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Online-RPGs andere Systeme => 7te See: Théah => Thema gestartet von: Mondragor am 03.02.2019, 22:59:39

Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 03.02.2019, 22:59:39
Eine unheimliche Stille hatte sich über den vom hellen Vollmond gespenstisch erleuchteten Salzsumpf gelegt. Nicht einmal der Ruf einer Eule oder das Flattern einer Fledermaus durchbrachen die Ruhe; wo andernorts für viele Tiere der Tag erst mit Einbruch der Dunkelheit begann, schienen sie diesen Ort zu meiden, als würden sie von einer unsichtbaren Kraft von hier ferngehalten.

Ein menschlicher Beobachter, der die Szenerie betrachtete, hätte sich wohl gefragt, ob er in einem obskuren Albtraum gefangen wäre - doch ein solcher war nirgends zu erahnen. Plötzlich jedoch schnelle Schritte! Das Knacken von Zweigen, als jemand - etwas? - durch den Sumpf huschte, nur ein Schatten hier und dort. Dann durchbrach ein Schrei die Nacht, das Schluchzen einer weiblichen Stimme, die niemand vernahm. Dann wieder: Stille.

~~~

Es war ein früher Herbstmorgen, als Erich Janina Graustein die Straße von Leimbach nach Norden in Richtung Pösen entlang ritt. Der Begriff Straße wäre für einen ausländischen Besucher wohl irreführend gewesen, denn seit dem Ende des Krieges glich sie eher einem Trampelpfad, und der Regen des gestrigen Tages hatte den Boden schwer gemacht, so dass das Vorkommen dem Pferd alle Mühe abverlangte. Erich konnte und wollte es sich jedoch nicht leisten, seine Reise auf einen anderen Tag zu verschieben - sein Kontaktmann bei den Kreuzrittern hatte ihm einen Auftrag gegeben, und Erich pflegte nicht zu trödeln, wenn er ein Ziel erreichen wollte. Heute noch wollte er Hallstein erreichen, einen kleinen Ort in der Nähe des Salzsumpfes, um dort den Gerüchten um einen Schrecken nachzugehen, der im Sumpf sein Unwesen treiben sollte.

Ein Zufall war es, der Friedrich von Dent, einen alten Gewährsmann Erichs, am gleichen Tag auf die gleiche Straße führte, wenn er auch in gegensätzlicher Richtung unterwegs war. An diesem Morgen war er vom Gasthaus an der Südstraße aufgebrochen, und noch vor Mittag erblickte er auf der spärlich frequentierten Straße einen alten Bekannten auf sich zukommen.

Finnegan O'Dougal war sich sicher, dass er dem Dieb auf der Spur war. Von Inismore aus war er dem Mann bis Pösen gefolgt, doch immer war er einen Schritt zu spät, um ihn dingfest zu machen. Als Ernst Himmlein war der Übeltäter zum Gut der O'Dougals gekommen, um sich dort unter falschen Vorwänden die Gastfreundschaft der Familie zu erschleichen. Gedankt hatte er sie mit dem Diebstahl eines wertvollen Familienerbstückes, und seit dieser entdeckt worden war, war Finnegan ihm auf den Fersen. In Dunkeen musste er ernüchtert feststellen, dass der Mann sich bereits eingeschifft hatte, doch ein echter O'Dougal ließ sich von einem solchen Rückschlag nicht entmutigen, machte das Ziel des Schiffes ausfindig und folgte ihm mit dem nächsten verfügbaren Schiff nach Pösen - was ihn allerdings wertvolle Zeit kostete.
In den Eisenlanden angekommen, begann er sofort erneut mit den Nachforschungen, und seine Beschreibungen fruchteten schließlich, als er die Auskunft erhielt, dass sein Ziel, nun unter dem Namen Bernhard Wagner, sich einige Tage zuvor auf den Weg gen Süden gemacht hatte. Von Gasthaus zu Weiler zu Bauernhof fragte Finnegan sich durch, und längst hatte er von weiteren Untaten erfahren, die der Übeltäter unterwegs begangen hatte. Am heutigen Tag führte sein Weg ihn zu einer kleinen Siedlung, die scheinbar erst vor wenigen Jahren gegründet worden war, wenn man den Zustand der Häuser betrachtete. Nouvelle Charouse tat ein Schild außerhalb des Dorfes dessen Namen kund, und Finnegan war nicht wenig überrascht, dass er hier, mitten in den Eisenlanden, offenbar eine Siedlung von Montaignern vorfand.

Diese hatte auch Louis de Fromage Puant wenige Momente vor ihm betreten. Er, den außergewöhnliche Umstände in die weite Welt Théahs vertrieben hatten, hatte auf seinen Reisen in den Eisenlanden von einer Siedlung von Landsleuten gehört, die sich in seiner Nähe befinden sollte, und sogleich beschlossen, ihnen einen Besuch abzustatten. Scheinbar waren ausländische Siedler hier nichts ungewöhnliches, denn Elsa von Pösen warb geradezu um diese, damit sie halfen, das vom Krieg gebeutelte Land wieder aufzubauen. Zu viele Söhne und Töchter des Eisens waren gefallen, und mindestens genauso viele in den Jahren nach dem Krieg vor Hunger und Elend geflohen oder ihnen zum Opfer gefallen. Doch eines hatten die Eisenlande nach wie vor zu bieten: Gold! Und mach ausländischer Siedler war dem Lockruf des gelben Metalls gefolgt, um in der Fremde sein Glück zu finden - so mancher hatte es bereut. Eine ganze Siedlung jedoch war etwas Ungewöhnliches, und so fand sich Louis, nachdem er mühsam der Wildnis geraubte Äcker und Weiden durchquert hatte, in einem kleinen, doch nicht unfeinen Dorf wieder, als er hinter sich die Schritte eines weiteren Pferdes vernahm und einen Mann erblickte, der definitiv nicht in diese Gegend passte.[1]

Don Tristan de Simon de la Verde verstand die Welt nicht mehr. An irgendeiner Stelle musste er wohl falsch abgebogen sein, denn die Straße verdiente weniger und weniger diesen Namen, und nichts deutete hier darauf hin, dass er sich weiterhin auf dem Weg nach Freiburg befand. Stattdessen wurde der Boden morastiger, und Don Tristan dachte gerade darüber nach umzukehren, als er am Horizont ein Haus erblickte - sicherlich gehörte es zu einem Bauernhof, wo er nach dem Wege fragen und womöglich eine warme Mahlzeit in den Magen bekommen konnte.
 1. Natürlich Finnegal
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 04.02.2019, 15:46:09
Mit einer gewissen Indignation blickte sich der Montaigner in der kleinen Siedlung um. "Sacrebleu, in welsch kultürloses 'interland bin iesch da bloß geraten..! Wahrliesch, dies iest die erste Dorf, in dem die 'öchstgestellte Persönlieschkeit des Ortes nicht auf dem Mist'aufen zu finden sein dürfte" murmelte er vor sich hin, während er einen seiner riesigen Stulpenhandschuhe abstreifte und unter seinen breiten Gürtel klemmte. Nachdenklich zwirbelte er seinen Schnurrbart und ließ seinen Blick umherschweifen. Dabei nahm seine Miene ganz allmählich fröhlichere Züge an. "Andererseits – wo eine anständige Abenteuer finden, wenn niescht 'ier? 'alunken und Strolsche aller Art muss es doch 'ier in großer Menge geben? Und vielleischt auch das eine oder andere frische Montaigner Landmädschen...  Louis, alter Junge, mir scheint, deine Nase 'at diesch genau an die rieschtige Ort geführt!" Just in diesem Moment wurde er eines anderen Reiters ansichtig. Dessen Äußeres schien nicht auf einen Vertreter des hiesigen Adels hinzudeuten, weswegen er darauf verzichtete, seinen Hut formvollendet zu ziehen. Stattdessen nickte er dem Mann freundlich zu und rief: "Ah, Bonjour! Sagt an, mein Freund, kennt Ihr Eusch 'ier ein wenig aus? Man mag es mir kaum anmerken, doch iesch bin niescht aus der Gegend." Jetzt erst fiel ihm auf, dass sein Gegenüber überhaupt nicht nach einem Einheimischen aussah. "...oder seid Ihr ebenfalls nur auf die Durschreise?" fügte er fragend hinzu.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 05.02.2019, 06:37:17
Gedankenverloren ritt Erich die Straüße entlang und war innerlich froh das es am heutigen Tage nicht schon wieder regnete. Er machte sich Gedanken über diesen Schrecken der wohl auf ihn lauern wird, und über die Opfer die dieser Schrecken schon gefordert hatte.
Es dauerte daher einen Moment bis Erich erkannte wer denn da auf ihn zukam. Für einen kurzen Moment huschte ein lächeln über das Gesicht von Erich. Als die beiden dann auf gleicher Höhe waren Grüßte Erich sein Gegenüber freundlich "Seit gegrüßt Friedrich. Es ist einige Zeit her das wir uns das letzte mal gesehen haben. Was treibt Euch also in diese Gegend? Ich vermute das es wohl nicht unbedingt Zufall ist das sich unsere Wege ausgerechnet hier kreuzen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 06.02.2019, 19:18:15
Don Tristan hüllte sich enger in den Vendelischen Mantel. Das warme wasserdichte Kleidungsstück war wahrhaftig eine lohnende Investition gewesen. Bei dem verregneten Herbst und dem soweit nördlich garantiert sau kaltem Winter gab es hier in den Eisenlanden eindeutig einen Markt für Vedelische Kleidung.
Der Castillier schüttelte den Kopf. Jetzt fing er schon an wie sein vendelischer Gönner zu denken und überall nur Möglichkeiten für Geschäfte zu sehen.
Er mochte den Gedanken nicht besonders umdrehen zu müssen. "Vamos al menos hasta la próxima. Si no puedes ayudarnos allí, todavía podemos dar la vuelta.."[1] mumelt er seiner Fuchsstute zu und trieb das erschöpfte Tier sanft an.
Bei dem Gebäude angekommen sah er sich um.  "HALLO? IST HIER IRGENDWER?" Er sprach Eisenländisch, auch wenn der castillische Akzent unüberhörbar war.
 1. Castillisch:"Zumindest bis davorne gehen wir noch, wenn man uns dort nicht weiterhelfen kann können wir immernoch umdrehen"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 07.02.2019, 15:15:47
Mehr als einmal hatte sich Friedrich auf seiner Reise gefragt, ob er den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Alle diese Wege und Pfade sahen doch gleich aus. Doch so langsam hatte er sich selbst davon überzeugt, richtig zu sein. Dabei wollte er nur einen alten Freund besuchen, der vielleicht ein paar interessante, neue Geschichten oder Arbeit für ihn bereit hielt. Etwas in Gedanken verloren, bemerkte er den Reiter erst recht spät aber noch rechtzeitig, um ihn gebührlich in Empfang nehmen zu können.
"Aaah Erich! Seid auch ihr gegrüßt. Ja, es ist zu lange her aber ihr wisst ja, wie unsere Arbeit so ist. Immer wieder muss man in die entferntesten Winkel der Eisenlande reisen und dann bleibt nun mal keine Zeit, alte Freunde zu besuchen." Er lächelte breit und hätte dem Mann freundschaftlich auf die Schulter geklopft, wenn er nicht reiten würde. "Ich muss euch aber leider enttäuschen. Wir sind in gegensätzlicher Richtung unterwegs und haben vermutlich nicht das gleiche Ziel. Euren Worten entnehme ich aber, dass ihr einen Auftrag habt?" Das Interesse Friedrichs war geweckt. Von Natur aus neugierig, würde er nun nicht aufgeben, bis er erfahren hatte, was Erich vorhatte. "Was ist es diesmal?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 08.02.2019, 06:18:00
Gemächlich trottete Finnegans Pferd über den schlammigen Weg. Es hatte keinen Sinn bei solchen Bedingungn durch die Landschaft zu preschen, um sein Ziel schneller zu erreichen. Und außerdem wollte er das Tier schonen, bis seine Schnelligkeit vielleicht in einem wichtigen Moment gebraucht würde. Das Wetter erinnerte ihn an zu Hause, auch wenn dort die Wälder weniger düster waren.
Als er dann das montaignische Dorf erblickte, zügelte er sein Reittier und betrachtete es genauer. Konnte sein Ziel sich hier aufhalten? Nun, Finnegan würde fragen müssen. Bisher hatte er noch immer Informationen aus den Leuten, die er getroffen hatte herausgeholt, ohne zu viel über seine eigenen Motive zu verraten. Es war beschähmend genug, was seinem Clan widerfahren war. So etwas mußte nicht auch noch an die große Glocke gehängt werden.
Als er dann von einem Reiter vor sich auf der Straße angerufen wurde, ließ er das Pferd wieder weitergehen und näherte sich dem Motaigner, wenn man dem Akzent glauben durfte.
An der Kleidung des Inen konnte nur ein Mensch seines Volkes erkennen, daß er nicht arm sondern von gutem Stand war. Denn die Kleidung war zwar einfach gehalten aber von guter Qualität. Festes Leinen und gute, wasserabweisende Wolle waren die Hauptbestandteile. Alles in tadellosem Zustand. Die wenigen aber feinen Stickereien aus Silberfäden und enggewebten Borten taten dies einem Kenner zusätzlich kund. Und auch die hohen Stiefel aus robustem Leder waren gut gearbeitet.
Aber was war so etwas schon im Vergleich mit dem ausschweifenden Rüschen- und Seidenmengen, die Castilier oder Montaigner bevorzugten?
"Seid auch ihr gegrüßt, guter Mann. Ich bin tatsächlich auch nicht von hier. Ihr habt eine schnelle Auffassungsgabe. Ich bin wirklich nur auf der Durchreise.
Ist noch keiner der Bewohner auf? So früh am Morgen ist es doch nun auch nicht mehr."

Wieder blickte Finnegan sich aufmerksam um.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 08.02.2019, 06:36:22
Erich muß etwas über die Worte von Friedrich lächeln, denn seine scharfen Sinne haben mal wieder sofort erkannt auf was es ankommt. "Ja Ihr habt Recht, es fällt jemandem wie uns schwer seine Freundschaften zu pflegen, von daher freut es mich um so mehr das wir uns hier mal wieder sehen." Dann macht er eine kurze Pause und schaut sich rein aus antrainierte Reflexen um ob es hier Zuhörer gibt, obwohl er ganz genau weiß das die zwei hier ganz alleine auf der Straße sind.
"Ich bin auf dem Weg nach Hallstein. Dort soll Gerüchten zufolge eine Monstrosität geben die ihr Unwesen treibt, ein Schrecken der die Bevölkerung peinigt. Diesem Gerücht möchte ich nachgehen und dem ganzen auch hoffentlich ein Ende setzten. Von daher ist es Schade das Ihr wohl gerade andere Pläne habt, denn unsere Zusammenarbeit hat ja bisher immer einen fruchtbaren Boden gefunden und wohl sichtlich keinem von uns beiden geschadet" bei dem letzten Satz muß Erich selbst laut lachen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 09.02.2019, 13:58:01
Seinen Schnurrbart zwirbelnd erwartete Louis den Unbekannten. "Also auch niescht von 'ier" nickte er auf die Worte des anderen. "Nun, das soll us niescht inkommodieren" meinte der Montaigner schließlich. "Iesch glaube, es 'at in der Gegend genug an Banditen und Gesindel, um die Leute vorsieschtig zu machen. Was Wunder, wenn sie siesch verkrieschen, sobald Fremde auftauchen, n'est-ce pas?" Er wendete sein Tier und machte schon Anstalten, näher an die Hütten heran zu reiten, als ihm offenkundig noch etwas einfiel. "Ah, wie überaus vergessliesch von mir... mein Name ist Louis de Fromage Puant, Mousquetaire et Gentilhomme. Es iest mir eine Ehre, Monsieur..?" Seine Hand war in einer nachlässigen Geste des Grußes zur weiten Krempe seines Huts gewandert.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 10.02.2019, 13:33:20
Finnegan musste jedoch schnell feststellen, dass der Ort nicht so ausgestorben war, wie er vermutet hatte. Zunächst war es nur ein kleines Kind, dessen neugieriger Kopf aus einer Haustür hervorspähte, bevor es wieder nach innen gezogen wurde, doch nach und nach traten einige Bewohner aus ihren Häusern, wobei es sich fast ausnahmslos um Frauen und Kinder handelte. Sowohl Finnegan als auch Louis blieb nicht verborgen, dass die Frauen ausnahmslos Küchenmesser oder zumindest einen Besen griffbereit hielten.

Ein weißbärtiger Mann war es schließlich, der den beiden Fremden offen entgegentrat. Gekleidet war er in einfacher Bauernkleidung montaignischer Machart, wie Louis erkannte - wie auch die übrigen Einwohner, die zu sehen waren. In der Hand hielt er eine Mistgabel fest, und es war nicht ganz klar, ob er sich ob seines fortgeschrittenen Alters auf sie stützte, oder ob er wirklich in der Lage war, sie als Waffe einzusetzen.
"'allo veärrte Fremde!" sprach er sie mit montaignischem Dialekt an. "Versseidt unssere Vorrsiescht, abär wir 'aben nur selten Bessuch 'ier. Und schleschte Erfahrrungän gemacht mit Fremden. Wie 'eisst ihr und was wollt ihr in Nouvelle Charouse?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 10.02.2019, 13:41:09
Schon als er dem Haus näherkam, erkannte Don Tristan, dass hier wohl niemand lebte, zumindest nicht mehr. Die Eingangstür war halb aus den Angeln gerissen, und mehr noch, tiefe Furchen wie von gewaltigen Klauen eines Raubtieres waren in sie eingegraben. Kein Rauch trat aus dem Schornstein und nirgends war eine Spur von Aktivität zu sehen. Um mehr darüber zu erfahren, was hier vorgefallen war, musste er die Hütte, die ihrer Größe nach zu urteilen wohl nur aus einem Raum bestand, wohl oder übel betreten. Einen Moment lang stand Don Tristan vor der Tür und überlegte, ob sich das Raubtier wohl immer noch darin befinden mochte und ob er sein Leben riskieren wollte, nur um seine Neugier zu befriedigen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 11.02.2019, 17:25:10
Ja, es war ein glücklicher Zufall. Friedrich hatte zwar einige Bekanntschaften in seinem Leben machen können aber nicht viele davon konnte er gut leiden. Erich gehörte zu denen, mit denen er gut arbeiten konnte und das war schon die halbe Miete. Deshalb nickte er freundlich auf die Worte seines Gegenübers. Es waren die anderen Worte, die Friedrich allerdings fast noch mehr erfreuten. "Eine Monstrosität, die ihr Unwesen treibt. Soso." wiederholte er nachdenklich. Natürlich sollte Erich das Wesen erledigen.
Nichts ungewöhnliches aber dennoch interessant. So interessant, dass Friedrich seine bisherigen Pläne aufgeben würde, um der Sache nachzugehen. "Nun. Es sind nur Pläne. Nichts, was man nicht ändern könnte." sagte er mit einem breiten Grinsen. "Ihr habt mich neugierig gemacht. Wie ihr ja selbst sagtet, hat unsere Zusammenarbeit immer... gefruchtet. Wenn ihr also nichts dagegen habt, würde ich euch gerne begleiten. So wie in alten Zeiten."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 13.02.2019, 00:40:05
Auf seiner Reise durch die Eisenlande hatte Don Tristan schon eine Menge Schauergeschichten über die Monster gehört, die als Folge des Krieges in diesen Landen ihr Unwesen treiben sollten.
Aber er war sich ziemlich sicher, das an den Geschichten mindestens soviel Übertreibung und Fantasie wie
Wahrheit war. Aber das bedeutete ja nicht, dass es keine Gefahren gab.
Für einen kurzen Moment fochten Neugier und Vorsicht in dem Castillier, dann gewann die Neugier.
Rasch band Don Tristan den Zügel seines Pferdes wohl für eben diesen Zeck an der Hauswand angebrachten hölzernen Haken, zog seinen Rapier und betrat, Klinge voran das Haus.
Dabei öffnete er mit der linken die Tür soweit er konnte um möglichst viel von dem herbstlichen Tageslicht ins Innere fallen zu lassen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 13.02.2019, 06:46:02
"Das freut mich zu hören, das Ihr erneut an meiner Seite kämpfen wollt." meint Erich mit einem freundlichen lächeln auf den Lippen.
"Also dann, alter Freund. Laßt uns eilen, solange der Tag noch hell ist. Ich möchte noch vor der Dunkelheit in Hallenstein eintreffen." sagt er abschließend zu Friedrich und treibt dann sein Pferd an um wieder Geschwindigkeit auf zu nehmen und weiter voran zu kommen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 13.02.2019, 22:49:47
Vorsichtig stieß Don Tristan de la Verde die Tür auf, und als keine Reaktion erfolgte - kein Schrei, kein Knurren, auch kein Scharren, betrat er schließlich das Haus. Was er dort sah, bestätigte nur, was der Zustand der Tür bereits vermuten ließ: Das Innere war komplett verwüstet und zerstört. Die Besitzerin war offenbar eine Kräuterhexe gewesen, denn überall auf dem Boden verstreut waren kleine Tiegel mit Kräutern, Salben und anderen Dingen, die Don Tristan auf den ersten Blick nicht erkannte. Die meisten der Gefäße waren zerbrochen und ihre Inhalte hatten sich auf dem Boden zu einer schmierigen und bröseligen Pampe vermischt. Als der Castiller sich einige Kugeln genauer ansah, die in einer Ecke des Bodens lagen, zuckte er plötzlich erschrocken zurück, als er selbst angeblickt wurde: Offenbar handelte es sich um die Augen eines Tieres, das er nicht weiter zuordnen konnte und wollte.

Dass hier ein wildes Tier (oder Schlimmeres) gewütet haben musste, war klar ersichtlich, doch bei näherem Hinsehen erkannte Don Tristan auch Spuren eines Kampfes: Blutspuren auf dem Boden und einen blutigen Handabdruck an einer Wand. Nun, da er diese gefunden hatte, bemerkte er weitere Spuren, die ihn wieder nach draußen führten, und erkannte schließlich eine Schleifspur, die in Richtung des Sumpfes führte. Wer immer hier gelebt hatte, war offenbar von etwas verschleppt worden: Ob tot oder lebendig, vermochte Tristan nicht zu sagen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 13.02.2019, 23:03:59
Der Weg nach Hallstein verlief ereignis- und problemlos, und nun, da Erich einen Gesprächspartner gefunden hatte, auch erheblich kurzweiliger als seine bisherige Reise. Am späten Nachmittag erreichten Friedrich und er den kleinen Ort, den die Kreuzritter ihm genannt hatten, und der im Grunde nicht viel mehr war als eine Ansammlung von vielleicht einem Dutzend Häuser, um die herum ein paar viel zu dünne Schafe grasten, die von einigen Kindern beobachtet wurden.

Eines dieser Häuser jedoch war ein schmuck aussehendes Wirtshaus mit dem einladenden Namen Zur offenen Pforte, und Erich und Friedrich ließen sich nicht zweimal bitten, bevor sie eintraten. Im Inneren traten sie in einen kleinen, aber feinen Schankraum, der zu dieser Zeit noch recht ausgestorben war: Nur an einem Tisch saß ein einzelner Mann, der jedoch über seinem Bier eingeschlafen zu sein schien; ansonsten war nur noch eine rundliche Wirtin anwesend, die gerade hinter dem Tresen einige Gläser spülte.

"Seid gegrüßt, edle Herren!" begrüßte sie die beiden Männer herzlich. "Was kann ich für euch tun? Darf es ein Zimmer sein, um eure müden Knochen auszuruhen, ein Bier, etwas zu essen? Am besten alles, oder? Nur der Eintopf steht noch auf dem Feuer und ist noch nicht soweit. Meist kommen die Gäste in dieser Jahreszeit erst bei Anbruch der Dunkelheit."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 16.02.2019, 18:08:20
"Ihr habt ja so Recht. Genau wir nehmen alles zusammen. Mit dem Eintopf könnt Ihr Euch ruhig noch etwas Zeit lassen, der soll ja schließlich gut durchziehen und schön warm sein. Ein kühles Bier könnt Ihr jedoch gleich für mich und meinen Begleiter bringen", meint Erich freundlich zur Wirtin und setzt sich dann an einen Tisch.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 17.02.2019, 12:03:09
Wenig später standen zwei einladende Bierkrüge vor den Männern, und die Wirtin setzte sich ungefragt an den Tisch. "Was führt zwei Männer wie euch in diese gottverlassene Gegend? Seid Ihr ein Veteran?" fragte sie mit einem Blick auf das beeindruckende Schwert Erichs, um sich dann zu korrigieren. "Nein, dazu seid Ihr zu jung."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 17.02.2019, 13:44:32
Louis wandte sich dem Alten zu und nickte grüßend, auch wenn er hier, einem Bauern gegenüber, den Hut unberührt ließ. "Non, non, eure Vorsiescht ist durschaus verständliesch, Alterschen" winkte er großzügig ab. "Iesch bin Louis de Fromage Puant, Mousquetaire et Gentilhomme" bekam dann auch der Greis zu hören. "Auf die Durschreise – iesch 'abe keine besondere Ziel. Alors, iesch nehme an, ihr 'abt eine Bescher Wein für durstige Wanderer? Monsieur und iesch waren gerade dabei, uns vorssustellen, doch iesch glaube, wir könnten beide ein Erfrieschung gebrauchen." Indem er seinen Blick über die Hütten gleiten ließ, fügte er hinzu: "Und vielleischt ihr könnt mir ein wenig berieschten von die Gegend 'ier. Iesch wäre niescht abgeneigt, noch ein Weilschen ssu bleiben, wenn es gibt etwas ssu tun für meine Degen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 17.02.2019, 17:21:32
Die Miene des Alten hellte sich auf, als er Louis' Worte hörte.
"Mon dieu! Un mousquetaire!" rief er aus, und die Frauen und Kinder, die sich schüchtern in sicherer Distanz gehalten hatten, blickten neugierig in seine Richtung. Als nächstes ergoss sich ein Wortschwall in seiner montaignischen Heimatsprache über die beiden Besucher, der Finnegan nur ratlos dastehen ließ.
"Das Schicksal muss euch geschickt haben - es kann kein Zufall sein, dass Ihr gerade jetzt in unserer verzweifeltsten Stunde in unser Dorf kommt. Der Herr selbst hat Eure Wege so geleitet, dass sie Euch zu uns geführt haben.
Ein schreckliches Unheil ist uns widerfahren, es ist gerade eine Nacht vergangen seitdem. Ein Fremder kam zu uns, so wie Ihr, und wir haben ihn herzlich aufgenommen, unser Mahl mit ihm geteilt und ihm ein Nachtlager gegeben, wie es die Gesetze der Gastfreundschaft verlangen. Doch er hat sie missbraucht, hat eine junge Frau, ein Mädchen noch, von fünfzehn Jahren, entführt, und ist mit ihr in Richtung des Sumpfes verschwunden. Unsere Männer, sie suchen bereits den ganzen Tag nach ihr, bisher ohne Erfolg, sonst wären sie schon wieder hier.
Ihr müsst uns helfen, Jeanne wiederzufinden, und den Übeltäter zur Strecke zu bringen! Ich bitte Euch, helft uns!"
[1]
 1. [montaignisch] - Ich verzichte darauf, das jetzt in irgendeinem französisch-Kauderwelsch hinzuschreiben, denn dazu ist meins zu schlecht und die Gefahr, dass jemand von euch wirklich die Sprache kann, zu groß ...
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 18.02.2019, 10:11:27
Auf die Worte des Montaigners hin, hob auch Finnegan die Hand an seinen breitkrempigen Filzhut, dessen linke Seite mit einer mit Federn geschmückten Silberfibel hochgesteckt war.
"Mein Name ist O´Dougal, von den Glenshire-O´Dougals.
Mit dem Gesindel mögt ihr Recht haben, aber schaut euch an. Ihr seht nicht aus, als hättet ihr es nötig,
irgendjemandem auf der Straße aufzulauern. Und ein Dorf allein oder zu zweit überfallen, erscheint mir.....
nicht sehr erfolgversprechend."


Als dann die Dorfbewohner langsam auftauchten, lächelte Finnegan freundlich und, wie er hoffte, entwaffnend.
"Ah, seht Monsieur de Fromage Puant. Eure Landleute sind doch keine Langschläfer."
Viel Sorge machte er sich ob der Bewaffnung der Dörfler noch nicht.
Durch den Redeschwall des Alten ließ er sich nicht wirklich beirren. Es war bestimmt nur eine besonders lange
Begrüßung für einen Landsmann, mit den Fragen nach dem Stand der Dinge im Heimatland. Sollte er einen Inen begegnen, würde es auch nicht anders sein.
Auch er stellte sich erneut vor.
"Ich bin auch auf der Durchreise. Ich suche einen Mann, der vielleicht vorbei gekommen ist.
Wenn ihr mir da helfen könntet, guter Mann, wäre ich euch dankbar."

Finnegan gab eine Beschreibung des Gesuchten und erwähnte auch den Namen, den dieser sich gegeben hatte.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 18.02.2019, 20:44:48
"Parbleu!" entfuhr es Louis unwillkürlich, und die Hand glitt wie von allein zum Degen. "Eine Jungfrau in Nöten?!" Die Augen des Musketiers blitzten auf. "Ihr müsst mir alles darüber erzählen, was ihr wisst - mir soll der Bube nur vor die Klinge geraten!" Voller Grimm schlug er sich in die Brust und zwirbelte sich energisch den Schnurrbart. Dann erst wandte er sich an Finnegan und erklärte, wieder für diesen verständlich: "Entschuldiegt meine Entrüstung, doch iesch erfuhr soeben von eine üble Missetat. Dies erfordert meine 'ilfe für die Dorf, wie Ihr verstehen werdet sans Zweifäll. Vielleischt sogar Eure Mann und diese Schurke sind ein und dieselbe Person."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 18.02.2019, 21:53:28
Erich nahm erst einmal einen kräftigen Schluck Bier und leerte den Krug in einem Zug bis zur Hälfte, erst dann beantwortete er die Frage "Für wahr, ich bin kein Veteran, aber trotz allem weiß ich wohl recht gut wo das gefährliche Ende des Schwertes ist. Und genau das ist es auch was uns hier her treibt. Wir haben von Gerüchten gehört das sich hier in der Nähe ein Schrecken umhertreiben soll, und genau diesen wollen wir erschlagen, auf das Ihr bald alle wieder ruhig schlafen könnt", danach leerte er den Rest des Kruges.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 18.02.2019, 23:01:58
Die Miene des alten Mannes wurde bei Finnegans Worten immer düsterer, bis ihm einige montaignische Schimpfworte entfuhren, die selbst Louis beinahe die Schamesröte ins Gesicht trieben. Die Mistgabel wieder bedrohlich aufstellend, entgegnete er dem Inen:
"Ihr kennt diese Schurke? Ist ärr etwa ein Freund von Eusch?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 19.02.2019, 03:04:09
Es war erfrischend, endlich nicht mehr alleine reisen zu müssen. Mit Erich konnte er sich gut austauschen. Nicht nur, dass sie sich schon länger kannten, sie waren beides Kreuzritter und hatten so genug Gesprächsthemen, um den Weg schnell hinter sich zu bringen. An ihrem Ziel angekommen, sah sich Friedrich interessiert um. Ein recht ruhiges Eckchen, welches sie hier betraten hatten. Zu schade, um von einem Schrecken terrorisiert zu werden. Mit seinem Kollegen schritt er schließlich durch die Tür zum Wirtshaus und ließ sich an einem der Tische nieder.
Den Austausch zwischen Erich und der Wirtin verfolgte Friedrich kommentarlos. Ganz schön neugierig, die gute Frau. Aber man sah wohl nicht oft zwei gut gerüstete Männer an diesem Ort. Er mochte zwar nicht so offensichtlich und schwer bewaffnet wie Erich sein aber er besaß eine schwere Armbrust, deren Bolzen so gut wie jedes Monstrum richten konnten.  Auch Friedrich trank einen Schluck Bier - ließ sich etwas mehr Zeit damit als sein Freund - und lächelte die Wirtin an. "Lasst kein Detail aus. Es mag unangenehm sein aber wir brauchen alle Informationen, die wir kriegen können." bat er die Wirtin.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 19.02.2019, 14:20:40
"Der Schrecken!" rief sie laut aus, und sie schien sichtlich erfreut zu sein - wohl nicht über diesen selbst. "Er treibt schon einige Monate sein Unwesen hier in der Gegend, doch bisher hat niemand unsere Hilfegesuche erhört. Anfangs waren es nur Geschichten von unheimlichem Heulen im Salzsumpf, bis irgendwann erste Schafe in der Gegend gerissen wurden. Auch da dachten wir zunächst nur an normale Wölfe, doch als wir schließlich die Überreste einer Kuh fanden, war klar, dass kein Wolf eine solche Größe besitzen konnte, um solche Bissspuren hinterlassen zu haben.
Und dann fing es an, Menschen anzugreifen. Einzelne Reisende, zum Glück niemand hier aus der Siedlung, denn alle wurden vorsichtiger und niemand traute sich mehr nachts alleine nach draußen. Mindestens zwei Opfer gab es, von denen ich weiß, und seitdem meiden alle, die noch richtig im Kopf sind, den Sumpf als solches, und den weiteren Umkreis bei Nacht. Denn bisher wurde das Biest nur nachts gehört, und gesehen hat es außer seinen Opfern noch niemand, von dem ich wüsste.

Seit drei Wochen allerdings schien es verschwunden zu sein - kein nächtliches Heulen mehr, auch wenn niemand so wahnsinnig war, nachzusehen. Aber letzte Nacht, da war es wieder da, das Heulen. Das Blut ist in meinen Adern gefroren, als ich es gehört habe. Die Straße wird kaum noch bereist, weil sich herumgesprochen hat, dass hier ein Schrecken haust, und wir haben kaum noch Besucher. Geht das so weiter, werden wir das Gasthaus aufgeben müssen, und in die Stadt gehen, um uns ein neues Leben aufzubauen - oder am besten gleich ins Ausland. Die Bauern teilen das gleiche Schicksal; viele haben einen Großteil ihrer Tiere verloren. Nachts auf der Weide lassen kann man sie nicht mehr, und direkt an unserem Weiler gibt es zu wenig Weideland."


Die beiden Besucher merkten der Frau an, dass sie froh war, sich ihre Sorgen endlich einmal von der Seele zu reden. Vor allem sahen sie die Hoffnung in ihren Augen, dass Erich und Friedrich womöglich dafür sorgen könnten, ihre schlimmsten Befürchtungen doch nicht wahr werden zu lassen.
"Wenn Ihr es schafft, den Schrecken zu besiegen, sollt Ihr bis an Euer Lebensende freie Kost und ein Lager in meinem Gasthaus haben. Mehr kann ich Euch leider nicht anbieten, aber Ihr könntet Euch der ewigen Dankbarkeit aller Dorfbewohner sicher sein!"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 19.02.2019, 14:45:18
Eigentlich war was immer in dieser Hütte vorgefallen war ja nicht wirklich Don Tristans Problem und das Risiko, dass er mit der Verfolgung der Spur eingehen würde schwer einzuschätzen. Aber andererseits waren die Spuren so frisch, dass zumindest die Chance bestand, dass das Opfer noch am Leben war und der Castillier war einfach nicht kaltblütig genug nicht zumindest den Versuch zu wagen.
Zum Glück war die Spur nicht zu übersehen, denn Spurenlesen lernte man weder in Duellantenakademien noch in Universitäten.
Allerdings wollte er in  dieser deusverlassenen Gegend konnte sein Pferd nicht einfach zurücklassen.  Es wäre allzuleichte Beute für einen Dieb. Oder Raubtiere.
Also nahm Tristan das Tier mit der linken am Zügel und den Rapier in der Rechten folgte der junge Hidalgo der blutigen Spur in den Wald.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 20.02.2019, 06:44:27
"Für den Anfang würde es mir reichen wenn Ihr mir einen weiteren Krug Bier reicht, der Rest ergibt sich dann sobald wir dieses Monster erschlagen haben", meint Erich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen.

Dann hält er einen Moment inne und wendet sich an Friedrich "Wir sprechen hier also von einem vermutlich wolfähnliches Wesen das hauptsächlich nachts aktiv ist, groß genug um ganze Kühe zu erlegen und es ist nach einer dreiwöchigen Pause nun seit gestern wieder aktiv ... Hast du schon eine Idee was das sein könnte?"

Danach spricht Erich die Wirtin noch einmal an "Ich weiß das alle hier nicht darauf aus sind dem Monster zu begegnen. Aber gibt es jemand der uns vielleicht etwas genauer beschreiben kann wo dieser Schrecken das letzte mal gesichtet wurde, oder wo genau das Geheul herkommt? Je genauer wir wissen wo wir suchen müssen, um so schneller können wir das Problem lösen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 21.02.2019, 13:42:20
Die Wirtin grübelte kurz, dann antwortete sie zögerlich. "Der junge Karl könnte euch vielleicht helfen. Er ist draufgängerisch und will sich immer und überall beweisen, und traut sich näher an den Sumpf als alle anderen hier. Er kann euch näher heranführen, aber ich beschwöre euch: Ihr müsst ihn davon abhalten, mit euch zu dem Schrecken zu gehen. Er ist ein guter Junge, aber das Kampfhandwerk hat hier niemand gelernt, und er wäre Euch wohl eher hinderlich, und würde sich nur selbst in Gefahr bringen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 22.02.2019, 05:11:03
Das waren mehr Informationen als Friedrich geglaubt hatte zu bekommen. Einiges war sehr hilfreich, doch es warf auch neue Fragen auf. In Gedanken ging der Monsterjäger alles noch einmal durch. Zuerst griff das Wesen nur Vieh an. Schafe und sogar eine Kuh. Es muss größer als ein Wolf sein. Dann jedoch griff es auch Menschen an. Nur Nachts und im Umkreis des Sumpfes. Es verschwand für drei Wochen, tauchte letzte Nacht aber wieder auf. Friedrich hörte dem Gespräch zwischen Erich und der Wirtin weiter zu, während er über alles nachdachte.
"Es könnte sich um eine Art Werwolf handeln." sprach der Ältere der beiden Männer schließlich seine Gedanken laut aus. "Ein Mensch, der sich bei Vollmond in eine Art Wolfsmenschen verwandelt und die Kontrolle über sich verliert. Ein Werwolf wäre stark genug, um auch eine Kuh zu erlegen und das Heulen ist ein klassischer Hinweis auf ein solches Wesen. Aber..." Er trank einen Schluck Bier und strich sich langsam über seinen Bart. "... es gibt einige Ungereimtheiten. Vielleicht etwas Ähnliches aber nicht direkt ein Werwolf." Er begann aufzuzählen. "Wieso begann es auf einmal Menschen anzugreifen, wenn es vorher nur Schafe und Kühe gerissen hat? Wieso hat es drei Wochen lang nichts getan? Und wenn es ein Werwolf sein sollte, wieso ist es auch aktiv, wenn kein Vollmond ist? Wieso bleibt es im Sumpf? Gibt es Menschen, die im Sumpf leben?" Er sah die Wirtin fragend an.
"Nun ja, wie dem auch sei." Er stand auf und trank den Rest des Bieres aus. "Ich denke, wir sollten nicht länger warten. Dieses Monstrum muss schnell erlegt werden, bevor es noch weitere Opfer fordert." Er wandte sich noch einmal an die Wirtin. "Seid versichert, dass wir Karl nicht mitnehmen werden. Erich und Ich sind Profis, wir werden niemanden in Gefahr bringen, wenn es sich verhindern lässt. Wo finden wir Karl?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 23.02.2019, 11:54:07
Kurz erschrack Finnegan über die heftige Reaktion des Alten, aber dann dämmerte es ihm.
"Mitnichten, guter Mann! Ich bin ihm auf den Fersen, weil er schon in so mancher Ortschafft
Leid und Trauer hinterließ. Er muß zur Rechenschaft gezogen werden.
Und aus eurer Reaktion entnehme ich, daß er auch bei euch sein Unwesen getrieben hat.
Nehmt also bitte eure Waffe herunter und erzählt mir davon."

Um dem Mann ein besseres Gefühl, stieg Finnegan vom Pferd. So konnten sie eher als
Gleichgesinnte reden statt als Adliger und Untergebener.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 23.02.2019, 13:15:20
Louis nickte beifällig. "Enfin! Ein 'erausforderung iest genau, was iesch brauche!" Womit auch er sich aus dem Sattel schwang. Er schien allerdings weniger von einer Verbrüderung mit dem gemeinen Volk zu halten, denn er wies den Alten an: "Wohlan, Vieillard - ein Bursche soll siesch gut um die Pferde kümmern, während wir uns an'ören, was ihr auf die Seele 'abt." Zu Finnegan gewandt meinte er: "Iesch nehme an, Ihr 'abt nieschts dagegen, dass iesch an Eurer Jagd teilnehme, Monsieur?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 24.02.2019, 23:46:43
Finnegan ließ noch einmal seinen Blick über den noblen Montaigner schweifen.
"Nein, ganz und gar nicht. Es ist oft hilfreich, jemanden dabei zu haben, der einen unterstützt."
Dann wendete er sich wieder dem Alten zu.
"Genau. Erzählt uns, was passiert ist."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 25.02.2019, 06:46:35
Erich hatte den Worten von Friedrich nicht viel hinzu zu fügen "Ihr habt unser Wort, wir werden alles tun damit dieser Karl nicht an dieser Mission teilnimmt. Wir werden ihn nur nach dem Weg fragen"

Da es Friedrich scheinbar eilig hatte und sofort aufbrechen will sagt Erich dann zum Schluss noch "Haltet uns ein warmes Bett frei und seht zu das wir später noch einen ordentlichen Teller voll mit Eintopf bekommen. Mehr wollen wir erst einmal nicht"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 01.03.2019, 06:48:10
Der alte Mann zögerte zunächst und musterte Finnegan und Louis nochmals genau, nickte dann aber mit einer grimmigen Zufriedenheit auf die Worte des Inen hin und ließ die Mistgabel wieder sinken.
"Alors, iesch werde Euch erzählen alles, was iesch weiß." Daraufhin schilderte er, was sich am Vorabend begeben hatte, was jedoch nicht viel mehr war, als sie bereits von ihm erfahren hatten: Der fremde Mann war am frühen Abend ins Dorf gekommen und wurde gastfreundlich aufgenommen. Am Abend trafen sich die Bewohner in ihrem Gemeinschaftshaus zu einer Feier, zu der sie ihren Gast einluden, und im Laufe des Abends hatte er immer wieder angeregt mit Jeanne, der jungen Frau, gesprochen, die die Aufmerksamkeit wohl durchaus genossen hatte.
Irgendwann neigte der Abend sich dem Ende entgegen und alle gingen zu ihren Betten, doch am nächsten Morgen stellte Jeannes Familie ihr Fehlen fest - und auch der Besucher war verschwunden. Schnell waren alle Männer auf den Beinen, um nach der jungen Frau zu suchen, und tatsächlich fanden sie nach einiger Zeit Spuren, die in Richtung des Sumpfes führten. Doch sie verloren sie wieder, und noch zur Stunde waren die Männer draußen auf der Suche nach Jeanne und dem Fremden.

"Niemals würde sie freiwillig mit eine solche Schüft ge'en. Werdet Ihr üns 'elfen?" war der Alte sich sicher, und schaute die beiden Männer hoffnungsvoll an.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 01.03.2019, 19:56:40
Mit gerunzelter Stirn hörte sich Louis die ausführlichere Schilderung des Alten an. Gelegentlich entfuhr ihm ein "Fichtre!" oder ein leises "Mille tonnerres!" Als der Mann geendet hatte, zog er seinen Degen, vollführte einen schwungvollen Ausfall gegen einen unsichtbaren Gegner und versicherte: "Die 'alunke wird die Spitze meines Degens zu fühlen bekommen - die Mademoiselle iest bereits so gut wie gerettet, ihr 'abt meine Wort, Alterschen!" Ein grimmiges Nicken bekräftigte seine Worte.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 02.03.2019, 19:08:55
Der alte Mann hatte keine echte Überzeugungsarbeit nötig: Die beiden Adligen überboten sich beinahe in ihrem Eifer, der jungen Frau zur Hilfe zu eilen, und Gerôme (so der Name des Alten, wie sie schließlich erfuhren) zögerte nicht, ihnen die Richtung zu weisen. Inzwischen war die Dämmerung angebrochen, und es dauerte nicht allzu lange, bis sie dem Suchtrupp begegneten, der ihnen mit hängenden Köpfen entgegenkam. Sie hatten den ganzen Tag über gesucht, dabei auch Spuren gefunden: Fußspuren, schließlich sogar ein abgerissenes Stück vom Rock des Mädchens. Die Spuren führten wie befürchtet, mitten in den Salzsumpf, doch die Männer hatten all ihren Mut zusammengenommen und waren gemeinsam selbst in diese verfluchte Gegend vorgedrungen. Doch nun, da es dunkel wurde, verließ selbst den Tapfersten der Dorfbewohner der Mut, denn nachts, so versicherten sie Finnegan und Louis, spukte es im Sumpfgebiet.

Die beiden Ausländer jedoch ließen sich nicht so leicht entmutigen und setzten ihren Weg, gefolgt von den ängstlichen Blicken der Dörfler, in Richtung des Zentrums des Sumpfes fort.

~~~

Die Wirtin versicherte Erich, dass sie den Herd noch bis spät in die Nacht befeuern werde, und wenn die beiden den Schrecken zur Strecke bringen würden, könnte er so viel von dem Eintopf essen, bis er platzen würde. Wenig später, als sie draußen gepackt und gewappnet warteten, stieß der junge Mann zu ihnen, der sich ihnen als Karl vorstellte. Er trug eine rostige Klinge bei sich, eher ein großes Messer, das schon unter Erichs kritischem Blick beinahe zu Staub zu zerfallen drohte, und schien eher freudig erregt als ängstlich zu sein.
"Seid Ihr Monsterjäger?" fragte er aufgeregt. "Ich möchte auch einer werden, aber mein Vater zwingt mich, auf dem Hof zu bleiben. Ich könnte so viel mehr tun als den ganzen Tag auf dem blöden Acker zu schuften. Ich weiß ganz genau, was in mir steckt. Ich will Prinzessinnen vor üblen Monstern retten, die Fürsten würden mich an ihrem Tisch speisen lassen! Und ich würde gerne einen echten Drachen sehen! Meint Ihr, es gibt noch echte Drachen? Die Leute sagen, sie sind alle ausgestorben, aber irgendwo gibt es sie noch, ich weiß es ganz sicher!"

Es war nicht einfach für die beiden, den Jungen zu beruhigen, und langsam wurde ihnen klar, was die Wirtin meinte, als sie sagte, sie sollten ihn zurückhalten, damit er keine Dummheiten beging. Vielleicht wäre es sogar heilbar für sein Draufgängertum, wenn er einem echten Schrecken gegenüberstehen würde - doch viel wahrscheinlicher wäre es, dass er die Begegnung nicht überleben würde.

Dennoch ließen sich die beiden Kreuzritter von Karl in Richtung des Sumpfes führen, bis sie an den Punkt kamen, an dem er das Heulen gehört hatte. Es war nun schon recht dunkel geworden, und immer noch waren sie außerhalb des Sumpfes. "Von dort kam das Heulen." deutete Karl in eine bestimmte Richtung. "Dort muss das Monster sein. Wollt Ihr mich nicht doch mitnehmen? Ihr seid doch dabei, da kann mir nichts passieren. Und ich kann mich durchaus selbst zur Wehr setzen." Um seine Worte zu unterstreichen, hieb er einige Male mit seinem Messer durch die Luft, was in Erichs Augen seine Unbeholfenheit mit der Klinge nur noch unterstrich. Da die beiden hart blieben, führten sie die Pferde bald alleine weiter in den Sumpf hinein, immer aufmerksam nach Bewegungen oder Geräuschen lauschend, die den Schrecken verraten würden.

~~~

Don Tristan war den Spuren nun bereits eine ganze Weile gefolgt, und der Abend wurde ständig dunkler. So langsam musste er sich überlegen, bis wann er umkehren musste, denn ganz geheuer war ihm dieser Sumpf in der Dunkelheit nicht. Doch noch war die Spur gut zu sehen, und Tristans Neugier siegte über seine Vorsicht.

Gerade als er zu dem Schluss gelangte, nun wirklich umkehren zu müssen, machte er gleich zwei unwahrscheinliche Entdeckungen: In einiger Entfernung näherten sich Männer - und das nicht nur von seiner linken Seite, sondern auch von der Rechten. Noch waren sie kaum zu sehen, und er vermutete, dass er selbst bis jetzt unentdeckt geblieben war. Doch von beiden Seiten näherten sich jeweils zwei Männer, die wie er ihre Pferde hinter sich herführten.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 03.03.2019, 17:37:29
Als Erich plötzlich Bewegungen im Sumpf ausmacht, gibt er Friedrich ein kurzes Zeichen und vergewissert sich das dieser die Gestalten auch bemerkt hat, danach zieht Erich sofort sein Schwert und macht sich für einen eventuellen Kampf bereit.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 05.03.2019, 06:34:30
Dankbar nickte Friedrich der Wirtin zum Abschied zu, bevor er sich mit Erich wieder nach draußen begab, um auf ihren Führer zu warten. Irgendwie konnte er den Jungen ja verstehen. Ein Leben als Monsterjäger mochte glorreicher und interessanter wirken als jenes auf dem Hof aber es war einfach zu gefährlich. So ließ er Karl einfach reden und schickte ihn schließlich weg, als er sie zu dem richtigen Ort geführt hatte.
Von nun an galt es aufmerksam zu sein. Sie wussten nicht, mit was sie es genau zu tun hatten, also mussten sie für alles vorbereitet sein. Friedrich konzentrierte sich also auf ihre Umgebung und nahm nach einiger Zeit die Gestalten wahr, die auch Erich entdeckt hatte. Während dieser sein Schwert zog, ging Friedrich ein Stück zurück. Es waren zwei Gestalten. Sie jagten allerdings ein einzelnes Monster. Nichts deutete darauf hin, dass es mehr waren.
"Wer da?" rief er also durch den Sumpf. Laut genug, dass die beiden Gestalten ihn gehört haben mussten aber leise genug, um nicht alles andere aufzuschrecken. "Tretet mit erhobenen Händen vor - ich habe meine Armbrust auf euch gerichtet." Während er geredet hatte, war wie automatisch seine Waffe in seine Hände gerutscht und ein Bolzen eingelegt worden. Jetzt wie wild um sich zu schießen, würde nicht hilfreich sein. Er hoffte einfach, dass diese Gestalten nicht auf Ärger aus waren. Wenn doch, konnten er und Erich sich allerdings wehren.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 06.03.2019, 04:15:58
Auch Finnegan bestätigte erneut seine Bereitschaft, den Halunken dingfest zu machen.
Allerdings nicht ohne vorher um etwas Wegzehrung zu bitten, für die er natürlich auch zu zahlen bereit war.
Frisches Essen war immer besser.
Dann ging es aber auch schon los mit der weiteren Jagd.
Als die Männer des Dorfes von Spukgestalten im Wald redeten, machte sich der Ine doch ein wenig Sorgen. Mit übernatürlichen Wesen kannte er sich zwar etwas aus, doch hier war nicht seine Heimat. Es waren wohl kaum welche, von denen er wußte, wie man sie besänftigte.
Aber trotzdem galt es, ein Maid zu retten und das Eigentum seiner Familie wieder zu erlangen.

Der Sumpf selbst machte Finnegan nicht zu viel aus. Seine hohen, festen Stiefel waren gut geschnürt und hielten Schmutz und Wasser Stand.
Als sie dann aber auf ihrem Weg angerufen wurden, bemerkte er die sich nähernden Männer erst.
Da es zwei waren, keiner blond und keine Frau dabei war, war wahrscheinlich keiner dieser Personen sein Ziel.
"Wie soll ich die Arme heben, wenn ich ein Pferd zu führen habe? Laßt eure Waffe sinken. Wir sind nicht hinter euch her.", rief er zurück.
An seinen Begleiter gewand murmelte er: "Laßt uns ruhig bleiben und sehen, was diese Beiden wollen. Wenn ihr mögt, haltet euch hinter mir, damit ihr im Notfall unbehelligt die Waffe ziehen könnt."
Unverdrossen und mit einem Lächeln näherte er sich weiter den Gestalten, die so plötzlich erschienen waren.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 06.03.2019, 20:21:51
Nein, Louis hatte Gerôme nicht lange überreden müssen: Der Musketier war Feuer und Flamme für die Rettungsaktion. Sie kam seinem Ansinnen entgegen, sich einen Namen zu machen, und nebenbei wäre er der Letzte gewesen, der gezögert hätte, einem weiblichen Wesen einen Dienst zu erweisen. Ganz abgesehen von der moralischen Verpflichtung als Fechter seines höchsten Landesherrn! Dementsprechend eifrig war er auch zunächst ausgeschritten, um zur Tat zu schreiten und der holden Maid zu Hilfe zu eilen. Je morastiger allerdings der Untergrund wurde, desto indignierter wurde sein Gesichtsausdruck. Nicht dass ihn einfacher Schlamm von der Vollbringung einer Heldentat hätte abhalten können – auch seine Stulpenstiefel waren hoch und wasserfest. Die schlürfenden Geräusche, die jeden Schritt von Männern und Pferden begleiteten, der typisch faulige Geruch einer Moorlandschaft und die an seinen Sohlen klebenden Dreckklumpen allerdings missfielen dem eleganten Kavalier sichtlich.

"Merde!" knurrte er unterdrückt. "Was für eine Dreckloch ist das 'ier?! Genau die rieschtige Aufent'alt für eine üble Verbrescher, der junge demoiselles entführt!" Er achtete peinlich darauf, wenigstens keinen Teil seiner Kleidung und Ausrüstung mit Ausnahme der Stiefel mit dem Schlamm in Berührung kommen zu lassen, brummte und schimpfte in einem fort leise vor sich hin. So kam es auch, dass er erst auf die Anwesenheit anderer aufmerksam wurde, als eine fremde Stimme ihn und seinen Begleiter zum Halten aufforderte. Er schreckte hoch und sah sich um. Kaum war sein Blick auf die drei Fremden gefallen – zwei beisammen und einer eher abseits – winkte er zu Finnegans Worten energisch ab. "Was, 'inter Eusch? Schutz suchen wie eine petite fille?! Complètement unmögliesch für eine Ehrenmann!" Womit er auch schon seinen Degen gezogen hatte, mitten auf dem Weg einen kunstvollen Ausfall vollführte, bei dem seine Klinge in der Luft eine Acht beschrieb, und rief: "Eine eschte Mann schießt niescht aus die 'inter'alt, er tritt seine Gegner ehrliesch entgegen und schaut in ihre Angesiescht! Kommt 'ervor, wenn ihr eusch traut und keine Schurken seid! Wir spreschen niescht mit Unbekannte, die ihre Gesiescht niescht zeigen!"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 07.03.2019, 07:01:43
Als Louis plötzlich so hervorspringt und mit seinem Degen in der Luft rumfuchtelt, schaut Erich etwas verwirrt zu Friedrich und fragt diesen leise "Verstehst du was der das faselt und vor allem was er da mit dem Zahnstocher vor hat? Bleib du mal hier und halte mir den Rücken frei, ich geh mal hin und kläre das."

Dann macht er ein paar Schritte auf den fremden zu und baut sich zu voller Größe auf und hält seinen Zweihänder vor sich "Hey du da! Was Glaubst du was du mit deinem Zahnstocher hier anrichten willst? Und wenn du nicht vor hast hier den Schlamm zu küssen, dann solltest du das Ding lieber weg stecken und den Weg frei machen. Ihr alle seht nicht so aus wie der mordenden Schrecken den wir suchen. Von daher lasst uns unseres Weges gehen, so wird Euch auch nichts passieren."

Jetzt wo Erich so nahe bei den fremden steht, können diese sehr gut erkennen das da ein über 2 Meter großer Mann vor Ihnen steht der in eine schwere schwarze Lederrüstung gekleidet ist die mit Nieten verstärkt ist und auf der Brust zwei kleine Wappen eingraviert sind. Diejenigen die sich mit dem Kämpfen auskennen, bemerken sofort das der Riese wohl recht gut weiß wie man mit dem Zweihänder umgeht, denn Erich hält ihn mühelos in den Händen und macht dabei jedoch immer einen kampfbereiten Eindruck. Unter den langen silbergrauen Haaren schauen zwei braune Augen hervor, wobei über dem linken Auge eine große lange Narbe zu sehen ist. Wer es schafft den Blick von dem bedrohlichen Zweihänder ab zu wenden, sieht das Erich nicht nur mit einem Zweihänder bewaffnet ist, sondern auch noch eine Pistole und ein Kurzschwert bei sich trägt.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 07.03.2019, 18:05:51
Beim Klang des nur all zu bekannten Akzents schloss sich Don Tristans Hand ein wenig fester um den Griff des Rapiers. Ein Montagnier. War man denn nicht mal mitten in der Wildnis der Eisenlande vor diesen verdammten arroganten, hinterhältigen Dienern des Möchtergern-Imperators sicher?
Als die beiden ungleichen Paare so völlig unerwartet zu beiden seiten erschienen hielt Don Tristan zunächst
an und machte sich zum Kampf bereit.  Erst als sich zeigte, dass er es nicht mit einen Hinterhalt zu tun hatte, da sich die beiden Paare hier offenbar  zum ersten mal begegneten, entschloss sich der Hidalgo abzuwarten.
Ein amüsiertes Grinsen erschien auf seinem Gesicht, als der hühnenhafte Eisenländer den montagnieschen Gecken zurechtstutzte. Kurz war er versucht dem Eisenländer zu erklären wie gefährlich so ein "Zahnstocher" in den Händen eines ausgebildeten Duellanten sein konnte, aber wenn er jetzt hier unerwartet aus den Büschen trat könnte der Mann mit der Armbrust das zum Anlass nehmen erst zu schießen und dann zu fragen.
Also wartete der junge Hidalgo gespannt, wie der Geck und sein Begleiter reagieren würden.
"und wenn es tatsächlich zum Kampf kommt? Wirst Du eingreifen? Auf welcher Seite? oder machst Du Dich heimlich in der Dunkelheit davon, schließlich ist dass hier nicht deine Angelegenheit. Oder?"

Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 09.03.2019, 14:45:54
Die Brauen des Montaigners wanderten in die Höhe, als er Erichs Auftritt sah. Bei dem ungefragten Duzen und den beleidigenden Worten des Fremden allerdings kniff er die Augen zusammen und murmelte in Finnegans Richtung: "Wer ist diese unge'obelte Bauernlümmel? Eine 'iesige 'olzfäller? Oder eine 'aarlose Bär? Von die Manieren 'er beides wäre mögliesch. Und was soll diese ungeschlachte Eisenprügel in seine Pfoten?" Sich wieder nach vorn richtend zeigte er ein humorloses Grinsen und rief zurück: "...'eda, Bursche! Iesch war gerade dabei, dir meine Zahnstocher anzubieten. Aber wie iesch sehe, 'ast du bereits eine eigene dabei, die viel besser zu die Größe von deine Mundwerk passt!" Den Griff des Degens führte er kurz bis in Augenhöhe, um den Gegner – trotz dessen bäuerlichen Auftretens – zu grüßen, dann wischte die Klinge in einem raschen Viertelkreis zur Seite, wo sie schräg nach unten weisend verharrte. So wartete er in lässiger Pose ab, ohne allerdings den Armbrustschützen und den dritten Mann aus den Augen zu lassen, die einen möglichen Kampf sehr leicht ziemlich unfair werden lassen konnten.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 10.03.2019, 11:20:09
Erich schwingt den Zweihänder mit einer Hand und steckt ihn mit einer geübten Leichtigkeit zurück in die Schwertscheide auf seinem Rücken. "Los Friedrich, laß uns gehen. Wir haben einen Werwolf zu erlegen, und keine Zeit uns mit solchen Hofnarren zu beschäftigen", ruft Erich und dreht sich dabei zu Friedrich um, wobei sein Blick dann genau auf Tristan fällt. Erich bleibt also plötzlich in halber Drehung stehen und schaut den dritten Fremden direkt an "Und du? Wer bist du denn? gehörst du auch zu den zweien da drüben?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 10.03.2019, 22:47:24
Erst als der eisenländer Hühne sich umdrehte erkannte Don Tristan das Wappen eines Drexel-Duellanten auf seiner Brust. Selbstverständlich gehörten die Abzeichen der anderen Duellantenakademien ebenso zum Lehrstoff der Torres-Akademie wie die Kenntnis der jeweiligen Philosophie und bevorzugten Waffe ihrer Schüler. "Also kann er mit dem Ding wohl wirklich gut umgehen. Fast Schade, dass er das Angebot des Montaigners nicht angenommen hat."
Trotzdem hatte es eine Zeit gegeben in der er diesen ungehobelten Bauern dafür gefordert hätte, ungefragt geduzt worden zu sein. Aber vier Jahre unter Vestenern, die ungeachtet von Stand oder Vertrautheit einfach jeden duzten hatte den stolzen Hidalgo diesbezüglich etwas Langmut gelehrt.
Er lies den Zügel seines Pferdes los und warf mit einer lässigen Geste den Vestenischen Mantel über die linke Schulter so dass das Abzeichen seiner eigenen Akademie, der silberen Rapier vor goldenem Umhang das er auf der linken Brust trug sichtbar wurde und lächelte trotz der beleidigenden Unterstellung etwas mit dem Montaigner gemein zu haben.
"Keines Wegs mein Herr!" antwortete er dann mit unüberhörbarem castillischen Akzent und mit leichter aber unüberhörbarer Betonung der Anrede. "Mein Name ist Don Tristan de la Verde aus dem schönen und kultivierten Land Castille.  Und ich vermute wir sind der gleichen Bestie auf der Spur. Jedenfalls komme ich von einer verwüsteten einzelnd stehenden Behausung in der Richtung", er deutet mit der linken in die Richtung aus der er gekommen ist, "und bin in der Hoffnung noch jemanden retten zu können bis hierher jener Blutspur gefolgt die ihr gerade so eifrig zertrampelt. wobei er mit der Spitze seines Rapiers auf die Blutspur zu Erichs Füßen deutete. "
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 11.03.2019, 06:39:56
Es überraschte Friedrich nicht wirklich, dass seiner Aufforderung nicht nachgegangen wurde. Der eine könne seine Hände nicht heben, weil er das Pferd führe und der andere wurde sogar ziemlich aufmüpfig und wedelte mit seinem Degen in der Luft herum. Schlau war das nicht wirklich. Ein einziger Schuss konnte den Mann niederstrecken. Doch Friedrich war nicht darauf aus, hier und jetzt irgendwelche dahergelaufene Männer zu töten. Die Armbrust ließ er trotzdem noch nicht sinken - schließlich hatte der eine immer noch seine Waffe gezogen.
Auf Erichs Frage zuckte Friedrich nur mit den Schultern. Der Mann war wirklich ziemlich schwer zu verstehen. Zwar hielt er es für eine bessere Idee, etwas diplomatisch vorzugehen aber sein Freund erwähnte trotz seiner harschen Vorgehensweise - ob bewusst oder nicht - dennoch, dass sie hinter einem Schrecken her waren und nicht auf einen Kampf aus waren. Erich und der Degenschwinger warfen sich ein paar Beleidigungen an den Kopf, wobei Friedrich bei dem Konter des Montaigners wirklich lachen musste. "Touché!" rief er also aus und senkte schließlich seine Waffe. Er trat vor, sodass man ihn sehen konnte. Während sein Kreuzritterkollege sich davon machen wollte und das Ganze wohl als Zeitverschwendung ansah, wollte er selbst bleiben. Sich etwas unterhalten. Es konnte kein Zufall sein, dass sich gleich zwei - oder eher drei - Gruppen hier im Sumpf trafen. Der Mann, der sich kurz daraufhin als Don Tristan de la Verde vorstellte, schien die gleiche Idee zu haben.
Es lag nun also an Friedrich, einen etwas anderen Plan zu verfolgen. Einen, der wenig mit Drohungen und Beleidigungen zu tun hatte. Es war Zeit für Diplomatie. "Es scheint, als habe das Schicksal uns alle hier zu dieser Zeit zusammengeführt." begann er, während er sichtbar und deutlich seine Armbrust entlud und anschließend wegsteckte. "Entschuldigt die Grobheit meines Freundes. Wir sind Eisenländer und auf Monsterjagd, da steigt das Adrenalin schnell zu Kopf." Erich warf er einen vielsagenden und entschuldigenden Blick zu. "Mein Name ist Friedrich von Dent und das ist Erich Janina Graustein." Er deutete eine kurze Verbeugung an. "Wir suchen einen Schrecken, der hier im Sumpf sein Unwesen treiben soll und so wie es aussieht, ist zumindest Herr Tristan de la Verde ebenfalls aus dem gleichen Grund hier." Er drehte sich zu dem Degenschwinger und dem Mann hinter ihm um. "Wie steht es bei euch? Wollt ihr nicht auch euren Degen wegstecken und uns erzählen, was euch hierher führt?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 12.03.2019, 21:12:42
Sein Gegenüber wandte sich ab, und Louis kommentierte dessen neue Beleidigung trocken in Finnegans Richtung: "Wie es scheint, 'at der Kerl allmähliesch die Lust verloren, Reisende anzupöbeln: Es wird weniger, immer'ien!" Er schien dennoch nicht recht zufrieden mit dieser Wendung. Friedrichs Reaktion hingegen quittierte er erst mit einem erstaunten Brauenheben, dann deutete er eine Verbeugung an. Nachdem der andere die Waffe senkte, steckte auch er seinen Degen wieder weg und trat ebenfalls noch ein Stück weiter nach vorn.

"Ah... verstehe" meinte er, noch immer etwas reserviert auf die Erklärung des Eisenländers. Sein Ego als Edelmann brauchte definitiv länger als Friedrich, den Zwist zu vergessen. Dennoch wusste Louis, was die Höflichkeit gebot, denn er erwiderte nochmals mit einer angedeuteten Verbeugung und erklärte: "Meine Name ist Louis de Fromage Puant. Iesch bin niescht aus die Gegend. Mein Begleiter und iesch..." er wies auf Finnegan "...sind ebenfalls auf die Suche. Aber niescht nach eine Monsterwolf, sondern nach eine Schurke, die eine junge Mademoiselle entführt 'at! Aus eine Dorf niescht weit von 'ier."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 14.03.2019, 05:53:11
Finnegan grinste in sich hinein, als der riesige Eisenländer mit seinem Zweihänder auf sie zukam.
So wie der die erhobene Waffe vor dem Bauch hin und her schwang....ganz wie diese lästigen Hochlandmarschler von den Inseln nördlich seiner Heimat. Und die Inen hatten da so manche Vermutung, warum sie sich so in ihre "mächtigen" Waffen vernarrt waren.
Und wenn er dann noch an seinen Cousin Karon dachte. Einen besseren Dolchkämpfer gab es wohl auf ganz Theah nicht. Karon hatte so manchen gestandenen Schwertkämpfer ganz schon arm aussehen lassen, sobald er unter dem Schwert durchgetaucht und in ganz naher Distanz zu seinem Gegner war.
Aber er sagte lieber nichts, um nicht noch mehr Unfrieden herbei zu führen.

Stattdessen war er bereits einige Schritte zur Seite gegangen, um den Eisenländern Platz zu machen.
Dabei bemerkte er auch die dritte Person, die sich dann vorstellte.
Und auch der zweite Eisenländern stellte sich vor und bewies einen kühleren Kopf als sein Begleiter.
Wie man sich freiwillig auf die Jagd nach einem Monster machen konnte, verstand Finnegan nicht so reccht. Bei ihnen auf Inesmore respektierte man die übernatürlichen Wesen und wußte, daß es nur Schaden bringen konnte, sie zu verärgern. Aber vielleicht hatten die Eisenländer ja die richtigen Rituale parat, um diesem Wolf zu besänftigen.
"Mein Name ist O´Dougal von den Glenshire-O´Dougals.", stellte er sich kurz vor. Weitere Worte waren aus seiner Sicht hier verschwendet. Es wurde zunehmend dunkler und sie hatten ihr Ziel noch nicht erreicht.
Wie Herr de la Verde so richtig erwähnte, waren sie dabei, etwaige Spuren zu verwischen, also schaute sich Finnegan um, ob er nicht noch welche von seiner Beute und dessen Begleiterin entdecken konnte.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 15.03.2019, 06:42:40
Als Erich auf die Blutspur hingewiesen wurde schaute er sich um ob er weitere Spuren finden konnte.

Dann wandte er sich noch einmal an Tristan "Es scheint so wie also ob zumindest wir dann das gleiche Ziel hätten. Aus meiner Sicht würde nichts dagegen sprechen wenn wir zumindest für diese Aufgabe unsere Kräfte vereinen. Denn wenn es wirklich ein Werwolf ist, dann kann eine weitere Klinge bestimmt nicht schaden", Erich blickte kurz zu Friedrich "Oder was meinst du Friedrich?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 15.03.2019, 20:02:49
"Einverstanden!" nickte Don Tristan zustimmend. Da offenbar kein Kampf bevor und auch sonst keine unmittelbare Gefahr bestsnd hob der junge Hidalgo dann die Klinge zum Gruß des Duellanten vor sein bärtiges Gesicht ehe er den Rapier mit einer eleganten fließenden Bewegung in der schwarzen Scheide an seinem Gürtel verschwinden lies.
Erst danach suchte der Blick der dunkelblauen Augen Friedrichs Gesicht um ruhig dessen Antwort abzuwarten.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 17.03.2019, 10:02:48
Da Friedrich zu weit weg war um das Abzeichen auf der Brust von Tristan zu erkennen schob Erich diese Information noch ein bevor Friedrich auf seine eigentliche Frage antwortete "Falls es deine Meinung beeinflussen sollte, dann wäre es vielleicht noch gut zu Wissen das dieser Bursche wohl von Tores kommt, der weiß also zumindest wie man eine Waffe hält und wo deren spitzes Ende ist. Wenn er uns also begleitet dann wüssten wir zumindest das er kein Kanonenfutter ist".

Danach reichte er Tristan seine Hand und meinte noch einmal zu ihm "Wie mein Freund schon sagte, mein Name ist Erich Janina Graustein, und es freut mich hier in diesem Sumpf jemand wie Euch zu treffen, der wenigstens weiß wie man richtig kämpft und die Feinheiten eines guten Kampfes zu schätzen weiß. Wir aus Drexel haben natürlich auch schon von Tores gehört. Wären wir jetzt hier nicht mit einer Jagt beschäftigt, würde es mich freuen wenn wir zu einem späteren Zeitpunkt die Klingen kreuzen könnten um unser beider können weiter zu trainieren und zu verbessern, natürlich alles rein freundlich und im Sinne eines fairen Wettstreites."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 21.03.2019, 17:04:04
Don Tristan lächelte und ergriff die dagebotene Hand. "Nett euch kennenzulernen und gerne zeige ich euch, wozu so ein 'Zahnstocher' ", er tippte mit der linken gegen das Heft seines Rapiers,"in der Hand eines Duellanten gut ist. Im übrigen bin ich nicht nur Duellant sondern auch Arzt, und wer immer diese Mengen Blut verloren hat braucht dringend einen. Wir sollten uns beeilen, denn es wird all zu bald dunkel werden und dann wird es fast unmöglich sein, der Spur vor morgen früh zu folgen." Damit lässt der Hidalgo Erichs Hand los und wendet sich an die anderen drei. "Also meine Herren, seit ihr dabei?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 23.03.2019, 04:21:45
Während sich Erich mit seinem Duellantenkollegen beschäftigte, kümmerte sich Friedrich weiter um die beiden anderen Personen, die sich nun auch vorstellten. Allerdings sagte der Montaigner, dass sie nicht auf der Suche nach einem Wolf, sondern einem Mann waren, der eine junge Frau entführt hatte. "Auch wenn es sich nicht so anhört: Unser Ziel mag das Gleiche sein." begann Friedrich zu erklären. "Ich vermute, dass wir es mit einer Art Werwolf zu tun haben. Einem Menschen, der sich in einen Wolf verwandeln kann - ob bewusst oder nicht. Euer Entführer könnte also ebenfalls unser Monsterwolf sein." Er ging langsam auf Louis und O‘Dougal zu, wobei er an dem Buch an seiner Hüfte fummelte und dabei eine dünne Kette löste. Er schlug es auf und zeigte den beiden Männern eine Seite, die sich mit dieser Art von Wesen befasste und sogar Skizzen verschiedener Verwandlungsstufen beinhaltete. Notizen und kleinere Texte waren auf den Seiten verteilt und zeigten so deutlich das Wissen, dass Friedrich angesammelt hatte.
"Wir gehen momentan allerdings nicht von einem klassischen Werwolf aus, sondern einer Abart, da es gewisse Ungereimtheiten gibt." beendete er schließlich seine Erklärung.
"Wenn ihr bereit seid, einen Verbrecher zu jagen, dann nehme ich an, dass ihr auf euch aufpassen könnt. Bei euch und eurem Degen bin ich sicher." sagte er mit einem Blick auf Louis. Dann wandte er sich an O'Dougal. "Ihr sicherlich auch?" Es war mehr eine Feststellung als eine richtige Frage. Wer sich freiwillig auf eine solche Mission begab, war normalerweise auch der Ansicht, dass er diese überleben würde. Oder er war Lebensmüde. Friedrich hatte nicht das Gefühl, dass dieser O'Dougal das war. "Ich schlage vor, dass ihr uns begleitet. Erich und ich sind erfahrene Monsterjäger und Don Tristan de la Verde ist ein Duellant. Sicherlich sind wir zu fünft mehr als bereit, uns einem solchen Monster zu stellen." Er nickte in Richtung Erichs und Don Tristans, womit auch Erichs Frage beantwortete wäre, ob sich der Mann ihnen anschließen konnte. Dies hier waren keine Bauernjungen, die Monsterjäger spielen wollten, sondern Männer, die Leben retten wollten. Solche Leute waren Friedrich immer willkommen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 23.03.2019, 14:44:23
"Mmmh..." brummte der Montaigner nachdenklich, während er sich die Skizzen Friedrichs besah. "Iesch 'abe niescht viel Ahnung von solsche 'aarige Scheusale. Mais oui, Ihr könntet rescht 'aben. Vielleischt diese Ding iest auch unsere ravisseur." Er warf Finnegan einen kurzen Blick zu und wandte sich wieder an den Eisenländer. "Bon - iesch sehe die Wortwechsel von vor'in als bedauerliesche mécompréhension an. Was miesch betrifft, iesch bin bereit zu sehen, was Eure loup-garou sagt zu einige Zoll Eisen in seine pelzige Wanst!" Womit er die behandschuhte Linke auf den Knauf seines Degens fallen ließ und Finnegan fragend ansah.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 24.03.2019, 21:34:07
Seine Fuchsstute hinter sich herführend folgte Tristan Friedrich und Erich zu dem Montaigner Gecken und dem Mann der sich als O'Dougal vorgestellt hatte. Ein Avalonier Akzent und Namen nach zu urteilen. Oder zumindest von einer der Inseln, wenn nicht Avalon selbst.
Mit sichtlichem Interesse lauschte der junge Hidalgo den Erklärungen des Gelehrten und wartete dann mit ausdrucksloser Miene ab ob der Montagnier und sein Begleiter sich der Jagd anschließen würden.
Bei Louis Worten nickte er nur. Weder die Zustimmung noch die großspurigen  Worte des Montagniers überraschten ihn besonders. So waren die Adeliegen des Möchtegern-Imperators eben.
"und falls er doch nicht so gut mit seinem Degen umgehen kann wie er glaubt bleibt mir immer noch die Hoffnung das der Werwolf ihn erwischt."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 25.03.2019, 06:21:13
Als sich dann alle rund um Friedrich versammelten und seinen Erklärungen lauschten, entspannte sich Erich wieder etwas, denn scheinbar war wohl keiner der Anwesenden darauf aus hier und jetzt Blut zu vergießen.

Während sich die anderen auf die Zeichnungen und die Erklärungen von Friedrich konzentrierten, hielt Erich die Umgebung im Auge.

"Und in welche Richtung wollen wir nun weiter gehen?", fragte Erich dann als Friedrich mit seinen Erklärungen zu Ende war.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 25.03.2019, 12:03:36
Don Tristan hob bei Erichs Frage, deren Antwort ihm offensichtlich erschien. "Friedrich ist anscheint das Gehirn dieser Partnerschaft zu sein, der hier eher nur die Muskeln."
"Natürlich der Blutspur nach, der ich bis hier her gefolgt bin?" schlägt er dann vor, wobei er mit der behandschuhten Rechten in Richtung der teilweise verwischten Blutspur deutet.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 26.03.2019, 06:20:09
Finnegan seufzte, als Herr de Fromage Puant sich bereit erklärte,  mit den Monsterjägern gehen zu wollen.
"Oh ihr Ritter, helft eurem Bruder. In was und an welche Wirren bin ich da nur geraten.
Allerdings näherte er sich dann auch der kleinen Gruppe und schaute sich die Informationen in dem Buch an.
"Ich glaube nicht, daß euer Wolfsmensch und mein Gesuchter derselbe sind. Ich bin ihm schon einige Zeit auf den Fersen und bisher bin ich auf keine Monstergeschichten gestossen.
Aber sie könnten sich natürlich kennen und gemeinsame Sache machen.
Also werde ich wohl mit euch reisen müssen, da sie anscheinend in die gleiche Richtung unterwegs sind."


Als Herr Graustein sich umsah, bemerkte er, welche Waffe der Ine bevorzugte, denn an seinem Sattel waren Speer und Schild befestigt.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 26.03.2019, 20:27:38
Wohl eher aus Mangel an Alternativen denn tatsächlichem Enthusiasmus taten sich die fünf Abenteurer also zusammen, um der einzig sichtbaren Spur zu folgen. Don Tristan, da er dieser Spur ohnehin gefolgt war, und nun, begleitet von vier weiteren Männern, auch die zarten Selbstzweifel, ob er dieser Aufgabe gewachsen war, beseitigt waren. Die beiden Eisen, da die Beschreibung des Castillers durchaus so klang, als könnte ihr Ziel das gleiche sein. Und Finnegan und Louis folgten den anderen vor allem, da diese Spur besser war als gar keine - und Louis auch durchaus neugierig war, den hünenhaften Eisen im Kampf zu erleben.

Tiefer und tiefer drangen sie in den Sumpf ein, und die Spur war kaum noch auszumachen, da das Tageslicht nun völlig verschwunden war. Zwar war noch immer beinahe Vollmond, doch die Nacht war dermaßen wolkenverhangen, dass dessen Licht kaum etwas gegen die dichte Wolkendecke ausrichten konnte. Umso länger sie so gingen, die Pferde an der Hand geführt, umso unheimlicher schien die Umgebung, und selbst den tapfersten der Männer rutschte ein wenig das Herz in die Hose. Es war Friedrich, der schließlich realisierte, was die Nacht so unheimlich machte: es war die Stille, die hier herrschte, und die ganz und gar ungewöhnlich war für eine Nacht in der freien Natur, wo sonst die Geräusche unzähliger Tiere sich zu einer Klangkulisse verbanden, die man bewusst gar nicht mehr wahrnahm, deren Fehlen sich jedoch unterbewusst sofort bemerkbar machte.

Nun, da sie dank Friedrichs Aufmerksamkeit wussten, was es gewesen war, beruhigten sich die Männer doch deutlich und konzentrierten sich wieder ganz auf die Aufgabe, den Spuren zu folgen. Sicherlich war die Abwesenheit aller tierischen Geräusche kein gutes Zeichen, doch wenn die Quelle dessen ein Werwolf war, würden sie ihn schon bezwingen können.
Nach einer gefühlten Ewigkeit schließlich erspähte Finnegan an einem Hügel vor ihnen einen dunklen Höhleneingang, auf den die Spuren direkt zuzulaufen schienen. Sofort blieb die Gruppe stehen und verhielt sich mucksmäuschenstill, um das Biest, wenn es sich dort befinden sollte, nicht zu warnen. Doch wussten sie bisher nicht, ob es tatsächlich der Unterschlupf des Schreckens war, und wenn ja, ob er sich auch gerade dort befand.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 27.03.2019, 20:02:01
Mit einem kleinen Lächeln strich sich Louis über die Bartspitzen. "Selbst wenn er es niescht ist, Monsieur eau de Gaulle, werden wir sischerliesch Gelegenheit 'aben, den Wert unserer Klingen zu beweisen" meinte er zu seinem sichtlich zögerlichen Begleiter. "Und Eure Schurke wir werden anschließend zur Strecke bringen. Iesch 'abe da gar keine Zweifäll!" Von frischem Elan erfüllt marschierte er mit der Gruppe, ungeachtet der persönlichen Beleidigung seiner Ehre durch den Schlamm an seinen Stiefeln. Er dürstete danach, sich mit diesem Werwolf zu messen und dabei seine Qualitäten als Fechter unter Beweis zu stellen! Allerdings ließ seine Begeisterung umso mehr wieder nach, je dunkler es wurde, je schwerer der Schlamm an seinen Sohlen hing und je eintöniger die drückende Stille um sie herum wirkte. Wenn auch er die Unsicherheit verspürte, welche die unheimliche Atmosphäre um sie herum erzeugte, so verstand er es immerhin, das gut zu verbergen. Gelegentlich brummte er gereizt vor sich hin.

Dann war mit einem Mal der Höhleneingang vor ihnen aufgetaucht, und der Montaigner stoppte ab, eine Hand am Degen, während er versuchte, sein nervös schnaubendes Reittier zu beruhigen. "...'allo, 'allo, was 'aben wir denn 'ier?" meinte er mit gesenkter Stimme und einem grimmigen Lächeln auf den Lippen. "Scheint so, als 'ätten wir die Nest von diese Unge'euer gefunden. Seht nur, wie meine Pferd reagiert – sischerliesch es 'at schon die Gestank von diese Vieh in die Nüstern!" Er sah sich aufmerksam um. Trotzdem seine Stiefel mittlerweile schlammgebadet waren und die Feder an seinem Hut dank der schweren Feuchte der Luft ein wenig traurig herabhing, machte der Musketier nun wieder den Eindruck gespannter Erwartung. Louis schien einer gefahrvollen Begegnung regelrecht mit Vorfreude entgegenzusehen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 30.03.2019, 00:46:58
So ganz war sich Friedrich nicht sicher, was der Montaigner von sich gab aber er verstand zumindest, dass er sich ihnen anschließen würde. Auch der Rest schien zumindest gewillt, zusammenzuarbeiten. Er nickte zufrieden. Dieser Teil der Arbeit war getan. Nun galt es das Scheusal zu jagen und zu erlegen. So machten sie sich alle zusammen also auf den Weg durch den nächtlichen Sumpf. Dass es so dunkel war, konnte ein Vorteil für sie sein. Es half dabei, nicht zu früh entdeckt zu werden. Doch nicht nur die Dunkelheit fiel dem aufmerksamen Friedrich auf. Es herrschte eine unnatürliche Stille. "Die Tiere meiden diesen Ort. Interessant, dass das Fehlen ihrer Geräusche mehr auffällt, als ihr Vorhandensein es tun würde." Auch wenn er um den Grund wusste, so war ihm trotzdem etwas mulmig zumute. Das lag aber vor allem daran, dass sie kurz davor standen, diesem Scheusal zu begegnen. Er war zwar erfahren aber diese Kämpfe waren trotzdem nie einfach.
Gefühlt waren sie die halbe Nacht unterwegs, bis sie endlich ihr Ziel erreichten. Zumindest sah es so aus. Eine Höhle mitten im Sumpf schien passend und die Spuren führten dorthin. Auch Friedrichs Pferd schien nicht glücklich, hier in der Nähe zu sein aber es war gut trainiert und war schon länger ein treuer Gefährte des Monsterjägers, sodass es dennoch recht ruhig blieb. Er tätschelte das Pferd kurz und blickte dann in Richtung der Höhle. "Ja, es scheint als haben wir unser Ziel erreicht." Er drehte sich zur Gruppe um. "Wie wollen wir vorgehen?" Es gab viele Möglichkeiten, das Biest zu bekämpfen. Welche war wohl die Beste? Er kannte drei Personen in dieser Truppe kaum und konnte schlecht einschätzen, worin ihre Stärken lagen. "Mit unserer Kampfkraft wäre sogar ein einfacher Frontalangriff denkbar." Er strich sich langsam über seinen Bart. "Wir könnten auch etwas schlauer vorgehen. Einer von uns spielt den Köder, während der Rest sich versteckt hält. Sobald der Köder geschluckt ist, greifen die Anderen aus dem Hinterhalt an." Schließlich wandte er sich an Erich. "Was sagt denn der erfahrene Monsterjäger dazu?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 01.04.2019, 14:59:16
Erich, nach seiner Meinung befragt, wollte die Lage lieber erst einmal auskundschaften, bevor er weiter Pläne schmiedete, und so versuchte er, sich so leise und vorsichtig wie möglich dem Höhleneingang zu nähern, was ihm, wie insbesondere Louis zugeben musste, trotz seiner Rüstung erstaunlich gut gelang.

Doch der Kreuzritter musste sich dem Eingang gar nicht weit nähern, bis er Gewissheit hatte, dass der Schrecken sich tatsächlich darin aufhielt. Es hörte sich sogar an, als wäre es bereits zu einem Kampf gekommen, denn Erich hörte abwechselnd wildes Heulen und ein metallisch klingendes Krachen, das er zunächst nicht zuordnen konnte.

Befürchtend, dass ihnen nicht viel Zeit blieb, um dem Gegner des Schreckens, wer auch immer es sein mochte, im Kampf beizustehen, winkte er die anderen zu sich und die Gruppe wagte sich mit Erich an der Spitze weiter in die Höhle vor. Die Vorsicht war nun fast komplett der Eile gewichen, doch das Getöse, das in der Höhle herrschte, würde ihre Schritte ohnehin übertönen. Etwa fünfzig Schritt weit folgten sie einem sich abwärts windenden Gang in das Dunkel, bis sich vor ihnen plötzlich ein größerer Raum auftat.

Der Anblick, der sich ihnen bot, ließ ihnen beinahe das Blut in den Adern gefrieren: Ein riesiger Schrecken, der selbst Erich sicherlich um gut einen Schritt überragte, und tatsächlich entfernt an einen Wolf erinnerte, befand sich in der Höhle und warf sich just in diesem Moment mit der vollen Wucht seines Körpers gegen ein massives Eisengitter. Doch es war nicht die Bestie, die hier gefangen war - der Anblick, der sich ihnen bot, warf einige Rätsel auf. Durch das Gitter von ihnen und dem Monster getrennt befand sich das, was man beinahe ein normales Zimmer nennen konnte. Darin befand sich nicht nur ein Bett, sondern auch ein Sekretär, auf dem sogar zwei Bücher zu sehen waren. Dazu gab es einen Vorratsschrank und eine kleine Kiste - doch vor allem kauerte an der gegenüberliegenden Steinwand völlig verängstigt ein Mädchen oder eine junge Frau, die dem Werwolf angsterfüllte Blicke zuwarf und vor sich hin wimmerte.
Der Schrecken hatte die Tür zu diesem abgeteilten Bereich bereits fast aus den Angeln geworfen, und es schien nur eine Frage der Zeit, bis er sein Ziel erreichte - was dann mit dem Mädchen geschehen würde, mochten sich die Eindringlinge lieber nicht ausmalen.

Der vordere Bereich, in dem sie sich nun befanden, wirkte weitaus kärger und erinnerte eher an den Bau eines wilden Tieres. Außer einem Strohhaufen in einem Winkel des Raumes war hier nichts zu sehen - doch auf den zweiten Blick erkannten die Helden eine blutverschmierte Gestalt zwischen dem Stroh liegen. Ob sie noch am Leben war oder jede Hilfe zu spät kommen würde, ließ sich von hier nicht ergründen, doch offenbar war dieser Körper die Quelle der Blutspuren, denen sie hierher gefolgt waren.

Als sie nun im Eingang standen und die Szenerie aufnahmen, riss das Biest plötzlich seinen Kopf herum und starrte mit bebenden Nüstern in ihre Richtung - offenbar hatte es die Eindringlinge durch ihren Geruch gewittert.

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Hier (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9260.0.html) geht es zunächst weiter.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 06.04.2019, 01:40:05
Die Höhle des Werwolfs

Einen kurzen Moment schien der Werwolf zu überlegen, ob er sich weiter der Zerstörung des Gitters oder doch lieber den Eindringlingen widmen sollte, doch dann trat der hünenhafte Erich Janina Graustein ihm entgegen, und die Aufmerksamkeit des Monsters lag nun voll auf den Helden.[1] Als sich der Schrecken nun jedoch zu seiner vollen Höhe aufrichtete, musste selbst der Eisenrecke schlucken: Selbst ihn überragte das Biest um mehr als einen Schritt, und nun waren deutlich die gewaltigen Klauen zu sehen, mit denen seine Tatzen besetzt waren. Und schon landete eine von ihnen krachend auf dem Eisen, bevor er noch richtig reagieren konnte. Entsetzt mussten die anderen mit ansehen, wie sich eine der messerscharfen Klauen tief in die Schulter Erichs bohrte - die Wucht des Angriffs hatte auch dieser nicht erwartet.[2] Nur eine reflexhafte Bewegung Erichs in allerletzter Sekunde vermied dabei eine noch tödlichere Wunde.[3]

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Runde 1.
Steigerungen
5 - Friedrich
4 - Louis
8 3 - Werwolf
3 - Don Tristan
2 - Finnegan
4 1 - Erich (Zwei ausgegeben, um den Werwolf auf sich zu lenken, sowie eine, um Schaden zu reduzieren)
 1. Zwei Steigerungen von Erich aufgewendet
 2. Der Werwolf wendet 5 Steigerungen auf, um Erich Wunden zuzufügen. Außerdem setze ich einen Gefahrenpunkt ein, um die Anzahl der Wunden zu verdoppeln (ich will euch gleich mal zeigen, wie tödlich so ein Vieh sein kann). Erich erhält also 10 Wunden. Das Monster ist bei 3 wieder dran. Erich (oder andere) können theoretisch Steigerungen aufwenden, um Wunden zu vermeiden (siehe Regeln dazu auf S. 184f)
 3. Eine Steigerung aufgewendet, um eine Wunde zu reduzieren auf 9.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 07.04.2019, 23:38:43
Sofort stürzte sich jeder in den Kampf - allen voran Erich und auch der stolze Montaigner. Friedrich dagegen blieb zurück. Nun da das Wesen nur wenige Meter entfernt stand, wusste er, womit er es zu tun hatte. Seine erste Einschätzung war richtig und so dauerte es nicht lange, bis er einen Absatz über diese Art Monster in seinem Buch gefunden hatte. Schnell las er nach, worauf sie beim Kampf mit diesem Wesen besonders achten mussten und was ihnen einen Vorteil geben konnte. "Greift die Schnauze an, sie ist nach der Verwandlung besonders empfindlich!"[1]
 1. Drei Steigerungen ausgegeben, um für eine Schwachstelle zu sorgen. Alle folgenden Angriffe richten einen zusätzlichen Schaden an.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 08.04.2019, 16:52:58
Für ERICH JANINA GRAUSTEIN:

Innerlich muss Erich den Kopf schütteln über das Verhalten des Montagniers, aber so sehr er ihn getestet sehen möchte, in seiner Anwesenheit fällt niemand einem Monster zum Opfer. Mit einem scharfen Ton zieht er seine Zweihandklinge, legt beide Hände an den Griff und nimmt routiniert die Gerbeck-Position ein. Dank seiner eigenen Statur wirkt er neben dem Werwolf nicht ganz so lächerlich und ruft dem Viech zu: "He, räudige Töle, sei ein braver Köter und MACH PLATZ!"[1] Wie erwartet reagiert das Monstrum und stürzt sich auf ihn. Die Geschwindigkeit und die Kraft, die dahinter stecken, überraschen Erich allerdings. Er schwingt seine Klinge über Kopf und zieht dabei den Arm ein, um den Drehmoment zu verschieben - auf Kosten der Kraft in seinem Angriff. Leicht zur Seite sich wendend entgeht er einem kleinen Teil des Schlages in seine Schulter.[2] Aber er lässt es sich nicht nehmen, den Ausfall zu vollenden und gemäß Friedrichs Hinweis nach dem Schädel des Werwolfs zu schlagen. Dank der langen Klinge gelingt ihm das auch und mit einem Krachen knallen Schwert und Knochen aufeinander.[3]
 1. 2 Erfolge zum Ablenken
 2. 1 Erfolg zum Verringern des Schadens
 3. 1 Erfolg zum Ausfall-Angriff mit Gerbeck-Position, Friedrichs Bonus und Siegreich: 6 Wunden und 1 dramatische Wunde
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 08.04.2019, 20:12:36
Angesichts dieses Gegners zögert sogar der kühne Musketier für einen Herzschlag. Doch dann funkelt es in seinen Augen. Er eilt zu einigen Fässern bei dem Werwolf, nimmt Anlauf und ist mit einem eleganten Sprung oben. Aus dieser erhöhten Position kann er mit dem Wesen in etwa auf Augenhöhe kämpfen. Mit einer dramatischen Geste wirft er seinen Umhang zurück, zieht den Degen und fordert den Tiermenschen mit einem "En garde!" heraus, um die Aufmerksamkeit von la demoiselle abzulenken. Ein herausforderndes Winken mit der freien Hand wird gefolgt von einem selbstbewussten "Lange 'aare 'ast du wohl, meine Freund, abärrr wir werden gleisch sehen, ob deine Leben ebenso lang iest..!" Mit einem Naserümpfen fügt er hinzu: "...mon Dieu, genauso stinkieg und verfilzt iest es jedenfalls!"

Da sich das Wesen jedoch dem Eisenländer zuwendet, murmelt Louis leise: "Nun gut, wie du wiellst, Freundschen..!" Kurz zielt er, dann legt er alle Kraft in einen Stich, der seine Klinge tief in den pelzigen Körper treibt, irgendwo zwischen Schulter und Halsansatz. Da er gesehen hat, welche übermenschliche Kraft sein Gegenüber besitzt, springt er mit der blutigen Klinge in der Hand von den Fässern und nimmt Fechtpositur seitlich hinter dem Werwolf ein, um für einen möglichen Gegenangriff bereit zu sein.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 08.04.2019, 20:57:01
Ob es an den Worten des Montaigners lag oder an der Wunde, die er dem Monster zugefügt hatte: Nun nahm es zumindest Notiz von Louis und schwang einen mächtigen Arm mit einer schnellen Bewegung nach hinten, genau dorthin, wo dieser gerade gelandet war. Zwar traf er den Mann nicht annähernd so heftig wie Erich, doch der dumpfe Aufprall auf seiner Brust presste alle Luft aus Louis' Lungen und ließ ihn für den Moment nach Luft schnappend in die Knie sinken.[1]

~~~

Runde 1.
Steigerungen
3 - Don Tristan
2 - Friedrich
2 - Finnegan
1 - Erich
0 - Louis
0 - Werwolf
 1. Die restlichen drei Steigerungen für 3 Schaden an Louis.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 09.04.2019, 23:04:13
Dank seines Trainings als Torres-Duellant, dass höchsten Wert auf Mobilität und darauf legte Angriffen auszuweichen oder sie umzulenken anstatt Kraft mit Kraft zu begegnen war es ein Leichtes für Don Tristan
der riesigen aber ungeschlachten Bestie auszuweichen, zumal Erich und Louis deren Aufmerksamkeit auf sich zogen.[1]
Bei dem blutigen Körper angelangt - eine junge Frau, nur wenig älter als dass Mädchen hinter den Gittern - bemerkte der Castillier beiläufig- fand sein Finger rasch jene Stelle am Hals an der sich der Schlag des Herzens fühlen lies. Da, ein schwaches flatterndes Pochen, sie lebte, so gerade eben.
"Wahrlich ein zähes Volk, diese Eisenländer"
Ohne den tobenden Kampf komplett aus den Augen zu lassen machte sich der junge Arzt daran zumindest die schlimmsten Blutungen zu stoppen und seine Patientin so gut es ging zu stabilisieren.
Dabei arbeitete er konzentriert aber routiniert und schnell.
Beim Anblick der Verletzung am Rücken der Frau trat ein bitterer Zug um seinen Mund.
Hart war der Schlag gewesen und tief die Wunde die er geschlagen hatte; Selbst wenn sie durch die Gnade des Herren leben sollte, ohne Magie oder ein Wunder würde die junge Frau, wer auch immer sie war nie wieder laufen können, da war sich der junge Hidalgo sicher.[2]
 1. 1.Steigerung: Unverletzt am Werwolf vorbei
 2. 2.Steigerung: Stabilisierung der Patientin
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 11.04.2019, 12:30:09
Friedrichs Analyse brachte Louis und Erich dazu, ihre Angriffe sofort auf die Schnauze zu konzentrieren, und tatsächlich schien das Biest sich bei jedem Treffer etwas zurückzuziehen. Nachdem er dies sah und auch erschrocken den furiosen Angriff auf Erich mitansehen musste, stürzte aber auch der Gelehrte sich todesmutig in den Kampf und schaffte es, dem Werwolf zumindest eine kleine Wunde an einer ungeschützten Stelle zuzufügen.[1]

Finnegan hatte inzwischen ebenfalls die junge Frau erreicht, und nachdem er auf den ersten Blick sah, dass dies nicht die Person war, die er verfolgte, machte er sich an der Tür zu schaffen. Es gelang ihm recht schnell, das einfache Schloss zu knacken - etwas mehr Probleme bereitete es ihm, die verbogene Gittertür aufzustemmen. Doch schließlich gelang es ihm, den Spalt so weit zu öffnen, dass er durchschlüpfen konnte, wenn er dies wollte.
 1. Ich handle einfach mal für Friedrich und lasse ihn für 1+1 Schaden angreifen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 14.04.2019, 17:14:33
Langsam, aber sicher, entspann sich in der Höhle ein verzweifelter Kampf, der nur wenig mit dem Glanz adliger Duelle zu tun hatte. Hier ging es um das blanke Überleben, und nur das. Zu spüren bekam das nun der Montaigner, der mit seinen ständigen Beleidigungen und wohl noch mehr mit seiner enervierenden Herumfuchtelei nun endgültig die Aufmerksamkeit der Bestie auf sich gezogen hatte - was die beiden Eisen durchaus mit einer gewissen Bewunderung für den Spinner bemerkten. Schnell jedoch erstarb das Grinsen ob Louis' Wortschwall ihnen auf dem Gesicht, als der Schrecken sich auf diesen stürzte und mit einem Wirbel von Attacken mit Klauen und Bissen eindeckte, so dass dem Montaigner fast die Sinne schwanden.[1]

Spätestens jetzt war allen im Raum die Gefahr bewusst geworden, die der Werwolf darstellte; jetzt war der Moment gekommen, um Louis' aufopfernde Ablenkung zu nutzen!

~~~

Erich (4)
Finnegan (3)
Friedrich (3)
Don Tristan (3)
Louis (1)[2]
 1. Ich nehme alle 8 Steigerungen, dazu einen weiteren Gefahrenpunkt, um den Schaden zu verdoppeln, und Louis bekommt 16 Wunden.
 2. Eine für Schaden auf dich ziehen bereits abgezogen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 14.04.2019, 23:25:38
Für ERICH JANINA GRAUSTEIN:
[Ist übrigens dank Metzger-Haltung 2 früher dran]

Erich spürte die Schmerzen kaum, noch hatte ihn das Adrenalin voll im Griff. Außer einem Keuchen ließ er sich nichts anmerken. Trotzdem machte ihm die Situation Sorgen. Er, der Hauptkämpfer, würde kaum einen weiteren solchen Treffer wegstecken, und die anderen... "Etwas mehr Unterstützung und Einsatz wären hilfreich.", grummelt er verärgert vor sich hin. Er beschloss, sich die Initiative zurückzuholen und wechselte seine Haltung - Der Metzger sollte es nun richten. Mit der offenen Haltung würde ihm die Verteidigung schwerfallen, aber sein Ziel war es, das Monstrum aus dem Tritt zu bringen, und dafür musste er schnell sein. Mit zwei seitlichen Schritten tänzelte er an die Seite des Werwolfs und versuchte schnell genug zu sein, um ihm einen Schlag gegen die Nase oder einen Tritt gegen das Knie zu verpassen, um ihn anschließend weiter zu vertrimmen. "Dranbleiben!", fauchte er in die Runde.

Leider war das verdammte Biest zu schnell für ihn, er konnte nicht rechtzeitig eine gute Gelegenheit zum Abschwächen eines Schlages im Vorraus finden. Und dann riss der Montaigner auch noch alles an sich - so sehr, dass er wahrscheinlich gleich niedergehen würde. "Das kann doch nicht wahr sein!", fluchte Erich innerlich. "Wir werden sehen, wer hier der Meister ist!" Und damit begann er seine Serie von Angriffen, noch während der Werwolf auf Louis eindrosch. Zunächst konzentrierte er seine Schläge in die Bisse und Krallen hinein[1]. Da der Gegner sich schnell darauf einstellte, wechselte er in die Offensive[2], um schließlich all seine Energie hinein zu legen[3].
 1. Aktion auf 6 - 1 Steigerung - Riposte: 3 Wunden weniger an Louis und 3 Wunden am Werwolf
 2. Aktion auf 5 - 1 Steigerung - Hieb: 3 Wunden am Werwolf
 3. Aktion auf 4 - 2 Steigerungen - Ausfall: 5 Wunden am Werwolf
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 15.04.2019, 16:31:42
Gerade als Finnegan sich durch das Gitter zwängte und kurz mit seinem Speer hängen blieb, sah er, wie das  riesige Biest wild auf den Montaigner einschlug, der extra auf sich aufmerksam gemacht hatte, und diesen schwer verletzte.
Duellanten. Können einfach nicht anders, nehm ich an.
"Schnell! Schnappt euch eine der Fackeln und brennt dem Vieh damit eins über die Schnauze. Vielleicht könnt ihr es blenden oder anzünden!", rief er den Kämpfern zu.[1]

Dann war er durch die Barriere geschlüpft und wendete sich der wimmernden Frau zu. Vorsichtig näherte er sich ihr und gab beruhigende Laute von sich. Als er nah genug war, kniete er nieder und nahm sie langsam und vorsichtig in den Arm. Ihren Kopf drehte er dabei auf seine Schulter zu, um ihren Blick vom Kampf abzuwenden.
"Ruhig, Mylady. Die Kämpfer sind da, um euch zu beschützen und zu retten. Es wird alles gut.", redete er sie an. Finnegan begann ein altes Wiegenlied aus Inesmore zu singen, um ihr auch den Kampfeslärm zu ersparen. Es war eine Weise, die gerne des Abends gesungen wurde und die Leute ruhig machte und Kinder zum Schlafen brachte.[2]
 1. 2 Steigerungen für "Teamplayer", Chance für einen der anderen zur freien Verfügung. Auswirkungen sollten vom SL bestimmt werden, aber wenn ich Vorschläge machen darf: vllt. ein, zwei Würfel weniger beim nächsten Mal oder Schaden verringert sich um 1 bei Angriffen.
 2. 1 Steigerung, um sie zu beruhigen und ansprechbar zu machen.
Bleiben 0 Steigerungen und Finnegan ist für die Runde raus.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 19.04.2019, 15:19:10
Sanft legte Don Tristan den Kopf der Verwundeten ab. Ihre Wunden waren soweit gereinigt und verbunden, mehr konnte er momentan nicht für sie tun.
Der Schrei des Montagniers als die Bestie den Musketier mit einer ganzen Serie Prankenhiebe traf machte deutlich, dass der Kampf nicht ganz so zugunsten der Helden lief wie sie gehofft hatten. Zeit für
Verstärkung. Mit einer einzigen fließenden Bewegung erhob sich der Torres-Duellant fuhr herum und zog
den Rapier. Er schlängelte sich an dem getroffen zurücktaumelnden Montaigner vorbei und landete einen
soliden ersten Treffer an der Schulter des Werwolfs der den Treffer aber kaum zu bemerken schien.[1], sich unter dem ungeschlachen Prankenhieb der Bestie hinweckduckend täuschte
Tristan als nächstes einen erneuten Hieb in Richtung Hals an[2], nur um, als das Tier sich drehte um die Schulter zu schützen die Klinge im letzten Moment nach oben zu reißen und mit voller Wucht die ohnehin schon blutige Schnauze des Tieres zu treffen. Nur Glück und ein paar Finger Distanz retteten dem Werwolf sein rechtes Auge.[3]
 1. 1.Steigerung: Hieb 3 Wunden
 2. 2. Steigerung: Finte 2 Wunde
 3. 3.Steigerung: Ausfall 4 +1 Wunde unverhinderbar
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 19.04.2019, 18:18:58
[Louis]
Louis, der einige Momente brauchte, um sich von dem wuchtigen Hieb zu erholen, knirschte einen montaignischen Fluch zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. "Alors... dann also iem Ernst - du 'ast miesch wirkliesch wütend gemacht, mon ami..!" Er warf seinen Umhang samt Hut beiseite, hob den linken Arm für die Balance an und hielt mit der Rechten den Degen in Fechterpose vor sich. "'ier'er, du 'aarige Stinkärr..!! 'ier schtehe iesch und lache über diesch! 'a'a'a! 'örst du miesch?! 'ier: Das an meine Degen ist deine Blut - mon dieu, wie das stienkt..!" brüllte er dem Werwolf entgegen. Dabei begann er vor der Bestie auf und ab zu tänzeln, den Degen stets als stählerne Deckung vor sich positionierend. Seine flinken Füße schienen den Boden kaum zu berühren. Wie Quecksilber fintete er, wich zurück, drohte dem Gegner immer wieder mit der Klinge. Besonders achtete er darauf, nicht nur die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen - und zwar so, dass die anderen die Chance auf Angriffe in den Rücken des Monsters erhalten - sondern auch ständig in Bewegung zu bleiben und so einem weiteren Angriff des Werwolfs ein möglichst schlechtes Ziel zu bieten.

[Friedrich Alfred von Dent]
"Ich bin bei dir! Halt durch!" keuchte Friedrich, als er sah, wie stark sein alter Freund getroffen wurde. Auch der Montaigner musste mehrere Schläge hinnehmen, und wenn er nicht schnell versuchen würde, sich in Sicherheit zu bringen, konnte sein letztes Stündlein geschlagen sein.
Der Gelehrte versuchte das Beste aus seiner miesen Position zu machen und nutzte die Ablenkung, die die beiden anderen Männer schufen aus, um dem riesigen Biest in die Suppe zu spucken. Er griff seine Armbrust fest mit beiden Händen, duckte sich und rammte dem Werwolf die Waffe mitten in die Kniekehle. "Jetzt!" schrie er und hoffte darauf, dass das Monster durch den Hieb einen Moment einknickte und so für einen Angriffspunkt sorgte, den die beiden anderen Kämpfer nutzen konnten. Währenddessen achtete Friedrich auf die Bewegungen ihres Gegners und versuchte zu erahnen, wie dieser angreifen würde. Denn seine Worte waren ernst gemeint. Er stand Erich bei und würde alles daran tun, weitere Verletzungen zu verhindern.

[Louis]
Krachend fiel Louis unter den Schlägen des Werwolfs zu Boden, doch das Biest schlug und Biss immer weiter auf ihn ein. "Mein letztes Stündlein hat geschlagen." ging es dem Montaigner durch den Kopf, als er darüber nachdachte, dass es vielleicht doch etwas zu verwegen gewesen war, die Aufmerksamkeit des Schreckens derart auf sich zu lenken.
Doch plötzlich hörten die Attacken auf, und er hörte ein lautes Heulen, als nun von drei Seiten Angriffe auf den Werwolf einhagelten: Vom Castiller, dem schwer bewaffneten Eisenländer, und selbst von dessen Freund, der dem Biest von hinten seine Armbrust in die Kniekehle rammte.
Einen kurzen Moment schoss Louis der Gedanke an Flucht durch den Kopf, doch irgendetwas hielt ihn davon ab, die anderen Männer im Stich zu lassen. Und so griff er, durch die Rufe Finnegans inspiriert, eine Fackel, die einer von ihnen zuvor fallen gelassen hatte, und rammte sie dem Monster in das Gesicht, darauf hoffend, es womöglich zu blenden.[1]
Gleichzeitig visierte er mit dem Degen eine ungeschützte Stelle an der Seite des Schreckens an, die sich durch die Angriffe der anderen ergeben hatte und stach noch einmal zu.[2]
 1. Ich greife Finnegans Vorschlag auf: Der Werwolf muss nächste Runde eine Steigerung aufbringen, um überhaupt angreifen zu können, da seine Sicht gestört ist.
 2. Ist zwar nicht ganz regelgerecht, aber ich lasse Louis hier 2 Schaden mit dem Angriff machen, um Friedrichs Ablenkung nicht ungenutzt zu lassen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 19.04.2019, 18:47:46
Bereits durch die Angriffe Erichs und Don Tristans kam das Monster erheblich ins Schwanken - und Louis' Stich in die Niere sorgte nun endgültig dafür, dass die Kräfte des Werwolfs an ihr Ende kamen und die Bestie mit einem lauten Krachen auf dem Boden aufprallte und leblos liegen blieb. Louis hatte sich gerade noch mit einem beherzten Sprung zur Seite davor retten können, unter dem Biest begraben zu werden, und sank nun langsam, gezeichnet von seinen Verwundungen, zu Boden.

Finnegan hatte es in der Zwischenzeit geschafft, das Mädchen zu beruhigen, und sogar erste Worte aus ihr herauszubringen: Tatsächlich war sie die gesuchte Jeanne, und stammelte etwas von dem Mann, der sie halb entführt hatte, halb war sie ihm aus Abenteuerlust gefolgt. Doch hier angekommen, hatte er sie eingeschlossen und war gegangen, und irgendwann war schließlich der Schrecken aufgetaucht. Wieder und wieder hatte es sich gegen das Gitter geworfen, und Jeanne war sich sicher gewesen, hier zu sterben - doch dann waren Finnegan und die anderen aufgetaucht, um sie zu retten!
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 20.04.2019, 04:50:06
"Gut gemacht!" rief Friedrich, als das Biest durch die vielen Angriffe ins Schwanken kam und schließlich auf den Boden krachte und liegen blieb. Zur Sicherheit lud er seine Armbrust nach und schoss dem Werwolf einen Bolzen in den Kopf. Man konnte bei solchen Monstern nie sicher genug sein und da sowieso keine Rettung mehr möglich war, gab es dadurch auch nichts verloren. Er hatte in diesem Kampf nicht sehr viel helfen können und fühlte sich schlecht deswegen. Louis und Erich hatten schwere Wunden davontragen müssen. Doch vielleicht konnte er jetzt etwas mehr helfen. Nachdem er seinen Rucksack auf den Boden gelegt hatte, durchwühlte er diesen nach einigen Utensilien. Verbandzeug und Kräuter. Er war kein Heiler oder Arzt aber als ein Mann des Wissens und Kreuzritter, besaß er zumindest Grundkenntnisse in Erster Hilfe.
"Lasst mich eure Verletzungen grundlegend versorgen." bat er die beiden Kämpfer. Er nahm eine kleine Flasche mit hochprozentigen Alkohol und begann damit die tiefsten Wunden zu desinfizieren. "Wir dürfen keine Risiken eingehen. Ein solches Monster in dieser Umgebung... das schreit nach Infektionen." Während er dabei war, zumindest ein bisschen die Wunden zu versorgen, sah er sich nach dem Rest der Gruppe um. Finnegan hatte sich anscheinend um die Frau gekümmert, denn sie war wach und so weit bei Bewusstsein, dass sie sprechen konnte. Gut, es schien als wäre diese Monsterjagd im Großen und Ganzen ein Erfolg gewesen. Der Werwolf war erlegt und die holde Maid gerettet. Nun ging es nur noch darum, die Verletzten zu versorgen und in einem Stück zurückzukehren. Noch war ihre Aufgabe nicht beendet.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 20.04.2019, 21:25:38
Mit letzter Kraft hatte der Montaigner seinen Degen aus der tiefen Wunde in der Seite des Werwolf gezogen und war beiseite gewankt. Dann sank er zuerst auf ein Knie, ehe ihn die Kräfte verließen und er mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Seite kippte. Einige blutige Tropfen auf sein blütenweißes Hemd hustend krümmte er sich zusammen - vielleicht waren Rippen gebrochen. Es wäre kein Wunder angesichts der monströsen Gewalt, mit welcher das Monster auf ihn eingeprügelt hatte. "Iest der Bastard endliesch erlediegt..?" erkundigte er sich röchelnd. Dann besah er sich mit tränenden Augen sein Hemd und fluchte: "Merde! Die Biest 'at miesch übel zugerieschtet... so kann iesch miesch nirgends blicken lassen! Und wo kriege iesch 'ier eine neue 'emd 'er?!" Denn Stil war nun einmal für einen Musketier unerlässlich! Trotzdem er sich dabei auf die Lippen biss, versuchte er sich also aufzurichten. Vor der Geretteten am Boden liegend - welch unwürdige Haltung für den Triumph der Retter..!
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 21.04.2019, 22:12:08
Für ERICH JANINA GRAUSTEIN:

Trotz des ersten Eindrucks hatte der Sieg über das Monster einen faden Beigeschmack für Erich, so, wie der Montaigner zugerichtet war. Es reichte aber nicht soweit, dass er ihm aufhalf oder Lob sprach. Friedrichs Hilfe wies er erstmal ab und zeigte auf den schwerer Verwundeten: "Ihn zuerst." Dann griff er mit einer Hand den Kopf des Werwolfs und legte ihn zurecht, während die andere an seinem Bihänder blieb. "Achtung!", warnte er kurz vor, trat zurück und schwang die Klinge mit großer Kraft. Sie sauste nieder und trennte den Kopf des Monstrums vom Rumpf. Dann sah er sich um und hockte sich ab, als er sah, dass soweit alle versorgt waren. Mit dem Wasserschlauch und einem Tuch reinigte er sein Schwert und wartete, bis der Kopf soweit ausgeblutet war, dass man ihn transportieren konnte. Wenn jemand jetzt seine Wunden versorgen wollte, ließ er es zu.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 22.04.2019, 04:46:57
Finnegan war froh, daß sich die Frau beruhigte und ihm schon erste Fragen, wenn auch stockend, beantworten konnte. Auch das die Bestie so schnell erledigt worden war, erleichterte ihn. Weniger erfreulich waren die schweren Wunden die zwei seiner Begleiter davon getragen hatten. Seine eigene war dagegen nur ein Kratzer, wie er nach einem kurzen Blick feststellte.
Während er die Frau in seinen Armen weiter tröstete und ihren Antworten lauschte, schaute er sich weiter aus seiner hockenden Position in dem gut eingerichteten Bereich um, der durch das Gitter vom schäbigen Stallteil der Höhle abgetrennt war.
Innerlich fluchte er, als die gefundene Jeanne erzählte, daß sein Ziel, der gemeine Dieb und Schurke, nicht mehr vor Ort war. Aber vielleicht hatte er das Kleinod ebenso wie das Mädchen ja auch hier gelassen. Er erhob sich mit der Montaignerin und machte sich daran aktiver zu suchen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 22.04.2019, 09:08:34
Es schien fast so wie als ob Erich erst jetzt die Frau und die andere Person wirklich wahr nahm, denn er hatte sich die ganze Zeit voll und ganz auf den Kampf konzentriert. Er schaute sich etwas fragend um und zeigte dann auf die beiden unbekannten "Wer sind eigentlich die zwei da? Geht es den beiden gut? Sind sie noch am Leben?", die letzte Frage galt dabei vor allem der Person die reglos am Boden lag.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 22.04.2019, 14:23:51
Finnegan musste nicht lange suchen, bevor er etwas Interessantes fand. Ein kleines Büchlein auf dem Sekretär zog die Aufmerksamkeit des Inen auf sich, und als er es öffnete, bot sich ihm der Anblick eines in akkurater Handschrift beschriebenen Tagebuches, auch wenn Datumsangaben fehlten. Eifrig blätterte Finnegan die Seiten durch und überflog die Einträge - an machen Stellen blieb sein Blick dabei länger hängen.

"Habe mich jetzt wieder soweit erholt, dass ich eine Feder halten kann. Ich weiß immer noch nicht, was für ein Monster das war, das mich beinahe auf dem Gewissen gehabt hätte, aber die Wunden heilen in einem sagenhaften Tempo. Klaus sieht Gespenster: Er ist immer noch der Meinung, das Biest hätte mich getötet. Der Idiot kann wohl nicht einmal ein schlagendes Herz von einem nicht schlagenden unterscheiden. Ich fühle mich auf jeden Fall großartig!"

(...)

"Klaus ist tot! Gestern abend haben wir noch die Beute aus dem letzten Diebeszug aufgeteilt, und heute morgen finde ich seine zerstückelte Leiche in unserem Unterschlupf. Es muss grauenhaft gewesen sein, irgendein riesiger Bär oder so etwas hat ihn beinahe in Stücke gerissen. Dass ich nicht auch draufgegangen bin, muss ein Wunder gewesen sein. Ich muss schlafgewandelt sein: Heute morgen bin ich nackt irgendwo im Sumpf aufgewacht und habe keine Ahnung, wie ich dahin gekommen bin."

(...)

"Ich glaube, ich bin ein Werwolf! Ich habe Nachforschungen angestellt, und das ist die einzige Erklärung für das, was in den vergangenen Vollmonden passiert ist.

DAS IST GROßARTIG!

Klaus wäre sicher anderer Meinung, aber etwas besseres hätte mir nicht passieren können! Wenn ich die Aufzeichnungen in der Bibliothek richtig verstanden habe, bin ich praktisch unsterblich. Das Problem ist nur, dass ich das Biest nicht kontrollieren kann. Und nicht ein- und ausschalten, wenn ich es brauche. Was hätte ich für Möglichkeiten ..."

(...)

Vielleicht finde ich die Antworten in Inismore. Es MUSS einen Weg geben, das Biest kontrolliert herauszulassen! Die Spielchen sind ja ganz lustig, zuletzt habe ich mich ganz in der Nähe von einem Dorf schlafen gelegt, als es soweit war. Die Bewohner müssen einen Heidenschrecken bekommen haben! Aber was bringt es mir, wenn ich nichts davon mitbekomme. Das Biest ist nicht einmal so clever, ein paar Raubstücke mitzubringen.

(...)

Meine Reise war ein voller Erfolg. Nicht nur kann ich das Biest jetzt zumindest nachts herausholen, wann immer ich will. Nein, ich habe auch gute Beute gemacht. Die Bewohner hier sind noch viel leichtgläubiger als zuhause - lassen ihre wertvollsten Stücke unbewacht, wenn sie einem Fremden Gastfreundschaft gewähren. Aber alles Gute hat ein Ende: Morgen werde ich ein Schiff zurück in die Eisenlande nehmen.

(...)

Habe mir ein neues Spiel ausgedacht: Ich entführe eine Jungfrau, sperre sie ein, kehre zurück als das Biest, und wenn sie vor Angst zusammengebrochen ist, verschwinde ich und komme zu ihr zurück. Sie geben sich mir IMMER hin, sie sind so berechenbar! Und es macht einfach mehr Spaß, als sie mit Gewalt zu nehmen.

(...)

Die Beute aus Inismore konnte ich in Naumburg zu Geld machen. Ich gehe jetzt noch einmal in den Sumpf zurück und breche meine Zelte dann dort ab. Mit meiner Macht steht mir jetzt die Welt offen, ich muss nur noch zugreifen!

Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 24.04.2019, 11:59:24
"IIIIIAAARGH!", wie um Erichs Frage zu beantworten wachte das frischversorgte Bündel blutiger Lederkleidung, Fellkleidung und rotem Stoff mit einem gellendem Schmerzensschrei auf. Mit zitterndem Arm tastet die Frau nach ihrem Rücken und ihrem geschienten Bein. "Gospodi, moj Boze! Taaaip skaudaaa! gde...pustoy...bez chuvstva!"[1], flüsterte sie jammernd und unter Tränen, ein Gemisch aus Ussurisch und Sarmatisch, kaum verständlich für die, die nahe stehen.

Sie ignorierte Beruhigungsversuche und schien die anderen nicht wahrzunehmen. Stattdessen schloss sie die Augen und verfiel in ein leises, aber inbrünstiges Gebet auf Ussurisch mit östlichem Akzent: "Matuschka, khozyayka l'da i zemli - uslysh' svoyu doch' vernut' yey sily ona uvazhala tvoi zapovedi i budet prodolzhat' delat', kak vam skazali."[2] Dann packte sie, was von ihrem Kragen und ihrer Kapuze übrig war, und biss hinein. Ihr Zittern ging in ein Zucken und schließlich in Krämpfe über, die nach und nach ihren ganzen Körper - einschließlich der Beine - erfassten. Offensichtlich verstärkten sich ihre Schmerzen und sie unterdrückte ihre Schreie durch festeres Verbeißen ins Leder. Ihre Augen tränten, die frischangelegten Schienen und Verbände bewegten sich sichtlich und verrutschten.
 1. 
Für Friedrich und Don Tristan (Anzeigen)
 2. 
Für Friedrich und Don Tristan (Anzeigen)
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 24.04.2019, 14:14:22
Das Stechen in seinem Brustkorb ignorierend stemmte sich der Montaigner mühsam in die Höhe. Versuche, ihn zu verarzten, würde er zwar zunächst abwehren, sich aber schließlich mit verkniffenem Mund und Schweiß auf der Stirn fügen. Seine Schmerzen mussten beachtlich sein, dem bleichen Gesicht nach, doch verlor er kein weiteres Wort darüber. Lediglich das Ablegen seines Hemds begleitete er mit einigen Entschuldigungen in seiner Muttersprache, die wohl vor allem an die jungen Damen gerichtet waren, gleich ob sie sie hörten und verstanden oder nicht. Es war ihm sichtlich unangenehm, weiblichen Wesen seinen entblößten Oberkörper - schmal, sehnig und überraschend durchtrainiert, wenngleich mit einer glatten, wohlgepflegten Haut - zu zeigen. Um seine Verlegenheit zu überspielen, zog er ein kostbares Taschentuch hervor und tupfte sich das Blut von Lippen und Bart.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 24.04.2019, 15:53:41
Erich erschrak im ersten Moment als das junge Mädchen plötzlich aufschrie, denn er dachte sie wäre zumindest Bewusstlos gewesen. Nachdem er jedoch bemerkte das es der Frau wohl scheinbar überhaupt nicht gut ging und das sie vermutlich große Schmerzen hatte blickte er zu Friedrich hinüber "Kannst du dem armen Ding helfen? Sie hat bestimmt große Schmerzen".

Danach schaute er die anderen an und fragte in die Runde "Versteht jemand was Sie sagt?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 25.04.2019, 23:37:27
Don Tristan hatte eben die blutige Klinge seines Rapiers am zottigen Fell des Ungetüms saubergewischt als das
"Bündel" zu seiner Überraschung zum Leben erwachte. Der junge Arzt war sich sicher gewesen, dass es noch eine geraume Zeit dauern würde, ehe seine Patientin wieder zu Sinnen kam.
Überraschung wich Besorgnis als sich die junge Frau unsanft bewegte und promt vor Schmerzen schrie.
Als ehr sie erreichte registrierte sein Gehirn eher beiläufig, dass sie Usurisch sprach. Nicht gerade seine
stärkste Sprache, aber doch genug um in etwa zu verstehen was sie sagte. Nicht, dass nicht jeder einigermaßen einfühlsame Mensch auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse erahnen konnte was sie sagte.
Der Krampfanfall erschreckte Tristan noch mehr. Soweit er wusste lösten Rückenverletzungen solche Anfälle nicht aus. Hatte er bei seiner hastigen Untersuchung etwa eine Kopfverletzung übersehen? Nein, er war sich sicher, dass da nichts gewesen war.
Mit einem unsanften "Macht Platz da! drängelte er sich an Erich vorbei und ging bei der Ussurerin in die Knie. Der Anfall war heftig, aber der Biss in das Leder der Kapuze lies vermuten, dass die Frau gewusst hatte was kommen würde. Litt sie etwa unter der Fallsucht, oder hatte sie selbst medizinische Kenntnisse? 
In jedem Fall blieb erst mal nichts übrig, als das Ende des Anfalls abzuwarten. Die Verbände würde er dann ohnehin neu anlegen müssen.
"Ussurisch. beantwortete Tristan knapp Erichs Frage "Irgentwas von Deus und von ihrer Mutter. Ich glaube nicht dass sie klar spricht."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 29.04.2019, 15:59:52
Mit einem Nicken wandte sich Friedrich von seinem Freund ab und begann damit, den anderen Schwerverletzten notdürftig zu verarzten. Dieser wehrte sich zwar zuerst aber da es offensichtlich war, dass er in seiner Verfassung unbehandelt nicht weit kommen würde, ließ er die Prozedur doch über sich ergehen. Seine Verletzungen mussten schmerzhaft sein. Dennoch verhielt er sich erstaunlich ruhig. So konnte Friedrich seiner Arbeit ganz in Ruhe nachgehen, bis sich die entführte und bisher bewusstlose Frau regte und etwas in ihrer Mutterspruche flüsterte. Mit einem "Verzeiht." entschuldigte er sich bei Louis - auch wenn das wahrscheinlich unnötig war - unterbrach die Behandlung und wandte sich dann ab.
Don Tristan war bereits zu der sich nun zuckenden und zitternden Frau hingeeilt und wachte über sie. Friedrichs Wissensschatz war hier bereits ausgeschöpft. Er vertraute also einfach darauf, dass es das Beste war, nichts zu tun und nur zu beobachten. So hatte er ohnehin mehr Zeit, sich auf die Worte zu konzentrieren, die sie sprach. "Ja." bestätigte er, als Tristan sagte, dass die Frau Ussurisch sprach. Mit ihren Worten konnte aber auch er nicht viel anfangen. Doch dann meinte er, zu erkennen, was hier geschah. "Sie betet." Bei den Schmerzen, die sie anscheinend verspürte, keine überraschende Reaktion. "Ihr seid sicher. Das Monster ist erlegt. Könnt ihr mich verstehen?" fragte er sie, nach einer Weile. Ein weiteres Mal wiederholte er seine Worte auf Ussurisch, was zwar ziemlich eingerostet, weil selten benutzt aber dennoch verständlich sein sollte.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 29.04.2019, 20:35:03
Mit noch immer reichlich verkniffenem Gesicht winkte der Montaigner bei Friedrichs Entschuldigung ab: "De rien. La demoiselle geht selbstverständliesch vor." Mit einem gequälten Keuchen bewegte er seinen rechten Arm langsam kreisend - die Rechte war seine Hand zum Fechten! Sein Aufseufzen klang erleichtert, als er feststellte, dass der Schmerz im Brustkorb davon nicht schlimmer wurde. "Wurde sie ebenfalls von die Schurke entführt?" erkundigte er sich danach mit einem Blick auf die Fremde, ehe dieser zu dem toten Monstrum weiterwanderte. Kopfschüttelnd besah er sich das Wesen noch einmal, dem sie mit einer guten Portion Glück und vereinten Kräften gerade so hatten Herr werden können.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 29.04.2019, 23:29:52
Das ussurische Wort "Matruschka", Mütterchen weckte eine halbvergessene Erinnerung in Don Tristan. Während seiner Studien hat er davon gelesen, dass es in Ussuria Menschen geben soll, die ein Sorte Magie beherschen, die es ihnen erlaubt sich schneller von Wunden zu erhohlen als gewöhnliche Menschen, ja sogar von schweren Wunden, die einen normalen Menschen verkrüppeln oder sogar töten würden.
Das war dem jungen Hidalgo damals unwahrscheinlich erschienen. Andererseits: Wenn die Sorte Strege in Vodace Kraft ihrer Magie die Zukunft vorhersagen konnten war es nicht ausgeschlossen, das an Ragnarsons Bericht etwas drann war. Ragnarson hatte berichtet, dass die Ussurer glaubten ihre Magie von einer Wesenheit die sie als Matruschka oder Mütterchen bezeichneten erhalten zu haben. Der Vendeler hatte dass als Aberglaube abgetan. Aber was so eben vor Tristans Augen geschehen war machte deutlich, dass zumindest der Teil über die wundersame Heilung war war. Denn selbst wenn sie einen Anfall der Fallsucht gehabt hätte, mit der Rückenverletzung hätten ihre Beine nicht betroffen sein dürfen. Der junge Arzt zermarterte sich das Hirn. Wie hatte Ragnarson diese ussurischen Begabten genannt?
Dar Matruschka. Das wars. Aber ehe er damit herausplatze viel Tristan wieder die Einstellung der meisten Eisenländer zu Magie insbesondere fremder Magie ein. "Besser sie entscheidet selbst, was sie preisgeben will. entschied er.
"Wohl eher von dem Werwolf." antwortete er auf Louis Frage. "warscheinlich war es ihr Haus, das ich verwüstet vorfand und die Spur ihres Blutes, der wir bis hierher gefolgt sind. Auf jedenfall kann sie sich sehr glücklich schätzen und Deus danken, dass sie noch am Leben ist."
Dabei hielt er sich bereit der Ussurerin aufzuhelfen. Wenn er richtig lag, würde sie dazu in der Lage sein, wenn ihre Magie ihr Werk getan hatte und die Krämpfe nachliesen. Nebenbei registrierte er, dass die Wunden des montangier Gecken nicht lebensbedrohlich waren. "Das kann warten."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 30.04.2019, 23:52:23
Lange hielt der heftige Anfall der jungen Frau nicht an. Zum Schluss zog sie sich einmal in Embrionalhaltung zusammen, dann entspannte sie ihren Kiefer und seufzte erleichtert. Sie bejahte Friedrichs Frage mit einem Nicken, öffnete die Augen und streckte sich, wobei ihr Körper Bewegungen machte, als wäre er völlig unverletzt und trainiert. Sie hob ihren Kopf und blickte mit ihren schmalen Augen und einem nachdenklichen Gesichtsausdruck umher. Auf dem abgetrennten Kopf des Monstrums und dem schwerverletzten reichen Louis blieben ihre Blicke länger hängen mit nur leichter Abscheu beziehungsweise Eindruck und Mitleid. 

Als Don Tristan ihr seine Hilfe beim Aufstehen anbot, lächelte sie dankbar und nahm an. Mitten in der Bewegung brach sie aber ab und entzog sich seinem Griff. Stattdessen kniete sie sich hin und versuchte, die verbliebenen Reste ihrer Kleidung und die Verbände anzuordnen und festzuhalten. Ziel war offensichtlich, die Unschicklichkeit ihres Aussehens zu vermindern. Mit kurzen Bewegungen nutzte sie ein wenig Sand, um Dreck, Tränen und Blut wegzuwischen, als wäre es nicht ihr eigenes. Allgemeinverständlich, wenn auch mit hörbarem östlichen Akzent, begann sie zu sprechen: "Danke! Bitte, was ist geschehen?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 01.05.2019, 11:28:44
"Wenn ich das richtig sehe wurdest du das Opfer von einem schrecklichen Monster. Zum Glück sind wir wohl gerade noch rechtzeitig gekommen, und konnten das Vieh erledigen", meint Erich zu der fremden jungen Frau und stupst dabei mit dem Fuß leicht gegen den abgetrennten Kopf des Werwolf.

"Ich bin übrigens Erich Janina Graustein", sagte Erich dann noch freundlich und streckte seine Hand zum Gruß aus und stellte dann ebenfalls kurz seine Begleiter vor.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 01.05.2019, 11:42:48
Finnegan brauchte einige Minuten,  um das Tagebuch durchzublättern, während er immer noch Jeanne tröstend und schützend im Arm hielt.
Dann wurden seine Studien unterbrochen, als plötzlich ein Schrei ertönte. Merklich zuckte die Dame an seiner Seite zusammen, aber als klar war, daß keine weitere Gefahr drohte, wurde sie wieder ruhiger. Finnegan schaute zu der anderen Frau hinüber. Er war zwar kein Arzt, aber die schweren Wunden hatte er  dennoch erkannt.
Als sie jetzt nach diesem Anfall und nach so kurzer Zeit ihre Verletzungen einfach abzuschütteln schien, blätterte er noch mal kurz im Tagebuch.
" ...gehabt hätte, aber die Wunden heilen in einem sagenhaften Tempo. Klaus sieht Gespenster: Er ist immer noch der Meinung, das Biest hätte mich getötet. Der Idiot kann wohl nicht einmal ein schlagendes Herz von einem nicht schlagenden unterscheiden. Ich fühle mich auf jeden Fall großartig!"
Finnegan seufzte. Könnte es sein, daß sie jetzt ein neues Monster vor sich hatten, das aber noch gar nichts von seinem Fluch wußte? Wie solllte er jetzt damit umgehen?
Er beschloß, erst einmal abzuwarten und darüber nachzudenken. Zunächst einmal war wichtig, daß die Eisenländer nicht auf ähnliche Gedanken kamen und vorschnell handelten. Also steckte er das Tagebuch weg. Wem er es zeigen würde, mußte die Zeit zeigen, denn noch war er mit keinem der Männer vertraut genug, um ihnen uneingeschränkte Zusammenarbeit zuzugestehen.
Er schaute sich noch einmal in dem abgetrennten Bereich nach weiteren interessanten oder kostbaren Sachen um, bevor er sich dann daran machte, Jeanne und sich durch das Gitter zu den anderen zu begeben.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 01.05.2019, 23:00:36
"Gern geschehen. Don Tristan de Simon de la Verde" stellte sich auch der Hidalgo vor, nur kurz den Kopf neigend. Der offenbare Stand der Dame verlangte nicht nach mehr.
 "Wir hofften eigentlich, dass ihr uns das sagen könntet." fuhr er fort während er mit flinken Fingern die Schließe seines Umhangs löste und der noch immer zitternden Frau das vendelische Kleidungsstück umlegte.
"hätte Dir von selbst einfallen sollen, Tölpel!".
"Ich bin Arzt. Und wenn ihr erlaubt, werde ich eure  Verbände in Ordnung bringen." ergänzte er.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 03.05.2019, 17:54:14
Die kniende Frau nickte zu Erichs Worten und neigte den Kopf: "Vielen Dank, ich stehe tief in euer aller Schuld. Ich hoffe, ich kann euch dies vergelten." Sie sah sich unauffällig um, ob außer ihrer zerstörten Kleidung noch andere Teile ihrer Ausrüstung zu finden waren. Dann bemerkte sie Erichs Hand, wendete sich ihm zu und zögerte. Schließlich griff sie auf umständliche Weise den geliehenen Mantel um, um keine Blöße zu geben, und streckte dem Krieger ihre nun frei gewordene Hand entgegen. Mit einem wenig bemerkenswerten Händedruck stellte sie sich vor: "Jelena Sejm Petrasowna." Dafür konnte man an der kräftigen Haut spüren, dass ihr harte Arbeit nicht fremd war.

Auch Don Tristan nickte sie bei seiner Vorstellung zu. Sein Angebot als Arzt erntete einen nachdenklichen Blick. Dann schien sie sich entschieden zu haben und antwortete: "Ja, wenn ihr es für nötig haltet." Dabei griff sie erneut um und hielt den Mantel so vor sich, dass nur noch ihr Kopf zu sehen war für den Rest der Gruppe. Sie ging wohl davon aus, dass der Arzt an einer sitzenden Patientin arbeiten konnte und nicht viel zu tun hatte. Danach erzählte sie, wonach der Hidalgo gefragt hatte: "Ich bin auf der Durchreise und suche ein lange verschollenes Familienmitglied. Ich wollte eine abseits lebende Person treffen, doch die Hütte war überfallen worden. Während ich mich drinnen umsah, kam der Hundemensch zurück und vereitelte meine Flucht. Mehr weiß ich leider nicht." Sie trug alles kurz, knapp präzise und ohne große Emotion vor.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 04.05.2019, 15:01:25
Nachdenklich rieb sich Louis bei der Erzählung Jelenas das Kinn und zwirbelte seinen Schnurrbart. Der Montaigner hatte seinen Hut aufgehoben, vom Staub befreit und wieder aufgesetzt. Er trat zu der Gruppe und musterte die Frau nun, da er selbst wieder einigermaßen beisammen war, eingehender. Als man zur Vorstellung kam, zog der Musketier den Hut, schwenkte ihn in einer eleganten Geste und meinte: "Es iest mir 'öchst angenehm, Eure Bekanntschaft zu machen, Mademoiselle! Eure Liebreiz betört miesch ungemein, und iesch 'offe, dass Ihr von nun an verschont bleibt von Ungemach, wie es Eusch... ah, merde!!!" Mit einigen weiteren kräftigen Flächen in seiner Muttersprache unterbrach er sich, als ihm beim Verbeugen vor der Dame ein stechender Schmerz durch die Seite schoss. Mit leicht verkniffenem Gesicht lächelte er ihr zu und meinte: "Iesch muss um Verzeihung für meine schleschte Manieren bitten, Mademoiselle. Diese nette Tierschen da 'inten 'at uns ein wenig, wie sagt man? Auf Galopp ge'alten." Er wies auf den toten Gegner.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 05.05.2019, 13:07:42
"Nun, ich Glaube wir sind alle sehr erschöpft und können ein warmes Bett gebrauchen. Der ein oder andere vielleicht sogar nochmal ein Besuch bei einem Arzt. Wenn Ihr also wollt, dann wüsste ich genau wo wir dies bekommen. Und vielleicht springt sogar noch ein gutes Bier und ein warmes Essen dabei raus.", meinte Erich und schaute in die Runde "Wir sind nicht weit von der Naumburg. Dort kenne ich einige Leute die uns bestimmt Obdach gewähren und es ein paar Tage mit uns aushalten. Oder hat hier in der Runde jemand eine bessere Idee?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 07.05.2019, 18:49:03
Es war schon ein seltsamer Anblick, wie die junge Frau da herumzuckte und sich dann zusammenzog. Noch seltsamer war allerdings, dass sie kurz darauf wieder vollkommen genesen schien. Zugegeben etwas verwirrt und generell in keiner perfekten Verfassung aber dafür, dass sie noch vor kurzem leblos auf dem Boden gelegen hatte, war das schon erstaunlich. Friedrich zog seine Augenbrauen kritisch zusammen, als er die Frau betrachtete. Ob da alles wirklich mit rechten Dingen vor sich gegangen war? Er wischte den Gedanken vorerst zur Seite. Das wichtigste war nun, dass sie anscheinend überlebt hatte und gut zurecht war.
Erich erklärte kurz, was passiert war und stellte die Gruppe vor. Friedrich verbeugte sich bei seiner Vorstellung, wandte sich dann aber aus Respekt ab, damit Don Tristan die Verbände wieder in Ordnung bringen konnte. Das hieß allerdings nicht, dass er nicht neugierig zuhörte. Die Frau stellte sich als Jelena Sejm Petrasowna vor, was neben der Sprache, die sie gemurmelt hatte, nun ein eindeutiger Beweis für ihre Herkunft war. Was sie hier in den Eisenlanden tat, erklärte sie dann auch direkt. Nur auf der Durchreise, auf der Suche nach einem Familienmitglied. Schien so, als hätte sie einfach Pech gehabt, auf den Werwolf getroffen zu sein. Gut, dass sie zur Stelle gewesen waren, um sie zu retten, denn das hätte auch ganz anders ausgehen können.
Bei Erichs Worten nickte Friedrich zufrieden. "Das ist eine gute Idee." bestätigte er. "Naumburg scheint mir ein passender Ort zu sein und ist ohnehin mein nächstes Ziel." Er drehte sich wieder um und fuhr mit einem ernsten Gesichtsausdruck fort. "Ich möchte gerne einen alten Bekannten besuchen. Einen Gelehrten wie mich, der sich niedergelassen hat auf seine alten Tage." Er strich sich langsam über seinen Bart. "Dieser Werwolf beunruhigt mich, wenn ich ehrlich bin. Es ist sehr ungewöhnlich, dass er die Fähigkeit besaß, bewusst seine Gestalt zu ändern und das auch noch in Nächten, in denen nicht der Vollmond am Himmel steht. Von so etwas habe ich noch nie gehört. Das bedeutet nichts Gutes und ich muss dem nachgehen. Mein Bekannter weiß vielleicht mehr." 
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 08.05.2019, 11:47:07
Nachdem Finnegan sich durch das Gitter gezwängt und auch Jeanne dabei geholfen hatte, stellte er sich den Frauen ebenfalls vor.
"Mein Name ist O´Dougal von den Glenshire O´Dougals. Trotz der widrigen Umstände bin ich erfreut eure Bekanntschaft zu machen. Wenn die werte Dame Petrasowna es annimmt, biete ich ihr an, etwas Ersatzkleidung  aus meinem Gepäck zu holen,damit sie sich etwas anziehen kann."
Fragend und aufmunternd lächelnd schaute er die Angesprochene an.
"Naumburg klingt als Ziel gut, aber Herr de Fromage Puant und ich haben noch dieses liebliche Geschöpf in ihrem Dorf abzuliefern. Wir werden uns also wohl erst einmal in eine andere Richtung aufmachen.
Außerdem ist es schon spät und einige sind noch verletzt. Ich meine, es wäre besser, die Nacht lieber hier in der Höhle zu verbringen, als im Dunkel durch den Sumpf zu ziehen. Vielleicht könnten wir es uns hinter dem Gitter etwas bequem machen und die Pferde im vorderen Teil unterbringen, so sie die Höhle  trotz des Geruchs betreten.
Wachen sollten wir dennoch aufstellen, denke  ich."

Noch immer hielt er Jeanne im Arm, die noch gar nicht glauben konnte, daß sie gerettet war. Ihr Blick ging immer wieder zu dem enthaupteten Monster.
"Und den Kadaver sollten wir natürlich auch vorher entfernen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 08.05.2019, 17:33:03
Louis Begrüßung wurde mit einem freundlichen "Ebenfalls, danke." samt Nicken beantwortet und seine Entschuldigung mit "Verständlich." angenommen. Zu Erichs Vorschlag nickte sie und teilte mit: "Naumburg passt." Nach Friedrichs Worten bekräftigte sie noch einmal: "Ich möchte helfen, um für eure Tat zu danken."

Schließlich fanden ihre Augen, was sie suchte: Verstreut um den blutdurchtränkten Platz, an dem sie gelegen hatte, lag die umfangreiche Ausrüstung eines Wildniskundigen herum. Da fanden sich ein Bogen und Pfeile, einen schlanken Speer samt Knebel, ein Rucksack und Umhängetaschen voller Krims und Krams. Interessierte konnten auch Aufzeichnungen und grobe, laienhaft skizzierte Karten entdecken. Bei aller Gleichmut und Ruhe, die sie ausstrahlte, konnte man ihre Erleichterung erahnen. Doch verließ sie ihre Position und Haltung nicht, bevor der Hidalgo nicht Gelegenheit hatte, noch einmal ihren Zustand zu prüfen.

Finnegans Vorstellung nahm sie freundlich an, seine Ankündigung für die Trennung der Gruppe überraschte sie: "Wenn sie sich trennen, werde ich meinen Dank schwer allen zukommen lassen können.", grübelte sie. Das Angebot seiner Kleidung lehnte sie höflich mit Hinweis auf ihr eigenes Reisegepäck ab. Schließlich bot sie noch an: "Falls wir bleiben, organisiere ich die Mahlzeit." Sie ging nach Don Tristans Worten davon aus, dass ihre aktuelle Position nicht weit von der Hütte der Kräuterkundlerin läge und dem Sumpf könnte sie ohne Probleme genug zu Essen und Trinken für die anwesenden Herrschaften abtrotzen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 09.05.2019, 12:36:16
In Anbetracht der Tatsache, dass der Weg durch den Sumpf bereits in der Dämmerung tückisch war und es doch mehrere Stunden bis zur nächsten bewohnten Siedlung dauern würde, einigte sich die zusammengewürfelte Gruppe darauf, die Nacht hier in der Höhle zu verbringen und nicht in der Dunkelheit draußen herumzustolpern. Inzwischen waren dichte Wolken aufgezogen, so dass auch der Vollmond die Nacht nur wenig erhellen konnte.

Zunächst jedoch galt es, die Höhle einigermaßen behaglich zu machen: Eine Gruppe kümmerte sich um die Beseitigung des Kadavers, eine um das Sammeln von Feuerholz, und Jelena ließ ihrem Versprechen Taten folgen und es gelang ihr, neben einigem wilden Wurzelgemüse sogar ein paar Vögel zu erlegen, die sich nach dem Ableben des Werwolfs wieder in die Nähe der Höhle getraut hatten. So saßen nach einiger Zeit alle um ein fröhlich prasselndes Feuer herum, das nach und nach die Klammheit aus ihren Gliedmaßen vertrieb und auch die Stimmung aufhellte, so dass der eine oder andere von seiner Reise und anderen Dingen zu erzählen begann.[1]

Selbst Jeanne, die bislang fast kein Wort gesagt hatte und sich die meiste Zeit in eine Ecke gedrückt hatte, saß nun bei den anderen und taute ein wenig auf, auch wenn sie nur wenig sagte. Denen, die für solche Dinge empfänglich waren, schien es jedoch, als laste irgendetwas auf der Seele des Mädchens. Schließlich fasste sie sich ein Herz und flüsterte Louis, dem sie womöglich als ihrem Landsmann eher vertraute als den anderen, etwas ins Ohr.[2]
 1. Ihr könnt das gerne aufgreifen und euch ein wenig näher miteinander bekanntmachen, sofern ihr das wollt.
 2. Du bekommst dazu gleich eine PN.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 11.05.2019, 20:18:41
Louis war nicht sonderlich böse darüber, dass man nicht sofort wieder aufbrach. Der Montaigner setzte dem Entschluss zum Übernachten keinen nennenswerten Widerstand entgegen, obwohl es ihm weder im Sumpf noch hier in der Höhle behagte. Ein wenig missmutig hinkte er zur Seite, um nicht im Wege zu stehen, und sah den unverletzt Gebliebenen bei ihrer emsigen Tätigkeit zu. Erst als man ein genießbares Mahl vertilgt hatte und es ihm allmählich wärmer wurde, verlor sich der düstere Ausdruck auf seinen Zügen etwas – auch wenn er für seine Verhältnisse noch immer recht wortkarg blieb. Das änderte sich irgendwann recht unvermittelt, als Jeanne ihm leise zu berichten begann. Indem er sich den Bart zwirbelte und einige Male die Augenbrauen bedenklich in die Höhe zog, nickte er immer wieder zu ihren Worten und brummte vor sich hin. Dann redete er seinerseits eine ganze Weile leise in seiner montaignischen Zunge auf das Mädchen ein[1].

So entwickelte sich ein geflüsterter Wortwechsel, wobei er ihr gelegentlich beruhigend die Hand tätschelte. Hierauf wandte er sich Finnegan zu und erklärte: "Wie mir mademoiselle soeben berieschtete, kann sie niescht in das Dorf zurückkehren. Die Gründe 'aben miesch überzeugt, doch verbietet mir die Rücksieschtnahme auf mademoiselle, mehr zu sagen. Iesch kann Eusch nur als gentilhomme versieschern, dass es für eine Kavalier völlig unmögliesch iest, sie zurückzubringen. Iesch erbiete miesch, sie zu beschützen, bis wir an eine Ort kommen, wie wir sie in Siescher'eit wissen." Mit einer entsagungsvollen Geste fügte der Musketier hinzu: "Natürliesch bin iesch mir im Klaren darüber, dass dies für Eusch ein große Enttäuschung sein muss – aber 'ier kann iesch nur an Eure Galanterie appellieren, monsieur, die Ruhm einer 'eldentat zu opfern, um eine junge 'ilflose Fraulein niescht in die Stiesch zu lassen."
 1. @Mondragor: PN dazu
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 12.05.2019, 09:02:12
Nachdem man das wichtigste erledigt hatte und man es sich halbwegs gemütlich gemacht hatte in der Höhle setzte sich Erich zu seinem Freund Friedrich und bat diesen das er nun doch noch einmal in aller Ruhe auf die schweren Wunden schaute und nun einen ordentlichen Verband anlegte.
Dabei beobachtete er Louis misstrauisch wie er mit der fremden vor sich hin tuschelte. Leise flüsterte er zu Friedrich und fragte diesen ob er versteht was die beiden da flüstern.
Nachdem Luis dann erklärte das man wohl lieber nicht ins Dorf gehen sollte schaute Erich etwas verwirrt und meinte dann "Nun gut, dann brechen wir morgen früh also direkt nach Naumburg auf. Der Umweg zum Dorf wäre zwar nicht gerade groß gewesen, aber so sparen wir uns Zeit und sind schneller an einem sicheren Ort."

Nach einer kurzen Pause schaute er erneut in die Runde "Nun da wir diesen Schrecken gemeinsam erledigt haben, wäre es vielleicht nicht schlecht wenn wir uns gegenseitig etwas näher kennen lernen würden, denn scheinbar will es das Schicksal wohl das wir noch eine Weile zusammen reisen. Das der ein oder andere von Euch weiß wie man kämpft habt Ihr ja nun unter Beweis gestellt, aber welche nützlichen Fähigkeiten besitzt Ihr denn noch so?", fragte Erich ganz unverblümt aber trotz allem freundlich.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 13.05.2019, 17:18:06
Don Tristan hatte sich zunächst darauf konzentriert die diversen Verletzten zu Versorgen, beginnend mit Jelena. Deren Wunden waren zu seinem Staunen komplett verheilt. Blieb aber seinem früheren Beschluss treu
nicht auf die offenbar magischen Fähigkeiten der Ussurerin hinzuweisen. "Aber Ragnarson wusste anscheinend tatsächlich worüber er schrieb." dachte er bei sich.
Er kommentierte Friedrichs laienhaften Versuche mit scharfer aber konstruktiver Kritik, als er, mit dem Verweis im Gegensatz zu dem Monsterjäger sei er Arzt und Chirug, auch die Versogung von Erichs Wunden übernahm.
Für einen Laien hatte sich Friedrich durchaus gut geschlagen, aber er konnte von dem jüngeren Mann schon noch etwas über Wundversorgung und Verbände lernen.
Darauf den Montainger Gecken zusammezuflicken hätte er gut und gerne verzichten können, aber Louis`Wunden mussten definitiv gereinigt und versogt werden wenn der Musketier nicht am Wundbrand oder schlimmeren sterben sollte und bei aller Abneigung gegen seine Landsleute wegen des jüngsten Krieges wünschte Tristan niemandem einen solchen Tod.
Das Jeanne nach den Ereignissen verstört war und von den anwesenden Männern am ehesten ihrem Landsmann vertraute überaschte den Hidalgo nicht im mindesten. Dass sie nicht nach Hause zurückkehren wollte schon eher. Obwohl die Schande sich überhaupt erst mit dem Werwolf eingelassen zu haben dem jungen Hidalgo durchaus als ausreichender Grund erscheint. Aber warum dann die Heimlichtuerei? Alle hier wissen doch wie sie hergekommen ist. War sie etwa schwanger von dem Monster?
In jedemfall hatte die junge Frau jedes Recht ihr Geheimnis für sich zu behalten wenn sie es so wollte.
Er fragte sich allerdings schon, wie sie auf sich allein gestellt überleben wollte.

"Einverstanden. , stimmte Don Tristan den beiden vernünftigen Vorschlägen des Eisenländer Hühnen zu,
"wie schon gesagt bin ich ein Hidalgo, ein Duellant der Torres-Akademie und habe Medizin an der Universität von Vendel studiert. Ich bin ein guter Reiter und", er  wechselt fließen in sein akzentuiertes Eisenländisch "spreche fast jede Sprache die ihr nennen mögt." Dann fährt er wieder in der gemeinsamen Sprache fort. "Aus politischen Gründen kann ich nicht heimkehren, solange die Inquisition die wahre Macht in Castille ist. Also Reise ich um mehr von der Welt zu sehen und biete meine Dienste als Arzt und Duellant an um meinen Lebensunterhalt zu verdienen."
Das er dabei niemals seine Ehre als Hidalgo riskieren würde, indem er sich in den Dienst eines Unwürdigen oder gar Kriminellen stellte, ist für Don Tristan so selbstverständlich dass es buchstäblich keiner Erwähnung bedarf.


Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 14.05.2019, 17:17:22
Jelena war froh, dass Don Tristan bei der erneuten Untersuchung kein Kommentar zu ihrer Wunderheilung abgab. So konnte sie ihre arkanen Kräfte noch verborgen halten bis sie die Haltung ihrer Retter dazu kannte. Von Finnegans schrecklichem Verdacht, sie wäre auch ein Werwolf, ahnte sie nichts. Nachdem der Hidalgo die Schienen und Verbände entfernt hatte, nutzte sie seinen Umhang noch als Decke, um ihre Kleidung außerhalb der Blicke der Anwesenden zu wechseln. Die verdreckte und beschädigte packte sie wieder ein.

Nachdem der Beschluss zum Bleiben gefallen war brach Jelena auf und suchte in der Dämmerung nach Ess- und Trinkbarem. Abseits der anderen kniete sie sich in der Natur noch einmal nieder und dankte Mütterchen für ihre Hilfe und Segen. Dann wusch sie ihre beschädigte Kleidung, sammelte und jagte, was sie den anderen als Abendbrot anbieten konnte.

Nach ihrer Rückkehr übernahm sie es, sich um das Feuer zu kümmern und die Mahlzeit zuzubereiten. Offensichtlich hatte sie darin eine Menge Erfahrung trotz ihres jungen Alters. Währenddessen und auch später war sie still und antwortete einsilbig auf Fragen. Als das Essen ausgeteilt war, sprach sie ein orthodoxes Tischgebet und begann leise, selbst zu essen. Viel hatte sie sich nicht genommen und kochte nach dem Vertilgen ihrer Portion einen kräftigen Gewürztee, den sie allen anbot. Die, die ihn annahmen, merkten, dass er nicht nur kräftig und wärmend war, sondern auch gehaltvoll (im milchig-fettigen Sinne).

Fertig mit all den Aufgaben zog sie Schreibzeug aus ihren Taschen und ergänzte die Aufzeichnungen auf den Blättern.[1] Später wechselte sie zu Handwerkszeug und begann, ihre Kleidung zu reparieren.

Sie lauschte den Worten der anderen und verkündete dann: "Ich werde euch, Jeanne, helfen, wo ich kann. Das möchte ich euch Herren auch, als Dank. Was sind eure Ziele?" Erichs Frage nach ihren Fähigkeiten (sie zählte sich selbstverständlich zu den Angesprochenen) ließ sie ein wenig Nachdenken, bevor sie antwortete: "Ohne formelle Ausbildung kann ich jenseits der Zivilisation leben und mich orientieren. Ich lerne schnell. Vielerorts habe ich Kontakte, kann jedes Fahrzeug oder Tier führen und fast alles reparieren." Dabei schien sie in Gedanken mitzuzählen und mit dem Gesagten zufrieden zu sein.
 1. 
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Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 15.05.2019, 19:09:16
Es war also entschieden, sie würden nach Naumburg aufbrechen. Allerdings nicht mehr heute, denn es war zu spät. Friedrich gefiel es nicht, hier in der Höhle des Werwolfs zu übernachten. Er war es zwar gewohnt, auch mal in der Natur seine Zeit zu verbringen aber zog dennoch ein warmes und vor allem nicht stinkendes Bett in einem Gasthaus vor. Der Sumpf und diese Höhle waren wirklich unangenehme Orte aber es war ja nur für eine Nacht. Damit konnte er sich abfinden. Ohnehin arbeiteten sie zusammen und machten sie Höhle etwas angenehmer.
Nachdem das getan war, machte sich Friedrich aber noch an weitere Arbeit und nutzte die Zeit, die sie auf Jelena und das Essen warteten, um den weggeschafften Kadaver noch etwas zu untersuchen. Er machte sich Notizen auf einem weiteren Blatt und zeichnete sogar die ein oder andere Skizze dazu. Besonderes Augenmerk lag er auf die Besonderheiten, die diesen Werwolf von anderen unterschied. Sogar die Höhle untersuchte er kurz und schrieb alles ungewöhnliche auf, dass ihm auffiel. Erst dann setzte er sich zu Erich und überließ nach kurzer Zeit Don Tristan die weitere Versorgung seines Freundes. Er beobachtete den Arzt genau bei seiner Arbeit und war dankbar für Kritik. Friedrich hatte schon früh gemerkt, dass man nur dazu lernen konnte, wenn man Kritik annahm und nicht als Angriff wertete.
"Nein, tut mir Leid. Sie sprechen zu leise, als das ich sie verstehen könnte." gab er an seinen Freund zurück, nachdem der Arzt wieder gegangen war und jemand anderen versorgte. Misstrauisch war er allerdings ebenfalls etwas. Nicht wegen des Tuschelns, sondern wegen der schnellen Genesung Jelenas. Die Sache wollte ihm einfach nicht aus dem Kopf gehen. Doch er fand, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt war, um das Thema anzusprechen. Später. Vielleicht auf der Reise nach Naumburg. Ihren Aufzeichnungen warf er allerdings einen interessierten Blick zu - rein aus professionellen Gründen natürlich - und erkannte, dass es sich um eine Art Reisebericht handelte. Das bestätigte ihre Worte von vorher.
Friedrich hörte geduldig den kurzen Vorstellungen zu - und erkannte, dass dies eine sehr interessante Reisegruppe sein würde - bevor er etwas über sich selbst erzählte. "Ich war lange Zeit Dozent an der Universität meiner Heimatstadt Dent, bis ich mich der Monsterforschung und -jagd vermacht habe." Er zeigte auf seine beiden Büchern, die am Gürtel befestigt waren und den Schriftrollenbehälter, den er trug. "Ich kenne mich in dutzenden Themengebieten aus und kann einige Sprachen sprechen. Mein Interesse und Fokus liegt aber auf Monstern jeglicher Art. Ich stelle Nachforschungen an und skizziere sie. Mit dem Wissen, welches ich gesammelt habe, können sich nur wenige messen." Vielleicht etwas dick aufgetragen aber dennoch wahr. "Ich kann außerdem ganz passabel mit der Armbrust umgehen." fügte er noch nach kurzer Bedenkzeit hinzu.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 15.05.2019, 20:35:39
Nachdem Louis halbwegs verarztet war, kümmerte er sich offenbar mit großer Hingabe um Jeanne, der er leise in montaignischer Sprache etwas auseinandersetzte, wie man dem längeren Monolog entnehmen konnte, den er führte[1]. Dann setzte er sich leicht auf, sah in die Runde und strich sich den Schnurrbart glatt. "Eine 'öchst illustre Reisegesellschaft" bemerkte er mit leichtem Befremden ob der seltsamen Mischung von Menschen, die sich hier zusammengefunden hatten. Kurz nippte er an seinem Becher mit Tee - den er mit einem charmanten Lächeln, einem Dankeswort und einer angedeuteten Verbeugung von Jelena angenommen hatte, auch wenn sein Mienenspiel darauf hinzudeuten schien, dass er andere Getränke gewohnt war. Nach seiner Person befragt, schürzte er die Lippen. "Nun, iesch bin mousquetaire" warf er leicht dahin, als sei damit im Prinzip alles erklärt. Auf die fragenden Blicke aus der Runde bequemte er sich aber dann doch zu erklären: "Une mousquetaire versteht siesch auf das Feschten, das Reiten und alle Künste eines Edelmannes. Er weiß siesch bei 'ofe zu benehmen und be'errscht la diplomatie." Dass ein Edelmann keinem Handwerk oder anderen Broterwerb nachgehen musste, verstand sich für ihn von selbst, weshalb er auch kein weiteres Wort darüber verlor. "Derzeit bin iesch auf ein persönliesche Mission." schloss der Montaigner.
 1. @Mondragor: PN
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 17.05.2019, 00:03:32
Finnegan half beim Aufbau eines Lagers und bei der Versorgung der Pferde. Es würde wohl etwas eng in der Höhle werden, aber die Tiere draußen im Sumpf zu lassen, schien ihm nicht ratsam.
Außerdem gab er von seinen Vorräten ab, um das Mahl, das Jelena zubereitete, aufzubessern.
Schweigend sah er den anderen bei ihren Tätigkeiten zu, fast schon einschätzend, lauernd. Aber nur einem wirklich guten Beobachter würde das auffallen, wußte der Ine seine Züge doch exellent zu verbergen.
Auch ihren Ausführungen über ihr Können, ihren Werdegang und ihre Ziele lauschte er interessiert.
Als sich die Augen unweigerlich auf ihn richteten, erschien ein schelmisches Lächeln auf seinem Gesicht.
"Ich? Oh, ich bin ein... ein Lebemann, könnte man sagen. Mein Clan ist zwar nicht der reichste oder größte oder stärkste, aber auf unserer Insel sind wir doch bekannt. Ich reise umher und schaue mir Land und Leute an.
An Fähigkeiten kann ich wohl nicht viel bieten, außer vielleicht..."

Mit diesen Worten stand Finnegan auf und holte einen Holzkasten aus seinem Gepäck. Daraus holte er eine mit Einlagen aus Horn verzierte Laute hervor.
"Ich kann einige Instrumente spielen."
Kaum gesagt, fing er dann auch an, an den Saiten des Instruments zu zupfen. Und nachdem er es kurz gestimmt hatte, erklang begleitet von einem wunderschönen Lied, das er sang, eine lebendige Melodie.
Vielleicht würde dies die Stimmung ein wenig heben.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 19.05.2019, 16:12:20
Nachdem das Eis gebrochen war, entwickelte sich schließlich ein kurzes Gespräch, bevor die Müdigkeit nach und nach die Frauen und Männer übermannte und sie zu einer unbequemen, aber doch erfrischenden Nachtruhe kamen.

Als sie am nächsten Morgen die Höhle verließen, bemerkten sie bereits eine Veränderung in der Natur: Wo vorher die Fauna zu spüren schien, dass etwas Dunkles in der Höhle hauste, und einen großen Bogen darum machte, hörten sie nun Vogelgezwitscher, und die Morgensonne wärmte die klammen Knochen der Bezwinger des Werwolfs.[1] Zu siebt machten sie sich daran, den Sumpf zu verlassen, und wandten sich, Jeannes Wunsch folgend, nicht zu ihrem Dorf, sondern gingen den direkten Weg zur Naumburg. Und auch den Weiler, durch den Friedrich und Erich gekommen waren, suchten sie nicht auf, da er sie doch eine halbe Tagesreise Umweg gekostet hätte.

Sie kamen nicht allzu schnell voran: Zum einen waren sie nicht alle beritten, zum anderen litt Louis, auch wenn er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, immer noch starke Schmerzen und musste ein ums andere Mal aufstöhnen. Zweimal wechselte Don Tristan am ersten Reisetag die durchgebluteten Verbände des Montaigners, und so waren alle froh, als sie am späten Nachmittag ein Gasthaus auf ihrem Weg sichteten, und beschlossen, hier die Nacht zu verbringen.

Vor allem Louis tat das weiche, saubere Bett, das er dort vorfand, gut, und Abendessen und Frühstück taten ein Übriges, um die Laune der Reisenden zu heben. Im Wissen, dass sie am heutigen Tag Naumburg erreichen würden, brachen sie gut gelaunt auf und erreichten nach einer weitgehend ereignislosen Reise ihr Ziel noch im fast vollen Sonnenschein.
 1. Eure normalen Wunden könnt ihr alle streichen, nur die dramatischen bleiben vorerst.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 21.05.2019, 11:39:05
Auch den weiteren Vorstellungen hörte Jelena aufmerksam zu. Sie nahm den Dank des Montaigners für den Tee mit einem leichten Lächeln entgegen und ließ sich nicht anmerken, ob sie sein Reaktion auf das Getränk mitbekam. Finnegan erntete einen kurzen skeptischen Blick für seine Worte. Anders war es mit seiner Musik, sie summte gleich mit und ließ damit eine schnelle Auffassungsgabe und Gespür für Musik erkennen. Sie setzte ansonsten ihre Arbeit auf dem Papier und die Reparatur der Kleidung fort. Als sich abzeichnete, das Nachtruhe einkehren würde, schlug sie vor, dass die Unverletzten Nachtwachen einteilen.

Am nächsten Tag war Jelena früh auf, kümmerte sich um das Feuer, das Frühstück und die Pferde, und nahm Jeanne mit zu einer Morgenwäsche. Von sich aus suchte sie jedoch nicht das Gespräch. Während sie unter freiem Himmel und im Sumpf unterwegs waren, blieb die Ussurin weiter still. Ihr war aber anzumerken, dass sie sich hier draußen wohlfühlte und sie diese Art zu Reisen gewohnt war.
Am Abend im Gasthaus zahkte sie für ihre Unterkunft und übernahm es erneut, sich um die Pferde zu kümmern. Dabei hielt sie Don Tristan zurück und zwar solange, bis es ihnen möglich war, ein unbelauschtes Gespräch unter vier Augen zu führen.
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Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 24.05.2019, 00:25:34
Zufrieden nahm Don Tristan zur Kenntnis, dass alle Wunden, soweit überhaupt noch vorhanden, zu heilen begonnen hatten ohne sich zu entzünden.
Wäre der Hidalgo noch immer allen gewesen, er hätte ob seiner schrumpfenden Reisekasse eventuell auf das Einzelzimmer verzichtet. Aber so lies es sein Stolz schlicht unmöglich mit dem Schlafsaal vorlieb zu nehmen während der Montaigner ein weiches Bett nutzte.
Unterwegs und besonders während dem Aufenthalt im Gasthaus achtete Don Tristan sorgfältig darauf, dass sein Umhang stets das Duellantenabzeichen auf seiner linken Brust verdeckte. Er legte keinen Wert darauf von irgentwelchen dahergelaufenen Eisenländern gefordert zu werden, die wissen wollten, ob sie sich mit einem Duellanten messen konnten.

Als Hidalgo hätte Don Tristan eigentlich mit einem Diener reisen sollen der sich um Dinge wie das Pferd seines Herren hätte kümmern sollen. Aber daran war bei seiner knappen Kasse nicht mal zu denken. Ausserdem mochte der junge Hidalgo Pferde. Trotzdem hatte er nicht dagegen die Versorgung seiner Fuchsstute Jelena zu überlassen. Zumindest nicht nachdem er sich überzeugt hatte, dass die Ussurerin mit Pferden umzugehen verstand.
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 1. Ussurisch: "Das sie sehr viel schneller als normal von statten ging."
 2. "das was ich einmal in einem Reisebericht über ussurische Magie gelesen habe war ist und es wohl besser ist unsere eisenländischen Gastgeber nicht mit der Nase drauf zu stoßen. Keine Angst, ich habe nicht vor euer Geheimnis zu verraten."
 3. "Jedenfalls nicht solange Du mir keinen guten Grund gibst."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 24.05.2019, 12:45:22
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Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 25.05.2019, 14:34:30
Es wäre mit der Würde eines Musketiers unvereinbar gewesen, zu jammern und zu klagen. Dennoch war Louis sehr bald in dem bequemen Bett seines Zimmers verschwunden, kaum dass man die notwendigen Formalitäten in dem Gasthaus hinter sich gebracht und er eilends eine kleines Nachtmahl eingenommen hatte. Am nächsten Morgen zeigte sich sein Gesicht wieder etwas weniger bleich, und auch sein Appetit schien besser. Zwar schonte er sichtlich noch immer die Wunde, doch verstand sich der sehnige Montaigner so gut auf das Reiten, dass ihn diese Fortbewegungsart nicht mehr merklich anstrengte. In der Tat war er so weit genesen, dass er wieder zu seinen guten Manieren zurückfand und Jeanne zu sich auf das Pferd nahm, welches in ihrem Schritttempo mit den beiden nicht gerade schwer gebauten Menschen kein übermäßiges Gewicht zu tragen hatte.

Auch würde den anderen auffallen, dass sich der Mann mit dem wohlgepflegten Bart in besonderer Weise den beiden weiblichen Reisebegleitern gegenüber liebenswürdig zeigte, die sie nunmehr gewonnen hatten. Sowohl Jeanne als Jelena kamen beim Aufbruch am Morgen in den Genuss eines Handkusses. Auf dem Weg zeigte er sich großzügig im Verteilen von Trinkgeldern an einfache Bedienstete, wo immer sie haltmachten. Monetäre Sorgen konnten ihn also kaum plagen. Zudem verstand er es, jedermann höflich zu begegnen, auch wenn er – seine sprachlichen Kuriositäten einmal ausgeklammert – sehr feine Unterschiede im Umgang mit den Leuten machte, je nach deren offenbarem gesellschaftlichem Stand. Sein Anteil zur Unterhaltung bestand aus einigen Anekdoten, aus denen man sich zusammenreimen konnte, dass er wohl selbst aus einer höheren Schicht stammte und sehr geradlinige, teilweise etwas romantische Ansichten pflegte.

Eine wesentliche Eigenart war sein Stolz, der immer wieder in kleinen Gesten zutage trat – wer ihm allerdings respektvoll begegnete, konnte unfehlbar eine angemessene Erwiderung erwarten. Als man endlich das Ziel der Reiseetappe vor sich auftauchen sah, zwirbelte er seinen Schnurrbart, tätschelte Jeannes Hand und meinte gutmütig: "Alors, wir 'aben die Stadt beina'e erreischt! Dort wirst du in Siescher'eit sein, mon petit."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 25.05.2019, 18:54:52
Für Jelena (Anzeigen)

 1. "Als ein Mann von Ehre kann und werde ich nicht für euch lügen. Aber ich werde das Thema eurer schnellen Heilung und was ich über ussurische Magie weis auch nicht von mir aus zur Sprache bringen, solange ihr eure Fähigkeiten nicht in krimineller Weise verwendet."
 2. "und ihr schuldet mir gar nichts dafür. In Anbetracht der wahrscheinlichen Reaktion dieser Eisenländer auf fremde Magie erlaubt die Ehre kein anderes Vorgehen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 26.05.2019, 16:47:04
Mit einem dankbaren Nicken und einem Seufzen wegen des nicht angenommenen Hilfsangebot reagierte Jelena auf die letzten Worte Don Tristans. Dann konzentrierte sie sich wieder vollständig auf die Pferde.

Im Gasthaus hatte sie im Gegensatz zu den typischen Vertretern des ussurischen Volkes keine Probleme mit der Notwendigkeit zu zahlen. Sie bot Jeanne an, die Schlafgelegenheit zu teilen, sonst nahm sie was Günstiges. Die Möglichkeiten, die die edlen Herren der Reisegruppe wahrnahmen, neidete sie ihnen nicht. In ihrer Genügsamkeit erfüllte sie alle Bedürfnisse mit einfachen Mitteln. Ihre Kleidung hatte sie gereinigt und repariert, das Sichzurechtmachen und Essen ergänzte sie durch Mittel aus der Natur.

Am folgenden Tag war Jelena eine ruhige Reisebegleitung. Wenn sich die Gelegenheit ergab, sammelte oder jagte sie für ein Essen zwischendurch, in Pausen ergänzte sie ihre Aufzeichnungen und reparierte beziehungsweise pflegte ihre Ausrüstung. Als die Gruppe die Stadt erreichte, ließ sie sich ein wenig zurückfallen, sodass sie mitten unter ihnen war, und überließ es erstmal anderen, sich mit etwaigen Befragungen auseinander zu setzen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 26.05.2019, 17:42:10
Die kleine Stadt Naumburg erstreckte sich rings um die gleichnamige Burg und war seit dem Krieg des Kreuzes - wie so viele andere Städte auch - zu einer Zuflucht für diejenigen geworden, denen das Land angesichts der Schrecken zu unsicher geworden war. Obwohl auch Naumburg im Krieg viele Opfer zu beklagen hatte, lebten dadurch heute wieder beinahe so viele Menschen in der Stadt wie zu Zeiten vor dem Krieg, und es gab nur wenige Häuser, die leer standen. Insgesamt machte die Stadt einen sauberen und ordentlichen Eindruck, und es schien, dass der Baron von Naumburg, der noch immer Herr der Burg wie auch der Stadt war, seine Rolle mit Ernst erfüllte und er sich der Verpflichtung bewusst war, die man als Adliger und Lehnsherr innehatte. Von vielen seiner Standesgenossen, gerade in den Eisenlanden, konnte man dies leider nicht behaupten, und gerade hier, wo eine weise Führung vonnöten wäre, um das Land nach dem Krieg wieder aufzubauen und von den Schrecken zu befreien, ließen einige Barone ihre Ländereien weitgehend im Stich und verschanzten sich in ihren Burgen.

Das Stadttor war noch geöffnet, als die illustre Siebenergruppe sich ihm nun näherte, und die bewaffneten Wachen musterten die Ankömmlinge zwar mit wachem Blick, machten allerdings keine Anstalten, sie aufzuhalten. Hinter dem Stadttor erblickten die Helden ein geschäftiges Treiben in engen Gassen, die sich zwischen die Häuser quetschten. Wie es in den hiesigen Städten zumeist üblich war, war auch diese Stadt nicht am Reißbrett geplant worden, sondern natürlich entstanden, indem sich mehr und mehr Menschen außerhalb der Burg angesiedelt hatten - Schicht um Schicht möglichst nahe an der schützenden Burgmauer.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Finnegan O´Dougal am 28.05.2019, 09:29:16
Finnegan hatte sich anfangs um Jeanne gekümmert und sie auf seinem Pferd reiten lassen, das er am Zügel führte. Als aber am nächsten Tag Louis diese Aufgabe übernahm, machte es dem Inen nicht viel aus. Überhaupt schien er auf der Reise sehr unbekümmert. Schon von Beginn an summte er vor sich  hin oder sang ein Wanderlied. Auch versuchte er, die Vogelstimmen in ihrer Umgebung nachzuahmen. Und wenn sie auf Grund von Erschöpfung oder Verwundung eine kleine Rast einlegten, zauberte er eine kleine Flöte hervor und ließ eine lustige Melodie erklingen. Man konnte den Eindruck gewinnen, daß um Finnegan herum eine schimmernde Aura aus Leichtigkeit und Frohsinn wirkte.

Die Unterkunft und das Essen, die er in der ersten Taverne auch für Jeanne übernahm, bot er an, mit seiner Musik zu bezahlen. Aber natürlich hatte er genug Bares um bei einer Ablehnung zu bezahlen. Und spielen würde er eh, solange sich niemand  beschwerte.

Als sie sich dann Naumburg näherten, überlegte Finnegan, wie es weitergehen sollte. Er hatte Dinge zu erledigen, die seine Begleiter nichts angingen. Und sie hatten ihren Auftrag fast erfüllt.
"Entschuldigt, Jeanne und Monsieur de Fromage Puant. Wollen wir einen Brief euer Heimatdorf aufsetzen, um sie wissen zu lassen, daß ihr lebt? Oder sollen wir zumindest eine Nachricht schicken, daß wir euch nicht gefunden haben? Die Leute werden sich sonst nur weiter sorgen, denke ich. Und vielleicht weitere Reisende bitten, im Sumpf nach euch zu suchen."
Dann wand er sich an die anderen Begleiter.
"Liebe Leute, es war mir eine Freude mit euch zu reisen. Darf ich so forsch sein und nach euren Plänen fragen? Ich persönlich würde eine kleine Tour durch die Stadt machen und mich umschauen wollen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 28.05.2019, 17:09:04
Als Finnegan die Vogelstimmen imitierte, war Jelena aufmerksam und gab mit einfachen Gesten positive oder kritische Rückmeldungen. Seiner Musik lauschte sie augenscheinlich ganz gerne, in der Taverne summte sie sogar mit. Als er sich dann für den einbrechenden Abend abmeldete, dachte sie: "Wofür das zu dieser Zeit - da will wohl ein Mann sein Leben genießen..." Wahrheitsgemäß beantwortete sie seine Frage: "Ich möchte Herrn Graustein zu seinen Bekannten begleiten und morgen Nachforschungen in der Stadt betreiben." Jeanne bot sie noch einmal deutlich jede Hilfe an, weitere Kommentare hielt sie erst einmal zurück und wartete, bis Erich sie weiterführte. Finnegan zu empfehlen, sich erst einmal bei den Gastgebern vorzustellen, um dann nachts oder am nächsten morgen den Weg zu diesen zurückzufinden, maß sie sich nicht an.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 28.05.2019, 20:12:44
Mit Erleichterung und sogar einem gewissen Wohlgefallen musterte Louis das Stadttor. Gewiss, hier war mitnichten das Äquivalent montaignischer Lebensart zu erwarten. Aber man konnte doch immerhin unterstellen, dass selbst in den unkultivierten Eisenlanden eine befestigte Siedlung ein wenig komfortabler und eines Edelmannes angemessener sein würde als die Wildnis rundumher! Dementsprechend stieg auch seine Laune um ein weiteres Stück, während sich die bunte Reisegruppe in den Schatten der Stadtmauer bewegte. Er hatte einen Arm um die Hüften der vor ihm sitzenden Jeanne geschlungen und führte die Zügel mit der freien Hand. Die Zügel ließ er seinem Reittier nun schießen, um seinen Hut vom Kopf zu ziehen und in einer Art grüßender Geste gen Stadttor zu schwenken. "Sei mir gegrüßt, Chateau de nom! Auf dass wir 'ier wieder die Segnungen von la civilisation genießen können!" In seiner Freude gab er dem montaignischen Mädchen einen Kuss auf die Wange und grinste sie breit an. "Sieht so aus, als 'ätten wir die schmutzige Teil der Reise 'inter uns gelassen, wie?" Auf Finnegans Frage sah auch er die junge Frau abwartend an, um ihr die Wahl zu überlassen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 29.05.2019, 06:33:05
"Ich muß hier nur kurz was abgeben. Danach würde ich wieder zu Euch stoßen. Wir können uns gerne dort drüben in der Kneipe wieder treffen. Aber hier an dieser Stelle trennen sich erst einmal unsere Wege", meint Erich an die Gruppe gewandt und dreht sich danach kurz zu Friedrich um "Wenn du magst dann können wir unsere Brüder zusammen besuchen, wenn du jedoch anderes vor hast, dann richte ich nur Grüße aus"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 30.05.2019, 17:27:49
Die Zeit in der Höhle des Sumpfes verbrachte Friedrich hauptsächlich mit Studien des Werwolfs und Eintragungen für sein Buch. Er blieb recht wortkarg, wenn auch freundlich, wenn er angesprochen wurde. Es tat ihm etwas Leid, dass sie am nächsten Tag nicht noch einmal das Dorf besuchten, durch welches er und Erich gekommen waren aber er verstand, dass der Umweg zu groß war. Die Leute dort würden schon merken, dass der Werwolf Geschichte war. Schade nur, dass sie die freie Kost und Logis dort nicht mehr in Anspruch nehmen konnten und nun zahlen mussten. Doch Geld war kein großes Problem für ihn.
Nach einer entspannenden Nacht und einem stärkenden Frühstück ging es weiter nach Naumburg. Die Reise zog sich für Friedrich etwas, der endlich mit seinem Bekannten reden wollte aber verlief ohne große Vorkommnisse. Erst als sie die Stadt erreichten, kam wieder mehr Leben in die Gruppe. Friedrich war froh, endlich hier angekommen zu sein. Als er die vielen Menschen erblickte, schlug sein Herz ein bisschen höher. Zu sehen, dass es doch noch einen Ort gab, an dem etwas für die Leute getan wurde, war wunderbar. Die Menschen wirkten zufrieden und waren beschäftigt. Der finstere Schatten des Krieges war hier also kaum noch zu sehen.
"Ganz meinerseits." erwiderte er Finnegan. Sehr viel angenehmer als alleine zu reisen auf jeden Fall. "Ich bin froh, in den Arm der Zivilisation zurückgekehrt zu sein." merkte er mit einem Seitenblick zu Louis an. Er war zwar nicht empfindlich aber war doch lieber in einer Stadt unterwegs, als einem matschigen Sumpf. Doch es schien, als würden sie noch eine Weile hier bleiben. Die meisten hatten bereits Pläne gefasst. "Ich werde mit Erich ein paar alte Freunde besuchen." beschloss er. "Danach muss ich meinen Bekannten aufsuchen. Dieser Werwolf lässt mir keine Ruhe." Er dachte über weitere Schritte nach. "Nun und dann... ich schätze ich warte ab, was die Treffen ergeben. Aber die Stadt ansehen, würde mir auch passen." Er nickte in Richtung der Kneipe, die Erich vorgeschlagen hatte. "Wir sollten uns alle aber ungeachtet unserer Pläne noch einmal in der Kneipe treffen. Man erledigt schließlich nicht alle Tage zusammen einen Werwolf." Er grinste breit. "Ich möchte euch einladen."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 03.06.2019, 20:13:08
Auch Don Tristan war am zweiten Tag der Reise eher wortkarg wenn den dunkelblauen Augen auch wenig entging und der Castillier offensichtlich ein guter und geübter Reiter war.
Als sie schließlich Naumburg erreichten war aber auch dem jungen Hidalgo die Erleichterung anzumerken.
Anders als die beiden Eisenländer hatte er nichts konkretes in Naumburg zu tun und wollte den beiden seine Begleitung auch nicht einfach aufdrängen, zumal es doch recht deutlich war, dass die beiden ihren Geschäften lieber allein nachgehen wollten. Da er aber durchaus neugierig war und gerne mehr von der Stadt sehen wollte kam ihm das quasi-Angebot des Inen gerade recht.
"Wenn er es erlaubt würde ich mich gerne Señor O`Dougal für die kleine Tour anschließen und danach auf eure freundliche Einladung zurückkommen Herr von Dent."
Gleichzeitig begann es in seinem Gerhirn zu arbeiten als er die Worte des Gelehrten revue passieren lies.
Unsere Brüder? Die beiden waren doch eindeutig keine Mönche und den Namen nach auch nicht miteinander verwand. Also von was für Brüdern war da die Rede? Aber bei aller Neugier war der Castillier doch zu höflich um auf Antworten zu drängen. Aber er nahm sich vor ein offenes Auge und Ohr auf die beiden Eisenländer zu haben um nach möglichkeit hinter das Geheimnis der beiden zu kommen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Jelena Sejm Petrasowna am 05.06.2019, 05:25:11
Nachdem auch die anderen ihre Pläne bekannt gegeben hatten, stellte Jelena mit Erleichterung fest, dass es nicht nach einer dauerhaften Trennung aussah. Das erhöhte ihre Chancen, ihre Schuld den Herren gegenüber noch begleichen zu können. Da Jeanne ihr Hilfsangebot nicht annahm, drängte sie sich nicht weiter auf und fasste zusammen: "Ich seh' mich um, komm' zur Kneipe und anschließend folg' ich Herrn Graustein. Danke Ihnen beiden für die Einladungen." Den Dank richtete sie an die beiden Eisenländer. Mit einem Nicken trennte sie sich von den anderen und setzte ihre Pläne um: Systematisch erfasste sie die Struktur der Stadt, suchte sich Orientierungspunkte und stellte fest, was wo zu finden war, um es in ihren Bericht aufzunehmen.

Besonderes Augenmerk legte sie darauf, das Vergnügungsviertel, die Kräuterhändler, Apotheker, Bader und Heiler zu finden. Eigentlich hatte sie gehofft, auf dem Weg durch das Vergnügungsviertel keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, aber das wurde enttäuscht. Selbst ihre offensichtliche Bewaffnung mit Speer und Bogen bremste nicht alle Besucher. Zu spät wurde ihr klar, dass sie - im Gegensatz zu ihrem Stand zuhause - hier als "exotische Schönheit" manche Begehrlichkeit weckte. Die meisten konnte sie mit Worten überzeugen, von ihr abzulassen, einer betrunkenen Gruppe entfloh sie dank überlegener körperlicher Koordination. So verließ sie ziemlich bald das Viertel und umging die weiter heruntergekommenen, um Ärger aus dem Weg zu gehen. Nach wenigen Stunden brach sie ihre Erkundungstätigkeit allerdings ab, um sich rechtzeitig in der Kneipe einzufinden.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 06.06.2019, 12:44:36
In der Zwischenzeit wollten die beiden Kreuzritter ihre jeweiligen Verbindungspersonen aufsuchen: Erich, um von dem erfolgreichen Kampf gegen den Werwolf zu berichten, und Friedrich, weil er mit einem Gelehrten seine beunruhigenden Beobachtungen über den Schrecken teilen wollte. Zu ihrer Überraschung stellten die beiden Eisen im Gespräch schnell fest, dass sie das gleiche Ziel hatten, oder zumindest fast: Erichs Kontaktmann der Kreuzritter war, wie er seinem Freund erzählte, der Schmied Gunther Heckler auf der Burg selbst. Und dessen Vater Walter war eben der erfahrene Veteran, der sich auf seine alten Tage den Studien über die Monster widmete, die er früher bekämpft hatte, und den Friedrich besuchen wollte.

Gemeinsam gingen sie also in das Zentrum der Stadt und den Hügel hinauf, auf dem die Burg das umliegende Gelände überragte. Der Baron pflegte wohl ein offenes Verhältnis zu den Bewohnern der Stadt, denn das Burgtor stand offen und niemand hielt sie auf, als sie den Hof betraten. Schnell machten sie die Schmiede ausfindig und standen einem muskelbepackten Mann mit wettergegerbtem Gesicht gegenüber, der mit nacktem Oberkörper damit beschäftigt war, ein glühendes Eisen mit dem Schmiedehammer zu bearbeiten. Die Luft in der Schmiede war heiß und dampfgeschwängert, als die beiden Kreuzritter sie betraten und vom Schmied neugierig gemustert wurden.
Erich hatte Gunther Heckler zuvor nie gesehen, sondern nur die Anweisung von seinem Orden erhalten, hier Meldung zu erstatten. So zeigte der Mann auch kein Zeichen des Erkennens, sondern blickte die beiden nur erwartungsvoll an.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 07.06.2019, 05:07:38
Besser konnte es ja nicht laufen. Erich und er hatten das gleiche Ziel, auch wenn sie eine andere Person suchten. Beide Zielpersonen befanden sich bei der Burgschmiede. Der eine lebte und der andere arbeitete dort. Zusammen machten sich also die beiden Freunde auf den Weg durch die Stadt und erreichten kurze Zeit später die Burg. Das Tor stand offen und da niemand sie davon abhielt, den Burghof und damit die Schmiede zu betreten, hatten sie ihr Ziel schon nach wenigen Minuten erreicht. Das alles war ein weiteres Zeichen dafür, dass der Baron und damit auch die Stadt sich in die richtige Richtung entwickelten. Friedrich mochte es hier.
Auch die heiße Schmiede änderte nichts an dieser Einstellung. "Seid gegrüßt!" begann Friedrich schließlich das Gespräch. Zwar war dieser Gunther nicht die Person, die er suchte aber er wollte sich einem Bruder dennoch kurz vorstellen. Dabei konnte er auch direkt seinen Freund erwähnen, der ja etwas mit dem Schmied zu besprechen hatte. "Mein Name ist Friedrich Alfred von Dent und dies ist mein guter Freund, Erich Janina Graustein. Wir sind hierher gekommen, um euch und euren Vater aufzusuchen." Er streckte dem Schmied seine Hand zur Begrüßung entgegen. Wie jeder Kreuzritter trug Friedrich natürlich einen schwarzen Eisenring am Mittelfinger. Die Handfläche zeigte dabei nach oben, sodass der im Ring eingravierte Stern zu sehen war. "Einst zog der Stern nach Süden." Erwartungsvoll sah er nun den Schmied an, der hoffentlich den Satz vervollständigen würde.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 07.06.2019, 14:38:49
"... doch jetzt wacht er wieder über seine Heimat. Gunther Heckler; es freut mich, euch kennenzulernen, meine Herren!"
Der Mann legte nun sein Werkstück und den schweren Schmiedehammer beiseite, wischte sich die Hände an seiner Hose ab und ergriff die Hand Friedrichs, wobei er ihn entschuldigend ansah.
"Ja, der Ring. Stört leider bei der Arbeit, deshalb lege ich ihn vorher ab, sonst gibt's Blasen an den Händen, selbst an meinen. Ihr sucht mich UND meinen Vater? Das muss ja etwas Wichtiges sein. Kommt, lasst uns ins Haus gehen, da redet es sich besser."

Der Schmied benötigte noch ein paar Minuten, um die Schmiede soweit aufzuräumen, dass nicht versehentlich ein Feuer ausbrechen konnte, und führte die beiden Kreuzritter dann in das angrenzende Gebäude, in dem er offenbar wohnte. Über einen kleinen Eingangsbereich traten die drei in eine gemütlich wirkende Küche, die auf einer Seite eine massive Eckbank, einen Esstisch, sowie mehrere Stühle bereithielt. Auf der Bank saß ein älterer Mann, vermutlich der Vater Hecklers, gebeugt über ein Bündel Papiere, vor sich ein Krug.
"Vater, wir haben Gäste, aus dem Orden. Sie wollen mit uns beiden sprechen!" kündigte der Schmied an, woraufhin der Ältere neugierig aufblickte.
Man sah dem Mann an, dass ihm körperliche Arbeit in früheren Jahren durchaus nicht fremd gewesen war - er wirkte immer noch drahtig, wenn auch das Alter seine Muskeln zum Teil hatte schwinden lassen. Auf der Nase trug er eine keine Runde Brille, die er abnahm, bever er die Neuankömmlinge nun begutachtete.
"Da bin ich ja mal gespannt." begrüßte er die beiden. "Heckler, wie mein Sohn hier. Ihr könnt mich Walter nennen, dann gibt es keine Verwirrung." fügte er mit einem verschmitzten Lächeln hinzu.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 07.06.2019, 15:38:38
Nachdem Jelena zunächst auf eigene Faust losgezogen war und die beiden Eisen zu ihrem Treffen aufgebrochen waren, entschieden die anderen, Finnegans Vorschlag zu folgen und sich die Stadt anzusehen. Jeanne war immer noch sehr zurückhaltend und folgte Louis, doch seinem fragenden Blick wich sie aus, so dass er schließlich die Entscheidung traf.

Die Stadt machte auch bei näherer Betrachtung einen ordentlichen und gepflegten Eindruck, und nur weniges erinnerte an den furchtbaren Krieg, der hier vor einigen Jahren gewütet hatte; noch weniger an die Schrecken, die das Land heimsuchten. Auch die kleine Gruppe um Finnegan fand sich irgendwann in der Burg wieder und stellte überrascht die Offenheit gegenüber der Stadtbevölkerung fest. Da es dort jedoch für sie nicht viel zu sehen gab, kehrten sie nach kurzer Zeit wieder nach unten in die Stadt zurück.

Zahlreiche Geschäfte für alle möglichen Waren und Dienstleistungen waren über die Stadt verteilt, wobei sich die meisten im Marktviertel häuften, wo auch sonst ein hektisches Treiben herrschte, denn es war Markttag, und überall wurde um Preise gefeilscht, Waren angepriesen und auch sonst herrschte jede Menge Trubel.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 08.06.2019, 09:04:28
Erich war froh das sie so schnell und einfach zur Schmiede gekommen waren und das er seinen Kontakt so einfach finden konnte. Es war zwar etwas überflüssig nach der Vorstellung von Friedrich, aber trotzdem reichte Erich seine Hand ebenfalls Gunther um diesen zu zeigen das auch er ein Kreuzritter ist.

Nachdem dann alle drei das Nebenzimmer betreten hatten und sie von Walter begrüßt worden waren ergriff diesmal Erich als erstes das Wort "Seit gegrüßt Walter. Ich bin Erich Janina Graustein und das ist mein Freund Friedrich Alfred von Dent. Da wir aber alle zum Orden gehören brauchen wir es wohl nicht so förmlich zu halten. Ihr könnt mich als Erich nennen." Nachdem die Freundlichkeiten ausgetauscht waren kam Erich dann sofort auf den Punkt "Nun da wir uns alle kennen gelernt haben möchte ich gleich zum Punkt kommen. Wir haben zusammen mit ein paar anderen Abenteuern diesen Schrecken hier erlegt." mit diesen Worten legte Erich den Sack mit dem abgetrennten Wolfskopf auf den Tisch. "Wir konnten diesen Werwolf erledigen. Friedrich ist der Meinung das dies kein normaler Werwolf ist und das dies wohl ein ganz besonderes Exemplar war. Aber dazu kann Euch Friedrich wohl mehr erzählen. Ich kann Euch nur davon berichten das dieses Vieh ordentlich austeilen konnte und wirklich enorm stark war. Ich habe es leider am eigenen Laib erfahren und bin bis heute noch nicht von allen Wunden geheilt. Und Glaubt mir, das sind nicht die ersten Wunden die ich davon getragen habe, doch diese sind echt schwer. Also muß ich Friedrich in soweit Recht geben, das Vieh ist nicht normal, aber was ist denn auch schon normal bei solchen Schrecken. Ich bin auf jeden Fall froh das dieses Biest nun kein Unheil mehr anrichtet."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 08.06.2019, 11:55:31
“Bon“, meinte Louis bestens gestimmt, “wir sehen uns also später ien die bistro.“ Womit er Jeanne ohne viele Umschweife entführte und sich mit ihr zu einem Schneider durchfragte – dank seiner eigenwilligen Aussprache des örtlichen Idioms ein kleines Abenteuer für sich. “Erst einmal werden wir dafür sorgen, dass du anständig gekleidet bist, mon petit, erklärte er dem Mädchen, “denn Kleider machen die Mensch, eh? Außerdem muss iesch meine eigene Garderobe ein wenig in die Ordnung bringen lassen, wie mir scheint“ fügte er mit einem indignierten Blick vor allem auf seine mitgenommenen Stiefel und Hosen hinzu. Mit dem jedem Adeligen eigenen Selbstbewusstsein klopfte er mehrmals mit der flachen, behandschuhten Rechten auf den Tresen oder eine andere dazu geeignete Fläche, um auf die Kundschaft aufmerksam zu machen. “...'hallo? 'heda, wo iest 'ier le tailleur? Iesch benötige seine Dienste!“
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 08.06.2019, 15:19:10
Gunther pfiff anerkennend durch die Zähne, als er den Kopf des Biestes erblickte. "Ganz schöner Brocken. Den habt ihr zu zweit erlegt? Da wundert es mich, dass ihr noch aufrecht gehen könnt.[1]
Das war also der Schrecken aus dem Salzsumpf? Wir haben Berichte davon gehört, und auch, dass der Orden jemand hinschicken wollte - das wart dann wohl ihr beide."


Gunther blickte noch ein paar Sekunden den auf Kopf an, der nun auf dem Tisch lag, dann fuhr er geschäftsmäßig fort. "Nun gut, du bist also verletzt, Erich? Ich kann einen guten Heiler empfehlen, der dir helfen wird. Keiner von diesen Quacksalbern, die denken, nur mit Gebeten und einer zünftigen Schröpfung wird alles gut. Sag ihm, ich schicke dich, und zeig ihm den Ring. Was können wir sonst noch für euch tun?"

Gunther erklärte Erich noch den Weg zum Haus des Heilers, bevor Walter das Wort ergriff:
"Was meint dein Freund mit 'ein besonderes Exemplar?'"
 1. Deine Heldengeschichte ist damit abgeschlossen, Erich. Du kannst dir den Vorteil aufschreiben und eine neue Geschichte beginnen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 08.06.2019, 15:35:41
"Ja ja, schon gut. Ich bin ja da!"
Mit heftigem Schnaufen kam ein kleiner, rundlicher, jedoch nach neuester Eisenmode gekleideter Mann aus dem Nebenraum, den Louis sicherlich um einen Kopf überragte. Sein Instinkt hatte ich jedoch nicht getrogen, denn er sah auf den ersten Blick, dass der Mann ein Auge für Mode hatte. Zwar war hier alles etwas weniger extrovertiert und weniger grell als in Charouse, doch ein Kenner bemerkte, dass die montaignische Mode auch hierzulande ihre Spuren hinterlassen hatte - zumindest für die, die es sich leisten konnten. Er musste sogar zugeben, dass die dezentere Kleidung hierzulande in gewisser Weise stilvoll war, auch wenn sie es mit seiner Heimat natürlich nicht aufnehmen konnte.

In einem nasalen Singsang begann er, auf Louis einzureden:[1] "Oh, ein Montaigner! Monsieur, Ihr werdet keine bessere Boutique im Umkreis von 100 Meilen finden; wir haben Stücke von Yves St. Fignon, der berühmte Modemacher aus der Montaigne, der nun in Freiburg sein Geschäft hat.
Aber was habt Ihr nur getan?"
erschrak er plötzlich, als er die blutverkrustete Kleidung des Montaigners erblickte.
 1. Zur Vorstellung: Denkt an Dirk Bach
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Louis de Fromage Puant am 09.06.2019, 11:22:10
Mit einer knappen, angedeuteten Verbeugung grüßte Louis den maitre und erwiderte: "Euer Auge trügt Eusch niescht, Monsieur. Meine bezaubernde Begleiterin und iesch benötigen Eure Kunstfertigkeit!" Womit er Jeanne mit einer galanten Geste dem Dicken vorstellte. "Es freut miesch sehr zu 'ören, dass Ihr so gut ausgestattet seid. Eine erfreuliesche Glücksfall." Der entsetzte Kommentar des Schneiders ließ ihn theatralisch seufzen. "Nun, leider sind die Straßen 'ier niescht sehr sischer, wes'alb Mademoiselle Jeanne und iesch mit unsere Begleiter einige, ah, unerfreuliesche Begeben'eiten zu meistern 'atten. Bedauerliescherweise 'at meine Garderobe dies niescht ganz ohne Einbußen überstanden. Wohlan, maitre, aus diese Grund bin iesch 'ier: Iesch lege die standesgemäße Erneuerung meiner Ausstattung voller Vertrauen in Eure 'and!" Abermals wies er mit einer galanten Geste auf Jeanne. "Und ebenso wünsche Iesch, dass Ihr Mademoiselle einkleidet, wie es für eine Tochter aus gutem bürgerlieschem 'ause übliesch ist. An die Arbeit, maitre, und Ihr sollt es niescht bereuen!"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Don Tristan de la Verde am 11.06.2019, 23:36:03
Auch Don Tristan machte sich die Mühe sich genug vom Grundriss der Stadt einzuprägen um sich selbst bei Dunkelheit zumindest notdürftig orientieren zu können. Ausserdem nutzte der castilische Arzt die Gelegeneheit im Markviertel seine arg geplünderte Arzttasche wieder aufzufüllen wobei er wie schon im Gasthaus zum größten Teil mit vendelischer Münze zahlte und stets ein waches Auge auf seine Börse hatte.
Doch während der ganzen Zeit hielt er hielt er die Ohren offen ob er nicht irgentwo das Wörtchen 'Vagabundo"
aufschnappte. Zwar hatte das Gerücht, dass ihn überhaupt erst in die Eisenlande geführt hatte von Freiburg gesprochen, aber schaden konnte es schließlich nicht und wenn an dem Gerücht etwas wahres drann war hatte man vielleicht mittlerweile hier in Naumburg mehr gehört. Zumal die angebotenen Waren keinen Zweifel daran ließen, dass die Menschen hier auch mit weiter entfernt liegenden gegenden Handel trieben.

Das offene und unbewachte Tor lies den Hidalgo allerdings verwundert die Brauen hochziehen.
Ganz abgesehen von Fragen der Sicherheit hätte schon sein Stand von jedem castillischen Granden verlangt das Burgtor bewachen und jeden Einlass kontrollieren zu lassen.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 14.06.2019, 03:31:52
Es war ihm zwar nicht ausdrücklich angeboten worden aber Friedrich machte es sich dennoch auf einem der Stühle gemütlich und nickte auch Walter zu, als dieser sich vorstellte. Erich verlor keine Zeit und erzählte sofort, wie stark und gefährlich der Werwolf gewesen war. Bestätigend nickte der Forscher bei den Worten, musste sich aber kurz darauf räuspern, um die Umstände etwas genauer zu erklären.
"Nun, eigentlich hatte man Erich geschickt aber wir sind uns durch Zufall über den Weg gelaufen und da wir alte Freunde sind, habe ich mich spontan dazu entschieden, ihm zu helfen." Friedrich schüttelte langsam den Kopf. "Und alleine haben wir den Werwolf auch nicht erlegt. Wir hatten Unterstützung durch ein paar talentierte Männer, die ebenfalls hier in der Stadt sind. Ich denke alleine hätten selbst Erich und Ich den Werwolf nicht erlegen können." gab er ehrlich zu. Es machte ihm nichts aus, seine Einschätzung der Tatsachen zu schildern. Ohnehin war es nicht ganz unwichtig und unterstützte nur, wieso der Werwolf so ungewöhnlich war.
Er wandte sich an Walter. "Ich habe mein Leben der Forschung und Monsterjagd gewidmet. Werwölfe sind mir nicht unbekannt aber dieses Exemplar war ungewöhnlich." Er holte sein Buch mit den frisch gezeichneten Skizzen und Notizen heraus und gab es Walter. "Da wäre zum einen seine Größe und Stärke. Werwölfe sind ernstzunehmende Gegner aber dieser war viel kräftiger und widerstandsfähiger als er hätte sein dürfen." Er fuhr fort. "Was mich aber mehr wundert als das und auch ziemlich beunruhigt, war seine Fähigkeit, seine Gestalt bewusst zu ändern. Auch außerhalb von Vollmondnächten. Es schien, als hätte er volle Kontrolle darüber." Er strich sich über seinen Bart. "Ich muss dir natürlich nicht sagen, was das bedeutet und welche Folgen so etwas haben kann. Du bist Veteran und weißt mehr als viele andere, mich eingeschlossen. Kannst du mir mehr darüber sagen? Sind meine Sorgen berechtigt?"
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 16.06.2019, 13:35:23
Erich bedankte sich für die Empfehlung des Arztes und das er sich dort melden kann. "Darf ich auch unsere Begleiter mit zu diesem Arzt nehmen? Sie sind zwar keine Mitglieder des Orden, aber trotz allem waren sie nicht unwesentlich am Erfolg beteiligt. Oder könnt Ihr uns einen weiteren Arzt empfehlen an den wir unsere Begleiter verweisen können?" fragte Erich freundlich nach.

Nach einem kurzen Moment fiel Erich sein grummelnder Magen auf und erinnerte ihn daran das er Hunger hatte "Achja, könnt Ihr uns noch empfehlen wo man hier gut Essen kann und einen ordentlichen Schluck zu Trinken bekommt? Ein gemütliches Bett wäre vielleicht auch nicht schlecht nach der anstrengenden Reise."
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Mondragor am 17.06.2019, 17:11:08
Der Alte hörte Friedrichs Schilderungen aufmerksam zu und sah sich dessen Aufzeichnungen lange an. Seine Miene ließ dabei zunehmende Besorgnis erkennen; insbesondere der Teil mit der bewussten Änderung der Gestalt ließ ihm aufhorchen.
“Die Stärke des Monsters macht mir wenig Sorgen.“ antwortete er schließlich. “Werwölfe kommen in allen Größen, und dieser ist nicht der erste, der mehrere gut gerüstete Helden in Schwierigkeiten gebracht hätte. Ihr Nachteil ist ihre Wildheit: Mit der menschlichen Gestalt verlieren sie auch die Intelligenz - und wenn stimmt, was du sagst, dann war dieser hier zumindest auf dem Weg, diesen Nachteil auszugleichen. Ich möchte mir nicht vorstellen, zu was ein Werwolf, ausgestattet mit der Verschlagenheit eines Schurken, imstande wäre.

Der Umstand, dass dieser hier scheinbar bis nach Inismore reisen musste, um das zu finden, was er suchte, verschafft uns zumindest einen Vorteil. Ich hoffe, dass er dieses Geheimnis für sich behalten hatte uns bitte euch inständig, dies auch zu tun.

Dennoch müssen wir dieser Sache nachgehen, um möglichen Feinden einen Schritt voraus zu sein. Mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl, versteht sich. Zunächst würde ich gerne mehr über dieses Biest herausfinden; denkt ihr, ihr könnt mir den Kopf überlassen?“


Die Frage Erichs wurde währenddessen zustimmend beantwortet. “Selbstverständlich bekommen eure Gefährten die gleiche Behandlung, schließlich haben sie geholfen, unsere Mission zu erfüllen. Nehmt sie mir zu Doktor Faustus, und er wird Ihnen ebenfalls helfen.
Was Bett und Mahlzeit betrifft, kann ich euch den Hirschen, gleich am Marktplatz empfehlen. Saubere Zimmer, gutes Essen und angemessene Preise.
Ich bin allerdings nicht sicher, ob es den Ansprüchen eines Adligen genügt.“
fügte er mit einem Blick auf Friedrich hinzu.

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Die anderen kamen inzwischen mit ihren Besorgungen gut voran: Louis und Jeanne würden auf ihre Garderobe zwar ein paar Tage warten müssen, doch für die Zwischenzeit erstand der Montaigner für die beiden wenigstens einige ordentliche, wenn auch für Louis' Geschmack etwas einfache, Stücke, damit sie nicht weiter in ihren besudelten und zerrissenen Kleidern Aufsehen erregen würden.

Auch Don Tristan war erfolgreich, wenn auch nur teilweise. Die Auswahl, auf die er stieß, war erfreulich umfangreich, und so hatte er bald alle Kräuter, Verbände und sonstiges, was er für seine Tasche gesucht hatte, erstanden. Seine sonstigen Erkundigungen waren jedoch erfolglos verlaufen, wobei er auch nicht aktiv versucht hatte, nach dem Geheimbund zu fragen. Einen Castiller hatte er jedoch nicht getroffen, und wo hätte er auch mit seiner Suche begonnen sollen?
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Friedrich Alfred von Dent am 18.06.2019, 04:28:46
"Ich bin lange nicht mehr so anspruchsvoll wie zu Jugendtagen." erwiderte Friedrich mit einem Lächeln. Seine Arbeit für den Orden führte ihn oft an die entlegensten Orte und er musste sich stets dreckig machen. Der Sumpf war ja der beste Beweis dafür. Schon vor Jahren hatte er gelernt, den Wert eines normalen Gasthauses wertzuschätzen. "Den Kopf kannst du behalten. Ich weiß noch nicht, wie meine Pläne für die nächste Zeit aussehen. Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich noch einmal wiederkommen. Vielleicht kann ich dich bei deiner Arbeit sogar unterstützen." bot er an. Ihm lag viel daran, mehr über diesen Werwolf und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten zu lernen. Wenn er helfen konnte, dieses Geheimnis zu lösen, würde er das tun.
Nachdem alles besprochen und weitere Vorgehensweisen geklärt waren, verabschiedeten sich die beiden Eisen von ihren Brüdern. Da noch einiges an Zeit bis zum Treffen blieb, erkundete Friedrich die Stadt. Er hatte kein Ziel und musste nichts erledigen, sondern wollte nur die Zeit totschlagen. Gegen Abend zog es ihn dann zurück zu der Kneipe, in die er die Gruppe eingeladen hatte. Er war als Erstes da und konnte so alle Vorbereitungen treffen. Die Einrichtung war rustikal gehalten aber war dennoch ziemlich gemütlich. Ein großer Kamin und einige Fakeln spendeten reichlich Licht. Auf einer kleinen Bühne wurde von irgendeiner Bardengruppe leicht verdauliche Musik gespielt.
Friedrich bestellte sich einen Krug Bier und machte den Wirt direkt darauf aufmerksam, dass er den Leuten, die schon bald mit ihm am Tisch sitzen würden, jeden Wunsch erfüllen sollte und die Kosten auf ihn gingen. Er setzte sich auf die Bank neben einen großen Holztisch und wartete, vertieft in eines seiner Bücher, auf den Rest der Gruppe.
Titel: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
Beitrag von: Erich Janina Graustein am 18.06.2019, 06:45:21
"Klar dürft Ihr den Schädel behalten. Ich würde mir nur gerne ein kleines Andecken mitnehmen. Wenn es also die Forschungsarbeiten nicht weiter stört, dann würde ich mir einen der Reißzähne als kleine Erinnerung mitnehmen", meinte Erich mit einem breiten lächeln.

"Ich werde dann morgen zusammen mit meinen Reisebegleitern den Arzt aufsuchen, so das er dann nur einmal Besuch bekommt und nicht mehrmals in seiner Arbeit gestört wird", verabschiedete sich Erich dann von seinen Ordensbrüder und ging dann auch seiner Wege. Es führte ihn auch in die Stadt doch ging er jetzt getrennte Wege von Friedrich, denn er wollte noch ein paar Besorgungen machen und vor allem seine Ausrüstung aufbessern lassen, denn diese hatte bei dem Kampf dann doch arg gelitten.

Am späten Abend gesellte er sich ebenfalls zur der Kneipe und hielt Ausschau nach den anderen, da bis auf Friedrich noch keiner anwesend war setzte er sich zu seinem Freund und Grüßte diesen kurz, nachdem er sich ebenfalls etwas zu Trinken bestellt hatte.