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Online-RPGs andere Systeme => 7te See: Théah => Thema gestartet von: Mondragor am 03.02.2019, 22:59:39

Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 03.02.2019, 22:59:39
Eine unheimliche Stille hatte sich über den vom hellen Vollmond gespenstisch erleuchteten Salzsumpf gelegt. Nicht einmal der Ruf einer Eule oder das Flattern einer Fledermaus durchbrachen die Ruhe; wo andernorts für viele Tiere der Tag erst mit Einbruch der Dunkelheit begann, schienen sie diesen Ort zu meiden, als würden sie von einer unsichtbaren Kraft von hier ferngehalten.

Ein menschlicher Beobachter, der die Szenerie betrachtete, hätte sich wohl gefragt, ob er in einem obskuren Albtraum gefangen wäre - doch ein solcher war nirgends zu erahnen. Plötzlich jedoch schnelle Schritte! Das Knacken von Zweigen, als jemand - etwas? - durch den Sumpf huschte, nur ein Schatten hier und dort. Dann durchbrach ein Schrei die Nacht, das Schluchzen einer weiblichen Stimme, die niemand vernahm. Dann wieder: Stille.

~~~

Es war ein früher Herbstmorgen, als Erich Janina Graustein die Straße von Leimbach nach Norden in Richtung Pösen entlang ritt. Der Begriff Straße wäre für einen ausländischen Besucher wohl irreführend gewesen, denn seit dem Ende des Krieges glich sie eher einem Trampelpfad, und der Regen des gestrigen Tages hatte den Boden schwer gemacht, so dass das Vorkommen dem Pferd alle Mühe abverlangte. Erich konnte und wollte es sich jedoch nicht leisten, seine Reise auf einen anderen Tag zu verschieben - sein Kontaktmann bei den Kreuzrittern hatte ihm einen Auftrag gegeben, und Erich pflegte nicht zu trödeln, wenn er ein Ziel erreichen wollte. Heute noch wollte er Hallstein erreichen, einen kleinen Ort in der Nähe des Salzsumpfes, um dort den Gerüchten um einen Schrecken nachzugehen, der im Sumpf sein Unwesen treiben sollte.

Ein Zufall war es, der Friedrich von Dent, einen alten Gewährsmann Erichs, am gleichen Tag auf die gleiche Straße führte, wenn er auch in gegensätzlicher Richtung unterwegs war. An diesem Morgen war er vom Gasthaus an der Südstraße aufgebrochen, und noch vor Mittag erblickte er auf der spärlich frequentierten Straße einen alten Bekannten auf sich zukommen.

Finnegan O'Dougal war sich sicher, dass er dem Dieb auf der Spur war. Von Inismore aus war er dem Mann bis Pösen gefolgt, doch immer war er einen Schritt zu spät, um ihn dingfest zu machen. Als Ernst Himmlein war der Übeltäter zum Gut der O'Dougals gekommen, um sich dort unter falschen Vorwänden die Gastfreundschaft der Familie zu erschleichen. Gedankt hatte er sie mit dem Diebstahl eines wertvollen Familienerbstückes, und seit dieser entdeckt worden war, war Finnegan ihm auf den Fersen. In Dunkeen musste er ernüchtert feststellen, dass der Mann sich bereits eingeschifft hatte, doch ein echter O'Dougal ließ sich von einem solchen Rückschlag nicht entmutigen, machte das Ziel des Schiffes ausfindig und folgte ihm mit dem nächsten verfügbaren Schiff nach Pösen - was ihn allerdings wertvolle Zeit kostete.
In den Eisenlanden angekommen, begann er sofort erneut mit den Nachforschungen, und seine Beschreibungen fruchteten schließlich, als er die Auskunft erhielt, dass sein Ziel, nun unter dem Namen Bernhard Wagner, sich einige Tage zuvor auf den Weg gen Süden gemacht hatte. Von Gasthaus zu Weiler zu Bauernhof fragte Finnegan sich durch, und längst hatte er von weiteren Untaten erfahren, die der Übeltäter unterwegs begangen hatte. Am heutigen Tag führte sein Weg ihn zu einer kleinen Siedlung, die scheinbar erst vor wenigen Jahren gegründet worden war, wenn man den Zustand der Häuser betrachtete. Nouvelle Charouse tat ein Schild außerhalb des Dorfes dessen Namen kund, und Finnegan war nicht wenig überrascht, dass er hier, mitten in den Eisenlanden, offenbar eine Siedlung von Montaignern vorfand.

Diese hatte auch Louis de Fromage Puant wenige Momente vor ihm betreten. Er, den außergewöhnliche Umstände in die weite Welt Théahs vertrieben hatten, hatte auf seinen Reisen in den Eisenlanden von einer Siedlung von Landsleuten gehört, die sich in seiner Nähe befinden sollte, und sogleich beschlossen, ihnen einen Besuch abzustatten. Scheinbar waren ausländische Siedler hier nichts ungewöhnliches, denn Elsa von Pösen warb geradezu um diese, damit sie halfen, das vom Krieg gebeutelte Land wieder aufzubauen. Zu viele Söhne und Töchter des Eisens waren gefallen, und mindestens genauso viele in den Jahren nach dem Krieg vor Hunger und Elend geflohen oder ihnen zum Opfer gefallen. Doch eines hatten die Eisenlande nach wie vor zu bieten: Gold! Und mach ausländischer Siedler war dem Lockruf des gelben Metalls gefolgt, um in der Fremde sein Glück zu finden - so mancher hatte es bereut. Eine ganze Siedlung jedoch war etwas Ungewöhnliches, und so fand sich Louis, nachdem er mühsam der Wildnis geraubte Äcker und Weiden durchquert hatte, in einem kleinen, doch nicht unfeinen Dorf wieder, als er hinter sich die Schritte eines weiteren Pferdes vernahm und einen Mann erblickte, der definitiv nicht in diese Gegend passte.[1]

Don Tristan de Simon de la Verde verstand die Welt nicht mehr. An irgendeiner Stelle musste er wohl falsch abgebogen sein, denn die Straße verdiente weniger und weniger diesen Namen, und nichts deutete hier darauf hin, dass er sich weiterhin auf dem Weg nach Freiburg befand. Stattdessen wurde der Boden morastiger, und Don Tristan dachte gerade darüber nach umzukehren, als er am Horizont ein Haus erblickte - sicherlich gehörte es zu einem Bauernhof, wo er nach dem Wege fragen und womöglich eine warme Mahlzeit in den Magen bekommen konnte.
 1. Natürlich Finnegal
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 04.02.2019, 15:46:09
Mit einer gewissen Indignation blickte sich der Montaigner in der kleinen Siedlung um. "Sacrebleu, in welsch kultürloses 'interland bin iesch da bloß geraten..! Wahrliesch, dies iest die erste Dorf, in dem die 'öchstgestellte Persönlieschkeit des Ortes nicht auf dem Mist'aufen zu finden sein dürfte" murmelte er vor sich hin, während er einen seiner riesigen Stulpenhandschuhe abstreifte und unter seinen breiten Gürtel klemmte. Nachdenklich zwirbelte er seinen Schnurrbart und ließ seinen Blick umherschweifen. Dabei nahm seine Miene ganz allmählich fröhlichere Züge an. "Andererseits – wo eine anständige Abenteuer finden, wenn niescht 'ier? 'alunken und Strolsche aller Art muss es doch 'ier in großer Menge geben? Und vielleischt auch das eine oder andere frische Montaigner Landmädschen...  Louis, alter Junge, mir scheint, deine Nase 'at diesch genau an die rieschtige Ort geführt!" Just in diesem Moment wurde er eines anderen Reiters ansichtig. Dessen Äußeres schien nicht auf einen Vertreter des hiesigen Adels hinzudeuten, weswegen er darauf verzichtete, seinen Hut formvollendet zu ziehen. Stattdessen nickte er dem Mann freundlich zu und rief: "Ah, Bonjour! Sagt an, mein Freund, kennt Ihr Eusch 'ier ein wenig aus? Man mag es mir kaum anmerken, doch iesch bin niescht aus der Gegend." Jetzt erst fiel ihm auf, dass sein Gegenüber überhaupt nicht nach einem Einheimischen aussah. "...oder seid Ihr ebenfalls nur auf die Durschreise?" fügte er fragend hinzu.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 05.02.2019, 06:37:17
Gedankenverloren ritt Erich die Straüße entlang und war innerlich froh das es am heutigen Tage nicht schon wieder regnete. Er machte sich Gedanken über diesen Schrecken der wohl auf ihn lauern wird, und über die Opfer die dieser Schrecken schon gefordert hatte.
Es dauerte daher einen Moment bis Erich erkannte wer denn da auf ihn zukam. Für einen kurzen Moment huschte ein lächeln über das Gesicht von Erich. Als die beiden dann auf gleicher Höhe waren Grüßte Erich sein Gegenüber freundlich "Seit gegrüßt Friedrich. Es ist einige Zeit her das wir uns das letzte mal gesehen haben. Was treibt Euch also in diese Gegend? Ich vermute das es wohl nicht unbedingt Zufall ist das sich unsere Wege ausgerechnet hier kreuzen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 06.02.2019, 19:18:15
Don Tristan hüllte sich enger in den Vendelischen Mantel. Das warme wasserdichte Kleidungsstück war wahrhaftig eine lohnende Investition gewesen. Bei dem verregneten Herbst und dem soweit nördlich garantiert sau kaltem Winter gab es hier in den Eisenlanden eindeutig einen Markt für Vedelische Kleidung.
Der Castillier schüttelte den Kopf. Jetzt fing er schon an wie sein vendelischer Gönner zu denken und überall nur Möglichkeiten für Geschäfte zu sehen.
Er mochte den Gedanken nicht besonders umdrehen zu müssen. "Vamos al menos hasta la próxima. Si no puedes ayudarnos allí, todavía podemos dar la vuelta.."[1] mumelt er seiner Fuchsstute zu und trieb das erschöpfte Tier sanft an.
Bei dem Gebäude angekommen sah er sich um.  "HALLO? IST HIER IRGENDWER?" Er sprach Eisenländisch, auch wenn der castillische Akzent unüberhörbar war.
 1. Castillisch:"Zumindest bis davorne gehen wir noch, wenn man uns dort nicht weiterhelfen kann können wir immernoch umdrehen"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 07.02.2019, 15:15:47
Mehr als einmal hatte sich Friedrich auf seiner Reise gefragt, ob er den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Alle diese Wege und Pfade sahen doch gleich aus. Doch so langsam hatte er sich selbst davon überzeugt, richtig zu sein. Dabei wollte er nur einen alten Freund besuchen, der vielleicht ein paar interessante, neue Geschichten oder Arbeit für ihn bereit hielt. Etwas in Gedanken verloren, bemerkte er den Reiter erst recht spät aber noch rechtzeitig, um ihn gebührlich in Empfang nehmen zu können.
"Aaah Erich! Seid auch ihr gegrüßt. Ja, es ist zu lange her aber ihr wisst ja, wie unsere Arbeit so ist. Immer wieder muss man in die entferntesten Winkel der Eisenlande reisen und dann bleibt nun mal keine Zeit, alte Freunde zu besuchen." Er lächelte breit und hätte dem Mann freundschaftlich auf die Schulter geklopft, wenn er nicht reiten würde. "Ich muss euch aber leider enttäuschen. Wir sind in gegensätzlicher Richtung unterwegs und haben vermutlich nicht das gleiche Ziel. Euren Worten entnehme ich aber, dass ihr einen Auftrag habt?" Das Interesse Friedrichs war geweckt. Von Natur aus neugierig, würde er nun nicht aufgeben, bis er erfahren hatte, was Erich vorhatte. "Was ist es diesmal?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 08.02.2019, 06:18:00
Gemächlich trottete Finnegans Pferd über den schlammigen Weg. Es hatte keinen Sinn bei solchen Bedingungn durch die Landschaft zu preschen, um sein Ziel schneller zu erreichen. Und außerdem wollte er das Tier schonen, bis seine Schnelligkeit vielleicht in einem wichtigen Moment gebraucht würde. Das Wetter erinnerte ihn an zu Hause, auch wenn dort die Wälder weniger düster waren.
Als er dann das montaignische Dorf erblickte, zügelte er sein Reittier und betrachtete es genauer. Konnte sein Ziel sich hier aufhalten? Nun, Finnegan würde fragen müssen. Bisher hatte er noch immer Informationen aus den Leuten, die er getroffen hatte herausgeholt, ohne zu viel über seine eigenen Motive zu verraten. Es war beschähmend genug, was seinem Clan widerfahren war. So etwas mußte nicht auch noch an die große Glocke gehängt werden.
Als er dann von einem Reiter vor sich auf der Straße angerufen wurde, ließ er das Pferd wieder weitergehen und näherte sich dem Motaigner, wenn man dem Akzent glauben durfte.
An der Kleidung des Inen konnte nur ein Mensch seines Volkes erkennen, daß er nicht arm sondern von gutem Stand war. Denn die Kleidung war zwar einfach gehalten aber von guter Qualität. Festes Leinen und gute, wasserabweisende Wolle waren die Hauptbestandteile. Alles in tadellosem Zustand. Die wenigen aber feinen Stickereien aus Silberfäden und enggewebten Borten taten dies einem Kenner zusätzlich kund. Und auch die hohen Stiefel aus robustem Leder waren gut gearbeitet.
Aber was war so etwas schon im Vergleich mit dem ausschweifenden Rüschen- und Seidenmengen, die Castilier oder Montaigner bevorzugten?
"Seid auch ihr gegrüßt, guter Mann. Ich bin tatsächlich auch nicht von hier. Ihr habt eine schnelle Auffassungsgabe. Ich bin wirklich nur auf der Durchreise.
Ist noch keiner der Bewohner auf? So früh am Morgen ist es doch nun auch nicht mehr."

Wieder blickte Finnegan sich aufmerksam um.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 08.02.2019, 06:36:22
Erich muß etwas über die Worte von Friedrich lächeln, denn seine scharfen Sinne haben mal wieder sofort erkannt auf was es ankommt. "Ja Ihr habt Recht, es fällt jemandem wie uns schwer seine Freundschaften zu pflegen, von daher freut es mich um so mehr das wir uns hier mal wieder sehen." Dann macht er eine kurze Pause und schaut sich rein aus antrainierte Reflexen um ob es hier Zuhörer gibt, obwohl er ganz genau weiß das die zwei hier ganz alleine auf der Straße sind.
"Ich bin auf dem Weg nach Hallstein. Dort soll Gerüchten zufolge eine Monstrosität geben die ihr Unwesen treibt, ein Schrecken der die Bevölkerung peinigt. Diesem Gerücht möchte ich nachgehen und dem ganzen auch hoffentlich ein Ende setzten. Von daher ist es Schade das Ihr wohl gerade andere Pläne habt, denn unsere Zusammenarbeit hat ja bisher immer einen fruchtbaren Boden gefunden und wohl sichtlich keinem von uns beiden geschadet" bei dem letzten Satz muß Erich selbst laut lachen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 09.02.2019, 13:58:01
Seinen Schnurrbart zwirbelnd erwartete Louis den Unbekannten. "Also auch niescht von 'ier" nickte er auf die Worte des anderen. "Nun, das soll us niescht inkommodieren" meinte der Montaigner schließlich. "Iesch glaube, es 'at in der Gegend genug an Banditen und Gesindel, um die Leute vorsieschtig zu machen. Was Wunder, wenn sie siesch verkrieschen, sobald Fremde auftauchen, n'est-ce pas?" Er wendete sein Tier und machte schon Anstalten, näher an die Hütten heran zu reiten, als ihm offenkundig noch etwas einfiel. "Ah, wie überaus vergessliesch von mir... mein Name ist Louis de Fromage Puant, Mousquetaire et Gentilhomme. Es iest mir eine Ehre, Monsieur..?" Seine Hand war in einer nachlässigen Geste des Grußes zur weiten Krempe seines Huts gewandert.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 10.02.2019, 13:33:20
Finnegan musste jedoch schnell feststellen, dass der Ort nicht so ausgestorben war, wie er vermutet hatte. Zunächst war es nur ein kleines Kind, dessen neugieriger Kopf aus einer Haustür hervorspähte, bevor es wieder nach innen gezogen wurde, doch nach und nach traten einige Bewohner aus ihren Häusern, wobei es sich fast ausnahmslos um Frauen und Kinder handelte. Sowohl Finnegan als auch Louis blieb nicht verborgen, dass die Frauen ausnahmslos Küchenmesser oder zumindest einen Besen griffbereit hielten.

Ein weißbärtiger Mann war es schließlich, der den beiden Fremden offen entgegentrat. Gekleidet war er in einfacher Bauernkleidung montaignischer Machart, wie Louis erkannte - wie auch die übrigen Einwohner, die zu sehen waren. In der Hand hielt er eine Mistgabel fest, und es war nicht ganz klar, ob er sich ob seines fortgeschrittenen Alters auf sie stützte, oder ob er wirklich in der Lage war, sie als Waffe einzusetzen.
"'allo veärrte Fremde!" sprach er sie mit montaignischem Dialekt an. "Versseidt unssere Vorrsiescht, abär wir 'aben nur selten Bessuch 'ier. Und schleschte Erfahrrungän gemacht mit Fremden. Wie 'eisst ihr und was wollt ihr in Nouvelle Charouse?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 10.02.2019, 13:41:09
Schon als er dem Haus näherkam, erkannte Don Tristan, dass hier wohl niemand lebte, zumindest nicht mehr. Die Eingangstür war halb aus den Angeln gerissen, und mehr noch, tiefe Furchen wie von gewaltigen Klauen eines Raubtieres waren in sie eingegraben. Kein Rauch trat aus dem Schornstein und nirgends war eine Spur von Aktivität zu sehen. Um mehr darüber zu erfahren, was hier vorgefallen war, musste er die Hütte, die ihrer Größe nach zu urteilen wohl nur aus einem Raum bestand, wohl oder übel betreten. Einen Moment lang stand Don Tristan vor der Tür und überlegte, ob sich das Raubtier wohl immer noch darin befinden mochte und ob er sein Leben riskieren wollte, nur um seine Neugier zu befriedigen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 11.02.2019, 17:25:10
Ja, es war ein glücklicher Zufall. Friedrich hatte zwar einige Bekanntschaften in seinem Leben machen können aber nicht viele davon konnte er gut leiden. Erich gehörte zu denen, mit denen er gut arbeiten konnte und das war schon die halbe Miete. Deshalb nickte er freundlich auf die Worte seines Gegenübers. Es waren die anderen Worte, die Friedrich allerdings fast noch mehr erfreuten. "Eine Monstrosität, die ihr Unwesen treibt. Soso." wiederholte er nachdenklich. Natürlich sollte Erich das Wesen erledigen.
Nichts ungewöhnliches aber dennoch interessant. So interessant, dass Friedrich seine bisherigen Pläne aufgeben würde, um der Sache nachzugehen. "Nun. Es sind nur Pläne. Nichts, was man nicht ändern könnte." sagte er mit einem breiten Grinsen. "Ihr habt mich neugierig gemacht. Wie ihr ja selbst sagtet, hat unsere Zusammenarbeit immer... gefruchtet. Wenn ihr also nichts dagegen habt, würde ich euch gerne begleiten. So wie in alten Zeiten."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 13.02.2019, 00:40:05
Auf seiner Reise durch die Eisenlande hatte Don Tristan schon eine Menge Schauergeschichten über die Monster gehört, die als Folge des Krieges in diesen Landen ihr Unwesen treiben sollten.
Aber er war sich ziemlich sicher, das an den Geschichten mindestens soviel Übertreibung und Fantasie wie
Wahrheit war. Aber das bedeutete ja nicht, dass es keine Gefahren gab.
Für einen kurzen Moment fochten Neugier und Vorsicht in dem Castillier, dann gewann die Neugier.
Rasch band Don Tristan den Zügel seines Pferdes wohl für eben diesen Zeck an der Hauswand angebrachten hölzernen Haken, zog seinen Rapier und betrat, Klinge voran das Haus.
Dabei öffnete er mit der linken die Tür soweit er konnte um möglichst viel von dem herbstlichen Tageslicht ins Innere fallen zu lassen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 13.02.2019, 06:46:02
"Das freut mich zu hören, das Ihr erneut an meiner Seite kämpfen wollt." meint Erich mit einem freundlichen lächeln auf den Lippen.
"Also dann, alter Freund. Laßt uns eilen, solange der Tag noch hell ist. Ich möchte noch vor der Dunkelheit in Hallenstein eintreffen." sagt er abschließend zu Friedrich und treibt dann sein Pferd an um wieder Geschwindigkeit auf zu nehmen und weiter voran zu kommen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 13.02.2019, 22:49:47
Vorsichtig stieß Don Tristan de la Verde die Tür auf, und als keine Reaktion erfolgte - kein Schrei, kein Knurren, auch kein Scharren, betrat er schließlich das Haus. Was er dort sah, bestätigte nur, was der Zustand der Tür bereits vermuten ließ: Das Innere war komplett verwüstet und zerstört. Die Besitzerin war offenbar eine Kräuterhexe gewesen, denn überall auf dem Boden verstreut waren kleine Tiegel mit Kräutern, Salben und anderen Dingen, die Don Tristan auf den ersten Blick nicht erkannte. Die meisten der Gefäße waren zerbrochen und ihre Inhalte hatten sich auf dem Boden zu einer schmierigen und bröseligen Pampe vermischt. Als der Castiller sich einige Kugeln genauer ansah, die in einer Ecke des Bodens lagen, zuckte er plötzlich erschrocken zurück, als er selbst angeblickt wurde: Offenbar handelte es sich um die Augen eines Tieres, das er nicht weiter zuordnen konnte und wollte.

Dass hier ein wildes Tier (oder Schlimmeres) gewütet haben musste, war klar ersichtlich, doch bei näherem Hinsehen erkannte Don Tristan auch Spuren eines Kampfes: Blutspuren auf dem Boden und einen blutigen Handabdruck an einer Wand. Nun, da er diese gefunden hatte, bemerkte er weitere Spuren, die ihn wieder nach draußen führten, und erkannte schließlich eine Schleifspur, die in Richtung des Sumpfes führte. Wer immer hier gelebt hatte, war offenbar von etwas verschleppt worden: Ob tot oder lebendig, vermochte Tristan nicht zu sagen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 13.02.2019, 23:03:59
Der Weg nach Hallstein verlief ereignis- und problemlos, und nun, da Erich einen Gesprächspartner gefunden hatte, auch erheblich kurzweiliger als seine bisherige Reise. Am späten Nachmittag erreichten Friedrich und er den kleinen Ort, den die Kreuzritter ihm genannt hatten, und der im Grunde nicht viel mehr war als eine Ansammlung von vielleicht einem Dutzend Häuser, um die herum ein paar viel zu dünne Schafe grasten, die von einigen Kindern beobachtet wurden.

Eines dieser Häuser jedoch war ein schmuck aussehendes Wirtshaus mit dem einladenden Namen Zur offenen Pforte, und Erich und Friedrich ließen sich nicht zweimal bitten, bevor sie eintraten. Im Inneren traten sie in einen kleinen, aber feinen Schankraum, der zu dieser Zeit noch recht ausgestorben war: Nur an einem Tisch saß ein einzelner Mann, der jedoch über seinem Bier eingeschlafen zu sein schien; ansonsten war nur noch eine rundliche Wirtin anwesend, die gerade hinter dem Tresen einige Gläser spülte.

"Seid gegrüßt, edle Herren!" begrüßte sie die beiden Männer herzlich. "Was kann ich für euch tun? Darf es ein Zimmer sein, um eure müden Knochen auszuruhen, ein Bier, etwas zu essen? Am besten alles, oder? Nur der Eintopf steht noch auf dem Feuer und ist noch nicht soweit. Meist kommen die Gäste in dieser Jahreszeit erst bei Anbruch der Dunkelheit."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 16.02.2019, 18:08:20
"Ihr habt ja so Recht. Genau wir nehmen alles zusammen. Mit dem Eintopf könnt Ihr Euch ruhig noch etwas Zeit lassen, der soll ja schließlich gut durchziehen und schön warm sein. Ein kühles Bier könnt Ihr jedoch gleich für mich und meinen Begleiter bringen", meint Erich freundlich zur Wirtin und setzt sich dann an einen Tisch.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 17.02.2019, 12:03:09
Wenig später standen zwei einladende Bierkrüge vor den Männern, und die Wirtin setzte sich ungefragt an den Tisch. "Was führt zwei Männer wie euch in diese gottverlassene Gegend? Seid Ihr ein Veteran?" fragte sie mit einem Blick auf das beeindruckende Schwert Erichs, um sich dann zu korrigieren. "Nein, dazu seid Ihr zu jung."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 17.02.2019, 13:44:32
Louis wandte sich dem Alten zu und nickte grüßend, auch wenn er hier, einem Bauern gegenüber, den Hut unberührt ließ. "Non, non, eure Vorsiescht ist durschaus verständliesch, Alterschen" winkte er großzügig ab. "Iesch bin Louis de Fromage Puant, Mousquetaire et Gentilhomme" bekam dann auch der Greis zu hören. "Auf die Durschreise – iesch 'abe keine besondere Ziel. Alors, iesch nehme an, ihr 'abt eine Bescher Wein für durstige Wanderer? Monsieur und iesch waren gerade dabei, uns vorssustellen, doch iesch glaube, wir könnten beide ein Erfrieschung gebrauchen." Indem er seinen Blick über die Hütten gleiten ließ, fügte er hinzu: "Und vielleischt ihr könnt mir ein wenig berieschten von die Gegend 'ier. Iesch wäre niescht abgeneigt, noch ein Weilschen ssu bleiben, wenn es gibt etwas ssu tun für meine Degen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 17.02.2019, 17:21:32
Die Miene des Alten hellte sich auf, als er Louis' Worte hörte.
"Mon dieu! Un mousquetaire!" rief er aus, und die Frauen und Kinder, die sich schüchtern in sicherer Distanz gehalten hatten, blickten neugierig in seine Richtung. Als nächstes ergoss sich ein Wortschwall in seiner montaignischen Heimatsprache über die beiden Besucher, der Finnegan nur ratlos dastehen ließ.
"Das Schicksal muss euch geschickt haben - es kann kein Zufall sein, dass Ihr gerade jetzt in unserer verzweifeltsten Stunde in unser Dorf kommt. Der Herr selbst hat Eure Wege so geleitet, dass sie Euch zu uns geführt haben.
Ein schreckliches Unheil ist uns widerfahren, es ist gerade eine Nacht vergangen seitdem. Ein Fremder kam zu uns, so wie Ihr, und wir haben ihn herzlich aufgenommen, unser Mahl mit ihm geteilt und ihm ein Nachtlager gegeben, wie es die Gesetze der Gastfreundschaft verlangen. Doch er hat sie missbraucht, hat eine junge Frau, ein Mädchen noch, von fünfzehn Jahren, entführt, und ist mit ihr in Richtung des Sumpfes verschwunden. Unsere Männer, sie suchen bereits den ganzen Tag nach ihr, bisher ohne Erfolg, sonst wären sie schon wieder hier.
Ihr müsst uns helfen, Jeanne wiederzufinden, und den Übeltäter zur Strecke zu bringen! Ich bitte Euch, helft uns!"
[1]
 1. [montaignisch] - Ich verzichte darauf, das jetzt in irgendeinem französisch-Kauderwelsch hinzuschreiben, denn dazu ist meins zu schlecht und die Gefahr, dass jemand von euch wirklich die Sprache kann, zu groß ...
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 18.02.2019, 10:11:27
Auf die Worte des Montaigners hin, hob auch Finnegan die Hand an seinen breitkrempigen Filzhut, dessen linke Seite mit einer mit Federn geschmückten Silberfibel hochgesteckt war.
"Mein Name ist O´Dougal, von den Glenshire-O´Dougals.
Mit dem Gesindel mögt ihr Recht haben, aber schaut euch an. Ihr seht nicht aus, als hättet ihr es nötig,
irgendjemandem auf der Straße aufzulauern. Und ein Dorf allein oder zu zweit überfallen, erscheint mir.....
nicht sehr erfolgversprechend."


Als dann die Dorfbewohner langsam auftauchten, lächelte Finnegan freundlich und, wie er hoffte, entwaffnend.
"Ah, seht Monsieur de Fromage Puant. Eure Landleute sind doch keine Langschläfer."
Viel Sorge machte er sich ob der Bewaffnung der Dörfler noch nicht.
Durch den Redeschwall des Alten ließ er sich nicht wirklich beirren. Es war bestimmt nur eine besonders lange
Begrüßung für einen Landsmann, mit den Fragen nach dem Stand der Dinge im Heimatland. Sollte er einen Inen begegnen, würde es auch nicht anders sein.
Auch er stellte sich erneut vor.
"Ich bin auch auf der Durchreise. Ich suche einen Mann, der vielleicht vorbei gekommen ist.
Wenn ihr mir da helfen könntet, guter Mann, wäre ich euch dankbar."

Finnegan gab eine Beschreibung des Gesuchten und erwähnte auch den Namen, den dieser sich gegeben hatte.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 18.02.2019, 20:44:48
"Parbleu!" entfuhr es Louis unwillkürlich, und die Hand glitt wie von allein zum Degen. "Eine Jungfrau in Nöten?!" Die Augen des Musketiers blitzten auf. "Ihr müsst mir alles darüber erzählen, was ihr wisst - mir soll der Bube nur vor die Klinge geraten!" Voller Grimm schlug er sich in die Brust und zwirbelte sich energisch den Schnurrbart. Dann erst wandte er sich an Finnegan und erklärte, wieder für diesen verständlich: "Entschuldiegt meine Entrüstung, doch iesch erfuhr soeben von eine üble Missetat. Dies erfordert meine 'ilfe für die Dorf, wie Ihr verstehen werdet sans Zweifäll. Vielleischt sogar Eure Mann und diese Schurke sind ein und dieselbe Person."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 18.02.2019, 21:53:28
Erich nahm erst einmal einen kräftigen Schluck Bier und leerte den Krug in einem Zug bis zur Hälfte, erst dann beantwortete er die Frage "Für wahr, ich bin kein Veteran, aber trotz allem weiß ich wohl recht gut wo das gefährliche Ende des Schwertes ist. Und genau das ist es auch was uns hier her treibt. Wir haben von Gerüchten gehört das sich hier in der Nähe ein Schrecken umhertreiben soll, und genau diesen wollen wir erschlagen, auf das Ihr bald alle wieder ruhig schlafen könnt", danach leerte er den Rest des Kruges.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 18.02.2019, 23:01:58
Die Miene des alten Mannes wurde bei Finnegans Worten immer düsterer, bis ihm einige montaignische Schimpfworte entfuhren, die selbst Louis beinahe die Schamesröte ins Gesicht trieben. Die Mistgabel wieder bedrohlich aufstellend, entgegnete er dem Inen:
"Ihr kennt diese Schurke? Ist ärr etwa ein Freund von Eusch?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 19.02.2019, 03:04:09
Es war erfrischend, endlich nicht mehr alleine reisen zu müssen. Mit Erich konnte er sich gut austauschen. Nicht nur, dass sie sich schon länger kannten, sie waren beides Kreuzritter und hatten so genug Gesprächsthemen, um den Weg schnell hinter sich zu bringen. An ihrem Ziel angekommen, sah sich Friedrich interessiert um. Ein recht ruhiges Eckchen, welches sie hier betraten hatten. Zu schade, um von einem Schrecken terrorisiert zu werden. Mit seinem Kollegen schritt er schließlich durch die Tür zum Wirtshaus und ließ sich an einem der Tische nieder.
Den Austausch zwischen Erich und der Wirtin verfolgte Friedrich kommentarlos. Ganz schön neugierig, die gute Frau. Aber man sah wohl nicht oft zwei gut gerüstete Männer an diesem Ort. Er mochte zwar nicht so offensichtlich und schwer bewaffnet wie Erich sein aber er besaß eine schwere Armbrust, deren Bolzen so gut wie jedes Monstrum richten konnten.  Auch Friedrich trank einen Schluck Bier - ließ sich etwas mehr Zeit damit als sein Freund - und lächelte die Wirtin an. "Lasst kein Detail aus. Es mag unangenehm sein aber wir brauchen alle Informationen, die wir kriegen können." bat er die Wirtin.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 19.02.2019, 14:20:40
"Der Schrecken!" rief sie laut aus, und sie schien sichtlich erfreut zu sein - wohl nicht über diesen selbst. "Er treibt schon einige Monate sein Unwesen hier in der Gegend, doch bisher hat niemand unsere Hilfegesuche erhört. Anfangs waren es nur Geschichten von unheimlichem Heulen im Salzsumpf, bis irgendwann erste Schafe in der Gegend gerissen wurden. Auch da dachten wir zunächst nur an normale Wölfe, doch als wir schließlich die Überreste einer Kuh fanden, war klar, dass kein Wolf eine solche Größe besitzen konnte, um solche Bissspuren hinterlassen zu haben.
Und dann fing es an, Menschen anzugreifen. Einzelne Reisende, zum Glück niemand hier aus der Siedlung, denn alle wurden vorsichtiger und niemand traute sich mehr nachts alleine nach draußen. Mindestens zwei Opfer gab es, von denen ich weiß, und seitdem meiden alle, die noch richtig im Kopf sind, den Sumpf als solches, und den weiteren Umkreis bei Nacht. Denn bisher wurde das Biest nur nachts gehört, und gesehen hat es außer seinen Opfern noch niemand, von dem ich wüsste.

Seit drei Wochen allerdings schien es verschwunden zu sein - kein nächtliches Heulen mehr, auch wenn niemand so wahnsinnig war, nachzusehen. Aber letzte Nacht, da war es wieder da, das Heulen. Das Blut ist in meinen Adern gefroren, als ich es gehört habe. Die Straße wird kaum noch bereist, weil sich herumgesprochen hat, dass hier ein Schrecken haust, und wir haben kaum noch Besucher. Geht das so weiter, werden wir das Gasthaus aufgeben müssen, und in die Stadt gehen, um uns ein neues Leben aufzubauen - oder am besten gleich ins Ausland. Die Bauern teilen das gleiche Schicksal; viele haben einen Großteil ihrer Tiere verloren. Nachts auf der Weide lassen kann man sie nicht mehr, und direkt an unserem Weiler gibt es zu wenig Weideland."


Die beiden Besucher merkten der Frau an, dass sie froh war, sich ihre Sorgen endlich einmal von der Seele zu reden. Vor allem sahen sie die Hoffnung in ihren Augen, dass Erich und Friedrich womöglich dafür sorgen könnten, ihre schlimmsten Befürchtungen doch nicht wahr werden zu lassen.
"Wenn Ihr es schafft, den Schrecken zu besiegen, sollt Ihr bis an Euer Lebensende freie Kost und ein Lager in meinem Gasthaus haben. Mehr kann ich Euch leider nicht anbieten, aber Ihr könntet Euch der ewigen Dankbarkeit aller Dorfbewohner sicher sein!"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 19.02.2019, 14:45:18
Eigentlich war was immer in dieser Hütte vorgefallen war ja nicht wirklich Don Tristans Problem und das Risiko, dass er mit der Verfolgung der Spur eingehen würde schwer einzuschätzen. Aber andererseits waren die Spuren so frisch, dass zumindest die Chance bestand, dass das Opfer noch am Leben war und der Castillier war einfach nicht kaltblütig genug nicht zumindest den Versuch zu wagen.
Zum Glück war die Spur nicht zu übersehen, denn Spurenlesen lernte man weder in Duellantenakademien noch in Universitäten.
Allerdings wollte er in  dieser deusverlassenen Gegend konnte sein Pferd nicht einfach zurücklassen.  Es wäre allzuleichte Beute für einen Dieb. Oder Raubtiere.
Also nahm Tristan das Tier mit der linken am Zügel und den Rapier in der Rechten folgte der junge Hidalgo der blutigen Spur in den Wald.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 20.02.2019, 06:44:27
"Für den Anfang würde es mir reichen wenn Ihr mir einen weiteren Krug Bier reicht, der Rest ergibt sich dann sobald wir dieses Monster erschlagen haben", meint Erich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen.

Dann hält er einen Moment inne und wendet sich an Friedrich "Wir sprechen hier also von einem vermutlich wolfähnliches Wesen das hauptsächlich nachts aktiv ist, groß genug um ganze Kühe zu erlegen und es ist nach einer dreiwöchigen Pause nun seit gestern wieder aktiv ... Hast du schon eine Idee was das sein könnte?"

Danach spricht Erich die Wirtin noch einmal an "Ich weiß das alle hier nicht darauf aus sind dem Monster zu begegnen. Aber gibt es jemand der uns vielleicht etwas genauer beschreiben kann wo dieser Schrecken das letzte mal gesichtet wurde, oder wo genau das Geheul herkommt? Je genauer wir wissen wo wir suchen müssen, um so schneller können wir das Problem lösen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 21.02.2019, 13:42:20
Die Wirtin grübelte kurz, dann antwortete sie zögerlich. "Der junge Karl könnte euch vielleicht helfen. Er ist draufgängerisch und will sich immer und überall beweisen, und traut sich näher an den Sumpf als alle anderen hier. Er kann euch näher heranführen, aber ich beschwöre euch: Ihr müsst ihn davon abhalten, mit euch zu dem Schrecken zu gehen. Er ist ein guter Junge, aber das Kampfhandwerk hat hier niemand gelernt, und er wäre Euch wohl eher hinderlich, und würde sich nur selbst in Gefahr bringen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 22.02.2019, 05:11:03
Das waren mehr Informationen als Friedrich geglaubt hatte zu bekommen. Einiges war sehr hilfreich, doch es warf auch neue Fragen auf. In Gedanken ging der Monsterjäger alles noch einmal durch. Zuerst griff das Wesen nur Vieh an. Schafe und sogar eine Kuh. Es muss größer als ein Wolf sein. Dann jedoch griff es auch Menschen an. Nur Nachts und im Umkreis des Sumpfes. Es verschwand für drei Wochen, tauchte letzte Nacht aber wieder auf. Friedrich hörte dem Gespräch zwischen Erich und der Wirtin weiter zu, während er über alles nachdachte.
"Es könnte sich um eine Art Werwolf handeln." sprach der Ältere der beiden Männer schließlich seine Gedanken laut aus. "Ein Mensch, der sich bei Vollmond in eine Art Wolfsmenschen verwandelt und die Kontrolle über sich verliert. Ein Werwolf wäre stark genug, um auch eine Kuh zu erlegen und das Heulen ist ein klassischer Hinweis auf ein solches Wesen. Aber..." Er trank einen Schluck Bier und strich sich langsam über seinen Bart. "... es gibt einige Ungereimtheiten. Vielleicht etwas Ähnliches aber nicht direkt ein Werwolf." Er begann aufzuzählen. "Wieso begann es auf einmal Menschen anzugreifen, wenn es vorher nur Schafe und Kühe gerissen hat? Wieso hat es drei Wochen lang nichts getan? Und wenn es ein Werwolf sein sollte, wieso ist es auch aktiv, wenn kein Vollmond ist? Wieso bleibt es im Sumpf? Gibt es Menschen, die im Sumpf leben?" Er sah die Wirtin fragend an.
"Nun ja, wie dem auch sei." Er stand auf und trank den Rest des Bieres aus. "Ich denke, wir sollten nicht länger warten. Dieses Monstrum muss schnell erlegt werden, bevor es noch weitere Opfer fordert." Er wandte sich noch einmal an die Wirtin. "Seid versichert, dass wir Karl nicht mitnehmen werden. Erich und Ich sind Profis, wir werden niemanden in Gefahr bringen, wenn es sich verhindern lässt. Wo finden wir Karl?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 23.02.2019, 11:54:07
Kurz erschrack Finnegan über die heftige Reaktion des Alten, aber dann dämmerte es ihm.
"Mitnichten, guter Mann! Ich bin ihm auf den Fersen, weil er schon in so mancher Ortschafft
Leid und Trauer hinterließ. Er muß zur Rechenschaft gezogen werden.
Und aus eurer Reaktion entnehme ich, daß er auch bei euch sein Unwesen getrieben hat.
Nehmt also bitte eure Waffe herunter und erzählt mir davon."

Um dem Mann ein besseres Gefühl, stieg Finnegan vom Pferd. So konnten sie eher als
Gleichgesinnte reden statt als Adliger und Untergebener.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 23.02.2019, 13:15:20
Louis nickte beifällig. "Enfin! Ein 'erausforderung iest genau, was iesch brauche!" Womit auch er sich aus dem Sattel schwang. Er schien allerdings weniger von einer Verbrüderung mit dem gemeinen Volk zu halten, denn er wies den Alten an: "Wohlan, Vieillard - ein Bursche soll siesch gut um die Pferde kümmern, während wir uns an'ören, was ihr auf die Seele 'abt." Zu Finnegan gewandt meinte er: "Iesch nehme an, Ihr 'abt nieschts dagegen, dass iesch an Eurer Jagd teilnehme, Monsieur?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 24.02.2019, 23:46:43
Finnegan ließ noch einmal seinen Blick über den noblen Montaigner schweifen.
"Nein, ganz und gar nicht. Es ist oft hilfreich, jemanden dabei zu haben, der einen unterstützt."
Dann wendete er sich wieder dem Alten zu.
"Genau. Erzählt uns, was passiert ist."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 25.02.2019, 06:46:35
Erich hatte den Worten von Friedrich nicht viel hinzu zu fügen "Ihr habt unser Wort, wir werden alles tun damit dieser Karl nicht an dieser Mission teilnimmt. Wir werden ihn nur nach dem Weg fragen"

Da es Friedrich scheinbar eilig hatte und sofort aufbrechen will sagt Erich dann zum Schluss noch "Haltet uns ein warmes Bett frei und seht zu das wir später noch einen ordentlichen Teller voll mit Eintopf bekommen. Mehr wollen wir erst einmal nicht"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 01.03.2019, 06:48:10
Der alte Mann zögerte zunächst und musterte Finnegan und Louis nochmals genau, nickte dann aber mit einer grimmigen Zufriedenheit auf die Worte des Inen hin und ließ die Mistgabel wieder sinken.
"Alors, iesch werde Euch erzählen alles, was iesch weiß." Daraufhin schilderte er, was sich am Vorabend begeben hatte, was jedoch nicht viel mehr war, als sie bereits von ihm erfahren hatten: Der fremde Mann war am frühen Abend ins Dorf gekommen und wurde gastfreundlich aufgenommen. Am Abend trafen sich die Bewohner in ihrem Gemeinschaftshaus zu einer Feier, zu der sie ihren Gast einluden, und im Laufe des Abends hatte er immer wieder angeregt mit Jeanne, der jungen Frau, gesprochen, die die Aufmerksamkeit wohl durchaus genossen hatte.
Irgendwann neigte der Abend sich dem Ende entgegen und alle gingen zu ihren Betten, doch am nächsten Morgen stellte Jeannes Familie ihr Fehlen fest - und auch der Besucher war verschwunden. Schnell waren alle Männer auf den Beinen, um nach der jungen Frau zu suchen, und tatsächlich fanden sie nach einiger Zeit Spuren, die in Richtung des Sumpfes führten. Doch sie verloren sie wieder, und noch zur Stunde waren die Männer draußen auf der Suche nach Jeanne und dem Fremden.

"Niemals würde sie freiwillig mit eine solche Schüft ge'en. Werdet Ihr üns 'elfen?" war der Alte sich sicher, und schaute die beiden Männer hoffnungsvoll an.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 01.03.2019, 19:56:40
Mit gerunzelter Stirn hörte sich Louis die ausführlichere Schilderung des Alten an. Gelegentlich entfuhr ihm ein "Fichtre!" oder ein leises "Mille tonnerres!" Als der Mann geendet hatte, zog er seinen Degen, vollführte einen schwungvollen Ausfall gegen einen unsichtbaren Gegner und versicherte: "Die 'alunke wird die Spitze meines Degens zu fühlen bekommen - die Mademoiselle iest bereits so gut wie gerettet, ihr 'abt meine Wort, Alterschen!" Ein grimmiges Nicken bekräftigte seine Worte.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 02.03.2019, 19:08:55
Der alte Mann hatte keine echte Überzeugungsarbeit nötig: Die beiden Adligen überboten sich beinahe in ihrem Eifer, der jungen Frau zur Hilfe zu eilen, und Gerôme (so der Name des Alten, wie sie schließlich erfuhren) zögerte nicht, ihnen die Richtung zu weisen. Inzwischen war die Dämmerung angebrochen, und es dauerte nicht allzu lange, bis sie dem Suchtrupp begegneten, der ihnen mit hängenden Köpfen entgegenkam. Sie hatten den ganzen Tag über gesucht, dabei auch Spuren gefunden: Fußspuren, schließlich sogar ein abgerissenes Stück vom Rock des Mädchens. Die Spuren führten wie befürchtet, mitten in den Salzsumpf, doch die Männer hatten all ihren Mut zusammengenommen und waren gemeinsam selbst in diese verfluchte Gegend vorgedrungen. Doch nun, da es dunkel wurde, verließ selbst den Tapfersten der Dorfbewohner der Mut, denn nachts, so versicherten sie Finnegan und Louis, spukte es im Sumpfgebiet.

Die beiden Ausländer jedoch ließen sich nicht so leicht entmutigen und setzten ihren Weg, gefolgt von den ängstlichen Blicken der Dörfler, in Richtung des Zentrums des Sumpfes fort.

~~~

Die Wirtin versicherte Erich, dass sie den Herd noch bis spät in die Nacht befeuern werde, und wenn die beiden den Schrecken zur Strecke bringen würden, könnte er so viel von dem Eintopf essen, bis er platzen würde. Wenig später, als sie draußen gepackt und gewappnet warteten, stieß der junge Mann zu ihnen, der sich ihnen als Karl vorstellte. Er trug eine rostige Klinge bei sich, eher ein großes Messer, das schon unter Erichs kritischem Blick beinahe zu Staub zu zerfallen drohte, und schien eher freudig erregt als ängstlich zu sein.
"Seid Ihr Monsterjäger?" fragte er aufgeregt. "Ich möchte auch einer werden, aber mein Vater zwingt mich, auf dem Hof zu bleiben. Ich könnte so viel mehr tun als den ganzen Tag auf dem blöden Acker zu schuften. Ich weiß ganz genau, was in mir steckt. Ich will Prinzessinnen vor üblen Monstern retten, die Fürsten würden mich an ihrem Tisch speisen lassen! Und ich würde gerne einen echten Drachen sehen! Meint Ihr, es gibt noch echte Drachen? Die Leute sagen, sie sind alle ausgestorben, aber irgendwo gibt es sie noch, ich weiß es ganz sicher!"

Es war nicht einfach für die beiden, den Jungen zu beruhigen, und langsam wurde ihnen klar, was die Wirtin meinte, als sie sagte, sie sollten ihn zurückhalten, damit er keine Dummheiten beging. Vielleicht wäre es sogar heilbar für sein Draufgängertum, wenn er einem echten Schrecken gegenüberstehen würde - doch viel wahrscheinlicher wäre es, dass er die Begegnung nicht überleben würde.

Dennoch ließen sich die beiden Kreuzritter von Karl in Richtung des Sumpfes führen, bis sie an den Punkt kamen, an dem er das Heulen gehört hatte. Es war nun schon recht dunkel geworden, und immer noch waren sie außerhalb des Sumpfes. "Von dort kam das Heulen." deutete Karl in eine bestimmte Richtung. "Dort muss das Monster sein. Wollt Ihr mich nicht doch mitnehmen? Ihr seid doch dabei, da kann mir nichts passieren. Und ich kann mich durchaus selbst zur Wehr setzen." Um seine Worte zu unterstreichen, hieb er einige Male mit seinem Messer durch die Luft, was in Erichs Augen seine Unbeholfenheit mit der Klinge nur noch unterstrich. Da die beiden hart blieben, führten sie die Pferde bald alleine weiter in den Sumpf hinein, immer aufmerksam nach Bewegungen oder Geräuschen lauschend, die den Schrecken verraten würden.

~~~

Don Tristan war den Spuren nun bereits eine ganze Weile gefolgt, und der Abend wurde ständig dunkler. So langsam musste er sich überlegen, bis wann er umkehren musste, denn ganz geheuer war ihm dieser Sumpf in der Dunkelheit nicht. Doch noch war die Spur gut zu sehen, und Tristans Neugier siegte über seine Vorsicht.

Gerade als er zu dem Schluss gelangte, nun wirklich umkehren zu müssen, machte er gleich zwei unwahrscheinliche Entdeckungen: In einiger Entfernung näherten sich Männer - und das nicht nur von seiner linken Seite, sondern auch von der Rechten. Noch waren sie kaum zu sehen, und er vermutete, dass er selbst bis jetzt unentdeckt geblieben war. Doch von beiden Seiten näherten sich jeweils zwei Männer, die wie er ihre Pferde hinter sich herführten.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 03.03.2019, 17:37:29
Als Erich plötzlich Bewegungen im Sumpf ausmacht, gibt er Friedrich ein kurzes Zeichen und vergewissert sich das dieser die Gestalten auch bemerkt hat, danach zieht Erich sofort sein Schwert und macht sich für einen eventuellen Kampf bereit.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 05.03.2019, 06:34:30
Dankbar nickte Friedrich der Wirtin zum Abschied zu, bevor er sich mit Erich wieder nach draußen begab, um auf ihren Führer zu warten. Irgendwie konnte er den Jungen ja verstehen. Ein Leben als Monsterjäger mochte glorreicher und interessanter wirken als jenes auf dem Hof aber es war einfach zu gefährlich. So ließ er Karl einfach reden und schickte ihn schließlich weg, als er sie zu dem richtigen Ort geführt hatte.
Von nun an galt es aufmerksam zu sein. Sie wussten nicht, mit was sie es genau zu tun hatten, also mussten sie für alles vorbereitet sein. Friedrich konzentrierte sich also auf ihre Umgebung und nahm nach einiger Zeit die Gestalten wahr, die auch Erich entdeckt hatte. Während dieser sein Schwert zog, ging Friedrich ein Stück zurück. Es waren zwei Gestalten. Sie jagten allerdings ein einzelnes Monster. Nichts deutete darauf hin, dass es mehr waren.
"Wer da?" rief er also durch den Sumpf. Laut genug, dass die beiden Gestalten ihn gehört haben mussten aber leise genug, um nicht alles andere aufzuschrecken. "Tretet mit erhobenen Händen vor - ich habe meine Armbrust auf euch gerichtet." Während er geredet hatte, war wie automatisch seine Waffe in seine Hände gerutscht und ein Bolzen eingelegt worden. Jetzt wie wild um sich zu schießen, würde nicht hilfreich sein. Er hoffte einfach, dass diese Gestalten nicht auf Ärger aus waren. Wenn doch, konnten er und Erich sich allerdings wehren.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 06.03.2019, 04:15:58
Auch Finnegan bestätigte erneut seine Bereitschaft, den Halunken dingfest zu machen.
Allerdings nicht ohne vorher um etwas Wegzehrung zu bitten, für die er natürlich auch zu zahlen bereit war.
Frisches Essen war immer besser.
Dann ging es aber auch schon los mit der weiteren Jagd.
Als die Männer des Dorfes von Spukgestalten im Wald redeten, machte sich der Ine doch ein wenig Sorgen. Mit übernatürlichen Wesen kannte er sich zwar etwas aus, doch hier war nicht seine Heimat. Es waren wohl kaum welche, von denen er wußte, wie man sie besänftigte.
Aber trotzdem galt es, ein Maid zu retten und das Eigentum seiner Familie wieder zu erlangen.

Der Sumpf selbst machte Finnegan nicht zu viel aus. Seine hohen, festen Stiefel waren gut geschnürt und hielten Schmutz und Wasser Stand.
Als sie dann aber auf ihrem Weg angerufen wurden, bemerkte er die sich nähernden Männer erst.
Da es zwei waren, keiner blond und keine Frau dabei war, war wahrscheinlich keiner dieser Personen sein Ziel.
"Wie soll ich die Arme heben, wenn ich ein Pferd zu führen habe? Laßt eure Waffe sinken. Wir sind nicht hinter euch her.", rief er zurück.
An seinen Begleiter gewand murmelte er: "Laßt uns ruhig bleiben und sehen, was diese Beiden wollen. Wenn ihr mögt, haltet euch hinter mir, damit ihr im Notfall unbehelligt die Waffe ziehen könnt."
Unverdrossen und mit einem Lächeln näherte er sich weiter den Gestalten, die so plötzlich erschienen waren.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 06.03.2019, 20:21:51
Nein, Louis hatte Gerôme nicht lange überreden müssen: Der Musketier war Feuer und Flamme für die Rettungsaktion. Sie kam seinem Ansinnen entgegen, sich einen Namen zu machen, und nebenbei wäre er der Letzte gewesen, der gezögert hätte, einem weiblichen Wesen einen Dienst zu erweisen. Ganz abgesehen von der moralischen Verpflichtung als Fechter seines höchsten Landesherrn! Dementsprechend eifrig war er auch zunächst ausgeschritten, um zur Tat zu schreiten und der holden Maid zu Hilfe zu eilen. Je morastiger allerdings der Untergrund wurde, desto indignierter wurde sein Gesichtsausdruck. Nicht dass ihn einfacher Schlamm von der Vollbringung einer Heldentat hätte abhalten können – auch seine Stulpenstiefel waren hoch und wasserfest. Die schlürfenden Geräusche, die jeden Schritt von Männern und Pferden begleiteten, der typisch faulige Geruch einer Moorlandschaft und die an seinen Sohlen klebenden Dreckklumpen allerdings missfielen dem eleganten Kavalier sichtlich.

"Merde!" knurrte er unterdrückt. "Was für eine Dreckloch ist das 'ier?! Genau die rieschtige Aufent'alt für eine üble Verbrescher, der junge demoiselles entführt!" Er achtete peinlich darauf, wenigstens keinen Teil seiner Kleidung und Ausrüstung mit Ausnahme der Stiefel mit dem Schlamm in Berührung kommen zu lassen, brummte und schimpfte in einem fort leise vor sich hin. So kam es auch, dass er erst auf die Anwesenheit anderer aufmerksam wurde, als eine fremde Stimme ihn und seinen Begleiter zum Halten aufforderte. Er schreckte hoch und sah sich um. Kaum war sein Blick auf die drei Fremden gefallen – zwei beisammen und einer eher abseits – winkte er zu Finnegans Worten energisch ab. "Was, 'inter Eusch? Schutz suchen wie eine petite fille?! Complètement unmögliesch für eine Ehrenmann!" Womit er auch schon seinen Degen gezogen hatte, mitten auf dem Weg einen kunstvollen Ausfall vollführte, bei dem seine Klinge in der Luft eine Acht beschrieb, und rief: "Eine eschte Mann schießt niescht aus die 'inter'alt, er tritt seine Gegner ehrliesch entgegen und schaut in ihre Angesiescht! Kommt 'ervor, wenn ihr eusch traut und keine Schurken seid! Wir spreschen niescht mit Unbekannte, die ihre Gesiescht niescht zeigen!"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 07.03.2019, 07:01:43
Als Louis plötzlich so hervorspringt und mit seinem Degen in der Luft rumfuchtelt, schaut Erich etwas verwirrt zu Friedrich und fragt diesen leise "Verstehst du was der das faselt und vor allem was er da mit dem Zahnstocher vor hat? Bleib du mal hier und halte mir den Rücken frei, ich geh mal hin und kläre das."

Dann macht er ein paar Schritte auf den fremden zu und baut sich zu voller Größe auf und hält seinen Zweihänder vor sich "Hey du da! Was Glaubst du was du mit deinem Zahnstocher hier anrichten willst? Und wenn du nicht vor hast hier den Schlamm zu küssen, dann solltest du das Ding lieber weg stecken und den Weg frei machen. Ihr alle seht nicht so aus wie der mordenden Schrecken den wir suchen. Von daher lasst uns unseres Weges gehen, so wird Euch auch nichts passieren."

Jetzt wo Erich so nahe bei den fremden steht, können diese sehr gut erkennen das da ein über 2 Meter großer Mann vor Ihnen steht der in eine schwere schwarze Lederrüstung gekleidet ist die mit Nieten verstärkt ist und auf der Brust zwei kleine Wappen eingraviert sind. Diejenigen die sich mit dem Kämpfen auskennen, bemerken sofort das der Riese wohl recht gut weiß wie man mit dem Zweihänder umgeht, denn Erich hält ihn mühelos in den Händen und macht dabei jedoch immer einen kampfbereiten Eindruck. Unter den langen silbergrauen Haaren schauen zwei braune Augen hervor, wobei über dem linken Auge eine große lange Narbe zu sehen ist. Wer es schafft den Blick von dem bedrohlichen Zweihänder ab zu wenden, sieht das Erich nicht nur mit einem Zweihänder bewaffnet ist, sondern auch noch eine Pistole und ein Kurzschwert bei sich trägt.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 07.03.2019, 18:05:51
Beim Klang des nur all zu bekannten Akzents schloss sich Don Tristans Hand ein wenig fester um den Griff des Rapiers. Ein Montagnier. War man denn nicht mal mitten in der Wildnis der Eisenlande vor diesen verdammten arroganten, hinterhältigen Dienern des Möchtergern-Imperators sicher?
Als die beiden ungleichen Paare so völlig unerwartet zu beiden seiten erschienen hielt Don Tristan zunächst
an und machte sich zum Kampf bereit.  Erst als sich zeigte, dass er es nicht mit einen Hinterhalt zu tun hatte, da sich die beiden Paare hier offenbar  zum ersten mal begegneten, entschloss sich der Hidalgo abzuwarten.
Ein amüsiertes Grinsen erschien auf seinem Gesicht, als der hühnenhafte Eisenländer den montagnieschen Gecken zurechtstutzte. Kurz war er versucht dem Eisenländer zu erklären wie gefährlich so ein "Zahnstocher" in den Händen eines ausgebildeten Duellanten sein konnte, aber wenn er jetzt hier unerwartet aus den Büschen trat könnte der Mann mit der Armbrust das zum Anlass nehmen erst zu schießen und dann zu fragen.
Also wartete der junge Hidalgo gespannt, wie der Geck und sein Begleiter reagieren würden.
"und wenn es tatsächlich zum Kampf kommt? Wirst Du eingreifen? Auf welcher Seite? oder machst Du Dich heimlich in der Dunkelheit davon, schließlich ist dass hier nicht deine Angelegenheit. Oder?"

Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 09.03.2019, 14:45:54
Die Brauen des Montaigners wanderten in die Höhe, als er Erichs Auftritt sah. Bei dem ungefragten Duzen und den beleidigenden Worten des Fremden allerdings kniff er die Augen zusammen und murmelte in Finnegans Richtung: "Wer ist diese unge'obelte Bauernlümmel? Eine 'iesige 'olzfäller? Oder eine 'aarlose Bär? Von die Manieren 'er beides wäre mögliesch. Und was soll diese ungeschlachte Eisenprügel in seine Pfoten?" Sich wieder nach vorn richtend zeigte er ein humorloses Grinsen und rief zurück: "...'eda, Bursche! Iesch war gerade dabei, dir meine Zahnstocher anzubieten. Aber wie iesch sehe, 'ast du bereits eine eigene dabei, die viel besser zu die Größe von deine Mundwerk passt!" Den Griff des Degens führte er kurz bis in Augenhöhe, um den Gegner – trotz dessen bäuerlichen Auftretens – zu grüßen, dann wischte die Klinge in einem raschen Viertelkreis zur Seite, wo sie schräg nach unten weisend verharrte. So wartete er in lässiger Pose ab, ohne allerdings den Armbrustschützen und den dritten Mann aus den Augen zu lassen, die einen möglichen Kampf sehr leicht ziemlich unfair werden lassen konnten.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 10.03.2019, 11:20:09
Erich schwingt den Zweihänder mit einer Hand und steckt ihn mit einer geübten Leichtigkeit zurück in die Schwertscheide auf seinem Rücken. "Los Friedrich, laß uns gehen. Wir haben einen Werwolf zu erlegen, und keine Zeit uns mit solchen Hofnarren zu beschäftigen", ruft Erich und dreht sich dabei zu Friedrich um, wobei sein Blick dann genau auf Tristan fällt. Erich bleibt also plötzlich in halber Drehung stehen und schaut den dritten Fremden direkt an "Und du? Wer bist du denn? gehörst du auch zu den zweien da drüben?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 10.03.2019, 22:47:24
Erst als der eisenländer Hühne sich umdrehte erkannte Don Tristan das Wappen eines Drexel-Duellanten auf seiner Brust. Selbstverständlich gehörten die Abzeichen der anderen Duellantenakademien ebenso zum Lehrstoff der Torres-Akademie wie die Kenntnis der jeweiligen Philosophie und bevorzugten Waffe ihrer Schüler. "Also kann er mit dem Ding wohl wirklich gut umgehen. Fast Schade, dass er das Angebot des Montaigners nicht angenommen hat."
Trotzdem hatte es eine Zeit gegeben in der er diesen ungehobelten Bauern dafür gefordert hätte, ungefragt geduzt worden zu sein. Aber vier Jahre unter Vestenern, die ungeachtet von Stand oder Vertrautheit einfach jeden duzten hatte den stolzen Hidalgo diesbezüglich etwas Langmut gelehrt.
Er lies den Zügel seines Pferdes los und warf mit einer lässigen Geste den Vestenischen Mantel über die linke Schulter so dass das Abzeichen seiner eigenen Akademie, der silberen Rapier vor goldenem Umhang das er auf der linken Brust trug sichtbar wurde und lächelte trotz der beleidigenden Unterstellung etwas mit dem Montaigner gemein zu haben.
"Keines Wegs mein Herr!" antwortete er dann mit unüberhörbarem castillischen Akzent und mit leichter aber unüberhörbarer Betonung der Anrede. "Mein Name ist Don Tristan de la Verde aus dem schönen und kultivierten Land Castille.  Und ich vermute wir sind der gleichen Bestie auf der Spur. Jedenfalls komme ich von einer verwüsteten einzelnd stehenden Behausung in der Richtung", er deutet mit der linken in die Richtung aus der er gekommen ist, "und bin in der Hoffnung noch jemanden retten zu können bis hierher jener Blutspur gefolgt die ihr gerade so eifrig zertrampelt. wobei er mit der Spitze seines Rapiers auf die Blutspur zu Erichs Füßen deutete. "
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 11.03.2019, 06:39:56
Es überraschte Friedrich nicht wirklich, dass seiner Aufforderung nicht nachgegangen wurde. Der eine könne seine Hände nicht heben, weil er das Pferd führe und der andere wurde sogar ziemlich aufmüpfig und wedelte mit seinem Degen in der Luft herum. Schlau war das nicht wirklich. Ein einziger Schuss konnte den Mann niederstrecken. Doch Friedrich war nicht darauf aus, hier und jetzt irgendwelche dahergelaufene Männer zu töten. Die Armbrust ließ er trotzdem noch nicht sinken - schließlich hatte der eine immer noch seine Waffe gezogen.
Auf Erichs Frage zuckte Friedrich nur mit den Schultern. Der Mann war wirklich ziemlich schwer zu verstehen. Zwar hielt er es für eine bessere Idee, etwas diplomatisch vorzugehen aber sein Freund erwähnte trotz seiner harschen Vorgehensweise - ob bewusst oder nicht - dennoch, dass sie hinter einem Schrecken her waren und nicht auf einen Kampf aus waren. Erich und der Degenschwinger warfen sich ein paar Beleidigungen an den Kopf, wobei Friedrich bei dem Konter des Montaigners wirklich lachen musste. "Touché!" rief er also aus und senkte schließlich seine Waffe. Er trat vor, sodass man ihn sehen konnte. Während sein Kreuzritterkollege sich davon machen wollte und das Ganze wohl als Zeitverschwendung ansah, wollte er selbst bleiben. Sich etwas unterhalten. Es konnte kein Zufall sein, dass sich gleich zwei - oder eher drei - Gruppen hier im Sumpf trafen. Der Mann, der sich kurz daraufhin als Don Tristan de la Verde vorstellte, schien die gleiche Idee zu haben.
Es lag nun also an Friedrich, einen etwas anderen Plan zu verfolgen. Einen, der wenig mit Drohungen und Beleidigungen zu tun hatte. Es war Zeit für Diplomatie. "Es scheint, als habe das Schicksal uns alle hier zu dieser Zeit zusammengeführt." begann er, während er sichtbar und deutlich seine Armbrust entlud und anschließend wegsteckte. "Entschuldigt die Grobheit meines Freundes. Wir sind Eisenländer und auf Monsterjagd, da steigt das Adrenalin schnell zu Kopf." Erich warf er einen vielsagenden und entschuldigenden Blick zu. "Mein Name ist Friedrich von Dent und das ist Erich Janina Graustein." Er deutete eine kurze Verbeugung an. "Wir suchen einen Schrecken, der hier im Sumpf sein Unwesen treiben soll und so wie es aussieht, ist zumindest Herr Tristan de la Verde ebenfalls aus dem gleichen Grund hier." Er drehte sich zu dem Degenschwinger und dem Mann hinter ihm um. "Wie steht es bei euch? Wollt ihr nicht auch euren Degen wegstecken und uns erzählen, was euch hierher führt?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 12.03.2019, 21:12:42
Sein Gegenüber wandte sich ab, und Louis kommentierte dessen neue Beleidigung trocken in Finnegans Richtung: "Wie es scheint, 'at der Kerl allmähliesch die Lust verloren, Reisende anzupöbeln: Es wird weniger, immer'ien!" Er schien dennoch nicht recht zufrieden mit dieser Wendung. Friedrichs Reaktion hingegen quittierte er erst mit einem erstaunten Brauenheben, dann deutete er eine Verbeugung an. Nachdem der andere die Waffe senkte, steckte auch er seinen Degen wieder weg und trat ebenfalls noch ein Stück weiter nach vorn.

"Ah... verstehe" meinte er, noch immer etwas reserviert auf die Erklärung des Eisenländers. Sein Ego als Edelmann brauchte definitiv länger als Friedrich, den Zwist zu vergessen. Dennoch wusste Louis, was die Höflichkeit gebot, denn er erwiderte nochmals mit einer angedeuteten Verbeugung und erklärte: "Meine Name ist Louis de Fromage Puant. Iesch bin niescht aus die Gegend. Mein Begleiter und iesch..." er wies auf Finnegan "...sind ebenfalls auf die Suche. Aber niescht nach eine Monsterwolf, sondern nach eine Schurke, die eine junge Mademoiselle entführt 'at! Aus eine Dorf niescht weit von 'ier."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 14.03.2019, 05:53:11
Finnegan grinste in sich hinein, als der riesige Eisenländer mit seinem Zweihänder auf sie zukam.
So wie der die erhobene Waffe vor dem Bauch hin und her schwang....ganz wie diese lästigen Hochlandmarschler von den Inseln nördlich seiner Heimat. Und die Inen hatten da so manche Vermutung, warum sie sich so in ihre "mächtigen" Waffen vernarrt waren.
Und wenn er dann noch an seinen Cousin Karon dachte. Einen besseren Dolchkämpfer gab es wohl auf ganz Theah nicht. Karon hatte so manchen gestandenen Schwertkämpfer ganz schon arm aussehen lassen, sobald er unter dem Schwert durchgetaucht und in ganz naher Distanz zu seinem Gegner war.
Aber er sagte lieber nichts, um nicht noch mehr Unfrieden herbei zu führen.

Stattdessen war er bereits einige Schritte zur Seite gegangen, um den Eisenländern Platz zu machen.
Dabei bemerkte er auch die dritte Person, die sich dann vorstellte.
Und auch der zweite Eisenländern stellte sich vor und bewies einen kühleren Kopf als sein Begleiter.
Wie man sich freiwillig auf die Jagd nach einem Monster machen konnte, verstand Finnegan nicht so reccht. Bei ihnen auf Inesmore respektierte man die übernatürlichen Wesen und wußte, daß es nur Schaden bringen konnte, sie zu verärgern. Aber vielleicht hatten die Eisenländer ja die richtigen Rituale parat, um diesem Wolf zu besänftigen.
"Mein Name ist O´Dougal von den Glenshire-O´Dougals.", stellte er sich kurz vor. Weitere Worte waren aus seiner Sicht hier verschwendet. Es wurde zunehmend dunkler und sie hatten ihr Ziel noch nicht erreicht.
Wie Herr de la Verde so richtig erwähnte, waren sie dabei, etwaige Spuren zu verwischen, also schaute sich Finnegan um, ob er nicht noch welche von seiner Beute und dessen Begleiterin entdecken konnte.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 15.03.2019, 06:42:40
Als Erich auf die Blutspur hingewiesen wurde schaute er sich um ob er weitere Spuren finden konnte.

Dann wandte er sich noch einmal an Tristan "Es scheint so wie also ob zumindest wir dann das gleiche Ziel hätten. Aus meiner Sicht würde nichts dagegen sprechen wenn wir zumindest für diese Aufgabe unsere Kräfte vereinen. Denn wenn es wirklich ein Werwolf ist, dann kann eine weitere Klinge bestimmt nicht schaden", Erich blickte kurz zu Friedrich "Oder was meinst du Friedrich?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 15.03.2019, 20:02:49
"Einverstanden!" nickte Don Tristan zustimmend. Da offenbar kein Kampf bevor und auch sonst keine unmittelbare Gefahr bestsnd hob der junge Hidalgo dann die Klinge zum Gruß des Duellanten vor sein bärtiges Gesicht ehe er den Rapier mit einer eleganten fließenden Bewegung in der schwarzen Scheide an seinem Gürtel verschwinden lies.
Erst danach suchte der Blick der dunkelblauen Augen Friedrichs Gesicht um ruhig dessen Antwort abzuwarten.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 17.03.2019, 10:02:48
Da Friedrich zu weit weg war um das Abzeichen auf der Brust von Tristan zu erkennen schob Erich diese Information noch ein bevor Friedrich auf seine eigentliche Frage antwortete "Falls es deine Meinung beeinflussen sollte, dann wäre es vielleicht noch gut zu Wissen das dieser Bursche wohl von Tores kommt, der weiß also zumindest wie man eine Waffe hält und wo deren spitzes Ende ist. Wenn er uns also begleitet dann wüssten wir zumindest das er kein Kanonenfutter ist".

Danach reichte er Tristan seine Hand und meinte noch einmal zu ihm "Wie mein Freund schon sagte, mein Name ist Erich Janina Graustein, und es freut mich hier in diesem Sumpf jemand wie Euch zu treffen, der wenigstens weiß wie man richtig kämpft und die Feinheiten eines guten Kampfes zu schätzen weiß. Wir aus Drexel haben natürlich auch schon von Tores gehört. Wären wir jetzt hier nicht mit einer Jagt beschäftigt, würde es mich freuen wenn wir zu einem späteren Zeitpunkt die Klingen kreuzen könnten um unser beider können weiter zu trainieren und zu verbessern, natürlich alles rein freundlich und im Sinne eines fairen Wettstreites."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 21.03.2019, 17:04:04
Don Tristan lächelte und ergriff die dagebotene Hand. "Nett euch kennenzulernen und gerne zeige ich euch, wozu so ein 'Zahnstocher' ", er tippte mit der linken gegen das Heft seines Rapiers,"in der Hand eines Duellanten gut ist. Im übrigen bin ich nicht nur Duellant sondern auch Arzt, und wer immer diese Mengen Blut verloren hat braucht dringend einen. Wir sollten uns beeilen, denn es wird all zu bald dunkel werden und dann wird es fast unmöglich sein, der Spur vor morgen früh zu folgen." Damit lässt der Hidalgo Erichs Hand los und wendet sich an die anderen drei. "Also meine Herren, seit ihr dabei?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 23.03.2019, 04:21:45
Während sich Erich mit seinem Duellantenkollegen beschäftigte, kümmerte sich Friedrich weiter um die beiden anderen Personen, die sich nun auch vorstellten. Allerdings sagte der Montaigner, dass sie nicht auf der Suche nach einem Wolf, sondern einem Mann waren, der eine junge Frau entführt hatte. "Auch wenn es sich nicht so anhört: Unser Ziel mag das Gleiche sein." begann Friedrich zu erklären. "Ich vermute, dass wir es mit einer Art Werwolf zu tun haben. Einem Menschen, der sich in einen Wolf verwandeln kann - ob bewusst oder nicht. Euer Entführer könnte also ebenfalls unser Monsterwolf sein." Er ging langsam auf Louis und O‘Dougal zu, wobei er an dem Buch an seiner Hüfte fummelte und dabei eine dünne Kette löste. Er schlug es auf und zeigte den beiden Männern eine Seite, die sich mit dieser Art von Wesen befasste und sogar Skizzen verschiedener Verwandlungsstufen beinhaltete. Notizen und kleinere Texte waren auf den Seiten verteilt und zeigten so deutlich das Wissen, dass Friedrich angesammelt hatte.
"Wir gehen momentan allerdings nicht von einem klassischen Werwolf aus, sondern einer Abart, da es gewisse Ungereimtheiten gibt." beendete er schließlich seine Erklärung.
"Wenn ihr bereit seid, einen Verbrecher zu jagen, dann nehme ich an, dass ihr auf euch aufpassen könnt. Bei euch und eurem Degen bin ich sicher." sagte er mit einem Blick auf Louis. Dann wandte er sich an O'Dougal. "Ihr sicherlich auch?" Es war mehr eine Feststellung als eine richtige Frage. Wer sich freiwillig auf eine solche Mission begab, war normalerweise auch der Ansicht, dass er diese überleben würde. Oder er war Lebensmüde. Friedrich hatte nicht das Gefühl, dass dieser O'Dougal das war. "Ich schlage vor, dass ihr uns begleitet. Erich und ich sind erfahrene Monsterjäger und Don Tristan de la Verde ist ein Duellant. Sicherlich sind wir zu fünft mehr als bereit, uns einem solchen Monster zu stellen." Er nickte in Richtung Erichs und Don Tristans, womit auch Erichs Frage beantwortete wäre, ob sich der Mann ihnen anschließen konnte. Dies hier waren keine Bauernjungen, die Monsterjäger spielen wollten, sondern Männer, die Leben retten wollten. Solche Leute waren Friedrich immer willkommen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 23.03.2019, 14:44:23
"Mmmh..." brummte der Montaigner nachdenklich, während er sich die Skizzen Friedrichs besah. "Iesch 'abe niescht viel Ahnung von solsche 'aarige Scheusale. Mais oui, Ihr könntet rescht 'aben. Vielleischt diese Ding iest auch unsere ravisseur." Er warf Finnegan einen kurzen Blick zu und wandte sich wieder an den Eisenländer. "Bon - iesch sehe die Wortwechsel von vor'in als bedauerliesche mécompréhension an. Was miesch betrifft, iesch bin bereit zu sehen, was Eure loup-garou sagt zu einige Zoll Eisen in seine pelzige Wanst!" Womit er die behandschuhte Linke auf den Knauf seines Degens fallen ließ und Finnegan fragend ansah.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 24.03.2019, 21:34:07
Seine Fuchsstute hinter sich herführend folgte Tristan Friedrich und Erich zu dem Montaigner Gecken und dem Mann der sich als O'Dougal vorgestellt hatte. Ein Avalonier Akzent und Namen nach zu urteilen. Oder zumindest von einer der Inseln, wenn nicht Avalon selbst.
Mit sichtlichem Interesse lauschte der junge Hidalgo den Erklärungen des Gelehrten und wartete dann mit ausdrucksloser Miene ab ob der Montagnier und sein Begleiter sich der Jagd anschließen würden.
Bei Louis Worten nickte er nur. Weder die Zustimmung noch die großspurigen  Worte des Montagniers überraschten ihn besonders. So waren die Adeliegen des Möchtegern-Imperators eben.
"und falls er doch nicht so gut mit seinem Degen umgehen kann wie er glaubt bleibt mir immer noch die Hoffnung das der Werwolf ihn erwischt."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 25.03.2019, 06:21:13
Als sich dann alle rund um Friedrich versammelten und seinen Erklärungen lauschten, entspannte sich Erich wieder etwas, denn scheinbar war wohl keiner der Anwesenden darauf aus hier und jetzt Blut zu vergießen.

Während sich die anderen auf die Zeichnungen und die Erklärungen von Friedrich konzentrierten, hielt Erich die Umgebung im Auge.

"Und in welche Richtung wollen wir nun weiter gehen?", fragte Erich dann als Friedrich mit seinen Erklärungen zu Ende war.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 25.03.2019, 12:03:36
Don Tristan hob bei Erichs Frage, deren Antwort ihm offensichtlich erschien. "Friedrich ist anscheint das Gehirn dieser Partnerschaft zu sein, der hier eher nur die Muskeln."
"Natürlich der Blutspur nach, der ich bis hier her gefolgt bin?" schlägt er dann vor, wobei er mit der behandschuhten Rechten in Richtung der teilweise verwischten Blutspur deutet.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 26.03.2019, 06:20:09
Finnegan seufzte, als Herr de Fromage Puant sich bereit erklärte,  mit den Monsterjägern gehen zu wollen.
"Oh ihr Ritter, helft eurem Bruder. In was und an welche Wirren bin ich da nur geraten.
Allerdings näherte er sich dann auch der kleinen Gruppe und schaute sich die Informationen in dem Buch an.
"Ich glaube nicht, daß euer Wolfsmensch und mein Gesuchter derselbe sind. Ich bin ihm schon einige Zeit auf den Fersen und bisher bin ich auf keine Monstergeschichten gestossen.
Aber sie könnten sich natürlich kennen und gemeinsame Sache machen.
Also werde ich wohl mit euch reisen müssen, da sie anscheinend in die gleiche Richtung unterwegs sind."


Als Herr Graustein sich umsah, bemerkte er, welche Waffe der Ine bevorzugte, denn an seinem Sattel waren Speer und Schild befestigt.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 26.03.2019, 20:27:38
Wohl eher aus Mangel an Alternativen denn tatsächlichem Enthusiasmus taten sich die fünf Abenteurer also zusammen, um der einzig sichtbaren Spur zu folgen. Don Tristan, da er dieser Spur ohnehin gefolgt war, und nun, begleitet von vier weiteren Männern, auch die zarten Selbstzweifel, ob er dieser Aufgabe gewachsen war, beseitigt waren. Die beiden Eisen, da die Beschreibung des Castillers durchaus so klang, als könnte ihr Ziel das gleiche sein. Und Finnegan und Louis folgten den anderen vor allem, da diese Spur besser war als gar keine - und Louis auch durchaus neugierig war, den hünenhaften Eisen im Kampf zu erleben.

Tiefer und tiefer drangen sie in den Sumpf ein, und die Spur war kaum noch auszumachen, da das Tageslicht nun völlig verschwunden war. Zwar war noch immer beinahe Vollmond, doch die Nacht war dermaßen wolkenverhangen, dass dessen Licht kaum etwas gegen die dichte Wolkendecke ausrichten konnte. Umso länger sie so gingen, die Pferde an der Hand geführt, umso unheimlicher schien die Umgebung, und selbst den tapfersten der Männer rutschte ein wenig das Herz in die Hose. Es war Friedrich, der schließlich realisierte, was die Nacht so unheimlich machte: es war die Stille, die hier herrschte, und die ganz und gar ungewöhnlich war für eine Nacht in der freien Natur, wo sonst die Geräusche unzähliger Tiere sich zu einer Klangkulisse verbanden, die man bewusst gar nicht mehr wahrnahm, deren Fehlen sich jedoch unterbewusst sofort bemerkbar machte.

Nun, da sie dank Friedrichs Aufmerksamkeit wussten, was es gewesen war, beruhigten sich die Männer doch deutlich und konzentrierten sich wieder ganz auf die Aufgabe, den Spuren zu folgen. Sicherlich war die Abwesenheit aller tierischen Geräusche kein gutes Zeichen, doch wenn die Quelle dessen ein Werwolf war, würden sie ihn schon bezwingen können.
Nach einer gefühlten Ewigkeit schließlich erspähte Finnegan an einem Hügel vor ihnen einen dunklen Höhleneingang, auf den die Spuren direkt zuzulaufen schienen. Sofort blieb die Gruppe stehen und verhielt sich mucksmäuschenstill, um das Biest, wenn es sich dort befinden sollte, nicht zu warnen. Doch wussten sie bisher nicht, ob es tatsächlich der Unterschlupf des Schreckens war, und wenn ja, ob er sich auch gerade dort befand.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 27.03.2019, 20:02:01
Mit einem kleinen Lächeln strich sich Louis über die Bartspitzen. "Selbst wenn er es niescht ist, Monsieur eau de Gaulle, werden wir sischerliesch Gelegenheit 'aben, den Wert unserer Klingen zu beweisen" meinte er zu seinem sichtlich zögerlichen Begleiter. "Und Eure Schurke wir werden anschließend zur Strecke bringen. Iesch 'abe da gar keine Zweifäll!" Von frischem Elan erfüllt marschierte er mit der Gruppe, ungeachtet der persönlichen Beleidigung seiner Ehre durch den Schlamm an seinen Stiefeln. Er dürstete danach, sich mit diesem Werwolf zu messen und dabei seine Qualitäten als Fechter unter Beweis zu stellen! Allerdings ließ seine Begeisterung umso mehr wieder nach, je dunkler es wurde, je schwerer der Schlamm an seinen Sohlen hing und je eintöniger die drückende Stille um sie herum wirkte. Wenn auch er die Unsicherheit verspürte, welche die unheimliche Atmosphäre um sie herum erzeugte, so verstand er es immerhin, das gut zu verbergen. Gelegentlich brummte er gereizt vor sich hin.

Dann war mit einem Mal der Höhleneingang vor ihnen aufgetaucht, und der Montaigner stoppte ab, eine Hand am Degen, während er versuchte, sein nervös schnaubendes Reittier zu beruhigen. "...'allo, 'allo, was 'aben wir denn 'ier?" meinte er mit gesenkter Stimme und einem grimmigen Lächeln auf den Lippen. "Scheint so, als 'ätten wir die Nest von diese Unge'euer gefunden. Seht nur, wie meine Pferd reagiert – sischerliesch es 'at schon die Gestank von diese Vieh in die Nüstern!" Er sah sich aufmerksam um. Trotzdem seine Stiefel mittlerweile schlammgebadet waren und die Feder an seinem Hut dank der schweren Feuchte der Luft ein wenig traurig herabhing, machte der Musketier nun wieder den Eindruck gespannter Erwartung. Louis schien einer gefahrvollen Begegnung regelrecht mit Vorfreude entgegenzusehen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 30.03.2019, 00:46:58
So ganz war sich Friedrich nicht sicher, was der Montaigner von sich gab aber er verstand zumindest, dass er sich ihnen anschließen würde. Auch der Rest schien zumindest gewillt, zusammenzuarbeiten. Er nickte zufrieden. Dieser Teil der Arbeit war getan. Nun galt es das Scheusal zu jagen und zu erlegen. So machten sie sich alle zusammen also auf den Weg durch den nächtlichen Sumpf. Dass es so dunkel war, konnte ein Vorteil für sie sein. Es half dabei, nicht zu früh entdeckt zu werden. Doch nicht nur die Dunkelheit fiel dem aufmerksamen Friedrich auf. Es herrschte eine unnatürliche Stille. "Die Tiere meiden diesen Ort. Interessant, dass das Fehlen ihrer Geräusche mehr auffällt, als ihr Vorhandensein es tun würde." Auch wenn er um den Grund wusste, so war ihm trotzdem etwas mulmig zumute. Das lag aber vor allem daran, dass sie kurz davor standen, diesem Scheusal zu begegnen. Er war zwar erfahren aber diese Kämpfe waren trotzdem nie einfach.
Gefühlt waren sie die halbe Nacht unterwegs, bis sie endlich ihr Ziel erreichten. Zumindest sah es so aus. Eine Höhle mitten im Sumpf schien passend und die Spuren führten dorthin. Auch Friedrichs Pferd schien nicht glücklich, hier in der Nähe zu sein aber es war gut trainiert und war schon länger ein treuer Gefährte des Monsterjägers, sodass es dennoch recht ruhig blieb. Er tätschelte das Pferd kurz und blickte dann in Richtung der Höhle. "Ja, es scheint als haben wir unser Ziel erreicht." Er drehte sich zur Gruppe um. "Wie wollen wir vorgehen?" Es gab viele Möglichkeiten, das Biest zu bekämpfen. Welche war wohl die Beste? Er kannte drei Personen in dieser Truppe kaum und konnte schlecht einschätzen, worin ihre Stärken lagen. "Mit unserer Kampfkraft wäre sogar ein einfacher Frontalangriff denkbar." Er strich sich langsam über seinen Bart. "Wir könnten auch etwas schlauer vorgehen. Einer von uns spielt den Köder, während der Rest sich versteckt hält. Sobald der Köder geschluckt ist, greifen die Anderen aus dem Hinterhalt an." Schließlich wandte er sich an Erich. "Was sagt denn der erfahrene Monsterjäger dazu?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 01.04.2019, 14:59:16
Erich, nach seiner Meinung befragt, wollte die Lage lieber erst einmal auskundschaften, bevor er weiter Pläne schmiedete, und so versuchte er, sich so leise und vorsichtig wie möglich dem Höhleneingang zu nähern, was ihm, wie insbesondere Louis zugeben musste, trotz seiner Rüstung erstaunlich gut gelang.

Doch der Kreuzritter musste sich dem Eingang gar nicht weit nähern, bis er Gewissheit hatte, dass der Schrecken sich tatsächlich darin aufhielt. Es hörte sich sogar an, als wäre es bereits zu einem Kampf gekommen, denn Erich hörte abwechselnd wildes Heulen und ein metallisch klingendes Krachen, das er zunächst nicht zuordnen konnte.

Befürchtend, dass ihnen nicht viel Zeit blieb, um dem Gegner des Schreckens, wer auch immer es sein mochte, im Kampf beizustehen, winkte er die anderen zu sich und die Gruppe wagte sich mit Erich an der Spitze weiter in die Höhle vor. Die Vorsicht war nun fast komplett der Eile gewichen, doch das Getöse, das in der Höhle herrschte, würde ihre Schritte ohnehin übertönen. Etwa fünfzig Schritt weit folgten sie einem sich abwärts windenden Gang in das Dunkel, bis sich vor ihnen plötzlich ein größerer Raum auftat.

Der Anblick, der sich ihnen bot, ließ ihnen beinahe das Blut in den Adern gefrieren: Ein riesiger Schrecken, der selbst Erich sicherlich um gut einen Schritt überragte, und tatsächlich entfernt an einen Wolf erinnerte, befand sich in der Höhle und warf sich just in diesem Moment mit der vollen Wucht seines Körpers gegen ein massives Eisengitter. Doch es war nicht die Bestie, die hier gefangen war - der Anblick, der sich ihnen bot, warf einige Rätsel auf. Durch das Gitter von ihnen und dem Monster getrennt befand sich das, was man beinahe ein normales Zimmer nennen konnte. Darin befand sich nicht nur ein Bett, sondern auch ein Sekretär, auf dem sogar zwei Bücher zu sehen waren. Dazu gab es einen Vorratsschrank und eine kleine Kiste - doch vor allem kauerte an der gegenüberliegenden Steinwand völlig verängstigt ein Mädchen oder eine junge Frau, die dem Werwolf angsterfüllte Blicke zuwarf und vor sich hin wimmerte.
Der Schrecken hatte die Tür zu diesem abgeteilten Bereich bereits fast aus den Angeln geworfen, und es schien nur eine Frage der Zeit, bis er sein Ziel erreichte - was dann mit dem Mädchen geschehen würde, mochten sich die Eindringlinge lieber nicht ausmalen.

Der vordere Bereich, in dem sie sich nun befanden, wirkte weitaus kärger und erinnerte eher an den Bau eines wilden Tieres. Außer einem Strohhaufen in einem Winkel des Raumes war hier nichts zu sehen - doch auf den zweiten Blick erkannten die Helden eine blutverschmierte Gestalt zwischen dem Stroh liegen. Ob sie noch am Leben war oder jede Hilfe zu spät kommen würde, ließ sich von hier nicht ergründen, doch offenbar war dieser Körper die Quelle der Blutspuren, denen sie hierher gefolgt waren.

Als sie nun im Eingang standen und die Szenerie aufnahmen, riss das Biest plötzlich seinen Kopf herum und starrte mit bebenden Nüstern in ihre Richtung - offenbar hatte es die Eindringlinge durch ihren Geruch gewittert.

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Hier (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9260.0.html) geht es zunächst weiter.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 06.04.2019, 01:40:05
Die Höhle des Werwolfs

Einen kurzen Moment schien der Werwolf zu überlegen, ob er sich weiter der Zerstörung des Gitters oder doch lieber den Eindringlingen widmen sollte, doch dann trat der hünenhafte Erich Janina Graustein ihm entgegen, und die Aufmerksamkeit des Monsters lag nun voll auf den Helden.[1] Als sich der Schrecken nun jedoch zu seiner vollen Höhe aufrichtete, musste selbst der Eisenrecke schlucken: Selbst ihn überragte das Biest um mehr als einen Schritt, und nun waren deutlich die gewaltigen Klauen zu sehen, mit denen seine Tatzen besetzt waren. Und schon landete eine von ihnen krachend auf dem Eisen, bevor er noch richtig reagieren konnte. Entsetzt mussten die anderen mit ansehen, wie sich eine der messerscharfen Klauen tief in die Schulter Erichs bohrte - die Wucht des Angriffs hatte auch dieser nicht erwartet.[2] Nur eine reflexhafte Bewegung Erichs in allerletzter Sekunde vermied dabei eine noch tödlichere Wunde.[3]

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Runde 1.
Steigerungen
5 - Friedrich
4 - Louis
8 3 - Werwolf
3 - Don Tristan
2 - Finnegan
4 1 - Erich (Zwei ausgegeben, um den Werwolf auf sich zu lenken, sowie eine, um Schaden zu reduzieren)
 1. Zwei Steigerungen von Erich aufgewendet
 2. Der Werwolf wendet 5 Steigerungen auf, um Erich Wunden zuzufügen. Außerdem setze ich einen Gefahrenpunkt ein, um die Anzahl der Wunden zu verdoppeln (ich will euch gleich mal zeigen, wie tödlich so ein Vieh sein kann). Erich erhält also 10 Wunden. Das Monster ist bei 3 wieder dran. Erich (oder andere) können theoretisch Steigerungen aufwenden, um Wunden zu vermeiden (siehe Regeln dazu auf S. 184f)
 3. Eine Steigerung aufgewendet, um eine Wunde zu reduzieren auf 9.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 07.04.2019, 23:38:43
Sofort stürzte sich jeder in den Kampf - allen voran Erich und auch der stolze Montaigner. Friedrich dagegen blieb zurück. Nun da das Wesen nur wenige Meter entfernt stand, wusste er, womit er es zu tun hatte. Seine erste Einschätzung war richtig und so dauerte es nicht lange, bis er einen Absatz über diese Art Monster in seinem Buch gefunden hatte. Schnell las er nach, worauf sie beim Kampf mit diesem Wesen besonders achten mussten und was ihnen einen Vorteil geben konnte. "Greift die Schnauze an, sie ist nach der Verwandlung besonders empfindlich!"[1]
 1. Drei Steigerungen ausgegeben, um für eine Schwachstelle zu sorgen. Alle folgenden Angriffe richten einen zusätzlichen Schaden an.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 08.04.2019, 16:52:58
Für ERICH JANINA GRAUSTEIN:

Innerlich muss Erich den Kopf schütteln über das Verhalten des Montagniers, aber so sehr er ihn getestet sehen möchte, in seiner Anwesenheit fällt niemand einem Monster zum Opfer. Mit einem scharfen Ton zieht er seine Zweihandklinge, legt beide Hände an den Griff und nimmt routiniert die Gerbeck-Position ein. Dank seiner eigenen Statur wirkt er neben dem Werwolf nicht ganz so lächerlich und ruft dem Viech zu: "He, räudige Töle, sei ein braver Köter und MACH PLATZ!"[1] Wie erwartet reagiert das Monstrum und stürzt sich auf ihn. Die Geschwindigkeit und die Kraft, die dahinter stecken, überraschen Erich allerdings. Er schwingt seine Klinge über Kopf und zieht dabei den Arm ein, um den Drehmoment zu verschieben - auf Kosten der Kraft in seinem Angriff. Leicht zur Seite sich wendend entgeht er einem kleinen Teil des Schlages in seine Schulter.[2] Aber er lässt es sich nicht nehmen, den Ausfall zu vollenden und gemäß Friedrichs Hinweis nach dem Schädel des Werwolfs zu schlagen. Dank der langen Klinge gelingt ihm das auch und mit einem Krachen knallen Schwert und Knochen aufeinander.[3]
 1. 2 Erfolge zum Ablenken
 2. 1 Erfolg zum Verringern des Schadens
 3. 1 Erfolg zum Ausfall-Angriff mit Gerbeck-Position, Friedrichs Bonus und Siegreich: 6 Wunden und 1 dramatische Wunde
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 08.04.2019, 20:12:36
Angesichts dieses Gegners zögert sogar der kühne Musketier für einen Herzschlag. Doch dann funkelt es in seinen Augen. Er eilt zu einigen Fässern bei dem Werwolf, nimmt Anlauf und ist mit einem eleganten Sprung oben. Aus dieser erhöhten Position kann er mit dem Wesen in etwa auf Augenhöhe kämpfen. Mit einer dramatischen Geste wirft er seinen Umhang zurück, zieht den Degen und fordert den Tiermenschen mit einem "En garde!" heraus, um die Aufmerksamkeit von la demoiselle abzulenken. Ein herausforderndes Winken mit der freien Hand wird gefolgt von einem selbstbewussten "Lange 'aare 'ast du wohl, meine Freund, abärrr wir werden gleisch sehen, ob deine Leben ebenso lang iest..!" Mit einem Naserümpfen fügt er hinzu: "...mon Dieu, genauso stinkieg und verfilzt iest es jedenfalls!"

Da sich das Wesen jedoch dem Eisenländer zuwendet, murmelt Louis leise: "Nun gut, wie du wiellst, Freundschen..!" Kurz zielt er, dann legt er alle Kraft in einen Stich, der seine Klinge tief in den pelzigen Körper treibt, irgendwo zwischen Schulter und Halsansatz. Da er gesehen hat, welche übermenschliche Kraft sein Gegenüber besitzt, springt er mit der blutigen Klinge in der Hand von den Fässern und nimmt Fechtpositur seitlich hinter dem Werwolf ein, um für einen möglichen Gegenangriff bereit zu sein.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 08.04.2019, 20:57:01
Ob es an den Worten des Montaigners lag oder an der Wunde, die er dem Monster zugefügt hatte: Nun nahm es zumindest Notiz von Louis und schwang einen mächtigen Arm mit einer schnellen Bewegung nach hinten, genau dorthin, wo dieser gerade gelandet war. Zwar traf er den Mann nicht annähernd so heftig wie Erich, doch der dumpfe Aufprall auf seiner Brust presste alle Luft aus Louis' Lungen und ließ ihn für den Moment nach Luft schnappend in die Knie sinken.[1]

~~~

Runde 1.
Steigerungen
3 - Don Tristan
2 - Friedrich
2 - Finnegan
1 - Erich
0 - Louis
0 - Werwolf
 1. Die restlichen drei Steigerungen für 3 Schaden an Louis.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 09.04.2019, 23:04:13
Dank seines Trainings als Torres-Duellant, dass höchsten Wert auf Mobilität und darauf legte Angriffen auszuweichen oder sie umzulenken anstatt Kraft mit Kraft zu begegnen war es ein Leichtes für Don Tristan
der riesigen aber ungeschlachten Bestie auszuweichen, zumal Erich und Louis deren Aufmerksamkeit auf sich zogen.[1]
Bei dem blutigen Körper angelangt - eine junge Frau, nur wenig älter als dass Mädchen hinter den Gittern - bemerkte der Castillier beiläufig- fand sein Finger rasch jene Stelle am Hals an der sich der Schlag des Herzens fühlen lies. Da, ein schwaches flatterndes Pochen, sie lebte, so gerade eben.
"Wahrlich ein zähes Volk, diese Eisenländer"
Ohne den tobenden Kampf komplett aus den Augen zu lassen machte sich der junge Arzt daran zumindest die schlimmsten Blutungen zu stoppen und seine Patientin so gut es ging zu stabilisieren.
Dabei arbeitete er konzentriert aber routiniert und schnell.
Beim Anblick der Verletzung am Rücken der Frau trat ein bitterer Zug um seinen Mund.
Hart war der Schlag gewesen und tief die Wunde die er geschlagen hatte; Selbst wenn sie durch die Gnade des Herren leben sollte, ohne Magie oder ein Wunder würde die junge Frau, wer auch immer sie war nie wieder laufen können, da war sich der junge Hidalgo sicher.[2]
 1. 1.Steigerung: Unverletzt am Werwolf vorbei
 2. 2.Steigerung: Stabilisierung der Patientin
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 11.04.2019, 12:30:09
Friedrichs Analyse brachte Louis und Erich dazu, ihre Angriffe sofort auf die Schnauze zu konzentrieren, und tatsächlich schien das Biest sich bei jedem Treffer etwas zurückzuziehen. Nachdem er dies sah und auch erschrocken den furiosen Angriff auf Erich mitansehen musste, stürzte aber auch der Gelehrte sich todesmutig in den Kampf und schaffte es, dem Werwolf zumindest eine kleine Wunde an einer ungeschützten Stelle zuzufügen.[1]

Finnegan hatte inzwischen ebenfalls die junge Frau erreicht, und nachdem er auf den ersten Blick sah, dass dies nicht die Person war, die er verfolgte, machte er sich an der Tür zu schaffen. Es gelang ihm recht schnell, das einfache Schloss zu knacken - etwas mehr Probleme bereitete es ihm, die verbogene Gittertür aufzustemmen. Doch schließlich gelang es ihm, den Spalt so weit zu öffnen, dass er durchschlüpfen konnte, wenn er dies wollte.
 1. Ich handle einfach mal für Friedrich und lasse ihn für 1+1 Schaden angreifen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 14.04.2019, 17:14:33
Langsam, aber sicher, entspann sich in der Höhle ein verzweifelter Kampf, der nur wenig mit dem Glanz adliger Duelle zu tun hatte. Hier ging es um das blanke Überleben, und nur das. Zu spüren bekam das nun der Montaigner, der mit seinen ständigen Beleidigungen und wohl noch mehr mit seiner enervierenden Herumfuchtelei nun endgültig die Aufmerksamkeit der Bestie auf sich gezogen hatte - was die beiden Eisen durchaus mit einer gewissen Bewunderung für den Spinner bemerkten. Schnell jedoch erstarb das Grinsen ob Louis' Wortschwall ihnen auf dem Gesicht, als der Schrecken sich auf diesen stürzte und mit einem Wirbel von Attacken mit Klauen und Bissen eindeckte, so dass dem Montaigner fast die Sinne schwanden.[1]

Spätestens jetzt war allen im Raum die Gefahr bewusst geworden, die der Werwolf darstellte; jetzt war der Moment gekommen, um Louis' aufopfernde Ablenkung zu nutzen!

~~~

Erich (4)
Finnegan (3)
Friedrich (3)
Don Tristan (3)
Louis (1)[2]
 1. Ich nehme alle 8 Steigerungen, dazu einen weiteren Gefahrenpunkt, um den Schaden zu verdoppeln, und Louis bekommt 16 Wunden.
 2. Eine für Schaden auf dich ziehen bereits abgezogen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 14.04.2019, 23:25:38
Für ERICH JANINA GRAUSTEIN:
[Ist übrigens dank Metzger-Haltung 2 früher dran]

Erich spürte die Schmerzen kaum, noch hatte ihn das Adrenalin voll im Griff. Außer einem Keuchen ließ er sich nichts anmerken. Trotzdem machte ihm die Situation Sorgen. Er, der Hauptkämpfer, würde kaum einen weiteren solchen Treffer wegstecken, und die anderen... "Etwas mehr Unterstützung und Einsatz wären hilfreich.", grummelt er verärgert vor sich hin. Er beschloss, sich die Initiative zurückzuholen und wechselte seine Haltung - Der Metzger sollte es nun richten. Mit der offenen Haltung würde ihm die Verteidigung schwerfallen, aber sein Ziel war es, das Monstrum aus dem Tritt zu bringen, und dafür musste er schnell sein. Mit zwei seitlichen Schritten tänzelte er an die Seite des Werwolfs und versuchte schnell genug zu sein, um ihm einen Schlag gegen die Nase oder einen Tritt gegen das Knie zu verpassen, um ihn anschließend weiter zu vertrimmen. "Dranbleiben!", fauchte er in die Runde.

Leider war das verdammte Biest zu schnell für ihn, er konnte nicht rechtzeitig eine gute Gelegenheit zum Abschwächen eines Schlages im Vorraus finden. Und dann riss der Montaigner auch noch alles an sich - so sehr, dass er wahrscheinlich gleich niedergehen würde. "Das kann doch nicht wahr sein!", fluchte Erich innerlich. "Wir werden sehen, wer hier der Meister ist!" Und damit begann er seine Serie von Angriffen, noch während der Werwolf auf Louis eindrosch. Zunächst konzentrierte er seine Schläge in die Bisse und Krallen hinein[1]. Da der Gegner sich schnell darauf einstellte, wechselte er in die Offensive[2], um schließlich all seine Energie hinein zu legen[3].
 1. Aktion auf 6 - 1 Steigerung - Riposte: 3 Wunden weniger an Louis und 3 Wunden am Werwolf
 2. Aktion auf 5 - 1 Steigerung - Hieb: 3 Wunden am Werwolf
 3. Aktion auf 4 - 2 Steigerungen - Ausfall: 5 Wunden am Werwolf
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 15.04.2019, 16:31:42
Gerade als Finnegan sich durch das Gitter zwängte und kurz mit seinem Speer hängen blieb, sah er, wie das  riesige Biest wild auf den Montaigner einschlug, der extra auf sich aufmerksam gemacht hatte, und diesen schwer verletzte.
Duellanten. Können einfach nicht anders, nehm ich an.
"Schnell! Schnappt euch eine der Fackeln und brennt dem Vieh damit eins über die Schnauze. Vielleicht könnt ihr es blenden oder anzünden!", rief er den Kämpfern zu.[1]

Dann war er durch die Barriere geschlüpft und wendete sich der wimmernden Frau zu. Vorsichtig näherte er sich ihr und gab beruhigende Laute von sich. Als er nah genug war, kniete er nieder und nahm sie langsam und vorsichtig in den Arm. Ihren Kopf drehte er dabei auf seine Schulter zu, um ihren Blick vom Kampf abzuwenden.
"Ruhig, Mylady. Die Kämpfer sind da, um euch zu beschützen und zu retten. Es wird alles gut.", redete er sie an. Finnegan begann ein altes Wiegenlied aus Inesmore zu singen, um ihr auch den Kampfeslärm zu ersparen. Es war eine Weise, die gerne des Abends gesungen wurde und die Leute ruhig machte und Kinder zum Schlafen brachte.[2]
 1. 2 Steigerungen für "Teamplayer", Chance für einen der anderen zur freien Verfügung. Auswirkungen sollten vom SL bestimmt werden, aber wenn ich Vorschläge machen darf: vllt. ein, zwei Würfel weniger beim nächsten Mal oder Schaden verringert sich um 1 bei Angriffen.
 2. 1 Steigerung, um sie zu beruhigen und ansprechbar zu machen.
Bleiben 0 Steigerungen und Finnegan ist für die Runde raus.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 19.04.2019, 15:19:10
Sanft legte Don Tristan den Kopf der Verwundeten ab. Ihre Wunden waren soweit gereinigt und verbunden, mehr konnte er momentan nicht für sie tun.
Der Schrei des Montagniers als die Bestie den Musketier mit einer ganzen Serie Prankenhiebe traf machte deutlich, dass der Kampf nicht ganz so zugunsten der Helden lief wie sie gehofft hatten. Zeit für
Verstärkung. Mit einer einzigen fließenden Bewegung erhob sich der Torres-Duellant fuhr herum und zog
den Rapier. Er schlängelte sich an dem getroffen zurücktaumelnden Montaigner vorbei und landete einen
soliden ersten Treffer an der Schulter des Werwolfs der den Treffer aber kaum zu bemerken schien.[1], sich unter dem ungeschlachen Prankenhieb der Bestie hinweckduckend täuschte
Tristan als nächstes einen erneuten Hieb in Richtung Hals an[2], nur um, als das Tier sich drehte um die Schulter zu schützen die Klinge im letzten Moment nach oben zu reißen und mit voller Wucht die ohnehin schon blutige Schnauze des Tieres zu treffen. Nur Glück und ein paar Finger Distanz retteten dem Werwolf sein rechtes Auge.[3]
 1. 1.Steigerung: Hieb 3 Wunden
 2. 2. Steigerung: Finte 2 Wunde
 3. 3.Steigerung: Ausfall 4 +1 Wunde unverhinderbar
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 19.04.2019, 18:18:58
[Louis]
Louis, der einige Momente brauchte, um sich von dem wuchtigen Hieb zu erholen, knirschte einen montaignischen Fluch zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. "Alors... dann also iem Ernst - du 'ast miesch wirkliesch wütend gemacht, mon ami..!" Er warf seinen Umhang samt Hut beiseite, hob den linken Arm für die Balance an und hielt mit der Rechten den Degen in Fechterpose vor sich. "'ier'er, du 'aarige Stinkärr..!! 'ier schtehe iesch und lache über diesch! 'a'a'a! 'örst du miesch?! 'ier: Das an meine Degen ist deine Blut - mon dieu, wie das stienkt..!" brüllte er dem Werwolf entgegen. Dabei begann er vor der Bestie auf und ab zu tänzeln, den Degen stets als stählerne Deckung vor sich positionierend. Seine flinken Füße schienen den Boden kaum zu berühren. Wie Quecksilber fintete er, wich zurück, drohte dem Gegner immer wieder mit der Klinge. Besonders achtete er darauf, nicht nur die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen - und zwar so, dass die anderen die Chance auf Angriffe in den Rücken des Monsters erhalten - sondern auch ständig in Bewegung zu bleiben und so einem weiteren Angriff des Werwolfs ein möglichst schlechtes Ziel zu bieten.

[Friedrich Alfred von Dent]
"Ich bin bei dir! Halt durch!" keuchte Friedrich, als er sah, wie stark sein alter Freund getroffen wurde. Auch der Montaigner musste mehrere Schläge hinnehmen, und wenn er nicht schnell versuchen würde, sich in Sicherheit zu bringen, konnte sein letztes Stündlein geschlagen sein.
Der Gelehrte versuchte das Beste aus seiner miesen Position zu machen und nutzte die Ablenkung, die die beiden anderen Männer schufen aus, um dem riesigen Biest in die Suppe zu spucken. Er griff seine Armbrust fest mit beiden Händen, duckte sich und rammte dem Werwolf die Waffe mitten in die Kniekehle. "Jetzt!" schrie er und hoffte darauf, dass das Monster durch den Hieb einen Moment einknickte und so für einen Angriffspunkt sorgte, den die beiden anderen Kämpfer nutzen konnten. Währenddessen achtete Friedrich auf die Bewegungen ihres Gegners und versuchte zu erahnen, wie dieser angreifen würde. Denn seine Worte waren ernst gemeint. Er stand Erich bei und würde alles daran tun, weitere Verletzungen zu verhindern.

[Louis]
Krachend fiel Louis unter den Schlägen des Werwolfs zu Boden, doch das Biest schlug und Biss immer weiter auf ihn ein. "Mein letztes Stündlein hat geschlagen." ging es dem Montaigner durch den Kopf, als er darüber nachdachte, dass es vielleicht doch etwas zu verwegen gewesen war, die Aufmerksamkeit des Schreckens derart auf sich zu lenken.
Doch plötzlich hörten die Attacken auf, und er hörte ein lautes Heulen, als nun von drei Seiten Angriffe auf den Werwolf einhagelten: Vom Castiller, dem schwer bewaffneten Eisenländer, und selbst von dessen Freund, der dem Biest von hinten seine Armbrust in die Kniekehle rammte.
Einen kurzen Moment schoss Louis der Gedanke an Flucht durch den Kopf, doch irgendetwas hielt ihn davon ab, die anderen Männer im Stich zu lassen. Und so griff er, durch die Rufe Finnegans inspiriert, eine Fackel, die einer von ihnen zuvor fallen gelassen hatte, und rammte sie dem Monster in das Gesicht, darauf hoffend, es womöglich zu blenden.[1]
Gleichzeitig visierte er mit dem Degen eine ungeschützte Stelle an der Seite des Schreckens an, die sich durch die Angriffe der anderen ergeben hatte und stach noch einmal zu.[2]
 1. Ich greife Finnegans Vorschlag auf: Der Werwolf muss nächste Runde eine Steigerung aufbringen, um überhaupt angreifen zu können, da seine Sicht gestört ist.
 2. Ist zwar nicht ganz regelgerecht, aber ich lasse Louis hier 2 Schaden mit dem Angriff machen, um Friedrichs Ablenkung nicht ungenutzt zu lassen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 19.04.2019, 18:47:46
Bereits durch die Angriffe Erichs und Don Tristans kam das Monster erheblich ins Schwanken - und Louis' Stich in die Niere sorgte nun endgültig dafür, dass die Kräfte des Werwolfs an ihr Ende kamen und die Bestie mit einem lauten Krachen auf dem Boden aufprallte und leblos liegen blieb. Louis hatte sich gerade noch mit einem beherzten Sprung zur Seite davor retten können, unter dem Biest begraben zu werden, und sank nun langsam, gezeichnet von seinen Verwundungen, zu Boden.

Finnegan hatte es in der Zwischenzeit geschafft, das Mädchen zu beruhigen, und sogar erste Worte aus ihr herauszubringen: Tatsächlich war sie die gesuchte Jeanne, und stammelte etwas von dem Mann, der sie halb entführt hatte, halb war sie ihm aus Abenteuerlust gefolgt. Doch hier angekommen, hatte er sie eingeschlossen und war gegangen, und irgendwann war schließlich der Schrecken aufgetaucht. Wieder und wieder hatte es sich gegen das Gitter geworfen, und Jeanne war sich sicher gewesen, hier zu sterben - doch dann waren Finnegan und die anderen aufgetaucht, um sie zu retten!
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 20.04.2019, 04:50:06
"Gut gemacht!" rief Friedrich, als das Biest durch die vielen Angriffe ins Schwanken kam und schließlich auf den Boden krachte und liegen blieb. Zur Sicherheit lud er seine Armbrust nach und schoss dem Werwolf einen Bolzen in den Kopf. Man konnte bei solchen Monstern nie sicher genug sein und da sowieso keine Rettung mehr möglich war, gab es dadurch auch nichts verloren. Er hatte in diesem Kampf nicht sehr viel helfen können und fühlte sich schlecht deswegen. Louis und Erich hatten schwere Wunden davontragen müssen. Doch vielleicht konnte er jetzt etwas mehr helfen. Nachdem er seinen Rucksack auf den Boden gelegt hatte, durchwühlte er diesen nach einigen Utensilien. Verbandzeug und Kräuter. Er war kein Heiler oder Arzt aber als ein Mann des Wissens und Kreuzritter, besaß er zumindest Grundkenntnisse in Erster Hilfe.
"Lasst mich eure Verletzungen grundlegend versorgen." bat er die beiden Kämpfer. Er nahm eine kleine Flasche mit hochprozentigen Alkohol und begann damit die tiefsten Wunden zu desinfizieren. "Wir dürfen keine Risiken eingehen. Ein solches Monster in dieser Umgebung... das schreit nach Infektionen." Während er dabei war, zumindest ein bisschen die Wunden zu versorgen, sah er sich nach dem Rest der Gruppe um. Finnegan hatte sich anscheinend um die Frau gekümmert, denn sie war wach und so weit bei Bewusstsein, dass sie sprechen konnte. Gut, es schien als wäre diese Monsterjagd im Großen und Ganzen ein Erfolg gewesen. Der Werwolf war erlegt und die holde Maid gerettet. Nun ging es nur noch darum, die Verletzten zu versorgen und in einem Stück zurückzukehren. Noch war ihre Aufgabe nicht beendet.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 20.04.2019, 21:25:38
Mit letzter Kraft hatte der Montaigner seinen Degen aus der tiefen Wunde in der Seite des Werwolf gezogen und war beiseite gewankt. Dann sank er zuerst auf ein Knie, ehe ihn die Kräfte verließen und er mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Seite kippte. Einige blutige Tropfen auf sein blütenweißes Hemd hustend krümmte er sich zusammen - vielleicht waren Rippen gebrochen. Es wäre kein Wunder angesichts der monströsen Gewalt, mit welcher das Monster auf ihn eingeprügelt hatte. "Iest der Bastard endliesch erlediegt..?" erkundigte er sich röchelnd. Dann besah er sich mit tränenden Augen sein Hemd und fluchte: "Merde! Die Biest 'at miesch übel zugerieschtet... so kann iesch miesch nirgends blicken lassen! Und wo kriege iesch 'ier eine neue 'emd 'er?!" Denn Stil war nun einmal für einen Musketier unerlässlich! Trotzdem er sich dabei auf die Lippen biss, versuchte er sich also aufzurichten. Vor der Geretteten am Boden liegend - welch unwürdige Haltung für den Triumph der Retter..!