finden, der weiß, um wen es hier geht. Habt ihr einen Chronikschreiber, einen Priester oder einen Geschichtenerzähler, die wir fragen könnten?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 18.11.2018, 17:22:53
Gaston runzelte die Stirn. Irgendetwas stimmte hier nicht. Zu Skip gewandt sagte er: “Kommt Dor das nicht auch seltsam vor? Erstens scheint mir 'Artus Cimber' kein Name aus dieser Gegend zu sein. Wenn er von hier ist, dann ist er Abenteurer oder Gelehrter. Zweitens erwähnte die Riesenfrau gerade einen 'Ring des Winters'. Das klingt wie der Name eines Artefakts. Drittens, warum wurden wir gerade jetzt engagiert, um Nachforschungen über die Riesen anzustellen? Alles wirkte friedlich - und jetzt plötzlich schlittern wir in diesen Konflikt hinein. Und viertens, warum interessiert sich die Allianz überhaupt für irgendwelche Riesen im hohen Norden? Das hat mit ihnen doch gar nichts zu tun. Ich sage Dir, man hat uns Informationen enthalten und wir wurden manipuliert. Und nicht zuletzt, fünftens, was sollten Riesen mit einem Artefakt anfangen, das ein Ring ist? Ist es nicht wahrscheinlich, dass sie auch nur in jemandes Auftrag handeln? Stimmst Du mir zu?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 18.11.2018, 18:16:39
Ganz so ereignislos, wie der Erzähler behauptet hat, verlief die Nacht für die beiden Erschöpften dann doch nicht. Zumindest nicht für Skip. Der sah nämlich gar nicht ein, warum man hier in Bryn Shander ausharren sollte, um sich am nächsten morgen von Riesen umhauen zu lassen. Schauen, was die Riesen machen, so hatte der Auftrag gelautet. Und man war in seiner Pflichterfüllung ja sogar ein gutes Stück weitergegangen, indem man an diesen vorbeischlich, um die Leute vor Ort zu warnen, aber mehr konnte nun wirklich niemand von ihnen verlangen. War er nicht sogar nachlässig, dass sie alle hier blieben? Wer sollte in Mirabar Bescheid geben, wenn die Riesen Bryn Shander dem Erdboden gleich machten und alle Einwohner und unglücklichen Reisenden massakrierten? Ja, das wäre gut, wenn einer von ihnen diese wichtige Aufgabe auf sich nähme und sich gleich auf den Weg dorthin begäbe!

Und so schlich sich Skip tatsächlich hinaus—aus Zimmer und Gasthaus, über die Stadtmauer, in die eisige Nacht hinaus, Richtung Süden. Warm eingepackt war er, Vorräte hatte er dabei, Zelt, Decken...

Aber er kam nicht weit. Mit jedem Schritt, den er sich mühsam davonschleppte, sank sein Herz, und Bryn Shander war noch nicht lange außer Sicht, da verließ ihn der Mut gar ganz. Niemals würde er es allein bis in die nächste Siedlung schaffen, als Stadtmensch in der Wildnis, ganz auf sich gestellt, in seinem Zustand! Als er dann auch noch, an einen Baum gelehnt (nur ganz kurz, zur Erholung!), plötzlich aus dem Schlaf hochschreckte, in den er vor Erschöpfung gefallen war, bekam er es dann gehörig mit der Angst zu tun. Zu einem Eiszopfen durchgefroren, so würde man ihn am nächsten Tag vorfinden, wenn ihn überhaupt wer finden würde, und bitte auch kein Wolf!

Also schleppte er sich den Weg zurück, den er gekommen war, und fiel ins Bett.

~~~

Zu Skips Überraschung griffen die Riesen nicht sofort an, sondern wollten zunächst reden. Das war doch schon einmal wesentlich zivilisierter als die Barbaren vom Tigerstamm und ließ hoffen! (Auch wenn sie dabei nur Forderungen stellten: reden war gut. Solange geredet wurde, wurde nicht massakriert.)

Skip wollte gerade auf Azrims (unausgesprochene, aber dennoch deutliche) Frage antworten, da quasselte Gaston dazwischen. Bei den Worten man hat uns Informationen enthalten konnte er sich ein verächtliches Schnauben nicht verkneifen. "Natürlich hat man uns Informationen vorenthalten. Das war doch von Anfang an klar. Oder hat der feine Herr, den wir in Du-weißt-schon-wo trafen, eine einzige unserer Fragen beantwortet?" Doch der Ring des Winters faszinierte auch ihn. "Ob es deswegen so kalt ist? Wäre es normalerweise um die Jahreszeit wärmer hier?"

Dann zu Azrim gewandt: "Artus Cimber, in meinen Ohren klingt der Name ausgedacht, wie 'Alister Flinkhand' oder 'Morisander Schönherr'"—zwei Pseudonyme, unter denen Skip daheim bemerkenswerte Erfolge gefeiert hatte.

Und ohne sich die Zeit zu nehmen, darüber nachzudenken, ob es wirklich eine gute Idee war, die Riesen auf sich aufmerksam zu machen, trat Skip vor und rief zu ihnen hinüber:

"Was soll das denn für ein Geselle sein, Zwerg, Elf, Mensch oder sonstwas? Wie sieht er aus, was für Waffen trägt er? Vielleicht kennen wir ihn ja, nur unter einem anderen Namen als ihr. Aber sagt uns noch: was macht euch glauben, der Kerl müsse hier bei uns sein? Wann habt ihr ihn denn das letzte Mal gesehen oder von ihm gehört?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 20.11.2018, 11:55:02
Etwas leiser, so dass es nur diejenigen in ihrer Nähe hören konnte, sagte Fiona: "So Riesen werden doch sicher ziemlich alt, oder? Vielleicht ist dieser Kerl, der ihnen vermutlich den Ring gestohlen hat, schon längst tot. Wir sollten wirklich versuchen, ihnen ein paar mehr Informationen zu entlocken, wenn wir ein Blutbad hier verhindern wollen. Vielleicht lassen sie sich ja auf ein diplomatisches Treffen vor dem Tor ein, wenn man ihnen etwas derartiges anbietet. Aber warten wir erstmal ab, wie die Riesin auf die Fragen reagiert."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 20.11.2018, 13:15:57
Als Dolgrim Fionas Vorschlag hörte schüttelte er wild den Kopf.

"Rausgehen und Reden? Sowas macht man mit zivilisierten Völkern, bei den Barbaren muss man es sich schon gut überlegen, wie wir ja erlebt haben, aber mit Riesen: Nein. Riesen reden nicht, Riesen zerreißen die Leute in der Luft, die wir da raus schicken. Mit Riesen kann man nicht reden, Nein."
Er schüttelte die ganze Zeit den Kopf, so dass ihm schon ein wenig schwindelig wurde. Er kannte die Riesen und wusste, das man ihnen weder trauen oder die einigermaßen sicheren Mauern verlassen durfte, sonst war man verloren.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 20.11.2018, 14:34:40
"Hm, Kenkars Vorgänger vielleicht", erwiderte Skip auf Fionas Überlegungen, über die Schulter zurückraunend und schief grinsend.

Dolgrim aber widersprach er: "Man kann mit jedem verhandeln, solange dieser denkt, man besäße etwas, dass er dringend benötigt, oder aber man sei genau der rechte Mann, es ihm herbeischaffen. 'Hab' ich nicht', 'Kann ich nicht' oder 'Will ich nicht' gibt's da nicht."

Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 25.11.2018, 22:07:54
Gaston wurde unruhig. Die Sache konnte leicht anbrennen - so wie Milchpudding. Er flüsterte Skip zu: "Sag mal, kannst Du Dich nicht für Cimbers Sohn ausgeben? Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Cimber ein Mensch, ein Elf oder ein Halbelf ist. So kämst Du als Sohn in Frage. Und wenn sie es Dir abkaufen: Kannst Du ihnen nicht versprechen, sie zu ihm zu führen? Wir wären einen oder zwei Tage mit ihnen unterwegs und würden uns dann aus dem Staub machen. Zeit genug, dass sich die Stadt entweder besser bewaffnet oder man sie evakuiert. Was meinst Du, Meister mit den tausend Gesichtern?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 26.11.2018, 17:49:01
"Ha, Ihr kommt vielleicht auf Ideen, werter Herr Halbling", entgegnete Skip auf Gastons Vorschlag. "Was, wenn Artus Cimber ein Zwerg ist? Oder unter 60? So alt müsste er mindestens sein, dass man mir den Sohn abnähme. Und wie, glaubt der feine Herr, dass wir uns in zwei Tagen aus der Gesellschaft der Riesen extrahieren, hä? Könnte mir vorstellen, dass sie uns verschnürt transportieren. Überhaupt wissen wir gar nicht, wozu sie diesen Artus haben wollen. 'Rückt ihn heraus', das klingt, als hätten sie mit ihm ein Hühnchen zu rupfen. Gewiss werde ich mich da nicht als amuse-gueule anbieten anbieten, mit dem sie sich schon mal vergnügen können, bis die bestellten Speisen eintreffen. Bietet Ihr Euch doch an, Ihr Meister des Schönen Scheins. Vielleicht ist Cimber ja ein Halbling."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 26.11.2018, 18:51:54
Dolgrim wollte schon auf Skip antworten, als Gaston ihm zuvor kam. Vielleicht war es auch besser so, denn Skip hatte scheinbar noch nie mit Riesen zu tun gehabt und wusste wohl nicht, wovon er sprach. Aber er würde es schon lernen, denn vermutlich würden bald die ersten Steine fliegen, falls sie nicht herausfinden könnten, was die Riesen von ihnen wollten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 26.11.2018, 19:37:41
"Und was, wenn ich es tatsächlich mache, werter Herr Halbelf?", fragte Gaston zurück. "Was ist Dein Einsatz? Was gewinne ich, wenn es klappen sollte?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 27.11.2018, 12:00:38
"Was du gewinnst, wenn du da rausgehst und die Riesen tatsächlich davon überzeugen kannst, du seist Artus Cimber's Sohn oder auch bloß der Vetter zweiten Grades? Dann erhältst du von mir die größte Ehre, die ich zu vergeben habe: bis zum Boden werde ich mich vor dir verbeugen als dem größeren, dem gewandteren Lügner von uns beiden. Ach nein, warte: der Titel gebührt dir ja schon. Lass mich schauen, welchen hätte ich denn noch im Angebot? Ah, den hier: dass du ein noch größerer Dummkopf bist als ich."

So machte sich die angestaute Wut, die Skip so viele Tage lang runtergeschluckt hatte, auf den verlogenen Halbling, der ihn all die Jahre bloß ausgenutzt hatte, endlich Luft.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 10.12.2018, 14:38:19
Gaston tritt einen kleinen Schritt zurück und misst seinen ehemaligen Freund mit prüfendem Blick. "Wow! Also das hat die ganze Zeit in Dir gebrodelt! Und da dies jetzt endlich ausgesprochen ist, will ich Dir auch etwas sagen: Was glaubst Du, wie ich mich von Dir hintergangen fühle? Du gastierst in meinem Restaurant, beobachtest meinen Ruin und tauchst dann ganz zufällig bei jener streng geheimen Expedition auf, an der ich auch teilnehme, nur um mir zu erzählen, dass 'F.' es verdient hätte Ruhm und Ehre mit meinen Rezepten zu ernten, weil er eben nicht nur auf Handwerkskunst sondern auch auf Lügen und Tricksereien zurückgreift. Und nun frage ich Dich, wo Du ja schon mal hier bist, woher soll er denn das alles haben, wenn nicht von Dir? Ist meine Sicht der Dinge denn so weit hergeholt?", wirft der Halbling dem Halbelf nun seinerseits an den Kopf.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 10.12.2018, 21:21:22
"Im Ernst, du willst jetzt darüber reden?" schnaufte Skip, und warf einen Blick zu den Riesen hinaus. Diese schienen sich auf Fionas und seine Ansprache hin erst einmal überlegen oder sich zu beraten müssen—jedenfalls hoffte Skip, dass sie etwas derartiges taten, und nicht bereits den Angriff organisierten.

"Schön", wandte er sich an den Halbling. "Du fühlst dich von mir hintergangen? Dann sag' ich dir mal, wie ich mich fühle: ausgenutzt! All die Jahre gaukelst du mir vor, ich wäre willkommen in deinem Haus, wohl gelitten so wie ich bin, mit den schlechten Seiten wie den guten, ein Freund zum Pferdestehlen. Dabei war ich nie mehr als ein Handlanger für dich! Jemand, der dir Sachen besorgt, an die du sonst nicht so leicht rankämst oder so billig oder für die du dir gar die Hände schmutzig machen müsstest. In die Augen hast du mir geschaut, als kenntest du gar keine Scham, und mich mit dem Namen angesprochen, den ich das letzte Mal von der Mutter sterbenden Lippen vernahm. Was für ein Depp ich war, dass ich dich nicht durchschaute! Wie, bitte schön, soll ich dich hintergangen haben, wenn du mir niemals vertraut hast?

Wärst du wirklich je mein Freund gewesen, würdest du mir niemals zutrauen, dich—absichtlich oder auch nur wissentlich—in den Ruin getrieben zu haben! Wärst du wirklich mein Freund, tätest du mich nicht so leicht und so lässig für eine Tat aburteilen, die du dir in deinem wirren Hirn bloß so zusammengereimt hast, ohne mir auch nur die Gelegenheit zum Widerspruch zu geben! Was weiß ich, wer diesem Esel François das Rezept deines berühmten Enteneieromeletts verraten hat, warum befragst du nicht mal die Köche und Kellner in deinem Restaurant? Und vonwegen der Worte, die du mir da gerade in den Mund legen willst, so bin ich mir sicher, das Gegenteil gesagt zu haben, oder vielmehr etwas in der Art, dass du endlich aufhören sollst, dich ständig mit François zu vergleichen, weil's dir die Lust am Kochen nimmt und die Leichtigkeit, den Mut und das Selbstvertrauen, deinen Eingebungen zu folgen, ja, die Fähigkeit des Genießens!

Ach, und was den Zufall betrifft, der uns hier zusammengeführt hat, so ist er gewiss nicht mir zu verdanken. Da musst du schon den Herrn fragen, dem es einfiel, mich hierherzuschicken. Wenn es nach mir ginge, wäre ich nämlich daheim in Tiefwasser. Aber manche Bitten werden nun mal so eindringlich vorgetragen, dass man sie einfach nicht ausschlagen kann. Frag' Azrim, wenn du mir nicht glaubst. Er hält, solange wir unterwegs sind, das Ende meiner Leine in den Händen.

Du siehst, all der Verrat und die ganze Verschwörung exitieren nur in deinem Kopf!"


Und stünde man nicht gerade auf einer Stadtmauer, eng zusammen gedrängt, drei Riesen auf der einen Seite, Wachen und sonstiges Volk auf der anderen, so hätte Skip zur Bekräftigung seiner Worte ausgespuckt. Aber auf drei Seiten war kein Platz dafür, auf der vierten war die Gefahr zu groß, dass es falsch aufgefasst würde, also hielt er sich gerade noch rechtzeitig zurück.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 14.12.2018, 21:01:22
Gaston seufzte: "Weißt Du, Skip, in dieser Angelegenheit ist doch eigentlich jedes Wort schon gesprochen und alles vergeben und vergessen. Zumindest von meiner Seite aus. Ich meine, ich habe mein Restaurant aufgegeben und es geht mir besser und eine riesige Last ist von mir genommen - und was will ich denn mehr? Wie und unter welchen Umständen das alles geschah, tja, das interessiert mich doch eigentlich nicht mehr. Weißt Du eigentlich, dass ich seit Tagen nicht mehr an F. gedacht habe? Niemals, bis vor einer Minute, meine ich? Also was streiten wir uns den eigentlich?

Und warum bist eigentlich gerade Du wütend auf mich? Du, der so vielen Menschen Lügen aufgetischt und sie manipuliert hat, fühlst dich nun hintergangen und hast dabei aber auch nicht die Eier, ein klärendes Gespräch unter Männern zu führen - oder deinem ehemaligen Freund wenigstens ordentlich auf die Schnauze zu geben? Stattdessen isolierst Du dich, betrinkt dich, treibst dich in Trinkhallen und mit Frauenzimmern herum und versucht mir damit zu verstehen zu geben, dass ich doch der der wahre Übeltäter bin. Aber ich sage Dir, so wehrlos bist Du doch nicht. Du hättest jede Möglichkeit mir sonst eine auszuwischen, wenn Du Dich doch im Recht wähnst. Also verhalte dich nicht so dämlich, sondern wie ein Schurke.

Was ich damit sagen will, ich schlage vor, dass wir es darauf ankommen lassen. Ich schlage vor, dass wir ein Duell der Schurken austragen. Und der Einsatz ist kein anderer, als dass der Gewinner Recht in unserem Streit bekommt. Recht, Recht, Recht. Wenn Du wirklich so gut bist, wie Du behauptest, fordere ich Dich auf bekanntem Terrain heraus. Bist Du so gut? Denn wer von uns beiden der größere zu sein behauptet, fängt an. Also, noch einmal meine Frage: Wer von uns beiden ist der wahre Meister? Wer ist der größte Lügner, der verwegenste Trickbetrüger, der einfallsreichste Scharlatan, der sie alle in die Tasche steckt? Das will ich noch von Dir wissen.
"

Während des Redens war wieder ein Lebensgeist in Gaston gefahren, seine Wangen wurden rosig und zum Schluss funkelte er Skip vergnügt und schelmisch an, um ihn herauszufordern.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 17.12.2018, 17:24:50
"So, du hast also alles gesagt, was du zu der Sache sagen wolltest, und nun geht's dir besser. Das freut mich für dich. Mir dagegen hast du kein einziges Wort zugestanden und auch jetzt stellst du dich taub. Und kommst mir schon wieder mit Eiern! Allmählich mache ich mir Sorgen um dich. Das kann nicht gesund sein, an nichts außer an Eier denken zu können.

Zu einem Duell forderst du mich? Duell in was, Schurkentum? Da möcht' ich gern wissen, was du darunter verstehst. Also bin ich ein Schurke in deinen Augen? Von welch hoher Warte aus urteilst du über mich! Du, der von mir darauf gestoßen werden musste, die Essensreste deines Restaurants nicht fortzuschmeißen, sondern damit lieber den Straßenkindern zu helfen. Niemals wärst du von allein auf die Idee gekommen.  Dagegen kümmert der Schurke, der ich bin, sich schon sein halbes Leben lang um sie! Egal wie abgebrannt ich war, für sie hatte ich noch etwas übrig, und wenn's nur ein guter Rat war oder eine helfende Hand. Leute wie du aber, sogenannte ehrbare Bürger, ohne Mitgefühl und sozialem Gewissen, sind schuld daran, dass es so viele Straßenkinder gibt. Auf dein moralisches Naserümpfen kann ich also gerad' verzichten! Betrügen lässt sich im übrigen nur, wer selbst betrügen will. Ein aufrechter Mann, der einen ehrlichen Preis zu zahlen bereit ist, landet niemals bei mir. Es trifft also immer den Richtigen. Im Grunde erweise ich der Allgemeinheit einen großen Dienst, indem ich solchen Leuten eine Lektion erteile, die sie zu mehr Gesetzestreue ermuntert.

Weißt du, Gaston, was dein Problem ist? Du meinst, deine Sicht der Dinge ist die einzige, die zählt. Alles, was dir am Herzen liegt, soll anderen gefälligst auch wichtig sein, aber was sie wertschätzen, das verhöhnst  du lauthals oder redest es auf andere Art schlecht. Habe ich mich jemals abfällig über deinen Beruf geäußert? Was schmähst du meinen? Einen netten kleinen Sport siehst du darin, ein Spiel? Bist du mit so wenig Ernst auch ans Kochen herangegangen? Dann wundert mich nichts mehr. Oh, ich sehe es direkt vor mir: wie du François zu einem Wettstreit gefordert hast. Möge der bessere Koch gewinnen!

Wenn du mich fragst, kannst du dich noch nicht so recht dran gewöhnen, nicht mehr Restaurantbesitzer zu sein. Das sag' ich jetzt nicht nur wegen deiner Besessenheit mit Eiern, sondern wegen deines großherrlichen Auftretens. Als drehte die ganze Welt sich um dich! In deinem Restaurant war es ja auch so. Dort warst du König. Dein Wort galt. Deine Sorgen waren die Sorgen aller. Deine Vision war es, für deren Verwirklichung alle zu schuften hatten. Ja, so einer, der es gewohnt ist, wie ein Tyrann zu herrschen, der kann sich wohl einfach nicht vorstellen, ein anderer täte etwas nicht ihm, sondern sich selbst zuliebe. Undenkbar, dass ich Frauenzimmer aufsuche, weil ich gern in deren Gesellschaft bin! Nein, natürlich muss der Grund dafür sein, dich, um den alles kreist, um drei Ecken wissen zu lassen, dass ich sauer auf dich bin. Aber in einer Hinsicht hast du nicht ganz unrecht: die Nacht in der Seemannsbraut hab' ich tatsächlich dir zu verdanken. Schließlich war es der Wisch, den du mir gabst, der mir eine ganze Nacht in der Fürstensuite bezahlt hat.

Aber nun wollen wir uns wichtigeren Dingen zuwenden. Ich weiß nicht, ob du bemerkt hast: da draußen stehen ein paar Riesen herum. Und die sind leider nicht da, um das Rezept für dein Enteneieromelett aus uns rauszuprügeln."


Demonstrativ wandte Skip den Blick wieder in Richtung der Riesen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 17.12.2018, 20:02:33
Gaston betrachtete einige Momente lang den demonstrativ abgewandten Skip. Eine tiefe Traurigkeit ergriff ihn und er fasste zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage einen weitreichenden Beschluss. “Deine Worte kann ich nur schwer verdauen. Sie zeigen mir, dass Du nichts mehr für mich übrig hast, als Verachtung. Ich schlug den Wettstreit vor, damit wir beide wieder ins Gespräch kommen, ohne dass einer von das Gesicht verliert. Du trachtest wohl nur noch danach, mich verletzen zu wollen. Das ist Dir gelungen. Es tut mir leid, Dich gekränkt zu haben. Ich wünsche Dir alles Gute.“, sagte Gaston leise. Dann entfernte er sich eilig von Skip und suchte Dolgrim, Fiona und Azrim.

Die Situation ist brenzlig, das muss man wohl kaum sagen.“, eröffnete er den dreien das Gespräch. “Die Riesen meinen es ernst, die Stadt angreifen zu wollen, und - beim Tyr! - sie haben alle Möglichkeit dazu. Ich schlage vor, dass wir eine Delegation der Stadt bilden. Wir sagen ihnen, dass Arthur schon die Stadt verlassen habe und bieten ihnen an, die Fährte aufzunehmen. Wenn sie noch nicht darauf eingehen wollen, bieten wir einen Unterpfand an. Mit unseren geringen Kenntnissen und Möglichkeiten sehe ich kaum andere Möglichkeiten. Unser eigenes Leben ist in höchster Gefahr. Da können wir auch gleich gehen. Vielleicht haben wir ja Erfolg - Yondalla steh uns bei! Seid Ihr dabei? Alleine schaffe ich es nicht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 18.12.2018, 03:13:13
Ja, geh' nur! dachte Skip, dem Halbling nachblickend, wie dieser sich zu Azrim, Fiona und Dolgrim gesellte. Geh' und erhol' dich von den schlimmen 'Verletzungen', die ich dir zugefügt habe. Herrje, was für ein Scheinheiliger! Und ich, was für ein Narr! Wie oft muss mir die Lektion noch erteilt werden, bis ich sie begreif': ein jeder steht und fällt im Leben für sich allein. Auf niemanden ist Verlass als auf sich selbst.

Eigentlich hatte er diese Lektion ja schon früh im Leben gelernt, aber in den letzten Jahren war er, so ließ sich nicht länger leugnen, weich geworden. Möglich, dass die (eingebildete) Freundschaft zu Gaston ihren Anteil begetragen hatte, doch der Moment, an dem ein kritisches Maß erreicht wurde, war eindeutig der, als er seinen Halbbruder vom Haken ließ, an den dieser schon angebissen hatte. Wie jämmerlich! Und es war alles so wunderbar vorbereitet gewesen! Und dann, weil der Kerl gar so anständig war und seine Familie gar so herzlich... weil sie Skip, oder vielmehr Bendix, gar so warm in ihrer Mitte aufgenommen hatten... da war es passiert. Er hatte sich erlaubt, eitle Gedanken daran zu verschwenden, wie es wohl wäre, irgendwo so richtig dazuzugehören. Sich gar gefragt, und wenn auch halb im Scherz, ob er das mit der Verlobung durchziehen sollte bis zur letzten Konsequenz. Aber ach, auch dort war es reiner Wunschtraum! Wie würde Bertram wohl reagieren, wenn Skip ihm erzählte, wer er wirklich war? Ihn mit den Fäusten traktieren und herauf davonjagen, wenn er ihn nicht gar auf die Wache brächte! Und auch, um sich die Reaktion des Weibes Cäcilie auszumalen, bedurfte es wenig Vorstellungskraft. Was aber Amalie anbelangte, nun, selbst da wäre es albern, sich Hoffnungen zu machen. Den schmucken Kaufmann aus Niewinter liebte sie, nicht den Tunichtgut aus Tiefwasser. Und wahrscheinlich nicht einmal den Kaufmann selbst, sondern nur die Stellung, die sie durch eine Heirat gewönne. Jedes Lächeln ist Fassade, hinter der sich Eigennutz verbirgt. Nur Mutters war ehrlich, nur ihre Liebe wahr.

Nun musste Skip richtig lachen. Was für Gedanken er sich machte, und ausgerechnet jetzt! Wie wäre es, wenn er sich erstmal darauf konzentrierte, den Tag lebend zu überstehen?

Wenn ich ihn aber überleb', was dann? Wohin soll ich gehen? Zurück nach Tiefwasser kann ich nicht. Wie wär's mit Niewinter? Oder noch weiter in den Süden? Oder Verity hinterher? Mit der hätte ich ein Hühnchen zu rupfen. Zweimal hätte sie mich fast ins Grab gebracht (und der zweite Versuch mag ihr ohne weiteres noch gelingen), da wird man ja wohl davon träumen dürfen, ihr von hinten einen Dolch zwischen die Rippen zu stoßen oder über die Kehle zu ziehen!

Aber er griff vor. Wie gesagt, erst mal den Tag überleben. Danach sah man weiter. Nur sein geliebtes Tiefwasser würde er vermissen, egal wie die Sache hier heute ausging.

Sein Blick glitt über die Ebene. Da, kam endlich Bewegung in die Riesen. Tymora, entschied sich gleich ihrer aller Schicksal? Ein kalter Wind ließ ihn frösteln. Als vermöchte dieser, seine Worte gen Süden zu tragen, flüsterte Skip in ihn hinein:

"Warte nicht zu lang auf mich, Amalie. Such' dir einen neuen Schatz. Meine Gebeine liegen zerschlagen im Eiswindtal."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 22.12.2018, 14:51:51
Dolgrim sollte mit seiner Prophezeiung recht behalten, denn die Riesen dort unten waren offenbar nicht daran interessiert größere Gespräche zu führen oder auch nur sich selbst zu erklären. Stattdessen rief die Riesein, die die Truppe anführte noch ein letztes Wort hinauf zu den Agenten auf den Mauern, die dort gemeinsam mit den Entscheidern von Bryn Shander auf den Mauern standen: "Wir werden also selbst nach ihm sehen, wenn ihr ihn nicht herausrücken wollt!"
Selbst Sherrif Südbrunn schien etwas überfordert von diesen plötzlich auftauchenden Risen, obwohl er hier draußen in der lebensfeindlichen Ödnis des Eiswindtales lebten. Auch die Milizionäre auf den Mauern waren alles andere als ein beruhigender Anblick. Viele zitterten und die Meisten nicht, weil der kalte Wind um ihre Nasen pfiff. Mit Orks und Barbaren kamen sie zurecht, allein ihre Mauern schützten sie da vor dem schlimmsten. Aber Frostriesen? Das war offensichtlich etwas ganz anderes. Und diese Riesen würden jetzt ohne Zweifel versuchen, in die Stadt zu gelangen.[1]
 1. Angriff auf Bryn Shander - Runde 1

Initiative
1. Gaston, Skip und Azrim
2. NSC und Wölfe
3. Fiona und Dolgrim
4. Riesen

Situation: Ihr befindet euch auf den Mauern von Bryn Shander, das bedeutet eure Fernkampfangriffe haben Advantage gegen die Leute unten und ihr habt Half Cover vor Fernkampfangriffen.
Die übrigen Milizen bis auf die drei NSc (Markham, Augrek und Sir Baric) ignoriere ich und würfel für die nur einen einzelnen Angriff pro Riesen pro Runde, um zu sehen, ob sie Schaden anrichten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 27.12.2018, 20:38:15
Als Skip derart von ihm und einer "Leine" sprach, schnellte Azrims Zeigefinger mahnend in die Höhe und er öffnete den Mund und versuchte Widerspruch einzulegen. Doch vergeblich. Die beiden eingespielten Streithähne waren derart mit einander beschäftigt, dass ihm - einem stoisch veranlagten Charaktertyp - es schier unmöglich war sich Gehör zu verschaffen.

Und während sein Finger langsam zu sinken begann, als er unbeachtet auf seinen Moment wartete, bemerkte der Eladrin seinen offenen Mund und schloss ihn ebenso langsam und nickte schließlich schicksalsergeben. So einen wie Skip zu hüten war viel verlangt. Gaston der da noch Öl ins Feuer goss, brachte das Fass zum überlaufen.

Die beiden ungleichen Männer sich selbst überlassend, gesellte sich der Schwertmagier etwas desillusioniert zu seinen anderen beiden Kameraden und versuchte das Gezeter von Koch und Betrüger auszublenden und den Riesen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Als Gaston sich schließlich auch zu ihnen begab und seinen Vorschlag brachte, gaben ihm die Frostriesen vor der Stadt direkt die Antwort. Und so begann es.

Azrim hatte sich nach seinem Kampf mit den Barbaren eine andere Strategie überlegt gehabt, doch die enge Aufstellung der Giganten machte sie zu einem verlockenden Ziel für einen FEUERBALL!

Und so fühlte er sein Erbe in sich aufwallen und streckte elegant den Arm aus...[1]

Kaum war Mystras Welle in all ihrer Schönheit geformt, bewegte sich der Eladrin nach guter elfischer Manier bereits von seiner letzten bekannten Position fort um es den Riesen schwer zu machen seiner habhaft zu werden.[2]
 1. Bonus: Bladesong
Action: Feuerball, DC: 15 Reflex-Save, sonst Hälfte des Schadens, DMG: 26, so platziert, dass alle auf der Karte befindlichen Gegner getroffen werden. Wenn möglich, auch so, dass „dahinter“ Stehende ebenso noch ordentlich was abbekommen.
 2. Move: 6x nach Süden bis ans Ende der Brücke/des Tores.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 29.12.2018, 23:35:48
"Vielleicht hätten wir ihn ja herausgerückt, wenn ihr auf unsere Frage geantwortet hättet, wie er denn ausschaut!" brüllte Skip lauthals zurück—erbost, dass die Riesen seine doch so vernünftige Bitte um Klärung ignoriert (und Dolgrims Vorurteil damit bestätigt) hatten. "Wer nicht kommunizieren will, soll's Maul doch besser gar nicht erst aufreißen!" Letzteres galt Gaston fast noch mehr als den Riesen.

Und dann rückten die Riesen auch schon vor. Dies war wohl der Augenblick, bei dem man—so der Rat, den er von allen Seiten erhielt, als die Möglichkeit einer Konfrontation mit Riesen noch ein reines Gedankenspiel war—in gebührender Eile Fersengeld gab. Oder sich davonschlich. Dummerweise ging beides momentan schlecht, denn die Stadt war umzingelt. Und selbst wenn Skip sich zutraute, an den Riesen vorbeizukommen—die Wölfe würden schwerer. Sie mussten zuerst weg.

Und so schoss er vorwärts zur Brüstung—seinen Bogen dabei zückend—um eins der Viecher vor selbigen zu bekommen. Er zielte und ließ gerade noch rechtzeitig den Pfeil von der Sehne schnellen, bevor die Feinde in einer Flammenwolke verschwanden. Hatte er getroffen? Gespannt spähte er durch die Schießscharte.[1]
 1. move: auf das Feld zwischen Dolgrim und Fiona, in die Rundung. (Um in Kurzbogen-Reichweite (= 16 Felder) zu W1 zu kommen.)
free activity: Bogen ziehen
SA: Angriff auf W1 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1057357.html#msg1057357), trifft 20, für 18 Schaden (davon 13 sneak)
cunning action: Mütze auf den Kopf ziehen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 31.12.2018, 00:36:12
Gaston schüttelte resigniert den Kopf. Vielleicht hätte der Kampf verhindert werden können. Doch nach Azrims Fduerball gab es diesbezüglich keine Hoffnung mehr. Wie auch schon Skip zog er seinen Kurzbogen. Doch er zögerte noch. Mit diesem mickrigen Ding auf Riesen zu schießen kam ihm absurd vor. Nur zögerlich legte er einen Pfeil auf die Sehne.[1]
 1. Ready Action: Angriff, sollte sich ein Riese bis auf 20ft der Mauer nähern.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 02.01.2019, 14:09:21
Die Verteidiger der Stadt waren von dem Feuerball scheinbar genauso überrascht wie die Riesen, die in der Flammenexplosion aufheulten. Aber die drei hühnenhaften Gestalten kümmerte die Flammenexplosion nicht allzu sehr, auch wenn ihr Fellrüstungen deutlich angesengt waren. Die Anführerin ließ dann auch die zwei Winterwölfe von der Leine, von denen einer schon deutlich schwerer mitgenommen war, da ihn nicht nur der Feuerball erwischt hatte, sondern auch ein wohl gezielter Pfeil von Skip. Aber da es keine Feinde zu attackieren gab, liefen sie einfach nur auseinander und fauchten zornig.[1]
Indessen waren die übrigen Verteidiger von Bryn Shander damit beschäftigt, sich erst einmal zu organisieren und sowohl Markham als auch Augrek schafften es nicht, ihre verängstigten Milizionäre dazu zu bringen mehr als einige verirrte Pfeile von den Sehnen zucken zu lassen.
 1. Die Wölfe bewegen sich nach Nordwesten bzw. Südwesten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 02.01.2019, 15:52:57
"Das hier ist einzig und allein Euer Tun! Wir haben es mit Worten versucht, aber wenn Ihr sie nicht hören wollt... Ihr wollt es ja nicht anders..."

Schatten sammelten sich um die Zauberin, es knisterte während sie ihre Magie wirkte und zwei Feuerstrahlen in Richtung der Riesen schickte[1].
 1. Anführerin AC 21 DMG 11 fire; Riese #1 AC 26 DMG 3 fire
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 02.01.2019, 16:56:18
Auch Dolgrim zögerte nicht lange, so waren Riese eben. Sie verstanden nur eine Sprache. Aber so sehr es ihn auch in den Fingern juckte, im Moment war der Platz hinter der Mauer der beste. Also zielte er mit dem Bogen auf die Anführerin und schickte ihr einen Pfeil entgegen.[1]
 1. AC 17, Schaden 6
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Idunivor am 05.01.2019, 13:06:41
Die Anführerin ließ sich nicht beirren, sie zog ein Horn von ihrem Gürtel und bließ hinein, offensichtlich als ein Signal für die übrigen Riesen, die Bryn Shander umringten und nur wenig später begannen die Felsen aus den Beuteln zu fliegen und überall gegen Bryn Shanders Mauern zu prallen. Die Anführerin schritt indessen ruhig und von den Pfeilen, Feuerbällen und Feuerstrahlen ungerührt auf das Tor zu. Einer der Riesen eilte sogar an ihr vorbei mit der großen Axt in der Hand, während der dritte einen frostigen Felsen aus seinem Beutel holte und ihn auf Fiona schleuderte. Der Fels allein hätte genug Kraft gehabt, um die Zauberin zu zerschmettern, aber zum Glück konnte sie hinter den Zinnen in Deckung gehen.[1] Das Krachen war laut und fast alle Milizionäre duckten sich ebenfalls in Sicherheit, als sie sahen, was hier auf sie zukam.[2]
 1. Kein Treffer.
 2. Runde 2

Initiative
1. Gaston, Skip und Azrim
2. NSC und Wölfe
3. Fiona und Dolgrim
4. Riesen

Situation: Ihr befindet euch auf den Mauern von Bryn Shander, das bedeutet eure Fernkampfangriffe haben Advantage gegen die Leute unten und ihr habt Half Cover vor Fernkampfangriffen.
Die übrigen Milizen bis auf die drei NSc (Markham, Augrek und Sir Baric) ignoriere ich und würfel für die nur einen einzelnen Angriff pro Riesen pro Runde, um zu sehen, ob sie Schaden anrichten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 09.01.2019, 14:27:21
Skip war kein Hasenherz, aber als so nahe vor ihm ein Felsbrocken einschlug, tat er doch einen Satz zurück. Wie dann auch noch, kaum dass der aufpeitschte Staub sich zu setzen begann, ein wutverzerrtes Riesengesicht vor ihm auftauchte, auf Augenhöhe[1] und keine Armlänge (aus Riesensicht) von ihm entfernt, wich der Held wider Willen weiter zurück. Fersengeld hätte er gegeben, wäre man nicht umzingelt. So aber klammerte er sich an seinen Plan: Die Wölfe zuerst. Dann klein machen und davonschleichen.

Zwei Schritte brachten ihn um die Ecke und den Wolf wieder in sein Schussfeld. Ein abermals wohlgezielter Pfeil verließ flugs die Sehne. Dann duckte Skip sich unter die Brüstung und schlich an Gaston vorbei, bis er schließlich still zusammenkauerte. Nun bin ich hier, nun da, doch wieder drüben, nun nebendran, bald weiß keiner mehr, wohin ich gang—wo ist die Dame? intonierte er den Text eines dummen alten Straßenschwindels, den er in Jugendtagen wohl ein paarmal inszeniert hatte. Hoffentlich waren die Riesen genauso leicht zu foppen wie die Bürger von Tiefwasser.[2]
 1. Schätze ich da richtig?
 2. move (2): auf Feld zwischen Dolgrim und Gaston.
SA: Angriff auf Wolf 1 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1057627.html#msg1057627), trifft eine 25, für 20 Schaden (davon 12 sneak)
move (4): auf rechtes oberes Randfeld, drei über Gaston
cunning action: hide (mit Hilfe vom Elfenmantel: disadvantage auf perception f. Gegner), Stealth = 27
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 09.01.2019, 21:43:33
Vorerst sicher hinter den Mauern Bryn Shanders wob der Eladrinmagier einen Zauber um den ihn wohl viele beneideten. Augenblicklich fühlte er wie eine ungeahnte Geschwindigkeit seinen Leib erfasste und leicht werden ließ. Mit einem mühelosen Schuß, der kaum länger als ein Blinzeln an Zeit beanspruchte, verletzte Azrim den Wolf - dem Skip so vortrefflich zusetzte - ein weiteres Mal.[1]

"Einigt euch auf wenn ihr schießt!" rief der Magier seinen Kameraden zu als ihm auffiel, dass sich jeder von ihnen ein anderes Ziel gewählt hatte. "Einer nach dem anderen, sonst überrennen sie uns gleichzeitig!" warnte er die Gefährten und mahnte sie zur geschloßenen Zusammenarbeit.

 1. Action: Haste
Haste Action: mit dem Bogen auf den verletzten Wolf schießen. AC: 18, DMG: 10
Move: eventuell so, dass ich auf den Wolf schießen kann => wenn notwendig.
Bonus: diesmal nicht genutzt.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 14.01.2019, 22:48:43
Es war nur zu logisch, dass die Riesen schnell das Stadttor durchbrechen wollten. Die Anführerin hatte bereits ihre Axt gezogen. Gaston befeuchtete seine Lippen und sprach eine Verfluchungsformel gegen die Anführerin der Riesen.[1] Dann bewegte er sich in Richtung des Stadttores.[2] "Wenn wir das überleben, dann betrinke ich mich! Dann trinke ich den ganzen Schnaps der Stadt aus!", murmelte er.
 1. Dissonant Whispers (https://dnd5e.fandom.com/wiki/Dissonant_Whispers) gegen die Anführerin (DC 14)
 2. Felder: 1x SW und 3x S
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 03.02.2019, 17:30:42
Als die Riesen nun mit dem Angriff auf die Stadt begannen, schien sich eine gewisse Lethargie auf die Verteidiger zu legen. Felsen krachen in die Mauer, einige flogen auch darüber und trafen Gebäude innerhalb der Mauer. Der Riese mit der Axt begann auf das massive Tor einzuschlagen und es sah nicht so aus, als würde es lange standhalten können.
Die Abenteurer aber ließen sich davon nicht einschüchtern. Sie stellten sich mit ihrer Magie und ihren Waffen den Riesen entgegen, besonders der Anführerin. Und ihr Mut und ihre Standhaftigkeit schienen sich langsam auf die übrigen Verteidiger zu übertragen.
Vom Tor her i beide Richtungen fassten sich die Frauen und Männer ein Herz und kämpften. Die Bogenschützen begannen koordiniert einzelne Riesen anzugreifen, die Soldaten wurden mit Stangenwaffen und zum Teil auch Mistgabeln ausgestattet, um die Riesen etwas auf Abstand halten zu können und die Verletzten wurden schnell von der Mauer zu den Heilern gebracht.
Während die Gruppe sich auf die Anführerin konzentrierte, attackierte eine kleine Gruppe von Soldaten mit heißem Eintopf und großen Steinen den Riesen am Tor, um ihn davon abzuhalten, durchzubrechen. Hinter dem Tor wurden mehrere Wagen umgeworfen, um einerseits als Barriere für eindringende Riesen zu wirken, aber auch den Soldaten Deckung zu bieten.
Bald waren die Kommandos der Offiziere und die Antworten der Kämpfer in der Stadt ebenso laut wie das Gebrüll der Riesen und das Krachen der Felsen auf Gestein. Lange sah es so aus, als ob die Riesen trotz der tapferen Gegenwehr der Verteidiger siegen würden, doch dann gelang es den Abenteurern und einigen Soldaten an ihrer Seite, die Anführerin und ihre beiden Begleiter niederzustrecken. Und als die anderen Riesen das sahen, ließen sie ihre Steine fallen und flohen hinaus in die Ebene. Am Tor lagen nun drei erschlagene Riesen, ein riesiger Wolf, der zweite ein Stück entfernt und der weiße Schnee war tiefrot gefärbt. Für einen Moment war es still, absolut still, doch dann brach das Tosen des Jubels aus, dass weit in das Land hinaus zu hören war. Bryn Shandar war gerettet und die Abenteurer wurden zu den neuen Helden der Stadt. Auch wenn es viele Tote zu beklagen gab und einige Gebäude stark zerstört worden waren, die Stadt hatte dem Angriff getrotzt und stand stolz und eisig inmitten des kalten Landes. So würde es in der Chronik geschrieben stehen, für immer.

Nachdem die Schlacht geschlagen und die Stadt zunächst wieder sicher war, beratschlagten die Agenten mit Sherrif Südbrunn, darüber, was nun zu tun war. Keiner konnte sich einen Reim auf das seltsame Verhalten der Riesen machen. Im Laufe der Besprechung tauchte ganz aufgebracht ein Mann auf, Sirak von Suzail. Derzeit besucht er einen Freund, den Leiter des Torm-Tempels in Bryn Shandar. So verblüfft alle Anwesenden über sein Auftauche sind, umso verblüffter sind sie, als Sirak ihnen eröffnet, dass er ein Sohn von Artus Cimber sei, demjenigen, den die Riesen offenbar suchten. Er hatte erst kurz vor Ende des Kampfes erfahren, was die Reisen gesprochen hatten und daher war er nicht früher gekommen. Leider konnte er auch nicht wirklich weiterhelfen, denn er selbst hatte seinen Vater nie gesehen und hatte auch keine Ahnung, wo er sich in den letzten Jahren aufgehalten haben mochte. Allerdings verwies er sie an eine Familie in Tiefwasser, von der er wusste, dass sie früher hin und wieder Kontakt mit Artus Cimber hatten.

Alle waren sich einig, dass die Suche nach Artus Cimber möglicherweise etwas Licht in das Dunkle bringen konnte, also wurde beschlossen, gen Süden zu reisen. Zierst wollten sie jedoch zurück nach Mirabar. Sie wollten zunächst Bericht erstatten, bevor sie weiter zogen und Dolgrim war unruhig, da er fürchtete, die Riesen könnten auch in seiner Heimat ihr Unwesen treiben. Und so brachen sie rasch auf und erreichten Mirabar ohne größere Probleme.
In Mirabar erfuhren sie, dass Marquis Selin Ramur nicht in der Stadt war, sie konnten einen kurzen Bericht jedoch bei seinem persönlichen Berater abgeben. Dieser notierte sich alles und lud sie für den nächsten Tag zu einer Audienz ein.
Der Berater verwies sie noch an eine Unterkunft, wo sie auf eine weitere Gruppe von Leuten treffen konnten, die als Unterstützung eingetroffen waren. Und so konnten sie alle einen Abend in Mirabar ausspannen oder feiern, was auch immer ihnen beliebte. Denn eins war klar, nach dem Gespräch am nächsten Tag wartete vermutlich eine weitere längere Reise auf sie.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Skip am 05.02.2019, 00:03:12
Alle waren sich einig, behauptet der Erzähler. Das stimmte natürlich nicht. Doch derjenige, der Uneinigkeit in die Gruppe brächte, hatte zu dem erwähnten Zeitpunkt längt seine Konsequenz daraus gezogen. Blicken wir kurz zwei Wochen zurück: Bryn Shander. Vor dem Tor liegen Leichen im blutroten Schnee: Riesen, Wölfe, einige Verteidiger. Verletzte stöhnten oder schrieen. Die Heiler taten ihr Werk, der Rest versuchte sich Überblick zu verschaffen: wie war die Lage? Waren Freunde und Nachbarn wohlauf? Der Sheriff aber winkte die Agenten zu sich herüber, um zu beratschlagen. Einer folgte dem Handzeig nicht.

Zunächst, weil er noch schlotternd auf dem Wehrgang kauerte. Nicht, dass er ein Feigling wäre. Im Kampf hatte er alles gegeben. Der Köcher auf seinem Rücken gelte als Beweis: leergeschossen! Erst hinterher hatte ihn plötzlich die Angst befallen. Genauer: in dem Augenblick, als die Anführerin der Riesen fiel und ihrer aller Schicksal auf eines Messers Schneide stand. Die Zeit schien stillzustehen. War die Schlacht geschlagen, würden die Riesen, nun führerlos, fliehen? Oder mit verstärkter Kraft—rachelüstern—weiterkämpfen, bis sie Bryn Shander dem Erdboden gleichgemacht hatten und jedem einzelnen Verteidiger die Knochen im Leibe zerschlagen? Nun, wir wissen schon, wie die Sache ausging, doch warum zitterte Skip danach plötzlich am ganzen Leibe?

Vor Wut! sagte er sich. Wut, gegen seinen Willen in so etwas hineingezogen worden zu sein. Was sollte er hier? Das war nicht sein Kampf. Wer weiß, was die Leute hier angestellt hatten, um die Riesen zu verärgern, warum sollte er seinen Hals dafür riskieren? Und die Leute, mit denen er hier durch die Gegend lief? Lebensmüde, alle miteinander! Wie wunderbar hätten sie sich an den Riesen vorbeischleichen und in Sicherheit bringen können. Aber nein! Da wurde statt dessen in die Stadt gezogen, von der man wusste, dass sie am nächsten Tag von Riesen überfallen würde. Das war nicht einmal ihre Aufgabe. Dazu hätte man wirklich mehr Leute schicken sollen.

Riesen! Und Wölfe. Verrückte Drachen mit Knochenhaufen auf dem Rücken. Und diese grässliche Kälte!

Nun, er hatte ja schon mit dem Gedanken gespielt. Bislang hatte ihn immer noch die Hoffnung gelockt, dass—wenn er sich hier beweisen könne—er die geliebte Heimat wiedersähe. Den Halbbruder. Amalie. Die vertrauten Gassen. Ach, aber was war er auf einmal sentimental. Eine Lachnummer. Was würde ihm das alles nützen, wenn er tot war? Also Schluss damit. Es gab noch andere Städte. Und neue Maschen. Vielleicht war es längt an der Zeit. Ein Schwindler konnte nicht auf ewig am selben Ort bleiben. Er würde irgendwo neu anfangen.

Und nie wieder einem Halbling trauen. Oder einer Frau. Oder... irgendwem.

~~~

So machte sich Skip also, sobald die Luft rein schien, aus dem Staub. Und diesmal kehrte er nicht um.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 06.02.2019, 14:14:44
Der Marquis war nicht zu sprechen. Kein Problem. Fischer hatte eh nicht viel zu sagen. Der Berater des Marquis dagegen schon. Dafür, dass er so tat, als sei er ein ganz furchtbar beschäftigter Mann, dem diese unerwartete Unterbrechung seiner wichtigen Tätigkeiten nun ganz und gar in Zeitnot brächte, redete er wirklich erstaunlich viel und ausnahmslos Zeug, das für jeden offensichtlich war. Natürlich war die Gruppe, die Fischer durch die Wildnis hätte geleiten sollen, längst abgereist und außer Reichweite. Wie hätte es anders sein können, nach sechs Wochen? Aber deswegen musste Fischer doch trotzdem kurz vorbeischauen und berichten, was ihn verhindert hatte und dass er jetzt wieder zur Verfügung stand. Ja, was hatte ihn denn bloß so lange aufgehalten? wollte der Mann darauf wissen (und brauchte dreimal so viele Worte für diese Frage, als Fischer benötigt hätte). "Wölfe, am Pass", antwortete Fischer.

Daraufhin musterte der Mann ihn von Kopf bis Fuß und wieder bis zum Kopf. Fast schon beleidigend lange. Als dränge ihm Fischers Erscheinungsbild Zweifel an seinen Worten auf. Dabei hätte bereits ein flüchtiger Blick ausreichen müssen, ihre Wahrheit zu bestätigen. Die Kleidung schlotterte dem Besucher am abgemagerten Leib, Hemd und Hose waren zerfetzt, steif und mit altem Blut befleckt, die daraus entstandenen Blößen notdürftig umwickelt von grob bearbeiteten Wolfsfellen—vier Welpen zierten die Beine, während die Mutter und zwei Jährlinge, grob vernäht, ihm als Mantel um die Schultern hingen—und schließlich war da noch Kleiner selbst. Überwältigt von den vielen neuen Eindrücken, den vielen Menschen in der Stadt, drückte der junge Wolf sich ängstlich in Fischers Arme. (Eigentlich war er dafür schon zu groß und Fischer hatte ihm bereits letzte Woche erklärt, dass er ihn nicht mehr durch die Gegend tragen würde, hatte sich aber noch einmal erweichen lassen: er selbst fand den Trubel der Stadt fast so schwer erträglich wie die Welpe.)

"Komm, lass dich nicht einschüchtern, Kleiner", ermunterte Fischer sein tierisches Mündel, bevor er ihn auf den Boden setzte, worauf dieser sich schutzsuchend gegen seine Beine drängte.

Endlich schien der Mann des Marquis seine Betrachtungen abgeschlossen zu haben und nickte zufrieden.

"Können wir dann gehen?" fragte Fischer.

Doch ganz so einfach ließ der Mann des Marquis Fischer nicht vom Haken. Am Vormittag seien hier zwei Leute aufgetaucht, die er für geeignet hielte, den vor sechs Wochen losgezogenen Agenten als Verstärkung ins Eiswindtal hinterher zu schicken. Wenn der Marquis das am morgigen Tag auch so sähe, so träfe sich Fischers Ankunft gerade geschickt, denn er könne die beiden, die von weither stammten und sich hier nicht auskennten, gen Norden führen und sich, dort angekommen, mit ihnen der besagten Agentengruppe anschließen.[1]

"Gut, mach' ich", sagte Fischer und wandte sich zum Gehen.

Den Namen der Unterkunft rief der Berater ihm noch nach und fügte hinzu: "Nur zwei Gassen weiter gibt es ein Badhaus, das hat bis Mitternacht geöffnet."

Fischer fletschte die Zähne, aber das bekam der Mann nicht mehr mit.

~~~

So sehr er sich selbst nach einem Bad sehnte, lenkte Fischer doch seine Schritte zuerst in Richtung der genannten Unterkunft. Sein Magen knurrte einfach noch ein wenig lauter als sein Körper (und seine Nase) nach Seife und warmem Wasser verlangte.

Und so war es eine ziemlich abgerissene Gestalt, die den wohlgefüllten Schankraum des "Zornigen Ebers" zur besten Vesperstunde betrat. Abfällige Blicke und demonstratives Naserümpfen anderer Gäste ignorierend, suchte er den Raum nach einem freien Platz wie auch nach den beiden beschriebenen Personen[2] ab. Kleiner lugte zwischen seinen Beinen hervor und schnupperte aufgeregt.
 1. EDIT: Text angepasst, nach
Blutschwinges Klärung (Anzeigen)
 2. Sollte er Kylre und Kara dort erblicken, würde er sich (ungefragt und ohne sich vorzustellen) an ihrem Tisch dazusetzen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Azrim Greycloak am 06.02.2019, 20:07:39
An dem Tag an dem Bryn Shandar den Riesen standhielt feierte Azrim mit seinen Freunden und trank auf die tapferen Verteidiger der Stadt. Auch wenn es für einen hochelfischen Magier seltsam anmutete, so steckte dennoch genug Soldat in dem grünäugigen Tel Quessir um den geschlagenen - und gewonnenen! - Waffengang richtig schätzen zu können.

Vor den Toren Mirbars allerdings erreichte den Eladrin unverhofft eine magische Nachricht, deren Inhalt oder selbst Absender er nicht mit anderen teilte. Doch Eile schien geboten Und so verabschiedete er sich von seinen Gefährten ebenso einsilbig und unverbindlich wie sie ihn kennen gelernt hatten.

Azrim Greycloak machte sich noch in der selben Stunde auf um auf seinem Pferd in Richtung Langsattel zu galoppieren und verschwand hernach endgültig aus dieser Geschichte und setzte seine Kräfte anderer Orts für das Gute in Faerun ein.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 06.02.2019, 21:27:44
Kara verstummte mitten in dem Teil der Geschichte, als der Hühne Ranveigh versuchte den Troll vom Berg zu stoßen, umschloss den fast geleerten Krug fester und musterte den Waldläufer. Tief in ihrem Inneren, kaum merklich, erhob sich ein Gefühl und sie stellte sich vor, wie ihre Bärin die Nase in dieselbe Richtung reckte und witterte. Etwas hatte auch ihr Interesse geweckt.
"Kylre." Sie nahm den letzten Schluck während der Fremde zielsicher die Distanz zu ihnen überwand. Sie lehnte sich ein wenig zurück, abermals zufrieden über ihren Tisch. Kylre und sie selbst saßen etwas abseits des größten Trubels mit dem Rücken zur Wand und den Augen zum Schankraum ... selbstverständlich in Hörweite des Wirten.

Die Ankunft des Mannes hatte Aufmerksamkeit erregt, aber nun wandten sich die Gäste ihren eigenen Belangen zu. Kara hob eine Augenbraue, als sie das kleine weiße Fellknäuel entdeckte, das den Mann begleitete. Sie versuchte einzuschätzen, wie groß das Wölfchen werden würde, wie stark. Auch wenn sie selbst ohne Hund reiste, so mochte sie die Begleitung der riesigen Kriegshunde ihrer Heimat - besonders im Kampf. Wie aufwendig mochte es sein einen Nordwolf zu trainieren?

Der Fremde setzte sich wortlos. Er roch nach feuchtem Fell und Erde, darunter nach Schweiß und Blut. Ein angenehm bekannter Geruch.

Er hinkte merklich.
Er war zu dünn.
Keine Herausforderung.

"Oy, Tammo!", polterte Kara. Sie bewegte den erhobenen Finger im Kreis und deutete dem beunruhigten Wirten so, eine Runde für alle am Tisch nachzuschenken. Sie setzte sich breitbeinig zurück, legte die Unterarme auf den Tisch und sah den Neuankömmling auffordernd an.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 06.02.2019, 22:14:26
Am Rande des gut gefüllten Schankraums sitzend - mit dem Rücken zur Wand wie es sich gehörte - hatte Kylre seinen schweren Kriegshammer auf den Tisch vor sich gelegt und so sicher gestellt, dass niemand auch nur auf die Idee kam die beiden Fremdlinge in irgend einer Weise zu belästigen. Auch wenn Karas bloße Anwesenheit so etwas normaler Weise mehr als sicher stellte, war es für den jungen Kapitän eine Frage der Ehre ebenso seinen Teil bei zutragen und nicht seiner langjährigen Begleiterin das Feld zu überlassen.

Wenn jemand den Mann aus dem "Süden" - was von Mirbar aus ja fast gesamt Faerun war - musterte, so blickte man in ein offenes, maskulines Gesicht welches ausdrucksstark die Gefühle des Seeräubers zeigte. Mehr drahtig als wahrlich muskulös, trug der offensichtliche Priester - dazu kommen wir gleich - eine schwere Rüstung als Kleidung, die seinen gesamten Leib schützte. Nur ein wetterfester Umhang schien nicht direkt dem Leben als Krieger geschuldet zu sein. Eine graue Sturmwolke mit drei gezackten Blitzen zierte den hölzernen Rundschild, sie auch hing gleichzeitig an einem geflochtenen Lederband als heiliges Symbol mitten auf der stahlbewährten Brust.

“Kylre.“ sagte Kara unverhofft mitten in ihrer Geschichte. Mit wachen, blaugrauen Augen suchte der Ruathen das Ziel ihres Blickes und sah den schlaksigen Mann auf sie beide zukommen. Sich mit der Selbstsicherheit eines Menschen, der wusste das sein Gott an seiner Seite kämpfte, zurück lehnend nickte er dem Neuankömmling grüßend zu, behielt aber seine Zunge im Zaum und wartete darauf was dieser von ihnen wollte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 07.02.2019, 00:42:21
Auf der Reise vom Eiswindtal zurück in etwas weniger lebensfeindliche Gefilde, wurde die Gruppe immer kleiner. Skip hatte sich garnicht erst zu ihrem Treffpunkt eingefunden, als sie morgens losgereist waren. Zwar hatten sie noch eine Stunde damit verbracht, ihn in Bryn Shander zu suchen, aber ohne Erfolg. Schließlich konnten sie nicht länger warten und brachen auf. Azrim war dann der nächste. Immerhin hatte der Hochelf den Anstand, sich noch zu verabschieden, wenn auch ohne viele Worte. Und auch bei Dolgrim hatte Fiona immer mehr das Gefühl, dass den Zwergen etwas von der Aufgabe wegzog, die sie übernommen hatten. Da war einfach ständig eine unterschwellige Beunruhigung über die Beobachtungen, die sie im Eis gemacht hatten. Und Dolgrim war weniger der Typ, der sich um sich selbst Sorgen machte. Aber er würde schon von selbst auf sie zukommen, daher entschloss die Halbelfin sich, das Thema nicht anzusprechen.

Im Gegensatz zum Hinweg wurde die Reise nach und nach immer leichter und auf dem Rücken ihres Vollblüters Hurricane ließ es sich durchaus aushalten. Irgendwann hatten sie es sicher bis in die Minenstadt Mirabar geschafft, wenn man bei diesem grundhässlichen Anblick überhaupt von einer Stadt reden konnte, wo sie zunächst dem Marquis Selin Ramur Bericht erstatten wollten. Zwar fanden sie recht schnell heraus, dass dieser garnicht anwesend war, aber zumindest konnte sein Berater ihnen weiterhelfen. Fiona hatte durch ihre Vergangenheit an verschiedenen Höfen und anderen Orten mit Würdenträgern gelernt, wie man mit der Bürokratie umzugehen hatte[1], und immerhin bekamen sie auch recht schnell die Zusicherung einer Audienz für den nächsten Tag.

Damit blieb ihnen nur noch die Unterkunft zu finden, die ihnen von dem Berater empfohlen wurde. Ein Gasthaus in der Stadt. Anscheinend hatte die Allianz noch weitere Verbündete gefunden, die sich der Sache annehmen sollten, und die sie dort ebenfalls antreffen würden. Der Marquis würde sicherlich nicht allzu erfreut über die Neuigkeiten sein. Da waren zum einen die Riesen und irgendeine alte Schuld, aber auch die Tatsache, dass sich ein größerer Teil ihrer Truppe abgesetzt hatte. Die Verstärkung war bitter nötig, wenn sie ihre Aufgaben irgendwie weiter verfolgen wollten. Immerhin führte sie der nächste Schritt ihrer Reise höchstwahrscheinlich nach Tiefwasser. Zivilisation. Ein klarer Fortschritt gegenüber der eisigen Kälte des Hohen Nordens. Fiona sehnte sich in dem Moment aber vor allem nach einem heißen Bad und einem warmen Kamin nach der langen Reise. Der Rest würde schon früh genug auf sie zukommen.

Es wurde noch ein Stall für die Reittiere gesucht und als sie dann endlich das Gasthaus betraten, ging Fiona schnurstracks zur Theke, um den Wirt anzusprechen. Die junge Dame trug den warmen Fellmantel mittlerweile offen, da die Temperaturen im Vergleich zum Beginn ihrer Reise doch ein wenig gesunken waren. Darunter kam ihre Reisekleidung und auch ihre gute Figur zum Vorschein. Dank einiger Zaubertricks[2] konnte man weder den Staub noch den Dreck der Rückreise an ihrer Kleidung ausmachen. Den einen oder anderen neugierigen Blick der anderen Gäste in ihre Richtung ignorierte sie vollkommen.

"Herr Wirt! Wir benötigen Zimmer für die Nacht, etwas Warmes zu Essen und etwas Kühles zu Trinken. Und ein Bad!"

In ihrer Stimme klang dabei eher ein befehlender Ton mit, was wohl zu nicht ganz unerheblichen Teilen auch der langen Reise geschuldet war.
 1. Background Feature: Court Functionary
 2. Prestidigitation
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 09.02.2019, 20:38:44
Beim Durchqueren des Raumes konnte der junge Wolf sich nicht entscheiden, ob er links oder rechts von Fischer laufen wollte, oder vorneweg oder hinterdrein, und so wechselte er ein halbes Dutzend mal die Seite, am liebsten direkt vor Fischers Füßen, oder schlüpfte gar zwischen dessen Beinen hindurch, die Nase dicht am Boden, schnüffelnd. Manch ein Beobachter mochte den Atem anhalten in Erwartung eines Sturzes, doch keine noch so plötzliche Kehrtwende seines Begleiters brachte Fischer ins Stolpern. Stets im rechten Augenblick tat er einen Schritt zur Seite oder stieg über das Tier hinweg oder hielt kurz inne.

Karas Interesse an seinem vierbeinigen Begleiter hatte Fischer wohl bemerkt und so hob er den Kleinen, kaum dass er selbst sich am Tisch niedergelassen hatte, auf selbigen hinauf. Der kleine Wolf drückte sich zunächst ängstlich an Fischers Brust, doch nachdem einige verzagte Vorstöße mit Nase oder Pfote keine Gefahr offenbarten, wagte er sich doch vor, in tappsigen Schlangenlinien, an Händen und Bierkrügen schnuppernd, bald darauf leckend, dann eifrig den Tisch in ganzer Länge weiter erforschend.

"Er hört auf Kleiner", sagte Fischer, worauf der Wolf tatsächlich die Ohren spitzte und kurz zu Fischer hinüberblickte, bevor er sich wieder seinem Forschertum hingab.

Von der tierischen Vorstellung abgelenkt, bemerkte Fischer den nahenden Wirt erst, als dieser einen Krug vor ihm abstellte. "Und einen Teller Eintopf", bestellte er. "Dazu einen halben Laib Brot und habt Ihr Fisch? Forelle? Eine Ganze, bitte, roh. Für den Kleinen."

Darauf hob er den Krug und wollte der Spenderin zuprosten, als der Auftritt der für diese Wirtschaft viel zu gut gekleidete Dame die Augen aller Herren im Raum auf sich zog. Doch Fischer wandte sich recht bald wieder seinen Tischgenossen zu.

"Prost!", sagte er und, ein wenig verspätet vielleicht: "Ich bin Fischer."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 10.02.2019, 11:14:37
Kara einen Seitenblick zuwerfend, verharrte der langhaarige Priester für einige Momente in seiner Pose in denen er darauf wartete ob Fischer einen Grund vorbrachte weshalb er sich zu ihnen gesellt hatte. Als keiner folgte, trank er mit großen - wohl geübten - Zügen den Rest seines Krugs aus, ehe er ihn lautstark auf die Tischplatte schlug und mit einer schwieligen Hand nach dem Henkel des nächsten griff.

"Fischer also?" vergewisserte er sich, ehe er den schäumenden Bierkrug hob und mit einem ehrlichen "Prost!", das von einem Lächeln begleitet wurde, antwortete und mit seinen beiden Sitznachbarn anstieß.

Nach einigen zufriedenstellenden Schlucken wischte sich Kylre beiläufig den Schaum aus dem Bart und sah den Abgerissenen auffordernd an. "Und was können wir für dich tun Fischer?"

Einen reflexartigen Blick an dem Waldläufer vorbei machend, wanderten die Augen des Seefahrers einmal Fionas Körper entlang ehe er anerkennend eine Augenbraue hob ein zustimmendes "Hmn." brummte. Dann gehörte seine Aufmerksamkeit wieder Fischer und Kleiner.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 10.02.2019, 13:39:20
Kara folgte Kylres Blick und schmunzelte in ihren Krug hinein. Nach einem tiefen Zug richtete sie ihren Blick auf die abgewetzte Gestalt und seine grobschlächtige Kleidung. „Fischer? Du siehst eher aus wie ein Waidmann.“ Sie musterte die Felle und blickte kurz, abwägend zum kleinen Wölfchen, das gerade an einem ihrer Haarbänder schnüffelte. „Wir jagen auch. Nur interessieren wir uns im Moment für größere Beute.“ Sachte schob sie Kleiner wieder Richtung Fischer. Irgendwo weiter vorne im Raume klirrten Krüge zusammen und die Tür ging erneut auf und zu. „Vielleicht kannst du uns dabei ja weiterhelfen? Kylre und ich sind nicht oft im Hohen Norden, wie du dir denken kannst.“

Tammo, der nervöse Wirt, setzte einen großen Teller würzig riechenden Eintopf auf dem Tisch ab und platzierte den rohen Fisch, nebst einer Schale mit Wasser auf dem Boden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Dolgrim Frostbart am 14.02.2019, 10:17:02
Dolgrim war während der Rückreise noch schweigsamer als sonst, er sagte also gar nichts. Manchmal brummte er in Gedanken vor sich hin und die anderen sahen, dass ihn etwas beschäftigte. Aber niemand fragte nach, sie erwarteten sowieso nicht, eine Antwort zu bekommen – vermutlich zu Recht. Sie kannten den Zwerg nicht anders als grummelnd und wortkarg, nur im Kampf mit den Riesen schien es, als sei er „erwacht“ und danach wieder in seine eigene Welt verschwunden.

Und so überraschte es niemand, als Dolgrim abends nicht mit ihnen in der Taverne saß, sondern sich in der Stadt herum trieb, wie Fiona es ausdrückte. Als er schließlich zurück kam, wurde schnell klar, dass er nicht bleiben wollte. Er verabschiedete sich von Fiona und Gaston, denn er musste fort. Wenn die Riesen in den Bergen ihr Unwesen trieben war sei Platz in seiner Heimatstadt.

Und so zog er davon, einem eigenen Abenteuer entgegen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 14.02.2019, 22:53:26
Wie Dolgrim, war auch der sonst so fröhliche Halbling in den vergangenen Tagen schweigsamer geworden. Der Verlust seines Freundes beschäftigte ihn sehr. Gaston hatte nicht geglaubt, dass er den unzuverlässigen, verlogenen und emotional labilen Mistkerl so sehr vermissen würde. Tatsächlich war 'vermissen' noch untertrieben. Gaston hatte sich zurückgezogen und ein paar heimlich ein paar Tränen vergossen. Er machte sich schwere Vorwürfe, seinen Freund verstoßen zu haben. Und er kannte Skip gut genug, um zu wissen, dass dieser sich in diesem Zustand in einige ernsthafte Schwierigkeiten bringen würde. Das war so sicher, wie Zwerge einen Bart tragen. Gaston fragte sich, ob er Skip noch einmal wiedersehen würde. Mit diesen Gedanken sich tragend suchte er bei nächster Gelegenheit einen Schreib von Tymora auf und spendete ein Opfer verbunden mit dem Wunsch, dass er Skip wohlbehalten wieder treffen würde.

Es wurde nicht besser. Als hätten alle nur auf das Signal gewartet, verabschiedeten sich nach Skip nun auch noch Azrim und Dolgrim. Lediglich Fiona war von der ursprünglichen Truppe noch geblieben. Und dies war diejenige Person, die Gaston noch am schlechtesten kannte. Er hatte versucht, Fiona betrunken zu machen, da Trunkenheit immer der Beginn einer guten Freundschaft war. Doch Fiona hatte sich nach wenigen Bechern entschuldigt.

Hatte es jemals einen Zeitpunkt gegeben, da Gaston sich so einsam gefühlt hatte?

Aber Gaston wäre kein Halbling, würde er sich lange seiner Traurigkeit hingeben. "Habe ich Dir jemals von meinem Vetter zweiten Grades Marten erzählt? Marten war ein Abenteurer allererster Güte. Er hat mir in jungen Jahren beigebracht, wie man mit einer Schleuder umgeht. Wir haben uns auf die Stadtmauer von Tiefwasser gestellt und alle Fenster des Gildenturms eingeschossen. Ich sage Dir, der alte Donnermeister war so sauer, dass er einen ganzen Haufen von Imps beschworen hat. So schnell bin ich noch nie gerannt. Ich schweife ab. Was ich sagen wollte, Marten größtes Talent war jedoch, dass er beständig Leute kennen gelernt hat. Man hätte ihn auf dem Grat der Welt aussetzen können. Eine halbe Stunde später, würde er ein rauschendes Fest mit Drow und Orks und Zwergen feiern. Ich schwöre es. Okay, vielleicht schweife ich wieder ab. Jedenfalls denke ich, dass wir uns nach neuen Gefährten umsehen sollten. Das war eigentlich, was ich sagen wollte."

Gaston wandte sich an den Wirt und fragte, ob kürzlich neue Abenteurer in die Stadt gekommen seien. Viele konnten es ja nicht gewesen sein, denn die Stadt war nicht groß, und die Chancen standen gut, dass eben jene Ankömmlinge ebenfalls von der Gilde geschickt worden waren. Der Wirt wies ihm den entsprechenden Tisch.

"Ich heiße Gaston und das ist Fiona. Wir sind Agenten im Auftrag der Zehnstädte. Dürfen wir uns setzen?", sagte er und wartete, dass man sie dazubat.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 15.02.2019, 16:51:56
Der zornige Eber war eine gute Taverne, aber keine Besonderheit. Es war sauber, es roch nach gutem Essen und nicht nach Spelunke. Dementsprechend nickte der Wirt auf Fionas Frage. "Ja, Zimmer haben wir, das Essen ist warm und das Bier ist kalt. Und ein Bad kann ich euch richten lassen, wir haben sogar einen extra Raum für Frauen. Vor oder nach dem Essen?"

Gaston wies er den Tisch zu drei Leuten, die vor kurzem angekommen waren, allerdings nicht zusammen, daher wusste der Wirt nicht so Recht, ob es die richtigen waren. Aber das war ihm auch egal, falls nicht würde der kleine Mann schon wiederkommen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 15.02.2019, 17:43:25
Fiona blickte zwischen dem Wirt und dem kleinen Halbling hin und her. Dann richtete die junge Frau wieder ihre volle Aufmerksamkeit dem Gastwirt.

"Hervorragend! So wie es aussieht, ist nach dem Essen die richtige Zeit."

Dann folgte sie Gaston zu dem Tisch, wo er gerade dabei war sich und sie selbst vorzustellen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 17.02.2019, 15:18:11
"Falsche Frage, Kylre", entgegnete Fischer dem frommen Mann. "Ich soll etwas für euch tun."

An Kara gewandt, erklärte er: "Und ich bin selten so weit im Tiefen Süden wie heute. Größere Beute gibt's bei uns kaum. Robben... dafür müsste man an die Küste, aber Robbenfelle werden in den Zehnstädten viel gehandelt. Schneekatzen, Eisbären... taugen für den gelegentlichen Bettvorleger. Oder meinst du noch größer? Alle paar Jahre tauchen bei uns Südländer auf und tönen groß daher, sie wollten Yetis jagen, denn für Yeti-Felle zahlten Kaufleute bei ihnen daheim ein Vermögen. Wir versuchen ja, es ihnen auszureden, aber die wenigsten hören. Von den anderen hört man dann nie wieder. Aber also, wenn wir beim Jagdwild bleiben... na ja Schneehasen gibt's, nur dafür stellt man Fallen. Und halt Fische. Fische hat's genug."

Er nimmt einen weiteren Schluck aus dem Krug und blickt Kara und dann Kylre prüfend an.

"Ihr seid aber keine von diesen Irren, die Yetis jagen wollen, oder?"

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=7636.0;attach=13719)
Derweil hatte Kleiner den Fisch und die Wasserschale entdeckt und war, während ringsum flinke Hände volle Bierkrüge und Suppenteller retteten, vom Tisch über zwei Schöße hinweg zu Boden geklettert, um sich dort ausgehungert auf sein Fressen zu stürzen. Doch wie er da so, nichts Böses ahnend, an seinem Fisch herumzerrte, trat urplötzlich eine kleine Gestalt, die sich hinter den fließenden Gewändern der (auch ohne Bad wohlduftenden) Dame versteckt hatte, hervor, baute sich vor dem Tisch auf, direkt neben dem Fischteller, und sprach in die Runde.

Aufjaulend tat Kleiner einen Satz zurück. Das war einfach zu plötzlich! Doch schon auf den zweiten Blick erkannte der junge Wolf, dass der Neuankömmling so allzu viel größer als er selbst gar nicht war, und rückte wieder vor, knurrend, um sich breitbeinig über seinem Fischteller aufzubauen, bereit, ihn mit Zähnen und Krallen zu verteidigen.

"Wie du siehst, Kara, musst du hier aufpassen, was du über Fisch sagst", meinte Fischer trocken. "Kleiner mag Fisch."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 17.02.2019, 17:59:33
Mit einigen flinken Schritten war Fiona hinter Gaston hergehuscht, um ihn einzuholen, was mit ihren Beinen, die etwa so lang waren wie der ganze Halbling, allerdings auch nicht weiter schwierig war.

"Gaston, wie ich sehe lässt Du auch beim Umsehen nach neuen Gefährten nichts anbrennen. Aber der Berater sagte ja, dass wir hier ein paar Leute antreffen würden, mit denen wir uns verbünden können. Meinst Du, das sie das sind?"

Während sie auf eine Antwort auf Gastons Frage, ob sie sich zu ihnen gesellen dürften, warteten, entledigte die Halbelfin sich ihres warmen Fellmantels, der hier drinnen nun wirklich nicht mehr nötig war, was unweigerlich dazu führte, dass dem Tisch am Rande des Schankraums zumindest für einen Moment wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu Teil wurde, und hing ihn sich vorerst über den Arm. Ihre Kleidung machte einen eher hochwertigen Eindruck und war auch durchaus für eine Reise geeignet, wenn auch vielleicht ein klein wenig mehr nach dem Erscheinungsbild an Stelle von Funktionalität ausgewählt, und dazu erstaunlich sauber; enganliegende Hosen aus weichem, braunen Leder und ein dunkelgrünes Oberteil aus warmer Wolle, das wie ein kurzes Kleid oder eine längere Tunika nicht ganz bis zu ihren Knien herunterhing und zu Gunsten der Beweglichkeit an einer Seite bis zur Hüfte hoch geschlitzt war. Dazu feste Stiefel und ein breiter Gürtel um ihre schlanke Taille herum mit einigen Beutelchen und einem Behälter für Karten oder Schriftrollen daran. An beiden Seiten lugten zudem schlanke Dolchgriffe hervor, deren Scheiden sich hinten am Gürtel befinden mussten. Normalerweise würde wohl noch ein weiter Kapuzenumhang dazu gehören, um sie vor den Widrigkeiten des Wetters zu schützen, dieser befand sich aber zu Gunsten des wärmeren Fellmantels zusammengerollt in ihrer Umhängetasche zusammen mit ihren restlichen Habseligkeiten. Dazu hatte sie noch eine Schlaftolle und einen nahezu leeren Wasserschlauch dabei, so als würden sie wirklich gerade von der Straße kommen. Eine gewisse Müdigkeit in ihrem Blick zeugte ebenfalls davon und sie musste sich zudem schon ein wenig anstrengen, um in ihrer Haltung aufrecht zu bleiben.

Sie musterte die drei Gäste am Tisch und den kleinen Wolfsjungen, der immerhin den Anstand hatte, aufzustehen, um sie zu begrüßen. Oder vielleicht wollte er sie auch nur von seinem Essen fernhalten.

Auf jeden Fall wirkten die Drei wildnis- und kampferprobt. Der größere Mann trug die halbe Wildnis gleich mit sich herum, dazu ein Priester oder Gotteskrieger, sowie eine durchtrainierte Stammeskriegerin, deren Trophäen erfreulicherweise eher nach Bär denn nach Tiger aussahen, das hätte sonst vielleicht zu Komplikationen führen können. Im Vergleich zum Großteil der Gäste hier wirkten sie auf jeden Fall bereit für eine Aufgabe wie die ihrige. Jedenfalls, wenn es wieder in nördliche Richtung gehen würde, wobei Fiona sich dessen nicht allzu sicher war. Womöglich würde der Marquis sie morgen auch in den Süden, gen Tiefwasser, entsenden, um mehr über Artus Cimber und diesen Ring des Winters herauszufinden. Ihr zumindest würde das gut gefallen.

Gedanklich stimmte sie Gaston bereits zu. Das mussten sie wohl sein.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 17.02.2019, 20:15:19
Als Fischer ihn so rüde eines Fehlers bezichtigte verfinsterte sich Kylres Blick und eine tiefe Zornesfalte entsprang zwischen den Augenbrauen des schwer gerüsteten Mannes. Die Hand zur Faust ballend, wäre diese beinahe heftig auf die Tischplatte hernieder gefahren, aber ein plötzlich auftauchender Halbling verblüffte den Kapitän der Wavedancer derart, dass er seinen Jähzorn wieder soweit vergaß, dass Fischer "nur" einen zur Mahnung erhobenen Finger vor`s Gesicht gehalten bekam, hinter dem der finstere Blick des Mannes ihn eindringlich fixierte, der hier offenbar schon einige Bierkelche - vielleicht auch bereits zuviele - im Laufe dieses Abends geleert hatte. Und dann verflog der Zorn des Ruathen so schnell wie er hoch gebrodelt war.

"Pah!" entfuhr es Kylre statt dessen lautstark. Sogleich antwortete er Fischers Frage: "Für Yetis verlassen wir die Küste nicht. Mit so etwas geben wir uns gar nicht erst ab!" Die Hand vom Kelch nehmend, schob er sich die langen braunen Haare aus dem Gesicht und strich seinen Bart gerade, als er zu Gaston und Fiona blickte und sie beide einschätzend musterte, wobei er sich nicht genierte, sich dafür ausreichend Zeit zu lassen. "Und ihr? Agenten? Der Zehn Städte?" fragte er mit einer offensichtlichen Mischung aus Unglaube und Neugierde. "Sachen gibt es..."

"Aber setzt euch doch. Setzt euch! Wenn ihr von einem "Berater" sprecht, dann habt ihr unsere"
- hier erfolgte ein wertschätzender Blick in Richtung Karas an seiner Seite, die bisher geschwiegen hatte und wohl gerade ihre eigenen Schlüsse zog -"volle Aufmerksamkeit. Denn auch wir haben uns mit einem Berater getroffen der interessante Dinge zu berichten wusste."

"Doch unser Waidmann mit der Vorliebe für Fisch hier"
und damit wanderte sein Blick wieder zu dem seltsamen Genossen mit dem Welpen "wollte uns gerade erklären was er alles für uns tun kann. Nun - nur zu!" forderte er den Menschen mit einer motivierenden Geste der Linken auf.

Sich erwartungsvoll zurück lehnend stützte der Priester des Valkur seine Ellenbögen links und rechts auf der hölzernen Lehne der Bank ab und legte erwartungsvoll den Kopf ein wenig schief während er den gegenüber Sitzenden musterte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 17.02.2019, 20:57:30
Als Gaston erwähnte, dass sie von den Zehnstädten ausgesandt wurden, musste Fiona leicht schmunzeln. So sehr konnte die Kälte ihm doch wirklich nicht zugesetzt haben. Aber dann wurde ihr klar, dass der Halbling das sicherlich mit Absicht so gesagt hatte. Schließlich musste ja nicht jeder wissen, dass sie für die Fürstenallianz unterwegs waren. Und wenn sie alle morgen zum Marquis vorgeladen werden sollten, dann würde sich die Sache ja ohnehin aufklären.

"Dann sind wir hier wohl in der Tat richtig. Ihr spracht nicht zufällig mit dem Berater des Marquis Selin Ramur? Denn er war es, der uns hierher gesandt hat und dabei auch andeutete, dass wir hier noch auf andere treffen würden, die sich um die aktuelle Lage im Norden kümmern wollen. Wir kommen gerade aus Bryn Shander. Nun, auf mich macht ihr jedenfalls den Eindruck, dass ihr genau diese Leute sein könntet."

Fiona sprach im Anschluss einige arkane Worte und gestikulierte in Richtung eines der freien Stühle. Eine geisterhafte Hand[1] ergriff daraufhin selbigen und zog ihn neben die junge Frau, die begleitet von weiteren Worten und einigen wedelnden Handbewegungen[2] vor allem in Richtung der Sitzfläche des Stuhls und des umliegenden Bodens schließlich mit einem zufriedenen Lächeln darauf Platz nahm, während sie ihre Schlafrolle und den Wasserschlauch samt Fellmantel neben sich auf den Boden legte und die Umhängetasche am Boden zwischen ihren Stiefeln einklemmte.

"Aber bitte, lasst euch in eurem Gespräch nicht von uns unterbrechen."
 1. Mage Hand
 2. Prestidigitation
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 18.02.2019, 11:42:34
Kylres aggressive Reaktion auf Fischers leutselige Ansprache ließ diesen erstaunt eine Augenbraue heben. Und zu einem Urteil kommen. Offenbar saß da ein Mann vor ihm, der gern Streit suchte und dem dazu jeder Anlass recht war, und wenn sich keiner finden ließ, dann half willentliches Missverstehen. So einen Kerl hatte Fischer in seiner alten Truppe auch gekannt. Jedes Wort, egal wie harmlos oder kameradschaftlich, verdrehte der einem im Maul und bastelte sich eine wilde Beleidigung daraus, und schon flogen die Fäuste. Samson hatte der geheißen. Auch mit Fischer hatte er sich ein paarmal angelegt. Der fehlende Backenzahn links unten, das war Samsons Werk. So sehr aufpassen, was man sagte, ging gar nicht, denn Samson drehte einem noch aus einem einfachen "Morjen!" einen Strick, wenn man es zu fröhlich oder zu trübsinnig, zu laut oder zu leise sprach. Und auf dem Schlachtfeld durfte man den Kerl erst recht nicht aus den Augen lassen, da wütete er wie ein Berserker so wild und so blind. Bis ihm Ende '85 eine sembische Axt den Schädel spaltete.

Fischer zuckte zusammen, als die Erinnerung Samsons Hirn erneut spritzen ließ. Unwillkürlich wischte er sich mit dem Handrücken über das Gesicht und zupfte einzelne Brocken aus seinem Bart.

Immerhin. Keine Yeti-Jäger. So weit, so gut. Doch sein zufriedenes Brummen ging unter im Trubel der Neuankünfte.

Vorsichtshalber legte Fischer eine beruhigende Hand auf den Kopf des noch immer knurrenden kleinen Wolfes—Immerhin ist er so vernünftig, sich einen Gegner halbwegs in seiner Größenordnung auszusuchen!—und wandte sich ebenfalls dem Halbling und der Dame zu.

"Agenten der Zehnstädte", echote er, noch ungläubiger als Kylre. "Seltsam, dass ich euch da noch nie über den Weg gelaufen bin. Und ich komme herum."

Was für eine alberne Behauptung. Alles an den beiden schrie: Städter! Und echte Agenten würden nicht lauthals in der Schenke verkünden, dass sie Agenten seien. Vermutlich hatte der kleine Kerl ihn oder Kara und Kylre aus dem Haus des Marquis kommen sehen und wollte jetzt... ja, was? Herausfinden, was die drei am Tisch über dessen Aktivitäten wussten? Dafür sprach die Aufforderung seiner Begleiterin, man solle sich doch ruhig weiter unterhalten. Nun wusste Fischer selbst ja gar nichts. Ihm hatte niemand verraten (und nachgefragt hatte er auch nicht), wozu Kara und Kylre ins Eiswindtal reisen wollten.[1]

"Fischer", stellte er sich vor. (Und wenn Kylre dies abermals als Korrektur, diesmal seiner 'Waidmann' Titulierung, verstehen wollte, so durfte er das gerne und mit vollem Recht.) "Aus dem Eiswindtal. Mir war gesagt worden, ich solle jemanden dorthin geleiten und vor Ort behilflich sein. Das ist schon alles."

Die letzten Worte waren wieder an Kylre gerichtet.
 1. Klarstellung: Fischer hat Gaston und Fiona noch NICHT als die rückkehrenden Überreste jener Gruppe identifiziert, die er vor 6 Wochen hätte treffen sollen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 18.02.2019, 12:44:53
"Fiona," stellte sich die Halbelfin nocheinmal selbst vor.

Da nun bereits der zweite darauf anspielte, fühlte sie sich nun doch genötigt, etwas zu diesem Zehnstädte-Missverständnis zu sagen. Sie winkte mit einer Hand ab und rollte ein wenig mit den Augen.

"Ach, das mit den 'Agenten' vergesst bloß schnell wieder. Wir haben lediglich dem Sheriff von Bryn Shander ein wenig geholfen. Mich wundert es hingegen garnicht, dass wir uns noch nicht über den Weg gelaufen sind. Wir waren vor wenigen Zehntagen zum ersten Mal im Eiswindtal. Und die meiste Zeit über waren wir zudem auch in der Wildnis unterwegs."

Die etwas skeptischen Blicke blieben ihr natürlich nicht verborgen. Nun musste Fiona über sich selbst schmunzeln.

"Naja, natürlich denkt ihr jetzt, was machen gerade die beiden in der Wildnis? Und da habt ihr auch nicht ganz unrecht. Ehrlich gesagt, fühle ich mich in einer Stadt auch deutlich wohler und ohne unseren Wildniskundigen wäre das auch schwierig geworden. Aber man kann sich seine Aufgaben nicht immer aussuchen. Ich hätte mich ja gerne weiter mit einem Feuerbrandy in Kelvins Rast aufgewärmt, aber der Sheriff, Markham Südbrunn, brauchte die Unterstützung für eine Patroullie. Daher haben wir ihm geholfen, zumal wir uns dort oben ohnehin ein wenig nach Riesen umsehen sollten. Leider hat sich unsere Gruppe bei der Rückreise aufgeteilt, einem war das alles wohl zuviel geworden, er war bei unserer Abreise schon nicht mehr dabei, während zwei weitere sich jetzt um andere Aufgaben kümmern müssen. Und so sind momentan nur noch Gaston und ich übrig. Insofern bin ich doch froh, dass wir hier offensichtlich einen Experten haben, der sich in der Gegend hervorragend auskennt."

Mit einem Seitenblick zu den beiden anderen am Tisch, fügte Fiona noch an: "Und welche, die sich ganz bestimmt ihrer Haut zu erwehren wissen. Wenn diese Bemerkung gestattet ist. Die Wildnis dort oben ist schon sehr gefährlich muss ich sagen. Wir haben einmal sogar einen Drachen gesehen, zum Glück ist er nur über uns hinweggeflogen."

Jetzt musste die Halbelfin kurz lachen, als sie die Situation nocheinmal in Gedanken durchspielte.

"Der gute Gaston hier wollte ihn am liebsten gleich zähmen und als Reittier ausbilden. Was ich übrigens nachwievor für eine ziemlich absurde Idee halte, so schön der Gedanke auch sein mag."

"Etwas weniger Glück hatten die Tigerstamm-Barbaren, die sich ja unbedingt mit uns anlegen mussten. Ich hätte es ihnen doch lieber ausgeredet, aber für Worte waren sie einfach nicht empfänglich. Die Anführerin des Stammes, Bjornhild Solvigsdottir[1], soll wohl ziemlich skrupellos sein. Nunja."

Die junge Frau kramte dabei etwas aus einer Gürteltasche hervor und legte es vor sich auf den Tisch. Ein schöner, aus Knochen geschnitzter Tigerkopfanhänger an einem Lederband.

"Falls ihr also auch alle morgen beim Marquis eingeladen seid, so könnte ich mir gut vorstellen, dass wir bald dasselbe Ziel haben werden."
 1. Ich nehme an, dass 'Solvgisdottir', wie sie zuvor im IC genannt wurde, ein Schreibfehler ist.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 18.02.2019, 13:22:50
Klyre, dessen Zorn schon längst verflogen und vergessen war, lümmelte immer noch mit breiter Brust auf der bequemen Bank und verfolgte mit seinen Augen denjenigen der gerade das Wort hatte. Fischers "Korrektur" entging ihm dabei vollkommen und er nickte statt dessen offensichtlich erfreut als er erfuhr, dass der pelzbekleidete Jäger sie in Richtung Norden führen wollte.

Als Fiona schließlich dann den Namen des Marquis Ramur fallen ließ, tratt zusätzlich ein breites Grinsen auf die Züge des Valkuren. "Scheint ja ein viel beschäftigter Mensch zu sein, dieser Marquis." warf er ein und lauschte gespannt was die Halbelfe zu berichten wusste. Als ein Drache und Riesen erwähnt wurden, zuckten die Finger des kernigen Mannes voll der Aufregung und er konnte sich einen freudigen Blick in Richtung Karas einfach nicht erwehren.

Verschmitzt, vor Vorfreude, grinsend, reichte der schwer Gerüstete seine kräftige Hand Fiona und dann Gaston während er mit lauter, selbstsicherer Stimme sprach: "Dies hier ist Kara Stendahl" und blickte voll Stolz zu seiner kampferprobten Begleiterin, deren Profession ihr wohl leicht anzusehen war, "und ich bin Kylre Stormseeker, aus Ruathym, Kapitän der Wavedancer und Priester des Valkur." Um Vorsicht bemüht die Hände der beiden anderen schüttelnd, griff der Ruathym als nächstes zu seinem Krug und hob ihn erneut zum Gruße in Richtung der beiden "Agenten". "Eine Geschichte gut erzählt Fiona! Kommt lasst uns anstoßen! Vielleicht habt ihr ja Recht und ab morgen haben wir den gleichen Weg."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 18.02.2019, 21:20:53
Noch immer spürte Kara ein Kribbeln im Nacken. Die kleine Geste der Magierin, die Art wie sie ohne jede Achtsamkeit Magie verwendet hatte um sich einen Sitzplatz zu sichern, irritierte die Kriegerin. Magie, selbst wenn diese eine Quelle jenseits des Pantheons hatte, sollte doch sicherlich mit mehr Zurückhaltung und Bedacht angewandt werden. Wenngleich sie das Verhalten der Halbelfin nicht gutheißen konnte, so beschäftigte Kara ihre anmutige Gestalt für eine Weile über den Rand ihres beinahe schon wieder geleerten Kruges. Bereits ihr eleganter Gang hatte den Blick der Ruathen auf sich gezogen. Die selbstsichere Art wie sie behände den Weg hinter ihrem kleinen Diener zurückgelegt hatte, beeindruckte Kara. Sie verfolgte den Weg des Mantels, den die junge Frau von den schmalen Schultern gleiten ließ und wanderte wieder hinauf an der schönen Gestalt bis zu ihrem schimmernden, feinen Haar. Bestimmt fühlte es sich sehr weich an.

Der Halbling konnte Karas Interesse kaum wecken. Er forderte keinen Platz, setzte sich nicht wie der Waidmann dazu, sondern wartete auf Erlaubnis sich setzen zu dürfen. In welcher Funktion er der Zauberin wohl diente? Einerlei. "Pah!" Kylres glühender Zorn  kam gewohnt schnell und war für einen spannungsgeladenen Moment spürbar wie eine heiße Welle, um dann ebenso schnell abzuebben. Er bot den Reisenden einen Platz am Tisch. Fiona. Wie sich der Name wohl anfühlte, wenn sie ihn aussprach? Ob sie den Weg wohl ein Stück gemeinsam bestreiten würden?

Fischer erklärte seine Funktion als ortskundiger Führer. Sehr gut! Mit dem fähigen Jäger an ihrer Seite würden Kylre und sie bestimmt schneller vorankommen. Sie spürte ihre eigene Neugier und ihren Kampfeseifer abermals in ihrer Brust. Zu lange beherrschte sie schon die Ungeduld sich endlich auf diesem unbekannten Gebiet zu erproben und ihrem Klan Ehre zu erweisen. Diese unsägliche Herumreiserei… Es war Zeit für Taten! Sie betonte diesen letzten Gedanken in dem sie ihren Krug heftig auf dem Tisch abstellte.

Sie sah nach dem kleinen Wölfchen und hörte dem Bericht der Magierin gebannt zu. Jede Etappe bot etwas Aufregendes. Und auch endlich erwähnte jemand den eigentlichen Grund ihrer Reise: die Riesen! Noch immer waren Kylre und sie sich uneins. Was war wohl das beste Vorgehen? Praktisch allein konnten sie nicht denken…
Den Drachen hätte Kara natürlich gerne gesehen, aber der Tigerkopfanhänger löschte für einen Augenblick alles andere aus ihrer Gedankenwelt, sogar die schöne Erzählerin (Fiona…ein guter Name.) Eine feine Handwerksarbeit nicht unähnlich einem anderen Schmuckstück, welches Kara sehr gut kannte. Die Kriegerin nickte Fiona freundlich zu als Kylre sie vorstellte, streckte die Hand nach dem Anhänger aus:„Darf ich?“ Ohne die Antwort abzuwarten ergriff sie das Schmuckstück. Die Zauberin schien es nicht zu stören. Vorsichtig fuhr sie mit den Fingerspitzen über die komplizierten Muster. Sie führte den Tigerkopf an die Lippen und roch daran. Auch tief in ihren Eingeweiden, irgendwo im Zwielicht erhob die Bärin ihr Gesicht und schnupperte. dann knurrte sie und spannte die Muskeln. Kara erstarrte für den Bruchteil eines Momentes, ihre Haut kribbelte. Aufregend. Hmmm. Sie legte die Kette zurück.
„Solvgisdottir?“ Kara prägte sich den Namen ein, nicht wie Fionas, sondern ohne Offenheit und Bewunderung, aber mit Nachdruck. Sie verspürte kurz selbst den Drang zu knurren, hielt sich jedoch zurück. „Was weiß man von ihr? Hast du sie gesehen?“ Eine Stammesführerin würde bestimmt eine formidable Gegnerin abgeben. Ob sie wohl in die Richtung der Tigerin kämen? „Wo genau sind euch die Tigerbarbaren begegnet?“
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 18.02.2019, 22:23:49
Fiona nickte den beiden zur Begrüßung nocheinmal zu und meinte dann in Kylres Richtung: "Sobald der Wirt uns unsere Getränke gebracht hat..."

Sie zuckte hingegen nur leicht mit den Schultern, als Kara sich den Anhänger genauer ansehen wollte.

Natürlich, darum habe ich ihn ja dahingelegt... dachte sie ohne dabei eine Miene zu verziehen.

Als die wilde Kriegerin das Schmuckstück dann zurücklegte, verstaute die Halbelfin es auch wieder in ihrer Tasche.

Dann kamen die ersten Fragen. Fiona holte tief Luft.

"Puh! Mal sehen, was ich noch zusammenbekomme," meinte sie, verlegen lächelnd.

"Was die Anführerin des Tigerstammes angeht, kann ich wirklich nichts sagen, außer ihrem Namen. Sie war nicht Teil des Trupps der uns angegriffen hatte. Ich weiß sonst nur noch, dass es wohl insgesamt vier Stämme dort oben gibt."

"Und wo sind wir ihnen begegnet? Da muss ich meinem Gedächtnis erstmal selbst ein wenig auf die Sprünge helfen. Also, wir sind in Bryn Shander aufgebrochen, in Richtung Nordosten nach Caer Dineval, so hieß der erste Zwischenstopp, den wir noch am selben Tag erreichen konnten. Dann ging es weiter nach Caer Konig, was nicht allzu weit war, aber da dies vorerst die letzte Siedlung auf der Route war, blieben wir den Rest des Tages dort. Hier hatten wir tatsächlich auch erfahren, dass jemand an Kelvins Hügel wohl zwei riesenhafte Gestalten gesehen haben soll. Am nächsten Morgen ging es dann weiter, immer am Ufer des Lac Dinneshere entlang. Den ganzen Tag sind wir gewandert. An der Stelle, wo wir unser Nachtlager aufgeschlagen hatten, war es auch, wo wir den Drachen gesichtet haben. Der vierte Tag war ziemlich ereignislos, wir waren mittlerweile am Ostufer angelangt und auf dem Weg nach Süden, denke ich. Am Mittag des fünften Tages[1] trafen wir dann auf die Barbaren des Tigerstammes. Das muss auf jeden Fall noch vor Osthafen gewesen sein. Viel genauer weiß ich es leider nicht."

Dann blickte die Halbelfin einmal zu Gaston rüber, der natürlich auch längst am Tisch Platz genommen hatte.

"Es gibt da schon noch einiges mehr zu berichten, aber ich fürchte dafür muss ich euch auf morgen vertrösten. Denn das ist der Teil unserer Geschichte, weswegen wir wieder hier in Mirabar sind und bei dem der Marquis zugegen sein sollte, wenn wir sie erzählen."

Mittlerweile war auch der Wirt mit dem bestellten Essen und zwei Krügen Bier angekommen.

"Ah, gerade rechtzeitig!"

Nun konnten sie auch endlich Kylres Geste erwidern.
 1. Im IC steht, dass es der vierte Tag ist, aber ich zähle hier fünf Tage.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 19.02.2019, 20:25:16
"Aber Fiona, stell Dir das doch mal vor Deinem inneren Auge vor: Ein Drache! Ein wahrhaftiger Drache! Und darauf der stolzeste Halblingskämpfer von ganz Faerun. Das ist ein Bild für die Götter, wie er seine von Avoreen gesegnete Schleuder mit der einen Hand schwingt, mit der anderen Hand seinen Drachengefährten zum Sturzflug dirigiert und dann einen Riesen von der Größe von Durlags Turm mit einer Steinkugel erschlägt! Bääm! Zwischen die Augen!", erzählt der Halbling munter und mit leuchtenden Augen. "Verwegener Brandobaris![1], wie gerne wäre ich dieser Halbling! Also lass mich doch träumen von dem edlen Reittier und dem großen Ruhm!"

"Und bevor Ihr mich weiter für unhöflich halten müsst, will ich mich in voller Gänze vorstellen. Ich heiße Gaston und bin einer der größten Köche und Feinschmecker in ganz Faerun. Man kann in dieser Hinsicht nicht von mir verlangen, dass ich bescheiden bin, wenn es doch der Wahrheit entspricht. Ich hatte ein Restaurant in Tiefwasser, welches ich durch eine Intrige verloren habe, aber es war zum Guten. Zu Eurem Guten in jedem Fall, denn ihr reist nun mit hervorragender Verpflegung. Ihr werdet schon sehen.
 1. Halbling Gottheit der Diebe
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 19.02.2019, 22:56:00
Während die beiden Neuankömmlinge redeten und redeten, widmete Fischer sich seinem Eintopf und dem halben Laib Brot, mit ähnlichem Heißhunger (und Tischmanieren) wie der kleine Wolf. Dabei lauschte er durchaus aufmerksam, was die beiden zu erzählen hatten, und kam auch hier zu einem schnellen Urteil: Prahlhanse, alle beide! Während man Fiona nicht viel mehr vorwerfen konnte, als dass sie ihr Abenteuer—welches sich so oder so ähnlich vielleicht sogar zugetragen haben mochte—in prahlerischer Breite vor ihrem Publikum ausbreitet und sich sichtlich in der Aufmerksamkeit sonnt, so ernennt der Halbhohe sich erst zum Agenten, dann zum Drachenreiter und Riesentöter, schließlich zum besten Koch in ganz Faerun. (Ebenso entlarvend: nicht er selbst war schuld daran, sondern andere, dass er sein Restaurant verlor.)

Nun ja. Mit Prahlhansen ließ sich auskommen: einfach reden lassen. Dann waren sie glücklich, und man selbst konnte eigenen Gedanken oder Beschäftigungen nachgehen, ohne das von einem erwartet wurde, etwas zum Gespräch beizutragen, außer einem zustimmenden Brummen hier und da.

Allerdings, ein wenig anstrengend war es doch, so von heut' auf morgen. Nach dreieinhalb Jahren der Stille, sich plötzlich derartigen Wortschwällen ausgesetzen zu sehen. Da durfte es nicht verwundern, dass Fischer sich ein überfordert fühlte von der rasanten Rede, den taumelnden Themenwechseln, der Informationsflut. Immerhin begriff er endlich, dass die beiden hier offenbar Mitglieder jener Agenten der Fürstenallianz waren, die Fischer vor gut vier Zehntagen hier hätte treffen sollen. Nun, sie scheinen ja gut ohne ihn zurecht gekommen zu sein (und hatten offenbar einen weiteren Wildniskundigen zur Seite gehabt).

Echte Sorge dagegen machte Fischer die Schilderung der Begegnung mit dem Tigerstamm. Was trieb Solvigsdottirs Leute dieser Tage nur um? Fischer kannte alle Stämme, die im Eiswindtal unterwegs waren, und hatte bislang keine unüberwindbaren Probleme mit ihnen gehabt. Mit einigen traf er sich, handelte ein wenig, tauschte Neuigkeiten aus, anderen ging er aus dem Weg, aber selbst wenn man doch einmal aufeinander traf: außer abweisenden Blicken, drohend auf ihn gerichteten Speere, vielleicht einmal ein Warnschuss, hatte Fischer noch keine böse Erfahrung gemacht, mit keinem der vier Stämme. Und auch wenn der Tigerstamm der unfreundlichste der vier war: irgendwas musste ihn aufgestachelt haben. Und wie passten Riesen da hinein?

"Haben sie sich mit euch angelegt oder ihr euch mit ihnen?" fragte er Fiona. "Die Kämpfer vom Tigerstamm, meine ich", stellte er klar, denn das Gespräch war längst mit einem halben Dutzend anderer Themen weiter an ihm vorbeigerauscht.

Darauf hatte er nämlich wenig Lust: Leute durchs Eiswindtal zu führen, die sich mit dem Tigerclan angelegt hatten. In so etwas wollte er nicht hineingezogen werden! Schließlich musste er hinterher noch mit ihnen auskommen, während die beiden Städter wieder abziehen würden. Dieses Auskommen hatte bislang nämlich nur deshalb geklappt, weil der Tigerclan nie eine Bedrohung in Fischer gesehen hatte und ihn daher seiner Wege ziehen ließ, solange er ihnen nicht zu nahe kam.

Misstrauen beschlich ihn. Hatte man ihn deshalb hierher nach Mirabar bestellt? Weil es Probleme mit den Barbarenstämme gab? Weil Fischer diese besser kannte als die meisten? Dank seiner einsamen Wanderungen kreuz und quer durchs Tal zu jeder Jahreszeit, wann und wie es ihm passte, nirgends dazugehörend, aber überall geduldet, niemandes Feind, niemandes Freund. Wollte der Marquis ihn sprechen, weil er ihre Lebensweise kannte, ihre Gewohnheiten, die Pfade ihre Wanderungen, welche sich so oft mit dem seinen kreuzten. Ihre Rede und Ansichten, soweit sie sich mit einem Fremden austauschen wollte. Und auch, wenn man sich nicht traf: Fischer sah alles, las die Spuren im Schlamm oder Schnee, beobachtete aus der Ferne, notierte sich im Kopf Kampfstärke, Positionierungen, geographische Vor- und Nachteile, braver kleiner Kundschafter...[1]

Wenn man ihn also danach fragen würde, was er über den Tigerstamm wisse: würde er es hergeben, sein Wissen? Oder leugnen? Befehlen konnte es ihm niemand. Die Zeiten waren vorbei. Er war niemandes Kundschafter mehr und Gehorsam schuldete er keinem.
 1. Was weiß Fischer über den Tigerclan und deren Anführerin? Intelligenz = 20 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1059016.html#msg1059016), sogar eine "doppelte" 20 :), mit advantage gewürfelt, beide Würfe 20....
Hat er Leute des Tigerstammes jemals getroffen? Ich habe versucht, das im Text besonders vorsichtig zu formulieren, dass beide Möglichkeiten offen bleiben. (Wobei: zumindest ungeschoren vorbeiziehen lassen haben sie Fischer bislang, davon bin ich mal ausgegangen. Ich hoffe, das passt.) Wenn nicht, dann hat er von anderen Barbarenstämme über sie gehört, bzw. sie aus der Ferne beobachtet und des öfteren Spuren ihrer Tätigkeiten gefunden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 19.02.2019, 23:16:23
Fiona war jetzt auch mit ihrem Essen und Trinken beschäftigt. Auch wenn sie dabei - natürlich - deutlich bessere Tischmanieren vorweisen konnte. Aber die Frage, oder war es eher eine Anschuldigung, wollte sie dennoch nicht unbeantwortet lassen.

"Nun, wie ich bereits sagte, war unser Anliegen eher mit ihnen zu reden und vielleicht sogar etwas über die Riesen zu erfahren, die gerüchteweise dort oben ihr Unwesen treiben sollten. Warum sollten wir sie angreifen? Welchen Zweck würde das erfüllen? Das wäre nur eine sinnlose Gefahr, die uns bei unserer Suche keinen Schritt weiterbringt. Aber den Barbaren war nicht nach Reden zumute, sie wollten Blut. Und da sie uns zahlenmäßig deutlich überlegen waren, witterten sie wohl leichte Beute. Nunja, da haben sie sich gründlich geirrt. Blut haben sie bekommen, wenn auch das meiste davon ihr eigenes war. Gefährlich war diese Auseinandersetzung aber dennoch. Wir haben dort auch einige Federn lassen müssen. Aber es ist niemand von uns gestorben, immerhin."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 22.02.2019, 20:05:27
Eigentlich wäre ich Ihnen lieber aus dem Weg gegangen. Aber da hatten sie uns schon entdeckt.“, fügt Gaston kopfschüttelnd hinzu. “Es ist eine Sache, Säbelzahntiger abzuwehren - und eine andere Menschen zu töten. So ein Mist.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 23.02.2019, 00:34:55
Irgendwann war das Essen dann auch fertig und der Wirt signalisierte der jungen Dame, dass ihr Bad nun angerichtet sei. Darauf hatte sie schon den ganzen Abend gewartet, insofern verabschiedete sie sich dann auch zügig, um sich ganz ihrer eigenen Entspannung zu widmen.

"Also dann. Ich denke morgen werden wir ja gemeinsam beim Marquis empfangen werden. Dann könnt ihr auch den Rest unserer Geschichte hören. Ansonsten sehen wir uns ja ohnehin beim Frühstück. Ich wünsche eine angenehme Nachtruhe."

Damit stand Fiona auf und packte ihre wenigen Sachen, um sich auf den Weg zu ihrem versprochenen Bad zu machen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 23.02.2019, 18:56:27
"Also, an der zahlenmäßigen Überlegenheit wird's eher nicht gelegen haben", meinte Fischer, "noch an der 'leichten Beute'. Mich haben sie noch nie angegriffen, und ich bin immer allein unterwegs. Wird wohl andersherum ein Schuh draus: dass ihr so viele wart und sie eine Bedrohung in euch sahen?" Er runzelte nachdenklich die Stirn. "Ich habe natürlich auch noch nie versucht, mit ihnen zu reden..."

Gastons moralischen Bedenken wischte er beiseite mit drei Worten und einem Achselzucken. "Blut ist rot."

Nachdem er mit einem Stück Brot seinen Suppenteller ausgewischt hatte, fügte er vollen Mundes noch hinzu: "Trotzdem seltsam, dass sie eine Gruppe wie euch angreifen, wenn die Riesen momentan Ärger machen."

Als Fiona sich dann verabschiedete, stieß Fischer seinen Wolf sacht mit dem Fuß an.

"Komm Kleiner, lass uns schauen, ob wir auch ein Bad bekommen. Du brauchst dringend eins, du stinkst."

Und er verabschiedete sich mit einem: "Besten Dank fürs Bier" von Kara und "Auf morgen" vom Rest der Runde.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 01.03.2019, 15:15:16
Fionas Bad stand schon bereit. Es war ein einfacher Holzzuber, gefüllt mit dampfendem und sogar angenehm nach Tannenholz duftendem Wasser. Zwei weitere Zuber standen leer in dem Raum.  Fischer dagegen musste etwas warten. Der Wirt starrte ihn zunächst verblüfft an, als verstehe er nicht recht, was der Mann wollte. Aber dann nickte er und schickte seinen Knecht fort – Fischer dagegen drückte er noch einen Krug Bier in die Hand, damit die Wartezeit nicht so lang wurde. Und irgendwann, das eine Bier war schon eine Weile ausgetrunken, bekam er auch ein Bad. Sein Zuber stand in einem sehr kleinen Raum, der außerdem noch als Abstellkammer zu dienen schien. Offenbar badeten hier die Männer deutlich seltener als die Frauen.

Irgendwann zogen sich alle in ihre Betten zurück und gingen am nächsten Morgen nach dem Frühstück wieder zum Haus des Marquis. Diesmal mussten sie nicht lange warten und es gab auch kein Buffet. Der Marquis empfing sie in seinem Arbeitszimmer. Ein paar Schemel standen bereit. Nach einer kurzen Begrüßung kam der Mann ohne große Umschweife zur Sache: "Interessant, dass ihr alle zur gleichen Zeit hier angekommen seid. Mein Verwalter sagte etwas von Fügung und ich bin geneigt, das ähnlich zu sehen. Wie auch immer, ihr seid jetzt da und habt euch schon einander vorgestellt. Das wenige, das mein Verwalter berichten konnte, zeigt, dass die Zeit drängt. Dennoch würde ich euch bitten, noch einmal kurz zu berichten, was genau ihr erlebt habt."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 01.03.2019, 17:33:11
Fiona war in einen dunkelgrünen Kapuzenumhang gehüllt, als sie sich auf dem Weg zum Marquis machten. Darunter kamen schließlich deutlich feinere Kleidungsstücke zum Vorschein, als ihre Reisekleidung, die sie am gestrigen Tage noch getragen hatte. Die Kleidung war ihr offensichtlich auf den Leib geschneidert und passte zu einer Höflingsdame. Die Halbelfin machte darin eine ausgesprochen gute Figur, insbesondere da sie auch alles andere als zurückhaltend war. Ein dunkelrotes, corsagenartiges Oberteil mit schwarzen Spitzenärmeln ging in einen langen, seitlich geschlitzten Rock über. Edle Stickereien und Schmuckstücke, vor allem aus Silber mit roten Edelsteinen verziert, vollendeten ihr erhabenes Erscheinungsbild. Ihre schwarzen Stiefel waren poliert und sie wurde von einem leichten Rosenduft begleitet. Sie trat einen Schritt vor und machte einen Knicks zusammen mit einer höflichen Verbeugung.

"Werter Marquis Ramur, sehr gerne wollen wir Euch von den Vorkommnissen im Eiswindtal berichten. Wir gingen kurz nach unserer Ankunft in Bryn Shander in Absprache mit dem dortigen Sheriff, Markham Südbrunn, auf einen längeren Patrouillenweg um den Lac Dinneshere herum. Während der Patrouille konnten wir auch erste Augenzeugenberichte hören, dass jemand Riesen in der Umgebung von Kelvins Hügel gesichtet haben soll. Wir trafen auf kriegerische Barbaren, die leider nicht mit uns sprechen wollten, und andere Widrigkeiten. Erst auf dem letzten Stück der Route konnten wir dann selbst Spuren von Riesen ausmachen. Diese waren noch recht frisch und daher folgten wir ihnen. Sie führten uns weg von unserem geplanten Weg und ganz in die Nähe von Bryn Shander, denn offenbar war dies auch das Ziel der Riesen gewesen. Wir bemerkten ihr Lager dann auch wenige Stunden von der Stadt entfernt. Frostriesen. Und nicht nur ein paar. Ein ganzes Dutzend von ihnen und einige schneeweiße, etwa pferdegroße Wölfe. Wir suchten einen Weg um sie herum und machten uns auf, um die Bewohner von Bryn Shander zu warnen. Glücklicherweise kamen wir rechtzeitig an, so dass man sich noch auf die Angreifer vorbereiten konnte. Offenbar wollten diese Riesen aber etwas. Oder jemanden. Ihre Anführerin rief uns auf den Stadtmauern zu, dass wir 'Artus Cimber' herausgeben sollten. Leider wusste niemand, wer damit gemeint war. Wir versuchten es auf diplomatischem Wege, aber mehr als, dass er wohl einen 'Ring des Winters' besaß, den die Riesen haben wollten, konnten wir ihnen nicht entlocken, ehe sie schließlich die Geduld verloren. Die Riesen hatten sich um die ganze Stadt herum verteilt und schleuderten Felsbrocken und griffen mit ihren gigantischen Äxten an. Aber das Schicksal meinte es gut mit uns und Bryn Shander. Ich glaube kaum, dass die Stadtwachen ohne uns eine große Chance gehabt hätten. Aber unsere Feuermagie und unsere tapferen Krieger vermochten ihnen den Mut zu verleihen, den sie brauchten. Wir konnten die Anführerin und ihre beiden Wölfe, sowie zwei weitere Frostriesen bezwingen. Als die restlichen Angreifer mitbekommen hatten, dass ihre Hauptflanke zusammen mit ihrer Anführerin gefallen war, traten sie schließlich den Rückzug an."

"Erst später kam ein Mann zu uns, er nannte sich Sirak von Suzail. Und er sagte uns, dass er ein Sohn von Artus Cimber sei. Viel konnte er uns allerdings nicht über seinen Vater berichten und noch weniger über diesen Ring. Allerdings verwies er uns an eine Familie in Tiefwasser, die vielleicht etwas Licht in das Dunkle zu bringen vermag, da sie in der Vergangenheit des Öfteren mit Artus Cimber zu tun hatten. Das war vor wenigen Tagen. Wir sind am nächsten Morgen aufgebrochen, um Euch hier in Mirabar Bericht zu erstatten. Und jetzt sind wir hier und stehen vor Euch."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 01.03.2019, 20:14:45
Kara strich mit ihrer Hand über die Gravuren auf dem Griff ihrer mächtigen Streitaxt und merkte die Enttäuschung in ihr aufsteigen. Sie hatte sich nicht gesetzt, sondern war stehengeblieben und hatte Fionas Ausführungen anfänglich ebenso aufmerksam gelauscht, wie der fade Bürokrat auf der anderen Seite des Tisches. Schnell war ihr aber klar geworden, dass, was sich gestern noch spannend angehört hatte, in Wirklichkeit langwierig und kompliziert zu werden drohte und sie verlor an Interesse.

Sehnsüchtig dachte sie an Kämpfe mit Riesen und Barbaren im Schneegestöber und fühlte die Ernüchterung bei der Aussicht auf verzwickte Ermittlungen in der Großstadt. Dafür waren sie nicht hier... Was kümmerte es sie, warum sich die Frostgiganten um einen Menschen scherten, oder einen Ring... der Grund für ihr Verhalten war doch einerlei.

Die grimmig dreinschauende Kriegerin konzentrierte sich einen Moment auf Fionas rechtes Ohr, dann Fischers angespannte Schulterpartie. Sie seufzte. Ohne dem Ende des Berichtes genau gefolgt zu sein und ohne abzuwarten, ob Fiona denn bereits zuende gesprochen hatte meinte sie: "Kapitän Kylre und ich werden die Bürger vor den Greueltaten der Riesen schützen und dem Terror ein Ende bereiten. Wir sind gekommen um unseren Klan ehrenvoll zu vertreten und unsere nördlichen Nachbarn zu verteidigen." Nicht die Wahrheit, aber nahe genug. Um dem letzten Satz ein bisschen mehr Gewicht zu verleihen, stieß sie die Waffe auf den Boden. Das dumpfe Geräusch schien keinen Zweifel zu erlauben. Kara hatte gesagt, was zu sagen war. Wenn sie schon nicht auf die Jagd gehen konnten, so würden Kylre und sie sich an die Gruppe hängen und das Beste hoffen. Sie konnten nach der langen Anreise ja schlecht mit leeren Händen nach Hause segeln.
Schimpf und Schande. Wieso konnte ihr Weg nicht ein einziges mal geradeaus zum Ziel führen?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 02.03.2019, 23:17:44
Gaston lauschte Fiona aufmerksam. Sie war redegewandt und vertrat die Agenten angemessen. Er konnte jedoch nicht umhin, ihre Aussage etwas großspurig zu finden, die Stadt wäre ohne ihre Hilfe verloren gewesen. So etwas konnte man nicht wissen - und selbst wenn, so etwas sagte man nicht (außer man hörte auf Namen wie Drizzt, Elminster, oder Khelben). Es wäre aber auch unmöglich gewesen, Fiona zu widersprechen. So tat Gaston, was ihm übrig blieb. Er lächelte unsicher.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 06.03.2019, 15:21:40
Der Marquis hörte sich in Ruhe Fionas Schilderungen an und alle sahen ihm an, dass ihn die Geschichte beunruhigte. Schließlich nickte er und nickte freundlich Kara zu, nachdem sie klar ihre Ziele auf den Punkt gebracht hatte.

"Nun denn, danke für die Informationen und wir alle sind dankbar für eure Hilfe in Bryn Shandar. Und so schade es ist, dass sich einige eurer Kameraden nicht weiter an der Aufgabe beteiligen können, so haben die Götter euch weitere Unterstützung geschickt. Ich selbst weiß nichts über diesen Artus Cimber, ich habe aber gute Kontakte nach Tiefwasser und werde dort nachforschen lassen. Es ist eine weit Reise, daher habe ich folgenden Plan: ihr werdet gen Süden Reisen und dort in den Siedlungen entlang der Handelsstraße nach dem Rechten schauen, auch von dort erhielten wir Berichte über Riesensichtungen und mein Kontakt in Tiefwasser wird einen Boten gen Norden schicken. Ein guter Treffpunkt wird das Städtchen Dreieber sein, es liegt ziemlich in der Mitte. Geht dort in die Taverne Dreiebers Recken[1] und wartet dort. Falls etwas dazwischen kommt, sende ich euch eine Nachricht dorthin. Ihr könnt sofort aufbrechen, wir haben euch einige Vorräte zusammengestellt, euer Einverständnis vorausgesetzt. Aber vielleicht habt ihr ja noch etwas, das wir besprechen müssen."
Der letzte Satz kam nach einer kurzen Pause, vielleicht hatte der ein oder andere einen verwundeten Blick gehabt oder dem Marquis wurde klar, dass es eher wie ein Befehl als eine Bitte klang.
 1. unauthorisierte Übersetzung von Triboar Arms, die auch völlig falsch sein kann, mir aber gefällt)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 06.03.2019, 16:31:39
Na, vielleicht wird die Reise nach Tiefwasser dann ja doch nach ihrem Geschmack sein... dachte Fiona bei sich. Die Barbarin Kara wirkte etwas enttäuscht von dem nächsten Ziel auf ihrer Reise und schien vor allem daran interessiert zu sein, ihre Kraft zu messen. Dazu würde es früher oder später sicherlich genug Gelegenheit geben. So wie die Worte des Marquis klangen, vielleicht eher früher als später.

Allerdings war da tatsächlich noch eine Kleinigkeit offen, nämlich ihre Entlohnung, die der Marquis selbst ihnen versprochen hatte, sobald sie mit dem Bericht aus dem Eiswindtal zurückgekehrt waren.

Da sie dem Marquis nun aber auch nicht direkt vorwerfen wollte, dass er dieses Detail womöglich vergessen habe, sagte die Halbelfin nur: "Ich kann in Kürze abreisefertig sein. Ich nehme an, die Sache mit unserer Entlohnung für die Rückkehr mit dem gewünschten Bericht, auch wenn er leider Eure Beunruhigung bestätigt, wird Euer Berater erledigen?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 06.03.2019, 17:39:02
Die Antwort kam prompt und war kurz. "Ach ja, genau, wendet euch an meinen Berater." Dabei sortierte er einige Papiere von einem Stapel auf einen anderen.

Dann hielt er plötzlich inne, sah die Gruppenmitglieder an und lächelte kurz. "Entschuldigt, ich bin mit meinen Gedanken schon wieder woanders. Gibt es sonst noch etwas?" Für einen Moment hatten sie tatsächlich seine ganze Aufmerksamkeit, aber an seinen unruhigen Händen sah man, dass die Gelegenheit nicht lange anhalten würde.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 06.03.2019, 21:46:54
Gaston zuckte mit den Schultern und guckte erwartungsvoll Fiona an. Für ihn war der Auftrag damit beendet und der nächste folgte. Insgeheim freute er sich aber schon auf Tiefwasser. Tiefwasser - Tempel der Kultiviertheit! Eine Perle in Faerun! Wo würde man sonst so verschiedene Zutaten bekommen und so raffinierte Speisen kosten können? Doch besser, ich spare mir ein paar Goldmünzen auf., dachte er dann. Mein Baúch wird danach ein paar neue Hosen und Gürtel brauchen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 07.03.2019, 22:49:35
Während Fischer auf sein Bad wartete, überlegte er, wie die Verblüffung des Wirtes ob seines Anliegens wohl zu verstehen sein. Hatte der Mann vorhin, als Fiona ihm mit derselben Bitte kam, nicht laut getönt, man habe hier im Haus zu solchem Zweck ja sogar ein eigenes Zimmer extra nur für Damen? Wozu dann das Erstaunen? Hätte er es Fischer nicht zugetraut, ein Bad zu wollen? Nach über zwei Monaten ohne?

Als Fischer seine Wanne dann in der Besenkammer vorfand, wurde ihm allerdings klar, dass der Wirt sich vor der schönen Dame einfach bloß aufgeplustert und wichtig gemacht hatte, und die Existenz eines "Damenbads" keinesfalls Hand in Hand mit der eines Herrenbades ging. Offenbar hatte der Berater des Marquis doch recht daran getan, Fischer das Badhaus zwei Gassen weiter zu empfehlen...

Kleiner war noch vor ihm im Wasser und hatte mindestens ein Drittel davon herausgeplatscht, bevor Fischer sich dazusetzen konnte. "Ha, du kleiner Racker, na warte! Siehst du die Rosenblütenblätter hier? Dein Pech, dass ich weiß, wozu die gut sind!" Und schon war der ganze Inhalt des Schälchen im Badzuber gelandet. "Wir wollen doch, dass du morgen beim Marquis gut riechst", neckte er. "Es soll nicht umsonst gewesen sein, unsere ganze Mühe."

Und so kam es, dass Fischer und sein Wolf am nächsten Morgen genauso rochen wie Fiona. Ein Umstand, der den kleinen Wolf in einige Verwirrung stürzte, die ihn etliche Male zwischen Fiona und seinem Herrchen hin und herlaufen ließ, jeweils verbunden mit ausgiebigem (und nicht immer ganz sittlichem) Beschnüffeln, um die Düfte zu vergleichen.

~~~

Fionas Bericht vor dem Marquis lauschte Fischer schweigend. Seine Augen weiteten sich. Riesen haben Bryn Shander angegriffen! Und er war ausgerechnet zu dem Zeitpunkt nicht dort, um seine Wahlheimat zu verteidigen. Verflucht knapp klang der Ausgang, wenn dies nicht wieder der Prahlsucht der Dame geschuldet war. Am liebsten wäre er gleich wieder in Richtung Heimat aufgebrochen, um dort nach dem Rechten zu schauen.

Doch womöglich konnte er mehr erreichen, wenn er sich, dem Vorschlag des Marquis folgend, sich zunächst weiter Richtung Süden umzuschauen. Wussten die Riesen so wenig über diesen Artus Cimber, dass sie von Tiefwasser bis ins Eiswindtal hinauf nach ihm suchten? Und wer war dieser Kerl. Stammte er wie sein Sohn aus Cormyr?

Wenigstens würde der Auftrag sie nicht nach Tiefwasser selbst führen. Kleine Städtchen entlang einer Handelsstraße, damit würde er zurecht kommen. Große Städte mochte er nicht. Zu viele Geister lebten dort.

Die Frage des Marquis, ob es sonst noch etwas zu sagen gebe, ließ Fischer nachdenken. Ob er den Mann darauf hinweisen sollte, dass Kleiner sich mit einem unter dem Schreibtisch gefundenen Hausschuh in eine Ecke hinter dem nächsten Bücherregal zurückgezogen hatte und dort seit geraumer Zeit hingebungsvoll auf dem guten Stück herumgekaut hatte? Ach, so etwas war mit der Frage wohl kaum gemeint gewesen.

"Dann lasst uns aufbrechen", sagte er in die Runde. "Ich müsste lediglich noch ein paar Einkäufe machen, um meine verlorene Ausrüstung zu ersetzen."

Und zu seinem vierbeinigen Freund: "Pfui, Kleiner! Aus! Und jetzt bei Fuß."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 11.03.2019, 14:17:31
Nachdem es keine weiteren Fragen mehr gab läutete der Marquis eine kleine Glocke auf seinem Tisch. "Eine gute Reise und viel Erfolg" wünschte er der Gruppe und ein herbeigeeilter Diener brachte die Gruppe zum Berater. Sie hatten den Mann ja bereits kurz gesprochen und auch heute wurde es kein langes Gespräch. Er händigte Fiona einen Beutel mit 500 GS aus, als Belohnung für den Bericht und für nötige Anschaffungen. Außerdem erhielten sie eine groben Plan der Straße nach Süden, die sie nehmen mussten.

Kurz darauf standen sie vor dem Gebäude. In Mirabar konnten sie ohne große Probleme alle Dinge des täglichen Lebens und auch Reiseutensilien kaufen. Das Wetter war zwar nicht das Beste für eine Reise, es war kalt und regnete leicht, aber es war um ein vielfaches angenehmer als die Kälte und der schneidende Wind weiter im Norden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 13.03.2019, 20:50:58
Kara reichte Kylre den Flachmann zurück. Aufmerksam spürte sie dem Brennen in ihrer Kehle nach und erfreute sich an der Wärme, die sich in ihren Eingeweiden ausbreitete. Das Wetter war tatsächlich wenig einladend und die frühe Stunde mochte zur finsteren Stimmung der Szene beitragen. Nicht dass ihr Kälte viel ausmachte, aber der beständige Nieselregen fing sich in ihrem Haar. Die Feuchtigkeit beschwerte außerdem ihren Reiseumhang. "Wie heißt nochmal der erste Ort?" Sie hob ihre Augenbraue fragend. Kylre, an diesem Morgen uncharakteristisch still, nahm selbst einen Schluck und schien zu überlegen. Er steckte die Flasche ein, zuckte mit den Schultern und warf ein paar gesammelte Steinchen in eine nahe Pfütze.

Sie blies warme Luft in ihre Hände. Kara wollte aufbrechen und die Stadt hinter sich lassen. Es war Zeit. Sie klopfte den Hals des großen Braunen und beobachtete für einen Moment die Wölkchen, die sich aus den Nüstern des großen Tieres gen Himmel verflüchtigten. Grani hatte sie den Wallach genannt. Ein passender Name für den gutmütigen Riesen. Nicht jedes Pferd mochte Kara tragen seit sie die Bärin so deutlich sehen konnte. Die Tiere schienen das Raubtier zu spüren und scheuten vor ihrer Berührung zurück. Kara kraulte kräftig Granis Mähnenkamm. Er gab ihr ein sicheres Gefühl, wenngleich der Preis für ein solches Tier, groß und robust, doch eher ein kräftiges Arbeitspferd als ein Ausdauerstürmer, Kara überrascht hatte. Grani zupfte gleichmütig an einigen spärlichen Grashalmen vor den Stadttoren. 

Hier sollten sie die anderen treffen.




Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 14.03.2019, 00:04:21
Fiona hatte die Geldbörse des Marquis unter den alten und neuen Gefährten aufgeteilt, Gastons und ihre eigene Belohnung und die übrigen Münzen, die zwar eigentlich anderen zustanden, die aber nichts mehr mit dieser Aufgabe zu tun hatten. Damit konnten sich alle Pferde besorgen, die ihre Reise sicher beschleunigen würden. Etwas, was ihnen durchaus am Herzen lag. Von dem übrigen Gold sollte noch Reiseproviant eingekauft werden, schließlich würden sie eine ganze Zeit lang unterwegs sein. Es waren bestimmt einhundertfünfzig Meilen bis nach Langsattel und nochmal etwa achtzig Meilen weiter bis nach Dreieber. Sie würden selbst beritten fast einen Zehntag unterwegs sein, wenn sie normal voran kämen. Tiefwasser wäre dann nochmals eine ähnliche Strecke entfernt, vielleicht sogar noch mehr. Aber womöglich mussten sie ja auch garnicht bis dorthin, auch wenn die Halbelfin sicher nichts dagegen einzuwenden hätte.

Ansonsten hatte sich Fiona in der Zwischenzeit nocheinmal in das Gasthaus zurückgezogen, um ihre Höflingskleidung gegen die weitaus praktischere, wenn auch nicht so eindrucksvolle, Reisekleidung zu tauschen. Sie machte sich schließlich auf zu den Ställen, wo ihr schwarzer Vollblüter 'Hurricane' untergebracht war. Das prächtige Fell passte hervorragend zu ihren eigenen, rabenschwarzen Haaren. Gekleidet in ihre Hosen aus braunem Leder und das Tunika-artige Oberteil aus grüner Wolle, sowie ihren weiten Kapuzenumhang erschien sie dann auch am vereinbarten Treffpunkt vor den Stadttoren.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 15.03.2019, 13:10:24
Nachdem sie also alles nötige besorgt hatten, brachten sie auf. Sie verließen Mirabar durch das südliche Tor und gelangten auf die Lange Straße, die bis zur Schwertküste hinunter führte. Die Straße war für lange Reisen gemacht und so kamen sie mit ihren Reittieren gut voran. Das Wetter blieb eher schmuddelig, aber ihre Kleidung schütze sie einigermaßen vor dem leichten Regen.
Sie reisten durch ein karges, felsiges Land, mit Hügeln und flacher Vegetation. Die Bäume waren klein und selten, aber es gab viele Hecken und Büsche. Tiere sahen sie kaum, mit Ausnahme von Krähen, die hier sehr zahlreich waren.

Auf der Straße war nur kein Betrieb, erst am frühen Nachmittag näherten sich ihnen einige Wagen mit berittenen Wachen. Sobald die Gruppe in Sicht kam lösten sich zwei Berittene und kamen schnell auf die Gruppe zugeritten. Sie hielten in guter Bogenentfernung und riefen "Heyda Reisende. Ist der Weg frei?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 15.03.2019, 14:57:45
Fiona wandte sich an ihre Begleiter und sagte: "Ich rede mal mit ihnen, vielleicht können sie uns etwas über die Lage im Süden berichten."

Dann ließ sie Hurricane langsam vortraben, bis sie nahe genug an den beiden Wachen war, um nicht schreien zu müssen. Freundlich nickte sie ihnen zu.

"Einen schönen Tag wünsche ich. Wir kommen aus Mirabar und hatten keine Schwierigkeiten auf dem Weg bis hierher. Wie sieht es denn weiter im Süden aus? Wir wollen zunächst nach Langsattel und dann weiter. Es gab Gerüchte, dass weiter südlich Riesen gesichtet wurden? Stimmt das? Habt ihr davon auch etwas gehört?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 18.03.2019, 14:06:50
Fiona sah, dass der Mann, der sie angesprochen hatte wachsam war, aber entspannt.
"Oh ja, es gibt Gerüchte von Riesen. Es heißt, dass mehrere Dörfer zerstört worden sind. Aber gesehen haben wir keinen Riesen. Bis Langsattel ist es noch ein ganzes Stück, heute Abend passiert ihr Xantharls Feste, wenn ihr auf der Straße bleibt. Falls ihr heute Nacht nicht unter freiem Himmel schlafen wollt, könnt ihr dort unterkommen."

Der zweite Reiter winkte derweil des Wagen und sie setzten sich langsam wieder in Bewegung.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 18.03.2019, 14:17:21
"Danke, ein festes Dach über dem Kopf ist auf jeden Fall gerne gesehen. Eine sichere Weiterreise und einen guten Tag noch!"

Dann ritt Fiona wieder zu ihren Gefährten zurück und teilte ihnen mit, was die Wachen zu sagen hatten. Xantharls Feste klang auf jeden Fall nach einer guten Wegstation für den ersten Reisetag.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 18.03.2019, 20:19:06
Kapitän Kylre ignorierte den Regen. Wer an der einsamen, sturmumtosten Küste Ruathyms gehen gelernt hatte, dem konnte etwas herabfallende Nässe nichts anhaben. Die kühlen Wasserperlen in seinem Bart ignorierend, blickte der Seefahrer stur nach vorne und realisierte Karas Frage nicht wirklich, so sehr war er in seinen Gedanken vertieft. Und auch wenn es genau diesen Gedanken an Tiefe mangelte, so waren sie düster genug an diesem Morgen um dieses Manko wett zu machen. Die Wavedancer beschäftigte den groß gewachsenen Mann aus dem Westen und ließ immer wieder Wellen des heißen Zorns durch seinen Geist - ja seinen Körper - branden. Brütend hätte Kylre gerne einen Streit vom Zaun gebrochen um seiner Wut Luft zu verschaffen, aber die Straße schien ruhig und seine Reisegefährten würden wohl die weiteren Wochen keine bessere Gesellschaft abgeben, wenn jetzt ein paar unbedeutende Zähne flogen. Am Festland verstanden sie oft keinen Spaß sobald gebrochene Zähne ins Spiel kamen. Eine Tatsache, wie er mittlerweile wusste, die wenig Abwechslung verhieß.

Nach dem Zusammentreffen mit dem Reiter und der erneuten Erwähnung von Riesen - wieder ein ungelöstes Problem, wie er unglücklich bemerkte, dass ihn Karas Blick traf - lenkte er etwas unbeholfen das noch fremde Reittier an Fionas Seite und fragte mit lauter Stimme: "Sagt... Langsattel... da leben doch die Harpells. Vielleicht sollten wir die befragen wenn wir schon in der Gegend sind?"

Auf eine Antwort wartend, verschwieg der Seefahrer, dass er absolut gar nichts über Langsattel wusste, außer, dass dort eine mächtige Magierfamilie mit dem Namen Harpell ansässig war, die in vielen Dingen bewandert war. Vielleicht wussten diese Bücherratten ja auch etwas, dass ihrem Auftrag behilflich sein konnte?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 18.03.2019, 22:08:05
Kleiner scherte sich nicht um die Mahnung. Stolz trug er den zerkauten Pantoffel des Marquis durch die Straßen Mirabars, während Fischer Einkäufe machte, um verlorenes Hab und Gut zu ersetzen und sich für die Reise gen Süden zu rüsten. Auch ein Pferd musste her, da Fiona energisch darauf bestand, dass jeder in ihrer Gruppe ein solches besäße. Fischer wollte schon erwidern, er können genausogut zu Fuß mithalten, da erinnerte er sich gerade noch rechtzeitig, wie fußlahm er gestern abend, nach einem ganzen Tag auf den Beinen, dahergehumpelt kam. Sein rechtes Bein war halt doch noch nicht normal belastbar. Ein paar Wochen Schonung wäre vermutlich gar nicht mal so schlecht.

Die Wahl des Pferdes fiel ihm leicht. Jedem Tier, dass nicht schon beim Anblick des jungen Wolfes nervös wurde, hielt er seinen (ebenfalls sehr aufgeregten) Begleiter vor die Nase. Eine einzige Stute im Stall ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Offenbar hatte die nicht mehr ganz so junge Dame in ihren Leben schon seltsamere Dinge erlebt als rosenduftende Wolfsjungen. Ein wenig länger als normal beschnupperte sie ihn wohl und ihre Ohren zuckten mehrmals, doch dann kehrte der Gleichmut zurück. Probehalber saß Fischer mitsamt dem Kleinen auf—immer noch kein Protest. Gut, die soll's sein. Wie nennen wir sie? "Rosamunde, das ist Kleiner. Kleiner, das ist Rosamunde."

Erstaunt nahm Fischer zur Kenntnis, dass Fiona die Reittiere für alle, also für ihn, Kara und Kylre, bezahlen wollte. Natürlich lehnte er nicht ab (und sagte sogar artig "Besten Dank"). Nur beim Sattel legte er lieber noch ein paar Münzen aus eigener Tasche nach und hatte dafür ein ordentliches Stück, so wie er es von früher gewohnt war.[1] Danach ging's los.

~~~

Doch auch als er die Stadt endlich wieder im Rücken hatte, war Fischer noch nicht so ganz wohl. Seit dreieinhalb Jahren war er nur noch allein unterwegs. Es war seltsam, plötzlich wieder in einer Gruppe zu sein, beritten... Stimmen wisperten in seinem Ohr, so fern, dass er die Worte gerade nicht erhaschen konnte, Schatten huschten durch sein Sichtfeld, lauerten im Augenwinkel...

Wenn es zu schlimm wurde, saß Fischer ab, reichte das Halfter seiner Stute einem willigen Helfer, und schlug sich, Kleiner im Gefolge, nach links oder rechts von der Straße ab und suchte nach Auffälligkeiten. Alte Lagerplätze, Kadaver oder Abfälle, Huf- oder Stiefelspuren, geeignete Plätze für einen Hinterhalt oder für die Nachtrast... Vor allem wollte er die Gegend kennen lernen. Und Kleiner konnte nicht den ganzen Tag still vor ihm im Sattel sitzen. Fischer auch nicht. Außerdem mussten die anderen seine wachsende Unruhe ja nicht unbedingt mitbekommen.

Hin und wieder dachte er sich, dass es eigentlich gescheit wäre, mit den anderen ins Gespräch zu kommen, um herauszufinden, wie sie so ticken, bevor man tatsächlich auf Riesen oder auch bloß Straßenräuber stößt. Während der kurzen Mittagsrast ringt er sich einen ebenso wackeren wie wenig beachteten Vorstoß ab. "Ihr seid also von der Fürstenallianz", bemerkt er in Richtung Fiona und Gaston (was, im Nachhinein betrachtet, nicht wirklich eine Frage war, von daher durfte der mangelnde Erfolg nicht verwundern.) Als er später hinter Kylre und Kara ritt, versuchte er es erneut:"Wie lange seid ihr schon bei der Enklave?" (Hier immerhin hatte er dazugelernt. Vielleicht lag's also am Thema und nicht an der Formulierungsweise?)

"Herrje, das konnt' ich schon mal besser", murmelte er vor sich hin. Kleiner schreckte kurz aus dem Schlaf hoch und leckte ihm gutgläubig die Hände. Rosamunde dagegen warf ihm einen skeptischen Blick über die Schulter zu.

Als man am Nachmittag von entgegenkommenden Reisenden angesprochen wurde, rangen verschiedene Instinkte in Fischer. Misstrauen einerseits. Ein möglicher Feind! Schon tastete die Hand nach dem Bogen, schon wurde die taktische Lage mit flinkem Blick erkundet. Runter vom Pferd und lautlos in die Büsche schlagen, riet dagegen die zweite Stimme. Eine dritte warf sich mit der Autorität eines Schwertcaptains in die Brust: He, deine Aufgabe wär's zu erwidern, du bist hier der Anführer! (Worauf Fischer nur hämisch erwidern konnte: Etwas spät dran, mein Lieber... bald vier Jahre...)

"Harpells?" wandte er sich fragend an Kylre. "Sagt mir nichts."
 1. Militärsattel
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 18.03.2019, 22:45:14
Als es in Mirabar einige verwunderte Blicke gegeben hatte, weil Fiona das Gold des Marquis, was ja eigentlich Belohnung für die geleisteten Dienste im Eiswindtal war, für den Kauf der neuen Reitpferde einsetzte, erklärte Fiona noch, dass ein Teil davon wohl alten Gefährten gehören würde, wenn sie denn noch hier wären, und es somit wohl niemandem so richtig gehört. Und daher dachte sie, dass es so für alle sinnvoll eingesetzt werden konnte. Widersprüche gab es erwartungsgemäß keine, wer beschwert sich schon über ein geschenktes Pferd.

* * * * *

Auf Fischers Aussage hin, dass sie der Fürstenallianz angehörten, hatte Fiona nur leicht genickt während sie eine Frage oder etwas in der Richtung abgewartet hatte. Aber mehr hatte der Waldläufer an der Stelle wohl nicht zu sagen, denn er verschwand kurz darauf wieder und widmete sich anderen Dingen. Da Wildniskundige häufiger dazu neigten, eher wortkarg zu sein, wunderte sie sich aber auch nicht wirklich darüber.

Als Kylre sie auf Langsattel und die Harpells ansprach, zuckte die junge Halbelfin mit den Schultern.

"Die Harpells sagen mir jetzt auch nichts. Aber es wird noch eine Weile dauern, bis wir in Langsattel ankommen, ein paar Tage vielleicht sogar. Wenn wir dort sind, sollten wir natürlich versuchen, mehr Informationen zu erhalten. Es ist im Endeffekt ja auch Teil unserer Aufgabe, dort nach dem Rechten zu sehen. Insofern werden wir sicherlich nicht nur durchreiten."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 19.03.2019, 13:33:12
Überrascht zog Kylre eine Augenbraue steil nach oben und blickte Fiona mit Unglauben in den blauen Augen für einige Momente zweifelnd an. Als er sich sicher war, dass sie ihn nicht zum Narren hielt, führte er aus, was er wusste, achtete aber darauf, ob nicht ein Funke der Erinnerung bei der Halbelfin auftauchte: "Nun, von Langsattel weiß ich so gut wie gar nichts, aber die Harpells - nun die sind eine andere Geschichte."

Einstmals, ehe der Zeit in der er wieder mit Kara in See gestochen war, hatte er als einfacher Seemann gedient und die Heimat vor dem ehrlosen Pack aus Luskan verteidigt. Ein Schiff aus dieser dreckigen Stadt, hatte ihren ehrbaren Verteidigungsversuchen der geliebten Heimat über Wochen hinweg bis weit in den Osten arglistig entgegengewirkt - schlussendlich vergebens. Und so weit ab der heimischen Gefilde hatte sich Kylre es sich nicht nehmen lassen und hatte bei fremden Bier den Geschichten eines mäßig begabten Skalden gelauscht. Und dabei hatte er erfahren: "Sie sind eine Familie von äußerst mächtigen Magiern, einer von ihnen soll alleine eine Horde Orks aufgehalten haben, nur mit seiner Magie und ganz ohne dem Beistand der Götter." Kylres Stimme schwankte zwischen Misstrauen und Bewunderung als er hiervon erzählte. "Angeblich leben sie schon sehr lange dort" - mit großen Zahlen hatte er es noch nie so gehabt - "und führen unter anderem auch eine magische Taverne." - ganz im Gegensatz zur Kenntnis über seltsame Taverne und Orte. "Sehr gut." bekräftigte er dabei Fionas Zusage dort nicht nur vorbei zu reiten. "Ein Plätzchen das ich gerne mit eigenen Augen sehen würde." gestand er unumwunden ein.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 19.03.2019, 14:27:38
"Mächtige Magier ..." Man konnte nicht wirklich sagen, dass die Zauberin besonders beeindruckt klang.

"Von denen gibt es hier an der Schwertküste und in den benachbarten Regionen viele. Wer hat noch nicht die Geschichten einer Lady Alustriel oder eines Elminsters gehört. Ich selbst war jedenfalls noch nicht in Langsattel, ich war mehr in den großen Städten unterwegs. Tiefwasser, Niewinter, Silbrigmond."

"Und so ganz ohne den Beistand der Götter... die Magie selbst ist doch ein Geschenk der Göttin Mystra."

"Aber gut, Magier wissen meist auch viel. Es wird sicherlich eine gute Idee sein, den Harpells unsere Aufwartung zu machen. Das mit der Taverne klingt auf jeden Fall schonmal sehr spannend."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 19.03.2019, 19:52:19
So war Kylre also doch noch mit der schönen Magierin ins Gespräch gekommen. Sehr gut. So still und zurückhaltend gefiel ihr der junge Kapitän nicht. Es war nicht seine Art so in der Ferne und in der Vergangenheit zu hängen. Was geschehen war, war geschehen. Jetzt sollten sie sich auf ihre Aufgabe besinnen und endlich einen ordentlichen Riesen finden. Wenn die verlockenden Rundungen Fionas ihm dabei helfen konnten in die Gegenwart zurückzufinden, dann gönnte Kara ihm die Flirterei. Ein paar zusätzliche Informationen zu ergattern, konnte auch nicht schaden.

Sie selbst ließ Grani zurückfallen und platzierte sich neben Fischer, der gerade wieder zu ihnen gestoßen war. Der kleine Welpe, immernoch aufdringlich parfümiert, hatte es sich erneut auf dem Sattel bequem gemacht, mehr wie ein edles Haustierchen als wie ein wilder Jäger. Fischers Umgang mit dem Tier verwunderte sie, erschien ihr seltsam und unpraktisch. Der schweigsame Mann aber gefiel ihr als Teil der Truppe. Er wirkte zwar nervös im Verband, doch fähig in der Umgebung. Im Vergleich zu den anderen erschien er auch wehrhaft. "Hast du was gefunden? Euer Land wird hier zwar grüner, aber viel mehr los ist hier wohl nicht."

Kara blickte zum Horizont und hoffte endlich etwas Spannendes erspähen zu können, Hindernisse, Herausforderungen, Unterhaltungen oder wenigstens die Türme der Feste. Später könnte sie mit Kylre bestimmt eine Taverne finden und die Langeweile durchbrechen. Bis dahin wollte sie den neuen Gefährten etwas kennenlernen, immerhin würden sie den Riesen bald Seite an Seite gegenüberstehen.



Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 19.03.2019, 21:21:09
Ein bisschen vor den Kopf gestoßen, dass sich Fiona so unbeeindruckt von seinen Erzählungen zeigte, schnaubte der Hüne und beließ es dabei. Magierinnen und Magier waren noch schlimmer als das ärgste Räuberpack wenn es darum ging sich möglichst gleichgültig, ja abgebrüht und weltmännisch zu geben. Hatte er erwartet, dass die schwarzhaarige Schöne bei der Erwähnung irgendwelcher Zauberwirker aus - ausgerechnet! - Langsattel ins Schwärmen geraten würde? Eben.

Doch was Mystra betraf: "Das mag sein, doch wird sie nicht beim Namen gerufen wenn diese Magie gewirkt wird. So ist es eine andere Form als die meine." Den Blick von der Straße nehmend, sah er zu der Hexerin hinüber: "Ihr seid so etwas sicher gewöhnt. Wir" und dabei bezog er Kara und sich mit ein "weniger."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 19.03.2019, 23:02:08
"Ich habe kein großes Interesse an einer magischen Taverne.", meinte Gaston reserviert. "Ich finde, ein Essen wie auch Unterhaltung bedürfen keiner magischen Verstärkung. Es ist ehrliches Handwerk, einen Rührlöffel zu schwingen oder eine Lautensaite anzuschlagen. Magischer Firlefanz ist nur Blendwerk und verrät den Banausen wie auch den Laien zugleich. So sehe ich das. Aber vielleicht...", sagt Gaston plötzlich und mit verändertem Ton, "... habe ich meine Meinung in der Vergangenheit etwas zu lautstark kundgetan und meinen Stolz vor mir hergetragen wie einen Schild. Ich habe dadurch einen guten Freund gekränkt und dann verloren. Ich vermisse ihn. Und ich frage mich, was er wohl gerade macht. Ob er in Schwierigkeiten ist."

Gaston seufzt schwer. Dann wendet er sich an Fischer. "Was ist mit Dir? Kaum jemand wählt die Einsamkeit freiwillig, so vermute ich. Schon gar nicht die Einsamkeit des kalten Nordens. Hattest Du Freunde? Familie? Wo sind sie jetzt? Sag mir etwas, dass ich wenigstens mit meiner Wehmut in Gemeinschaft bin."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 20.03.2019, 00:07:29
"Oh, ja. Die Art und Weise, wie arkane und göttliche Magie gewirkt wird, unterscheidet sich doch sehr, soweit ich das aus meiner Perspektive bislang beurteilen kann," stimmt Fiona dem Kapitän zu. "Aber, soweit ich weiß, und ich bin wirklich keine Expertin in diesen theoretischen Dingen, ich bin da eher praktisch veranlagt, werden beide Arten von Magie durch Mystras Gewebe genährt."

Als Gaston sich dann auch an dem Gespräch beteiligte, blickte die Halbelfin ihn mit einem leicht skeptischen Blick an.

"Gaston, Du kannst mir nicht erzählen, dass Du nicht auch ein klein wenig neugierig bist, was es mit einer 'Magischen Taverne' auf sich hat. Und wer sagt denn, dass dort das Essen nicht in ehrlicher Handarbeit zubereitet wird. Vielleicht schaust Du es Dir erstmal an und bildest Dir danach ein Urteil."

"Mal ganz abgesehen davon, dass Magie durchaus auch ein Handwerk ist... zumindest für Magier," meinte die Zauberin dann noch mit einem Augenzwinkern.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 21.03.2019, 12:20:09
Die restlichen Ausführungen Fionas ignorierenden, erwidert Gaston nur leise: "Nein, eigentlich habe ich gar keine Lust, die magische Taverne zu sehen. Eigentlich möchte ich nur möglichst schnell nach Tiefwasser. Wenn es einen Ort gibt, wo ich ihn treffen kann, dann ist es Tiefwasser."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 22.03.2019, 21:31:28
"Nichts Besonderes" war Fischers Antwort auf Karas Frage, ob er etwas gefunden hätte. "Soweit ich sagen kann. Keine Ahnung, was in dieser Gegend hier besonders ist. Deswegen schau ich mich ja auch um: um mich mit ihr vertraut zu machen. Ich bin hier auch das erste Mal unterwegs."[1]

Den vom letzten Ausflug völlig erschöpfte Wolf lag in Fischers linken Arm gekuschelt und schlief so friedlich wie ein satter Säugling. (Eine Hand, die ihn streichelt, würde übrigens feststellen, dass er nicht weniger unterernährt war als Fischer; das Fell verdeckte den Umstand nur weitgehend, den die schlottrige Kleidung des Mannes vielmehr betonte. Vielleicht erklärt das die Nachsicht des Mannes mit seinem kleinen Begleiter? Offenbar hatten sie beide zusammen einiges durchgemacht und gemeinsam überstanden.)

"Wehmut, nein, damit kann ich nicht dienen", erwiderte Fischer, von Gaston angesprochen. "Mit Familie auch nicht. Und entgegen Deiner Vermutung gibt es durchaus Leute, welche die Einsamkeit und Freiheit, die schiere Weite der Tundra schätzen. Denen andersherum das Treiben in den Städten zuwider ist: hektisch, laut, schmutzig, korrupt."

Nach dieser überraschend langen und passionierten Rede verstummte Fischer wieder und lauschte dem Gespräch um die magische Taverne. Im Stillen gab er Gaston recht: Magie, davon hielt er auch nicht viel. In der Summe schien sie ihm doch wesentlich mehr Leid zu verursachen, als dass sie linderte oder sich anderweitig nützlich machte. Ohne Magie wäre man besser dran. Aber gut. Die Welt ist, wie sie ist. Sinnlos, sich zu wünschen, sie wär' anders.

Gastons letzter Kommentar verwunderte ihn.

"Du bist auf dem Weg nach Tiefwasser? Ich dachte, du wärst bei uns dabei. Also schickt der Marquis dich als Boten zu seinen Kontakten in der Stadt? Na, vielleicht sieht man sich später in Dreieber wieder. Hoffentlich bringst du uns dann gute Nachricht von den Ermittlungen aus der Stadt!"
 1. Ich habe mich in meinem letzten Beitrag nicht zu würfeln getraut, weil ich nicht weiß, wie Blutschwinge zu eigenmächtigen Würfen der Spieler steht. Das Auskundschaften dort war also bloß als Beschreibung gedacht, wie mein Waldläufer sich auf der Reise halt so die Zeit vertreibt, und nicht als Versuch, irgendwas zu finden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 23.03.2019, 13:10:38
Der Winzling war also weder bei der Sache, noch schien er Interesse zu haben allzu lange bleiben zu wollen. Ein Maul weniger zu füllen. Ein Ziel weniger zu verteidigen. Auch gut.

Kara ließ die Zügel lang, streckte sich und gähnte. Dann wandte sie ihren offenen Blick wieder dem mittlerweile grimmig dreinschauenden Fischer zu. "Ich pflichte dir zwar bei, was große Städte angeht...und ich folge auch lieber dem Locken der Natur, als dem Treiben im tosenden Straßenwirrwar...hmm...aber eine Dorfkneipe als Abwechslung im Nirgendwo hat auch so ihre Reize. Zwei Reize eigentlich: Bier und Würfel!" Kylre warf ihr einen schnellen Blick über die Schulter zu und grinste.

"Lass uns eine Runde spielen heute, Fischer, du und ich. Ich erzähle dir von der wunderbaren Einsamkeit Ruathyms, wenn du willst, und du malst mir ein Bild von deiner Tundra. Vielleicht erzählst du mir auch von deinem kleinen Partner hier." Der Blick des fremden Waldläufers schien verschlossen und vorsichtig. Einerlei. Als Gruppe zu kämpfen würde nicht leichter, wenn sie sich ganz und gar fremd blieben und eine Runde Würfeln hatte noch nie geschadet...nun ja...selten geschadet.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 23.03.2019, 13:22:43
Fiona warf einen skeptischen Seitenblick in Richtung des Halblings. "Du hast den Marquis aber schon gehört, oder Gaston? Wir werden in Dreieber einen Boten aus Tiefwasser treffen, der uns Kunde von der Familie bringen soll, die vielleicht etwas über diesen Artus Cimber weiß. Ob unsere Reise bis nach Tiefwasser gehen wird, ist noch nicht gewiss. Ich persönlich hätte ja auch nichts dagegen, aber selbst wenn es uns von Dreieber aus in eine andere Richtung verschlagen sollte, die Stadt läuft schon nicht weg."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 29.03.2019, 09:34:57
Achso...“, entgegnet Gaston traurig. “Dann gehen wir also nicht nach Tiefwasser? Ich muss da etwas falsch verstanden haben.“ Und an seinem Ärmel nestelnd fügt er hinzu, “Entschuldigung. Ich bin seit ein paar Tagen nicht immer ganz ich selbst...
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 29.03.2019, 10:58:19
Sie setzten ihre Reise also fort, das Wetter blieb eher ungemütlich, aber nicht richtig schlecht. Aber am Abend winkte ja ein richtiges Bett.

Sie waren gut zwei Stunden geritten, als plötzlich Pfeile aus dem Nichts geflogen kamen und allesamt an den Rüstungen der Reisenden abprallten. Drei von ihnen waren getroffen, aber nicht verletzt worden. Die Pfeile kamen aus dem Unterholz und es war nicht schwer, diejenigen zu finden, die sie abgeschossen hatten. Dort im Unterholz standen 3 Hobgoblins mit Bögen in der Hand, gut 30 Meter entfernt. Sie schauten zwar etwas irritiert daher, kramten aber schon nach den nächsten Pfeilen.[1]
 1. Bitte alle einmal Ini würfeln
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 30.03.2019, 23:49:37
Gaston legte die Hand auf Fischers Arm. Dann rief er den Hobgoblings zu: "Zieht weiter, wenn Ihr wisst, was gut für Euch ist! Wir sind eine Gruppe erfahrener Abenteurer und allesamt erfahrene Krieger. Das da drüben ist die Barbarin Kara. Sie schwingt eine Axt, die größer ist als ich es bin."[1]
 1. Sie sollen die Angriffe einstellen, da wir überlegen sind: Persuasion 19 - Post kommt morgen Nachmittag
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 02.04.2019, 13:43:11
Als so plötzlich Pfeile aus dem Nichts links und rechts an ihm vorbeizischten, sprang Fischer (sich selbst für seine Unaufmerksamkeit verfluchend: wie konnte er nur so unbeholfen in einen Hinterhalt tappen?) mitsamt Wolf vom Pferd und spannte seinen Bogen. Im nächsten Augenblick lag ein Pfeil auf der Sehne und schoss... in einen Baum.[1]
 1. ranged attack auf einen der Angreifer (cover wird ignoriert wg. Sharpshooter), aber mit einer 7 daneben (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1060449.html#msg1060449).
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 03.04.2019, 19:47:07
Die Hobgoblins schienen kurz zu zögern nach Gastons Ruf und schauten sich etwas verdutzt an, als dann der Pfeil in den baum einschlug schienen sie ebenfalls nicht recht zu wissen, was sie tun sollten. Da erschallte ein schriller Schrei aus einem Baum auf der anderen Wegseite und ein etwas größerer und besser gerüsteter Hobgoblin schrie die Männer an.[1] Sofort spannten sie ihre Bögen und schossen und der vierte Hobgoblin schleudert einen Speer. Und diesmal hatten sie besser gezielt, denn Fiona[2] und Fischer[3] wurden je von einem Pfeil getroffen, Kylres Rüstung hielt den Pfeil erneut ab. Und Kara bekam den Speer des vierten Gegners zu spüren[4].

Die Hobgoblins verzogen sich daraufhin wieder hinter ihre Bäume und bereiteten ihre Bögen für den nächsten Angriff vor.
 1. Falls jemand Goblinisch spricht bitte melden
 2. 8 Schadenspunkte
 3. 6 Schaden
 4. 6 Schaden
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 03.04.2019, 20:38:30
Fiona zuckte zusammen, als der Pfeil sie traf. "Autsch!"

Aber lange ließ sie sich nicht von den Schmerzen irritieren und ging dann auch gleich zum Gegenangriff über. Während sie sich selbst eine magische Rüstung anzauberte[1], schleuderte die Zauberin zwei Feuerstrahlen gegen ihre Gegner[2][3].
 1. Quickened Mage Armor (AC steigt auf 16)
 2. Hobgoblin Anführer: AC 16 für 4 fire damage
 3. Der Hobgoblin, der Fiona angegriffen hat: AC 15 für 7 fire damage
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 03.04.2019, 22:32:23
Eben noch in Gedanken ans abendliche Würfeln verloren, sah Kara den Halbling verwundert an. Es brauchte nur drei schmächtige Hobgoblins und er versteckte sich bereits hinter ihrem Namen? Sie sah Fischer und Kylre vom Pferd springen und setzte dazu an dasselbe zu tun, als Kara den Kampfesschrei von der anderen Straßenseite hörte und kurz danach den heißen Schmerz verspürte, die der altgediente Speer beim Eindringen in ihre Seite verursachte. Erstaunt sah sie an sich herunter und zog die Spitze aus ihrem Fleisch. Sie sah zum Anführer der kleinen Goblintruppe und erstarrte für den Bruchteil eines schmerzerfüllten Augenblicks, bis die noch ungewohnte Kälte von ihr Besitz ergriff.[1]

Ausgehend von ihrer Magengrube breitete sich diese Kälte in ihrem ganzen Körper aus, betäubte ihn. Mit einem Satz sprang auch sie von dem Reittier ab und wandte ihre Aufmerksamkeit voll und ganz dem Speerwerfer zu. Sie starrte ihn mit den Augen der Bärin an während sie ohne Gedanken an Taktik oder Sicherheit[2] auf ihn lospreschte und die schwere Axt schräg nach oben beförderte. Sie spürte Kylre in ihrem Rücken, spürte die anderen als leise Präsenz dahinter. Jetzt galt es nicht einen von ihnen zu schützen, jetzt galt es den Hobgoblinanführer zu vernichten.

Aus ihrer Kehle, zuerste leise und seltsam, dann immer lauter und tosender, donnerte ihr Kriegsgebrüll. Die Bärin vor ihrem inneren Auge brüllte gleichsam als sie die schwere Pranke als Einheit mit der blankgeputzten Axt der Kriegerin erhob und die kampferprobte Klingen ins Fleisch der Kreatur stieß. Kara spürte kaum Widerstand als die Schneide den Hobgoblin durchfuhr[3] und warf ihr ganzes Gewicht sofort in eine Bewegung, die die Axt mit einem unheimlichen Surren durch die Luft gleiten ließ um den unglücklichen Speerwerfer ein zweites Mal von der anderen Seite zu zerschneiden.[4]
 1. Rage
 2. Reckless Attack
 3. Greataxe Angriff auf Anführer AC21, 14 Schaden
 4. Greataxe Angriff auf Anführer AC20, 10 Schaden
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 03.04.2019, 22:52:27
Kylre war gerade damit beschäftigt gewesen wütend auf den Tavernen-ablehnenden Halbling - hatte man so etwas schon gehört? - zu starren, als ein dumpfes "KLONK!", welches der abprallende Pfeil an seiner Harnisch verursachte, erklang. Langsam wandte er seinen bohrenden Blick den sich gerade versteckenden Hobgoblins zu. Nicht nur, dass Karas Name als Einschüchterung für die Feinde her hielt - und nicht seiner! Wo doch er der Kapitän war! - nein! Das Pack verkroch sich auch noch hinter Sträuchern. In der Sprache des Sturms einen Befehl bellend, erschien im gleichen Herzschlag ein Hammer aus blau flackerndem Licht hinter ihnen und fuhr auf den Ersten herab.[1]

Selbst wenig gekonnt aus dem Sattel springend, lief der Ruathym zu dem Anführer der hinterhältigen Schar[2] und griff auch ihn mit einem Hieb seines vertrauten Hammers an.[3]

Endlich gab es etwas zu tun!
 1. Bonus: Spiritual Weapon AC: 8, DMG: 8
 2. Move
 3. Standard: Hammer Time! AC: 14, DMG: 6
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 05.04.2019, 15:52:51
"Dumm! So Dumm!", fluchte Gaston und zog seine vertraute Schleuder hervor. Sein Vetter Marten hatte ihm diesen ganz erstaunlichen Trick beigebracht, wie man eine Schleuder gleich mit mehreren Kugeln füllen konnte, um nahestehende Ziele zu treffen. Er hatte diese Technik Mantikor genannt. Gaston war es gerade recht und zielt den Kugelschwarm auf Kniehöhe.[1] Dann steckte er eine weitere Kugel in die Schleudertasche und schoss ein weiteres Projektil in Richtung des Anführers.[2]
 1. Angriffe auf Hobgoblin 1,2 und 3: 12, 14 und 5 mit 21, 22 und 17 Schaden (ggf. Trip Attack).
 2. Angriff auf den Anführer: 15 mit 22 Schaden (ggf Trip Attack).
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 05.04.2019, 16:28:29
Ein sachter Tritt beförderte Kleiner ins nahe Unterholz Gebüsch, ein Klapps schickte Rosamunde willig hinterher, dann lag schon der nächste Pfeil auf der Sehne. Haarbreit an Karas Hals zischte sein Pfeil und schlug dem Anführer knapp unters Schlüsselbein.[1]
 1. move: Kleiner (und Pferd) in Sicherheit kicken/schieben
SA: Angriff auf einen der Gegner, an denen Kara oder Kylre dran ist (Deckung wird ignoriert): trifft RK 18 => 15 Schaden (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1060529.html#msg1060529).
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 05.04.2019, 19:59:01
Während Kylre und Fiona mit ihren Angriffen ihr Ziel verfehlten, fügte Kara dem Hobgolin zwei tiefe Wunden zu und als dann Fischer ebebfalls traf, war der Anführer dem Tode nah. Kara sah das Entsetzen in seinen Augen, als er durch den Schmerz realisierte, wie schwer er getroffen war. Aber er hielt stand und schrie erneut etwas, woraufhin zwei der Hobgoblins ihre Bögen fallen ließen und zu ihrem Anführer rannten. Der Dritte schoss einen Pfeil auf Kara[1]. Und der Anführer schnappte sich mit seinen letzten Kräften seine Axt und schlug ebenfalls nach der Frau[2]. Die beiden Bögenschützen stellten sich neben ihren Anführer, bereit, sich in den Nahkampf zu stürzen.
 1. 5 Schaden
 2. 9 Schaden
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 05.04.2019, 22:57:16
Nachdem sie sich "warmgeschossen" hatte, waren Fionas Feuerstrahlen diesmal besser gezielt als zuvor. Normalerweise hätte sie ja weiter auf den Anführer geschossen, aber das würde nur irgendwelche Diskussionen oder böse Blicke geben, wenn sie ihn jetzt zu Boden beförderte, wo er schon am Wanken war. Diese wilden Krieger waren da manchmal etwas eigen und daher beschloss die Zauberin dieses Problem geschickt zu umgehen, indem sie einfach zwei andere Ziele anvisierte.

So schossen die beiden Feuerstrahlen auf den letzten Hobgoblin, der noch seinen Bogen in Händen hielt[1], und auf einen der beiden Hobgoblins im Kampfgetümmel[2] zu.

Während sie den sich ausbreitenden Flammen auf den Panzern ihrer Feinde zusah, sammelte Fiona noch etwas Kraft für weitere Anstrengungen[3].
 1. Twinned Firebolt: AC 20 für 14 fire damage
 2. Twinned Firebolt: AC 24 für 12 fire damage
 3. Bonus: Grad 2 Slot -> 2 Sorcery Points
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 05.04.2019, 23:35:44
Sich hinter seinen Kriegern verstecken anstatt den eigenen Kampf zu entscheiden - schändlich[1]! Kara spuckte den bitteren Geschmack aus, packte die Axt nocheinmal fest und trieb sie dem Hobgoblin Anführer senkrecht in den Leib[2] Der erstaunte Feind fiel auf die Knie. Noch bevor sein sterbender Körper vollends auf dem Waldboden aufschlug, brüllte Kara nocheinmal aus voller Kehle und wuchtete die schwere Klinge in den von Flammen umhüllten Krieger daneben[3] Schwächlinge! Ehrenlose Landstreicher! Wie konnten sie es wagen ihre Gruppe so stümperisch anzugreifen? Karas Augen blitzten gefährlich.
 1. Reckless Attack
 2. Greataxe Angriff auf Anführer (critical!) AC27, 19 Schaden
 3. Greataxe Angriff auf nächsten Hobgoblin AC18, 18 Schaden
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 05.04.2019, 23:59:15
Seite an Seite mit Kara die erste Schlachtreihe bildend, konnte der Seefahrer es beinahe nicht glauben welche schiere Anzahl an Geschossen an ihm und der Schildmaid vorbei sausten und Verheerung bei dem Räuberpack anrichteten.

Mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht, sah Kylre wie Kara - in gewohnt effizienter Art und Weise - dem Anführer erzürnt das Lebenslicht ausblies. Ohne zu zögern, schloß er weiter zum Kampfgeschehen auf und hieb mit seinem Hammer nach dem brennenden Hobgoblin, der jedoch noch geistesgegenwärtig genug war um diesen Schlag gekonnt zu parieren.[1] Im selben Atemzug jedoch brachte der Valkurpriester die Waffe seines Gottes in Position und führte mit ihr einen verherrenden Streich in Richtung des Genicks des Gegners.[2]
 1. Standard: Hammer: nicht erwähnenswert
 2. Bonus: Spiritual Weapon AC: 25, DMG: 12 auf den von Fiona und Kara bereits getroffenen Hobgoblin und platziere die Waffe hinter ihm
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 06.04.2019, 12:42:15
Bestürzt verfolgte Gaston das Kampfgeschehen. Wirklich, dieses sinnlose Blutvergießen behagte ihm gar nicht. Doch die Hobgoblins hatten es nicht anders gewollt. Und ohne die Hobgoblins wäre die Welt wieder ein Stückchen sicherer. Also griff sich Gaston zwei weitere Kugeln aus dem Beutel und schoss diesmal gezielt zwei Geschosse in Richtung der Feinde ab.[1] Wahrscheinlich gehört das zum Abenteurerleben dazu, dachte sich Gaston, dass man eben nicht nur wilde Bestien und eindeutig böse Monster bekämpft, sondern eben auch dumme Banditen. Besser ich gewöhne mich daran.
 1. Angriff auf jeweils einen Hobgoblin mit Angriff 21, 21 / Dmg 17, 14
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 06.04.2019, 20:09:25
Auch für seinen nächsten Schuss zielte er genau, doch im letzten Moment ließ eine Bewegung in den Schatten rechts hinter dem Hobgoblin Fischers Blick und Hand zur Seite zucken. Züngelnde Schwärze, verdichteter Schatten, zwei glühende Punkte in Augenhöhe... Shadovar! Unartikuliert fluchend schoss Fischer auf die verhasste Kreatur. Der zweite Pfeil lag schon auf der Sehne, als der erste zitternd in einem Baum einschlug. Erst mehrmaliges Blinzeln zerstreute die Sinnestäuschung. Rauch, ein paar Funken, von Fionas Zauberei - mehr nicht. Fischer fluchte erneut.[1]
 1. Angriff auf letzten Gegner, trifft nur eine 12 (http://ttps://games.dnd-gate.de/index.php?action=post;quote=1060610;topic=9119.210;last_msg=1060610).
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 11.04.2019, 11:28:40
Schwer getroffen starb der Anführer der Hobgoblings und auch einer seiner Männer folgte ihm direkt in den Tod. Di beiden verblieben sahen sich panisch nach einer Fluchtmöglichkeit um, aber letztlich wurden auch die beiden erledigt, Gastons Kugeln gaben ihnen den Rest. So langen sie nun dort und ihr Blut verteilte sich am Wegesrand.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 12.04.2019, 20:31:58
Kaum zum Aufwärmen hatte der Kampf gereicht. Die Hobgoblins lagen allesamt am Boden, fast alle mit Schusswunden. Der kleine Koch verstand wohl doch mehr zu tun, als angenommen. Von zwei mit glasigen Augen ins Leere starrenden Kriegern stieg noch ein wenig Rauch auf und der Feigling von einem Anführer tränkte den Waldboden noch immer mit seinem dunkelroten Blut. Kara schritt den zerschlagenen Körper zunächst mit ihren Augen ab um jene Orte ausmachen zu können, an denen sich Brauchbares befinden könnte. Zwar wäre der Hobgoblin mit seiner kleinen Rotte es nicht Wert ein Souvenir in ihrer Sammlung zu werden - sie würde ihm alle Zähne lassen - und am liebsten hätte sie ihn nicht weiter beachtet, doch nach alter Kämpfergewohnheit und ohne viel zu überlegen, tastete sie den Gefallenen nun nach Wertgegenständen, Nützlichem oder Hinweisen auf seine Absichten ab.

Sie drehte vorsichtig Fischers Pfeil aus dem auskühlenden Fleische und wischte die Spitze sorgsam am Gewand des Hobgoblins ab. Der Pfeil war einwandfrei. Sie wollte ihn Fischer zurückgeben. Ihr Blick suchte ihn. Kara hatte den Luftzug des Pfeils gespürt und das Surren gehört, als das Geschoss dicht an ihr vorbeigeflogen war. Ein würdiger Schuss. Doch die anderen...seltsam dieser Mann. "Was dabei?", fragte Kylre, als er sich über ihre Schulter beugte um ihre Funde selbst zu betrachten. Kara grinste und sah wieder auf ihre Hände.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 12.04.2019, 22:21:25
Gaston ließ die Schleuder in einer der zahlreichen Taschen seines Mantels verschwinden und stampfte wütend mit dem Fuss auf. Diese VOLLIDIOTEN!!“, rief er und fasste sich dabei den Kopf. Dann begann er an der Kleidung der Hobgoblins herumzureißen. Im ersten Moment musste man vielleicht denken, dass er die Hobgoblins nach nützlichen Dingen durchsuchte. Doch tatsächlich riss er Stoffbahnen, mit denen er Druckverbände anfertigte. Der kleine Halbling brachte es nicht über sich die Sterbenden verbluten zu lassen.[1]
 1. Medizin-Probe
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 13.04.2019, 15:00:46
Als der letzte Hobgoblin unter einem Hieb gefallen war, drehte sich Kylre mit dem Rücken zu Kara, scheinbar ein alter Instinkt, und beobachtete argwöhnisch ihre Umgebung[1]. Nicht, das sich hier noch weiteres Pack verschanzt hatte und just in diesem Moment zum Angriff überging.

Seinen magischen Hammer an ihre Seite rufend, verharrte der Langboot-Kapitän so für einige Momente und blieb wachsam. Als sich nichts rührte, stellte der Sturm-Kleriker seinen Hammer auf den blutbesudelten Boden und wischte sich den Schweiß mit der nun freien Hand von der Stirn. Die schwere Waffe mittig greifend, wandte er sich um und blickte seiner Mitstreiterin über die Schulter und fragte ob sich etwas von Wert für sie auftat?

Gastons seltsames Verhalten erst jetzt realisierend, beobachtete er den glatzköpfigen Hin für einige Momente ungläubig, dann aber herrschte ihn Kylre  umso wütender an und überbrückte die Distanz mit erbosten, weit ausholenden Schritten: "Was machst du da, du möwenhirnige Landratte?!" Erbost baute er sich vor Gaston auf und schob den Halbling entschlossen mit einer gepanzerten Faust beiseite[2], dabei stellte er barsch und offensichtlich um Fassung bemüht klar: "Was Kara und ich töten, bleibt tot! Es sind Opfer an unsere Götter!"
 1. Perception DC: 15 geschafft
 2. habe das jetzt mals o beschrieben, aber wir können gerne würfeln, wenn du das anders haben möchtest. editiere selbstverständlich entsprechend
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 13.04.2019, 15:19:18
... und was noch nicht tot ist, ist noch nicht tot dachte Fiona sich dabei, aber behielt ihre Gedanken dann doch lieber für sich. So ganz konnte sie das Mitleid Gastons mit diesen Banditen auch nicht teilen. Wenn sie sie laufen lassen würden, dann würden sie einfach die nächsten Reisenden überfallen, die sich vielleicht nicht so gut zur Wehr setzen könnten wie sie.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 13.04.2019, 17:00:41
Als der letzte Gegner zu Boden gegangen war, zückte Fischer sein Jagdmesser, beugte sich über den nächstliegenden und zog ihm die Klinge über die Kehle. Dies tat er, ohne sich etwas dabei zu denken. Weder ging dieser Tat ein Entschluss voraus, noch eine Rechtfertigung, noch verfolgte er dabei eine nennenswerte Absicht, etwa in dem Sinne: sicher ist sicher. Tatsächlich wurde ihm erst nach der zweiten durchschlitzten Kehle bewusst, was er da tat und dass dies der aktuellen Situation vielleicht nicht ganz angemessen war. Er zuckte die Achseln. "Macht der Gewohnheit."

Damit erhob er sich und machte sich auf die Suche nach seinem Kleinen, den er irgendwo in der Nähe jaulen hörte. Er fand ihn in einem tiefen Gestrüpp zappelnd und befreite ihn daraus.

"Die hatten wohl jemand anderes erwartet", kommentierte er die Dummheit der Gegner. (Warum sonst hätten sie so irritiert, fast schon erschrocken geblickt, als sie nach ihrer ersten Salve erkannten, wer da vor ihnen stand?) "Lasst uns weiter zur Feste."

Als Kara ihm seinen Pfeil reichte, wollte er sich bedanken, doch Kylres Geschimpfe entlockte ihm statt dessen ein Schnauben.

"Was machen wohl die Götter mit all den Opfern? Haben sie nicht bald endlich mal genug davon? Man sollte es meinen."

Er griff nach den Zügeln seines Pferdes und saß auf.

Aufmerksamer würde er von jetzt an sein, nahm er sich vor. So völlig unbedarft in einen Hinterhalt zu laufen, das war schon peinlich.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 15.04.2019, 17:46:57
Kylre stieß Gaston zur Seite und Gaston verlor das Gleichgewicht und fiel hin. Hilflos musste er mit ansehen, wie Fischer und Kylre sich der bewusstlosen Feinde entledigten. Er war kurz davor, zu schreien. Aber es hatte wohl keinen Sinn. Was konnte er schon gegen die muskulösen Menschen machen? Also stand Gaston auf und klopfte sich den Schmutz von der Kleidung. "Naja, wannimmer irgendjemand stirbt, ist es wohl ein Opfer an irgendjemanden.", entgegnete er nur müde. "Und was die Götter mit den Seelen der Toten machen, das wissen sie nur allein. Vielleicht ist es aber auch so, wie die Samenkorn-Ketzer sagen - Ihr wisst schon, diese Lathander-Sekte -, nämlich dass die Seelen nur kurz im Jenseits bleiben und sodann einen neuen Körper bekommen, bis sie Ihre Aufgabe in dieser Welt erfüllt haben und dann in die Weltenseele eingehen. Wer weiß das schon?" Dann fügte er mit einer Spur Kampfeslust hinzu: "Sag mal, Kylre, wenn Du da mal im Schmutz liegst, was soll ich denn dann mit Dir tun? Soll ich Dich verbinden und gesund pflegen? Oder soll ich Dich lieber Deinem Gott opfern und Dir das Messer durch die Kehle ziehen? Was ist Dir lieber?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 15.04.2019, 21:19:20
Vor soviel Ignoranz zurück schreckend, zogen sich Kylres Augenbrauen im nächsten Moment noch weiter zusammen. Doch immerhin hatte der Halbling aufgehört hier gegen die göttliche Ordnung zu verstoßen. Etwas leiser - und auch eine Spur weniger aggressiv - entgegente Fischer und Gaston somit: "Was Götter eben mit Macht so anstellen. Sie schaffen Paradiese für ihre verstorbenen Gläubigen; sie treiben die Kräfte für die sie stehen in der Welt voran! Sie gewähren ihren Priestern Macht damit diese für ihren Glauben einstehen können." Selbst ein wenig über seine umfassende Antwort überrascht, warf der Kapitän ungestüm eine Hand in die Luft und schnaubte laut: "Götterkram eben!" Von Samen-Korn-Ketzer hatte er noch nie gehört, wollte sich das aber nicht anmerken lassen.

Stattdessen blickte er nach unten und fixierte Gaston für einen laaaangen Moment ehe er knurrend antwortet: "Als mein Gefährte und Mitreisender gehe ich davon aus, dass du mir hilfst wieder auf die Beine zu kommen. Wenn du mein Feind bist, erwarte ich von dir nur das Messer - Gaston Trübsalblässer." Seinen Blick lösend schüttelte der Hühne seinen haarigen Kopf in Unglauben und haute sich selbst mit der flachen Hand auf die Stirn. Musste man dem kleinen Mann diese Dinge wirklich erklären? ... Oder aber! Er hielt Kylre zum Narren und machte sich gar über ihn lustig!? Ein misstrauischer Seitenblick verriet kein verächtliches Grinsen, oder Feixen auf dem Gesicht des Steine-Schleuderers.

Seiner Neugierde nicht Herr werdend, fragte der Seefahrer direkt heraus: "Musst du das wirklich fragen, oder nimmst du mich auf die Schippe?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 15.04.2019, 22:42:55
Kara wechselte einen schnellen Blick mit Fiona.

Ungewohnt leichtfüßig trat sie vor Kylre und schlug ihm auf die Schulter: Du brauchst  Hilfe um wieder auf die Beine zu kommen? Mann, Kylre, so leicht wirst du schon nicht umfallen! Schmutzig grinsend reichte sie ihm eine kleine Flasche mit einer stark fermentiert riechenden Flüssigkeit darin. Sie ließ ihre schwere Axt am verletzten Arm hängen, während sie sich die Wunde am anderen kurz ansah. Das kleine Scharmützel in Ehren, meine Gefährten, aber wir sollten uns wohl wieder in den Sattel schwingen. Die Taverne ruft und auch der Hunger! Und dich, kleiner Koch, sagte sie freundlich, als sie sich nach Gaston umdrehte und so zwischen dem heißblütigen Kapitän und dem rührseligen Halbling stand, habe ich wohl unterschätzt. Ein altes Leiden, muss ich gestehen, dass deiner Größe und deiner Art geschuldet war. Deine Schleuder aber, die macht doch mehr her als gedacht.

Sie schritt zu ihrem Reittier und verstaute alles Brauchbare in einer der Satteltaschen. Mit athletischer Leichtigkeit hob sie sich auf den Pferderücken, ohne den zweiten Arm zu verwenden und schulterte die zuvor geschwind abgewischte Axt. Blicke folgten ihr, als sie den unbeeindruckten Hengst neben Fischers lenkte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 15.04.2019, 23:00:57
Fiona hatte in der Zwischenzeit ihre eigene Wunde, die sie durch den Pfeiltreffer hinnehmen musste, etwas gesäubert und notdürftig verbunden.

"Die Hobgoblins schienen überrascht, als sie uns erblickten. Womöglich hatten sie etwas anderes erwartet. Die Wagen vielleicht, die wir zuvor getroffen haben? Oder sie waren einfach verwundert darüber, dass ihre ersten Pfeile alle ins Leere gegangen waren. Wie dem auch sei, sie haben bekommen, was sie verdient haben, und werden hier niemanden mehr überfallen. Zudem wollen wir es bis zum Abend noch in Xantharls Feste schaffen. Also sollten wir so langsam aufbrechen. Und eure Streitlust solltet ihr euch besser für die Riesen aufbewahren. Da werden wir sie mehr brauchen können."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 16.04.2019, 09:41:01
Als ein Halbling, der Gaston nunmal war, wurde Gaston zunehmend tollkühn. Es mochte damit zusammenhängen, dass sich der wesentlich größere Kylre vor ihm aufgebaut und ihn bedroht hatte. Also räusperte sich Gaston und lächelte verschmitzt. “Vielen Dank für Deine Worte, Kara. Ich gebe immer mein Bestes, um ein guter Koch, Gefährte und Freund zu sein. Aber mir scheint, als müssten wir hier etwas ausdiskutieren. Etwas Prinzipielles. Ich mag nämlich diesen ganzen Götterkram eben. Und ich liebe Paradiese! Wer auch immer diese Idee zuerst gehabt haben mag, er war ein großes Genie! Was ich aber nicht mag, sind Spekulationen darüber, was man tun muss, um in diese Paradiese zu kommen. Denn einerseits suchen sich die Leute ohnehin einen Gott aus, welcher sie tun lässt, was sie wollen. Und zum anderen eignen sie sich dann die Dogmen an und tun dann so, als ob sie keine Wahl mehr hätten. Ich glaube, es kommt auf etwas anderes an, als die Dogmen und Ansprüche der Priester. Kylre, eine Frage: Stell Dir vor, eine Galeere sticht in die See und gerät in einen Sturm. Das Schiff befindet sich im Machtbereich von Umberlee oder Valkur und beide können diese großartige Galeere für sich beanspruchen. Was, denkst Du, ist der Unterschied zwischen Umberlee und Valkur?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 16.04.2019, 10:36:14
Kara ein schnelles Grinsen schenkend - sie hatte ja Recht. Wer sollte ihn schon umschmeißen?! - stieg auch Kylre, ungelenkig wie immer, in seinen Sattel und ließ das Tier langsam antraben. Der Halbling, nun scheinbar doch mit einem Lächeln im Gesicht, redete von Dogmen und Ideen, bis er dann doch zum Punkt kam. An dieser Stelle überlegte sich der Kapitän ob er darauf eingehen sollte was der Koch da fragte. Solche Fragen stellte normalerweise nur Moki. Und wie es mit dem ausging, dass würden sie alle noch sehen...

Diesen Gedanken, mühsam beiseite wischend, erwiderte der Seemann polternd: "Das sie ihr Geld und Wohl dann besser auf Valkur setzen sollten! Der hat Umberlee schließlich heraus gefordert und blieb siegreich!"

Umberlee! Pah! Diese unberechenbare Schlampe! Was für eine dumme Frage. Konnte so nur von einer Landratte gestellt werden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 16.04.2019, 11:31:00
Fischer schnaubte. Götter! Wenn Magie ihm bereits Magenschmerzen bereitete, weil der Schaden, den sie anrichtete, ihren Nutzen zehnfach überstieg, so trieb ihm der Gedanke an die Götter die Galle hoch.

"Götter sind wie streitende Eltern. Unfähig, ihren Streit unter sich auszumachen, wenden sie sich an die Kinder und verlangen, dass diese durch Parteinahme entscheiden, wer von den Eltern im Recht ist. Das Wohl der Kinder ist dabei dem einen wie dem anderen schnuppe. Dass ihr Streit nun auch die Kinder entzweit—keinen kümmert's. Dass die lieben Kleinen sich ihretwillen gar bis aufs Blut bekämpfen—was soll's. Einzig ums Recht haben geht's den Eltern. Erbärmlich."

So. Gemäßigter ließ sich seine Meinung über Götter nicht in Worte fassen. Gemäßigt, weil er keinen Streit mit den Gefährten suchte, nicht, weil er den Zorn der Götter fürchtete. Sie hatten ihn längst aufgegeben, genau wie er sie. Verstoßen. Seine Meinung kümmerte sie nicht mehr. Jede nur denkbare Blasphemie hatte er ihnen vor Wut heulend ins Gesicht geschleudert, doch statt zu strafen oder zu erwidern, hatten sie sich nur achselzuckend abgewandt. Nicht die Mühe wert war er. Sollte ihm recht sein.

Mit einem Zungenschnalzen und einem leichten Druck in die Seite brachte er Rosamunde in Bewegung und lenkte sie Richtung Straße.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 16.04.2019, 18:34:29
Die Seeleute sollten sich an Valkur halten, weil er Umberlee standhielt?“, fragte Gaston, noch bevor Fischer sich in das Gespräch einbringen konnte. “Wenn es nur um Macht und Einfluss geht, sollten sie sich wohl an Talos halten. Das ist der mächtigste der Sturmgötter, der zudem noch Auril, Umberlee und Malar befehligt. Also, warum nicht lieber Talos?

Als Fischer nun einwarf, dass die Götter untereinander im Streit lagen und sich die Gläubigen entsprend auch, konnte Gaston ein leises 'ohhh' nicht unterdrücken. Es ging ihm zu weit. Gaston wäre niemals auf den Gedanken gekommen, die ganze Götterwelt im selben Atemzug zu beschimpfen.

Aber darum geht es mir nicht. Niemand auf der Galeere würde Talos oder Umberlee um Hilfe anrufen. Natürlich nicht. Wir glauben an die guten Götter - und zwar nicht in erster Linie deshalb, weil irgendein Dogma sagt 'in einem Sturm opferst Du zehn Ziegen und wirst gerettet', sondern weil wir darauf bauen, dass sie menschlich sind und Mitleid mit uns haben. Verstehst Du? Das Mitleid ist der Unterschied zwischen Valkur und Umberlee - oder meinetwegen Talos. Ohne Mitleid ist es tatsächlich so, dass wir nur Figuren auf dem Spielbrett der Götter sind und es keine Rolle spielt, ob die Bauern fallen, die Türme oder die Dame. Denn dann wäre es tatsächlich so, wie Fischer es beschrieb: streitende Einfaltspinsel.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 17.04.2019, 09:18:53
Überrascht über das detailierte Wissen des Halblings über die Götter der Menschen - und insbesondere der Sturmgötter - kniff Kylre seine Augen zusammen und betrachtete den glatzköpfigen Halbling eingehend. Hätte er ihm gar nicht zugetraut.

Über Fischers plötzlichen Ausbruch - sonst war er doch mehr der verschlossene Typ - konnte der Ryathm nur den Kopf schütteln. Dieser Mann war doch nicht ernst zu nehmen! Der Waldläufer würde schon sehen was er davon hatte. Eine ewige Existenz, wenn man das so nennen wollte, als Stein in der Mauer der Ungläubigen, anstatt einen Platz in einem der Paradiese. Kylre wusste nicht viel über die Götter - ein Kapitän hatte andere Dinge um die er sich kümmern musste - aber wenn man mit den Toten sprechen konnte, ergab sich die ein oder andere Einsicht von selbst.

"Mitleid mit denen die vom Schicksal geschlagen wurden, ja. Aber nicht mit Feinden die mir nach dem Leben trachten. So etwas ist Schwäche und Unsinn. Wozu Mitleid, wenn sie dein Haus niederbrennen? Deine Mutter töten? Ha!" eine wegwerfende Handbewegung unterstrich den Standpunkt des Seefahrers und seine Gedanken über Gnade bei Hobgoblins.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 17.04.2019, 16:03:40
"Einfaltspinsel habe ich nie behauptet", widersprach Fischer. "Auch das Schachbrett hast allein du ins Spiel gebracht. Ich sagte lediglich, dass die Götter ihre eigenen Ziele verfolgen und sich dabei einen Dreck um unser Wohl scheren. Überhaupt halte ich es für wenig sinnvoll, ihnen menschliche Züge anzudichten. Mitleid! Das wünschten wir uns wohl. Aber ich denke, da schließt du von dir auf andere. Mit sich selbst beschäftigt sind die Götter, so darfst du mich zitieren. Selbstsüchtig und blind gegenüber dem Leid, das sie anrichten. Mitleid haben sie mit uns so viel wie wir mit der Ameise, die uns schuldlos unter die Stiefelsohle gerät. Wahrscheinlich bemerken sie es nicht einmal, wenn sie ein paar hundert von uns zertreten."

Pünktlich zum Ende seiner Rede hatte er die Straße erreicht und geriet zunehmens außer Hörweite, als der Rest der Gruppe hinter ihm zurückblieb. Eine kurze Weile beschäftigte das vergangene Gespräch wohl noch seine Gedanken. Einerseits wurmte es ihn, sich überhaupt darauf eingelassen zu haben, andererseits ließen die naiven Worte des Halblings ihn auch jetzt noch ungläubig den Kopf schütteln. Mitleid! Was für ein behütetes Leben musste der Halbling bislang geführt haben. Wir glauben an die guten Götter... gesprochen voll kindlichem Ernst, voll kindlichem Vertrauen. Mitleid. Nein. Die Götter kannten kein Mitleid.

"Mitleid", sprach er zu dem jungen Wolf. "Glaubst du das auch? Dass Mitleid der Grund war, warum ich dich aufgepäppelt habe, statt dich verrecken zu lassen? Mir vom Mund abgespart habe, was ich dir, vorgekaut, in deinen steckte? Ha, ich hoffe, so naiv bist du nicht. Du warst das einzige Lebendige in der Nähe und ich ertrug einfach den Gedanken nicht, völlig allein zu krepieren, mitten im Nirgendwo, unbemerkt und unbetrauert von einer anderen Seele. Wie hätte ich ahnen können, dass ich überleben würde? Danach sah es nicht aus. Aber weißt du, irgendwie ahnte ich, dass wir entweder beide krepieren oder beide überleben würden, deswegen habe ich es wohl getan. Und weißt du, um deinetwillen bin ich froh, dass wir es geschafft haben. Mir wäre die Alternative sonst ebenso recht gewesen. Großmütig kam ich mir dabei vor, wie wir da sterbend beisammen lagen. Wenigstens einem Feind hatte ich verziehen. Meine letzte Tat im Leben... Aber auch darin sah ich kein Mitleid, sondern..."

Er überlegte. "Edelmut? Nein. Mildtätigkeit? Hmpf. Aber halt, jetzt hab ich's: Erlösung. Von mir selbst. Dem Monster, das ich geworden war. Das der Krieg aus mir gemacht hat. 'Siehst du?' sprach ich mir damit selbst zu. 'Du bist doch noch fähig, einem Mitgeschöpf Güte zu zeigen. Einem Leben Wert beizumessen. Eine Funke Vergebung glimmt wohl noch in deinem schwarzen Herzen, dass du den Feindesspross nicht nur verschonst, sondern gar rettest! Noch bist du also nicht ganz verloren.' Wie du siehst, dachte ich nur an mich selbst dabei. Mitleid! Sei froh, dass ich keines mit dir hatte. Mitleid hätte mich die Klinge zücken und dir über die Kehle fahren lassen. Mitleid hätte mir geboten, dein Leid zu beenden. Jetzt sag selbst: Hättest du mir das gedankt? Dacht' ich mir doch. Mitleid. Als ob es darauf ankäme. Was zählt, sind Taten. An seinen Taten allein wird man gemessen. Sag, ein Mann tut aus Mitleid das falsche, ein anderer aus Eigennutz das richtige, welcher ist dir lieber? Ha, das seh' ich genauso! Hm. Dann hat der Halbling vielleicht sogar recht, was meinst du? Dann haben die Götter wohl bloß Mitleid gehabt mit den meinen. Dann wollten sie bloß, aus lauter Mitleid, ihr Leid beenden? Dann kann ich bloß sagen: wehe dem, den das Mitleid der Götter trifft!"

Von diesen vielen Worten erschöpft, verfiel Fischer für den Rest des Tagesritts in dumpfes Schweigen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 17.04.2019, 17:07:23
Gaston wechselte mit Kylre einen Blick und zuckte dann mit den Schultern. “Das will ich nicht so glauben.“, sagte er lakonisch und stieg überraschend behände auf sein Pony. “Entschuldige mich bitte. Wir müssen unsere Diskussion später weiterführen.

Daraufhin beeilte sich der Halbling zu Fischer aufzuholen. “Das war ziemlich direkt, was Du gerade gesagt hast. Ich habe eben erst einen guten Freund verloren - und das will ich nicht wiederholen. Darum lass mich gleich fragen: Magst Du die Götter nicht oder magst Du mich auch nicht?

Mit der einen Hand fischte Gaston ein kleines Stück Trockenfleisch aus der Manteltasche, während er mit der anderen die Zügel hielt. “Und Du? Magst Du mich?“, fragte er Kleiner und hielt ihm das Stück hin.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 17.04.2019, 20:27:41
Fiona hatte kein wirkliches Interesse an einem Gespräch über Götter. Sie hatte kein besonders tiefes Verhältnis zu diesen übermächtigen Geschöpfen, wenngleich sie Fischers Ablehnung auch nicht ganz teilen konnte. Sie mochte einige von ihnen durchaus. Mystra natürlich, denn ohne sie gäbe es wohl keine Magie, und die war der Zauberin durchaus ans Herz gewachsen, Selûne, unter deren Stern sie geboren worden war, und auch noch ein paar andere. Aber für sie war es weniger Verehrung oder Hingabe als mehr ein Zeichen von Respekt, dass man den Lehren der Götter folgte, jedenfalls derjenigen, die dem eigenen Wesen am nächsten waren. Allen zu folgen wäre ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit.

Da es nun aber auch endlich weiterging, nahm die Halbelfin ebenfalls wieder Platz im Sattel ein und ließ Hurricane antraben, um mit den anderen Schritt zu halten.

Um wieder ein wenig mehr Einigkeit zu schaffen, sagte sie noch: "Bei dem ganzen Gerede sind eure Kehlen sicher bald trocken. Wenn wir in Xantharls Feste ankommen, geht die erste Runde auf mich!"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 17.04.2019, 20:35:57
Endlich ein gescheiter Satz. Fiona enttäuschte nicht. Nach Fischers seltsamem Ausbruch hatte Kara gedacht, sie müsse wohl ihre anfänglichen Eindrücke generell überdenken. Aber Fiona gefiel ihr immer besser. Dieses Geschwätz über warum und wieso und mit welcher Absicht und blablabla... Entweder man tat etwas, oder man tat es nicht. Sie überließ das Philosophieren lieber anderen. Andauernd Fragen zu stellen, auf die es keine Antworten gab, mochte manche gut unterhalten, aber sinnvoll war es sicherlich nicht.

Kara trieb Grani ungeduldig nach vorne, an den selbstherrlichen Männern vorbei und kniff die Augen zusammen. Konnte man schon etwas von der Feste erkennen? In ihrer Erinnerung konnte es ja nicht mehr allzu weit sein und die Burg sollte stattlich aussehen. War das dort ganz hinten vielleicht eine Turmspitze? Sie stand im Sattel auf und lehnte sich konzentriert in Richtung des Weges. Dann drehte sie sich im Sattel um. Voran! ...sofern ihr euer unnützes Gefasel beendet habt.

Für inhaltloses Gesäusel hatte die Ruathym keine Geduld. Musste man wirklich jeden Gedanken, jede Befindlichkeit aussprechen und sich präsentieren wie ein gekränkter Hahn? Das erschien der geradlinigen Kriegerin anmaßend. Arrogant. Was für schnell beleidigte, aufgeblasene Schwafler! Genug davon! Sie würde dem Schauspiel kein Publikum sein und stob energiegeladen davon.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 17.04.2019, 22:15:31
Von den beiden Angesprochenen tat sich Kleiner leichter mit einer Antwort. Sowieso aufgeregt von dem kurzen Kampfgemenge und dem folgenden ernsten Gespräch von Mann zu Wolf, schnupperte er eifrig, leckte Hände, schnappte sich das Fleischstück... und war erst einmal selbstvergessen damit beschäftigt.

Fischer überlegte etwas länger.

"Dich mögen?" sagte er schließlich. "Ich kenn' dich doch noch gar nicht. Frag' mich in ein paar Jahren noch einmal, dann weiß ich mehr."

Er hatte den Eindruck, dass die Antwort den Halbling wenig beruhigte, also dachte er nach, ob dem noch etwas hinzuzufügen sei. "Du bist ziemlich gut mit der Schleuder", bot er an.

Und falls das immer noch nicht genug wäre, versicherte er als letztes: "Und mir ist piepe, was du über die Götter denkst. Wenn du erst einen Freund verloren ist, mag's angehen, dass du noch an das Gute glaubst."

Doch damit wandte er sich endgültig ab.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 18.04.2019, 11:03:13
Du auch mit Deinem Bogen.“, gab Gaston zurück. “Und Du kannst gut mit Tieren.“ Damit ließ er es dann aber auch gut sein. Er wollte den Bogen nicht überspannen.

Damit war für's Erste auch alles geklärt, zumindest für Gaston. “Wollen wir weiter?“, fragte er.

Auf der folgenden Reise versuchte Gaston dem Kleinen Leckerchen zuzustecken, wannimmer Fischer nicht hinsah. Gaston wusste, dass die Liebe eines Wolfes durch den Magen ging (und mal ehrlich: wer ist gegen kulinarische Bestechung schon völlig immun?). Und bald würde der Kleine auch auf ihn hören.

Zumindest war dies der Plan. Doch es gestaltete sich schwieriger als gedacht: zum einen war der Wolf vollkommen auf den Waldläufer fixiert und zum anderen ließ er den Wolf auch kaum aus den Augen. Gaston fragte sich, ob der Wolf eine Art Baby-Ersatz war. Doch er hielt die Klappe.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 26.04.2019, 16:37:41
Das größte Problem beim Füttern des kleinen Wolfes unterwegs war nicht, dass Fischer diesen eifersüchtig überwachte—das tat er nicht. (Im Gegenteil, er gönnte dem Kleinen jeden Happen.) Auch nicht, dass der Kleine völlig auf Fischer fixiert wäre—nach Art aller Jungtiere (oder kleinen Kindern) wurde er vielmehr so schnell, dass etwas seine Aufmerksamkeit erregte, wieder von etwas anderem, noch spannenderen abgelenkt. Nein, die größte Schwierigkeit war einfach, dass der Wolf über weite Strecken mit Fischer auf dessen Pferd saß.

Doch der Halbling feierte durchaus kleine Erfolge mit seiner Strategie. Schließlich stieg Fischer desöfteren ab und kundschaftete zu Fuß links und rechts der Straße die Gegend aus.[1] Bislang war der junge Wolf ihm dabei stets auf den Fersen gefolgt, doch jetzt geschah es schon zum zweiten Mal, dass Kleiner den Moment des In-die-Büsche-Schlagens verpasste, weil ein erlesen duftendes Häppchen ihn ablenkte...

Falls der Halbling sich traute, den Wolf bei einer dieser Gelegenheiten zu streicheln, würde er unter dessen Fell nur Haut und Knochen spüren.
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Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 27.04.2019, 18:13:57
Also setzten sie ihre Reise fort. Fischer hielt die Augen offen, verschwand immer mal, um den vor ihnen liegenden Weg auszukundschaften, er wollte nicht noch einmal so erwischt werden.

Kara warf derweil einen Blick in den kleinen Beutel, den sie beim Anführer an sich genommen hatte. Aber sie war enttäuscht über den Inhalt, ein kleine Edelstein, nur wenige Goldstücke wert und einige dreckige kleine Münzen. Damit könnten sie sicher in der Stadt ein ordentliches Essen für alle bezahlen, aber für mehr würde es nicht reichen. Außerdem waren dort drei kleine Knochen im Beutel, in die kleine rote Symbole geritzt waren.[1]

Die restliche Reise verlief aber ohne weitere Vorkommnisse und so erreichten sie am späten Abend, es war bereits dunkel, ihr Ziel. Xantharls Feste war eine kleine Siedlung, die mit einer massiven Steinmauer umfriedet war. Von der Handelsstraße führte ein gut sichtbarer Pfad dorthin. Mehrere kleine Türme waren zu erkennen und auf den Türmen brannten Feuer. Sie könnten dort auch Wachen erkennen und als sie der Stadt auf einen Steinwurf nahe gekommen waren, flogen zwei brennende Pfeile in ihre Richtung, allerdings war klar, dass sie niemand treffen sollten, sie dienten eher zum erleuchten, je ein Pfeil einige Meter rechts und links von ihnen. Und vom Turm kam dann ein Ausruf: "Kommt langsam näher zum Tor, Reisende"
 1. Wenn du mehr wissen möchtest bitte einen Intelligenzwurf
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 27.04.2019, 20:46:26
Sieh mal, Kylre! Schon mal gesehen? Kara hatte den Edelstein und die Münzen in ihren Beutel getan und ließ Grani nun neben ihrem Kumpanen in den lockeren Trab der Reisegruppe fallen. Sie hielt dem jungen Kapitän die kleinen Knochen hin und wartete gespannt auf seine Einschätzung. Vermutlich hatte er ebensowenig Kenntnis von jenen roten Runenzeichen wie sie, wahrscheinlich handelte es sich um etwas Triviales, um Spielsteine oder persönliche Mementos. Doch der Weg zur Feste schien länger als erwartet, etwas Unterhaltung täte gut und vielleicht war Kylre auf einer seiner Reisen ohne Kara solchen Zeichen schon einmal begegnet.

Im Zwielicht konnte Kara Kylres Gesichtszüge nicht genau erkennen. Während er die Knöchlein in seiner Hand drehte und wendete, verschluckte die einbrechende Dunkelheit immer mehr des Weges und weichte die Konturen und Umrisse in der Ferne nach und nach auf. Bald würde die Nacht über sie hereinbrechen und noch immer waren sie unterwegs. Kara stellte sich vor, wie sie die Knochen des Hobgoblins aus einem ledernen Becher auf den Spieltisch fallenließ. Glaubst du die taugen zum Würfeln?

Hmm. Abwägend warf Kylre die Knochen mit einer Hand hoch und fing sie geschickt wieder auf. Er lächelte und blickte Kara verschwörerisch in die Augen. Valkur weist uns den Weg. Gemeinsam überlegten die beiden Ruathym und warteten auf eine Eingebung.[1]
 1. Geschafft dc19 und soises unterstützt mit help action und guidance; wenn das nicht geht, dann editiere ich
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 28.04.2019, 10:55:30
Kara und Kylre besahen sich die Knochen genau und beide vermuteten, dass es Menschenknochen waren und die Zeichen waren möglicherweise mit Blut gefärbt worden. Kylre hatte mal von Menschen gehört, die Wahlknochen nutzen, um die Zukunft zu ergründen, vielleicht waren diese Knochen etwas ähnliches. Oder Talismane. Aber wirklich sicher war er nicht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 28.04.2019, 12:36:18
Unzufrieden darüber, dass sie das Rätsel das ihnen diese Knochen aufgab nicht lösen konnten, schnaubte Kylre die Worte eines einfachen Zaubers um zu ergründen ob die Knochen magisch waren oder eben nicht. Somit würde es sich weißen, ob sie weiteren Aufwand wert waren.[1]

Vor den Mauern von Xantharls Feste, hielt sich der Sturmpriester mit Kara in der zweiten Reihe und überließ Fiona den "Vorritt". Immer wenn Ruathym vor fremden Stadtmauern auftauchten gab es Vorurteile, nicht ganz unbegründete musste er eingestehen, zu überwinden. Diese Arbeit sollte die hübsch anzusehende Halbelfe übernehmen. Ihren süßen Worten würde man sicher leichter Gehör schenken als den seinen.

Einen Moment darauf achtend, dass alle Waffen gut in ihren Schlaufen und Scheiden steckten, zeigte er seine leeren Hände und machte sich daran der Zaubererin langsam zu folgen. Schließlich wollte er die Nacht in der Taverne nicht durch irgendwelche unbeabsichtigten Grobheiten beenden, ehe sie begonnen hatte.
 1. Caste Detect Magic
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 30.04.2019, 20:32:21
Fiona glitt so elegant von ihrem Ross herunter, wie es iher nach den langen Stunden im Sattel möglich war. Mit den Zügeln führten sie Hurricane näher zum Tor, wie der Wächter es wollte.

Ich kann auch ein kleines Feuer machen, wenn ihr wollt... dachte sie sich, bei dem Anblick der zwei Brandpfeile. Ihre eigenen Augen hatten keinerlei Schwierigkeit mit der Dunkelheit. Durch ihre Magie und die Verbindung zu den Schatten, waren sie sogar noch schärfer geworden als sie es durch ihre elfischen Wurzeln ohnehin schon waren.

"Einen guten Abend wünsche ich! Wir kommen aus Mirabar und würden uns sehr über ein Dach über dem Kopf, etwas Warmes zu Essen und etwas Kühles zu Trinken freuen. Man sagte uns, dass wir hier fündig werden sollten. Falls es Euch interessiert, wir haben die Straßen ein Stück weiter nördlich wieder etwas sicherer gemacht."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 30.04.2019, 20:56:33
Macht Eure Tore weit auf! Wir sind hier, um Eure Speisekammern leerzufressen und Eure Weinkeller auszusaufen. Man nennt mich 'die Heuschrecke' und ich sage Euch: Ich habe Huuunger!! Ich vergelte es Euch mit fröhlicher Unterhaltung und barer Münze. Also seid fröhlich und sauft mit uns, denn morgen schon könnten wir tot sein!“, rief Gaston überschwänglich.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 01.05.2019, 19:43:44
Als Fiona sich dem Tor näherte öffnete sich eine Klappe im Tor und ein Wachmann schaute hindurch. So musste sie also nicht nach oben sprechen. Der Mann nickte nur. "Ihr seid spät und die Straße ist gefährlich. Kommt herein." Damit schloss er die Klappe wieder und kurze Zeit später wurde das Tor geöffnet.

Im Innern brannten mehrere Fackeln rund um der Tor und eine Feuerschale erhellte den Bereich dahinter. Einige Wachen waren zu sehen, überwiegend Menschen, aber einige Zwerge waren ebenfalls darunter, die sich neugierig die hinein reitende Gruppe anschauten. Sobald der letzte Reiter hindurch war wurde das Tor sofort wieder geschlossen.

Die Siedlung bestand überwiegend aus schmalen und recht hohen Steingebäuden, einfach und praktisch gebaut. Die Gassen waren eng, nur eine Straße war breit genug für Wagen und führte geradeaus ins Zentrum der Stadt.

Der Wachman trat an Fionas Pferd heran. "Wir haben zwei Tavernen, der Fallende Ork ist gleich dort drüben", er zeigte auf ein hell erleuchtetes Gebäude in der Nähe der Ställe, "dort gibt es gutes Essen und saubere Zimmer. Der Maulbeerbaum ist am anderen Ende der Siedlung, da ist es auch gut."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 01.05.2019, 20:12:57
"Und welches der beiden ist das bessere Gasthaus? Wir sind nicht hier, um zu sparen. Und auch wenn unser Halblingfreund gerade nicht so ganz diesen Eindruck vermittelt, so ist er doch ein wahrer Feinschmecker," erkundigte Fiona sich mit einem Augenzwingern in Gastons Richtung.

"Und wo können wir dem Stadtherrn unsere Aufwartung machen? Natürlich erst morgen früh, nehme ich an. Wir würden gerne im Namen der Fürstenallianz mit ihm sprechen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 02.05.2019, 09:49:52
Der Soldat zuckte mit den Schultern und schien unsicher, was er sagen sollte. "Also, ich glaube das Essen ist im Maulbeerbaum besonderer, im Ork gibt es Braten und Eintopf, aber da ist mehr los, also es ist halt größer. Keine Ahnung, was ihr besser findet. Schlecht ist aber keine von beiden. Narbeck Horn ist der Herr der Feste, fragt morgen früh in der Garnison am westliche Turm nach ihm."

Der Mann wartete noch einen Moment, falls Fiona noch weitere Fragen hatte, dann ging dann wieder zurück zum Tor.[1]
 1. Es ist jetzt gegen halb zehn abends.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 02.05.2019, 10:43:54
Fiona lächelte freundlich und nickte. Viel mehr konnten sie hier wohl nicht erfahren.

"Vielen Dank! Dann werden wir uns selbst ein Bild machen. Ersteinmal müssen wir unsere Pferde unterbringen."

Hurricane trabte kurz darauf auch los in Richtung der Ställe.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 03.05.2019, 07:45:51
Die Ställe waren nur einen Steinwurf entfernt und sehr groß. Ein Teil wurde offenbar für die Pferde der Wache genutzt und dessen Tor war verschlossen. Ein anderer Teil stand aber offen, eine Fackel brannte am Tor und ein Junge lag im Stroh.

Als die Gruppe sich näherte sprang er auf, er war vielleicht zehn Jahre alt, hatte strubbeliges dunkles Haar, in denen jetzt einige Strohhalme steckten, und einfache Kleidung an. "Ich nehme die Pferde, ich kümmere mich, werte Dame." Dabei nickte er eifrig. Dann erblickte er Gaston im halbdunkel und winkte ihm, scheinbar hielt er ihn für ein Kind.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 03.05.2019, 09:11:54
"Sehr gut, Junge," sagte Fiona und warf dem Jungen eine Goldmünze zu.

Sie packte ihre Siebensachen und machte sich daran, den Stall wieder zu verlassen, um mal einen Blick in den Fallenden Ork zu werfen. Sie dachte zwar, dass der Maulbeerbaum passender klang, aber vermutlich sah das zumindest ein Teil ihrer Gefährten anders. Und ein Blick würde ja nicht schaden. Vielleicht würden sie die Gelegenheit auch nutzen, eine Runde zu trinken und mit ein paar der Gäste zu plaudern.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 03.05.2019, 12:01:57
Gastons unerwarteten Gefühls-Ausbruch mit einem fragenden Blick zu Kara begegnend, ließ der Kapitän der Wavedancer sein Pferd antraben und ritt in die Ansiedlung hinein. Die Zügel locker mit der Linken haltend, erwiderte er dem Halbling lautstark, unterstrichen von einer Bewegung der Rechten: "Das klingt doch schon viel besser! Dann lasst mal sehen, ob es hier etwas zu saufen gibt. Und ja; zu essen!" Das sie morgen alle tot sein könnten, stimmte zwar in der Theorie, aber wirklich daran glaubte Kylre nicht. Bisher war er nach jedem Gelage noch aufgewacht. Manchmal mit mehr und manchmal mit weniger Unwohlsein in Kopf und Gliedern. Da würde ein Hin aus irgendwo auch nichts daran ändern.

Schwer auf den Boden vor der Scheune auftretend, rutschte der Freibeuter aus dem ungewohnten Sattel und streckte seine langen Beine und wackelte mit der Hüfte um so die steifen Partien seines Körpers wieder etwas zu lockern. Reiten. Eindeutig nichts für ihn. Froh darüber den Traber los zu sein, folgte der Seeräuber Fiona und ging schließlich die letzten Schritte zum Eingang vor und stieß mit einem vehementen Tritt die Türe auf. Wie hatte Gaston so richtig gesagt: Fressen und Saufen! Nur her damit!

Den Blick einmal durch den Raum schweifen lassend, suchte sich der Ruathym den bestverfügbaren "Abenteurer-Tisch" aus. Also am Rande, mit gutem Blick zur Eingang, Bar und Küche, wenn möglich noch etwas verborgen und mit einer Wand im Rücken. Kaum hatte er einen erspäht, der dem möglichst nah kam, bahnte der Sturmpriester unnachgiebig einen Pfad für ihre illustre Runde durch das Gasthaus und ließ sich auf eine Bank - mit einer Wand im Rücken? - fallen und winkte ungeduldig der Bedienung, um möglichst bald seine Wünsche zu deponieren.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 03.05.2019, 17:47:13
Als der Junge Fionas Münze ansah blieb ihm der Mund offen stehen. Er schaute sie völlig verwundert an. Doch als sie nicht weiter darauf einging wurde er plötzlich sehr hektisch, bedankte sich überschwänglich und nahm alle Pferde entgegen. Fiona war sicher, dass ihre Tiere eine besondere Pflege bekommen würden.

Dann wandte sie sich zur Taverne um. Der Fallende Ork war ein großes Gebäude, aber im Unterschied zu den meisten anderen Häusern hier war die Fassade aus Holz gebaut und nicht aus Stein. Der Lärm einer gut besuchten Taverne war schon am Stall zu hören und als sie die Türe aufstießen schwappte ihnen die Geräuschkulisse von heiterer Ausgelassenheit entgegen. Der Raum war recht groß und er schien schon voll besetzt bis in die letzte Ecke zu sein. Sie sahen einige Bedienungen, die sich zwischen den Gästen hindurch quetschten, ein junger Mann schaute in ihre Richtung, als die Tür geöffnet wurde, winkte sie herein und zeigte in eine Ecke, wo er wohl noch Platz vermutete.

Es roch nach Bier, Braten und Eintopf und nach vielen Menschen - echter Tavernengeruch eben.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 04.05.2019, 12:12:48
Sehnsüchtig folgte Kara mit ihrem Blick den Gefährten, die zielstrebig in der Taverne verschwanden. Zu gerne wäre sie ihnen gefolgt, doch galt es zuerst sich um ihr Werkzeug zu kümmern. Der Stallbursche schaute sie halbverwundert, halbängstlich an, als sie sich auf einen Schemel in die Ecke setzte. Ihre Rüstung, die breiten Schultern und nicht zuletzt die mächtige Axt, die sie nun kritisch betrachtete, waren in das Licht der kleinen Fackel getaucht, die an der Wand direkt über ihr brannte. Als beruhigendes Hintergrundgeräusch nahm die Ruathym das zufriedene Schnauben Granis war und die hastigen Schritte des Jungen, der zwischen den Tieren hin und hereilte.

Ihrer Klinge jedoch schenkte sie ihre volle Aufmerksamkeit. Bedächtig drehte und wendete sie den Kopf und musterte Blatt und Schneide. Sie zog zuerst ein Tuch aus ihrer Tasche und polierte die Waffe. Mit einem Messer kratzte sie vorsichtig ein bisschen getrocknetes Blut aus dem Auge der Axt. Als Kara mit dem Ergebnis zufrieden war, griff sie zu ihrem Wetzstein und begann die Schneide zu bearbeiten. Der Kampf mit den Hobgoblins hatte keine weiteren Spuren hinterlassen und die Arbeit ging ihr schnell von der Hand. Eine plötzliches Geräusch aus Richtung der Taverne ließ die versunkene Kriegerin kurz aufschauen. Sie lauschte. Wohl nichts Ernsthaftes.

Sie drehte ihre treue Kameradin noch ein letztes Mal liebevoll in ihren Händen, erhob sich und streckte die Glieder. Der Bursche war gerade dabei die letzten beiden Pferde zu versorgen. Er ging flink und geschickt dabei vor. Kara packte ihre Sachen und nahm noch einen letzten Schluck aus dem nun leeren Fläschchen. Nun war die Zeit sich trivialeren Dingen zu widmen. Aus Gewohnheit tastete sie nach ihrem Würfelbeutel,  klopfte noch Granis Schulter im Vorbeigehen und trat dann ins Freie. Das erleichterte Aufatmen des Burschen bemerkte sie nicht.

Gerade als sie die Tür zur Taverne betreten wollte, wurde diese von innen schwungvoll aufgestoßen und ein laut fluchender, offensichtlich betrunkener Zwerg torkelte unbeholfen heraus. Der grobschlächtige Kerl schrie seine Wut ohne Hemmungen heraus und machte sich wankend davon. Kara lächelte wissend und stürzte sich nun selbst ins wilde Treiben.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 04.05.2019, 12:46:06
Fiona atmete einmal tief ein und aus, als sie die Menge betrachtete. Hier war echt was los und trotz seiner Größe war die Taverne bis zum Bersten gefüllt. Zumindest würde das wohl bedeuten, dass das Essen und vor allem wohl das Trinken hier anständig sein sollte, oder billig. Sie hoffte aber eher auf Ersteres. Zur Not gab es ja immer noch den Maulbeerbaum.

Der junge Mann, der ihnen zuwinkte, schien der Wirt oder zumindest seine Vertretung zu sein. Fiona erwiederte seine Geste, indem sie mit einem hochgestreckten Finger einen Kreis in Die Luft malte und im Anschluss erst auf sich selbst und dann ihre Begleiter zeigte, um am Ende mit ausgestrecktem Arm ebenfalls in die Richtung zu deuten, die er ihnen angezeigt hatte. Die andere Hand hielt sie dabei hoch und spreizte ihre fünf Finger auseinander. Vielleicht würde er ja verstehen, was sie ihm damit sagen wollte. Es war zumindest naheliegend genug.

Als Kylre sich einen Weg durch die Menge bahnte, nutzte die schlanke Halbelfin die Gelegenheit, dem freigewordenen Pfad zu folgen, ehe die Menschenmenge den Platz wieder in Beschlag nahm. Der eine oder andere Gast bekam dabei von ihr einen bösen Blick ab, wenn er sich zu früh wieder in den Weg bewegen wollte.
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Beitrag von: Gaston am 04.05.2019, 16:56:37
Gaston blieb im Schankraum stehen und sog geräuschvoll die Luft durch die Nase ein. “Wundervoll!“, verkündete er schließlich. Nach einer solchen Reise waren die Sinne hungrig und auch die einfachen Genüsse wurden wie ein Festmahl wahrgenommen. “Einfach wundervoll!“, sagte er dann noch einmal, bevor er sich zu seinem Platz begab. Zu der Bedienung sagte er: “Ein Halbes! Und einmal die Karte bitte. Oder zumindest so viel davon, wie ich dafür bekommen kann.“ Daraufhin kramte er in seiner Tasche und hielt ihr 5 Goldmünzen, etwas Kupfergeld, zwei Knöpfe und ein Zitronenbonbon entgegen.

Als sie dann alle versorgt waren und Gaston fröhlich aß und trank, war er bereit, über das Geschäft zu sprechen. “Noch einmal für mich, als Zusammenfassung: Nachdem Artus Cimber vor den Riesen verschwunden war - und das Artefakt mit ihm -, sind wir jetzt auf dem Weg, einen Informanten zu treffen? Richtig? Und dann? Was machen wir eigentlich dann?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 04.05.2019, 18:56:20
Mit Gastons Zustimmung zu dem vorhandenen Angebot war dann auch die letzte Hoffnung gestorben, es doch noch zum Maulbeerbaum zu schaffen. Nun gut, dann würden sie eben hierbleiben.

Auf seine Frage zog die Halbelfin eine Augenbraue hoch und meinte nur beiläufig: "Das sehen wir dann... erst Informationen sammeln, dann Entscheidungen treffen."

Danach lächelte sie breit und meinte nur noch: "Also, genießt den Abend! Über den Rest können wir uns später Gedanken machen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 06.05.2019, 21:13:45
"Ob sie hier einen Skalden haben?" fragte Kylre die Gruppe und reckte seinen breiten Hals um  zu sehen ob sich einer der Geschichtenbewahrer hier blicken ließ. Es war ihm klar, dass die Sänger in diesen Landen eine andere Rolle einnahmen als in seiner Heimat, aber nichts desto trotz würde so einer wohl etwas zu erzählen haben. "Der Marquis bat uns doch die Ohren auf dem Weg nach Dreieber offen zu halten. Welch bessere Gelegenheit als hier und jetzt?"

Gleichzeitig, aber unangekündigt, hielt der Kapitän die Augen nach einem Würfelspiel für Kara offen. Wusste er doch um die ausgesprochene Vorliebe der Kriegerin für Glücksspiel. Fischer schien ja kein begeisterungsfähiger Mitspieler dafür zu sein. Gerade in diesem Moment seine liebste Reisebegleiterin beim Herein kommen beobachtend, winkte der Seemann der Barbarin enthusiastisch zu, damit sie zum Rest der versammelten Gruppe aufschließen konnte. Kurz bevor die blonde Ruathen den Tisch erreichte schnappte sich Kylre - des Wartens müde -ein vorbei "schwebendes" Tablet voll des schäumenden Gerstensafts und verteilte die Krüge am Tisch.

Deutlich besser gelaunt stieß der Yalkurpriester dann mit jedem aus der Gruppe an, dem der Sinn nach etwas Frohmut stand - "Auf das wir leben und trinken und Goblins die Würmer nähren!" - und sah zu, einen seiner beiden Pläne in die Tat umzusetzen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 06.05.2019, 23:37:18
Der Lärm der Gäste wurde begleitet von einer Wand aus stehender Hitze, die sie beim Entreten durchbrach. Die Luft - für Kara nach süßem Tabak und ehrlichem Schweiß, Fleisch und Malz riechend - war dick. Die blonde Kriegerin zog trotz ihrer imposanten Erscheinung kaum Interesse vom Geschehen ab. Die bunte Gesellschaft von Männern und Frauen, die sich in unterschiedlichen Stadien der Trunkenheit schreiend, singend, fluchend verständigte, nahm sie war, aber nicht mehr. Die Stimmung schien gelöst, die Krüge wurden eifrig aneinander geschlagen und Kara fühlte sich auf Anhieb wohl.

Sie blickte sich nach Fischer um, sah Kylre aber zuerst. Dieser gestikulierte eifrig und hatte bestimmt schon für Verpflegung gesorgt. Trotzdem ging sie großen Schrittes als erstes an den Tresen und legte die Hobgoblin Münzen auf das zerkratzte Holz. Bier! Der Wirt hatte ihren Ruf gehört, auch wenn er von mehreren Seiten bedrängt wurde. Wenig später donnerte er einen angenehm geräumigen Krug auf die Oberfläche. Sie nahm einen gierigen Zug und grinste ihn dreckig an. Nicht schlecht, Mann. Sie wandte sich dem Raum zu, lehnte mit dem Rücken gegen den Tresen und musterte alles genauer.

Durstig werde ich bald nicht mehr sein und meine Gefährten haben bestimmt schon einiges an Speisen bestellt. Nun sag mir, Freund, was kann man in eurer schönen Feste tun, um sich zu unterhalten? Gibt es hier Spiele? Kämpfe vielleicht? Gegner von Wert? Der Wirt hielt in seiner Arbeit inne, schwang das Geschirrtuch über die Schulter und stützte die Hände in die Hüften. Kara drehte sich ihm wieder zu und lächelte freundlich. Dann schlug sie mit der Hand aufs Holz und hinterließ an der Stelle eine Goldmünze. Ich habe Mittel, wie du siehst. Wie wäre es zuerst, wenn du mir und meinen Freunden da hinten am Tisch was von dem wirklich guten Zeug unter deinem Tresen einschänkst - dir natürlich auch - und mir dann hilfst, gegen meine Langeweile anzugehen?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 07.05.2019, 22:48:14
Am Tor, als zum zweiten Mal an einem Tag so plötzlich Pfeile auf die Gruppe zuschossen, hielt Fischer den Bogen bereits in der Hand, als er bemerkte, dass es den Schützen nur um die rechte Beleuchtung ging. Er lachte laut. "Respekt!" rief er. "So freundlich wie hier begrüßt man seine Gäste sonst nur noch in Cormyr!"

Doch schon kurz darauf wünschte er sich, seine Zeit nicht mit Scherzerei verschwendet zu haben, denn es sollte die einzige Gelegenheit bleiben, dass er am Tor zu Wort kam. Gaston und Fiona bedrängten die Wachen sogleich mit Fragen über Gasthäuser und Preise, Getränke und Speisen bis hin zu Qualitätsunterschieden. Die Wachen antworteten mit einer Geduld, die Fischer in ihrer Position nicht aufgebracht hätte. (Aber gut, er kam ja auch aus Cormyr, dem Land, an dessen Gastfreundschaft andere sich maßen—im Sinne: "so schlimm wie dort ist's hier jedenfalls noch lange nicht.")

Wäre er allein unterwegs gewesen, hätte Fischer sich gleich zum Kommandanten führen lassen, um Bericht zu erstatten. (So wie er es im Eiswindtal hielt.) Eigentlich sollte es diesen doch interessieren, dass nur wenige Stunden vor seinen Toren Hobgoblins Reisende auf offener Straße überfielen. Doch der gute Wille der Wachen schien erschöpft und der Kommandant—falls es sich bei dem erwähnten Narbeck Horn um diesen handelte—durfte offenbar nicht bei seiner Abendvergnügung gestört werden. Sei's drum. Dann halt morgen früh.

Was aber nicht bis morgen früh warten konnte, war eine Erkundung der Umgebung. Man legte sich nicht einfach schlafen, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, wo man sich befand. Nachdem also die Pferde im Stall untergestellt waren und die Hungrigen und Durstigen ihrer Truppe in den Schankraum drängten, setzten Fischer und Kleiner sich still ab. Der Ort war klein, also würde es wohl nicht allzu lange dauern, die wenigen Gassen zu durchstreifen. Dabei hielt Fischer Augen und Ohren auf—und sich selbst an die Schatten. Kleiner blieb brav an seiner Seite und verhielt sich auch meist ganz still.[1]
 1. Stealth = 22, perception = 16, Kleiner zumeist brav (Animal Handling = 14), s. hier (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1061803.html#msg1061803)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 11.05.2019, 08:31:25
Der Mann, der ihnen den Weg zum Tisch gewiesen hatte, brachte so schnell alles, was bestellt wurde. Er war erstaunlich ihm dabei zuzuschauen, wie er sich mit Krügen und Tellern durch die Menge bewegte, ohne die Leute, die oft dicht an dicht standen, anzurempeln oder gar etwas zu verschütten oder zu kleckern. Die Frauen hatten es nicht ganz so leicht, wie dem einen oder anderen auffallen könnte. Sie mussten manchmal gegen mehr Widerstand arbeiten, aber mindestens einmal konnte man auch sehen, dass eine der Bedienungen ihr Knie nutze, um einem der Kerle seine Grenzen zu zeigen.

An der Theke bekam Kara während dessen vom Wirt ein kleinen Tonbecher mit etwas gefüllt, was sie nicht sehen konnte. "Probier das mal." Auf die Frage nach Spielen musste er nicht lange nachdenken. "Oh, das dauert noch etwas. So lange es so voll ist bleiben die Würfel und Steinchen in den Beuteln. So in einer Stunde leert es sich hier und diejenigen, die dann noch klar im Kopf sind oder genug Geld haben, gehen dann an den großen Tisch." Er zeigte auf die andere Seite der Stube, einen großen Tisch konnte man wegen der vielen Leute da aber nicht sehen.

Fischer schlich währenddessen durch die Gassen. Es war noch einiges los in der Stadt, aber es sah alles legal aus. Einige Leute lieferten noch oder schon Waren aus, obwohl es bereits dunkel war, einige gingen von der Schänke nach Hause oder in Richtung der Schänke. Er sah einige Zwerge, die sich in einem Haus zu treffen schienen und er begegnete mehreren Gruppen von Stadtwachen, teilweise vermutlich auf dem Weg von oder zum Dienst, teilweise aber auch auf Rundgang.
Einmal wurde er von der Wache angesprochen, ob er sich verlaufen hätte. Etwas später aber, er war schon auf dem Rückweg, da schnappte er einen Teil einer Unterhaltung von zwei Wachen auf Rundegang auf. "Ja, Bengt soll sich wohl gemeldet haben, sonst aber nur wenige. Ich will nich, nich mit nem Riesen. Ich hab auch gehört, dass Hobgoblins gesehen wurden, auch da. Und dann die Mörder-Barbaren. Nein, da bleib ich hier." Sein Kollege antwortete "Wir haben hier auch genug zu tun, die Patrouille gestern hat auch Hobgoblis aufgebracht und die Händler erzählten von Flüchtlingen. Wald und Berge sind im Moment gefährliches Pflaster. Und wenn die herkommen, die Mauern brauchen auch Hände, damit sie beschützen können." Die erste Wache brummte nur zustimmend. Dann bogen sie um eine Ecke und die Unterhaltung war nicht weiter zu verstehen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 12.05.2019, 11:55:16
Kara stellte vier kleine Tonkrüge mit dem heftigen Gebrannten des Wirten vor den Gefährten ab. Auf euer Wohl, werte Abenteurer! ...hoffe das Zeug macht keinen blind... Sie setzte sich neben Kylre und berichtete ihm vom Spieltisch, während sie sich ein Stück Brot brach. Ein schmales Mädchen brachte Karas Eintopf zum Tisch und entfernte sich schnell wieder von selbigem.

Was hab ich verpasst? Und wo ist Fischer? Doch nicht schon unterm Tisch? Sie spähte nur halb im Spaße hinunter, aber außer den staubigen Reisestiefeln der Gefährten (Fionas waren auf wundersame Weise blitzblank geblieben) war nichts zu sehen. Auch das Fellknäuel fehlte. Sie sah die kleine Gesellschaft einen nach dem anderen erwartungsvoll an, aß die wärmende Speise mit Brot und Löffel und nickte Kylre dankend zu, als er ihr einen vollen Bierkrug hinschob.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 12.05.2019, 22:53:00
Instinktiv schlich Fischer den schwatzhaften Wachen noch bis zur Ecke nach, doch dann sah er ein, dass eine unauffällige Verfolgung nicht möglich war, da sich einerseits noch zu viel Volk umtrieb, andererseits die vor ihm liegende Gasse kaum an der Stadtmauer entlangführte, weshalb sie kaum Schlupfwinkel bot. Und dann war da noch Kleiner, der leider noch nicht so ganz begriff, was 'schleichen' bedeutete. Es wurde Zeit, dass Fischer dies mit ihm übte—aber lieber nicht gleich in einer Situation, die bei Misslingen mit seiner Verhaftung oder Schlimmeren enden würde. Überhaupt hatte der letzte Satz der Wache recht abschließend geklungen. Wahrscheinlich sprachen sie längst über ein anderes Thema.

Also lenkte Fischer seine Schritte wieder in Richtung der Taverne. Dabei ging er das Belauschte noch einmal in Gedanken durch. Er hatte kein gutes Gefühl. Ich will nicht, nicht mit 'nem Riesen, hatte der Kerl gesagt. Das klang ja so, als hätte man sich hier in der Feste mit den Riesen verbündet! Und was sollte das heißen mit den Flüchtlingen und wenn die hier ankämen, bräuchte man jeden Mann auf der Mauer, um zu beschützen... – die Flüchtlinge abwehren, oder wie? Und die Hobgoblins... waren die nun Täter oder Opfer? Welche Patrouille hatte sie aufgebracht, eine von hier? Welchen Ort meinte der Mann mit 'auch da'?

Am liebsten hätte Fischer die Feste gleich verlassen und in der Wildnis übernachten. Zu viel deutete daraufhin, dass man hier womöglich nicht unter Verbündeten wäre, sondern vielmehr in Gefahr, wenn der Befehlshaber von ihrem Auftrag erführe. Die anderen mussten gewarnt werden. Zu dumm, dass Fiona am Tor verkündet hatte, man sei im Auftrag der Fürstenallianz unterwegs! Immerhin hatte Gaston einen wunderbaren Tölpel gemimt (zumindest hoffte Fischer, dass es nur gemimt war), sodass man morgen beim Herrn der Feste vielleicht irgendeinen erfundenen Auftrag vortäuschen könnte...

Und dann die Mörder-Barbaren. Könnten das welche vom Tigerstamm sein, die hier auf Riesenjagd gingen? Die Beschreibung war jedenfalls sehr passend. Hm. Vielleicht sollte man sich auf sie ausfindig machen. Sollten es sich nämlich tatsächlich Tiger-Barbaren handeln, dann wären sie die einzigen hier, von denen man sich halbwegs sicher sein durfte, was sie im Schilde führten oder vielmehr welche Motivation sie antrieb, und dass sie jedenfalls nicht auf Seiten der Riesen standen. Ob sie, hier in der Fremde, etwas vorsichtiger unterwegs wären und sich womöglich gar ansprechen ließen? Ob sie einem lange genug zuhören würden, wenn man ihnen andeutete, ebenfalls hinter den Riesen her zu sein?

Längst war Fischer beim Fallenden Ork angelangt, doch er lungerte noch eine geraume Weile im Freien herum (wobei er so tat, als warte er auf Kleiner, welcher aufgeregt überall herumschnüffelte und hier und da das Bein hob). Tatsächlich aber äugte er zum Stadttor hinüber. Wem immer die Hobgoblins aufgelauert hatten, womöglich war dieser ja nicht weit hinter Fischers Gruppe unterwegs gewesen und hatte vielleicht gar das gleiche Ziel? Allerdings konnte er auch nicht die ganze Nacht hier darauf warten, dass jemand zum Tor herein kam. Sobald ihm sein Ausharren vor dem Ork als auffällig vorkam, schnappte er sich den Wolf und betrat die Taverne.

~~~

Im Schankraum schritt Fischer schnurstracks auf den Tisch seiner Gefährten zu und setzte sich zu ihnen. Schneller als er war allerdings Kleiner. Sobald dieser nämlich den Halbling erblickte (dazu noch beim Essen!), jagte er auf ihn zu und hockte vor ihm hin und machte große Augen.

Fischer dagegen hatte keinen Appetit. Er wollte nur so schnell wie möglich die Gruppe an einem ungestörten Ort versammeln, um ihnen berichten zu können, solange er die Rede der Wache noch klar im Kopf hatte. Doch wie sein Begehr unauffällig in Worte fassen?

"Mein Kleiner fühlt sich hier im Ort gar nicht so wohl wie in Mirabar", verkündete Fischer daher. "Wir sind ein bisschen durch die Gassen gestreift... gar nicht zufrieden war er. Ich glaube, er hätte lieber draußen in der Wildnis übernachtet. Hier drinnen scheint ihm doch so manches gar nicht zu behagen, oder seien wir ehrlich: Angst einzujagen. Was hätte er euch alles zu berichten, wenn er nur könnte!"

Bei den Schlussworten nickte Fischer in Richtung des vollen Schankraumes (und der vielen lauschenden Ohren) und ließ dann seinen Blick zum Hausflur hinübergleiten, in der Hoffnung, seine Gefähren verstünden den Wink so besser, dass er ihnen dringend etwas zu berichten hatte, aber nicht hier.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 13.05.2019, 00:26:40
Fiona war durch Fischers subtile Versuche eher irritiert[1], was wollte er ihnen damit wohl sagen? Nun, dass der kleine Wolf sich in der Stadt nicht so wohl fühlte wie draußen in der Wildnis, das war doch eigentlich klar. Er musste sich erstmal an die vielen Personen, gerade hier im Schankraum, und die anderen Eindrücke gewöhnen.

Mit fragendem Blick in Richtung des Kundschafters sagte sie dann: "Tatsächlich gibt es Zauber, um mit Tieren zu sprechen, aber das ist nicht wirklich meine Richtung. Tut mir leid. Du ziehst aber nicht ernsthaft in Erwägung, draußen in der Wildnis zu übernachten, oder? Das wäre auch viel gefährlicher als hier hinter den Stadtmauern. Wir haben ja auf dem Weg schon gesehen, was so alles da draußen unterwegs ist."

"Aber das bringt mich auf einen Gedanken. Wir sollten uns um Zimmer bemühen. Scheint ja wirklich einiges los zu sein hier. Hoffentlich haben sie genug."
 1. Insight 8
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 13.05.2019, 10:16:16
Froh darüber dem dreimal verflucht unbequemen Gaul endlich entkommen zu sein, hatte Kylre sein Hinterteil auf einen Stuhl gepflanzt und mit Begeisterung, aber keinerlei Manieren, angefangen zu trinken und zu essen. Auch wenn er weit von Zuhause oder der See war, so fühlte sich eine Taverne am Ende des Tages doch sehr richtig und angenehm an. Mit Kara Becher gegen Humpen tauschend, nickte der Seeräuber der Jägerin grinsend zu und schüttete sich den Schnaps in die Kehle und fühlte bewusst was das mit seiner Rachen anstellte. Zufrieden den Daumen nach oben streckend, erwiderte er seiner Waffengefährtin mit funkelnden Augen: "Fischer? Schon lange nicht gesehen..."

Für einige Momente schweigsam das Essen verschlingend, blickte sich dabei aber kauend um und war so der Erste der die Rückkehr des Kundschafters bemerkte. Immer noch wortlos hörte er, weiter kauend, zu was dieser zu sagen hatte, ehe er den Finger hob und verneinend erwiderte: "Für deinen Wolf soll ich weg von hier? Nein, nein, nein. So etwas kommt gar nicht in Frage." und schüttelte dabei den langhaarigen Kopf. "Hier" dabei schob er den verbleibenden Bierkrug zu Fischer, "trink lieber und lass es dir schmecken. Morgen müssen wir weiter. Da tut ein voller Magen Wunder."

Pfff! In der Wildnis würde es bestimmt keine kleine, feine Schlägerei geben. Oder auch nur etwas Würfelei um etwas Spannung in den entspannten Abend zu bringen. In der Nähe eines Feuers. Im Trockenen. Hinter guten Mauern. Wegen eines Welpen. Ideen hatte der Mann. Da konnte man sich nur wundern.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 13.05.2019, 15:47:50
Verwundert musterte Kara den neutral dreinschauenden Mann. War das sein Ernst? Wohl kaum. Hör mal, Fischer. Kara schob ihren leeren Teller weg und zog mit der Linken den letzten freien Stuhl etwas heraus. Mit einer einladenden Geste versuchte sie ihn zu beschwichtigen: Setz dich und iss erst einmal was. Füttere dein Schoßtierchen. Ich hab schon verstanden, dass du große Gesellschaften nicht magst und lieber unter freiem Himmel schläfst, aber heute brauchen wir erst einmal Rast und Nahrung für Leib und Seele. Auch der härteste Soldat weiß, dass Erholung und Aufmunterung wichtig sind, damit die Einheit gut funktioniert.

Sie nahm einen Schluck des kühlen Bieres und nickte in Richtung des Gastraumes. Schau! Wie der Wirt gesagt hat: Es beginnt sich zu leeren. Komm her, Mann. Stärke dich und trink eines mit. Spiel mit uns, oder lass es, aber warte noch ein, zwei Stunden. Wenn du es dann immer noch nicht aushältst, finden wir eine Lösung.

Kara hatte alles zu dem Thema gesagt und wandte sich dem Halbling zu. Und nun zu dir, du gefräßiges Insekt! Freundlich lächelte sie dem Halbling zu, der sich wohl schon wieder dem kleinen Wölfchen widmete. Was hältst du von diesem Ort? Sagt dir das Gasthaus zu? Meinst du, wir sollten gleich über Nacht im Ork bleiben? Fiona hatte bestimmt schon über die beste Lage für ihr Zimmer nachgedacht und Kylre und sie selbst waren glücklich, solange sie ein Plätzchen in der Nähe des Schankraumes hatten. Fischer wollte weg. Aber Gaston konnte sie gar nicht einschätzen. Er langte nun schon geraume Zeit herzhaft zu und trank in großzügigen Schlucken eins nach dem anderen. War der Kenner zufrieden genug mit der Küche?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 13.05.2019, 21:15:17
"Ich gebe zu, dass es etwas anderes ist als das Gastons, aber ich muss auch zugeben, es hat etwas.", antwortete Gaston auf Karas Frage und biss dann von einem saftigen Hammelbein ab. "Es ist schon etwas her, dass ich mich den einfachen Genüßen hingegeben habe. Ich meine, sieh Dich nur um! Musik und Geschwätz, Suppe und Braten. Vielleicht... habe ich der Haute Cuisine zu viel Bedeutung zugemessen." Er hob seinen Bierkrug. "Hol's der Teufel!! Skip hatte Recht! Und ich hebe meinen Krug auf den alten Gauner! Ich hoffe, ich sehe den Mistkerln wieder..."

"Und auch Dir würde ein großer Batzen Braten gut tun!", sagte Gaston dann unversehens zu Fischer und wedelte dem Wolf mit einer angebissenen Keule vor der Schnauze herum. "Jetzt sag mir nicht, dass der Kleine nicht all seine Angst vergisst, wenn er hiervon kosten dürfte. Also, ich weiß nicht, Fischer. Ganz im Ernst, besonders verängstigt sieht er mir nicht aus. Was hast Du nur? Ich kann gar nichts ungewöhnliches sehen. Bist Du Dir sicher, dass Du nicht viel lieber woanders sein willst? Haha, aber wo solltest Du denn anders sein wollen, als hier. Jetzt hab Dich nichts so! Setz Dich zu uns und trink mit uns! Man sagte mir, ich hätte das Bier schon fast ausgetrunken! Glaubst Du das? Solltest Du aber! Haha!"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 14.05.2019, 14:41:00
"Fressen und Saufen, mehr habt ihr nicht im Kopf?" schnaubte Fischer. "Und Glücksspiel! Fehlt nur noch rumhuren. Erholung? Wovon, einem ereignislosen Tag auf der Landstraße? Aufmunterung von was? Um uns Hunger und Kälte vergessen zu lassen, den endlosen Gewaltmarsch durch Feindesland, die von Heckenschützen gefällten Kameraden, gar eine verlustreiche Schlacht? Mein Schoßtierchen hat schon größere Entbehrungen überlebt und klaglos ertragen als einen Tag auf der Straße."

Was für eine undisziplinierter Haufen. In der Fremde unterwegs, als geheime Kundschafter noch dazu, beauftragt, die aktuelle Gefahrenlage zu ergründen, benahmen sie sich so sorglos wie daheim, schlugen sich den Bauch bis zum Bersten voll und kippten das Bier in sich hinein, bis es ihnen bis zur Gurgel stand. Waren sie so unvorsichtig auch im Eiswindtal unterwegs gewesen? Dann wunderte es ihn nicht mehr, dass sie gleich mit dem Tigerstamm aneinandergerieten.

Ihm kamen Zweifel, ob es eine gute Idee war, sich diesen Leuten anzuschließen. Mühsam schleppten sie sich von Wirtshaus zu Wirtshaus, oder vielmehr überließen sie ihren Gäulen das eigentliche Schleppen, und dazwischen hingen sie träge im Sattel. Kaum aus diesem heraus, plumpsten sie dann ermattet auf ihren Sitzbänken nieder und jammerten, sie bräuchten jetzt dringend eine Stärkung! Dazu ihr auffälliges Auftreten. Auch jetzt zogen sie die Aufmerksamkeit des gesamten Wirtshauses auf sich. Allein unterwegs wäre er jetzt irgendwo im Wald und hätte vermutlich längst Spuren gefunden. Allein wäre er auch nicht so laut und nichtsahnend in den Hinterhalt der Hobgoblins gepoltert.

Nun, Fiona zumindest hatte den richtigen Gedanken und schien ihm auch sonst die einzige unter den Gefährten, die zwei Dinge gleichzeitig erledigen konnte, also zum Beispiel speisen und zur selben Zeit ihren Verstand benutzen.

"Ich geh' mit Fiona und kümmer mich um die Zimmer." Mit diesen Worten erhob er sich, schubste seinen Wolf mit dem Fuß sacht in Richtung Tür[1] und wartete auf Fiona. "Ork oder Maulbeerbaum, sag' Du, mir ist's gleich."

Den ihm zugedachten Bierkrug würde er mitnehmen und auf dem Weg zur Tür einem besonders durstig ausschauenden Zwergen hinstellen.
 1. Gaston kann gern versuchen, das Tier mit Leckerbissen zurückzuhalten
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 14.05.2019, 15:34:26
"Also bitte, ja? Hier sind Damen am Tisch," entgegnete Fiona mit recht offensichtlich gespielter Empörung.

Sie blickte in die Runde und schüttelte nur den Kopf und zuckte mit den Schultern. Es war ja nicht zu übersehen, dass Fischer etwas gehörig gegen den Strich ging. Aber sie wusste beim besten Willen nicht genau, was das sein konnte. Allerdings war der Gedanke mit dem Zimmer nachwievor ein guter, daher stand die Halbelfin auch von ihrem Platz auf, um zum Wirt zu gehen.

"Ork oder Maulbeerbaum? Naja, wo wir schonmal hier sind. Und es soll ja durchaus ein ordentliches Haus sein. Wenn auch ein ziemlich volles."

Zum Rest gewandt sagte sie noch abschließend: "Und ihr bleibt solange hier und wartet, in Ordnung?" Ihre Mimik war klar und deutlich, sie duldete hier keine Widerworte.

Sie wollte vermeiden, dass da jetzt eine große Diskussion entstand. Sie würde schon herausfinden, was das Problem war, und es würde auch sicherlich einfacher sein, wenn nicht noch drei andere dazwischenriefen. Weder Gastons zuweilen etwas schrägen Sinn für Humor noch Kylres aufbrausendes Temperament konnte sie dabei gebrauchen. Und Kara war, wenn man die Tatsache bedachte, dass sie im Kampf gegen die Hobgoblins in einen wahren Kampfrausch verfallen war und sich ohne Rücksicht auf Leib und Leben in die Schlacht gestürzt hatte, erstaunlicherweise noch die Besonnenste von den dreien.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 14.05.2019, 21:01:00
Oh...wir wollen hier bleiben. Kara schmunzelte Kylre zu und trank den letzten Schluck. Verschwörerisch, mit einem unheilvollen Glänzen im Blick, ergänzte sie: Nun ja, vielleicht nicht ganz genau hier. Sie erhob sich und schlug mit der flachen Hand auf die Tischplatte. Ha! Sie hatte lange genug gewartet. Noch mit Fressen und Saufen beschäftigt? Oder schon bereit? Fürs Rumhuren ist's wohl noch ein bisschen früh! Die Kriegerin blickte Kylre und Gaston keck an.

Entschieden schritt sie dann in jene Richtung, auf die der Wirt gedeutet hatte. Es war zwar lichter geworden, aber bei weitem noch nicht leer. Einerlei. Sie ging geradeaus, weiter nach hinten, zu dem großen Spieltisch. Der war, wenngleich nicht voll, doch gut besetzt. Kara ließ ihren Blick durch die Runde schweifen. Sie lehnte die mächtige Axt am Tisch an und genoss dadurch plötzlich die ungeteilte Aufmerksamkeit, der sich in unmittelbarer Nähe aufhaltenden Gäste. Zeit zu spielen. Sie warf ein kleines Säckchen mit ein paar Münzen auf den Tisch. Das helle Klingen des zusammenstoßenden Metalles war trotz des Lärmes der Taverne gut hörbar und ließ so manchen Gast aufmerken.

Kara schob einen Stuhl heran. Sie blickte die Anwesenden nacheinander herausfordernd an. Schauen wir einmal ob es hier Riesen gibt am Würfeltisch!
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 15.05.2019, 13:19:24
Fischers dramatischen Ausbruch mit einem genervten Schnauben, vorerst, ignorierend, tat Kylre voller Freude genau das. Er aß und trank sich so richtig satt und war zufrieden.

Gerade fertig geworden fuhr er sich mit dem haarigen Handrücken über den Mund und Bart um so die letzten Spritzer des Bratenfetts einigermaßen los zu werden. Rumhuren klang wirklich nach einer hervorragenden Idee. Den Kopf ein wenig reckend, blickte sich der Kapitän suchend um, wurde aber von Kara dabei unterbrochen. Beinahe hätte er seiner Kameradin eine Abfuhr erteilt, aber Karas gewohnt direkte Art duldete keinen Widerspruch und so schenkte er Gaston ein schicksalsergebenes Schulterzucken, begleitet von einem breiten Grinsen und stand auf. Hinüber zu dem Tisch der Spieler schlendernd, holte er sich noch mit einem spitzen Fingernagel Fleischreste zwischen den Zähnen hervor und spuckte diese ohne jedes Bedenken einfach aus.

Schwer auf den sogleich ächzenden Stuhl fallend, ließ auch Kylre einige Münzen vor sich erscheinen und sah sich die Gesichter der anderen einmal genau an. Dann wandte er sich wieder den Raum zu. Vielleicht ließ sich ja eine Schankmaid finden, die sich für einige Münzen gut um ihn kümmern würde. Luskan, dieses Möwen verschissene Nest, war eindeutig schon zu lange her. Für einen Mann wie ihn, in der Blüte seiner Jahre und am Zenit seiner Kraft, war solch eine Situation sicherlich ungesund. Da musste Abhilfe her!
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 16.05.2019, 14:12:05
Fiona bekam die von ihr gewünschten Zimmer, anhand der einfachen Schlüssel konnte sie erkennen, dass noch einige Zimmer frei waren.
Der Wirt deutete auf einen Gang, an dessen Ende sich die Treppe nach oben befand, und verwies sie auf den ersten Stock. "Das Zeichen am Schlüssel zeigt die zugehörige Tür."
Erst jetzt sah sie sich die Schlüssel genauer an und an jedem hing eine Schnur mit einem Holzplättchen, auf dem Punkte, Striche und Quadrate zu sehen waren, jeweils anders angeordnet.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 18.05.2019, 08:41:34
Es hatte sich zwar noch nicht wirklich geleert in der Taverne, aber irgendwann gingen mehrere Männer zu einem größeren runden Tisch und die dort bisher sitzenden Männer und Frauen standen sofort auf und suchten sich einen andern Platz. Kara und Kylre nutzen die Chance und gingen ebenfalls hinüber, wo ihnen sofort ein Platz angeboten wurde. Drei Männer und eine Frau nahmen neben Kara und Kylre. Man stellte sich vor und es wurden Karten, Würfel und dreieckige Steine ausgelegt.

"Spielen wir. Aber was? Was haltet ihr von unserem Sterne-Spiel. Jeder Dreickstein hat unterschiedliche Symbole auf jeder Seite und man wirft sie in die Mitte und sammelt gleiche Zeichen oder Zeichengruppen. Pro Spielrunde wird dreimal mit fünf Ecksteinen geworfen, dann wird gezählt. Kommt aus dem Süden, das Spiel, keiner von uns kann den Namen aber aussprechen. Ist lustig und nicht so schwierig. Macht ihr mit? Sonst haben wir auch Würfel und Karten."[1]

Dabei schob er die dreieckigen Steine in die Mitte, so dass Kara und Kylre sie anschauen konnten. Sie waren aus einem hellen, glatten Material gefertigt und mit Symbolen auf beiden Seiten versehen.[2]
 1. Ich hätte das das Spiel einfach als Fertigkeitswurf auf Wis oder Int abgehandelt, es geht ja eher um das Quatschen. Ok für euch?
 2. Ihr könnt mal auf History würfeln
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 18.05.2019, 21:40:28
Spielen wir das doch als erstes. Was hältst du davon? Kylre war einverstanden. Kara sah sich die Steine genauer an und drehte einen in ihrer Rechten[1].

Die große Kriegerin bestellte noch ein Bier und ließ sich auf das neue Spiel ein.[2] Nach einer weiteren Runde warf sie jene Knochenstückchen auf den Tisch, die sie beim Hobgoblin gefunden hatte. Ich habe heute auch interessante Steine gefunden. Sowas schon mal gesehen? Einer der Männer griff nach einem Stein, merkte wohl, dass es Knochen waren und zog eine Grimasse. Kara grinste breit, sie spürte die angenehme Wärme des Alkohols, die sich langsam in ihrem Körper und Geist ausbreitete. Wir haben die bei einem wehrhaften Hobgoblin gefunden, der uns mit seiner Bande auf der Straße zu eurer Feste überfallen wollte. Nun ja, nicht so wehrhaft. Eigentlich recht wehrlos. Kara lachte, dann wurde sie plötzlich sehr ernst. Ist hier denn keiner für die Sicherheit in eurem Hinterhof zuständig? Oder habt ihr so riesige Angreifer hier, dass kleine Hobgoblins nicht der Rede Wert sind? Sie packte die Knochen wieder weg und griff zu den Dreiecksteinen. Sie bestellte einen weiteren Krug und noch einen für ihren Gefährten.

Mal im Ernst...was ist hier los? Kara lehnte sich bei der Frage nach vorne und blickte jedem am Tisch tief in die Augen. Dann grinste sie wieder breit und warf die Steine aus. Die beiden wild aussehenden Krieger vom steinigen Eiland saßen eine ganze Weile und versuchten ihr Glück am Tisch. Nebenbei unterhielten sie sich mit den Anwesenden. Kara versuchte an die neuesten Nachrichten aus der Feste und aus der Umgebung zu kommen. Wäre sie auf sich gestellt gewesen, so hätte sie direkt nach den Riesen gefragt. Sie mochte direkt. Subtil war nicht ihre Stärke. Dennoch bemühte sie sich ihrer Gruppe wegen um ein Mindestmaß an Diskretion.
 1. History: Habe 14 gewürfelt
 2. Int: Habe 14 gewürfelt
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 18.05.2019, 21:56:07
Immer noch mit seiner Mundhygiene beschäftigt, zuzelte Kylre noch einige Zeit in seinem Mund herum, bis er scheinbar mit dem Ergebnis zufrieden seine Aufmerksamkeit dem Spiel widmete. Nach Frauen konnte er etwas später noch Ausschau halten. Etwas. Nicht viel.

Zustimmend brummte der Kapitän der Wavedancer, griff mit seinen großen Händen nach den Spielsteinen und murmelte einen halbherzigen Wunsch - man könnte es auch als Drohung verstehen - an Tymora ehe er die erste Hand zum Besten gab.[1]

Seine Mitspieler musternd, versuchte der Seefahrer sie einzuordnen. Waren es Bauern? Händler? Söldner? Wie hoch waren ihre Einsätze? Und wie schwielig ihre Knöchel?[2]

Sich so die Zeit etwas vertreibend, unterstützte er, man konnte es wohl instinktiv nennen, Kara bei ihren Versuchen etwas aus den Leuten heraus zu bekommen indem er die Gesichter der Gegenüber genau musterte, oder bedrohlich lachte - ganz wie es angebracht war.[3]
 1. Eine 8 fürs Spielen, eine 7 für History
 2. Insight 18
 3. Insight 18 von oben, sonst würfle ich gerne noch einmal für den zweiten Teil falls du das willst.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 19.05.2019, 19:53:51
Als Kara die Spielsteine berührte fiel ihr gleich auf, wie glatt sie sich anfühlten. Die beiden Seeleute kannten ein solches Material von Schmuckstücken, die aus Wal-Stoßzähnen gemacht wurden. Aber es war teuer und so weit entfernt vom Meer und bei solche alltäglichen Gegenständen hatte sie es nicht erwartet. Aber die Männer achteten auch gut auf die Steine, sie waren alt und gut gepflegt, also hatten sie auch hier einen gewissen Wert.

Die Miene des Mannes, der die Knochen ansah, verdunkelte sich kurz, als dann aber die Herkunft geklärt wurde, schien er beruhigt. "Es ist nicht unsere Aufgabe, die ganze Straße zu bewachen, wir haben genug mit der Umgebung hier zu tun. Hobgoblins sind gerade viele unterwegs, man sagt sie folgen den Riesen. Keine gute Zeit für Reisende, aber ihr könnt ja auf euch aufpassen. Also, was meint ihr, was hier los ist? Der Norden war schon immer rau und gefährlich, aber die Menge an Riesensichtungen, von denen wir hier hören, ist schon nicht normal. Aber was fragst du uns danach, wir haben sie nicht rausgelassen"

Sein Nachbar legte ihm die Hand auf die Schulter. "Komm, ist ja gut, sie hat's nicht böse gemeint. Wie er sagt. Unsichere, gefährliche Zeiten. Aber wir passen auf. Hierher kommen sie nicht, bisher jedenfalls. Hobgoblins hat eine unserer Patrouillen vor kurzem erwischt, viereinhalb Hände voll, wie die Soldaten behaupteten, also waren es vermutlich ein bis zwei Dutzend." Dabei lachte er. "Aber jetzt spielen wir, und trinken."

In der ersten Runde waren die Kara und Kylre nicht sehr erfolgreich, aber die Münzen, die sie verloren hatten, wurden von den Männern gleich in Bier für alle investiert. Bald war klar, dass es hier um Spaß und Zeitvertreib ging, und nicht darum, Leute auszunehmen.

Kylre war bald sicher, dass die Männer vermutlich Handwerker waren. Keine einfachen Tagelöhner. Sie schienen sich auszukennen in der Stadt und waren offen, aber auch zurückhaltend. Aber er hatte schon das Gefühl, dass er sie Fragen konnte, was ihn interessierte. Ob er auf alles eine Antwort bekam, würde er sehen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 19.05.2019, 23:00:31
"Danke!" Fiona nahm die Schlüssel erstmal entgegen und wandte sich dann an Fischer.

"Gut, das hätten wir. Wollen wir mal nachsehen, wo die Zimmer sind? Scheint ja hier schon ein wenig größer zu sein. Dann können wir den anderen zumindest sagen, wo sie später hinmüssen. Falls sie nicht soviel trinken, dass sie gleich hier unten im Schankraum einschlafen."

Letzteres schien eine durchaus reelle Möglichkeit zu sein. Fiona schien sich daran allerdings auch wenig zu stören. Sie kannte nur Gaston etwas besser und auf ihn konnte man sich eigentlich immer verlassen, wenn es sein musste. Kara und Kylre schätzte sie auch so ein, dass man sich durchaus auf sie verlassen konnte. Vorschriften machen konnte sie ihnen ohnehin nicht.

"Also, was meinst Du?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 20.05.2019, 09:55:51
Riesensichtungen, hmm. Ich selbst habe hier noch keinen getroffen. Altweibergeschichten vielleicht? Das wär schon was, einen von denen zu fällen. Kara blickte liebevoll in Richtung ihrer Axt. Ihre Zunge fühlte sich langsam schwer an, doch ihre Kehle schien ihr trocken. Sie löschte ihren Durst mit Schwung. Wo man wohl so einen treffen kann? Uns haben sie weiter nördlich auch von umherstreifenden Riesen erzählt. Und...irgendwelche Geschichten von einem, der wohl damit zu tun hat. Hmm...Albert, Albus....Artus, hieß der, Artus Cimber. Wird vielleicht ein Jäger sein...oder vielleicht einer von hier? Kara sammelte die Steinchen zusammen. Kylre schüttete sich den Rest des Kruges in den Rachen und rülpste lautstark, beobachtete hinter grinsend, angetrunkener Miene aber weiterhin genau, wie die Zuhörer reagierten. Spielst du noch mit? Sie machte dem schweigsamsten Spieler eine einladende Geste zu den Spielsteinen und legte eine weitere Münze dazu. Mittlerweile hatte sie die Übersicht verloren.

Aus bitterer Erfahrung hatte sie sich vor langer Zeit einen eigenen Beutel für's Spielgeld machen lassen und sich selbst geschworen, nur damit zu spielen was sich da drinnen befand, egal wie verlockend der Gewinn sein mochte. Das Ledersäckchen war bereits um einiges leichter als bei ihrer Ankunft.  Noch fühlte die Kriegerin sich allerdings gut unterhalten, in angenehmer Gesellschaft und solange das Bier floss ...

Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 21.05.2019, 09:51:36
Den Männern bei ihrem Spiel zusehend, achtete Kylre nicht so sehr auf die Münzen die über den Tisch wanderten. Zu Beginn war er noch fest entschlossen gewesen eine zünftige Schlägerei vom Zaun zu brechen, aber die Unterhaltung und das spendierte Bier besänftigten den Hünen genug um diesen Gedanken vergessen zu machen.

Kara zum größten Teil das Reden überlassend, erkundigte sich der Kapitän aber beiläufig bei den Männern ob es hier "besonders freundliche" Damen gab, die einem Reisenden etwas Trost und Aufmerksamkeit im Tausch für Geldgeschenke anboten.

Mit seinem Zustand, satt und leicht betrunken ansonsten sehr zufrieden, schob der Ruathym den Becher etwas weg und versuchte - vielleicht ein letztes Mal? - erneut sein Glück mit den Steinen.[1]
 1. Habe 14 erreicht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 22.05.2019, 13:26:58
Als Kara von Altweibergeschichten sprach schüttelte einer der Männer den Kopf. Und gleich darauf weiteten sich seine Augen, als er hörte, dass die Frau gerne gegen einen Riesen kämpfen wollte. Auf den Namen Artus Cimber folgte aber keine Reaktion. "Nein nein, es sind keine Märchen, sie sind hier. Also nicht hier bei uns, noch nicht, aber in den Nähe." Dann schaute er sich um, als ob er prüfen wollte, ob jemand zuhörte, dann sprach er leiser weiter. "Einer der Höfe am Fuß der Graugipfelberge wurde ausgelöscht, einer der Händler hat es berichtet. Sah aus, als wäre ein Riese einfach drüber gestampft und hätte alles platt getreten. Schlimm. Irgendwo da, zwischen den Bergen, dem Ewigen Moor und dem Lauerwald soll er sich herumtreiben. Aber so genau weiß es keiner. Es heißt, der Kommandeur der Wache hat Patrouillen ausgeschickt, um ihn zu suchen, aber so richtig weiß das keiner. Der soll man bleiben, wo er ist. Wir haben genug Ärger mit den normalen Ungetümen, die sich hier herum treiben. Also wenn ihr den erwischt, kriegt ihr sicher eine Belohnung." Dabei lachte er auf, als schien ihm der Gedanke, dass jemand das versuchen könnte, schon völlig absurd.

Dann spielen sie weiter und diesmal hatte Kylre mehr Glück. Es waren keine großen Summen, die hier über den Tisch ging, aber am Ende des Spiels war keine Partei wesentlich reicher oder ärmer als vorher.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 22.05.2019, 21:43:25
"Ja, lass uns auch unser Gepäck schon mal abladen", stimmte Fischer dem Vorschlag Fionas zu, auch wenn er wenig mehr dabei hatte, als er am Leibe trug. (Ein Bündel mit Kleidung, darin das Werkzeug eingewickelt—der Rest seiner schmalen Habe war in der Sattelkammer im Stall.)

"Wollte dir übrigens danken", fuhr er fort, als sie den Gang hinab schlenderten. "Und Gaston. Wie ihr den Leuten in Bryn Shander beigestanden habt. Wär' ja eher meine Aufgabe gewesen." Stirnrunzeln. Ein Blick über die Schulter. Ein Griff in den Nacken des jungen Wolfes, der falsch abgebogen war, bis dessen Nase wieder in die richtige Richtung zeigte. "Wär' ja auch rechtzeitig in Mirabar gewesen, um euch aufzulesen, wenn seine"—ein Nicken in Richtung Wolf—"gesammelte Verwandtschaft nicht kurz hinterm Pass über mich hergefallen wäre. Hat 'was länger gedauert, bis ich wieder auf den Beinen war..."

Als sie die Zimmer erreichten, überließ er es Fiona, sich das ihre auszusuchen, trat dann aber hinter ihr ein (nachdem er ins Nachbarzimmer bloß einen kurzen Blick geworfen hatte, um sicher zu gehen, dass es leer sei) und schloß die Tür. Auch hier blickte er sich kurz um. Schaute aus dem Fenster. Winkte Fiona dann in die Ecke des Raumes, die an Außenwand und das  zuvor ausgespähte Nachbarzimmer grenzte. Während der folgenden Rede hielt er auch immer mal wieder inne um zu lauschen oder einen raschen Blick aus dem Fenster zu werfen.[1]

"Habe da vorhin auf der Straße was aufgeschnappt. Zwei Wachen unterhielten sich über einen geplanten Einsatz. Haben mich nicht gesehen. Hier stinkt etwas gewaltig. Ich fürchte fast, man macht hier gemeinsame Sache mit den Riesen." Und er wiederholte wortwörtlich, so gut er sich erinnerte, das belauschte Gespräch.[2]

"Meinst du nicht auch, das klingt so, als hätte dieser Bengt sich dafür gemeldet, mit dem Riesen gemeinsam etwas zu tun? Man sagt natürlich 'mit' jemandem kämpfen, ob man nun auf dessen Seite ist oder wenn man eigentlich 'gegen' meint, die meisten sind da nicht so genau. Aber so lapidar wie er den Riesen erwähnt, als sei das ganz normal, dass sich hier Riesen herumtreiben... und er schien mir mehr Angst vor den 'Mörder-Barbaren' und sogar vor den Hobgoblins zu haben als dem Riesen. Gibt es hier in der Gegend Barbaren, weißt du das? Sonst kommen sie womöglich aus dem Eiswindtal und jagen hier Riesen? Der Tigerstamm hätte einen guten Grund dazu. Und irre ich mich und klingt das nicht gar so, als sähe die Wache in den Flüchtlingen eine Bedrohung? Zumindest nennt er sie in einem Atemzug mit den Hobgoblins. Und betont gleich darauf, man müsse die Mauern verteidigten—gegen die Flüchtlinge? Oder bin ich da zu misstrauisch? Und was für einen Ort meinte er mit dem so bedeutungsvoll klingenden da? Jedenfalls bin ich der Meinung, dass wir morgen bei diesem Narbeck Horn aufpassen müssen, was wir sagen. Vielleicht gar nicht erwähnen, dass wir die Machenschaften der Riesen untersuchen? Es hat ja noch niemand von uns Riesen erwähnt... die Fürstenallianz allerdings schon... vielleicht könnt ihr einfach einen anderen Grund erfinden, warum ihr in deren Auftrag unterwegs seid. Irgendwas jedenfalls ist hier faul. Wir sollten heute Nacht eine Wache einteilen. Volltrunkene scheiden dabei ja leider aus."

Fischer sah Fiona erwartungsvoll an.
 1. Perception = 19 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1062461.html#msg1062461): Lauschen und schauen, ob wir unbelauscht sind.
 2. 
Gesprächstext (Anzeigen)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 22.05.2019, 22:18:50
Fiona hatte zwar irgendwie das Gefühlt gehabt, dass Fischer irgendwo der Schuh drückte, aber ein wenig überrascht war sie dann trotzdem. Sie blickte sich etwas irritiert um. Wer sollte sie denn hier belauschen wollen? Aber gut, sie hatte auch bereits genügend Intrigen in ihrem jungen Leben mitbekommen, etwas Vorsicht, auch wenn sie vielleicht übertrieben wirkte, schadete meist nicht. Sie hörte dem Mann zu und dachte dann ersteinmal für einen Moment nach. Sie sprach dann auch leise, als sie schließlich antwortete.

"Ich weiß nicht, ob Du da jetzt nicht vielleicht etwas viel hineininterpretierst. Für mich klingen die Worte erstmal so, dass die Wachen keine Lust haben raus auf Streife zu gehen, wo Gerüchte von einem Riesen kursieren. Nachdem ich selbst einigen davon gegenüberstand, kann ich das gut verstehen. Die meisten Wachleute würden ihnen wenig entgegensetzen können. Das ist reiner Selbstmord. Aber, dass die Leute hier mit den Riesen zusammenarbeiten? Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Jedenfalls, die Riesen oben im Eiswindtal hatten sicherlich kein Interesse mit irgendwelchen Menschen zusammenzuarbeiten. Ob das hier auch damit zusammenhängt, mit diesem mystischen Ring und diesem Artus Cimber, das kann ich natürlich nicht sagen. Aber darum sind wir ja schließlich hier, um es herauszufinden. Aber dieses 'da' ist auf jeden Fall interessant. Das sollten wir morgen in unserem Gespräch mit Narbeck Horn auf jeden Fall versuchen, herauszufinden. Und die Flüchtlinge? Irgendwo müssen die ja auch herkommen. Ob das vielleicht dieses 'da' ist? Das würde doch gut zusammenpassen. Irgendein Ort wurde überfallen, es wurde ein Riese gesichtet, es gibt Flüchtlinge, eine Patrouille soll ausgesandt werden, die Wachen wollen lieber hierbleiben. Klingt für mich nach einem nachvollziehbaren Bild, oder meinst Du nicht? Aber, gut. Ich werde den anderen auch sagen, dass sie sich im Gespräch morgen zurückhalten sollen und die Riesen erstmal nicht erwähnen und erstmal sehen, was für einen Eindruck der Mann macht, ob er ehrlich besorgt ist oder uns lieber schnell wieder loswerden will. Vielleicht bekommen wir ja auch die ehrenvolle Aufgabe übertragen, uns dieses 'da' einmal näher anzusehen. Allzuviele Freiwillige scheint er dafür bislang ja nicht gefunden zu haben, nur diesen... Bengt? Und ein paar andere. Ich werde ihn auf jeden Fall zunächst ganz unverfangen fragen, was sich hier so in letzter Zeit zugetragen hat. Von den Hobgoblins können wir ihm ja erzählen und dass wir eben entlang der Handelsstraße einmal nach dem Rechten sehen sollen. Und das mit der Fürstenallianz war schon nicht ganz unabsichtig. Es ist ja wichtig, dass wir auch eine entsprechende Authorität haben. Ansonsten würden wir ihn garnicht erst zu Gesicht bekommen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 22.05.2019, 23:37:13
Nachdem sie recht abrupt aufgestanden war, klopfte Kara Kylre noch zweimal fest auf die Schulter und verabschiedete sich vom Tisch. Sie nahm eine volle Flasche dunklen Starkbieres mit und machte sich auf den Weg zurück zu ihrem früheren Platz. Sie musste mit Fiona sprechen, oder mit Gaston. Fiona ist aber hübscher. Kara grinste in sich hinein und hob die Flasche an die Lippen.

Sie bewerkstelligte den Weg ganz gut und erreichte auch den Tisch von dem sie beinahe sicher war, dort früher gespeist zu haben...doch nun saßen dort ganz andere Leute. Verdammt. So lange hatten sie doch nicht gespielt! Ob alle gegangen waren? Sie stellte sich die Gefährten vor den Toren zitternd um ein Lagerfeuer sitzend vor. Tz! Die Kriegerin machte eine abwehrende Geste. Unsinn! Die Umstehenden blickten irritiert in ihre Richtung, drehten sich jedoch schnell weg, sobald sie ihrer Gestalt gewahr wurden. Auch gut angetrunken stellte Kara immer noch eine Herausforderung dar.

Sie lehnte sich an die nächstbeste Wand. Der Boden unter ihren Füßen schien nicht ganz fest. Überhaupt war ein Boden doch etwas Seltsames. Die Ruathym beobachtete den Schankraum. Sie konzentrierte sich. Sie erspähte keinen von ihrer Gruppe. Den langen Weg zum Ausschank empfand sie als mühsam, zumal immer wieder irgendwelche Leute im Weg standen und ihr nicht ausweichen wollten.Gaston! Nein, doch nicht.

Zimmer?Der junge Kellner erschrak, als Kara ihn anherrschte. Er unterbrach seine Arbeit an der Theke und deutete auf die Stiege. Oben sind unsere Zimmer, meine ähm äh Dame. Kara lehnte sich nach vorne und starrte ihn an. Dann überdrehte sie die Augen und streckte die Hand aus. Schlüssel!? Der beängstigte Jüngling schüttelte den Kopf und deutete wiederum nach oben. In einem Zug trank Kara den Rest aus und schlug die Flasche auf den Tresen. Aus Gewohnheit suchte sie Kylres Blick, doch der war noch beschäftigt.

Kara machte sich auf den Weg nach oben. Wenn sie noch irgendwo im Hause waren, so würde sie Fiona und die anderen finden. Morgen dann den Kommandeur der Wache befragen und auf ins Gebirge!

Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 23.05.2019, 14:32:40
"Ne, um eine einfache Streife kann's hier nicht gehen. 'Ich will nich' auf Streife, nich' mit 'nem Riesen'—das passt einfach nicht. Außer, die Streife wäre mit dem Riesen zusammen. Wie soll der Teil, den er wegließ, gelautet haben, um das zu bedeuten, was du meinst: 'Nich' mit 'nem Riesen...' der hier irgendwo gesichtet wurde? Das scheint mir abwegig. Nein, mit einem Riesen kann man entweder etwas gemeinsam tun oder man kann sich mit ihm anlegen. Allenfalls kann man noch mit ihm verhandeln wollen. Wie es zu ersterem hätte kommen können? Nun, da dürften ein paar Drohungen und Überfälle schon reichen, um einen Pakt zu erzielen: 'Wir Riesen lassen euch Leib und Leben und gerne auch in Ruh', wenn ihr uns bei einer wichtigen Sache helft, die uns nämlich überhaupt erst hierherführt.' Das klingt für mich nachvollziehbar. Und auch wenn du schon Riesen begegnet bist und ich nicht, würde ich dir dennoch raten, nicht von dem Verhalten der einen Gruppe, die du erlebt hast, auf das mögliche Verhalten aller Riesen zu schließen. Wir wissen ja nicht einmal, ob es sich hier um denselben Stamm handelt. Und wer weiß, was hier vor Ort ihre Absichten sind, davon hängt ja wohl ab, ob sie einen Nutzen darin sehen, sich menschliche Hilfe zu erpressen.

Aber du hast recht, die Hobgoblins können wir morgen beim Kommandanten gefahrlos ansprechen und wohl auch die Flüchtlinge. Leicht könnten wir welchen begegnet sein oder Spuren gefunden haben. Also, wenn du keinerlei Notwendigkeit für Wachen oder sonstige Vorkehrungen siehst, dann lass ich dich jetzt damit in Ruh. Gute Nacht."


Er wandte sich ab und schritt zur Zimmertür, wo selbst sein junger Wolf gerade damit beschäftigt war, das Bein gegen den Türrahmen zu heben.

"Hm", meinte Fischer. "Wollte sowieso im Stall schlafen. Komm, Kleiner."

Ein Nicken in Richtung Dame, und er war zur Tür hinaus.

~~~

Beim Stall angelangt, begab er sich aber nicht sogleich zur Ruhe. Erst übte er mit seinem Kleinen das Stillsein auf Kommando, das Verstecken und Anschleichen. Der junge Wolf stellte sich dabei sogar recht gelehrig an. Etwas zu viel Spaß hatte er bei diesem Spiel, was ihn die eigentliche Aufgabe dann des öfteren vergessen ließ. Zum Schluss hatte man aber durchaus Fortschritte gemacht. Sich im Ernstfall darauf verlassen würde Fischer sich allerdings noch nicht wollen.[1]

"Gut gemacht, Kleiner", lobt er ihn zum Schluss und gab ihm einen Happen aus dem Proviant.

Dann legten sich beide zu Rosamunde (oder vielmehr setzte Fischer sich bloß und lehnte sich gegen die Holzwand zurück) und versuchten zu schlafen. Es wurde mehr ein Dösen als ein Schlafen. Immer wieder weckte sie ein unruhiges Tier. Dann spitzte Fischer die Ohren, ob hier noch jemand im Stall unterwegs war.

"Gut so, Rosamunde, sei wachsam", wisperte er dann seiner Stute zu.
 1. Animal Handling = 17 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1062478.html#msg1062478)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 23.05.2019, 22:45:55
"Ich werde es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, auch wenn ich immer noch nicht so recht glauben mag, dass sie wirklich mit einem Riesen zusammenarbeiten."

Also gut, jetzt wusste sie zumindest, warum Fischer sich so seltsam verhalten hatte. Ob sich seine pessimistische Sichtweise bewahrheiten würde, dass würde sich noch zeigen. Erstmal abwarten, was Narbeck Horn morgen für einen Eindruck machen würde.

Im Moment gab es noch ein paar Zimmerschlüssel zu verteilen, daher machte sich Fiona auch wieder auf den Weg hinunter in den Schankraum.

Kara hatte offensichtlich bereits genug vom Spielen und auch schon ein paar mehr Bier getrunken, als sie selbst wohl vertragen würde, als sie ihr etwas polternd auf der Treppe begegnete.

"Ah, da wäre ja schonmal eine. Ich habe die Zimmerschlüssel bekommen und gerade schonmal einen Blick reingeworfen. Sieht anständig aus. Hier, such Dir einen aus."

Damit holte sie die drei übrigen Schlüssel hervor und hielt sie der wilden Kriegerin hin, so dass sie die Symbole auf den kleinen Holzplättchen erkennen konnte, die mit einer Schnur an den Schlüsseln befestigt waren.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 23.05.2019, 23:29:21
Ah, seid ihr doch nicht über alle Berge! Komm. Kara zog Fiona zurück hinauf, die Schlüssel nicht beachtend. Sie trat oben im Gang nahe an die Magierin heran, die den Blick beträchtlich heben musste um Augenkontakt zu halten. Ich bin gut am Glase und es entspricht unserem Glauben das Leben und die wenigen Feste darin gebührend zu feiern. Ich bin gut. Ich weiß was sich gehört. Aber, siehst du, wenn ich wieder runter geh ... nun ja...ich vergesse manchmal Details. Also bin ich ... habe ich nach Gaston und dir gesucht. Ihr wart weg. Und jetzt bist du da. Und ich bin da. Und die Riesen sind zwischen den Bergen... Kara legte die Zungenspitze an einen oberen Zahn. Dann grinste sie breit. ...zwischen den Graugipfelbergen, dem ewigen Moor und dem Lauerwald. Der Kommandeur hier hat welche dorthin geschickt, aber bislang erfolglos. Und es gibt wohl einen Preis auf den Riesen. Der hat nämlich einen Hof niedergetrampelt und...und das gehört sich einfach nicht. Oh nein.

Die Worte sprudelten in ungewohnter Manier aus ihr heraus. So. Kara fasste Fiona an beiden Schultern und sah sie ernst an. Du merkst dir das jetzt bis morgen. Dann lächelte sie freundlich, ein spitzbübisches Glitzern in den Augen. Sie griff noch nach einem Schlüssel, ohne weiter auf das Symbol zu achten und wandte sich wieder der Stiege in Richtung des Schankraumes zu.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 24.05.2019, 01:03:15
"Graugipfelberge... Ewiges Moor... Lauerwald... Hof niedergetrampelt... Kopfgeld... okay, ich glaube das bekomme ich hin."

Während Fiona dabei war zu antworten, war Kara bereits wieder im Begriff zu gehen.

"Hier warte... fang!"

Sie warf ihr noch einen zweiten Schlüssel zu.

"Kylres Zimmerschlüssel."

Damit dürfte das 'da' nun auch geklärt sein und auch die Sache mit dem Riesen und warum die Wachen lieber hier die Mauern bewachen wollten.

Jetzt stellte sich nur noch die Frage, wo war Gaston abgelieben?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 26.05.2019, 10:42:08
Von dem uneindeutigen Zeichen der Knochen angespornt - war es gerade jetzt eine beginnende Glückssträhne?! - huldigte der Kapitän erneut begeistert Tymora und warf mit fester Hand die Spielsteine. Er hatte es einfach im Urin! Seine große Stunde - sie stand kurz bevor! Als die Steine rollten grinste der Seeräuber siegessicher und starrte gespannt auf das Resultat. Doch Tymora war ihm nicht hold und so pfefferte er sichtlich schwer verärgert seinen Krug in eine Ecke, wo dieser lautstark zerschellte. Bei Valkur! Warum konnte ihm diese ewig grinsende Schlampe nicht etwas Beistand leisten!?

Wütend knurrend erhob sich Kylre, blickte sich nach Kara um - wann war diese eigentlich verschwunden? - und war gerade dabei nach dem Tisch zu greifen um diesen in seiner Rage in hohen Bogen umzuwerfen, als sich eine sanfte Hand auf seinen gespannten Bizeps legte und die zugehörige Zunge verheißungsvolle Dinge in sein Ohr flüsterten. Nicht mehr ganz nüchtern - aber weit davon entfernt besoffen zu sein - breitete sich ein hungriges Grinsen auf den bärtigen Zügen des Ruathym aus und ohne jeglichen Widerstand oder einen weiteren Mucks drehte sich der Sturmpriester um und ließ sich willfährig wie ein glückliches Kind davon geleiten. Zur offensichtlichen Erleichertung der zurück gebliebenen Gäste und des Wirts war der siedend heiße Zorn verraucht.

Und so kam es, dass Kara ihren Jugendfreund und Kapitän wohl erst am nächsten morgen zu Gesicht bekam, als ein vollkommen friedlicher und gut ausgeruhter Kylre die Treppe hinab stieg und einen jeden seiner Gefährten freundlich grüßte.

"Lasst uns aufbrechen, denn es gibt viel zu tun."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 26.05.2019, 20:44:49
Nachdem sie Gaston dann endlich auch gefunden hatte, um ihm seinen Zimmerschlüssel zu übergeben, zog sich Fiona schließllich auf das ihrige zurück, um ein wenig Ruhe zu finden und sich für die sicherlich noch vor ihnen liegenden Strapazen auszuruhen, solange dies in einer angenehmen Umgebung möglich war. Wer konnte schon genau sagen, was die nächsten Tage ihnen bringen würden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 27.05.2019, 20:06:06
Der Stallbursche war reichlich verwundert, als Fischer zum Stall kam und dann mit dem kleinen Hund auch noch bei den Pferden schlafen wollte. Aber entweder traute er sich nicht, ihm den Wunsch abzuschlagen oder die sehr großzügige Gabe von Fiona tat noch seine Wirkung. Fischer fand also was er suchte. Der Junge, der ebenfalls im Stall schlief, wunderte sich im Laufe der Nacht zwar, warum die Pferde so unruhig waren, aber er konnte sich keinen Reim darauf machen.

Nach einem ordentlichen Frühstück machte sich die Gruppe dann auf den Weg zu Narbeck Horn. Sie fanden ihn in der Garnison und wurden ohne große Verzögerung vorgelassen. Der Herr der Stadt war ein stämmiger Zwerg, der gerade über einigen Schriftstücken brütete und nicht besonders gut gelaunt zu sein schien. Er war nicht besonders auffällig gekleidet, er hätte auch ein Hauptmann der Wache sein können. Sein Alter war schwer zu schätzen, aber er wirkte so, als hätte er schon einige Schlachten geschlagen. "Willkommen, Reisende, willkommen. Was kann ich für euch tun?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 27.05.2019, 22:09:27
Fiona trat vor den Zwerg und verneigte sich leicht.

"Die Fürstenallianz entsendet ihre Grüße, werter Stadtherr. Mein Name ist Fiona. Ich komme gleich zur Sache, denn wie ich sehe, seid Ihr schwer beschäftigt und wir wollen Eure Zeit nicht unnötig in Anspruch nehmen. Uns wurde die Aufgabe übertragen, die Handelsstraße von Mirabar nach Süden zu bereisen und in den Siedlungen nach dem Rechten zu sehen. Auf dem Weg hierher wurden wir von einer Bande Hobgoblins überfallen, die jetzt allerdings nicht mehr ihr Unwesen in dieser Gegend treibt. Und wenn wir den Geschichten, die einige der Besucher des hiesigen Gasthauses zu erzählen hatten, Glauben schenken wollen, dann gibt es hier noch weitaus größere Probleme als nur ein paar Hobgoblin-Banditen. Erzählt doch bitte, wie ist die Lage hier in der Gegend?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 27.05.2019, 22:26:44
Der Kapitän der Wavedancer, frisch gewaschen und ausnahmsweise mit gepflegtem Bart hatte sich die Pläne der anderen angehört, die scheinbar bereits von dem Riesen Kunde erhalten hatten. Und so war er bisher friedlich der Gruppe gefolgt, wenn man von ein paar Neckerein in Richtung Kara absah, die das verspielte Gold zum Thema hatten. Doch als sie vor diesem Zwerg standen, noch dazu einem schlecht gelaunten, sprang dessen Stimmung auf Kylre flugs über und so ergänzte er Fionas höfliche Rede mit den folgenden polternden Worten: "Genug der Nettigkeiten. Wo ist der Riese? Und wieviel springt für uns heraus wenn wir uns" und dabei deutete er mit seinem Daumen auf Kara und sich selbst "dieses Bastards annehmen?" während sein Blick Narbeck nicht verließ.

Endlich tat sich die Gelegenheit auf, auf die sie schon so lange gewartet hatten! Jetzt galt es keine Zeit durch Zaudern und Reden zu verlieren sondern sich an die Spur des Riesens zu heften, solange sie noch einigermaßen frisch war.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 27.05.2019, 22:32:09
Auch Gaston verneigte sich leicht vor dem Zwerg, so wie es Fiona tat. Er musst dabei jedoch sauer aufstoßen und sich dann den armen Bauch reiben. Wollte man seine Stärke mit den Helden Faeruns vergleichen, so könnte man sagen, dass Gaston heute morgen den Elminster der Sodbrennen hatte. Nicht die Version von Elminster, die im Sessel saß und Pfeife rauchte. Vielmehr die Version, die epische Zauber wirkte und Drachen einäscherte. Mit anderen Worten, Gaston hatte zu viel gegessen und musste nun die Konsequenzen tragen. “Mir geht es schleeeecht. Vielleicht muss ich steeeeerben...“, wimmerte er leise, wie schon so oft auf dem Weg hierher. Mehr Kommunikation war ihm bis auf Weiteres nicht möglich. Gaston war froh, dass Fiona das Reden übernahm.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 30.05.2019, 17:50:05
Der Zwerg ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, weder reagierte er besonders auf die Erwähnung der Fürstenallianz noch auf den eher unfreundlichen Kylre. Aber er war wohl auch kein Freund vieler Worte, daher fiel seine Antwort auch eher knapp aus. "Die Lage hier ist ruppiger als üblich und auch wir haben Hobgoblins erledigt. Und der Riese soll sich im Osten rumtreiben, wir haben aber kein Kopfgeld ausgesetzt, daher kann ich euch nichts bieten. Aber falls es ihn gibt und ihr ihn erledigt, bringt seinen Kopf der Fürstenallianz, sie werden euch belohnen." Den letzten Satz hatte er ohne jede Ironie gesagt.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 30.05.2019, 20:40:21
Kara rieb sich sichtlich irritiert die Schläfen. "Falls es ihn gibt?" Die große Kriegerin trat vor den Tisch des Zwerges und ging in die Knie. Gleichzeitig legte sie eine gespreitzte Hand in die Mitte der Arbeitsfläche, genau auf die Papiere, die Narbeck lieber studierte, als mit ihnen zu sprechen. Von unten hinauf blickte Kara ihm direkt ins Gesicht uind verlieh ihrer morgendlichen Gereiztheit Ausdruck, indem sie ihn wütend anfunkelte.

"Bryn Shander wurde fast von den Riesen ausgelöscht. Die Stadt hatte auch Mauern...und bestimmt nicht weniger wehrhafte Einwohner." Sie ließ die Ansage wirken und erhob sich langsam zu ihrer vollen Höhe. "Wir sind hier um die Lage abzuschätzen und gegebenenfalls einzuschreiten. Du weißt selbst, wie wichtig Informationen am Schlachtfeld sind."
Kara stützte die Hände in die Hüften. "Du nimmst dir jetzt die Zeit und klärst uns über die Situation auf. Was habt ihr erlebt? Habt ihr Leute ausgeschickt? Was haben die erfahren? Wie sieht es im Umland aus?" Sie ließ ihren Blick durch den Raum schweifen und schenkte jedem der Gefährten einen Moment ihrer Aufmerksamkeit. "Willst du wirklich der sein, der im Angesicht des Feindes eine so starke Truppe hilfsbereiter Krieger abwimmelt, anstatt ihre Hilfe für den Schutz deiner Feste und deiner Leute zu sichern?"

"Ich hab einen Brummschädel und musste wegen diesem Treffen früh aufstehen, also wenn du nicht gemeinsame Sache mit den Riesen, Barbaren oder Hobgoblins machst, spuck's aus!"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 31.05.2019, 12:08:10
Der Zwerg ballte seine Faust und schlug einmal kräftig auf den Tisch, so hatte wohl schon lange niemand mehr mit ihm gesprochen.
"Ihr kommt in mein Haus und pöbelt hier herum wie Straßenstreicher, habt ihr keinen Anstand? Von wegen Fürstanallianz, ich glaube nicht das sie es schätzen würden, wie ihr euch hier aufführt.
Ja es gab oder gibt einen Riesen da draußen, er hat mindestens einen Hof zerstört und ja, ich habe Leute ausgeschickt, um ihn zu suchen, aber wir haben ihn nicht gefunden. Das Land zwischen Berg, Wald und Moor ist nicht mehr unser Gebiet, dort herrschen andere, die sich nicht darum scheren, warum man dort herumstreift. Ich lasse meine Männer nicht von Barbaren oder Monstern töten auf der suche nach einem Riesen, der vielleicht schon lange weg ist und die vielleicht nicht wieder kommen und damit die mauern der Stadt schwächer bemannt zurücklassen. Es muss eich nicht gefallen, wie ich meine Entscheidungen treffe, aber es sind meine Entscheidungen. Und ihr sagt selbst das ihr für die Fürstenallianz unterwegs seid, also wendet euch wegen der Belohnung dorthin, falls ihr einen Riesen dort findet. Und ich werde hier keine weiteren Unverschämtheiten von euch mehr dulden."


Die laute Stimme des Zwergs hatte einige Wachen alarmiert, die nun vorsichtig in den Raum kamen, um zu sehen, was dort los war. Als sie sahen, dass ihr Herr zwar aufgebracht war, aber wohl keine Gefahr drohte, blieben sie still in der Ecke des Raums beim Eingang stehen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 31.05.2019, 12:27:52
Fiona war schon bei Kylres Auftreten irritiert, aber Kara schien wirklich ein paar Bier zuviel getrunken zu haben, dass sie selbst am Morgen noch nicht bei klarem Verstand zu sein schien. Sie seufzte tief und schüttelte nur den Kopf, ob dieses ungebührlichen Verhaltens.

"Werter Narbeck Horn, verzeiht bitte das Verhalten meiner Mitreisenden, die übrigens, wie ich hier erwähnen muss, kein Teil der Fürstenallianz sind, sondern Verbündete. Sie haben das Herz am richtigen Fleck und wenn wir wirklich gegen diesen Riesen vorgehen wollen, dann ist es gut sie an unserer Seite zu wissen, aber ich fürchte, sie sind in den Künsten der Etikette wenig geschult. Wie dem auch sei, habt Dank für die Informationen, auch wenn wir uns vielleicht etwas mehr Details erhofft haben. Wir wollen Eure teure Zeit nicht unnötig in Anspruch nehmen. Auf Wiedersehen!"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 01.06.2019, 18:25:05
"Hmmm" brummte der Zwerg nur, als die Gruppe sich anschickte zu gehen. Als sie fast alle durch die Türe waren rief er ihnen nach "Ich kann euch einen Führer mitgeben, der euch zu dem zerstörten Hof bringt. Er kann in einer halben Stunde abmarschbereit sein."

Er wartete noch kurz auf eine Antwort, dann begann er sich wieder seinen Papieren zu widmen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 02.06.2019, 03:20:18
"Vielen Dank! Ein Führer, der den Weg kennt, würde uns schon sehr weiterhelfen. Wir werden bei den Stallungen in der Nähe des Nordtores auf ihn warten."

Damit verschwand Fiona dann auch aus dem Gebäude.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 02.06.2019, 17:26:28
"Erst aufrauhen, dann glätten." Kara schmunzelte. Sie war schon zufriedener, als sie den grantigen Zwerg endlich verließen. Beim Verlassen der Garnison achtete Kara dennoch auf Zeichen, die eine bevorstehende Schlacht andeuteten. Ausrüstung, Zustand der Wehranlagen, Truppen...bereiteten sie sich wohl auf einen Angriff vor? Verstärkten sie die Mauern?

Wie kann es sein, dass niemand den Riesen gesehen hat? Ob es ihn überhaupt gibt? Ist ja jetzt kein Winzling...es müsste doch deutliche Spuren gegeben haben. Vor dem Tore drehte sich Kara nach den Gefährten um: "Wir sollten nicht zu einem Trümmerhaufen reiten, wenn das einen weiten Umweg bedeutet. Die Spur muss wirklich kalt sein, wenn niemand weiss, wo im Umland ein Riese sein könnte und vor allem, ob es überhaupt einer war. Bevor wir unsere Zeit verschwenden - lasst uns die fragen, die bereits dort waren. Auch wenn sie keinen Riesen gesehen haben, so haben sie vielleicht doch Hilfreiches herausgefunden. Ich meine, wir sollten uns ans Treffen in Dreieber halten."

Beim Jagen machte es sich oft bezahlt, nicht über lange Strecken die Fährte der Beute zu verfolgen, sondern sich gleich dorthin zu begeben, wo das Ziel sich als nächstes hinbewegte. "Finden wir Cimber, finden wir die Riesen." Eine Jagd mit Aussicht auf ein Treffen mit hiesigen Barbaren klang zwar reizvoll, doch schien die Sache mit dem zerstörten Gehöft zu ungewiss um dafür die Reisezeit bis zum Informanten so lange auszudehnen. Kara wusste um Kylres Meinung ohne ihn erst danach fragen zu müssen. Also sah sie nun Fiona an.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 05.06.2019, 21:31:56
Auf dem Weg zum Herrn der Feste hielt Fischer sich schweigend im Hintergrund. Seine Lippen waren schmal, der Blick finster. Zwei der Gruppe litten noch an den Folgen einer Biervergiftung, ein dritter hatte sich am Abend zuvor offenbar bis zur Kotzgrenze vollgestopft und nun in Gedanken komplett mit seinem aufgeblähten Leib beschäftigt. Fischer konnte daraus nur schließen, dass alle drei ihre Aufgabe nicht ernst genug nahmen, sonst würden sie ihre Reaktions- und Wahrnehmungsfähigkeit, von Kampffähigkeit sei ganz geschwiegen, nicht so leichtsinnig beeinträchtigen. Jedenfalls erschien ihm jeglicher Versuch, ihnen von dem Gespräch, das er am Vorabend belauscht hatte, zu erzählen, als sinnlos. Die Aufnahmefähigkeit war einfach nicht vorhanden. Außerdem hatte Fiona seine Schlüsse ja bereits als nicht nachvollziehbar abgetan, von der Seite wäre also auch keine Unterstützung zu erwarten.

Als man dann vor dem Herrn der Feste stand und die Situation schneller entglitt, als man sich vor den Kopf schlagen konnte, war Fischer sehr froh, den dreien gegenüber (also vor allem den beiden Ruathym) seinen Verdacht verschwiegen zu haben. Alles rausgeplappert hätten die beiden Seeleute, dem Kommandanten vermutlich auf den Kopf zugesagt, sie wüssten genau, dass er einen Pakt mit dem Riesen eingegangen sei!

Er selbst hielt sich auch hier im Hintergrund, genauer: er trat gar nicht erst ein, sondern lehnte sich draußen im Gang gegen die Wand und lugte nur gelegentlich in den Raum hinein. Als seine Kameraden dann tatenfreudig ins Freie stürmten, blieb Fischer in den Schatten zurück. (Eine Nische, Möbel oder Vorhang, falls derartiges in der Nähe zu finden wäre, diente ihm als weitere Deckung.) Einen Führer wollte der Kommandant ihnen mitgeben? Da wäre es doch sehr interessant zu erfahren, was er diesem für Anweisungen mit auf den Weg gäbe. Und so lauerte Fischer eine ganze Weile beim Eingang vor der Kommandantenstube darauf, bis es dort etwas zu belauschen gäbe.[1]

Kleiner war mucksmäuschenstill.
 1. Stealth = 29 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1062980.html#msg1062980) (natürliche 20).
Falls noch ein Perception-Wurf nötig wird (je nachdem, wie weit das Versteck entfernt ist bzw. ob eine geschlossen Tür dazwischen liegt), liefer ich den gerne nach.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 06.06.2019, 13:43:49
Fiona mustert Kara einen Moment lang und schüttelt dann den Kopf.

"Aus euch soll einer schlau werden... erst könnt ihr es nicht erwarten, die Riesen zu bekämpfen, und wenn wir dann mal konkrete Spuren haben, die wahrscheinlich auch noch garnicht so lange her sind, dann wollt ihr da nicht hin? Natürlich sollten wir uns die Lage vor Ort selbst einmal ansehen. Berichte sind zwar gut, aber es mit eigenen Augen zu sehen ist einfach besser. Und unterwegs werden wir sicher einige Flüchtlinge treffen, die wir dazu befragen können. Und wer weiß, vielleicht finden wir den Riesen ja sogar in der Nähe. Was für einen großen Umweg kann das schon bedeuten. Wir haben ja keinen konkreten Tag ausgemacht. Den einen oder anderen Schlenker können wir uns schon erlauben. Der Bote wird sicher in Dreieber auf uns warten, sollte er vor uns dort eintreffen. Ich bin auch nicht dafür, Unmengen an Zeit zu vertrödeln, aber das hier... das ist doch wirklich sinnvoll."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 06.06.2019, 16:57:12
Kara nickte nachdenklich. "Das könnte sein und ich würde mir die Gegend auch wirklich gerne ansehen. Mich juckt die Axthand nicht weniger, aber es klang für mich einfach nicht lohnend. Wenn es denn ein Riese war, so müsste er doch Riesenspuren hinterlassen haben. Die kann man bestimmt leicht verfolgen, es sei denn, die Witterung hat sie vernichtet - in diesem Falle wäre die Spur also recht alt." Die Kriegerin ging weiter in Richtung der Stallungen und des Gasthauses.

"Mag sein, wir finden mehr als die, die schon vor einer Weile nichts gefunden haben. Gehen wir davon aus, dass sie nicht zur Erkundung und Verfolgung taugen, so macht es durchaus Sinn, selbst nocheinmal nach Hinweisen zu suchen." Sie blickte sich nach ihrem Kampfgefährten um. Kylre war bestimmt Feuer und Flamme. Er wollte dorthin, wo es Chancen auf einen Kampf mit einem würdigen Gegner gab. Die Barbaren würde sie wirklich gerne sehen. "Dann ist es also beschlossen. Ich sehe mal nach Grani und verstaue mein Zeug. Vielleicht weiß dieser Führer ja, was die anderen berichtet haben. Dann wissen wir ein bisschen mehr."

Kara holte ein Büschel mit Karotten, was wohl niemand in der Küche vermissen würde, aus der Tasche, nickte der Gruppe zu und schritt zum Stallgebäude.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 07.06.2019, 11:14:31
Auch Kylre hielt wenig davon sich einen Trümmerhaufen anzusehen. Aber Fionas Worte, dass sie vielleicht auf anderem Wege, wie zum Beispiel durch die Geflohenen, mehr erfahren könnten, gaben schließlich den Ausschlag, dass er dem Vorschlag zustimmte. Nach der angenehmen letzten Nacht, wäre es bestimmt aufregend einen Riesen zu jagen und zu stellen. " So sehe ich es auch Kara. Lass es uns einfach versuchen. Die Hobgoblins haben meine Kampfeslust nicht befriedigen können. Vielleicht haben wir ja Glück..." gab der Kapitän jovial zu bedenken und stieß seine Kindheitsfreundin vertraut gegen die steinharte Schulter. Ruhm und Ehre waren stets ein lohnenswertes Ziel. Und dieser Cimber und sein Ring... nun die konnten sie auch wirklich noch morgen finden. In Gedanken fällte der Sturmpriester bereits den Riesen und stellte seinen Fuß auf dessen im Staub liegenden Kopf. Eine lohnende Vision die es nun verwirklichen galt!
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 07.06.2019, 12:43:56
Langsam kommt Gaston den anderen hinterhergelaufen. Er muss dann auch zunächst einmal verschnaufen - diese Schmerzen. "Ja, lasst uns den Hof ansehen. Also, ich bin dafür!", steuert er zu der Diskussion bei. In Gedanken überlegt er, ob die Speisekammer des Hofes vielleicht noch gefüllt sein könnte. Die Menschen mussten sicher schnell fliehen. Doch just in diesem Moment sticht ihn ein spitzer Schmerz und reist ihn aus seinen Schwelgereien. "Uhhh...", murmelt er.

Als Gaston sich wieder etwas beruhigt hat, wendet er sich halblaut an Fiona. "Meine liebe Fiona, ich bin nach wie vor sehr beeindruckt von Dir. Du siehst nicht nur fein aus, Du hast auch ein feines Mundwerk. Also, wie Du immer mit den Leuten reden kannst - absolut erstaunlich! Du hast es geschafft, dass der Zwerg kooperativ war, selbst als er wütend auf uns war und uns aus dem Büro herauswarf! Ich muss mir unbedingt merken, wie Du das immer machst!", schmeichelt er der Halbelfin.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 07.06.2019, 13:10:42
"Vielen Dank, werter Gaston. Ich bin froh, dass sich das nocheinmal einrenken ließ, schließlich wollen wir ja auch nicht, dass nachher jeder hinter unserem Rücken schlecht über uns redet, oder? Man sollte schon gelegentlich einmal darüber reflektieren, wie die eigenen Taten sich in den Augen anderer widerspiegeln. Aber genug von dem Gerede, schließlich sind wir ja auch unterwegs, um Taten zu vollbringen, nicht wahr?" antwortete Fiona dem Halbling mit einem freundlichen Lächeln.

"Also, lasst uns die Pferde bereitmachen. Bis dahin ist dieser Wegkundige sicher auch da."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 07.06.2019, 19:19:07
Fischer musste nicht lange warten, da schickte Narbeck Horn eine Wache los, den versprochenen Führer zu beauftragen, der die Gruppe am Tor treffen sollten. In der einfachen Anweisung des Zwerges konnte der Lauscher indes keinerlei Hinterlist oder versteckte Bedeutung entdecken. Er beschloss daher,  dem Boten nicht zu folgen, da er sich sicher war, dieser würde genau das ihm Aufgetragene tun. Statt dessen harrte Fischer lieber noch ein wenig in seinem Versteck aus. Möglicherweise schickte der Zwerg ja noch einen zweiten Mann los, diesen dann aber mit sinisterem Auftrag...[1]
 1. Fischer wartet eine geraume Weile. Wenn sich hier aber eine gefühlte Ewigkeit lang nichts rührt, wird er dann doch irgendwann von dannen schleichen...
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 07.06.2019, 19:57:01
Eine der Wachen war der Gruppe nachgeeilt und hatte ihnen gesagt, dass ihr Führer in einer halben Stunde am Tor sein würde. Fischer hatte sich derweil ein sehr gutes Versteck gesucht. Er wartete dort noch ziemlich lange, so lange dass er fürchtete, die andern würden vielleicht ohne ihn los reiten.

Derweil packten die anderen ihre Siebensachen zusammen und deckten sich mit etwas Reiseproviant ein. Bald war die halben Stunde vorbei und alle warteten ungeduldig auf Fischer. Irgendwann machten sie sich zum Tor auf und dort wartete ein ungewohnt drahtiger Zwerg auf sie. Er wirkte größer als andere Zwerge, das war aber eher seiner für Zwerge fast schon dürren Gestalt geschuldet. Er trug einen großen Hammer auf dem Rücken, der viel zu schwer führ ihn wirkte und hatte ein kleines Pony neben sich stehen. Er unterhielt sich mit einer der Torwachen, die auf die Gruppe deutete, sobald sie näher heran kamen. Der Zwerg winkte ihnen zu, unterbrach aber sein Gespräch nicht. Kurz bevor sie den Zwerg erreicht hatten kam auch Fischer herbei geeilt und gesellte sich dazu.

Als sie den Zwerg erreicht hatten verabschiedete sich der Wachmann und der Zwerg stellte er sich vor. "Durik, ich soll euch führen. Ich bin soweit."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 07.06.2019, 20:38:56
Auf seine langjährige Begleiterin deutend, erwiderte der Rhuatym augenblicklich: "Dies ist Kara Stendahl, eine berüchtigte Kriegerin von beachtlichem Geschick. Und mein Name" hierbei hob er den Daumen und deutete auf seine eigene, gepanzerte Brust: "ist Kapitän Kylre Stormseeker, Kommandant der Wavedancer und Priester des Sturmgottes Valkur." Kurz abwartend, dass sich auch der Rest der ungleichen Runde vorstellte, trieb der Seeräuber seinen eigenen Klepper etwas hölzern an und ritt so bis knapp an den Zwerg heran und gab folgendes zum Besten: "Los Durik - lass uns endlich aufbrechen. Wir haben lange genug gewartet. Du kannst uns ja auf dem Weg erzählen was du über den Überfall und besonders über den Riesen weißt." Kylre brannte es offensichtlich unter den Fingernägeln die Verfolgung aufzunehmen und zum lustigen Teil dieser Reise über zu gehen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 07.06.2019, 23:07:40
"Freut mich, Durik. Ich bin Fiona. Also gut, dann lasst uns aufbrechen. Vielleicht können wir ja vor Ort noch etwas sinnvolles herausfinden."

Im Sattel von Hurricane sitzend, war die Halbelfin ebenfalls bereit zum Aufbruch. Der Vollblüter scharrte schon mit den Hufen, etwas Bewegung nach dem Aufenthalt im Stall würde ihm sicher gut tun.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 08.06.2019, 10:44:00
Fischer saß auf und wartete darauf, dass es losging. Er würde die Nachhut bilden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 08.06.2019, 20:25:55
Kara nickte dem Zwerg zu und sah sich noch nach den Wachtposten um, während sie auf den Aufbruch wartete.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 10.06.2019, 18:40:07
Als alle bereit waren, machten sie sich auf den Weg. Zunächst müssten sie zur Handelsstraße zurück. Sie folgten ihr dann noch ein Stück weiter nach Süden und Durik gab ihnen die wenigen Informationen, die sie in der Stadt hatten.
Der Hof lag ein Stück abseits von der Straße und hatte es geschafft, trotz der ständigen Bedrohungen durch die bösen Waldkreaturen und den herum streifenden und oft nicht weniger gefährlichen Barbaren zu überleben. Aber es gab dort keine Reichtümer, die Bauern arbeiteten Hart, um dem Land genug zum Überleben abzuringen und waren wehrhaft. Nun allerdings hatte sich das Glück von ihnen abgewendet. Der Hof wurde völlig zerstört und sah aus, als wäre die Palisade einfach nieder getrampelt worden, genau wie die Scheunen. Das Haupthaus hatte möglicherweise einen mächtigen Hammer oder eine Keule abbekommen, zu groß um von einem Menschen oder Ork geführt worden zu sein. Die Bewohner waren tot oder geflohen. Auf der Handelsstraße wurde von einem Riesen gesprochen, die Spuren passten dazu, aber wirklich gesehen hat ihn keiner der Soldaten der Stadt. Und so gab es mittlerweile so viele Gerüchte, dass niemand mehr sagen konnte, wer was tatsächlich gesehen hatte. Narbeck Horn hat mehrfach versucht, Patrouillen auszuschicken, aber gefunden haben sie auch nichts. Leider gehört das Tal nicht zum Einflussgebiet der Stadt. Früher hatte man versucht, dort regelmäßig nach dem Rechten zu schauen, aber es war zu gefährlich, es gab immer wieder kämpfe und zu große Verluste für eine kleine Siedlung wie Xantharls Feste, dort gab es einfach zu wenig Leute für eine dauerhafte Garnison und nur mit Patrouillen konnte man so ein Gebiet nicht überwachen.

Als sie dann das südliche Ende des Lauerwaldes erreicht hatten, bogen sie nach Osten ab, in ein weites Tal, das zwischen dem Wald und den Ausläufern der Surbrin Berge lag. Ihr Führer bereitete seine Armbrust vor, sobald sie in das Tal einritten, nur als Vorsichtsmaßnahme, wie er sagte. Bis zum späten Nachmittag würden sie den Hof erreichen, falls nichts dazwischen kam.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fischer am 10.06.2019, 19:33:17
Falls sich einer der Gefährten nach dem Verlassen des Lauerwaldes, noch vor dem Betreten des Tales, einmal nach hinten umdrehen sollte, so würde er bemerken, dass Fischer ihnen nicht mehr folgte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 11.06.2019, 19:38:23
"Dieser Narbeck Horn scheint mir ein aufrechter Anführer zu sein," meinte Fiona, in dem Versuch, ihrem Führer eine Reaktion zu entlocken, die auf seine Einstellung diesem gegenüber schließen ließ. Ansonsten fielen ihr nicht viele Fragen ein. Sie würden vor Ort ja selbst sehen, wie die Lage war.

Dass Fischer nicht mehr auftauchte, verwunderte sie zunächst nicht. Der Kundschafter machte sicherlich einfach einen größeren Streifzug, und er musste ihnen schließlich keine Rechenschaft ablegen. Als dann klar wurde, dass er wohl garnicht mehr zurückkommen würde, machte sie sich natürlich schon ein paar Gedanken, warum er sich dazu entschlossen hatte, aber im Endeffekt half es nichts. Sie würden seine Beweggründe vermutlich nicht erfahren und sie konnten es auch nicht ändern. Daher blieb ihnen nur eins, den Blick weiter nach vorn richten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 12.06.2019, 09:30:00
Der Zwerg wirkte angespannt, als sie durch das Tal ritten, seine Augen hatten meist die Ausläufer der Berge im Blick und er hielt sich näher am Wald.
"Narbeck ist ein guter Mann. Wir Zwerge haben einen weiteren Blick als ihr Menschen, weil wir länger leben. In einer Zeit wie dieser ist es gut einen Anführer zu haben, der schon mehrere gefährliche Zeiten selbst erlebt hat. Er hat alles gut im Griff und auch die Menschen in der Stadt vertrauen ihm."

Sie waren noch gut zwei Stunden unterwegs, als der Zwerg auf etwas vor ihnen deutete. "Dort ist der Hof und sehr ihr den Rauch?" Ein ganzes Stück weit entfernt war etwas dunkles zu erkennen, keiner der Abenteurer hätte es als den Hof erkannt. Und auch den Rauch konnte sie erst erkennen, als sie darauf hingewiesen wurden. "Da brennt wohl ein Feuer im verlassenen Hof, wir müssen vorsichtig sein, dort lebt ja niemand mehr. Reitet näher am Wald, damit wir nicht so weit zu sehen sind."
Durik lenkte sein Pony in Richtung des Waldrandes und hielt nun nurnoch gut 20 Meter Abstand zu den ersten Sträuchern. Er verlangsamte seinen Ritte aber kaum, dafür schaute er nun mehr nach dem Wald als nach den Bergen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 12.06.2019, 09:43:04
Fiona horchte auf, als ihre zwergischer Führer sie auf die Überreste des Hofs und das Feuer hinwies, welches etwas weiter brennen musste.

"Wir sollten direkt zum Feuer gehen, vielleicht finden wir dort jemanden, der etwas gesehen hat. Oder denjenigen, der das hier angerichtet hat. Der Hof, oder das was von ihm übrig ist, läuft ja nicht weg. Lassen wir die Pferde besser hier?" schlägt Fiona vor.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 12.06.2019, 21:13:03
"Bei Uthgars Arsch!"Kara sah den aufsteigenden Rauch und tastete unbewusst nach ihrer Axt. Banditen? Nein Barbaren! Ihren ersten Impuls beiseite schiebend, preschte sie nicht mit Grani auf die vermeintlichen Gegner zu, sondern nahm sich die Zeit nach ihren Gefährten zu spähen.

Immer wieder hatte sie sich unteregs nach Fischer umgesehen. Während sie sich anfangs keine Gedanken gemacht hatte, wurde der Kriegerin mit jeder Stunde bewusster, dass sie ihn nicht wiedersehen würde. Seit dem Hobgoblinkampf war der Waldläufer ganz in sich gekehrt gewesen, hatte nur noch missgestimmt und unwilling reagiert. Es war ihm wohl zuviel geworden.

Kara hatte das schon ein paar Mal beobachten können, dass Krieger vom Kampf und von den Grauen des Krieges nicht mehr losgelassen wurden. Sie fanden sich dann irgendwann nicht mehr zurecht, sahen Erscheinungen und hörten Kampfgebrüll. Die Krieger ihrer Insel freilich konnten dem widerstehen, waren sie doch Ruathym. Festlandkämpfer, die an zu vielen Schlachten teilgenommen hatten, zuviel gesehen hatten, konnten sich im Geschehenen verlieren. Ob es Fischer auch so erging? Sein unnatürlicher Umgang mit dem jungen Wölfchen zum Beispiel, seine Isolation, hatten Kara ebenso irritiert, wie die Ausbrüche, die die lange Stille durchbrachen. Sie hätte ihn gerne kennengelernt, doch dafür war er zu sehr mit sich und seinen Ansichten beschäftigt gewesen. Vielleicht würde ihm die Ruhe in seiner geliebten Wildnis gut tun. Vielleicht gelänge es ihm dort draußen zu heilen. Ein deutliches Gefühl sagte der Barbarin auf jeden Fall, dass sie ihn auf dieser Reise nicht mehr sehen würde.

Kara ließ Grani neben Fionas Hengst anhalten. "Ob wir denn alle auf einmal zu Fuß unbemerkt zum Hof kommen könnten? Durik, wie schätzt du die Situation ein? Kylre, Gaston was meint ihr: wollen wir absteigen und uns von zwei Seiten anschleichen?" Die große Blonde sah sich nach den Männern um und versuchte auch Duriks Blick zu deuten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 13.06.2019, 11:42:10
Froh darüber, dass Durik kein Geselle war, dem man jede Kleinigkeit aus der Nase ziehen musste, beschäftigte sich der Hühne damit sein Pferd auf Kurs zu halten und dem Mann zu lauschen. Fionas Zwischenfragen als willkommene Ergänzung sehend, ließ sich Kylre in die zweite Reihe zurück fallen und machte sich seine eigenen Gedanken über Anführer, Riesen und was sich hier am Festland so alles ereignete. Dass ihnen Fischer abhanden gekommen war, störte den Seeräuber nicht. Sicherlich würde der wunderliche Geselle wieder auftauchen und mit seinem Missmut die Laune aller trüben. Die Götter ersanden oft die seltsamsten Vögel...

Als dann der Hof, beziehungsweise Rauch von dort in Sicht kam, wechselte sich das Verhalten des Ruathyms schlagartig. Freudig knurrend, trieb er dem Gaul die Hacken in die Flanken und folgte Durik zum Waldrand um schneller voran zu kommen. "Lasst uns erst näher heran reiten - sonst verpassen wir noch das Beste." beantwortete der vor Vorfreude grinsende Priester Fionas Frage eilig. Als Kara ihre Einwand an Gaston richtete, kam Kylre dem Halbling zuvor, als er meinte: "Die Idee mit den zwei Seiten ist eine Gute!" Mit seinem dicken Daumen zeigte er auf Fiona und sich selbst als er meinte: "Wir beide kommen frontal und ihr beiden" dabei deutete er auf Kara und Gaston "könnt euch von einer anderen im Verborgenen nähern." Das Kara eine geübte Jäger- und Kundschafterin war, wusste er bAereits viele Jahre. Und das Gnomenvolk war berühmt für seine angeborene Heimlichkeit. Eine hervorragende Aufteilung. Außerdem blieb ihm auf diese Weise der jammernde Vielfrass erspart und er konnte mit der bezaubernden Halbelfe etwas Zeit verbringen. Auch kein Nachteil...
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 13.06.2019, 16:26:44
Gaston ritt, mehr oder weniger schweigsam, hinter den Gefährten her. Nicht nur sein Bauch rumorte, auch seine Moral war am brodeln. Nach jeder großen Begeisterung folgt die Ernüchterung oder der Zweifel. Wer hatte das noch einmal gesagt? War es der weise Alaundo gewesen? Gaston fragte sich, ob er nun wirklich für das Abenteurerleben geschaffen war. Als einzige Vertraute murmelte er Fiona zu: “Als wir im hohen Norden die Stadt vor den Riesen beschützt hatten, war ich danach richtig siegestrunken. Ich glaubte, ein unbesiegbarer Halblingskrieger zu sein. Aber nun, da wir die Wahl haben, zu kämpfen oder nicht, und drauf und dran sind, wieder einem Riesen zu begegnen... da frage ich mich... warum wir das alles tun. Wo wir auch am Feuer in der Gaststätte sitzen könnten, da frage ich mich: Was rechtfertigt die Gefahr?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 16.06.2019, 11:28:49
Als Durik Kylres Vorschlag hörte, ritt er etwas langsamer, bis der Mann zu ihm aufgeschlossen hatte.
"Ich würde es nicht empfehlen, zwei von euch quer durch das Tal in Richtung der Berge zu schicken. Erstens kommen die meisten Gefahren im Moment aus den Bergen und man weiß nie was sich in der Ebene herumtreibt und außerdem kann man Reiter im flachen Land viel besser über weite Entfernungen erkennen als vor dem Hintergrund des dunklen Waldes. Euer Freund scheint auch nicht sehr begeistert davon zu sein."

Er hielt sein Pony noch einen Moment bei Kylre, um dessen Antwort abzuwarten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 16.06.2019, 11:47:52
"Mein lieber Gaston, wenn es Leute wie uns nicht gäbe, dann gäbe es auch keinen ruhigen Platz am Kaminfeuer. Frieden ist leider nicht der Grundzustand. Es bedarf einiger Arbeit, um diesen zu erhalten und zu bewahren. Und wenn es besondere Gefahren gibt, dann bedarf es auch besonders viel Arbeit und wir sind nunmal im Moment diejenigen, die diese Arbeit verrichten. Damit wir uns in Zukunft auch wieder friedlich am Feuer wärmen und unser gutes Essen genießen können."

Zu Duriks Einwand sagte Fiona noch: "Es ist sicherlich von Vorteil, wenn wir nicht zu früh entdeckt werden, je nachdem wer oder was dort lagert. Also, lassen wir die Pferde zurück und schleichen uns zu Fuß näher heran?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 17.06.2019, 18:45:57
Sie ritten weiter in Richtung des Hofs, bis sie so nah waren, dass die Pferde zu laut und auffällig waren. Von hier aus konnten sie nun den Hof gut sehen. Tatsächlich musste der Hof früher von einer stabilen, fast 2 Meter hohen Palisade aus schweren Holzbalken umgeben gewesen sein. Nun lagen die Holzbalken wie Mikado-Stäbe herum. Auch die Gebäude waren zerstört, die hölzernen Scheunen genauso wie das stabile steinerne Haupthaus. Es standen zwar noch Teile der Steinmauern, aber das Gebäude war an einer Seite in sich zusammengestürzt, so dass kein Weg mehr ins Innere führte. Aber genau aus dieser Ruine ohne erkennbaren Eingang stieg der Rauch auf. Sonst war nichts zu sehen oder zu hören.[1]

Durik bot ihnen an, bei den Pferden zu bleiben. Wenn die Gruppe Hilfe bräuchte sollten sie nur laut schreien. Es wirkte nicht so, als sei er zu ängstlich, um die Ruine näher zu erkunden, er schien eher Angst um sein Pony zu haben.
 1. Ihr könnt selbst entscheiden wie weit ihr noch vom Hof entfernt sein wollt.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 17.06.2019, 20:41:01
Kara rutschte vom Sattel und landete überraschend weich am grasbewachsenen Untergrund. Alles mögliche konnte sie dort drinnen erwarten. Die Kriegerin grinste. Ihre spitzen Eckzähne blitzten aus dem ebenmäßigen Gesicht. Vielleicht gab es Mauerspalten oder sogar ein kleines Fenster durch das man ins Innere sehen konnte? Sie musste näher ran.

Die große Blonde suchte Kylres Augenkontakt und zuckte mit dem Kinn in Richtung der verfallenen Gebäude. Sie hielt sich leicht gebückt und schlich vorwärts[1]. Ganz gleich um was für Beute es sich handelte, die Jagd hatte begonnen.

Mit scharfen Sinnen sah sich Kara auf dem Weg nach Spuren von Lebewesen oder Fallen um, sie horchte nach verdächtigen Geräuschen und versuchte sich einen Eindruck von der Situation zu verschaffen[2].
 1. Stealth: 14 gewürfelt
 2. Perception. 21 gewürfelt
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 17.06.2019, 21:15:41
Fiona stieg ebenfalls ab und reichte Durik die Zügel. Sie nickte dem Zwerg zu. Sie waren noch ein gutes Stück von dem Hof entfernt, aber die Pferde konnte man hunderte von Metern weit hören, daher mussten sie nun spätestens zu Fuß weiter. Kurz kam ihr der Gedanke, dass der Zwerg sich nun einfach mit ihren Pferden aus dem Staub machen konnte, aber sie schüttelte den Kopf und verwarf diesen Gedanken schnell wieder. Narbeck Horn hatte einen ehrlichen Eindruck hinterlassen und Zwerge waren jetzt auch nicht unbedingt für ihre diebische Ader bekannt.

Also dann, die Zauberin war bereit und schlich sich zusammen mit dem bunten Haufen, mit dem sie zusammen unterwegs war, näher an den Hof heran. Dabei stellte sie sich verhältnismäßig geschickt an[1], zumindest wenn man ihren eher höfischen Umgang bedachte.
 1. Stealth 13
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 18.06.2019, 11:36:12
Den beiden Frauen etwas Vorsprung gewährend, stieß Kylre auch Gaston an und fragte mit einem Grunzen ob sich dieser den Frauen beim Schleichen anschließen wollte oder mit ihm - dem Kapitän - gemeinsam ziehen wollte. Egal wie sich der Kleinwüchsige entschied, sprang auch der Ruathym aus dem Sattel und blickte seinen Begleiterinnen nach. Falls sich der Halbling nicht meldete, zog der Seemann ohne ihn gen des rauchenden Hofes.

Als diese einige Schritte voraus waren[1], versuchte auch Kylre möglichst leise voran zu kommen. Aber er war nun eben ein Seemann und kein Kundschafter und so scharrten die Schuppen seines Panzers deutlich zu laut über einander, als das der Mann unbemerkt bleiben würde.[2] Mit Schild und Hammer gewappnet näherte er sich vorsichtig; Immer bereit in Aktion zu treten sollte es die Situation erfordern.[3]
 1. Bin so 30m hinter den Damen
 2. Stealth 6
 3. Bitte keine Surprise Sachen, Kylre ist vooooll auf der Hut.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 19.06.2019, 15:29:56
Die Abenteurer kamen so nah an das Gemäuer wie sie wollten, ohne jemand zu sehen. Aber plötzlich lag der Geruch von gebratenem Fleisch in der Luft und er kam aus dem Inneren des Gemäuers. Einen Eingang fanden sie auch aus der Nähe nicht, aber es sah recht einfach aus, nach oben zu klettern, um einen Blick in das Innere zu werfen, Spalten gab es genug. Ob allerdings die Mauer überall stabil genug war, konnten sie nicht so recht einschätzen.[1]
 1. Wer klettern möchte bitte eine Probe auf Klettern und Heimlichkeit, falls ihr es leise versuchen wollt.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 19.06.2019, 18:55:29
Kara deutete Fiona nach oben auf die Überreste der Konstruktion und machte sich daran, möglichst leise[1] hinaufzuklettern. Die Kriegerin war auf einem Felsen aufgewachsen - mehr oder minder - und war eine geschickte Klettererin[2], doch das Gemäuer hatte sehr gelitten und die Aufgabe war nicht einfach. Sie musste ja nicht ganz nach oben, nur soweit, bis sie einen Blick hineinwerfen und den anderen deuten konnte, wer oder was sich darin befand.

Der Winzling hatte den Fleischgeruch sicher schon wahrgenommen. Von ihm hatte man in letzter Zeit nicht soviel gehört, doch dieser angenehme Duft würde ihn bestimmt locken. Ob er wohl mit ihnen weiterziehen würde? Kara hatte nur ein paar Wortfetzen mitbekommen, aber es schien, dass Gaston die Begeisterung fürs Abenteuer verlassen hatte. Seine Schleuder war freilich ein Gewinn und auch seine Küche hätte Kara gerne probiert. Sie sah nach Fiona und kletterte ein Stück nach links, bevor es weiter hinauf ging.
 1. stealth: 9 gewürfelt
 2. athletics: 14 gewürfelt
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 19.06.2019, 19:43:44
Fiona wusste nicht so recht, was Kara wohl von ihr erwartete, daher nickte sie einfach zustimmend.

Es würde sicherlich genügen, wenn eine von ihnen hinaufkletterte. Sie selbst spitzte derweil die Ohren, ob sich innerhalb des Gebäudes vielleicht etwas tat.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 21.06.2019, 11:51:13
Kara gelang es ohne große Probleme, nach oben zu klettern. leider trat sie aber einige Steine los, die polternd in die Tiefe fielen. In gut drei Meter Höhe fand sie dann einen Spalt, der groß genug war, um einen Blick ins Innere werfen zu können. Zuerst sah sie ein kleines Feuer, über dem, auf einen Ast gespießt, ein totes Tier briet. Dort unten hatte sich wohl jemand eingenistet, sie sah dort ein Fell liegen, einen Stapel mit Feuerholz, eine einfache Axt und einen großen Tonkrug. Nachdem sie dann eine Weile das Innere des zerstörten Hauses abgesucht hatte, entdeckte sie in einer Ecke eine Bewegung. Dort kauerte jemand, zuerst dachte sie, es wäre ein Halbling, die Gaston, aber dann sah sie plötzlich die dunklen Augen eines kleinen Mädchens, die um die Ecke nach oben schielten. Als sich ihre Blicke trafen zog das Kind erschrocken seinen Kopf zurück und versuchte sich weiter in die Ecke zu verkriechen.

Einen Weg ins Innere entdeckte sie nicht, man kam wohl wirklich nur von oben hinein. Dazu mussten sie aber noch ein ganzes Stück weiter nach oben und dann durch das zerstörte Dach steigen und dieser Weg sah um einiges gefährlicher aus, als nur die Wand nach oben zu klettern.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 21.06.2019, 15:05:23
Als die beiden Frauen bei dem Haus angekommen waren, verharrte der Seeräuber für einige Momente und ließ ihnen ausreichend Platz und Zeit um die Lage zu sondieren. Mit Kara über die Distanz einige Gedanken per Blicken austauschend, zuckte Kylre ratlos mit den Schultern. Er hatte keine Ahnung wie sie nun vor gehen sollten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 21.06.2019, 20:48:22
Ein ungutes Gefühl breitete sich in Karas Eingeweiden aus. Sie bat Fiona ihr ein Seil zuzuwerfen, welches die kletterbegabte Kriegerin an einem vertrauenerweckend festen Streben festband. Das andere Ende reichte bis zum Boden. So würden auch die anderen falls nötig folgen können. "Ich kann von hier aus nur ein Mädchen sehen", wisperte Kara der gespannten Magierin zu, "das ängstlich in der Ecke hockt. Ich weiß nicht ob sie vor uns Angst hat, oder vor jemandem, den ich noch nicht sehen kann. Ich würde ihr gerne gut zureden, oder sie befragen, aber kleine Rehe zu beruhigen ist nicht meine Stärke. Fiona, willst du es versuchen? Ich klettere weiter, vielleicht kannst du etwas bewirken?" Nicht dass es der Kriegerin an Charme gefehlt hätte, aber wenn es darum ging freundlich und harmlos zu wirken, so war sie ungeeignet. Vielleicht konnte Fiona mit ihrer einladenden Stimme bis zum Spalt heraufklettern und dem verängstigten Kind gut zureden...

Unterdessen suchte Kara einen neuen Halt und zog sich behände weiter gen Himmel. Sie bestritt den Weg zum Einstieg mit Bravour[1], ertastete lockeres Gemäuer und hielt sich an die Teile, die den Einsturz überstanden hatten. Wo es angebracht war wagte Kara auch einmal einen Hechtsprung, ebenfalls ohne Fehltritt gelangte sie in einer letzten Anstrengung in Nähe des Loches, durch welches sie in das Gebäude gelangen wollte. Wieder sah sie sich genau um[2] und lauschte, bevor sie sich bereit machte, den Raum zu betreten.

 1. Athletics: 28 gewürfelt (Juhu! Ein richtiges Eichhörnchen!)
 2. Perception: 16 gewürfelt
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 23.06.2019, 10:19:57
Sich nicht länger geduldend, verstaute Kylre kurzentschlossen seine Waffen und begann ebenfalls hinauf zu klettern um so an Karas Seite zu gelangen.[1] Sich kurz mit ihr austauschend, kletterte dann hinab zu dem Mädchen soweit niemand etwas dagegen sagte oder ihm mit einer Warnung Einhalt geboten wurde.
 1. Athletics: 7
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 23.06.2019, 14:33:19
Fiona hatte sich derweil nach einem Seil umgesehen und wurde bei Kara's Rucksack, den die Barbarin zum Klettern zurückgelassen hatte, fündig. Sie schnappte sich das Seil und legte es vor dem eingestürzten Gebäude ab. Kara wollte gerade dazu ansetzen, ihr zuzurufen, dass das Seil da unten nicht viel nutzte, und sie es oben benötigte, als die Zauberin ihre Hände in arkanen Gesten bewegte und dazu etwas murmelte, woraufhin eine geisterhafte Hand das Seil ergriff, un es langsam in der Luft auf Kara zu schwebte[1].

Während Kara oben mit dem Seil beschäftigt war, trat Fiona näher an die Wand des Gebäudes zu und klopfte ein paar Mal fest dagegen. "Hey, Du da drinnen. Kannst Du mich hören? Du brauchst keine Angst zu haben. Wir werden Dir nichts tun!"
 1. Mage Hand reicht gerade, um die 10 Pfund Seil zu bewegen
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 24.06.2019, 13:06:59
Während Kara sich problemlos zwischen den schief daliegenden zum Teil geborstenen Balken und Dachziegeln hindurch bewegte, ohne einzubrechen bemerkte Kylre schnell, dass er zwar die Wand erklimmen konnte, er aber keinen Zugang zu dem halb zerstörte Dach fand.

Das Mädchen hörte scheinbar Fionas Worte, denn sie schaute in ihre Richtung. Dann plötzlich nahm sie einen Stein, streckte Kara die Zuge heraus und warf den Stein nach oben in Karas Richtung und rannte dann in eine andere Ecke und verschwand in einer dunklen Ecke. Der kleine Stein flog natürlich weit an Kara vorbei, aber als sie wieder nach unten sah, war keine Spur mehr von dem Kind zu sehen.

Kylre sah sie aber plötzlich auf der anderen Seite des Hauses außerhalb der Ruine in Richtung der zerstörten Ställe rennen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 24.06.2019, 19:26:56
Kara überlegte nicht lange. Immerhin war Kylre draußen. Sie verließ sich darauf, dass er das kleine Gör erwischen würde. Mit gespanntem Körper schob sich die Kriegerin direkt über den Einstieg, steckte den Kopf nach unten durch und rollte sich kontrolliert langsam in die Tiefe[1]. Der Dachbalken hielt. Kara verweilte einen Moment in einer Klimmzugähnlichen Position und sprang dann auf ein freies Stück Boden direkt unter ihr. Sie landete geschickt in der Hocke und musste sich nicht einmal abrollen. Während sich ihre Augen an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnten und auch die wenig erleuchteten Ecken absuchten[2], zog sie wie selbstverständlich ihre Axt und stellte gleichzeitig einen Fuß auf den Schaft der Waffe, die sie bereits vom Dach aus am Boden gesehen hatte. Handelte es sich um eine Falle? Und wie war das freche Mädchen so einfach aus dem Haus gekommen?

"Gib dich zu erkennen, wenn du hier bist und ich tue dir nichts!" Einen Versuch war es wert.

 1. Athletics: 19 gewürfelt
 2. Perception: 10 gewürfelt
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 24.06.2019, 19:39:19
Diese Herumkletterei überließ Kylre gerne den Damen. Nur wollte er nicht länger herum klettern und kleinen Mädchen hinter her laufen. Aus diesem Grund rief der Ruathym: "STOP!" und verlieh seiner Stimme besondere Macht dabei.[1]
 1. Wis-Save DC 15, sonst paralyzed
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 24.06.2019, 21:58:03
Kylre, der Sturmpriester aus Ruathym, stieß ein bellendes Lachen aus und schritt zufrieden aus um zu dem Kind zu gelangen. Kara hatte sie auf geschreckt und er hatte sie gestellt.

Schließlich vor dem Mädchen zu stehen kommend, blickte der Hüne hinab und wartete bis sich die anderen um sie versammelt hatten. Wenn alle bereit waren, ließ er den Zauber fallen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 24.06.2019, 22:07:09
Fiona hatte sich vor allem auf das Seil konzentriert und war daher etwas überrascht, als sie Kylres lauten Schrei hörte. Kara war zudem auch verschwunden, also war das Seil wohl nicht mehr so wichtig. Die Zauberin machte einen Schritt zur Seite und ließ das in der Luft schwebende Seil los, woraufhin es achtlos zu Boden fiel.

Dann machte sie sich in Richtung des Schreis auf, um zu sehen, was es damit auf sich hatte.

"Oh, hallo Kleines! Wie ich schon sagte, Du brauchst wirklich keine Angst vor uns zu haben. Wir werden Dir nichts antun. Wir würden allerdings sehr gerne mit Dir sprechen. Ja?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 25.06.2019, 14:23:42
Fiona benötigte keine besondere Menschenkenntnis um zu sehen, dass ihre Worte nicht zu dem Mädchen durchdrangen. Pure Panik stand ihr ins Gesicht geschrieben. Aber gerade in diesem Moment schien der Zauber seine Wirkung zu verlieren.[1]



Kara suchte vergebens im Innern, das Kind war weg und sie fand nicht heraus, wohin sie verschwunden war.
 1. Fiona und Kylre: ihr könnt einmal Ini würfeln, ob ihr vor dem Kind dran seid.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 25.06.2019, 20:22:42
Genervt darüber, dass es hier nicht mehr gab als ein kleines Mädchen, war Kylre hinüber gestapft und hatte Fiona das Reden überlassen. Doch just in diesem Augenblick endete sein Zauber verfrüht. Wütend knurrend, schnappte sich der Seeräuber das Gör und hielt es mit ausgestreckten Armen vor sich in der Luft. Alle Versuche von Kratzen, Beißen, Treten führte die schwere Rüstung ad absurdum.

"Jetzt halt doch still." knurrte der Ruathym bärbeissig und wartete ungeduldig darauf, dass sich eine der ihn begleitenden Damen des Mädchens annahm. Kinder waren etwas für Frauen. Riesen waren mehr nach seinem Geschmack...
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 25.06.2019, 23:12:51
Jofarel war an diesem Tag früh erwacht. Er versuchte für gewöhnlich diese schrecklichen Tage in Meditation zu verbringen oder sie sogar zu verschlafen. Er hatte festgestellt, dass Schlaf hier an der Oberwelt ein durchaus probates Mittel war, die Tage rumzubringen. Noch dazu schonte es seine Augen. Aber Inicita hatte ihn geweckt ohne dass er einen Grund gesehen hatte, wieso. Vielleicht war es ein wildes Tier gewesen oder irgendein Fremder, aber es hatte keinen Sinn gemacht jetzt weiter zu schlafen. Außerdem waren genug Wolken am Himmel, dass er es mit der Kapuze tief im Gesicht gut aushalten konnte.
Also packte er seine Sachen zusammen, die er unter einem größeren Baum verteilt hatte und machte seinen üblichen Abstecher zu dem Hof, um zu sehen, wie es dem kleinen Menschenmädchen ging. An vielen Tagen bekam er sie nicht zu Gesicht, aber manchmal schon und dann ließ er sich auch sehen. Meist aus der Ferne, nicht aus der Nähe, aber das war genug.
Aber an diesem Tag war es anders, denn er entdeckte Fremde auf der Straße, die sich mit ihren Pferden der Ruine näherten. Sie sahen ziemlich wehrhaft auf, also blieb er lieber außer Sichtweite. Es war unklar, was sie wollten, aber sein Interesse war geweckt, also beobachtete er sie weiter. Sie näherten sich der Ruine, zwei kletterten hinein und dann erschien das Mädchen. Einer der Fremden bellte einen Zauber, und schnell näherten sie sich. ihrem Ziel. Jofarel begann zu überlegen, was seine Optionen war. Die zwei sahen nicht ungefährlich aus und sie verfügten offensichtlich über magische Fähigkeiten. Vielleicht konnte er es mit den beiden aufnehmen, aber sie hatten noch mehr Begleiter und er war nicht so dumm, dass er sich mit so einer Überzahl anlegen würde. Diese Lektion hatte er schnell und oft gelernt, seit er allein hier oben war. Also bewegte er sich vorsichtig näher heran, um zu hören, was gesprochen wurde.[1]
 1. Stealth: 23 (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9119.msg1063785.html#msg1063785)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 26.06.2019, 09:35:28
Das Mädchen schrie wie am Spieß und Kylre schaffte es nicht, die zur Ruhe zu bringne. Kurz bevor er verzweifelte kam aber eine andere Stimme von hinten.

"Mimi, Mimi, du lebst?" Durik stürzte an Kylre vorbei und nahm das in der Luft hängende Kind in den Arm. Und warum auch immer, das Kind umschlang den Zwerg, der kaum größer war als sie selbst. Aus dem Schreien wurde ein Wimmern, daraus ein Schluchzen, bis das Kind erschöpft ruhig wurde. Einen Moment heilt Durik das Mädchen noch fest, dann setzte er es ab. "Wie geht es dir und wo warst du?"

Aber das Mädchen antwortete nicht, sondern blickte an dem Zwerg vorbei auf die Leute, die hinter ihm standen, mittlerweile hatten sich alle dort versammelt. "Wer sind die" fragte sie?

Durik erklärte mit wenigen Worten, dass es Reisende seien, die hier nach dem Rechten sehen wollten und ging einen Schritt zur Seite, damit das Kind sich die Leute anschauen konnte. Sie hielt sich halb hinter ihm, schaute aber neugierig.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 26.06.2019, 12:54:59
"Ah, Du kennst sie. Das ist gut. Ich hatte nicht das Gefühl, dass meine Worte sie wirklich erreichen würden," sagte Fiona, als Durik herbeigeeilt kam und das Mädchen ein wenig Sicherheit zurückgewonnen hatte.

"Hallo... Mimi. Wie ich schon sagte, brauchst Du keine Angst vor uns zu haben. Ich bin Fiona. Wir kommen aus der großen Stadt im Norden, um nachzusehen, wie die Lage hier ist. Leider nicht allzu gut, wie es aussieht. Aber sag doch, was machst Du denn so ganz alleine hier draußen? Das ist doch viel zu gefährlich für ein junges Mädchen, wie Dich."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 29.06.2019, 14:39:36
Bei Fionas letzten Worten zeigte sich schnell ein empörter Gesichtsausdruck bei Mimi. Sie stemmte die Arme in die Seite und stellte sich etwas breitbeiniger hin, blieb aber immernoch hinter dem Zwerg.
"Pah, ich passe schon auf mich auf. Guck, ich bin fast so groß wie Durik. Und dann habe ich ja noch den guten schwarzen Geist."

Durik nickte. "Sie ist eine Art Adoptivkind der Bauern hier. Sie war noch recht klein als wir sie fanden, wir haben nie herausgefunden, wer ihre Eltern waren. Sie lebte eine Weile hier, aber sie mochte es nicht so sehr, fest irgendwo zu bleiben. Sie ist halt eine kleine Wilde." Es war deutlich zu sehen, dass der Zwerg das Mädchen mochte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 29.06.2019, 17:44:27
Zufrieden damit, dass sich jemand um das Kind kümmerte, stellte es Kylre zu Boden und trat einen Schritt zurück. Also keine Riesen. Kara hatte recht behalten. Sie hätten einfach der Spur folgen sollen, anstatt hier kleine Kinder aufzuscheuchen.

"Werdet ihr sie mitnehmen Durik?" fragte der Kapitän der Wavedancer den Zwerg. Nicht das es ihn viel scherte, doch manche Fragen gehörten geklärt.

Zu Fiona gewandt bellte der Ruathym: "Genug gesehen? Lasst uns den Riesen suchen gehen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 29.06.2019, 21:20:18
Fiona winkte mit einer Hand in Kylres Richtung ab. Hier waren sie noch nicht fertig.

Freudig lächelnd spricht die Halbelfin weiter mit dem Mädchen: "Ich sehe schon, wir haben hier eine richtige kleine Abenteurerin vor uns. Wie mein ungeduldiger Begleiter schon andeutete, sind wir auf der Suche nach dem Riesen, der hier gesichtet worden sein soll. Hast Du etwas von der Verwüstung des Gehöfts mitbekommen? Wer ist dafür verantwortlich. War es ein Riese? Alles, was Du uns darüber sagen kannst, könnte uns sehr weiterhelfen."

"Und was hat es mit diesem schwarzen Geist auf sich? Hilft er Dir hier draußen?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 29.06.2019, 21:27:24
Das Mädchen sah auf einmal wieder ganz klein aus und ehe Fiona es sich versah rannen ihr Tränen die Wangen herunter. Sie kämpfte offenbar dagegen an, aber was auch immer sie beschäftigte war stärker als sie. Durik sah sich zu ihr um, als er das leise schluchzen hörte und legte ihr die Hand auf die Schulter. Antworten wollte oder konnte sie nicht, aber sie rief mitten in die Tränen laut in Richtung des Waldes: "Geist, Geist, ich rufe dich." Das war das Signal, dass sie einst vereinbart hatten, Mimi kannte es aus einer Gruselgeschichte, die ihr ihr Ziehvater oft erzählt hatte, als sie noch kleiner war, und die sie so gerne gemocht hatte. "Seid nett zu ihm, er ist es auch. DU auch, Zwerg." Auch diese Worte kamen in einem Schwall aus Tränen und dann schwieg Mimi.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 29.06.2019, 22:55:23
Jofarel hatte den Worten der Fremden aufmerksam gelauscht. Sie waren also auf der Suche nach dem Riesen. Mit dem hatte er so oder so noch eine Rechnung offen. Auch wenn er ihn selbst noch nie gesehen hatte, er wusste genug über seine Taten. Und er mocht das Mädchen, dass hier lebte. Sie war genauso allein wie er selbst. Und da sie ihn gerufen hatte, würde er wohl auch nicht weiter beobachten, wie er es sonst wahrscheinlich getan hatte. Im Notfall würde er sie und sich schon irgendwie aus der Affäre ziehen können, das hatte bisher immer funktioniert.
Also zog er seine Kapuze noch tiefer ins Gesicht, es war immerhin hellichter Tag und trat hinaus aus seinem Versteck, das nur einige Meter von dem ganzen Geschehen entfernt war. Er bot keinen sonderlich bedrohlichen oder auch nur beeindruckenden Anblick. Eine zusammengesunkene Gestalt, dürr und ausgezerrt. Sein Mantel war schwarz, genauso seine Hosen und beide waren schmutzig und mehrfach geflickt. Ebenso schwarz war die Haut seiner schlanken Finger.
Jofarel blickte nicht auf, sodass man sein Gesicht nicht wirklich erkennen konnte unter der Kapuze. Er breitete seine Arme aus und deutete einen Knicks an, den Blick gen Boden gerichtet. Seine Stimme war leise aber gut zu verstehen: "Ich komme, wenn ich gerufen werde." Auf die Worte folgte eine kurze arkane Formel verbunden mit einem leichten Zucken seiner dunklen Finger, während seine Hand kaum sichtbar an seiner Hüfte auf dem Griff seines Säbels lag. Vier verschiedenfarbigen Kugeln aus Licht erschienen nur eine Armlänge von dem jungen Mädchen entfernt in der Luft und glänzten dort, um sie von ihren Tränen abzulenken. Das hatte zuvor auch immer geholfen, sie ihre Schmerzen vergessen zu lassen.
Anschließend wandte er sich - das Antlitz nach wie vor unter der Kapuze verborgen - an die Fremden: "Ich kann eure Fragen genauso gut beantworten wie sie, vielleicht sogar besser. Dann braucht ihr meine kleine Freundin nicht länger belästigen mit euren Angelegenheiten."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 30.06.2019, 20:51:59
Kara hörte Kylres Befehl, während sie noch dabei war, den Rest der Ruine zu untersuchen. Viel war wahrlich nicht übrig. Das Mädchen hatte in dem verbleibenden Raum Zuflucht gefunden, umgeben von herabgefallenen Steinen, Holz und Trümmerwerk. Über der Kleinen befand sich ein Dach, das allem Anschein nach keinen wirklichen Sturm mehr aushalten konnte. Kein guter Platz für ein Zuhause. Kara suchte den Ausstieg, den das Mädchen genutzt haben musste vergebens. Sie fand lediglich die Feuerstelle mit einem Stückchen unbekannten Fleisches, welches langsam verkohlte, eine schlichte Axt, die wenig gepflegt war - was für eine Verschwendung! - einfache Alltagsgegenstände, einen Eimer, eine Schale, ein kleines Messer, einen Kamm und dergleichen, sowie einige Fetzen schmuckloser Kleidung. Das Mädchen hatte hier ihren ganzen Hausrat. Kaum genug, um ein Bündel zu schnüren. Warum war sie geblieben?

Kara hörte Stimmen in einiger Entfernung. Zeit zu gehen. Sie schnappte sich einen persönlichen Gegenstand, ohne genau zu wissen warum. Das armselige Ding hatte bestimmt keinen wirklichen Wert, aber es war vielleicht ein Schatz für die Kleine. Wenigstens etwas von sentimentalem Wert würde sie erbeutet haben. Was für eine kapitale Zeitverschwendung!

Nachdem der Ausgang weiterhin verborgen blieb, machte sich Kara daran, die beschädigte Mauer vor ihr nach oben zu klettern. Als sie den Kopf durch das ehemalige Dach steckte, sah sie eine Bewegung vom Waldrand aus. Eine finstere Gestalt näherte sich der Truppe, die das Mädchen gestellt hatte. Die Kriegerin suchte die Baumgruppen nach weiteren Lebewesen ab, der Fremde war aber anscheinend allein. Sie stieg weiter und warf alle Vorsicht über Bord. Sie rutschte so schnell als möglich nach unten, die Augen stets auf den Verhüllten gerichtet.

Der andere hatte die Gefährten nun erreicht. Kara lief nicht, sondern ging in gemäßigtem Tempo möglichst aufrecht nach vorne. Sie hörte, wie der Fremde das Mädchen als Freundin bezeichnete und sich anbot, ihnen zu erzählen, was vorgefallen war. Oh er wusste, dass sie da war. Die schwarze Haut, die düstere Gewandung mit der tiefen Kapuze - Kara erkannte ihn als einen von jenen. Ein Magiewirker noch dazu! Oh ja, sie erinnerte sich gut an die Sitten der Drow.

Kara zog die mächtige Streitaxt noch im Gehen und stellte sie Griff nach unten vor sich auf den Boden, als sie zu den ihren aufschloss. Sie lehnte sich nach vorne auf ihre kampferprobte Waffe und zog den Gegenstand des Mädchens aus dem Mantel. Als Druckmittel würde es nun wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Ohne den Blick von dem finsteren Zauberer zu nehmen, angespannt und bereit, reichte sie Mimi die verschlissene Puppe. "Die hast du wohl vergessen."

In Gedanken beschwor sie ihre Klinge sich an den Geschmack des DrowBlutes zu erinnern. Kara lächelte auf eine furchtbare Art und wartete, wie sich die Situation entwickeln würde.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 30.06.2019, 22:40:13
Fionas Blick verfinsterte sich, als die hagere Gestalt immer näher kam und langsam klar wurde, was sie da vor sich hatten. Sie musste sich schon etwas zusammenreißen. Offenbar half der "schwarze Geist" dem Mädchen, was sicherlich für ihn sprach. Und er bot sich auch an, ihre Fragen zu beantworten. Also gut, ließen sie ihn ersteinmal erzählen, was hier vorgefallen war, dann konnten sie sich immer noch weitere Gedanken machen. Eine ernsthafte Gefahr würde er ganz alleine für sie ohnehin nicht sein.

"Also gut, dann erzähl uns doch bitte, was hier vorgefallen ist. Und was es mit dem Riesen auf sich hat. Wir sind unterwegs, um diese Vorfälle zu untersuchen, und wir brauchen Antworten."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 01.07.2019, 13:37:16
Jofarel winkte die Abenteuer ein wenig zur Seite. Und kam etwas näher, blieb aber auf ein paar Metern Abstand. Er wollte vermeiden, dass Mimi sich all das jetzt noch einmal anhören musste, was sie ihm erzählt hatte. Dann begann er mit ruhiger Stimme seinen Bericht, das Gesicht noch immer unter der Kapuze verborgen. Allerdings vermochten die Femden an seinem Hals mehrere dunkle Narben zu erkennen, die sich weit hinab zogen: "Nun, es war in der Tat ein Riese, der diese Verwüstung hier angerichtet hat, aber er war nicht allein. Eine Gruppe Hobgoblins hat ihn begleitet und sie waren nicht gnädig zu den Bewohnern. Die meisten wurden getötet, ihr findet ihre Gräber am Waldesrand, wo der Boden weich genug war. Das Mädchen war die einzige Überlebende, die her zurückgelassen wurde. Der Rest ihrer Familie, der nicht getötet wurde ist geflohen, ich weiß nicht wohin.
Und was den Riesen anbelangt, den ihr sucht, der ist zumindest hier nicht wieder aufgetaucht, sondern in Richtung der Immermoore abgezogen. Ich hatte selbst darüber nachgedacht ihn zu verfolgen, um zu sehen, was ihn antreibt und ihn Schmerzensgeld zahlen zu lassen. Aber ich konnte ja schlecht das Mädchen allein hier zurücklassen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 01.07.2019, 14:27:23
Fiona nickte. "Hobgoblins sind wir auf dem Weg auch begegnet. Sie lauerten auf der großen Handelsstraße Reisenden auf. Mit uns haben sie sich allerdings etwas übernommen."

"Es ehrt Dich, dass Du auf die Kleine aufpasst. Auch wenn sie es wohl nicht wahrhaben will, ist sie kaum in der Lage hier alleine zu leben. Und, nunja, es ist wohl nicht gerade typisch für jemanden aus Deinem Volk, derart für jemand anderen zu sorgen. Ich will ganz offen sein, ich bin mir selbst nicht ganz sicher, was ich von Dir halten soll. Wie lange bist Du schon hier? Kanntest Du auch andere der Bewohner des Gehöfts?"

"Und wie weit mag es bis zu den Immermooren sein? Das ist ja schon ein gutes Stück. Und wie lange ist das Ganze jetzt her? Wenn die Spur noch warm ist, könnte man ihr vielleicht schon folgen. Allerdings können wir auch nicht zu viel Zeit darauf verwenden."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 01.07.2019, 14:58:49
Jofarel lachte leise bei den Worten der Menschenfrau. Sie wirkte zumindest freundlich, soweit er das beurteilen konnte: "Ja, mein Volk hat keinen guten Ruf unter euresgleichen. Und das auch wohl nicht ganz unverdient. Außer dem Mädchen kannte ich aber keinen der Bewohner. Ich bin schon seit einer Weile hier in der Gegend, doch ich meide euresgleichen für gewöhnlich. Das führt meist zu unschönen Komplikationen." Jetzt blickte der Dunkelelf zum ersten mal auf und auch wenn er die Kapuze nicht zurückschlug, war doch jetzt mehr von seinem Gesicht zu sehen. Die Narben, die sich am Hals schon angedeutet hatten, zeichneten auch sein Gesicht. Ihn als entstellt zu bezeichnen war beinahe zu freundlich. Sein rechtes Auge war von einer schwarzen Seidenbinde verdeckt, die auch einen Teil der Gesichtshälfte verbarg. Doch die Narben, die in diese Richtung wanderten ließen vermuten, wie es darunter aussehen musste. "Es sind schon einige Nächte vergangen, seit ich das Mädchen gefunden habe, da kann der Angriff noch nicht allzu lange her gewesen sein. Wo genau er sich jetzt befindet weiß ich nicht, er ist wie gesagt in Richtung der Immermoore abgezogen. Ich glaube nicht, dass er tief im Sumpf lebt, aber das weiß ich nicht. So gut sind mir diese Breiten dann auch wieder nicht vertraut. Aber wenn ihr auch schon Hobgoblins begegnet seid, mag es sein, dass sie irgendwie mit ihm zusammen gearbeitet haben oder zumindest zum gleichen Stamm gehörten. Aber es könnte natürlich auch reiner Zufall sein."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 01.07.2019, 16:01:17
"Nein, ihr habt hier wirklich nicht den besten Ruf. Waren das Deine eigenen Leute?" fragte Fiona, als der Dunkelelf sein Gesicht offenbarte. Vielleicht war das ja der Grund, warum er sich hier an die Oberfläche zurückgezogen hatte. Zuzutrauen wäre es ihnen allemal. Natürlich könnte es genausogut hier oben passiert sein.

"Und wie soll es jetzt weitergehen? Werdet ihr hierbleiben? Für Mimi ist das hier jetzt wahrscheinlich nicht mehr der beste Ort."

Zu ihren Begleitern gewandt fragte die Halbelfin noch: "Und was meint ihr zu der ganzen Sache? Riese verfolgen, was allerdings einige Tage oder gar länger dauern mag, oder weiter entlang der Straße?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 01.07.2019, 17:48:29
Als der hässliche Dunkelelf aufgetaucht war, verfinsterte sich Kylres ungeduldige  Miene schlagartig und seine Finger hoben sich um ebenso einen Zauber zu sprechen. Doch als er erkannte, dass es nur harmloses Licht war, nutzte der Sturmpriester die Zeit lieber und sah sich nach weiteren des unterirdisch lebenden Packs um. Vergeblich - wie er erleichtert feststellte. Die Zauberin Liriel Baenre und die Banshee von Ruathym hatten seinem Volk schon vor langer Zeit gelehrt die Drow und ihre Zauberkraft nicht zu unterschätzen.

Bei den Untertreibungen die der Dunkelhäutige ihnen so gehässig ins Gesicht warf, schnaubte Kylre aufgebracht. "Keinen gut Ruf" - als Synonym für "für seit Menschengedenken für Verrat, Mord und Menschenraub berüchtigt"! "Nicht ganz unverdient" - da musste er bitter lachen. Angewidert spuckte der Kapitän in Richtung des verunstalteten Fremden aus und stellte sich neben Kara.

Ohne seine Augen von dem stinkenden Drow zu nehmen, stellte Kylre zähneknirschend fest: "Das ändert alles nichts.

Wir hätten gleich der Spur folgen sollen, so wie es Kara zu recht gesagt hatte. Lasst uns keine weitere Zeit verschwenden und endlich den Riesen finden."


Das sich dieser schwarze Teufel um das Kind gekümmert hatte, war zwar außergewöhnlich, aber er würde zweifelsohne irgendwelche niedrigen Motive dafür haben, da war sich der Ruathym sicher. Sicherlich wollte er das Kind an seine skurpellose Sippe verkaufen, oder sonst etwas Böses mit ihm anstellen.
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Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 01.07.2019, 19:15:46
Jofarel reagierte nicht weiter auf die unfreundliche Haltung des Mannes, der sich so demonstrativ neben seine grobschlächtige Begleiterin stellte. Um ehrlich zu sein, war ihr Verhalten vergleichsweise herzlich, wenn man bedachte, was er sonst schon erlebt hatte. Und er stellte schnell fest, dass er vielleicht zu lange hier draußen gewesen war. Er hatte gerade in wenigen Minuten mehr Worte gesprochen als in einem ganzen Monat zuvor - und es fühlte sich ziemlich gut an, mal wieder Leute zu haben, die ihm zumindest zuhörten, statt ihn mit Fackeln oder Mistgabeln zu jagen.
Also antwortete er stattdessen der Frau, die soetwas wie die Sprecherin dieser Abenteurergrupe zu sein schien. Dabei strich er Gedankenverloren über die Narben an seinem Hals: "Manches ja, anderes nicht. Egal ob unter dem Horizont oder unter dem Steinhimmel des Unterreichs, diese Welt ist ein grausamer Ort. Und was das Schicksal des Mädchens anbelangt..." Jofarel blickte hinüber zu Mimi und dem Zwerg, der sich ihrer früs erste angenommen hatte. "...der Zwerg scheint sie zu kennen und sie sollte besser wieder unter ihresgleichen leben. Wenn ich sie richtig verstanden habe, sind auch einige wenige ihrer Verwandten dem Riesen und den Hobgoblins entgangen. Allerdings weiß sie selbst nicht, wohin sie geflohen sind und ich auch nicht. Sie lag verwundet in einer kleinen Erdkule innerhalb des Waldes, dort habe ich sie gefunden. Die Überlebenden werden sie für verloren gehalten haben. Vielleicht kann er sie finden." Noch ein wenig länger hingen die Augen an dem Mädchen und in Jofarel reifte langsam ein Entschluss, während er sie beobachtete. Es würde ziemlich sicher schief gehen und in einigen Tagen würde er es wahrscheinlich bereuen, aber es half ja nichts.
Suche unentwegen nach neuen Tönen, neuen Klängen, neuen Gesängen... So hatte es geheißen und er war es leid nur dreckige Erde und Bäume zu sehen, tagein tagaus, nichts anderes als die grobe Wildnis. Und diese Leute jagten nach einem Riesen, das würde ihn zumindest für ein paar Tage ablenken und dann konnte er immernoch hierher zurückkommen, wenn es denn nötig wurde. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass seine Hand noch immer über die Narben strich und etwas ruckartig ließ er sie wieder sinken, um sich dann wieder der Sprecherin der Abenteuerergruppe - denn so sahen sie für ihn aus - zuzuwenden: "Nun, wenn ihr den Riesen jagen wollt, das erste Stück kann ich euch führen in die richtige Richtung. Und danach kann ich euch auch noch eine Klinge anbieten. Wie ich schon sagte, er sollte mit Schmerzen für Schmerzen bezahlen und wenn er noch einen Stamm Hobgoblins bei sich hat, mag es nützen ein fünftes Paar Hände dabei zu haben, die eine Klinge führen können."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 01.07.2019, 19:35:40
"Soweit ich den Zwergen richtig verstanden habe, hatte sie hier keine Verwandten, sondern wurde von den Familien hier aufgenommen. Nun, das ist wohl nah genug an Verwandtschaft, um es so zu nennen."

Fiona musterte den Dunkelelfen eingehend, als er vorschlug sie zu begleiten. Er schien ja zivilisiert genug und es sprach auch für ihn, dass er das Vertrauen des Mädchens gewonnen hatte und ihr geholfen hatte, zu überleben. Dagegen standen Jahrhunderte der Grausamkeit und des Verrats. Geschichten, die so düster waren, dass man sie nur flüsternd erzählen wollte. Konnte man ihm vertrauen? Fiona war sich nicht sicher. Die Schatten waren ein ständiger Begleiter für sie und sie konnte nicht sagen, dass die Schatten oder gar die Dunkelheit sie für gewöhnlich störten. Aber das hier war eine ganz andere Form der Dunkelheit. Jedenfalls, was die Geschichten anging, denn selbst hatte sie noch nie mit den Drow zu tun gehabt.

Sie nickte ein paarmal leicht mit dem Kopf. "Ich würde es wohl darauf ankommen lassen, aber ich kann das nicht alleine entscheiden. Wir kennen Dich nicht und auch wenn Du den Eindruck vermittelst, dass Du nicht die typischen Wesenszüge Deines Volkes teilst, so können wir dessen am Ende nicht sicher sein. Und mich würde auch noch interessieren, warum es so wichtig für Dich ist, sie zu rächen? Schmerzen für Schmerzen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 01.07.2019, 20:23:21
Jofarel schwieg eine ganze Weile als die Frau ihm die letzte Frage stellte - denn er wusste selbst nicht so recht, was die Antwort darauf war. Warum wollte er diesen Riesen jagen? Vielleicht weil er sich seit langem nicht mehr wie er selbst fühlte, ohne eine Aufgabe, und die Aussicht auf den Kampf mit einem Riesen, ihm das versprach? Oder ging es tatsächlich um Rache? Für ein Mädchen, das er kaum kannte und mit dem ihm nur verband, dass sie keine Angst vor ihm gehabt hatte? Oder war es etwas anderes?
Er verlor sich in diesen Gedanken, driftete davon und erst nach mehreren Minuten wurde er des erwartungsvollen Blickes seiner Gesprächspartnerin gewahr. Er konnte nicht viel anderes tun als mit den Schultern zu zucken: "Könnte ich es erklären, würde ich es tun. Kann ich aber nicht. Ich habe viel Erfahrung mit Schmerzen, vielleicht liegt es daran. Dass ich ziemlich genau weiß, was Schmerzen bedeuten. Und dieser Riese weiß es vermutlich nicht. Also sollte man es ihm wohl besser beibringen. Oder es ist etwas anderes. Letztlich ist es mir einerlei. Es ist lange her, dass ich so ein Bedürfnis hatte, also werde ich es jetzt sicher nicht einfach ignorieren."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 01.07.2019, 20:46:33
Kara verfolgte den Austausch mit immer besorgterer Mine. Das war doch wohl nicht ihr Ernst? Einem gänzlich unbekannten Drow in die fremde Wildnis folgen - war sie toll? Die Dunklen logen doch, wenn sie den Mund aufmachten und trotzdem glaubte Fiona dem Vernarbten seine Geschichte ohne weiteres. Sie fragte nicht einmal nach, sondern schluckte sein Worte runter wie süßen Wein. Wo waren die Beweise? Erzählen konnte bald einer was. Ein einsamer Drow, der hier zufällig in der Gegend war und über ein verängstigtes Mädchen gestolpert, welchem er sich aus reiner Herzensgüte annahm - allerdings nicht so sehr, dass er bei ihr blieb oder sie vors nächste Dorf begleitete?

"Woher weißt du, wohin der Riese gezogen ist? Hast du ihn beobachtet? ... Hast du den Überfall gesehen und die Hobgoblins? Warst du ganz nah dabei?" Kara knurrte in einer tiefen Stimme und zog das "ganz nah" betont in die Länge. Wahrscheinlich hatten sie gemeinsame Sache gemacht und der Schwarze sollte sie in eine Falle führen. Das Mädchen hatte er sich zur besseren Tarnung irgendwie gefügig gemacht - mit Magie oder Gewalt. "Die Gesandten von der Feste habt ihr gemieden? Mimi hat sich wohl vor den Menschen gefürchtet?" Das machte doch keinen Sinn. Selbst wenn Drow für ihre fürsorgliche Seite bekannt wären  ...ha... so kümmerte man sich bestimmt nicht um das Wohl eines Kindes, das solche Grausamkeiten miterlebt hatte. Was war sein Plan? Karas Hand schloss sich merklich fester um die Axt.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 01.07.2019, 22:03:31
Jofarel war wenig überrascht, dass die Begleiterin der Dame, mit der er gesprochen hatte, ihm misstraute. Tatsächlich war er eher überrascht, dass die andere Frau es tat. Aber was hatte er schon zu verlieren? Also blickte er nun zu der anderen Frau, die mit ihrer Axt sicherlich ziemlich bedrohlich sein würde und antwortete mit leiser Stimme auf ihre Fragen: "Nunja, es ist ein Riese. Seine Füße sinken eine Hand breit in den weichen Boden, die Spur kann so ziemlich jeder verfolgen, wenn es nicht zu lange her ist. Und nein, ich habe den Überfall nicht gesehen. Die kleine hat mir erzählt, was passiert ist. Ihr könntet sie fragen und wenn freundlich und behutsam seid, wird sie euch das vermutlich bestätigen. Ich würde es aber vorziehen, wenn ihr das lassen würden. Aber es ist natürlich eure Entscheidung, ob ihr sie noch einmal den wohl schlimmsten Tag ihres jungen Lebens durchleben lassen wollt. Einmal habt ihr sie ja schon in Angst und Schrecken versetzt, nicht wahr? Was schadet da ein zweites Mal?"
Jofarel biss sich auf die Zunge, um nicht weiter zu sprechen, sondern für einen Moment zu schwiegen. Er sollte das bleiben lassen. So hatte er sich schon oft genug Ärger an der Oberwelt eingehandelt - und davor auch, wenn er ehrlich war. Also hob er beschwichtigend die Hände, bevor sein Gegenüber versuchte ihn mit ihrer Axt zu spalten: "Verzeiht, das klang harsch und meine Worte waren etwas unbedacht. Dieses Kind ist traumatisiert, ziemlich schwer, möchte ich wetten. Ihr habt ja selbst gemerkt, dass sie sich vor Fremden versteckt. Und von was für Gesandten ihr redet, weiß ich nicht. Ich habe keine gesehen. Aber ich bin auch nicht immer in der Gegend. Manchmal bin ich weiter weg und bekomme nicht alles mit. Außerdem weiß ich ja nicht, was ihr an Gruselgeschichten über mein Volk gehört habt, vieles mag wahr sein. Aber entgegen irgendwelcher Gerüchte, sind Drow keine magischen Dämonenelfen, die Tag und Nacht darauf bedacht sind, Kleintiere zu quälen. Auch wir müssen schlafen und ich tue das meistens bei Tag. Kann also ziemlich gut sein, dass ich diese Gesandten verpasst habe und Mimi sich nicht hat sehen lassen. Oder sie war gerade irgendwo im Wald.
Wo sollen sie her gekommen sein? Aus einer Festung? Ich wüsste nicht, dass hier in der Nähe eine ist, aber ich meide alles, was nach Zivilisation aussieht in letzter Zeit. Ich kenne nur die Siedlung, die hat Mauern aus Stein, vielleicht könnte man sie "Feste" nennen. Ich bin mir nie ganz sicher, was welches Wort in eurer Sprache bedeutet.
Wie dem auch sei, da war ich noch nie drin. Ist mir zu heikel. Die Erfahrung zeigt, dass ich mich von Siedlungen hier draußen, besser fernhalten sollte. Handelt man sich nur Ärger ein, wenn man so aussieht wie ich. Nicht, dass sie mich reinlassen würden, wenn ich versuchen würde durch das Tor zu gehen. Die wären vermutlich sehr viel weniger freundlich als ihr. Und gewiss nicht so vorurteilsfrei, wie ein kleines Mädchen, das man verletzt im Wald gefunden hat."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 01.07.2019, 23:54:29
Mimi schnappte sich die Puppe von Kara und sagte vielleicht auch leise danke, aber das konnte Kara nicht klar verstehen. Was sie aber sehen konnte waren die Augen des Zwergen die sich verengten, als er den Dunkelelfen sah. Auch Mimi schien das zu bemerken, wahrscheinlich durch das Anspannen der Muskeln und dem automatischen Griff zur Axt. Sie war es auch, die dem Zwerg die Hand auf die Faust legte. "Er ist ein Freund." Der Blick des Zwergen zeigte dessen Zweifel, aber er hielt sich zurück.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 02.07.2019, 09:23:05
Auch Kylres Gesicht zeigte deutliche Ablehnung als Fiona tatsächlich erwog den Drow mitzunehmen. Und jene ungaren Erklärungsversuche für seine Motivation, die mehr Gestammel als vernünftige Argumente waren, beeindruckten den Seefahrer wenig. So lauschte der Ruathym mit großem Misstrauen was der Entstellte zu Karas treffenden Fragen zu sagen hatte und versuchte ihn bei einer Lüge zu ertappen, oder zumindest zu erkennen ob wenigstens ein Funken Wahrheit in dieser Geschichte steckte.

Die Augenbrauen düster zusammen gezogen, fixierte der Sturmpriester den Dunkelelfen und fragte direkt: "Du bist also nicht mit dem Riesen und den Goblinoiden im Bunde? Wirst uns nicht in eine Falle führen? Verwendest ihre" und dabei zeigte er auf Fiona "Leichtgläubigkeit um uns für irgendetwas einzuspannen und zu benutzen?"[1]
 1. Insight DC 15
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 02.07.2019, 10:00:28
Jofarel ließ seine Schultern noch etwas weiter sinken, auch wenn das kaum möglich war bei der gebeugten Haltung, die er für gewöhnlich einnahm: "Nein, ich bin nicht mit Riesen im Bunde und ich habe auch nicht vor euch in eine Falle zu führen. Es ist auch nicht so, dass ich euch zu dem Lager des Riesen führen könnte. Ich habe eine grobe Vorstellung in welche Richtung er verschwunden ist und seine Spur sollte sich dort hoffentlich irgendwo finden lassen. Aber im Finden dieser Spur wäret ihr wahrscheinlich fähiger als ich, wenn ich euch richtig verstanden habe und ihr auf der Jagd nach Riesen seid.
Es wäre auch ein arg elaborierter Plan, meint ihr nicht? Ich wusste bis vor einer halben Stunde nicht, dass es euch gibt, aber trotzdem habe ich hier neben der Ruine eines Bauernhofes auf der Lauer gelegen, in der Hoffnung, dass jemand kommt, der nach Riesen sucht, um diesen dann zu erzählen, dass ich weiß wo der Riese ist, in der Erwartung, dass sie verrückt genug sind, sich mit einem anzulegen, der zudem noch von einem Trupp Hobgoblins begleitet wird."
Wieder musste er sich für einen Augenblick bremsen um seinen eigenen Worten zu lauschen, hob dann kurz, bevor jemand etwas sagen konnte seine Hand und fuhr fort: "Zugegebenermaßen, ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass andere Mitglieder meines Volkes so etwas vielleicht tun würden. Aber ihr Plan wäre wahrscheinlich sehr viel besser, sodass sie sich nicht auf irgendjemandes Freundlichkeit verlassen müssten."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 02.07.2019, 15:54:37
Kara blickte abwägend gen Himmel. Sie verschwendeten Sonnenlicht. Wenn sie dem Riesen heute noch folgen wollten, musste eine Entscheidung her. Der Zwerg würde sich des Mädchens annehmen. Die Kriegerin gab sich selbst ein paar tiefe Atemzüge lang Zeit. Ihre Eingeweide geboten Vorsicht, die Drow führten immer Böses im Schilde, wenn nicht gegen sie, dann gegen andere. Ein weiteres Schwert konnte allerdings nützlich sein und der Dunkle wirkte nicht so, als ob er erwartete, durchgefüttert zu werden.

Der Drow beendete seine Erklärung und warf ein, dass er von ihrem Wohlwollen abhänge. Auch vor seiner geschickten Zunge musste man sich in Acht nehmen. "Du bist ganz schön geschwätzig, Drow." Diese Überlegerei dauerte schon viel zu lange. Kara würde ihm das Lügen im Moment nicht beweisen können. Entweder er sprach die Wahrheit, oder sie würden später mit den Folgen dieses Zusammentreffens zu tun haben. Es würde kommen, wie es kommen würde. Sie irrten schon viel zu lange in der Gegend herum. Ihre Gefährten hatten sich für diesen Weg entschieden, also galt es, die Jagd von hier aus endlich richtig zu beginnen.

Sie atmete aus. Die Würfel waren gefallen. Kara schulterte die imposante Axt und schien noch weiter an Größe zu gewinnen, als sie auf den Vernarbten zuging. "Ich hatte schon einmal mit deinesgleichen zu tun. Nichts Gutes ist daraus entstanden." Noch einen Schritt. Die Kriegerin stand direkt vor ihm, die zweite Hand am Gürtel in der Nähe des Jagdmessers. Meinetwegen reite ein Stück mit uns. Aber wisse", Kara blickte finster auf den Dunkelelfen hinunter,"fügst du einem von den meinen ein Leid zu, so ist dein Leben verwirkt." Kara stellte sich vor, wie sie ihn im Fall der Fälle dem Jenseits zuführen könnte, wie lange sie sich Zeit lassen würde, sollte er es wagen ihre Leute anzugreifen oder zu verraten. All das legte sie in ihre Augen; doch nur für einen Augenblick.

"Lasst uns nicht noch mehr Zeit verschwenden." Kara wandte sich abrupt ab und schritt in Richtung der Pferde. Sie hatte gesagt, was sie dachte. Fiona hatte ihre Meinung kundgetan. Was auch immer der Ausgang des weiteren Gesprächs sein würde, Kara hoffte auf ein schnelles Ergebnis.


Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 02.07.2019, 16:47:09
Wie ein alter Sack hing der Drow vor ihnen und täuschte gequälte Müdigkeit und Unterwürfigkeit vor, anstatt gerade da zu stehen und ehrlich zu antworten, wie es einem jedem Aufrechten anstand. Widerwärtig! Die kaum verhohlenen, hochnäsigen Antworten, die immer andeuteten wie erhaben der Dunkelelf den Menschen gegenüber war. All das schmeckte Kylre gar nicht - nein! Es machte ihn wütend!

Täuschung und Trug waren das Herzblut der Drow, dass wusste in Ruathym ein jedes Kind. Doch dem Sturmpriester gelang es nich eine direkte Lüge zu entdecken - so sehr er es versuchte. Und auch wenn Kara ihr Misstrauen nicht verbarg, so waren die beiden Frauen scheinbar einverstanden, dass der Fremde mit ihnen zog. Zum Haare ausreißen!

Sein Schild vor den braunen Stiefel mit einer vehementen Geste vor sich abstellend, hob der Valkurit sein Kinn und verkündete mit mühsam gezähmten Zorn: "Geist werde ich dich nicht nennen. Wie sollen wir dich rufen Drow?"

Und auch wenn Karas Worte und klarer Haltung keiner Ergänzung bedurften, stand in den Augen des Seeräubers ebenso unmissverständlich zu lesen, dass er nichts für den neuen Wegbegleiter über hatte und ein Verrat schnell und erbarmungslos gerächt werden würde.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 03.07.2019, 21:48:35
Der Dunkelelf richtete sich für ein paar Zentimeter auf und stand nicht mehr ganz so gebeugt, aber es wäre deutlich übertrieben, seine Haltung als aufrecht zu bezeichnen. Sollte es tatsächlich so einfach sein? Natürlich, es war nur eine Zweckgemeinschaft, aber diese Abenteurer waren offenbar wirklich gewillt ihn an der Jagd nach dem Riesen teilhaben zu lassen. Zumindest würde er wieder etwas zu reden haben in den nächsten Stunden. Die wenigen Worte hatten seiner Zunge schon geholfen und ihm war klar geworden, wie sehr er Gesellschaft im Wald vermisst hatte.
Also zögerte er nicht lange, dem Mann zu antworten, der ihn nach seinem Namen gefragt hatte: "Jofarel" "Erstgeborener von Berellip Xorlarrin" hätte er beine angefügt, so war er es gewohnt seinen Namen zu nennen, aber stattdessen stockte er für einen Augenblick und fügte dann nocht an: "So könnt ihr mich nennen, einfach Jofarel."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 04.07.2019, 00:35:33
Durik war die Verwunderung anzusehen, was gerade hier geschah. "Aber ihr wollt doch nicht...", aber dann schwieg er. Er beäugte den Dunkelelfen immernoch misstrauisch. "Ich nehme Mimi mit. In der Stadt ist sie erstmal besser aufgehoben als hier und dort weiß vielleicht jemand, wohin die Bewohner gezogen sind. Was meinst du dazu, Kleine?"

Mimi schaute zwischen dem Zwerg und ihrem dunklen guten Geist hin und her, dann nickte sie. Plötzlich rannte sie zu Jofarel und umarmte ihn. "Geist, danke für deinen Schutz. Aber ich muss jetzt weg. Und wenn ihr den Riesen getötet habt können wir unseren Hof wieder aufbauen!" Dabei strahlte sie über das ganze Gesicht, es war ihr deutlich anzusehen dass das hier ihre Heimat war und vielleicht wieder werden würde. "Und dann kommst du zu Besuch", flüsterte sie dem Drow leise zu. "Pass auf dich auf. Und ihr, seid nett zu ihm, bitte." Dabei streckte sie sich und sah Kara direkt an. Plötzlich war das kleine, traurige Mädchen verschwunden und die freche Kleine von vorhin wieder da. "Ich hole nur schnell meine Sachen."

Sie rannte auf die Mauer zu und kroch in ein dunkles Loch, dass von außen nicht wie ein Weg ins Innere aussah.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 04.07.2019, 11:24:47
"Jofarel dann." nickte Kylre endgültig seine Zustimmung und verbiss sich den Drow noch weiter mit Blicken zu töten. Auch wenn ihm die Sache nicht schmeckte, so war er doch neugierig was der Schwarzhäutige alles mit dem Riesen anstellen würde. Die Zauber- und Täuschungskräfte der Drow waren legendär. Vielleicht würde es interessant werden... Mit dieser Neugierde versuchte der Ruathym seine Ablehnung gegenüber dem Elfen im Zaum zu halten.

Sich kraftvoll in den Sattel ziehend, tänzelte das Tier unter dem Gewicht des gerüsteten Mannes kurz zur Seite ehe die beiden ihre Plätze gefunden hatten an denen sie einander möglichst wenig behinderten. Ein guter Reiter würde der Seemann so schnell nicht werden, das war offensichtlich.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 04.07.2019, 13:30:41
Jofarel sah wie alle zu ihren Reittieren gingen und fügte dann noch an: "Also so ein Pferd habe ich nicht, aber ich halte schon mit euch Schritt." Das war wohl einer der positiven Effekte seiner Erfahrungen, er hatte eine ziemlich hohe Toleranz für Schmerz und Erschöpfung entwickelt. Und auch wenn er den größeren Tieren nicht würde folgen können, zumindest das Pony der Halblings, der sich in der Unterhaltung zurückgehalten hatte, würde ihm nicht davon laufen.
Also ging er ein paar Schritte in den Wald, wo er seinen Rucksack zurückgelassen hatte, zog seine Kapuze wieder tief ins Gesicht und deutete in die Richtung, wo er zuletzt die Spuren des Riesen gesehen hatte: "Kommt, ich führe euch zu den Spuren." Bevor er sich aufmachte blickte er noch einmal zu dem Mädchen, von dem er sich nun trennen würde und vollführte mit der Hand einen dunkelelfischen Gruß, den Mimi vielleicht nicht als solchen deuten würde, aber als Abschied sollte es genügen. Unter ihresgleichen würde sie hoffentlich mehr Glück finden, als sie es bisher in ihrem Leben gehabt hatte.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 17.07.2019, 18:32:26
Und so trennten sich die Wege von Mimi und Jofarel, aber auch von Durik und der Gruppe. Der Zwerg zog mit dem Mädchen zurück zur feste, während der Weg die Gruppe weiter hinein in das Tal führte. Durik hielt offensichtlich Abstand zu dem Dunkelelf, hielt sich aber sonst zurück, sicher Mimi zuliebe. Er konnte sich sogar noch zu einer Warnung durchringen. "Achtet auf die Barbaren der Greifen. Sie sind zwar nicht unbedingt böse Gesellen, aber sie verachten Schwäche und testen jeden, dem sie begegnen. Wenn hier wirklich ein Riese unterwegs war sind sie sicher noch aggressiver."

Jofarel wusste, was der Zwerg meinte. Er hatte sich zwar nie so weit ins Tal ihnen begeben, um in ihr Gebiet einzudringen, aber er hatte die Barbaren aus der Ferne gesehen, große, wilde Kerle. Er wusste, dass sie oben in den Bergen lebten und er hatte das ein oder andere Mal Greife durch das Tal fliegen sehen, vielleicht gab es also noch ein weiteres Lager auf ihrem Weg.

Sie machten sich also auf den Weg und bis zum Abend kamen sie gut voran. Die Berge zu ihrer Rechten wurden höher, aus dem Wald zu ihrer linken hörten sie zum Abend hin, wie einige Tiere erwachten. Zwischendurch hörten sie auch Laute von Wesen, bei denen sie nicht sicher waren, ob es sich um Tiere handelte. Aber alles blieb ruhig, keine Bestien, keine Barbaren, keine Greiffe. Schließlich suchten sie sich einen Lagerplatz und bereiteten sich auf die Nacht vor.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 18.07.2019, 10:59:11
Den Reisetag verbrachte Jofarel wieder in Schweigen, obwohl er jetzt nicht mehr allein unterwegs war. Das lag zum einen daran, dass er als einziger zu Fuß unterwegs war und dementsprechend jede Unterhaltung mit den Reitern ihm sehr viel mehr an Ausdauer abverlangt hätte, als den anderen. Zudem hatte er sich an das Schweigen gewöhnt und seine neu gefundenen Gefährtinnen und Gefährten schienen auch kein allzu großes Interesse daran zu haben, noch mehr Worte mit dem Dunkelelfen zu wechseln.
Als es dann schließlich langsam dunkel wurde und man sich nach einem Lagerplatz umsah, stellte Jofarel erneut fest, wie anders es war, mit einer Gruppe zu reisen. Allein hätte er sich einfach einen Baum gesucht, wäre hinauf geklettert und hätte Inicita die Wache überlassen. So würde es anders funktionieren müssen, aber dennoch würde sein Schwert sie warnen.
Sobald ein Lagerplatz gefunden war, ließ Jofarel sich in der Mitte nieder und legte seine Waffe aus der Scheide gezogen auf seine zu einem Schneidersitz gekreuzten Beine. Dazu sagte er nur: "Incita wird mich vor Gefahren warnen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 18.07.2019, 19:33:14
Kara hatte sich schon seit geraumer Zeit und auch noch während der Jagd nach einem brauchbaren Lagerplatz umgesehen und sich für ein strategisch vorteilhaftes Fleckchen entschieden.[1]

Nun nahm sie die Beute vom Pferd und machte sich daran, eine Feuerstelle zu errichten. Immer wieder hatte sie sich nach dem Dunklen umgesehen, doch der war schweigsam geblieben. Auch Gaston war in sich gekehrt gewesen. So hatte die Kriegerin genug Gelegenheit gehabt, die Stille und die eindrucksvolle Landschaft zu genießen. Kara mochte Wälder, zumal es auf ihrer Heimatinsel so wenige davon gab und die paar boten keinen Vergleich zu den waldigen Welten, die sich auf dem Festland erstreckten. Auch zum Jagen taugte die Gegend und so freute sich Kara auf ein gediegenes Mal im Kreis der Gefährten.

Während sie das Holz aufschichtete, setzte sich der Elf dazu und zog sein Schwert. Kara hielt inne, eine Hand gedankenlos am Waffengürtel. Doch der Dunkle machte keine Anstalten sich zu bewegen, sah sie nicht einmal an. Allein seine Klinge bedachte er mit Aufmerksamkeit und meinte Incita würde ihn warnen. "Ein schönes Stück." Mit einem anerkennenden Blick musterte die große Blonde die Waffe. Einerlei woher sie stammte, diese war etwas Besonderes. "Incita...ist das dein Schwert? - oder vielleicht ein Schutzgeist?"
 1. survival: 25
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 19.07.2019, 09:15:17
Erneut als Schlusslicht der Gruppe reitend, so sah keiner wie schlecht er im Sattel saß, blieb Kylre wachsam und behielt auch den Drow nicht zu wenig im Auge. Als Kara, wie gewohnt, einen hervorragenden Platz für die Nacht fand, versorgte der Kapitän sein Pferd und kratzte sich am bärtigen Kinn. Er traute dem Dunkelelfen nicht und es war nur allzu wahrscheinlich, dass in der aufsteigenden Dunkelheit seine Kumpanen aus dem Erdboden wachsen würden und sie alle ins Unterreich verschleppten um dort zu versklaven. Wütend über diese Vorstellung schnaubte der Ruathym und warf Jofarel einen vernichtenden Blick zu. Wer oder was auch immer Incita war, Kapitän Kylre Stormseeker würde die Augen offen halten und die Feinde in die Flucht schlagen ehe sie alle entführt werden konnten. Sollten sie nur kommen! Er war mehr als nur bereit.

Beruhigt darüber, dass er sich seiner Motive und Sache so sicher war, band sich der Kleriker kampfeshungrig die Haare aus dem Gesicht und stellte den Hammer griffbereit neben sich, ehe er verkündete: "Fiona und ich übernehmen die erste Wache. Dann wecken wir Kara und Gaston für die Zweite." Dabei warf er seiner langjährigen Jagdkameradin einen entschlossenen Blick zu. Sie wusste was auf dem Spielstand. Und er war froh und stolz zu gleichen Teilen, dass sie einander den Rücken frei hielten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 19.07.2019, 11:32:11
Jofarel ignorierte die Blicke des hinten reitenden Mannes. Soetwas war er so oder so gewöhnt und dass man ihn auch bei der Wache nicht berücksichtigte, hatte er so oder so erwartet. Also beantwortete er Karas Frage, indem er seinen Säbel ein wenig anhob: "Der Säbel. Er hat mich hier oben schon vielfach am Leben gehalten. Öfter indem er mir erlaubte Gefahren zu vermeiden oder ihnen zu entgehen, als indem er mich vor ihnen verteidigte."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 20.07.2019, 10:11:44
Kara fand einen hervorragenden Platz, eine kleine Senke, die von zwei Bäumen und einigen Büschen abgeschirmt wurde. Dort war genug Platz für die Reittiere und die Frauen und Männer. Mit der aufkommenden Nacht wurden die Geräusche der Natur aus dem Wald lauter, der Nachthimmel war übersät von Sternen und ein leichter Wind ging. Bald schliefen alle Abenteurer fest, bis auf die Wachen.

Es war wohl schon weit nach Mitternacht als Kara während ihrer Wache ein furchtbares Kreischen hörte. Es kam nicht aus dem Wald, sondern aus dem Tal vor ihnen, die Entfernung war schwer abzuschätzen. Und nur Augenblicke später war eindeutig zu hören, das dort ein Kampf statt fand, nicht mit Klingen, eher mit Klauen und Zähnen. Und es waren wohl keine kleinen Wesen, die dort kämpften. Das Schwert reagierte aber nicht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 21.07.2019, 12:35:21
Kara wartete nur kurz in der Nähe der restlichen Glut des sterbenden Feuers ab, bevor sie beschloss die anderen zu wecken. Zuerst stieß sie Kylre an, der sie für einen Moment mit schlaftrunkenem Blick verständnislos ansah. Sie nickte in die Richtung aus der die Geräusche gekommen waren und der Seemann setzte sich alarmiert auf. Wieder Kampfeslärm. Kylres Augen leuchteten.

Kara legte eine Hand auf Fionas Schulter. Die Frau lauschte sogleich aufmerksam in den Wald hinein.

Jetzt noch der Dunkle! Eilig, aber mit gebotener Vorsicht - Kara stellte sich ihre eigene Reaktion vor, würde sie ein fremder Dunkelelf aus dem Schlaf reißen - berührte sie Jofarel und legte einen Finger über die Lippen. Er sah direkt hinein in die Dunkelheit, die sich ringsum ausgebreitet hatte, wie ein dichter Vorhang. Die Kriegerin konnte seinen Blick nicht deuten und hielt sich auch nicht weiter damit auf.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 22.07.2019, 09:59:25
Sich von seinem Lager erhebend, schloß der Seeräuber die Schnallen seiner Rüstung und griff sich Schild und Hammer. Bei Valkur! Was war das?

Im Schein von Glut und Sternen war Kylres Körper angespannt und kampfbereit. "Lasst uns nachsehen was da vor sich geht!" flüsterte er voll freudiger Erwartung. Dann machte er sich geduckt auf um genau das zu tun.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 22.07.2019, 12:19:04
Fiona war ebenso angespannt wie ihre Begleiter. Es war natürlich ein Risiko, den Dunkelelf mitzunehmen und ihm zumindest soweit zu vertrauen, aber irgendwie konnte sie sich einfach nicht vorstellen, dass er sich mit dem Mädchen angefreundet hatte, nur um irgendwann vielleicht jemanden zu treffen und so in Sicherheit zu wiegen, dass er ihnen später in den Rücken fallen konnte. Im Hinterkopf schlummerte dieser Gedanke zwar weiterhin, aber sie hielt ihn dann doch für etwas sehr abwegig. Nichtsdestotrotz, ihre Augen blieben offen.

Während ihrer Wache zusammen mit Kylre blickte die Zauberin in die Dunkelheit hinaus. Die Schwärze der Nacht schien der Halbelfin wenig auszumachen, vielleicht genoss sie sie sogar ein wenig. Auch konnten ihre Augen ausgesprochen weit hinausblicken in die Schatten. Eine Gabe, die ihr durch ihre Magie gegeben wurde und die ihre volkseigene Fähigkeit im Dämmerlicht und in der Dunkelheit zu sehen noch weiter ausgeprägt hatte.

Später wurde sie dann durch eine Berührung aus dem Schlaf gerissen. Sie schreckte auf, aber bemerkte schnell, dass es Kara war, die sie geweckt hatte. Einen Moment später wusste sie dann auch warum. Sie rieb sich ein paar Mal die Augen und stand schließlich auf, um in die Richtung der Geräusche in die Nacht hinaus zu spähen.

"Also gut, schauen wir mal nach, was da los ist," stimmte die Zauberin dem Seefahrer zu.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 23.07.2019, 13:49:52
Sie machten sich also auf, dem Kampflärm entgegen. Diejenigen, deren Augen besser an die Dunkelheit angepasst waren[1] hatten wenig Probleme, voranzukommen, die anderen aber stolperten schon etwas durch die Nacht[2]. Aber der Lärm des Kampfes überdeckte alle Geräusche. Fiona und Jofarel, die am weitesten in der Dunkelheit sehen konnte, erkannten zwei Wesen, die ineinander verkeilt waren. Eines sah aus wie ein großes Pferd, das andere wie eine mittelgroßes Raubtier. Aber es waren ungewöhnliche Wesen, sie erkannten Flügel und den Kopf eines Raubvogels.[3]
 1. Dunkelsicht
 2. Alle ohne Dunkelsicht bitte ein Wurf auf Dex (Stealth)
 3. Bitte einmal Wurf Inteligenz (Arcana)
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 26.07.2019, 16:36:28
Jofarel verschmolz mit der Dunkelheit, sobald er den Kampflärm hörte, aber er entfernte sich nicht allzu weit von den anderen, damit er sie noch ohne Schwierigkeiten sehen konnte. Instinktiv formten seine Finger Zeichen, sobald die Frau, die scheinbar im Dunkeln sehen konnte zu ihm blickte: "Angriff oder Beobachtung?" Dann wurde ihm klar, dass sie ziemlich sicher nicht verstand, wie diese Zeichensprache seines Volkes funktionierte und er scholt sich dafür, so schnell in alte Gewohnheiten zurückgefallen zu sein, obwohl ihm doch längst klar sein sollte, das diese Zeiten vorbei waren. Also schüttelte er nur einmal den Kopf, zuckte entschudligend mit den Schultern und wandte seinen Blick dann wieder den zwei kämpfenden Kreaturen zu.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 26.07.2019, 19:06:35
Kara versuchte so gut es ging mit Fiona und Jofarel mitzuhalten, doch die Dunkelheit machte das Vorankommen schwer. Wenigstens schaffte sie es recht leise zu bleiben und die kämpfenden Kreaturen schienen sie noch nicht bemerkt zu haben. Vieleicht waren sie auch zu vertieft in den eigenen Kampf. Umso besser. Schnell konnte soetwas darin enden, dass sich die kämpfenden Parteien gegen einen Dritten verbündeten. Noch hatten Kara und die anderen wohl die Überraschung auf ihrer Seite.

Die Kriegerin näherte sich den anderen, kam genau neben Kylre zu stehen und produzierte ein leises, kurzes Zischgeräusch um ihre Aufmerksamkeit zu erhalten. "Kst" Gaston konnte sie nicht erkennen. Sie deutete mit Zeige- und Mittelfinger auf ihre Augen, dann mit dem Zeigefinger auf den Kampf vor ihnen und dann schüttelte sie die Hand. Als nächstes deutete sie auf Kylre und sich und dann auf den Boden vor ihr. In die Richtung, in der die Schemen der anderen vage erkennbar waren, machte sie eine ausladende Geste. Sie verließ sich darauf, dass die beiden, die so gut in der Dunkelheit sehen konnten, auch ihre Zeichen wahrnahmen. Kylre hatte schon genug Kämpfe mit ihr bestritten um zu verstehen, dass die mit ihm hier in Position bleiben wollte um anzugreifen, sobald sich Möglichkeit bot und die anderen signalisierten. Die Schöne und der Vernarbte sollten mit ihrer Nachtsicht von der Seite her kommen. Sie würden nicht nur besser vorankommen und die Kreaturen so von einer zweiten Seite überraschen können, sondern auch etwaige Fallen oder versteckte Gegner finden können.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 27.07.2019, 18:20:49
Weder Fiona noch Jofarel wussten genau, um welche Wesen es sich handelte. Beide hatten schon schwere Wunden erlitten und obwohl die geflügelte Kreatur größer war, schien der Kampf ausgeglichen zu sein.
Kara und Kylre sahen nur dunkle, sich schnell bewegende Schatten und Gaston war scheinbar bei den Pferden geblieben.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 28.07.2019, 14:25:49
Des Wartens und des Nicht-sehens müde, hob der Kapitän der Wavedancer einen Stein vom Boden dessen Umrisse er in der Dunkelheit nur dank seiner hellen Färbung ausmachen konnte. Ihn für einen Moment abwägend in der Rechten haltend, schnaubte der Seeräuber verächtlich über seine eigene Vorsicht und beschloss einen waghalsigeren Weg einzuschlagen.

Darauf wartend, ob Fiona und der Dunkelelf Karas nun endlich Plan in die Tat umsetzten, warnte der Ruathym Kara wortlos, dass sie wegblicken sollte. Erst nachdem diese Dinge erledigt waren schritt er zur Tat. Mit einer großen Bewegungen und tiefer Stimme beschwor der Priester die Macht seines Gottes. "Valkur! Erhöre mein rufen!" vollendete er die Beschwörung[1] während sich im Dunkel der Nacht Sturmwolken bildeten und ein gleisend heller Blitz vom Himmel in das Kampfgeschehen einschlug.[2]

Was gab es dort zu sehen?!
 1. Call Lightning (https://roll20.net/compendium/dnd5e/Call%20Lightning#content)
 2. Bitte von beiden einen Dex- Save Dc: 15 um 18 Lightning-Damge bei Erfolg zu halbieren.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 29.07.2019, 22:01:12
Kylre musste doch seinen leuchtenden Stein werfen, um einen Zielpunkt für seinen Zauber zu sehen, aber nur Augenblicke später zuckte eine Blitz vom Himmel mitten hinein in das Gerangel der beiden Kreaturen.
Und für eien Augenblick unterbrachen die beiden den Kampf. Und nun sahen alle die Wesen, auf der einen Seite ein majestätisches Tier mit dem Körper eines Löwen und dem Kopf eines Adlers, mit riesigen, blutbefleckten Schwingen. Das andere ein reptilienartiges Wesen mit acht Beine, einem Schuppenbedeckten Rücken und hell leuchtenden Augen. Sein Maul weit aufgerissen sah man dutzende messerscharfe, lange Fänge, aus denen das Blut des Greifen troff. Eine Sekunde zögerte es und blickte zwischen den Neuankömmlingen und dem Greif hin und her, zögerte aber noch.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 30.07.2019, 14:01:42
Noch während der Blitz vom Himmel fuhr stürmte die Kriegerin nach vorne auf die Kämpfenden zu. Kylres Licht hatte wie ein Kampschrei auf sie gewirkt und ihre Blutlust[1] entfacht. Mit der Macht der Bärin hielt sie auf die Wesen zu und hievte im Laufen die schwere Axt über ihren Kopf. Mit einem ohrenbetäubenden Brüllen hieb Kara auf jenes Monster ein, das ihr am nächsten schien, auf das Reptil. Ihr erster Streich kam von schräg oben und traf ins schuppige Fleisch[2]. Die wütende Kriegerin drehte sich mit dem restlichen Schwung der großen Waffe um die eigene Achse und versenkte die blutige Klinge nun von der Seite in das kaltblütige Wesen[3].
 1. Rage
 2. Reckless Attack: 22; damage: 16
 3. Reckless Attack: 26; damage: 16
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 30.07.2019, 18:55:29
Im Triumph seiner geglückten Anrufung, rieß der Ruathym seine Hand jubelnd senkrecht nach oben. Und erkannte im Schein des geworfenen Steines, dass Kara wieder einmal ihren untrügerisch Instinkt bewiesen hatte indem sie sich auf den gefährlicheren Gegner gestürtzt und ihrer Axt bereits kräftig Blut darbracht hatte. Zu Fiona und dem Dunkelelfen rief der Seeräuber über das Tosen des Gewitters: "Attackiert den Basilisken!"

Dann schloß er die Finger und rieß seinen Ellebogen in einer brutalen Geste nach unten. Eine Geste die ihr Spiegelbild in den Wolken über dem Schlachtfeld wieder fand indem ein Blitz von oben herab sauste und hinter dem gepanzerten Echsenwesen einschlug und es erneut in elektrische Zerstörung tauchte.[1]

Seine zweite Hand formte pfeilgeschwind eine Waffe in der Luft und ließ so hinter dem Wesen einen gezackten Blitz in der Luft erscheinen der augenblicklich mitmischte und einen raschen Angriff vollführte.[2]
 1. Wenn möglich vorerst so positioniert, dass nur der Basilisk drinnen ist. Kara auf keinen Fall und der Greif nur wenn es nicht anders möglich ist. Schaden 13 HP, Dex Save DC: 15 halbiert ihn
 2. AC: 10, DMG: 9
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 30.07.2019, 19:47:58
Fiona hielt sich in den Schatten der Dunkelheit, weit genug weg von dem Geschehen, so dass man sie ohne außergewöhnliche Fähigkeiten, wie ihre eigenen, nicht so leicht wahrnehmen konnte.

Als Kylre rief, sich auf den Basilisken zu konzentrieren, nickte die Halbelfin zustimmend (nicht, dass er es sehen könnte). Sie hatte ohnehin dasselbe vorgehabt. Daher schickte sie dann auch einen wohlgezielten Feuerstrahl auf die Bestie, der die Schuppen schmilzen ließ, wo er auf sie traf[1].
 1. Firebolt, kritisch für 23 Feuerschaden
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 31.07.2019, 08:40:49
Der Basilisk brach unter dem Ansturm der Angriffe zusammen, er wurde von Fionas Feuerstrahl gar einige Meter weit weg geschleudert und blieb dort rauchend liegen.

Der Greif trat daraufhin einige Schritte zurück und sah die Gruppe mit durchdringendem und stolzen Blick an.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 31.07.2019, 09:30:02
"Er scheint nicht gegen uns kämpfen zu wollen. Was nun? Kennt sich irgendjemand mit solchen Kreaturen aus? Vielleicht können wir ihm ja etwas zu Fressen geben..." schlug Fiona vor.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 31.07.2019, 13:22:33
Jorfarel sah sich das ganze Geschehen mit Verwunderung an. Er selbst hätte niemals in diese Auseinandersetzung eingegriffen. Und wenn doch, dann wahrscheinlich auf Seiten des Echsenwesens und nicht der geflügelten Kreatur. Aber seine neuen Begleiter sahen das offenbar anders. Zumindest war er jetzt glücklich, sich nicht mit ihnen angelegt zu haben. Das war sicher nicht gut ausgegangen.
Fürs erste wartete er weiter ab. Er wusste nichts mit diesem Wesen anzufangen und verstand auch nicht, warum sie in diesen Kampf gestürmt waren. Außerdem schmerzen seine Augen noch immer von dem plötzlichen Fehlen Licht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 01.08.2019, 18:41:58
Erfüllt von der Macht seines Gottes verharrte der Priester Valkurs an Ort und Stelle und atmete schwer. Kara, die ihn seine Richtung sah, bemerkte augenblicklich das blau-knisternde Leuchten das in seinen Augen ... widerspiegelte? ... und den Seeräuberkapitän unter Spannung hielt. Mit geblähten Nüstern blickte sich Kylre um - offensichtlich auf der Suche nach einem Ziel, in welche er die angestaute Energie entladen konnte. Jofarel, der im Schatten verharrte, wurde den Gedanken nicht los, dass es gerade unklug wäre ein sichtbares Ziel abzugeben.

Nur langsam floss die Anspannung aus der Haltung des Ruathym, der nach einigen Momenten des sich Sammelns, auf Fionas Frage erwiderte: "Nein, auskennen tue ich mich nicht mit so was." Eigentlich wollte er dem Vieh nichts zu leide tun. Zu stolz und majestätisch erschien es ihm. Und dennoch... Das Knistern das in den Spitzen seiner Finger lauerte wollte nicht gebändigt sondern entladen werden! Seine Augen zu schmalen Schlitzen verengend, gab der Sturmpriester aber weder Blitz noch magischer Waffe den Befehl zum Angriff und wartete Weiteres ab. Vielleicht hatte Kara etwas Vernünftiges beizutragen.

Inzwischen stellte er enttäuscht fest, dass der Basilisk hatte auch keinen würdigen Gegner abgegeben hatte. Ebenso wenig wie die Hobgoblins. Ihn, Kylre, brannte es danach endlich auf einen Riesen zu treffen und seine Kräfte mit ihm zu messen. Mochte dieser Tag bald eintreffen!
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 04.08.2019, 10:14:10
Nachdem erstmal nichts geschah, drehte sich der Greif schließlich um und rannte ins dunkel davon und erhob sich schließlich in die Lüfte. Er flog in Richtung der Berge, aber weit konnten sie seinen Flug nicht verfolgen.

Nachdem nicht besonderes mehr hier zu tun war, ging die Gruppe zu ihrem Lager zurück und bald schliefen diejenigen, die keine Wache zu halten hatten, wieder tief und fest.

Die restliche Nacht verlief ruhig bis kurz vor Sonnenaufgang. Kara hatte gerade begonnen, ihre Sachen zusammen zu räumen und das Feuer vorzubereiten, als sie erneut ein furchtbares Gebrüll hörte. Es klang erneut nach einem Schrei des Greifen, aber viel weiter entfernt. Und es klang ähnlich wie die Schreie während des Kampfes vor wenigen Stunden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 06.08.2019, 09:32:34
Lautstark gähnend erwachte Kylre und streckte die Arme weit von sich und schmatzte schlaftrunken, ehe er sich die Augen rieb und in das morgendliche Zwielicht hinaus blinzelte. "Ein selten dummes Vieh." kommentierte er in Richtung Kara die das Ende ihrer Wache nutzte um bald aufbruchsbereit zu sein.

Sich erhebend, begann es der Ruathym seiner Kameradin gleich zu tun und alsbald war er fertig. "Wollen wir uns das erneut ansehen, oder den Riesen jagen gehen?" fragte während er auf einer Scheibe Brot kaute die ihm als Frühstück diente. Der Greif schien eine Hand dafür zu haben in Schwierigkeiten zu geraten. Und sie wollten ja größere Beute erlegen ...
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 07.08.2019, 19:50:11
Kara zuckte mit den Schultern. "Wir müssen weiter. Führt uns der Weg in die Richtung, so sei es." Kara weckte auch jene, die noch immer schliefen und verstaute Ausrüstungsgegenstände bei Grani, der geraume Zeit schon an verschiedenen Gräsern und Blättern knabberte.

Die Kriegerin war einem solchen Tier noch nie begegnet. Doch als Kind hatte sie einmal eine Abbildung von so einem geflügelten Wesen gesehen, das einen Reiter in die Schlacht trug. Auf einem Greifen die Schlachtreihen der Feinde durchbrechen...das wäre was!

Kara sah nach ihrem Sattel und überprüfte einige Riemen des Geschirrs, als sie aus den Augenwinkeln eine Bewegung wahrnahm. Der Dunkle. Er hatte sich dem nächtlichen Kampf nicht gestellt und das, obwohl seine Augen die Finsternis durchschauen konnten. Der Elf hatte abgewartet. Man konnte wohl nicht auf ihn zählen. Nun, an sich ja keine Überraschung. Doch wenn sie ehrlich wahr, so hätte Kara mehr erwartet und war auch ein wenig neugierig auf Jofarels Fähigkeiten gewesen. Im Ansehen der Kriegerin war der Dunkle auf jeden Fall seit der Attacke auf den Basilisken um einiges gefallen. Die Gruppe hatte nun vieleicht ein weiteres Paar Augen, aber anscheinend keine zusätzliche Klinge - zumindst keine, die mehr konnte, als ein Glöckchen an einem Stolperdraht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 08.08.2019, 20:22:49
Sie brachen ihr Lager also zügig ab und machten sich auf den Weg, immer weiter hinein in das Tal. Sie hatten erwartet, dass sie maximal eine Stunde reiten müssten, um dorthin zu kommen, wo was auch immer geschehen war. Aber sie entdeckten nichts. Bis mittags war ihnen immer noch nichts aufgefallen, doch bald nachdem sie ihre Reise nach einer kurzen Rast fortgesetzt hatten, fanden sie, wonach sie Ausschau gehalten hatten. Einen toten Greif. Es war ziemlich sicher dasselbe Tier, dem sie in der Nacht begegnet waren, denn es trug die Wunden des nächtlichen Kampfes. Und neue waren hinzu gekommen, große, tiefe Schnitte von einer sehr großen Klinge.

Sie zögerten nicht lange und sahen sich um. Bald entdeckten sie große Fußabdrücke, sehr große Fußabdrücke - hier musste ein Riese gewesen sein. Und sahen auch an einigen Stellen tiefe Furchen im Boden, dort wo die große Waffe offenbar ihr Ziel verfehlt hatte. Sie fanden auch Blut vom Gegner des Greifen, aber die Fußspuren führten weiter das Tal entlang. Von dort schienen die Spuren auch gekommen zu sein. Und in der Richtung, in die der Riese gegangen war, entdeckten sie in einiger Entfernung etwas hohes, einen Turm oder ähnliches, der hell in der Sonne glitzerte. Es war aber noch ein gutes Wegstück bis dorthin, sie würden es kaum bis zum Abend schaffen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 09.08.2019, 15:33:34
"Armes Ding!", sagte Gaston, während er sich des Greifen besah und ihn untersuchte.[1] "Greifen sind majestätische Wesen. In Cormyr soll es Ritter geben, die Greifen reiten. Sie sind Stoff vieler fabelhafter Geschichten, denen ich in jungen Jahren gelauscht habe. Jeder kannte Greifen und träumte davon, einen eigenen zu besitzen. Jahre später träumte ich noch immer davon, einen Greifen zu haben. Aber aus etwas anderen Gründen: Greifen-Eier sind eine Delikatesse, die Königen vorbehalten ist, und ein jedes kostet mehr 3.000 Goldstücke."

Dann wieder aufstehend fügte er hinzu: "Ich frage mich, warum er sich auf einen Kampf mit dem Riesen eingelassen hat. Oder wenn der Riese es war, der den Greifen zuerst angriff, dann frage ich mich, warum er den Kadaver hier liegenließ. Aber egal, lasst uns weiterreisen."

Während Sie den Spuren der Abdrücke weiter folgten, sah sich Gaston aufmerksam um und bemühte sich um Blickkontakt mit Fiona. Er fragte sich oft, was diese wohl dachte. Vor allem fragte er sich aber, warum sie sich auf Abenteuer eingelassen hatte. Sie sah überhaupt nicht so aus, als ob sie je der Ruf des Abenteuers ereilt hätte. Eigentlich sah sie vielmehr so aus, als hätte man sie aus Tiefwasser gerissen. Gaston nahm sich vor, Fiona später nach ihrer Geschichte zu fragen.

Als sie den Turm - oder was auch immer es sein mochte - am Horizont sahen, sagte Gaston: "Es ist schon fortgeschrittener Tag und vielleicht sind wir am letzten sicheren Ort angekommen. Ich bin müde und hungrig - und Kylre guckt auch schon wieder so grimmig. Vielleicht kann ich Euch überzeugen, eine Rast einzulegen? Morgen können wir ausgeruht weiterreisen."
 1. Medizin-Wurf: Ist es ein männlicher oder weiblicher Greif? Kann man irgendwie erkennen, ob er Jungen hatte oder wie alt er gewesen ist?
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 09.08.2019, 22:41:52
"Eier, was? Hmm...warum nicht Greifen Steak?" Kara besah sich den Kadaver. Sah doch noch genießbar aus. Auch sie kniete sich dazu und suchte den Körper ab. Augen...nein...Schnabel...ah...Kara zog ihren Dolch und versuchte einige der Krallen herauszulösen. Bestimmt waren die auch etwas Wert. Verschwendung war der Inselbewohnerin zuwider. Hätten sie nicht weiter müssen, so hätte Kara ausgeschlachtet was ging. Zumal Greifen für sie ganz neu waren.

Die ungleichen Gefährten hielten meist Formation und folgten den Spuren recht geradlinig. Bis sie die hohe Konstruktion sahen, verlief die weitere Reise recht wortkarg. Kara bemühte sich, so gut es ging, abzuschätzen, ob der Turm Verteidigungsanlagen haben könnte, und ob sie von ihm aus sichtbar wären. "Ich kann nichts erkennen. Vielleicht ruhen wir uns besser etwas aus und bleiben etwas abseits. Später können wir uns unauffällig nähern, anstatt blind in die Geschütze des Feindes zu laufen. Kapitän? Fiona?"

Kara ließ Grani am langen Zügel und griff nach ihrem Flachmann. Sie nahm einen tiefen Schluck und sah zu den Angesprochenen, dann zu Gaston. "Wie sieht's denn mit unserem Proviant aus? Gaston, wie wär's wenn du uns Neue auch mal an deinen von dir so gepriesenen Talenten teilhaben lässt?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 11.08.2019, 17:42:12
Mit dem allergrößten Vergnügen!“, sagte Gaston lächelnd. “Ich habe hier Wurzelgemüse, Zucchini, Auberginen, Tomaten, Speck und Kräuter. Daraus kann ich einen schönen, rustikalen Eintopf kochen. Dazu Rotwein und Käse zum Schluss.“ Etwas mit sich ringend, ergänzt er dann: “Was den Greifen angeht, so würde ich ihn lieber nicht essen, glaube ich. Es erscheint mir nicht richtig...
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Beitrag von: Kylre am 13.08.2019, 11:28:08
Nachdem sie den Kadaver hinter sich gelassen hatten und noch eine Weile geritten waren, lauschte Kylre dem sich anbahnenden Gespräch von Kara und Gaston. Sieh da! Der kleine Mann konnte sprechen. Und nicht nur das. Er konnte angeblich auch kochen und würde ihnen sogar etwas zubereiten.

Zustimmend brummend - ein Eintopf mit Speck und Kräutern klang wirklich annehmbar - hing Kylre seinen eigenen Gedanken nach und sah weiterhin grimmig - oder eben normal würde man in Ruathym sagen - drein.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 14.08.2019, 09:25:49
Jorfarel verfiel jetzt wieder in Schweigen, das viele Rede von seiner ersten Begegnung war fürs erste genug gewesen und er wusste nicht so recht, wie er sich diesen Leuten gegenüber verhalten sollte. Als es dann um die Ausgestaltung des Lagers ging, hielt er sich wieder zurück. Zu dem Turm sagte er aber: "Ich kann mir den Turm in der Dunkelheit einmal ansehen, ich brauche so oder so nicht ganz so viel Ruhe, wie ihr und in der Nacht wird kaum eine Kreatur mich überraschen oder entdecken können. Es hat gewisse Vorteile in der lichtlosen Finsternis des Unterreichs geboren zu werden, wenn es auch hier oben dunkel ist."[1]
 1. Das Ganze unter der Annahme, dass wir jetzt nicht mehr als drei oder vier Stunden von dem Turm entfernt sind und Jorfarel es dort tatsächlich nach eine Long Rest hin schafft. Er braucht als Elf ja nur 4h
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 16.08.2019, 20:44:04
"Die Schleicher sollen morgen beim ersten Tageslicht aufbrechen." zischte Kylre gereitzt auf Jorfarels Vorschlag hin und blickte - dieses mal tatsächlich - grimmig zu dem Drow und stach seine Blicke tief in den Dunkelelfen Assassinen.

Dieses vernarbte Spitzohr wollte doch tatsächlich zu seinen Freunden in den Turm gehen um sie des Nächtens vor der tapferen Gruppe um Kapitän Kylre Stormseeker zu warnen, auf dass das Gesindel einen gemeinen Hinterhalt legen konnte! NEIN! So nicht!

Als dem Ruathym diese Gedanken durch den Kopf schoßen und er fühlte wie sein Blut in Wallung geriet, schob sich seine rechte Pranke ohne sein Zutun zu seinem Streithammer und umfasste den Teil zwischen Kopf und Stiel so fest, dass seine Knöchel weiß hervor traten.

Nur weil Kara und er im Dunkel nicht zu sehen vermochten, mussten sie sich diesem hässlichen Vogel nicht noch mehr ausliefern!
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 16.08.2019, 22:10:52
Jofarel zuckte bei der gereizten Reaktion des Mannes mit den Schultern: "Wenn ihr meint, ist ein Risiko, weil bei Tag, wer auch immer in diesem Turm sieht sicher genau so gut sehen wird, wie jeder der sich nähert. Aber wenn ihr das vorzieht, bitte." Anschließend ließ er sich wieder im Schneidersitz im Lager nieder, wie am Abend zuvor und legte seine Waffe in den Schoß, um vor Gefahren gewarnt zu werden.
Er hielt es für einen Fehler bis Tagesanbruch zu warten, aber er war lange genug hier oben, um zu wissen, dass eine Aktion auf eigene Faust oder eine Diskussion ihm nur Probleme einbringen würde. Außerdem machte dieser Mann namens Kylre ihm Sorgen. Er schien nicht gerade eine ausgeglichene Persönlichkeit zu sein und Jofarel konnte auf einen Blitzschlag, wie die Echse in der vergangenen Nacht erdulden musste, gut verzichten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 17.08.2019, 19:57:07
Auf eine ruhige Art, die vermuten ließ, dass Kara sich bereits in der Vergangenheit in ähnlich aufgeladenen Situationen mit dem Kapitän befunden hatte, positionierte sich die Kriegerin aus Ruathym zwischen den Männern. Im Vorbeigehen legte sie kurz eine Handfläche auf Kylres Schwertarm und machte eine verneinende Geste. "Jofarels Natur könnte hilfreich sein und Feinde überraschen. Nur möchten wir selbst nicht von dir überrascht werden, Dunkler. Niemand hier kann wissen, was tatsächlich hinter deinem Auge vorgeht." Kara starrte in die Landschaft und schätzte die Zeit bis zur vollkommenen Finsternis. "Wir werden zum Kochen eine versenkte Feuerstelle verwenden und später in der Finsternis ohne Feuer wachen und schlafen. Wenn sie möchte, kann Fiona in der Dunkelheit herumschleichen, ansonsten brechen wir morgens auf, sobald wir etwas sehen können."

Gaston schien bereits eifrig am Werk, doch bis zum Essen würde es wohl noch etwas dauern. Kara zog ihren Dolch und grub damit ein Loch in den Boden. Der Durchmesser der Feuerstelle entsprach in etwa der Länge von Karas Unterarm und sie war doppelt so tief. In einiger Entfernung grub Kara ein kleineres, schräges Loch, welches zu einem Tunnel wurde, der mit dem ersten Loch zusammentraf. Dies würde dem Feuer genügend Luft zuführen. Während sie nun im ersten Loch mithilfe umliegender Gräser und Äste ein kleineres Feuer startete, meinte Kara mit einem Seitenblick auf die Spitze des dunklen Bauwerks in einiger Entfernung: "Die sagenumwobensten Türme auf Ruathym sind bestimmt die Leuchttürme, nicht wahr, Kylre? Es gibt kaum einen, der nicht verflucht, verhext oder besessen ist."

Der erfahrenen Kriegerin war es mittlerweile gelungen ein gleißendes Feuer zu entfachen, das kaum Rauch fabrizierte. Nun suchte sie nach geeigneten Ästen um einen simplen Rost für Gastons Kochgeschirr zu fertigen. Die Stimmung schien ihr immernoch angespannt und der Hunger in ihren Mägen half nicht. "Vielleicht erzähle ich euch später vom Brandhengst bei Volundstorn." Kara ließ sich neben Jofarel nahe am Feuer nieder.

"Du ziehst alleine. Du suchst den Kampf nicht. Trinkst du?" Kara bot dem Dunklen ihre Trinkflasche an. Man musste sich irgendwie ein wenig besser kennenlernen, wollte man jemals etwas Vertrauen schöpfen können. "Während wir auf den Meistereintopf warten, erzähl uns doch etwas von deinen Reisen, Jofarel."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 17.08.2019, 23:18:32
Zögerlich griff Jofarel nach der Flasche und nahm einen vorsichtigen Schluck: "Nun, ich kann es euch nicht verdenken, die Dunkelheit dürfte für euch, die ihr sie nicht durchdringen könnt mit euren Blicken ähnlich bedrohlich sein, wie es der strahlende Sonnenschein, der meine Augen blendet, für mich ist. Und um eure Frage zu beantworten, ja ich trinke, wenn auch selten. Die Wildnis hält nicht viel bereit, was das angeht, und Siedlungen meide ich für gewöhnlich. Denn die Geschichten von meinen Reisen laufen immer gleich ab. Ich komme an einen Ort, irgendjemand hat das Bedürfnis sich abzureagieren, ich verlasse den Ort wieder. Nicht sonderlich spannend. Aber das trinken macht es manchmal erträglich, zumindest für eine Weile. Nur meistens geht es am Ende dann doch übel aus.
Ich könnte euch von der lichtlosen Finsternis unter unseren Füßen erzählen, aber die Geschichten von dort sind fremd und ich wünsche euch, dass ihr niemals einen Fuß in diese Tiefen setzen müsst. Sie sind ein lebensfeindlicher und grausamer Ort. Nicht umsonst habe ich mir die Oberfläche als Wohnstatt gewählt, auch wenn hier das Licht der Sonne Tag für Tag in meinen Augen brennt und die Bewohner mir nicht viel mehr entgegenbringen als Hass und Missgunst."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 18.08.2019, 19:15:46
Kara nahm die Flasche wieder an sich und setzte ohne zu zögern zu einem weiteren Schluck an. Sie verharrte einen kurzen Augenblick, in dem sie auf die Erde zwischen ihren Füßen sah. "Du reist also, weil du auf der Suche nach einer neuen Heimat bist? Ganz allein in der Wildnis ist's wohl zu einsam und mit anderen gemeinsam ist's hier in den Ansiedlungen unmöglich. Hm." Der Dunkle konnte die ganze Welt frei durchwandern und steckte trotzdem in seinem Dilemma fest. Auch Ruathym hatte man schon mit den Worten lebensfeindlich und grausam bedacht, doch die Kriegerin fühlte sich sehr verwurzelt mit der kargen Insel. Ohne ein Stückchen alter Heimat in der Seele, so ganz ohne Ankerpunkt und ohne Ziel...

Ein angenehmer Geruch lenkte die Kriegerin von ihren Gedanken ab und holte sie ins Hier und Jetzt zurück.

Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 19.08.2019, 09:32:46
Jofarel schwieg für einen Augenblick. "Auf der Suche nach Heimat?" Er wusste nicht einmal, was genau dieses Wort bezeichnen sollte. Das gesamte Konzept war ihm fremd. Ging es um einen Geburtsort? Oder einfach um den Ort an dem man lebt? Nachdenklich blickte er in die Dunkelheit, um sein verbliebenes Auge zu schonen: "Ich weiß nicht. Es ist nicht so, dass ich sonderlich bewusst entscheiden würde, wohin mein Weg mich führt. Oder dass ich irgendetwas suchen würde. Es geschehen Dinge und es ergeben sich Möglichkeiten. Damit muss man umgehen. Und dann geschieht wieder etwas anderes."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 19.08.2019, 15:44:02
"Manchmal ist es auch von Vorteil, so ein Halbblut zu sein, wie ich es bin. Halb Mensch, halb Elf. Mich stören weder die hellen Strahlen der Sonne, noch vermag die Finsternis es, meinen Blick allzusehr zu behindern. Wie dem auch sei, wir müssen wohl erst ein wenig mehr Vertrauen ineinander finden. Vielleicht gelangen wir ja noch dorthin."

Beim Abendessen lauschte die Halbelfin dem Austausch zwischen Kara und dem Drow.

"Das heißt, Du hast garkein richtiges Ziel, oder? Also, Du bist einfach nur hier, weil Du nicht dort sein willst? Und lebst so von einem Tag zum anderen, weißt aber auch nicht so recht, was Du mit Deiner Zeit hier oben anfangen willst? Lässt Dich einfach nur treiben... Das kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen, wie das sein mag. Ich hatte immer irgendwelche Aufgaben, schon in jungen Jahren."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 19.08.2019, 16:08:02
Der Dunkelelf zuckte wieder ratlos mit den Schultern. Er hatte sich noch nie so recht Gedanken darum gemacht oder sie zumindest nicht laut ausgesprochen. Es war etwas anderes, ob er Dinge aufschrieb, die ihm selbst im Kopf umherschwirrten oder ob andere Fragen stellten und ihre eigene Sichtweise äußerten: "Für jemanden wie mich ist hier oben so oder so nichts von Dauer. Also warum sollte ich mich damit abmühen, an irgendetwas festzuhalten, wenn es einem so oder so wieder entrissen wird? Es ist besser als die Alternative, die am Ende doch immer nur in Schmerz und Verlust endet."
Etwas gedankenverloren strich Jofarel sich die Stoffbinde, die seine leere Augenhöhle bedeckte. Nur selten dachte er an den Tag, an dem er sein Auge verloren hatte - und vieles mehr. Aber das bedeutete nicht, dass er es jemals vergessen konnte. Ein erster Schritt, hinter den er nicht mehr zurück konnte, aber auch um keinen Preis zurück wollte. Aber er wollte nun nicht weiter darüber reden, deshalb nutze er die Gelegenheit, die sich gerade geboten hatte: "Wo wir gerade von Aufgaben und Zielen sprechen: es kommt mir doch ein wenig komisch vor, dass eine Truppe wie ihr durch die Wildnis zielt auf der Jagd nach einem einzelnen Riesen, von dem ihr doch nicht viel mehr zu wissen scheint als Gerüchte."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 19.08.2019, 17:49:35
"Es ist auch nicht die ganze Wahrheit," erklärte Fiona, nicht dass das nicht ohnehin offensichtlich genug war.

"Es gibt ganz sicher mehr als nur diesen einen Riesen hier. Gerüchte über Vorfälle gibt es in der ganzen Region. Wir selbst, jedenfalls Gaston und ich, waren erst vor Kurzem oben im Eiswindtal und haben dort einen Überfall von einer ganzen Schar von Frostriesen auf eine der Zehnstädte vereitelt. Und jetzt gehen wir eben weiteren Spuren nach. Eine davon hat uns hierher geführt."

"Und natürlich machen wir das alles auch nicht aus einer Laune heraus. Wir haben selbstverständlich Auftraggeber, für die wir hier nach dem Rechten sehen. Kara und Kylre sind auch erst vor einigen Tagen zu uns gestoßen, eine glückliche Fügung, da unsere anderen Begleiter sich nach der Rückkehr aus dem Eiswindtal in andere Richtungen aufmachen mussten."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 19.08.2019, 20:44:01
Gaston lauschte dem Gespräch der Gruppe kauend. Er wusste nicht recht, was er von dem Dunkelelfen halten mochte. Irgendwie misstraute er dem Dunkelelfen. Ihre Boshaftigkeit und Verschlagenheit waren wohlbekannt. Andererseits war er als der Halbling, der er nun war, auch wenig bereit, eine Person an seinem Lagerfeuer lange fremd zu bleiben. Also stach er seinen Löffel in die Schüssel. "Warum bist Du denn nun auf der Erdoberfläche unterwegs? Ich ahne eine tragische Geschichte. Hat das etwas mit den Narben in Deinem Gesicht zu tun? Männchen können in der Dunkelelfengesellschaft ein schweres Geschick erfahren, habe ich gehört."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 19.08.2019, 20:59:58
Jofarel zögerte bei der Frage des Halblings einen Augenblick. Außer mit dem Pergament seines Buches hatte er diese Dinge noch mit niemandem geteilt. Und er wollte nicht zurück an diesen Ort, nicht einmal in seinen Gedanken: "Wie ich bereits sagte, das Unterreich ist ein finsterer und gefährlicher Ort voll von Bedrohungen. Ich habe nicht das Bedürfnis dorthin zurückzukehren. Und auch nicht die Möglichkeit. Aber was ihr sagt stimmt zumindest zum Teil. Die Städte der Dunkelefen und die einzelnen Häusern werden von den Priesterinnen der Spinnenkönigin beherrscht. Aber das bedeutet nicht, dass es den Männchen" – das Wort kam Jofarel komisch vor. Es fühlte sich an, als würde er von Tieren sprechen, aber die Oberflächenbewohner würden schon wissen, wie ihre Sprache funktionierte – "notwendigerweise schlecht geht. Es ist wie hier oben auch, man muss nicht an der Spitze der Herrschaft stehen, um ein gutes Leben führen zu können.
Und was die Narben anbelangt. Einige stammen aus dem Unterreich, andere von der Oberfläche. Aber die Geschichte ist meistens dieselbe. Jemand mit mehr Macht als ich suchte einen Schuldigen für einen Fehlschlag oder ein Ventil für seinen Zorn. Man lernt sehr viel über andere Lebewesen, Männchen wie Weibchen, wenn man sie in diesen Situationen erlebt. Aber es ist den Preis kaum wert. Auch wenn sich Geschichten daraus spinnen lassen. Ich mag euch einige davon irgendwann einmal erzählen. Aber es ist wie eure Anführerin bereits sagte, an diesem Punkt sind wir noch nicht angekommen. Vielleicht erreichen wir ihn irgendwann."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 31.08.2019, 12:22:26
"Es ist für mich nicht so ganz nachvollziehbar, muss ich gestehen. Natürlich gibt es hier oben auch einen Überlebenskampf. Entweder Deine Geschäftsidee ist gut und Du kannst Dich gut verkaufen - dann schaffst Du es auch nach oben. Wenn Du aber ohne Mittel bist und auch nicht gut bei anderen ankommst, dann landest Du auf der Straße und bist ein Niemand. Hunger und Durst sind ein Problem, aber Dein Leben ist nicht direkt bedroht. Niemand wird hier oben einfach umgebracht, wenn er unbequem wird oder nutzlos wird. Außer Du wächst unter Orks auf." Gaston hielt inne und räusperte sich. "Womit ich nicht sagen wollte, das Orks und Dunkelelfen in irgendeiner Weise vergleichbar seien."

"Wie auch immer. Ich halte Deine Idee, den Feind auszuspähen für keine schlechte Idee. Vielleicht willst Du vorangehen?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 31.08.2019, 18:48:59
Mit Hilfe von Karas vertrautem Griff ein wenig die Fassung zurück erlangend, hatte sich der Seeräuber abgewandt und nur mehr mit halbem Ohr die Unterhaltung verfolgt. Statt dessen hatte er Hammer und Schild beiseite gelegt als bemerkte, dass auch die beiden Frauen dagegen waren den Dunkelhäutigen so weit zu vertrauen, dass sie ihn ganz aus den Augen ließen.

Sich gegenüber von Jofarel einen Platz am Feuer suchend, grunzte der Ruathym zustimmend als die Rede auf die verhexten Leuchttürme seiner Heimat kam. Irgendwie vermisste er die raue See mehr als er sich eingestehen mochte stellte er bei dem Gedanken an zuhause wehmütig fest.

Als Gaston, der ja gerade kochte, den Vorschlag brachte, dass der Elf als erster ausspähen gehen sollte, zog Kylre seine Stiefel aus und streckte seine haarigen - für einen Menschen - Zehen in Richtung des Feuers und wackelte mit ihnen ehe er schnaufte: "Eine gute Idee. Aber erst morgen. Für heute reicht es." Dann hob er den Blick und überprüfte dabei wie weit das Essen schon gediehen war.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 08.09.2019, 11:01:54
Die Gruppe nutzte also die Gelegenheit für eine ausgiebige rast und nach dem Essen fanden alle etwas, was zu tun war, einige reinigten und pflegten ihre Klingen, andere ihr Kochgeschirr. Und irgendwann legten sie sich schlafen. In dieser Nacht blieb alles ruhig und so konnten sie am nächsten Morgen erholt aufbrechen.
Der Himmel war grau und es würde einige Zeit dämmrig bleiben, was der Gruppe entgegen kam. Die Gruppe brach zunächst gemeinsam auf, denn der Weg zu dem Objekt war zu weit, um sich schon zu trennen. Aber irgendwann trennten sie sich, diejenigen, die voran schleichen wollten, machten sich auf und der Rest der Gruppe folgte in einiger Entfernung.

Bald konnten sie mehr erkennen, vor ihnen lag ein Hügel, auf des dem sich eine Felsenspitze aus weißen Stein erhob, vielleicht fünfzig Meter hoch. Er sah aus wie ein riesiger Zahn, der in der Erde steckte. Der Hügel selbst hatte einen Durchmesser von gut 20 Metern. Neben dem Zahn sahen sie auf dem Hügel einige kleinere Steinbrocken verstreut herumliegen, die allerdings vermutlich ebenfalls mannshoch waren. Die Spuren des Riesen führten direkt dorthin. Die Späher konnten dort allerdings niemand sehen, keinen Riesen und auch sonst niemanden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 09.09.2019, 11:09:52
Im Morgengrauen hatte Kylre diejenigen aus dem Schlafsack geworfen die es nicht gewöhnt waren mit der Sonne aufzustehen. Dann hatte er seine wenige Habe in einen großen Rucksack und die Satteltaschen vollgeräumt und sich um den Rest des Lagers gekümmert, während Kara sich um die Tiere gekümmert hatte. Es war besser so. Die Ungeduld des Seeräubers schien die Tiere oft anzustecken und damit war niemandem geholfen.

Als sie dann aufbrachen funkelten Kylres Augen im Morgenlicht - der Tag versprach einen würdigen Kampf! - während er seinen Mantel enger um sich schlug um der kalten Morgenluft möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Derart eingewickelt blickte der Mann von den fernen Inseln zielstrebig nach vorne und vergaß für diesen Moment die Sehnsucht nach der See, ehe er beim Anblick des mitreisenden Gnoms einen anderen Einfall hatte. Vielleicht würde ihm Gaston ja einen Fisch zubereiten um zu beweisen, dass er auch dies vermochte? Das wäre nicht zu verachten...

Als sie kurz darauf in einiger Entfernung vor dem Turm Aufstellung nahmen und sich aufteilten, wartete der Sturmpriester vorerst auf Berichte oder das Ausbrechen von Kampfhandlungen. Einen Riesen vor dem Mittagessen zu erlegen! Welch glorreicher Tag!
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 13.09.2019, 10:57:45
Jofarel hatte die Nacht erneut nur in Trance verbracht. Es war ein merkwürdiges Gefühl unter diesen Fremden. Er konnte sie noch nicht so recht einschätzen. Der grimmige Mann schien besonders unfreundlich, die anderen eher unentschlossen, aber zumindest offene Feindseligkeit schlug ihm nicht entgegen. Das war geradezu erfrischend. Sobald er genug geruht hatte, nahm er sich die Zeit, um niederzuschreiben, was in den letzten Tagen geschehen war. Er wählte dafür eine Stunde in der tiefsten Nacht, in der nur das Licht des Mondes und der Sterne auf ihn fiel und er tat es so, dass es nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit von den wachenden Begleitern erfuhr.
Am nächsten Morgen dann, als sie aufbrachen, war Jofarel wieder eher wortkarg. Er dankte dafür, dass Wolken am Himmel waren und ihn die Sonne fürs erste nicht quälen würde. Schließlich trennte er sich von der Truppe, um diesen Turm oder was auch immer es war genauer in Augenschein zu nehmen. Es gab nicht viel zu sehen, insbesondere für den Dunkelelfen dessen Augen sich noch immer nicht so recht an die Oberfläche gewöhnt hatten. Wahrscheinlich würden sie es niemals tun. Als er nichts entdeckte schlich er näher heran, jetzt von neuem in seinem Element. Alte Gewohntheiten vergaß man nicht. Sollte es tatsächlich so sein, dass dieser Turm, oder Felszahn oder was immer es war, gänzlich verlassen war. Er würde es herausfinden.[1]
 1. Jofarel geht noch ein Stück naher ran, Stealth 22, Perception 5
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 17.09.2019, 13:17:26
Fiona hielt sich ersteinmal zurück, als der Drow - wie selbstverständlich - begann, voranzuschleichen. Sollte er sich nocheinmal zu ihnen umdrehen, so würde sie ihm zunicken und mit Gesten klarmachen, dass sie erstmal abwarten würden.

Zu ihren Begleitern sagte sie daher auch in leisem Ton: "Warten wir erstmal ab, ob er etwas findet. Je mehr sich näher heranbegeben, desto wahrscheinlicher werden wir auch entdeckt."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 17.09.2019, 19:39:50
Kara hielt einen Moment inne und sah zuerst Fiona, dann Kylre an. Dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf den davonschleichenden Elfen. Er war höflich genug, doch sie kannte ihn nicht. Sie konnte ihm nicht trauen. Sie würde sich nicht einfach in eine mögliche Falle begeben. Sie war keine Anfängerin.

Sie schlich hinterher[1].

Alle Sinne gespannt blieb sie etwas hinter dem Dunklen zurück, doch versuchte Kara nahe genug dran zu bleiben, dass sie es vermutlich würde hören können, wenn etwas geflüstert wurde. Die Kriegerin ging nicht davon aus, dass er ihre Gruppe in einen Hinterhalt führen würde, doch ausschließen konnte sie zu diesem Zeitpunkt nichts. Auch ihrer weiteren Umgebung schenkte sie gebührende Aufmerksamkeit[2]. Was sollte dieses seltsame Gebilde? Lauerten Feinde auf sie? Woher konnte die Gefahr kommen? Wo gab es günstige Punkte, Schwachstellen oder Deckung?
 1. stealth: 24
 2. perception: 18
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 20.09.2019, 16:30:26
Jofarel und Kara schlichen auf leisen Sohlen in Richtung der Steinspitze, oder was immer es genau war. Einen Riesen sahen sie auch nicht, als sie näher heran kamen. Und dann schien die Sonne plötzlich durch ein Wolkenloch, so dass Jofarel fast nichts mehr sehen konnte. Aber Kara hatte mehr Glück, denn auf dem Hügel, ziemlich nah bei der Felsspitze, sah sie drei Männer stehen, Menschen, in Felle gehüllt mit Hämmern und Äxten bewaffnet, die vermutlich die Umgebung im Auge behalten sollten, aber darin nicht besonders gut waren. Die Männer hatten die beiden offensichtlich noch nicht bemerkt, aber viel näher würden Jofarel und Kara wohl nicht kommen, ohne entdeckt zu werden.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 24.09.2019, 21:07:10
Der sichere Weg - wenngleich nicht der unterhaltsamste - war sicherlich zu den Gefährten zurückzukehren und Bericht zu erstatten. Mit einigen Gesten hatte sich Kara mit dem Dunklen ausgetauscht und trat, einen letzten wertenden Blick gegen die Besatzer richtend, den Rückzug an. Sie wollte sich vor allem mit Kylre austauschen. Man könnte noch die andere Seite auskundschaften, oder gleich über die Flanke gehen. Wieviel mehr Feinde sich im Verborgenen aufhielten, das würden sie auf dem einen oder anderen Wege erfahren.

Erstaunlich geschmeidig bewegte sich die große Kriegerin durchs Unterholz zurück zu den anderen. Keine Spur von einem Riesen. Enttäuschend. Hoffentlich befanden sich einige würdige Krieger unter den Barbaren. Hoffentlich würden sie nicht mit sich handeln lassen...
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 25.09.2019, 10:05:24
Und auch Kylre war sichtlich enttäuscht als er diese Kunde erhielt. "Aber die Spuren des Riesens...?! Die führen doch hier her!" bellte er aufgebracht und blickte erwartungsvoll in die Gesichter seiner Kameraden, ganz so als erhoffe er sich, dass es sich um einen Irrtum handelte und sie ihm den versprochenen Riesen doch noch verschaffen konnten.

Als niemand nach vorne trat um dies zu tun, knurrte der Hüne verdrossen und spuckte kräftig aus während er böse fluchte. Dann blickte er zu Kara und fragte: "Wollen wir uns diese Fellscheißer noch ansehen, oder ziehen wir weiter? So ein Riese kann sich ja schließlich nicht in Luft auflösen..."

Offensichtlich sah der Kapitän der Wavedancer wenig Verlockung darin sich hier mit einigen Barbaren zu balgen, während da draußen irgendwo ein lohnender Riese unterwegs war.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 25.09.2019, 12:07:32
"Es soll auch Magie geben, mit der man sich in andere Wesen verwandeln kann," meinte Fiona. "Vielleicht sollten wir einfach nicht allzu vorschnell Schlüsse ziehen. Ich würde auf jeden Fall einmal mit den Leuten sprechen, wenn sie denn dazu bereit sind. Immerhin sind sie hier und im Zweifelsfall haben sie vielleicht etwas gesehen."
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 26.09.2019, 19:53:19
"Meinetwegen sprich mit ihnen. Ich stehe gerne hinter dir und polier schon mal meine Axt." Kara grinste Fiona an, als ob sie den Ausgang ihres Unterfangens bereits vorhersehen könne. Es schien die Kriegerin nicht zu stören, dass sie sich etwas länger mit den Barbaren aufhalten wollten. Vielleicht gab es in dem seltsamen Gebilde ja noch Beute zu holen. Die drei Wächter, falls man die unaufmerksamen Männer denn so nennen konnte, bewachten sicher nicht aus Spaß diese Steinspitze. "Vielleicht macht es aber Sinn, einen oder zwei von uns im Hinterhalt zu lassen. Für alle Fälle." Sie blickte in Richtung des Dunkelelfen und klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. "Wenn dich die Sonne zu sehr blendet, dann lauf einfach auf den Kampflärm zu - sollte es dazu kommen - und hau ordentlich drauf!"

Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 28.09.2019, 19:05:52
"Ok, gut. Dann los!"

Nach Karas Vorschlag an Jofarel machte Fiona sich eine mentale Notiz, im Falle eines Kampfes nicht allzuviel Lärm zu machen.

Die Zauberin ging voraus in die Richtung, wo Kara und Jofarel die Männer gesehen hatten. Sie vergewisserte sich aber, dass zumindest ein Teil der anderen sie begleitete, die Männer sollten schließlich nicht auf dumme Gedanken kommen.

Da sie sich offen näherten, wurden sie natürlich auch recht bald bemerkt. Fiona zeigte ihre offenen Handflächen vor, als Zeichen, dass sie nicht auf Streit auswaren. In einiger Entfernung ließen die Männer sie schließlich wissen, dass dies nun wohl nah genug sei. Gut so, sie hatten offensichtlich genug Respekt und sahen sie als ernstzunehmende Gefahr an.

"Einen Guten Tag wünsche ich! Ihr seht so aus, als ob ihr euch hier in der Gegend gut auskennt. Vielleicht könnt ihr uns bei einer Sache behilflich sein?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 29.09.2019, 10:45:32
Die Männer zogen ihre Waffen, Äxte und Schwerter, als die Gruppe sich näherte, einer auch eine Armbrust, aber sie warteten ab. Als Fiona sie dann ansprach, zog einer ein Horn unter seinem Mantel hervor und blies hinein. Es dauerte nicht lang und man hörte Pferde hinter dem Hügel und kurz danach näherte sich eine kleine Gruppe von Barbaren auf stämmigen Pferden. Sie kamen schnell näher, steuerten direkt auf die Gruppe zu und wurden auch nicht langsamer.[1]
 1. Ihr habt das Gefühl, dass die Pferde euch gleich niedertrampeln
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 29.09.2019, 10:53:07
Fiona ließ sich davon nicht beirren. Vermutlich wollten die Barbaren nur ihre Stärke demonstrieren. Vielleicht würden sie sie auch direkt angreifen, das wäre zwar unerfreulich, aber dennoch ein Risiko, welches sie hier eingehen mussten, um vielleicht an Informationen über den Riesen zu gelangen.

Daher blieb die Halbelfin standhaft, beobachtete aber genau, was die Reiter taten. Sollten sie ihre Waffen bereitmachen und sich wirklich direkt an sie heranbewegen, so würde sie bereit sein[1].
 1. Bereithalten, um Darkness zu zaubern (mit Sorcery Points), falls die Barbaren uns wirklich angreifen sollten. Aber auch wirklich erst im letzten Moment.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 30.09.2019, 11:19:29
Mit den Frauen war Kylre mitgestapft und hatte die Barbaren kritisch beäugt. Welch Pack! Kleine stinkende Pferde, anstatt stolze Drachenboote. Und dann wagten sie es tatsächlich noch sich derart zu gebärden.

Breitbeinig nahm der Seeräuber-Kapitän einige Schritte rechts von Fiona Aufstellung und bleckte die groben Zähne. Blitzschnell seine Finger spreizend, blickte er den heran nahenden Reitern blutdurstig entgegen und bereitete eine kleine Überraschung für sie vor.[1]
 1. Wenn Sie 10 Fuß an Kylre heran kommen, dann lässt er eine Thunderwave (https://dnd5e.fandom.com/wiki/Thunderwave) auf Level 2 los. Die betrifft dann natürlich auch die Pferde. Die Wave spricht er so, dass a) er nicht niedergeritten wird, und b) aber trotzdem möglichst viele von ihnen betroffen sind. DC: 15 Con-Save, sonst 10 sind alle (& alles) innerhalb des Wirkungsbereichs 15 Fuss um 10 Fuss weg gepusht u. bekommen schaden. Siehe Text. *s*
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 30.09.2019, 19:39:14
"Oh, wie ich das hasse, dass die großen Leute immer so einen riesigen Auftritt brauchen.", rief Gaston und setzte sich in Bewegung. Im Laufen zog Gaston seine Schleuder, las zwei schöne Kiesel vom Boden auf und suchte sich eine gute Position, um das Leder kreisen zu lassen. Er ließ das Schlaufen-Ende los und schickte die Kiesel in Richtung seiner Ziele los. Ein Kiesel traf das Knie des Barbaren und der andere sein Horn.[1]
 1. Angriff mit 23 und 28. Str-Rettungswurf gegen SG 14 oder der Barbar fällt.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 01.10.2019, 17:24:10
"Ich bleibe dann mal lieber außer Sicht", war alles, was der Dunkelelf sagte, bevor er sich von der Gruppe entfernte. Sein Erscheinungsbild hätte wohl jeden Barbaren dazu gebracht, umgehend anzugreifen. Also war es mit Sicherheit klüger, dass ihr nicht bei ihnen war. Trotzdem hielt er nur ein wenig Abstand, damit er schnell eingreifen konnte, sollte es erforderlich werden. Denn diese Barbaren waren ein jähzorniges Volk, soviel hatte er in seiner Zeit an der Oberfläche schon gelernt. Im Zweifel war es besser für ein Kampf bereit zu sein.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 03.10.2019, 12:58:57
Die Pferde preschten also heran und genau in dem Moment als Fiona bemerkte, dass sie die Pferde bremsen wollten[1], wirkte Kylre seinen Zauber, und unter kräftigem Getöse stürzten zwei Pferde zu Boden, ein drittes konnte gerade noch ausweichen, weitere zwei Pferde dahinter brachen zur Seite aus und begannen einen weiten Bogen um die Gruppe zu reiten.

Der Mann auf dem Hügel wurde von den Steinen getroffen und ließ vor Schreck das Horn fallen und stürzte hin.
[2]
 1. du kannst entscheiden, ob du den Zauber wirken möchtest oder nicht
 2. Bitte alle einmal Ini
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 03.10.2019, 18:33:35
"Hohoho!" brüllte Kylre begeistert als er die Pferde sah, die mitsamt ihren Reitern von der Wucht seiner Magie davon geschleudert wurden.[1] Den Hammergriff fester packend, blickte er zu Kara und schenkte ihr ein breites Grinsen, welches einem Kind zur Zeit seines Geburtstag um nichts an Freude nachstand. Dann stapfte er vorwärts bereit den Hammer auf den erstbesten Schädel niedersausen zu lassen, der sich vor ihm im Gras erhob.
 1. läppische 8 Punkte Schaden für diejenigen die es nicht geschafft haben, 4 Punkte Schaden für die mit bestandenen Save
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Beitrag von: Jofarel Xorlarrin am 06.10.2019, 19:16:59
Jofarel beobachtete das Geschehen von seinem Versteck aus und hielt seine Handarmbrust bereit. Diese Barbaren waren wehrhaft, aber der ungestüme Mann schien sich davon nicht abbringen zu lassen. Mehr und mehr gelangte der Dunkelelf zu dem Eindruck, dass dessen Strategie in erster Linie war zunächst zuzuschlagen und dann Fragen zu stellen. Ein Glück, dass er nicht direkt an ihn geraten war, bei ihrer ersten Bewegung. Zunächst wartete Jofarel aber noch in seinem Versteck ab, was die anderen taten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Gaston am 07.10.2019, 19:59:23
Hatte Gaston nicht eben noch darüber gefixt, dass die Barbaren diesen lächerlichen Auftritt brauchten, um ihre Größe zu demonstrieren? Fassungslos beobachtete er Kylre, wie dieser eine Schockwelle zauberte und seinen Hammer schwang. Gaston seufzte. Es war klar, wie das jetzt enden würde.

So schnell er konnte lief er zu dem Barbaren mit - oder besser: ohne - das Horn und zog im Laufen sein Messer.[1]
 1. Move und ggf. double move zu dem Barbaren. Wenn noch eine Aktion übrig ist, würde ich Gaston gerne den Barbaren mit dem Messer bedrohen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 09.10.2019, 20:11:47
Ohne einen Gedanken an irgendwelche Eventualitäten zu verschwenden, nahm Kara der Gewohnheit nach den Platz an Kylres Seite ein. Sich gleichzeitig zwischen den Angreifern und der hübschen Magierin platzierend, richtete die Kriegerin die mächtige Axt auf den zweiten Gefallenen. Ihre Körperhaltung ließ keinen Raum für Zweifel zu. Jedwede unbedachte Bewegung könnte das Ende des Barbaren bedeuten, der angeschlagen zu ihren Füßen lag[1].
 1. Ready Action, bei Angriff.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 10.10.2019, 10:54:35
Seinen mächtigen Streithammer erhoben, blickte Kylre mit einem grausamen Grinsen auf den gestürzten Barbaren herab und knurrte zwischen gebleckten Zähnen hervor: "Erhebe dich nicht und ruf deine Freunde zurück oder ihr beide" dabei huschte sein Blick zu dem schweren Hammerkopf "macht innige Bekanntschaft."[1]

Seite an Seite mit Kara wartete der Ruathym kampfeshungrig was nun geschehen würde.
 1. Ready Action: sollte er aufstehen, angreifen oder wir von außen angegriffen werden, schlägt Kylre zu. Wenn nur gesprochen wird, vorerst nicht.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 10.10.2019, 12:42:41
Fiona nickte Kara dankbar zu, als diese sich schützend nach vorne stellte. Eigentlich hatte sie ja angenommen, dass sich das hier friedlich lösen ließ, aber ob das jetzt noch möglich war, da war sich die Zauberin nicht sicher.

Daher trat sie auch selbst lieber noch einen weiteren Schritt zurück, um im Zweifelsfall nicht im Weg zu stehen und vor allem nicht direkt bei einem der Barbaren.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Blutschwinge am 10.10.2019, 13:55:52
Sie sahen das Glitzern in den Augen der Männer am Boden und erwarteten, dass diese aufspringen und sterben würden, die Männer auf den Pferden ritten derweil in einem Kreis um die Gruppe. Für einen Moment schien alles den Atem anzuhalten, die Ruhe vor dem Sturm, der gleich ausbrechen würde.

Doch plötzlich zerriss ein anderes Geräusch die Szene, mit einem lauten Schrei kam ein Greiff wie aus dem Nichts geflogen und landete direkt vor Kara und Kylre, die Schwingen zum Angriff erhoben und den Schnabel aggressiv nach vorne gestreckt. Aber das Wesen zögerte und drohte, es würde keinen Kampf eröffnen.

Gaston sah, wie der Mann auf dem Hügel aufstand und seine Waffe nahm und hinter ihm ein gutes Dutzend von Barbaren sich dem vorderen Rand des Hügels näherten.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Fiona am 10.10.2019, 14:10:48
Na, vielleicht wird das ja doch noch was... ist das etwa derselbe Greif, den wir in der Nacht gesehen haben? wunderte sich Fiona und betrachtete das Wesen eindringlich, um zu sehen, ob sie es wohl wiedererkennen konnte.

Sie fragte das dann auch gleich in die Runde, es konnte sicher nicht schaden, wenn die Barbaren das mitbekommen würden.

"Hey, is das nicht der Greif, dem wir gestern Nacht geholfen haben, als er gegen dieses andere Ungetüm gekämpft hat?"
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kylre am 11.10.2019, 09:50:33
"Wer kann das schon sagen? Aber sieht ganz danach aus" grollte der Seeräuber-Kapitän widerwillig nickend während sein Blick zwischen dem Greifen und dem Barbaren vor sich am Boden hin und her streifte; offensichlich nicht glücklich über die Entwicklung und für diesen Moment unentschlossen.

Den schweren Kriegshammer schließlich nicht mehr lebensbedrohend über den Kopf des liegenden Kriegers zum Schlag bereit haltend, beschloß Kylre keinen Kampf auszufechten wenn es sich nicht sein musste. Mit einem Seitenblick zu Kara und Fiona wartete er für diesen Augenblick ab. Vielleicht wollten die Damen ja mit den Fellmützen sprechen? Sollte sich die Lage wieder etwas... anspannen, dann waren der Ruathym und die Magie Valkurs über die Kylre gebot, mehr als nur bereit hier äußerst spontan für Blitz und Donner zu sorgen.
Titel: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
Beitrag von: Kara Stendahl am 14.10.2019, 19:07:33
Kara verharrte weiterhin in ihrer Position.