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Online-RPGs Pathfinder => Pathfinder Chronicles - Der Zorn der Gerechten => Thema gestartet von: Ultan am 19.01.2019, 12:25:11

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 19.01.2019, 12:25:11
2. Rova 4713 AR:

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"... und mit dem gestrigen Erfolg sind wir ziemlich sicher, dass Torviertel von Kultisten gesäubert wurde. Die meisten haben sich widerstandslos ergeben und wurden zu den übrigen Gefangenen in die Graue Garnison gesteckt. "




Anevia beendet den morgendlichen Lagebericht mit einem zufriedenen Grinsen, dass die anderen anwesenden fast vergessen lässt, welche aufreibende Tage hinter allen Anwesen liegen.

Der Plan- und Besprechungsraum im Letzten Verteidiger ist spürbar zu klein für alle Anwesenden.
Neben den Helden haben sich die beiden Captains der Adlerwacht, sowie Kommandantin Irabeth und ihr Frau Anevia Tirabade aufgebaut. Baron Horgus Gwerm lehnt sich wichtigtuerisch auf einem protzigen Lehnsessel nach vorn.
Etwas abseits und mit gefurchter Stirn seht Quednys Orlun, der Bibliothekar vom Librarium der Schwarzen Schwinge und reibt sich das Kinn.
Nur Meister Aravashnial, der letzte Risswächter Kenabres fehlt an diesem Tag.

Irabeth fährt sich fahrig durch den dichten, schwarzen Haarschopf. Dunkle Ringe ziehen sich um ihre Augen, doch als sie spricht, ist ihrer Stimme keine Müdigkeit anzumerken.

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"Was uns zu einem ganz anderen Problem führt. Die Garnisson platz aus allen Nähten, wir haben nun weit über hundert Gefangene gemacht. Wir haben genug Schwierigkeiten die überlebende Bevölkerung zu versorgen, jetzt müssen wir uns auch noch um die Leute kümmern, die uns vor kurzem Umbringen wollten.

Ihr könnt euch sicher vorstellen auf wieviel Zustimmung das stößt. Wenn ich nicht Wachen um die Garnison positioniert hätte, wäre der Lynchmob bereits bei der Arbeit.

Was machen wir mit all diesen Gefangenen? Bis wir ein ordentliches Gerichtsverfahren für jeden einzelnen eingerichtet haben könnten Monate vergehen. Davon abgesehen das wir nicht einmal einen Richter hätten! Rechtsprechung ist nicht meine Stärke, solche Angelegenheiten obliegen eigentlich den Beamten der Krone."


Horgus Gwerm lässt die Faust auf den Tisch krachen.

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"Seid ihr noch ganz bei Trost, Kommandant Tirabade?? Euer Paladinkodex in allen Ehren, aber das sind Kriegsgefangene! Die gehören vor ein Kriegsgericht! Und dafür brauchen wir keinen verdammten Richter! Wenn ihr diese Monster nicht selbst verurteilen wollt, spreche ich selbst im Namen von Haus Gwerm den Urteilsspruch! Diese Leute gehören allesamt hingerichtet!

Ihr gewährt Verrätern, Ketzern und Mördern nicht nur das Leben, ihr füttert sie auch noch durch! Das kann doch nicht euer Ernst sein?"


Irabeth knirscht mit den Zähnen und wirft Horgus einen strengen Blick zu, doch die beiden Captains an ihrer Seite scheinen von Baron Gwerms Ausfall nicht unbedingt schwer erschüttert zu sein.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 21.01.2019, 15:48:44
Otham lehnt weit hinten im Raum. So richtig Geheuer ist ihm die Position nicht in der er sich befindet. Er ist ein einfacher Wachmann, kein Kommandant, kein Stadtrat oder ein Baron. Natürlich hat er getan, wozu kaum jemand in der Lage gewesen wäre, aber er hatte es nicht alleine getan. Er hat keine Ahnung wie man solch wichtige Entscheidungen trifft, er weiß was er tun würde, aber er fühlt sich unwohl bei dem Gedanken, dass er mitentscheiden soll.

Doch alle diese Bedenken können Othams Mund nicht lange im Zaum halten: "Nun, wenn es ein Kriegsgericht sein soll, könnt ihr wohl kaum der Richter sein mein Herr Baron Gwerm.", er schafft es nicht sein Abneigung aus seiner Stimme zu halten.

"Seid ihr bereit ein Schwert zu nehmen und hundert Kultisten den Kopf abzuschlagen? Ich denke wohl eher nicht. Doch sie einfach in der Grauen Festung sitzen lassen und allen die Lebensmittel wegfressen können sie wohl auch nicht.
Aber es hilft wohl auch nichts. Wir können es uns wohl kaum leisten die Bevölkerung hier hungern zu lassen und die Kultisten beschützen. Was also bleibt uns wirklich übrig?

Wir können sie Hinrichten. Jeder von ihnen hat zur Waffe gegriffen und hätten sie sie noch in der Hand wäre ich der Erste, der sie zurück in die Absyss schickt. Doch sie sind nuneinmal Gefangene.

Wir können sie einsetzen um Kenabres wieder aufzuräumen. Vielleicht zusammengefallene Häuser aus den Straßen räumen. Vielleicht erklärt sich die Götterklaue bereit auf sie aufzupassen. Es klingt nach einer Aufgabe an der sie gefallen finden könnten. Doch dann müssten wir wohl auch diese Bereiche räumen um sie vor der Bevölkerung zu schützen.

Wir können sie aus Kenabres rausschicken, entweder nach Süden oder in die Weltenwunde. Nach Süden müssen wir eine Eskorte mitschicken und ob wir die Männer hier abziehen wollen ist fraglich. Nach Norden laufen wir Gefahr, dass sie uns bei der nächsten Gelegenheit wieder mit einem Schwert in der Hand entgegen treten. Sie haben ihre Hand gegen Mendev erhoben, vielleicht sollten wir ihnen diese Hand abschlagen und in die Weltenwunde schicken. Wir schicken sie zu ihren Herren zurück, sie haben ihre Herrscher gewählt, sollen diese sich um sie kümmern."


Otham gefällt keine der Ideen sonderlich. Aber sie können auch nicht einfach nichts tun. Zumindest nicht mehr lange.

"Wie sieht es sonst an der Grenze aus? Hat es die anderen Städte so schlimm getroffen wie Kenabres? Können wir vielleicht Nahrungsmittellieferung aus Numeria erwarten?", fragt er niemand bestimmten, auch wenn er nicht auf gute Nachrichten glaubt.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 21.01.2019, 16:35:11
Irabeth schüttelt den Kopf.

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"Wir wissen leider überhaupt nicht was um uns herum passiert. Die Kommunikation zwischen den Grenzstädten ist zusammengebrochen. wir haben überlegt Boten auszuschicken, aber wer sagt uns das wir sie nicht direkt in die Klauen unserer Feinde laufen lassen?
Ich hatte gehofft Meister Aravashnial könnte uns auf magischem Wege behilflich sein, doch ich hab ihn schon seit Tagen nicht mehr gesehen.

Aber lasst uns die Hoffnung nicht aufgeben, ja? Die Leute sind nicht nur in Kenabres äußerst wehrhaft. Aktuell müssen wir uns auf die Aufgaben konzentrieren die vor uns liegen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 21.01.2019, 22:26:51
Funken sprühten, als der riesige Hammer das glühende Metall traf. Dunkler Ruß verteilte sich sternförmig bei jedem Aufprall. Unerbittlich drückte das kalte Eisen die vor Hitze schimmernde Oberfläche in eine flache runde Form, bis sie begleitend durch pfeifendes Zischen in kaltes Wasser getaucht wurde.

Argwöhnisch besah sich der Zwerg seine Arbeit. Die schweren Lider und schwarzen Hände von unzähligen Stunden vor der Esse waren unverkennbar, und doch war er noch nicht am Ende angelangt. Die Stirn in Falten gelegt, schob er den Rohling zurück in die knisternden Flammen und ließ sich auf den alten Schemel hinter sich fallen. Er wischte sich die schweißnasse Stirn. Riesige Blasebälge ächzten im Hintergrund unter dem Druck des wasserbetriebenen Zahnradantriebs, während eine Stichflamme das Innere der Schmiede zum Flimmern brachte.

Lange hatte er nicht mehr in den heiligen Schmieden Hochhelms gedient. Seine Finger erinnerten sich nur spärlich an die Anstrengungen und schmerzten schon seit einer ganzen Weile. Doch nun hatte er einen Grund. Einen außergewöhnlich Grund sogar, denn in weniger als einem Zehntag würde einmal mehr “Kestaz’taad” stattfinden, die Priesterweihe der Unbehauenen zu Ehren des Allvaters. Jeder Geweihte erhielt dabei seine Wegesgeschichte als Teil des Klerus in Form eines silbernen Symbols, ein Anker und Fokus in dunkleren Zeiten.

Mit eiserner Zange zog Morain die Scheibe aus den gelb-weißen Flammen, als der richtige Zeitpunkt erreicht war. Zufrieden blickte er in das grelle Licht und begann mit einer dünnen Nadel die Oberfläche fein säuberlich mit zwergischen Runen zu versehen.


...


Razgrim sitzt neben Irabeth zurückgelehnt in seinem Stuhl, in den Händen das heilige Symbol Torags. Seine Finger gleiten über die runenverzierte Rückseite und wenden es immer wieder gedankenverloren. Als er aufblickt sieht er in die Gesichter seiner Gefährten, seiner Mitstreiter und all jener, die in den letzten Tagen fast ihr Leben für die freien Völker gelassen hätten. Trotz aller Verluste, die immer noch schwer auf dem Gemüt des Zwergs lasten, ist es ihm dennoch möglich Anevias Lächeln für einen Moment zu erwidern.

Aufmerksam folgt er Hauptmann Irabeths Ausführungen zu den Gefangenen und den anderen Grenzstädten.

“Rune’menu norogh likkag a’menu khuszh den khayam kahz!" raunt der Zwerg in die Runde.
"Kenne deinen Feind besser als deinen Freund, dann gewinnst du die Schlacht. Zuallererst sollten wir herausfinden, ob einer der Gefangenen etwas weiß, was wir zu unserem Vorteil nutzen können. Jede noch so kleine Information über die Hexe und ihr Gefolge könnte wichtig sein."

"Ein Angebot der Erlösung und der Buße könnte die Seelen derer, die wir noch vor dem Abgrund retten können, erreichen und ihre Zungen lockern. Viele von ihnen haben ihre Entscheidung sicher nicht selbst gefällt und wir würden eine mögliche Chance im Keim ersticken, sollten wir sie alle ohne Anhörung vor den Scharfrichter führen, Herr Gwerm.”
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 21.01.2019, 23:31:44
"Die Stadt ist kaum von den Dämonen befreit, da versuchen ihre eigenen Bewohner sie wieder in Blut zu tränken."

Damian schüttelt müde den Kopf. Dann wendet er sich an Fürst Gwerm.

"Die Jurisdiktion von Kenabres unterliegt einzig Königin Galfrey, welche die Gerichtsbarkeit in Friedenszeiten, per königlichem Bescheid, dem Hohen Rat der Inquisition übertragen hat. In Kriegszeiten, in denen wir uns, gemäß des Reichsrechts, nach einem Angriff auf die Stadt und der Ausschaltung der rechtmäßigen Institutionen derzeit befinden, gilt die Jurisdiktion entsprechend des militärischen Ranges.

Irabeth Tirabade, ihres Zeichens Befehlshaber der Adlerwacht bekleidet den Rang eines Hauptmanns, verfügt aber als Paladin Iomedaes, per königlichem Dekret, über den höchsten Rang innerhalb der Stadtmauer, was ihr zusätzlich den Rang des Stadtkommandanten verleiht, bis Königin Galfrey das Kriegsrecht wieder aufhebt und einen Statthalter bestimmt."


An Irabeth gerichtet, ergänzt er:

"Rechtlich gesehen obliegt es also einzig und allein Euch, diese Stadt zu führen und über sie zu entscheiden."

Damian lässt diese Worte kurz sacken. Er hatte lange darüber nachgedacht, wann er sie aussprechen würde, hatten sie doch in all den Tagen nach der Zerstörung des Wächtersteins vermieden, die Frage einer Führung aufzuwerfen. Zu fest hatten alle geglaubt, dass Königin Galfrey samt ihrer Armee vor den Toren erscheinen würde und die alte Ordnung wiederherstellen würde.

Doch Irabeth hatte Recht. Sie wussten leider überhaupt nicht, was außerhalb der Stadt vor sich ging. Niemand ist erschienen. Weder weitere Dämonen noch ein rettendes Heer aus Nerosyan. Dafür stieg die Nervosität, die Ressourcen wurden knapp und das Machtvakuum dehnte sich aus. Zwar war es den verbliebenen Truppen unter dem Kommando von Anevia gelungen, noch verbliebene Kultisten gefangen zu nehmen, dies täuschte jedoch nicht darüber hinweg, dass die Stadt einem Trümmerfeld glich und nicht ansatzweise gesichert werden konnte. Die immer noch schwelenden Brände und die klaffenden, haushohen Risse in der Stadtmauer waren hier mehr als deutliche Zeichen.

Alle hatten Angst. Damian sah es jeden Tag in den Gesichtern der Überlebenden. Kenabres war vom einen auf den anderen Tag beinahe vernichtet worden und jeder wusste, dass die Zerstörung des Wächtersteins bedeutet, dass jederzeit neue Dämonen über sie herfallen könnten. Dass Gwerm den Tod der Kultisten forderte, war abzusehen gewesen und er war in seiner Forderung auch nicht allein. In ihrer Verzweiflung würden wahrscheinlich die meisten der Überlebenden dafür stimmen, lieber heute als morgen ein Blutgericht abzuhalten.

Was den Überlebenden fehlte war Hoffnung. Überließe man sie ihren niederen Beweggründen, würden die Gerichte nur allzu bald in Hexenjagden und Scheinprozesse ausufern, die in Grausamkeit den Taten der Kultisten in nichts nachstehen würden. Hoffnung bedurfte allerdings einer Stimme und wollte Damian Kenabres nicht den Höllenrittern überlassen, galt es, Irabeth aufzubauen. Damian hatte lange mit dem Gedanken gespielt, Razgrim zu bitten, würde seine Weisheit ihn doch zu einem guten Kommandanten machen, doch jeder Blick über die Reste der Stadtmauer in die verzerrte, rote Wüstenebene der Weltenwunde bewies Damian eindrücklich, dass ihr Weg ein anderer war. Wollten sie Kenabres retten, galt es den Angriff in die Weltenwunde selbst zu verlagern.

"Sprecht zu ihnen, Irabeth. Die Völker Kenabres haben beinahe alles verloren und wir fordern viel von ihnen, wenn wir ihnen nun abverlangen, ihr Brot mit dem Feind zu teilen. Doch tief in sich wissen sie alle, dass das Blut der Kultisten ihnen keinen Frieden, sondern sie nur näher an den Abgrund bringt. Sie fürchten sich und sie wissen, dass wir ihnen keine Sicherheit bieten können. Der Tod Terendelevs, die Zerstörung des Wächtersteins, die Horden Deskaris. Jeden Tag wandert ihr Blick in die Weltenwunde und sie fragen sich, wann der Sturmfürst zurückkehren wird, um das letzte bisschen Leben dieser Stadt zu vernichten.

Es fehlt ihnen an Mut und ich kann es ihnen nicht verdenken. Gebt ihnen Zeit. Helft ihnen, ihrer Toten zu gedenken und die Schrecken zu verarbeiten, denen sie gegenüberstanden. Seid ihnen das Leuchtfeuer der Hoffnung, das sie dringend benötigen. Ruft die verbliebenen Kleriker zusammen und beschwört den Segen der Götter, auf dass Kenabres sieht, dass sie nicht vergessen wurden. Erinnert sie daran, dass noch nicht alles verloren ist, sondern das wir in dieser dunkelsten Stunde zusammen stehen."

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 22.01.2019, 01:41:28
Sie hatten die Schlacht um Kenabres gewonnen. Doch Baldark weiß, dass der eigentliche Krieg sich nun noch erbarmungsloser durch das Land fressen wird. Selbst für Kenabres war dies bloß ein temporärer Sieg. Sie müssen handeln und zwar schnell, denn ohne die Wächtersteine ist ganz Mendev der unerbittlichen Dämonenflut hilflos ausgeliefert. Und wie es scheint war nicht nur Kenabres das Ziel der Dämonen. Seit dem Angriff ist viel Zeit vergangen und es gab immer noch kein Zeichen eines Kundschafters, Boten oder geschweige denn einer zur Hilfe eilenden Armee. Sie waren also für das Erste auf sich gestellt.
So hartherzig es auch klingt, aber es steht deutlich mehr auf dem Spiel als die wenigen Überlebenden von Kenabres. Einen Krieg gegen den schier endlosen Schlund des Abyss würden man nicht gewinnen. Der einzige Weg diesem Albtraum ein Ende zu setzen, war es die Weltenwunde zu schließen. Das war auch der Grund, warum er sich damals dem Spähtrupp angeschlossen hatte. Die Wächtersteine waren nur eine Bekämpfung der Symptome, keine endgültige Lösung. Und der Trott der Sicherheit ließ die Bewohner wegschauen, was außerhalb ihrer Mauer passierte. Dass wir Sterblichen immer erst spüren müssen, um zu begreifen...


Baldark seufzt und fährt sich mit der Hand durch sein strähniges Haar.

"Razgrim hat Recht. Wir brauchen jegliche Information, die wir gebrauchen können. Jedoch bezweifle ich, dass irgendein Kultist in unserer Gefangenschaft etwas von Relevanz weiß."

Der Zwerg beugt sich nach Vorn und schaut entschlossen in die Runde.

"Vorlesh, die Architektin der Weltenwunde. Sie ist der Schlüssel. Sie hat die Weltenwunde aufgerissen. Als ursprünglicher Mensch wohl bemerkt. Wir müssen herausfinden wie sie das geschafft hat. Wenn sie es öffnen konnte, dann muss es auch einen Weg geben das Portal wieder zu schließen."

"Ich weiß, ihr glaubt, dass wir momentan akutere Probleme haben, doch wenn wir uns nun endgültig verschanzen, verspielen wir uns die letzte Chance auf Hoffnung.

Wir sind die vereinten Völker Mendevs, Ritter des Heiligen Kreuzzuges. Jedes Schild ist nutzlos ohne das passende Schwert! Sammelt all eure Truppen und Verbündeten, Hauptmann. Schickt Späher zu den umliegenden Städten. Vielleicht hat eine Stadt standgehalten und bietet den Hilflosen besseren Schutz. Lasst uns nicht in Chaos und Zwietracht versinken wie unsere Feinde es tun. Die Dämonen tuen das, was in ihrer Natur liegt, Chaos säen. Aber genau das ist auch ihre Schwäche. Ihre Streitkräfte sind in Intrigen und Interessenkonflikten verworren. Vereint die Widersacher der Dämonen unter einem Banner. Führt das Heer mit eiserner Hand. Schiedet einen Plan, der dem Dämonenschwarm standhält.
Angefangen mit den Rittern der Götterklaue, sie kämpften genauso mit ihrem Leben um Kenabres wie auch wir. Doch die Kräfte Kenabres' sind trotz allem noch zersplittert. Häuptling Sull konnte überzeugt werden und er sollte nicht unser letzter Verbündete sein. Gebt den Überlebenden einen Grund all das Leid zu ertragen, auch wenn es nur ein letzter Funken Hoffnung ist.

Ich für meinen Teil habe bereits entschlossen diesen Grund außerhalb Kenabres zu suchen. Die Weltenwunde muss geschlossen werden und ich schätze nur der Weg zu ihrem Ursprung offenbart uns Antworten."

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 22.01.2019, 17:17:17
Irabeth verzieht gequält das Gesicht als Damian seine Sicht der Gesetzeslage ausführt.

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"Stadtkommandant? Uh… ich werde mein Bestes tun bis hier in Kenabres die Ordnung wiederhergestellt ist, aber das heißt ja nicht unbedingt das ich jetzt allen sage wo es lang geht. Also... ich meine ich kann natürlich meine Meinung kund tun, aber ihr habt da ja auch sicherlich so eure Vorstellungen oder?

Außerdem... ich bin doch nur ein einfacher Diener Iomedaes. Ihr  aber seid die Helden Kenabres! Jedes Kind da draußen kennt euren Namen! Glaubt ihr nicht das die Leute vielleicht eher gewillt sind euch zuzuhören?“




Ein der beiden Captains der Adlerwacht beugt sich über den Besprechungstisch nach vorn.

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"Mit Verlaub, Hauptmann, wenn ich einen Vorschlag machen dürfte: Zwangsrekrutieren wir die Gefangenen doch einfach in die Armee!

Wir geben ihnen eine Chance ihre Schuld unter Einsatz ihres Lebens zu verbüßen. Die Bevölkerung wird sich überzeugen lassen das dies eine ausreichend harte Strafe ist und für die Gefangenen können auch vor einem Schiedsgericht der Krone kaum mehr erwarten.

Wir alle wissen wie ein ordentliches Gericht im Falle von Hochverrat und Ketzerei entscheiden wird: Tod durch das Schwert.
Wir könnten den Gefangenen nicht nur eine Gelegenheit einräumen ihre Schuld zu mindern, wir würden auch unsere Streitkräfte kurzfristig verstärken können."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 22.01.2019, 19:06:29
"Vermutlich, Baldark, vermutlich. Und dennoch, wir sollten es zumindest versuchen."

Irabeths Einwand zeigt ihre Unsicherheit, doch auch Razgrim ist von ihrer Führungskraft überzeugt und schüttelt lächelnd den Kopf.
"Ihr habt uns an der grauen Garnison den Rücken freigehalten. Eure Führungsqualitäten haben uns den Sieg ermöglicht, Kommandantin Irabeth. Tretet aus eurem eigenen Schatten und erkennt, dass ihr nicht mehr nur ein einfacher Diener Iomedaes seid. Glaubt mir, sie werden euch zuhören, denn wir werden es auch!"
unterstützt Razgrim Damians Aussage.

Für einen Moment verweilt sein Blick fast schon abschätzend auf dem Captain der Adlerwacht, als dieser Vorschlag der Zwangsrekrutierung in den Raum wirft.
"Ich denke dies ist kein schlechter Vorschlag, doch achtet auf euren Bart, Captain. Mit einer Waffe in ihren Händen, könnten sie sich schnell gegen euch wenden."

"Übrigens, wo befindet sich Meister Aravashnial in diesem Moment?" fragt er in die Runde
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 24.01.2019, 12:18:19
Anevia und Irabeth zucken beide mit den Achseln, während Horgus sich offenbar verärgert abwendet.
Noch bevor Razgrim oder irgendjemand anderes sich erneut äußern kann, hört man von der Tür her zwei aufgebrachte Stimmen. Eine scheint einem Soldat der Adlerwacht zu gehören, die zweite ist wohlbekannt.

"Verzeiht, der Planungsraum ist zur Zeit besetzt, Hauptmann Tirabade bespricht sich gerade...

Die Stimme des Soldaten ist höflich aber bestimmt. Sein Gegenüber jedoch wirkt hektisch und hörbar empört:

"Lasst von mir ab, Narr! Wisst ihr nicht wer ich bin?! Ich bringe Kunde von äußerster Wichtigkeit die eurer Kommandantin nicht vorenthalten werden darf! Zur Seite mit euch, meine Person wird im Planungsraum verlangt!"

"Ihr werdet gehört werden, mein Herr, doch zu diesem Zeitpunkt...", fängt der Soldat noch einmal an, doch der Andere fährt ihm sofort ins Wort:

"Oh, ich WERDE gehört werden, Soldat! Und zwar SOFORT!"

Ein hochgewachsener Elf mit langem, silbrig-weißem Harr stürmt mit empörtem Gesichtsausdruck durch die Tür, die Ärmel seines Mantels flattern hinter ihm her.

Aravashnial hat seine gebrechliche Haltung abgelegt und wo der blutdurchtränkte Verband eins sein Gesicht bedeckte blitzen nun zwei saphirfarbene Augen.

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"Hervorragende Neuigkeiten!", ruft der Elf kaum das er durch die Tür ist und breitet die Arme aus als ob er etwas wahrhaft großartiges verkünden würde.

"Es ist mir gelungen die Ketten meines tragischen Gebrechens abzuschütteln! Mein Augenlicht ist zu mir zurückgekehrt! Endlich vermag ich wieder ohne lästige Krücken oder fremde Hilfe meinen Weg zu finden, endlich kann ich wieder das geschriebene Wort ergründen, kann meine Gedanken niederschreiben, kann Sehen!
Eure Gesichter zum Beispiel, ihr tapferen Helden! Ich habe natürlich Rückschlüsse aus dem Klang eurer Stimme genommen und selbstverständlich habe ich mir so meine Gedanken gemacht - Damian zum Beispiel hätte ich für ein wenig dicker gehalten und Baldark quadratischer - aber es ist doch ein Unterschied wie Tag und Nacht wenn die Augen so bereitwillig die nötigen Informationen zusammentragen.

Ihr könnt euch überhaupt nicht vorstellen wie unnütz man sich vorkommt, wenn man nicht einmal die eigenen Hände sehen kann. Wenn ich daran denke wie sehr ihr euch gequält habt um nach unserem Sturz in die Tiefe wieder hinauf an die Oberfläche zu kommen! Wie einfach hätte ich Kraft meiner arkanen Fähigkeiten euch unterstützen können. Stattdessen war ich nur Ballast, nutzloses Anhängsel das gestützt werden muss um überhaupt vorwärts zu kommen.

Aber jetzt ist wieder alles gut. Ihr könnt euch nun auf mich stützen, seid beruhigt! Probleme sind da um sie zu lösen und mit meinem Intellekt und eurem Mut wird uns nichts aufhalten können!

Seht, selbst meine Blindheit stellte sich letztendlich als temporär heraus. Es bedurfte einer äußerst gründlichen Suche nach einer entsprechenden Schriftrolle göttlicher Magie - eine seltene Abschrift von nicht unbedeutender Macht.

War es möglich eine solche Schriftrolle in den Ruinen dieser geschliffenen Stadt zu finden? Wurde diese im Grunde bereits diffizile Suche noch durch mein fehlendes Augenlicht erschwert? Stellte sich obendrein nicht noch die Frage wie ich, Meister zwar, doch des Arkanen eine heiliges Gebet rezitieren könne?
Ja, ja und ja! Doch all diese Probleme habe ich gelöst. Hartnäckigkeit und Ausdauer, meine Freunde. Hartnäckigkeit und Ausdauer, das macht einen echten Gelehrten aus.

Und hier steh ich also nun, im Vollbesitz meiner Kräfte und bereit meine beträchtlichen Fähigkeiten in euren Dienst zu stellen. Meister Aravashnial, Gelehrter und Risswächter, zu euren Diensten!"


Der Elf deutet eine Verbeugung an und blickt dann erwartungsvoll in die Runde.

Einen Augenblick lang herrscht betretene Stille, dann hört man ein einzelnes Händeklatschen von Anevia. Irabeth stößt ihr blitzschnell den Ellenbogen in die Seite, worauf Anevia das Klatschen einstellt und ein betont freundliches Lächeln aufsetzt.

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"Aravashnial!

Ja...

Toll!"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 25.01.2019, 15:09:05
"Wollt ihr wirklich Verräter in eure Reihen aufnehmen Hauptmann? Wenn ihr gegen die Dämonen steht und nicht sicher seid wer in eurem Rücken...", setzt Otham gerade an als Meister Aravashnial seinen fulminanten Eingang gibt.

Otham steht weiterhin an der Wand gelehnt während er dem Elfen zuhört. Als erwähnt wird, dass er sich Baldark quadratischer vorgestellt hat muss Otham laut lachen, wenn auch nur kurz.
"Nun schön euch wieder bei uns zu haben Meister Aravashnial.", begrüßt Otham den Elfen, stößt sich mit einem Bein von der Wand ab und vollführt eine kleine Verbeugung in der Mitte des Raumes: "...aber entschuldigt bitte zurück zum Thema. Irabeth ihr werdet entscheiden müssen ob ihr wollt oder nicht. Die einzige Alternative ist die Götterklaue und ob das irgendjemand will ist wohl fragwürdig.
Ansonsten teilt die Verräter ein zum Vorräte schleppen, Straßen räumen und ähnlichen, aber lasst sie bewachen. Wir haben wohl aktuell wirklich dringendere Probleme.

Wenn der Schutz von Mendev wirklich aufgehoben ist brauchen wir Unterstützung, Nahrung und so wenig es mir gefällt das Baldark recht damit hat: wir wissen müssen was unsere Feinde planen. Wir müssen wissen was in der Weltenwunde vorgeht, der nächste Schlag darf uns nicht unvorbereitet treffen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 26.01.2019, 10:21:05
Razgrim grinst über die vom anderen Ende des Tisches in seinen Bart. Offensichtlich hat der Elf mit seinem wiedergewonnen Augenlicht auch sein Selbstvertrauen wiedergefunden, wenn auch etwas zu viel davon.

"Gut, dass ihr nun hier seid, Meister Aravashnial. Es freut uns alle, dass ihr diese, wenn auch sehr düstere Welt nun wieder mit eigenen Augen erkennen könnt. Ich bin mir sicher eure Geschichte würde jeden an diesem Tisch sofort in ihren Bann ziehen, doch ihr stimmt mir sicherlich zu, dass gerade jetzt Entscheidungen getroffen werden müssen, die von äußerster Wichtigkeit sind. Und genau dafür brauchen wir euren klaren Kopf." bauchpinselt er den Risswächter in der Hoffnung, dass ihm dies nicht zum Verhängnis wird. Doch auf seine euphorischen Geschichten können sie gerade keine Rücksicht nehmen.

Damit wendet er sich wieder in die Runde.
"Warum nicht beides. Verwendet die, die euch ohne zu überlegen eine Klinge in den Rücken stechen würden, als Träger und zu Aufräumarbeiten, den Rest stellt in die Reihen der Wache." Bewusst geht Razgrim nicht weiter auf den Orden der Götterklaue ein. Sicher, sie haben ihnen in der Schlacht um die graue Garnison und Kenabres geholfen, jedoch ist er sich nicht sicher, ob sie weiterhin dieselben Ziele verfolgen.

"Falls wir keine Erkenntnisse durch die Gefangenen erlangen, brauchen wir einen Plan, was als nächstes getan wird. Eins steht fest. Egal, wie viele Ressourcen wir aufbringen werden und wie viel Zeit uns bleibt, ein weiterer Angriff steht bevor und die Reihen der Dämonen werden sich schneller füllen, als uns lieb sein wird. Wir dürfen nicht länger warten. Wir müssen einen Schlag gegen die Weltenwunde führen, jetzt ist die beste Zeit dafür! Jetzt... werden sie nicht damit rechnen."

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 27.01.2019, 12:36:58
Damian muss über Meister Aravashnial lächeln; auch wenn sich schnell ein schlechtes Gewissen einstellt, dem blinden Elfen nicht selbst geholfen zu haben. Die Zeichen der Erschöpfung in Damians Gesicht zeugen aber davon, dass ihm in den letzten Tagen schlicht die Zeit gefehlt hatte, sich um jemanden zu kümmern, der nicht an der Schwelle zu Pharasmas Reich stand. Es galt, Prioritäten zu setzen, denn er hatte das behelfsmäßige Lazarett nicht verlassen, um mit seinen alten Gefährten Erinnerungen an bessere Zeiten wiederaufleben zu lassen. Trotzdem war Damian froh, dass Razgrim den Elfen mit Wohlwollen begrüßte; das Wissen des Elfens würden sie in der Tat brauchen.

"Ich stimme Razgrim zu. Ja, die verbliebenen Kultisten sind ein Problem, doch mit Hilfe der Streitkräfte Tiefenheims sollte es Euch gelingen, sie unter Kontrolle zu halten und gegebenenfalls sogar für uns zu rekrutieren. Ihr solltet Euch hier mit König Sul absprechen und ich empfehle Euch, ihn zukünftig zu diesen Versammlungen einzuladen. Auch Paraliktor Astorath. So ungern ich mit den Höllenrittern kooperiere, sie kontrollieren die nördlichen Stadtviertel schon jetzt beinahe uneingeschränkt und wenn wir den nächsten Konflikt innerhalb der Stadtmauern abwenden wollen, müssen wir sie frühzeitig in unsere Planung miteinbeziehen.

Aber das sind nicht unsere dringlichsten Probleme. Wir wissen alle, dass es den Dämonen nun möglich wäre, Portale direkt in der Stadt aufzureißen und in Strömen über uns herzufallen. Doch es ist ruhig und dies kann nur bedeuten, dass ihre Ressourcen nicht unbegrenzt sind. Entweder sind ihre Armeen derzeit an anderen Orten gebunden oder sie haben Verluste erlitten und müssen sich neu formieren. Denkt an die schweren Wunden, die Vorlesh erlitt."


Damian tritt zum Tisch mit der Karte in der Mitte des Raumes und deutet erst auf eine Stelle nicht weit westlich von Kenabres und dann weiter nördlich auf eine andere Markierung.

"Wir kennen ihre Operationsbasen. Iz, das alte Herz der Sarkorischen Steppenfürsten und Drezen, eine unserer ersten Festungen aus der Zeit des 1. Kreuzzugs. Alle vermuten, dass sich das Zentrum der Weltenwunde, das Portal in den Abyss nahe Iz befindet, doch für einen direkten Schlag gegen Iz fehlt uns eine Armee. Unser Kampf gegen Vorlesh hat aber mehr als deutlich bewiesen, dass wir nicht machtlos sind. Als kleine, unabhängig operierende Einheit müsste es uns möglich sein, tief hinter die feindlichen Linien vorzudringen und strategische Punkte anzugreifen oder auszuschalten.

Dämonen sind Kreaturen des reinen Chaos. Ihre Armeen fußen aufgrund ihrer Natur nur und einzig darauf, dass sie von einer mächtigeren Kreatur dazu gezwungen werden, eine Ordnung einzuhalten. Dieses Verhalten widerstrebt aber jedem Dämonen. Ja, sie sind mörderische Bestien und ihre Hinterlist ist grenzenlos, aber sie wollen lieber wahllos alles zerstören oder korrumpieren, was sie sehen, statt einem Plan folgen. Ob sie sich gegenseitig zerfleischen oder uns, ist ihnen gleich. Erinnert Euch an Millorns Worte und den Blutkrieg zwischen den Streitkräften Asmodeus und den Horden des Abyss. Wir kämpfen gegen Dämonen, nicht gegen Teufel. Wir wissen nicht, welche Auswirkung unser Sieg gegen Vorlesh nach sich zieht, aber wir können davon ausgehen, dass ihre Macht vorübergehend gebrochen ist, was die unter ihr dienenden Dämonen sicherlich nutzen werden, um aufzubegehren. Dies würde bedeuten, dass die anderen Anführer der Dämonen gebunden sind, was auch erklären würde, warum der Sturmkönig nicht längst wieder vor den Toren steht.

Ich sage Euch, es ist an der Zeit, zurückzuschlagen! Drezen befindet sich an den Ausläufern der Dämonenwüste. Der Einfluss der Wunde ist hier am geringsten. Mein Vorschlag ist, eine kleine Truppe zu formen, um die Festung zu infiltrieren und den Dämon oder Kultisten auszuschalten, der sie beherrscht und die dämonischen Streitkräfte dort zurück ins Chaos zu stürzen."


Damian hält kurz inne.

"Glaubt mir, ich weiß, was ich hier von Euch verlange, ich stand dem Sturmkönig gegenüber und fürchte die Schrecken des Abgrunds ebenso wie die verzerrten und verdrehten Ebenen der Weltenwunde. Aber wir werden keinen Frieden finden, solange die Wunde nicht geschlossen ist. Jeder Versuch, sich um die Verwundeten zu kümmern, die Mauern wieder aufzubauen und Schutz zu suchen, ist zum Scheitern verurteilt. Der erste Kreuzzug wurde ausgerufen, um die Wunde zu schließen und wir alle wissen, dass nur dies uns Frieden bringen würde. Dies mag unsere dunkelste Stunde sein, aber wir haben die Gelegenheit, das Blatt zu wenden. Ich sage, wir rufen den fünften Kreuzzug aus und erobern unsere Stützpunkte in der Weltenwunde Schritt für Schritt zurück."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 27.01.2019, 19:29:46
Razgrim verweilt gedankenverloren einen Moment auf dem Punkt der Karte, deren Ausläufer die nördliche Grenze der Weltenwunde darstellt und den Standpunkt der gefallenen Stadt Drezen beschreibt.

"Drezen und seine Zitadelle wurde von meinem Volk erbaut, ihre Mauern dick und die Tore breit. Eine Bauweise wie man sie aus den ersten Himmelszitadellen kennt. Dieser Ort war schon damals ein strategisch wichtiger Punkt für den ersten Kreuzzug, und seither ist er es ebenso für die Abscheulichkeiten der Wunde.

Mit den Scharen des Abgrunds auf ihren Wehren und in den umliegenden Ruinen wird sie für einen kleinen Trupp uneinnehmbar sein. Dafür brauchen wir eine Armee."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 27.01.2019, 20:48:23
Aravashnial erwiedert Othams Verbeugung und hört dann Razgrim und Damian zu.

(http://i65.tinypic.com/dximvr.jpg)
"Ich hab das Gefül ich habe irgendetwas vergessen... irgendetwas war da... hm," hört man den Elfen mehr zu sich selbst als zu jemand anderem sagen.

"Aber fahrt fort, mir fällt es schon noch ein."



Derweil tauschen Irabeth, Anevia und die beiden Captains besorgte Blicke.

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"Nach... Drezen? Damian, Razgrim, ich weiß um eure Fähigkeiten, wir alle haben keinerlei Zweifel an eurer Kompetenz.
Aber... ein Angriff auf Drezen? Die Festung ist viele Tagesmärsche von hier entfernt. Ihr kennt die verwüsteten Lande die uns die Weltenwunde hinterlassen hat. Eine Armee dorthin führen wäre schon ein Wagnis, aber einen kleinen Trupp? Das ist unmöglich. Selbst wenn ihr auf dem Weg nach Drezen nicht einer marodierenden Horde Dämonen in die Arme lauft, die Festung selbst lässt sich nicht so ohne weiteres einnehmen.

Selbst wenn es euch gelingen würde die Festung zu infiltrieren und den sie haltenden Streitkräften aus dem Weg zu gehen...

Er wird dort warten.“


Irabeth ballt die Hände zu Fäusten und ihr Blick verfinstert sich.

Horgus nickt bedächtig.

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"Vhane.

Aber habt ihr ihn nicht bereits einmal besiegt, Tirabade?"






Irabeth schüttelt den Kopf.

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"Vertrieben, nicht besiegt. Ich kenne die Heldentat, die man mir angedichtet hat, doch habt ihr ihn nie kämpfen sehen.
Damals dachte ich, er wäre abgelenkt gewesen und ich hätte ihn überumpelt.
Mittlerweile glaube ich aber, dass er mit mir gespielt hat oder mich zumindest nicht als ernstzunehmenden Gegner wahrnahm. Ich bin mir sicher, dass er mich und auch jeden anderen in diesem Raum in kürzester Zeit töten könnte.

Staunton Vhane war schon zu seiner Zeit als Kreuzfahrer eine Legende. Nun, da er einen Pakt mit Deskari geschlossen hat, ist er mehr Monster als Zwerg.
Sicher, er ist nicht der Sturmfürst und er ist auch nicht Vorlesh. Aber er ist gerissen, bösartig und ein mächtiger Feind. Wenn er sich in Drezen vergraben hat, werden wir eine Armee brauchen um ihn herausfordern zu können.“
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 28.01.2019, 14:24:43
Er wird dort warten.
Die Worte hallen für einen Augenblick in Razgrims Geist wieder. Er weiß, um wen es sich handelt, noch bevor Horgus Gwerm den Namen ausspricht. Seine Züge verfinstern sich und Wut keimt in ihm auf. Staunton Vhane hat die freien Völker betrogen, wie kein Anderer. Eine Schande für sein Volk und jeden Kreuzfahrer, der in diesen Zeiten sein Leben für den Schutz aller Nationen einsetzt.

"Als Vhane alle verraten und einen Pakt mit dem Herrn der Heuschrecken geschlossen hat, wurde er von einer Legende zum Monster. Und ein Monster können wir töten. Möglicherweise würde er gegen jeden einzelnen hier triumphieren, doch unserem Zusammenschluss kann er nichts entgegen setzen."

Razgrim steht auf und lehnt sich, die Muskeln angespannt, nach vorne auf seine vernarbten, breiten Hände.

"Nur ein Grund mehr für mich gen Drezen zu ziehen."

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 28.01.2019, 23:51:20
"Unsere Truppen mit wehenden Fahnen durch das Land zu ziehen, um eine voll befestigte Stadt anzugreifen, gleicht seine Herde Schafe zur Schlachtbank zu führen. Doch mit einem kleinen Trupp die feindlichen Linien zu infiltrieren, um dort strategische Punkte zu destabilisieren, klingt deutlich vielversprechender. Dämonen haben schlicht nicht die Koordination, um darauf entsprechend zu antworten. Damian hat Recht, ist der erste in der Rangordnung erstmal gestürzt, verfällt die Dämonenschar in Chaos. Umso härter wir zuschlagen, desto mehr lenken wir die Aufmerksamkeit von Kenabres ab. Vielleicht finden wir sogar ein paar Antworten auf die vielen Fragen, die uns noch offen stehen."

Der Zwerg schreitet ebenfalls zum Tisch und fährt mit dem Zeigefinger über die Karte.

"Drezen ist fünf Tagesmärsche entfernt, wenn wir uns beeilen vielleicht vier. Wir sollten östlich des Flusses Sellen entlanglaufen. Mit einem Boot wären wir vermutlich schneller, würden jedoch zu viel Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Wir sollten den Fluss so spät wie möglich überqueren.
Das größte Problem sehe ich eher darin, dass es schwer sein wird unbemerkt in die Stadt zu kommen und ohne großen Aufruhr Vhane nieder zu strecken. Razgrim, ihr sagtet Drezen wurde von uns Zwergen erbaut? Dann gibt es mit Sicherheit geheime Zugänge. Möglicherweise teilten die Zwerge ihr Wissen nach dem Fall der Stadt mit den Kreuzrittern, um sie wieder zurück zu erobern und wir finden Antworten in den Archiven der Stadt. Aravashnial, wisst ihr vielleicht etwas darüber?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 29.01.2019, 10:53:17
Otahm räuspert sich nachdem die nächste Runde an Vorschlägen durch ist ihr Leben sofort und freiwillig zu beenden: "Leute, Leute, ihr wollt wirklich in die Weltenwunde ziehen, eine Festung infiltrieren und einen legendären Kämpfer einfach so ausschalten?

Sollten wir da nicht vielleicht vorher drüber reden....? Ich verstehe den Drang was zu tun, glaubt mir, selbst wäre ich lieber draußen in der Stadt als hier, aber wovon ihr redet...? Das ist Wahnsinn. Es ist eine Sache den Feind auszukundschaften und FALLS sich eine Gelegenheit ergibt zuzuschlagen, aber das?"
er schaut seinen Gefährten ein wenig entsetzt in die Augen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 29.01.2019, 11:49:55
"Wir befinden uns bereits auf der Schlachtbank seit dem Angriff durch den Sturmkönig. Wie Damian bereits sagte, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Welle Dämonen über Kenabres und alle anderen Grenzstädte niedergeht. Uns fehlt es an Zeit und Kriegern! Wenn es soweit ist werden wir diese Ruinen nicht mehr verteidigen können.

Baldarks Hinweis ist entscheidend, Otham. Die einzige Chance für die schutzlosen Grenzstädte ist ein Schlag ins Innerste des Dämonenreichs, und dieser soll nun in Drezen beginnen, dem letzten Bollwerk des ersten Kreuzzugs. Ich fürchte einen anderen Weg gibt es nicht."

Auf Baldarks Frage blickt Razgrim nachdenklich auf die Karte und fixiert den Punkt, der die Stadt Drezen darstellt.
"Himmelszitadellen beherbergen ein Netz aus strategisch angelegten Tunneln, die in Kriegszeiten auch als Fluchttunnel dienen sollten. Oftmals enden die, die aus einer Zitadelle hinausführen in angrenzenden Tempeln oder gleichwertig befestigten Gebäuden. Jedoch gibt es kein allgemein gültiges System. Hier helfen uns wohl wirklich nur die Archive, sollten sie noch Bestand haben."

Erwartungsvoll blickt der Zwerg zu Meister Aravashnial.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 29.01.2019, 15:21:38
"Otham, mein Schild ist gerade so groß um mich selbst zu schützen. Ich bin nicht standhaft genug, um ein Bollwerk zwischen den Dämonen und den Überlebenden Kenabres zu sein. Meine Schultern sind nicht breit genug um das Symbol der Sicherheit zu tragen. Ich werde nicht zusehen wie einer nach dem anderen neben mir zu Boden fällt. Wir würden das Unausweichliche nur herauszögern.

Doch wir können ihnen Hoffnung bieten. Das Wissen, dass dort draußen jemand ist, um dem Alptraum ein Ende zu bereiten. Wir sind zu Größerem bestimmt. Die Götter selbst sind uns erschienen, um uns das zu beteuern. Und ich für meinen Teil werde alles dafür tun ihre Erwartungen nicht zu enttäuschen." 
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 30.01.2019, 12:44:08
Aravashnial legt grüblerisch eine Hand and Kinn.

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"Zwergenzitadelle, Zwergenzitadelle...hm hm.
Das ist nun wirklich nicht mein Fachgebiet. Wir gehen hier davon aus das die ehemalige Festungsanlage Drezen eine sogenannte Himmelszitadelle ist. Da bin ich mir aber gar nicht mal so sicher. Meines Wissens nach wurde die Festung im Ersten Kreuzzug erbaut, die Himmelszitadellen stammen aus einer Zeit gut 5000 Jahre früher. Oder irre ich mich? Das ist die Geschichte eures Volks, mit Verlaub."


Horgus hat derweil den Ausführungen der Helden über einen möglichen Stoßtrupp zwecks Erstürmung der Zitadelle Drezens ruhig zugehört, doch jetzt hebt er die Hand, eine ungewohnt friedliche Geste für den alten Baron.

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"Ein Stoßtrupp in die Weltenwunde ist ein Himmelfahrtskommando. Ich weiß ihr habt Erfahrung mit derart riskanten Missionen, doch was wollt ihr tun, wenn ihr einer Dämonenhorde begegnet? Wollte ihr die zu viert bezwingen? Dort draußen rotten sich Banden von mehreren hundert Scheusalen zusammen. Sie werden euch einfach überrennen.

Mit einer Armee wäre es möglich, aber woher nehmen wir die Leute? Davon abgesehen hat niemand hier die Befugnis eine Armee aufzustellen oder zu führen. Vergesst nicht das wir nach wie vor dem Recht der Krone unterliegen! Nur Ritter Mendevs darf eine Armee führen.
Das mag euch nicht schmecken, aber das ist Politik. Wenn Nerosyan nicht bereits von der Landkarte gefegt wurde, wird man euch für eine derart anmaßende Handlung vor Gericht stellen, selbst wenn ihr Drezen zurückerobern könntet.
Die Hauptstadt ist der Schauplatz vieler Intrigen, der Kreuzzug kein beliebtes Thema. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Emporkömmlinge in den Reihen des Heereskommandos breit gemacht, gestützt von einer Vielzahl politischer Einflussträgern. Es ist... kompliziert geworden.

Wenn uns irgendjemand helfen kann, dann wohl nur ihre Hoheit Königin Galfrey."


Aravashnial stutzt, dann tippt er sich an die Stirn.

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"Jetzt fällt mir wieder ein, was ich vergessen hatte.
Ich habe vor etwa zwei, vielleicht auch drei Tagen auf magischem Wege eine Botschaft aus der Hauptstadt bekommen. Die oberste Heeresleitung hat anscheinend versucht eine ganze Reihe mittlerweile leider verstorbenen Persönlichkeiten in der Stadt zu erreichen. Man hat wohl versucht mit Großinquisitor Hulrun in Kontakt zu treten und es dann mit den niederen Rängen versucht. Irgendwie sind sie dann zu mir durchgedrungen, was ja eigentlich beachtlich ist, denn die Risswächter sind nicht unbedingt eine "offizielle" Organisation, ihr wisst was ich meine?
Logischerweise hätten sie es bei Meister Beltran probieren müssen, der nun aber leider auch... nun er hat es nicht geschafft wie wir wissen.
Irgendwer scheint in Nerosyan nun aber Bescheid zu wissen das Meister Aravashnial - also ich - ebenfalls zu den Risswächtern gehört und sich obendrein zurzeit in Kenabres aufhält.
Was eine beträchtliche Sicherheitslücke in unserem Informantennetzwerk darstellt, wenn ich das so recht bedenke.

Da gibt es wohl noch einige Nachzubessern, ich werde mir die Verantwortlichen bei Gelegenheit..."


Irabeths Augen haben sich während Aravashnials Redefluss immer mehr geweitet und plötzlich schlägt sie mit der Faust so hart auf den Tisch das die darauf ausgebreiteten Unterlagen und Pläne einen Satz in die Luft machen.

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"ARAVASHNIAL! Genug! Ihr werdet jetzt sofort damit herausrücken was die Heeresleitung in Nerosyan euch hat mitteilen lassen! Kein Palaver mehr!"





Die Mundwinkel des Elfen fallen missbilligend nach unten und er rollt für alle gut sehbar mit den Augen.

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"Ist ja gut, ist ja gut, ihr müsst euch nicht so aufspielen, Tirabade.
Man hat mir auch nur mitgeteilt was sowieso abzusehen war:

Nerosyan hat den Ansturm der Dämonen abgewehrt und die Königin ist auf dem Weg nach Kenabres.

Der Spruchwirker des Zaubers hat von einer Reisedauer von wenigen Tagen gesprochen, die Armee könnte also morgen schon vor den Toren stehen. Oder übermorgen, man wird sehen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 30.01.2019, 18:41:54
Baldark's Augen weiten sich bei den Worten Aravashnial's. Blut steigt im zu Kopf, was dazu führt, dass eine sichtliche pochende Ader auf seiner Stirn hervor tritt und sein Gesicht in wenigen Sekunden rot anläuft. Mit stampfenden Schritten nähert er sich dem Elf und zieht ihn am Kragen auf seine Augenhöhe.

"Eingebildeter Spitzohr! Wie könnt ihr nur? Ihr nennt euch Risswächter? Lächerlich!"

Voller Zorn starrt der Zwerg dem Elf entgegen und sein Blick springt hektisch zwischen dessen beiden Augen. Für einen Moment verharrt er in diesem Zustand, noch abwägend, ob er nicht doch lieber mit der Entscheidung fortfahrend möchte, die er im Affekt getroffen hat. Zähneknirschend lässt er schließlich von ihm ab und tritt ein paar Schritte zurück. Ein Seufzer entfährt ihm, als er sich als Übersprungshandlung mit beiden Händen durch sein Haar rauft.

"Diese Informationen ändern unsere gesamte Ausgangslage. Wir besprechen hier Vorhaben, die über Leben entscheiden. Die Moral aller Überlebenden ist erdrückend und man sehnt sich nach jedem noch so kleinen Hoffnungsschimmer und ihr wagt es diese erlösende Botschaft allen vorzuenthalten? Doch ihr seid vermutlich zu egozentrisch, um dies zu begreifen."

Mit einer halben Drehung wendet er sich wieder dem Rest der Versammlung zu.

"Unter diesen Voraussetzungen schlage ich vor auf die Königin und ihre Truppen zu warten. Priorität hätte in diesem Fall das Überleben aller innerhalb Kenabres für die nächsten paar Tage. Ergo volle Aufmerksamkeit auf Verteidigung. Schnellstmöglicher Aufbau von provisorischen Verteidigungsanlagen und anschließende Verschanzung bis Hilfe einkehrt."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 01.02.2019, 14:19:13
Razgrim hat für einen Augenblick überlegt Baldark zur Beruhigung zu bewegen, doch hält er sich zurück, als der Waldläufer seinen Ärger über die zugegebenermaßen Vergesslichkeit des Risswächters hinunterschluckt und sich wieder den Versammelten zu wendet.

Auf Baldarks Geheiß nickt der Zwerg zustimmend.
"Ich denke auch es wäre demnach sinnvoller unsere Ressourcen hier im Verteidiger zu bündeln, bis die königliche Armee eintrifft. Schickt Späher auf die noch begehbaren höchsten Punkte der Stadt, sodass wir über ihre Ankunft früh informiert werden. In der Zwischenzeit stärken wir unsere Linien und versorgen die Verletzten.

Und selbstverständlich sollten wir umgehend alle über unsere baldigen Gäste informieren."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 01.02.2019, 16:11:14
Wie Razgrim will sich Damian schon zwischen Aravashnial und Baldark stellen, doch er kann dessen Ärger verstehen und interveniert nicht weiter als sich Baldark abwendet. Andere Sorgen wird er aber nicht so schnell los.

"Wenn es sich um Galfrey handelt." Wirft er nachdenklich in die Runde und ergänzt grimmig: "So sehr ich mir das Eintreffen der Königin wünsche, so wenig habe ich "Lisandra" vergessen."

Er atmet tief aus und wirft einen Blick auf die Karte.

"Wir sollten unsere Verteidigung aufrecht halten und für den Empfang der Königin einen strategischen Ort wählen, um für einen Hinterhalt vorbereitet zu sein."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 03.02.2019, 21:38:31
Anevia pfeift leise durch die Zähne.

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"Die Königin kommt persönlich? Ich meine... DIE Königin Galfrey? In Fleisch und Blut? Die Leute sagen sie ist unsterblich. Sie war schon da als der Erste Kreuzzug ausgerufen wurde... vor mehr als hundert Jahren."

Anevia wirft einen Blick auf Irabeth und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.

"Ach Irabeth, ein Traum wird wahr, stimmts? Die großartige, die strahlende Königin der Kreuzfahrer ist auf dem Weg zu uns. Ich bin ja jetzt schon ein wenig eifersüchtig..."

Irabeth scheint die Worte ihrer Frau gar nicht wahrzunehmen, ihr Gesicht wirkt leicht entrückt und ein Funkeln glänzt in ihren Augen.

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"Ihre Exzellenz, das Schwert Iomedaes, Königin Galfrey. Sie ist das Schwert, das die Finsternis durchschneidet, sie ist das Schild der Hoffnung, sie ist... sie ist die Größte und Erhabenste unter uns!

Man sagt Iomedae spricht durch sie. Einem Herold der Erbin gleich schreitet sie unter uns Sterblichen und ehrt uns mit ihrer heiligen Präsenz.

Wenn die Königin kommt wird alles gut. Sie wird wissen, was zu tun ist."


Es scheint so, als fällt mit einem Mal alle Anspannung von Irabeth ab und die Halb-Orkin lächelt zum ersten Mal seit langem wieder.

Anevia runzelt die Stirn.

(http://i58.tinypic.com/2088uqf.jpg)
"Ja... eine ganz tolle Frau unsere Königin. Schade das sie wohl nicht lange bleiben wird. Es gibt ja so viel zu tun."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 04.02.2019, 22:16:46
Razgrim zieht eine Augenbraue merklich nach oben, wartet kurz bis Anevia es bemerkt und sieht dann wieder in die Runde.
"Nun, das wird sich zeigen. Es gilt einiges vorzubereiten. Ich kenne diese Stadt noch nicht lange genug, um einen solchen Platz vorzuschlagen. Hinzu kommt die Verwüstung und die eingestürzten Gebäude, die nicht nur uns sondern auch unseren Feinden Schutz und Deckung bieten könnten.

Vielleicht wäre der Platz vor der grauen Garnison ein geeigneter Ort?"


"Und noch etwas. Bisher wurde noch nicht darüber gesprochen, was passiert, wenn die nächste Welle von Dämonen diese Stadt hier treffen wird. Es lässt sich hinauszögern, doch vermutlich nicht verhindern. Die Verteidigung eines Gasthauses, wenn auch gut gesichert, geschweige denn Ruinen, wird nicht von Dauer sein. Ich denke wir sollten mit Häuptling Sul über einen Fluchtplan in die Höhlensysteme sprechen, sollte es hart auf hart kommen. Vielleicht gibt es Tunnel die außerhalb der Stadt an die Oberfläche führen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 06.02.2019, 16:48:35
Horgus Gwerm erhebt sich von seinem Sitz und klatscht einmal in die Hände.

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"Iomedae sei Dank, die Königin! Ich hatte gehofft das sich Ihre Hoheit endlich wieder in diesem Krieg involviert, wir brauchen jemanden Ihres Formats im Angesicht unserer Widersacher.

Damit werden all vorherigen Überlegungen hinfällig, wir sollten uns nun darauf konzentrieren die Stadt solange zu verwalten bis Ihre Majestät in Kenabres eintrifft. Wir sollten keine vorschnellen Entscheidungen treffen bei denen wir der Königin später Rechenschaft schuldig sind.

Ich werde mich nun auf mein Anwesen zurück ziehen."


Horgus mach einen Schritt Richtung Tür, dann dreht er sich aber noch einmal um.

"Die Königin wird wissen wollen wer Kenabres gerettet hat. Ich nehme an das sie sich persönlich ein Bild von Euren Fähigkeiten machen möchte.
Dies kann eine Chance für euch sein, doch macht nicht den Fehler Galfrey zu unterschätzen.
Sie würde nicht seit über hundert Jahren den Thron halten wenn sie ein schlichter Mensch mit großem Herzen wäre.

Ihr kennt die Welt der Politik nicht und ihr wisst nicht um das ewige Ränkespiel.
Galfrey mag die Gallionsfigur des Kreuzzugs sein und damit als Anführerin der freien Welt auf unserer Seite stehen, doch ist und bleibt sie ein Monarch, ein mächtiger obendrein.
Verwechselt Sie nicht mit einem gewöhnlichen Paladin wie Hauptmann Tirabade hier. Wenn Sie Nutzen in Euch sieht wird sie euch benutzen, so wie ein Schachspieler einen Bauern benutzt.

Vergesst das nicht."


Horgus nickt nachdenklich, so als würde er sich seine eigenen Worte noch einmal durch den Kopf gehen lassen und verlässt dann den Raum.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 07.02.2019, 11:03:35
"Politik, pah!", tönt plötzlich die Stimme einer Halblingsdame aus Othams Richtung. Jeder der mit Otham in den letzten Tagen Zeit verbracht hat kennt diese Stimme, auch wenn es irgendwie immer wieder etwas gespenstisch ist Othams Schwert sprechen zu hören. Manche Schwerter führen archaische Namen, die Klingen von Helden Bluttrinker, Seelenreißer oder Kettensprenger, doch irgendwie ist es für Otham etwas anderes; die Klinge an seiner Seite hat einen eigenen Willen und hält auch nicht immer damit hinter dem Berg. Irgendwie fühlt sich jeder Name außer Yaniel falsch an; auch wenn er sich nicht sicher ist ob es wirklich die Seele des berühmten Hablingspaladin ist die dem Schwert innewohnt.

"Nun Köngie, Generäle, Hauptmänner und Frontlinienfußvolk...", antwortet Otham: "...so ist der Lauf der Dinge. Wir werden sehen, welche Rolle uns zugedacht wird."

Otham schüttelt den Kopf als Horgus dem Raum verlässen hat: "Aber ich gebe zu Politik macht mir mehr Angst als ein Dämon vor meiner Klinge." - "Du wirst ja auch nicht kopfüber in ihre Körper gesteckt...", muss Yaniel das letzte Wort haben.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 07.02.2019, 20:52:05
Irabeth wirft Horgus einen strafenden Blick zu, geht aber nicht weiter auf die Ausführungen des Barons ein. Es ist offensichtlich, dass sie Königin Galfrey in einem anderen Licht sieht.

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"Wir werden uns weiterhin darum bemühen die Stadt wieder sicher zu machen, der Besuch der Königin sollte Anlass genug sein unsere Anstrengungen zu verdoppeln.

Wir sollten aber wohl wirklich abwarten was ihre Majestät zu sagen hat bevor wir schwerwiegende Entscheidungen treffen."


An die Helden gewandt fährt sie fort:

Ich bin mir sicher ihr habt genug zu tun, schließlich habt ihr zahlreiche Kontakte und Verbündete in der Stadt die ihr vielleicht auf dne Besuch der Königin vorbereiten wollt. Ich werde ein paar meiner Männer die erlösende Botschaft verkünden lassen. Dies sollte zumindest kurzfristig für eine gute Moral sorgen.

Oh... bevor ich es vergesse. Lann hat nach euch gefragt. Vielleicht solltet ihr ihm einen Besuch abstatten."


Irabeth, Anevia, Aravashnial und die Captains der Adlerwacht erlassen nacheinander den Raum, bis es schließlich nur noch die Helden sind die um den Planungstisch versammelt stehen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 08.02.2019, 10:54:28
Razgrim blickt nachdenklich auf die glänzende Klinge an Othams Gürtel. Als ihnen die Macht der Götter während der Begegnung mit der Architektin der Weltenwunde Schutz verlieh, ging wohl ein Teil auf die Waffe des Halblings über und stärkte ihre magische Natur. Eine Seele gefangen in einem Gegenstand mit der Intelligenz aus ihrem früheren Leben. Ob gut oder böse, niemand ist bestrebt sein Dasein, in welcher Form auch immer, in Ketten zu führen. Wie lange wird es dauern, bis sie versucht aus ihrem Gefängnis auszubrechen? Wird sie sich gegen ihren Träger wenden? Die Waffe beunruhigt den Zwerg, doch nun ist nicht die Zeit sich auch darüber noch Gedanken zu machen.

Als die anderen den Raum verlassen haben, blickt er in die Runde.

"Wir sollten gleich mit dem Jungen sprechen, ich habe noch etwas zu tun, was ich ungern aufschieben möchte. Außerdem werde ich mich mit den Verbleibenden meines Volkes treffen. Ihre Zahl mag geschwunden sein, doch ihr Kampfeswille ist immer noch der Gleiche. Ihre Position wird bei der weiteren Verteidigung entscheidend sein, sobald wir diese Mauern verlassen."

Für Razgrim ist es bereits entschieden. Sein Platz wird nicht weiter im Herz des Verteidigers sein. Dieses Gefühl beschleicht ihn seit einer ganzen Weile, doch nun nach dieser Besprechung ist er sich sicher. Es gilt nicht länger die trostlosen Grenzen der Weltenwunde zu verteidigen, es muss mehr geschehen. Sie werden in das verwüstete Sarkoris aufbrechen und seine Ländereien zurückerobern, koste es was es wolle. Dabei werden auch Staunton Vhane oder andere Schachfiguren des Feindes sie nicht aufhalten.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 09.02.2019, 12:39:39
Da die Runde sich aufzulösen begann, erhob sich auch Damian. An Razgrim gewandt, bemerkte er.

"Ich werde Meister Aravashnial zurück in das Librarium der gebrochenen Schwarzschwinge begleiten und nach Hinweisen über Drezen suchen. Vielleicht hilft uns ja etwas."

Die Bücherverbrennung des gefallenen Templers Chaleb Sazoml hatte Damian misstrauisch gemacht. Es muss einen Grund geben, warum die alten Folianten vernichtet werden sollten und Razgrims beherztem Eingreifen, mussten alle Bücher noch erhalten sein.

"Danach werde ich zur Stahlkapelle aufbrechen. Die Höllenritter sollten über ein Eintreffen der Königin unterrichtet werden. Ich bin mir sicher, dass sie die Autorität der Königin akzeptieren und es zu keinem Konflikt kommen sollte. Darüber hinaus gebietet Paraliktor Astorath unser Dank, so schmerzlich es für mich ist, dies auszusprechen."

An Baldark gewandt, fügt er hinzu:

"Was gedenkt ihr zu tun, Baldark?"

Damian machte sich immer noch Sorgen, dass der Zwerg lieber heute als morgen in die Weltenwunde aufbrechen würde, um Dämonen zu jagen. Der dunkle Bogen auf seinem Rücken war dafür nur ein allzu deutliches Beispiel.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 11.02.2019, 00:06:40
Auf Damian's Frage entfährt dem Zwerg ein überlegendes Brummen.

"Die Höllenritter sagten selbst, dass sie nicht der Krone dienen. Ich bezweifle aber, dass sie die Ankunft der Königin als Provokation sehen werden. Das Gegenteil wird vermutlich der Fall sein. Die Streitkräfte der Königin werden fürs erste Ordnung in die Stadt bringen, etwas, was die Götterklaue schätzt. Das Verbleiben der Krone wird vermutlich von temporärer Dauer sein, weshalb sich die Höllenritter nicht arg eingeschüchtert fühlen sollten. Selbst wenn sie vor haben das entstandene Machtvakuum auszufüllen, was sich nun in dieser Stadt gebildet hat. Was ich persönlich bezweifle, aber worum ihr euch vermutlich sorgt."

Nichtsdestotrotz habt ihr Recht damit, dass sie unseren Dank verdient haben und zumindest von der voraussichtlichen Ankunft Galfrey's informiert werden sollten. Ich werde euch dabei begleiten, wenn ihr damit einverstanden seid. Bis dahin werde ich vermutlich der Wache meine Dienste zur Verfügung stellen und mit einem Trupp die Straßen patrouillieren."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 12.02.2019, 17:40:13
Nachdem die Gruppe ihr weiteres Vorgehen besprochen hat, teilen sich die Gefährten auf und gehen vorerst getrennter Wege: Damian schiebt Aravashnial sanft aus der Tür und macht sich auf den Weg zum Librarium der gebrochenen Schwarzschwinge, Baldark sucht sich eine Handvoll Soldaten der Adlerwacht zusammen und bricht auf um die Straßen zu pa­t­rouil­lie­ren, währen sich Otham achselzuckend Razgrim anschließt und sich mit diesem auf den Weg nach Tiefenheim macht um mit Lann zu sprechen.


Damian und Aravashnial brauchen etwas mehr als eine halbe Stunde bis sie zu den Ruinen der Schwarzschwingenbibliothek kommen.

Aravashnial seufzt als die beiden durch das Portal des Nebengebäudes treten indem die Gruppe noch vor wenigen Tagen gegen die falschen Kreuzfahrer gekämpft hat. Der Innneraum des Bauwerks ist aufgeräumt worden, die Regale wieder aufgerichtet und die Bücher einsortiert worden. Ein genauer Betrachter entdeckt jedoch noch die dunklen Blutflecken unter den Rändern der großzügig ausgelegten Teppichläufer und ein gewisser Rauchgeruch liegt nach wie vor in der Luft.

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"Das ist wohl alles was übrig geblieben ist, Damian. Ein kümmerlicher Rest einer einst großen Sammlung.
Aber sagt mir, was gedenkt ihr zu finden? Pläne von Drezen? Ich bezweifle das wir Derartiges je archiviert haben. Dieser Ort diente einst als Archiv für planare Ereignisse, interdimensionale Zwischenfälle, Demi-Ebenen und Einsprengsel, Kartographien unmöglicher Kammern und endloser Wege.
Eine Zwergenzitadelle erscheint mir da etwas... mundan."


Aravashnial spuckt das letzte Wort förmlich aus. Die in der Schwarzschwingenbibliothek arbeitenden Bibliothekare, allen voran Jekob haben sich beim Eintreten um Damian und seinen elfischen Begleiter versammelt und lauschen pflichtbewusst den Ausführungen ihres letzten Meisters.



Baldark und ein halbes Dutzend Soldaten der Adlerwacht durchkämmen derweil einen Teil der Stadt nahe des Kranplatzes. Die ärmeren Viertel Kenabres wurden beim Ansturm durch die Dämonen fast völlig vernichtet und genau hier, in den immer noch qualmenden Ruinen haben sich die letzten Kultisten und niederen Dämonen verschanzt.

Nachdem Baldark zwei Dretches aus der Ferne mit todbringenden Pfeilen gespickt hat, trifft der Zwerg an einer Weggabelung auf etwa zwei Dutzend Ritter.
Zwei bekannte Gesicht befinden sich unter den Bewaffneten und als Baldark sich nähert treten Cedric und Rahel nach vorn um den Zwerg respektvoll zu grüßen.

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"Meister Baldark, eure Anwesenheit ehrt uns! Was führt euch in diesen Teil der Stadt?", fragt Rahel mit einem Lächeln auf den Lippen.

"Helft ihr dabei die Dämonen zu jagen?"



Cedric stößt Rahel in die Seite und verbeugt sich rasch vor Baldark.

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"Sei nicht albern, Rahel, Meister Baldark hat sicherlich besseres zu tun als ein paar niedere Dämonen zu verscheuchen. Er ist immerhin ein gefeierter Kriegsheld!

Gibt es irgendetwas bei dem wir euch behilflich sein können, Sir? Euer Wort ist uns Befehl."






Otham und Razgrim haben bereits unterwegs den einen oder anderen Vertreter des Mischvolks angetroffen und als sie endlich am mittlerweile freigelegten Eingang in die Gewölbe unter Kenabres angekommen sind, werden sie bereits erwartet.

Lann und ein Gefolge aus Soldaten warten am oberen Ende einer behelfsmäßigen Treppe die in die Tiefe führt.

Der Mischvolkmann sieht wirkt müde, offensichtlich hat er die letzten Tage nur wenig geschlafen.

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"Willkommen, Freunde. Die Schlacht ist gewonnen und wir haben gesiegt. Doch der Euphorie über den Sieg folgt das Zählen der Toten und die Ungewissheit der Zukunft, also verzeiht wenn ich eure Rückkehr nach Tiefenheim nicht mit dem Fest feiern kann das euch eigentlich gebührt. Wisset jedoch das wir tief in eurer Schuld stehen und das mein Volk diese Schuld nie vergessen wird."

Die übrigen Männer und Frauen um Lann senken ergeben das Haupt und klopfen sich mit der Rechten dreimal auf die Brust, eine Geste die in ihrer vielfachen Ausführung klingt wie das Schlagen von Trommeln.

"Folgt mit bitte, wir haben ein paar Dinge zu besprechen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 13.02.2019, 21:09:01
Razgrim nickt erfreut und klopft Lann etwas unwirsch, aber für einen Zwerg angebracht, zur Begrüßung gegen die Schulter.

"Lann mein Lieber, ich freue mich euch und eure Männer zu sehen. Es mag gewiss nur ein schwacher Trost sein, doch eure Gefallenen sind für den Aufstieg aus der Dunkelheit, für die Zukunft Ihresgleichen in die Schlacht gezogen. Sie haben ihr Leben nicht sinnlos verloren. Noch bis vor kurzem wart ihr an die Tunnel unter dem Fels gefesselt, jetzt könnt ihr ohne Bedenken den Aufstieg wagen. Ihr seid Teil dieser Stadt, Teil des Kreuzzugs und ein Teil von Mendev. Für mich hört sich das nach einem ehrenvollen Ziel an, für das auch ich bereit wäre mein Leben zu geben. Trauert um eure Toten, doch seid auch stolz auf das, was ihr als Klan geschafft habt."

Der Zwerg lächelt aufmunternd und verschränkt die Arme vor der Brust.

"Also, dann lasst uns nach Tiefenheim aufbrechen, wir haben auch einiges zu berichten. ich hoffe jedoch, dass ihr bald einige Häuser an der Oberfläche bezieht." spricht er weiter, als der kleine Trupp in die Tiefen der Höhlen vordringt.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 14.02.2019, 16:20:18
Lann lächelt verhalten während sie in die Tiefe hinabsteigen.

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"An der Oberfläche siedeln, meint ihr, Razgrim? Ich weiß nicht ob unser Volk dafür bereit ist.

Die letzten Alten, die sich an das Leben im Licht der Brennenden Mutter erinnern können sind vor Jahrzehnten gestorben, wisst ihr? Für unsereins ist es normal in diesen dunklen Höhlen zu hausen."



Lann macht eine Pause und scheint in Gedanken versunken. Erst gut hundert Schritte später äußerst er sich erneut.

"Aber vielleicht ist die Zeit gekommen etwas zu verändern, Razgrim. Mit euch auf unserer Seite scheint nichts unmöglich"

Eine Zeit lang folgen Otham und Razgrim dem Mischvolkmann durch die verschlungenen Pfade des Unterreichs. Razgrim hat keinerlei Probleme Lann zu folgen, doch Otham muss sich das eine oder andere Mal blind vorantasten, so spärlich ist der Pfad vor ihnen mit Fackeln erleuchtet.

An einer Weggabelung gebietet Lann den beiden Helden kurz zu warten und wenige Augenblicke später schiebt sich schnaufend und schmatzend ein riesiger Maulwurf durch den Tunnel. Das Monster ist sicherlich fünf Meter lang und füllt den gut zweieinhalb Meter durchmessenden Tunnel fast vollständig aus. Grabschaufel mit Krallen in der Größe von Schwertern scharren über den Boden und die nackte Schnauze des ansonsten pechschwarzen Ungetüms schnüffelt zitternd durch Luft. Ohne von der Gruppe Notiz zu nehmen, kriecht die Kreatur vorbei und verschwindet kurze Zeit später wieder in der Finsternis, aus der sie gekommen war.

Lann lacht als er Othams und Razgrims Gesicht sieht.

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"Tiefengräber. Sie sind so intelligent wie Hunde und stark wie zehn Ochsen. Harmlos, wenn man sie in Frieden lässt und auch wenn sie nie handzahm werden kann man sie dazu abrichten gewisse Arbeiten zu verrichten.
Mit ihrer Hilfe haben wir es geschafft einen Tunnel an die Oberfläche zu graben, um all unsere Soldaten auf einmal nach Kenabres zu bringen. Ihr könnt euch vorstellen wie die Dämonen geguckt haben als unter Ihnen plötzlich der Boden eingebrochen ist."


Lann lacht leise, als er die beiden Kreuzfahrer tiefer in den Untergrund führt, vorbei an leuchtenden Pilzflechten und durch muffige Tropfsteinhöhlen. Schließlich gelangen sie in eine unterirdische Kammer, die von kränklichem grünen Licht erhellt wird.

"Einer der Gründe warum ich um euer Kommen gebeten habe ist, weil ich euch jemanden vorstellen möchte. Während ihr in der Grauen Garnison gegen Vorlesh gekämpft habt haben wir uns bis zum Herz des Verteidigers durchgekämpft. Einer der unseren hat sich bei diesen Kämpfen besonders hervorgetan, ein... selbst nach unseren Maßstäben... eher ungewöhnlicher Charakter. Aber lasst euch nicht von seiner Erscheinung täuschen, seine Fähigkeiten sind beachtlich. So beachtlich, dass sie vielleicht sogar an die euren heranreichen, wenn mir dieser Vergleich gestattet ist."

Ein paar Schritte in die Kammer hinein liegt auf einmal ein nach Schwefel stinkender Nebel in der Luft und im Dämmerlicht zeichnen sich die Umrisse aller möglichen absonderlichen Apparaturen und Gerätschaften ab. In großen Glastanks blubbern vielfarbige Flüssigkeiten und elektrische Funken springen zwischen metallenen Spulen hin und her.
Lann wirkt sichtbar nervös, als er sich umsieht.

"Ragni? Bist du hier irgendwo? Ich habe den Besuch mitgebracht, wie besprochen. Würde es dir etwas ausmachen uns kurz hallo zu sagen?"

Einen Moment hört man nur das Surren, Knistern und Blubbern der Geräte und Instrumente des Labors, dann taucht plötzlich eine kleine, gebückte Gestalt auf die sogar noch einen Kopf kleiner als Otham ist.
Auf den ersten Blick könnte man Ragni für eine auf zwei Beinen gehende Ratte halten, deren dichtes, brau-graues Fell an einigen Stellen ausgefallen ist. Auch sein nackter Schwanz ist von Narben bedeckt und seinen Kopf ziert ein beulenartiger Auswuchs.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 14.02.2019, 17:10:29
Ragni kratzt sich kurz am Kopf und scheint tief in Gedanken versunken zu sein. "Jaja, ich komm ja schon." sagt er in einer sehr kratzigen Stimme. "Lasst uns draußen reden. Der Dampf hier drin ist glaube ich nicht gesund, zumindest fällt es mir seit einigen Minuten etwas schwer zu atmen, geschweige denn zu sprechen." Ragni hustet ein paar mal und während er versucht die Truppe nach draußen zu bugsieren, fällt ihm wieder auf, vor wem er da eigentlich steht. Ragni klopft sich schnell ein paar mal auf seine etwas zerätzte Kleidung, im vergeblichen Versuch sie salonfähig zu machen.
Reden fällt mir immer so schwer. Wie soll man dieser Ehre bloß gerecht werden mit den Helden von Kenabres zu reden. Dann fällt ihm wieder ein, dass die Rattenvölker, denen er ähnlich sieht und über die er vor ein paar Wochen gelesen hat, oft Probleme mit Zwergen haben. Er begibt sich zu Razgrim und versucht eine Mischung aus Handschlag und Verbeugung. Am Besten sage ich auf zwergisch etwas. Aber was?. Ich hab es, ich sage: Es ist eine Ehre, dass ihr mich anhört Herr Zwerg und ich hoffe ich kann euch gute Dienste erweisen, denn ich würde euch gerne mit meinen alchemistischen Fähigkeiten zur Seite stehen. Mensch hoffentlich bekomme ich die Zwergensprache noch ohne Fehler hin Und er sagt: "Za...ääh.. Zark Khadlan ez Trotlun herok so Tiak Zwerg, entrai Sok wurtak mikab nei ho Alkkemizt
während er das sagt vergisst er, dass er in einem Gespräch ist und geht ein paar Schritte auf einen der Glasbehälter und dreht an einem Messing-Rädchen und der Nebel wird sofort etwas lichter.
Entschuldigung, mir ist gerade aufgefallen, woher der ganze Nebel eigentlich kommt. Ich heiße euch in meinem bescheidenen Labor Willkommen und Danke euch für eure Zeit. Lann sagte mir, ich könne euch vielleicht behilflich werden und ich werde mein Bestes tun. Plötzlich fühlt sich Ragni wesentlich sicherer und sah der Gruppe nun direkt in die Augen, wobei er seine Brille so herunter zieht, dass sie ihm um den Hals hängt.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 14.02.2019, 18:43:56
So richtig daran gewöhnt hat sich Otham noch nicht, dass Andere inzwischen einen Helden in ihm sehen. Er selbst würde es wohl auch nicht tun, wenn da nicht die Vision der Götter gewesen wäre, die sie alle ereilt hatte; oder was auch immer das gewesen war. Trotzdem fühlt er sich nicht wie ein Held, auch wenn er nicht weiß wie ein Held sich zu fühlen hat.

"Wir waren nur dumm genug einfach in die Feste zu rennen und glücklich genug lebend wieder raus zu kommen Lann.", antwortet er Lann während er durch die dunklen Tunnel stolpert... wenig heldenhaft: "Und wären du und deine Mitstreiter nicht gewesen wären wir nur zu einem Berg Leichen zurück gekehrt. Jeder der an diesem Tag seine Waffe erhoben hat ist ein Held und das mit Recht."

Als Lann endlich stehen bleibt ist Otham froh, dass er den Weg hierher geschafft hat ohne sich etwas zu brechen. Jetzt erst kann er sich ungefähr vorstellen wie sich Meister Aravashnial gefühlt haben muss. Neugierig will er einen Schritt in das Labor machen, doch der Gestank hält ihn davon ab. So beäugt er vorsichtig aus der Ferne auf die Ratte, oder was dieses Wesen auch immer ist, die auf sie zukommt.

Mit einem Schmunzeln beobachtet wie sich Ragni vor Razgrim verbeugt. Otham kann sich nicht ganz helfen, es klingt ein wenig so als hätte sie auf dem Markt einen Esel erstanden, sowie sich Ragni ihnen vorstellt. Irgendwie ist die Situation für Otham zu komisch. Ein Lachen entfährt ihm.

"Behilflich sein wobei Lann?", fragt er grinsend: "Was wird das hier? Bekommen wir gerade einen Rattenbraumeister geschenkt?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 14.02.2019, 18:57:02
Der Zwerg gibt seinem Kommando Anweisungen Stellung zu beziehen und nickt den beiden Geschwistern zur Begrüßung zu.

"Gefeierter Kriegsheld?"

Baldark hält kurz inne, um zu rekapitulieren was seit dem Angriff auf Kenabres alles passiert ist.

"Vermutlich. Doch was bringen euch Ruhm und Ehre in dieser brennenden Welt. Nichts als die Bürde des Erlösers und die Last, diese nicht schultern zu können. Stellt mich auf kein Podest. Solange ihr ein Schwert halten könnt, solltet ihr auf eure Stärke vertrauen. Eure eigenen Hände tragen das Potenzial euer Leben, eure Geschwister, eure Stadt retten zu können. Vergesst das nicht, meine jungen Mitstreiter.

Die Streitkräfte Kenabres' sollten sich in dieser Zeit unter einem Banner vereinen. Euer Ritterorden sollte sich überlegen unter das Kommando der Adlerwacht oder der Götterklaue zu treten. Seit dem Tod Terendelev's scheint ihr eure Orientierung verloren zu haben. Struktur und Zusammenarbeit ist unsere stärkste Waffe gegen die Dämonen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 14.02.2019, 21:39:13
Rahel legt den Kopf schief und scheint über Baldarks Worte nachzudenken.


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"Ihr fändet es also gut wenn wir uns einem bestehenden Orden anschließen?" Hm, die Adlerwacht scheint aus fähigen und rechtschaffenen Männenr und Frauen zu bestehen und ich habe über ihre Kommandantin nur Gutes gehört. Wir dienen Kenabres am besten durch eine gütige Hand und beherzte Entschlossenheit.

Was meinst du, Cedric?"



Der junge Ritter schüttelt jedoch den Kopf.

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"Die Adlerwacht? Ich glaube der Orden der Götterklaue ist die Authorität die diese geschundene Stadt braucht. Hauptmann Irabeth scheint eine nette Frau zu sein, aber Paraliktor Astaroth ist ein wahrer Anführer.
In diesen Zeiten sollte man nicht vor Härte und Strenge zurückschrecken wenn es der Widerherstellung von Recht und Ordnung dient.
Wir kämpfen gegen Dämonen, Schwester. Nur ein scharfes Schwert vermag uns hier zu dienen.

Hab ich nicht Recht, Meister Baldark?"


Die beiden Kinder Terendelevs blicken Baldark unsicher an, so als ob sie eine Entscheidung von ihm erhoffen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 14.02.2019, 23:21:34
"Beide Institutionen kämpfen für diese Stadt, wenn auch jede auf ihre eigene Art."

Der Zwerg senkt kurz seinen Kopf und scheint nach den richtigen Worten zu suchen, bevor er entschlossen seinen Vortrag beginnt.

"Die Frage, die ihr euch stellen solltet, lautet: Warum tretet ihr den Dämonen entgegen?

Ist es zum Schutz der anderen? Wollt ihr die Hilflosen behüten und ein Bollwerk zwischen den Dämonen und unserer Menschlichkeit sein? In der Not Trost spenden und das strahlende Licht in der Finsternis sein, das die Schwachen führen kann. Ganz nach dem Leitbild Terendelev's.

Oder wollt ihr dem Grauen ein Ende setzen und diese Scheusale endgültig aus unserer Welt tilgen, koste es, was es wolle. Mit ihnen ist nicht zu verhandeln, sie verstehen nur eine Sprache, den Tod. Die Dämonen werden erst ruhen, wenn ihre leblosen Körper zu Boden sacken. Der Frieden kann erst nach dem Krieg kommen, wenn der letzte Tropfen Dämonenblut in der Erde versickert ist."


Baldark's Blick versteift sich auf Cedric.

"Greifst du zum Schild oder zum Schwert? Die Praktiken der Götterklaue sind mit den Überzeugungen Terendelev's nicht kompatibel, soviel sei dir verraten. Was aber nicht heißt, dass sie in diesen Zeiten nicht vielleicht notwendig sind.
Diese Entscheidung müsst ihr treffen. Ich kann euch nur die Gelegenheit bieten euch selbst ein Bild beider Seiten der Münze zu bilden. Ich werde noch heute mit Damian die Stahlkapelle aufsuchen und Paraliktor Astaroth unseren Dank aussprechen. Sie standen uns in der Stunde größter Not bei und haben mit zur Rettung aller Überlebenden beigetragen, was entsprechend honoriert werden sollte. Anschließend werden wir der Adlerwacht berichten. Ihr seid hiermit eingeladen uns bei beiden Treffen zu begleiten."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 15.02.2019, 10:26:51
Cedrik nickt entschlossen und neigt dann ergeben den Kopf.

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"Ein brillianter Vorschlag, Meister Baldark. Wenn Meister Damian und ihr persönlich bei Lord Astaroth vorsprechen und mich empfehlen könntet, wäre mein Dank grenzenlos. Lasst uns zur Stahlkapelle gehen, Rahel!

Der Mantel der Silbernen mag als Memento verbleiben, doch sollten wir uns bei einem Herren in Dienst stellen der mit diesen harten Zeiten umzugehen vermag. Komm Rahel, wir gehen mit Meister Baldark zu den Höllenrittern."


Cedrics Schwester jedoch zögert. Ihr ist anzusehen, dass ihr der Vorschlag ihres Bruders Unbehagen bereitet.

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"Ich... ich weiß nicht, Cedric. Die Höllenritter sind brutal und herzlos. Hat uns Mutter nicht Barmherzigkeit und Vergebung gelehrt? Wie können wir den Gemeinen ein Vorbild sein, wenn wir unsere Werte verraten?
Auch wir waren einst verlorene Kinder ohne Hoffnung. Die Höllenritter hätten uns nicht gerettet.

Nein, Cedric, wenn du diesen Weg gehen willst, musst du ihn allein gehen. Es tut mir Leid, aber ich werde mich nicht den Höllenrittern anschließen."

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 15.02.2019, 11:06:13
Angestrengt versucht Razgrim durch den dichten Nebel etwas zu erkennen. Seine dicken Augenbrauen heben sich gleichermaßen als er etwas erstaunt die kratzige Stimme aus den Schwaden vernimmt und kurz darauf einem rattenähnlichen Wesen zuordnen kann. Reflexartig verweilt seine Waffenhand auf dem Griff seines Streitkolbens, ehe er sich selbst dabei ertappt und sie, so ruhig es ihm möglich ist, wieder an seine Seite gleiten lässt.

Als das Wesen näher kommt und nun in seiner Gänze erkennbar wird, legt sich Razgrims Stirn in Falten und seine Vermutung bestätigt sich. Die Auswirkungen der Weltenwunde zeigen sich bei diesem Wesen deutlicher, als bei jedem anderen Mischvolkwesen, das Razgrim bisher kennengelernt hat. Es wirkt fast so, als wäre die Sprache und Intelligenz das einzige, was Ragni – so offenbar sein Name – von seiner monströsen tierischen Seite abhebt. Noch mehr überrascht ist er, als das Wesen plötzlich begann zwergisch zu sprechen, wenn auch mit starkem Akzent. Das Verständnis des Runenalphabets und die Interpretation der Symbolik ist für Nicht-Zwerge eine beeindruckende Leistung.

Für einen Moment verharrt sein Blick auf Ragni, dann streckt die Hand zum Gruße aus und lächelt.
"Gamut sanu yenet, Ragni."[1]

Auf Othams Worte hin, sieht er zu Lann hinüber und fügt hinzu.
"Nun, die Frage ist berechtigt, Lann. Ich bin mir sicher, Ragni entspricht euren Beschreibungen, doch wird uns unser Weg tief ins Herz der Weltenwunde führen. Ein Weg, wie er gefährlicher nicht sein könnte."

Wieder an Ragni gewandt. "Sagt mir, warum ihr den Wunsch habt, mit uns zu gehen?"
 1. Ich freue mich euch kennen zu lernen, Ragni.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 15.02.2019, 11:43:50
Ragni ergreift zaghaft die Hand von Razgrim und er versucht sich unter starker Konzentration noch einmal an einer zwergischen Antwort:"Et Erra ak un minazu, Razgrim"[1]
Ragni holt ein paar Fläschchen aus seiner Kleidung, trinkt 2 davon und mustert Otham und Razgrim kurz und schaut ob ihm etwas auffällt.[2] Anschließend dreht sich Ragni zu Otham und antwortet:"Hilfe?.... Ja Hilfe! Wer kann denn keine Hilfe gebrauchen? Also ich brauchte schon oft Hilfe in meinem Leben und ich wäre froh einen Alchemisten zu kennen, der mir helfen kann, aber ich kenne ja einen Alchemisten, das bin ich und deshalb bin ich froh immer Hilfe von einem Alchemisten haben zu können. Wenn ich nicht ich wäre, wäre ich froh einen Alchemisten zu kennen, der wie ich ist. Naja und diese Freude würde ich gerne mit allen teilen und ich meine nicht mehr nur noch unser Volk hier unten, sondern auch unser Volk oben. " Ragni deutet mit beiden Zeigefingern Richtung Decke.
Wieder zu Razgrim gewandt, versucht Ragni zu erklären: "Ich bin vielleicht nicht die imposanteste aller Ratten, welche hier unten wandeln, aber ich bin auf jeden Fall eine der mutigsten Ratten ...ääh ich meine Mischwesen."    Während Ragni das sagt, probiert er sich aus seiner gebückten Haltung etwas zu erheben und es knirscht ein wenig in seinem Kreuz, aber dadurch hat er das Gefühl mutiger zu wirken.
 1. Die Ehre ist ganz meinerseits, Razgrim
 2. Perc: 24
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 16.02.2019, 13:40:35
Damian schenkte den Bibliothekaren ein aufmunterndes Lächeln.

"Ihr werdet sie wieder zu alter Größe errichten, daran habe ich keine Zweifel. Schließlich lebt ja noch ein Risswächter in Kenabres."

Zu den Bücherregalen gehend, ergänzt er.

"Ja, ich hatte befürchtet, dass Eure Bibliothek nichts über Drezen erhält. Zumindest nichts mundanes, wie ihr es ausdrückt. Aber vielleicht findet sich ja hier etwas, dass uns in der Weltenwunde hilft. Wisst ihr, ich habe die Glocken läuten gehört, als die ersten Pferde am Horizont sichtbar waren. War dabei, als die ersten Überlebenden durch die Tore Kenabres kamen und vom Grauen berichteten, dass über Drezen hereingebrochen war. Habe als einer der ersten vom Sturm des Abyss gehört, der die Stadt in eine dunkle Wolke tauchte und ihre Bewohner in den
Wahnsinn trieb."


Damian schloss kurz die Augen, schüttelte die Bilder aber gleich wieder ab und drehte sich zurück zur Gruppe um den Elfen.

"Der Fall Drezens war einer der Auslöser für das Errichten der Wächtersteine. Wir hatten erkannt, wie sehr wir die Bedrohung unterschätzt hatten. Ein dauerhaftes Portal zum Abyss, der Einfluss, den diese Ebene auf unsere haben würde. Wir haben uns in Sicherheit gewogen. Doch die jüngsten Ereignisse haben uns schmerzlich bewiesen, dass wir nicht eher sicher sind als bis dieses Portal geschlossen ist. Was ich also suche, ist die Weltenwunde selbst."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 16.02.2019, 15:11:31
Aravashnial schüttelt den Kopf.

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"Die Weltenwunde ist schwer zu übersehen, wenn ihr nach Iz reist, könnt ihr praktisch direkt aus einer Haustür heraus in sie hineinfallen. Was ihr meint sind planare Verbindung zwisch unserer Welt und dämonischen.

Auch das ist weniger einfach zu erklären als ihr es euch denkt,"
seufzt der Elf.

"Wenn ihr nur nach Rissen in der materiellen Ebene sucht werdet ihr an vielen Stellen fündig werden. Euren Erzählungen nach war selbst in der Grauen Garnison noch vor wenigen Tagen das Gewebe dünn genug Portale in den Abgrund zu ermöglichen.

Doch ihr sucht den Ursprung, nicht wahr? Ihr sucht den Ort an dem Vorlesh die Saat des Chaos gepflanzt hat.
Ausnahmsweise kann ich euch hier eine klare Antwort geben. Der Usprung der Weltenwunde ist gut dokumentiert: Etwa fünfzig Meilen südwestlich von Iz, genau genommen an einem Ort der in der Sprache Alt-Sarkoris als "Schwelle" bezeichnet wurde.
Es handelt sich um ein jahrtausendaltes Bauwerk, genauer gesagt ein Turm, wenn man den alten Schriften vertraut. An ebendiesem Ort schloss Areelu Vorlesh, die Hexe der Weltenwunde, einst ihren Pakt mit dem Dämonenlord Deskari und von hier breitete sich auch die Weltenwund aus wie ein wucherndes Krebsgeschwür.

Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit diesem Thema, diese Informationen wurden vielfach überprüft. Unter Gelehrten ist dieses Geschichte auch kein Geheimnis. Doch bevor ich dieses gefährliche Leuchten in euren Augen sehe, ein Wort der Warnung:

Der Turm den man Schwelle nannte ist von der Weltenwunde verschluckt worden. Selbst wenn ihr dorthin gelangen könnten, ins Herz der Weltenwunde, hunderte von Metern in der Tiefe, vorbei an Iz mit seinem schrecklichen Herren, vorbei an Vorlesh und all ihren Dienern - was wollt ihr tun? Den Riss mit euren bloßen Händen schließen?
Wenn es so einfach wäre hätte Galfrey schon längst eine Armee ausgehoben und die Weltenwunde geschlossen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 16.02.2019, 18:09:57
Damian geht zu Aravashnial zurück und hebt unterstreichend einen Finger.

"Aber genau das ist doch der springende Punkt: wie lässt sich das Portal wieder schließen? Derart mächtige Magie ist mir fremd, aber allein aus der Geschichte Golarions her, ist die Weltenwunde einzigartig. Vergleicht sie mit der Grube von Gormuz, aus der sich die Herolde Rovagugs erheben. Dem Zerstörer selbst ist es durch das Werk der Götter nicht möglich, die materielle Ebene zu betreten und wenn ihr zurückdenkt, auch die Wächtersteine sind durch den Abgesandten Iomedaes erschaffen worden, sie selbst ist nicht in Golarion erschienen.

Von welcher Art Portal sprechen wir also im Fall der Weltenwunde? Wir wissen, dass der Sturmkönig, als mächtiger Balor in voller physischer Form in dieser Ebene wandelt, aber würde das Portal auch Deskari selbst erlauben, über Golarion her zu fallen? Würde das ein Eingreifen der Himmlischen Heerscharen nach sich ziehen? Oder Asmodeus teuflischer Legion? Handelt es sich um eine direkte Pforte zum Abyss, der beide Ebenen verbindet? Müsste die materielle Ebene dann nicht auf den Abyss abfärben und seinen Einfluss schwächen? Oder wird die materielle Ebene um die Weltenwunde zum Abyss?

Ich erhoffe mir Antworten auf diese Fragen, denn so wie die Wunde geöffnet wurde, muss es auch einen Weg geben, sie wieder zu schließen und ich werde nicht eher ruhen, als bis ich nicht einen Weg gefunden habe, dies zu tun."


Damian hebt abwehrend seine Hände und lächelt dann.

"Ich sehe das Entsetzen in Euren Augen und nein, ich habe nicht meinen Verstand verloren. Vielleicht gibt es andere Wege, als direkt nach Iz zu stürmen, um das Portal zu schließen. Sarkoris war seit eh und je ein Ort, der eine starke Anziehung auf Deskaris Anhänger ausübte, denkt an die Taten Arodens, doch dies ist einzigartig für ganz Golarion, weswegen es einen Grund dafür geben muss."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 16.02.2019, 21:46:12
Aravashnial und Damian diskutieren eine Zeit lang die unergründlichen Mysterien des Abgrunds und der Weltenwunde, bis Damian sich einfällt das er sich mit Baldark treffen wollte und überhastet aufbricht.

Kaum hat er das Librarium verlassen, trifft er schon auf Shiva, Baldarks mehr oder weniger zahmen Säbelzahntiger der ihn ohne Umschweife zu dem Zwerg führt.
Cedric und Rahel scheinen zu streiten und wie es scheint ist Baldark zwar nicht der Grund aber der Auslöser ihrer Auseinandersetzung.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 17.02.2019, 09:18:23
Damian hebt von Weitem die Hand zum Gruß, als er sich der Gruppe nähert.

"Rahel! Cedric! Schön, die Ritter der Silbernen hier draußen zu treffen. Die Stadt braucht Eure Fähigkeiten. Begleitet ihr Baldark auf seinen Streifzügen?"

Auch wenn es offensichtlich ist, dass Rahel und Cedric sich streiten, will Damian zuerst unbefangen an die Situation herantreten. Sein Blick ruht dabei auf Baldark. Seine Sorgen um den Zwerg waren nur in den Hintergrund getreten, ob er neuen Aufgaben, denen sie sich verschrieben hatten. Doch der schwarze Bogen in seinen Händen zeugt mehr als deutlich von der Wut, die Baldark von innen zerfrisst. Damian ist sich sicher, dass Baldark das einzig lebende Wesen in Kenabres ist, das die Dämonen mehr hasst als fürchtet. Damian ist sich aber auch ebenso sicher, dass Baldark den eigenen Tod mit Gleichmut hinnehmen würde, um seinen Hass gestillt zu sehen. Ein Leben am Abgrund und nah den dunklen Pfaden der Götter.

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 18.02.2019, 02:26:48
"Hat euch Shiva also endlich gefunden."

Dankend legt der Zwerg der Katze seine Hand auf die Stirn und fährt ihr anschließend durch die Mähne, um sie am Kinn zu kraulen.

"Ich habe die beiden eher zufällig getroffen und dadurch nur noch mehr realisiert wie unorganisiert die Streitkräfte Kenabres' agieren. Ich schlug ihnen vor, sich einer der großen Fraktionen anzuschließen, so wie es auch das Mischvolk getan hat. Die Ritter der Silbernen sollten nicht planlos durch diese Straßen wandeln, sie haben ihr strahlendes Licht verloren und brauchen eine neue Führung.
Man sollte meinen Terendelev's Kinder würden die Ideologien der Adlerwacht teilen, doch seit wir sie stoppen mussten einen ihresgleichen zu opfern, zweifle ich ein wenig an deren Skrupel.
Ich schlug ihnen vor mit uns zu kommen, sowohl beim Besuch der Götterklaue als auch bei der anschließenden Versammlung der Adlerwacht. Sollen sie selber ihren Weg wählen.
Wie ich befürchtet habe ist vor allem das Geschwisterpaar äußerst zwiegespalten. Ich würde sagen lass den Orden diskutieren, nachdem sie den Veranstaltungen beigewohnt haben."


Baldark mustert Damian und legt dabei den Kopf schräg. Seine Augen verengen sich und sein Blick blitzt seinem Gegenüber aus kleinen Schlitzen entgegen.

"Ich weiß, dass euch die Götterklaue im Hinblick auf Kenabres ein Dorn im Auge ist. Bei unserem letzten Treffen mit ihnen konnte ich eure Anspannung deutlich spüren. Warum habt ihr vorgeschlagen ihnen zu danken und gleichzeitig eingewilligt diese Aufgabe eigenständig zu übernehmen? Habt ihr vor ihnen noch ein Anliegen vorzutragen oder wolltet ihr nur verhindern, dass ich alleine gehe?
Ich warne euch jetzt schon mal vor. Ich werde um die Kooperation der Götterklaue bitten. Sei es um Kenabres militärisch zu organisieren oder um Wissen für das Vordringen in die Weltenwunde. Wir sollten nicht wählerisch in dieser Hinsicht sein, dafür steht zu viel auf dem Spiel."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 18.02.2019, 21:14:18
Während Otham, Ragni und Razgrim einander noch beschnuppern senkt Lann den Kopf. Sein Stimme klingt mit einem Mal belegt und man merkt ihm deutlich an wie schwer es ihm fällt nun weiter zu sprechen.

(http://i60.tinypic.com/2m2tkd0.jpg)
"Es gibt noch einen Grund warum ich euch hierher gerufen habe.

Häuptling Sull ist... er wurde im Kampf um Kenabres verwundet und obgleich es zuerst so aussah als würde er  durchkommen ist er gestern Nacht seinen Verletzungen erlegen. Er scheint... erscheint mit Gift in Berührung gekommen zu sein, entweder von einer Waffe oder direkt durch einen Dämon, wir wissen es nicht.

Ich weiß das er sich die Schuld für unser spätes Eingreifen gegeben hat, daher möchte ich darum bitten das ihr ihm die letzte Ehre erweist, bevor wir seinen Körper einäschern und den Ahnen übergeben.

Es..."
Lann schluckt hörbar.

"Es würde uns allen viel bedeuten."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 19.02.2019, 14:05:33
Razgrim lacht in seinen Bart und dreht eine der vielen goldenen Perlen nachdenklich zwischen Daumen und Zeigefinger. "Nun, wenn es das ist, was ihr wirklich wollt, werde ich euch nicht davon abhalten. Doch ich spreche nicht für alle."
Eine Augenbraue nach oben gezogen, hält er kurz inne und wartet eine Reaktion ab. "Was haltet ihr von einem gemeinsamen Treffen im Herz des Verteidigers. Mit einem guten Bier lässt es sich leichter reden. In nächster Zeit werden wir darauf wahrscheinlich verzichten müssen." Razgrim klopft dem rattenähnlichen Mischwesen vorsichtig auf die Schulter.

Als Lann den zweiten Grund ihres Treffens offenbart, senkt der Zwerg leicht den Kopf. Er kannte den Häuptling nicht sehr gut und bei ihrer ersten Begegnung hatte er ihn insgeheim einen feigen und eitlen Volltrottel genannt, als er seine Hilfe verweigerte. Doch hatte er sich in dem dicken deformierten Herrscher unter dem Berg getäuscht, denn als es darauf ankam, stand er ihnen zur Seite. Razgrim kann ihm sein einstiges Zögern nicht mehr für Übel nehmen, seine Zurückhaltung galt nur dem Schutz seines Volkes. Umso mehr Respekt zollt er ihm, als er diese Zweifel ignorierte, um denen zur Hilfe zu eilen, dessen Ahnen sie einst in die Tiefen verbannten.

Langsam macht er ein paar Schritte auf den jungen Mischvolkmann zu.
"Ich teile euren Schmerz, Lann. Zu viele gute Männer mussten in diesen Tagen ihr Leben lassen." Für einen Moment taucht das Abbild von Morain vor Razgrims Augen auf und Melancholie streifte sich über sein Gemüt. Er atmet tief aus, ehe er fortfährt.

"Er war ein fähiger Häuptling und ein tapferer Krieger. Niemand soll und wird etwas anderes behaupten. Seine einzige Sorge galt eurem Volk und nie sich selbst. Natürlich werde ich ihm die letzte Ehre erweisen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 20.02.2019, 14:21:42
"Jeder trifft in seinem Leben dumme Entscheidungen, ...", antwortet Otham aufs Lanns Frage ob sie zur Bestattung von Häuptling Sul kommen würden.
"Otham!" - schalte es plötzlich aus seinem Schwertgurt, bevor Razgrim wahrscheinlich genau der gleiche Einwänd gekommen wäre.

"Verdammt kann man noch nicht mal ausreden Yaniel. Warst du früher auch so? Bei Thorim haarigen... ... ... Oberarmen. Jeder trifft in seinem Leben dumme Entscheidungen, leider erkennt man es oft nur im Rückblick. Die Entscheidung an die Oberfläche zu kommen hätte auch für jeden von euch den Tod bedeuten können.
Natürlich hätten wir uns ein schnelleres Eingreifen erwünscht, aber Desna weiß ob es irgendetwas geholfen hätte. Und was ich vorher sagte stimmt immernoch: jeder der an dem Tag zur Waffe griff war ein Held. Ich komme gerne, soviel schulden wir euch und Häuptling Sul."


Sein Blick gleitet wieder zu der Ratte mit dem Namen Ragni: "Hat dir Lann gesagt, wie die Begrüßung an der Oberfläche aussehen wird? Überleg es dir gut, du wirst dort kein großes Vertrauen finden, unabhängig deiner Taten. Ich bewundere jeden, der sich dem bewusst aussetzt weil es richtig ist.
Und was soll ich sagen, wenn es um eine imposante Erscheinung geht."
- "Das stimmt wohl.", töhnte Yaniel. Auch wenn es wahrscheinlich Otham nicht aufgefallen ist, stimmt es bei weitem nicht mehr. Obwohl es noch nicht lange her ist beginnen sich bereits Legenden zu formen und kaum jemand begegnet ihm nicht mit Respekt und teilweise sogar Ehrfurcht; wer konnte schon von sich sagen die Götter gesehen zu haben.

"Aber wenn du dir der Konsequenzen bewusst bist, inklusive eines wahrscheinlich frühen Todes, begleite uns gerne oh du oberster Alchemist der Ratten.", wobei Otham bei dem Titel breit grinste.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 20.02.2019, 17:49:36
"Nun, wenn ihr den Schritt an die Oberfläche wagt, dann werdet ihr die misstrauischen Blicke der Menschen ertragen müssen, so viel steht fest. Viele von ihnen haben zu viel mitgemacht, als dass sie euer Äußeres gänzlich ignorieren könnten. Das heißt jedoch nicht, dass sie ihre Meinung nicht ändern können." wirft der Zwerg ein.

An Lann gewandt, fährt er fort.
"Lann, ich glaube nicht nur wir, sondern auch Hauptmann Tirabeth und einige Andere würden zu Häuptling Sul's Bestattung kommen. Kommt mit an die Oberfläche, Junge. Ich möchte dass ihr fortan den Sitzungen des Rats beiwohnt. Ihr seid ein kluger Kopf und wärt eine Bereicherung für uns! Außerdem seit neuestem auch ein Teil der Stadt. Wir brauchen einen Vertreter eures Stammes in oberen Reihen."

"Außerdem gibt es viel zu besprechen, sobald Königin Galfrey mit ihrer Heerschar hier eintrifft." Razgrim weiß nicht, wie der Mischvolkmann auf diese Neuigkeit reagiert und so wartet er einen Moment, um die Information sacken zu lassen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 20.02.2019, 18:45:06
Bei Razgrims letzten Worten reißt Lann die Augen und rauft sich dann die Haare.

(http://i60.tinypic.com/2m2tkd0.jpg)
"Königin Galfrey kommt nach Kenabres? Oh nein, oh nein, oh nein! Was sollen wir denn tun? Wir müssen unbedingt alle Truppen abziehen!
Wir können unmöglich der Königin unter die Augen treten! Sie ist die treueste Dienerin der Erbin! Unmöglich das wir mit unserer deformierten Erscheinung ihren Glanz verunreinigen.

Wir können nur beten das sie sich gütig zeigt und uns weiterhin unter der Stadt wohnen lässt. Wir zahlen ja nichtmal Tribut an die Krone! Ragni, was auch immer ihr tut, zeigt euch nicht vor unserer Königin! Ich bin sicher wie würden ihren Namen in den Schmutz ziehen, sollte unsere Existenz ans Licht kommen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 21.02.2019, 14:33:48
Seit der Nebel sich etwas aufgelöst hatte, wurde das Brennen in der Kehle von Ragni deutlich gelindert und seine Stimme kehrte langsam zu ihrem alten Ton zurück. " Endlich hört sich meine Stimme nicht mehr, wie die Verbindung einer verschnupften Krähe mit einem quietschenden Wagenrad an. Mit meiner Statur sehe ich wohl für die werten Herren so aus, als wäre ich der Aufgabe nicht gewachsen. Wollen wir mal sehen, ob ich sie von meinen Fähigkeiten überzeugen kann. Moment...was war das? Dieser Geruch. Habe ich den Olfakterator angelassen? Verdammt damit sind 5 Monate Arbeit dahin.
Ragni zuckt zusammen bei diesem Gedanken, was fast im gleichen Moment geschieht, in welchem der Zwerg seine Hand auf die Schulter von Ragni legt.
"Ein Bier ist genau das, was meine müde Stimme gebrauchen könnte. Ich würde dich gerne mal einladen, werter Razgrim. Ich braue ein vorzügliches zwergisches Bier, so denke ich zumindest und ich habe nur mehrere Monate Übung und eine wirklich starke Magenverstimmung gebraucht, bis ich es geschafft habe das Rezept aus einem lang verlorenen Buch voll zwergischer Runen zu entziffern. Meine Geschmacksnerven sind zwar deshalb ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, aber ein Zwerg könnte der Kritiker sein, den meine Braukunst braucht."  Die kleine Ratte errinnert sich plötzlich, dass es um wichtigeres geht, als das Brauen von feinsten zwergischen Getränken.
Nun ich habe das Gefühl ihr nehmt mich nicht besonders ernst werte Mitstreiter im Kampf gegen die Mächte der unwissenden Finsternis. Dann lasst mich doch bitte eine kleine Frage an euch richten. Wisst ihr, was man macht wenn eine düstere Gestalt das Opus Magnum missbraucht, um das innere eurer Schädel in eine Leere um zu wandeln ? Nein? Oder wisst ihr wie viel Schaden ein Sulfur-Ingesium Gemisch in einer Stadt anrichten kann und wie man dem entgeht? Denn unser aller Feind wird das wissen. Alchemie ist mehr als das bloße brauen von Tränken oder das reine aneinander ketten von Atomos-Teilchen. Man kann mit ihr erschaffen oder zerstören und da wo die so hassenswerten Gestalten zerstören, da bin ich zum erschaffen und reparieren. Besser gesagt da will ich sein. Ich bin mir der Abscheu der Bürger an der Oberfläche sehr wohl bewusst, aber ich bitte euch inständig meine Deinste anzunehmen. Mein Leben liegt in meiner Hand und ihr werdet nicht zurück gehalten durch mich, aber wenn ich helfen kann, werde ich helfen und wenn die Söhne des Perversion meine geliebte Wissenschaft für das Böse einsetzen, werde ich sie einsetzen um das Böse explodieren zu lassen. Sein ganzer Körper spannt sich bei dem Gedanken, die Alchemie für Böses zu missbrauchen, so sehr an, dass man Angst haben könnte, dass seine kleinen Glieder von seinem Körper abfallen. Ragni ist nun voller Tatendrang und ist viel lebendiger und freudig erregt über die Möglichkeit in fremden Gebieten seine Fähigkeiten zu vergrößern. Dabei übersieht er wie immer etwas. Seine Freude erscheint ihm plötzlich sehr unangebracht bei dem Gespräch über das Dahinscheiden von Häuptling Sull.

Bei der Erwähnung der Königin fehlt plötzlich jedes Verständnis für die Bitte von Lann. "Lann, ich werde mich zurückhalten, wenn ihr es so mögt, aber ich finde es unangebracht uns zu verstecken. Die Möglichkeiten, die sich unseren noch so unwissenden Geistern an der Oberfläche bieten, sollten wir nicht wegen irgendwelchen Sitten verschenken. "
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 21.02.2019, 15:49:46
"Warum sollten wir dich nicht ernst nehmen? Und natürlich habe ich keine Ahnung was ein Opus Magidingsbum ist.", fragt Otham etwas verwirrt, er hat mit keinem Wort so etwas angedeutet: "Es ist mir nur wichtig, dass du dir der Konsequenzen deiner Entscheidungen bewusst bist."

Er dreht sich wieder in Richtung von Lann: "Warum sollte ich es mehr wagen der Königin gegenüber zu treten als du? Ein jeder von uns hat seinen Teil dazu beigetragen, dass Mendev noch ihr Königreich ist. Wir alle haben bezahlt mit Schweiß und mit Blut, es gibt keinen Grund diese Opfer einfach zu vergessen und sich in den Gängen hier zu verstecken. Sie wird so oder so wissen, dass ihr da seid und wahrscheinlich wird sie euch dankbarer sein als du es dir vorstellen kannst.

Sagt Lann wer wird Häuptling Sull nachfolgen?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 21.02.2019, 16:18:41
"Es tut mir Leid Herr Halbling. Ich kenne mich mit Halblingen nicht wirklich aus und habe mich dir bisher nicht gebührend vorgestellt, weil ich eure Gepflogenheiten nicht kenne." Er will Othams rechte Hand mit seiner linken schütteln. "Außerdem bin ich außerordentlich schlecht im deuten von Gesagtem und die Intentionen dahinter bleiben mir oft verborgen, so wie dem Maulwurf der Himmel meistens verborgen bleibt. Ich habe deinen Titel, der oberste Alchemist der Ratten zu sein, wohl etwas zu ernst genommen, aber das ist eigentlich sehr witzig, weil Ratten ja gar keine Alchemisten haben und es so gar keinen obersten Alchemisten von normalen Ratten geben kann. Witze sind schon eine faszinierende Sache." Ragni versucht sich an einem Lächeln, doch er gibt nur unbeholfen den Blick auf seine großen Schneidezähne frei.

Interessiert an der Antwort auf Othams Frage schaut Ragni Lann an. Bisher hatte er zu wenig Interesse an Gerüchten und Gerede, um den Führungswechsel zu verfolgen, aber so langsam sollte er sich auch mal erkundigen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 21.02.2019, 17:05:22
Otham schaut Ragni weiterhin etwas verwirrt an als er umständlich versucht ihm die Hand zu geben: Ähem, mit Halblingen auskennen? Du meinst du kennst nicht viele? Tu einfach so als wäre ich ein Zwerg. Aber bitte sprich mit mir nicht in ihrer Sprache...

Nichts für ungut Razgrim, aber es klingt als würden die Zähne mit der Zunge und dem Rachen einen Kampf auf Leben und Tod führen."


Irgendwie ist diese Ratte merkwürdig; selbst wenn man bedenkt, dass die Kinder des ersten Kreuzzuges nicht viel Kontakt zu "Oberweltlern" haben.

"Ein guter Hinweis auf einen Witz ist es wenn jemand dabei breit grinst. Damit meine ich die Mundwinkel nach oben zieht und seine Augen etwas schmaler werden, manchmal kommt auch ein stoßweise gehender Atem dazu.", erklärt er Ragni, wobei seine Stimme normal klingt, aber er selbst sonst alle Kennzeichen dieses Lachens zeigt.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 22.02.2019, 07:49:59
Damian neigt den Kopf und zieht die Stirn in Falten als er den Worten des Zwergen lauscht. Dann blickt er zu Cedric und Rahel auf. Er hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet Baldark der erste sein würde, der sich aktiv in das Geschehen der Stadt einmischt und die lose verbundenen Streitkräfte zu Truppen formt.

"Keineswegs, Baldark, da bin ich ganz bei Euch. In Zeiten wie diesen können wir jedes Schwert an unserer Seite gebrauchen, das gilt selbst für die Höllenritter, auch wenn ich ihre Grundsätze in der Tat ablehne."

Im Grunde ist Damian froh, dass Baldark seine Überzeugungen durch diese verbale Herausforderung zur Disposition stellt. Anscheinend ist auch er selbst noch auf der Suche. Dies sollte jedoch zu einem anderen Zeitpunkt erörtert werde.

Sich an Rahel und Cedric wendend, fügt er hinzu.

"Nun, Euch beiden steht vollkommen frei, Euer Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wenn es nur Terendelev war, die Euch an Euren Orden gebunden hat, dann ist es vielleicht an der Zeit, neue Wege zu gehen. Die Ideale der Großen Silbernen verlangen viel und ich bin mir dieser Bürde durchaus bewusst. Sie war die mächtigste Wächterin, die Kenabres hatte. Sie hat ihr Leben für mich gegeben. Ohne mich zu kennen und ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, ob es dieses Opfer wert ist.

Terendelev war einzigartig in Kenabres und nicht, weil sie ein Drache war. Sie machte keinen Unterschied zwischen mir, Razgrim, Otham, Baldark oder Yadrix. Für sie waren wir einfach nur da und bedurften ihrem Schutz. Vergleicht das mit den anderen Wächtern dieser Stadt. Dem Großinquisitor Hulrun Shapokk. Als Hexer hätte Yadrix eher mit einer Befragung als mit einem selbstlosen Opfer rechnen können. Ich habe gesehen, zu was die Inquisitoren im Stande sind.

Die Adlerwacht? Ich bewundere Kommandant Tirabade, aber die Adlerwacht wurde gegründet, um Korruption aufzudecken. Ein nobles Ziel, aber sie unterscheiden sich von der Inquisition nur durch ihre Methoden. Wir brauchen sie, um Verräter wie Vhane zu enttarnen, aber Kenabres bedarf mehr, um am Abgrund zu bestehen. Krieger wie Baldark, die den Kampf mit den Dämonen selbst aufnehmen.

Die Höllenritter teilen seinen Hass. Bekämpfen Feuer mit Feuer. Ihnen geht es nicht um Schutz, Milde oder Vergebung. Ihr Urteil ist eisern. Ob sie das Tiefenvolk akzeptieren? Über ihr dämonisches Erbe hinwegsehen? Ich bezweifle es und das ist der eigentliche Grund, warum ich mit Paraliktor Astorath zu sprechen gedenke, Baldark. Ihnen geht es einzig und allein um die Vernichtung alles dämonischen und sie kennen darin keine Unterscheidung zwischen Freund und Feind.

Wenn ihr mich fragt, Ritter der Silbernen, dann ist Euer Orden der ehrenwerteste Orden der Stadt. Ich selbst würde mich gerne in Euren Reihen sehen und versuche mein Möglichstes, das Erbe Terendelevs in Ehren zu halten."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 22.02.2019, 10:42:23
"Nein, ich bin durch meine Experimente oft gezwungen in Kategorien zu denken, da sich alle Stoffe einer Kategorie gleich verhalten. Zum Beispiel verhält sich Schwarzpulver mit Feuer immer gleich. Dieses Denken überträgt sich manchmal auf mein normales alltägliches Leben, sofern ich eins besitze. Ich meinte also wirklich mit Halblingen auskennen, aber mir scheint ich habe da einen Denkfehler gemacht. Nun da ich dich wie den werten Herren Razgrim behandeln soll, lade ich dich gerne auch ein, mein selbst Gebrautes zu probieren und vielleicht kannst du mir noch mehr über den Humor beibringen."
Ragni ist mit dieser Antwort nicht zufrieden. Das letzte mal hat er so viel geredet, als er die Beisetzung von Remigius regeln musste. Danach konnte er die meisten Gespräche in und um den Kampf mit einem Nicken oder Schütteln seines Kopfes führen.
 Doch diese langen Gespräche wird Ragni in Zukunft öfter führen müssen und dann ist das hier das perfekte Experiment, um seine neu erlesenen Verhaltensweisen zu üben.
Es liegt wohl an dem langsamen Ermüden seiner sozialen Fähigkeiten, aber die Mimik von Otham führte bei Ragni zu einer sehr großen Verwirrung.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 22.02.2019, 16:31:48
"Es freut mich zu hören, dass ihr einseht, dass Kenabres die Hilfe der Götterklaue durchaus benötigt. So können wir immerhin zusammen an einem Strang ziehen, um auch Astaroth davon zu überzeugen."

Baldark hält kurz inne und raunt nachdenklich in seinen Bart.

"Ich schätze auch wir sollten uns besser absprechen. Das Mischvolk... Also doch ein anderes Anliegen. Es könnte in der Tat ein Problem werden. Ich muss gestehen, dass auch ich an ihnen gezweifelt habe und immer noch mit Sorge auf sie blicke. Der Abyss hat sich sichtlich in sie hineingefressen. Sie wurden zwar nicht als Dämonen geboren, doch tragen sie ihr Mal. Selbst Vorslesh war einst ein Mensch. Trotzdem würde ich nicht mit der Wimper zucken ihr eigenhändig das Herz aus ihrem abartigen Körper zu schneiden.

Wo ist also die Linie zwischen Unseresgleichen, die noch aus eigener Willenskraft ihre Handlungen bestimmen können und denen, die hoffnungslos vom Wahnsinn des Abgrunds verschluckt wurden? Beim Anblick des Tiefenvolks bin ich ratlos.
Sie kämpften eisern Seite an Seite mit uns gegen die Dämonenschar, keine Frage und dafür gebührt ihnen Respekt. Umso tragischer ist ihr Schicksal, dass sie den Keim des Abyss in sich tragen. Wir wissen nicht und es erscheint mir äußerst unwahrscheinlich, ob einzig und allein ihr Äußeres korrumpiert wurde. Stagniert ihre Transformation oder ist ihr Zustand labil? Ich schätze nicht mal sie selbst wissen das so genau. Es wäre töricht nicht ein beobachtendes Auge auf sie zu richten.

Doch jemanden auf Grund eines Verdachts zu richten. Sie aufzugeben ohne sie kämpfen zu lassen. Ihnen ihr Recht auf Vergeltung zu verwehren. Ist schlicht nicht rechtens.

Dies ist meine Meinung dazu, Damian. Und ich fürchte die Götterklaue wird es anders sehen, doch ich schätze euch muss ich dies nicht erklären. Habt ihr einen Plan, um sie vom Gegenteil zu überzeugen?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 23.02.2019, 11:57:50
Damian schaut nach Süden. Es sind immer noch nicht alle Feuer erloschen und dort, wo Damian das Südtor vermutet, qualmt nur schwarzer Ruß in den Himmel.

"Sobald die Königin mit ihrer Armee hier ist, wird Astorath keine Wahl haben."

Sich wieder Baldark zuwendend, ergänzt er.

"Aber zunächst will ich ihm meinen Dank aussprechen und sehen, wie es seinem Orden ergangen ist. Vielleicht können auch sie Hilfe gebrauchen. Brechen wir auf?"

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 24.02.2019, 16:39:27
Lann führt Razgrim, Ragni und Otham aus der Kammer des Alchemisten hinaus zurück in das Labyrinth der Tunnel. Nach etlichen Minuten die die Gruppe mehr oder weniger schweigend durch die spärlich erhellten Korridor zieht, erreichen sie den Eingang einer großen Tropfsteinhöhle.

Eine große Gruppe des Mischvolks erwartet sie schweigend und mit gesenktem Haupt. In der Mitte der Höhle liegt auf einem kunstvoll geschischteten Holzpodest der leblose Körper von Häuptling Sull. Der Leichnam ist in ein schlichtes, weißes Gewand gekleidet.

Aus der Gruppe der Wartenden tritt Skerla, die vormals rechte Hand des gefallenen Häuptlings hervor um den Neuankömmlingen ihren Respekt zu erweisen.

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"Seid gegrüßt, Helden. Wir alle wissen es sehr zu schätzen das ihr unserem Häuptling die letzte Ehre erweisen wollt.
Mag es in der Vergangenheit auch zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sein, sollt ihr wissen, dass wir euch heute als Freunde willkommen heißen."






Unterdessen befinden sich Baldark, Damian, Cedric und Rahel vor den Toren der Stahlkapelle, wo sie von einem schwer gepanzerten Höllenritter ins Innere des Gebäudes gebeten werden.
Paraliktor Astorath kommt in diesmal persönlich entgegen, anstatt die Helden in seinem Thron zu empfangen.

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"Die Helden Kenabres kehren zu uns zurück. Es geziehmt sich das ich euch im Namen des Ordens der Götterklaue meinen Dank ausspreche. Ohne euren Einsatz wäre Kenabres endgültig zerstört worden.
Nun, da der Sturm vorrüber gezogen ist, sind wir darum bemüht die Ordnung wiederherzustellen, eure Bemühungen und auch die der Adlerwacht werden wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Ich stelle fest das ihr euer Gefolge mitgebracht habt. Was bezweckt ihr damit? Wollt ihr, dass wir uns dieser jungen Seelen annehmen? Oder führt euch ein anderer Grund hier in unsere heilige Halle?

Sprecht frei doch wisset, dass meine Zeit nicht grenzenlos ist. Meine Entscheidung wird für eine Vielzahl wichtiger Anliegen benötigt. Ein Aufschub meiner Pflichten bedarf triftiger Gründe."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 25.02.2019, 04:40:07
Damian neigt zum Gruß den Kopf und folgt dann Astorath tiefer hinein in die Stahlkapelle. Ihm war nicht wohl dabei, dass Rahel und Cedric sie begleiteten, aber er wollte Cedric seinen Wunsch auch nicht verweigern. Wenn es ihn nach dem Gespräch mit dem Paraliktor immer noch zum Orden zog, würde Damian ihn wohl schweren Herzens ziehen lassen.

"Danke für Eure Zeit, Paraliktor. Wir sind vor allem hier, um Euch über die Ankunft der Königin zu informieren. Unseren Spähern zufolge, ist ihre Armee keine Tagesreise mehr von Kenabres entfernt."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 25.02.2019, 13:41:10
So eine große Menschenmenge lässt es der humanoiden Ratte kalt den Rücken runter laufen. Er unterdrückt den starken Impuls sich auf alle Viere zu begeben, um etwas besser versteckt zu sein und bemerkt nicht, dass Skerla ihn wie üblich ignoriert mit ihrer Begrüßung.
Ragni geht ein paar Schritte auf Skerla zu und sagt in einem für ihn leisen Ton: "Wie lange wird das hier wohl gehen. Ich habe noch ein paar Dinge zu packen." Und dabei denkt er: Ja der arme Sull, zumindest waren wir Verwandte im Aussehen, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren.
Irgendwas hatte Ragni gerade verwechselt, aber seine Gedanken waren schon wieder geflutet mit dem Ärger über die verlorene Arbeit, die durch an Anlassen des Olfakterators verpufft ist.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 25.02.2019, 14:49:14
Der Paraliktor lässt sich nicht anmerken ob ihn die Ankündigung der bevorstehenden Ankunft von Mendevs Regentin überrascht und antwortet im selben reservierten Ton wie zuvor.

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"Galfrey persönlich, hm? Nun, es war abzusehen, dass der Krone nach diesem Zwischenfall daran gelegen ist ihren Einfluss in dieser angeschlagenen Region wieder zu festigen.
Das die Königin sich selbst zeigt ist allerdings ungewöhnlich.

Königin Galfrey..."
, murmelt der Paraliktor und lässt den Blick nach oben in die Kuppeldecke der Kapelle schweifen.

"Ich bin sicher Ihr habt schon das eine oder andere Gerücht um Mendevs Herrscherin gehört. Das sie unsterblich ist, beispielsweise? Oder das sie zu jeder Zeit eine schwere Rüstung trägt, sich darin aber bewegt als wäre es ein Kleid aus Seide?
Einige sagen ihre Hoheit ist der Grund warum dieser Krieg schon so lange währt. Das die Königin verhindert das Nerosyan seine geballte militärische Macht in einen Angriff auf Iz konzentriert, die Truppen des Sturmkönigs zerschmettert und die Weltenwunde schließt.
Fragt Ihr euch nicht auch gelegentlich warum wir bereits über 100 Jahre kämpfen? Warum es in all dieser Zeit keiner Seite gelang die Oberhand zu gewinnen?
Auf beiden Seiten haben mächtige Damen das Szepter in der Hand - auf der einen Seite Königin Galfrey, auf der anderen Areelu Vorlesh.
Dies ist zumindest ein bemerkenswerter Zufall."


Rahel schnappt hörbar nach Luft.

(http://i68.tinypic.com/9kcg3t.jpg)
"Ihr... ihr setzt ihre Majestät, Königin Galfrey mit dieser Schlampe Areelu Vorlesh gleich?
Das ist Ketzerei! Mehr noch, das ist Hochverrat!
Wie könnt ihr es wagen?!"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 26.02.2019, 09:03:06
Baldark dreht sich ruckartig nach Rahel um und wirft ihr einen missbilligenden Blick zu.

"Paraliktor, verzeiht das ungezügelte Temperament unserer Begleitung. Sie weiß vermutlich nicht, dass ihr nicht unter dem Befehl der Krone dient und sie scheint außerdem auch nicht zu realisieren, dass das Privileg dieser Unterhaltung beizuwohnen ein Gefallen aller Beteiligter ist.

Doch würde ich gerne wissen, worauf ihr mit euren Andeutungen hinauswollt. Ich schätze der Grund warum es noch keine Ambitionen gab den Kreuzzug bis an die Pforten von Iz zu führen, liegt darin, dass man noch keine sichere Möglichkeit gefunden hat die Weltenwunde zu schließen. Eine planlose Mobilisierung solcher Streitkräfte würde zu große Verlusten nach sich ziehen.
Ein weiterer Grund, warum wir euch aufsuchen. Wir haben vor uns auf genau diesen Pfad zu begeben. Wie ihr sagtet, zu lange wütet dieser Krieg bereits. Wir sind fest entschlossen das Portal, das unsere Welt mit dem Abyss verbindet, zu schließen. Wir werden die Königin nach ihrem Segen für diese Mission bitten und anschließend tiefer in die Weltenwunde vordringen.
Ich weiß, dass euer Orden nicht der Kron oder uns irgendetwas schuldig ist, doch verfolgen wir alle das gleiche Ziel. Die Verbannung der Dämonen aus dieser Ebene. Der Erfolg unseres Vorhabens würde also auch in eurem Interesse liegen. Die Götterklaue wird nach all diesen Jahren des Krieges mit den Dämonen sicher eine beachtliche Summe an Wissen, Erfahrungen und Plänen zusammengeführt haben.
Ich frage euch also inständig, ob ihr noch einen Rat für uns habt bevor wir uns in den Schlund der Hölle begeben."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 26.02.2019, 22:30:06
Amüsiert über Ragnis fehlenden Sinn für eine klare Unterhaltung und der Tatsache, dass er offenbar versucht die Gepflogenheiten der Zwerge oder generell anderer Völker zu kopieren, schüttelt er lächelnd in einem unbeobachteten Moment den Kopf, bevor er Lann und den Anderen folgt. Die rattenähnliche Kreatur mit seinem wirren Verhalten erinnert den Zwerg fast ein wenig an die jungen Unbehauenen in Hochhelm. Die Gedanken waren zu Beginn nie ganz bei der Sache, nun selbst kurz vor der Weihe hatten manche damit noch Probleme.

Als der Trupp die Kammer betritt, in dessen Mitte der Leichnam des Häuptlings aufgebahrt worden ist, bleibt Razgrim kurz am Tunneleingang stehen, atmet tief durch und schließt zu den übrigen Stammesmitgliedern auf, die allesamt um ihren toten Anführer gereiht stehen. Der Zwerg erkennt Skerla schnell wieder, doch schiebt er alle Erinnerungen und Gedanken schnell beiseite. Dies ist nicht die Zeit und der Ort, um alte Unstimmigkeiten auszudiskutieren. Und Skerlas Worte bestätigen ihm das, woraufhin er einen Schritt auf sie zu macht und sich verbeugt.

"Wir sind nicht mehr oder weniger Helden, als ihr es seid. Ohne eure Hilfe würden wir alle längst in die Essen des Allvaters zurückkehren. Vor ein paar Tagen noch waren wir uns völlig unbekannt, dann drangen wir in euer Reich vor, wurden in kurzer Zeit Verbündete und nun begrüße ich es, uns fortan Freunde nennen zu dürfen. Es ist mir eine Ehre die Seele eures Häuptlings bei ihrem letzten Gang zu leiten, auf dass sie dort Ruhe finden möge, wo auch immer sie diese ersucht."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 28.02.2019, 15:43:49
Otham steht ruhig neben Razgrim als Skerla auf sie zuschreitet. Auch wenn alles was er vorher gesagt hat richtig ist und er jedem Einzelnen der Kinder des ersten Kreuzzuges dankbar ist für seinen Einsatz, hält er keine großen Stücke auf Skerla. Er nickt ihr kurz zu.

Er wirft einen Blick auf Häuptling Sul in der Mitte des Raumes gesäumt von Kerzen. So richtig weiß der Halbling nicht wie er sich verhalten soll. So nimmt er sich vor sich einfach an Razgrim zu halten. Der Priester sollte wissen wie in einer solchen Situation zu verfahren ist.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 28.02.2019, 16:05:12
Rahel wirft Baldark einen ungläubigen Blick zu, schließt aber sofort ihren Mund und sagt kein Wort mehr.
Cedric widmet seiner Schwester einen ermahnenden Blick und lauscht dann mit verschränkten Armen der Antwort Astoraths.

Der Paraliktor wirkt ob Rahels Vorwürfen mehr amüsiert als entrüstet, schenkt der jungen Ritterin allerdings keine Beachtung.

(http://i64.tinypic.com/bhk86q.jpg)
"Wie gesagt, Baldark: Ales nur Gerüchte. Geschwätz der Gemeinen, wenn ihr so wollt.
Mit eurem Vorschlag eines Vorstoßes in die Weltenwunde stoßt Ihr bei mir offene Türen ein. Die Götterklaue hat sich schon seit langem für eine derartige Mission ausgesprochen, bisher war es die Führung der Stadt die uns daran gehindert hat.
Ein direktes Vorgehen gegen unseren verhassten Feind - nicht weniger könnten wir uns wünschen!
Solltet ihr Königin Galfrey von eurem Unterfangen überzeugen können wären wir die ersten unter den verbliebenen Streitkräften Kenabres die eine Kompanie auf die Beine stellen würden.

Wenn sich geeignete Kämpfer in euren Reihen finden die sich unter unserem Banner versammeln wollen, um so besser"
, ergänzt der Paraliktor mit einem Seitenblick auf Cedric.



Skerla wirft Ragni einen strengen Blick zu.

(http://i60.tinypic.com/npewc5.jpg)
"Es dauert so lange wie es dauert, Ragni. Ich weiß du meinst es nicht so, doch du solltest gelegentlich auch etwas über Sitten und Bräuche lernen, anstatt immer nur in deinem Labor zu experimentieren.
Häuptling Sull war unser Anführer und auch im Tode verdient er unseren Respekt. Blick in dein Herz und wenn du nichts findest was dich mit ihm verbindet, dann sei zumindest still und störe nicht die Trauer der Anderen.

Lann hat mir gesagt, dass er vorhat dich zu den Helden zu schicken um sie zu begleiten. Du würdest gut daran tun von Ihnen zu lernen, sie können dir noch das ein oder andere beibringen."


Otham, Ragnis und Razgrim werden vor den aufgebahrten Leichnam Sulls geführt und als Razgrim sich nach einer Weile des respektvollen Schweigens umdreht, merkt er wie die Augen aller Anwesenden auf ihn gerichtet sind, so als würden sie von ihm irgendeine Reaktion erwarten.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 28.02.2019, 17:24:43
Musik (https://www.youtube.com/watch?v=PrSnBKAGI1A)

Razgrim glättet seinen Wappenrock und richtet die Schärpe, auf der das heilige Zeichen Torags über dem Abbild der fünf Königsberge prangt. Dann tritt er langsam an den steinernen Quader, der als letzte Ruhestätte für den Häuptling fungiert. Die feinen Kleider, die ineinander gefalteten Hände und die Wunden der Schlacht zieren das Äußere Suls. Razgrim entkorkt eine schmale Kristallphiole, deren Inhalt klar und farblos ist. Bedacht geht er um den Quader, bis er am Kopfende steht. Dann schüttet er nicht mehr als einen Fingerhut der Flüssigkeit in seine Hände und wäscht sich diese, ehe er seine Linke sanft auf der Stirn des Mischwesens ablegt und die Augen schließt.

"Wir, die nun alle hier versammelt sind, ob Freunde, Verwandte oder Gefährten auf dem Schlachtfeld. Wir alle sind hier, um einem Mann die letzte Ehre zu erweisen, der für eine Chance gekämpft hat. Eine Chance sein Volk aus den Schatten ans Licht zu führen, dort wo sie längst hätten sein sollen. Ein Leben, dass sie längst hätten führen sollen."

Wie in Zeitlupe senkt Razgrim das heilige Wasser über der Stirn des Leichnams und benetzt den Toten, bis er an seinen Füßen angekommen ist und die Phiole leer ist. Währenddessen fährt er fort.

"Ohne zu zögern stellte er sein Leben unter das eines Jeden von uns. Sein Mut erleuchtete euch, sprang auf jeden in seinem Umfeld über und ließ keinen Zweifel an seiner Überzeugung. Seine Schroffheit und sein Humor ließen immer den nötigen Platz für Barmherzigkeit und spendeten Trost in den dunkelsten Stunden. Sein Drang Anderen bessere Tage zu schenken war und ist das Zeichen eines echten Helden. Ich bin stolz mit einem solchen Krieger für dieselbe Sache gekämpft zu haben."

Abermals berührt Razgrim wieder oben angelangt die Stirn des Toten und rezitiert in tiefen Tönen ein Gebet an den Allvater, dessen Magie den Leichnam in ein güldenes Glühen hüllt.[1]

"Helfen wir seiner Seele nun den letzten Pfad auf dieser Ebene zu vollführen und Frieden in den Reichen Magrims zu finden, auf dass er seine weltlichen Freuden und Taten im Jenseits weiterführen kann."

Dann beginnt Razgrim ein zwergisches Gebet, welches in einen tiefen Gesang übergeht.
 1. Sanctify Corpse
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 28.02.2019, 17:53:46
Während Razgrim sein Gebet spricht erscheinen zwei Fackelträger zu den Seiten des Scheiterhaufens und setzen diesen in Brand.
Bald mischt sich das Geräusch knisternder Flammen in Razgrims Lied und der flackernde Schein der Flammen erhellt die Gesichter all derer die gekommen waren um von Häuptling Sull Abschied zu nehmen.

Der korpulente Leichnam des gefallenen Oberhaupts des Mischvolks wird von sengenden Flammen umhüllt, doch sind die Umrisse des Körpers dank Razgrims Zauber immer noch sichtbar.

Ein tiefes Brummen steigt langsam in den Kehlen der Versammelten an als ein um ein anderer Angehöriger des Mischvolks in Razgrims Melodie einstimmt.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 04.03.2019, 11:49:20
Nach dem Besuch bei ihren Verbündeten treffen sich die Helden wieder im Herz des Verteidigers.
Ein kurzes Gespräch klärt wie die Treffen mit Aravashnial, den Rittern der Silbernen, den Höllenrittern und dem Mischvolk verlaufen sind, dann beschließen alle Anwesenden, dass bis zum Eintreffen der Königin der Fokus auf der Befriedung und Wiedererrichtung Kenabres liegen sollte.

Die nächsten beiden Tage verlaufen dementsprechend mehr oder weniger ereignislos. Ragni taucht immer mal wieder auf und am zweiten Tag läuft er bereits unermüdlich der Gruppe hinterher, verbringt mal Zeit mit Damian in der Bibliothek, mal mit Baldark und Shiva auf einem Streifzug durch die Stadt, mal mit Razgrim bei der Pflege der Verwundeten und am Abend setzt er sich zu Otham und einigen Soldaten der Adlerwacht um sich an Würfelspiel und einem Krug Bier zu probieren.


Am Morgen des dritten Tages stürmt Anevia durch die Tür und stolpert dabei fast über ihre eigenen Füße.
Die junge Frau ist so außer Atem, dass sie erst einmal Luft holen muss, bevor es aus ihr herausplatzt:


(http://i58.tinypic.com/2088uqf.jpg)
"Sie sind da! Hunderte! Tausende! Der Horizont ist ein Meer aus Fahnen! Die Königin hat eine ganze Armee geschickt!

Die Truppen nähern sich dem Südtor, trommelt alle zusammen!"




Jubelschreie hallen durch das Herz des Verteidigers und wenig später durch alle Straßen Kenabres.
In Windeseile hat sich eine Traube aus Menschen versammelt. Soldaten, Frauen, Kinder, Alte und Kranke, wer sich auf den Beinen halten kann schließt sich dem Zug der Jubelnden an.
Als die Helden an der Spitze der Prozession am Südtor ankommen sehen sie das Anevia nicht gelogen hat.

Eine gewaltige Armee ist vor den Toren Kenabres aufmarschiert.
Metall funkelt in den Strahlen der Morgensonne, Fahnen und Banner flattern im Wind und die Geräusche schnaubender Pferde, scheppernder Rüstung und tausender Fußschritte hallen über die Ebene vor Kenabres.

Als die Truppen näher kommen erkennen die Helden, dass die königliche Armee keineswegs frisch ausgehoben ist. Staub und eingetrocknetes Blut dämpft den Glanz der Rüstungen und Schilde und die Bewegungen und der Blick der Soldaten zeigt die disziplinierte Wachsamkeit erfahrener Soldaten.
Offenbar hat die Armee den Weg nach Kenabres erkämpfen müssen und wenn man die Scharten in den Schilden sowie die Anzahl der Verbände zählt, kommt man zu dem Schluss, dass es keine einfachen Schlachten waren.

Dennoch, die Armee strahlt eine beachtliche Geschlossenheit und Kampfbereitschaft aus und es steht außer Frage, dass es sich hier um die besten Männer und Frauen Mendevs handelt.

Eine Reihe Befehle werden gebrüllt und die Armee kommt geräuschvoll zum Stillstand.
Direkt vor dem Südtor löst sich eine kleine Gruppe Berittener von der Hauptstreitmacht und kommt auf die Versammlung am Tor zu. An der Spitze der gepanzerten Reiter befindet sich eine Frau in silbrig glänzender Rüstung die einen blütenweißen Schimmel reitet. Obwohl die Gestalt der Ritterin eher gewöhnlich ist, zeigen Körperhaltung und Gestik, dass es sich hier um Niemand gewöhnlichen handelt.

Als das weiße Pferd nur wenige Meter vor dem Südtor zum stehen kommt spüren alle Anwesenden eine Aura von Erhabenheit und Stärke die von der Reiterin ausgeht.

Noch während die umstehenden Bewohner Kenabres einander beiseite schieben um eine bessere Sicht auf das Geschehen zu bekommen, reißt einer der Ritter im Hintergrund ein Banner in die Luft auf dem das königliche Wappen abgebildet ist und ruft mit lauter Stimme:

(http://i64.tinypic.com/240x1eq.jpg)
"Hört mein Wort, Bürger Kenabres!

Ihr befindet euch in Gegenwart eurer Hoheit, der rechtmäßigen Herrscherin über Mendev, des Schwerts Iomedaes und der Verteidigerin der freien Völker, Kreuzfahrerkönigin Galfrey!

Kniet nieder, Untertanen, und erweist der Königin euren Respekt!"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 04.03.2019, 13:37:05
Die Winde vor den Toren zerren unerbittlich an seinem Umhang, während die Glieder seines Kettenhemdes leise Töne wie bei einem Windspiel von sich geben. Erleichterung zeichnet sich auf dem Gesicht des Zwergs ab, als er die Truppen erkennt. Langsam blickt er von den Überlebenden zur Adlerwacht und seinen Gefährten. Bis zur letzten Minute haben sie alle den Glauben an das Eintreffen der königlichen Armee nicht verloren, und doch schürt es abermals die Hoffnung ihre Exzellenz nun leibhaftig zu Gesicht zu bekommen.

Auf die Worte des Soldaten greift Razgrim nach seiner Kapuze und streift sie ab. Neue zwergische Runen zieren seinen kahl rasierten Kopf und schimmern leicht bläulich. Dann kniet er sich zur Begrüßung der Königin auf sein rechtes Bein und senkt leicht den Kopf.

Mit einem kurzen Seitenblick und einem Nicken an Ragni gewandt, bedeutet er ihm dasselbe zu tun.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 04.03.2019, 15:48:35
Die positiven Auswirkungen der Gesellschaft und der frischen Luft sind Ragni deutlich anzusehen. Einige seiner kahlen Stellen sind langsam nicht mehr ganz so kahl und die Farbe des Felles scheint ein ganz kleines bisschen brauner zu werden, anstatt des vorherigen starken Grautons.
Langsam gewöhnt er sich an den Umgang mit den Oberwelt Bürgern, auch wenn ihm immer skeptische Blicke entgegen geworfen werden, die er meistens vor Faszination gegenüber den Gepflogenheiten der Oberwelt gar nicht wahr nimmt.
In dieser drängelnden Menge aus Bewohnern Kenabres hält sich Ragni dennoch stark an Razgrim, denn so bekommt er weniger Ellenbogen zu spüren, was wohl eine Nebenwirkung seiner geringen Größe zu sein scheint.

Als Razgrim seine Kapuze hinunter zieht, tut Ragni es ihm mit seiner Brille nach. Die stark vergilbten Gläser bieten einen guten Schutz vor dem ganzen Licht der Oberwelt, aber hier ist dies wohl angebracht.
Währenddessen betrachtet er die Geste des Zwerges fasziniert und amt sie ihm, so gut er kann, nach. Dabei plagt ihn ein nicht allzu kleiner Gewissensbissen, da Lann nicht wollte, dass er sich zeigt und die Ratte sich über diese Anweisung hinweg setzt. An sich ist das für ihn nicht schlimm, aber Ragni hatte Lann sein Wort gegeben, dies nicht zu tun.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 07.03.2019, 16:54:51
Mit großen Augen steht Otham auf der Mauer, als er das Heer sieht was gen Kenabres zieht, nachdem Anevia aufgeregt in den Verteidiger stürzt. Einen kurzen Moment ist er versucht die Wimpel zu zählen die über der Armee im Wind flattern, doch schnell wird Otham von der lauten Stimme eines Ritters aus seiner Betrachtung gerissen. Viel mehr als das er jetzt nun wohl nicht mehr dazu kommen wird alle zu zählen, stören ihn, die Worte die er vernimmt. Wenn es eins auf der Welt gibt, was Otham zu wider ist, ist es das Knie beugen zu müssen. Wenn Otham etwas heilig ist, ist es seine Freiheit, natürlich neben Desna an der ersten Stelle. Und genau hier liegt das Problem. Sein Eid, der ihn an die Große Träumerin bindet, bindet ihn auch an den ersten Kreuzzug. Da sich Desna entschieden hat, dass der Kampf der Weltwunde ihre Sache ist, ist es Othams Kampf unabhängig, davon dass er zuerst nur versucht hat seine Haut zu retten, weil er "zufällig" in Kenabres war zum Zeitpunkt des Angriffs. Inzwischen zweifelt der Halbling aber daran, dass es wirklich ein Zufall war. Doch wenn Otham ein Teil des Kreuzzuges ist ist Königin Galfrey auch seine Königin und er mss das Knie beugen, auch wenn es ihm nicht schmeckt.
So geht Otham wenig galant auf die Knie, doch er starrt die Frau auf dem weißen Pferd an, bei ihr handelt es sich wohl um Galfrey.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 07.03.2019, 17:38:22
Die Ankunft Königin Galfrey's besiegelt die Erlösung für Kenabres und seine Überlebenden. Der Angriff der Dämon ist überstanden, wenn auch unter schmerzenden Verlusten. Baldark sackt bei dem Anblick der geradezu strahlenden Frau auf die Knie. Erleichterung macht sich in ihm breit und er entspannt seinen seit langem unter Spannung stehenden Körper. Er schließt seine Augen und genießt diesen Moment des Friedens. Erst jetzt merkt er wie müde er eigentlich ist. Baldark ist sich der Vergänglichkeit dieser Ruhe durchaus bewusst. So gerne er der Königin die Rolle des Heiland zusprechen möchte, nagt an ihm doch die Realität der gegebenen Situation.

Matt schimmern die Harnische der Kreuzritter im warmen Licht der Morgensonne. Eingetrocknetes Blut an ihren Rüstungen und Kerben an ihren Schilden zeugen davon, dass der Weg nach Kenabres seinen Preis hatte. Es wird sich noch herausstellen, ob lediglich die Dämonen, die über Kenabres ins Land strömten, dafür verantwortlich sind oder ob auch noch andere Städte Ziele der Dämonen waren. Eins steht jedoch fest, die Wächtersteine gehören nun der Vergangenheit an, das sollte mittlerweile auch die Königin mitbekommen haben. Mendev liegt schutzlos auf der Schlachtbank. Es wird unmöglich sein das Eindringen der Dämonenschar an allen Grenzen zu verhindern, zumindest auf Dauer.

Der Blick des Zwerges verharrt auf der Anführerin des Kreuzzuges. Ihre Reaktion auf die gegebenen Umstände ist die Bündelung ihrer Streitkräfte und Zurückeroberung der gefallenen Städte. Hat sie vor die Wächtersteine zu reaktivieren? Will sie den Kreuzzug hinter feindliche Linien führen? Strategische Punkte sichern? Oder möchte sie die möglichen Überlebenden retten? Was es auch ist, sie wird einen Plan verfolgen, auf den Baldark erwartungsvoll hinblickt.   
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 07.03.2019, 22:04:38
Die Einwohner Kenabres beugen einer nach dem anderen das Knie vor ihrer Königin.
Erleichterung und Stolz spiegelt sich in den Gesichtern der Überlebenden wider und es ist überdeutlich wieviel Hoffnung ihnen das Erscheinen Galfreys gibt.

Die Reiterin auf dem strahlenden Schimmel führt die Hände zum Kopf und klappt das Visier des schweren Helms nach oben. Darunter erscheint das Antlitz einer Frau von unbestimmbarem Alter. Ihre Haut ist von vornehmer Blässe, rein und faltenfrei wie bei einer jungen Frau in ihren frühen Zwanzigern, doch der Blick ihrer eisblauen Augen ist ernst und zeugt von jahrzehntelanger Erfahrung sowohl in der Politik als auch auf dem Schlachtfeld. Ihre Bewegungen sind ruhig und bewusst und als Königin Galfrey die Stimme hebt, ist diese klar und eindrücklich.

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"Erhebt euch, Bürger Kenabres. Ich schätze es das ihr mir, als eurer Königin den Respekt erweist. Doch scheint es, als habt ihr euer Schicksal selbst in die Hand genommen, als ich euch nicht helfen konnte. Als solches gebührt eure Dankbarkeit nicht mir, noch meinen Truppen, sondern einzig und allein euch selbst."

Die Königin lässt ihren Blick über die versammelten Anwesenden streifen.

"Ich sehe Prälat Hulrun nirgendwo. Ist es so, wie ich vermute und er ist gefallen? Dies wäre ein schwerer Schlag für den Kreuzzug.
Wär ist der amtierende Kommandant der Stadt? Er möge vortreten."


Anevia gibt Irabeth einen Stoß und diese taumelt nervös nach vorn und fällt vor dem Pferd der Königin aufs Knie. Mit starr nach unten gerichtetem Blick stammelt die Halb-Orkin ein paar kaum verständliche Worte.

Königin Galfrey hebt eine Augenbraue und verzieht dann den Mund zu der Andeutung eines Lächelns.

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"Erhebt euch, Paladin. Ich habe bereits erwähnt, dass ihr mir keine Dankbarkeit schuldet und ich reagiere allergisch auf Huldigungen. Offenbar seid ihr nun der Kommandant Kenabres. Berichtet mir, wie die Lage ist. Details können später geklärt werden, die Armee wartet aber auf Befehl."




Irabeth erhebt sich hastig und salutiert mehrmals.

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"Hauptmann Irabeth Tirabade der Adlerwacht von Kenabres, zu Euren Diensten, Hoheit!
Wir haben die Lage unter Kontrolle, die feindlichen Streitkräfte wurden niedergeschlagen, die unmittelbare Bedrohung ist abgewendet! Wir haben... hohe Verluste erlitten. Doch wir haben gesiegt!
Doch nicht mir oder meinen Soldaten gebührt die Ehre dieses Sieges! Es waren einige wenige Euer furchtlosesten Untertanen die sich im Besonderen hervorgetan haben. Sie haben der Hexe der Weltenwunde persönlich einen Strich durch die Rechnung..."


Ein Strom von Worten bricht aus Irabeth heraus als sie jetzt doch alle Geschehnisse aufzählt, wobei sie mehrfach mit der Chronologie der Ereignisse der letzten Tage durcheinander kommt.
Die königlichen Ritter werden das ein oder andere Mal unruhig als Irabeth vom Sturmfürsten und zuletzt von Areelu Vorleshs Auftritt berichtet und den Helden entgeht nicht wie sie nervös den Kopf in Richtung ihrer Königin drehen, doch Galfrey hört Irabeths Ausführungen mit konzentrierter doch ansonsten regungsloser Miene zu.

Als Irabeth schließlich fertig ist und hörbar nach Luft schnappt, steigt die Königin mit elegantem Schwung von ihrem Pferd und macht einen Schritt auf Irabeth zu.
Die Paladinin macht erschrocken einen Schritt zurück, doch Galfrey schließt mit wenigen raschen Schritten die Distanz und bleibt vor Irabeth stehen. Obwohl Irabeth die Königin um mehr als eine Haupteslänge überragt ist es die Kommandantin die klein und unscheinbar wirkt.
Galfrey hebt eine Hand und legt Irabeth den gepanzerten Handschuh auf die Schulter.

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"Ihr habt nicht nur Kenabres, sondern ganz Mendev einen großen Dienst erwiesen, Kommandant Tirabade. Es sind Männer und Frauen wie Ihr die mich im Kampf gegen den Abgrund nicht die Hoffnung verlieren lassen. Ihr wart euren Leuten in dieser Zeit ein leuchtendes Beispiel und ein wahrer Anführer. Tragt den Kopf hoch, Kommandant. Ihr habt es euch mehr als verdient."



Galfrey nickt Irabeth zu und wendet sich dann an alle Anwesenden.

"Kommandant Tirabade sprach von besonderen Individuen, von wahren Helden die sich der Hexe der Weltenwunde, Areelu Vorlesh in den Weg geworfen und ihre abscheulichen Pläne vereitelt haben.
Tretet hervor, Helden des Kreuzzugs, ich möchte mir ein Bild von den Rettern Kenabres machen!"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 08.03.2019, 09:44:05
Als die Königin mit Hauptmann Tirabade nach vorne tritt und nach ihnen verlangt, spürt der Zwerg etwas in ihm aufkeimen, dass er lange nicht mehr verspürt hat. Ein Anflug von Stolz übermannt ihn für einen kurzen Moment, als sich die Blicke der letzten Einwohner auf seine Gefährten und ihn richten. Abermals zieht er seinen Wappenrock gerade, atmet tief durch und klopft, ehe er nach vorne geht, Baldark noch einmal beruhigend auf die Schulter.

Der Zwerg bleibt in gebührendem Abstand vor ihr stehen und räuspert sich.

"Es ist mir eine Ehre eure Exzellenz kennen zu lernen." er deutet eine leichte Verbeugung an.
"Eure Geschichten und Taten sind in meiner Heimat wohl bekannt und dienten mir seit Beginn an als Inspiration. Ich bin Razgrim, Behauener des Allvaters und Zweitältester des Glutschlund-Klan aus den Fünf Königsbergen. Meine Wurzeln und meine Überzeugung trieben mich aus den Hallen Hochhelms bis nach Mendev, und wie es scheint zur richtigen Zeit." Bei seinen letzten Worten deutet seine Miene ein leichtes Lächeln an.

Sie ist genauso wie die Geschichten es erzählen. Ihre Aura ist bemerkenswert. Razgrim spürt eine Präsenz von nicht greifbarer Macht, Anmut und Güte, wie er sie dennoch nicht erwartet hat. Es ist eins Geschichten über eine Person zu lesen, doch wenn man sie selbst erblickt, überschattet dies alles bisher Erlebte. Der Zwerg hält sich willentlich davon ab den Kopf in Demut zu senken und blickt Königin Galfrey direkt in die Augen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 09.03.2019, 10:41:36
Als die Banner am Horizont erschienen, hatte Damian für den Bruchteil einer Sekunde das Gefühl, wieder kurz vor dem Beginn einer Schlacht zu sein. Das Donnern der Pferdehufe und Soldatenstiefel, das sich wie ein Erdrutsch auf die Stadt zubewegte. Nur mühsam unterdrückte er den Reflex, den Überlebenden von Kenabres Befehle zu geben und die heranrückende Armee in vernichtende Magie zu hüllen.

Erschrocken über sich selbst, schließt er die Augen und versucht, in einem Stoßgebet an Iomedae um Vergebung zu bitten, doch die Bilder der letzten Tage fluten seinen Geist. Die Schreie der Tausenden, die in den letzten Tagen in Kenabres ihr Leben ließen. Die von den Dämonen zerrissen wurden. Die Kultisten und Abtrünnigen, die Damian selbst getötet hatte.

Damian atmet tief durch. Dies war der falsche Ort und die falsche Zeit für Kontemplation. Er hebt den Blick wieder zum Horizont.

Kurz nach Beginn des 2. Kreuzzugs, hatte Damian einst einen Kleriker des Gorum kennengelernt. Sie hatten damals eine hitzige Diskussion geführt, weil der Gorumnit ihm lachend erklärt hatte, dass die Weltenwunde eine einzige Lobpreisung des Herren der Schlachten wäre. Damian hatte ihm damals wütend widersprochen und auf den Konflikt der Ebenen, der himmlischen Heerscharen mit den Abgründen des Abyss hingewiesen, doch beim Anblick des heranrückenden Heeres war sich Damian nicht mehr so sicher. So mächtig die Armee aus Nerosyam wirkte, solange sie keinen Weg finden würden, die Weltenwunde zu schließen, wären die Streitkräfte nur ein Opfer auf dem Altar des Krieges.

In der Stahlkapelle hatte er Astoraths Anschuldigungen unbeantwortet gelassen, weil auch Damian die Zweifel kannte. Wie konnten die Götter die Weltenwunde zulassen? Warum halfen sie ihren sterblichen Herolden im Wissen, dass diese gegen den Ebenenriss selbst nichts in der Hand hatten. Ängste, Zweifel und Wut. Damian kannte sie aus den Lazaretten und von den Versehrten. Er wusste, dass sie Bestandteil der Kriegsführung der Dämonen waren und auch, dass die Inquisitoren es als Häresie verstanden.

Während der einzelne Ritter das Nahen der Königin ankündigte und den Kniefall verlangte, wie es die Tradition vorschrieb, fragte sich Damian, ob Galfrey ähnliche Gedanken hatte. Wie gelang es ihr, als Verkörperung des Kreuzzugs dessen Vision zu vertreten, im Wissen, dass bisher niemand einen Weg gefunden hatte, diesen Kampf zu gewinnen? Verstand sie die Weltenwunde etwa tatsächlich als Metapher auf den ewigen Krieg, wie es Astorath in seiner Bitterkeit vermutete? Würde sich die Gelegenheit ergeben, würde Damian die Königin darauf ansprechen.

Das Knie beugend, wartet Damian auf die Begegnung mit Galfrey. Er weiß, dass alle Worte, die vor so großem Publikum gesprochen werden, ihren Zweck erfüllen müssen und reiht sich daher in Razgrims Huldigung ein.

"Auch mir ist es eine Ehre, Euch kennen zu lernen, Eure Exzellenz. Mein Name ist Damian. Wir haben Eure Ankunft sehnsüchtig erwartet."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 09.03.2019, 18:45:18
Als Baldark die Hand Razgrims auf seiner Schulter spürt, erwidert er die Geste. Ihre durch Zufall entstandene Gruppe hatte so einiges in kürzester Zeit überstanden. Der Zwerg hatte bereits in seiner Kompanie bemerkt, dass der Krieg verbrüdert, ob man wolle stand dabei leider nicht zur Debatte.
Er ist Soldat. War er zumindest. Seitdem der Abgrund sich unter ihnen öffnete und sie in die Tiefen fielen, ist er sich nicht mehr so sicher. Es war nicht die Struktur des Militärs, die sie wieder an die Oberfläche führte. Nicht die Spitze der Hierarchie, die das Überleben der Stadt sicherte. Es waren Individuen, die aus eigener Überzeugung das Unmögliche realisierten. Baldark hat schwerwiegende Entscheidungen weit außerhalb seines militärischen Ranges getroffen. Und nun stand er der höchsten Autorität des Landes gegenüber und hoffte inständig, dass er ihre Befehle und damit verbundenen Überzeugungen teilen kann.

"Es ist mir eine große Ehre eure Majestät persönlich kennen lernen zu dürfen. Mein Name lautet Baldark. Kind Mendev's, Soldat des Kreuzzuges, Gefreiter des 3. Spähtrupps von Kenabres und damit unter eurem direkten Befehl.

Es stimmt, dass wir der gegebenen Situation geschuldet unser Schicksal selbst in die Hand nehmen mussten und den Göttern sei Dank, konnten wir Wenige den Widersachern trotzen. Doch wird eure Ankunft dadurch nicht weniger sehnsüchtig erwartet. Der Angriff der Dämonen zieht schwerwiegende Konsequenzen für ganz Mendev mit sich und der Kreuzzug braucht in Zeiten der Hoffnungslosigkeit eure Führung."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 10.03.2019, 17:02:41
Alle seine neu gewonnenen Gefährten stehen nun nach und nach auf und treten vor die Königin, weshalb sich Ragni plötzlich sehr unwohl und alleine fühlt, wobei sein Blick immer noch auf den Boden gerichtet ist.
Durch das mehrmalige Auffordern, sich nicht zu verbeugen, hebt er seinen Oberkörper langsam wieder in die gewohnte Position und tritt ein paar Schritte zurück, da die Helden der Schlacht nun direkt zur Königin sprechen.
Dort hat er nichts zu suchen, aber sein Blick klebt förmlich an der Königin und seine Ohren spitzen sich, so dass er jedes Wort hören kann, welches die Gruppe mit der Königin wechselt. Die Geschichten um die gewagten Aktionen, die der Kampf um Kenabres von Damian, Otham, Baldark und Razgrim erforderten, lassen Ragni immer die Nackenhaare aufstellen. Dieser kleinen Runde von Helden und Königinnen will er sich nicht aufdrängen.
Die Königin scheint eine Aura der Hoffnung zu umgeben und dieses Gefühl durchströmt Ragni zusätzlich zu seinem normalen Tatendrang, sodass er vor Aufregung kaum still stehen kann, was in einem leichten auf und ab Wippen seines Körpers resultiert..
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 11.03.2019, 11:13:12
"Verdammt.", flucht Otham innerlich, als sie nach vorne gerufen werden. Nicht das der Halbling ein Problem damit hat vor Gruppen zu stehen, womit er allerdings ein Problem hat ist sein Mundwerk unter Kontrolle zu halten. Und er hat wenig Lust eine Königin vor ihrem gesamten Herr vor den Kopf zu stoßen. Einen kurzen Moment überlegt er ob er sich einfach verdünnisieren soll; doch als Razgrim, Damian, Baldark und sogar Ragni nach vorne treten ist die Entscheidung gefallen.

Auch Otham tritt vor die Königin und lässt sich erneut auf ein Knie fallen. Um nichts dummes zu sagen, spricht er einfach nicht. Sollen Damian oder Razgrim das Reden übernehmen, sie dafür wohl besser geeignet.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 11.03.2019, 21:57:49
Der Blick der Königin wandert der Reihe nach über die Helden. Ragni spürt wie die Augen der Königin auch einen Moment auf ihm ruhen, doch ist nicht zu lesen, ob es ein missbilligender oder ein wohlwollender Blick ist.

Galfrey räuspert sich.

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"Ich wusste bereits um die Zerstörung des Wächtersteins, wir konnten die Auswirkungen seiner Vernichtung viele Meilen entfernt spüren. Wenn ich eure Geschichte richtig verstanden habe seid ihr für das Ende des Wächtersteins mit verantwortlich – eine Tat die man kritisch bewerten, wenn nicht gar verdammen wird.

Meiner Meinung nach wäre dies jedoch eine sehr engstirnige Sicht der Dinge und ich hege keinerlei Groll auf euch. Im Gegenteil, so wie es aussiehth habt ihr nicht nur Kenabres, sondern möglicherweise Legionen von Kreuzfahrern vor Areelu Vorlesh gerettet. Was auch immer für einen abscheulichen Plan ihr durchkreuzt habt, wenn der Sturmfürst und Vorlesh persönlich an ihm mitgewirkt haben ist sicher, dass er unser aller Untergang eingeleitet hätte.

Doch ich hoffe ihr versteht was euer Erfolg impliziert: Der Wächterstein mag verschwunden sein – unwiderbringlich vermutlich – doch Iomedae hat dafür gesorgt, dass seine Kraft fortbesteht. In euch, den Rettern Kenabres.

Ich kann mir keinen anderen Grund vorstellen warum die Energie des Wächtersteins mit euren Körpern verschmolzen ist, anstatt sich einfach im Äther zu verstreuen. Ihr seid nun Gefäße des göttlichen Willens der Erbin, eine Last, die womöglich noch schwer auf euren Schultern liegen wird.

Wir haben womöglich etwas Zeit gewonnen. Die Dämonen werden sich neu formieren, doch wir können auf das ihnen innewohnende Chaos vertrauen, dass sie dafür Zeit brauchen werden. Dennoch, es wäre töricht sie zu unterschätzen. Sie werden zurückkommen, soviel ist sicher.

Doch Vorlesh Fall hat Unruhe in ihren Rängen geschaffen. Womöglich wurde das Machtgefüge in den Rängen von Deskaris Anhängern erschüttert. Meine Späher berichteten mir, dass die Dämonen nach Süden ziehen und ihre Festungen im Norden geschwächt sind.
Die Marilith Aponavicius, eine der einflussreichsten und mächtigsten Generäle Deskaris hat den größten Teil ihrer Streitkräfte aus der gefallenen Stadt Drezen abgezogen um sich mit dem Sturmfürsten Khorramzadeh in Iz zusammenzutun – ohne Zweifel um dort Pläne zu schmieden um Angriffe auf Ziele wie Nerosyan, Karcau oder darüber hinaus durchzuführen.

Ich sehe jedoch hierin keine Not, sondern eine Chance. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um einen Schlag tief ins feindliche Gebiet auszuführen!

Drezen war die erste unserer Städte, die nach dem ersten Kreuzzug gefallen ist. Wir haben an diesem Tag mehr verloren als unsere Leute und unseren Stolz. Wir haben das Schwert der Tugend verloren, ein mythisches Banner, das die Erbin einst selbst im Strahlenden Kreuzzug trug, einem Jahrzehnte andauerndem Krieg der Völker Golarions gegen den untoten Hexenkönig Tar-Baphon.

Sollten wir Drezen zurückerobern, sollte das legendäre Schwert der Tugend wieder über dem Kreuzzug wehen... nun ihr könnt euch sicher vorstellen, welches Symbol dies für den Kreuzzug wäre.

Doch mit den bevorstehenden Angriff an den Grenzen sind mir die Hände gebunden. Selbst wenn ich eine Legion entbehren könnte, eine große Streitmacht, die sich Drezen nähert würde nur dafür sorgen, dass Aponavicius wieder zurück nach Drezen ziehen würde, um unsere Armee zu zerschmettern.
Die Marilith ist ein furchtbarer Feind und genießt denselben Status wie Khorramzadeh unter Deskaris Anhängern. Sollte sie einen würdigen Feind wittern würde sie mit Sicherheit ihre Truppen umkehren lassen, um sich ihm zu stellen.

Die offensichtliche Taktik wäre also eine kleine Armee auszusenden, klein genug um Aponavicius Aufmerksamkeit nicht zu wecken und erfahren und fähig genug um Drezen im Sturm nehmen zu können.
Ein gefährliches Unterfangen mit ungewissem Ausgang, doch eine Chance, die ich nicht verstreichen lassen will.

Ich werde nichts von euch verlangen, doch ich vertraue Iomedaes Wahl.

So frage ich euch, Helden Kenabres, wollt ihr diese Armee führen? Wollt ihr gegen Drezen zu Felde ziehen, die Stadt dne dämonischen Fängen seiner abscheulichen Besetzer entreißen und das Schwert der Tugend wieder in den Besitz des Kreuzzugs führen?
Von diesem Punkt gibt es kein zurück mehr, nur noch der Weg nach vorn."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 13.03.2019, 10:21:41
Otham verschluckt sich fast als nun die Königin sie ihn den Tod schicken will. Immerhin scheint sie mehr Informationen zu haben als Baldark, als er ihre Selbstmordmission plante. Trotz des Abzugs der Hauptstreitkräfte des Feindes ist Otham alles andere  als wohl bei dem Gedanken in die Weltenwunde zu gehen. Natürlich gilt sein Schwur dem Kreuzzug. Doch bisher hat er nur für sein direktes Überleben gekämpft, und imerhin war er in einer Stadt gewesen, wenn sie auch in Schutt liegt. Er kann sich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden einfach irgendwo durch die Pampa in Feindesgebiet zu marschieren, dafür ist ihm die Wildnis zu unheimlich, gerade wenn sie verderbt ist. Er hat keine Vorstellung was ihn dort erwarten wird und das macht dem sonst so furchtlosen Halbling Angst; bei Baldark und Damian mag das anders sein, beide sind schon tief in die Weltenwunde vorgedrungen doch Otham war bisher nur in Kenabres gewesen und weiter als in Sichtweite zur Stadt hat er sich noch nicht vorgewagt.

Das zweite Mal bleibt ihm die Spucke weg als die Rede davon ist, dass sie eine Armee führen sollen. Es ist schon schlimm genug, dass sie in ihren Tod rennen, doch Otham will nicht auch noch Andere in den Tod führen. Die Verantwortung wird auf ihnen liegen und jeder Tod wird ihre Schuld sein; nichts womit der Halbling leben will. Doch trotz aller Widerworte und Bedenken äußert sich Otham nicht; auch wenn er sich fast die Zunge blutig dabei beißt. Insgeheim ist er dankbar dafür zu knien, sonst würde er wahrscheinlich ungeduldig von einem Fuß auf den anderen springen, wie ein Junge der dringend pinkeln muss.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 13.03.2019, 23:49:18
Razgrim stutzt für einen Moment, dann atmet er tief. Selbst noch kurz nach den Worten der Königin hat er einen Grund gegen ihr Vorhaben erwartet. Doch nun, da sie selbst dasselbe Ziel vorschlägt, kribbelt es in den dicken schwielen-bewerten Händen des Priesters und ein neu erlangter Tatendrang lässt ihn seine Fäuste ballen.

"Seit meinem Entschluss nach Norden zu gehen und die Kreaturen des Abgrunds zu bekämpfen, gibt es kein Zurück mehr. Meine Überzeugung leitete mich auf den richtigen Pfad, den Torag für mich vorgesehen hat, es gibt also keinen Grund zurückzublicken. Ich trete dem Gegenüber was kommt. Mein Volk ist nicht durch Blut und Feuer gegangen, um unter freiem Himmel vom Chaos zurück in die Dunkelheit getrieben zu werden."

"Ich für meinen Teil habe mich längst entschieden. Ich werde gen Drezen ziehen. Sollte das Schwert der Tugend noch existieren, wird es bald wieder in den Reihen der freien Völker wehen, verlasst euch darauf.
Und, mit Verlaub, ein ähnliches Vorhaben wurde von einem eurer treuesten Bewunderer schon vorgeschlagen.
"
Mit einem kräftigen Klaps und einem euphorischen Grinsen klopft er Damian auf den Rücken.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 15.03.2019, 18:36:36
Sein eigenes Gehopse macht Ragni nach wenigen Sekunden selbst so nervös, dass er nicht lange den Mund halten kann.
"Es...Es tut mir Leid große Königin, aber wenn ich sie darauf hinweisen dürfte, dass die Theorie des Äthers langsam an Halt verliert. Mein alter Lehrmeister hat im Äther immer den Ursprung der Macht des Lebens gesehen, aber wenn man mal genau drüber nachdenkt und sich mit unserer Sicht befasst kommt man zu dem Schluss, dass der Äther nicht das ist, wofür wir ihn gehalten haben. Viel mehr kann man in vielen Fällen vom Nichts sprechen. Denken sie nur an das Licht. Warum sehen sie? Wegen dem Licht! Was ist das Licht? Entweder ist es nichts, was es aber nicht sein kann, weil es ja da ist oder es ist etwas, was man aber nicht messen kann. Auch die feinsten Waagen heutzutage können Licht nicht wiegen. Meine Theorie ist, dass es etwas ist und es muss den gleichen Gesetzen unterstehen, wie die normalen Dinge.Sehen Sie, man kann ja alles teilen, bis man zu kleinen Teilen kommt, die man wieder teilen kann und man macht so weiter bis man zu Teilen der Teile kommt, die man nicht in noch kleinere Teile teilen kann und.."
Hier stoppt seine viel zu lange Ausführung plötzlich, denn es wird ihm bewusst, wem er hier gerade einen Vortrag hält. Ragni kann sich für ein paar Sekunden zurückhalten, dann fährt er etwas leiser fort: "Und naja, wenn man jetzt denkt, dass das Licht aus kleinsten Teilen besteht. Also die, die man nicht man nicht mehr teilen kann, verstehen Sie? Dann kann man ja denken dass das Licht ganz leicht ist, weil es so klein ist und unseren Waagen einfach zu ungenau sind. Also besteht es aus sehr sehr kleinen Teilen, das Licht und die müssten ja vom Äther eigentlich abgelenkt werden und..
Verdammt, wie komme ich aus der Sache raus, bevor es peinlich wird oder mich noch den Kopf kostet?
Entschuldigen Sie bitte, was ich sagen wollte war, dass das mit dem Äther so wie wir ihn kennen nicht so einfach ist, aber was ich ebenfalls sagen wollte war, dass Sie natürlich auf alle meine Macht und... nun ja..auch die meines Volkes vertrauen können. Ich folge ihrem Wunsch liebend gerne und ich bin mir sicher, dass die Mut erfüllten Herzen meines Volkes ihnen auch folgen werden."
Während Ragni überzeugt ist, die Kurve gekriegt zu haben, umschließt er mit seiner kleinen Hand sein wichtigstes Erinnerungstück an seinen Meister, welches er immer mit sich umher trägt, um sich seinen Mut und seine Neugier zu bewahren.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 16.03.2019, 04:14:28
Bei den Worten der Königin ist Baldark zuerst irritiert. Der Zwerg hat eine knappe Befehlsanweisung erwartet, ja selbst mit einer Zurechtweisung für ihre nicht ganz unumstrittenen Taten hatte er gerechnet. Doch stattdessen ist es eine Bitte, die die Königin äußert. Eine Bitte, die nicht nur in die Richtung ihrer eigentlichen Pläne zielt, sondern diese deutlich übertrifft. Erst nachdem die Königin ausgesprochen hat, merkt Baldark, dass sich ein Grinsen in seinem Gesicht breit gemacht hat, das er hastig mit seinem Ärmel wegwischt. Eine eigene Heerschar in die Weltenwunde zu führen, übersteigt seine Erwartungen.

"Ich habe bereits mein Schicksal akzeptiert. Mein Weg wird in die Weltenwunde führen. Die Götter haben es entschieden. Ihr gebt nun euren Segen. Soll der Dämonenschlund mich verschlucken, ich werde unbeirrt auf dem mir bestimmten Pfad wandeln."

Der Zwerg fällt erneut auf sein Knie und greift sich zur Brut.

"Mein Leben dem Kreuzzug!"   
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 16.03.2019, 09:25:39
Eine Armee führen? Damians Augen verengten sich als er die Königin nachdenklich musterte. Er hatte eine Zurechtweisung erwartet, vielleicht sogar eine Strafe, immerhin hatten sie ein Artfakt Iomedaes zerstört, aber die Verleihung des Marschallstabs? Damit wurden sie de facto in den Rang der engsten vertrauten der Königin erhoben.

Im Grunde war es viel mehr als Damian sich je erträumt hätte. Die Königin teilte all ihre Überlegungen und stimme sogar im Ziel mit ihnen überein. Mit einer Streitmacht war die Eroberung Drezens ein realistisches Ziel und nicht mehr das Himmelfahrtskommando, das ihre kleine Gruppe ersonnen hatte. Sie wären nun nicht mehr nur in der Lage, die Festung zu infiltrieren und Staunton Vhane zu stellen, sondern sie langfristig zurückzuerobern. Die Aussicht, das Banner der Tugend wieder über Drezen zu sehen, erfüllte Damian mit Hoffnung und Zweifel zugleich.

Die Verantwortung wiegt schwer. Damians Blick wandert über die Reihen der Soldaten, die sich hinter Königin Galfrey formiert haben. Kampferprobte Frauen und Männer. Unter den Rittern der Königin finden sich viele, die weitaus mehr Erfahrung im Führen einer Streitmacht haben als Damian, der nur Teil einer Spähtruppe war. Würden sie der Aufgabe gerecht werden können? Das Grauen der Schlacht verabscheuen können und trotzdem an der Spitze einer Armee stehen?

Es liegt nicht ehrvolles im Tod, das hatte Damian im Dienste Pharasmas schmerzvoll lernen müssen. Angst und Pein markieren den Übergang in das Reich der Grauen Dame. Im Kampf gegen Dämonen musste Damian zudem befürchten, dass nicht allen Seelen der Übergang in das Reich der Erbin gelingen würde.

Mit zusammengebissenen Zähnen geht er neben Baldark in die Knie und senkt den Kopf.

"Es stimmt, meine Königin. Alle, die hier vor Euch stehen, hatten vor, die Ursupatoren Drezens zu stürzen, aber mit Eurer Armee sind wir in der Lage, das Blatt zu wenden und die Stadt zurückzuerobern. Wie ich hier stehe, gelobe ich Euch, Eure Truppen zu führen und nicht eher zu ruhen als bis das Banner der Tugend wieder über Drezen weht.

Mein Leben für die freien Völker Golarions. Mein Leben dem Kreuzzug."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 16.03.2019, 13:20:24
Razgrim beobachtet Damian und Baldark. Etwas verunsichert, ob er auch erneut auf die Knie gehen sollte, ballt er die Fäuste und entschließt sich dagegen. Seine Gedanken kreisten um Drezen, genauer gesagt um die Worte der Königin und ihre Informationen zur Lage der Stadt. Die Besetzerin der Stadt hat ihren Thron verlassen und ist mit ihren Truppen dem Ruf ihres Herrn gefolgt. Bedeutet dies vielleicht auch...er macht einen Schritt nach vorne und blickt die Königin mit steinerner Miene an.

"Eure Exzellenz, gestattet mir eine Frage. Ist euch bekannt, ob sich der Verräter Staunton Vhane weiterhin in Drezen befindet?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 16.03.2019, 14:18:36
Die Königin widmet Ragni ein Lächeln. Nichts in ihrer Reaktion deutet darauf hin, dass sie Anstoß oder Verwunderung aufgrund Ragnis äußerer Erscheinung nimmt.
Zur Verblüffung aller Umstehenden spricht Galfrey zu Ragni wie zu jedem Anderen zuvor, als bestünde kein Unterschied zwischen der Vielzahl ihrer Untertanen.

(http://i63.tinypic.com/2eyju44.jpg)
"Euer Meister war ein Alchemist, genau wie ihr, nicht wahr? Die Lehren der Alchemie sind in meinem Reich nur wenigen bekannt, ich bin sicher euer Meister war eine herausragende Persönlichkeit, junger Mann.

Ich verstehe selbst nur die Grundprinzipien eurer Kunst, doch lasst mich euch einen anderen Denkansatz geben. Wenn das Licht der Kreuzzug ist, dann sind wir alle winzige Lichtteilchen. Ihr, euer Meister, eure Freunde, alle die hier stehen, ja selbst ich. Einzeln sind wir leicht winzig, unbedeutend gar, doch zusammen genommen werden wir zu einem hellen Lichttrahl, einem Licht, das stärker ist als alle Finsternis.
Und dies, junger Alchemist, ist die Essenz des Kreuzzugs.


Dann wendet sich Galfrey den knienden Helden zu. Nacheinander ruht der unergründliche Blick eisblauer Augen auf jedem der ungleichen Vier:

"Otham Sauertopf, Paladin der Desna, ich spüre Unruhe in Euch. Ihr glaubt nicht bereit zu sein für die Aufgaben die vor euch liegen. Ihr fühlt euch als Spielball höherer Mächte und unfähig Euren eigenen Weg zu gehen.

Ich kenne dieses Gefühl und ich habe nur einen Rat, den ich Euch geben kann: Folgt eurem Herzen. Ihr seid vom Göttlichen berührt worden und für Großes vorgesehen, dies kann sowohl Segen als auch Fluch sein.
Überlegt, was für ein Mann Ihr sein wollt und haltet fest an diesem Bild. Ein starkes Herz wird nichts ins Wanken bringen."


Die Königin schenkt Otham ein warmes Lächeln und wendet sich an Razgrim.

"Gamut sanu yenet, Razgrim, Sohn Hochhelms. Euer Glaube ist groß wie ein Berg und eure Entschlossenheit fest wie behauener Fels. Ihr atmet Torags Willen und es besteht kein Zweifel, dass ihr den für euch vorbestimmten Weg bis zum Ende gehen werdet. Vergesst nie eure Wurzeln, aber fürchtet nicht das Unbekannte. Ein wahrer Anführer entfacht in all seinen Untergebenen das gleiche, hell brennende Feuer.

Es stimmt, Vhane wurde von Aponavicius in Drezen zurück gelassen. Er wird das größte Hindernis auf Eurem Weg in das Innere der Zitadelle sein. Staunton Vhane war einer unserer Besten und nun dient er dem Herrn der Heuschrecken. Wir haben Ihn an die Dämonen verloren, so wie wir das Schwert der Tugend verloren haben."


Als Baldark an der Reihe ist, fällt ein Schatten auf das Gesicht der Königin.

"Baldark, Ihr seid ein treuer Soldat, furchtlos und unerschrocken. Doch ich erkenne eine Finsternis die Eure Seele befleckt. Kämpft ihr wirklich für den Kreuzzug, für die freien Völker Golarions und für unsere strahlende Göttin, Iomedae?
Oder kämpft Ihr aus Hass, aus Rache und aus Lust an der Zerstörung?
Ich fühle viel Gutes in Euch, doch wandelt Ihr auf einem gefährlichen Pfad nahe am Abgrund.
Verwechselt Pflichtgefühl nicht mit Selbstaufgabe, verwechselt Rechtschaffenheit nicht mit Grausamkeit. Wenn Ihr mit Euch selbst nicht im Reinen sein könnt, seid ihr ein Mann des Krieges und nicht des Friedens."


Daman ist als letzter an der Reihe dem prüfenden Blick der Königin standzuhalten.

"Damian, Eure Augen zeugen von Alter und Reife. Eure Güte und Barmherzigkeit ist eines Paladins würdig und ihr habt euch in vielen Jahren des Krieges eure Werte bewahrt.
Ihr wisst um die Bedeutung, die Euch das Schicksal zuerkannt habt und Ihr habt den Willen Euch den vor Euch liegenden Aufgaben zu stellen.
Jedoch nagt Zweifel an euch und Ihr hinterfragt viele Eurer Entscheidungen. Euch sorgt die Frage, ob Ihr die hohen Erwartungen, die Ihr selbst an Euch stellt erfüllen könnt.

Diesen Zweifel kann Euch niemand nehmen und in der Tat ist es das Los der wahrhaft Gütigen, dass ihre Seele erst mit dem Tode zur Ruhe kommt. Doch wisst, dass Ihr ein strahlendes Licht mit Euch tragt, ein Leuchtfeuer für all diejenigen die Führung und Halt in dieser grausamen Welt benötigen."


Die Königin lässt den Blick noch einmal über alle Anwesenden schweifen, dann dreht sie sich abrupt um und schwingt sich wieder auf ihr Pferd.

"Genug Worte wurden gesprochen, lasst uns Taten folgen lassen! Einwohner Kenabres, hört meine Worte. Der Sturm ist noch nicht vorbeigezogen, doch haben wir uns eine Atempause erkämpft. Die Armee wird vor den Toren der Stadt das Lager aufschlagen bis die Ordnung in der Stadt wiederhergestellt und die Zukunft seiner Einwohner gesichert ist.
Wir werden wieder aufbauen was zerstört wurde, wir werden die Befestigungsmauern instand setzen und wir werden dafür Sorge tragen, dass die unmittelbare Versorgung wiederhergestellt wird.

Was unseren geplanten Schlag gegen Drezen betrifft werden wir uns in den kommenden Tagen damit befassen geeignete Truppen zusammenzustellen. Wir werden das Schwert der Tugend zurück zu uns holen und den Dienern Deskaris einen empfindlichen Schlag versetzen.
Für Iomedae! Für Mendev!"


Mit den letzten Worten der Königin bäumt sich ihr Pferd wiehernd auf und die Armee im Rücken erwiedert mit dem Donner tausender Stimmen ihren Ruf.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 16.03.2019, 16:05:43
Als Galfrey bestätigt das Staunton Vhane sich noch in Drezen befindet, kann Razgrim ein leichtes Grinsen nicht unterdrücken – in der Hoffnung diesen Dorn der Vergangenheit seiner Heimat endlich herauszureißen. Vhane's Verrat sitzt tief in den Reihen der Älteren in Hochhelm, viele kennen seine Geschichte und sprechen nicht darüber, zu groß war und ist die Scham über den Verlorenen, der dem Feind die Treue schwor. So nah wie jetzt war ihm seither ein Zwerg aus den Fünfkönigsbergen nie wieder, und dieser Zwerg würde diese Chance nicht verstreichen lassen, komme was wolle.

Etwas abgelenkt durch Galfrey's Worte zu Baldark, blickt er in die Reihen hinter ihm. Niemand verzieht die Miene oder sieht besorgt auf den Waldläufer, zu sehr teilten sie wohl seinen vermeintlichen Antrieb. Dies ist nicht verwunderlich, bedenkt man wie sehr die meisten unter den kürzlichen Verlusten und ihrer zerstörten Existenz leiden müssen. Jeder von ihnen trägt die Zeichen der Trauer, und es ist schwer diese im Zaum zu halten. Razgrim schließt kurz die Augen und betet still für ihre geschundenen Geister. Doch die letzten Worte der Königin und die Rufe der Soldaten im Chor lassen die Gemüter jedes Überlebenden hinter ihnen höher schlagen.

Im Jubel der Masse tritt Razgrim näher an die Königin und ihre engsten Soldaten.
"Königin Galfrey, der sicherste Platz der Stadt ist derzeit das Herz des Verteidigers. All unsere Züge planten wir hinter seinen starken Mauern und Toren. Selbstverständlich stehen euch sein Saal und seine Zimmer auch bei der Vorbereitung für einen Ritt gen Drezen zur Verfügung, den wir besser heute als morgen planen, ehe sich Staunton Vhane noch entschließt, seiner abscheulichen Herrin zu folgen." drängt der Zwerg.

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 16.03.2019, 17:15:14
Damian erhebt sich und tritt zurück neben seine Gefährten. Hatte sie sich an ihn erinnert? Er konnte es weder an ihren Worten, noch an ihrem Gesicht ablesen. Wie lange war es her? Einhundertzwanzig Jahre? Ja, damals war er etwas älter als 30 Jahre alt, doch Damian erinnerte sich als wäre es erst gestern passiert. Galfrey ritt an der Spitze einer Truppe Reiter durch die Tore, um in Kenabres zu rasten, bevor sie in die Steppe Sarkoris aufbrechen wollte. Damals war sie noch Galfrey, die Tochter des Prinzen von Mendev, nicht Königin Galfrey und als Paladin Aroden ergeben.

Ihre Gesichtszüge haben sich allerdings kaum verändert. Auch wenn sie damals voll Wut war. Damian war ihr am Tor begegnet als Keel ihr entgegenstürmte. Ihr Vater, der Iobarische Prinz Kelthun, war damals bei einer diplomatischen Mission in den Tiefen der Sarkorischen Steppe unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen und Damian erinnerte sich noch an die Gerüchte, dass es die Mammutfürsten oder die Hexen Irrisens gewesen sind, um einen Krieg der Sarkorischen Barbaren mit Mendev anzuzetteln. Viel hätte nicht gefehlt. Galfrey war drauf und dran, Truppen zusammenziehen, um nach Iz zu reiten, so sehr schmerzte sie der Verlust ihres Vaters.

Keel hatte ihr im Namen Arodens wiedersprochen und sie angefleht, von ihrem Vorhaben abzulassen, doch schon der nächste Tag veränderte den Lauf der Ereignisse. Damian sah zum ersten Mal in seinem Leben einen Drachen, als Halaseliax selbst, der Große Goldene, vor den Toren der Stadt erschien und Kunde vom Drachenkönig Iobariens brachte, der Galfrey zum Nachfolger ihres Vaters und zur Prinzessin von Mendev bestimmte. Wie Galfrey am nächsten Tag auf dem Rücken des Drachen zurück nach Nerosyan flog, wird Damian nie vergessen.

So viele Jahre. Damians Blick ruht auf der Königin. Er hatte sie danach noch viele Male gesehen, zur Krönungszeremonie und als die Kreuzzüge ausgerufen wurden, doch so nah wie damals an den Toren war er ihr nie wieder gekommen. Wie verletzlich sie damals wirkte und wie stark der Gegensatz zur Königin ist, die nun vor ihm auf ihrem Pferd sitzt und deren Macht und Stärke beinahe physisch spürbar ist. Ob sie ihr Schicksal hätten ändern können? So viel war seitdem passiert. Aroden verschwand, die Weltenwunde brach auf, das Königreich Iobariens fiel in den Wirren der Drachenplage und Galfrey war gezwungen, als dem standzuhalten, sich gegen alle Abgründe zu stellen und Mendev zu beschützen.

Im Anbetracht der Ereignisse, die auf sie zukommen würden, hoffte Damian, auch nur ansatzweise an ihre Stärke heranzureichen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 16.03.2019, 23:28:16
Nachdem die Königin aufgesattelt hat und zurück zu ihrer Armee gekehrt ist, kommt ein junger Mann zu Fuß auf die Helden zu.
Der hagere Mensch trägt ein Kettenhemd und darüber einen Waffenrock mit dem rot-blauen Wappen Mendevs.
Dunkle Ringe verlaufen unter den Augen des Mannes und sein Blick wirkt stumpf.

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"Grüße euch, mein Name ist Aaron Kir.
Ihr scheint ordentlich Eindruck auf Galfrey gemacht zu und jetzt bekommt ihr eure eigene kleine Armee. Gut für euch! Oder schlecht für euch. Ansichtssache.
Ich selbst bin kein großer Kämpfer, mein Fachgebiet ist Kriegsführung und Strategie. Wenn Galfrey euch eine Armee verspricht, bin ich derjenige der euch dabei hilft sie zusammenzustellen. Das bedeutet auch das ich euch auf dem Marsch nach Drezen begleiten werde.
Ihr müsst nur Sorge dafür tragen, dass mich auf dem Marsch nach Drezen kein Dämon frisst und die Stadt ist so gut wie eingenommen."


Aaron lacht, aber es klingt nicht so als würde er sich freuen.

"Fragen? Vermutlich habt ihr einige davon, aber haltet euch kurz. Galfrey wird wünschen, dass ihr so bald wie möglich aufbrecht und es gibt noch viel vorzubereiten."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 17.03.2019, 11:22:03
Damian mustert den jungen Mann. Wenn man sein Alter bedenkt, muss er sich verdient gemacht haben, um schon als Quartiermeister der Armee dienen zu dürfen. Die Augenringe zeugten allerdings vom Preis, den dies zu haben schien. Damian überging die zynische Begrüßung und neigt den Kopf zur Begrüßung.

"Damian mein Name, es freut mich, Euch kennenzulernen, Quartiermeister Kir. Seid Euch versichert, dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden, um Euch auf unserer Mission zu beschützen. Sollen wir uns hier besprechen, habt ihr ein Zelt im Armeelager oder sollen wir uns zum Herz des Verteidigers zurückziehen? Aufrund der Brisanz unserer Mission, würde ich einen sicheren Besprechungsort vorziehen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 17.03.2019, 12:56:51
(http://i63.tinypic.com/2hx6ams.jpg)
"Nennt mich Aaron, das machen auch alle Anderen. Nicht ein Tropfen blaues Blut in meinen Adern und den Respekt erwirbt man sich durch seine Arbeit, nicht durch den Rang.

Gebt mir Zeit bis morgen und ich werde mich darum kümmern, dass alle zur Verfügung stehenden Truppen zur Musterung bereit stehen.
Ihr seid im Herz des Verteidigers untergekommen? Schön, dass das Gasthaus noch steht. Wäre eine Schande gewesen wenn die beste Schänke der Stadt verschwunden wäre."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 17.03.2019, 15:11:52
Ein unüblicher Satz für einen ranghohen Offizier, aber deswegen wahrscheinlich auch die geeignetste Wahl für diese Aufgabe. Das Galfrey ihren Worten Glauben schenkt, heißt nicht, dass all ihre Untergebenen diese Ansicht teilen. Damian kann sich gut vorstellen, dass der ein oder andere Offizier ihnen weniger wohlgesonnen wäre.

"Also gut, Aaron, dann trefft Eure Vorbereitung. Ihr findet uns im Herz des Verteidigers."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 18.03.2019, 00:59:48
Völlig geplättet von der Antwort der Königin bleibt Ragni mit einem nachdenklichen Blick und einem leicht offenen Mund stehen. Die Tatsache, dass sie ihm geantwortet hatte, wo ansonsten immer alle seine Einwürfe ignorieren und dass sie eine ganz andere eigene Herangehensweise hat, machen die Ratte nachdenklich. Die Königin hat auch sehr geschickt das Thema auf den Kreuzzug gelenkt. Die Entscheidung, dem Kreuzzug zu folgen, besitzt eine Schwere, welche ihm wegen der Antwort der Königin erst jetzt bewusst wird.
Es ist als hätten die tausenden Stimmen durch ihr Donnern erst in diesem Moment seinen Geist aus dem Labor aufgeweckt und nach oben verfrachtet.
Dieser kurze Moment des Stillstands in dem kleinen Kopf der Mischlings wird von der Stimme von Aaron unterbrochen.
Den kleinen Austausch von Informationen zwischen Damian und Aaron verfolgt Ragni gespannt und versucht anschließend die rechte Hand von Aaron mit seiner eigenen rechten Hand zu ergreifen, so wie er es in den letzten Tagen oft gesehen hat.
"Aaron, das Durchschauen von verschiedenen Taktiken wird in meinen Büchern immer als ein komplexes Handwerk beschrieben. Wärst du so freundlich mich vielleicht in diese eigene kleine Wissenschaft einzuführen?  Ich selbst war bisher wenig auf Schlachtfeldern aktiv, aber das ein oder andere Mal musste ich schon zur Bombe greifen. Meine Effektivität im Kampf kommt offensichtlich nicht von meiner Muskelkraft, aber ich kann sie bestimmt erhöhen, wenn ich das Schlachtfeld einigermaßen überblicken könnte."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 18.03.2019, 21:33:17
Nachdem Damian das Gespräch mit Aaron beendet hat, tritt er näher.
 
"Nun denn, lasst uns in die Stadt zurückkehren. Ich würde auf dem Rückweg gerne bei Caeldas Schmiede vorbeischauen. Danach sollten wir die Zeit nutzen und sehen, ob die Fässer in den Kellern des Verteidigers noch ein kühles Bier hervorbringen."

Den Umständen entsprechend sichtlich besser gelaunt, versucht er die Anderen zum Gehen aufzufordern.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 19.03.2019, 22:58:55
Auf dem Rückweg zum Herz des Verteidigers machen die Helden einen Abstecher zu Caeldas Schmiede, nahe des Südtors.

Die Aasimar öffnet der Gruppe sichtlich erfreut die Tür und winkt sie mit warmen Lächeln ins Innere ihrer Schmiede. Drinnen brennt ein heißes Feuer und die Luft ist erfüllt von Ruß und dem Geruch von Eisen.


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"Welch Ehre, euch erneut in meinem bescheidenen Heim begrüßen zu dürfen, Helden Kenabres.
Ihr habt die Königin vor den Toren getroffen, nicht war? Ich wünschte ich hätte sie auch sehen können. Doch kann ein Schmied nicht den Hammer ruhen lassen, wenn es gilt eine Armee zu bewaffnen und einen Krieg zu gewinnen, nicht wahr?

Was kann ich für euch tun? Ich hoffe ihr habt nicht noch mehr Arbeit mitgebracht."


Dann erblickt Caelda Ragni und beugt sich breit grinsen zu ihm hinunter.

"Ohhh, wen habt ihr denn da mitgebracht? Ist das einer neuer Vertrau... Moment! Ihr seid ein Kind der Ersten, nicht wahr? So ein putziges Äußeres! Als ich noch ein kleines Mädchen war, hatte ich eine kleine, braune Feldmaus als Haustier. Ihr seht ihr ein wenig ähnlich."

Caelda lächelt, offenbar in Erinnerungen schwelgend, während ihre Finger zärtlich über das Fell auf Ragnis Schulter streichen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 20.03.2019, 21:36:33
Etwas erstaunt über Caeldas Reaktion gegenüber Ragni bleibt er einen Moment stumm neben ihr stehen, besinnt sich jedoch schnell wieder. Er tritt etwas näher an die lodernde Esse und genießt die Hitze auf seinem Gesicht und spürt, wie sich die dünnsten Barthaare zu kräuseln beginnen.

"Nun, dies ist Ragni und fürwahr einer der Ersten, die in den Höhlen unter Kenabres überlebt haben, wie ihr richtig festgestellt habt." Die Flammen knistern und ein Schwall Russ treibt dem Zwerg entgegen, doch bewegt dieser sich keinen Millimeter. Viel mehr atmet er ruhig und tief weiter. Erst jetzt wird ihm klar, wie sehr er den Geruch und Klang einer Schmiede vergessen hat.

Mit dunkleren Konturen und einigen schwarzen Flecken dreht er sich zu Caelda um und führt weiter fort.
"Der Grund meines Besuchs ist vielmehr eine Bitte, die nicht eure Fähigkeiten sucht, sondern meine herausfordert. Ich würde mich gerne in den nächsten Tagen für einige Stunden in eurer Schmiede verdingen, um eine Arbeit fertigzustellen, die schon viel zu lange darauf wartet fertiggestellt zu werden. Natürlich nur unter der Voraussetzung euch nicht von eurer Arbeit abzuhalten. Was meint ihr?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 21.03.2019, 00:25:01
Der Vergleich mit einer ordinären Feldmaus lässt zuerst Entsetzen in ihm aufsteigen, auch wenn er eigentlich von der Verniedlichung geschmeichelt ist.
Er setzt seine Brille wieder auf und versucht ruhig zu erklären: "Bitte vergleiche mich nicht mit einer Maus. Diese Geschöpfe sind uns Ratten in allem weit unterlegen. Unsere Zähne sind härter, unsere Gehirne größer und unser Schwanz länger und vor allem wichtiger. Es wäre, als würde ich einen Menschen mit einem Hund vergleichen. Als niedlich wurde ich aber nun wirklich noch nie bezeichnet, also danke? Naja lasst mich meinerseits sagen, dass ich die Schmiedekunst bewundere, auch wenn ich selten von... Was...Was macht sie da?
Verwirrt von Caelda und ihrer Hand auf seinem Fell bricht er mitten im Satz ab. Ragni würde es nicht zugeben, aber er findet es gar nicht mal so schlecht, gestreichelt zu werden. Dennoch ist ihm die Situation unangenehm und er versucht sich abzulenken, indem er ratlos zu den anderen aus der Gruppe schaut.
In diesem Moment fällt ihm der Geruch auf. Seine Nase zuckt ein bisschen und ein nostalgisches Lächeln zeigt sich auf seinem Gesicht, denn der Geruch erinnert ihn an seine früheren Versuche Eisen in Dampf zu verwandeln, die so kläglich gescheitert sind.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 21.03.2019, 00:36:18
Caelda hebt beschwichtigend die Hände und lächelt schief.

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"Mein Fehler, mein Fehler. Aber seid ihr überhaupt eine Ratte? Ich meine... seid ihr nicht eher so eine Art... äh... Mutant?

Also nicht das daran irgendetwas verwerflich wäre. Immerhin konntet ihr euch ja nicht aussuchen von den dämonischen Energien der Weltenwunde noch im Mutterleib...Ich meine... es ist mehr so eine Art Fluch oder?"


Caelda hält inne und seufzt dann laut.

"Tut mir Leid, Ragni. Das war weder taktvoll noch freundlich von mir. Hoffentlich nehmt ihr mir meine unbedarften Worte nicht übel. Ich bin viel besser mit dem Schmiedehammer als mit Worten, glaubt mir. Seid wer immer ihr sein wollt, wahre Werte kommen von Innen.

Als Razgrim der Schmiedin sein Anliegen vorträgt lässt sich diese dankbar ablenken.

"Es wäre mir eine Ehre, Herr Razgrim! In dieser Schmiede hat seit sicherlich einem Jahrzehnt kein Zwerg mehr geschmiedet. Wenn euch meine bescheidene Schmiede genügt, dürft ihr mir jederzeit gerne einen Besuch abstatten."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 21.03.2019, 01:00:06
Nun....ich teile mit Ratten mehr als nur mein Aussehen. Sie gaben mir viel und brachten mir bei, wie ich überlebe. Ich habe auch viele meiner Umgangsformen von ihnen gelernt. Zum Beispiel sind alle Ratten neugierig und wenn sie eine andere Ratte zu sehr bedrängen mit ihrer Neugier, dann wird das durch einen Biss geregelt.
Nun ja ich sehe es weniger als einen Fluch an. Ich gehöre so einfach nur zu zwei Rassen. Es ist eher ein Privileg, das Privileg mehrere Welten zu vereinen.

Bei der Entschuldigung, kommt Ragni eine Idee.
Pah. Wer braucht Freundlichkeit, wenn er Fragen hat? Eines habe ich hier oben schon gelernt. Hier geht es zu sehr darum, wie sich jemand gibt und nicht, wie er ist. Eine anstrengende Eigenschaft, also halte dich bitte nicht zurück. Wenn du mich allerdings noch einmal mit einer Maus vergleichst, beiße ich. Ragni zeigt hierbei seine Zähne und probiert dabei zu grinsen, um zu verdeutlichen, dass es sich um einen Witz handelt, so wie er es von Otham gelernt hat.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 22.03.2019, 19:36:04
Bei dem skurrilen Anblick der Szenerie zieht Baldark sichtbar eine Augenbraue nach Oben. So ganz hat er sich noch nicht an seinen neuen Gefährten gewöhnt und er kann die Kausalkette immer noch nicht recht zusammensetzen, die zu dieser Situation geführt hat. Doch wenn die Ratte den Dämonen entgegentreten möchte, ist Baldark der letzte, der sie daran hindern würde. Wobei der Zwerg nicht alle Zweifel los wird, ob sich Ragni bewusst ist auf was er sich eingelassen hat.

Über eines ist sich Baldark allerdings sicher und zwar, dass er die Ehrlichkeit der Ratte wertschätzen wird.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 23.03.2019, 00:54:10
"Nun, solange euch meine bescheidenen Schmiedekünste kein Graus sind."
Razgrim senkt den Kopf leicht nach vorne, legt seine Stirn in Falten und lächelt Caelda beschwichtigend an.

Der Zwerg lässt seinen rechten Arm kurz Kreisen und hält ihn für einen Moment an der Schulter.
"Dieser Hammer wurde schon lange nicht mehr auf glühendes Eisen geschlagen, ich fürchte mein Handwerk ist etwas eingerostet. Aber der Ruß in der Luft und die Hitze im Gesicht wird helfen mich an alte Tage zu erinnern."

"Nun denn, dies war der Grund meines Besuchs. Ich fürchte jedoch, dass wir uns sogleich wieder auf den Weg machen müssen. Es gibt noch viel zu tun. Caelda es war mir eine Freude und ich danke euch schon jetzt für eure Großzügigkeit!"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 24.03.2019, 16:42:45
Nachdem Razgrim gesagt hat, was er sagen wollte, macht sich die Gruppe auf den Rückweg in den Verteidiger. Den Rest des Tages verbringen die Helden mit persönlichen Vorbereitungen. Die plötzliche Präsenz der königlichen Truppen führt dazu, dass sihc überall die Gemüter entspannen und den - wenn auch trügerischen, da kurzweiligen Frieden - genießen. Nachts findet die Gruppe zum ersten Mal seit langem einen ruhigen Schlaf.

Am nächsten Morgen, kurz nach Sonnenaufgang trifft Aaron Kir mit einer kleonen Entourage im Schankraum des Verteidigers ein. In der Begleitung des jungen Vertrauten der Königin befinden sich eine blonde Halblingsfrau in zweckdienlicher Kleidung aus Leder und ein hochgewachsener, dunkelhäutiger Mann in voller Rüstung.

Aaron Kirs Augenringe scheinen nochmal dunkler geworden zu sein, so dass sich die Frage aufdrängt ob er überhaupt geschlafen hat. Seine beiden Begleiter dagegen wirken vergleichsweise ausgeruht.
Der Quartiersmeister nickt der Gruppe wortlos zu, dann tritt zuerst die Frau nach vorn, um sich vorzustellen.

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"Guten Morgen, Helden Kenabres. Mein Name ist Nurah Dendiwhar, aber nennt mich ruhig Nurah. Ich diene Galfrey als Beraterin und bin versiert in der Geschichte Mendevs, sowie zahlreichen anderen Dingen. Was die Zitadelle Drezen betrifft, kann ich mit einigem Stolz behaupten, dass es kaum einen Zweiten gibt, der mit Geschichte und Gegenwart dieses Ortes so vertraut ist wie ich. Galfrey hat mich angewiesen euch auf eurer Reise zu begleiten und zu unterstützen, ich hoffe wir werden gut zusammenarbeiten.

Und wenn möglich auch zurückkommen."


Nurah lächelt schief, doch der andere Begleiter Aarons legt ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter.

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"Habt Vertrauen in unsere frischgebackenen Helden, Nurah. Wenn Galfrey ihnen vertraut, sollten wir nicht zweifeln.

Ich grüße Euch, Helden! Man nennt mich Sosiel, Sosiel Vaenic. Ich bin ein Kleriker der Ewigen Rose. Meine Rolle ist eher spirituell, obwohl ich Shelyn und nicht Iomedae diene. Dennoch werde ich mein Möglichstes tun, euch und auch den Soldaten eine Stütze im Kampf gegen die Schrecken der Weltenwunde zu sein.
Wir werden uns an Orte begeben, die Geist und Körper gleichermaßen zusetzen, doch gemeinsam und mit dem Schutz der Götter werden wir uns dem scheinbar Unmöglichen stellen und es möglich machen.
Lasst uns die Mission unserer Königin erfolgreich durchführen und siegreich heimkehren!"


Sosiel grinst und zeigt seine strahlend weißen Zähne. Der Mann wirkt so entspannt und freundlich, dass man fast vergessen könnte, von welchem Himmelfahrtskommando er spricht.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 25.03.2019, 15:18:47
Morgens sitzt Otham gedankenverloren an seinem Tisch und knabbert ruhig an einem Stück Wurst, als Aaron vor sie tritt. Anscheinend hat er sehr schlecht geschlafen, wahrscheinlich gibt er deswegen seinen Begleitern den Vortritt um sich selbst noch etwas zu sammeln.

Eine Art gequältes Lächeln zeichnet sich auf Othams Lippen ab, als er Nurah zuhört. Wahrscheinlich weil auch er im Inneren die Möglichkeit bei dieser Mission draufzugehen als hoch einschätzt. Doch bevor er antwortet tritt auch der Mann vor. Bei seinen Worten kann der Halbling nichts anderes tun als seine Auge verdrehen. Irgendwie hat sich die Truppe der "Helden Kenabres" deutlich verändert: eine mutierte Ratte, ein Schlafwandler, eine Hablingsdame, die auch halb mit ihrem Tod rechnet und ein Draufgänger der Shelyn.

"Nun mein Name ist Otham Sauertopf, doch ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage: wir haben genügend Namen belassen wir es einfach bei Vornamen und sparen uns Titel oder ähnliches. Es freut uns weitere Unterstützung gefunden zu haben und wir sind euch dankbar, dass ihr uns auf unserem gefährlichen Weg begleiten wollt.

Alles was wir jetzt an Informationen über Drezen bekommen, kann uns helfen und spart hoffentlich Leben. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass..."
, Otham schüttelt schnell den Kopf: "Ignoriert mich einfach. Ich wette Damian ist schon ganz kribbelich bei dem Gedanken über Drezen zu hören.", gibt Otham mit einem schelmischen Unterton zurück. Innerlich schalt er sich selbst, er muss es schaffen diese innere Unruhe, diese Negativität wieder loszuwerden. Wenn er führen soll muss er die Verantwortung tragen und dazu gehört es auch Anderen kein schlechtes Gefühl einzureden, nur weil am selbst eines hat.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 25.03.2019, 21:44:24
Ungewöhnliche Berater hatte Galfrey ihnen ausgesucht. Eine Historikerin und ein Priester Shelyns. Selbst wenn sie und Aaron brillante Taktiker waren oder insgeheim als Spione für die Krone arbeiten würden, Damian hatte wohl eher Krieger erwartet. Aber Galfrey hatte in ihrer Weisheit und Erfahrung diese Drei auserwählt und so ist Damian neugierig.

Bevor er allerdings das Wort ergreifen kann, spricht Otham und es wird deutlich, dass Nurah, wie die Halblingsdame sich vorgestellt hat, nicht die einzige ist, die einen Sturm auf Drezen für Wahnsinn hält. Vielleicht würden sich die Worte des Dieners der Unkorrumpierbaren bereits viel früher bewahrheiten und der Kampf um Drezen hatte bereits begonnen. Den Verführungen der Dämonen fielen nicht immer nur die Schwachen zum Opfer. Gegen einen übermächtigen Feind bleibt nur Hoffnung und in Anbetracht der Ohnmacht und Verzweiflung, kann es Erlösung sein, sich der Hoffnungslosigkeit zu ergeben und den Herren des Schreckens zu huldigen. Baldark schützte sein Hass und Razgrim sein Glaube, aber was bewahrte Otham vor der Finsternis? Der Sukkubus hatte ihn nicht grundlos gewählt. Damian würde Otham im Auge behalten müssen.

Die Augen von Otham abwendend, neigt Damian den Neuankämmlingen gegenüber respektvoll den Kopf zur Begrüßung.

"Erfreut, Euch kennenzulernen, Nurah und Sosiel. Dies sind Razgrim, Baldark und Ragni. Mein Name ist Damien und ja, mein Begleiter hat ganz Recht, die Zeit drängt und wir sollten uns mit dem Ziel unserer Mission befassen: Drezen. "
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 25.03.2019, 22:24:24
Razgrim nickt den Neuankömmlingen beiläufig begrüßend zu, als Damian ihn vorstellt. Rasch stellt er alle leeren Bretter des Frühstücks zusammen und gibt sie einer schon herbeieilenden jungen Frau, die beim Servieren der Speisen geholfen hat. Er bedankt sich knapp, greift nach seinem Krug und sieht wieder in die Runde.

"Also gut, dann lasst uns planen, ich bin gespannt eure Ratschläge zu hören. Die hinteren Räume beherbergen eine Sammlung an Karten dieser Regionen, ich schlage also vor, dass wir uns dort besprechen."
 
Der Zwerg drückt jedem einen Humpen Ale in die Hand.
"Hier, nehmt diese, solange ihr nach einem noch einen klaren Kopf behalten könnt. Die Besprechungen in den letzten Tagen hatten es so an sich recht lange zu dauern und man sitzt schnell auf dem Trockenen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 26.03.2019, 21:52:54
Sosiel lehnt dankend ab, als Razgrim ihm etwas zu trinken anbietet.

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"Nicht für mich, danke. Ich trinke nicht.

Was die Planung betrifft werden wir ein wenig umdenken müssen. Galfrey möchte das wir schon morgen in der Früh mit den ersten Strahlen der Sonne aufbrechen. Und wir haben noch nicht einmal die Armee zusammengestellt.

Aaron hier hat die Nacht durchgemacht, alle verfügbaren Truppen treffen soeben auf dem Feld vor Kenabres zusammen. Wir brechen sofort auf."


Die drei Vertrauten der Königin führen die Gefährten aus dem Verteidiger hinaus und die Straße hinunter zum Südtor. Die Sonne hängt noch tief über der Stadt, doch der Lärm der aufmarschierenden Armee liegt bereits in der Luft.

Als die Gruppe aus dem Südtor tritt ist die Ebene vor der Stadt wie verwandelt. Vor Ihren Augen zieht sich ein gewaltiges Feldlager so weit das Auge reicht. Hunderte von Zelten reihen sich hintereinander und überall laufen Menschen umher. Aus dem Umland wurde Vieh zusammengetrieben, Bäume wurden gefällt um Pallisaden zu errichten und ganze Kompanien marschieren auf mehreren weitläufigen Übungsplätzen die im Lager verstreut liegen.
Das Werk einer einzigen Nacht scheint unglaublich und es wird neben enormen Anstrengungen wohl auch eine ganze Menge Magie nötig gewesen sein um solches zu vollbringen.

Aaron gähnt herzhaft, sichtbar unbeeindruckt von dem Tumult um ihr herum.

(http://i63.tinypic.com/2hx6ams.jpg)
"Also los dann, Zeit ist ein kostbares Gut. Was haben wir?

Galfrey möchte euch eine schlagkräftige Truppe mitgeben, doch wir können Kenabres nicht wehrlos zurücklassen. Wir können daher nicht alles und jeden einfach einpacken. Ihr müsst entscheiden welche Truppen mit uns kommen und wer in Kenabres zurück bleibt. Ich kann euch bei einer Einschätzung der Truppenkomposition helfen, doch am Ende liegt es an euch. Galfrey möchte euch als Kommandanten einsetzen, also trefft ihr auch alle Entscheidungen.

Wir werden jedem Truppe der zur Auswahl steht einen kurzen Besuch abstatten, ihr könnt mit dem Kompanieführer sprechen und euch ein Bild von den Soldaten machen."


Aaron wartet erst gar keine Antwort ab, sondern läuft sofort los. Etwas überrumpelt von der Situation bliebt den Helden nichts anderes übrig als dem Mann zu folgen, der geradewegs auf einen Trainingsplatz zuhält.

Auf dem Gelände befinden sich etwa 100 Reiter in schwerer Rüstung. Als sich die Gruppe nähert kommt eine Ritter auf sie zu, sattelt vor der Gruppe ab und salutiert. Es handelt sich um eine junge Frau mit entschlossenem Gesichtsausdruck.

(http://i67.tinypic.com/nl1l02.jpg)
"Leutnant Kamilo Dan, Befehlshaber der dritten Kompanie, erster Zug, meldet sich zum Dienst.
Ihre Majestät, Königin Galfrey, hat uns angewiesen, uns zur Bemusterung bereit zu stellen.
Die Kompanie umfasst einhundert berittene Panzerreiter, allesamt Veterane der Kreuzzüge und treue Diener unserer strahlenden Iomedae. Als befehlshabender Offizier bürge ich persönlich für jeden Einzelnen meiner Leute, es sind allesamt herrausragende Kämpfer und disziplinierte Soldaten."



Der Leutnant blickt den Helden fest, fast schon herrausfordern in die Augen.

Aaron schnalz gut hörbar mit der Zunge und fährt sich dann durch das zerzauste Haar. Die Offizierin wirft dem Quartiersmeister einen missbilligenden Blick zu, sagt jedoch nichts.

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"Leutnant Dan ist etwas verstimmt, weil Sie normalerweise dem direkten Kommando der Königin untersteht.
Die Nachricht, dass ihr nun plötzlich ihre Kommandanten sein könntet, hat sie nicht allzu freudig aufgenommen.
Nun... so ist das eben im Militär, nicht wahr, Frau Leutnant?

Von den persönlichen Vorlieben einmal abgesehen, die dritte Kompanie ist eine Eliteeinheit. Einen besseren Trupp als diese von Galfrey handverlesenen Soldaten werdet ihr nicht finden. Wir starten also direkt mit den besten zur Verfügung stehenden Truppen. Dachte ich schinde ein wenig Eindruck, wir haben ja einen Ruf zu verlieren."
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Dritte Kompanie (Anzeigen)
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 28.03.2019, 16:47:59
Razgrim brummelt mit einem verschwitzten Lachen, er versteht den Leutnant nur zu gut. Bis vor wenigen Tagen hätte er ebenso über sich selbst gedacht. Dies war und ist für jeden seiner Gefährten eine Veränderung, die man ihnen vermutlich an der Nasenspitze ablesen kann. Doch haben sie alle ähnliches erlebt und es ist nicht die Zeit für Überzeugungen und Diskussionen. Wenn sie den Marsch und die Schlacht um Drezen schlagen wollen, müssen Zweifel verdrängt und Vorurteile hinuntergeschluckt werden. Razgrim ist dafür bereit und so hofft er, auch Leutnant Dan.

Der Zwerg drückt die Brust raus und macht einen Schritt nach vorne.
"Ich grüße euch, Leutnant Dan, Befehlshaberin der dritten Kompanie vom ersten Zug. Es freut mich eure Bekanntschaft zu machen und euch, sowie eure fähigen Soldaten, in unseren Reihen zu wissen. Es wird mir eine Ehre sein, neben euch in die Schlacht zu ziehen."

Für einen Moment möchte Razgrim die Bedenken des Leutnants ansprechen, entschließt sich dann aber, es besser zu lassen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 28.03.2019, 22:08:54
Aaron nickt bedächtig, klatscht dann in die Hände und führt die Gruppe sofort weiter.
Bevor die Helden die nächste Kompanie sehen hören sie laute Gebell und Gejaule von mehreren Dutzend Hunden.
Ein paar Zelte weiter, in der Nähe einer Gruppe Bäume, haben sich mehrere Dutzend Halblinge mit ihren Reithunden zusammengefunden. Es handelt sich um gewaltige, muskulöse Mastiffs, die offensichtlich außerordentlich gut dressiert sind.
Als die Kreuzfahrer in die Nähe des Lagers kommen, heulen alle Hunde gleichzeitig einmal auf und die Augen der versammelten Halblinge richtet sich auf die Neuankömmlinge.
Die Soldaten sind in einer Mischung aus Leder und Kettenhemden gekleidet und mit Bögen und Schwertern bewaffnet. Aus ihrer Mitte tritt ein erstaunlich bullig wirkender Halbling mit Helm und abgehärteten Gesichtszügen hervor.

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"Das sind die Neuen, ja? Sehen aus wie ein Haufen Anfänger, nichts für ungut. Ein Langer, zwei Steinbeißer und was ist das da überhaupt? Eine Ratte? Wollt ihr mich verarschen, Kir?."

Der Halbling wirft einen Blick auf Otham.

"An den könnte ich mich zumindest gewöhnen.

Na gut, Befehl ist Befehl.
Merrics Windreiter stehen bereit zum Ausrücken. Ausspähen, Fallen legen, Fährten finden, Dämonen aufschlitzen - wir sind sozusagen das Komplettpaket.
Lasst euch nicht erzählen das Halbing keine guten Soldaten sind. Ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Wer uns mal im Einsatz erlebt hat, ändert meist seine Meinung. Vorausgesetzt sie haben überlebt."


Der Halbling kramt in einer Tasche an seinem Gürtel und holt eine Zigarre hervor, die er sich sogleich ansteckt. Er nimmt einen tiefen Zug und stößt dann einen Kringel blauen Rauchs aus. Aaron Kir und der Halbling tauschen ein paar vielsagende Blicke, bis Aaron seufzend aufgibt.

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"Und das, meine Herren, ist der unvergleichliche Merric. Das ist nicht als Kompliment gemeint, Merric. Ich finde wirklich niemanden unter den Truppen, den ich mit euch vergleichen könnte.

Ich fasse das nochmal für euch zusammen: Merric und seine Jungs sind spezialisiert aufs Kundschaften. Sie sind eine kleine, schnelle Einheit, perfekt für Geplänkeltaktiken. Was auch immer Merric sagt, schickt sie nicht in den Nahkampf mit Dämonen. Ich meine... sie sind halb so groß wie Menschen. Selbst aufgesattelt, selbst aufgesattelt auf so etwas..."


Aaron deutet auf den Mastiff, der sich an Merric reibt und den Halbling fast überragt. Das Tier fletscht die Zähne und knurrt bedrohlich und auch Merric setzt einen sauren Gesichtsausdruck auf.

"Nun, ich werde nichts weiter sagen. Es sind Halblinge, ihr solltet wissen auf, was ihr euch einlasst. Andererseits habt ihr auch einen Halbling unter euch. Vielleicht werdet ihr ja beste Freunde?

Irgendwelche Fragen an Merric oder sollen wir weiter gehen?"
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Merrics Windreiter (Anzeigen)
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 29.03.2019, 13:57:03
Razgrim nickt Aaron zu und folgt dem Mann zum nächsten Trupp, doch kann er sich einen kurzen Kommentar zu Merrics Aussage nicht verkneifen.

"Guter Merric, seid euch gewiss, dass niemand von uns einen Krieger an seiner Körpergröße misst. Denn würden wir dies tun, würden ein Langer, zwei Steinbeisser und eine Ratte mehr Augenmerk auf Nebensächlichkeiten denn taktisches Kampfgeschick und militärische Erfahrung legen. Und das kann sich in diesen Zeiten niemand leisten." Die Augenbrauen kurz nach oben ziehend, nickt er dem grimmig dreinblickenden Halbling zum Abschied zu und fügt noch an "Ich bin gespannt eure Fähigkeiten auf dem Schlachtfeld sehen zu dürfen!"

Der Priester Torags hegt keinen Groll gegen den Kompanieführer. Wie auch von Leutnant Dan wird jedem anderen abverlangt, fünf völlig Unbekannten in eine Schlacht mit geringen Aussichten auf Wiederkehr zu folgen. Ehre und Respekt lassen sich nicht durch Worte erlangen, nur durch Taten, doch Worte waren alles, auf das sie sich berufen konnten. Dies wird schwieriger werden, als sie bisher gedacht haben.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 29.03.2019, 14:25:24
Damian hat sich bisher im Hintergrund gehalten, kann sich ein Lächeln jetzt aber nicht verkenifen. Halblinge sind doch wirklich erstaunliche Geschöpfe. In einem Monat kann man alles Wissenswerte über sie lernen und doch können sie einen nach 100 Jahren noch überraschen. Wer hätte gedacht, dass Galfrey einen Spähertrupp dieses Volkes unterhält, mit dem sich Baldark sicher gut verstehen würde.

Bei der Entscheidung bezüglich ihrer Auswahl hält er sich bisher zurück. Zwar hat er selbst den Rang eines Leutnants inne, allerdings mehr aufgrund seiner langjährigen Dienstzeit und Erfahrung in der Weltenwunde, weniger als Truppenkommandant. Hinsichtlich der Führungsqualitäten vertraut er Razgrim und Baldark, wenn es um die Einschätzung der richtigen Taktik und Kampfkraft geht; auch wenn Anevia der Hauptmann ihrer Spähtruppe war, Baldark war ihr als Späher und Plänkler schon damals überlegen, erst recht, wenn es um den direkten Zweikampf gegen Dämonen ging.

Die Zeltreihen überfliegend, wartet Damian eher auf eine Gelegenheit, die Spezialtruppen Galfreys kennenzulernen. Damian weiß, dass die Königin fähige Magier und Kleriker, aber auch andere, eher ungewöhnliche Zauberwirker in ihren Reihen beschäftigt, die wohl eher zu Damians Expertise passen.

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 29.03.2019, 20:05:39
"Wirst dich wohl an mich gewöhnen müssen.", gibt Otham zurück. Wahrscheinlich ist er schon zu lange nicht mehr unter Halblingen gewesen, doch die Art Merrics gefällt ihm nicht. Aber anscheinend scheint es niemanden zu stören. Irgendwie wundert er sich doch ein bisschen, hat er doch gedacht, dass Galifrey etwas mehr wert auf Ordnung legt. Aber nun gut, wer ist er es zu verurteilen.

"Bin mir allerdings auch nicht sicher was das heißen soll: Ihr habt ja auch einen Halbling unter euch?", antwortet er auf Aaron: "Lasst uns einfach weiter gehen, ich denke wir haben noch genug vor heute. Am besten Reden wir mit allen Truppenführern am Ende nochmal, wenn es etwas zu klären geht."

Aus irgendeinem Grund sind Otham die Hunde nicht so ganz geheuer und er möchte eher weg kommen als hier zu verweilen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 29.03.2019, 22:24:51
Sosiel legt Otham eine Hand auf die Schulter und zwinkert ihm aufmunternd zu.

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"Lasst euch von Aaron nicht aufziehen, Otham. Wenn er Witze macht, heißt das nur, dass er entspannt ist. Es ist seine Art mit dem Stress umzugehen.
Krieg ist kein schönes Geschäft, er hinterlässt in uns allen tiefe Narben. Jeder hat seine eigene Art damit klar zu kommen. Einige weinen, einige trinken, andere gehen keiner Schlägerei aus dem Weg.

Aaron lacht oder reißt Witze. Nehmt es euch nicht zu herzen.
Und zweifelt nicht an ihm.

Er zählt nicht ohne Grund zu Königin Galfreys Beraterstab, wie ihr schon sehr bald feststellen können werdet."


Die nächsten Truppen teilen sich einen Übungsplatz und erstaunlicherweise scheinen die Soldaten recht gut miteinander auszukommen. Auf der einen Seite haben die Zwerge aus der Kompanie Hochhelms breit gemacht und sobald sich die Helden nähern, heben die Zwerge ihre Waffen und trommeln lautstark zur Begrüßung auf ihre Schilde.
Auf der anderen Seite übt ein kleiner Trupp Höllenritter mit eiserner Disziplin.

Von Seiten Razgrims ehemaliger Kompanie eilen Nalthic und Falgur zu den Helden hinüber, von Seiten der Höllenritter nähert sich ein Hühne in der typischen Rüstung der Höllenritter.

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"Lord Razgrim, es ist uns eine Ehre! Das gilt natürlich auch für eure Begleiter.
Als wir gehört haben, dass die Königin plant eine Armee unter Leitung der Helden von Kenabres nach Drezen zu schicken, haben wir uns sofort bereit gemacht. Lasst und erneut zusammen kämpfen, die Zwerge Hochhelms stehen allzeit bereit!"




Falgur nickt zustimmen und aus dem Hintergrund hört man den Jubel der zwergischen Kompanie. Offenbar sind Razgrims Leute hoch motiviert.

Der Höllenritter ist nun ebenfalls bei der Gruppe angekommen und als der den Helm abnimmt, stellt sich heraus, dass die Helden ihm schon einmal begegnet sind. Es handelt sich um Ulric, den Kellide den die Helden vor wenigen Tagen aus der Grauen Garnison gerettet haben.

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"Seid gegrüßt, Helden. Paraliktor Astorath hat euch die Unterstützung des Ordens der Götterklaue zugesagt und es ist mir eine Ehre seinem Ruf zu folgen und unter eurem Kommando in den Krieg gegen unseren verhassten Feind zu ziehen.

Wir sind nicht viele, aber wir sind Höllenritter. Wir werden durch das Blut unserer Feinde waten und eine Schneise durch ihre Reihen schlagen."



Aaron und Sosiel halten sich diesmal zurück und es ist Nurah die spricht.

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"In der Tat gab es auch ohne unser Zutun einen erstaunlichen Andrang an Freiwilligen für diese Mission.
Eine zwergische Kompanie ist beachtlich, doch ein Trupp Höllenritter, der sich freiwillig unter euer Kommando begeben will? Das ist wirklich mehr als ungewöhnlich.
Ihr versteht es euch Freund zu machen, nicht wahr?

Was die Truppen angeht, beide sind mächtig. Die Zwerge sind kriegserfahren, zäh und unbeugsam, die Höllenritter mögen nur halb so viele sein, doch ihr Ruf als legendärer Orden eilt ihnen vorraus. Zwei verlässliche Verbündete im Kampf, die man gerne an seiner Seite hat.
Die Zwerge scheinen allerdings keinen Anführer zu haben. Dadurch scheint zwar kein Chaos zu entstehen, ihr solltet aber dennoch einen Kompanieführer bestimmen."
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Kompanie Hochhelms (Anzeigen)
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Orden der Götterklaue (Anzeigen)
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 30.03.2019, 14:53:12
Baldark läuft still hinter Aaron hinterher und beäugt achtsam die einzelnen Kompanien. Razgrim übernimmt das Händeschütteln mit aufgesetzter Miene und Baldark ist froh drum, so kann er sich mit wichtigeren Dingen beschäftigen. Nachdem sie auch auf den letzen Trupp einen Blick werfen konnten, wendet sich der Zwerg an den offiziellen Taktiker des Unterfangens.

"Bevor wir blind mit dem Finger auf irgendeine Kompanie zeigen, sollten wir uns noch ein paar Dinge bewusst machen.

Jeder dieser Trupps hat seine Vor- und Nachteile, die wir abwägen und miteinander harmonisieren lassen sollten. Struktur und Taktik ist einer unserer Punkte, in denen wir den Dämonen überlegen sein sollten, sonst ist unsere Mission von Beginn dem Untergang geweiht.

Umso mehr Kampfkraft wir mitnehmen, desto mehr Verpflegung benötigen wir, desto mehr beschneiden wir unsere Mobilität und desto mehr kündigen wir unseren Angriff an. Drezen ist fünf Tagesmärsche entfernt und wir wissen nicht, was uns danach noch alles erwartet.

Wir sollten uns der Intention unseres Vorhabens klar werden. Das Ziel ist Drezen und nicht ein Aufräumkommando bis zu den Toren der Stadt. Ergo sollten wir jeglichen Konflikt bis auf das Minimum reduzieren, um unsere Streitkraft nicht unnötig zu schwächen.

Der Spähtrupp der Halblinge ist meiner Meinung nach der Schlüssel. Er ist auf den Reittieren wendig genug, um den Überblick zu behalten. So können wir Dämonen auf dem Weg ausweichen und aktiv einen Kampf gestalten, sollte er doch unvermeidbar sein. Der Trupp sollte sich losgelöst vom Haupttrupp bewegen. Mit dessen Fernkampfwaffen sollten wir auch die Verluste minimieren. Ich bin mir noch nicht ganz sicher wie wir in die Stadt Drezen kommen wollen, da wir vermutlich nicht die Tür einrennen können, doch die Fähigkeiten der Halblinge könnten hier ebenfalls hilfreich sein.

Die Höllenritter und die Zwerge sind solide Fußsoldaten. Sie sollten unsere Basis bilden. Wie mir scheint, sind beide Fraktionen disziplinierte Soldaten, die verstehen ihre Formation zu halten. Ein Fundament auf das man bauen kann. Für ihre Kampfkraft benötigen sie in Relation vermutlich weniger Verpflegung als die berittenen Abteilungen.

Als letztes die Paladine. Sie mögen zwar mit Abstand der stärkste Trupp sein, doch liegt ihr Schwerpunkt im Kampf auf offenem Feld, was wir eigentlich vermeiden sollten. Wenn wir Abstriche machen sollten, dann meiner Meinung am ehesten bei ihnen.

Was meint ihr Aaron?"


Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 30.03.2019, 16:23:32
(http://i63.tinypic.com/2hx6ams.jpg)
"Keine schlechten Überlegungen hinsichtlich der Truppen, Baldark.
Aber ihr unterschätzt die 3. Kompanie.

Man mag von Paladinen halten was man will, aber in diesem Krieg sind sie unsere stärkste Waffe.

Sie werden niemals fliehen, sondern bis zum letzen Mann kämpfen.
Iomeadaes göttlicher Schutz sorgt dafür, dass sie niemals krank werden oder sich mit einer der hundert Seuchen der Weltenwunde infizieren.
Sie können verletzte Truppen und sich selbst heilen und im direkten Kampf gegen Dämonen sind sie allen anderen Truppen überlegen. Dies gilt sowohl für Nah-, als auch für Fernkampf.
Und sie sind beritten mindestens so schnell wie Merrics Windreiter, auch wenn er das nicht hören möchte.

Als ich vorhin gesagt habe, dass die dritte Kompanie die beste Einheit darstellt, war das mein voller Ernst. Ihr müsst die Paladine nicht mitnehmen, Leutnant Dan wird sicherlich keine Probleme damit haben weiterhin Galrfreys Kommando zu unterstehen.
Aber als strategischer Berater würde ich davon abraten die stärksten und vielseitigsten Truppen nicht aufzustellen.

Wir sind übrigens noch nicht fertig mit der Inspektion, Baldark. Es stehen noch weitere Truppen zur Aufstellung zur Verfügung."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 30.03.2019, 18:10:26
Baldark nickt bei den Erläuterungen Aaron's.

"Wenn sich Heiler unter den Paladinen befinden, werden sie wohl in der Tat unentbehrlich sein. Wir können nicht zulassen unnötig Truppen zu verlieren.

Jedoch sorge ich mich um die Verpflegung des Heeres, vor allem wenn wir tiefer in die Weltenwunde eindringen. Ich weiß wovon ich rede. Ich wurde ausgebildet dort Draußen zu überleben und wäre einmal fast verhungert, wäre nicht ein erfahrener Kleriker der Immodea an meiner Seite gewesen, der uns so gut es ging mit Magie unterstütze. Das Land wird schnell trostlos, wenn man gegen Nordosten geht.

Doch solltet ihr mehr Erfahrung mit solchen Dimensionen an Streitkräften haben als ich. Was meint ihr ist eine angemessene Größe des Heeres. Ich bezweifle, dass wir alle mitnehmen sollten. Schließlich ist die Verpflegung nicht der einzige Punkt, der dagegen spricht."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 30.03.2019, 21:34:29
Sosiel lacht, als er Baldarks ernstes Gesicht bemerkt.

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"Ihr habt den Sturmfürst überlebt, Kenabres Fall abgewendet und wollt nun gegen Drezen zu Feld ziehen um ein Relikt zu bergen das seit fast 100 Jahren im Besitz des Feindes ist.
Und dennoch sorgt ihr euch um die Verpflegung der Truppen.

Gewiss, Baldark, Eure Bedenken sind nicht unerheblich und es gibt überdies noch viel mehr Gefahren auf dem Marsch nach Drezen. Auch die Zitadelle einzunehmen wird kein Kinderspiel.

Was glaubt Ihr wie ihr es hierhin geschafft habt? Mit Glück? Durch eine Laune des Schicksal?

Ich sage euch, wie ich mir Euren wundersamen Erfolg trotz wiedrigster Umstände erkläre:

Göttliche Vorhersehung.

Ihr kämpft nicht allein, die Götter selbst wachen über euch. Solange Ihr weiterhin an den Sieg des Guten glaubt und nicht zögert oder zweifelt, solange wird euch die Gunst der Götter gewiss sein.
Kein Sterblicher und kein Dämon wird sich euch widersetzen können.

Nicht nur ich glaube das, auch Aaron, Nurah und selbst Galfrey teilen meine Meinung. Jeder eurer Soldaten wird zu euch aufsehen als Leuchtfeuer in absoluter Finsternis. Ich hoffe ihr seid Euch dieser Verantowrtung bewusst."


Der Kleriker macht eine kurze Pause um der Bedeutung seiner Worte Nachdruck zu verleihen, dann lacht er erneut herzhaft und gibt Baldark einen Klapps auf die Schulter.

"Aber lasst euch nicht unterkriegen. Tut einfach was ihr bisher getan habt, einverstanden?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 31.03.2019, 13:01:10
Erschlagen von den Eindrücken der letzten Tage, kann Ragni nur schwer sinnvolle Überlegungen zu Truppen, Kriegstaktiken und Planung beisteuern. Aus diesem Grund ist er umso überraschter von Baldarks scharfen Verstand in diesen Sachen.
"Baldark deine Überlegungen zu der Aufstellung der Armee wirken durchdacht. Meint ihr es gibt eine Möglichkeit ein Paar Heiler mitzunehmen, auch abseits der Paladine. Wenn wir das offene Schlachtfeld meiden, könnte dies schon genügen, um unsere Verluste zu minimieren und so können wir vielleicht auf die eher unpraktischen Paladine verzichten. Wir werden so oder so Abstriche machen müssen. Alleine wegen der geringen Zeit, die uns zum planen noch bleibt und dieser Nachteil scheint mir der kleinste zu sein."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 31.03.2019, 14:58:18
Damian ist froh, dass Ragni das Gespräch weiterspinnt, ohne auf Sosiels Worte einzugehen. Der junge Mann scheint stark im Glauben zu sein, doch ein wenig zu sehr auf die Hilfe der Götter zu vertrauen. Vielleicht ist es Unerfahrenheit, vielleicht die Lehre Shelyns, aber Damian ist sich sicher, dass Baldark und auch Otham wenig Verständnis für derlei Zuschaustellung von Naivität haben.

Um schlimmeres abzuwenden, geht er auf Sosiel zu und nimmt den Kleriker zur Seite.

"Sagt Sosiel, was wisst ihr über Drezen? Mir ist bewusst, dass wir eine Armee brauchen, um dorthin zu gelangen, aber was dann? Ich nehme nicht an, dass wir die Stadt belagern? Gibt es einen geheimen Weg hinein?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 31.03.2019, 21:51:39
Sosiel möchte etwas erwidern, doch Aaron unterbricht ihn.

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"Alles zu seiner Zeit. Lasst uns erst die Bemusterung abschließen.

Nach den verlässlichen Truppen gibt es noch einige andere, die dem Ruf zur Waffe gefolgt sind. Mehr oder weniger zumindest. Ich bin mir allerdings nicht sicher, welche Qualität diese Truppen haben, da ich keinerlei Erfahrung mit ihnen habe.
Wahrscheinlich birgt es ein gewisses Risiko sich auf diese Leute in der Schlacht zu verlassen, aber das müsst ihr entscheiden."


Aaron zuckt mit den Achseln und führt die Gruppe an den Rand des königlichen Lagers, etwas abseits der Hauptstreitkräfte. Die Zelte sind hier uneinheitlich in Form, Farbe und Größe und der ganze Lagerteil wirkt etwas unordentlich. Außerdem fällt auf, dass an einigen Stellen Wachen postiert sind, ganz so als würde man der eigenen Sicherheit in diesem Teil des Lagers nicht trauen.

Die Einwohner des Lagers lassen darauf schließen, bei welchen Truppen Aaron Kir ein Risiko sieht.
Mischvolksoldaten in bizarren Flickwerkrüstungen und ein buntes Sortiment verschieden ausgerüsteter Soldaten ohne erkennbare Heraldik laufen hier herum.

Aaron führt die Gruppe zielgerichtet zu einem etwas größerem Zelt, vor dem einige bewaffnete Soldaten der königlichen Armee und drei alte Bekannte warten: Arcus, Caz und die Mischvolkfrau aus dem Lager der Abtrünnigen, Wenduag.

Arcus tritt mit einem breiten Grinse nach vorn und breitet die Arme aus:

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"Da seid ihr ja endlich! Rasanter Aufstieg, meine Freunde! Eben noch Niemande und plötzlich Kommandanten der königlichen Armee! Fantastisch! Großartig!
Als ich erfahren habe, dass ihr eine Armee gegne Drezen führen wollt, habe ich jeden Halunken und Söldner der noch in Kenabres zu finden war zusammengetrommelt.
Die Blutlegion steht bereit! 100 Männer und Frauen, bis an die Zähne bewaffnet und gierig nach Dämonenblut. Ein jeder von uns hat noch eine Rechnung mit den Dämonen offen. Führt uns an und wir werden es diesen Scheusalen zehnfach heimzahlen!"



Wenduag blickt grimmig in die Runde, doch als sie Ragni sieht, huscht ein Lächeln über ihre Lippen.

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"Wenduag grüßt die Helden Kenabres. Lann schickt mich mit einer Botschaft: Wir Ersten haben lange genug zugeschaut wie die Welt um uns herum im Chaos versinkt. Es wird Zeit das wir den Platz im Kreuzzug einnehmen, der uns zusteht. Ihr gabt uns Mut und neue Hoffnung, einer der Unseren gab uns Waffen und Wissen um den Krieg zu den Dämonen zu tragen. Ragnis Forschung hat sich bereits in der Schlacht um die Garnisson bewährt.
Es mag kein edles Schwert und keine stolze Lanze sein, die mein Volk führt. Doch haben wir durch Ragni Geräte und Tränke erhalten die uns stark machen, stärker als je zuvor.
Lasst uns euch begleiten und wir werden die Dämonen in alle Winde zerstreuen!"



Als letztes tritt Caz vor. Er zögert erst, doch dann richtet er einen entschlossenen Blick auf die Helden.

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"Ich stehe hier heute vor euch, weil ihr mich gerettet habt. Ihr habt mir in dunkelster Stunde den Weg gewiesen, ihr habt ein Licht entfacht, dort wo zuvor nur Dunkelheit herrschte.

Seht, von meiner Art gibt es noch viele mehr. Kinder von Tragödien, Verstoßene, Fehlgeleitete.
Viele von ihnen haben falsch gehandelt, haben Unausprechliches getan. Mord, Heresie, Verrat, die Verbrechen reien sich endlos aneinander.
Viele haben den Fall Kenabres überlebt, sind in Gefangenschaft geraten.
Was passiert mit diesen verlorenen Seelen?
Die Königin zeigt Gnade. Sie hat den Tieflingen in Gefangenschaft die Wahl gelassen: Tod durch das Schwert oder Ruhm auf dem Schlachtfeld.
Es sind viele, etwa zweihundert von ihnen. Sie sind schlecht ausgerüstet, demoralisiert und die meisten warten auf den Tod.
Dennoch, ich bin einer von ihnen. Meine Schuld mag weniger schwer wirken, doch wäre ich nicht an ihrer Stelle, hätte ich nicht euch, sondern einen Diener Deskaris getroffen? Vermutlich.

Lasst mich die Verlorenen führen und ich werde versuchen ihre Seelen zu retten."


In Caz Augen spiegelt sich die Angst, es ist überdeutlich, wie schwierig diese Worte für ihn waren.[1][2][3]

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Todeswindschwadron (Anzeigen)
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Die Verlorenen (Anzeigen)
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 02.04.2019, 10:46:43
Razgrim greift zur Begrüßung Nalthics Schultern, dann knallen beide Köpfe mit lautem Krachen gegeneinander.

"Ich könnte mir keine besseren Kämpfer als euch an meiner Seite vorstellen, um Vhane zur Strecke zu bringen. Morains Verlust greift tief, doch wir werden dort weitermachen, wo wir aufgehört haben. Für ihn, für uns und unsere Nachfahren. Sammelt euer Schießpulver mein Freund, schon bald ziehen wir gegen den Abgrund selbst. Und ich möchte euch als Kommandanten für unsere Brüder und Schwestern. Ihr habt die nötige Erfahrung und einen guten Überblick."

Abermals klopft er abschließend auf Nalthics Schulter, ehe er sich zu den umstehenden Zwergen dreht.

"Meine Brüder und Schwestern, schärft eure Klingen, stählt eure Hämmer, zurrt eure Rüstungen fest. Nicht mehr lange und wir betreten die gefährlichste Gegend in ganz Golarion. Unser Unterfangen wird schwierig, doch obgleich wir Verluste erleiden werden, der Allvater wacht über unsere Schritte. Er hat uns diesen Weg gezeigt und egal wie holprig der Pfad sein wird, wir werden ihn siegreich bestreiten. Stecht eins von Fässern an und genießt ein kühles Bier, solange ihr noch könnt." schließt der Zwerg mit herausforderndem Grinsen und verabschiedet sich bis auf Weiteres von der Kompanie Hochhelms, um Aaron zu folgen.

***

Auf dem Weg durch das Lager zu den letzten Kompanien lauscht er dem Gespräch zwischen Damian, Baldark und dem Berater der Königin aufmerksam. Dann fügt er hinzu.
"Nun, Aaron. Damian hat nicht ganz Unrecht. Eine Armee vor die Tore Drezens zu führen ist nur die halbe Aufgabe. Sollten wir keinen Plan haben, wird das ein Gemetzel. Außerdem dürfen wir keine Zeit verlieren, eine Belagerung würde nur dazu führen, dass die Marilith ihre Truppen umkehren lässt und wir an beiden Fronten einen aussichtslosen Kampf führen würden. Wir müssen die Festung der Stadt im Sturm nehmen."

***

Razgrim beäugt Arcus argwöhnisch. Der bullige impulsive Söldner war und ist ein Schwindler, seine Treue gilt nur seinem eigenen Wohl, selbst wenn die Münzen reichlich und der Rachegedanke tief sitzen. Wenn es hart auf hart kommt, würden sie die Armee im Stich lassen, da ist der Priester Torags sich sicher – er hat kein Vertrauen in diesen Menschen.

"Ihr habt uns einmal den Rücken zugekehrt, ihr werdet es wieder tun. Ich hoffe inständig, dass ihr im Kampf gegen den Abgrund noch einen besseren Grund als puren Hass und Rachegelüste findet, der euch den nötigen Antrieb verleiht." Für einen Moment streift Razgrims Blick über Baldark. "Doch dies wird nicht unter unserer Befehlsgewalt geschehen." die eiserne Miene des Zwergs lässt keinen Raum für Diskussionen, seine Entscheidung ist endgültig.

Ohne eine Antwort abzuwarten, folgt er Aaron zu Wenduag.

"Wenduag. Kommandant. Stolz und Ehre findet man in den Männern und Frauen, die für einen größeren Zweck in den Kampf ziehen, nicht in ihren Waffen oder Methoden. Ihr steht nun Seite an Seite mit vielen, die euch anfangs kein Vertrauen zeigten, und doch steht ihr hier. Wenn ihr mich fragt, seid ihr die, die von allen die edelsten Waffen führen. Genau dies ist der Grund, warum ich mein Vertrauen in euch setzen werde. Und, ignoriert die Blicke der Soldaten, der Krieg macht jeden über kurz oder Lang mürbe."

Als letztes führt der königliche Berater sieh über die weiten Ebenen hinter die Hütten der Ersten zu einer riesigen Ansammlung von Mischblütern, dessen Spitze Caz bildet. Nach seiner Ansprache beobachtet Razgrim den Tiefling für einen Moment.

"Es bedarf einiges Mut seine Fehler anzuerkennen, selbst im Angesicht des sicheren Todes. Ich erkenne Reue in euren Worten. Wir werden sehen, ob dies auch für eure Gefolgsleute gilt. Lasst uns darüber nachdenken." Razgrim nickt Caz dankend zu und beginnt dann mit seinen Gefährten und Aaron den Rückweg.

***

Jeder scheint nachdenklich, doch nach einigen Minuten der Ruhe beginnt Razgrim seine Sicht der Dinge darzulegen.
"Die dritte Kompanie sollte unser Herzstück bilden. Zusammen mit dem Orden der Götterklaue werden sie im Kampf Mann gegen Dämon ein unüberwindbares Bollwerk sein. Merrics Reiter sind schnell und tödlich, sie bilden unseren Spähtrupp. Meine Brüder und Schwestern sorgen für die nötige Unterstützung aus der Entfernung. In der Kompanie Hochhelms befinden sich kompetente Ingenieure. Ihre schweren Kriegsmaschinerien werden uns von Nutzen sein, um die Tore der Festung zu überwinden. Zum Schluss die Tieflinge. Ihre angeborenen Fähigkeiten in Kombination mit dem taktischem Gespür der Ersten könnten zu erfolgreichen Hinterhalten führen.

Was meint ihr?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 06.04.2019, 11:07:57
Damian stützt beide Arme auf den Tisch und überblickt die Karte der Weltenwunde. Bis Drezen würden sie gut 14 Tage brauchen. Mit ihrem Bataillon von 600 Soldaten sind schlagkräftig genug, um die Festung im Sturm zu nehmen, allerdings noch klein genug, um für die Fürsten der Dämonenarmee keine unmittelbare Bedrohung darzustellen. Der Plan könnte gelingen. Mit einem Nicken richtet er sich auf.

"Ich stimme Euch zu. Eine gute Auswahl, die ihr getroffen habt. Wie organisieren wir uns? Sollen wir einen Kommandostab bilden oder uns den einzelnen Kompanien anschließen?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 06.04.2019, 19:32:04
Baldark muss einen Augenblick über den Vorschlag Razgrim's grübeln. Die Reittiere für zusätzliche Kampfkraft auszutauschen ist ein anderer Ansatz Drezen anzugreifen, allerdings nicht unbedingt ein weniger vielversprechender. Sie würden länger brauchen und die Dämonen in Drezen würden sie eher bemerken, andererseits würden mehr Truppen eine frontale Belagerung möglich machen. Sie wussten, dass ein Großteil der gegnerischen Kampfkraft aus Drezen abgezogen wurden und so schnell keine Verstärkung kommen sollte.

Der Zwerg rauft sich den Bart und zieht ihn anschließend wieder sorgsam in Form.

"Einverstanden! Lasst uns eine Armee vor die Tore Drezens führen und endlich in die Offensive gehen."

An Damian gewendet führt er fort.

"Jeder unserer Trupps hat einen Kommandanten, der nicht Teil unserer Gruppe ist und das ist auch gut so, somit sind sie nicht an uns gebunden und wir können zur Not unabhängig von der Armee agieren.
Andererseits kann man unsere Gruppe von fünf Mann nicht wirklich als Kompanie bezeichnen. Unsere Fähigkeiten sind verschieden und sollten für den Kampf auf offenem Feld wohl lieber den entsprechenden Trupps zugewiesen werden.
Mein Vorschlag ist es, dass wir uns aufteilen und wenn es notwendig seien sollte, wir uns auf ein ausgemachtes Signal hin erneut sammeln. Für diesen Fall sollte zumindest jeder von uns ein Reittier besitzen, um die Distanzen auf dem Schlachtfeld schnell überbrücken zu können."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 06.04.2019, 21:16:29
Otham hält sich aus der Musterung weitesgehend raus. Desna helfe ihm, als ob er eine Ahnung hätte was es bedeuten würde ein Kommandant zu sein. Bisher hat er fast jeden seiner Kommandanten verabscheut oder wenigstens nicht gemocht und heimlich gedacht er könnte es besser; vielleicht ist das jetzt die Strafe für seinen Hochmut.

"Ich habe keine Ahnung von Taktit. Ich stelle mich lieber in die erste Reihe, als die Armee in den Abgrund zu führen. Die Hauptfrage wird aber sein wie wir nach Drezen hineinkommen. Denn wenn wir vor dem Tor stehen, spätestens wird die Feindesarmee umdrehen und versuchen uns in den Rücken zu fallen. Wobei vielleicht treffen wir sie auch vorher an.", Otham zuckt mit den Schultern.

"Vielleicht sollte ich aufhören soviel vorneweg zu denken, davon kriege ich Kopfschmerzen. Desna wird ihre Hand über mich halten und mir wird schon was einfallen. Und reiten also? Nicht gerade meine Paradediziplin..."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 07.04.2019, 10:49:43
"Eure Planung klingt mehr als gut und wirkt sehr durchdacht Razgrim. Meine Zustimmung habt ihr und mir brennt es auch schon in den Fingern los zu ziehen."
An Baldark gerichtet führt er fort
"Ein Schlachtfeld kann sehr unübersichtlich werden, meint ihr es ist wirklich der beste Weg uns aufzuteilen? Aber ihr habt mehr Erfahrung in diesen Dingen und ich würde eurer Entscheidung deshalb nicht im Wege stehen. Ich würde vielleicht als Gegenvorschlag unterbreiten, dass wir uns alle der dritten Kompanie anschließen und so unser Herzstück stärken."

Die ungewohnte Situation, das Lob seiner Artgenossen und die Ausstrahlung der Krieger an seiner Seite lassen in Ragni den Drang wachsen endlich in das Gebiet des Feindes zu marschieren und Drezen anzugreifen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 07.04.2019, 12:06:01
Razgrim nickt abschließend über die Zustimmung seiner Gefährten. "Gebt euch nicht der Illusion hin, ich hätte mehr Erfahrung als einer von euch eine solche Streitmacht zu lenken. Ich vertraue auf meine Intuition, meinen Glauben an etwas Größeres, das unser Eins noch nicht erkennen mag. Doch dieser Tag wird kommen, so es der Allvater und eure Götter zulassen. Und ich brenne darauf, diesen Tag zu erleben."

Der Zwerg blickt zu Damian, ehe er weiterspricht.
"Ich stimme Baldark zu. Trotz des Befehls der Königin, trotz unserer Taten folgen uns ein Großteil dieser Männer und Frauen mit Misstrauen. Es dürfte schwer werden ganze Kompanien von unserem Vorhaben und unseren Fähigkeiten gleichermaßen zu überzeugen, sollten wir ihre Kommandanten degradieren und uns an die Spitze setzen. Lassen wir ihnen etwas Vertrautes. Führen wir ihre Kommandanten, führen wir das Heer. Otham hat ganz Recht. Am besten beweisen wir dies in der vordersten Reihe."

"Drezen dürfte seither immer noch zu großen Teilen in Schutt und Asche liegen. Ich glaube kaum, dass die Horden der Marilith oder Vhane die Gebäude neu errichtet haben. Nein, der Verräter sitzt auf seinem steineren Thron in der Feste und wiegt sich in Sicherheit. Wir werden uns durch die Ruinen kämpfen müssen, doch unser Halbling hier stellt die richtigen Fragen."

An die ganze Gruppe gewandt, fährt er fort. "Für eine lange Belagerung fehlen uns Zeit und Ressourcen. Uns bleiben etwas über einen Zehntag bis wir die Stadt erreichen, bis dahin werden wir einen Plan haben, wie wir die Feste aus den Klauen des Verräters und der Dämonen entreißen."
Der Ausdruck in Razgrims Gesicht wirkt ernst. Sie haben nur wenige Stunden bis sie losreiten werden und er hat noch etwas zu erledigen, für das er lange Stunden in Caeldas Schmiede zugebracht hat.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 07.04.2019, 14:07:45
Stunden später sind die Helden immer noch dabei zusammen mit Aaron, Nurah und Sosiel Treppen auszurüsten, Schlachtpläne Taktiken zu besprechen und sich so gut wie möglich auf den bevorstehenden Feldzug vorzubereiten.

Als die Kreuzfahrer ins Bett fallen, steht der Mond längst hoch über der Stadt und es erwartet sie eine kurze Nacht mit traumlosem Schlaf.



Musik (https://www.youtube.com/watch?v=UmJp6jDL0Js)

Am nächsten Tag hat sich halb Kenabres bereits vor den ersten Strahlen der Morgensonne vor dem Nordtor versammelt.
Königin Galfrey wartet vor den Truppen, ein Stab ihrer engsten Vertrauten zu ihrer Rechten, während auf der linken Seite die drei Berater der Königin und die von der Gruppe ausgewählten Kompanieführer warten.

Als die Helden durch das Tor treten jubelt die Menschenmenge. Die Gruppe passiert Frauen, Männer und Kinder auf deren Gesichtern sich Hoffnung und Zuversicht wiederspiegelt und sie daran erinnert welche Verantwortung plötzlich auf ihren Schultern lasstet.

Königin Galfrey nickt zufrieden als ihre frisch gebackenen Kommandanten schließlich vor sie treten. Die Ritter an der Seite der Regentin wirken skeptisch, doch ein jeder von ihnen behält seine Gedanken für sich.

(http://i63.tinypic.com/2eyju44.jpg)
"Lange haben wir uns beugen müssen, haben um jeden Zoll mit unseren Feinden gerungen und doch zusehen müssen wie unsere Brüder und Schwestern einer nach dem anderen fielen, unsere Städte fielen und die Weltenwunde sich immer weiter ausbreitete, wie ein bösartiges Geschwür.

Doch in neuer Morgen bricht an - für uns, als auch für den Kreuzzug. Wir werden uns nicht länger verschanzen, wir werden nicht länger zögern und verzweifeln.
Unsere strahlende Göttin Iomedae hat diese Männer auserwählt um ihren göttlichen Zorn zu unseren Feinden zu tragen. Eine Armee steht bereit, sechshundert tapfere Soldaten werden unser Schwert sein mit dem wir tief ins Herz des Feindes stoßen. Die Stadt Drezen ist unser Ziel, das heilige Banner unseres Kreuzzugs liegt dort.
Wir werden Drezen zurückerobern und das Schwert der Tugend wird wieder über Mendev wehen. Ein Symbol für den Kreuzzug und für unseren bevorstehenden Sieg.

Als Kommandanten dieser Armee werdet ihr Heldentaten vollbringen und Ruhm und Ehre für Mendevs erringen! Iomedaes wachsame Augen begleiten euren Pfad. Ihr werdet dort siegen, wo es niemand zuvor vermochte.

Kniet nieder, Helden Kenabres und empfangt die Schwertweihe!"


Galfrey zieht ihr Schwert und ein ehrfürchtiges Raunen geht durch die Menge.

Die Königin tritt vor die Gruppe und legt einem nach dem anderen die flache Seite des Schwertes auf die Schulter.

"Seid treu und beständig,
seid freigiebig und demütig,
seid mutig und voller Güte.

Ihr kniet vor mir als Soldaten, ihr erhebt euch als Ritter Mendevs.
Kraft der Authorität der Krone verleihe ich einem jeden von euch den Titel eines Edlen und den Rang eines Generals der königlichen Armee.

Eure Armee wartet auf euch. Dies ist der Beginn des Fünften Kreuzzugs! Bringt uns den Sieg!"


Die Köngin hebt ihr Schwert in die Luft und die ersten Strahlen der Morgensonne tauchen die Klinge in ein goldenes Licht.

Einer nach dem anderen beugen die versammelten königlichen Ritter das Knie und die Bevölkerung vor dem Tor bricht in einen Sturm der Begeisterung aus.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 09.04.2019, 14:27:34
Der Gang durch die jubelnden Menschenmassen erfüllt Razgrim mit Stolz. Sein Blick schweift über die Gesichter der Männer, Frauen und Kinder und für einen Moment hat er den Eindruck das Gesicht seines alten Hohepriesters zwischen den Überlebenden Kenabres zu sehen. Er lächelt und nickt ihm zu, im selben Moment ist er wieder verschwunden. Die Last, die Razgrim die letzten Tage verspürt hat, scheint verschwunden. Seine Trauer um Morain ist in den letzten Tagen Erinnerungen an einen ehrenhaften Sohn des Allvaters gewichen, der bis zum letzten Moment treu der heiligen Esse diente. Er war und ist weiterhin ein großes Vorbild für Razgrim und er weiß, er wird mit dem Ritt gen Drezen seiner Kompanie alle Ehre machen. Entschlossen tritt er vor die Königin und kniet nieder.

(http://screenphoenix.de/orpg/banner.png)
Nachdem sie die Schwertweihe vollzogen hat, steht der Zwerg auf, der Körper bis zur Gänze angespannt.
"Königin Galfrey, ich stehe in Ehrfurcht als einer der Sprößlinge des Steins vor euch. Als Behauener des Allvaters, als Jüngster des Glutschlund Klans und als Verteidiger des freien Volkes Avistans danke ich euch für euer Vertrauen und eure Unterstützung."

Ein beherzter Griff an seinen Rücken löst einen kunstvoll gefertigten Langspeer, an dessen Ende die rote Schlachtenfahne Hochhelms prangert und leicht im Wind weht, nachdem er die Stangenwaffe neben sich in den Boden gestochen hat.

"Mit Stolz werde ich das Banner meiner Heimat in die Schlacht gegen den Abgrund führen und nicht eher ruhen, bevor nicht auch das letzte Scheusal aus unseren Landen vertrieben wurde. Für Hochhelm, für den Kreuzzug, für den Frieden!"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 09.04.2019, 23:38:27
Sein Volk wieder offen für das Gute kämpfen zu wissen, tut Ragni gut. Nach langer Zeit der Entbehrung und der Dunkelheit scheint das Volk nun endlich wieder einen gewaltigen Schritt in Richtung des Lichts gemacht zu haben.
Die Worte der Königin erscheinen ihm abermals perfekt gewählt für den Augenblick und so antwortet er, als Razgrim ausgeredet hat:
"Königin Galfrey, ich danke euch für die Chance, die ihr meinem Volk gegeben habt.
Ich danke euch für die Chance, die ihr mir gegeben habt. Euer Vertrauen in uns werden wir nicht enttäuschen. Gerade weil ihr euch nicht von unseren Aussehen beeinflussen lasst. Wir werden mit unserer Intelligenz und unserem Schwarzpulver für eure und unsere Sache kämpfen und dabei nie die Neugier und den Mut verlieren, der uns ausmacht."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 10.04.2019, 14:48:52
Plötzlich ein General. Vor Tagen ist Otham ein einfacher Stadtwächter gewesen und un ein offiziel bestellter General des Kreuzzugs. Mehr können sich viele nicht wünschen, doch Otham ist sich nicht sicher was er davon halten soll. Er behält seine Bedenken bei sich und beugt das Knie vor der Königin.
Als der Jubel losbricht schaut sich Otham etwas verwirrt um, irgendwie kommt er selbst mit der Rolle, die auf ihn zu fallen scheint nicht zurecht. Otham fühlt sich nicht wie ein Held. Otham verneigt sich noch einmal vor der Königin und wartet darauf, dass diese Versammlung endet; im Verleich hierzu erscheint ihm die Weltenwunde fast attraktiver.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 12.04.2019, 11:34:11
Damian erhebt sich mit erhobenem Haupt und kann einen Anflug von Stolz nicht unterdrücken. Törichte Gedanken für einen alten Mann, aber seit er die Ritter Ozems in Letztwall kennenlernte, bewunderte er die Ritter der Erbin. Wer hätte gedacht, dass er sich jemals zu ihren Reihen zählen dürfte.

Die Schwüre seiner Gefährten erfüllen ihn mit Zuversicht und auch Damian stimmt ein.

"Ich danke Euch für das Vertrauen, das ihr in uns setzt, Königin Galfrey. Wie ich hier stehe, gelobe ich Euch, Eure Truppen zu führen und nicht eher zu ruhen als bis das Banner der Tugend wieder über Drezen weht. Ich werde nicht eher ruhen, als bis die Wunde geschlossen und Iz zurückerobert ist. Möge Pharasma unsere Wege leiten und Iomedae unser Schwert führen.

Mein Leben für die freien Völker Golarions. Mein Leben dem Kreuzzug."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 12.04.2019, 15:45:16
Baldark kniet vor der Königin, als diese ihr Schwert zum Ritterschlag zieht. Mit einem ermutigenden Lächeln legt sie langsam die leichte Klinge auf seine Schultern. Im Hintergrund vernimmt er den tobenden Applaus des versammelten Volkes. Warme Strahlen der aufgehenden Sonne treffen auf die raue Haut des Zwerges und für einen Moment schließt er die Augen, um sich den Moment besser einprägen zu können.

Er hatte sich nie für etwas Besonderes gehalten, geschweige denn für einen Helden. Er hätte sich mit seinem Schicksal abgefunden, wenn er in einem Einsatz von einem Dämon im Ganzen verschluckt worden wäre und keine weitere Rolle im Fluss des Seins gespielt hätte, er hatte es bis vor kurzem sogar erwartet. Zu groß war die Ohnmacht, die er sein ganzes Leben lang im Vergleich zur Weltenwunde spürte.

Doch die Erscheinung der Götter hatte etwas in Baldark entfacht und jeder Schritt, den er seit dem gegangen war, bestärkte ihn. Vergeltung war nun nicht mehr sein einziger Antrieb sich den Dämonen entgegen zu stellen. Ihm wurde eine Aufgabe auferlegt. Verantwortung, die es zu tragen galt. Ein Ziel, das alles verändern soll wie er es kennt. Die Schließung der Weltenwunde.

Der Zwerg erhebt sich und blickt Galfrey entschlossen entgegen.

"Mein Leben dem Kreuzzug!"

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 12.04.2019, 21:50:23
Der Abschied ist herzlich doch kurz. Königin Galfrey drängt auf einen baldigen Aufbruch und so kommt es, dass die Helden schon wenige Stunden später auf einer staubigen Straße gegen Norden reiten und Kenabres bald am Horizont verschwindet.

Razgrim und Baldark haben sich zwei ungewöhnliche Reittiere ausgesucht: Ein Wollnashorn und ein Widder stampfen schnaufend neben den Pferden der übrigen Gefährten.

Aaron Kir lenkt seinen pechschwarzen Rappen neben die Helden und legt die Stirn in Falten.

(http://i63.tinypic.com/2hx6ams.jpg)
"So, jetzt wird es ernst. Ich habe mir gestern Nacht eine Marschroute nach Drezen überlegt:

Wir sollten direkt nach Norden reisen, bis nach Valas Gabe, ein kleines Dorf etwas weniger als einen Tagesmarsch entfernt.
 Von dort werden wir direkt zum Sellen vorstoßen und ab dann dem Ostufer des Flusses folgen.
In 2-3 Tagen müssen wir dann Fort Vilareth erreichen, dort können wir den auf das andere Ufer übersetzen.
Bis zum ausgetrockneten Flussbett des Ahari ist es dann nicht mehr weit und wenn wir dem Verlauf des Ahari folgen gelangen wir direkt nach Drezen.

Ich schlage diesen Weg vor weil wir so fast zwei Drittel des Weges am Rand der Weltenwunde verbringen und nicht gezwungen sind durch das Ödland zu wander.
Ab Fort Vilareth wird es dann gefährlich, die Weltenwunde ist ein ungastlicher Ort. Da es kaum natürliche Landmarken gibt, würde das Flussbett uns sicher den Weg leiten können.

Aber ihr seid die Generäle. Wenn ihr den direkten Weg wählen wollt werden wir dies tun. Ich rate allerdings davon ab. Wir würden nichts gewinnen und es wäre deutlich unsicherer."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 14.04.2019, 11:17:47
Damian bedeutet seinem schneeweißen Pferd, in den Schritt überzugehen und blickt nach Westen in die blutrote Einöde der Weltenwunde, während Aaron seinen Plan erläutert. Galfrey hatte den jungen Mann auserwählt und so gibt es wenig Grund, an seinem Rat zu zweifeln. Vielleicht ließe sich diese Situation aber nützen, um mehr über ihre neuen Gefährten herauszufinden, weswegen er sich im Sattel zur Befehlshaberin der 3. Kompanie zuwendet.

"Was sagt ihr dazu, Leutnant Dan? Mit dem Fall des Wächtersteins ist die Ostseite des Sellen nicht sicherer als das Ödland der Wunde selbst, aber das Gelände könnte ein Vorankommen begünstigen."

Seine Anspielung auf den Wächterstein ist Absicht. Auch wenn sich die Königin auf ihre Seite gestellt hat, für viele Soldaten, insbesondere die Paladine, ist die Vernichtung des Geschenk Iomedaes nach wie vor ein Sakrileg; zudem Mendev den Dämonen nun gänzlich schutzlos ausgeliefert ist. Damian ist sich sicher, dass Kamilo ihnen nur aus Loyalität zu Königin Galfrey folgt und sie lieber vor einem Kriegsgericht als an der Spitze dieses Heeres sehen würde.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 14.04.2019, 12:52:33
Kamilo Dan wirkt etwas überrascht als Damian sie nach ihrer Meinung fragt.

(http://i67.tinypic.com/nl1l02.jpg)
"Es gibt keinen Grund für einen Soldaten seinen Befehlshaber in Frage zu stellen, General.
Meine Männer und ich werden euch überall hin folgen, ob es der Pfad entlang des Sellens oder ein Ritt durch die Weltenwunde selbst ist."


Leutnant Dan setzt eine entschlossene Miene auf, so als wäre alles Wichtige gesagt worden.
Nach einer kurzen Pause fügt sie jedoch hinzu:

"Wenn ihr eine zweite Meinung wünscht, halte ich Kirs Vorschlag jedoch für sinnvoll. Wir werden entlang des Sellens kein schwieriges Gelände vorfinden, der Weg ist übersichtlich wir haben eine klar Orientierung.
Wir werden sehen wie vorteilhaft es ist, später im ausgetrockneten Flussbett des Ahari zu bleiben. Das klingt nach einem gefährlichen Ort der uns angreifbar für einen Hinterhalt macht.

Zuerst sollten wir den Marsch nach Valas Gabe hinter uns bringen, das Dorf könnte ein geeignetes Lager für die Nacht bieten. Falls es noch existiert..."


Das Gesicht des Leutnants verhärtet sich und ruft in den Helden die Erinnerung wach, dass nicht nur Kenabres der Invasion der Dämonen ausgesetzt war.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 14.04.2019, 16:29:45
Razgrim folgt dem Gespräch zwischen Damian und Kommandantin Dan stumm. Selbst wenn er sich zügelt solche Gedanken seinen Geist beherrschen zu lassen, er kann es auch hier nicht zur Gänze unterdrücken. 'Ich hoffe das Gegenteil, doch der Schlag der Horden wird nicht nur die großen Städte erreicht haben, und jetzt da die schützende Grenze nicht mehr ist...'

Andererseits wäre es nicht das erste Mal, dass ihn die Einwohner Mendevs überraschen würden. Ein stilles kurzes Gebet an der Allvater, lässt den Zwerg tief ausatmen.

"Ein Weiler so nahe an der Grenze zur Weltenwunde. Wie kommt man auf die Idee dort, weit ab schützender Mauern, zu siedeln? Sehen wir lieber zu, dass wir diesen Ort erreichen. Und beten wir dafür, dass die Dämonen bisher kein Interesse an einem solch winzigen Dorf gefunden haben."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 14.04.2019, 21:23:25
Nurah schließt neben Razgrim auf und streicht sich eine Locke aus dem Gesicht.

(http://i67.tinypic.com/28sbkgj.jpg)
"Über die Hälfte allen Getreides für Kenabres kommt aus Valas Gabe. Es ist eine kleine, aber wichtige Gemeinschaft voller hartgesottener Farmer und Kriegsveteranen im Ruhestand.

Der Boden um das Dorf ist fruchtbar, trotz der Nähe zur Weltenwunde. Ein kleiner Ort voller Bauern wirkt nicht wichtig, doch ohne die harte Arbeit dieser Männer und Frauen, tagein, tagaus, Sommer oder Winter, wäre Kenabres nie zu der Größe gewachsen die es jetzt hat.

Ein Wächterstein schützt Valas Gabe und die Miliz besteht aus Leuten die zuvor im Krieg gedient haben, es ist also kein schutzloser Ort.
Doch mit dem Zusammenbruch der Barriere sind die kleinen Ortschaften entlang der Grenze in arge Bedrängnis geraten. Wir können nur hoffen, dass sich die Dämonen nicht für Valas Gabe interessiert haben."


Die Halblingin lächelt zaghaft und die Gruppe setzt den Ritt fort. Die Armee kommt gut vorran und der Tag verläuft ohne nennenswerten Ereignisse.

Am frühen Abend jedoch gibt es bereits die ersten schlechten Nachrichten.
Ein Trupp Kundschafter kehrt mit der Nachricht zurück, dass Valas Gabe nur noch eine rauchende Ruine ist. Das Dorf scheint gestürmt und niedergebrannt worden zu sein.

Die Soldaten berichten, dass die das Dorf umgebenden Pallisaden schwer beschädigt sind und um Valas Gabe herum keine Menschenseele zu sehen ist.

Leutnant Dans beißt die Zähne zusammen und für einen Moment ist in ihren Augen ein Funken wie auf geschliffenem Stahl zu sehen.

Aaron Kir verzieht den Mund zu einer Grimasse.

(http://i63.tinypic.com/2hx6ams.jpg)
"Ich hatte gehofft, dass wir hier unsere Vorräte zusätzlich aufstocken lassen könnten.
Oder einfach auch nur eine ruhige Nacht finden.

Törichte Gedanken. Ich hätte mir denken können wie es hier aussieht.

Was wollt ihr tun? Wir könnten die Kundschafter in die Ruine schicken, vielleicht finden sich Überle... vielleicht finden sich noch Vorräte oder Waffen.
Es wird den Soldaten aber mit Sicherheit aufs Gemüt schlagen. Ich kann mir nur allzu gut vorstellen wie es dort drinnen aussieht."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 14.04.2019, 23:44:06
Damian zieht den Mund zu einem Strich zusammen. Seit Valas Gabe zum ersten Mal erwähnt wurde, hatte er dieselben Befürchtungen wie Razgrim. Auch wenn der Priester Torags es nicht ausgeprochen hatte, wusste er, dass die Schuld ihn plagte, obwohl sie keine Wahl gehabt hatten. Wäre es Areelu Vorlesh gelungen, den Wächterstein zu korrumpieren, hätte dies weitaus mehr Leben gekostet. Trotzdem haben sie damit die Bewohner von Valas Gabe den Dämonen ausgeliefert. Grimmig antwortet er Aaron Kir:

"Sagt den Truppen, sie sollen hier kurz Stellung beziehen. Wir werden mit Ulric und den Höllenrittern in das Dorf reiten. Es werden noch Dämonen dort sein."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 16.04.2019, 17:09:29
Baldark schüttelt bei den Worten seines Gefährten den Kopf.

"Damian, wir ziehen mit Soldaten, nicht Zivilisten, in Territorium der Weltenwunde. Meint ihr wirklich es ist sinnvoll so behütend mit ihnen umzuspringen? Ihr wollt ihnen den Zustand der Realität vorenthalten. Ich weiß ihr meint es gut, aber sie sollten wissen auf was sie sich eingelassen haben. Und auch darauf vorbereitet sein, wenn es ihnen gegenübersteht.

Ihr könnt nicht immer die Höllenritter vorschicken, um die Drecksarbeit zu erledigen."


Der Zwerg löst seinen Bogen vom Rücken und zieht drei Pfeile aus seinem Köcher.

"Lasst den Rest der Kompanie wenigstens das Dorf umstellen. Keiner dieser elenden Brut soll entkommen. Lasst sie mit Blut zahlen, was sie den Bauern angetan haben."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 17.04.2019, 23:30:33
Während die Armee auf Baldarks Befehl das Dorf umstellt, führen die Helden die Höllenritter mit Ulrik an ihrer Spitze durch das zerschmetterte Tor in der Pallisadenwand.

Das Bild das sich ihnen bietet ist das von völliger Zerstörung. Es ist fast wie als wären die Helden gerade erst aus den Katakomben unter Kenabres an die Oberfläche gestiegen, doch die Feuer die hier brannten sind schon längst erloschen und die Glut und Asche haben sich bereits im Wind verstreut.

In Schutt und Trümmern ist keinerlei Menschenseele zu sehen, nicht einmal Leichen sind in den Ruinen der Stadt auszumachen. Ein starker Geruch nach Verwesung liegt jedoch in der Luft.

Schon kurze Zeit nachdem die Kompanie das Tor passiert hat begegnen sie einer monströsen Kreatur die auch den größten Höllenritter noch um zwei Haupteslängen überragt. Das Monster schlurft mit hängenden Armen über die Straße und fokussiert mit winzigen, bösartig funkelnden Augen die Neuankömmlinge, offenbar unbeeindruckt von der Mannstärke der Kompanie. Dicke, knotige Haut, Klauenhände und ein bestienhaftes Gesicht mit herausragenden Fangzähnen weisen die Kreatur als Troll aus, ihre Haut ist allerdings mehr rötlich als grün.
Ein zweites Monster schiebt sich in aller Seelenruhe aus einem Hauseingang, ein drittes taucht schmatzend hinter einem Haus auf.
Einen Augenblick später hat sich ein halbes Dutzend der Kreaturen zu erkennen gegeben und die Höllenritter ziehen geschlossen ihre Waffen.

(http://i65.tinypic.com/xfs4dc.jpg)
"Wundentrolle! Seid vorsichtig, diese Biester sind ganz besonders gefährlich, die dämonische Energie der Weltenwunde fließt durch ihre Körper. Im Gegensatz zu normalen Trollen sind sie äußerst widerstandsfähig gegenüber Feuer, was es umso schwieriger macht sie auszuschalten.

Tretet zurück, wir kümmern uns darum. Eine Handvoll Wundentrolle werden die Götterklaue nicht stoppen.
In Formation, Männer!"

Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 20.04.2019, 09:45:34
Damian hält den Höllenritter an der Schulter zurück.

"Zieht Eure Männer zurück, Ulric, mit denen werden wir schon fertig."

An seine Gefährten gewandt, fügt er hinzu:

"Wundentrolle sind nicht nur schwer mit Feuer zu verwunden, sondern sind auch unempfindlich gegen Kälte. Ebensowenig wird uns kaltgeschmiedetes Eisen helfen. Wundentrolle sind fast nur durch geweihte Waffen zu verletzen. Die Essenz des Abyss verleiht ihnen auch eine schwache Zauberresistenz, also seht Euch vor.

Schwierige Gegner, aber die Götter sind mit uns! Ziegen wir unseren Armeen, das wir mit Grund an ihrer Spitze stehen!"
[1]

 1. Kampf! (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,8401.msg1060921.html#msg1060921)
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 28.04.2019, 21:34:00
Der letzte Troll fällt unter dem Ansturm von Othams magischer Klinge und auf einmal ist es still in den Ruinen von Valas Gabe.[1]

Ulrik tritt an den versengten Leichnam eines der Monster heran und gibt ihm einen Tritt, wohl um sicher zu gehen, dass der Troll auch wirklich tot ist.
Ein Raunen geht durch die versammelte Kompanie der Höllenritter und der Kellide schüttelt ungläubig den Kopf.

(http://i65.tinypic.com/xfs4dc.jpg)
"Sie haben euch nicht einmal berühren können!
Ich weiß, ihr habt gegen Areelu Vorlesh selbst gekämpft und habt die Hexe zurückgedrängt. Aber das waren sechs Wundentrolle. Hätten meine Männer gegen Sie gekämpft - alle fünfzig wohlgemerkt - wir wären wohl nicht ohne Verluste aus dem Gefecht gekommen.

Die Kraft des Wächtersteins steckt in euch, daran gibt es keinen Zweifel.

Ha, wir könnten diese Mission sogar erfolgreich hinter uns bringen. Unter eurer Führung scheint nichts unmöglich."


Ulrik lächelt kurz, dann wirbelt er herum und bellt einige scharfe Befehle:

"Aufteilen in Gefechtsgruppen aus je fünf Soldaten! Wir durchkämmen das Dorf nach Überlebenden. Bei Feindkontakt geordneter Rückzug und sofortige Berichterstattung. Ich will das Valas Gabe in einer Stunde gesichert ist!"
 1. +1.920 EP pro Gruppenmitglied
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 29.04.2019, 17:15:06
Razgrim sieht von den Leichen der Wundentrolle zu Ulrik und bemüht sich bei seinen anerkennenden Worten um eine stoische Miene. Er würde sich wohl nie an überschwängliches Lob gewöhnen können.

Dann sieht er zu seinen Gefährten. "Ich werde einen der Trupps begleiten. Sollte Valas Gabe noch bis vor kurzem zu seinem Zweck genutzt worden sein, dann lassen sich hier vielleicht noch Vorräte finden, die wir für unsere bevorstehende Aufgabe gebrauchen können.

An Ulrik gewandt fügt er hinzu "Informiert unsere Truppen vor der Palisade. Sobald wir hier fertig sind, sollten wir unser Nachtlager errichten. Unsere Späher werden die Nachtwache in den äußersten Ruinen übernehmen."

Daraufhin schließt der Priester sich einem der Trupps an, die mit der Durchsuchung der Ruinen beginnen.[1]
 1. Perception: 14
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 30.04.2019, 14:44:43
Ein wenig erstaunt kommt Otham mitten in der Bewegung zum Stehen als der Troll plötzlich vor ihm zusammenbricht. Ein wenig erstaunt schaut er auf die verbrannte Hütte, die vor einem Moment noch von dem Troll verdeckt war.

"Das war ja einfach.", kommentiert Yaniel noch kurz bevor sie in der Scheide verschwindet. Otham zuckt nur leicht mit den Schultern; bei Desna mit einem solch einfach Sieg hat er auch nicht gerechnet, wohl genauso wenig wie Ulrik.

Anscheinend sind Ulrik und Razgrim schon dabei Anweisungen zu geben. Zwei Herzen schlagen in Othams Brust einerseits möchte er das Dorf anschauen, andererseits hat er eine Ahnung von dem was er finden wird. Und eigentlich reicht ihm diese Ahnung.
"Ich begebe mich zur Dorfmitte. Dort wird Bericht erstattet.", entscheidet er, dort sollten die Wege für alle gleichlang sein und eine etwas größere Fläche sein um sich zu sammeln.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 30.04.2019, 18:03:41
Die Höllenritter schwärmen auf den Befehl Ulriks aus und innerhalb einer knappen Stunde sind die Überreste von Valas Gabe komplett auf den Kopf gestellt worden und die Ruine gesichert.

Otham fand bereits nach wenigen Minuten den Ort, der den Trollen vermutlich als Lagerstätte gedient hat. In Ruinen, die vermutlich einmal eine Schänke waren, entdeckte er eine tiefe Mulde im Boden, die fast bis zum Rand mit Knochen gefüllt ist - den Überreste der verschwunden Dorfbewohner.

Der Verwesungsgestank um die Grube herum ist bestialisch, obgleich die Gebeine fast alle säuberlich abgenagt sind.

Die Truppen entdecken einige Reste an Proviant und Kriegsmaterial, doch sind fast alle Lebensmittel verdorben oder verunreinigt und alle Waffen und Rüstungen so sehr beschädigt, dass es keine nennenswerten Funde gibt.

Razgrim entdeckt in der halb zusammengefallen Stube eines Hauses jedoch einen Schild, der ein ihm wohlvertrautes Wappen zeigt. Zwei Hämmer vor einer strahlenden Sonne, das Symbol der Hämmer des Himmels, der ehemaligen Kompanie des Verräters Staunton Vhane.

Als der Kleriker sich umsieht, findet er die versengte Leiche eines Zwerges, halb begraben unter Schutt. Razgrim zieht den Leichnam ins Licht, muss jedoch feststellen, dass das Gesicht des Zwerges so entsetzlich durch die Flammen entstellt wurde, dass er nicht mehr zu identifizieren ist. Aus dem Wams des Gefallenen lugen jedoch die lediglich angesengten Seiten eines kleine Büchleins hervor, das wie durch ein Wunder dem Feuer entronnen ist. Der Zwerg muss im Tod nach vorn gekippt sein und hat mit seinem Körper das Schriftstück vor der Hitze bewahrt.

Neugierig blättert Razgrim durch das Buch, nicht weniger als ein grob gebundenes Heft mit kurzen Textpassagen in krackeligen zwergischen Runen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hier wohl um ein Tagebuch handelt.
Der Besitzer des Buchs wird namentlich nicht genannt, aber es erschließt sich, dass er wohl ein Söldner im Dienst der Hämmer des Himmels gewesen war.
Razgrim überfliegt die Eintragungen, die größtenteils vom Alltag eines Soldaten im Krieg berichten, gespickt mit sentimentalen Erinnerungen an die Heimat. Nirgendwo ist ein Datum zu finden.

Die Eintragungen im letzten Drittel des Büchleins sind von besonderem Interesse:

Gestern habe ich gehört wie der Kommandant in seinem Zelt mit irgendjemandem geredet hat. Als ich nachgeschaut habe, war dort niemand, aber Vhane saß allein in der Mitte des Zelts auf dem Boden und hat in die Luft gestarrt. Er wurde ziemlich wütend als ich ihn gefragt habe mit wem er da gesprochen hat.

Der Kommandant ist nach wie vor ungeschlagen im Kampf Mann gegen Mann. Nachdem ich ihn habe kämpfen sehen frage ich mich wer es überhaupt mit ihm aufnehmen könnte. Er scheint weder Erschöpfung noch Müdigkeit zu spüren.
Ich frage mich wie lange man trainieren muss um so zu werden.

Wir haben heute vier Männer im Kampf gegen die Dämonen verloren. Vhane hat bei ihrer Bestattung kein Wort gesagt. Hat nichtmal hingeschaut.

Berk hat sich Vhanes Waffe "geborgt". Wollte sich das Ding mal aus der Nähe angucken. Kann ich irgendwo verstehen, die Klinge ist schon irgendwie gruselig. Vhane hat ihn erwischt, hat Berk grün und blau geschlagen. So laut hab ich Vhane noch nie schreien hören, der Kommandant war vollkommen außer sich. wäre Joram nicht dazwischen gegangen, ich glaube er hätte Berk totgeprügelt.

Berk ist weg. Joram sagt er hätte ihn weggeschickt. Merkwürdig, alle von Berks Sachen sind noch da.

Vhane empfängt jetzt schon zum dritten Mal diese seltsamen Typen in den dunklen Kutten. Was sind das für Leute?
...
Vielleicht will ich das gar nicht wissen.

Dem Kommandant scheint es nicht gut zu gehen. Sieht aus als hätte er seit einer Woche nicht geschlafen.
Was machen wir überhaupt hier? Jeden Tag nur Einöde, Dämonen, Kämpfen und sterben. Sind wir nicht aufgebrochen um Jormurdun zu finden? So viele tote Kameraden, so viel Zeit verloren.
Wieviel Zeit? Ich weiß es nicht mehr. Die Weltenwunde wird uns alle auffressen.

Vhane ist weggegangen, niemand weiß wohin. Joram meinte er wäre in Kenabres auf der Suche nach neuen Soldaten.
Woher kamen eigentlich all die Rekruten davor? Irgendwie waren immer ein paar neue Gesichter da.
Joram wirkt irgendwie angespannt. Geht mich nichts an, schätze ich.

Die Kutten sind zurück! Haben Joram angebrüllt. Sind die verrückt? Joram ist die rechte Hand von Vhane und Vhane ist der Kommandant?! Was erlauben die sich. Joram hat sich nicht einmal gewehrt, sondern einfach nur den Kopf hängen lassen.
Was ist aus dieser Kompanie geworden?

Vhane ist immer noch fort. Wird er überhaupt je zurückkommen? In Kenabres scheint etwas Schlimmes passiert zu sein, aber hier draußen erfährt man nicht viel.
Ich traue Joram nicht. Ich glaube er weiß etwas, aber er sagt es uns nicht. Hockt den ganzen Tag in seinem Zelt und bläst Trübsal.
Es gibt überhaupt keine richtige Befehlskette mehr!

Es reicht! Heute haben uns die Dämonen überrascht, weil Joram vergessen hat die Wachablösung richtig einzuteilen.
Mehr als ein Dutzend Waffenbrüder hat der Fehler dieses Dummkopfs das Leben gekostet.

Ich weiß nicht wo Vhane steckt, aber sein Bruder ist ein Versager als Anführer. Ich werde nicht das nächste Opfer dieser Inkompetenz sein! Heute Abend hau ich ab, die sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt um zu merken das ich fehle. Mein Sold sollte mir ein paar Jahre ein schönes Leben ermöglichen, was danach kommt wird sich zeigen.

Die letzen Seiten scheinen in größerem zeitliche Abstand geschrieben worden zu sein. Offenbar hat der Autor sich nach einiger Zeit hier in Valas Gabe niedergelassen. Der Rest des Textes handelt von eher belanglosen Vorfällen aus dem Alltag. Nichts deutet auf den Angriff und die Zerstörung des Dorfs hin.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 01.05.2019, 12:28:13
"Er war einer der besten eures Volkes."

Damian war hinter Razgrim in die Stube getreten. Seine Augen waren auf den Schild mit dem Wappen der Hämmer des Himmels gerichtet und seine Stimme ausdruckslos.

"Wir vergessen das immer, wenn wir von Verrätern sprechen. Jedes Kind von Kenabres kennt die Geschichte vom Zweikampf zwischen dem Gefallenen Vhane und Paladin Irabeth. Vom schrecklichen Verrat Vhanes, der diesem Kampf vorausging. Wie er seine Schwüre brach, den Kreuzzug und seine Treue an Torag wiederrief und dem Abgrund anheim fiel.

Aber keiner spricht mehr davon, dass er unser Held war. Wie seine Hämmer des Himmels durch das Südtor marschierten und er mit der Zuversicht eines Königs verkündete, die Dämonen zurückzutreiben und die verlorene Himmelszitadelle zurückzuerobern. Wir wollten ihm glauben, erzielte seine Kompanie doch schon bald beachtliche Erfolge.

Vhane kam kurz nach Ende des Zweiten Kreuzzugs, unserer bis dahin schlimmsten Niederlage. Niemand glaubte mehr daran, dass wir den Dämonen standhalten könnten. Die Wächtersteine hatten uns vor dem schlimmsten bewahrt, aber niemand glaubte damals daran, dass wir den Dämonen in der Weltenwunde entgegentreten könnten.

Ob wir es heute noch hören wollen oder nicht. Vhane war ein Symbol der Hoffnung. Zahllose Dämonen wurden von den Hämmern des Himmels zurück in den Abgrund verbannt. Er war ein Ideal und wurde nicht nur von seinen Kriegern verehrt. Und doch ist er gefallen. Hat alles aufgegeben, an das er geglaubt hatte.

Ich frage mich oft, was uns vor seinem Schicksal bewahrt. War es Verzweiflung, die seine Seele in den Abgrund trieb? Furcht? Sah er darin ein Mittel, den ewigen Krieg zu beenden? Vielleicht ist es törricht, Vhane verstehen zu wollen, aber sein Verrat ist uns bleibt mir rätselhaft."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 01.05.2019, 15:23:42
Razgrim blickt nicht zurück, als Damian hinter ihn tritt. Sein Griff zieht sich fest um den staubigen Umschlag. Für einen Moment scheint es, als würde der Zwerg dem Drang, das Buch mit bloßen Händen zu zerquetschen, nicht widerstehen können, doch dann verlässt ihn die Anspannung und zurück bleiben nicht mehr als ein paar Knicke und Falten in den vergilbten Seiten.

Er kennt die Geschichte Vhanes nur zu gut, doch die Geschehnisse aus der Sichtweise einer seiner früheren Waffenbruders zu lesen, ist umso schlimmer für ihn. Razgrim schließt die Augen und atmet tief durch, dann verstaut er das Tagebuch in seinem Rucksack und sieht zu einem der gesprungenen Fenster hinaus. Ein Trupp von Merrics Spähern hetzt seine Hunde unter lautem Gehechel die angrenzende Straße hinunter.

"Ich verstehe, warum diese Gedanken euren Geist beschäftigen. Mir ergeht es ebenso, Damian."
Daraufhin sieht er zu dem ruhig dreinblickenden Aasimar auf.
"Es fällt mir schwer... oder fast unmöglich den Grund für seine Taten überhaupt verstehen zu wollen. Eine Seite von mir möchte erfahren, warum er es getan hat. Doch die Andere möchte ihn für seine Taten zur Rechenschaft ziehen. Für den Verrat an seinem Volk, dafür das er die Seinen ohne Reue abgeschlachtet hat und den Unschuldigen den Krieg erklärt hat!" Seine letzten Worte werden lauter und zittern, dann beißt er die Zähne aufeinander. Langsam schüttelt er verneinend den Kopf. Seine Züge scheinen sich vor Trauer zu krümmen. "Nicht vor einem Gericht, nicht in einer Verhandlung. Nein. Ich allein könnte über ihn richten und entscheiden. Ich könnte ihm den Schädel spalten und niemand würde es in Frage stellen."

Damian, sollte es soweit sein, bitte ich euch. Ich flehe euch an, versucht mich daran zu hindern! Mit allen Mitteln,wenn es sein muss."

Zerrissen und in Gedanken lässt er seinen Gefährten stehen und verlässt mit schnellem Schritt die Ruinen
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 01.05.2019, 17:24:38
Als Razgrim an ihm vorbei stürmt, macht Damian keine Anstalten, ihn aufzuhalten. Er hatte ihn nie gefragt, was den Hass auf Vhane begründete, aber er hat auch nicht vergessen, dass die Hämmer des Himmels einst ebenso unter einem Banner Hochhelms marschierten.

Der Aasimar geht neben dem Schild in die Knie und streicht gedankenverloren über das Wappen. Ob noch viele Zwerge der ehemaligen Kompanie am Leben waren? Ob sie Vhanes Motive teilten oder ihm nur aus Angst oder Loyalität folgten? Ob Stauntons Bruder noch am Leben war?

Damian seufzt, richtet sich auf und streicht die Asche von seiner Robe. Dann geht er zum Türeingang und blickt über die Überreste des Dorfes in die rötliche Einöde der Weltenwunde, die drohend bis zum Horizont ragt. Dunkle, schwere Wolken in einem widernatürlichen Himmel.

Es war beinahe spürbar. Als würde die befleckte Erde an seinem Verstand ziehen. Als müsste man nur loslassen, nachgeben und die Angst und die Gefahr würden von einem abfallen. Die Verlockung der rohen und brutalen Macht. Die dunkle Seite.

Razgrim war längst außer Reichweite als Damian ihm antwortete.

"Werde ich Razgrim, verlasst Euch darauf."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 02.05.2019, 12:41:27
Ein wenig später steigen schwarze Rauchschwaden über Valas Gabe auf. Dort wo die Gebeine der ermordeten Einwohner des Dorfes lagen schlagen nun Feuerzungen in den Himmel.

Aaron Kir verzieht das Gesicht, als der Wind den Geruch von verbranntem Fleisch verbreitet.

(http://i63.tinypic.com/2hx6ams.jpg)
"An diesen Gestank werde ich mich nie gewöhnen. Am schlimmsten ist der Geruch wenn man seit Tagen nichts gegessen hat. Das dreht selbst dem zähesten Mann den Magen um.

Es ist trotzdem besser die Toten zu verbrennen. So bleiben Sie zumindest tot. Einige Dämonen sind recht einfallsreich wenn es um die Verwendung toter Körper geht."


Kir macht eine Pause und starrt wie geistesabwesend in die lodernden Flammen.

"Wir sollten heute nicht weiter marschieren. Die Reise durch die Weltenwunde wird eine Belastungsprobe für die Truppen werden, wir sollten für ausreichend Rast sorgen, solange wir es noch können.
Wenn ihr keine Einwände habt würde ich unser Lager um das Dorf herum aufschlagen lassen um morgen mit den ersten Strahlen der Morgensonne aufzubrechen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 02.05.2019, 13:55:03
Der Rauch steigt Otham in die Nase, während er den Flammen zuschaut. Er möchte nicht genau wissen woher dieser Geruch kommt, ob es die winzige Teile der Toten sind die hier schwer in der Luft liegen. Doch Aaron hat recht, nicht jeder sollte dieses Bild des Schreckens sehen müssen. Gerade die Legion der Ausgestoßenen wird wohl nichts Positives daraus ziehen können.

"Du hast Recht Aaron, wir lagern außerhalb und ziehen morgen früh direkt weiter. Hier hält uns nichts. Kümmerst du dich um die Wache? Die Späher sollten wir wohl aussen vor lassen, sie werden wohl morgen genug zu tun haben wenn wir weiter ziehen."

Eigentlich kann es Otham nicht erwarten aus dem zerstörten Dorf herauszukommen, die Euphorie, die ihn nach dem Kampf erfasst hat ist längst verflogen und einer schweren Trauer gewichen. All die unnützen Toten... doch es ist Pharasmas Arbeit sich um die Seelen zu kümmern, ihre Aufgabe ist getan. Doch trotzdem schickt er noch ein Gebet zu Desna, dass sie die Seelen auf ihrer letzten Reise zur Herrin der Gräber schützen möge.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 02.05.2019, 18:26:44
Der Marsch und der Kampf haben Ragni mehr ausgelaugt als er zugeben will, aber gegen die Müdigkeit ankämpfend durchsucht er die Körper der Wundentrolle. So hässlich diese Wesen auch sein mögen, so selten hat er bisher solche Wesen zu Gesicht bekommen. Ragni verbringt die Zeit nach dem Kampf damit alle möglichen Körperteile auszumessen und die Sekrete zu untersuchen.
"Keine schöne Arbeit, aber jemand muss es ja tun."
Die Ergebnisse kritzelt er als Notizen an die Ränder seiner Formelsammlung. In der ganzen Zeit kann er aber an nichts anderes denken, als an die Stärke die die Gruppe und vor allem Baldark im Kampf gezeigt haben.

Als die Leichen gerade verbrannt werden, gesellt er sich zu Aaron und Otham.
"Ich finde auch, dass eine Rast eine gute Idee ist. Ich selbst war leider wesentlich weniger auf den Kampf vorbereitet, als ich es gerne gewesen wäre und so habe ich Zeit mich mit meinen Tränken zu beschäftigen."
und an Otham gerichtet "Ihr müsst mir bei Zeiten mal berichten, was es mit eurem sprechenden Schwert auf sich hat. Bisher wollte oder konnte mir niemand genaues erzählen."

Ragni bereitet, sobald er etwas Ruhe hat ein paar Tränke vor.[1]
 1. Level 1: Targeted Bomb Admixture 1x, Shield 1x, Bombers Eye 2x, Expeditious Retreat 1x Level 2: Cure moderate Wounds 1x, Barkskin 1x, Invisibility 1x
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 03.05.2019, 18:29:05
Damian steht etwas abseits und reagiert nicht auf das Gespräch zwischen Aaron, Ragni und Otham. Sein Blick ist auf den Scheiterhaufen gerichtet.

Jedes Lebenwesen hat eine Seele. Diese Gabe verliehen die ersten Götter den Sterblichen und gaben ihnen so die Wahl, ihr Leben zu wählen und die Schöpfung zu prägen. Denn jede Seele ist frei, ihren Weg selbst zu gestalten, der sie schlussendlich zu einem Teil derjenigen Ebene werden lässt, den die Seele für sich erkoren hat. So will es Pharasma, die ewige Richterin.

Was nur wenige realisieren, ist die Tragweite dieser Wahl. Jede Entscheidung wird von Pharasma und ihren Rat der Seelengeleiter bemessen. Selbst den Unentschlossenen Seelen, den Atheisten, den Kindern oder den Narren hilft Pharasma, eine Wahl zu treffen und durch diese ihre endgültige Bestimmung zu finden, in der Kosmologie der Ebenen aufzugehen und die Wirklichkeit selbst zu gestalten.

Diese Wahl macht nicht nur unsere eigene Existenz aus, sie macht die Existenz an sich aus.

Im Glauben Pharasmas gab es daher kein schlimmeres Verbrechen als den Seelenraub.

Damian starrte in die Flammen. Vielleicht lag es an der Begegnung mit seiner Göttin, vielleicht war nie anders gewesen, aber er konnte die Risse im Seelenfluss spüren, die der Angriff der Dämonen hinterlassen hatten.

Seelen waren der Dreh- und Angelpunkt der Ebenen. Seien es die Himmel, Limbo, der Abyss oder die Höllen, ja selbst die Macht der Götter bemaß sich nach den Seelen, die sich den Grundsätzen der Ebene verschrieben.

Die Dämonen hatten den Körpern ihre Seelen entrissen und sie verschlungen. Aarons Soldaten sahen nur die körperlichen Wunden, das zerissene Fleisch, aber sie sahen nicht, wie grundlegend alle Bewohner dieses Dorfes vernichtet worden ware. Dass sie nun zu ewiger Verdammnis im Abyss gefangen sind.

Der Schmerz ist unbegreiflich.

Damian weiß, warum Pharasma ihm dieses Schicksal auferlegte.

Die Weltenwunde musste geschlossen werden!
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 04.05.2019, 13:22:45
Sosiel gesellt sich zu Damian und blickt mit ihm eine Zeit lang ins Feuer.

(http://i65.tinypic.com/2ppj6nk.jpg)
"Es gibt nur Schrecken und Hässlichkeit hier draußen. Keine Schönheit, keine Gnade, keinen Funken Menschlichkeit.

Die Weltenwunde ist ein böses Geschwür, dass sich immer weiter ausbreitet. Der Einfluss des Abgrunds manifestiert sich nicht nur in den Dämonen, sondern sein bösartiges Wesen befleckt alle, die ihm zu nahe kommen. Die Welt in uns und um uns wird zu einem hässlichen Ort.

Ich bin hier, weil ich einen Funken Schönheit zurückgeben will. Nicht eitle Selbstbetrachtung oder pompöser Glanz, wohlgemerkt. Nein, einen Funken Menschlichkeit, ein Lächeln, ein warmes Wort und Trost für die Trauernden.
Die Kirche Shelyns verbringt viel Zeit damit die Kunst zu protegieren und einem Ideal von Ästhetik und Perfektion nachzujagen. Doch ich glaube nicht, dass dies wahrhaft die Essenz aus Shelyns Lehren ist.

Es gibt nicht schöneres, als stumpfen Augen den Glanz wieder zu geben oder einem Waisenkind ein Lächeln zu entlocken."


Sosiel muss selbst grinsen.

"Vermutlich empfindet ihr mein Gemüt als naiv und mein Handeln als aufdringlich.
Ich habe gehört was ihr mit den Wundentrollen angestellt habt. Vermutlich braucht ihr keine Hilfe, sondern es sind wir die auf euch angewiesen sind. Dennoch, solltet ihr jemals etwas auf dem Herzen haben - solange ich hier bin, leihe ich euch mein Ohr."




Aaron nickt Otham zu.


(http://i63.tinypic.com/2hx6ams.jpg)
"Verlasst euch auf mich, General.

Wir haben morgen einen langen Marsch vor uns. Wenn wir gut vorran kommen, sollten wir mit der Abenddämmerung Fort Vilareth erreichen. Das Fort ist eine kleine Grenzfestung und unser Spähposten vor Drezen. Wir haben Glück, die Kommunikation mit dem Fort ist noch nicht abgebrochen, vor unserem Aufbruch konnten wir sicher stellen, dass unsere Stellung dort noch nicht überrannt worden ist.

Wenn es gut läuft, können wir morgen Nacht dort rasten, unsere Vorräte noch einmal aufstocken und dann über den Sellen übersetzen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 04.05.2019, 14:21:29
"Wir können nicht über jeden wachen, Damian. Es herrscht Krieg mit dem Abgrund."

Baldark ist neben seinen Gefährten getreten, als er bemerkt mit welchem Entsetzen er auf den Scheiterhaufen blickt.

"Wem ist geholfen unseren Verlusten, so schmerzhaft sie auch sein mögen, nachzutrauern?

Wir befinden uns immer noch im Überlebenskampf. Den Seelen dieses Dorfes kann nicht einmal eure Pharasma helfen. Doch wir haben es in der Hand zu verhindern, dass dieses Schicksal ganz Mendev treffen wird.

Wir sollten uns nicht davon fesseln lassen, was wir verloren haben, sondern uns darüber definieren, was wir noch bewirken können."


Der Zwerg wirft Sosiel einen herausfordernden Blick zu.

"Damit meine ich nicht, dass man seine Vergangenheit und die Realität verneint. Eure Schönheit in dieser Welt findet ihr nur mit Ignoranz. Wie viel ist das Lächeln eures Waisenkindes wert, wenn es von einem Dämon in zwei gerissen wird und seine Seele für die Ewigkeit im Abyss eingekerkert ist? Oder entlockt ihr euretwillen das Lächeln, um selber nicht dem Wahnsinn zu verfallen?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 05.05.2019, 17:46:54
Damian blickt von Sosiel zu Baldark. Beide Gefährten könnten unterschiedlicher nicht sein und er hatte sich schon gefragt, wann beide aneinander geraten. In seiner Stimme liegt ein wenig Wehmut als er sich an Sosiel wendet.

"Es tut gut, Eure Worte zu hören, Sosiel. Ich halte die Lehre Shelyns keineswegs für naiv. Eher für zu kostbar und meist zu fern, um auch nur zu hoffen, je eine Welt zu finden, in der ihr Wort gelebt wird. Aber erhebt weiterhin eure Stimme. Shelyn verkörpert Hoffnung und in diesem lebensfeindlichen Ort ist es genau das, was wir am meisten brauchen."

Den Blick weiterhin auf die Flammen gerichtet, ist Damian für eine Weile stumm, bevor er doch noch Baldark antwortet.

"Wer weiß, was das Schicksal für uns bereithält, Baldark. Die Seelen dieses Dorfes mögen im Abyss gefangen sein, aber vielleicht werden wir eines Tages in den Abgrund aufbrechen und sie befreien."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 06.05.2019, 01:43:37
Bei den Worten Damian's breitet sich ein Grinsen in Baldark's Gesicht aus und er klopft ihm grob auf den Rücken.

"Und ich Tor mache mir Sorgen um euch. Ihr wollt die gefangenen Seelen aus den Klauen des Abyss befreien?
Die Leute werfen mir immer vor, dass ich verrückt sei, doch die wahren Irren sind Träumer wie ihr beide es seid."


Der Zwerg wendet sich Sosiel zu.

"Ein Glauben, der sich als höchstes Ideal der Schönheit widmet. Und das unter den aktuellen Umständen, lächerlich. Merkt ihr nicht selber, dass ihr euch eure Welt zurechtzerrt?

Vor euch steht solch ein Waisenkind von dem ihr spracht. Und wisst ihr, warum ich heute vor euch stehe? Was es ermöglicht hat? Nicht Trost, kein Lächeln und nicht mal der Funken Menschlichkeit, den ihr spenden wollt.
Es war die Axt, die ich ergriff. Das Bewusstwerden meiner Umstände und die anschließende Entschlossenheit mit der ich die Köpfe der Dämonen spaltete.
Jeder leblose Körper dieser Bestien, der zu Boden sackt, schenkt Leben. Der Abyss infiziert unsere Welt, macht sie abnormal. Erst wenn wir diese Erde mit ihrem Blut wieder rein gewaschen haben, ist ein menschenwürdiges Dasein denkbar. Schaut euch um! Natur verdörrt, Gesellschaften zerbrechen, Städte brennen, Menschen warten auf ihren Tod wie Schweine in der Schlange zur Schlachtbank.

Nicht jeder in Mendev genießt das Privileg in der Kompanie der Königin zu marschieren. Damian und ich waren vorher in einem kleinen Spähtrupp, der sich weiter als andere in die Weltenwunde reinwagte. Wisst ihr Sosiel, was den Trupp mehr geschwächt hat als jegliche Verluste? Die zermürbende Moral, welche aus Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit bestand. Sie trieb so machen Kameraden in den Wahnsinn. Als würde man in giftigen Nebelschwaden wandeln und sie ziehen einem langsam aber sicher die Kehle zu. Ein Gefühl, das nun zumindest ganz Kenabres kennt.

Sosiel, ihr versucht euch diese Welt schönzureden. Damian allerdings versucht sie zum Besseren zu wenden und das mit allem was er geben kann und wie mir scheint reicht ihm das trotzdem nicht."


Baldark blickt nachdenklich zu Boden und schlägt sich anschließend seine Faust gegen die Brust.

"Möge unser Weg bis in die Flammen des Abgrunds führen. Mein Kreuzzug wird nicht eher enden bis nicht jede einzelne Seele, die die Dämonen stahlen, seinen rechtmäßigen Platz beiwohnt!"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 06.05.2019, 11:44:39
Der Kleriker Shelyns lächelt, doch diesmal liegt eine gewisse Traurigkeit in seinen Augen.

(http://i65.tinypic.com/2ppj6nk.jpg)
"Mit Verlaub, General, aber wenn jedes Kind, dass seine Eltern an den Abgrund verloren hat, sein Heil in Rache und Blutdurst finden würde, wäre die Weltenwunde bereits überall.

Euer starker Willen und unbeugsamer Geist mag Euch bisher vor dem schädlichen Einfluss des Abgrunds bewahrt haben, doch die meisten von uns sind schwach.
Auch Aaron und ich waren einst Teil eines Spähtrupps, wir kennen das Leben an der Front sehr gut, glaubt mir.
Die von Euch beschriebene Hoffnungslosigkeit unter den Verteidigern Mendevs ist der Grund für meine Mission.

Ihr müsst meinen Glauben nicht teilen, doch ich glaube, dass ich meinen Beitrag zu den Anstrengungen des Kreuzzugs leiste. Wir brauchen nicht nur Soldaten und Waffen, bedenkt wieviele normale Menschen in den Krieg gegen die Weltenwunde involviert sind.

Man sagt, dass der Abgrund endlos ist und die Dämonen ohne Zahl sind. Alle Dämonen zu töten wird nicht die Lösung dieses Konflikts sein. Selbst das schärfste Schwert wird irgendwann stumpf und auch die härteste Rüstung wird irgendwann zerbrechen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 06.05.2019, 12:52:24
In Gedanken verloren versucht sich der Priester mit der Suche nach Verwertbarem abzulenken. Nach einiger Zeit beschließt er jedoch zu seinen Gefährten aufzuschließen. Es macht sowieso keinen Sinn, seine Gedanken kreisen um Vhane, sein Schicksal und die ungewisse Zukunft.

(http://screenphoenix.de/orpg/der-fuenfte-kreuzzug.jpg)
Einige der Soldaten haben verteilt am Rande des Dorfes ihr Lager aufgeschlagen, doch Razgrim zieht es zu den Feuern auf den Straßen. Mit einem Ruck zieht er sich einen gebrochenen Balken als Sitzgelegenheit heran, stellt seinen Rucksack daneben und löst die schweren Schnallen um einen eisern gebundenen Folianten. Als er ihn aufschlägt, klingt der Einband tief gegen die Glieder seines Kettenhemds. Die Seiten waren leer.

Das Buch auf dem Schoß, befördert er ein Fässchen Tinte und eine grob geformte Feder zu Tage, ehe er sich erinnert und die Tinte zwergische Runen auf dem rauen Papier hinterlässt.

Der fünfte mendevische Kreuzzug
4713 AR bis
Die Armasse

Die Sonne stand hoch über dem weiß glänzenden Clydwell Plaza am Mittag des 16. Aroden 4713 AR, dem Beginn der jährlichen Armasse. Es schien ganz Kenabres hatte sich vor dem Aufgang der Kathedrale "Sankt Clydwells" aufgebaut, um die Ankunft und Rede des Großinquisitors zu erleben, doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Als die Turmuhr zum zwölften Mal schlug, begann die Erde zu Beben. Ein riesiger Spalt schien die Stadt förmlich zu verschlingen. Khorramzadeh, der Sturmkönig war erschienen und mit ihm eine Armee aus Dämonen, die über die Stadt herfiel. Den Anker der Hoffnung bildete Terendelev, ein silberner Drache aus alter Zeit, Schutzpatron der Grenzer und mendevischen Zivilisation. Doch auch sie war den Angriffen des Herrn der Weltenwunde nicht gewachsen. Unter Einsatz ihres Lebens und dem Tod vieler anderer konnte die Horde des Abgrunds zurückgeschlagen werden, doch zu welchem Preis. An diesem Tag erlosch die magische Barriere und mit ihr die uralte Macht der Wächtersteine, welche die Weltenwunde an ihrer Ausbreitung hinderte...


***

Erst bei Baldarks Worten sieht der Zwergenpriester von seinen Aufzeichnungen auf und folgt Baldarks Ausführung. Dann schaltet er sich mit ruhiger Stimme ein.
"Der Gedanke an die Seelen eurer Ahnen, an ein Leben das euch genommen wurde, plagt euch seither. Doch der kleinste Hauch von Hoffnung, der dies zum Guten ändern könnte, scheint euch mehr Angst einzujagen, als die Weltenwunde selbst."

"Sagt mir Baldark, was würde es für euch bedeuten, sollte Damian Recht behalten und die verlorenen Seelen aus dem Abyss erretten können? Würdet ihr nicht alles dafür geben oder geht es euch tatsächlich nur um den Rausch eure innewohnenden Wut zu befriedigen?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Baldark am 06.05.2019, 15:15:50
Nach den Worten Sosiel's holt der Zwerg erneut aufgebracht nach Luft. Unschwer erkennbar, kann er den Kleriker Shelyn's nicht ausstehen. Generell waren die Lehren Shelyn's ihm zu wider. Doch Razgrim kam ihm zuvor und so beruhig er sich wieder mit einem tiefen Ausatmen. Sein Blick wandert in die Flammen des Scheiterhaufens, während er die Stimme seines Gefährten vernimmt.

"Meint ihr ich habe mir diese Fragen nicht selbst gestellt, Razgrim? Ich bin ein Kind des Kreuzzuges. Die Weltenwunde ist bereits ein Teil meiner selbst. Ihr Mal eingebrannt in meine Seele. Vielleicht wörtlicher als ich es mir eingestehen möchte. Ist ein Leben im Einklang für mich noch denkbar? Ich muss gestehen ich weiß es selbst nicht.
Könnt ihr nach allem, was wir erlebt haben, wieder einen Ort Heimat nennen und dort euren Frieden finden?

Wandeln wir vielleicht auf dem selben Pfad wie Vhane? Frisst sich die Weltenwunde vielleicht nicht nur durch das Land, sondern infiziert jeden einzelnen Organismus? Ist unsere Seele möglicherweise bereits von der Fäulnis des Abyss befallen?

Ich schätze ich werde meine Ruhe erst finden können, wenn die Quelle allen Übels versiegt. Bis dahin werde ich meinen Weg mit den leblosen Körpern der Dämonen pflastern, um zu beweisen, dass sie diesen Kampf noch nicht gewonnen haben."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 06.05.2019, 15:43:00
"Wenn du willst kannst du Yaniel selbst fragen.", beginnt Otham Ragni zu antworten. Der Halbling hat sich neben der menschlichen Ratte niedergelassen, als dieser beginnt seine Tränke vorzubereiten. Als er merkt das Ragni etwas merkwürdig guckt fügt er schnell hinzu: "Yaniel ist meine Klinge."

Ein fröhliches "Hallo!, ertönt von Othams Hüfte.

"Naja eigentlich ist es ganz einfach: Während des Angriffs der Dämonen auf Kenabres sind wir vom großen Festplatz in die Tiefe gestürzt und mussten uns unseren Weg nach oben wieder erkämpfen. Dabei sind wir auf die verlorenen Kinder des Kreuzzugs gestoßen, soviel weißt du ja ziemlich sicher.
Auf unserem Weg durch die Stadt sind wir auf Hinweise gestoßen, dass sich in Kenabres eine geweihte Klinge Desnas, meiner Göttin befindet. Um es kurz zu machen wir haben die Klinge, die ehemals von einem Paladin meines Glaubens getragen wurde, nämlich Yaniel selbst, gefunden. Doch anscheinend ist irgendetwas von Yaniel in dieser Klinge geblieben. Es fühlt sich so an als würde sie ein Eigenleben führen. Ich weiß selber nicht wie ich es erklären soll. Doch ich weiß, dass Desna, das Sternenlied, mir diese Waffe gesendet hat. Und so bin ich ein Werkzeug meiner Göttin, so wie Yaniel mein Werkzeug ist; auch wenn sie das wahrscheinlich nicht gerne hört."
- Doch zu Othams Überraschung schweigt sein Schwert.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 06.05.2019, 16:31:30
Razgrim antwortet nicht. Stumm blickt er Baldark noch für einen Moment an, dann senkt er seinen Kopf zu den Zeilen, die er soeben verfasst hat. Er würde ihn vorerst nicht von einer anderen Meinung überzeugen können, vor allem nicht, da er sich selbst unsicher war.

Seine Wut auf Vhane sticht immer noch in seiner Brust und je mehr er daran denkt, desto einnehmender wird das Gefühl. Ob es an diesem Ort liegt? Sind Baldarks Fragen vielleicht doch mehr als pure Vermutungen. Der Priester umklammert sein göttliches Symbol so fest er kann.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 06.05.2019, 19:47:30
"Ääh hallo..Yaniel? Es freut mich eure eigenartige Bekanntschaft zu machen."
Ragni, der sonst Blicke gerne meidet, schaut zuerst Otham und dann Yaniel direkt an.
"Desna war immer eine Göttin über die ich gerne viel erfahren habe. Sie schien trotz ihres Alters irgendwie immer geistig jung zu halten. So wie deine spöttische Zunge auch die eines Jungen sein könnte, Otham. Aber du sagtest, es sei etwas von ihr in dem Schwert geblieben."
Halb an Yaniel und halb an Otham gerichtet fragt er:
"Was ist wohl in dir geblieben? Die Essenz des Lebens genau zu durchschauen ist eine immerwährende Aufgabe der Alchemie und wenn ich Yaniel genau betrachten dürfte, könnte mich das vielleicht voran bringen. Leider fehlen mir zur genauen Untersuchung hier die Gerätschaften."
Die Ratte wischt sich die Hände ab und steckt die erste fertige Phiole in eine seiner Taschen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 13.05.2019, 21:12:41
Als am nächsten Tag die ersten Strahlen der Morgensonne die Ufer des Sellen erhellt, sitzen die Kreuzfahrer bereits wieder im Sattel.
Ein weiterer Tagesmarsch liegt vor der Armee, eventuell noch mehr.

Nurah lächelt als die ersten Lichtstrahlen ihr Gesicht wärmen.

(http://i67.tinypic.com/28sbkgj.jpg)
"Wusstet Ihr, dass Fort Vilareth nach Gilhard Vilareth, einem der zehn Kommandanten des Ersten Kreuzzugs benannt wurde?

Er soll das Fort einundzwanzig Tage lang gegen eine Übermacht der Diener Deskaris verteidigt haben, die genau an diesem Ort planten in Mendev einzufallen.
Vilareth starb wenige Stunden nachdem die rettende Verstärkung eintraf an seinen Wunden, doch seine Tapferkeit und Unnachgiebigkeit sind uns bis heute ein Vorbild.

Fort Vilareth ist eine kleine, aber bedeutende Festung. Ich kenne den Kommandanten zufällig, wir sind sozusagen alte Bekannte. Er besitzt einen winzigen Weinkeller, der jedoch vorzüglich bestückt ist. Wenn wir ihm von unserer wichtigen Mission erzählen, gibt er vielleicht einen aus, was meint ihr?"


Die Halbligsfrau zwinkert sichtlich vergnügt in die Runde.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 24.05.2019, 12:49:47
Razgrim hat am morgen seine Gedanken und die unruhige Nacht beiseite geschoben. Allmählich kommen sie in wildere Gefilde und dies würde der letzte Tag am Rande der Weltenwunde sein, ehe sie den beschwerlichen Weg in die verseuchte Einöde beginnen würden. Dafür braucht jeder einen klaren Kopf.

"Wie ist sein Name? Den Kommandant, den ihr erwähnt hattet, Nurah. Hat er bei seinem letzten Kontakt mit euch etwas von gezielten Angriffen auf die Festung berichtet?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 24.05.2019, 21:56:22
Nurah lächelt.

(http://i67.tinypic.com/28sbkgj.jpg)
"Der ehrenwerte Kommandant von Fort Vilareth heißt Darius Ward. Ein erfahrener Veteran des Kreuzzugs dessen Familie schon seit drei Generationen im Dienst der Krone steht.

Es ist schon eine Weile her das wir zusammen an einem Tisch saßen, doch ich kann euch versichern, dass Fort Vilareth in der jüngeren Vergangenheit mehr als einen Angriff aus der Weltenwunde abgewehrt hat.
Die Truppen die dort stationiert sind haben nicht selten Kontakt mit den Dämonen die der Weltenwunde entsrömen, auch wenn es sich meist um kleinere Scharmützel als große Gefechte handelt."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 25.05.2019, 15:05:44
Damian schaut besorgt nach Nordosten. Nurah will wahrscheinlich nur die Moral heben, doch Valas Gabe hatte eindrücklich gezeigt, dass sie mit dem Schlimmsten rechnen mussten. Sollte die Festung eingenommen worden sein, würden sie einer Belagerung entgegen marschieren.

"Wir sollten Späher entsenden und auskundschaften, wie es um Fort Vilareth tatsächlich steht. Ich schätze den Versuch, Nurah, aber wir sollten auf alles vorbereitet sein."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 25.05.2019, 21:24:32
Merric taucht neben Damian auf. Der Mastiff des Halblings läuft flink, doch wird der Anführer der Windreiter ganz schön im Sattel auf und ab geworfen. Einen Hund zu reiten scheint deutlich holpriger zu sein als auf einem Pferd zu sitzen. Merric lässt sich allerdings kein Unbehagen anmerken und hebt das Visir seine Helms einen Fingerbreit nach oben.

(http://i65.tinypic.com/20qc67b.jpg)
"Ich könnte die Jungs ausschwärmen lassen, wenn ihr den Weg zur Festung auskundschaften wollt, General.

Ohne die Armee im Schlepptau sind wir deutlich schneller als ihr, wir könnten schon in wenigen Stunden Bericht erstatten wie die Lage um Ford Vilareth bestellt ist.

Gebt den Befehl und wir rücken aus!"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 26.05.2019, 15:04:41
Razgrim nickt Damian zu. Er sieht es ebenso. Es würde fast einem Wunder gleichen, sollte die Festung allen bisherigen Angriffen weiterhin getrotzt haben.

"Ich denke, dies ist eine gute Möglichkeit, um sicher zu gehen, nicht schon vor den Mauern Drezens in einen blutigen Hinterhalt zu laufen. Schickt eure Späher Merric, doch geht kein unnötiges Risiko ein."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 28.05.2019, 09:37:14
Der Halbling nickt und die Windreiter scheren unter aufgeregtem Gebelle ihrer Reithunde aus und setzen sich von der Armee ab. Ein wenig später sind die Halblingsreiter am Horizont verschwunden.



Etwas mehr als ein halber Tag verstreicht, bis Merrics Trupp zurückkehrt. Die Hunde scheinen die ganze Zeit gerannt zu sein und lassen sich erschöpft fallen, sobald ihre Reiter von ihnen abgestiegen sind.
Die Gesichter von Merric und seinen Soldaten wirken wie versteinert und Aaron lässt die Armee anhalten und alle Generäle zusammentrommeln, um den Bericht der Windreiter zu hören.

Merric nimmt den Helm vom Kopf und reibt sich die Nasenwurzel zischen Daumen und Zeigefinger.

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"Wir sind auf dem Weg zum Fort keiner Menschenseele begegnet. Eine Forsthütte war leer, ein abseits gelegenes Gehöft wie ausgestorben. Keinerlei Spuren von Kampf, vermutlich sind die Bewohner geflohen.

Fort Vilareth ist gefallen, daran besteht kein Zweifel. Das Fort ist schwer beschädigt und auf dem Turm des Bergfrieds weht eine fremde Fahne die keine mir bekannte Heraldik Mendevs zeigt.
Um das Fort herum wurde ein Wald aus angespitzten Holzpfählen errichtet. Aufgespießt auf diese Pfähle sind die Köpfe und übrigen Gliedmaßen der mutmaßlichen Verteidiger des Forts."


Merric macht eine Pause und knirscht hörbar mit den Zähnen.

"Die Dämonen sind uns zuvor gekommen. Es ist vermutlich niemand mehr am Leben.

Wir haben das Fort eine Zeit lang aus der Ferne beobachtet, die Kampfkraft der feindlichen Streitkräfte liegt geschätzt bei etwa 300 Mann. Es handelt sich größtenteils um Tieflinge und niedere Dämonen.

Wir konnten auf die Distanz keinen Befehlshaber ausmachen, ebensowenig ob höhere Dämonen unter den feindlichen Truppen sind."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 31.05.2019, 22:08:52
Razgrim zieht die Zügel straff und bringt seinen Widder zu Halt, als Merric seine Gefährten und ihn informiert. Beruhigend streichelt er über das dichte Fell zwischen den massigen Hörnern des Tieres.

Als sie Gewissheit über den Zustand der Festung und dessen Verteidiger erhalten, senkt der Priester sein Haupt.
"Ich hatte es befürchtet. Es war nur eine Frage der Zeit. Sie ist unaufhaltsam und hat uns offenkundig schneller überholt, als uns lieb sein könnte." Mit einem Stoß treibt er seinen neben sich in den harten Boden.
"Nichtsdestotrotz, Fort Vilareth war unser , ehe wir gen Westen den Weg in die Einöde der Weltenwunde einschlagen wollten. Bei einer Belagerung von Drezen, könnten uns die Vilareths Belagerer in den Rücken fallen, sollten sie informiert werden. Ebenso würde uns die Rückeroberung der Feste zu viele Krieger kosten, die wir dringend für unseren eigentlichen Plan benötigen. Aaron! Gibt es noch eine andere Furt über den Fluss nach Drezen, die wir nutzen können?"
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Beitrag von: Damian am 02.06.2019, 12:30:23
Damian treibt seinen weißen Schimmel neben Razgrim und blickt in Richtung Fort Vilareths. Seine Befürchtung hatte sich also bewahrheitet. Er schaut kurz zu Sosiel und dann zu Nurah, bevor er sich wieder abwendet. Die Soldaten um sie herum sind bedeutend leise. Keiner will die Entscheidung treffen.

"Ihr habt selbst gesagt, dass uns die Truppen Fort Vilareths in den Rücken fallen werden, sobald wir Drezen erreichen, Razgrim. Ich fürchte, uns bleibt keine Wahl, wir werden die Festung zurückerobern müssen."

An Nurah gewandt ergänzt er.

"Ihr scheint die Festung gut gekannt zu haben. Gibt es einen anderen Weg hinein als durch das Haupttor? Wenn wir die Festung mit einem kleinen Trupp infiltrieren, können wir die Tore öffnen und unseren Streitkräften eine mühsame Belagerung ersparen. Langfristig sollten wir die Festung ohnehin als Sicherung unseres Nachschubs wiederaufbauen."
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Beitrag von: Ultan am 02.06.2019, 22:43:32
Aaron seufzt.

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"Es gibt einen anderen Weg über den Sellen, allerdings erst weit hinter der Schlucht der Wächter. Wir würden einen Umweg von etwa einer Woche machen müssen. Ein - verzeiht meine Direktheit - sinnloses Unterfangen.

Außerdem möchte ich anmerken, dass wir aus gutem Grund eine Armee mit uns führen. Ich hatte gehofft, dass die Dämonen erst kurz vor Drezen unser Kommen bemerken, doch der Fall von Fort Vilareth ist innerhalb meiner Erwartungen.
Wir werden das Fort zurückerobern. Die Besatzer sind uns nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in Disziplin und Fähigkeiten weit unterlegen. Ich fürchte keine Bande Tieflinge und wenn sie nicht von höheren Dämonen unterstützt werden gibt es keinen Grund das Fort nicht zurückzuerobern.
Vergesst nicht eure Mission. Wenn wir vor einem kleinen Fort zurückschrecken, wie wollen wir dann die Festung Drezen erstürmen?"


Nurahs starrt mir glasigem Blick in die Luft bis Damians Frage sie scheinbar aus den Gedanken reißt.
Die Halbingsfrau streicht sich fahrig eine Haarsträhne aus dem Gesicht und antwortet mit brüchiger Stimme.

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"Ich... ich denke Aaron hat Recht. Das Fort ist zu klein um 300 Mann Unterschlupf zu gewähren, noch dazu wenn Dämonen anwesend sind. Unsere Feinde halten nicht viel von Ordnung und Disziplin. Sie werden keine koordinierte Verteidigung auf die Beine stellen können. Noch dazu haben wir den Überraschungseffekt auf unserer Seite."

Nurah zöger kurz, dann blick sie mit trüben Augen zu Damian und Razgrim auf.

"Wir müssen die Männer und Frauen von Fort Vilareth rächen. Lasst Sie damit nicht davonkommen, ich bitte euch!"

Merric nickt und setzt eine entschlossene Miene auf:

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"Der Feind hat ein Lager vor dem Fort errichtet, sie scheinen mit keinem Angriff zu rechnen. Wenn wir schnell und hart zuschlagen, sollten Sie nicht in der Lage sein alle in das Fort zu gelangen und die Mauern zu besetzen.

Der Sellen auf der Westseite bietet wenig Deckung, aber wenn wir uns von Mendevs Seite her nähern, können wir im Schutz des Waldes fast bis auf Steinwurfweite an das Fort heran kommen. Es sind viele Feinde, aber wir sind die Truppen der Königin. Unterschätzt unsere Kampfkraft nicht, Generäle."
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Beitrag von: Otham Sauertopf am 04.06.2019, 20:18:24
"Es ist weniger das Zutrauen in eure Fähigkeiten, als vielmehr die Verantwortung für die Leben die wir tragen.", antwortet Otham Merric. Otham hat kein Problem damit sein Leben aufs Spiel zu setzen, doch hier geht es nicht nur um ihn allein. Genau das ist der Grund warum Otham gezögert hat diesen Posten anzunehmen. Aber hier können sie sich wohl nicht davor drücken Menschenleben zu opfern.

Aber immerhin gibt es wohl keine Verteidigung im eigentlichen Sinne.
"Bei Desna lasst uns die Dämonen zurück in die Absyss schicken.", entscheidet sich Otham, wobei sie eigentlich keine Alternative haben, da sie keine Streitkraft in ihrem Rücken dulden dürfen: "Kamilo Dan wie gut kommen eure Truppen durch den Wald? Oder haltet ihr es sinnvoller mit Merrics Männern über die Ebene zu kommen und so die Truppen des Feindes abzulenken, bis der Rest der Männer bereit ist zuzuschlagen?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 04.06.2019, 23:39:51
Leutnant Dan verzieht den Mund zu einer Grimasse.

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"Wir sind Paladine Iomedaes. Wir fallen unseren Feinden nicht in den Rücken! Das weiß wirklich jedes Kind.

Aber wir könnten es ja auch so formulieren, dass wir unseren taktischen Vorteil nutzen um einen faulen und finsteren Feind zu schlagen und dabei die Leben tapferer Kreuzfahrer so wenig wie möglich aufs Spiel zu setzen, stimmts?

Der Wald bietet genug Deckung, wenn die Gegner keine Spähtrupps haben, sollten wir uns ohne Probleme dem Fort nähern können.[1]"

 1. Ambush: In order to attempt to ambush an army, the entire ambushing army must have concealment. The ambusher attempts an Offense check against the target army’s DV. If successful, the battle begins but the target army doesn’t get to act during the Tactics phase. Otherwise, the battle proceeds normally.
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Beitrag von: Ragni am 05.06.2019, 00:34:24
Ragni versucht fieberhaft eine Lösung zu finden, bei der der direkte Kampf so kurz und ungefährlich wie möglich gehalten wird.
"Nun wir haben doch auch die Möglichkeit, unseren Vorteil etwas weiter zu vergrößern. Lasst doch ein paar unserer leichtfüßigen Einheiten in ihr Lager schleichen und dort ein paar Bomben zünden. Die Bomben könnten dann Verwirrung stiften und gleichzeitig der Angriffsbefehl für unsere Truppen sein. Nicht zu vergessen ist auch der taktische Vorteil, den wir uns durch den lieblichen Geruch von Schwarzpulver verschaffen."
In Gedanken fügt er noch hinzu:
Der strategische Vorteil von Explosionen sollte euch hoffentlich klar sein. Auch ohne weitere Erläuterungen meinerseits ist das doch offensichtlich.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 07.06.2019, 10:57:46
"Unsere Ressourcen und Krieger sind begrenzt, daher ist es nur klug eine Entscheidung und alle Möglichkeiten abzuwägen. Einen Angriff ohne entsprechenden Plan durchzuführen, und darauf zu hoffen der Feind sei an der Grenze zu unserem Gebiet nicht vorbereitet auf einen Gegenschlag, wäre – verzeiht meine Direktheit – naiv. Vielleicht fürchtet ihr euch nicht vor einer Bande Tieflingen, doch unterschätzt ihre Herren nicht. Sollte es auch nur einer schaffen vor unseren Klingen zu fliehen und nach Drezen zu gelangen, wären sie gewarnt und wir würden unseren Vorteil verspielen. Nach allem was bisher geschehen ist, solltet wir jetzt nicht damit beginnen unseren Feind zu unterschätzen." schließt der Zwerg seine ernstgemeinten Worte an Aaron und wendet sich dann an Merric und Leutnant Dan.

"Leutnant Dan, wir bilden die erste Reihe und reiten einen Sturm durch das Lager der Besatzer. Das Todesschwingenschwadron und die Kompanie Hochhelms feuern aus dem Schutz des Waldes und rücken später nach. Ragni, wir werden euch und eure fähigsten Alchimisten im Schutz der Reiter nahe an den Eingang der Feste bringen. Sollten sie beim Zeichen eines Angriffs die Tore schließen, benötigen wir eure Expertise mit dem Schießpulver. Merric, führt eure Reiter am Rande des Schlachtfelds und sorgt dafür, dass niemandem die Flucht gelingt. Der Orden der Götterklaue wird mit den Verlorenen die Feste stürmen."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 08.06.2019, 11:06:27
Damian nickt bei Razgrims Worten.

"Ich werde mich dem Orden der Götterklaue und den Verlorenen anschließen, um den finalen Schlag ausführen. Auf das Pharasma sich unseren Seelen annimmt."

Mit diesen Worten begibt er sich zu Ulric und in die Formation der Krieger.[1]
 1. Kampf! (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,8401.msg1063162.html#msg1063162)
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Beitrag von: Ultan am 13.06.2019, 20:49:17
Nachdem der letzte Dretch niedergestreckt worden ist, bricht Jubel unter den Kreuzfahrern aus.

Den Generälen wird allerdings schnell bewusst, dass dieser Sieg seinen Preis hatte. Der Orden der Götterklaue hat die Speerspitze des Angriffs gebildet und damit den Großteil der gegnerischen Angriffe abbekommen.

Auch wenn die Höllenritter gut gekämpft und es mit dem Vielfachen ihrer eigenen Mannstärke aufgenommen haben, ein gutes Dutzend der schwer gepanzerten Soldaten liegt regungslos im Staub und wird sich wohl nie wieder erheben.[1]

Sosiel spricht ein stilles Gebet für die Gefallenen und wendet sich dann an die Helden.

(http://i65.tinypic.com/2ppj6nk.jpg)
"Diese Männer sind unter Eurem Kommando gefallen Generäle. Sie haben mutig und furchtlos gekämpft und ihr Leben geopfert um das ihrer Kameraden und aller Einwohner Mendevs zu bewahren.

Es mag Euch betrüben, dass Ihr den Befehl gabt, der diese Soldaten in den Tod geschickt hat und es würde Euch ehren, wenn Ihr um die Gefallenen trauert.

Krieg wird nie gerecht oder sauber sein und auch der brillanteste Feldherr wird Opfer bringen müssen, um seine Truppen zum Sieg zu führen.
Vergesst nicht, dass wir alle Soldaten sind. Es ist unsere Pflicht zu kämpfen, auch wenn es uns Alles kostet.

Ihr schultert die Bürde über das Leben vieler zu entscheiden, ich bete, dass Ihr dieser Last stand halten könnt."

 1. +240 EP pro Gruppenmitglied!
Die maximalen Lebenspunkte des Ordens der Götterklaue reduzieren sich um 4.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Razgrim am 14.06.2019, 10:22:30
Der Widder des Zwergs schüttelt den massigen felligen Kopf und schnaubt lautstark, als Razgrim ihn durch die Reihen der Krieger lenkt. In einigen Abständen erglühen seine Augen und eine weiße, warme Aura umhüllt die umliegenden Streiter ihrer Armeen.[1]

"Männer und Frauen des Kreuzzugs, ihr habt tapfer und hart gekämpft. Gemeinsam haben wir das Banner des fünften Kreuzzugs an die Linien des Feindes getragen und einen ersten wertvollen Schlag gegen die Reihen der sich ausbreitenden Krankheit des Abyss gelandet. Fort Vilareth ist erneut ein Teil Mendevs und wird es durch euren unerschrockenen Einsatz fortan bleiben!"

"Doch wie in jedem Krieg fordert eine Schlacht auch seine Opfer. Gedenken wir zusammen den gefallen Kriegern des Ordens der Götterklaue, auf das ihre Seelen in die heiligen Hallen ihrer Ahnen und Götter aufsteigen. Erweisen wir ihnen die letzte Ehre und lassen für sie die Fahnen der freien Völker über den Zinnen der Feste erstrahlen."
 1. Razgrim heilt umliegende schwerer Verletzte mit seinen Channel Energy Slots
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 14.06.2019, 14:25:03
Ulric blickt von den leblosen Körpern seiner gefallenen Kameraden auf zu Razgrim.

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"Torag lehrt, dass ein Krieger eine Waffe ist, die in der Schlacht geschmiedet wird, nicht wahr, General?
Der Orden der Götterklaue unterrichtet all seine Waffenträger, die Adepten des Ordens, dass ihr Dienst aus einer Reihe Prüfungen besteht und sie im Feuer der Schlacht gestählt werden.

Ein gefallener Bruder ist schlicht ein solcher, der der Hitze der Schlacht nicht standhalten konnte. Wir ehren seine Hingabe und seine vergangenen Taten, doch sein Tod zeigt schlussendlich seine Grenzen auf."


Der Kellide macht eine Pause und spuckt dann auf eine auf dem Boden liegende Leiche eines Dretch.

"Dennoch, Danke für den Segen, General. Was auch immer der Orden lehrt, meine Männer verdienen ein wenig Respekt für den Einsatz ihre Lebens."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Otham Sauertopf am 14.06.2019, 16:21:59
Sobald die Schlacht beendet ist schaut Otham ein paar Sekunden stumm über das Schlachtfeld. Natürlich liegen hier Haufen von toten Dämonen, doch auch viele Kreuzfahrer. Opfer die sich hätten vermeiden lassen? Er weiß es nicht. Kurz reinigt er seine Waffe, doch auch Yaniel scheint keine Lust auf ein Kommentar zu haben.

Plötzlich springt er wie von der Tarantel gestochen von seinem Reittier. Wahrscheinlich sieht es merkwürdig aus wie der Halbling über das Schlachtfeld rennt und hier und dort bei einem der am Boden liegenden Paladinen kniet. Hier und dort versucht er soviele Verletzte wie möglich zu stabilisieren. Otham ist kein Heiler, aber wenigstens ein oder zwei Leben kann der Halbling retten.



"Menschen sterben, gerade im Krieg, doch es ist etwas anderes Menschen wissentlich in den Tod zu schicken. Wir haben in den letzten Tagen genug erlebt, und glaubt mir jeder von meinen Gefährten und ich waren bereit unser Leben zu opfern. Doch jeder Schritt den wir gingen, gingen wir weil wir ihn wollten; nicht weil er befohlen wurde.
Ich möchte den Soldaten nicht ihren freien Willen absprechen, doch bei Desna, wir sind verantwortlich für die Entscheidungen die wir treffen. Wir haben den Angriff befohlen, also werden diese Toten auf mir lasten. Auch wenn der Angriff, die richtige Entscheidung ist."
, antwortet Otham Sosiel, bevor er ein kurzes Gebet spricht: "Möge Desna die Toten auf ihrer letzten Reise sicher zu Pharasmas Thron begleiten."
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 15.06.2019, 10:36:42
Die Schlacht um Fort Vilareth war ein Gemetzel. Der Orden der Götterklaue drang wie Speer in die Dämonen, doch die schiere Überzahl der Dretche führte schnell dazu, dass sie eingekesselt wurden. Für jeden Höllenritter fielen Dutzende Dämonen, doch sie wurden Schritt um Schritt zurückgedrängt. Damian schleuderte Zauber um Zauber gegen die Flut ihrer Gegner, doch wären nicht im letzten Moment die Paladine durch die Reihen der Dretche gefegt und hätten den Kessel gesprengt; Damian wäre bereits in dieser ersten Schlacht mit den Höllenrittern vernichtet worden.

Seine Kutte war voll Blut und magische Funken zuckten noch immer von seinen Händen als er Sosiel, Razgrim und Otham entdeckt. Mit einem Schlag dringen die Geräusche seiner Außenwelt wieder auf ihn ein und er wird sich gewahr, dass der Rausch der Schlacht vorbei ist.

Er braucht ein wenig, bis er sich genug gesammelt hat, doch dann gibt er Befehle, um zu veranlassen, dass die Leichen der gefallenen Kreuzfahrer aufgeschichtet werden. An seine Gefährten gewandt, fügt er hinzu.

"Wir müssen die Leichen verbrennen. Der Boden ist mit dem Einfluss des Abyss durchtränkt. Gelingt es uns nicht, den Seelen der Gefallenen den Übergang zu ermöglichen, werden wir uns hier bald einer zweiten Schlacht gegen Untote stellen müssen."

Damians Stimme klingt klar und stoisch. Er weiß nicht, wie er die Eindrücke des Gemetzels verarbeiten soll und hat beschlossen, sie zunächst tief in sich zu verschließen. Pharasmas Vorhersehung will es, dass er sich genau jetzt an diesem Ort befindet und er wird noch herausfinden müssen, welches Schicksal ihm zubemessen wurde. Drezen war noch weit und ihr Weg dorthin würde nur noch einen höheren Blutzoll fordern.

Dann gibt er einigen Höllenrittern ein Signal und geht auf das Tor Fort Vilareths zu, um das Innere zu erkunden.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ultan am 15.06.2019, 13:14:04
Damian betritt mit einem Trupp Soldaten das Fort.
Bereits hinter der Mauer wird das Ausmaß der Verwüstung klar. Die Tieflinge scheinen auch im Hof der Feste wochenlang ihr Lager aufgeschlagen zu haben. Neben diversen Feuerstellen und verdreckten Schlafstätten haben die Besatzer kaum Wert auf Sauberkeit und Disziplin gelegt - die Präsenz der Dretch hat das übrige dazu beigetragen, dass Fort Vilareth in desolatem Zustand ist.

Nurah folgt einige Schritte Damian und hält sich die Nase zu, als sie hinter den Soldaten durch das Tor des Bergfrieds tritt. In der Tat ist der Gestank aus dem Inneren atemberaubend.
Ein Berg verwesender, halb gefressener Leichen türmt sich in der Empfangshalle direkt hinter dem Eingang.

Die Halblingsbardin wirkt aufgebracht, als sie schnellen Schrittes und mit einem Tuch vor dem Gesicht auf die Ansammlung toter Körper zugeht. Ziemlich weit oben auf dem grausigen Haufen liegt der verstümmelte Körper eines Zwergs,

Nurah bleibt stehen und für einen Augenblick scheint Sie den Tränen nahe zu sein. Dann wischt sie sich mit dem Ärmel über das Gesicht und wendet sich Damian zu. Ihre Stimme klingt kontrolliert, doch ihr ist anzusehen, dass etwas nicht stimmt.

(http://i67.tinypic.com/28sbkgj.jpg)
"Das ist Darius... oder was von ihm übrig ist. Auch wenn es sehr unwahrscheinlich war, ich hatte irgendwie gehofft, dass er den Angriff überlebt hat.

Er war... ein Freund.
Ich... ich würde gerne von ihm Abschied nehmen, wenn ihr es gestattet. Würdet ihr mich einen Moment mit ihm alleine lassen?"
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Damian am 15.06.2019, 15:41:44
Das Bild, das sich Damian bot, war verstörend und der Geruch nahm ihm fast die Lust, doch er reißt sich zusammen und versucht, ein klares Bild der Lage zu bekommen. Den ehemaligen Verteidigern des Forts musste schreckliches widerfahren sein, aber er befürchtete vielmehr, dass es noch Soldaten gibt, die in Gefangenschaft ein noch viel entsetzlicheres Dasein haben. Alle Dämonen sind für ihre Grausamkeit bekannt, aber Dretche bilden den Bodensatz der Hierarchie des Abyss und genießen es besonders, Menschen zu foltern.

Zu Nurahs Anfrage schüttelt er den Kopf und antwortet tonlos.

"Ihr werdet Zeit haben, um Euch vom Kommandanten zu verabschieden, aber das Fort ist noch nicht gesichert. Weitere Dämonen könnten in den Gängen lauern und nur darauf warten, über einzelne Soldaten herzufallen. Ich muss Euch bitten, hinter den Soldaten zu bleiben."

Auch wenn er mit der Gnomin fühlt, ist dies weder der Ort, noch die Zeit, um die Toten zu beweinen.
Titel: Buch II - Das Schwert der Tugend
Beitrag von: Ragni am 15.06.2019, 16:30:45
Ragni richtet ein paar Worte an die Mischvolk Krieger, da ihm bei einigen von ihnen falsche Wurftechniken aufgefallen sind und erklärt, wieso man Bomben mit diesem speziellen Gemisch aus verschiedenen Mittelchen nicht extra zünden muss, sondern sie bei Kontakt mit der Luft direkt hochgehen.
Als Damian weiter in die Feste tritt, eilt er ihm sofort hinterher.
"Du hast recht, wir sollten uns zunächst um das Ausräuchern der Schädlinge kümmern. Ich stehe dir zur Seite."
Dabei holt er ein paar Phiolen mit klarer Flüssigkeit heraus. Die Bomben für die Schlacht sind eine Sache, aber meine kleinen explosiven Lieblinge hier werden ihnen besonders einheizen.
Der Geruch hier ist wirklich überwältigend, aber fast genauso schön. Diese schrecklichen Gerüche ziehen Ragni irgendwie an, vielleicht weil sie ihn an seine Schwefel und Ammoniak Experimente erinnern.