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Online-RPGs Pathfinder => Ein Königreich für Erastil => Thema gestartet von: Blutschwinge am 28.05.2018, 17:44:15

Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 28.05.2018, 17:44:15
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Taradae III, der "König"



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Derior, der erste Jäger des Reichs
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 28.05.2018, 21:51:11
Und das gelang ihnen auch. Zwar hatten sie das Tempo verlangsamen müssen, als die Sonne schon hinter dem Horizont verschwunden war, aber bevor die Dunkelheit der Nacht sie vollends einhüllte sahen sie die düster Aufragenden Mauern von Wildwasser.

Den Namen hatten sie von Almaran erfahren, aber viel mehr wussten sie nicht über diese Stadt. Als sie sich der Stadt näherten hörten sie überraschte Rufe hinter der Mauer. Kurz darauf sahen sie ein Licht näher kommen und kurz darauf schaute ein Mann mit einer Fackel über die Mauer in ihre Richtung.

"He da, wer seid ihr, was wollt ihr. Stopp, bleibt wo ihr seid, unsere Bolzen haben euch im Ziel." Seine Stimme klang nervös oder überrascht oder beides.

Im Licht der Fackle sahen sie nun auch das Tor, ein einfaches zweiflügeliges Tor. Und im Halbdunkel konnten sie weitere Bewegungen ausmachen, vielleicht war die Sache mit den Bolzen also keine leere Drohung.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 29.05.2018, 08:49:28
Der junge Mann lenkte Alec einige Meter näher an die Mauer, achtete aber darauf, dabei keinerlei bedrohliche Gesten zu machen. Er wollte nur nicht zu laut schreien müssen, um mit dem Schützen zu sprechen: "Seid gegrüßt! Mein Name ist Eronomion und ich und meine Begleiter sind Reisende im Dienste Erasthils. Der Erste Jäger des Königs mag unsere Ankunft bereits angekündigt haben, so er schon von seiner Jagd zurückgekehrt ist. Wir sind hier um dem Herren dieses Landes unsere Aufwartung zu machen und wären euch dankbar, wenn ihr uns trotz der späten Stunde noch in eure Stadt lassen würdet, auf dass wir nicht hier draußen vor den Mauern die Nacht verbringen müssen."
Im Zweifel würden sie das natürlich einfach tun und ein Lager in Sichtweite der Stadtmauern aufschlagen, aber ein weiches Bett wäre Eronomion dann doch lieber als der harte Boden hier draußen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 29.05.2018, 10:50:11
Für einen Moment hörten sie, wie die Männer oben miteinander flüsterten. Dann sahen sie den Kopf des Mannes wieder.
"Also, äh, ja. Gut, dann lassen wir euch ein. Aber wir haben euch weiter im Visier, macht also keinen Mist!"

Es dauerte einen Moment, dann hörten sie, wie ein Balken bewegt wurde und kurz darauf öffnete sich das Tor. Der Mann mit der Fackel stand weiterhin oben und spähte über die Mauer.
Im Tor tauchten nun auch zwei Männer mit Fackeln auf und winkten die Gruppe heran. Im Hintergrund sahen sie einen Mann, der schnell zu einem Gebäude lief.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 29.05.2018, 14:08:16
EldarRil ritt an die Seite von Eronomion, sagte aber zu den Wachen nichts und dachte sich lieber seinen Teil Ich habe Euch auch im Blick, also macht auch ihr bloß keine falsche Bewegung.
Stillschweigend ritt er neben Eronnmion her und beobachtete die Umgebung ganz genau.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 30.05.2018, 09:21:33
Langsam trabte die Gruppe also durch das Tor. Sie konnten erkennen, dass das Tor in keinem besonders guten Zustand war. Es war zwar noch einigermaßen stabil, aber es wurde nicht besonders gepflegte. Mit einem einfachen Rammbock wäre man sofort in der Stadt. Auch die Mauer hatte schon länger keinen Handwerker mehr gesehen.

Als sie durch das Tor geritten waren kam ein Mann aus dem Haus in ihre Richtung gelaufen, in dem die Wache eben verschwunden war. Er war älter, gut gekleidet, trug eine ordentliche Rüstung, aber keinen besonderen Schmuck. Seine Haltung zeigte eine militärische Ausbildung. Sein Schwert hatte er nicht gezogen und und er lief langsam und schien entspannt.

Irgendwann traf man aufeinander, der Mann blieb gut 5 Meter vor Eronomions Pferd stehen. "Na, Besuch. Und das so spät. Willkommen in Wildwasser, Reisende. Ihr habt unsere Wache ganz ordentlich erschreckt, was? Und ihr habt also Derior geholfen, die Bestie zu erlegen - ein fieses Viech, ich habe es gesehen, gruselig. Gut. Ihr findet unsere beste Unterkunft im Sturmriesen, direkt am Marktplatz, dort entlang. Der Wirt ist sicher noch auf, er wird noch Gäste haben. Oder gibt es noch etwas zu besprechen?"

Die Männer entspannten sich sichtlich, als sie hörten, was der Mann sagte. Offenbar war er eine Autorität unter den Wachmännern.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 30.05.2018, 10:54:40
Eronomion stieg direkt von seinem Reittier ab und führte Alec jetzt am Zügel, um dem anderen Mann auf Augenhöhe zu begegnen: "Habt vielen Dank, dass ihr uns zu dieser späten Stunde noch eingelassen habt. Und ein Bekannter, der schon das ein oder andere Mal hier war, hat uns um einen Gefallen gebeten. Er kennt den Wirt des Alten Schmiedes und deshalb hat er uns gebeten, damit sein Freund auch einmal ein paar Münzen in den Beutel bekommt, zunächst dort zu übernachten. Könnt ihr uns den Weg dorthin weisen? Sobald wir unsere Pflicht in dieser Sache erfüllt haben, werden wir gewiss auch den Sturmriesen besuchen."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 31.05.2018, 05:19:19
Den Vorschlägen Eronomions hatte Alyssa nichts zuzufügen und da sie eine derjenigen war, die aufpassen mussten, würde sie sich gegen die Absprachen auch nicht wehren. Alle waren recht schweigsam - der Tag war anstrengend gewesen - und so ging auch die Hexe früh schlafen, um am nächsten Tag wieder frisch und erholt zu sein. Den ganzen Tag waren sie unterwegs aber sie schafften es schließlich, ohne große Zwischenfälle, in Wildwasser anzukommen.
Kaum hatten sie sich der Stadt genähert, da wurden sie auch schon aufgehalten und bedroht. Na das war ja eine nette Begrüßung. Selbst als Eronomion sie vorstellte und klar machte, dass sie erwartet wurden, blieben die Wachen aggressiv. Mit was für Leuten hatten die denn sonst zu tun, dass sie so vorgingen? Wütenden Bauern oder Bewohner vielleicht? Überraschen würde es sie nicht.
Als sie das Tor aber hinter sich gelassen und die Stadt betreten hatten, wurden sie endlich freundlich begrüßt. Anscheinend war der Mann ein Offizier oder etwas Ähnliches - mindestens aber jemand, dem Respekt entgegengebracht wurde. Gut. Den mussten sie sich merken. Mit ihm sollten sie sich wahrscheinlich gut stellen.
Am liebsten hätte Alyssa gefragt, ob alle Reisenden so von den Wachen begrüßt wurden oder wieso diese so schreckhaft und aggressiv Fremden gegenüber waren aber sie biss sich auf die Lippe und versuchte sich an die Absprachen zu halten. Eronomion war hier der Diplomat und sie würde sich hüten, seine Anstrengungen zunichte zu machen. Sie blieb also still und machte einen erschöpften Eindruck - den sie nicht einmal spielen musste - damit sie in Ruhe gelassen wurden.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 31.05.2018, 15:49:12
Der Mann nickte Eronomion zu. "Klar, der Alte Schmied ist auch eine gute Unterkunft. Er ist etwas abseits, Gäste wohnen meist lieber am Markt. Aber auch der alte Karl wird noch wach sein. Folgt der Gasse dort, sie führt in einem weiten Bogen an der Stadtmauer entlang. Ihr müsst die Stadt beinahe halb umrunden, dann kommt ihr zu einem kleinen Brunnen. Wählt von dort nicht die breite Straße, sondern eine kleine Gasse und nach 20 Schritt steht ihr vor eurem Ziel. Karl hat einen eigenen Stall, ihr könnt die Tiere also dorthin mitnehmen. Gehabt euch wohl.
Damit zeigte er noch einmal in die richtige Richtung und trat dann einige Schritte beiseite, damit Eronomion weiter reiten konnte.

Dann rief er den Wachen zu. "Und ihr macht das Tor jetzt wieder zu, es sind keine Geister, die gekommen sind, nur Reisende." Er lachte einmal auf und wartete, bis der Trupp sich in Bewegung setzte.

Die Wachen begannen aber sofort, das Tor zu schließen und sich wieder ihren Aufgaben zu widmen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 31.05.2018, 20:00:46
Eronomion kristallisierte sich mehr und mehr als Anführer ihrer kleinen Gruppe heraus, und Ponzio hatte nichts dagegen einzuwenden. In seiner Jugend hätte er sich womöglich selbst in den Vordergrund geschoben, doch das Alter und die Folgen des Alkohols hatten ihn vor solchen Dummheiten geheilt, und heute blieb er gerne in der zweiten Reihe und ließ andere die Gespräche führen. Außerdem gefiel ihm die Einstellung des jungen Mannes - er selbst hatte sicherlich keine Probleme damit, mit der Wahrheit auch einmal hinterm Berg zu halten. Auch wenn diese Mission für ihn ein Weg war, seine Sünden der Vergangenheit zu verarbeiten, war es doch angenehm, dass die allzu moralisch aufgeladenen Teile ihrer Gruppe nun nicht mehr unbedingt die Tonart angaben.



Als sie nach einer nicht allzu langen Reise schließlich in der Hauptstadt ankamen, führte also weiterhin Eronomion die Gespräche mit den Wachen, was Ponzio die Gelegenheit gab, sich das Verhalten der Männer und überhaupt den Zustand der Stadt genauer zu beobachten. Es wurde schnell deutlich, dass bei weitem nicht alles in Ordnung war hier - was aber auch niemand von ihnen erwartet hatte nach allem, was sie vorher bereits gehört hatten. Die Verteidigungsanlagen der Stadt waren ziemlich offensichtlich nicht im besten Zustand, dafür waren jedoch die Wachen so nervös, dass Ponzio tatsächlich Sorge hatte, einer von ihnen würde aus reiner Angst einen Armbrustbolzen abschießen. Erst der Wachhabende, oder wer der Mann war, der sie in Empfang nahm, strahlte eine gewisse Sicherheit und Routine aus, die die Spannung langsam aus der Situation nahm.

Erst als sie bereits an dem Mann vorbeiritten, griff auch der Magier in das Gespräch ein und sprach den Soldaten direkt an: "Habt vielen Dank für Eure Hilfe, guter Mann. Verzeiht, dass wir uns - außer unserem Anführer - noch nicht vorgestellt haben, aber wir haben eine anstrengende Reise hinter uns, und der Empfang hat uns einen kleinen Schrecken in die Glieder fahren lassen. Mein Name ist Ponzio." Einen nach dem anderen stellte er auch die restlichen Mitglieder der Gruppe vor. "Dürften wir erfahren, mit wem wir es zu tun haben?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 31.05.2018, 21:50:09
"Noch eine Stadt," dachte Kivan. Er selbst konnte Menschenmassen nicht gut ertragen und auch wenn er natürlich wusste, dass Erastil für einen Einklang zwischen Zivilisation und Natur eintrat, war die kalten Mauern, der Dreck und der Gestank größerer Städte für den Waldläufer manchmal etwas, das schwer zu ertragen war. An Orten wie diesem sehnte sich ein Teil von ihm nach seiner Heimat. "Wir haben eine Mission zu erfüllen", schalt er sich als er sich bei dem Gedanken erwischte, dass er eigentlich lieber woanders wäre und folgte dann den anderen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 01.06.2018, 15:01:34
Der Mann nickte Ponzio nach dessen Vorstellung zu. "Kein Problem, es ist spät und wir sind alle müde. Dorn ist mein Name, Maruk Dorn. Gute Nacht."

Dann ritt die Gruppe langsam in die geheißene Richtung. Es war dunkel in den Gassen Wildwassers. Hin und wieder konnten sie durch eine der großen Straßen einen Blick in Richtung der Mitte werfen und dort sahen sie vereinzelt Laternen brennen, aber hier am äußeren Rand war es dunkel. In den Häusern brannte kaum ein Licht und Laternen gab es keine, auch nicht an der Straße. So nutzen sie eigene Lichtquellen, damit die Pferde genug sehen konnten. Es war still, nur der Klang der Hufe hallte durch die Straße.

Es war mehr als offensichtlich, dass die Gebäude nahe der Stadtmauer in einem weit erbärmlichen Zustand waren als die Stadtmauer, die immerhin keine Löcher aufwies. Allerdings konnte man auch bei der Mauer erkennen, dass der Zustand sich verschlechterte, je weiter man sich von dem Tor entfernte. Und wie Kivan erwartet hatte kamen sie auch durch einen sehr armen Teil der Stadt, indem es furchtbar stank und einige Gebäude so baufällig aussahen, dass die Gruppe hoffte, dass darin niemand mehr wohnte.
Eine Stadtwache war ihnen während des Ritts nicht begegnet. Der ein oder andere Kopf war hinter ihnen aufgetaucht, neugierig schauend, wer da so spät mit Pferden durch die Gegend ritt. Aber immer mit ausreichend Abstand, um kaum entdeckt und schon gar nicht angesprochen zu werden.
Als sie sich dann den kleinen Platz mit dem Brunnen näherten, verbesserte sich der Zustand der Häuser zusehens und am am Brunnen angekommen erhellte sogar eine Laterne den Platz. In der Mitte des Platzes stand ein gemauerter Brunnen, in dessen Mitte auf einem kleinen Podest eine Steinfigur eines Mannes stand. Das Gesicht kam keinem aus der Gruppe bekannt vor, aber die Statue war in einem guten Zustand und wurde offensichtlich gepflegt.

Schnell fanden sie nun den restlichen Weg und standen kurz darauf vor der gesuchten Taverne. Diese war in einem alten, aber gut gepflegten Haus untergebracht, lag aber wahrlich abseits. Das besondere an dem Haus waren zwei Türme, die sich nach hinten erhoben. Sie waren ein ganzes Stück höher als die Umliegenden Gebäude und würden sicher einen guten Überblick erlauben. Die Türe war geschlossen, aber im Innern waren noch Stimmen zu hören, die nach späten Gästen klangen. Die Häuser waren hier zwar, wie üblich, aneinander gebaut, an der rechten Seite gab es aber einen schmalen Gang nach hinten.

Und kurz darauf betraten sie die Schankstube. Der Raum war kleiner als sie erwartet, vielleicht acht einfache runde Tische standen hier und ein großer langer Tisch mit einfachen Bänken. Und dort saßen noch fünf Männer mit Bierkrügen vor sich. Am Ende des Tisches stand der Wirt, ein Mann mit einem langen hellen Bart. Auch er hatte einen Bierkrug vor sich stehen, ein Besen lehnte neben ihm an der Wand. Natürlich beendete das Eintreten der Gruppe das Gespräch sofort, die Blicke der Männer wirkten neugierig und freundlich.

Der Wirt kam ihnen ein Stück entgegen. "Oh, späte Gäste. Willkommen in meinem Haus, ich bin Karl, die meisten nennen mich aber der Hering. Das dürft ihr auch gerne machen, ich nehme es nicht krumm. Ihr sehr müde und hungrig aus. Sucht ihr Unterkunft oder eine Abendspeise?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 01.06.2018, 18:29:02
Eronomion war nicht unbedingt begeistert von Wildwasser. Diese Stadt verdiente den Namen dann doch nicht so recht und war ein ziemliches Dreckloch. Aber immer noch besser als die echten Drecklöcher, in denen sie ihre Zeit auf der Straße hatten verbringen müssen. Als die Umgebung dann besser wurde, hellte sich auch Eronomions Gemüt zusehends aus und die Taverne sah tatsächlich vielversprechend aus.
"Beides, so ihr es anbieten könnt, Karl. Und ein Bekannter hat uns die Turmzimmer empfohlen, wären die für uns frei?" Eronomion lächelte freundlich und stellte anschließend sich und seine Begleiter vor.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 02.06.2018, 11:42:46
Das Gesicht des Wirtes begann zu leuchten, als Eronomion vom Turmzimmer sprach.

"Oh ja, beide Türme sind frei, ihr könnt auch aussuchen ob ihr unterm aufgehenden oder untergehenden Mond schlafen wollt. Und was das Essen angeht, ich habe noch warmen Braten oder Eintopf, oder auch beides zusammen. Und Bier, dunkles herbes oder helles kräftiges. Ihr könnt euch einen eigenen Tisch suchen oder zu uns an die Theke kommen." Die Theke war offenbar der lange Tisch, denn er deutete zunächst auf die leeren Tische und dann zu der Gruppe von Männern.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 03.06.2018, 01:55:56
Der schlechte Eindruck, den Alyssa schon beim Eintreten in die Stadt bekommen hatte, verschlimmerte sich zusehends. Man mochte meinen, dass zumindest die Stadt, in der der Verwalter seinen Sitz hatte, in einem guten Zustand war aber hier sah es ja teilweise schlimmer aus als in den Dörfern, die sie auf ihrem Weg durchs Land besucht hatten. Ja, die Männer und Frauen, die auf dem Land lebten mochten nicht reich sein aber ihre Häuser waren zumindest keine Bruchbuden und stinken tat es dort auch nicht. Sogar die Stadtmauer sah so aus, als würde sie jederzeit in sich zusammenfallen. Was machte denn dieser selbsternannte König die ganze Zeit?
Zumindest schien nur ein Stadtteil in so einem erbärmlichen Zustand zu sein. Schon bald erreichten sie den Platz mit dem Brunnen und kurz darauf die Taverne. Hier sah es schon wieder annehmlich aus und das machte der Hexe Hoffnung, dass sie vielleicht einfach nur einen falschen Eindruck bekommen hatte. Zusammen mit dem Rest der Gruppe betrat sie das Gasthaus und auch wenn die dortigen Räumlichkeiten wenig Platz boten, war es doch angenehm. Sie wurden herzlich empfangen und selbst die anderen Gäste schienen freundlich zu sein. Vielleicht konnte man aus ihnen sogar ein paar erste Informationen rausbekommen.
"Ich nehme etwas Eintopf und ein helles Bier." Da sie bereits von Eronomion vorgestellt worden war, verzichtete sie darauf, dies ein weiteres Mal zu tun. Ohne lange nachzudenken oder sich mit der Gruppe abzusprechen, setzte sie sich an die Theke. "Wir sind gerade erst in Wildwasser angekommen. Gibt es einen bestimmten Grund dafür, dass die Wachen so schreckhaft sind? Ich könnte schwören, die waren kurz davor, uns über den Haufen zu schießen." Konnten ja durchaus wichtige Informationen sein und ganz davon abgesehen, war sie einfach neugierig. Normal war dieses Verhalten auf jeden Fall nicht.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 03.06.2018, 11:16:53
Eronomion lächelte freundlich: "Unter dem untergehenden Mond sollte uns zu Pass kommen denke ich. Und ich will nicht für all meine Begleiter sprechen, aber ich nehme wie Alyssa gern etwas von dem Eintopf und auch ein helles Bier." Mit diesen Worten setzte er sich an die Theke. Hier konnte man sicher einiges interessantes darüber hören, was gerade in der Stadt vorging, insbesondere wenn man das ein oder andere Bier mit diesen Männern trank. Im Moment waren sie auf verzweifelter Suche nach jedem Fetzen Wissen über Wildwasser, den sie bekommen konnten. Also sollten sie keine Chance verstreichen lassen, etwas zu hören.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 03.06.2018, 14:49:22
EldarRil war nicht wirklich begeistert hier in der Stadt zu nächtigen, doch aktuell blieb ihm wohl nichts anderes übrig, denn sonst würde er wohl nichts über die Zustände in der Stadt und dem Umland zu erfahren.

Mit einem freundlichen "Erastil, zum Gruß", setzte sich der Elf an den Tisch zu den Männern und seinen Kammeraden und bestellte ebenfalls einen Eintopf und ein Bier.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 04.06.2018, 09:05:37
Der Wirt nickte bei Alyssas Bestellungen und bei ihrer Frage zu den Wachen ging ein Schmunzeln durch die Runde der Männer.
"Oh, ihr habt die Buben sicher erschreckt. Die Geschichten von der soldatentötenden Bestie, dann die Ankunft und Ausstellung dieser furchterregenden Kreatur. Und wenn dann spät am Abend bewaffnete Leute in die Stadt wollen, nun, das kann den einen oder anderen schon nervös machen. Außerdem gibt es schon Gerüchte, vielleicht ja über euch. Da soll eine Gruppe den ersten Jäger geholfen haben, das Biest zu erlegen, andere sagen, sie hätten es frei gelassen und wieder andere wollen gehört haben, dass es gar nicht Derior war, sondern die seltsamen fremden, die mit dunklen Rüstungen und brennenden Schwertern durch den Wald zogen. Nun, ich sehe zwar weder dunkle Rüstungen, noch brennende Schwerter, naja, zum Glück sind eure Schwerter dort, wo sie keinen Schaden anrichten können, vielleicht brennen sie ja, wenn mein Essen nicht schmeckt. Wie dem auch sei, nehmt's den Jungen nicht übel, sie sind einfach ängstlich. Die Wache hat hier normalerweise nicht viel zu tun, alles wirklich wichtige machen die Soldaten des Königs oder die Jäger Deriors."

Auch bei den anderen nickte er. "Der untergehende Mond also. Gut, nach dem Essen stehen die Räume bereit."

Dann schaute er zu Ponzio und Kivan. "Und was kann ich euch bringen?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 06.06.2018, 12:37:44
"Den Braten!" erwiderte Ponzio, der jetzt erst merkte, wie ihm der Magen bereits in den Kniekehlen hing. Reisen machte ihn hungrig, und der Gedanke an einen leckeren Braten ließ ihm das Wasser im Mund zusammen laufen. "Und ein Dunkles, und spart nicht beim Einschenken!" folgte es fast automatisch. Erst dann merkte Ponzio, was er gerade gesagt hatte, und erstarrte innerlich. "Ah nein. Lasst das Bier. Ein Krug Wasser, wenn Ihr so nett sein würdet."
Kaum war Ponzio also in so etwas wie einer Stadt angekommen, setzten die alten Reflexe wieder ein - er musste wirklich aufpassen.

Der Geschichte des Wirtes hatte Ponzio aufmerksam gelauscht: Es war immer gut, wenn man wusste, was in der Stadt über einen erzählt wurde. Und um zu erfahren, wie die Menschen dachten, war ein Wirt die erste Anlaufstelle.
"Wie Ihr schon festgestellt habt, tragen wir weder dunkle Rüstungen noch flammende Schwerter. Ich stelle mir letzteres auch eher unpraktisch vor; allein der Verschleiß an Schwertscheiden dürfte einen arm machen, und die ganzen Verbrennungen, die man sich zuzieht, noch gar nicht eingerechnet. Aber die Geschichte klingt spannend. Was hat es denn mit dieser Kreatur, von der Ihr sprecht, auf sich? Sie wurde ausgestellt? Und was erzählen die Leute? Wollt Ihr Euch nicht etwas zu uns setzen, ich gebe Euch ein Bier aus."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 06.06.2018, 14:07:28
Auch Kivan hätte aufmerksam zu. Dies war allerdings eine der Situationen, in der sich lieber zurückhielt und anderen das Wort überließ, die sich auf derlei Geplänkel besser verstanden. Dem Waldläufer war die Rolle des Beobachters lieber. Als der Wirt ihn direkt ansprach, antwortete er natürlich trotzdem höflich und bestellte ebenfalls etwas Braten und helles Bier. Dann setzte er sich zu den anderen, wobei er darauf achtete, dem Schankraum nicht den Rücken zuzukehren, damit ihm nichts entgehen konnte.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 06.06.2018, 19:37:10
Als alle am Tisch saßen schaute Karl einmal in die Runde und dann zu Ponzio. "Oh, habt ihr es am Magen? Wasser, ja ich kann euch auch Wasser bringen." Er wollte sich gerade umdrehen, in Richtung Küche, hielt dann aber noch kurz inne, bis Ponzio geendet hatte. "Oh, Thorsten hier kann euch mehr davon erzählen, ich kümmere mich jetzt um das Essen und das Bier, also die Getränke."

Einer der Männer am Tisch mit Glatze war offenbar der angesprochene und er zögerte nicht lange und begann zu erzählen. "Ja, was hört man so alles? Die Bestie konnte fliegen wie ein Vogel, springen wie ein Fuchs und töten wie ein Bär. Als Derior sie in die Stadt brachte wurde sie für einen Nachmittag auf dem Marktplatz präsentiert, auf kleinen Stöcken, so dass sie stehen blieb - und sie sah wirklich furchterregend aus. Größer als die Wölfe, die ich früher gejagt habe und die Zähne erst. Naja, dann wurde sie wieder weg gebracht, bevor sie anfing zu stinken. Aber er lässt sie sicher ausstopfen, damit der König sie als Trophäe in seinen Garten stellen kann. Ja, aber die Leute sind ängstlich. Sowas hat es hier noch nie gegeben. Und dann noch ihr, die plötzlich auftaucht. Die Zentauren sollen auch wieder auf Krieg aus sein. Ihr besucht uns in unruhigen Zeiten, ihr Leute, in sehr unruhigen Zeiten. Was treibt euch denn her, außer das ihr im Turm unter dem untergehende Mond schlafen wollt? Es waren schon lange keine Fremden mehr in unserem Land, hier kommt eigentlich niemand her, die Leute gehen eher weg."

Die anderen Männer tranken weiter, sprachen nicht und schauten, nachdem Thorsten geendet hatte, die Abenteurer sehr neugierig an. Und aus der Küche hörten sie das klappern von Krügen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 09.06.2018, 02:21:18
"Ach..." machte Alyssa. "... so ist das also." Es gab schon Gerüchte über sie und dann waren noch andere Geschichten im Umlauf und die Gegend sonst ruhig. Dann konnte sie verstehen, wieso die Wachen so seltsam drauf gewesen waren - wenn auch nicht gutheißen. Denn Wachen sollten für Sicherheit sorgen und Angst war da auf Dauer nicht sehr hilfreich. Viel interessanter waren aber die Gerüchte, die erzählt wurden. Dunkle Rüstungen und brennende Schwerter? Wie kam man nur darauf? Mit ihnen konnte das wenig zu tun haben. Ob es noch weitere Personen gab, auf die diese Darstellung passte? "Soweit ich weiß, besitzt keiner von uns ein brennendes Schwert. Außerdem seht ihr bestimmt, dass wir keine dunklen Rüstungen tragen. Was erzählt man sich noch über diese Gruppe?"
Schließlich kam es natürlich so, wie es kommen musste. Man wollte nicht nur Informationen geben, sondern auch welche bekommen. Es gab eben nichts umsonst. Alyssa zögerte einen Moment aber erinnerte sich dann an Eronomions Worte. Sie wollten bei der Wahrheit bleiben, also würde sie auch die Wahrheit erzählen. "Dann ist es ja gut, dass wir gerade jetzt kommen." erwiderte sie also auf den Kommentar, dass sie in unruhigen Zeiten dieses Land besuchten. "Wir wollen helfen und untersuchen einige, seltsame Geschehen. Unter anderem eine Krankheit, die die Tiere befällt und aggressiv macht. Oder eben dieses Wesen im Wald." Sie überlegte einen Moment, ob sie mit weiteren Informationen herausrücken sollte oder nicht. Da Eronomion das aber bereits bei ihrer Ankunft getan hatte, würde es hier sicherlich auch nicht schaden. Die Männer hier schienen nett zu sein. "Wir sind im Dienste Erastils unterwegs und in Wildwasser, um uns dem König vorzustellen und den ersten Jäger zu treffen."
Ein bisschen stolz war sie ja schon auf sich. Dieses Mal hatte sie nicht gezögert, den Verwalter als König zu bezeichnen. Sie hielt sich an das, was der Diplomat in der Runde erzählt hatte.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 11.06.2018, 08:37:05
Die Männer hörten neugierig zu, nickten immer mal wieder und der ein oder andere lächelte, als Alyssa sagte, sie wollen helfen. Thorsten aber blieb ernst und sagte schließlich. "Oh, das ist schön, es ist selten geworden, das Leute helfen wollen, ohne etwas dafür bezahlt zu bekommen. Da wird der König sich freuen. Von dem Biest wissen wir ja, aber was sind das für wild gewordene Tiere, davon haben wir hier noch nichts gehört."

Einige der Männer murmelten etwas, wären Thorsten sprach, aber es war kaum zu verstehen.[1]

Und da brachte der Wirt auch schon das Bier und einen Krug mit Wasser für die Gruppe.
 1. Wer mag kann Perception würfeln
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 11.06.2018, 22:28:21
Eronomion war jetzt wieder richtig glücklich. Er saß in einem Schankraum, hielt ein Bier in der Hand und konnte nett mit zivilisierten Menschen plaudern. Das einzige was noch fehlte war eine Schankmaid, aber man konnte nicht alles haben. Also nahm er einen tiefen Schluck und sagte dann mit einem Lächeln auf den Lippen: "Nunja, solange man abends ein gutes Bier bekommt, reicht das ja um glücklich zu sein. Dann kann man tagsüber auch guten Gewissens ein paar selbstlose Taten vollbringen." Anschließend wandte er sich an einen der Männer, der seinem Kameraden etwas zugeflüstert hatte: "Verzeiht, ich möchte nicht aufdringlich erscheinen, aber auf dem Weg hierher haben wir einige Leute getroffen, die Schwierigkeiten mit den Tieren hatten und als die gute alyssa gerade davon sprach, habt ihr etwas gemurmelt. Wir sind etwas ratlos in dieser Sache und wenn ihr einen Hinweis für uns habt, wo wir hier fündig werden könnten, würde uns das sicherlich weiterhelfen."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 12.06.2018, 07:18:49
EldarRil hält sich zurück und lauscht den Gesprächen, das Reden überlässt er seinen Begleitern.

Auf der einen Seite fühlt sich der Elf in der Stadt nicht gerade besonders wohl, aber auf der anderen Seite ist es auch mal wieder schön im warmen und trockenen zu sitzen und etwas gutes zu Essen und zu Trinken zu geniesen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 12.06.2018, 07:43:25
Thorsten lachte. "Ihr habt gute Ohren, obwohl sie gar nicht spitz sind. Aber von Tieren, die sich komisch verhalten, wissen wir wirklich nichts hier. Mein Freund, Rador, ist ein Liebhaber alter Geschichten und träumt von etwas, das wir hier lange nicht mehr haben, nämlich das Gefühl, gesegnet zu sein. Er hat nicht auf die Geschichte mit den Tieren reagiert, sondern auf den Namen eures Gottes."

Nun nahm auch er einen Schluck aus seinem Bierkrug und schien fertig mit dem Thema zu sein.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 12.06.2018, 08:51:31
Daraufhin blickte Eronomion direkt zu Rador: "Nun, Rador, wenn ihr ein Freund alter Geschichten seid und diese noch dazu eine Geschichte von Erastil ist, dann lasst sie hören. Wir haben schon andere Diener Erastils getroffen in diesem Land, aber eigentlich wissen wir nur wenig von der Vergangenheit, die er und dieses Land teilen."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 12.06.2018, 19:03:48
Rador schaute sich etwas erschrocken um, als er direkt angesprochen wurde. Hilfe suchend schaute er zu Thorsten, der aber reagierte nur mit einem breiten Grinsen. "Äh, also...", stammelte er herum, als Karl, der Wirt kam und das Essen brachte.

Als er alles abgestellt hatte, stellte er sich hinter Thorsten und schlug ihm mit beiden Händen kräftig auf die Schulter. "Nun lass ihn doch nicht so schmoren, du weißt das er nicht gerne redet." Aber Thorsten reagierte auch darauf nur mit einem breiten Grinsen. Es war allerdings ein freundschaftliches Grinsen und auch die anderen am Tisch amüsierten sich etwas über den armen Rador, der mittlerweile schwitzte und händeringend nach einem Ausweg suchte. Schließlich kam Karl ihm zur Hilfe, er hatte sich auch ein Bier mitgebracht und setzte sich nun zu der Gruppe.

"Also, wie ihr vielleicht wisst war dies hier früher alles Elfenland. Also, ganz früher. Dann kamen die ersten Menschen und viele folgten Erastil, denn hier war alles ein riesiger Wald. Sagt man doch so?" Fragend schaute er in die Runde und einige Männer nickten.
"Wie auch immer, das ist lange her und heute ist es anders. Aber die ersten Siedler beteten zu Erastil und so setzte sich der Glaube hier lange fest. Und nun heißt es, es hätte mal ein Heiligtum hier gegeben, eine besondere Grotte, ein Abotrettom oder so. Früher, als ich noch ein Kind war, erzählte mir meine Großmutter Geschichten davon, von einem Ort voller Magie und toller Pflanzen. Und sie erzählte, dass immer wieder Leute kamen und danach gesucht haben. Ham's aber nie gefunden, sagte sie. Und jetzt sucht schon lange keiner mehr danach. Aber Rador denkt, und so ganz falsch könnte er damit nicht liegen, dass es doch einen Grund haben muss, das ihr Leute hier einfach so herkommt und helfen möchtet, im Namen Erastils. Denn irgendwie müsst ihr euer Bier ja bezahlen, Prost übrigens, und die schönen Waffen, die ihr habt und all das, was ihr so braucht, um in der Welt herum zu reisen und euch um kranke Tiere und wilde Bestien zu kümmern. Nicht wahr?"
Karls Stimme war ganz sachlich, fragend, ein bisschen eindringlich vielleicht, aber freundlich und nicht bedrohlich. Wieder nickten und brummten die Männer zustimmend.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 13.06.2018, 03:15:28
Schweigend beobachtete Alyssa, wie Eronomion das Gespräch lenkte und auch ohne Probleme den flüsternden Mann - oder besser seinen Freund - dazu brachte, seine Worte noch einmal laut zu wiederholen. Sie war immer wieder erstaunt, wie gut er in solchen Situationen war und froh darüber, dass er hier war. Als Belohnung erhielten sie eine kleine Geschichte, die gar nicht mal so uninteressant war. "Ihr meint ein Arboretum." murmelte sie laut nachdenkend, als der Mann von einem Abotrettom sprach. "Eine Ansammlung von besonders vielen, exotischen und verschiedenen Pflanzen." wiederholte sie die Beschreibung, die sie irgendwann mal in einem Buch gelesen hatte. Das war wirklich eine gute Nachricht. Wenn es dieses Heiligtum Erastils wirklich gab, dann sollten sie ebenfalls versuchen, es zu finden. Allerdings erst später.
Sie lächelte Karl an. "Nach diesem Heiligtum zu suchen und es zu finden, wäre wirklich eine schöne Aufgabe aber unsere Prioritäten liegen leider woanders." erklärte sie geheimnisvoll. Sie überließ es Eronomion weitere Informationen locker zu machen. Sie traute sich nicht, zu sehr aus dem Nähkästchen zu plaudern. "Gold ist zwar schön und gut und sicherlich auch notwendig aber wir sind nicht hier, um unsere Taschen zu füllen." Sie machte eine wegwischende Handbewegung. "Da gäbe es einfachere und lukrativere Möglichkeiten, als durch dieses Land zu wandern und den Leuten zu helfen." Sie schüttelte den Kopf. "Nein. Wenn wir wirklich auf Geld aus wären, würden wir Monster wie das im Wald jagen und uns dafür entlohnen lassen. Oder Ruinen nach alten Artefakten durchsuchen."
Sie trank einen Schluck Bier und wandte sich nochmals an die Männer. "Aber ihr habt meine Frage nicht beantwortet. Wisst ihr noch etwas über diese Gruppe mit flammenden Schwertern und schwarzen Rüstungen?" Vielleicht war es auch gar kein interessantes Thema oder sie wussten nicht mehr aber zumindest noch einmal nachharken wollte sie.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 13.06.2018, 18:22:54
Karl nickte, als Alyssa vom Arboretum sprach. "Ja, das war's, was mit Pflanzen."

Als Alyssa dann geendet hatte, sagte er "Jetzt habt ihr euch schön drum herum gemogelt, warum ihr helfen wollt und nicht nach die Ruinen plündert - naja, die gibt es hier leider auch nicht. Aber eigentlich ist es egal, es ist eure Sache und bisher macht ihr einen ehrlichen Eindruck. Aber jetzt wollt ihr mich doch auf den Arm nehmen. Natürlich gibt es keine Ritter in dunkler Rüstung und brennenden Schwertern, aber ihr wolltet doch hören, was man hier so sagt. Die Leute warten darauf, euch zu sehen, naja, oder die, die sie sich vorstellen. Mal sehen, was sie sagen, wenn ihr euch beim König vorstellt, wenn ihr danach seine Burg verlasst, wird der Platz sicher voll sein, so schnell wird sich verbreiten, dass ihr da seid."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 14.06.2018, 10:30:10
Die letzte Aussage machte Ponzio hellhörig, nachdem er dem Geplänkel bis dato vorwiegend still zugehört hatte. Ein Arboretum mochte ja für einen Pflanzenkundigen einen wertvollen Schatz darstellen, ihn selbst interessierte so etwas eher wenig. Und die Aufgabe, sinnvolle Informationen aus seinem Gegenüber herauszukitzeln, erledigte Eronomion viel besser, als er es auch nur ansatzweise könnte.

Die Aussicht jedoch, eine Person des öffentlichen Interesses zu werden und an der Burg von einer Menschenmenge begrüßt zu werden, behagte dem älteren Mann überhaupt nicht. In seiner Jugend, da wäre es noch anders gewesen - er hätte in der Bewunderung der Menge geradezu gebadet, vorausgesetzt es war Bewunderung, die ihnen zufliegen würde. Doch jetzt und hier ...

Auch war er nicht sicher, ob es für ihren Auftrag von Vorteil sein würde, allzu großes Aufsehen zu erregen. Natürlich, sie mussten ein positives Bild von sich inszenieren, damit die Bewohner des Landes ihnen Vertrauen schenken und sie nicht als Usurpatoren davonjagen würden, wenn sie den Anspruch der Kirche anmeldeten. Doch wenn sie zu schnell zu viel Zustimmung erhalten würden, und dies auch noch direkt vor den Augen des sogenannten Königs geschehen würde - nun, wie er solche Leute kannte, würde der Mann sie sofort als Konkurrenz betrachten (in diesem Fall sogar zu recht, wie Ponzio sich eingestehen musste) und alles in seiner Macht stehende unternehmen, um das Problem aus der Welt zu schaffen - also Ponzio und seine Gefährten. Besser, man baute zunächst langsam und stetig das Vertrauen der Bevölkerung auf und brach nicht mit Gewalt in die öffentliche Wahrnehmung ein.

"Nein, nein!" rief Ponzio daher aus. "Wir wollen kein Aufheben um uns. Es gibt doch auch gar nichts zu sehen. Gibt es keine Möglichkeit, die Audienz etwas diskreter zu veranstalten?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 14.06.2018, 11:41:39
Eronomion blickte zu dem alten Mann und musste instinktiv lächeln: "Keine Sorge, Ponzio, ich werde euch schon das Rampenlicht stehlen." Denn anders als der Magier hielt er es für eine ziemlich gute Idee, dass sie schnell bekannt wurden. Wenn sich einmal herum sprach, dass sie hier waren, um im Namen Erastils Probleme zu lösen, dann würden die Leute schon von allein kommen. Und über kurz oder lang würden sie den Verwalter wohl von seinem Thron stürzen müssten. Die Menschen hier wollten etwas anderes, das hatte er schon in kurzer Zeit gemerkt. Sie hatten einfach nur keine echte Alternativ zu ihrem "König". Er und seine Freunde würden diese Alternative im Namen Erastils liefern. Und am Besten fingen sie jetzt schon damit an.
Also wandte er sich noch einmal an Karl: "Ihr wäret überrascht, wie gut sich Erastil um die seinen kümmert, sei es indem es doch einen Lohn für die Hilfe gibt, die gegeben wird, ohne dass man Bezahlung verlangt hätte oder indem er es entweder durch das Schicksal, die Natur oder durch die Hand seiner Diener so einrichtet, dass man alles bekommt, was man braucht. Solange man bescheiden ist und keinen großen Luxus sucht, kann man sehr wohl allein davon leben im Namen Erastils den Menschen auf dieser Welt zu helfen." Dass er selbst längst nicht so aufopferungsvoll dem Gott der Natur folgte und durchaus auch Luxus zu genießen wusste, ließ Eronomion lieber unerwähnt. Das mussten diese Männer nun wirklich nicht wissen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 14.06.2018, 17:13:52
Karl schmunzelte und nun mischte sich Thorsten wieder ein. "Ich fürchte die Stadtwachen werden schon dem einen oder anderen erzählt haben, dass ihr angekommen seid und bis morgen früh weiß es die ganze Stadt. Ihr könntet aber einen Mittelsmann losschicken, der eine Audienz für euch erfragt. Wenn ihr es wünscht werden wir natürlich darüber schweigen, wo ihr untergekommen seid."

Dann stand Karl weder auf und machte sich auf den Weg nach oben. "So, jetzt muss ich aber die Zimmer richten."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 14.06.2018, 17:23:52
EldarRil wurde hellhörig als dieses Erastil Heiligtum zur Sprache gekommen war, mischte sich aber nicht ein um nicht unnötige Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Er persönlich wäre am liebsten sofort aufgebrochen um danach zu suchen, aber er wusste auch das es ohne nähere Informationen total sinnlos wäre los zu ziehen. Zu einem späteren Zeitpunkt würde er jedoch noch einmal die Sprache auf das Heilgtum bringen um mehr darüber zu erfahren.

Die Vorstellung das sie von einer Menschenmenge bedrängt werden die sie alle bewundernwollen bereitete EldarRil bauchschmerzen, er war nicht unbedingt ein Freund davon zu einem Helden erhoben zu werden. Er wäre lieber im Hintergrund geblieben, musste Eronomion innerlich doch irgendwie zustimmen das es vielleicht auch nicht unbedingt falsch ist wenn sie schon einmal bekannt wären in der Stadt, das könnte für die weiteren Pläne bestimmt hilfreich sein.

EldarRil hielt sich weiterhin im Hintergrund und lauschte den Gesprächen aufmerksam.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 17.06.2018, 14:32:13
Karl ging also nach oben und die Gruppe blieb mit Thorsten und den anderen Männern zurück. Die Gruppe widmete sich dem Essen, die Männer dem Bier.

Irgednwann fragte Thorsten in Richtung Ponzio, aber es war klar, das er alle meinte. "Sollen wir geheim halten, dass sie hier wohnen?"

Sonst wurde nicht viel gesprochen. Bald darauf kam Karl nach unten, die Zimmer waren fertig. Die ersten Männer verabschiedeten sich bald, als letzter ging Thorsten. Karl brachte die Gruppe dann nach oben, zunächst führte er sie in den ersten Stock, hier gab es einen Flur mit einigen Türen, vermutlich auch mit Gästezimmer, auch wenn es derzeit keine anderen Gäste zu geben schien. An beiden Enden des Flurs gab es eine weiter Treppe, die sehr viel schmaler war und nach oben in die Türme führte. So gelangten sie in das Turmzimmer, einen großen Raum, in dem mehrere Betten an den Wänden standen, außerdem gab es wohl noch weitere Schlafgelegenheiten unter dem Dach des Zimmers, dort gelangte man über zwei Leitern.

"Oben können zwei Leute schlafen, oder vier, dann ist es aber etwas eng. Hier unten stehen noch genug Betten, so das alle einen Platz finden werden. Frühstück gibt es ab Sonnenaufgang unten. Eine gute Nacht wünsche ich".

Es gab rund herum einige kleine Fenster, durch die man die Stadt vermutlich gut überschauen konnte, wenn es hell war. Jetzt allerdings war kaum etwas zu erkennen, da es nahezu kein Licht in der Stadt gab. Nur an einer Stelle, vermutlich der Marktplatz im Zentrum, war spärlich beleuchtet. Eines der Häuser konnte man gut erkennen, denn es hatte eigene Laternen. Es unterschied sich baulich kaum von den anderen Häusern, daher war schwer zu sagen, worum es sich handelte. Ein Stück dahinter war ein dunkler Schatten eines höheren Gebäudes auszumachen, aber ohne Licht war nichts weiter zu erfahren.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 20.06.2018, 20:48:12
Nachdem ihr Gastgeber gegangen war und sie alle zunächst einmal etwas verloren in dem Raum standen, brach Ponzio schließlich das Schweigen: "Ich nehme gerne eines der Betten hier unten - die Leitern zu erklimmen überlasse ich den jungen Leuten."
Um seinen Worten Gewicht zu verleihen, ließ er sein Bündel wahllos auf eines der nächstgelegenen Betten fallen, und sich selbst dann hinterher. "Könnte etwas weicher sein für meinen Geschmack, aber nach den letzten Tagen will ich nicht meckern." grinste er und wurde dann ernster. "So, was denkt ihr von dieser Stadt? Besonders glücklich scheint die Lage ja auch hier nicht zu sein - nur wie sollen wir vorgehen? Und wie treten wir diesem König entgegen? Ich selbst denke ja, wir sollten nicht allzu forsch auftreten und erst einmal ausloten, wie die Stimmung in der Stadt ihm gegenüber ist."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 21.06.2018, 11:22:11
Eronomion überlegte nicht lange, bevor er Ponzio antwortete. In seinem Kopf hatte sich bereits ein recht genauer Plan geformt für das weitere Vorgehen: "Ich denke auch, dass der König dieses Ortes kaum den Rückhalt in seiner Bevölkerung hat. Aber ich glaube, dass wir sicher gehen müssen, dass das für uns der Fall ist.
Deshalb stimme ich zu, dass wir von diesem Anspruch erst einmal nichts erwähnen und auch die Legitimität des Königs fürs erste vor niemandem anzweifeln sollten. Sehen wir für den Anfang einfach, was er denn genau mit uns anfangen möchte. Und dann wird es weiter gehen. Ich schätze wir bleiben am Besten bei einer Halbwahrheit, was unseren Aufenthalt hier anbelangt. Wir sind im Dienste Erastils hier, um den Bewohnern des Landes zu helfen und wenn jemand nach unserer Motivation fragt, dann ist es der Wille im Namen Erastils Gutes zu vollbringen. Das stimmt ja auch. Dass dir Kirche uns für eine ganz spezifische Aufgabe hier vorgesehen hat, verschweigen wir aber besser fürs erste.
Wenn der König uns als seine neuen Helden präsentieren möchte, umso besser. Denn solange wir die Helden sind, bleiben wir auch die den Einfluss haben. Wir müssen nur sicher gehen, dass wir uns nicht zu seinen Schergen machen lassen und etwas tun, was unserer Aufgabe zuwiderläuft. Aber fürs erste sollten wir ihm in jedem Fall nicht die Stirn bieten oder ihn kritisieren, wenn wir ihn morgen treffen. Wir sind einfach froh endlich jemanden gefunden zu haben, der uns sagen kann, wo genau das Volk hier Hilfe braucht."
Beim letzten Satz lächelte Eronomion auf seine spöttische Art. Er war sich ziemlich sicher, dass die Vorstellungen des Königs davon, was das Volk brauchte, sich deutlich von dessen echten Wünschen und Bedürfnissen unterschieden.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 21.06.2018, 11:49:32
"Ich vermute zwar nicht unbedingt das wir als Helden präsentiert werden, sondern viel mehr als Laufburschen die gerade durch Zufall vorbeigekommen sind und einfach nur Glück hatten. Er wird seinen ach so tollen ersten Jäger als großen strahlenden Helden präsentieren", EldarRil war an zu merken das er den Jäger nicht besonders leiden konnte, und nach einer kurzen Pasue sprach er dann weiter "Aber ansonsten halte ich deinen Plan für eine gute Idee Eronomion"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 21.06.2018, 11:50:04
"Du machst das schon," ermutigte ihn Kivan. "So wortgewandt wie ihr beide seid, wird es uns sicher gelingen den Verwalter im Unklaren über unsere wahren Absichten zu lassen. Ich denke auch, dass dies der beste Weg ist. Vielleicht gelingt es uns ja, mehr über den heiligen Ort des Alten Meisterschützen herauszufinden. Es wäre nicht nur eine gute und gottgefällige Tat, wenn es uns gelänge, die Bevölkerung wieder die Wunder Erastils mit eigenen Augen sehen zu lassen, sondern dürfte uns auch zusätzlichen Rückhalt im Land verschaffen." Die letzten Worte sagte der Waldläufer mehr vor sich hin als dass er eine richtige Antwort erwartete. Als sich dessen bewusst wurde, wandte er sich nochmals an Eronomion. "Ich wäre dir dankbar, wenn du das Heiligtum morgen ansprechen könntest." Mit diesen Worten verabschiedete er sich und kletterte die Leiter hinauf um sich schlafen zu legen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 21.06.2018, 14:43:14
Die Nacht verging ohne besondere Vorkommnisse und sie schliefen gut, sehr gut. Ob es der Mond war, der am Himmel stand und auf sie herunter schien, oder die Betten in einem Haus, konnten sie nicht sagen. Aber alle fühlten sich am nächsten Morgen sehr erfrischt und waren guter Laune. Nun bei Licht konnten sie einen Blick auf die Stadt werfen und wie sie es erwartet hatten, erhielten sie einen guten Überblick- Sie waren am Rand der Stadt, das wussten sie ja bereits. Auf der anderen Seite konnten sie in einiger Entfernung den Fluss sehen. Er glitzerte im Sonnenlicht und es war ein toller Anblick. Die Stadt dagegen, das war etwas anderes. Zuerst fiel ihnen ein großes Gebäude auf, früher hätten sie wohl prächtig gesagt. Aber davon war nichts mehr zu erkennen. Es wirkte ein bisschen wie eine Kathedrale, mit einem runden Kuppeldach, umrandet von vier kleinen Türmen. Aber keiner von ihnen hätte den Mut, dieses Gebäude zu betreten, denn es war eine Ruine. Als sie sich weiter umsahen traf ihr Blick auf den Marktplatz und die Gebäude dort, die im Unterschied zu dem anderen Gebäude sehr gepflegt waren. Offenbar gab es also noch Handwerker, die Gebäude in Schuss halten konnten, für das andere Gebäude aber offenbar nicht zuständig waren. Sie hätten erwartet, dass der König in jenem großen Gebäude residieren würde, die Häuser am Markplatz wirkten eher wie Handelshäuser. Sie sahen weitere gut gepflegte Gebäude am Markt, aber je weiter man in die hinteren Häuserreihen blicke desto schlechter sahen die Häuser aus. Einige wenige würden sie als Ruinen bezeichnen.

Karl war im Schankraum, als sie nach unten kamen und hatte schon einen Tisch mit dem Frühstück bereitet, es gab Brot, Marmelade, Ziegenkäse und Speck. Andere Gäste waren keine da, aber das hatten sie auch nicht erwartet. Als die Abenteurer ihn nach dem verfallenen Gebäude fragten, erzählte er von der alten Zitadelle des Königs. Der König nutze sie aber schon seit langem nicht mehr, er lebe und regiere in seinem Stadthaus. Sie konnten dies aber nicht vertiefen, denn es jemand, es war aber kein Gast, sondern ein Mann, der die Gruppe ohne viele Worte zu einer Audienz des König bat. Da dies ja genau ihr Ziel war folgten sie dem Mann, sobald sie aufgegessen hatten. Er führte sie durch  kleine Gassen in Richtung Marktplatz, dann schienen sie aber einen weiten Bogen zu machen. Der Mann ging zügig und als man ihn auf den Umweg ansprach antwortete er nur knapp, dass noch keine Audienzzeit sei und man daher einen anderen Eingang benutzten müsse. Für jene mit etwas Weisheit sieht es dagegen mehr danach aus, als wolle der Mann sie ohne großes Aufsehen und fern der großen Straßen zum König bringen.

Schließlich erreichten sie die Rückseite eines der Gebäude am Marktplatz und betraten es tatsächlich durch einen Hintereingang. Es war aber offenbar kein Dienstboteneingang, denn die gingen durch einen Flur, der mit Teppichen ausgelegt und mit Bilder geschmückt wurde und direkt in einen großen Saal führte, in dem der König offenbar seine Termine wahrnahm, denn auch dieser war repräsentativ ausgestattet. In der Mitte des Raum stand ein schwerer Holztisch und ein Stuhl mit hoher Lehne und filigranen Holzverzierungen, bezogen mit farbigen Polstern. Dort saß ein kleiner Mann mit Glatze - dafür trug er aber einen vollen Bart – über einigen Papieren. Drei Wachen in feinen Rüstungen mit glänzenden Stangenwaffen standen hinter dem Mann und betrachteten die Gruppe neugierig. Ein Blick zurück verriet, dass sie wohl einen privaten Zugang in die Halle genutzt hatten, denn von Innen war die Tür, durch die sie gekommen waren, kaum zu erkennen. Der Bote wies die Abenteurer in die Mitte des Raums vor den Tisch. Sie mussten stehen, denn es gab keine Stühle.

Als sie dort standen hob der König, denn wer sollte es sonst sein, aber sogleich den Blick und begrüßte die Gruppe.
(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=9165.0;attach=13533;image)
"Ah, da seid ihr ja. Ihr wurdet bereits angekündigt und ich warte mit Spannung darauf, was euch in mein Land gebracht hat. Mein Name ist Taradae, der Dritte und ich bin der Herr dieses Landes."

Er war sitzen geblieben und blickte nun auffordernd in die Runde. Der Bote hatte sich an die Wand neben der verborgenen Tür zurück gezogen und wartete.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 24.06.2018, 15:19:19
Eronomion ärgerte sich über die Art und Weise, wie sie zum König gebracht wurden. Er hätte es vorgezogen, dass man sie dem Volk gleich präsentierte, aber der König schien andere Pläne zu haben. Nunja, sie würden schon etwas daraus machen. Auf dem Weg achtete er zudem darauf, ob er irgendwo die Wache entdeckte, deren Bruder sie im Wald gerettet hatten. Ein Gespräch mit diesem Mann wäre sicherlich hilfreich, um die Lage einschätzen zu lernen.
In dem Audienzzimmer angekommen, verneigte Eronomion sich tief: "Eure Hohheit, Eronomion zu euren Diensten. Dies sind meine Begleiter Alyssa, Kivan, Ponzio und Eldarril." Eronomion machte eine ausladende Geste in Richtung seiner Gefährten und hoffte, dass sie es ihm gleichtun und sich ebenfalls verneigen würden. Dann hob er langsam den Blick und antwortete auf Tardaes Frage: "Wie euer erster Jäger euch gewiss bereits berichtet hat, sind wir im Dienste Erastils in euer Land gekommen, um zu sehen wie und wo wir in seinem Namen Gutes vollbringen können. Deshalb sind wir eurem ersten Jäger und seinen Männern im Wald begegnet. Weil wir von der Bestie gehört hatten und deshalb haben wir nicht gezögert einzugreifen, als sie angriff."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 25.06.2018, 13:56:07
EldarRil war nicht unbedingt verwundert das man sie auf einem Umweg durch einen Hintereingang in den Palast geschmuggelt hat. Er ist sogar fast etwas überrascht das man sie überhaupt zum "König" gebracht hat und nicht in einen Hinterhalt gelockt hat. EldarRil wurde darin nur bestätigt das der König die ganze Sache unter dem Mantel des Schweigens halten will und bloß kein großes Aufsehen erregen will.

Während Eronomion die Gruppe vorstellt, verbeugt EldarRil sich auch, aber nicht wirklich besonders tief.

EldarRil kann aber nicht länger inne halten und muß nun doch eine Frage stellen die dem König vielleicht nicht genehm ist und für die er sich später sogar wahrscheinlich eine weitere Moralpredig von Eronomion anhören muß, aber jetzt brennt es ihm doch zu sehr auf den Lippen und er will deutlich machen das man sie nicht unbedingt für doof verkaufen braucht. "Verzeiht wenn ich so dirket und unaufgefordert zu Wort komme. Aber ich habe da eine Frage die mich dann doch interessiert" EldarRil hält einen kurzen Moment inne "Ist es in Eurem Königreich so Sitte und Brauch das man geladene Gäste durch einen Hintereingang in den Thronsaal zum König führt? Gibt es weitere Sitten und Bräuche die wir vielleicht vorab kennen sollten um uns nicht ungeziehm zu verhalten?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 25.06.2018, 14:29:52
Eronomion wollte innerlich schreien, als der Elf direkt anfing dem König irgendwelche Fragen zu stellen. Man ging nicht zu einem König und fragte ihn nach derlei Dingen, wenn er nicht bereits signalisiert hatte, dass er gefragt werden wollte und auch Antwort zu geben bereit war.
Hatte er nicht deutlich genug gesagt, dass diese schwierigen Verhandlungen besser denen überlassen werden sollten, die wussten, was sie taten. Er würde es wohl so einrichten müssen, dass er in Zukunft allein mit diesem Mann sprach und seine Begleiter was auch immer währenddessen taten. Aber vielleicht würde Taradae ja darüber hinweg sehen, dass der Elf so forsch zu sprechen begann. Vielleicht würden sie jetzt erfahren, was für eine Art Mann er war. Also biss Eronomion die Zähne zusammen und wartete schweigend ab, seine Züge eine ruhige freundliche MAske, die nichts von seinem inneren Ärger verriet.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 25.06.2018, 15:59:42
Der König lächelte Eronomion freundlich an, während dieser sprach und blickte während der Vorstellung die Abenteurer nacheinander konzentriert an. Am Ende kehrte sein Blick zurück zu dem jungen Mann und mit einem angedeuteten Nicken beantwortete er dessen freundliche Geste. Er hörte auch EldarRil aufmerksam zu und seine Züge verrieten nicht, was er dachte.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=9165.0;attach=13533;image)
"Zunächst einmal freue ich mich, dass ihr so rasch hier eingetroffen seid. Mein erster Jäger sprach voller Hochachtung vor eurer Jagdkunst und wir sind zollen euch Respekt für eure Leistung. Ihr habt euch eine ehrenwerte Aufgabe gesetzt und auch wenn es mich überrascht, was ihr sagtet, ist es doch schön, dass es Leute wie euch noch gibt in dieser Zeit. Und das ist auch schon der Weg zur Antwort auf eure Frage. Wie ihr sehr ist viel zu tun, ihr habt gesehen, dass im Land einiges vor sich geht, was mich und die Menschen beunruhigt. Daher diese Privataudienz, außerhalb des Protokolls und früher als es mit einem dem Protokoll entsprechenden Termin möglich gewesen wäre. Ich hatte erwartet, dass euch dies erfreuen würde. Aber Elfen und Menschen haben häufig eigene Bräuche und Elfen legen weniger Wert auf das Protokoll, soviel ich weiß. Daher halten wir auch hier in der Region Abstand voneinander und vermeiden so wir überflüssige Unannehmlichkeiten und Verärgerungen auf beiden Seiten."

Er schien einen Moment zu überlegen, ob er noch etwas hinzufügen sollte, wechselte dann aber nach einer kurzen Pause das Thema.
"Möchtet ihr gerne das Monster sehen, zu dessen Tötung ihr ja einen bedeutsamen Teil beigetragen habt?"
Fragend schaute er freundlich in die Runde.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 26.06.2018, 15:02:49
Nun war es also soweit: Sie waren zum sogenannten König geladen, und zu Ponzios Verwunderung wurden sie tatsächlich durch den Hintereingang im Verborgenen zu ihm geführt. Soviel also zu seiner Vermutung, der Mann würde ihren scheinbaren Ruhm für seine eigenen Zwecke nutzen wollen. Offenbar sah er sie stattdessen tatsächlich bereits als Gefahr für seine Machtansprüche an und wollte lieber kein Aufhebens um sie machen - vielleicht auch, um sie im Zweifel relativ geräuschlos verschwinden lassen zu können.

Ponzio wusste nicht, ob er nun froh sein sollte, dass sein Wunsch erfüllt worden war, keine große Sache aus ihrem Besuch zu machen, oder ob dies doch nur dem Verwalter helfen würde. Doch ändern ließ es sich nun ohnehin nicht, also konzentrierte er sich lieber auf den Besuch selbst, bei dem wie abgesprochen zunächst Eronomion das Wort von ihrer Seite führte.

Dem anfänglichen Geplänkel konnte der alte Magier dabei nur wenig abgewinnen. Notwendig, um die Fronten abzustecken, sicherlich, aber für die Feinheiten von Diplomatie und Gegendiplomatie war Ponzio schlicht zu direkt. Als jedoch die Frage nach dem Monster aufkam, war er auf einen Schlag hellwach und nickte energisch.
"Sehr gerne, Eure Majestät!"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 26.06.2018, 18:36:12
Nun war also endlich der Tag gekommen, dem sie alle seit dem Anfang ihrer Reise entgegen gesehen hatten. Sie würden den selbsternannten König des Landes treffen und damit endlich sehen, wer diesen riesigen Haufen Wildnis und seine Einwohner eigentlich regierte. Der Tag begann sehr gut. Sie schlief bestens. Vermutlich hatte sie schon viele Wochen nicht mehr so gut geschlafen. Das reichhaltige Frühstück brachte sie wieder zu Kräften und als sie sich auf den Weg machten, fühlte sie sich bereit für das Treffen mit dem Herrscher - oder besser Verwalter.
Dass ihr erster Eindruck von der Stadt sich nur bestätigte überraschte sie nicht aber machte sie dennoch etwas traurig. Lediglich die Gebäude um den Marktplatz konnte man noch so bezeichnen. Der Rest glich eher Ruinen. Ein toller Mann, der noch nicht einmal die Hauptstadt in Schuss halten konnte. Sein Haus allerdings, schien noch im guten Zustand zu sein. Was für ein Wunder.
Es störte sie nicht wirklich, dass sie durch einen Hintereingang zum König geführt wurden. Sie hätte es zwar begrüßt, den offiziellen Weg zu gehen aber im Endeffekt konnte man nicht verhindern, dass sie dem Volk begegneten. Alles nur eine Frage der Zeit. Schließlich erreichten sie einen Saal, in dem ein kleiner Mann seine Gäste empfing. Einen besonderen Eindruck machte er nicht - er hatte keine Ausstrahlung oder besonderes Charisma. Normalerweise merkte man so etwas Herrschern und Anführern sofort an. Bei diesem hier war das nicht so.
Das Reden überließ sie Eronomion - auch als Eldarril sich einmischte und eine Frage stellte. Alyssa hätte auch gerne die ein oder andere Frage gestellt und dem so genannten König mal gehörig die Meinung gegeigt aber sie hielt sich zurück. Trotz der Grenzüberschreitung des Elfs, blieb der kleine König recht ruhig und freundlich. Er schien seine Maske - wenn es denn eine war - gut aufrecht erhalten zu können. Mal sehen, was sie im Laufe dieser Audienz noch über ihn herausfinden konnten. "Gerne." antwortete Alyssa ihm nur freundlich - blieb aber ansonsten ruhig und im Hintergrund. Erst dann fiel ihr ein, dass etwas fehlte. Also machte sie es Ponzio nach. "... eure Majestät."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 27.06.2018, 09:59:12
Taradae machte nicht viele Worte, sondern nickte nur dem Diener an der Wand zu. Dieser erwachte sofort aus seiner starren Haltung und ging zu den Abenteurern.
"Wenn ihr mir folgen möchtet, seine Majestät kommt gleich nach. Hier entlang." Er zeigte auf eine normale Tür, die scheinbar in einen Nebenraum führte, und ging dann voraus. Etwas zögerlich folgte die Gruppe, aber durch die offene Türe konnten sie nun den anderen Raum erkennen und sahen dort verschiedene präparierte Tiere.

Als sie den Raum  betraten starrte die Bestie sie an, bereit zum Sprung. Zunächst waren sie erschrocken, denn das Wesen sah fast lebendig aus. Aber dann erkannten sie, dass hier jemand meisterhafte Arbeit geleistet hatte. Das Tier war so präpariert worden, dass es erschien, als würde es den Beobachter gleich anspringen wollen, mit schwarzen Augen und gebleckten Zähnen. Das Wesen war größer, als sie es erwartet hätten, fast so groß wie ein großes Kalb. Es hatte kein Fell, aber eine silber-graue glatte Haut, die immernoch schimmerte, allerdings weniger stark als im lebendigen Zustand. Es war wirklich eine beängstigende Erscheinung.

Plötzlich hörten sie tief und leise die Stimme des Königs hinter sich.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=9165.0;attach=13533;image)
"Furchteinflößend, nicht wahr? Aber nun ist es erlegt." Er ging langsam an ihnen vorbei zu dem Wesen, betrachtete die Kreatur und legte dann seine auf dessen Körper. Langsam strich er darüber und konnte sich wohl der Faszination des Schreckens nur schwer entziehen. Auch die Abenteurer verspürten ein ähnliches Gefühl beim Anblick des Wesens. "Es war ein Schädelgeld auf das Wesen ausgesetzt, jeder von euch erhält als Belohnung 100 Goldstücke. Damit ist eure Weiterreise vermutlich gesichert. Wir danken euch für die Hilfe und wünschen euch alles Gute."

Abrupt löste er sich von dem Tier und ging zurück in den Raum mit dem Audienztisch.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 28.06.2018, 14:00:51
Aha, nun kamen sie der Sache schon näher. Der sogenannte König hatte sich nicht einmal besondere Mühe gegeben, seine eigentliche Intention zu verbergen. Die Anweisung war klar: Nehmt das Gold und verschwindet von hier, und macht mir bloß keinen Ärger. Nun, den ersten Teil würde er gern erfüllen, denn Gold konnte er gut gebrauchen. Ob die anderen ihres nahmen oder dem Tempel von Erastil spenden würden, war ihm dabei gleich.
Verschwinden würde er jedoch nicht, jetzt schon gar nicht. Dass der Mann als Herrscher nichts taugte, sah man an jeder Ecke des Königreichs, und am deutlichsten vielleicht sogar hier in der Hauptstadt. An Gold schien nicht unbedingt Mangel zu herrschen, wenn man die ausgelobte Belohnung betrachtete. Vermutlich betrachtete er das Land als seinen Selbstbedienungsladen, kümmerte sich ansonsten aber rein gar nicht um die Bevölkerung. Ponzio kannte solche Typen, es gab sie überall. Und einem von ihnen eine Lehre zu erteilen, erfüllte ihn bereits jetzt mit Vorfreude. Doch sie mussten vorsichtig sein, einfach würde es wohl nicht werden.

"Na gut, dann sehen wir uns das Vieh doch mal an. Nicht, dass noch viel zu entdecken wäre, jetzt wo es präpariert wurde." Ponzio trat näher an die Kreatur heran und kramte noch einmal in seiner Erinnerung, was er über solche Kreaturen wusste. Irgendetwas anderes ging in diesem Land noch vor, etwas woran der Herrscher wohl zumindest keine direkte Schuld traf. Nun, er tat nichts, um das Problem zu lösen, doch es war etwas falsch hier. Und dies war momentan die beste Spur, die sie hatten, so dünn sie auch sein mochte.[1]
 1. Knowledge (Nature) 14
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 29.06.2018, 14:00:01
Während der Rest sich mit der Bestie befasste, nutzte Eronomion die Gelegenheit etwas ungeströter mit Taradae sprechen zu können und folgt ihm in Richtung der Audienzzimmers. Er blieb allerdings dort am Eingang stehen: "Verzeiht, eure Majestät, doch könnt ihr vielleicht noch eine Minute eurer Zeit erübrigen?" Er bemühte sich um die angemessene Unterwürfigkeit und so der König ihn nicht abwies, trat er von neuem vor dem Schreibtisch: "Wie ihr ja bereits wisst sind wir im Auftrag der Kirche Erastils unterwegs und auf unseren Reisen haben wir von einem seiner alten Tempel gehört, der sich hier in der unmittelbaren Umgebung befunden haben soll. Eine Grotte gefüllt mit allerlei exotischen Pflanzen. Wir haben kein festes Ziel in euren Landen, doch es ist sicher im Sinne Erastils, dass wir diesen alten Tempel wiederentdecken und eventuell sogar ermöglichen, ihn wieder in Betrieb zu nehmen. Aber wie ihr schon so treffend bemerkt habt, sind wir fremd in diesen Landen und wären deshalb für eure Hilfe höchst dankbar."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 29.06.2018, 16:40:58
Ponzio betrachtete das Wesen und schließlich strich auch er ihm über den Körper. Was hatte wohl diese Täuschung der Augen hervorgerufen? Obwohl die Haut völlig glatt aussah stellte er fest, dass sie wohl ganz feine, silbrig schimmernde Schuppen hatte. Als er darüber strich stellte er fest, dass die Farbe sich scheinbar änderte. Aber egal in welche Richtung er über die Haut strich, das Tier blieb zu sehen. Das Wesen sah wie ein normales Tier aus, es hatte alle Merkmale eines Jägers, vielleicht aber ein paar zu viele auf einmal. Er glaubte nicht, dass dieses Wesen auf natürlichem Weg, also ohne einen Eingriff von außen, so entstanden wäre. Aber er hielt es immer noch für ein Tier – ein sehr gefährliches Tier. Es hatte aber nichts mit den veränderten Schweinen gemein, die sie gesehen hatten. Etwas Neues fiel ihm sonst nicht auf.

Während Ponzio also das Tier untersuchte, sprach der König mit Eronomion. Er zögerte kurz und ging dann langsam in Richtung des Tischs. Als Eronomion nach der Grotte fragte zog ein belustigendes Grinsen über das Gesicht des Königs.
(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=9165.0;attach=13533;image)
"Ach ja, die Grotte. Ich kenne die Geschichte, die meisten hier kennen sie wohl. Naja, die jungen Leute wohl nicht mehr und ich habe auch schon seit langem niemand mehr davon sprechen hören. Als ich ein kleiner Junge war, kamen immer wieder Suchende an den Hof meines Vaters. Keiner hat je etwas gefunden und irgendwann wurde es still um diese Geschichte. Also, ich glaube nicht daran, mein Vater glaubte nicht daran und ich kenne auch niemand, der heute noch ernsthaft daran glaubt. Wir haben keine Aufzeichnungen darüber, in keiner Chronik die ich kenne wurde die Grotte je beschrieben. Sie wurde schon in jeder Ecke des Landes vermutet und gesucht, ich könnte euch also gar nicht sagen, wo ihr suchen könntet. Vielleicht ist die Geschichte eine Legende, vielleicht gab es sie ja wirklich irgendwann, ich weiß es nicht, aber falls es sie wirklich gab, ist ihre Lage über die Zeit verloren gegangen. Wenn ihr also danach suchen wollt, kann ich euch nicht davon abhalten, aber ich fürchte, ihr werdet nichts finden."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 30.06.2018, 18:10:44
Als Eronomion mit dem Verwalter verschwunden ist und sonst niemand in Höhrweite ist spricht EldarRil zu seinen Kammeraden in leisem Ton "Was wollen wir denn nun mit diesem Elfenhassenden und Menschenmißachtenden Verwalter machen? Dieser Mann ist doch nur auf seinen eigenen Vorteil aus und will uns mit ein paar Goldmünzen zum schweigen bringen und dafür sorgen das wir so schnell wie möglich von hier verschwinden. Was wollen wir denn nun als nächstes unternehmen?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 04.07.2018, 16:21:42
Überrascht war Alyssa schon etwas, dass der sogenannte König sie einfach mit etwas Geld abwimmeln wollte. Gleichzeitig war das aber auch ganz gut für sie alle, denn das bedeutete, dass er sie entweder nicht ernst nahm oder zumindest nicht für eine Gefahr hielt. Von ihren wirklichen Plänen ahnte er anscheinend nichts. In Gedanken versunken, antwortete sie EldarRil erst recht spät.
"Wir machen gar nichts mit ihm." antwortete sie grinsend. "Wir werden ihn mit unserer eigentlichen Aufgabe überraschen, wenn es soweit ist. Ich glaube es ist ganz gut so, dass er uns einfach loswerden will. Er unterschätzt uns und hält uns nicht für eine Gefahr. Wir werden ihm in Zukunft das Gegenteil beweisen." Nachdenklich spielte sie etwas mit einer Haarsträhne. "Ich würde sagen, wir machen erst einmal weiter wie bisher. Es gibt noch vieles zu tun. Ich würde irgendwann auch gerne mit den Zentauren über den Konflikt sprechen." Unabhängig davon, ob sie es wollte oder nicht, mussten sie es im Sinne ihrer Aufgabe sowieso tun.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 04.07.2018, 16:58:45
"Ah, so lange ist das also her. Nun, wir werden uns wohl trotzdem danach umsehen, wer weiß, vielleicht ist Erastil ja auf unserer Seite und schickt uns die rechten Hinweise um sie zu finden. So oder so werden wir wohl auch noch eine Weile in der Stadt sein. Nach den Tagen in der Wildnis ist das eine willkommene Abwechslung. Und wie ich bereits sagte, dass Mandat Erastils für uns ist es den Menschen zu helfen, falls also eine weitere Gefahr wie diese Bestie auftaucht, zögert nicht uns darüber zu informieren." Eronomion wartete ab, ob der Verwalter direkt etwas zu sagen hatte, dann verabschiedete er sich höflich und mit einer tiefen Verbeugung, um zu seinen Gefährten zurückzukehren.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 05.07.2018, 12:00:51
Eronomion war sich ziemlich sicher, dass Taradae nicht besonders begeistert von seiner Ankündigung war, dass sie die in der Stadt bleiben wollten. Aber der Mann hatte sich gut unter Kontrolle und so verriet seine Miene kaum etwas über seine Gedanken. Er war zwar keine besonders charismatische Erscheinung, aber Eronomion erkannte eindeutig die Zeichen eines Mannes, der sich seiner Position und seiner Macht bewusst war.

"Oh, ihr seid natürlich willkommen in dieser Stadt. Allerdings möchte ich euch um eines bitten. Es gibt immer Streitigkeiten unter den Menschen und ich und meine zwei Richter tun alles, uns so schnell wie möglich darum zu kümmern. Dennoch gibt es Wartezeiten. Solltet ihr gebeten werden Konflikte oder Streitigkeiten zu lösen, dann haltet bitte kurz Rücksprache mit meinen Richtern. Wir kennen die Familien und die verschiedenen Fehden und Eitelkeiten. Nicht alle spreche immer  die ganze Wahrheit und man könnte versuchen, euch für Eigeninteressen einzuspannen. Und wenn ihr etwas benötigt, dann wendet euch bitte an meinen Sekretär oder an den ersten Jäger, je nachdem in wessen Zuständigkeit es fällt. Darf ich euch morgen Abend zum Abendessen einladen, heute Abend bin ich leider verhindert, aber ich würde gerne mehr von euren bisherigen Reisen hören."



Während dessen bereitete der Sekretär in einer Ecke einen Beutel mit Münzen für jeden Abenteurer vor. Nachdem Eronomion sein Gespräch mit dem König beendet hatte kamen die anderen zurück in den Audienzsaal und erhielten ihre Beutel. Danach verabschiedeten sich alle und der Sekretär führte sie auf demselben Weg hinaus, auf dem sie hinein gekommen waren. Falls die Abenteurer es wünschten brachte er sie zurück in ihre Taverne, falls nicht verabschiedete er sie. Bei Fragen war er immer hier an diesem Eingang zu finden, es gab einen Klopfer draußen. Nach dem ersten Jäger konnten sie bei den königlichen Ställen fragen, die nur wenige Meter von der kleinen Tür entfernt zu sehen waren.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 06.07.2018, 14:54:15
"Na das war ja erfreulich.", stellte Ponzio trocken fest. Immerhin klimperte ein Beutel voller Goldstücke unter seinem Mantel, aber das war auch schon alles, was er dem Verwalter an Positivem abgewinnen konnte. Die Abgesandten Erastils beschlossen, zunächst wieder zurück zu ihrer Herberge zu gehen, um dort in aller Ruhe die nächsten Schritte planen zu können. Dass sie wie vom selbsternannten König gewünscht bald wieder abreisen würden, kam für niemanden in Frage, doch wussten sie bisher noch nicht einmal wirklich, bei wem sie ihren Anspruch geltend machen konnten.

"Wir sollten uns meiner Meinung nach als erstes nach diesem obersten Richter erkundigen. Das sollte ja nicht so schwer sein, und falls er noch existiert, haben wir hoffentlich einen Verbündeten. Falls nicht, dann müssen wir weitersehen." begann der Magier schließlich die Beratung.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 08.07.2018, 23:03:57
"Das ist eine gute Idee. Allerdings sollten wir auch die Augen und Ohren nach Erastils Hain offen halten. Die Menschen hier mögen ihn zwar fast vergessen haben, doch ich bin mir sicher, dass ihnen der heilige Ort den Glauben an den alten Meisterschützen zurückgeben könnte. Es wäre nicht nur eine fromme und gottgefällige Tat, sondern würde auch Zuversicht verbreiten." , sagte Kivan, der sich in Gegenwart des Verwalters bislang sehr zurückhaltend verhalten hatte. Höfische Angelegenheiten und Etikette waren nicht gerade sein Spezialgebiet.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 09.07.2018, 15:02:18
Eronomion neigte das Haupt als der König sprach: "Wir werden diese Einladung mit Freuden annehmen, eure Majestät."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 09.07.2018, 17:02:13
Taradae nickte als Eronomion für die Gruppe die Einladung annahm. "Dann schicke ich euch morgen einen Boten zum Schlag der Abendglocke, der euch in meinen Sommergarten geleiten wird."
Kurz darauf kamen auch die anderen Abenteurer und der König verabschiedete die Gruppe. Die Abenteurer verzichteten auf die Begleitung des Dieners und gingen alleine los. Sie wählten nicht den direkten Weg, sondern wollten etwas von der Stadt sehen.

Wildwasser hatte eine runde Grundstruktur, in der Mitte lag der Marktplatz und um diesen herum waren die Gebäude in Kreisform errichtet worden. Die Zitadelle lag am Rand der Stadt, allerdings nicht in der Richtung, in die sie gingen. Auf dem Marktplatz, den sie ein paar Mal durch die Straßen sehen konnten, stand eine Gruppe von Menschen vor einem der Häuser, dies war offenbar das Haus, in dem der König residierte. Die Türen waren nun geöffnet und immer wieder gingen Leute hinein oder kamen heraus. Einige Wachen standen an der Tür, es sah aber alles ruhig dort aus.

Alyssa war neugierig, was die Leute hier bewegte und so ging sie auf den Platz. Es war nicht schwer mit den Menschen in Kontakt zu kommen, denn die wartenden standen in Gruppen dort und schwatzten. Sie sahen eine Gruppe von gut gekleideten Leuten, vermutlich Händler, aber überwiegend waren es einfache Leute, Bauern oder einfache Handwerker, die hier zu warten schienen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 10.07.2018, 15:26:22
Alyssa zuckte nur die Schultern auf Ponzios Kommentar. Natürlich hatte er Recht aber nun war zumindest ihre Reisekasse gefüllt und sie wussten, was sie vom König erwarten konnten. Nicht viel. Doch sie sollten nicht den gleichen Fehler machen wie er es tat und ihr Gegenüber unterschätzen. Denn er besaß noch immer zwei Dinge, die viel wert waren: Einfluss und Geld. Zum Gegner sollten sie ihn sich nicht machen. Schließlich nickte sie ihren Gefährten zu, während sie das Gebäude verließen und langsam den Marktplatz erreichten.
"Ich würde früher oder später Kontakt mit den Zentauren aufnehmen wollen, um den Konflikt besser verstehen zu können. Vorher wäre es aber gut, wenn wir uns die Stadt etwas angucken könnten und uns umhören, was die Leute hier vom König halten." Da entdeckte sie die Menschenmenge vor dem Gebäude und zählte Eins und Eins zusammen. "Da kommen diese hier doch gerade Recht." schmunzelnd näherte sie sich einer der Personen, die dank ihrer Kleidung als Bauer zu erkennen war. Das hier war der perfekte Ort um etwas über die Probleme und Wünsche der Bevölkerung zu erfahren. Vielleicht konnte man auch etwas über den König herausfinden.
"Seid gegrüßt." Sie lächelte freundlich. "Hier stehen ja viele Leute herum. Erwarten hier alle eine Audienz mit dem König?" fragte sie ganz frei heraus. "Mein Name ist übrigens Alyssa." stellte sie sich noch kurz vor, ehe sie die Antwort abwartete.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 10.07.2018, 16:40:57
Die Männer und Frauen schauten sich kurz verdutzt an, sie hatten wohl nicht erwartet, angesprochen zu werden. Dann antwortete einer der Männer, ein kleiner dicklicher Kerl mit roten Wangen und freundlichem Gesicht. Er war der älteste in der Gruppe. "Ne mir wolln net zum König, mir wolln zum Rechtsmann. Der da", er zeigte auf eine Gruppe von Bauern, die einige Meter entfernt stand und ebenfalls miteinander sprachen, "dem seine Ziegen sind abgehaun und ham unseren Frühkohl gefressen. Alles weg, die ganze Ernte kaputt. Und nu sacht der, das sinn halt Tiere, da kann ich nix für. Das geht aber nicht, ich will dafür was ham, ein paar Ziegen vielleicht. Der Rechtsmann soll das klären." Die anderen hörten zu und mischten sich nicht ein.

Der Mann, der offensichtlich zu Gegenpartei gehörte, hatte gemerkt, dass über ihn gesprochen wurde und sich genähert, weil er neugierig war, was dort gesprochen wurde. Als er die Worte des Mannes hörte, kam er herüber. "Son quatsch. Der Zaun war ganz, vielleicht hast du die Ziegen ja raus gelassen, damit sie deinen mickrigen Kohl fressen, um dafür was besseres zu bekommen. Die Ziegen machen keine Tür auf, die kommen da nich raus. War nich meine Schuld. Außerdem ein paar Ziegen für ein bissel Kohl, das ist doch Wucher. Hörst du, Wucher!"

Nun war auch der Eifer der ersten Gruppe geweckt und der Mann und die Frau begannen auf die anderen Gruppe einzureden. "Was, mir ham nix gemacht, deine Fiecher warns. Der Zaun ist doch morsch, total morsch. Schon lange. Wer die Fiecher hält ist auch verantwortlich. Und jetz willst dich drücke, du oller Hund."

Und nun musste Alyssa fürchten, dass gleich die Fäuste fliegen würden, denn die Männer waren bereit, aufeinander loszugehen und die Frauen beschimpften sich nun ebenfalls.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 10.07.2018, 17:07:14
"Ja lasst uns die Stadt etwas erkunden und sehen was das Volk so spricht", sagte EldarRil zu seinen Begleitern als die Gruppe endlich den Verwalter verlassen hatte.

Das Gold in den Taschen des Elfen sah er immer noch irgendwie als Schweigegeld an und er war sich nicht sicher ob er das Gold wirklich behalten wollte und überlegte was er damit tun könnte um es sinnvoll zu nutzen, denn irgendwie war es ihm im innersten nicht wirklich recht es zu behalten.

Als die Gruppe dann auf den Marktplatz trat und Alyssa die Bauern ansprach wunderte sich der Elf wie schnell die Mensch in einen so argen Streit ausbrechen konnten wegen etwas Kohl und ein paar Ziegen. "Verzeiht werte Herren und Damen, aber das muß doch hier nicht in einem Streit ausarten. Sagt was Glaubt Ihr wird Euch dieser Rechtsmann wohl raten? Seit ehrlich zu uns und verratet uns wie hoch denn wirklich der finanzielle Schaden für Euren Kohl ist? Was würdet Ihr für eine gerechte Entlohnung für Euren Schaden halten? Wie wird bei Euch hier in der Stadt ein solcher Fall im Normalfall gelöst?", fragte der Elf neugierig, aber trotz allem mit ruhiger und friedlicher Stimme um die streitenden Personen nicht noch weiter auf zu regen, aber hoffentlich etwas mehr zu erfahren ob denn in dieser Stadt wirklich Recht gesprochen wird und jeder eine faire Chance auf ein gerechtes Urteil hat oder ob der Verwalter die Gesetzte hier schon so verdreht hat das auch hier nur Unrecht gesprochen wird.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 10.07.2018, 18:14:38
Leider musste EldarRil feststellen, dass die Menschen ihm nicht wirklich zuhörten, zu stark war ihr Ärger und zu laut ihr Disput als das sie die ruhige Stimme des Elfen registriert hätten.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 11.07.2018, 12:10:22
Ponzio trat hinter EldarRil, als dieser sich anschickte, eine Verhandlung an Ort und Stelle durchführen zu wollen. "Lass sie.", riet er dem Elfen. "Es steht uns nicht zu, hier über Recht und Unrecht zu urteilen. Und die unterlegene Partei würde es ohnehin nicht akzeptieren. Das würde nur zu Ärger führen, den wir vermeiden wollen. Lass sie zum Richter gehen. Aber ich würde mir gerne ansehen, wie er Recht spricht."

Ob dieser Rechtsmann wohl der oberste Richter war, den sie suchten? Selbst wenn nicht, wusste er sicherlich, wo man den Mann finden konnte. Außerdem war Ponzio tatsächlich neugierig auf die hiesige Rechtssprechung - viel konnte man daran lernen über die Umstände in der Stadt.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 11.07.2018, 12:34:44
Als EldarRil merkte das er kein Gehör fand bei den Streithähnen und als dann auch noch Ponzio auf ihn zukam, wandte sich EldarRil ab und sagte zu Ponzio "Du hast wohl Recht. Und ja, auch mich würde sehr interessieren wie hier Recht gesprochen wird. Sofern es sich wirklich um Recht und nicht um Unrecht handelt. Also laßt uns sehen was dieser Richter zu dieser Situation sagt und wie er das Problem löst.", damit entfernte er sich einige Schritte von den Streitenden, nicht das er noch versehentlich mit in ein Handgemenge verwickelt wird.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 11.07.2018, 13:55:53
Als der Streit begann wurden die Wachen aufmerksam und als klar wurde, dass sie nicht von alleine aufhören würden, kamen zwei Wachen herbei. Sie drängelten sich zwischen die Streithähne und als sie sich weiter beschimpften schnauzten sie die Männer und Frauen einmal kräftig an und hoben drohend ihre Stangenwaffen. Für die Abenteurer war klar, dass sie nicht ernsthaft jemanden verletzten wollten, aber die Drohung reichte, um die Gruppen zu trennen. Und so stellten die beiden Gruppen den alten Abstand wieder her und bald beruhigte sich die Stimmung wieder.

Eine der Wachen kam daraufhin zu den Abenteurern. "Habt ihr heute Rechtstag, dann zeigt mir eure Tafel." Die Frage klang routiniert, er stellte sie wohl regelmäßig.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 15.07.2018, 22:39:59
Als niemand anderes etwas sagte, äußerte sich Kivan, obwohl er wenig vertraut im Umgang mit städtischen Angelegenheiten war, denn er wollte die unangenehme Stille, die durch die Frage des Mannes entstanden war, nicht länger im Raume stehen lassen. "Wir haben keine Tafel und keinen Rechtstag, guter Mann. Unser Begehren ist, den Richter in einer anderen, allgemeineren Angelegenheit zu sprechen. Wir sind neu in dieser Stadt und wollen ihn und die Menschen in Erastils Namen unterstützen. Wenn er anderweitig beschäftigt ist - der Halbelf schaute hierbei kurz auf die streitenden Bauern - kommen wir gerne ein anderes Mal wieder."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 16.07.2018, 18:52:39
Der Wachmann hörte ebenso routiniert zu wie er vorher gefragt hatte, als Kivan aber Erastil erwähnte, änderte sich sein Gesichtsausdruck leicht. "Oh, das kann ich nicht entscheiden. Aber kommt mit, ich bringe euch zum Sekretär der Richter."

Er winkte ihnen, ihm zu folgen und führte sie durch die wartenden und hinein in das Gebäude. Nun sahen sie, dass es zwei Eingänge gab und kurz darauf wurde ihnen klar, dass es sich um zwei Gebäude handelte. Von außen waren sie prachtvoll hergerichtet und die Fassaden gingen so ineinander über, dass es zunächst wie ein Gebäude erschien. Es war ein sehr gut gepflegtes Fachwerkhaus. Teile der Fachwerkzwischenräume waren mit buntem Holz getäfelt. Die Türe stand offen und dort standen zwei Wachen. Dort residierte wohl der König.
Daneben gab es einen weiteren Eingang mit einer breiten einflügeligen Tür und dorthin führte der Wachmann die Gruppe. Auch hier stand eine Wache vor der Tür und dieser nickte dem Wachmann zu, der die Gruppe führte.
Im Innern war ein großer Raum, der wie eine Wartehalle wirkte, denn auch hier standen überall kleine Grüppchen herum. Der Wachmann führte die Gruppe zielstrebig zwischen den Leuten hindurch, winkte einem Mann an einem Tisch an der Seite zu und führte sie durch einen dunklen und engen Korridor in einen weiter hinten liegenden Raum. Dort klopfte er an und betrat dann den Raum, als er herein gerufen wurde.

In dem Raum saß ein kleiner dicker Mann an einem Schreibtisch, der über und über mit dicken Folianten bedeckt war. An den Wänden standen massive Holzregale und darin lagen weitere Bücher. Der Mann blickte zunächst nicht auf sondern fragte nur "Welches Buch?"
Der Wachmann verstand offenbar und antwortete. "Oh nein, kein Buch, Gäste. Die Fremden sind da und wollen den Richter sprechen."
Sofort blickte der Mann auf und sah die Gruppe mit zusammen gekniffenen Augen an. Es dauerte einen Moment bis er zu erkennen schien, wer da vor ihm stand und dann hellte sich auf. "Gut, das du sie her gebracht hast. Du kannst gehen, ich kümmere mich um sie." Der Wachmann nickte und verließ den Raum.

Der Mann stand auf, er war kaum 1,5m hoch und wirklich sehr dick. Er trug gute aber einfach gehaltene Kleidung und war sicher schon weit über 60 Jahre alt. „Laron ist mein Name, der Sekretär des hohen Gerichts. Was kann ich für euch tun?“
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 18.07.2018, 17:15:09
Als sie plötzlich vor dem Sekretär standen, war Ponzio noch überrumpelt von der Geschwindigkeit der Entwicklung. Gerade noch wollte er nur beobachten, auf welche Weise und mit welchem Maß hier Recht gesprochen wurde, doch das konnte er dem Mann ja kaum sagen: "Entschuldigt, wir wollten nur mal sehen, ob dieses Gericht nicht nur eine Farce darstellt, um der Selbstbereicherung des sogenannten Königs eine Legitimation zu geben."? Nein, das würde wohl nicht besonders gut aufgenommen werden.

Also erinnerte sich der Magier an seinen ursprünglichen Vorschlag - wenn sie nun schon einmal hier waren, konnte er auch mit der Tür ins Haus fallen: "Seid gegrüßt, Laron! Ponzio ist mein Name, dies sind meine Gefährten, auf deren Vorstellung ich verzichten möchte, um Eure wertvolle Zeit nicht stärker zu strapazieren als notwendig. Wir sind auf der Suche nach dem obersten Richter, und würden wenn möglich gerne um eine Audienz bei ihm bitten. Sicherlich könnt Ihr uns weiterhelfen?"

Ponzio hatte ein gutes Gefühl bei dem Mann. Ob es am Alter lag, dass vermuten ließ, dass er seinen Posten bereits vor der Machtergreifung des neuen Königs inne hatte, oder an der freundlichen Reaktion auf ihre Anwesenheit: Er hoffte, der Mann würde auf ihrer Seite stehen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 19.07.2018, 07:45:57
Der Sekretär zögerte nicht lange und beantwortete Ponzios Frage.

"Oh, wir haben hier zwei königliche Richter, sie sind für die alltägliche Rechtsprechung verantwortlich. Beide haben einen sehr vollen Tagesplan, ich kann aber versuchen, ein Gespräch mit einem der beiden zu organisieren. Und dann gibt es noch den obersten Richter, er berät den König in rechtlichen Fragen. Außerdem untersteht er nicht dem König, sondern dem Land. Leider ist unser erster Richter verschwunden, daher könnt ihr bei ihm nicht vorsprechen. Wolltet ihr mit dem obersten Richter sprechen oder mit den königlichen Richtern?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 19.07.2018, 10:30:05
EldarRil hört dem Sekretär aufmerksam zu und ist dann erstaunt als plötzlich zur Sprache kommt das der Oberste Richter verschwunden ist. "Verzeiht meine Neugirde. Aber weiß man wo der Oberste Richter hin ist? Ist er nur verreist und er kommt in ein paar Tagen wieder? Oder sucht man ihn und niemand weiß was mit ihm passiert ist?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 19.07.2018, 12:52:54
Der Sekretär schaute etwas verdutzt bei der Frage.
"Nein, wir wissen nicht, wo er hin ist, sonst wäre er ja nicht verschwunden. Er hat die Stadt vor einigen Wochen in seiner Kutsche verlassen, er wollte in Landesinnere, wohin war aber nicht bekannt. Aber es schien etwas wichtiges zu sein. Als er nach zwei Wochen nicht wieder zurück gekehrt war, haben wir den König ersucht, ihn zu suchen. Aber der Suchtrupp hat ihn nicht gefunden. Auch die Kutsche wurde nicht gefunden. Einer der Händler hatte vor, einen eigenen Trupp loszuschicken, aber er hat nicht so viele Männer und Freiwillige konnte er keine finden. Es sind so viele Leute weg gezogen, Wildwasser ist nicht mehr das, was es mal war. Ihr habt euch keine gute Zeit für einen Besuch ausgesucht."

Nach einem kurzen Moment der stille schüttelte er den Kopf, als wolle er die trüben Gedanken vertreiben. "Aber so ausführlich wolltet ihr es vermutlich gar nicht wissen. Soll ich versuchen, einen Termin bei den königlichen Richtern zu bekommen?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 19.07.2018, 19:50:21
Kivan runzelte die Stirn. Das klang sehr merkwürdig. "Nein, nein, erzählt uns bitte alle Einzelheiten über das Verschwinden des obersten Richters, denn das klingt nach etwas, bei Ihr unsere Hilfe gebrauchen könntet. Wer ist zum Beispiel der Händler, von dem Ihr spracht?", fragte er daher schnell den Beamten, bevor dieser das Thema wechseln konnte.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 20.07.2018, 07:48:39
Laron wollte gerade anklopfen als man Schritte im Flur hörte und es kurz darauf klopfte. Der Sekretär schaute zur Tür und dann zu der Gruppe. "Oh, ich habe leider jetzt zu arbeiten. Ich schicke euch heute Abend einen Boten."Dann rief er ohne ein weiteres zögern in Richtung der Tür: "Nur herein." Dabei nahm er ein Buch und blätterte darin.

Die Tür öffnete sich sofort und ein Wachmann kam herein. "Schwierig, schwierig", sagte Laron. Dann sah er zur Wache. "Welches Buch?"
Die Wache, ein Mann, den die Gruppe draußen nicht gesehen hatte, zögerte und schien zu überlegen, was er sagen sollte. "Na was ist, willst du was anderes?"

"Äh ja, ist alles in Ordnung?" Die Wache schaute zu der Gruppe und dann wieder zum Sekretär. Es war ein junger Mann und er wirkte recht nervös.

Laron dagegen blieb ruhig. "Ja, die Leute hier wollen einen Termin beim Richter, aber du siehst ja, wie es draußen aussieht." Er seufzte laut und klappte das Buch zu. "Also, wie gesagt, wenn sich eine Lücke auftut, schicke ich einen Boten. Und jetzt habe ich zu arbeiten."
Der Wachmann stand unschlüssig im Raum, blickte zur Gruppe, dann wieder zum Sekretär. "Das gilt auch für dich, Bursche."

"Oh ja, Entschuldigung." Der Mann machte fast einen Satz und lief zur Tür. Er wollte gerade gehen als er zögerte und die Tür für die Gruppe aufhielt. "Verzeihung, bitte nach euch." Es war als Geste des Respektes gemeint, offenbar akzeptierte er die Gruppe als ranghöher.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 20.07.2018, 20:08:23
Kivan nickte dem Mann freundlich zu als sie nach draußen gingen. Er fand es bemerkenswert, dass der Sekretär nicht vor der Wache weiter reden wollte und einen falschen Grund für das Schicken des Boten vortäuscht. Sein Unbehagen war den aufmerksamen Sinnen des Halbelfen nicht entgangen. "Dass der Mann nicht offen sprechen will, sagt schon viel aus", flüsterte er den anderen zu als sie wieder unter sich waren. "Ich bin sehr gespannt, was uns Laron später zu berichten hat. Möglicherweise steht er dem Verwalter kritisch gegenüber, wenn er seinen eigenen Wachen nicht traut. Anscheinend hatte der Wachmann ja gar keinen echten Grund zum Vorbeikommen. Vielleicht war es nur Neugier, vielleicht aber auch der Auftrag, uns auf die Finger zu schauen."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 24.07.2018, 06:29:43
"Würde mich nicht überraschen, wenn er auf uns aufpassen sollte." kommentierte Alyssa nur Kivans Worte. Sie hatte sich die letzten Minuten recht ruhig verhalten und sich ihren Teil gedacht. Dass es alles so schnell ging war eine schöne Überraschung und machte die ganze Sache einfacher. Da hörte es aber schon mit schönen Überraschungen auf, denn der oberste Richter war verschwunden. "Wenn der obere Richter wirklich ein Mann des Landes und nicht des Königs ist, kann ich mir gut vorstellen, dass der König ihn beseitigen wollte. Dass der Suchtrupp dann nichts gefunden hat, überrascht mich überhaupt nicht. Zutrauen würde ich dem König, dass er so etwas tut."
Sie strich sich nachdenklich durchs Haar. "Das Verschwinden des Richters zu untersuchen könnte hilfreich sein. Wenn es allerdings schon einige Wochen her ist, ist die Chance, ihn lebend zu finden, wahrscheinlich gleich Null. Aber vielleicht finden wir Beweise, die wir gegen den König verwenden können. Wir sollten auf jeden Fall mit diesem Händler sprechen." Leider würden sie noch etwas auf den Boten des Sekretärs warten müssen. Ärgerlich. Das gab ihnen allerdings die Zeit, sich doch noch etwas in der Stadt umzusehen und umzuhören.
"Da wir sowieso auf den Boten warten müssen, können wir uns auch weiter die Stadt und die Bewohner ansehen." schlug sie schließlich vor.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 25.07.2018, 08:44:31
"Dann lasst uns mal sehen auf welche Merkwürdigkeiten wir hier in der Stadt noch treffen", stimmte EldarRil zu. Der Elf war ebenso sehr interessiert daran heraus zu finden was mit diesem Richter vorgefallen ist, doch man konnte die Zeit bis zum Treffen bestimmt auch noch sinnvoll in der Stadt verbringen, denn vielleicht ergibt sich ja noch mehr.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 26.07.2018, 08:43:58
Sie verließen also das Gebäude, überquerten den Platz, auf dem immer noch viele Leute warteten, die Stimmung war aber wieder ruhiger, und wanderten ein wenig ziellos durch die Straßen.

Der Zustand der Gebäude unterschied sich stark in den verschiedenen Stadtbezirken, im Zentrum waren die Häuser in einem guten Zustand, in den Randbereichen dagegen oft nicht. Außerdem fiel ihnen auf, dass offenbar die Zahl der Bewohner im Vergleich zu früher stark abgenommen hatte. Je weiter sie sich vom Zentrum entfernten desto häufiger fielen ihnen leerstehende Gebäude auf, die oft in einem erbärmlichen Zustand waren. Gerade am Rand gab es an einigen Stellen mehrere verlassene Gebäude, die so nahe bei einander standen, dass sie, sollte nur eines von ihnen einstürzen, vermutlich der ganze Block mit gerissen werden würden. Wie viele Menschen im Moment in Wildwasser lebten konnten sie nicht schätzen.

Sie wurden auf der Straße nicht abgesprochen, aber manchmal blieben Leute stehen und tuschelten, sobald die Gruppe vorbei gegangen war. Sie sahen viele einfach Menschen - sie sahen übrigens nur Menschen - mit einfacher Kleidung. Nicht alle wirkten arm, aber kaum einer wirkte reich. Mache hatten tiefe Sorgenfalten, andere nicht. Es gab Ecken in der Stadt, da wirkte die Stimmung niedergedrückt, meist dort, wo die Gebäude Ruinen näher kamen als Wohnhäusern. Aber es gab auch Ecken, da hörte man das Lachen der Menschen und spielende Kinder.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 26.07.2018, 15:13:47
Das Gespräch mit dem Sekretär war zwar in gewisser Hinsicht aufschlussreich, jedoch andererseits auch unbefriedigend gewesen. Das Verschwinden des Richters war zweifellos verdächtig, und ein Blick in die Runde offenbarte, dass jeder von ihnen den gleichen Gedanken hatte: Der Verwalter musste ihn beseitigt haben, auf welche Weise auch immer.

Es schien Ponzio, als würde auch der Sekretär nicht unbedingt auf der Seite des selbsternannten Königs stehen, und überlegte schon, wie sie sich dies zu Nutze machen konnten. Doch das Hereinplatzen der Wache unterbrach diesen Gedankengang vorerst - Ponzio machte sich allerdings eine innerliche Notiz, und es war ja auch noch die Rede von einem Boten gewesen.

Auf dem Rückweg fielen auch dem alten Magier die baufälligen Gebäude auf, und auch wenn er selbst kein Fachmann war, so schien ihm doch dies eine Sache zu sein, wo man den Menschen in der Stadt helfen konnte - denn letztlich war dies immer noch einer ihrer Aufträge. Kurzentschlossen ging er auf eine Gruppe Bürger zu, die in der Nähe eines solchen baufälligen Hauses standen.
"Seid gegrüßt! Ponzio ist mein Name, bitte verzeiht die Störung. Es steht mir zwar nicht zu, aber ich bin nicht umhingekommen, den Zustand der Gebäude hier zu bemerken. Ich bin nicht vom Fach, aber einige davon scheinen mir kurz vor dem Einsturz zu stehen. Gab es vor kurzem ein Erdbeben, einen Sturm oder etwas ähnliches? Wie kommt es, dass noch nicht mit der Instandsetzung begonnen wurde? Fehlt Baumaterial? Tüchtige Zimmerleute?"
Ponzio gab sich dabei redlich Mühe, nicht von oben herab oder tadelnd zu wirken, sondern echtes Interesse an den Problemen der Leute zu zeigen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 27.07.2018, 08:05:07
Es war eine Gruppe von Frauen, die Ponzio ansprach. Sie hatte es sich vor ihrem Haus gemütlich gemacht und ihre Arbeit mitgebracht. Die eine schälte Kartoffeln und Rüben, eine war mit Nadel und Faden und mehreren Wäschestücken beschäftigt und drei Frauen nutzen gemeinsam einen großen Waschzuber zum Waschen.

Als sie angesprochen wurden, sahen die Frauen auf. Die Wäscherinnen machten einfach weiter, aber die Näherin stand auf und wurde somit zum Ansprechpartner des Mannes.

"Jaja, die Häuser. Das ist schon schlimm. Keiner mehr da, der hier wohnen will. Und da kümmert sich halt keiner. Naja, der Baumeister des Königs schaut immer mal danach. Dann bauen die da auch manchmal dran rum. Er sacht, die halten."

Ein alter Mann kam aus einem der Häuser, er schien neugierig zu sein, wer da gekommen war. Als er hörte, worüber gesprochen wurde, beschleunigte er seine humpelnden Schritte, auf einen Stock gestützt. "Ach, Junge. Die Stadt verfällt. Kein Erdbeben, kein Sturm, es ist die Zeit. Die Zeit nagt an uns alles." Er hustete einmal laut, dabei zitterte sein ganzer Körper. Der Mann war um einiges älter als Ponzio. "Und wir haben nich das Geld, das alles reparieren zu lassen, auch nicht an unseren Häusern. Gibt zu wenige Handwerker und die sind dann noch teurer als sonst. Arbeiten fast nur für die Händler, die Geldsäcke. Immerhin, der Baumeister guckt wirklich. Er hat ein paar eigene Männer, die das nötigste machen, bei den Häusern, in denen keiner wohnt. Und manchmal kriegen wir auch ein bisschen Hilfe, billiger als bei den anderen Handwerkern. Warum fragste, suchste ein Haus? Da hinten steh noch eines, das ist in einem ganz guten Zustand. Gehörte meinem Bruder. Ich kann es dir verlaufen." Er grinste breit bei dem Angebot und zeigte seinen fast zahnlosen Mund.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 27.07.2018, 13:13:46
"Hm, aber könnt ihr da nicht selbst was machen? Wo sind eure jungen Leute, wohnen die nicht hier?" entgegnete er der Frau, noch bevor der Alte aus seinem Haus kam. Nachdem dieser ausgeredet hatte, entgegnete der Magier auch ihm: "Was soll das Haus denn kosten? Ansehen schadet ja nicht. Aber noch was anderes: Wo kann ich denn diesen Baumeister finden?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 29.07.2018, 10:14:20
Als Ponzio nach dem Preis des Hauses fragte wusste der alte Mann zunächst gar nicht, was er antworten sollte. Zu überrascht war er wohl von der Frage. Diese Pause nutze de Frau, um zu antworten. Sie stellte sich vor Ponzio, stemmte die Hände an die Hüfte und sah Ponzio mit festem Blick an. "Wo unsere jungen Leute sind? Sie arbeiten natürlich, was glaubst du denn, um diese Zeit. Auf den Feldern, in den Häusern und Lagern der Händler, bei der Wache. Wir haben keine Zeit durch die Stadt zulaufen und in die Luft zu gucken, wir müssen arbeiten, um uns das Essen kaufen zu können. Und natürlich schauen unsere jungen Leute n ach den Häusern und helfen, wo sie können. Aber sie sind nun mal keine Baumeister. Und da mein Onkel hier wohl nicht recht weiß, was so ein Haus hier wert ist, gebe ich dir Antwort. Tausend Goldstücke. Es ist ein gutes Haus, stabil und aus guten Steinen. Die Balken sind trocken und das Dach ist dicht. Das ist ein guter Preis."



Eronomion dagegen hatte sich von der Gruppe gelöst und war in eine andere Richtung spaziert. Er war auf der Suche nach dem Wachmann aus dem Wald und so ging er zunächst zum Marktplatz und von dort die Hautstraße in Richtung des Tors, denn dort waren die meisten Wachen unterwegs. Am Tor trieb er sich eine Weile herum, so unauffällig, dass ihn niemand ansprach. Aber er erkannte keinen der Männer. Er wollte schon wieder gehen, als einige Männer zum Tor kamen, nicht in Uniform, aber der Wache offensichtlich gut bekannt. Und bei dieser Gruppe entdeckte Eronomion den gesuchten Mann.[1]
 1. Eronomion ist damit nun einige Stunden vor dem Rest der Gruppe
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 03.08.2018, 05:01:52
Auf dem Weg durch die Stadt wurde Alyssa klar, dass hier nicht alles nur schlecht war. Es war immer noch ein Ort, an dem man leben konnte. Sie konnte lachende Menschen und spielende Kinder hören - so wie sich eine Stadt eben anhören sollte. Doch nur weil man hier leben konnte, hieß das nicht, dass es ein gutes Leben war. Große Teile der Stadt glichen eher Ruinen und die Menschen dort sahen sehr besorgt aus.
Ponzio sprach einige der Leute an und was diese erzählten deckte sich mit dem, was sie bereits aus anderen Quellen gehört hatten. Die Menschen verließen die Stadt und so standen die Häuser leer. Anscheinend gab es nicht genügend Geld, um die Häuser zu reparieren. Bis auf diesen ominösen Baumeister gab es niemanden, der sich darum kümmerte. So baute die Stadt natürlich weiter ab und wurde weniger wohnlich. Klar, dass die Leute sich dann nicht wohl fühlten und ausziehen wollten.
Zumindest half ihnen das Gespräch weiter. Es gab noch eine Person, die das Herz am rechten Fleck zu haben schien. Der Baumeister half aus und arbeitete billiger als der Rest, der von den reichen Händlern gekauft wurde. Gut, dass der noch nicht verschwunden war, wie der Richter. Andererseits kümmerte er sich ja um die Stadt und da hatte der Verwalter wohl keinen Grund, den Mann zu beseitigen. Mit ihm zu reden, sollte ihr nächster Schritt sein.
"Ja, das ist tatsächlich ein guter Preis." kommentierte Alyssa die Worte der Frau. Sie sah den Rest der Gruppe an. Sich hier niederzulassen, würde hilfreich sein. Diese Aufgabe würde noch viel Zeit in Anspruch nehmen und sie wollte nicht die ganze Zeit im freien oder einer Taverne übernachten. Außerdem konnten sie so besser einen Blick auf die Taten des Verwalters werfen und ihn im Auge behalten. "Wir sollten uns zusammensetzen und über das Angebot nachdenken." schlug sie vor. Schließlich wandte sie sich aber noch einmal an die Frau. "Wo können wir denn den Baumeister finden? Wir würden uns gerne mit ihm unterhalten."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 03.08.2018, 13:47:00
Ponzio war noch am Nachdenken, als Alyssa ihn in seiner Entscheidungsfindung unterstützte.
"Gut, wir nehmen es. Allerdings kann ich nur die Hälfte des Geldes gleich bezahlen, den Rest muss ich abstottern. Doch als Sicherheit habt ihr das Haus - wenn ich mich aus dem Staub mache, habt ihr das Gold und das Haus dazu."

Die Frage nach dem Baumeister, die er auch schon gestellt hatte, interessierte ihn weiterhin brennend, und so blickte er die Frau erwartungsvoll an und würde auch noch einmal nachhaken, bis sie eine Antwort bekamen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 03.08.2018, 15:53:28
EldarRil war bisher eher schweigsam zu dem ganzen Thema mit dem Haus, musste sich dann aber selbst zugestehen das es vielleicht wirklich keine schlechte Idee ist wenn man sich hier eine dauerhafte Basis erschafft in der man unterkommt und somit dann auch als Bürger der Stadt gilt.

"Wir werden zusehen das wir das restliche Gold so schnell wie möglich auftreiben, da könnt Ihr Euch gewiss sein", meinte er dann nur so nebenbei zu dem Mann und der Frau.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 06.08.2018, 11:36:15
Nun geschah etwas seltsames. Die Frau, die bis eben so selbstsicher vor ihnen stand, schien plötzlich verwirrt und unsicher, als die Leute vor ihrem Haus ernsthaft zu erwägen schienen, das Haus zu kaufen und als dann Ponzio sogar sagte, er könnt die Hälfte direkt bezahlen, sah sie sich ängstlich, fast panisch um, als wolle sie sehen, welche der Frauen gerade zuhörte. Und natürlich hörten alles zu, die Frauen um sie herum hatten die Arbeit eingestellt und starrten die Leute und Antonia mit großen Augen an.

Nun war es der Alte, der ihr zur Seite sprang. "Das müssen wir alles in Ruhe besprechen. Auch wir untereinander." Aber auch er schien nicht recht zu wissen, wie. Aber Antonia schien sich gefangen zu haben. "Ich weiß, wie wir es machen. Ich lasse nach dem Baumeister schicken und er kann das Haus mit euch zusammen anschauen. Aber er ist sehr beschäftigt. Ich denke es wird ein paar Tage dauern, bis er Zeit hat."
dann ging sie einen Schritt näher an Ponzio heran und sprach leise weiter. "Wenn ihr mir sagt, wo ich euch finde, dann sage ich euch Bescheid. Und erzählt nicht so laut herum, dass ihr Geld habt. Die Stadt hat viele Ohren."

Die Frauen lauschten nun um so aufmerksamer, aber sie schienen die letzten Worte von Antonia nicht verstanden zu haben. In einigen Gesichtern war deutlich die Enttäuschung aber auch die immer noch wache Neugier zu sehen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 06.08.2018, 13:58:20
Ponzio wurde sich schlagartig bewusst, dass er sich hier möglicherweise gerade zur Zielscheibe gemacht hatte. Innerlich ohrfeigte er sich - er war kein naiver Landbewohner, er hätte es besser wissen müssen.
"Im Alten Schmied." flüsterte er zurück. Doch hatte er immer noch keine Antwort auf seine andere Frage erhalten. "Der Baumeister. Bitte, wir würden ihn gerne in einer weiteren Angelegenheit sprechen, es ist sehr wichtig. Könnt ihr uns nicht sagen, wo wir ihn finden können?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 06.08.2018, 16:11:26
"Ich Glaube wir sollten jetzt gehen und darauf achten das uns niemand offensichtlich verfolgt", meinte EldarRil leise zu seinen Kameraden, als der Elf spürte wie die Stimmung plötzlich kippte.

EldarRil fing an sich etwas nervös um zu schauen ob denn plötzlich noch mehr Personen auf die Gruppe aufmerksam wurden.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 07.08.2018, 09:16:55
Antonia war froh, dass Ponzio so schnell geschaltet hatte.
"Wenn ihr ihn selbst aufsuchen wollt, dann müsst ihr in den Handwerkerbezirk." Sie beschrieb ihnen den Weg, diesen Teil der Stadt hatten sie bislang noch nicht besucht und er lang auch nicht auf dem Weg zum Gasthaus. Aber es war ja gerade um die Mittagszeit, daher wäre ein Abstecher dorthin möglich. Aber die Frau fügte noch etwas an. "Aber ihr werdet ihn über Tage selten zu Hause antreffen, es sind viele Häuser in der Stadt zu begutachten. So, nun müssen wir aber weiter arbeiten, wir haben schon genug Zeit vertrödelt." Sie versuchte wieder einen heiteren Ton anzunehmen, aber dies gelang ihr nur zum Teil.

Aber die Aufforderung reichte aus, damit alles wieder ihre Arbeit fortsetzten, zumindest halbherzig, denn immer wieder richteten sich die Blicke der Frauen verstohlen auf die Gruppe oder Antonia.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 08.08.2018, 22:31:53
Eronomion war glücklich endlich sein Ziel gefunden zu haben, auch wenn er sehr gut damit leben konnte eine Weile einfach durch diese Stadt zu laufen. Sicher, sie war nicht gerade ein Juwel, aber es war Zivilisation und dementsprechend besser als das, was sie zuvor gehabt hatten. Mit seinem charakteristischen Lächeln auf den Lippen ging er auf den Mann und seine Begleiter zu und sprach ihn direkt an: "Ah, schön euch wiederzusehen. Ihr habt es also heil hierher geschafft. Das freut mich." Dann wandte er sich an seine Begleiter - und auch den Soldaten selbst - um sich vorzustellen: "Mein Name ist Eronomion und es ist mir eine Freunde eure Bekanntschaft zu machen. Meine Begleiter und ich sind erst gestern hier angekommen."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 10.08.2018, 13:32:01
Keiner der Männer achtete auf Eronomion, bis er direkt auf sie zusteuerte. Der Soldat erkannte ihn sofort und blieb stehen, um ihn zu begrüßen. "Wir haben es schon gehört, dass ihr angekommen seid. Willkommen in Wildwasser." Er schaute Eronomion an und schien zu überlegen, was er sagen sollte. Die anderen Männer standen aufmerksam um ihn herum. "Mein Name ist Moris. Meinem Bruder geht es nicht besser. Naja, also er ist nicht tot, sagt der Heiler, aber am Leben ist er irgendwie auch nicht. Er scheint tief und fest zu schlafen, unnatürlich tief. Ich verstehe das nicht richtig, der Heiler aber wohl auch nicht. Ich habe nichts, was euch euch geben kann, außer meinem Dank. Aber wenn ihr etwas braucht, dann sagt Bescheid. Ihr könnt immer bei der Wache nach mir fragen."



Der Rest der Gruppe hatte sich derweil von Antonia verabschiedet und sich auf den Weg zurück in die Taverne gemacht. Als sie dort ankamen war eine junge Magd gerade dabei, den Schankraum zu schrubben. Sie bat die Gruppe nachdrücklich, außen herum zu gehen, da der Boden erst trocknen müsse. Sie sollten durch den Stall in den Hinterhof gehen, Karl wäre dort. Sie taten also, wie ihnen geheißen wurde, der Blick der Frau machte klar, dass sie keinen Widerspruch dulden würde und so kamen sie in einen kleinen Hof, der eher ein Garten war. Überall wuchsen Pflanzen, blühende Blumen, aber auch Beeren-Sträucher und einige kleine Obstbäume. Karl saß dort und schnitt Gemüse, das er in einen Kessel warf.

Es gab hier auch zwei Bänke und die Gruppe konnte sich setzen. Karl nickte ihnen zu, unterbrach seine Arbeit aber nicht. "Ich komme erst wieder zum Bier wenn drinnen alles trocken ist. Sonst reißt mir Jella den Kopf ab."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 10.08.2018, 16:30:07
Eronomion war durchaus überrascht, dass es dem anderen Mann noch immer so schlecht ging: "Das tut mir Leid, Moris. Und ihr schuldet uns nicht mehr als euren Dank, macht euch keine Sorgen. Wir sind hier im Dienste Erastils, um dem Volk zu helfen, da zählt ihr ohne Zweifel dazu. Vielleicht könnten wir ja eurem Bruder auch einen Besuch abstatten? Wir haben schon einiges gesehen auf unseren Reisen. Und es scheint das ein oder andere Rätsel zu geben, das dieses Land quält. Vielleicht finden wir so einen Hinweis darauf, was genau hier vor sich geht." Eronomion überlegte für einen Augenblick, was er hier offenbaren sollte. Er verschwieg lieber, dass keiner von ihnen ein ausgebildeter Heiler war, das mussten die Männer nicht wissen, denn wer wusste schon, was sie alles dem ersten Jäger und dem König erzählen würden.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 10.08.2018, 18:54:42
Moris nickte, allerdings sagte sein Blick, dass er nicht daran glaubte, dass jemand seinem Bruder helfen konnte. "Ja, ihr könnt ihn besuchen. Er liegt im Lazarett der Wache, bei der Kaserne." Als er Eronomions fragenden Blick sah erklärte er ihm, wo dies zu finden war.

Daraufhin klopfte ihm einer der Männer auf die Schulter. "Es wird Zeit." Zu Eronomion gewandt sagte er: "Unsere Schicht fängt gleich an, wir müssen nun los. auch von uns ein Willkommen in der Stadt."

Moris nickte und die Männer verabschiedeten sich freundlich von Eronomion und gingen dann zur Wachstube.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 20.08.2018, 19:43:00
Eronomion verabschiedete sich ebenfalls freundlich und ging dann seiner Wege. Er würde diese Leute sicherlich einmal wiedersehen, aber zunächst galt es zu klären, was mit diesem Obersten Richter war. Und dafür musste er sich wieder mit seinen Gefährten treffen. Vielleicht wussten diese ja schon mehr. Er würde sie wohl in ihrer Unterkunft finden.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 21.08.2018, 03:12:28
Na das war ja ein seltsames Erlebnis geworden. Anscheinend gab es einige Parteien oder Personen in der Stadt, die sich sehr für das Geld von Reisenden interessierten. Wenn sie so an die Gesichter und Reaktionen zurückdachte, vielleicht sogar einige der Leute, mit denen sie gesprochen hatten. Eigentlich nichts beunruhigendes - Diebe und Banditen gab es schließlich überall. Sie wischte den seltsamen Gesprächsverlauf zur Seite und konzentrierte sich auf die guten Nachrichten. Schon bald würden sie den Baumeister kennen lernen und vielleicht sogar ein Haus hier besitzen.
Zurück in der Taverne, lächelte sie der Magd nur wissend zu und ging mit dem Rest der Gruppe in den Hinterhof, um sich dort einen Moment auf eine der Bänke zu setzen. "Kein Problem." erwiderte sie Karl, als dieser sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigte. "Wir warten sowieso noch auf einen Freund." Es dauerte eine Weile, bis Eronomion zurück war aber auch er würde wohl von Jella in den Hof geschickt werden, sodass sich die Gruppe dort auch komplett wiederfinden würde. Sie grüßte den jungen Mann mit einem Nicken und einem Lächeln. "Wir haben ein paar interessante Dinge herausgefunden. Ein Baumeister in dieser Stadt scheint wohl auch ein guter Mann und möglicher Verbündeter zu sein. In ein paar Tagen können wir mit ihm Reden. Ach, vielleicht können wir sogar ein Haus kaufen. Wie sieht es mit dir aus? Irgendwas nützliches?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 21.08.2018, 14:43:16
Ponzio musste schmunzeln, als er Eronomions erstaunten Blick sah, und entschloss sich, noch ein paar Sätze zur Aufklärung hinzuzufügen.
"Ich habe eine ältere Frau gefragt, warum sie nichts tun, um die Gebäude besser in Stand zu halten. Es mangelt zum einen wohl am Geld, zum anderen aber auch an fähigen Handwerkern. Die wenigen, die es gibt, arbeiten fast ausschließlich für die reichen Händler, und sind dann auch entsprechend teuer. Außerdem stehen immer mehr Häuser leer, weil die Menschen weggehen. Dann hat sie mich gefragt, ob ich nicht das Haus ihres Bruders kaufen will, und ich dachte mir, das wäre eigentlich keine schlechte Idee.

Einerseits erleben wir dann direkt die Sorgen und Probleme der Menschen hier, und ich dachte mir, wir können direkt an der Basis Hand anlegen, um den Leuten zu helfen. Ja, und es gibt einen Baumeister, der wohl das möglichste tut, um die Häuser in Schuss zu halten, mit dem wollen wir uns treffen. Wie Alyssa schon sagt, ein möglicher Verbündeter."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 21.08.2018, 15:52:15
Der junge Mann nickte. Das klang tatsächlich sehr sinnvoll. Sie würde dem König irgendwie erklären müssen, warum sie sich nun doch hier ansiedelten, aber das hatte gewiss noch ein wenig Zeit. Stattdessen nahm auch er sich die Zeit zu erklären, was er herausgefunden hatte: "Das hört sich doch gut an. Mit der Belohnung des Königs sollten wir eine Anzahlung ja auch hinbekommen, wenn nicht gar den ganzen Kaufpreis.
Ich habe auch den Soldaten gefunden, dem wir im Wald geholfen haben. Sein Name ist Moris und er hat gesagt, wir sollen uns ruhig bei ihm melden, wenn wir etwas benötigen. Allerdings ist er für gewöhnlich wohl auch mit anderen Wachen zusammen.
Er hat mir jedoch auch etwas über seinen Bruder erzählt, das interessant sein dürfte. Wie es aussieht hat dieser sich von seinen Verletzungen nicht vollständig erholt. Er liegt in einer Art Koma im Lazarett der Wache und niemand weiß, wieso er nicht aufwacht. Das mag etwas mit dieser Kreatur zu tun haben und eventuell sollten wir uns das auch einmal ansehen."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 21.08.2018, 17:44:33
Ponzio stimmte dem jungen Mann zu: "Das sollten wir tun. Ich könnte zumindest versuchen herausfinden, ob sein Koma durch Magie oder auch ein Gift verursacht worden ist."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 21.08.2018, 18:48:16
"Ich stimme Euch zu, wir sollten dem Soldaten auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Vielleicht sogar noch bevor unser Besuch hier eintrifft, denn ich Glaube wir haben eh noch etwas Zeit", meinte EldarRil.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 22.08.2018, 23:00:42
Der halbelfische Waldläufer verfolgte die Gespräche seiner Gefährten ohne aktiv daran teilzunehmen. Er fühlte sich fremd in der Stadt. Das lag nicht daran, dass er tatsächlich ein Fremder war und auch nicht an den Bewohnern. Es war viel mehr ganz einfach so, dass Kivan zur Zivilisation ein zwiespältiges Verhältnis hatte - wie auch Erastil. Auf der einen Seite begrüßte er den Fortschritt und die Annehmlichkeiten des Stadtlebens, auf der anderen Seite waren ihm der Dreck und das Getümmel zuwider. Vielleicht war es seine elfische Seite, die dafür sorgte, dass er zu den Bewohnern größerer Siedlungen meist keinen rechten Zugang fand.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 27.08.2018, 09:30:06
Aber so richtig aufraffen konnte sich die Gruppe nicht. Sie waren hungrig als Eronomion zu ihnen stieß und die angenehme Wärme im Hinterhof des Gasthauses machte sie alle etwas schläfrig. Kurz nach Eronomions Ankunft kamen Jella und Karl zu ihnen, holten schnell einen großen Holztisch aus einem Schuppen und noch eine Bank und kurz darauf stand das dampfende Abendessen und die Getränken auf dem Tisch.

Nach dem Abendessen verbrachten sie die Zeit, indem sie sich gegenseitig auf den neusten Stand brachten und die verschiedenen Informationen diskutierten, die sie gesammelt hatten. Es schien nun zu spät zu sein, um noch nach dem verletzten Wachmann zu sehen und so kümmerten sie sich um ihre eigenen Belange oder vergnügten sich mit den von Karl gebrachten Würfeln und Spieltäfelchen.

Als es dann langsam dunkel wurde kam ein Mann zu ihnen und brachte, wie erwartet, eine Einladung zu einem der örtlichen Händler. Er wartete, während sie sich vorbereiteten und brachte sie dann, wieder durch kleine Gassen und Nebenstraßen, zu einem Gebäude, dass sie durch einen Seiteneingang betraten. Offenbar sollte nicht jeder sehen, dass man hier zusammen kam.

Der Mann führte sie in einen kleinen Raum, in dessen Kamin ein kleines Feuer prasselte und ein überraschend großer Tisch Platz gefunden hatte. Dort saß bereits ein überraschend junger Mann, er war nur wenige Jahre älter als Eronomion. Dieser erhob sich, als die Gruppe eintrat und begrüßte sie.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13596;image)
"Willkommen, willkommen hier im Haus. Mein Name ist Larn Renesse und ich führe dieses Handelshaus zusammen mit meinem Vater. Er ist leider derzeit verreist, daher kann nur ich euch empfangen. Bitte nehmt Platz."

Ein Diener kam und brachte Getränke und einige Kleinigkeiten zum Essen für die Gäste und verschwand dann wieder.
"Man hört ja viele Geschichten über euch. Aber was genau euch in dieses Land führt habe ich noch nicht herausfinden können, manche sagten, ihr seid Monsterjäger, andere sprechen von Schatzjägern, aber ich hörte auch, dass ihr die Bestie selbst hier her gebracht habt um euch als große Helden aufzuspielen. Vermutlich ist nichts davon wahr, daher dachte ich mir, ich spreche lieber selbst mit euch. Denn neugierig bin ich natürlich schon, was der Grund eurer Reise ist, schließlich befinden wir uns hier nicht gerade im Zentrum der Welt."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 29.08.2018, 21:00:00
Eronomion war inzwischen so gewohnt, die halbwahre Geschichte vom Auftrag der Kirche Erastils zu erzählen, dass sie ihm schnell von der Zunge rollte: "Monsterjäger mag es manchmal treffen. Wir sind im Namen Erastils hier, weil der Landstrich wohl die Hilfe brauchen kann, und von dem, was wir bisher gesehen haben - das Monster eingeschlossen - stimmt das wohl. Und es ist ja gerade der Wunsch Erastils, dass nicht nur für die großen Zentren gesorgt ist, sondern auch für die entlegenen Regionen. Deshalb sind wir also hier. Wenn ihr also etwas wisst, wobei ihr Hilfe brauchen könnt, lasst ruhig hören. Deshalb sind wir hier und da wir fremd hier sind, sind wir darauf angewiesen, dass man uns bittet, Hilfe zu leisten. So war es auch im Fall dieser Bestie, die manch einen Holzfäller überfallen hatte. Aber das wisst ihr ja sicher bereits."
Dass sie etwas von ihm wollten und gern wissen wollten, wo der Oberste Richter sein mochte, verschwieg Eronomion fürs erste. Vielleicht kam Larn ja von allein darauf zu sprechen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 30.08.2018, 08:17:06
Der Mann nickte Eronomion zu.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13596;image)
"Nun, das ist ja ein interessanter Zufall, nicht wahr? Denn ihr seid ja genau deshalb hier, weil es etwas gibt, wobei wir Hilfe benötigen. Ihr habt nach dem Ersten Richter gefragt und er ist verschollen. Der König ließ ihn suchen, seine Leute konnten aber keine Spuren finden. Auch mein Vater und ich sind durch sein Verschwinden sehr besorgt, daher schickte mein Vater einige unserer Wachleute aus, aber auch sie hatte keinen Erfolg. Unsere Männer sind allerdings nicht sehr geübt darin, Leute aufzufinden, die verschwunden sind oder verschwinden wollten. Wie auch immer, keiner weiß, was genau passiert ist, ob er überhaupt noch lebt und falls ja, wo er sich befindet. Wenn ihr aber helfen wollt, ihr seid Abenteurer, ihr verfügt sicher über Fähigkeiten, die wir nicht haben. Ist es so etwas in der Art, das eurem Gott als Aufgabe vorschwebt?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 03.09.2018, 06:33:11
Alyssa nickte dem jungen Mann zu. "Wenn wir ehrlich sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der oberste Richter noch lebt, sehr gering nach dieser langen Zeit aber wenn es eine minimale Chance gibt, dass er noch lebt, dann benötigt er unsere Hilfe. Da niemand weiß was genau passiert ist, möchten wir das ebenfalls herausfinden. Wir müssen ausschließen, ob nicht noch ein Monster sein Unwesen treibt oder es eine andere Gefahr für dieses Land und seine Bewohner gibt." Inklusive eines gierigen Verwalters, der die Personen ausschaltet, die ein Problem für ihn werden könnten. Davon sagte sie aber natürlich nichts. "Um also eure Frage zu beantworten: Ja, das ist eine Aufgabe, die wir im Namen Erastils erledigen würden."
Sie war schon erstaunt, über die Art und Weise, in der sie empfangen worden waren. Obwohl es ja nicht das erste Mal gewesen war, dass ein Treffen so geheim abgehalten wurde. Auch darüber, dass sie nicht vom eigentlichen Besitzer des Handelshauses, sondern seinem Sohn empfangen worden waren, war sie überrascht. Doch im Endeffekt machte es keinen großen Unterschied, wenn beide Personen an einem Strang zogen. Vielleicht waren diese beiden Händler ebenfalls Verbündete, wenn sie sich Sorgen um den obersten Richter machten. Zeit, etwas nachzuhaken. "Verzeiht aber wieso setzen Händler wie ihr und euer Vater ihr eigenes Kapital ein, um ein weiteres Mal nach dem obersten Richter zu suchen, wenn die Versuche des Königs schon keinen Erfolg gezeigt haben? Habt ihr ein persönliches Interesse daran, ihn zu finden?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 03.09.2018, 06:41:29
EldarRil hörte sich die Unterhaltung eine zeit lang an und lies die Situation auf sich wirken.

"Wenn wir Euch helfen sollen, und wenn das ganze möglichst schnell gehen soll, dann wäre es für uns vor allem sehr hilfreich wenn Ihr uns alle Informationen gebt die Ihr bisher heraus gefunden habt. Wo und wann wurde der Richter das letzte mal gesehen? Weiß man wo er genau hin wollte? All das wären gute Punkte an denen wir dann ansetzten können um den Richter vielleicht zu finden oder seine Spur auf zu nehmen", fragt der Elf dann ruhig nach.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 03.09.2018, 17:10:03
(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13596;image)
"Naja, wir sind da nicht so sicher, er ist einfach verschwunden, mit der Kutsche. Es könnten natürlich Räuber gewesen sein, aber auch dann hätten wir doch irgendwelche Spuren finden müssen. Wir hoffen auf jeden Fall, dass er noch lebt. Aber es ist wohl so wie ihr sagt, wahrscheinlich ist unsere Hoffnung nicht klug. Dennoch, wir hoffen. Mein Vater führt dieses Handelshaus in der fünften Generation, das ist unsere Heimat und die ist uns wichtig. Und der erste Richter ist wichtig für die Stadt und für das Land. Die Männer des Königs sind nicht alle so fähige Leute, wie ihr vielleicht glaubt. Der erste Jäger konnte sich nicht an der Suche beteiligen, weil er auf Monsterjagd war und sein Stellvertreter, nun ja, er ist der Sohn eines reichen Mannes mit Einfluss und er kann Derior nicht das Wasser reichen. Daher hoffte mein Vater, dass unsere Leute mehr herausgefunden würden. Und sie waren durchaus erfolgreich, zumindest am Anfang. Der Richter hat seine Kutsche über den Fluss bringen lassen und wollte zum alten Oki fahren."

Er sah die fragenden Blicke der Gruppe und fuhr direkt mit einer Erklärung fort. "Der alte Oki ist ein Einsiedler. Eigentlich ist er gar nicht so alt und eigentlich ist es auch nicht mehr Oki. Oki war wirklich alt, ein alter Mann, der in einem Baumhaus in der Ebene jenseits des Flusses lebte. Aber auch der älteste Einsiedler stirbt irgendwann und das Baumhaus blieb verlassen zurück. Nach einigen Jahren lebte dann plötzlich jemand Neues dort, ein junger Mann, der sich genauso in Felle hüllte wie Oki und genauso von der Jagd lebte und sich von den Menschen fern hielt. Also nannten ihn alle einfach wieder Oki und so ist es bis heute geblieben. Man sagt, er nenne sich mittlerweile selbst so. Wie auch immer, dorthin wollte er, ist aber nie dort angekommen, so sagte es Oki jedenfalls den Männern des Königs. Unsere Wachen haben also den Weg vom Fluss bis zu Oki abgesucht, um Spuren zu finden, aber das Wetter hatte war uns nicht gnädig gewesen. Der viele Regen im Frühjahr hatte alle Spuren verwischt. Mit Oki selbst konnten unsere Männer nicht sprechen, er war wohl wieder auf Jagd und nachdem sie eine Woche vergebens gewartet hatten, mussten sie zurück, ohne Vorräte gingen zur Neige. Vermutlich ist Oki der einzige, der wirklich weiter helfen könnte, denn der Richter muss einen Grund gehabt haben, zu ihm zu fahren. Aber Oki ist sehr verschlossen und es ist schwer aus seinen Worten die Wahrheit und von den Geschichten zu trennen. Er ist etwas seltsam. Manche sagen auch dass das Baumhaus etwas damit zu tun hat, das Oki, also beide Okis so komisch sind. Aber ich glaube das nicht. Er lebt dort alleine und ich glaube dann wird man einfach seltsam, mit den Jahren. Okis Haus ist einfach zu finden, ihr müsst nur dem immer Richtung Sonnenuntergang gehen und dann kommt ihr nach gut einem Tag an einen kleinen Bach und der führt direkt zu Okis Bäumen."

Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 07.09.2018, 07:52:36
"Dann wird dieser Oki wohl unsere aktuell beste Spur sein. Wir sollten uns wohl auf den Weg machen und selbst schauen was wir dort oder auf dem Weg dorthin herausfinden können. Oder habt ihr eine bessere Idee?", fragte EldarRil seine Begleiter.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 09.09.2018, 21:54:10
"Das werden wir auf jeden Fall tun." antwortete Ponzio dem Elfen. "Und ich bin mir sicher, wir werden diesen Oki finden. Wie ihr schon sagtet", fügte er mit einem Blick auf Larn hinzu, "verfügen wir vermutlich über andere Mittel als eure Männer.

Doch mich interessiert noch etwas anderes. Ihr sagt, dass der oberste Richter wichtig für die Stadt und das Land ist. Könnt ihr das etwas ausführen? Und uns etwas mehr zu diesem Richter und dem Amt sagen? Was genau sind seine Aufgaben, wie wird er ausgewählt, wer setzt ihn ein? Und wenn er nun schon so lange vermisst wird: Wer hat seine Aufgaben übernommen, und weshalb ist nicht schon ein Nachfolger oder zumindest Vertreter benannt?"


Natürlich hatten die Fragen des Magiers den Hintergedanken, dass ihr Gegenüber etwas mehr über seine eigene Haltung zum sogenannten König durchscheinen ließ, und sie dadurch besser einschätzen konnten, ob er ein wertvoller Verbündeter werden konnte - daher beobachtete Ponzio ihn genau bei seiner Antwort.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 12.09.2018, 09:47:27
Larn schien erfreut, dass die Gruppe daran  interessiert war, nach dem Richter zu suchen. Nach Ponzios Frage stutzte er aber zunächst und überlegte dann einen Moment, bevor er antwortete.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13596;image)
"Ja, warum. Das ist eine gute Frage, darüber habe ich bisher nicht nachgedacht, das ist einfach so, so kenne ich das, seit ich ein Kind war. Die Flusskönigreiche haben eine lange und nicht immer rühmliche Geschichte. Es gab viele Kriege, Despoten und was auch immer. Und so wurde wohl irgendwann das Amt des obersten Richters geschaffen, von wem weiß ich nicht und wann das war kann ich auch nicht sagen. Er ist sowas wie das wachsame Auge auf den König und seine Leute. Also er ist unabhängig von ihm, aber im Alltag hat er keine echte Aufgabe. Das Amt ist lebenslang vergeben, aber wenn der oberste Richter alt wird oder krank, ernennt er einen Nachfolger. Nur er kann das. Deshalb gibt es keinen Nachfolger, wir wissen ja auch nicht, was mit ihm passiert ist. Solange nicht klar ist, ob er noch lebt, kann glaube ich kein anderer das Amt übernehmen. Und da er keine direkten alltäglichen Aufgaben hat, läuft hier alles auch ohne ihn weiter. Aber mein Vater kennt sich mit den Gesetzen da besser aus. Für ihn war es wichtig, dass es diese Regel gibt, so kann der König nicht einfach einen Gefolgsmann zum obersten Richter machen. Ich finde das ziemlich kompliziert, denn jetzt gerade sieht man ja, was passieren kann. Auf der anderen Seite kann es nicht schaden, einen obersten Richter zu haben, denke ich. Ich bin so groß geworden, bei uns hieß es: „bete für den König und den obersten Richter“, das war einfach so."

Dann zuckte er mit den Schultern. "Aber egal ob oberster Richter oder anderer Richter oder wer auch immer, ein Mann ist verschwunden, einfach so, ohne Spuren. Und das ist nicht gut. Daher halte ich es für wichtig, ihn zu finden."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 12.09.2018, 10:51:11
Eronomion ließ es sich nicht nehmen, der antwort des jungen Mannes noch etwas hinzuzufügen: "Und recht habt ihr, es sollte egal sein ob jemand oberster Richter ist oder ein einfacher Bauer und wir würden ihn auch suchen, wenn er ein Bauer wäre.
Wir werden uns also zum alten Oki aufmachen und sehen, was wir herausfinden können."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 12.09.2018, 14:43:12
(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13596;image)
"Wunderbar, wenn ihr herausfinden könnt, was passiert ist, stehen wir in eurer Schuld. Wenn ihr zurück seid kommt bitte zu mir und berichtet, was ihr herausgefunden habt. Vielleicht ist mein Vater dann auch wieder hier."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 12.09.2018, 15:51:54
Ponzio war sehr zufrieden mit der Antwort des jungen Mannes: Endlich wussten sie mehr über diesen obersten Richter - und es war nun auch klar, weshalb sie sich mit ihrem Anspruch an diesen hatten wenden sollen. Umso wichtiger war es, den Mann zu finden, sei es tot oder lebend. Denn auch wenn es nobel klang, was Eronomion sagte, die Wahrheit war leider, dass es eben doch einen Unterschied machte, ob sie nun einen armen Bauern suchten oder den Mann, der wichtig für die Zukunft des gesamten Landes war.

Der Magier machte sich nur wenig Hoffnung, dass sie den Richter tatsächlich lebend würden finden können. Doch auch wenn nicht, so mussten sie doch herausfinden, wie und warum er verschwunden war. War, wie man vermuten konnte, der Verwalter beteiligt, so würde ein Beweis dafür sicherlich ausreichen, um die Bevölkerung hinter ihrem Anliegen zu versammeln. Und war er tatsächlich geflohen und noch am Leben, so würde seine Autorität ihren Anspruch deutlich untermauern.

"Wir werden Euch auf dem Laufenden halten. Und so bald aufbrechen, wie es unsere Vorbereitungen zulassen."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 14.09.2018, 06:56:50
EldarRil war ebenfalls froh zu hören das es hier wohl jemand gibt der diesem angeblichen König Einhalt gebietet. Jetzt mussten sie nur noch Hoffen das sie diesen obersten Richter auch noch lebend wiederfinden würden. Gedanklich richtete der Elf ein kurzes Stoßgebet an Erastil in der Hoffnung das dieser seine schützende Hand über den Richter hält und das sie den Mann noch finden werden.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 15.09.2018, 05:29:17
Das waren doch interessante und vor allem gute Nachrichten. Selbst wenn sie den obersten Richter nur tot auffinden würden, würde das zumindest den Weg für einen Nachfolger ebnen und so wie das Larn erzählt hatte, war es extrem wichtig für das Land, dass dieses Amt besetzt war. Alyssa war hoffnungsvoll, dass sie zumindest herausfinden konnten, was mit dem Richter geschehen war. Es war sehr unwahrscheinlich, dass er überlebt hatte aber so makaber es sich auch anhörte, selbst seine Leiche half weiter.
Der Besuch in der Stadt hatte sich bisher sehr gelohnt. Nun hatten sie schon einige Ansprechpartner und mögliche Verbündete. Zumindest hatten sie einflussreiche Personen kennengelernt, die den momentanen Verwalter des Landes auch nicht passend fanden. Wenn die Zeit gekommen war, würden sie sich wohl an diese Leute wenden müssen aber bis es soweit war, gab es viel zu tun. Alyssa mahnte sich dazu an, sich auf die momentane Aufgabe zu konzentrieren.
"Danke für die Informationen. Ihr wart uns eine große Hilfe." sagte sie noch, bevor sie sich schließlich abwandte und zur Abreise bereit machte. Dieser alte Oki war also ihr nächstes Ziel. Seltsame Geschichte und seltsamer Geselle. Mal sehen, was sie herausfinden konnten.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 16.09.2018, 13:36:16
Larn bedankte sich und kurz darauf verabschiedete sich die Gruppe von ihm. Den Weg zurück zur Taverne fanden sie problemlos und bald darauf gingen sie schlafen.

Am nächsten Morgen brachte die junge Frau, die gestern die Schankstube geputzt und die der Wirt Jella genannt hatte, das Frühstück und zwei Nachrichten.
"Heute morgen auf dem Markt kam eine der Wachen zu mir und sagte, das ich euch sagen soll, dass der Mann im Lazarett gestorben ist. Und dann kam heute ganz früh eine Frau, die etwas von einem Baumeistergespräch erzählte und ich solle euch sagen, dass er im Moment keine Zweit habe. Aber in fünf Tagen, sobald es hell genug ist, sollt ihr kommen und er wird es euch zeigen. Dafür das ihr erst so kurz hier seid, habt ihr schon viele Kontakte geknüpft. So und jetzt, wer will Speck und Ei und wer Hirsebrei?"

Sie verteilte großzügig, was immer die Abenteurer wollten und bald waren sie alle satt. Karl war heute nicht in der Taverne.
Falls jemand nach ihm fragt... (Anzeigen)

Das Wetter war gut an diesem Morgen und bis zum Abendessen beim König war noch viel Zeit.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 16.09.2018, 14:50:21
"Speck und Eier bitte", antwortete Kivan, der sich noch immer nicht wirklich wohl in der Stadt fühlte. Er wäre zu gerne sofort aufgebrochen um nach dem obersten Richter zu suchen, doch er sah ein, dass das Treffen mit dem selbsternannten König Priorität hatte. Er sah sich in der Runde um. "Habt ihr eine Idee, was wir bis heute Abend machen könnten?", fragte er während er auf das Essen wartete.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 20.09.2018, 17:45:41
Aber so richtig wussten die Abenteurer auch nicht, was sie noch tun konnten, einige waren mit den Gedanken schon beim Abendessen, andere bei der Suche nach dem Richter. Und so verbrachten sie den Tag mit ihren Angelegenheiten und am späten Nachmittag erreichte sie ein Bote mit der Einladung zum Abendessen mit dem König und den beiden Vorsitzenden des Händlerrates. Von Jenna erführen sie, dass die Händler der Stadt sich in diesem Rat zusammengeschlossen hatten, um ihre Interessen zu vertreten. Er hatte keine offizielle Aufgabe, aber durchaus Einfluss auf die Politik. Obwohl der Handel in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen hatte, waren die Händler immer noch wichtig, denn dies war der einzige Weg hier zu Wohlstand zu kommen.

Das Essen sollte aber nicht im Haus des Königs stattfinden, sondern im Adlerkeller, einem alten Gewölbe unter einem alten Gebäude. Dieses Gebäude soll angeblich vor Jahrhunderten ein Tempel eines blutrünstigen Gottes gewesen sein, dessen Priester die damalige Siedlung regierten. Eine kleine Gruppe von Männern und Frauen hatte sich, so lautet die Legende, dem Kampf gegen diese Herrschaft verschrieben und wurde unerbittlich gejagt. Irgendwann gelang es ihnen  aber, einen Unterschlupf direkt unterhalb des Tempels zu gründen und von dort den Kampf auf die Straßen zu tragen und die Macht der Priester schließlich zu brechen. Der Tempel wurde damals zerstört. Die Ruine wurde vor langer Zeit von einem Priester der Dämmerblume bezogen, der dem Tempel eine neue, gute göttliche Aura verleihen wollte. Er scheiterte, es geschahen böse Dinge in dem Haus und schließlich rannte der neue Tempel nieder. Schließlich versuchte ein Händler, das Gebäude zu nutzen und baute er wieder auf. Aber auch er hatte kein Glück. Seine Frau stark im Kindbett, sein Kind bald darauf ebenso und seine zweite Frau hinterging ihm mit einem Stallknecht und tötete schlussendlich ihren Ehemann im Schlaf. Die Familie des Händlers war ausgelöscht, die Mörderin und der Stallknecht wurden hingerichtet und so verfällt das Haus seit dem. Das Gewölbe darunter aber, der Adlerkeller, das Zentrum des Widerstands einer längst vergessenen Zeit, der wird heute für feste oder Bankette genutzt. und dorthin hat der König geladen.
Der Adlerkeller lag etwas abseits des Zentrums im Händlerviertel. Das Gebäude mit dem Adlerkeller war leicht zu finden und am Eingang brannten bereits gut sichtbar mehrere Fackeln und zwei bewaffnete Soldaten waren ebenfalls dort. Sie ließen die Abenteurer aber ohne Zögern passieren.

Sie betraten das Gebäude durch einen nahezu runden Eingang, eine Steintreppe führte  nach unten und sie gelangten in ein Kellergewölbe, dessen Decke aus gemauerten Steinen bestand. An den Wänden hinten große bunte Teppiche mit verschiedenen Wappen und Symbolen und in der  Mitte stand eine Tafel, die ungefähr zehn Leuten Platz bot und die bereits festlich gedeckt war. Auch am Fuß der Treppe standen zwei Soldaten, aber in festlicher Rüstung und mit geschmückten Waffen. Mehrere Bedienstete warteten an verschiedenen Stellen am Rand des Raums. Ein Bediensteter eilte gerade in eine Ecke des Raums und dort sahen die Abenteurer nun zwei Männer und eine Frau stehen, den König und vermutlich die beiden Ratsleute.
Als die Gruppe die Treppe nach unten kam und die Wachen passierten klopften diese mit ihren Stangenwaffen auf den Boden und sofort wendete sich der König der Treppe zu, um sich kurz darauf mit seinen Begleiter*innen zu nähern.  Und so traf man sich einige Meter vor der Tafel. Der König, in einem feinen aber nicht protzigen Hausanzug, und der Mann und die Frau, die ebenfalls sehr edel gekleidet waren.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=9165.0;attach=13533;image)
"Willkommen", begrüßte Taradae III die Gruppe. "Darf ich Ihnen die weiteren Gastgeber vorstellen. Dies sind Kathalina Lain, erste Rätin der Händler und ihr Stellvertreter, Eron Park."
Die Anwesenden begrüßten sich und begaben sich anschließend zu Tisch.



(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13613;image)
Die beiden Vertreter*innen der Händler erkundigten sich zunächst nach der Reise der Gruppe und es entwickelte sich ein unaufdringliches Gespräch über die Region, das Klima, den vielen Regen im Frühjahr und diverse andere Unwichtigkeiten.



(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13612;image)

Aber dann, die Vorspeise, ein sehr würziger und leckerer Schinken zusammen mit einer der Gruppe unbekannten herb-süßen Frucht, kam natürlich die Frage nach dem Grund des Besuchs und nach ihren weiteren Plänen. Dazu gab es Rehbraten mit roten Kartoffeln und Wurzelgemüse.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 22.09.2018, 18:54:42
Eronomion war schon am späten Nachmittag in ihrem Zimmer verschwunden zusammen mit einem geheimnisvollen Bündel, das seine Begleiter ihn tief in seiner Satteltasche hatten hüten sehen. Jetzt holte er es hervor und sie bekamen schließlich seinen Inhalt zu sehen - nach etwa einer Stunde. Der junge Mann, der aus ihrem Zimmer hinunter kam sah verwandelt aus im Vergleich zu dem, der sie die letzten Tage auf der Straße begleitet hatte. Denn seine Gewänder waren nun offensichtlich nicht mehr dazu gedacht, praktikabel zu sein, sondern sie sollten beeindrucken. Er trug ein Leinenhemd mit silbernen Knöpfen, einen Seidenumhang der durchwirkt war mit Silberfäden und dazu sogar einen passenden Hut mit breiter Krempe, auch wenn die Feder ein wenig verknickt war und es ihn den größten Teil der Stunde gekostet hatte, sie so gut es ging zu richten. So passend gerüstet für ein königliches Bankett erwartete der junge Mann ihre Gastgeber.
Im Adlerkeller angekommen hellte sich sein Gemüt noch deutlicher auf, als es sonst schon der Fall war und man spürte, dass der Junge Mann nun in seinem Element war. Er trieb ohne Schwierigkeiten denselben Smalltalk, in dem sich auch die zwei Händler und der Herrscher des Landes übten. Insbesondere ihrer weiblichen Gastgeberin gegenüber war der junge Mann außerordentlich zuvorkommend und seine Manieren erwiesen sich als tadellos. Das hinderte ihn aber nicht daran, der Händlerdame den ein oder anderen verführerischen Blick zuzuwerfen, aber so, dass nur sie es bemerkte.
Als dann schließlich der Moment gekommen war, über ihre weiteren Pläne zu sprechen, erwarteten es sine Gefährten regelrecht, dass er das Rede übernehmen würde und Eronomion enttäuschte sie nicht: "Nun, wie ihr ja sicher schon zu Genüge gehört habt, sind wir im Dienste Erastils in dieses Land gekommen, um zu helfen, wo unsere helfende Hand gebraucht wird. Und in den zwei Tagen, in denen wir hier eure Gastfreundschaft genossen haben, sind wir tatsächlich schon auf das ein oder andere gestoßen, wo wir mit unseren Talenten von Nutzen sein könnten. In der Tat überlegen wir uns dauerhaft hier in eurer Stadt anzusiedeln - nicht um für immer hier zu bleiben, sondern um immer wieder hierher zurückzukehren von unseren Reisen durch das wilde Land der Flusskönigreiche. Erastil schickt uns zwar in die Wildnis und dort gibt es sicher auch genug für uns zu tun, man denke nur an die Bestie in den Wäldern und eine merkwürdige Krankheit hat einige Tiere im Westen befallen. Aber auch hier vor Ort scheint ja das ein oder andere vor zu gehen, wofür Erastil uns geschickt haben mag. Wir hörten, der oberste Richter des Landes sei verschwunden auf der Reise zu einem Einsiedler. Dem alten Obi oder so ähnlich? Nun, wir dachten wir schauen uns diesen Einsiedler einmal an. Selbst wenn er nichts über das Verschwinden dieses Richters weiß, der wenn ich es recht verstanden habe ein hoher Würdenträger des Landes ist, mag er uns doch spannendes erzähen können. Wir haben nämlich von einem alten Heiligtum des Erastil gehört, das seid Generationen verschollen ist. Nun, die Wege der Götter sind schwer zu ergründen, aber es scheint mir doch kein Zufall zu sein, dass wir im Dienste eines Gottes in diese Lande kommen, in dem einst ein großes Heiligtum zu seinen Ehren gestanden hat."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: EldarRil Sturmreiter am 24.09.2018, 07:00:48
Während sich die anderen auf das Abendessen vorbereiteten oder sich anderweitig die Zeit vertrieben ging EldarRil in sich und suchte sich eine ruhige Ecke.
Seine Gedanken schweiften ab in die weiten Steppen und zu seinem Clan. Er machte sich viele Gedanken warum er denn eigentlich hier ist und was er denn hier überhaupt machte.

Als die Gruppe dann schlußendlich aufbrechen wollte meinte er nur "Geht Ihr ohne mich zum König. Ich brauche mal einen Moment für mich alleine und muß mir über einiges klar werden."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 26.09.2018, 07:38:34
Die Händlerin genoss die Konversation mit Eronomion ganz offensichtlich und spielte sein Spiel mit, diskret und mit viel Freude. Ihr Stellvertreter hörte überwiegend zu, besonders als Eronomion dann von ihren Pläne sprach. Kathalina war jedoch auch sehr interessiert daran und so war sie es auch, die darauf antwortete.
(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13613;image)
"Ja, der Richter. Unschön ist das, sehr unschön. Unser Regent hat sich bemüht, ihn zu finden, aber es gelang seinen Männern nicht. Naja, der erste Jäger musste ja auch Jagd auf dieses Untier machen. Wobei, im Nachhinein wohl gut, denn so konnte er es in eure Hände treiben und ihr habt das Problem ja vortrefflich gelöst, wie man so hört." Der Blick des Königs verfinsterte sich bei ihren Worten, denn es wurde deutlich, wie wenig sie von seinen Männern hielt.
Der andere Mann, Eron, wollte gerade etwas sagen, als Kathalina schon weiter sprach. "Von daher kann es sicher nur gut sein, wenn ihr euch auf die Suche macht. Es wäre wirklich bewundernswert, wenn ihr noch eines dieser Rätsel hier lösen könntet. Und wenn ihr hier eine Unterkunft benötigt, dann sagt nur Bescheid, meine Familie hat ein Gästehaus, das meist ohne Gäste ist. Was wolltest du sagen, Eron?"


(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13612;image)
Eron Park lächelte, als er angesprochen wurde. "Ich wollte nur erinnern, dass die Männer des Königs eine gute Arbeit leisten, bei der Witterung in diesem Frühjahr hätte auch Derior wohl keine Spuren des Richters mehr gefunden." Dann wechselte er das Thema."Und was war das mit kranken Tieren im Westen, davon habe ich nichts gehört. Hat Almaran wieder mal keine Berichte geschrieben? Und dann beschwert er sich, das der König sich nicht kümmert." Er trank einen kräftigen Schluck aus seinem Becher.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 27.09.2018, 00:18:50
Ponzio musste beinahe lächeln, so einfach wie die beiden es ihnen machten, ihre Loyalitäten einzuschätzen. So langsam bildete sich tatsächlich ein Bild heraus, wer unter den wichtigeren Persönlichkeiten der Stadt auf der Seite des sogenannten Königs einzuordnen war und wer ein potenzieller Unterstützer sein konnte. In diesem Fall konnten sie wohl Kathalina auf die Liste möglicher Verbündeter setzen.

Der Zweck ihres Besuches hier war dem Magier immer noch nicht so recht klar; hatte der König sie eingeladen, um sie auf seine Seite zu ziehen? Zu überwachen? Vermutlich ging es ihm genauso wie Ponzio selbst darum, seine Gegenspieler besser einschätzen zu können.
Immerhin konnte Ponzio sich in Ruhe zurücklehnen und das Reden Eronomion überlassen, der sich förmlich nach dem Rampenlicht riss, das der ältere Mann ihm gerne gönnte. Allerdings hatte er es sich nicht nehmen lassen, den Aufzug Eronomions mit diversen ironischen Kommentaren zu bedenken, während sie sich auf den Weg zu ihrem Treffen gemacht hatten.

Nun beschloss Ponzio jedoch, endlich seine Zurückhaltung aufzugeben und sich in das Gespräch einzumischen - wenn die Sprache ohnehin schon auf den Richter gekommen war, wollte er es sich nicht nehmen lassen, den Naivling spielend noch etwas in dem Thema zu rühren.
"Der Verlust einer solch wichtigen Persönlichkeit muss ein schwerer Schlag für das Land und auch Euch persönlich sein. Ich bin sicher, nach allem, was wir gehört haben, dass die erfahrene Stimme des obersten Richters fehlt. Wie plant ihr denn, mit diesem Verlust umzugehen, sollten wir, was leider zu befürchten ist, keine Lebenszeichen des Mannes finden? Soll ein neuer oberster Richter gewählt werden?"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 28.09.2018, 11:09:16
Diesmal war es der König, der antwortete.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=9165.0;attach=13533;image)
"Nun, natürlich ist es ein großes Problem, wenn eine wichtige Person einfach verschwindet, es ist beunruhigend, das so etwas hier passieren konnte. Aber für unseren Alltag hat es kaum Auswirkungen. Der erste Richter hat direkten Aufgaben, dafür sind die örtlichen Richter zuständig. Zwar kann sich jeder an den obersten Richter wenden, aber die alltäglichen Streitigkeiten und Fälle hat er auch immer an das hiesige Gericht abgegeben. Aber ihr habt Recht, dieser Fall zeigt, dass unser Land im Moment nicht so sicher ist, wie wir es gerne hätten. Die Nähe zu den Flusskönigreichen, in denen oft Anarchie und Gewalt herrscht, scheint sich im Moment hier zu zeigen. Der oberste Richter kann nicht einfach ersetzt werden, es ist ein kompliziertes Verfahren, so lange wir aber nicht wissen, was geschehen ist, ändert sich nichts. Das heißt der Posten steht ihm zu und bleibt frei."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 30.09.2018, 14:54:29
"Nun, dann ist es ja umso wichtiger, dass wir herausfinden, was mit ihm geschehen ist. Es wäre natürlich eine Freude, wenn wir ihn zurückbringen könnten, aber wenn ich das Verfahren richtig verstanden haben, dann muss so oder so sein Schicksal geklärt werden, damit in eurem Reich alles seinen geordneten Gang gehen kann."
Und dann beantwortete Eronomion auch noch die Frage, die der andere Händleranführer nach den Tieren im Westen gestellt hatte: "Nun, auf unserer Reise sind wir häufiger mit wilden Tieren aneinander geraten, als man es erwartet hätte und einmal waren sogar die Nutztiere irgendwie wild geworden und haben auf einem Gehöft die Bauern angegriffen. Wir konnten das klären, aber es war doch ein wenig rätselhaft. Die Natur zu beschützen ist die Pflicht der Diener Erastils und das wirkte nicht, als wäre hier alles in Ordnung. Das Gleiche gilt für die Bestie, die wir gemeinsam mit eurem Ersten Jäger erlegt haben. Wir stochern da aber auch völlig im Nebel."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 02.10.2018, 06:10:01
So wirklich freute sich Alyssa nicht auf das Essen mit dem König und den Händlern. Viel lieber wäre sie auf Spurensuche gegangen und hätte nach dem obersten Richter oder diesem Einsiedler gesucht. Doch das musste warten, denn die Einladung konnten sie schlecht ausschlagen. Wenigstens schien Eronomion sich auf den Abend zu freuen und kleidete sich sogar extra dafür um. Sehr schick, wie sie zugeben musste. Gut, dass sie ihn hatten. Ohne ihn würden sie sicherlich nicht so gut mit dem König und seinen Leuten zurechtkommen, denn soweit sie das bisher einschätzen konnte, hatten sie alle kein Blatt vor dem Mund und waren nicht unbedingt sehr diplomatisch veranlagt. Ganz von dem Abend selbst, fand sie auch die Lokalität etwas seltsam. Ein altes Gewölbe unter einem verfluchten Tempel. Sehr angenehm. Doch Alyssa versuchte das positive an der Sache zu sehen: Wenigstens würde es etwas Gutes zu Essen geben. So betrat sie mit dem Rest der Gruppe das Gebäude und stellte sich auch den beiden Händlern vor. Sonst blieb sie allerdings recht still und überließ, wie immer, Eronomion das Reden.
Es war nicht überraschend, dass er in seiner Aufgabe richtig aufging. Sie selbst hielt sich zurück, kümmerte sich darum, ihren Hunger zu stillen und hörte aufmerksam zu. Ihre Ohren waren regelrecht gespitzt, denn gerade hier konnte es sehr wichtige Informationen geben. Gerade diese Kathalina sollten sie vielleicht im Blick behalten, da sie ganz offen negativ von den Leuten des Königs berichtete und ihnen sogar Hilfe anbot. Es konnte natürlich auch nur ein Bluff sein oder ein Versuch, sich bei ihnen einzuschmeicheln, um später wichtige Informationen zu bekommen. Diese Einschätzung wollte sie Eronomion überlassen, da er ein besserer Menschenkenner war. Eron Park dagegen vertraute sie nicht. Das Gespräch wurde langsam auch auf ein Thema gelenkt, dass Alyssa sehr interessant fand. Die mysteriöse Krankheit, die die Tiere befallen hatte. Jetzt war vielleicht die Möglichkeit gekommen, sich selbst etwas einzubringen. Sie überließ ihren Gefährten die Erklärung und räusperte sich dann leicht, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
"Vielleicht kann ich etwas weiterhelfen, was die Krankheit angeht." Sie war sich nicht ganz sicher, ob das, was sie vorhatte, jetzt überhaupt angebracht war. Deshalb blieb sie etwas zurückhaltend. "Ich habe sicherheitshalber einige Skizzen gemacht, als wir auf die Krankheit getroffen sind. Ich kann sie also etwas... anschaulicher machen, wenn ihr das wollt." Sie zögerte etwas. "Vielleicht ist das beim Essen aber nicht die beste Idee - es ist nicht gerade appetitlich." Sie sah die beiden Händler und den König an, wartete auf eine Reaktion. Sollten sie lieber darauf verzichten, würde sie das Thema fallen lassen und nicht weiter verfolgen aber wenn sie sehen wollten, was sie gezeichnet hatte, würde sie die Skizzen aus ihrem Rucksack herausholen. Jedes Mal, als sie auf die Krankheit getroffen waren, hatte sie Skizzen mit Kohlestift angefertigt.[1] Eine war nicht so gut geworden aber die anderen zeigten detailliert und deutlich die betroffenen Stellen und verschiedenen Besonderheiten der Krankheit.
 1. Ergebnisse der Craft-Würfe waren: 11, 19 und 25
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 03.10.2018, 15:59:48
Der König und Kathalina stutzte bei der Geschichte mit den Tieren, Eron dagegen schien sich nur wenig dafür zu interessieren.

(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=9165.0;attach=13533;image)
Es war wieder der König, der das Wort ergriff. "Auch das klingt sehr beunruhigend. Bitte zeigt die Bilder doch Derior und erzählt ihm davon, das ist seine Aufgabe."


(https://games.dnd-gate.de/index.php?action=dlattach;topic=8927.0;attach=13613;image)
Kathalina nickte, offenbar zufrieden mit dieser Lösung. Und dann wechselte sie das Thema. "Woher kommt ihr eigentlich und wie habt ihr euch gefunden?"

Die Bediensteten hatten inzwischen die Teller der Vorspeise abgeräumt und den Rehbraten gebracht. Immer wieder eilten sie leise hin und her, schauten, ob die Schalen und Krüge noch ausreichend gefüllt waren.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 09.10.2018, 20:49:50
Eronomion entschied sich auch hier mit einigen Halbwahrheiten zu antworten und keine elaborierte Lügengeschichte zu spinnen, die würden nur irgendwelche unbedachten Bemerkungen seiner Begleiter oder andere Quellen ruinieren: "Nun, tatsächlich hat uns Erastil zusammengeführt. Wir haben uns in einem Tempel des alten Gottes in Macridi getroffen und sind von dort in diese Lande aufgebrochen, um zu sehen, was wir hier im Namen Erastils vollbringen könnten. Wie man sehen kann, sind wir ein recht bunt zusammengewürfelter Haufen, aber das ist wohl auch das Beste, wenn man hier in den wilderen Regionen unterwegs ist. Zwar folgen nicht alle von uns voll und ganz den Wegen Erastils, aber uns eint der Wunsch hier in diesen Landen etwas Gutes für die Menschen zu vollbringen. Und das hat uns letztlich hier zu euch in die Stadt geführt."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 12.10.2018, 07:47:47
Die Erklärung schien den Gastgebern offenbar auszureichen, denn außer einigen oberflächlichen Fragen zu Erastil ging niemand mehr auf das Thema ein. Überhaupt widmete sich die Gesellschaft nun stärker dem Hauptgericht. Eronomion und Kathalina führten ihre ganz eigene Art der Unterhaltung weiter und hatten scheinbar viel Spaß dabei, der König hielt sich eher zurück und Eron interessierte sich für aktuelle Informationen aus Macridi, viel erfuhr er jedoch dazu nicht, da keiner der Abenteurer sich dort gut auskannte. Und so kam bald das Dessert, süßer Kuchen mit einem Kompott aus eingekochte Früchte, und der Abend klang langsam aus.

Schließlich verabschiedeten der König und die beiden Händlervertreter ihre Gäste. Das Angebot sich von den Wachen begleiten zu lassen lehnte die Gruppe ab und verschwand alsbald in die Dunkelheit. Sie erreichten auch ohne Zwischenfälle ihre Unterkunft und hatten eine ruhige Nacht.

Am nächsten Morgen wollten sie sich zügig auf die Suche machen und so trafen sie sich zu einem kurzen Frühstück im Schankraum, Karl hatte schon alles vorbereitet. Zur Überraschung der Gruppe saß dort schon ein Gast an dem Tisch, der offenbar für die Abenteurer gedeckt worden war.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kyras Goldhand am 13.10.2018, 09:45:51
Karl begrüßt die Gruppe freundlich und übergibt dem ersten den er sieht einen Brief "Dies soll ich Euch von Eurem Freund dem Elfen übergeben. Und am Tisch werdet Ihr schon erwartet"

Wer den Brief ließt erfährt dann das EldarRil zurück zu seiner Sippe ist, da er sich in diesen Landen und den Städten einfach zu beengt fühlt und er gemerkt hat das die Politik der Menschen für ihn als Elf nicht das richtige ist.

Der fremde sitzt Pfeife rauchend am Tisch und begrüßt die Gruppe mit einem freundlichen "Guten Morgen, Erastil zum Gruße. Verzeiht wenn ich Euch schon zu so früher Stunde belästige noch bevor Ihr Euer Frühstück zu Euch genommen habt. Wenn ich richtig informiert bin dann seit Ihr auf der Suche nach dem Obersten Richter. Mein Name ist Kyras Goldhand, und ich wünsche ebenso wie Ihr das der Richter wieder sein Amt ausführt und wohlbehalten in die Stadt zurück kehrt. Wenn es Euch also nicht stört dann könnte eine Zusammenarbeit für beide Seiten von Interesse sein"
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 13.10.2018, 10:02:37
Eronomion musterte den Mann kritisch. Dass sie auf der Suche nach dem Richter waren, war zwar kein Geheimnis, aber dass hier noch jemand so kurz nach dem sie sich damit befassen wollten auftauchten, war doch irgendwie verdächtig. Insbesondere zu dem Zeitpunkt, zu dem einer der ihren gerade so plötzlich verschwunden war. Allerdings passierte hier wohl nicht allzu viel Spannendes und ihre Ankunft hatte offenbar binnen kürzester Zeit eine Menge Staub aufgewirbelt. Also ließ sich der junge Mann am Tisch nieder, nachdem er Karl um ein Frühstück gebeten hatte und sprach den Fremden an: "Nun, werter Herr Goldhand, das ist ja außerordentlich interessant. Doch bitte, beginnt doch zunächst ein wenig mehr von euch zu erzählen. Ihr habt ja offenbar schon von unserer Gruppe gehört, sonst wäret ihr nicht hier, aber euer Name sagt mit nichts, also erleuchtet mich Unwissenden."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kyras Goldhand am 13.10.2018, 11:31:45
Es fällt auf das der Mann auch nicht mehr der jüngste ist, er könnte fast so alt wie Ponzio sein, oder auch älter. An Ausrüstung scheint er nicht viel bei sich zu haben, nur das was er am Leibe trägt und einen Rucksack der neben ihm auf dem Boden steht. Wenn man nach Waffen Ausschau hält, dann fällt einem nur ein Degen auf. Ansonst sieht der Mann aus wie als ob er sich oft im freien aufhält, denn sein Gesicht ist wettergegerbt und seine Kleidung scheint gut dafür geeignet zu sein auch bei schlechtem Wetter im freien zu reisen.

"Das ihr noch nichts von mir gehört habt wundert mich nicht wirklich. Ich bin ein Reisender der überall und nirgends zu Hause ist. Meine Eltern führten ein großes Handelsimperium im hohen Norden, was nun mein Bruder übernommen hat, und ich somit die Freiheit genieße mich anderen Dingen zu widmen. Unter anderem ist das im Sinne Erastils nach Wissen und Informationen zu jagen. Auf dieser Suche trieben mich die Wege in diese doch etwas entlegene Gegend. Als ich am späten Abend des gestrigen Tages hier unterschlupf fand wurde mir zugeflüstert das hier einiges nicht so läuft wie man es gewohnt ist. Auch hörte ich davon das eine Gruppe von Helden nach dem obersten Richter suchen würden. Da ich aktuell ebenfalls daran interessiert bin das hier wieder Ordnung einkehrt und man der Kirche Erastils endlich das zugesteht was ihr Ihr gehören soll, bin ich daran interessiert den Gerüchten zu folgen die besagen das Ihr hier seit um in diesem Lande dem Namen Erastils zu dienen. Wie Ihr seht scheint Erastil daran interessiert zu sein das sich unsere Wege kreuzten, denn sonst wäre ich wohl kaum genau zu diesem Zeitpunkt hier angekommen. Und die Suche nach verloren gegangen Sachen ist so etwas wie mein Steckenpferd, ich suche gerne nach Dingen, Wissen, Personen oder anderen Sachen die verloren gegangen zu scheinen."

Kyras nimmt einen tiefen Zug aus seiner Pfeife und spricht dann ruhig weiter "Nun wisst Ihr bereits mehr über mich wie ich über Euch, denn ich kenne noch nicht einmal Euren Namen, und habe bisher nur Gerüchte von Eure Gruppe und Euren Heldentaten vernommen, von daher wäre es nur höflich wenn Ihr ebenfalls ein wenig über Euch und Eure Freunde erzählen könntet."
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kyras Goldhand am 13.10.2018, 14:19:51
Während Kyras auf die Reaktion der anderen und auf die Erklärungen von Eronomion wartet bestellt er sich ebenfalls ein Frühstück bei Karl sowie einen Krug frischen Wassers.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 16.10.2018, 14:07:06
Während die Gruppe noch etwas überrascht den Brief von EldarRil liest und den Mann am Tisch etwas misstrauisch beäugt, kommt Karl und bringt das Frühstück.

"Ich habe euch eine Fähre über den Fluss bestellt, in einer Stunde. Die Pferde könnt ihr mitnehmen. Wenn ihr was hier lassen wollt kann ich euch die Zimmer frei halten, müsst auch nicht dafür zahlen. Kommen gerade eh keine Gäste in die Stadt."

Dann ging er wieder nach hinten in die Küche und ließ die Gruppe alleine.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Alyssa am 17.10.2018, 15:53:06
Sowohl das Essen mit dem König und seinen beiden Handelsvertretern, als auch die Nacht in der angestammten Taverne waren sehr angenehm, sodass Alyssa am nächsten Morgen gut ausgeruht aufwachte und sich an den Frühstückstisch setzte. Zu ihrer Überraschung saß dort schon eine andere Person - ein älterer Mann, der gut für den Aufenthalt in der Natur ausgerüstet schien. Nach seinem Aussehen schien er sich auch öfter im Freien aufzuhalten. Ein Reisender? Vielleicht ein Abenteurer? Während sie sich ohne viel Misstrauen an den Tisch setzte, las sie den Brief, der ihnen von EldarRil hinterlassen worden war. Er hatte sich also still und heimlich davon gemacht, um zurück zu seiner Sippe zu gehen. Schade. Er war zwar etwas Eigen aber trotzdem Teil der Gruppe gewesen und sich dann nicht persönlich zu verabschieden, nahm sie ihm doch etwas übel. Doch sie konnte ja sowieso nichts daran ändern und nun sollte sie dem Neuling mehr Aufmerksamkeit schenken.
Der war bereits im Gespräch mit Eronomion und erzählte daraufhin etwas von sich selbst. Kein Mann weniger Worte aber es half, sich ein gutes Bild von ihm zu machen. Ein Reisender, der das gleiche Interesse hatte wie sie. Interessant. Womöglich wollte Erastil wirklich, dass sich ihre Wege kreuzten. Er wusste auch wer sie waren und was sie ungefähr vorhatten. Es war nur fair, wenn Alyssa etwas mehr erzählte. Wie schon am gestrigen Abend Eronomion, fing sie ganz am Anfang an, damit Kyras ein gutes Bild von der Sache hatte.
"Wir haben uns in Macridi in einem Tempel Erastils getroffen und uns dazu entschieden, in diesem Land im Namen Erastils Gutes zu tun. Den Menschen zu helfen." Für den Moment ließ sie ihren eigentlichen Auftrag aus der Sache raus. Zwar war sie nicht wirklich misstrauisch aber man konnte nie wissen. Später konnte man Kyras immer noch davon erzählen, wenn man wusste, dass man ihm vertrauen konnte. "Nun, ihr habt ja bereits einige Geschichten und Gerüchte über uns gehört. Im Moment suchen wir nach dem obersten Richter. Er ist eine wichtige Person für dieses Land und auch wenn wir nicht damit rechnen, dass er noch lebt, müssen wir wissen, was mit ihm passiert ist. Denn erst wenn sicher ist, dass er nicht mehr lebt, kann ein Nachfolger seinen Platz einnehmen. Wir glauben, dass es ein wichtiger Schritt für das Land sein wird, wenn es wieder einen obersten Richter gibt." Erst als sie das erzählt hatte, fiel ihr auf, dass sie sich selbst noch gar nicht vorgestellt hatte. "Ach, ich bin übrigens Alyssa. Schön euch kennenzulernen." Sie lächelte fröhlich und stellte auch den Rest der Gruppe vor. "Ich habe nichts dagegen, dass ihr euch uns anschließt. Was sagt ihr dazu?" womit sie sich an die anderen im Schankraum wandte.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kivan am 18.10.2018, 22:02:28
"Wir wandeln auf dem Pfad der Gerechten", antwortete Kivan lakonisch der jungen Frau. "Und Erastil wacht über uns. Jeder wahre Gläubige ist mir willkommen." Er hob die Hand zum Gruße. Der Waldläufer sprach die religiösen Worte vor allem für sich selbst, auch wenn er sich das nicht anmerken lassen wollte. Auf Grund der Fluktuation in ihrer Gemeinschaft hatte sich nämlich der Keim eines Zweifels bzgl. des Erfolges ihrer Unternehmung in seinen Gedanken eingenistet. Gewiss, er vertraute Erastil und kannte auch seine eigenen Fähigkeiten, aber trotzdem kam er nicht um die Frage herum, warum nun schon das dritte Gruppenmitglied gegangen war. Eine Antwort hätte er bislang nicht gefunden und so grübelte er still vor sich hin.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Ponzio am 18.10.2018, 22:38:27
Wie die anderen wurde Ponzio am nächsten Morgen durch das neue Gesicht an ihrem Frühstückstisch und die Nachricht EldarRils auf das Äußerste überrascht. Auch er fand die Art und Weise des Abschieds des Elfen merkwürdig und musste sich auch eingestehen, dass sie ihn kränkte. Schließlich hatte der Mann gestern Abend genügend Gelegenheit gehabt, als er ihnen sagte, dass er zu dem Essen nicht mitgehen würde. So aber war es letztlich eine Flucht bei Nacht und Nebel, und Ponzio fragte sich, welche inneren Dämonen es gewesen sein mochten, vor denen EldarRil geflohen war. Er befürchtete, dass er sie auf diese Weise nicht loswerden würde, doch er wünschte dem Elfen das Beste.

Ohnehin schon in gekränkter und nachdenklicher Stimmung, hatte er zunächst kein Interesse an einer Konversation mit ihrem Tischnachbarn. Dieser jedoch dafür umso mehr, und so erfuhr Ponzio widerwillig die halbe Lebensgeschichte des Mannes. Interessant wurde es jedoch erst dann: Entweder es handelte sich um einen äußerst plumpen Versuch, sie auszuspionieren, oder der Mann meinte es tatsächlich ernst. So oder so, die Gerüchte, von denen er redete, beunruhigten Ponzio aufs Äußerste.
"Wo habt ihr denn solche Gerüchte gehört?" fragte er und musterte den Fremden kritisch. Er hatte bisher noch keine Veranlassung, ihm zu trauen, auch wenn Alyssa wohl anderer Meinung war. Doch wenn das Gerücht, dass sie das Land unter die Herrschaft der Kirche bringen wollten, im Umlauf war, hatte sich ihre Situation gerade dramatisch verschlechtert.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kyras Goldhand am 19.10.2018, 18:59:28
"Nunja, eines der vielen Gerüchte besagt zum Beispiel das Ihr ein furchterregendes Monster getötet hättet, und so etwas spricht sich natürlich sehr schnell rum. Wenn man dann diesen Gerüchten etwas nachgeht erfährt man sehr schnell das eine Gruppe mutiger Abenteuer in der Stadt ist, die wohl im Auftrag Erastils handeln da sie offen dessen Worte verkünden und auch sein Zeichen auf der Brust tragen. Und derjenige der dann noch ganz genau hin hört und etwas nachforscht der erfährt dann sogar das es Gerüchte gibt das Ihr den verschollenen obersten Richter suchen wollt.", Kyras macht eine kurze Pause und nimmt einen tiefen Zug aus seiner Pfeife.

"Das einfach Volk ist nunmal sehr geschwätzig, und freut sich wenn sie Ihre Geschichten einem aufmerksamen und dankbarem Zuhörer erzählen dürfen. Ihr Glaubt gar nicht was einem die Leute alles erzählen wenn man sich nur die Zeit nimmt und Ihnen zuhört", dabei muß Kyras etwas lächeln und nimmt einen weiteren Zug aus der Pfeife.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Eronomion am 21.10.2018, 11:26:59
Eronomion teilte Ponzios Misstrauen. Sie waren noch nicht bereit, zu offenbaren, was sie wirklich hierher geführt hatte. Aber andererseits wollten sie das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen und da halfen ihnen genau solche Gerüchte weiter. Wenn sich erst einmal herum sprach, dass sie im Namen Erastils Gutes taten, dann würde die Bevölkerung binnen kürzester Zeit mit ihren Sorgen zu ihnen kommen und nicht zu ihrem König. Freilich konnten sie mit Kyras nicht über ihren echten Auftrag sprechen, aber für ein oder zwei Tage, sollte das schon möglich sein. Außerdem hatte sie so einen einheimischen Zeugen für ihre Taten, das konnte auch nicht schaden. Also dürfte dieser Kyras ihnen wohl von Nutzen sein, auch wenn er genauso gut ein Spion des Königs sein mochte: "Nun, dann habt ihr richtig gehört. Wir haben tatsächlich vor nach dem verschwundenen Richter zu suchen und da ihr euch hier in der Gegend besser auszukennen scheint und wir fremd sind, könnte uns ein ortskundiger Führer bei dieser Suche tatsächlich von Nutzen sein."
Eronomion blickte noch einmal zu Ponzio, der als einziger noch nicht zugestimmt hatte, Kyras als Begleiter zu akzeptieren.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Kyras Goldhand am 21.10.2018, 12:10:10
"Ihr scheint mir nicht ganz richtig zugehört zu haben, ich bin ein Reisender der hier ebenso fremd ist wie Ihr. Meine Wege führten mich eher zufällig in diese Gegend, und mindestens genau so zufällig wurde ich auf Eure Gruppe aufmerksam. Ich bin also alles andere als ortskundig, aber ich kann Euch mein Wissen und meine Fähigkeiten gerne zur Verfügung stellen damit wir gemeinsam den obersten Richter finden und dafür sorgen das er wieder sein Amt ausführen kann", korrigiert Kyras Eronomion als dieser ihn als ortskundig bezeichnet; dabei setzt er aber ein freundliches lächeln auf um zu signalisieren das er diese Verwechslung nicht übel nimmt und daran interessiert ist für Klarheit zu sorgen.
Titel: Wildwasser
Beitrag von: Blutschwinge am 01.12.2018, 16:51:29
Auch wenn Teile der Gruppe den Neuen etwas misstrauisch beäugten brachen sie bald zusammen mit ihm auf. Karl wies ihnen den Weg zum Flusstor, das derzeit viel seltener benutzt wurde als das Landtor, durch das die Gruppe in die Stadt gekommen war. Der Weg zum Fluss war von dort einfach zu finden, allerdings zögerten sie kurz, als sie an eine Abzweigung kamen. Der eine Weg führte zu einem kleinen Hafen, der nicht besonders gut in Schuss zu sein schien, wie so vieles hier, auch lag dort kein Schiff vor Anker. Der andere, schmale Pfad führte zu einem einzelnen Anleger und dort konnten sie bereits die Fähre sehen. Sie lenkten also ihre Pferde dorthin. Ein einfacher, aber stabiler Holzkahn lag dort am Ufer. Eronomion zahlte dem Mann seine Münzen und dann brachte der Fährmann sie auf die andere Seite. Die Überfahrt dauerte eine ganze Weile, obwohl die Strömung hier nicht sehr stark war. Aber das Gewicht der Tiere führte dazu das die Fähre nicht so rasch voran kam. Der Fährmann ließ sich aber davon nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer langen, stabilen Stange lenkte er die Fähre mit leichter Hand. Nur die Schweißperlen auf seiner Stirn ließen erahnen, wie schwer diese Arbeit war.