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Online-RPGs D&D 5E => Forgotten Realms - Verfall und Wiedergeburt => Thema gestartet von: Idunivor am 10.05.2019, 18:40:12

Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 10.05.2019, 18:40:12
Es war ein ganz normaler Sommermorgen in Klauenhafen. Keine Wolke stand am Himmel und die Sonne spendete großzügig ihr Licht für die kleine Siedlung am Delimbiyr. Die Bewohner waren gerade erwacht und ein jeder ging wie gewohnt seinen Geschäften nach. Nur wenige lagen noch in ihren Betten, weil sie in der Nacht zuvor zu viel Broms Gebräu gehabt hatten. Die meisten hatten sich schon aus den Federn geschwungen, geweckt vom Zwitschern der Singvögel, um zu sehen, was dieser Tag bringen sollte. Es gab wie immer viel zu tun. Klauenhafen war noch jung und wenn es einmal ein wirklich prosperierendes Örtchen werden sollte, dann gab es viel zu tun.

Der Geruch von Harz und frisch geschlagenem Holz lag wie fast immer über der Siedlung. All jene, die noch keine feste Aufgabe in der Gemeinschaft hatten, waren damit beschäftigt zwei weitere Hütten am Dorfrand, direkt im Schatten der Palisade zu errichten, die das Dorf schütze. Hier war schon einiges an Betrieb seit die Sonne aufgegangen war. Noch war das Klima zwar recht angenehm, aber irgendwann würden die ersten starken Regenfälle als Vorboten der Herbsstürme kommen und dann sollte jeder hier in Klauenhafen besser ein Dach über dem Kopf haben. Es mochte noch mehrere Zehntage dauern, schließlich war der Flammleite gerade erst angebrochen, aber man musste bereit sein für alle Eventualitäten, wenn man so fern von jeder Zivilisation liebte. Und die Bewohner von Klauenhafen konnten sich nicht wie die Zwerge in den Fernberg-Stollen einfach unter die Erde verziehen, um dort jedes Unwetter auszusitzen.

Das große Tor in der Palisade, von dem aus der einzige Pfad in diesem wilden Land - von einer Straße konnte hier wirklich keine Rede sein - in Richtung der Fernberg-Stollen führte war geöffnet. Und auch wenn hier einige wenige Milizionäre Wache standen, so bemerkte doch niemand, die Gestalt, die am Horizont auftauchte. Tatsächlich waren die Wächter so abgelenkt von einer Diskussion auf der unweiten Baustelle, dass sie sie nicht einmal bemerkten, als sie das Tor schon fast erreicht hatte.
So kam es, dass sie genauso überrascht waren, wie die Bewohner Klauenhafens, die gerade zufällig den Dorfeingang passierten, als sie das Mädchen erblickten. Es mochte zwölf oder dreizehn Winter alt sein, sein einfaches Gewand war zerrissen, die untere Hälfte des Leinen-Kleides klitschnass. Ihr rotes Haar war zerzaust, sie atmete schwer und ihre nackten Füße waren blutig. Sie musste einen weiten Weg gelaufen sein und schon in der Nacht mit ihrem Marsch begonnen haben um jetzt hier zu stehen. Auf der Torschwelle angekommen brach sie hinab auf die Knie. Sie brachte nur noch ein "Sie kamen in der Nacht..." hervor, dann fiel ihr zarter Körper in den Staub.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 10.05.2019, 20:27:40
Schnellen Schrittes schloß Sé die Distanz zwischen der Böschung und der kleinen Gestalt. Die junge Druidin war auf dem Weg in den nahegelegenen Hain gewesen, als sie bemerkt hatte, dass sie ihre Tasche vergessen hatte. Sie dachte an Brom, der sie schon öfter wegen ihrer Zerstreutheit aufgezogen hatte und trat durch das Gebüsch in Richtung Stadttor, als sie das Mädchen fallen sah.

Zwei Wachen standen am nächsten und beugten sich über das Kind. Sie sprachen sie an, doch ohne Erfolg. Sé versuchte sich an den Namen des einen zu erinnern, doch er war ihr entfallen. Einerlei. Am Schauplatz angekommen berührte sie seine Schulter und sah dem jungen Wachmann fest in die Augen: "Sieh ob du Torben finden kannst." Ohne seine Reaktion abzuwarten kniete Sé sich hinunter. Das Mädchen atmete. Vorsichtig drehte sie die Kleine um und legte ihr dabei ihren Umhang unter den Kopf. Das blasse Gesicht, kleine Sommersprossen um die Nase, wies oberflächliche Kratzer auf, die Augen waren dunkel unterlegt. Der Atem des Kindes schien gleichmäßig.

Sé achtete nicht auf das Geschehen um sie herum, als sie das Mädchen weiter untersuchte[1]. Die Füße waren zerschunden, darüberhinaus konnte die Druidin keine offensichtlichen Wunden erkennen. Entweder das Mädchen hatte Verletzungen im Inneren, oder es war eine vollkommene Erschöpfung, die sie hatte ohnmächtig niederfallen lassen. Sie war wohl schon länger barfuß unterwegs, das Kleid aber, war triefend nass. War sie durch den Fluss gewatet? Hatte sie jemand verfolgt?

Ein plötzliches Geräusch ließ Sé aufschauen.
 1. Medicine: 10
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 11.05.2019, 00:27:22
Niyall war irgendwo in der Nähe der Baustelle, als das Mädchen am Tor eintraf und umfiel. Durch das geschäftige Treiben bekam sie zunächst auch garnichts davon mit. Erst als Sé zu der kleinen Gestalt eilte, um ihr zu helfen, wurde auch die Waldelfin darauf aufmerksam, dass dort etwas vor sich ging.

Natürlich ging sie sofort schnellen Schrittes - und ihre Schritte waren wirklich schnell, die wenigsten Dorfbewohner konnten dabei mit ihr mithalten - zum Tor, um nachzusehen, was vorgefallen war. Da sie in der Heilkunst nicht wirklich bewandert war und Sé dafür ohnehin wesentlich besser geeigner war, konnte sie auch nicht viel machen, um zu helfen.

"Vielleicht braucht sie Wasser?" fragte Niyall nur, da es das einzig Hilfreiche war, was ihr in dem Moment einfiel.

Dann fügte sie noch hinzu: "Ich sehe mal nach, wo sie herkam. Solange die Spur noch frisch ist."

Damit machte sich die Waldelfin auf den Weg, die Spuren des jungen Mädchens zurückzuverfolgen. Sie würde kaum bis dahin gelangen, wo sie losgelaufen war, aber vielleicht konnte sie ja dennoch irgendwelche Erkenntnisse daraus ziehen[1].
 1. Survival 21
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 11.05.2019, 14:37:53
"Laaangsam ... etwas zu mir, Gisbert. Und halt!" Jekyl fixierte den Balken, den Gisbert und Boron auf ihre Schultern gewuchtet hatten, mit einem Bolzen und betrachtete zufrieden den Fortschritt, den das Bauprojekt machte. Als er vor anderthalb Jahren in die Siedlung gekommen war, wollte er zunächst nur kurz Ruhe finden, um dann nach Süden weiterzuziehen, möglichst weit weg von Grombur und der Mine. Doch dann sah er, in welchem Zustand die Hütten und Unterkünfte der Menschen hier waren, und plötzlich hatte er eine Aufgabe vor Augen: Es mochte ja sein, dass es unter den Menschen Baumeister gab, die prachtvolle Schlösser und Tempel bauen konnten, doch hier gab es offenbar keinen von ihnen - es fehlte ganz einfach ein Zwerg, der etwas von Steinen und Mauern verstand.

In windschiefen Holzhütten hatten die meisten der Bewohner gehaust, als Jekyl Kator Vil aufgesucht hatte, der die Führung der kleinen Kolonie übernommen hatte. "Wenn ihr hier dauerhaft sesshaft werden wollt", so hatte der Zwerg begonnen, "dann braucht ihr auch richtige Häuser. Häuser aus Stein, die dem Wetter trotzen, und die man mit einem festen Kamin beheizen kann."

Die Schmiede war das erste Gebäude gewesen, das Jekyl mit Hilfe der Dorfbewohner geplant und gebaut hatte, und seitdem war er Tag um Tag damit beschäftigt, alte Häuser zu erneuern und aufzuwerten und neue zu errichten. Natürlich waren nicht alle Häuser aus Stein, doch viele hatten zumindest ein gemauertes Fundament, und auch die Statik der anderen Häuser hatte von Jekyls Wissen profitiert. Und seit letztem Sommer hatte er mit Gisbert sogar einen Lehrling, der wie ein Schwamm alles Wissen aufsaugte, das der Zwerg in über einem Jahrhundert in diesem Beruf angesammelt hatte. Immer wieder musste er sich die Augen reiben, wie schnell die Menschen, die doch eine so kurze Lebensspanne hatten, lernten. Und Gisbert war selbst für einen Menschen aufgeweckt und besaß eine erstaunliche Auffassungsgabe.

Plötzlich bemerkte der Baumeister, dass sich am Tor in der Palisade eine kleine Menschentraube gebildet hatte - irgendetwas musste dort vor sich gehen. Und da der Balken nun erst einmal sicher fixiert war, gab er seiner Neugierde nach und signalisierte seinen beiden Helfern, eine Pause einzulegen. "Kommt, das sehen wir uns einmal an." forderte er sie auf, ihm zu folgen, und setzte sich in Bewegung.

Als er sich dem Tor näherte, bemerkte er außer den Wachen auch noch Niyall und Sé Faoláin, die sich scheinbar über einen Körper beugte. Sofort beschleunigte er seine Schritte und sah schließlich ein junges Mädchen, dass wohl auf der Torschwelle zusammengebrochen sein musste. Da die Druidin sich bereits um sie kümmerte und eine der Wachen bereits auf dem Weg war, weitere Hilfe zu holen, wies er Gisbert an, Sé Faoláin nach besten Kräften zu unterstützen und folgte selbst Nyall.

"Was ist passiert? Wo ist sie hergekommen?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 11.05.2019, 14:51:59
Niyall zuckte nur mit den Schultern. "Als ich hier ankam, war sie schon da. Ich wollte gerade nachsehen, wo ihre Spuren hinführen."

Durch die Szenerie wurde die Waldelfin auch wieder an ihr eigenes Schicksal erinnert und hielt für einen Moment inne. Vielleicht nicht ganz gleich, doch ein paar Ähnlichkeiten gab es schon. Auch sie war sehr jung gewesen, sogar noch viel jünger, wenn man das menschliche und das elfische Wachstum in Betracht zog, als sie damals von einigen Reisenden gefunden worden war. Das Mädchen hier hatte alleine den Weg zu ihrer Siedlung gefunden. Tapferes kleines Ding. Vielleicht war es auch nur ein Zufall, aber vielleicht wusste sie auch von Klauenhafen und war gezielt hierher gegangen. Das würden sie hoffentlich noch herausfinden.

Dann zog Niyall aber auch endlich los, um wie geplant den Spuren zu folgen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 11.05.2019, 20:23:15
Der Schatten der wuchtigen Gestalt wanderte über flache Hügel im Gelände, über Baumstümpfe und – stämme, während sich die stämmigen Beine in gleichbleibendem Schritt durch hohes Gras und Unterholz bewegten. Dabei veränderte die schwarze Silhouette ihre scheinbaren Maße im Licht der schräg einfallenden Sonnenstrahlen, je nachdem, wo sie sich abzeichnete. Der Urheber des Schattens kümmerte sich indes wenig um das interessante Phänomen. Er stapfte in einem zügigen Marschtritt voran, an einem ledernen Ranzen auf seinem Rücken den Hammer eines Prospektoren sowie eine Spitzhacke befestigt, in dem Behältnis die Ausbeute seines Ausflugs: von besonderen, sehr seltenen Adern durchzogene Steinbrocken, die man nach zwergischem Ritual zur Errichtung eines Herdsteins benötigte – Grundlage und Mittelpunkt jedes von Moradin gesegneten Haushalts nach den Glaubenssatzungen orthodoxer Anhänger des Gottes.

Der Bartträger, für einen Angehörigen seines Volkes recht hochgewachsen, aber dennoch breit gebaut, sah einige Male mit missmutigem Gebrummel gen Himmel und strich sich über seinen wohlgepflegten Bart, ehe er seinen Weg fortsetzte. Als in einiger Entfernung vor ihm das Tor auftauchte und er auf die ungewöhnliche Situation dort aufmerksam wurde, hielt er nochmals inne. "Hammerschlag und Funkenflug", brummte er, "was mag nun schon wieder los sein bei diesen hektischen Bartlosen?! Es ist doch alle Tage etwas anderes..." Womit er sich wieder in Bewegung setzte. Seine Schritte, etwas weniger lang als die eines Menschen, dafür aber von einer unerschöpflich scheinenden Beharrlichkeit, überwanden die restliche Distanz überraschend schnell, so dass er schon bald mehr erkennen konnte. "Bei Moradins Hammer, was ist denn hier los?" erkundigte er sich, einen Seitenblick der davoneilenden Elfengestalt nachwerfend. Die behandschuhte Linke lag auf dem Griffstück eines massiv wirkenden Kriegshammers, als seine schweren beschlagenen Stiefel endlich zu einem Halt kamen. Jykel bekam ein gemessenes Nicken zu sehen, für die anderen war in den kantigen Zügen hinter dem dichten Bart wenig zu lesen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 13.05.2019, 10:13:27
Auch eine weitere Gestalt, groß und dünn, auf eine ganz eigene Weise attraktiv, trat zu der Traube von Helfern und Gaffern. Die Haare, weiß und schwarz zu gleichen Teilen, zwischen den langen, gefährlich aussehenden Hörner straff nach hinten gekämmt, in einem prächtigen dunklen Kettenmantel gekleidet, machte der Fremde einen bleibenden Eindruck.

Vor kaum mehr als zehn Tagen war er in Klauenhafen das erste Mal gesehen worden und hatte sich auch danach nicht viel blicken lassen. In dieser Zeit die Abgeschiedenheit der Umgebung suchend, war er stets Vormittags aufgebrochen und erst bei Einbruch der Dunkelheit zurück gekehrt um sich schweigsam ein günstiges Mahl zu genehmigen und dann wieder in eines der Fremdenzimmer zu verschwinden.

An diesem Morgen aus seiner Routine gerissen, stand der Tiefling zwischen den Menschen und Zwergen und überragte sie alle gut um einen Halben Kopf oder eben mehr. Die Hörner und der Zweihänder, dessen Griff über die Schulter des Gerüsteten gut zu sehen war, unterstrichen den martialischen Auftritt des Mannes. Froh darüber, dass sich bereits eine junge Frau um das Menschen-Mädchen kümmerte, blickte er in die Gesichter der Umstehenden und fragte dann mit ruhiger Stimme: "Weiß jemand wer sie ist? Wessen Kind?" Wenn sie so erfuhren welcher Hof hier betroffen war, so konnte er seinem Versprechen gegenüber Dorfsprecher Vil nachkommen. Denn so wie es aussah, konnten die Menschen die hier lebten seinen Schutz wahrlich gut gebrauchen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 14.05.2019, 00:22:20
Oldor war an diesem sonnigen Morgen in seinem kleinen Zimmer in der Schmiede aufgewacht. Jykel hatte beim Bau der Schmiede hervorragende Arbeit geleistet. Die Esse bekam durch den Kamin die richtige Hitze um alles zu schmieden was das kleine Klauenhafen für sein weiteres Wachstum benötigte. Er hatte sich eine Kleinigkeit in den Mund geschoben und es mit frischem Wasser herunter gespült bevor er sein allmorgendliches Ritual durchführte. Er genoss diesen kurzen Weg mit sich, der noch taufrischen stillen Umgebung an diesem Morgen und Moradin. Manches Mal muss es sich für Außenstehende anhören, als hätte der Zwerg „irgendeinen neben sich gehen“. So vertraut war Oldor nicht nur morgens im Umgang mit seinem Gott.
Als er gut gelaunt von diesem kleinen Spaziergang, der ihn nur kurz um die Häuser führte, zurück in die Schmiede kam hatte er sich bereits den Sack mit Nägel und Bolzen genommen, den er heute Jykel auf die Baustelle bringen wollte.
Jykel hatte ihn vor zwei Tagen gebeten, sich um die Aufstockung des zur Neige gehenden Vorrats an Nägeln zu kümmern, da Rollar sowieso schon bis unter beide ihrer schweren muskulösen Halborkarme beschäftigt war-  So hatte sich Oldor am gestrigen Tag an die Arbeit gemacht und einen mittelgroßen Sack mit den Nägeln und Bolzen gefüllt, die er frisch geschmiedet aus dem zischenden Wasserbehälter gezogen hatte. Oldor hatte etwas gegen Orks. Aber er konnte ganz gewiss unterscheiden, welcher Baum von innen faul war und welcher nicht. In den letzten Wochen hatten sich Rollar und Oldor hervorragend verstanden und beide hatten von der Kunstfertigkeit des gegenüber provitiert. Als Dank hatte Rollar ihn sogar gebeten in ihrer Schmiede zu nächtigen, was Oldor auch dankend annahm.
Die Baustelle am Rand von Klauenhafen war gerade in Sichtweite, als er Jykel und einige Arbeiter in Richtung Tor laufen sah. Sofort machte er sich auch auf den Weg dorthin und sah bereits eine Taube von Dorfbewohnern, die sich mit den beiden Torwächtern um eine kleine Gestalt am Boden kümmerten. Sé hatte sich bereits um das kleine Geschöpf gekümmert. Es sah von Weitem aus wie ein Halbling, der ohne Schuhe unterwegs war.
Als Oldor das Tor erreichte ließ er fast vor Schreck den Sack fallen. Hier handelte es sich nicht um einen Halbling, sondern um ein kleines Mädchen mit nasser Kleidung und ohne Schuhe.
Ohne einen Ton herauszubekommen starrte er die Kleine erst einmal gefühlte 2 Stunden lang an. Dutzende Fragen gingen ihm durch den Kopf. Ist sie noch schlimmer verletzt als die wunden Füße? Ist sie bei klarem Verstand? Holt jemand bereits Wasser? Woher kommt Sie? Wer oder was ist ihr wiederfahren?

Oldor hielt sich erst einmal zurück und schaute in die Runde.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 14.05.2019, 17:24:19
Das Mädchen war so erschöpft, dass auch das Wasser, das schnell herbei geschafft wurde, ihr nicht wirklich half. Sie schluckte es zwar, aber es brachte sie nicht wieder zu Bewusstsein. Das würde sehr viel mehr Ruhe brauchen. Aber immerhin konnten die versammelten Bewohner der Siedlung jetzt einen genaueren Blick auf sie werfen.[1]
Langsam aber sicher versammelten sich mehr Bewohner der Siedlung, um zu sehen, was genau hier vor sich ging, aber bisher war noch niemand eingetroffen, der zu den Entscheidungsträgern der Siedlung zählte, auch wenn bereits der Ruf nach Kator Vil und dem Alchemisten Torben laut geworden war. Irgendjemand war vermutlich unterwegs, um den Dorfsprecher zu holen.

Indessen verfolgte Niyall die Spuren des Mädchens zurück. Es fiel ihr nicht allzu schwer und schon nach wenigen Minuten war sie sich ziemlich sicher, dass das Mädchen von der Furt nördlich von Klauenhafen gekommen sein musste. Dies war der einzige Weg, den Fluss zu überqueren und das nasse Gewand des Mädchens hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass sie durchs Wasser gelaufen sein musste. Von hier war das ein Marsch von einer halben Stunde, aber sie würde vermutlich nichts interessantes auf dem Weg dorthin finden.
 1. 
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Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 14.05.2019, 18:59:14
Niyall kehrte um, nachdem sie ihre ersten Erkenntnisse gewonnen hatte. Jetzt, wo sie einen Moment der Ruhe hatte, um über die Sache nachzudenken, wurde ihr auch klar, wer das Mädchen sein musste. Im ersten Moment hatte sie sie nicht erkannt, sie kannte sie auch nur flüchtig, schließlich wohnte sie schon ziemlich lange recht weit draußen mit ihrer Familie. Ihrer Familie...

Die Schritte der Waldelfin beschleunigten sich, als sich ihre Gedanken nach und nach zu einem Gesamtbild formten. Am Tor angekommen rief sie: "Wir müssen raus zu dem Hof der Savars, vielleicht ist dort noch etwas zu retten! Wer begleitet mich? Wir sammeln uns hier, ich bin gleich wieder zurück."

Sie selbst holte schnell ihre Waffen und ein paar Ausrüstungsgegenstände, die von Nutzen sein mochten, und fand sich kurz darauf wieder am Tor ein, um nachzusehen, ob jemand ihrem Ruf gefolgt war.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 15.05.2019, 11:34:47
Als die Rothaarige davon sprach woher das Kind kam und scheinbar genau wusste wo deren Eltern zu finden seien, nickte Yazrin bestimmt als die Frage aufkam, ob sich jemand fand der sie dorthin begleiten würde. Ohne Umschweife kehrte er in seine kleine Kammer zurück und holte einen praktisch aussehenden Rucksack hervor in dem allerlei Nützliches seinen Platz gefunden hatte. Noch in dem für ihn beinahe winzigen Raum den Sitz seiner Waffen überprüfend, atmete der Tiefling einmal bewusst durch, ehe er wieder vor die schmale Holztüre trat und sie gewissenhaft versperrte.

Kurz darauf stand auch er wieder aufrecht am Tor und wartete geduldig als auch wortlos wer dem Ruf der Elfe gefolgt war.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 15.05.2019, 12:32:11
Sé hatte hier alles getan, was sie tun konnte. Das zarte Mädchen vor ihr war so erschöpft, dass es wohl Zeit und Ruhe würde brauchen, bevor die Kleine ansprechbar wäre. Die offensichtlichen Wunden hatte sie sich angesehen und notdürftig versorgt. Hilfe war unterwegs und der erfahrene Alchemist würde das Kind bestimmt nach bestem Wissen versorgen. Immerhin war Sé noch am Anfang ihres Könnens um das Heilen und wusste auch, wann sie ihr Möglichstes erreicht hatte. Gegen Erschöpfung jedenfalls half kein Kraut, dass die junge Druidin kannte. Besser ein Bett und Ruhe.

Was aber, wenn es auf dem Hof Verletzte gab? Der Gedanke war ihr bald gekommen. Sie musste dorthin. Allerdings war es nicht das Erste, was ihr eingefallen war. Sé kannte die Familie von der Niyall gesprochen hatte nicht, aber sie wusste, dass der Hof ein paar Stunden entfernt war. Nachdem das Mädchen versorgt war, spürte Sé als erstes nicht die Sorge um das Wohlergehen der restlichen Savars, sondern eine ohrenbetäubende Aufregung. Ein Rätsel! Ein Abenteuer! Die Sehnsucht nach der Welt ergriff ihr Innerstes und die altbekannte Unruhe bemächtigte sich ihres Herzens. "Ich hab meine Sachen ja schon dabei," meinte sie zu Niyall, als sie sich neben die Elfin stellte. Die Druidin gab den am nächsten Stehenden noch knappe Anweisungen.

Am Tor stand der Tiefling. Bei seinem Anblick machte Sés Magen einen aufgeregten Hüpfer. Sie hatte ihn schon etliche Male in der Taverne gesehen, aber noch nie mit ihm gesprochen. Der riesige Mann weckte ihre Neugierde. Sie hatte noch nie zuvor mit einem wie ihm zu tun gehabt. Sé hatte sich schon früher mit ihm bekannt machen wollen, doch sein Blick schien immer in die Ferne gerichtet, als wäre er in Gedanken weit weg. Gegen ihn sahen Niyall und sie fast aus wie Kinder.

"War das alles? Sind wir etwa schon komplett?" Sé suchte die umstehende Menge mit den leuchtenden Augen ab.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 15.05.2019, 16:13:57
Oldor kannte die Savars nicht. Es musste sich wohl um die Eltern des Mädchens handeln. Ein Leben in der Wildnis war mehr als hart und wie das Mädchen aussah, hatte es sich mit allerletzter Kraft hierher schleppen können. Die Elfin hatte Recht, es musste nachgesehen werden, ob die Familie wohlauf ist und von ihrem Hof noch etwas zu retten ist. Torben hatte hier alles, was er benötigte um dem kleinen Mädchen helfen zu können. Dies sah auf dem Hof anders aus.
Oldor eilte zurück zur Schmiede, wechselte ein paar schnelle Worte mit Rollar und holte seinen Rucksack und seine Waffen. Als er die Schmiede verlies richtete die Halborkin Ihren Schmiedehammer auf ihn: „Komm mir bloß nicht mit schlechten Nachrichten zurück.“ Oldor nickte ihr zu und verschwand auf die Straße. Als er das Tor sah, konnte er bereits zwischen den Dorfbewohners den Tiefling ausmachen, der bewaffnet am Tor stand und in die Menge blickte. Als er näher an das Tor trat, sah er auch die Elfe, die von Außerhalb gekommen war und die junge Menschenfrau, die sich um die Kleine gekümmert hatte. „Seid gegrüßt. Oldor mein Name. Vielleicht kennen mich einige. Ich gehe Rollar seit geraumer Zeit in der Schmiede ein wenig zur Hand. Wenn ihr eine kräftige Hand gebrauchen könnt, würde ich euch gerne bei eurer Mission unterstützen.“
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 15.05.2019, 20:16:26
Mit verschränkten Armen beobachtete Brogar das Geschehen. Seine Mundwinkel kräuselten sich ein wenig unwillig, und er brummte etwas unverständliches in seinen Bart. Der Zwerg machte einen misstrauischen, mürrischen Eindruck. Gewiss, das Mädchen... eine schlimme Sache mit der Kleinen. Nur sah sich der Runenschmied nicht als die örtliche Zwergenwohlfahrt an, weshalb er deutlich weniger begeistert wirkte als so manche anderen unter den Zeugen. Was ihn schließlich doch noch bewog, einen Schritt vorzutreten, war eher sein verletztes Gefühl für Recht und Ordnung: Es ging einfach nicht an, dass Banditen und ähnliches Gelichter ihr Unwesen unbehelligt trieben, wo Zwerge wohnten! So ließ er seine Hand nochmals schwer auf seine Waffe fallen und knurrte: "Zum Rostfraß noch mal... Niemand wird je einem Tunnelheim nachsagen können, dass er Gesetzesbrecher unbestraft laufen gelassen hätte!" Da er erst seit wenigen Tagen am Ort und gerade dabei war, sich ein Heim zu schaffen, trug der stämmige, muskelbepackte Zwerg seine wichtigsten Besitztümer stets bei sich. Er rammte den Kopf des Kriegshammers in den Boden, stützte beide Hände darauf und blieb breitbeinig wartend stehen. Offenkundig war er bereits zum Aufbruch gerüstet.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 16.05.2019, 09:19:57
"Guten Morgen, Oldor. Kräftige Hände sind wohl immer willkommen!" Sé strahlte den Schmied an. "Wir haben uns schon einmal an Rollars Esse gesehen. Ich bin Sé, wenn du dich noch erinnerst, und das ist Niyall."

Zu dem Zwerg von eindrucksvoller Größe, der so grimmig auf seinen Hammer gestützt stand, meinte sie: "Dich habe ich hier noch nie gesehen, Herr Zwerg. Ich bin hier letzten Herbst angekommen und helfe mit Kräutern und Gewürzen aus. Wie soll ich dich nennen?"

Sie warf auch dem Tiefling einen Seitenblick zu, besann sich, drehte sich ganz in seine Richtung und winkte ihm enthusiastisch zu: "Herr Tiefling! Gesellst du dich dazu?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 17.05.2019, 10:26:18
Als Riese zwischen den Frauen und Zwergen hervor ragend, drehte sich der KOpf des Tieflings und sein Blick richtete sich auf das Mädchen, nein, die junge Frau, die das Kind bisher behandelt und betreut hatte. Orangleuchtende Augen musterten das Gegenüber. Das heftig winkende Gegenüber wie er nun bemerkte.

Nun den ganzen, in der schweren Rüstung steckenden, Körper der jungen Frau - Sè hatte sie sich vorgestellt - zuwendend, machte der Mann einige Schritte zum Rest der sich sammelnden Gruppe und folgte so der Einladung. Die Namen der anderen versuchte er sich ebenso einzuprägen wie ihre Gesichter und als es an ihm war sich vorzustellen, so sprach er mit kratziger Stimme: "Ich bin Yazrin." und machte eine sachte Verbeugung in Richtung der anderen.

Wer er war und weshalb er hier her gekommen war, behielt der Tiefling für sich und hüllte sich in Schweigen. Eine Geschichte, die diesen Rahmen hier sprengen würde. Eine Geschichte für einen anderen Tag. Einstweilen musste es genügen, dass er bereit war zu helfen, nun da Hilfe benötigt wurde.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 18.05.2019, 00:40:50
Jykel hatte zunächst etwas Mühe, zwischen den Körpern der Umstehenden hindurch einen genaueren Blick auf das Mädchen zu erhaschen, doch schließlich gelang es ihm doch, und er erkannte sofort, um wen es sich handelte. Es war die Tochter der Savars, einer Familie, die die Sicherheit der Siedlung gegen das gefährliche Leben draußen in der Wildnis eingetauscht hatte. Jykel selbst war ihnen das ein oder andere Mal zur Hand gegangen, als es darum ging, ihren Hof sturm- und winterfest zu machen. Sollte ihnen etwa etwas geschehen sein?
Unwahrscheinlich war dies nicht - nicht umsonst gab es nur wenige, die außerhalb der Siedlung sesshaft geworden waren.

Als Nyall dazu aufrief, einen Trupp zum Hof der Savars zusammenzustellen, war der Zwerg bereits wortlos in Richtung der Baustelle geeilt: Er hatte seine Axt zwar schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr benutzt, aber es war wohl sein Zwergenblut, das ihn dazu bewog, sie dennoch bei den meisten Gelegenheiten mitzuführen. Und so stand sie dann auch an eine Wand gelehnt und wartete nur darauf, dass ihr Meister kam und eine Verwendung für sie hatte.
Als Jykel so bewaffnet wieder zum Tor zurückkehrte, hatte sich bereits mehrere andere Freiwillige gefunden, die sich Nyall anschließen wollten: Sé war dabei, was ihn nicht verwunderte, die beiden Zwerge Brogar und Oldor, und außerdem ein Tiefling, von dem Jykel sich nicht erinnern konnte, ihn schon einmal gesehen zu haben. Es schien, als wären sie vollständig, denn von den anderen Anwesenden machte niemand mehr Anstalten, sich ihnen anzuschließen. "Drei Zwerge, ein Tiefling und eine Elfe verteidigen die Stadt der Menschen, welch Ironie." schoss es Jykel kurz durch den Kopf, doch ihm war klar, dass er den Menschen damit Umrecht tat. Er hatte die Bewohner der Siedlung kennengelernt und ins Herz geschlossen, und die meisten von ihnen würden nicht zögern, ihr Leben für die anderen einzusetzen.

Als der Zwerg nun mit der Zweihandaxt auf dem Rücken auf den Aufbruch wartete und einen weiteren Blick auf  Mira erhaschte, spürte Jykel einen Anflug von Zorn tief in seinem Inneren - ein Gefühl, dass ihm Angst machte und das er nicht mehr erlebt hatte, seit er die Mine verlassen hatte. Es war kein gewöhnlicher Zorn, es war etwas ungleich mächtigeres, das das Potential hatte, ihn von innen zu zerfressen, wenn er nicht dagegen ankämpfte. Und Jykel hatte sich fest vorgenommen, es nicht noch einmal so weit kommen zu lassen wie damals, als er Grombur angegangen war und dabei beinahe den Verstand verloren hatte.
"Eins ... zwei ... drei ..." flüsterte er kaum hörbar für die anderen und atmete dabei mit tiefen, ruhigen Zügen ein und aus. Langsam zählte er so bis zehn, und spürte, wie seine Anspannung langsam von ihm abfiel. "Nicht heute." beschwor er sich selbst. "Nicht hier."

"Also los!" sagte er, als sie sich gemeinsam in Bewegung setzten, und blickte bang in die Richtung des Hofes, der noch längst nicht zu sehen war.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 18.05.2019, 01:11:21
Zufrieden blickte Niyall sich um. Sie war nicht enttäuscht worden. Insgesamt fünf weitere Bewohner von Klauenhafen hatten sich eingefunden, um sie zum Hof der Familie zu begleiten. Sie hoffte, dass sie dort noch etwas retten konnten. Sie rechnete nicht wirklich damit, aber sie hoffte es. Wie dem auch sei, sie mussten auf jeden Fall sehen, was passiert war. Dies könnte eine Gefahr für alle in ihrer Gemeinschaft sein. Und das durften sie auf keinen Fall zulassen.

"Danke euch allen! Lasst uns aufbrechen."

Niyall musste ihre Schritte oftmals bremsen, um den anderen Gelegenheit zu geben, zu ihr aufzuschließen. Vor allem die Zwerge mit ihren kurzen Beinen hatten Schwierigkeiten, mit der flinken Waldelfin mitzuhalten. Zwar machten sie ihre mangelnde Geschwindigkeit mit schier unerschöpflicher Ausdauer wett, aber die würde sich erst bei einem längeren Marsch auszahlen. Nun, sie hatten einige Stunden vor sich, daher war Niyall bemüht, sich nicht zu sehr zu verausgaben und ihre Kräfte einzuteilen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 18.05.2019, 14:46:25
Es hatte sich zumindest jemand gefunden, der das Mädchen zu Torben brachte, damit er sich um sie kümmern konnte und andere versprachen, sich auf die Suche nach Kator Vil und der Kastellanin zu machen, um ihnen zu berichten, was sich hier zugetragen hatte. Aber man war sich einig, dass zu langes Warten nicht klug war. Schließlich war Mira bis zur Erschöpfung gerannt, um Hilfe zu holen, das wollte man ihr nicht vergelten, indem man nun zögerte.
Also machte der versammelte Trupp sich auf, ohne groß mit den Anführern der Siedlung Rücksprache zu halten. Das war so oder so nicht nötig. Schließlich waren sie hier nicht in Tiefwasser oder Silbrigmond, wo Politiker erst besprechen mussten, was es zu tun gab und was ein weiser Weg sein mochte. Sie waren in der Wildnis und da galt es oft erst zu handeln und später zu sehen, was das alles bedeutete. Denn wenn man es andersherum machte, waren oft genug schon Katastrophen geschehen, die man sonst hätte verhindern können.
Also marschierten die sechs schnellen Schrittes durch die wilde Ebene, passierten die Furt des Delimbyir nördlich der Siedlung und hielten dann direkt auf den Hof der Savars zu. Da Jykel selbst schon eimal dort gewesen war, fiel es ihnen nicht sonderlich schwer den richtigen Weg zu finden und die Erwartung dessen, was dort geschehen sein mochte, sorgte dafür, dass der ganze Weg eher in wortkarger Anspannung verbracht wurde, als in fröhlichen Gesprächen. So gingen einige stunden ins Land, in denen sie hügel hinauf und hinab stiegen, sich mit hohem Gras und altem Buschwerk befassen mussten, aber schließlich kam die Senke in Sicht, in der sich der Hof der Savars befand. Krude Felder umgaben den Hof, in dem die Familie wildes Getreide anbaute, Bienen summten umher - die meisten stammten wohl aus den Stöcken, die in einem nahen Hain standen - und mehrere Gestelle dienten dazu gefangene Hasen oder andere Kleintiere aufzuhängen, bis sie verarbeitet werden konnten.
Immerhin stieg kein Rauch von dem Hof auf, es war also unwahrscheinlich, dass Orks oder Goblins hier gewesen waren, da diese für gewöhnlich die Zerstörung genossen, die sie brachten und ein Gebäude wohl kaum so unversehrt gelassen hätten. Aber was mochte es dann sein? Und wie sollten die Bewohner der Siedlung vorgehen angesichts dieser Szenerie?
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 18.05.2019, 15:16:05
"Wollen wir direkt zum Hof runter oder sollen wir uns in der Umgebung erst nach Spuren umsehen?"

Niyall war sich nicht sicher, ob Vorsicht oder Eile geboten waren. Hier war zunächst keine Spur von einem größeren Kampf zu sehen. Der Hof stand noch, immerhin. Doch es war auch niemand zu sehen.

Sie waren zu sechst und nach ihrer Einschätzung auch durchaus wehrhaft, insofern konnten sie den direkten Weg wahrscheinlich riskieren. Nach Spuren könnten sie auch im Nachhinein noch suchen. Vielleicht würden sie ihnen weitere Hinweise darauf geben, was hier vorgefallen war.

Ihre Priorität waren aber in erster Linie die Menschen. Ein ungutes Gefühl beschlich sie, als sie so über die Situation nachdachte. Hoffentlich würde es sich nicht bewahrheiten, denn dann hätten sie ein wahrhaft großes Problem vor sich.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 18.05.2019, 21:42:00
Stumm war der gewappnete Tiefling die gesamte Zeit über mitgelaufen und hatte weder Hoffnungen geäußert, noch das flotte Tempo, welches Niyall anschlug, kommentiert. Jykel, der ein tragendes Mitglied dieses Dorfes zu sein schien, folgend, hätte Yazrin den Hof wohl er spät entdeckt. Aber Zwerg und Elfe hatten die kleine Gruppe scheinbar zielsicher zu dem richtigen Gehöft gebracht.

Vor die Wahl gestellt, wie nun weiter vorzugehen sei, öffnete Yazrin seinen Mund zum ersten Mal und ließ mit seiner, ungewöhnlich heiser-kratzigen Stimme, die anderen wissen: "Ich bin nur eine Belastung beim Schleichen. Lasst mich und wer immer mich begleiten möchte" hierbei blickte er enst zu den gerüsteten Zwergen "voran gehen und heraus locken was noch da ist. Ihr anderen könnt aus einem Versteck ungesehen zuschlagen."

Sein Langschwert ziehend, wartete der dunkelhäutige Tiefling für einige Herzschläge ob es viele Widerworte gab, sonst setzte er sich in Bewegung und hielt nach einem Hinterhalt die Augen offen[1] während er sich den Gebäuden vorsichtig näherte.
 1. Das fängt ja gut an... eine 1 auf Perception gewürfelt. Macht also 3 insgesamt.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 18.05.2019, 22:18:18
Sé folgte Yazrins Blick in Richtung der drei wehrhaften Zwerge. Sie hielt kurz inne und suchte die Szenerie mit ihren Augen ab. Sie hörte dabei das melodische Summen der Insekten und das Geräusch einer sanften Brise im hohen Gras. Sie schnupperte.[1] Hmmm. Seltsam. Aber was? Nichts? Wo sind die Menschen? Warum kann ich nichts hören? "Vielleicht verstecken sie sich ja in der Nähe. Spuren finden wir dort unten bestimmt schneller, als irgendwo hier im Gras." Der Tiefling warf ihr einen kurzen Seitenblick zu, den Sé nicht deuten konnte. Niyall schien auch aufbrechen zu wollen. Und die Zwerge?

Yazrin wartete noch kurz auf die Einschätzung der drei. Die kleine Druidin nutzte die Gelegenheit und kramte geräuschvoll in ihrem kleinen Beutel. Sie holte ein rotes Tuch hervor und legte es über ihre linke Hand. Mit der rechten zog sie ein dunkles Zweiglein aus dem Stiefel und begann mit dem spitzen Ende Zeichen auf den Stoff in ihrer Handfläche zu zeichnen. Als sie leise ein paar Worte sprach, die für die anderen wohl eher nach kehligem Kauderwelsch klangen, leuchteten die Zeichen nacheinander in einem schwachen, violetten Licht auf. An ihrer statt befand sich bald eine Handvoll violetter Beeren[2].

So manchen misstrauischen Blick ignorierend, teilte Sé jedem eine Beere aus. Die restlichen steckte sie in ein anderes Beutelchen. "Nur für den Fall. Meine Beeren haben eine heilende Wirkung. Und..."Mit dem roten Tuch band sie sich die Haare aus der Stirn. "Sie schmecken auch ganz gut." Sé lächelte breit, bevor sie entschlossen nach vorne sah. "Na dann mal los!"Hoffentlich sind wir nicht zu spät...
 1. Perception: 9
 2. Goodberry
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 19.05.2019, 13:34:55
Eingehend musterte Brogar die kleine, in seinen Augen definitiv wie ein noch minderjähriges Mädchen wirkende Sé. "Mh", knurrte der Runenschmied und strich sich mit einer Hand den Bart, "Brogar ist mein Name, Borigs Sohn vom Tunnelheim-Clan. Du kannst mich Brogar nennen, Mädchen." Er klang recht ruppig und schien sich nicht darüber im Klaren zu sein, was er von ihr halten sollte. Den Tiefling streifte er mit einem abschätzenden Blick, und ein kurzes Brummen zeigte, dass ihn in diesem Fall zumindest das wehrhafte Aussehen etwas mehr überzeugte. Den beiden Zwergen nickte er jeweils zu, die Rechte in einer grüßenden Geste auf das Herz gelegt. Man merkte sehr rasch: Der grimmig dreinblickende Bartträger war kein Mann vieler Worte. So schloss er sich auch den übrigen wortlos an, indem er seinen Hammer schulterte und ohne großes Federlesens wieder umkehrte, ohne die Siedlung nach seinem Ausflug wieder betreten zu haben.

Unbeeindruckt von Gelände, Steigung und Untergrund marschierte er in dieser Weise mit, stampfte durch die Furt des Delimbyir und brach seinen Weg methodisch wie ein langsam rollender Felsblock durch Buschwerk auf ihrem Pfad. Als man endlich am Ziel angelangt war, blickte er sich misstrauisch um. Besonders die Bienenstöcke beäugte er misstrauisch, denn gegen die Stiche der winzigen Biester half nur die allerbeste Zwergenrüstung nennenswert. Während er seinen Bart strich, hörte er mit halbem Ohr der leisen Beratung seiner Begleiter zu. Brogar zeigte dabei nicht, für welche der Optionen sein Herz schlug. Stattdessen wartete er stumm, in grimmiger Entschlossenheit ab. Einzig die Zauberdemonstration des Mädchens schien sein Interesse zu erregen.

Mit zusammengekniffenen Augen verfolgte er ihre Gesten, während er sich eine geistige Notiz machte, diese primitiv und ziemlich unsystematisch erscheinende Magie bei Gelegenheit näher zu erforschen – man konnte schließlich nie wissen, gegen welche Hexerei man künftig eine geeignete Schutzrune benötigen würde! Im Moment jedoch standen andere Dinge dem voran: Er schob sich noch einmal die schweren ledernen Stulpenhandschuhe über den klobigen Fäusten zurecht, packte den Kriegshammer locker mit einer Hand und machte sich daran, zu dem Tiefling aufzuschließen. Undenkbar, dass nur ein Nichtzwerg in der ersten Reihe stand, falls es zu einer Auseinandersetzung käme! Vollkommen unvereinbar mit der Clansehre.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 19.05.2019, 14:24:27
Jykel fand sich während der Wanderung schnell in einer führenden Position wieder, wenn es auch nur daran lag, dass er als einziger bereits mehrfach den Weg zurückgelegt hatte. Dort angekommen, hörte er jedoch zunächst den anderen zu, bevor er seine eigene Meinung äußerte. Zwar war er in der Mine einer der Vertrauten Gromburs gewesen, doch als er selbst Führungsansprüche angemeldet hatte, hatte dies in einer Katastrophe geendet. Seitdem hielt er sich lieber im Hintergrund, überließ es anderen, die Geschicke der Siedlung zu lenken, und machte sich dazu seine eigenen Gedanken, die er zumeist für sich behielt.

Hier jedoch war er der Meinung, dass Eile Not tat, und bevor noch jemand auf die Idee kam, die Umgebung zu sichern, meldete er sich zu Wort.
"Was ist, wenn jemand krank ist, oder es einen Unfall gab? Es sieht nirgends nach einem Kampf aus, also sollten wir direkt zum Haus gehen, nachsehen, was los ist, und vor allem keine Zeit verlieren."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 19.05.2019, 23:19:31
"Ja, ich denke da sind wir uns einig. Also, lasst uns direkt runter zum Haus und dort nachsehen," stimmte Niyall der ziemlich eindeutigen Meinung bei.

Die Waldelfin packte ihren mit Adlerfedern geschmückten Wanderstab fest in der Rechten und machte sich dann auch auf den Weg. Sie hatte kein Problem damit, wenn andere sich an die Front drängten. Zwar war sie durchaus in der Lage sich in einem Kampf zu behaupten, aber Dank ihrer Schnelligkeit konnte sie dabei auch verschiedene Rollen einnehmen und so gab ihr eine etwas zurückfallende Position einfach mehr Optionen.

Aufmerksam blickte sie sich um und spitzte die Ohren, während sich die kleine Gruppe dem Hof näherte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 20.05.2019, 10:45:48
Also gingen die drei Zwerge und ihre drei größer gewachsenen Begleiter zielstrebig auf den Hof zu. Die Natur um sie herum nahm keine wirkliche Notiz von ihnen, die Mäuse und andere Nager huschten ihnen aus dem Weg, aber wohl genauso sehr, um den Blicken des Falken zu entgehen, der am Himmel über ihnen kreiste und mit einem Schrei seinen Sturzflug ankündigte, als würde ein Krieger mit einem Schlachtruf in den Kampf stürzen. Aber in ihrem natürlichen Treiben nahmen die Tiere nicht von den Fremden, die sich in die Wildnis gewagt hatten Notiz.
Indessen kamen die Gefährten näher an das Gehöft heran, das aus einem Hauptgebäude und einem kleinen Anbau bestand. Jetzt waren sie auch sicher, dass hier etwas nicht stimmte, denn die Tür zu dem Hauptgebäude stand weit offen, auch wenn weit und breit keine Menschenseele zu sehen war. Ein kleiner Hünerstall, direkt neben der Tür stand ebenfalls offen und war offensichtlich geplündert worden, denn nirgends waren Spuren von ausgebrochenen Hühnern zu sehen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 20.05.2019, 12:53:59
Als er die offenstehende Tür sah, beschleunigte Jykel seine Schritte, und nichts hielt ihn mehr zurück. "HALLO!" rief er laut. "IST JEMAND DA?"
Vorsichtshalber nahm er die Axt in beide Hände, während er auch schon die Pforte zum Haupthaus überschritt, noch einmal zurückblickend, um sicher zu gehen, dass die anderen nicht zu weit hinter ihm geblieben waren.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 20.05.2019, 13:04:29
Niyalls Blick richtete sich auf die Rückseite des Hauptgebäudes, als sie näher herankamen.

"Ich glaube, da hinten ist jemand. Ich sehe mal nach."

Ohne zu zögern, setzte sich die Waldelfin in Bewegung und huschte geschwind in Richtung der Stelle, wo sie etwas wahrgenommen hatte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 20.05.2019, 13:54:07
Niyall eilte um die Hausecke und konnte dort zwei Gestalten sehen, die bei Jykels Ruf begonnen hatten, sich schnell vom Gehöft zu entfernen, vermutlich weils sie - nicht zu unrecht - glaubten, dass man sie entdeckt hatte. Beide waren drahtig gebaut, trugen Lederrüstungen und dunkelgrüne Umhänge. Niyall konnte außerdem spitze Ohren erkennen, die zwischen langen braunen haaren hervorragten. Als einer von ihnen sich umblickte und Niyall gewahr wurde, konnte die Elfe bläuliche Tätowierungen auf seiner Stirn und unter seinen Augen erkennen. Was sie aber sehr viel mehr beunruhigte war der rote Glanz, den sie an dem Kruzschwert in seiner rechten Hand sehen konnte. Es war noch nicht lange her, dass dieser Elf Blut mit ihr vergossen hatte.
Allerdings warteten die zwei nicht, um sich Niyall zu erklären, sondern sie liefen so schnell sie konnten den Hügel hinab in Richtung der Wildnis.[1] Die junge Waldelfe war zuversichtlich, dass sie sie würde einholen können, aber sie war ebenso sicher, dass ihre Gefährten ihr nicht ganz so schnell würden folgen können mit ihren weniger flinken Beinen.
 1. Sie sind schon ca. 100ft. entfernt
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 20.05.2019, 14:44:54
Niyall rief: "Hier sind zwei, ich verfolge sie. Wenn ich sie stoppen kann, könnte ich Verstärkung brauchen. Und da ist Blut an ihren Klingen. Seht im Haus nach! Schnell!"

Mehr Zeit verschwendete die Waldelfin allerdings nicht. Sie spurtete hinter den beiden Gestalten her[1], um zu sehen, ob sie sie aufhalten konnte.

Während ihrer Verfolgung rief sie in der Elfensprache nach den beiden.

Elfisch (Anzeigen)
 1. Dash 90 ft.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 20.05.2019, 15:16:49
Tatsächlich gelang es Niyall mit ihren Worten die beiden dazu zu bringen, stehen zu bleiben. Sie hatten wohl nicht damit gerechnet, hier in ihrer Muttersprache angesprochen zu werden. So wandten sie sich beide um, und die Elfe konnte jetzt sehen, dass nur eines der Kurzschwerter blutig war, das andere, das jetzt auch in der Hand ihres Gegenübers erschien, war blank un ungenutzt.
Nun hatte sie auch Zeit, die beiden etwas genauer in Augenschein zu nehmen und es war klar, dass beide das Leben in der Wildnis gewohnt waren und mit ihren Waffen durchaus umzugehen wussten. Offenes Misstrauen sprach aus ihren Blicken und die Worte, die der vordere von beiden - mit dem blutigen Schwert in der Hand - sprach klangen nicht viel anders: "Wir müssen uns dir nicht erklären, Schwester. Dies ist unser Land und ihr seid fremd hier. Mit jeder Tat, mit jedem Wort spottet ihr der Traditionen. Die Naturgeister haben gesprochen, ihr werdet Unheil über dieses Land bringen, über euch selbst und über uns. Du teilst unser Blut, also magst du unsere Worte zumindest hören, auch wenn ich fürchte, dass du sie nicht verstehst. Geht fort, ihr alle, geht zurück in eure Städte, zurück in euer totes Holz und lasst die Wildnis in Frieden. Ihr gehört hier nicht hin."
Während der eine sprach, formte der andere einen Trichter mit der freien Hand vor dem Mund und ein Vogelruf hallte durch das Tal. Niyall vermochte nicht zu sagen, was er bedeuten sollte, aber es war nicht schwer sich auszumalen, wem ein solches Signal gelten mochte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 20.05.2019, 16:03:49
Niyall blieb dann auch stehen und fixierten die beiden mit ihrem Blick. Sie sah auf die Klingen und überlegte. Es dauerte einen Moment, bis sie schließlich antwortete.

"Es stimmt, dass ich die Traditionen nicht kenne. Es ist schon lange her, dass mein Weg von hier abging. Ich bin unter Elfen aufgewachsen, aber in der Nähe der Menschen. Und ich weiß, dass es möglich ist, nebeneinander zu leben. Vor fast zwei Jahren kam eine Gesandtschaft der Clans nach Klauenhafen, um die Bewohner zu warnen, hier keine Schwierigkeiten zu machen. Ich glaube nicht, dass wir seitdem dagegen verstoßen haben. Sie duldeten die Siedlung damals, was hat sich daran geändert?"

Die Elfin fügte aber noch etwas mehr an ihre Worte an.

"Wir sind hier, weil heute Nacht jemand dieses Gehöft überfallen hat. Ich glaube nicht, dass ihr es wart. Dazu ist es schon zulange her. Dennoch sehe ich Blut auf Deiner Klinge, aber nur auf Deiner. Aber das Blut ist noch frisch. Wirst Du mir sagen, was vorgefallen ist?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 20.05.2019, 17:42:47
Oldo9r war den ganzen Weg still in der Gruppe marschiert. Seine Gedanken galten dem kleinen Mädchen, was sich bis ins Dorf geschleppt hatte. Was für Strapatzen muss sie auf sich genommen haben. Er flüssterte etwas und nickte dann zustimmend. Wir werden den Hof finden und denjenigen ihre gerechte Strafe zukommen lassen, die dieses Unrecht verbrochen haben.
Als das Gehöft in Sichtweite kam hörte er plötzlich die starke Stimme von Jykel. Somit war auf jeden Fall der Überraschungseffekt dahin. dachte sich Oldor, als er in Richtung des Gebäudes ging. Schlagartig beschleunigte er seine Schritte, als die Waldelfe zwei Figuren hinter den Gebäuden ausmachte.
Im Lauf zog Oldor seine Axt und den Schild. Er erreichte die Vordertür und spähte hinein. (Perception 20)

 
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 20.05.2019, 18:03:38
Der Elf schüttelte bei Niyalls Worten mit dem Kopf: "Ihr versteht nicht. Dieses Land ist alt und wild. Und gefährlich. Die Naturgeister zürnen schnell jenen, die sie stören und weit Schlimmeres lauert in alten Hainen, dunklen Seen und tiefen Höhlen. Seit Generationen wacht unser Volk über diese Wildnis und Gefahren wurden immer nur aufgeschreckt, wenn Fremde her kamen. Fremde wie ihr, getrieben von Neugier und Unwissen. Geht zurück in eure Häuser aus totem Holz und bleibt dort. Lasst die Wildnis in Frieden. Geht nicht an Orte, die nicht verboten sind." Ein weiterer Vogelschrei erklang, deutlich zu hören und offensichtlich eine Nachricht für die zwei Elfen. Der Elf blickte noch einmal zu dem Haus und zu seiner blutigen Klinge, die er jetzt mit einem Lappen von seinem Gürtel abwischte, bevor sie wieder in der Scheide verschwand: "Das Unheil hat diesees Haus schon erreicht. Wir haben nur Gnade walten lassen." Er und sein Begleiter wandten sich bereits zum Gehen, aber er blickte noch einmal über die Schulter und sein Blick war ernst und grimmig: "Höre meine Warnung, Schwester: hier gibt es kein süßes Wasser und kein helles Gelächter. Geht wieder zurück, hier gibt es nichts für euch. Wir schützen das Land, so will es unsere Tradition. Wenn es sein muss, auch vor euch."

Indessen betraten Jykel und Oldor das Haupthaus des Savar-Hofes und hier drinnen wurde ihm sofort bewusst, dass hier ganz gewiss nicht alles in Ordnung war. Er blickte in einen großen Innenraum, der offenbar als Küche, Ess-, Wohn- und Schlafzimmer in einem diente. Das Herdfeuer war hinuntergebrannt und keine Bewegung war zu sehen. Aber mehrere der Tische und Stühle waren umgeworfen worden, zerschmettertes Geschirr lag auf dem Lehmboden. Auf einer Seite waren die Zwischenböden, die von schweren Balken gehalten wurden und wohl als Schlafräume dienten eingebrochen, weil zwei der Balken geborsten waren. Unter diesen Überresten entdeckte Oldor einen leblosen Körper und direkt beim Herdfeuer lagen zwei weitere. Alle drei waren Männer und die beiden beim Herdfeuer waren bereits seit längerem tot, ihre Körper kalt, erschlagen von einer stumpfen Waffe. Der dritte hingegen - er war einige Jahre jünger als die anderen zwei - war noch nicht so lange tot. Das Blut, das aus seiner durchgeschnittenen Kehle gedrungen war, war noch nicht im Boden versickert. Seine untere Körperhälfte war kaum zu sehen, denn sie war bedeckt von den Resten des ehemaligen Zwischenbodens.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 20.05.2019, 22:12:02
Auch Sé hatte die Bewegung hinter dem Haus bemerkt und folgte Niyall so schnell sie nur konnte. Das Laufen bereitete der jungen Druidin eine unbändige Freude, mehr noch, sie war auf der Jagd! Mit der atemberaubenden Geschwindigkeit der Waldelfin jedoch, konnte sie als Mensch nicht mithalten. Nun...sie musste sich ja nicht mit diesem langsamen Körper zufrieden geben.

Sé streckte ihre Sinne und fühlte tief in sich hinein. Sie sah die grünen Augen des Wolfes, wollte laufen, wollte jagen, wollte....Da stieß Niyall einen Ruf aus und die Flüchtenden blieben stehen. Sé hielt inne. Nanu? Was war da los? Sie beobachtete die Situation kurz und sprintete dann unverändert weiter um zur Elfin aufzuschließen. Sie war bestimmt nicht das einschüchterndste Mitglied ihres kleinen Trupps und wie es wohl im Haus aussah, wollte sie auch wissen, doch Sé war flink für einen Menschen und sie mochte Niyall. Auch wenn es so aussah, als würde sie sich mit den beiden Gestalten unterhalten, sollte sie auf keinen Fall alleine dastehen.

War's das schon? Kurz bevor Sé neben Niyall stand, wandten sich die Männer, die die Druidin jetzt als Elfen erkannte, zum Gehen. Für eine Sekunde außer Atem, stützte Sé die Hände auf die Knie und blickte fragend zu Niyall, die wiederum die beiden Figuren nachdenklich musterte. Sie hatten die Waffen weggesteckt, schienen jedoch nicht interessiert daran dazubleiben und mit ihnen allen zu sprechen. "Und? Was haben sie gesagt? Was ist hier passiert?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 21.05.2019, 09:54:40
Auch Yazrin hatte einen kurzen Blick in die einfache Hütte geworfen, hatte dort aber nichts gesehen, dass nicht noch ein wenig warten konnte und war hinter der Alarm-schlagenden Niyall her gelaufen. Als er allerdings sah, wie sich die Waldläuferin mit den Elfen unterhielt, war er stehen geblieben und hatte sich ruhig verhalten. Die Waldelfe hatte scheinbar alles soweit unter Kontrolle, so dass sie seines Schwertarms nicht bedurfte. Da wollte er nicht durch sein Erscheinen unnötigen Streit provozieren.

Als sich die Männer zum gehen wandten, steckte auch der Tiefling sein Schwert in die Scheide und folgte Sè mit gemessenem Schritt.

"Warum habt ihr sie gehen lassen?" fragte er mit stoischer Miene; nicht sicher was sich hier vor wenigen Momenten zugetragen hatte. Die Menschen im Haus - sie waren tot. Wollte die Elfe ihr Volk schützen? Würde es keine Vergeltung geben? Weshalb waren die Elfen solange geblieben? Ruhig einfach nur da stehend, wartete Yazrin was die Zwerge zu den Entdeckungen und Begebenheiten zu sagen hatten.

Er selbst war hier her gekommen um zu schützen, nicht um zu richten.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 21.05.2019, 15:15:51
Niyall hatte sich mittlerweile auch wieder dem Hof zugewendet.

"Das waren nicht die, von dem das Mädchen gesprochen hatte," erklärte sie. "Sie haben mir einige beunruhigende Dinge gesagt. Los, lasst uns zurück zu den anderen gehen, dann kann ich es euch allen zusammen berichten."

Gemeinsam mit Sé und Yazrin ging sie zurück. Beim Hof angekommen sahen sie dann auch die Verwüstung und die Toten. Der traurige Blick der Waldelfin wanderte über die Gefallenen und verweilte schließlich bei dem etwas jüngeren Mann. Dies war offensichtlich der, von dem der Elf mit der blutigen Klinge gesprochen hatte, und sie sah nun auch was er gemeint hatte. Sie hätte das nicht tun können, da war sie sich sicher, aber vielleicht war es wirklich besser so.

"Nun, ihr wollt sicher wissen, was ich in Erfahrung bringen konnte. Die beiden gehören zu den Elfenclans aus dem Fernwald. Sie sehen sich als Wächter über die Wildnis hier und sehen in uns allen Störenfriede, die das Gleichgewicht durcheinanderbringen. Sie sagten, es gäbe hier viele Gefahren, die in alten Hainen, tiefen Seen und dunklen Höhlen lauern, und diese würden durch unsere Anwesenheit hier aufgeschreckt. Das muss es wohl auch gewesen sein, was vor einem halben Tag etwa hier den Hof überfallen hat. Sie sagte, das Unheil hätte dieses Haus hier bereits erreicht und sie hätten nur Gnade walten lassen. Sie haben auch eine deutliche Warnung ausgesprochen. Wir sollen in unseren Städten bleiben und die Wildnis in Frieden lassen. Es ist ihre Tradition, diese Wildnis zu schützen, und im Notfall würden sie sie auch vor uns beschützen."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 21.05.2019, 20:46:00
Sé legte ihren Kopf schief und hörte Niyall aufmerksam zu. "Etwas Genaueres hatten die werten Elfen wohl nicht zu berichten? Welche lauernde Gefahr war denn hier? Haben sie dazu was gesagt? Aufgeschreckt - pah!" Die Druidin kniete sich ohne Scheu zu den Gefallenen und begann die erste Leiche systematisch abzusuchen, zum einen nach weiteren Verletzungen, Kampfzeichen und dergleichen und zum anderen nach Gegenständen oder Hinweisen. "Ich bin in der Wildnis aufgewachsen. Ich gehöre der Wildnis. Wir zählen genauso zum Gleichgewicht wie diese selbsternannten Waldhüter. Wir sind natürlich und Teil der Welt." Sé sah dem Mann vor ihr ins Gesicht und ihr Ärger über die kryptische, arrogante Art der beiden Elfen verflog. Wie war es wohl dazu gekommen? Wer oder was war in der Nacht erschienen und hatte dermaßen zugeschlagen?

"Fehlt noch jemand, oder sind das alle, die hier gewohnt haben? Vielleicht gibt es hier im Haus noch Spuren, oder in der Umgebung? Was ist mit dem kleinen Stall? Ich sehe mal, ob mir einer der Drei hier etwas verraten möchte."[1]
 1. Je nachdem was eher zählt: Medicine gewürfelt 7; Perception gewürfelt 12
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 21.05.2019, 23:11:25
Niyall schüttelte den Kopf.

"Nein, sie haben nichts Genaueres gesagt. Aber wahrscheinlich wissen sie auch nicht, was es genau war. Sie waren ja erst etliche Stunden nach dem Angriff hier. Ich schaue mich draußen jetzt mal nach Spuren um. Vielleicht können wir auf dem Wege etwas mehr herausfinden. Und wir sollten uns überlegen, was wir mit ihnen machen. Sollen wir sie hier begraben?"

Sie erwartete wohl keine direkte Antwort auf die Frage, da sie sich direkt wieder aus dem Haus herausbewegte, um - wie angekündigt - nach Spuren zu suchen. Da würden sicherlich die Spuren der Elfen sein und ihre eigenen. Und auch Spuren der Männer, die hier gewohnt haben, und vielleicht auch des Mädchens. Interessant würde sein, was es darüber hinaus noch an Spuren zu finden gab. Wo waren beispielsweise die Frauen? Sind sie vielleicht verschleppt worden? Die Wildniskundige suchte die Umgebung ab, um Antworten zu erhalten und sich ein besseres Bild von dem Geschehenen zu machen[1].
 1. Survival 24
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 22.05.2019, 00:50:43
Jekyl erstarrte vor Grauen, als er die Leichen erblickte, die Oldor noch vor ihm gefunden hatte. Etwas schnürte ihm die Kehle ein, und sobald sich seine Starre gelöst hatte, eilte er zum Ausgang zurück und schnappte wild nach Luft, während die Gedanken wild in seinem Kopf kreisten. Wer war zu so einer Tat in der Lage?

Stimmen in der Ferne rissen ihn aus seinen Gedanken, und als er um das Haus herumging erblickte er die Quelle: Es waren Elfen, die sich gerade mit Niyall unterhielten! Von ihr abgesehen hatte der Zwerg, wie die meisten seiner Artgenossen, nur wenig für das sogenannte schöne Volk übrig, doch meistens hielt er mit einer alten Weisheit seiner Mutter: Lass sie in Ruhe, du willst von ihnen auch in Ruhe gelassen werden.
Jetzt jedoch rumorte sein Inneres zum zweiten Mal an diesem Tag, und diesmal hatte er Mühe, seine Beherrschung zu behalten. Innerlich noch mit sich ringend, hatten seine Hände die Axt bereits fest ergriffen, und seine Beine liefen in Richtung der Elfenansammlung, als diese sich bereits wieder trennte und Niyall ihm entgegen zurück zum Haus ging, wo Sé sie noch vor Jykel abfing.

Nur ein Tropfen hätte noch gefehlt, um das Fass seiner Beherrschung zum Überlaufen zu bringen, als er die Elfe ankeifte: "Was lässt du sie gehen? Sie müssen sich für ihre Morde verantworten!"
Beinahe wäre er den zwei Männern hinterhergerannt, doch Niyall schaffte es gerade noch, ihn zurückzuhalten und zu erklären, was sie erfahren hatte und dass die beiden ihrer Meinung nach nicht die Mörder waren - auch wenn Jykel es nur langsam gelang, seine Emotionen in den Griff zu bekommen und seinen Verstand wieder einzuschalten.

"Nun gut, wenn du meinst." antwortete er schließlich. "Ich werde mich drinnen weiter umsehen." ergänzte er abrupt und kehrte den beiden Frauen den Rücken zu. Und tatsächlich gesellte er sich wieder zu Oldor und besah sich den Ort des Verbrechens und insbesondere die drei Leichen nun genauer.[1]
 1. Investigation 11
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 22.05.2019, 10:36:13
Jykel und Sé, die sich im inneren des Baurnhauses gründlich umsahen, waren nur wenig erfolgreich. Es gab hier nicht wirklich viel zu entdecken, was auf die Ereignisse der vergangenen Nacht hindeutete, außer dem offensichtlichen. Es hatte offenbar einen Kampf gegeben, bei dem einiges zu Bruch gegangen war und als Konsequenz dieses Kampfes lagen die zwei Männer tot am Boden. Was genau mit dem dirtten passiert war, konnte die junge Frau nicht genau sagen, da ein Großteil seines Kröpers von den Holzresten begraben wurde. Es sah aber nicht so aus, als hätten die Männer allzu viel Gegenwehr leisten können.
Ansonsten war der Wohnraum und auch die Lagerräume, die sich weiter hinten im Gebäude befanden, nicht besonders bemerkenswert. Die Einrichtung war einfach und karg, an vielen Stellen konnte man sehen, dass hier ein altes Gebäude renoviert worden war. Jykel erinnerte sich, dass die Savars sich eine Ruine ausgesucht hatten, die noch in recht gutem Zustand war und bei der man nur das Dach neu decken, aber nicht den ganzen Dachstuhl erneuern musste.

Niyall war indessen sehr viel erfolgreicher bei ihrer Suche nach Spuren. Es dauerte zwar eine ganze Weile - es war schließlich ein großes Gebiet, das sie hier abzusuchen hatte, aber neben ihren eigenen Spuren und den eher unscheinbaren Spuren der Elfen, entdeckte sie schließlich auch noch weitere. Wie es aussah waren midestens drei Humanoide in schweren Stiefeln aus Richtung Südwesten hierher gekommen, hatten sich erst hinter der Scheune versteckt und waren dann in das Gebäude eingedrungen. In dieselbe Richtung, aus der die Fremden gekommen waren, führten die Spuren von sechs oder sieben Humanoiden zurück in die Wildnis mit unbekanntem Ziel. Es würde nicht leicht werden sie zu verfolgen, denn dort wurde des Gelände schnell unwegsamer, aber die Elfe war zuversichtlich, dass es ihr gelingen würde.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 22.05.2019, 11:11:50
"Ist euch auch schon aufgefallen, dass hier keine Frauen sind?"

Niyall stand, nachdem sie ihre Spurensuche abgeschlossen hatte, wieder im Eingang des alten Gehöfts.

"Ich habe draußen einige Spuren finden können. Drei Angreifer waren es. Sie trugen schwere Stiefel und sind aus südwestlicher Richtung hergekommen. Erst hatten sie sich bei der Scheune verborgen, dann sind sie in das Haus eingedrungen. Die Spuren von mindestens sechs, vielleicht sogar sieben Personen führen hingegen von hier weg, wieder nach Südwesten. Sie haben die Frauen entführt!"

"Jykel, Du kennst die Savars? Wer hat hier alles gelebt?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 22.05.2019, 19:59:13
Brogar war Jykel und Oldor gefolgt. Der Runenschmied sah sich mit finsterem Blick um, nachdem die Leichen entdeckt worden waren. In einer Geste der Pietät stieß er mit der behandschuhten Linken in die Herdasche, ging zu den Toten und ließ über jeden von ihnen etwas von der erkalteten Asche rieseln. Dazu sprach er mit leiser Stimme einen rituellen Gedenksatz, den Kopf leicht gesenkt. Das Herdfeuer als Zentrum von Haushalt und Familie war etwas Heiliges, selbst das von Nichtzwergen. Kaum hatte er jedoch auf diese Weise seiner Pflicht gegenüber dem Glauben genüge getan, klopfte er die übrige Asche in einer sehr unzeremoniellen Art an seiner Seite ab, packte den Hammer fester und knurrte den beiden anderen Zwergen kurz in der gemeinsamen Sprache zu: "Bei Moradins Hammer, dieses Verbrechen schreit nach einer Bestrafung!" Es lag tiefe Verachtung für diejenigen in seiner Stimme, die für die Tat verantwortlich waren.

Der bullige Zwerg trat mit wenigen Schritten wieder aus dem Haus und hielt nach den anderen Ausschau. Da die Frauen und Yazrin wieder zurückkehrten, schienen die verschwundenen beiden Gestalten nichts mit dem Verbrechen zu tun zu haben – oder sie waren entkommen. "Elfen..." brummte er auf Niyalls Erklärung und warf der Sprecherin einen schiefen Blick zu. "Das wäre das erste Mal, dass ein Elf Zwergen erzählen muss, welche Gefahren in dunklen Höhlen lauern!" Er war spürbar gereizt ob dieser Aussage, und die "Störenfriede" schienen ihn ganz besonders zu verärgern. Darum hob er auch die Augenbrauen und warf bissig ein: "Gnade?! Das heißt, sie haben die Burschen da drin erschlagen? Und was heißt da Tradition – als ob die davon Ahnung hätten, was Tradition heißt..!" Auch die gallige Bemerkung: "Und wir schützen uns im Notfall vor ihnen – anmaßende Bande" konnte er sich nicht verkneifen.

Nein, seine Laune war gerade nicht gestiegen. Und als er gar erfuhr, dass womöglich hier mehrere Frauen entführt worden waren, blaffte er: "WAS?! Welche von den Göttern verfluchten Kreaturen bringen ein solch widerwärtiges Verbrechen zustande?!" Grollend warf er einen Blick in die Runde. "Also andere? Wahrscheinlich Freunde von diesen beiden windigen Kerlen... Lasst uns aufbrechen und dieses Pack zu Paaren treiben! Die Toten - Moradins Schutz und Trutz begleite sie - müssen warten" stellte er fest und warf Jykel einen erwartungsvollen Blick zu, während er seinen Hammer schwang, dass es nur so pfiff.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 24.05.2019, 08:48:15
Oldor legte eine Hand auf Brogars Schulter und versuchte ihn ein wenig zu beruhigen. In ihrer Sprache antwortete er: Moradin wird schon dafür sorgen, dass diejenigen, die dieses Verbrechen zu verantworten haben, ihre gerechte Strafe erhalten werden. Nachdem Brogar wutentbrannt das Haus verlassen hatte kniete sich Oldor neben jeden leblosen Körper und richtet ein stilles Gebet an Moradin. Als er das letzte Gebet gesprochen hatte richtete er sch gedankenversunken auf und trat aus der Tür. Oldor hatte sich schon gewundert, dass keine Frauen unter den Opfern gewesen waren. Insgeheim hatte er gehofft und ein Stoßgebet an Moradin gesendet, dass sich die Frauen in Sicherheit hatten bringen können. Aufgrund der Nachricht von Niyall gab es jetzt leider keine Zweifel mehr, dass sie die Farm mit anderen Personen verlassen hatten. Niyall, gibt es irgendwelche Spuren, dass sich die Frauen gewehrt haben? Es bestand noch eine kleine Chance, dass die Frauen die anderen Personen gekannt haben könnten und die Personen, mit denen die Frauen die Farm verlassen haben, diese nur in Sicherheit bringen wollen. Wir sollten diese Möglichkeit nicht außer acht lassen. Oldor gin in sich und sagte zu sich selbst: die Hoffnung stirbt zuletzt..
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 24.05.2019, 16:26:57
Jykel brauchte einen Moment, um Niyalls Frage zu beantworten, doch eine wirklich zufriedenstellende Antwort hatte er nicht. "Ich war ein paarmal hier, und habe die drei auch gesehen, aber genau zuordnen kann ich sie nicht. Sie haben aber auf jeden Fall hier gelebt. Mindestens zwei Frauen und ein Kind ebenfalls, die habe ich gesehen, als ich hier war - aber es kann gut sein, dass noch mehr Menschen hier gelebt haben."

Entschuldigend fügte er hinzu: "Es tut mir leid, dass ich keine größere Hilfe bin, aber ehrlich gesagt fällt es mir nicht leicht, die Menschen zu unterscheiden. Für mich sehen sie alle ähnlich aus, kaum Haare im Gesicht und man sieht ohnehin nur den Bauchnabel und das Kinn."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 24.05.2019, 17:02:36
"Okay. Ich glaube wir sind uns einig, dass wir ihnen folgen müssen. Ich denke, dass ich den Spuren folgen kann," erklärte Niyall. "Es besteht eine gute Chance, dass sie noch am Leben sind. Aber ich will mir garnicht ausmalen, was sie mit ihnen vorhaben."

Es war vielleicht nicht ganz das, was sie im ersten Moment befürchtet hatte, aber es kam der Sache schon recht nahe. Auf jeden Fall konnten sie sie nicht ihrem Schicksal überlassen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 25.05.2019, 21:02:06
Gerettet? Entführt? Was stößt ihnen zu? Sé empfand diese Überlegungen als wenig hilfreich. Man musste auf jeden Fall hinterher. Die Expedition war nun eben länger geworden. Sie blickte zur Sonne und versuchte die Tageszeit einzuschätzen. Wir sollten los. Bevor Sé versuchte Niyall beim Spurenlesen bestmöglich zu unterstützen, kehrte sie zurück zur Eingangstüre.

Mit dem Ringfinger der linken Hand nahm sie etwas dunkler Erde auf und malte eilieg ein druidisches Symbol an den Türrahmen. Kurz leuchteten die Linien als blauer Schein im Holz auf. Dann war es wieder verschwunden. Es bedeutete in etwa: "Ort, an dem jemand gewaltsam zu Tode gekommen ist." und markierte den Grund als aus dem Lot gekommen. Dieser Platz würde einiges an reinigender Arbeit bedürfen, ehe sich hier jemand wieder unbeschwert aufhalten könnte.

Sé wandte sich der Richtung zu, in die die Spuren verliefen und marschierte los. Nur kurz blickte sie zurück und dachte einen Augenblick an das Mädchen vor den Stadttoren. Sie versuchte sich vorzustellen, wie sie hier gelebt haben musste, so ganz ... anders als Sé war sie auf dem Gehöft aufgewachsen im Kreise ihrer Familie. Ob sie mittlerweile aufgewacht ist? Was wird jetzt aus ihr? Wieder eine fruchtlose Frage. Man würde sehen.

Die junge Druidin, die es gewohnt war Spuren zu lesen, die zu den Geschöpfen des Waldes gehörten, konzentrierte sich auf die Abdrücke vor ihr. Waren die einen tiefer als die anderen? Weiter auseinander? Wurde wohl jemand hinterhergezogen? Sie achtete auch auf Anzeichen, dass die Natur hier gestört worden war, abgebrochene Zweige, zertretene Gewächse und dergleichen. Wann immer ihr etwas auffiel, berichtete sie Niyall davon, auch wenn die Waldelfin freilich das meiste schon vorher gesehen hatte.

Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 26.05.2019, 10:43:31
Während Oldor offensichtlich den Toten mit stillen Gebeten auf ihrem Weg half, hatte der Tiefling ohne Scheu einstweilen ihre Augen geschlossen und die bereits kalten, aber noch nicht steifen Hände, sorgsam auf der Brust des jeweiligen Verstorbenen gefalten. Er hatte diese Menschen zwar nicht gekannt, aber so viel Zeit musste sein. Vergraben würden sie wohl andere. Nachbarn, Freunde oder Verwandte.

Als der schwarzbärtige Zwerg fertig war, erhob sich auch Yazrin und schloss die Türe so gut es ging, damit zumindest etwas Schutz vor wilden Tieren gegeben war. Oldor ein dankbares Nicken für seinen pietätvolle Umgang schenkend. Holten die großen Schritte des ehemaligen Karawanenreisenden den Rest der Gruppe gerade ein, als diese begannen der Spur zu folgen. Rasch schloß der grauhäutige Teufelssohn zu der so flotten Elfe und der hübschen Frau, die sich um das Mädchen gekümmert hatte, auf. Wenn sie die Spitze dieses Rettungstrupps bildeten dann war sein Platz an ihrer Seite. Nicht, dass aus Jägern die Gejagten wurden...
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 26.05.2019, 13:55:27
Die sechs machten sich also wieder auf den Weg, dieses Mal in das Unbekannte der Wildnis. Ihr Pfad führte sie für mehrere Stunden durch die überwucherten Hügel und es fiel Niyall nicht allzu schwer den Spuren zu folgen. Vögel sangen überall um sie herum und auch sonst schien sich die Natur kaum darum zu kümmern, dass sie hier mit einer so drängenden Aufgabe unterwegs waren.
Und schließlich - die Sonne stand inzwischen hoch am Himmel - gelangten sie zu einem Punkt, wo ihre Aufgabe erschwert wurde. In einem kleinen Wäldchen mussten sie Halt machen, da die Spuren, denen sie folgten sich aufteilten. Eine größere Gruppe war weiter gen Osten gezogen, aber zwei Spuren führten von hier in Richtung Süden.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 26.05.2019, 18:17:36
"Ich weiß nicht, was hier genau los ist. Hier trennen sich die Spuren. Dort sind die schweren Stiefel eines der Angreifer und eine der anderen Spuren. Sie führen nach Süden. Der Rest der Angreifer und die Spuren der Frauen, nehme ich an, gehen weiter nach Osten. Eine von ihnen scheint schwereres Gepäck bei sich zu haben. Wir sollten einfach dem größeren Teil der Spuren weiter folgen," meinte Niyall nachdem sie sich die Spuren zusammen mit Sé eine Weile angesehen hatte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 26.05.2019, 19:24:48
Sé hockte sich erneut an der Stelle nieder, an der die Spuren auseinanderliefen. Sie fühlte ihre Aufregung, ihre Ungeduld und ihr Bedürfnis so schnell wie möglich auf die Verfolgten zu treffen. Trotzdem rief sie sich zur Ruhe, wie ihr Lehrmeister es normalerweise mit ihr tat. Die junge Frau schloss die Augen und atmete tief durch. Dann blickte sie die Fußspuren an und sagte an niemanden bestimmten: "Wir wissen, dass es sich höchstwahrscheinlich um drei Humanoide handelt. Wir gehen davon aus - können bisher aber nicht ganz sicher sein, dass sie den Hof überfallen haben und die Männer getötet. Die schweren Stiefel gehören ihnen. Zwei sind von hier aus nach Osten weitergezogen, zwei Frauen, vermutlich vom Gehöft, bei ihnen. Eine ist entweder viel schwerer als die andere, oder sie trägt eine schwere Last. Allerdings haben sie in den letzten Stunden keine Rast eingelegt, daher wird die Last wohl nicht über die Maßen schwer sein. Keine der beiden scheint sich sonderlich wehement zu wehren. Der dritte Fremde zweigte an dieser Stelle nach Süden ab. Später folgte ihm einer, mit schlichten Lederschuhen. Bei dem hab ich noch keine Ahnung...hmm...vielleicht selbst ein Verfolger? Jemand, der beim Hof übersehen wurde? Wir werden sehen..." Sé nahm etwas Erde in die Hand und ließ sie, als sie aufstand, abwesend durch die Finger rieseln. Kurz überlegte sie. Dann plötzlich erhellte sich ihr Gesicht und sie strahlte die Gefährten an.

"Niyall hat Recht. Lasst uns sehen, dass wir zuerst den Frauen nachkommen. Die bedürfen vielleicht unserer Rettung!" Sie zog ihren Rucksack zurecht und zupfte an Yazrims Ärmel. "Kommt schon!"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 27.05.2019, 14:20:48
Die Gefährten setzten ihren Weg also fort, aber auch wenn ihr Ziel ein klares war, so war die Wildnis hier draußen doch nicht ihre Verbündete. Dies bewies sie nun eindrucksvoll, indem sich in dem hohen Gras und zwischen den Büschen drei große Katzen der Truppe näherten. Sé Faoláin, Niyall und Oldor entdeckten die Katzen selbst erst recht spät, aber zumindest fielen sie ihnen auf, bevor sie auf sie losstürmen konnten und sie völlig überraschen konnten. Ihr Fell war eine Mischung aus braun und grau und einee der drei Katzen hatte eine wilde Mähne. Ihre Klauen und Reißzähne sahen gefährlich aus und an ihrer Haltung konnte man erkennen, dass die drei bereit zum Sprung waren und wohl in kürzester Zeit die Entfernung zu den sechs Eindringlingen in ihr Territorium überwunden haben würden.[1]
 1. Initiative:
1. Jykel (surprised) und Sé Faoláin
2. Großkatzen
3. Yazrin, Brogar (beide surprised), Oldor und Niyall

Situation: Die Löwen sind alle auf eurer rechten Seite 50ft. von euch entfernt, in der ersten Runde können dank ihrer höheren Passive Perception nur Sé, Oldor und Niyall handeln. Ich denke, da es recht straightforward ist und die Katzen euch schnell erreichen werden, kommen wir ohne Karte aus.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 27.05.2019, 21:44:30
Sé war abgelenkt. Wovon würde sie später nicht mehr wissen, doch an den Schrei des Vogels würde sie sich noch länger erinnern. Achtung! Bodenfeind! Das Geräusch aufgeregter Flügelschläge ließ Sé in die richtige Richtung blicken. Sie sah Flecken von Fell auf die Gruppe zuschnellen. Immer näher. Die scharfen Krallen zum Sprint gebrauchend, preschten die muskulösen Jäger durch das hohe Gras ... durch das Gebüsch direkt auf die Druidin zu.

Sie hob die Hand wie zur Abwehr und schickte dem Druidenzauber[1] noch ein lautstarkes "Ha!" mit auf den Weg. Violette Flammen züngelten von ihrer Handfläche ausgehend über den Boden. Sé würde die Tarnfarben der Katzen wirkungslos machen und gleichzeitig die Ziele markieren, die sie treffen wollte. So wie sie sich normalerweise in gefährlichen Situationen verteidigte, konnte es schon mal unübersichtlich und hektisch sein und sie wollte sich bei der Anzahl ihrer neuen Gefährten keine Fehler erlauben.

Blitzschnell ließ sie ihre Hand wieder fallen und lief selbst auf die Angreifer zu - zuerst als junge Frau auf zwei Beinen - dann[2] - groß und stark, groß und stark, groß und ... - auf vieren, verwandelt in einen braunen Bären, der leicht das Doppelte an Höhe und bestimmt ein Vielfaches an Masse ausmachte. Der mächtige Fleischfresser, eine Narbe über dem linken Auge, wappnete sich gegen den bevorstehenden Zusammenstoß und brüllte die drei Löwen bedrohlich an.
 1. cast Faerie Fire; Dex DC 13
 2. Wild Shape
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 27.05.2019, 22:08:14
Sés Magie hüllte zwei der Großkatzen ein, aber das hinderte sie nicht daran, ihre gespannten Muskeln zum Einsatz zu bringen und sich mit beachtlicher Geschwindigkeit auf die entdeckte Beute zuzustürmen. Mit der vollen Wucht von einhundertundfünfzig Kilogramm prallten sie auf ihre Ziele - Yazrin, Sé in ihrer Bärengestalt und Brogar - von denen nur Yazrin von der Wucht des Aufpralls nicht umgeworfen wurde. Aber sie alle bekamen die Klauen und die beiden, die zu Boden geworfen wurden, auch die Fänge der angreifenden wilden Löwen zu spüren.[1]
 1. 4 Schaden für Yazrin, 16 Schaden für Sé und prone, 12 Schaden für Brogar und prone.

Wir ziehen jetzt Sé und Jykel aus Runde 2 vor, sodass alle außer Yazrin und Brogar handeln können

Situation: Ihr seid jetzt alle mit mindestens einem der Löwen engaged, Löwe 1 und Löwe 2 sind betroffen von Faerie Fire. Wir gehen davon aus, dass Opportunity Attacks keine Rolle spielen, solange ihr im Nahkampf bleibt.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 27.05.2019, 22:20:49
Niyall versuchte die Situation schnell zu erfassen, um eine Entscheidung zu fällen. Der Tiefling schien dem Angriff recht gut widerstanden zu haben, er würde schon klarkommen. Auch Sé in ihrer Bärengestalt konnte sie einiges zutrauen, auch wenn es im Moment erstmal nicht so gut aussah. Besonders heftig hatte es aber wohl den Zwerg erwischt, daher bewegte sich die Waldelfin an seine Seite, um den Löwen anzugreifen, der ihn gerade von den Beinen geholt hatte.

Sie wirbelte herum, um die Raubkatze mit ihrem Kampfstab zu erwischen[1], während sie dem Tier in einer fließenden Bewegung noch einen Tritt[2] und einen Ellbogenstoß[3] verpasste.
 1. AC 13 DMG 6
 2. AC 18 DMG 5
 3. AC 20 DMG 7
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 27.05.2019, 23:19:46
Jykel hatte noch eine ganze Weile mit der Erinnerung an den Anblick der Leichen zu kämpfen, als sie schon längst auf der Verfolgung der Fährte waren. Er wusste nicht, was passieren würde, wenn sie die Mörder tatsächlich stellen konnten, doch noch hatte er seine Emotionen unter Kontrolle - und er kämpfte in jedem Moment darum, dass dies auch so blieb.

Je länger sie sich durch die Wildnis bewegten, desto ruhiger wurde der Zwerg jedoch, und langsam konnte er sich wieder mit anderen Dingen außer sich selbst beschäftigen. Zu spät jedoch erkannte er die Raubkatzen, die ihnen in dem hohen Gras aufgelauert hatten - als er sie sah, waren Yazrin, Sé und Brogar bereits von ihnen angegriffen und in den beiden letzteren Fällen umgeworfen worden. Sés Verwandlung in einen Bären stellte dabei auch für Jykel einen unerwarteten Anblick dar: Zwar hatte er gewusst, dass die junge Frau dem druidischen Pfad folgte und zu so etwas wohl in der Lage war, doch gesehen hatte er es zuvor nie.

Einen kurzen Augenblick blieb er mit offenem Mund stehen und staunte, riss sich dann jedoch zusammen und gleichzeitig die Axt vom Rücken, während er zu der Verwandelten eilte, die trotz ihrer Gestalt Probleme mit der Katze zu haben schien. Jykel wusste, dass er nicht der beste Kämpfer war, doch wenn seine Axt traf, konnte sie verheerenden Schaden anrichten. Also holte er mit aller Macht aus und versuchte sein Bestes, das Tier zu erwischen, um es von Sé abzulenken.[1]
 1. Ich vermute, das ging daneben: Angriff 13, Schaden 14
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 28.05.2019, 16:25:05
Bei Moradin war das Einzige, was Oldor herausbekam, als er sah, wie sich Fe in einen großen Braunbären verwandelte. Oldor war so irritiert, dass er die anrückenden Löwen für den einen kurzen Augenblick vergaß. Hatte er das gerade richtig gesehen oder spielten ihm seine Augen einen Streich? Er kannte Fe nur flüchtig aber sie musste mit sich und der Natur vollkommen im reinen, ja sogar im Einklang srin, wenn ihr die Natur das gestattete. Er hatte früher bereits von diesen Kräften gehört, sie aber immer älteren unnd weiseren Kreaturen zugeschrieben wie Feen zum Beispiel, die ihr Leben der Natur widmen.
Die drei Löwen, die sich gerade auf seine Kameraden gestürzt hatten rissen ihn aus seinen Gedanken. Er zog seine Axt und schnallte seinen Schild an. Mit einem stillen Gebet an Moradin trat er dem Kampf bei. Mit einem schnellen Schwung versuchte er einen der Löwen zu treffen[1]
 1. Angriff: 24  Schaden 3
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 28.05.2019, 20:18:49
Brogar stapfte gereizt durch das lästige Grünzeug, das die Sicht verstellte und das Vorankommen hemmte, ganz anders als in einem ordentlich angelegten und instandgehaltenen Tunnel. Der Runenschmied brummte ärgerlich ob der unpraktischen Eigenschaften der Natur vor sich hin, die sich vermehrten, je weiter man ins Unbekannte vorstieß. An der Stelle, an der sich die Spur teilte, verkündete er: "Womöglich hat eine der Frauen ein Kind getragen." Dabei sah er sich missmutig um. "Aber wer soll das schon mit Sicherheit sagen. In diesem verdammten Gestrüpp weiß man ja bald nicht mehr, wo man selbst geht und steht!" Er schüttelte grollend den Kopf. Wahrlich, wenn Zwerge diesen vermaledeiten Wald angelegt hätten, dann wäre es auch ein Leichtes gewesen, sich in ihm zurechtzufinden!

Doch es blieb ja wenig übrig, als den Weg fortzusetzen, wenn sie die Entführten befreien und die Entführer ihrer gerechten Strafe zuführen wollten. Also setzte auch Brogar sich wieder in Bewegung, als der Rest der Gruppe den Marsch fortsetzte. Mit seinen Gedanken an eine angemessene Bestrafung beschäftigt, achtete er nicht mehr so scharf auf die Umgebung, weshalb er die unverhofft angreifenden Raubkatzen auch erst recht spät bemerkte. Mit einem zwergischen Fluch auf den Lippen packte er seinen Hammer mit beiden Händen und stemmte die kurzen, kräftigen Beine ein, um einem möglichen Anprall ohne Wanken zu begegnen. Wenn eines der Mistviecher mit ihm anbinden wollte, nun wohl... er stand bereit! Da die Masse des Tiers aber größer war als seine, ging er mit dem Angriff dennoch zu Boden.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 28.05.2019, 22:57:34
Von der Wucht des angreifenden Ungetüms überrascht ging die braune Bärin zu Boden. Instinktiv riss Sé die Schnauze herum um nach dem Gegner zu schnappen[1], doch die Bewegung war wenig koordiniert nach dem markerschütternden Sturz. Der leuchtende Löwe stand über ihr und setzte der Bärin weiter zu, als sie sich schwungvoll erhob und in derselben Bewegung mit der gewaltigen Pranke nach der Katze hieb.[2]
 1. Bite 12; Damage: 8
 2. Claws 14; Damage: 7
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 30.05.2019, 11:29:16
Die Löwen hatten offensichtlich nicht mit so wehrhafter Beute gerchnet, denn während einer von ihnen unter den Axtstreichen der beiden Zwerge bereits zu Boden ging und nicht mehr Aufstehen würde, waren auch die beiden schon so schwer verletzt von Sés Kaluen und Niyalls Stabschlägen, dass ihnen der Hunger vergangen war. Alle drei Großkatzen klangen jetzt nicht mehr gefährlich sondern wienerlich. Die eine verstummte schnell, während die anderen zwei mit schnellen Sprüngen ihrer kräftigen Beine, die sie noch immer trugen, auch wenn sie weit weniger grazil wirkten, wieder entfernten und binnen kürzester Zeit in der Wildnis verschwinden ließen.
So schnell wie die Attacke der wilden Kreaturen begonnen hatte, war sie auch schon wieder vorbei und die sechs Gefährten standen kaum schwer atmend aber doch erschüttert und teilweise blutend in der Wildnis. Sollten sie vergessen haben, wie geführlich dieses Land war, hatte es sie jetzt mit scharfen Klauen daran erinnert.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 30.05.2019, 11:57:52
Niyall blickte den Löwen nach, es gab keinen Grund sie zu verfolgen.

"Wir sollten uns einen Moment ausruhen und wieder zu Kräften kommen," schlug sie vor. "Wir haben noch einiges vor uns, fürchte ich."

Dann setzte sie sich selbst an einer geeigneten Stelle ins Gras und begann mit einer kurzen Meditation, um ihr inneres Gleichgewicht wieder herzustellen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 30.05.2019, 12:16:44
Oldor war froh, dass die Löwen keinen wirklichen Schaden anrichten konnten. Als sich Niyall zu ihrer Meditation ins Gras setzte ging Oldor den Löwen nach um sich zu vergewissern,  dass diese auch wirklich nicht zurück kommen werden.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 30.05.2019, 13:58:35
Wie der helle Schein einer Kerze sich im Tageslicht auflöste, so verschwand auch die große braune Bärin um darunter, viel zierlicher, Sés Form preiszugeben. Sichtlich außer Atem sah sie sich zuerst nach ihren Gefährten um und setzte sich sogleich zu Brogar. Ihre Augen überflogen die offensichtlichen Wunden. "Ich möchte dir helfen, tapferer Brogar."Dem überraschten Zwerg legte sie eine Hand auf seine Schulter und ihre Rechte auf seine Linke. Für Sé war es eine Selbstverständlichkeit ihren Kameraden nach ihren Kräften zu unterstützen. Sein Unwohlsein war verständlich, hatte er doch auch tiefere Kratzer abbekommen. Dass Brogar ihr Tun vielleicht nicht gutheißen würde, kam ihr gar nicht erst in den Sinn. Kurz murmelte sie ein Wort[1], das ein wenig wie das Rauschen des Flusses klang. Eilig vergewisserte sich die junge Druidin, dass der Zauber wirkte. Dann setzte sie sich zurück und lächelte ihn an. Er wirkte unglücklich. "Tut mir Leid, ich lerne noch. Aber ein bisschen besser sollte es dir bald gehen." Sie bot ihm drei der heildenen Beeren in ihrer Tasche an, da er ihr doch etwas blass vorkam.

Nachdem die Bärin allen Schaden abgefangen hatte, ging es Sé soweit gut: nur erschöpft war sie. Bevor sie sich aber unter einen Baum zur Rast begab, sah sie sich den Löwenkörper nocheinmal genauer an, berührte Fell, Zähne und Klauen und schnitt sich je eine Klaue heraus.
 1. Healing Word +9HP
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 30.05.2019, 17:10:47
Standfest hatte Yazrin den Löwen abgewehrt und war stehen geblieben wo andere umgeworfen worden waren. Seine Zeit als Soldat und Karawanenbegleiter hatte Instinkte in ihm geschärft, die in Situationen wie diesen von Vorteil waren. Nichts desto trotz war der Tiefling erleichtert, als es sich die Raubkatzen anders überlegten und die Flucht antraten. Langsam ließ er das Schwert erst sinken, nachdem er sich vergewisserte, dass es keine Finte war und der Rest des Rudels von der anderen Seite über die kleine Gruppe herfiel.

An seinem linken Arm hinuter blickend, entdeckte er ein dünnes Blutrinnsal, wo die Klauen der heimlichen Jäger seine Rüstung geschickt umgangen hatten. Aber es kostete ihn nicht mehr als ein Grunzen. Einem Kämpfer wie Yazrin konnte so eine Kleinigkeit nicht aus der Ruhe bringen. Zusehend wie sein Blut stockte,[1] hörte im gleichen Augenblick auch das sanfte Brennen der Wunde auf ihn zu stören.

Zu den anderen gehend, blieb der Kämpfer stumm und wartete ob sie sich nun alle erst ein wenig erholen wollten, oder sofort weiter ziehen mochten.[2]
 1. Second Wind für 9 HP. Bin damit wieder vollkommen gesund.
 2. Wenn wir jetzt einen Short Rest machen, bekommt Yazrin seinen Second Wind zurück. Bin mit allem einverstanden.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 30.05.2019, 22:04:15
Das Intermezzo mit den Löwen endete so schnell, wie es begonnen hatte. Zwar hatte der eine oder andere von ihnen ein paar leichtere Wunden davongetragen, doch Sé war bereits dabei, zu tun, was immer sie tat, um die Wunden zu behandeln - so genau wollte Jykel das gar nicht wissen, solange es funktionierte.

Tiefere Gedanken über den Vorfall machte der Zwerg sich nicht; vermutlich waren sie den Jungen der Löwen zu nahe gekommen, und die Tiere hatten sie nur vertreiben wollen. Allerdings hatte er auch kein Mitleid mit ihnen: Die Wildnis war ein hartes Pflaster, es hieß fressen oder gefressen werden.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 02.06.2019, 12:01:56
Ganz unvermittelt schien sich alles um Brogar in rasender Geschwindigkeit zu bewegen. Der Zwerg kam sich vor, als ob er in zäher Melasse steckte, während die Bewegungen der Raubtiere und der Gefährten regelrecht vor seinen Augen verschwammen. Er hatte noch nicht seinen Hammer wieder gepackt und war aufgesprungen, als der gedankenschnelle Schlagabtausch auch schon wieder vorüber war und sich die überlebenden Angreifer auf der Flucht befanden. Der Runenschmied blinzelte einige Male verwirrt und meinte dann: "Da hol' mich doch die kalte Asche in der Esse... was war das..?!" Misstrauisch musterte er seine Begleiter, während er sich Grashalme und Ästchen von der Kleidung klopfte und mit einem gereizten Knurren die tiefen Kratzer besah, welche die Krallen seines Gegners hinterlassen hatten, dem er nicht einmal einen Abschiedsgruß hatte mitgeben können. Seine Stimmung war auf einem Tiefpunkt.

Dementsprechend setzte er bei Sés plötzlicher Berührung auch schon dazu an, ihr in einer reflexartigen Abwehr den Ellbogen in das Gesicht zu rammen und seinen schweren Hammer gleich folgen zu lassen, ehe er sich besann und die Waffe wieder sinken ließ. Nicht sonderlich freudig überrascht machte er eine verneinende Geste und brummte: "Danke, aber ich habe kein großes Vertrauen zu Zauberei, deren thaumatotheoretische Grundlagen ich nicht kenne." Schon die unverhoffte "Attacke" hatte ihn misstrauisch gemacht. Aber eine von einer Nichtzwergin verzauberte Frucht schlucken, ohne sie zuvor zu analysieren? Völlig undenkbar! Sé wirkte nämlich nicht, als folge sie irgendwelchen der althergebrachten Regeln, welche für jeden Runenschmied zwingend aus der Systematik der Magie folgten. "Ich bin dafür, sofort weiter zu marschieren. Je früher man dieses grüne Chaos hinter sich hat, desto besser" wechselte er das Thema. Ohne Weg und Steg, aber dafür mit Feinden, die einen hinterrücks und völlig unverhofft anfallen konnten – ganz und gar nicht nach seinem Geschmack!
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 05.06.2019, 16:56:27
"Sehe ich genauso." stimmte Jykel Brogar zu. Auch er hatte kein großes Bedürfnis, lange seine Wunden zu lecken, zumal der Angriff an ihm spurlos vorübergegangen war. Wenn er sich so umsah, wirkte es auch gar nicht wirklich, als ob noch jemand schwerer verletzt gewesen wäre.
"Es stehen immerhin die Leben der Verschleppten auf dem Spiel. Solange wir noch nicht vor Müdigkeit umfallen, sollten wir keine lange Rast einlegen." versuchte er an das Gewissen der anderen zu appellieren.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 06.06.2019, 20:40:14
"Wir können freilich weitergehen. Aber meint ihr nicht, es ist ein Zeichen, dass niemand von uns die Raubtiere hat kommen sehen? Mir scheint, eine kurze Rast kann von Vorteil sein, gerade fürs Schärfen unserer Sinne." Sé sah zur meditierenden Elfe. Ihr eigener Meister hatte sie ermahnt sich zu mäßigen, was ihr immer noch schwer fiel, und ihren Geist offen zu halten. Natürlich wollte sie auch so schnell wie möglich der Sache auf den Grund gehen, doch sie versuchte ihre Ungeduld niederzuringen und sich gegen voreilige Schlüsse zu wehren. Noch wussten sie nicht genau in was für einer Situation sich die Vermissten befanden und welche Motivationen hinter den Handlungen Einzelner steckten.

Sé wollte eine kurze Pause nutzen, um sich nach dem Kampf zu beruhigen, über das Erfahrene nachzudenken und um neue Kraft für den weiteren Weg zu schöpfen.

 
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 07.06.2019, 06:18:45
Die sehen wir vorerst nicht so schnell wieder. Die Kätzchen haben keine Lust auf noch eine Abreibung. Bei Moradin Oldor war gerade von seiner kleinen Erkundung zu seinen Kameraden zurückgekehrt. Niyall und Se hatten sich etwas abseits der Gruppe ein ruhiges Plätzchen gesucht. Es war schon beeindruckend gewesen, wie aus so einer schönen zierlichen jungen Menschenfrau so ein Ber von einem Tier entstehen konnte. Er wollte Se jetzt nicht stören, aber in einer ruhigen Minute würde er sie einmal ansprechen um mehr von dieser Gabe zu erfahren.
Oldor merke, dass Jykel und Brogar mit den Hufen scharrten. wir sollten so schnell,wie möglich weiterziehen, wenn die Frauen unfreiwillig mitgegangen sind, werden sie nicht so schnell vorankommen wie wir. Aber unvorbereitete Kameraden können wir auch nicht gebrauchen. Das würde unsere Verfolgung zu sehr schwächen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 07.06.2019, 11:14:09
Bei Oldors Worten nickte auch Yazrin. Die beiden Frauen hatten bisher den weitaus größten Teil dieses Unterfangens bestritten, während noch keiner der Zwerge - so wie er selbst leider - wahrlich irgend etwas geleistet hatte. Wenn sie daher eine Pause benötigten, dann sollte das kein Problem darstellen. Nun von Eile und Not zu sprechen würde ihnen auch nicht helfen. Lieber ausgeruht in eine potenziell sehr gefährliche Situation zu gehen, anstatt gehetzt hinterher zu hecheln.

Und so stand der Tiefling etwas abseits und wartete darauf, dass die beiden Spurenleserinnen wieder zu Kräften gekommen waren um die Verfolgung aufzunehmen. Dabei hing er aber keineswegs verträumt seinen Gedanken nach, sondern hielt aufmerksam Wache, auf das sie weder Elf noch Monster unangenehm überraschen konnte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 08.06.2019, 11:41:58
Da sich die Nichtzwerge – wie kaum anders zu erwarten! - für eine Rast aussprachen und sogar Oldor zu wanken schien, brummte Brogar einen zwergischen Kommentar zur mangelnden Ausdauer aller Langbeine und setzte sich missmutig ins Gras. Den Hammer hatte er mit dem massiven Kopf nach unten neben sich in den Boden gerammt, sein Blick glitt feindselig über das grüne Chaos rundum. Da ihm die uferlose Wildnis ohne Wege, Mauern und gerade Linien allmählich auf die Nerven zu gehen begann, zog er ein schweres, in dickes Leder gebundenes Buch hervor, öffnete es auf einer der Seiten, in denen schmale metallene Blätter als Lesezeichen steckten, und begann mit grimmiger Miene darin zu lesen. Die Lippen des Zwerges bewegten sich dabei lautlos, und wer einen Blick auf das Geschriebene erhaschen konnte, würde endlose Zeilen kantiger Schriftzeichen entdecken, die irgendwo zwischen alchimistischen Symbolen und Keilschrift standen und mit einer tiefschwarzen Tinte peinlich akkurat auf die Seiten gebracht worden waren. Gelegentlich wurde die Schrift von einem Hexagramm unterbrochen, in dessen Feldern wiederum Symbole gruppiert waren.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 08.06.2019, 15:30:15
Nachdem sie sich ein wenig ausgeruht hatten - die Sonne begann bereits wieder zu sinken - setzten die sechs ihren Weg fort. Etwa eine Stunde folgten sie den Spuren der größeren Gruppe, bis sie zu einem Hindernis kamen, dass sich nicht so leicht überwinden ließ. Es war eine schräge Felsklippe, bei der sie sofort erkennen konnten, dass es nicht allzu leicht werden würde hier hinauf zu steigen. Beinahe zehn Meter führte sie sehr steil in die Höhe und es überraschte sowohl Sé als auch Niyall, dass die ganze Truppe hier hinauf gestiegen sein sollte, aber die Spuren ließen keinen Zweifel, alle vier Spuren führten hier hinauf und jetzt tauchte auch eine fünfte, sehr viel kleinere Spur auf, die die beiden Frauen identifizieren konnten.[1] Es mochte sein, dass es einen leichteren Weg diese Klippe hinauf gab, aber mit bloßem Auge war von hier nichts zu erkennen, sie würden also ein ganzes Stück laufen müssen, um einen Weg zu finden.
 1. Hier hinauf zu Klettern würde einen Athletics Check erfordern
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 08.06.2019, 17:12:13
Einmal mehr dachte Se ans Fliegen. Wie gerne würde sie sich in einen Vogel verwandeln und in die Lüfte erheben, doch soweit war sie noch nicht. Sie hatte es geschafft, manche Teile der Vögel zu kopieren, mal einen Schnabel, mal eine Kralle, aber eine tatsächliche Verwandlung war ihr bisher einfach nicht geglückt. In diesem Falle, hatte sie zum Glück auch andere Optionen.

Se nahm ihr Seil zur Hand und versuchte abzuschätzen, ob es lange genug war. "Meint ihr das reicht? Hat jemand noch ein Seil zum dazuknüpfen?" Sie würde klettern.

Sie besah sich die Klippe sehr genau. Als Mensch wäre das ein herausforderndes Unterfangen. Laut sagte sie: "Eine Spinne, denke ich. Nur wie anbinden? Zurückverwandeln?Mal sehen. Bereit?" Erwartungsvoll strahlte sie in die Runde.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 08.06.2019, 17:51:50
Wortlos griff Yazrin nach hinten und holte von der Seite seines Rucksackes, ein gut 50 Fuss langes Hanfseil herab, dass er der so überschwenglichen Sè ausdruckslos reichte. Dererlei Akrobatik war nicht seine starke Seite und die Kettenrüstung tat ihr übriges ihm die Sache endgültig zu verleiden. Kurzum, er war über jede Aufstiegshilfe froh, die sich aufbringen ließ.

Doch... seine Achtung vor der jungen Frau wuchs von Stunde zu Stunde. Nicht nur, dass sie es mit einer Elfe aufnehmen konnte wenn es um das Verfolgen der Spur ging, nein, ihre Verwandlungskünste beeindruckten ihn noch mehr als das. In eine Spinne verwandeln? Sie hatte doch gerade erst einen Kampf als Bär bestritten, staunte der Tiefling.

Der Druidin seine  Anerkennung aber nicht zu Verstehen gebend, trat Yarzin erneut einen Schritt zurück und überließ es den anderen die Seile miteinander zu verknoten und oben anzubringen. Zumindest die aufsteigende Dunkelheit bereitete ihm mit seinen Teufelsaugen keinerlei Schwierigkeiten.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 08.06.2019, 23:51:52
Niyall betrachtete die Steilwand. Es war sicher kein Ding der Unmöglichkeit, aber auch nicht besonders einfach, hier hinaufzuklettern. Zumindest wurde ihre Vermutung, dass eine der Frauen ein Kind getragen hatte, hier bestätigt. Offenbar hatte sie dennoch mühelos mit den anderen Schritt halten können. Und auch das Erklimmen dieser Wand schien weder für die Frauen noch für das Kind ein großes Hindernis gewesen zu sein.

Als Sé vorschlug, sich mit ihren Kräften erneut zu verwandeln und die Wand so zu erklimmen, um dann ein Seil zu verwenden, den anderen den Aufstieg zu erleichtern, nickte die Waldelfin zustimmend. "Ein guter Vorschlag. Ein Seil wird sicher reichen, so hoch ist es ja auch wieder nicht. Aber nimm ruhig beide mit, schaden kann es auch nicht."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 09.06.2019, 10:56:08
"Eine Spinne?" flüsterte Jykel entsetzt. Hatte er das gerade eben richtig gehört? Es war eine Sache, sich in einen Bär zu verwandeln, aber solch ein ekliges achtbeiniges Vieh? Abgesehen davon war er nicht sicher, ob dies überhaupt notwendig war.

"Wie oft kannst du eine solche Transformation durchmachen?" fragte er Sé. "Ich bin ein guter Kletterer; ich bin sicher, dass ich es dort oben hin schaffe. Dann kann ich euch ein Seil herunterlassen, und du kannst deine Kräfte aufsparen, falls wir dich noch einmal als Bär brauchen."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 09.06.2019, 11:08:43
"Klettern?! Völlig unnötig, sich derart zu plagen!" knurrte Brogar. "Ein kleiner Zauber, und ihr könnt hinauf springen. Also, wer will es versuchen?" Er griff einem runenverzierten Schmiedehammer, den er an der Seite hängen hatte, und sah sich um, welcher seiner Begleiter sich melden würde. Vor dem- oder derjenigen würde er sich aufbauen, den Hammer in der Rechten, um mit der freien Linken eine komplizierte Geste in der Luft auszuführen, die er mit einigen gemurmelten Worten begleitete. Eine Berührung mit der Hand, und ein kurzer, kaum wahrnehmbarer Schimmer würde die Beine der Person umgeben[1]. Dann würde der Zwerg befriedigt nicken. Zeit, dass hier endlich einmal geordnete Magie nach wissenschaftlichen Regeln Gelegenheit erhielt, ihren Wert zu erweisen!
 1. Was, wenn sich jemand findet, dann einmal ein Jump (http://www.5esrd.com/spellcasting/all-spells/j/jump) wäre.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 09.06.2019, 12:02:32
Niyall musste schmunzeln als der Zwerg sich aufbaute wie ein Marktschreier, um seine Kräfte anzupreisen. Es erinnerte sie an die Stadt und die Menschen, wo sie gelebt hatte. Ihr Interesse war auf jeden Fall geweckt.

"Also, ich würde das schon versuchen, allein schon, um zu sehen, wie das ist," sagte sie lächelnd.

Dann fügte sie aber noch vorsichtig hinzu: "Aber vielleicht genügt das Seil ja auch, wenn Ihr Eure Kräfte noch etwas aufsparen wollt, Meister Tunnelheim."

Sie hatte nicht den Eindruck, dass es dem Zwerg darum ging, vielmehr wollte er wohl seine eindrucksvollen Fähigkeiten demonstrieren.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 09.06.2019, 12:03:01
"Uh!Ich!"

Keine weitere Sekunde an die Verwandlung denkend hob Sé ihre Hand und wandte sich dem entschlossenen Zwerg zu. So eine Gelegenheit! Zwergenzauber! Ihre Aufregung kurz zurückdrängend blickte sie in die Runde.

Bei näherer Betrachtung wirkten manche ihrer Gruppenmitglieder deutlich sportlicher als sie selbst, zumindest in ihrer jetzigen Form...
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 09.06.2019, 12:04:42
Auch wenn ihm die Idee mit der Spinne mehr behagte, so wollte Yazrin doch nicht nur hinterher laufen sondern auch etwas zu ihrem Vorankommen beitragen. Und so kam es, dass der Tiefling die Hand nach dem Seil ausstreckte, welches er gerade erst an Sè weitergereicht hatte. Dankbar, dass in der Zwischenzeit verknottete Tau in Empfang nehmend, grinste er trocken und wandte sich Brogar zu. Vor dem lauten Zwerg in Position gehend, wappnete sich der Krieger für den Sprung und nickte dem Magier zu.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 10.06.2019, 01:13:36
Oldor schaute sich die Felswand und dachte laut: Das wird aber eine Herausforderung mit meiner Rüstung werden. Bei Moradin, eine kleine Sprunghilfe käme da wirklich genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich werde mich hinten anstellen. Yarzin, ich wünsche euch einen guten Flug.ihr werdet bestimmt gut durch die Luft fliegen, bei eurer Statur. Ihr erinnert mich da an eine langen Pfeil. Geradeaus und sehr präziese. Er blickte an sich hinunter und konnte sich diesen Verfleich nicht verkneifen Ich hingegen tendiere da wohl eher zu einer Kanonenkugel, bei Moradin. Ein Schmunzeln blieb zwischen seinem Bard erkennbar, als er auf Brogar wartete und zu Yarzin flüsterte: Da bin ich ja gespannt wie ein Flitzebogen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 10.06.2019, 14:17:40
Yazrin erhielt also den Zauber von Brogar und spürte sofort, dass seine Beine jetzt kräftiger waren. Also machte er sich daran, die felsige Klippe zu ersteigen. Allerdings war dass Gestein hier brüchig und mehrfach trat er trotz der Magie des Zwerges Felsbrocken los, rutschte ein Stück ab und musste sich in den scharfkantigen Felsen festhalten.[1] Aber schließlich stand er oben und sah sich nach einem geeigneten Baum um, an dem er das Seil festmachen konnte.
Dabei entdeckte er einen Baum, der geeignet war, und an seinem Fuß lag sogar schon ein Seil, das fest um den Stamm gebunden war und das er einfach hinabwerfen konnte. Dies tat er und es gelang seinen Gefährten, ihm ohne allzu große Schwierigkeiten mit Hilfe des Seiles die Klippe hinauf zu gelangen. Dort oben angekommen, entdeckten die sechs in unmittelbarer Nähe zu dem Baum mit dem Seil eine Feuerstelle, die - so viel konnten sie alle erkennen - noch nicht allzu alt war, aber die Asche war bereits kalt.
 1. 6 SP
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 10.06.2019, 20:03:32
Oben angekommen, sah Yazrin verstimmt auf seine erneut blutende Hand herab und seufzte schicksalsergeben, als er dabei zusah wie sich die frische Wunde wieder schloß und das karmesin Rot aufhörte hervor zu treten.[1] So nahm er das bereit liegende Seil und ließ es vorsichtig zu den anderen hinab. Jedem der Hinaufkletternden reichte er seine Hand zur Hilfe um leichter über die Kante zu gelangen. Es Oldor an der Reihe war, begrüßte ihn der Tiefling mit einem sehr trockenen: "Da müssen wir uns wohl geirrt haben. Weder Pfeilschnell und leider auch nicht Pfeilgerade." Mit dem bartlosen Kinn auf die Stelle deutend an der er abgeprallt war sprach der Krieger mit seiner von Natur aus rauchig klingenden Stimme weiter: "Eher wie eine sehr flacher stein, der ein paar Mal abprallt, bis er liegen bleibt." und funkelte den Zwerg mit seinen orangen Augen an.

Brogar schenkte er ein dankbares Nicken. Ohne die willkommene Hilfe des Zaubers wäre er wohl nie hier herauf gekommen wenn er sich doch schon mit Zauber derart verletzte, ging es ihm dabei durch den Kopf.
 1. Second Wind für 5 Punkte
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 11.06.2019, 00:11:30
"Ob das hier wohl eine Mittagsrast war?" Sé, noch immer beeindruckt vom eben Erlebten, sah sich kaum in der Gegend um, sondern untersuchte zielstrebig die Feuerstelle[1]. Sie wollte wissen, wann das Feuer erloschen war und ob darin etwas erwärmt oder sogar verbrannt worden war. Vielleicht gibt es Hinweise in der Nähe? Eins nach dem anderen...

Mit den Fingerspitzen testete sie die Asche. Die Druidin legte den Kopf schief. Während sie den verbrannten Geruch einsog, umarmte sie die Knie und versuchte sich vorzustellen, wie die Gruppe ums Feuer gesessen sein mochte. Hatte die Stelle genug Platz für alle geboten? Wie lang hatte es den Überresten nach zu urteilen wohl gebrannt? Sah es aus, als wäre das Feuer eilig errichtet oder gelöscht worden?  War an diesem Ort schon öfter campiert worden? - Vielleicht haben sie das Seil deshalb da gelassen - sie wollen es auch für den Weg zurück verwenden....oder haben es für jemand anderen zurückgelassen...hmm...Zeit um es wieder einzupacken hätten sie bestimmt gehabt. Sie haben auch ihr Feuer nicht verborgen...

"Zumindest fühlen sie sich scheinbar nicht verfolgt, oder fürchten Verfolgung nicht. Hmm...das Feuer muss älter sein. Asche vom Mittagsfeuer hätte noch etwas Wärme in sich. Was glaubt ihr: Wieviel Vorsprung hat die Gruppe wohl?" Sé schaute nach Niyall. Hatte die Elfin die Fährte bereits wieder aufgenommen?
 1. Survival: 13 gewürfelt
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 16.06.2019, 09:58:08
Es war nicht leicht zu sagen, wie lange es her war, dass die Leute hier gelagert hatten, aber dafür war es ziemlich leicht herauszufinden, dass sie von hier aus nicht den gleichen Weg genommen hatten. Die Spuren teilten sich von neuem. Zwei führten den Felsvorsprung entlang in Richtung Norden, die anderen beiden weiter gen Osten. Viel mehr konnten Niyall und Sé hier noch nicht erkennen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 16.06.2019, 11:53:59
Niyall besah sich die Spuren, die sich erneut aufteilten. Was hatte es damit wohl auf sich? Oder waren sie mittlerweile schon nah an ihrem Ziel angelangt? Aber warum dann die Rast? So recht erschloss sich der Waldelfin das Bild nicht, das sich ihnen bot.

Sie suchte vor allem danach, welche der Spuren in welche Richtung gegangen waren, die schweren Stiefel der vermeintlichen Entführer, die leichteren oder die schwereren Spuren der beiden Frauen und des wieder getragenen Kindes[1].
 1. Survival 8
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 18.06.2019, 23:01:28
Die Truppe machte keine allzu lange Pause an der Lagerstätte, sondern sie verfolgten schnell eine der beiden Spuren weiter, die Niyall von hier aus entdeckt hatte. Allerdings fiel es der Elfe dieses Mal sehr viel schwerer der Spur zu folgen. Das lag nicht nur daran, dass jetzt weniger Spuren zu suchen waren - es waren schließlich nur noch zwei Paar Schuhe wie es aussah - sondern es machte auch den Eindruck als wären diese beiden nicht wirklich zusammen unterwegs gewesen. Dadurch machte Niyall einige Schleifen auf dem Weg, weil sich die Spuren mal trennten, um dann wenig später wieder zusammenzuführen. Das kostete Zeit und nachdem sie zuvor ziemlich schnell voran gekommen waren, ging es jetzt merklich langsamer.
Die Landschaft wurde noch hügliger und unwegsamer und mehrfach entdeckte Niyall an Büschen und Dornenhecken Kleidungsreste und Blutspuren. Sie fand sogar einn einfachen Lederstiefel, der in einer Wurzel hängen geblieben war. Es war beinahe dunkel als sie etwas besonders bemerkenswertes entdeckten. Krähen und wilde Aasgeier kreisten über einer kleinen Senke, an deren Rand die Truppe stehen blieb. unten lag ein Körper, es war offensichtlich zu erkennen, dass er hinabgestürzt sein musste, aber nicht einfach aus Zufall oder Ungeschick, sondern drei Pfeile ragten aus dem Rücken. Mehrere Krähen hatten sich niedergelassen und zerrten an dem toten Körper. Aus der Ferne konnten man erkennen, dass es sich um eine Frau handeln musste, denn ihre Haare waren lang und auch wenn sie jetzt schmutzig waren, wohl einst dunkelblond gewesen. Ihr Kleid war zerrissen und einer ihrer Füße war nackt, während sie am anderen einen Stiefel trug, der dem sehr ähnlich war, den Niyall zuvor gefunden hatte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 19.06.2019, 09:44:36
Seufzend, blickte Yazrin hinunter zu der Frauenleiche und schüttelte unmerklich den Kopf. Den anderen etwas Zeit gewährend, das Gesehene zu verarbeiten fragte der schwer Gewappnete in Richtung der Zwerge: "Kennt sie jemand?" Davon ausgehend, dass es wohl eine zum Gehöft zugehörige Frau war, die die Räuber verfolgt hatte, hing der Tiefling seinen Gedanken nach. Mut und Verzweiflung lagen oft eng beieinander, doch dies hier war offensichtlich zur tödlichen Dummheit geworden. Was auch immer sie verfolgt hatte, sie hatte scheinbar keine Chance gehabt diejenigen auch zu stellen, oder jene zu befreien die ihr am Herzen lagen. Und ihr Wissen was sich an ihrem Heim zu getragen hatte, hätte ihnen nun sehr geholfen. So war es ein Nachlaufen mit sich immer weiter verzweigenden Spuren...

Aufgrund der aufkommenden Dunkelheit, fragte der Soldat: "Wollen wir hier verweilen, sie bergen und unser Nachtlager aufschlagen, oder wollen wir der Spur bis zur Finsternis folgen und dann zusehen, dass wir ein paar Stunden rasten, ehe wir morgen weiter ziehen?"

Die Chance im Wald nach Sonnenuntergang etwas zu übersehen oder ebenso in einen Hinterhalt zu laufen schien ihm nicht unerheblich. Aber die Zwerge waren ein halsstarriger Haufen. Wer konnte sagen wie sie sich entschieden?
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 19.06.2019, 19:42:22
"Ich kenne sie nicht." Sé kam ihre eigene Stimme klein vor, wie aus großer Ferne. Sie hatte die Aasvögel schon vor einiger Zeit entdeckt, aber bis jetzt das Beste gehofft. Sé versorgte jeden Tag kleine Wunden, Ausschläge oder sonstiges Unwohlsein bei all jenen, die sie als Kräuterkundige und Heilerin kannten, doch seitdem sie zu dieser Expedition aufgebrochen war, hatte sie es nur noch mit Leichen zu tun. Sé sah auf die Frau herab. Sie musste näher heran. Bevor sie sich aufmachte, sah sie sich die Umgebung nocheinmal genau an. Es wurde immer finsterer. Keiner hatte etwas davon, wenn sie einen lauernden Angreifer übersahen, oder in eine Falle tappten. Bevor sie sich also die Gefallene genau ansah, schenkte sie allem anderen ihre volle Aufmerksamkeit und lauschte, roch und starrte in die einbrechende Nacht hinaus[1].

Sé ließ sich ins Gras sinken und bewegte sich halb rutschend in die kleine Senke hinab. Auch hier achtete sie auf Außergewöhnliches, besah sich die Stelle, sowie die Leiche genau. Nachdem das Licht immer unzuverlässiger auf die Szene traf, beschwor die Druidin eine kleine blaue Flamme auf ihrer Handfläche und ließ sie gemeinsam mit ihrem Blick über das Gesehene schweifen. Sie untersuchte die Wunden[2] und versuchte abzuschätzen, wann sich dieser Angriff zugetragen hatte, ob die Frau überrascht worden war, oder im Laufen hinuntergefallen. Als sie die Frau sachte drehte, bemühte sie sich um eine professionelle Haltung und konzentrierte sich auch darauf, die Pfeile nicht zu brechen - immerhin konnten die auch so einiges verraten. Beim Anblick der Geschosse hatte Sé zuerst an die Elfen vom Hof denken müssen, doch mochte sie sich keine voreiligen Schlüsse erlauben. Was hatte sich hier zugetragen? Hatte der Verfolger die Verfolgte erwischt? Warum gleich drei Pfeile? Hatte es Angreifer gegeben, die keine Spuren hinterlassen hatten?

Sé blickte zu Yazrin hinauf. "Bringen wir sie erstmal hinauf. Vielleicht fällt euch ja noch etwas auf." Sé wollte sich erst ein paar Gedanken machen, bevor sie den anderen berichtete.
 1. perception: 24 gewürfelt
 2. medicine: 12 gewürfelt
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 19.06.2019, 19:44:08
Ein neuerlicher Fluch in zwergischer Sprache kam Brogar beim Anblick der Leiche über die Lippen. "Bartlosigkeit und Verderben über dieses Pack!" fügte er für alle verständlich hinzu, indem er sich mit finsteren Blicken die Tote besah. Zu Yazrins Frage schüttelte er nur stumm den Kopf. Dafür stampfte er in die Tiefe und verjagte die Krähen mit grimmiger Miene von dem Leichnam und sagte endlich: "Wir haben die Pflicht, sie der gnädigen Mutter Erde zu überantworten, denn sonst wird sie ein Fraß der wilden Tiere." Ein Blick in Richtung der anderen Zwerge folgte. Brogars Augen ruhten am längsten auf Oldor. "Ich denke, der Große Schmied wird ihr Seinen Schutz auf ihrer letzten Reise nicht verweigern, auch wenn sie keine unseres Volkes ist, oder?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 22.06.2019, 20:12:22
"Wir werden im Dunkeln sowieso Schwierigkeiten haben, den Spuren weiter zu folgen. Wir sollten rasten, und die Zeit nutzen, um ihr eine ehrenvolle Beerdigung angedeien zu lassen." stimmte Jykel dem anderen Zwerg zu. Die Art und Weise sollte jedoch dem Glauben der Menschen entsprechen, dafür würde er sich aussprechen. Schließlich wollte auch er einmal nach zwergischem Brauch seine letzte Ruhe finden, auch wenn er mit so manchen der alten Denkweisen seine Schwierigkeiten hatte - was ihm letztlich auch in der Mine zum Verhängnis geworden war.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 23.06.2019, 00:48:51
Oldor nickte Brogar zu. Sie gehört nicht zu unserer Rasse, dass stimmt. Der große Schmied hat uns zwar geschaffen, aber er war schon immer offen für alle Rassen und Klassen. Lasst uns eine letzte Ruhestätte für sie Anlagen, bevor die Sonne vollständig der Nacht den Vorzug lässt. mit diesen Worten fing Oldor an, eine geeignete Stelle für das Grab der Frau zu suchen und wurde auch ziemlich schnell fündig. Lasst sie uns ein wenig abseits des Weges beisetzen. Wir müssen sie etwas tiefer vergraben, da sonst die Gefahr relativ hoch ist, dass die wilden Tieresie wieder ausbudd3ln.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 23.06.2019, 09:57:24
Den Zwergen dabei zusehend, wie sie sich um die Leiche kümmerten, setzte sich Yazrin etwas abseits hin und warf sich die kleine Beere, die er heute morgen von Sè erhalten hatte, ein.[1] Gründlich kauend, versuchte er den Geschmack einzuordnen - vergeblich. Was diese Leiche so anders machte, als jene die sie bereits im Gehöft gefunden hatte, ging ihm zwar nicht ein, aber durch dieses Verhalten seiner Mitreisenden war wenigstens geklärt wo das Lager für diesen Tag stehen würde.

Schließlich erhob er sich wieder und half pflichtbewusst dabei ein Grab für die Tote auszuheben und fiel an passender Stelle in die Worte des Abschieds ein.

Hoffentlich hatten Sè und Niyall in der Zwischenzeit einen passenden Ort für das Nachtlager ausgekundschaftet.

"Wer übernimmt welche Wache?" ertönte es so bekannt kratzig nach der Beerdigung aus der Kehle des Soldaten.
 1. Damit genug für diesen Tag gegessen und einen HP dazu bekommen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 23.06.2019, 14:23:37
Niyall schüttelte nur den Kopf. "Was soll das alles? Warum führt man sie den ganzen Weg hierher, nur um sie dann hier herunterzuwerfen und zu töten. Das ergibt doch keinen Sinn? War sie vielleicht diejenige, die das Kind getragen hat? Wollten sie nur da Kind?"

Falls dem so war, mussten hier ja Spuren von dem Kind sein. Daher suchte Niyall die Gegend nach selbigen ab[1], während sich die anderen darum kümmerten, den Körper zu bergen.
 1. Survival 16
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 23.06.2019, 16:31:39
Niyall kam nach einer Weile wieder zurück und erklärte, was sie herausfinden konnte.

"Die Spuren des Kindes konnte ich nicht finden. Hier führen nur Spuren von einem Paar schwerer Stiefel weg. Sie sind ansonsten noch hier oben an der Klippe zu sehen, allerdings bleiben sie oben, er ist also nicht hinabgeklettert. Vermutlich hat er sie einfach von oben erschossen, als sie hier hinabgestürzt ist. Wenn wir gerastet haben, sollten wir morgen zurückgehen und der anderen Spur folgen."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 23.06.2019, 21:51:34
Oldor hatte eine passende Stelle auserkoren und mit Hilfe des schweigsamen Tieflings war auch alsbald ein Grab ausgehoben. Sé besah sich indessen noch die Pfeile genauer, die aus dem Leib der Frau stammten.

An der Zeremonie nahm sie als Außenseiterin teil. Sie lauschte dem Abschied und den Trauerbekundungen. Zwar hatte sie schon ein paar solcher Zeremonien erlebt, aber noch niemals von Zwergen angeleitet. Die aufmerksame Frau versuchte alles in sich aufzunehmen und etwas mehr davon zu verstehen, wie die Männer die Welt, das Leben und den Tod wahrnahmen. Mit ihrem Druidenmeister im Wald hatte Sé vom Tod selten als endgültigem Abschied gesprochen, sondern stets als Teil eines großen Kreislaufes, einer fortwährenden Veränderung und Verwandlung von einer Energie in eine andere. Die Zwerge sahen dies wohl ganz anders. Sé verhielt sich ruhig. Sie wollte die ernste Zeremonie nicht stören.

Später, als sie sich mit den anderen zum Lagerfeuer setzte, welches sie zuvor mit Hilfe ihrer Druidenflamme entzunden hatte, drehte sie einen der Pfeile in ihren Händen. Nachdem auf Yazrins Anstoß hin geklärt worden war, in welcher Reihenfolge gewacht werden sollte, wandte sie sich an die Gruppe, um ihren Gedanken noch an diesem Tage Ausdruck zu verleihen:

"Nyall hat gemeint, die Frau wäre vielleicht von oben erschossen worden. Dagegen spricht, dass die Pfeile so wie ich es gesehen habe, nicht von oben, sondern von gerade hinten in den Körper gedrungen sind. Der verlorene Schuh deutet darauf hin, dass sie gelaufen ist und zwar in solcher Eile, dass es undenkbar gewesen wäre den Schuh aufzuheben. Vielleicht hat sie auch das Kind gehindert, das sie vielleicht getragen hat, ich denke aber nach wie vor, dass es zu schwer gewesen wäre mit einem Kind so weit und schnell zu laufen. Darüberhinaus gibt es keine Kinderspuren in der Nähe.
Die Frau und die Person mit den schweren Stiefeln waren, wie wir gesehen haben, nicht miteinander unterwegs, sondern nacheinander. Die Frau ist allerdings nicht in Richtung Heimat gelaufen, sondern nach Norden. Ist sie wirklich vor dieser zweiten Person geflüchtet?"


Sé reichte den Pfeil weiter: "Erkennt jemand diesen Pfeil? Ist es vielleicht ein elfischer?" Das Feuer knackte und der Schein zeichnete seltsame Schatten in die Finsternis um sie herum. Das Lager war ein wenig abseits aufgeschlagen worden, nahe einer kleinen Baumgruppe mit guter Übersicht über das umliegende Gelände. "Die Frau hat vielleicht jemanden verfolgt, oder wollte einen Ort erreichen, als sie von drei dieser Pfeile durchbohrt worden ist. Zwei steckten in der linken Schulter, einer darunter. Ist es nicht denkbar, dass wir es hier mit elfischen Bogenschützen zu tun haben, die eben keine Spuren hinterlassen haben? Wir können nicht sicher sein, dass der, dem die schweren Stiefel gehören, auch ihr Mörder ist. Ich glaube außerdem, dass sie erst nach den Schüssen gefallen ist. Die Senke war ja nicht so tief. Nach der Anordnung der Wunden zu urteilen, handelt es sich entweder um mindestens zwei Schützen, die unterschiedlich groß sind, oder um einen unbegabteren, der sicher gehen wollte, dass sein Ziel stirbt. Trotzdem erscheinen mir drei Pfeile etwas übertrieben. Was denkt ihr?"

Sé sah die ernsten Gesichter um sie herum und versuchte die morbide Stimmung etwas zu heben. Sie lächelte und meinte: "Bestimmt finden wir morgen mehr als nur weitere Fragen, wenn wir die andere Spur verfolgen!" Die junge Druidin fühlte sich erschöpft. Sie wartete ab, ob jemand weiter Gedanken zu dem seltsamen Fall anbieten würde und bereitete nebenbei ihre Schlafstätte vor.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 24.06.2019, 19:39:41
Schweigend hatte der Runenschmied sich an der Arbeit beteiligt, um ein sicheres und halbwegs würdiges Grab für die Tote zu bereiten. Ebenso wortlos - aber mit düsteren Blicken, die dem oder den Tätern wenig Gutes verhießen - hatte er der Zeremonie beigewohnt, mit der sie dem Schutz der Erde übergeben wurde. Später am Feuer nahm er einige Schluck Wasser und ein paar Bissen zu sich, die er eher gedankenlos verspeiste, ohne recht auf den Geschmack zu achten. Sein Geist schien anderweitig beschäftigt: Nach seinem frugalen Mahl blätterte er wiederum in dem gewichtigen Buch, das er mit sich führte, die buschigen Augenbrauen zusammengezogen und leise vor sich hin murmelnd. Einzig die Ausführung der schmächtigen Druidin bedachte er mit einem tiefen Grummeln. "Gleichviel, wer geschossen hat - es war feige, eine unbewaffnete Frau anzugreifen, und hinterhältig, eine solche Waffe" - er spie das Wort regelrecht aus - "zu gebrauchen." Ohne auf das aufmunternde Lächeln der Menschenfrau einzugehen, prophezeite er: "Aber beim nächsten Mal soll Blut fließen, das offen und ehrlich im Kampf vergossen wurde!" Die wuchtige Faust schloss sich fest um den Griff seines Hammers, und er versenkte sich wieder in das Studium seiner Formeln.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 25.06.2019, 20:49:34
Sè den Pfeil aus der Hand nehmend, studierte ihn der Soldat eingehend. Niyall dabei nicht aussparend, deutete schließlich ein aschgrauer Finger auf die Widerhaken und Yazrin klärte - unheimlich wispernd - seine Gefährten über die Absichten und eingebauten "Rafinessen" dieses Pfeils auf.[1] Er hatte keine Ahnung von wem er stammte, aber es war eindeutig niemand dem man alleine begegnen wollte.

Die Gedanken der hübschen Druidin ließ er vorerst unkommentiert. Sie konnte durchaus recht haben, aber vieles erschien ihm mehr Vermutung als tatsächlich Belegtes. Und vermuten hieß nicht zu wissen. Und Yazrin, Sproß von Mephisto dem Lord der Höllen, war Wissen lieber als Vermutungen.[/spoiler]
 1. 
Spoiler (Anzeigen)
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 27.06.2019, 01:34:30
Jykel beteiligte sich mit den anderen Zwergen an der Bestattung; er kannte sich mit den Riten der Menschen gut genug aus, um sicherzustellen, dass sie eine würdige Beerdigung bekam, doch insgesamt verlief die Zeremonie sehr still und nur mit wenigen Worten, denn niemand kannte das Opfer gut genug, um viel über sie sagen zu können.
Jykel immerhin hatte die Frau schon einmal gesehen und wusste, dass es sich um die Magd auf dem Hof handelte, was er dann auch den anderen mitteilte. "Sie war mit großer Sicherheit nicht das Ziel des Angriffs; vermutlich hat sie versucht zu fliehen, vielleicht auch, das Kind in Sicherheit zu bringen, und war nicht wichtig genug für die Angreifer, um sie am Leben zu lassen. Was das für uns bedeutet, weiß ich auch nicht. Gleichwohl, wenn es eine Chance gibt, das Kind zu retten, müssen wir sie nutzen. Wir sollten den Spuren weiter folgen, sobald es hell wird - und vielleicht vorher noch einmal diesen Ort nach Hinweisen untersuchen."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 06.07.2019, 13:54:08
Nachdem das Begräbnis getan war, machte sich der Suchtrupp, der jetzt zu einem Rettungstrupp geworden war, daran einen Lager Platz einzurichten. Sie hatten sich ein Gestrüpp gesucht, das in U-Form einen geeigneten Lagerplatz umgab, wo sie gut lagern konnten. Denn keinem von ihnen gefiel der Gedanke in der Mulde zu schlafen, in der vor kurzem noch eine Leiche gelegen hatte. Sie vermieden es ein Feuer zu entzünden, um nicht unnötig Gefahren anzulocken und sie teilten ihre Wachen ein.
Die Wildnis hier war sehr viel lauter als in Klauenhafen. Aber vielleicht lag das auch daran, dass hier kein tosender Strom einige Meter entfernt vorbei floss, sondern anddere Geräusche zu hören waren. Es gab hier eine Menge unterschiedlicher Töne, die durch die Nacht hallten und viele konnten nicht einmal diejenigen, die mehr Zeit in der Wildnis verbrachten direkt einordnen. Aber dennoch war es irgendwie ruhig und friedlich hier draußen. Sodass diejenigen, die nicht Wache halten mussten, nach dem anstrengenden Marsch des gesamten Tages schnell Schlaf fanden.
Es war recht ruhig, nichts geschah und ohne Zwischenfälle weckten Jykel und Oldor nach ihrer Wache Brogar und Niyall. Auch die beiden erlebten zunächst nichts besonderes, außer dem ein oder anderen beunruhigenden Geräusch, das sie für eine Weile Aufhorchen ließ. Doch als Brogar sich nach der Hälfte der Wache erleichtern ging, trat er nur wenige Schritte aus ihrem Lager heraus. Ohne es zu bemerken hatte sich dort im hohen Gras jemand anderes es für die Nacht bequem gemacht. Und jetzt unterbrach Brogar mit seinem schweren Stifel die Ruhe der Schlange, die darauf reagierte nach ihm zu schnappen. Aber zum Glück hatte er für die Wache sein Kettenheamd angelegt, sodass die Rüstung verhinderte, dass die Giftfänge in seine Haut drangen.[1]
 1. Initiative für Niyall und Brogar
1. Niyall (surprised)
2. Snake
3. Brogar
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 06.07.2019, 14:07:39
Mit einem unterdrückten Fluch zuckte der Runenschmied zurück und wedelte einige Male wild mit dem Arm, um das bissige Reptil von sich abzuschütteln. Kaum fiel es zu Boden, machte er mit der anderen Hand eine verschlungene Geste, die eine komplexe zwergische Runenkombination in die Luft zeichnete. Sein Tun begleitete er mit einigen kurzen Worten in einem altzwergischen Dialekt, woraufhin drei matt schimmernde Bolzen aus purer Energie aus seinen Fingern schossen und die Schlange trafen.[1]
 1. Magic Missile, 12 Punkte Force damage; Spell slot ist schon abgestrichen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 06.07.2019, 14:31:55
Es war sehr viel mehr als so eine kleine Schlange ertragen konnte und die magischen Bolzen desintegrierten mit ihrer Energie den gesamten Körper des Tieres bevor es in irgendeiner Art und Weise reagieren konnte. Nur einen Augenblick später war es wieder so finster wie zuvor und nichts deutete darauf hin, dass irgendetwas geschehen war. Ihre Gefährten waren nicht einmal erwacht, nur Niyall hatte das kurze Aufblitzen mitbekommen. Eine Erinnerung daran, dass hier draußen vieles auf sie lauerte und manches nicht einmal böswillig sein musste, um zu einer Gefahr zu werden. Es wollte nur nicht gestört werden in seiner ganz gewöhnlichen Existenz. Für den Rest der Nacht fand sich zumindest kein weiteres Leben in der Wildnis, das von den Fremden in seiner Domäne aufgeschreckt wurde, sondern der Rest der Nacht verlief so ruhig, wie es hier draußen sein konnte.
Am nächsten morgen standen sie wieder versammelt in der Mulde und gingen noch einmal sicher, dass sie am Abend zuvor nichts übersehen hatten. Aber es sah nicht so aus. Die Frau war bis hierher verfolgt worden und ihr Verfolger, der wohl auch die Pfeile abgefeuert hatte, war in eine andere Richtung verschwunden. Also entschieden sie nicht ihm zu folgen, sondern zu dem Ort zurückzukehren, wo das Seil über dem Hang befestigt war. Hier hatte sich nichts verändert seit dem gestrigen Abend. Niemand war hier gewesen, zumindest nicht auf den ersten Blick. Die zweite Spur war noch immer zu erkennen.[1]
 1. Ich bräuchte dann noch einmal einen Survival-Check für die Verfolgung dieser Spur
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 06.07.2019, 15:41:29
Und so machte sich Niyall gemeinsam mit der jungen Druidin Sé daran, die Spuren zu lesen. Sie hatten die Vermutung, dass die andere Frau zusammen mit dem Kind von dem zweiten Angreifer hier entlang nach Süden geführt wurden. Die Hoffnung, vielleicht hier noch jemanden retten zu können, trieb sie dabei voran.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 08.07.2019, 11:29:25
Wieder waren die beiden Frauen es, die den Trupp anführten, um der Spur der Entführer zu folgen. Es blieb nach wie vor rätselhaft, was genau sie leitete, aber die Spur war klar zu erkennen. Stunden vergingen und im Laufe des vormittags bedeckten immer mehr Wolken den Himmel. Es sah so aus, als würde es wohl bald zu regnen beginnen, als der kleine Truppe kurz nach Mittag auf eine weitere merkwürdige Begebenheit stieß. Sie standen vor einem Hain, der auf einem kleinen Hügel wuchs. Ein einsamer Baum stand hier vor dem Hain am Fuß des Hügels und die Spuren der verbliebenen Frau führten genau hierhin. Es sah so aus, als habe sie hier längere Zeit gestanden und den Boden ziemlich aufgewühlt mit ihren Füßen. Von hier führten sie weiter, nicht zurück nach Westen, woher sie gekommen waren, sondern nach Südosten. Das verbliebene Paar schwere Stiefel hingegen führte in den Hain hinein und auch wieder hinaus und ebenfalls nach Südosten.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 08.07.2019, 12:05:24
Niyall erklärte den anderen, welches Bild sich aus den Spuren ableiten ließ.

Sie vermutete, dass die Frau vielleicht an den Baum gefesselt worden war, während der Entführer in den Hain gegangen war. Was er dort wollte, könnten sie vielleicht herausfinden, wenn sie dort einmal nachsehen würden. Vielleicht musste er auch nur seine Notdurft verrichten.

"Vielleicht schaut ihr euch die Stelle am Baum einmal genauer an, ob es Spuren meiner Vermutung gibt, dass sie dort für eine Weile an den Baum gefesselt war."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 08.07.2019, 22:37:29
"Ich sehe, was sich finden lässt." Sé schritt zu dem einsamen Baum und untersuchte den Ort ziemlich genau[1]. Was sagten die Spuren über das Geschehene aus? Gab es Hinweise auf den Zustand der Frau? Was konnte man noch erkennen? Yazrin gesellte sich dazu.

Sie würden als nächstes in den Hain gehen und nachsehen, was der Gestiefelte hier getan hatte. Die junge Druidin verspürte nach wie vor eine brennende Neugierde, doch nach der langen fruchtlosen Suche ohne wirkliche Anhaltspunkte und der wenig abwechslungsreichen Reise mit ihren überwiegend stillen Gefährten fühlte sie auch eine beginnende Frustration. Kamen sie der Lösung überhaupt näher? Sollte sie nicht vielleicht in Tiergestalt vorauspreschen um eine Chance zu haben irgendjemanden einzuholen?
 1. Investigation: 18
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 09.07.2019, 07:35:10
Oldor sah sich den Baum mit den Spuren am Boden an, konnte aber keinen eindeutigen Ablauf daraus ableiten[1]. Was war hier nur passiert? Warum war man hierher gegangen? [Se, leider bin ich nicht wirklich ein Spurenleser. Habt ihr etwas herausfinden können, was sich hier zugetragen hat? Wir sollten uns auf jeden Fall diesen Hain dort näher ansehen. Wenn ihr mögt, könnt ihr mich begleiten. Oldor machte einige Schritte auf den Hqin zu und blieb vor ihm stehen.
 1. Investigation: 3
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 09.07.2019, 10:27:39
Auch Jykel folgte Nyalls Aufforderung und trat zu dem Baum, an dem Oldor sich jedoch gerade alle Mühe gab, mögliche Spuren zu zertrampeln. "Vorsichtig!" ermahnte ihn sein Volksgenosse.

Die Vermutung der Fährtensucherin erschien Jykel recht plausibel und so begann er, die Stelle genauer danach zu untersuchen, ob es Belege dafür gab - oder eben auch Widersprüche. Nach einer Weile konnte er, auch mit Unterstützung der anderen beiden, die Vermutungen der Elfin zumindest teilweise belegen.
"Nyall? Du hattest recht. Hier, siehst du? Die Rinde ist abgerieben, jemand hatte hier ein Seil oder eine Kette umgelegt. Aber die Abschürfungen sind zu umfangreich, um nur von diesem einen Mal zu stammen - außerdem sind nur ein paar der Stellen frisch abgerieben, hier und hier ist alles schon getrocknet. Das heißt also, dieser Baum wird regelmäßig genutzt, um jemanden zu fesseln. 

Die Lage dieses Hains und der einzelne Baum führen mich zu der Vermutung, dass es sich hier um eine Art Ritualplatz handelt; möglicherweise werden die Opfer gefoltert, auch wenn ich das nicht hoffe, aber befürchte.

Eine wichtige Sache noch: Hier unter der Rinde, wo sie abgerieben ist, sind Schriftzeichen. Sie sind kaum noch zu erkennen, aber meiner Meinung nach sind es elfische Runen. Kannst du vielleicht etwas entziffern?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 09.07.2019, 21:17:22
Niyall konnte vielleicht tatsächlich etwas entziffern, doch Sé sagten die Zeichen nichts. Sie nickte Yazrin zu, der ihr bereits zum wiederholten Male beistand und machte sich auf in Richtung des Hains.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 09.07.2019, 23:37:42
Niyall schaute sich die Schriftzeichen an, ob sie einen Sinn darin erkennen konnte, oder vielleicht zumindest Worte erkennen konnte, die in der elfischen Sprache geschrieben waren.

Anschließend ging auch sie hinüber zu dem Hain. Dieser Ort würde ihnen vielleicht mehr darüber verraten, was hier vor sich ging.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 10.07.2019, 14:34:25
Aber es war nicht mehr viel zu erkennen, und Niyall kannte nicht einmal die Art der Schrift. Es mochte elfisch sein, aber sinnvolle Worte konnte sie hieraus nicht erkennen. Die Blicke wandten sich nun dem Hain zu, der selbst für diese Wildnis ziemlich undurchsichtig und voller Gestrüpp war. Er bedeckte den gesamten kleinen Hügel, der sich über die Umgebung erhob und die Fußspuren führten direkt in das Gestrüpp hinein. Es schien also einen Pfad zu geben.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 10.07.2019, 21:12:44
Wieder ein elfisches Artefakt. Ein Opferritual vielleicht? Sé würde Niyall bei nächster Gelegenheit dazu befragen. Zwar war sie bereits früh mit den Elfenvölkern ihrer Heimat in Berührung gekommen, doch wusste sie noch wenig über Glauben und Gebräuche der ansässigen. Wenn ihrer elfischen Begleiterin die Szenerie vertraut vorkam, so ließ sie sich nichts anmerken. Niyall schaute genauso ratlos auf die Zeichen, wie die restlichen Gefährten zuvor.

Zwar hätten sie auch gleich den weiteren Weg antreten und den Hain vernachlässigen können, aber Sé spürte einen kraftvollen Drang herauszufinden, was dort vor sich gegangen sein mochte. Sie spürte nach Anzeichen von Magie an diesem verwachsenen Ort und schritt neugierig[1] mit offenen Augen und Ohren ins Gestrüpp.
 1. Perception: 10
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 11.07.2019, 11:53:06
Auch Yazrin hatte die Spuren an dem Baum gesehen und auf die selbe Weise gedeutet wie Jykel. Und so wartete er noch ob Niyal etwas aus den verblassten Runen deuten konnte, oder nicht. Nachdem zweiteres eingetreten war, stapfte der Tiefling hinter Sè einher. Er wollte nicht, dass sich die junge Frau alleine in Gefahr begab. Ihre Bärenform schien zwar jeder Situation hier gewachsen, aber einer alleine konnte schnell in eine Fallgrube geraten oder in eine missliche Lage kommen in der ein zweites Paar Hände die Rettung bedeuten konnten.

Während ihrer gemeinsamen Nachtwache hatte ihm die Menschenfrau beinahe ein Loch in den Bauch gefragt und ihn in so manche etwas... peinliche Lage gebracht mit ihrer wissbegierigen, direkten Art. Doch nun, am nächsten Morgen, musste der Krieger zugeben, dass es der Druidin - vielleicht ungewollt - gelungen war ihn aus seinen schweren Gedanken zu reißen die ihn die letzten Tage und Wochen gefesselt hatten.

Interessiert sah er sich um und versuchte etwas zu entdecken, dass ihnen bei ihrer Verfolgungsjagd hilfreich sein könnte.[1] Das erneute Auftauchen von elfischen Runen machte ihn misstrauisch, auch wenn er nicht davon ausging, dass derart gestaltete Pfeile vom alten Volk verschoßen wurden.
 1. Perception 21 im Hain/Gestrüpp in das die Spuren hinein und wieder hinaus geführt haben
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 12.07.2019, 17:11:53
So gerade konnte Yazrin die junge Frau noch zurückhalten, als sie in das Dickicht treten wollte, denn er sah die Schnur, die hier über den Boden gespannt worden war und offensichtlich dem Zweck diente ungewünschte Eindringlinge abzuhalten. Gemeinsam stiegen die beiden vorsichtig darüber und sahen sich in der Umgebung um. Sie fanden schnell einen Ast, der mit einem Gewicht befestigt war und wohl durch die Schnur ausgelöst werden sollte. Mehrere angespitzte Holzpflöcke waren an ihm befestigt. Das hätte sicher weh getan. Aber so konnten sie die Stolperfalle entschärfen und auch ihre Gefährten würden ohne Gefahr den Hain betreten können. Einige Minuten stiegen sie den Hühel hinauf, denn hier drinnen war es nicht mehr sonderlich leicht den Spuren zu folgen. Aber schließlich entdeckten sie das, was der Entführer hier drinnen gesucht haben musste. Sie standen auf einem kleinen Vorsprung und vor ihnen fiel das Terrain steil ab. Es war nicht einfach nur Erde, sondern massiver Stein zu ihren Füßen und dieser massive Stein beinhaltete eine Öffnung, zu der ein Pfad hinab führte. Er war schmal und nicht sonderlich gut abgesichert, aber sie alle waren zuversichtlich hier heile herunter zu kommen, wenn sie ein Seil zu Hilfe nahmen.[1] Und in diesem Loch im Fels würden sie hoffentlich Antworten auf die vielen Fragen finden, die sich ihnen stellten.
 1. Ohne Seil wäre es nen easy Athletics-Check
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 12.07.2019, 17:59:01
Die hübsche Brünette mit einem reflexiven Griff zum Oberarm davor bewahrend diese einfache, aber effektive Falle auszulösen stahl sich ein hungriges Lächeln auf Yazrins Züge. Mit etwas Glück konnten sie hier etwas oder viel besser noch, jemanden finden der etwas Licht in diese seltsame Angelegenheit brachte.

Einige Schritte zurück machend, fing der Tiefling Niyalls Blick auf und deutete stumm mit seinen Augen in die Richtung in der es etwas zu finden gab. Sofort danach wandte er sich ab und kehrte zu Sè zurück um mit ihr bis zur Grube vor zu stoßen. Froh darüber, dass die junge Frau die Spur bis hier her verfolgen konnte, nahm der Soldat sein Seil von der Schulter und befestigte es mit wenigen geübten Griffen, dann nickte er seiner Begleiterin zu und kletterte vorsichtig hinunter.

Kaum, dass seine Stiefel auf dem felsigen Boden aufgekommen waren, zog der Tiefling sein Langschwert und spähte mit scharfen Augen in die Dunkelheit des Felslochs.[1] Die wenigen Herzschläge wartend, bis Sè herunter gekommen war, warf er noch einen Blick nach oben um sich zu versichern, dass ihnen die anderen gefolgt waren und machte dann die ersten vorsichtigen Schritte in die Dunkelheit.
 1. Heiße 9 insgesamt
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 12.07.2019, 20:57:18
Sés Herzschlag pochte in ihren Ohren, als sie sich die scharfen Pflöcke näher ansah. Sie strich mit ihrem Finger an einer hölzernen Spitze entlang und stellte sich vor, wie es sich anfühlte von so einer Waffe durchbohrt zu werden. "Nochmal vielen Dank, Yazrin!"Ihr Meister erschien vor ihrem inneren Auge. Er würde sie für ihre Unachtsamkeit schelten und das zurecht! Vor lauter Neugier hatte sie nicht auf ihre Umgebung geachtet und wäre beinahe in die Falle getappt. Ihr Schreck wich einem Ärger auf sich selbst. Das würde ihr nicht noch einmal passieren. Bestimmt nicht!

Die junge Druidin schloss schnell zu Yazrin auf, der dem Pfad bereits ein Stück weiter gefolgt war. "Ohne dich wär ich jetzt wohl ein leckerer Grillspieß. Ich stehe in deiner Schuld." Wie selbstverständlich hatte er sie vor ihrer eigenen Gedankenlosigkeit bewahrt. Sie begann dem finsteren Hünen zu vertrauen. Ohne zu zögern folgte sie ihm zum Einstieg in die Finsternis. Anstatt eines Schwertes zog Sé allerdings eine Fackel aus der Tasche. Als einziger Mensch in der Gruppe, war sie auch als Einzige auf eine Lichtquelle angewiesen, zumindest in ihrer jetzigen Form.

Bevor Sé ebenfalls hinunter in die Dunkelheit schritt, sah sie sich nach Zeichen elfischer oder druidischer Art um. Dies war ein besonderer Ort, vielleicht hatte ihn ja einer der ihren bereits gekennzeichnet?
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 12.07.2019, 23:06:24
Auch Niyall schloss zu den beiden auf und umging auf Anweisung Yazrins die Falle, wobei die Elfin sich allerdings überlegte, ob es nicht vielleicht sinnvoll sein mochte, sie zu entschärfen oder im Zweifelsfalle auszulösen, ohne in ihrem Einflussgebiet zu stehen, damit man nachher nicht doch noch aus einer Unachtsamkeit heraus von den Spitzen durchbohrt wird. Als sie an der Grube angekommen war, gingen ihre Gedanken allerdings wieder in eine andere Richtung. Sie blickte in die Dunkelheit hinunter, um zu sehen, ob dort genug Platz war, oder ob sie erstmal oben warten sollte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 13.07.2019, 06:44:56
Tatsächlich! Dort direkt beim Loch fand Sé eine druidische Rune. Sie strich mit der Hand über die Stelle, die fast ganz vom Moos zugewachsen war. Das Zeichen leuchtete kurz auf: Kehrt um! Eine Warnung also, wenngleich keine sehr aufschlussreiche. Die junge Druidin tastete trotzdem nach ihrem Dolch - nur zur Sicherheit. "Ähm, hier steht eine Warnung, Leute. Dieser Ort ist gefährlich. Seid bereit!" Die junge Frau schritt gewappnet voran.

Sobald sie wieder an Yazrins Seite am Beginn der Dunkelheit war, achtete sie voll und ganz auf die Umgebung und nahm alles aufmerksam in sich auf. Sie spürte in die Finsternis hinein, noch bevor sie die Fackel anzündete. Ihre Nerven waren angespannt und ihre Sinne konzentriert. Bestimmt würden sie hier etwas finden! Sie entzündete das Licht und versuchte Auffälliges und Hilfreiches zu entdecken[1].
 1. Perception: 24
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 13.07.2019, 14:23:20
Der Runenschmied hatte kein weiteres Wort mehr über den Zwischenfall mit der Schlange verloren – gute zwergische Schmiedekunst und präzise gewirkte Magie hatten sich roher Natur überlegen erwiesen, wie nicht anders zu erwarten gewesen war. Damit war die Angelegenheit für ihn erledigt. Er hatte daher unter kräftigem und sehr diszipliniertem Schnarchen von der Regelmäßigkeit eines Metronoms den Rest der Nacht verbracht, war am nächsten Morgen früh wieder auf gewesen und hatte in seinem schweren Folianten gelesen. Als man aufbrach, marschierte er wiederum mit grimmiger Entschlossenheit, wortkarg und misstrauische Blicke in die Gegend werfend, in der Gruppe mit, mal in der Mitte, mal eher am Ende.

Obwohl man es ihm nicht angemerkt hatte, musste die Ungeduld doch an ihm genagt haben – oder vielleicht war es auch einfach nur dieses entnervende, ewige Grün der Pflanzenwelt. Jedenfalls knurrte er, als sie auf den Baum stießen, ließ einen raschen Blick über die Umgebung des Baumes gleiten und spuckte dann nur eine Bemerkung aus: "Widerwärtig – primitive Opferrituale!" Den chaotisch wirkenden Schnörkeln der Schrift widmete er kaum mehr als einen kurzen Blick. Mit solcherlei Gekrakel konnte sich kein alchimistisch Gebildeter in seiner kostbaren Zeit befassen! Der wahre Gelehrte schrieb in zwergischen Runen oder in der klassischen Schrift der Drachen. Brogar brummte verächtlich. Eine Falle auf ihrem Weg überraschte ihn nicht sonderlich, ebensowenig deren grobschlächtige Machart. "Minderwertig gebaut, aber trotzdem nicht ungefährlich" war sein Urteil. Er untersuchte den Mechanismus kurz und überzeugte sich davon, dass er wirklich entschärft war..

Als er damit fertig war und zu den anderen aufgeschlossen hatte, schüttelte er den Kopf über die Sorglosigkeit all seiner bartlosen Begleiter, die so mir nichts dir nichts in eine unbekannte Höhle eindrangen... und das noch dazu, wo sie drei – drei! – zwergische Mitstreiter hatten! Er warf Oldor und Jykel einen Blick zu, der so etwas wie ungläubiges Staunen über so viel Leichtsinn bekundete, spähte zu dem Höhleneingang hinab und brummte: "Mindestes einer von uns sollte hier draußen Wache halten, damit uns keine unliebsamen Überraschungen im Rücken erwarten."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 13.07.2019, 20:04:12
Jykel bildete mit Oldor das Ende der Gruppe, was ihm auch recht und billig war, denn Fährten folgen oder Fallen entschärfen überließ er gerne denen, die es konnten. Wobei ihn die Suche mehr und mehr mürrisch werden ließ, denn was für ihn als eine klar definierte Rettungsaktion begonnen hatte, hatte sich längst zu etwas anderem entwickelt. Fallen auf dem Weg, merkwürdige Opferrituale oder etwas anderes merkwürdiges, was hier vor sich ging. Immer noch kein Zeichen, dass sie ihrem Ziel nähergekommen wären - und da sich die Entführer getrennt hatten, würden sie selbst im Erfolgsfall nur einen Teil der Menschen auffinden können.

Entsprechend einsilbig war der Zwerg dann auch, als sie die Höhle fanden. Dennoch hatte er keine Lust, hier draußen Wache zu stehen, während seine Kameraden in eine unbekannte Höhle, deren Größe sie nicht abschätzen konnten, eindrangen.
"Was soll das bringen? Wenn einer hier draußen steht und Feinde kommen, ist er allein und wird überwältigt - ein Pfeil genügt. Gehen wir zusammen hinein, hält einer den anderen den Rücken frei und sichert nach hinten ab. Den Job kann ich gern übernehmen."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 15.07.2019, 19:55:14
Da die Truppe ansonsten eher Jykels Meinung war, gab Brogar kleinbei und keiner von ihnen blieb am Eingang zurück. Stattdessen begaben sie sich alle gemeinsam in die Dunkelheit, die Warnung der Druiden ignorierend. Die Höhle war eng und verwinkelt, so viel konnten sie sehr schnell erkennen. Es war recht anstrengend sich zwischen dem Fels hindurch zu zwängen, aber sie kämpften sich tapfer und zielgerichtet durch die Dunkelheit. Nach einigen Meter öffnete sich dann dieser Tunnel zu einer kleinen Kaverne. Einige krude Möbelstücke standen hier, offensichtlich gefertigt aus dem Holz des Haines und zusammengebunden mit einfachen Seilen. Es schien eine Art Aufenthaltsraum zu sein, denn in der Mitte fand sich eine erkaltete Feuerstelle. Einen vernünftigen Rauchabzug gab es aber wohl nicht, denn auch wenn hier länger kein Feuer gebrannt hatte, hing der Geruch noch immer in der Luft. Zwei nicht ganz so schmale Tunnel führten aus der Höhle hinaus. Einer war leicht abschüssig und ging weiter nach unten, der andere ging nach oben.[1]
 1. Alle Zwerge dürfen einmal einen Stonecunning-Check machen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 20.07.2019, 11:52:01
Brogar hatte nur die Brauen hochgezogen. "Überwältigt, also überrascht? Bei diesen Geländebedingungen?! Derjenige müsste ein ausgemachter Narr sein!" Da jedoch auch sonst niemand die taktische Lage so nüchtern zu beurteilen schien, wie es einem Wissenschaftler zukam, gab er schließlich nach und folgte dem Rest mit verschlossenen Zügen, sich seine eigenen Gedanken machend. Er schien beleidigt – soweit man das bei dem bärtigen, wie aus Stein gemeißelten Gesicht beurteilen konnte. Erst im Inneren der Höhlung entflammte offenbar der zwergische Instinkt in ihm: Er ignorierte die Einrichtung und ging stattdessen dicht an die Wandung heran, schnupperte daran, ließ seine schwielige Hand darüber gleiten, ebenso wie einen langen, eingehenden Blick. Er kratzte einige kleine, zerbröselnde Brocken Erde ab, zerrieb sie zwischen den Fingern und klopfte dann ein paar Male vorsichtig mit dem Knöchel gegen die Wand. "Dieser Stein ist barukh desht – nicht natürlich gewachsen" erklärte er schließlich. "Hier, und hier: bearbeitet! Ein altes Gebäude, vermutlich zusammengebrochen. Die Höhlung muss sich durch einen Zufall oder durch Zauberei gebildet haben... mmhhh", brummte er nachdenklich, "sehr seltsam. Auf jeden Fall war dies einmal ein künstliches Bauwerk. Wahrscheinlich ist es schon lange Zeit verschüttet."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 21.07.2019, 10:02:15
Damit kämpfend seinen Zweihänder durch die engen Tunnel zu bekommen, ließ Yazrin es sich aber denoch nicht nehmen und führte den kleinen Trupp vorerst an. Inne hielt er erst als sie gemeinsam den kleinen Aufenthaltsraum betraten. Wachsam durchquerte der große, schlanke Tiefling die kleine Kaverne und spähte mit seinen Teufelsaugen in die Dunkelheit der beiden abzweigenden Gänge.[1] Als er nichts Gefährliches erblickte, wandte er sich den anderen zu und lauschte als Brogar die - für Yazrin - erstaunliche Einsicht hatte, dass es sich hier scheinbar um ein verschüttetes Haus oder dergleichen handelte.

"Wollen wir zuerst das oben erkunden?" stellte der Krieger die Frage heiser in den Raum. Oben. Das war begrenzt. Wahrscheinlich schnell erforscht und gesichert. Dann konnten sie nach unten vorstoßen und erfahren vor was die Druiden mit ihrem Zeichen gewarnt hatten.
 1. Perception: 9
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 21.07.2019, 13:57:28
"Das erscheint mir sinnvoll," stimmte Niyall zu.

Hier in den Höhlen würden die Instinkte ihrer zwergischen Begleiter ihnen sicherlich weiterhelfen. Mit ihrer eigenen Spurenlesekunst hingegen würde sie auf dem Felsboden nicht allzuviel herausfinden können. Daher hielt die Waldelfin sich auch eher im Hintergrund und hielt vor allem Augen und Ohren offen, um nach möglichen Gefahren zu lauschen. Ob die Warnung der Druiden nur zur Abschreckung dienen sollte, oder ob es hier unten wirklich etwas gab, was in der Tiefe und in der Dunkelheit lauerte, das würden sie vielleicht bald herausfinden.

Niyall rief sich nocheinmal das Gespräch mit den Elfen in der Nähe des Gehöfts ins Gedächtnis. Vielleicht würden sie in den Höhlen etwas mehr darüber erfahren, was hier vor sich ging. Vielleicht würden sie aber auch genau das tun, wovor die Elfen sie gewarnt hatten.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 23.07.2019, 07:09:22
Oldors Fähigkeiten schienen ein wenig eingerostet zu sein. Diese Haus muss schon etliche Jahrzehnte hier stehen. Und wie ist es möglich, dass der Dachstuhl das Gewicht der Erdmassen hat so lange tragen können? Das Holz dürfe eigentlich gar nicht mehr existieren. Wir sollten uns als erstes einmal oben umsehen. Vielleicht finden wir dort eine Antwort. Wir sollten aber auch die Warnung der Elfen und Druiden nicht vergessen. Jemand von uns sollte hierbleiben um uns den Rücken frei zu halten. Wenn ihr mögt, kann ich diese Aufgabe übernehmen. Oldor zog seinen Bogen und ging einige Schritte in Richtung des Weges, welcher sich abschüssig in der Dunkelheit verlor. Er kniff die Augen zusammen und spähte in die Dunkelheit hinein. Jederzeit bereit, einen seiner Pfeile demjenigen entgegen zu schicken, der es wagen sollte sie anzugreifen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 23.07.2019, 21:38:19
Nachdenklich blickte Sé in den Raum, dessen Farben und Konturen vom Licht ihrer Fackel verzerrt, dank der Flamme jedoch gut sichtbar war. Sie konnte nicht mit Wissen zu dem Bauwerk oder der Bausubstanz dienen. Dieses Höhlengebilde sagte ihr gar nichts. Die Zwerge waren so sicher, schienen endlich in vertrautem Gebiet. Die Druidin hingegen spürte lediglich ein Gefühl einer unbestimmten Bedrohung. Ihre unbedarften Augen verstärkten ihr Unwohlsein. Am liebsten hätte sie sich verwandelt und wäre sie allein, so hätte sie dies bestimmt schon getan. Sé hätte sich ihrer Umgebung am liebsten sofort angepasst. Trotzdem zögerte sie.

"Dann zuerst nach oben."Oldor wirkte entschlossen. Er war gewiss imstande sich zu verteidigen. Sé wandte sich dem Weg zu, der nach oben führte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 26.07.2019, 16:32:49
Der Rettungstrupp ging also in den Tunnel nach oben und jetzt war auch für den Rest klarer zu erkennen, dass dies eine künstliche Struktur war. Es gab sogar soetwas wie Treppenstufen, auch wenn viel Schutt sie bedeckte und dieser Weg eins sehr viel breiter gewesen sein musste, als er jetzt war. Große Granitblöcke verschmälerten ihn, zwischen denen allerlei Geröll gesammelt war.
Nach kurzer Zeit standen sie vor einem ebenso kruden Holztor, das in den Tunnel gebastelt war und sich mit wenigen Handgriffen öffnen ließ. Auf der anderen Seite befand sich nichts außer einer kleinen Kammer, in der ebensoviel Schutt lag. Die Decke hier war niedrig, sodass nur die Zwerge bequem stehen konnten. Aber dafür entdeckten sie etwas, das sie alle sofort inne halten ließ. In der hintersten Ecke der kleinen Kammer saß ein kleiner Junge, vielleicht zwei oder drei Jahre alt, der seinen Kopf zwischen den Knien versenkt und diese mit den kurzen Armen umschlungen hatte. Auf die Neuankömmlinge in der Kammer reagierte er in keiner Weise.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 26.07.2019, 18:50:57
Sé spürte ein nervöses Kitzeln in den Fingerspitzen. Vorsichtig. Die Dinge waren oft nicht das, was sie zu sein schienen. Die Druidin konnte nichts im Raum erkennen, keine Gegenstände, keine offensichtlichen Anzeichen die darauf hinwiesen, dass der kleine Junge schon länger hier war - sofern es in der Tat ein hilfloses Kind war, das so versteinert vor ihnen kauerte und sie nicht einmal mit einem ängstlichen Seitenblick bedachte. Ob er die Türe wohl alleine aufbekommen hätte? Wer hatte ihn hierher gebracht? - und zu welchem Zweck?

Es half nicht. Sé blickte zuerst zu Yazrin, dann zu Niyall. Mit ihren Gefährten fühlte sie sich sicherer. Die junge Frau zuckte kurz mit den Schultern und ging zu dem Kind. Sie hockte sich in seine Nähe, noch nicht ganz nah - sie wollte nicht bedrohlich wirken, und hielt die freien Handflächen nach oben. "Hallo. Ich bin Sé und das sind meine Freunde." Sé lächelte ihr offenes, herzliches Lächeln. "Möchtest du trinken?" Sie griff nach ihrer Trinkflasche und hielt sie dem kleinen Geschöpf hin. "Wasser."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 27.07.2019, 13:28:42
Dass Oldor nun doch seinen Vorschlag umsetzte, wenn auch an einer Stelle, die er aus taktischen Gründen weiter nach vorn hatte verlagern wollen, ließ Brogar unkommentiert. Er hob nur vielsagend die buschigen Augenbrauen. Da man nun schon einmal in einer Struktur herumturnte, in der er seine Erfahrungen anwenden konnte, beschloss der Runenschmied sich lieber dem Weg zu widmen, und so marschierte er, unbehindert von der für seine langbeinigeren Begleiter schwierigen Deckenhöhe, entschlossen voran. Gelegentlich blieb er stehen, um sich von der Stabilität der Decke - oder dem Mangel an derselben - zu überzeugen und seine Gefährten wo nötig zur Vorsicht zur mahnen. Grundsolide zwergische Arbeit schien dies hier nicht zu sein, also war jederzeit damit zu rechnen, dass die ohnehin destabilisierten Mauern nachgeben würden. Als man schließlich in den Raum mit dem Jungen kam, überließ er es Sé, sich mit diesem auseinanderzusetzen. Der Zwerg sah sich lieber aufmerksam um. Gab es hier verborgene Gefahren? Drohende Einstürze, Fallen oder dergleichen? Und wo waren Spuren, die die Anwesenheit eines einzelnen Kindes zu erklären vermochten? Brogar vermutete irgendwo in der Nähe Angehörige des Jungen. Oder aber Gegner, die diese erschlagen hatten...
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 27.07.2019, 19:23:38
Ein wenig überrascht wie wichtig Oldor es war, dass jemand aus der Gruppe ein Auge auf den Ausgang warf, führte Yazrin gemeinsam mit dem grummeligen Brogar die bunte Truppe bis in den Raum. Überrascht über die Anwesenheit des Jungen, suchte sich der Tiefling eine Stelle an der er einigermaßen aufrecht stehen konnte - was bei seiner Größe kein einfaches Unterfangen war - und beobachtete Sè dabei wie sie sich um den Menschen kümmerte. Vielleicht war er ja einer der Entführten von dem Gehöft von gestern morgen?

Nichts desto trotz, und auch wenn es beim Beruhigen des Jungen wenig hilfreich war, so behielt der Krieger seine blanke Klinge in der Armbeuge griffbereit. Dem zauberkundigen Zwerg diesmal den Vortritt lassend, blickte Yazrin prüfend was Brogar so fand, beteiligte sich aber vorerst selbst nicht an der Suche.

Stumm wartete er so was als nächstes geschah, oder ob sie sich gleich wieder auf den Weg machten. Diesmal nach unten.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 27.07.2019, 20:12:06
Auch Jykel ließ Oldors Vorstoß unkommentiert. Wenn er unbedingt zurückbleiben wollte, dann sollte er das halt tun, auch wenn der Zwerg keinen Sinn darin sah. Er selbst folgte den Anderen, auch wenn er sich weiterhin nicht in den Vordergrund drängte. Als Zwerg hatte er keine großen Probleme, sich in dem engen Mauerwerk zu bewegen, und fühlte sich sicher wohler in den Tunneln als die hochgewachsenen Mitglieder ihres kleinen Trupps, aber das hieß nicht, dass er sich nicht davor fürchtete, was sie hier wohl noch erwarten konnte.

Als es sich schließlich herausstellte, dass dies ein kleiner Junge war, ließ Jykel vor Überraschung beinahe seine Waffe fallen - doch nur beinahe. Wer bei Dumathoin war das, und wie kam er hierher? In dem Bewusstsein, dass es sich hierbei um eine Falle handeln konnte, griff er den Stiel seiner Axt fest mit beiden Händen und blickte sich nur noch aufmerksamer in der Umgebung um, wobei er sich mit Brogar abstimmte, wer welche Seite übernahm.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 28.07.2019, 01:43:08
Das war wirklich etwas, womit sie hier unten garnicht gerechnet hatte. Konnte das vielleicht das Kind sein, dass die eine der Frauen zuvor getragen hatte? Vielleicht war er geflohen und hatte sich hier versteckt? Als Sé sich auf dem Jungen zubewegte, blieb Niyall ein paar Schritte zurück und hielt sich bereit, falls nicht alles so sein sollte, wie es auf den ersten Blick wirkte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 28.07.2019, 20:24:27
Der Junge reagierte auf Sés Worte zunächst nur mit einem leichten Zittern und einem leisen Wimmern. Aber sein Kopf blieb versteckt zwischen seinen Knien und die Arme darum geschlungen. Aber dann von einem Augenblick auf den anderen hörte er auf zu Zittern, wimmerte nicht mehr, sonder bickte geradezu ruckartig auf. Seine Augen waren glasig und die Stimme, mit der er sprach war kräftig, klang aber so gar nicht wie die eines kleinen Jungen:

"Geweckt ist der Alte zu neuem Spektakel,
der Bringer der Dunkelheit verstreut seinen Makel.
Verderben sähen, die Welt verzehren,
will er von neuem, was sein war, begehren.
Alles soll Verfallen Stück für Stück,
ihr müsst es verhindern, verlasst euch auf's Glück.
Seid bereit, verbindet, was gespalten,
oder zerbrecht es, so wie ihr wollt walten.
Hört meine Worte, folgt meinem Flehen,
ihr sollt es sein, die ihm widerstehen."


Nachdem die Worte gesprochen verhallt waren, wurden die Augen des Jungen sofort klarer und füllten sich sofort mit Tränen, als er Sés Gesicht erblickte, und das Wimmern kehrte zurück. Die vor Augenblicken noch ausdruckslose Mine wurde binnen kürzester Zeit zu einem Spiegelbild der Angst und Verzweiflung, die dieser kleine Junge offenbar empfand.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 29.07.2019, 19:53:16
Vollkommen erstaunt über das Schauspiel dessen er gerade Zeuge geworden waren, murmelte Yazrin noch die gerade vernommenen Worte nach um sie sich besser einprägen zu können, ehe er von dem Wimmern des Menschenkindes an das Hier und Jetzt erinnert wurde.

Das bisher immer noch gezückte Schwert in der Scheide versenkend, holte der Soldat mit wenigen Handbewegungen die vertraute Felddecke, die ihn schon viele Jahre begleitete, hervor und legte sie dem Jungen um die Schultern. "Komm mit uns ins Licht. Dies hier ist kein guter Ort." schnarrte er mit seiner auffallenden Stimme und reicht dem Knaben die Hand um ihm auf die Beine zu helfen.[1] Sè, ganz ihr freundliches selbst, unterstütze den Burschen beim Aufstehen und schenkte ihm dabei ein aufmunterndes Lächeln.

Seinen ungleichen Kameraden zunickend, machte sich der Tiefling daran seine Worte in die Tat umzusetzen. Wenn sie fragen an ihren frischen "Schützling" hatten, so würden sie wohl mehr erfahren wenn er aus dieser Höhle herausen war und frische Luft ihm dabei half sein Gedanken zu klären und ordnen.

Sollte sein teuflischer Charme nicht genügen, so würde Yazrin den Buben vorsichtig selbst an der Hand und nach draußen geleiten. Notfalls auch tragen. Dies hier war kein Ort für ein Kind er wollte nicht, dass der Knabe in der Nähe war wenn es Zeit war Schwertarbeit zu leisten.
 1. Habe einen Persuasion Check DC 23 geschafft. Hoffe das passt.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 30.07.2019, 19:24:54
Der Kleine klammerte sich regelrecht fest an Yazrins Hand, als dieser ihn mit Bedacht zurück durch den teilweise verschütteten Gang führte. Sé blieb nah an seiner Seite und leuchtete die Konstruktion aus, so gut es ging. Auch sie fühlte sich nun sicherer und spürte einige Fragen heiß auf ihrer Zunge brennen. Doch die meisten mussten vorerst warten. So gelangten sie mit dem Kind zwischen sich wieder zurück in die Kammer, in der Oldor wachte.

"Wie heißt du? Wie ist dein Name?", fragte die Druidin aufmunternd.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 31.07.2019, 13:26:09
Doch der Junge antwortete nicht, er reagierte in keiner Weise auf die Worte der Druidin. Es wirkte beinahe so, als hätte er sie gar nicht wahrgenommen. Seine Augen blickten einfach nur geradeaus und es hatte den Anschein, als würde er sich in einer anderen Welt befinden.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 31.07.2019, 14:29:38
"Was meint ihr? Ist das vielleicht das Kind, was sie bei sich hatten? Der Junge?" fragte Niyall ihre Begleiter.

Sie wusste nicht, wie sie dem Jungen helfen könnte. Daher beschränkte sich die Waldelfin darauf, ein wachsames Auge auf die Umgebung zu halten.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 03.08.2019, 14:29:02
Brogar hatte seine Suche unterbrochen und den Knaben mit erhobenen Augenbrauen gemustert. Nachdenklich strich er über seinen dichten Bart, während er versuchte, den Wortlaut der seltsamen Äußerung wie einen Zauberspruch zu memorieren. Sein Blick wirkte misstrauisch, als er Yazrin und Sé dabei zusah, wie sie das Kind herausführten. Nachdem er sich versichert hatte, dass auf seiner Seite der Kammer weder verborgene Feinde, noch Schätze, Fallen oder andere Überraschungen warteten, warf er Jykel einen kurzen fragenden Blick zu und wandte sich wieder zurück, den anderen nach.
In der ersten Kammer angelangt griff er zunächst zum Gänsekiel, um rasch die Worte des Jungen zu notieren, ehe sie womöglich noch seinem Gedächtnis entfielen. Nach getaner Arbeit sah er auf und brummte: "Sehr verdächtig, das ganze! Ich muss mir den Burschen später genauer ansehen – womöglich eine Besessenheit irgendwelcher Art, die man aufgrund ihrer arkanen Strukturen näher klassifizieren kann."[1]
 1. Detect Magic wäre zwar als Unterstützung zu einer Wissensprobe noch da, ich möchte aber im Moment nicht meinen letzten unverbrauchten Spell Slot dafür ausgeben.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 06.08.2019, 09:43:27
Zufrieden darüber, dass es ihnen gelungen war das Kind hinaus zu bugsieren, lauschte der Tiefling Niyalls Worten und nickte zustimmend. "Das ist es was ich denke. Nur warum haben sie ihn hier zurück gelassen?" warf er die Frage auf die sich aus diesem Gedanken ergab. Sie würden es vielleicht erfahren wenn sie die Höhle endgültig erforscht hatten. Vielleicht ...

Die Worte des Jungen sagten dem Soldaten nichts und so wusste er auch nichts mit ihnen anzufangen. Der Alte - Bringer der Dunkelheit. Verbinden - Spalten. Verfall verhindern. Heiser kommentierte er: "Wer oder was auch immer die Stimme gewesen ist, sie scheint großes Vertrauen in uns zu haben."

Yazrin machte sich bereit erneut in die Höhle vorzustoßen, aber vorerst wollte er den Leuten des eilig geformten Rettungstrupps noch die Gelegenheit bieten sich auszutauschen, oder den Buben genauer zu untersuchen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 07.08.2019, 11:55:09
Jykel war ganz froh, dass er mit Brogar die Kammer durchsuchen konnte und sich nicht näher mit dem Jungen befassen musste. Er hatte nichts gegen Kinder, beileibe nicht - doch wusste er nie, wie er mit ihnen reden oder umgehen sollte. Daher war er erleichtert, dass andere sich hier in der Pflicht sahen; er selbst jedoch grübelte über dem, was das Kind gesagt hatte. Wieder und wieder murmelte er die Worte vor sich hin, um sie nicht zu vergessen.
"Niyall?" fragte er schließlich seine Begleiterin. "Du hast sicherlich etwas zum Schreiben dabei. Ich würde die Worte gerne aufschreiben, bevor die Erinnerung verblasst. Offensichtlich hat irgendjemand oder etwas durch ihn gesprochen. Das sollten wir ernst nehmen."

Nachdem sie schließlich gemeinsam die Nachricht - denn eine solche war es in seinen Augen - rekonstruiert und aufgeschrieben hatten, dachte er noch einmal über die Worte nach. Sie so schriftlich vor sich zu sehen, erleichterte ihm das Denken, doch mysteriös blieb sie.
"Weiß jemand, wer mit Bringer der Dunkelheit gemeint sein könnte? Offenbar ist es eine Warnung vor ihm; er will die Welt ins Verderben ziehen. Doch was ist es, was einst sein war, und er nun wieder begehrt? Wenn wir das wüssten, wüssten wir vielleicht, wo wir anfangen müssen zu suchen. Was ist gespalten? Und wieso können wir es verbinden oder zerbrechen, ohne dass es scheinbar einen Unterschied macht? Und was hat das alles mit den Elfen und dieser Entführung zu tun?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 07.08.2019, 13:51:38
"Das gilt es herauszufinden," meinte Niyall. "Aber dass da irgendeine Verbindung besteht, ist ja nahezu sicher. Sicherlich steckt auch etwas in der Art hinter den warnenden Worten der Elfen, mit denen ich beim Gehöft gesprochen hatte. Aber so ganz habe ich es auch noch nicht verstanden. Es ist doch alles sehr kryptisch."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 07.08.2019, 19:27:21
"Wo wollen wir den Jungen lassen? Mitnehmen möchte ich ihn eigentlich nicht. Wer weiß, was da unten auf uns wartet..." Der Kleine sah schutzbedürftig aus und befand sich wohl immer noch in einer Art Trance. Sé überlegte bei ihm zu bleiben, doch das Ungewisse lockte sie. Sie wollte auch sehen, was in der Finsternis auf sie wartete. Andererseits befanden sie sich ja auf Rettungsmission, also sollte die Sicherheit der Überlebenden an erster Stelle stehen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 08.08.2019, 19:39:41
Mit einem kurzen Blick nahm der Runenschmied zur Kenntnis, dass Jykel seinem Beispiel folgte und sich ebenfalls Notizen machte. Er gab ein befriedigtes Brummen von sich: Hier zeigte sich doch wieder einmal, dass Pflichtbewusstsein und systematische Vorgehensweise, die Schlüssel zum Erfolg, im zwergischen Blut lagen! Allzu lange hielt sich Brogar aber nicht mit diesem Gedanken auf, denn während die anderen zu diskutieren begannen, zog ihn das eben gehörte mit seinem verworrenen Wortlaut in Bann. Den Thaumaturgen und Magietheoretiker in ihm forderte die kryptische Formulierung regelrecht heraus. Sorgfältig analysierte er sie auf Hinweise: Da war zum Beispiel die Erwähnung eines Bringers der Dunkelheit, sodann eines Alten sowie eines Makels desselben.

Der Zwerg runzelte die Stirn und forschte in seinem Gedächtnis nach einer Wesenheit, auf welche diese Attribute zutreffen könnten[1]. "Die Worte müssen sich auf eine Art von Prophezeiung beziehen" meinte er grübelnd. "Die Frage ist, wie sie in den Kopf des Knaben gelangt ist – und an wen sie sich richtet! Denn wir können nicht ohne weiteres davon ausgehen, die Adressaten zu sein, nur weil die Worte in unserer Gegenwart gesprochen wurden. Womöglich handelt es sich hier lediglich um eine arkane Konfiguration, die nach dem Prinzip Stimulus-Reactio auf die Anwesenheit lebender Wesen oder einen anderen simplen Grundreiz hin einen magostrukturell verknüpften Effekt auslöst" dozierte er.
 1. Ich mache gern einen Wissenswurf, je nachdem, ob Brogar eine passende Fertigkeit hat.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 09.08.2019, 22:47:02
Sé legte den Kopf schief und hob eine Augenbraue. "Du willst den Kleinen also nach magostrukturellen Verknüpfungen untersuchen, während wir uns unten umsehen?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 15.08.2019, 17:23:27
Da sie nicht so recht wussten, was sie mit dem Jungen tun sollten, und er völlig teilnahmslos da saß, suchten sie ein Versteck für ihn, damit sie ihn nicht erneut mit in die Dunkelheit nehmen mussten. Sie fanden einen Baum, auf den sie ihn hoch trugen und wo er unentdeckt bleiben würde, solange sie sich die Höhlen ansahen.
Also kehrten sie zurück in die Dunkelheit und nahmen dieses Mal den Weg nach unten. Auch hier gab es zunächst nicht allzu viel zu sehen. Eine weitere Kammer, aber in dieser gab es nur einige Schlafstätten - sechs an der Zahl - und kein Weg führte hinaus. Nur in einer Ecke gab es eine kleine Nische, die scheinbar auch als eine Art Müllhalde diente, denn hier lag einiges an Stoffresten, ein zerissener Rucksack und Holzspäne herum.[1] In dieser Kammer waren die Mauern ebenfalls künstlichen Ursprungs, aber in ebenso schlechtem Zustand und einiges an Geröll lag hier herum.[2] Von den Bewohnern der Höhle gab es hier unten jedoch keine Spur.
 1. Perception, wenn ihr euch das genauer ansehen wollt
 2. Stonecunning oder Investigate, wenn ihr euch das genauer ansehen wollt
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 15.08.2019, 19:45:29
Nach dem gleißenden Tageslicht, glich der Abstieg in die tiefschwarze Höhle für Sé einer Reise ins allumfassende Nichts. Ohne der Flamme, die sie nun abermals entzündete um die Räumlichkeiten etwas zu beleuchten, hätte sie keine Chance gehabt irgendetwas mit den Augen wahrzunehmen.

Zwar war es ihr nicht recht gewesen, den hilflosen Jungen zurückzulassen, doch die Versicherung der Gefährten, er wäre gut genug verborgen und zu lethargisch um von sich aus in die Gefahr zu laufen, hatte sie wenngleich nicht völlig, so doch genug überzeugt. Also war sie mit den anderen nach unten aufgebrochen zum tiefsten Punkt des verfallenen Bauwerkes.

Die junge Druidin war sich nicht völlig klar, was sie sich erwartet hatte, doch der Anblick der leeren Kammer enttäuschte sie. Sechs Schlafplätze und etwas Krimskrams in einer Ecke. Sé näherte sich den Gegenständen und versuchte im Flackern der Fackel herauszufinden[1], ob sich hier etwas von Interesse verbarg. Insgeheim hoffte sie, dass ihre Gefährten in der ihnen so natürlich erscheinenden Umgebung noch etwas Aufregenderes finden würden. Eine verborgene Tür vielleicht oder ein von Magie erschaffenes Geheimnis? Ihre Fantasie ließ die Finsternis erblühen, während sie den ernüchternden Haufen in der Nische beäugte.
 1. Perception: 13
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 16.08.2019, 08:56:40
Auch Jykel war enttäuscht, als sie nur eine simple Kammer mit ein paar Schlafstätten entdeckten, aus der kein weiterer Weg hinausführte. Nun hatten sie lange einen sicheren Platz für den Jungen gesucht, und fanden: Nichts. Dem Müllhaufen widmete er nur einen kurzen Blick, und auch das Geröll schien ihm keine genauere Untersuchung wert[1] - es blieb ihnen wohl nur übrig, an der Oberfläche weiter nach Spuren zu suchen.
 1. 8 und 4
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 16.08.2019, 20:27:56
Nachdem der Junge in Sicherheit war, wandte sich Yazrin wieder entschloßen der Höhle zu und stieg mit der gesamten Truppe den zweiten Gang hinab. Und ebenso wie bereits Sè und Jykel vor ihm mischte sich Verwunderung und Enttäuschung darüber, dass es dies scheinbar schon gewesen war zusammen. Misstrauisch beäugte er die Wände und ließ suchend seine im Fackellicht scheinbar von innen heraus leuchtenden Augen nach Spuren suchen die sie weiter bringen mochten als diese Kammer voll abgestandender Luft.[1]
 1. Perception 15, Investigation: 10
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 17.08.2019, 00:10:51
Oldor hatte sich lange in der Höhle aufgehalten und den Durchgang nach unten bewacht. Als die Gruppe mit einrm Menschenjungen von oben herabkamen staunte er schon nicht schlecht. Er ließ sich von den anderen das Geschehene schildern und hatte aber auch keine Ahnung, was die Worte des Jungen bedeuten könnten. Ihm war aber auch sofort klar, dass sie ein sicheres Versteck für ihn finden mussten, da sie ihn nicht mit in die unteren Höhlen nehmen konnten. Da war die Idee mit dem Baum genau richtig.

Als sie dann die in die unteren Höhlen vordrangen war es für Oldor schon eine ziemlich heftige Enttäuschung, nur die Schlafplätze von 6 Personen.
Hier scheint nichts zu sein. Kann vielleicht jemand herausfinden, welche Rasse hier genächtigt hat, damit wir den Personenkreis vielleicht etwas einschränken können? Vielleicht finden wir in den Lagerstätten ja Menschliches Haar oder sonstiges[1]
 1. Perception 10
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 17.08.2019, 11:52:51
Brogar hatte auf die Frage der Druidin nur unwillig abgewinkt. "Völlig unmöglich! Für derartige Untersuchung braucht man Ruhe und Zeit, ganz abgesehen davon, dass eine ordentliche Bibliothek ebenfalls von Nutzen wäre." Er hatte wohl von allen am wenigsten Sorge um den Jungen gezeigt. Man hatte dem kleinen Menschen eingeschärft, sich nicht zu rühren, und so ging der Runenschmied davon aus, dass er, wie alle Kinder, Gehorsam und Pflichtbewusstsein beweisen würde, womit er ihn für leidlich sicher aufbewahrt hielt.

In der Kammer angelangt, zeigte er seine Enttäuschung, sofern sie denn vorhanden war, nur durch ein kurzes Heben seiner buschigen Augenbrauen. Dann jedoch begann er den Raum systematisch zu durchsuchen, wobei er besonders die Nische und das Geröll unter die Lupe nahm[1] und auch nicht davor zurückschreckte, seiner Würde zum Trotz auf die Knie zu gehen, um auch wirklich gründlich vorzugehen. Gelegentlich gab er ein nachdenkliches Brummen von sich.
 1. Perception 16 und Stonecunning 18.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 17.08.2019, 12:29:53
Das Wühlen in dem Müllhaufen war nicht gerade angenehm. Immerhin hatten die Gefährten das Glück, dass, wer auch immer hier wohnte, um sich zu erleichtern offenbar die Höhle verließ und so lagen hier nur Essensreste - was in erster Linie abgenagte Knochen bedeutete, aber auch einige Kleidungsstücke, die nicht mehr zu gebrauchen waren und anderes Zeugs, darunter Holzstückchen und Geröll. Bei der Kleidung fiel ihnen eine Lederrüstung ins Auge, die zumindest verriet, dass der Träger humanoid und wohl in etwa menschengroß gewesen sein musste. Das Leder war merkwürdig blank, stellenweise sogar ein wenig verätzt und die Rüstung war gewiss zu nichts mehr zu gebrauchen. Insgesamt war die ganze Kammer eine große Enttäuschung, denn nichts hier gab vernünftig Ausschluss darüber, was hier geschehen sein mochte.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Sé Faoláin am 17.08.2019, 19:11:28
Sé suchte die Wände nocheinmal ab. Erstrangig war sie auf einer Rettungsmission und sie hatten einen Überlebenden gefunden. Über seinen Zustand konnte man sich später noch Gedanken machen, doch er war am Leben. Die junge Frau rügte sich innerlich, nicht dankbarer gewesen zu sein. Das Kind war gerettet...einerlei was noch kommen würde und was die Prophezeihung - sofern es tatsächlich eine war - besagte. Ihr Sinn fürs Abenteuer war unbefriedigt ...ein kleines Übel und recht egoistisch. Insgeheim dankte Sé Mielikki für das Leben des Jungen.

Was noch blieb war die Druidenwarnung. Was hatte es mit diesem Ort auf sich, das so schrecklich war. Handelte es sich um etwas, das lange in der Vergangenheit lag? Oder gingen die Gefährten ebenso blind durch den Bau wie sie selbst? Sé versuchte Spuren zu erkennen, doch im flakernden Licht sah sie zu wenig. Niyall hätte bestimmt etwas gesagt, wären bekannte Spuren erkennbar.

Bevor sie sich wieder nach oben begeben und sich dem Kind widmen würde, spürte sie in einem letzten Versuch tief in sich hinein. Sie stellte sich einen verborgenen See im Mondlicht vor, dessen Wasseroberfläche in unendlicher Ruhe das Firmament reflektierte wie ein Spiegel. Nun stellte sie sich ein Blatt vor, welches auf das Wasser fiel und das Zentrum einer Vielzahl von sich ausdehnenden Kreisen wurde. Sé holte die Vorstellung zu sich in die Höhle und ließ die Kreise in Gedanken durch den Raum treiben. Sie selbst war das Zentrum und die Kreise waren Energie, die ihresgleichen suchte. Wenn Magie hier unten im Spiel war, so müsste Sé sie spüren können[1] und wenn nicht in diesem, so vielleicht in einem anderen Teil dieses unterirdischen Ortes.

Nachdem die junge Druidin die gesamte Höhle nochmals durchwandert war, musste sie einsehen, dass es hier selbst mit Magie nichts zu entdecken gab. Die Druidenwarnung bleib weiterhin unklar. Nun also doch zurück zu dem Buben. Er war in Sés Vorstellung die letzte Chance auf Information.
 1. Cast Detect Magic
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 19.08.2019, 09:49:50
"Das hier war wohl nichts." kam Yazrins Stimme krächzend aus der Dunkelheit und drückte damit aus, was ein jeder von ihnen sich gerade enttäuscht eingestehen musste.

Sein Schwert ungenutzt in der Scheide an seiner Seite verstauend, wandte sich der Tiefling ab und marschierte wieder nach draußen, wobei er acht gab niemandem ein Auge mit seinen Hörnern aufgrund der beengten Bedingungen auszustechen.

Wieder im Tageslicht stehend, warf er einen abwägenden Blick zu dem Jungen und zu den Spuren die sie bis hier her geführt hatten. Sollten sie die Spuren weiter verfolgen? Was würde mit dem Buben passieren? Und wer oder was hatte durch ihn gesprochen und wollte nun, dass sie ein dunkles Schicksal vor seiner Erfüllung bewahrten?

Ratlos blickte der Soldat in die Gesichter seiner Begleiter und fragte das Offensichtliche: "Und nun?"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Niyall am 22.08.2019, 08:00:07
"Ich fürchte, wir haben hier bereits alles gesehen. Der Junge und diese seltsamen Worte, die durch ihn gesprochen wurden. Irgendwie müssen wir herausfinden, was es damit auf sich hat," meinte Niyall.

"Und ansonsten fehlt immer noch eine der Frauen und wir wissen nachwievor nicht sicher, wer oder was die Entführer sind. Also sollten wir ihren Spuren weiter folgen."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 22.08.2019, 11:36:44
Da er sicher war, alles sehr gründlich untersucht zu haben, gab Brogar schließlich mit einem Grummeln und einem bitterbösen Blick auf das wertlose Gerümpel auf, als könnten die Steinbrocken und das halbvermoderte Ausrüstungsgut etwas dafür, dass er seine Zeit verplempert hatte. Zurück im Freien strich er sich mit gerunzelter Stirn den Bart und schien zu sinnieren. Mehrfach wanderte sein Blick zu dem Jungen, den sie aus dem einsturzgefährdeten Loch geholt hatten. "Die Spuren sind das eine," meinte er langsam, "das andere der Knabe. Auch wenn er wahrscheinlich nicht viel weiß und ich für eine solide Analyse dieses seltsamen Phänomens hier weder die Zeit noch die Mittel habe, so müssen wir doch versuchen, aus ihm herauszubringen, woran er sich erinnert." Schon spannte sich seine wuchtige Gestalt zu einem entschlossenen Schritt auf den Jungen zu, als er dessen furchtsame Augen wahrnahm und innehielt. "Hrmm...." brummte er zögerlich. "Das sollte allerdings jemand übernehmen, der mehr Erfahrung im Umgang mit Halbwüchsigen hat."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 24.08.2019, 15:50:02
Der Junge war nicht dazu zu bewegen auch nur ein weiteres Wort zu sprechen. Was auch immer ihm widerfahren war, es würde viel Zeit und Zuwendung brauchen, um mehr aus ihm heraus zu bekommen. Aber immerhin widersetzte er sich nicht, als die Truppe ihn in seinem Baumversteck, in dem er stumm verharrt hatte, wieder abholte. Er begleitete sie ohne Widerworte, auch wenn sie ihn meistens tragen mussten, weil seine kurzen Beine in dem unwegsamen Gelände kaum geeignet waren mit den erwachsenen Schritten seiner Retter mitzuhalten.
Angekommen an dem Baum mit den Spuren außerhalb des Hains wollten Niyall und Sé sich gerade daran machen, die Fußspuren genauer in Augenschein zu nehmen, als ein merkwürdiges Surren ertönte, das so gar nicht zu den übrigen Geräuschen passen wollte. Ihnen blieb nicht einmal Zeit sich umzudrehen, da schlugen auch schon die ersten Pfeile um sie herum ein. Da sie völlig überrascht waren, konnten sie nicht schnell genug in Deckung gehen und so mussten sie einige Treffer hinnehmen.[1] Schnell war der Ursprung dieser Salve gefunden. Eine Gruppe von Gestalten, sieben oder acht an der Zahl, stand bereit auf einem Hügel in etwa 60 Meter Entfernung und ein Teil von ihnen hatte Bögen in den Händen, mit denen sie gefeuert hatten. Vermutlich machten sie in diesem Moment schon die nächste Salve bereit.[2][3]
 1. 7 SP für Niyall (ein Treffer); 3 SP für Yazrin (1 Treffer); 6 Schaden für Sé (ein Treffer); 8 Schaden für Brogar (2 Treffer)
 2. Um mehr über diese Leute zu erfahren, müsstet ihr Perception würfeln, da sie so weit weg sind
 3. Runde 1

1. Yazrin, Sé und Oldor
2. Gegner 1 (Bogenschützen)
3. Niyall, Brogar und Jykel
4. Gegner 2

Situation: Die Gegner sind 60m (200ft.) entfernt
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Yazrin am 26.08.2019, 10:48:40
Überrascht von dem Pfeilhagel, zog Yazrin seinen gehörnten Schädel zwischen die Schultern und zischte verletzt auf, als ihn ein Pfeil an der Hüfte traf. Ohne großes Federlesen schnappte er den Arm des Jungen und schleppte ihn - gemeinsam mit Sè - hinter einen besonders dicken Baum auf das ihn nicht auch ein Geschoß streife. Die gelben Augen des Kriegers wanderten für einen Herzschlag zu den Feinden um zu ergründen, ob es Menschen oder Elfen waren die hier auf sie schoßen.[1]

Dort angekommen wandte er sich dem Pfeil zu, der in getroffen hatte. Nachdem er es gewesen war, der den letzten Pfeil erkannt hatte, wollte der Tiefling wissen auf diese Weise heraus finden was hier gespielt wurde.[2]

Natürlich war ihm klar, dass sie nicht ewig hier verweilen bleiben konnten. Die Gefahr umgangen oder flankiert zu werden war zu hoch. Doch er überließ es vorerst den Zwergen mit einem schlauen Plan aufzuwarten wie man sich dem unbekannten Feind soweit annähern konnte, dass sie ihnen diesen Hinterhalt blutig vergelten konnte.
 1. Perception 10
 2. Siehe hier (https://games.dnd-gate.de/index.php/topic,9281.msg1063784.html#msg1063784), damals mit einem natürlichen 20er. Sollte es sich um einen Pfeil vergleichbarer Machart handeln, so würde ihn Yazrin imho erkennen.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Oldor am 27.08.2019, 07:15:28
Als Sie den Hain verließen, surrte ein Pfeil an ihm vorbei. Er hatte Oldor nur um Haaresbreite verfehlt. Er duckte sich instinktiv weg und zog sich hinter die letzte Baumreihe des Hains zurück. Im Augenwinkel registrierte er Yazin. Der Teufelskerl hatte einen Pfeil abbekommen und schaffte es noch, den Jungen weiter in den Hain zu zu ziehen. Große Krieger werden nicht an der Schärfe ihrer Waffe gemessen, sondern an ihren Taten. Respekt, Respekt. Dafür werden sie zahlen, wer auch immer sie sind. Man sieht aber auch nur die Richtung, aus der die Pfeile kommen. Bei Moradin, die Angreifer bleiben verborgen.[1] Er nahm seinen Bogen vom Rücken und legte einen Pfeil auf. Mit einem erhitzten Nuscheln in seinen prachtvollen Bard wartete Oldor auf eine günstige SchussgelegenheitDann zeigt euch mal, bei Moradin
 1. Perception: 8
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 29.08.2019, 08:55:08
Jykel selbst war verschont geblieben, als plötzlich Pfeile um sie schwirrten, doch mehrere seiner Kameraden waren getroffen worden. Sein erster Impuls war es, auf die Angreifer zuzulaufen, doch bis seine kurzen Beine ihn dorthin getragen hatten, wäre er ein leichtes Opfer für ihre Pfeile und hätte wohl keine Chance zu überleben. Selbst mit seinen Speeren konnte er sie auf diese Entfernung nicht treffen - die Reichweite eines Bogens konnte er unmöglich erreichen.
"Schnell, in die Höhle zurück!" rief er Oldor zu, während Yazrin bereits mit dem Jungen auf dem Weg dorthin war. Als auch Jykel angekommen war, überlegte er fieberhaft, wie sie aus diesem Schlamassel herauskommen könnten. Einen zweiten Ausgang hatten sie bei ihrer Suche nicht gefunden, und diesen hier hatten ihre Feinde wohl im Blick. Solange sie hier in Deckung waren, konnten diese allerdings auch nicht viel mehr tun, als sinnlos Pfeile abzuschießen oder zu ihnen zu kommen. Auf Dauer jedoch war es eine schlechte Lage, denn wer wusste, ob nicht vielleicht noch Nachschub kommen würde.
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Brogar Tunnelheim am 29.08.2019, 11:05:43
Mit einem zornigen Knurren griff Brogar nach der Schulter, wo ihn ein Geschoss gestreift und eine Wunde gerissen hatte. "Hinterhältiges Pack!" fluchte der Runenschmied und folgte den anderen eilig. Am Höhleneingang angelangt warf er sich jedoch zu Boden, suchte die Deckung eines Steins oder einer Bodenwelle und machte seine Armbrust schussbereit. Indem er die Waffe auf die Angreifer ausrichtete, murmelte er zwischen den Zähnen: "Den ersten von euch Lumpen, den ich sehe, schicke ich direkt zu seinen Ahnen..!" Dann schob er seinen Helm zurecht und wartete ab, flach an den Boden gedrückt. Seine Augen suchten die Umgegend vor ihm ab. Über die Schulter rief er unterdrückt: "Irgendjemand muss versuchen, sich in ihre Flanke zu schleichen oder sie sonstwie zu umgehen. Wenn wir es nicht schaffen, sie in die Zange zu nehmen, sind wir hier festgenagelt!"
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Jykel am 10.09.2019, 11:58:13
Jykel stimme Brogar zu, auch wenn der Pfeilhagel nun vorerst aufgehört hatte und sie etwas verschnaufen konnten. "Hier sind wir zum Abwarten verdammt, und sie werden entweder versuchen, uns hier auszuhungern, oder einen Weg finden, uns hier drin anzugreifen. Also muss jemand raus und mindestens auskundschaften, was sie tun. Solange sie uns hier nicht angreifen, sollten wir aber versuchen, eure Wunden so gut es geht zu versorgen.

Danach sind Niyall und Sé, wenn sie sich wieder in ein Tier verwandeln kann, wohl am besten geeignet, um unseren Gegner auszuspähen. Ich würde mich auch anbieten, aber ich fürchte, es ist nicht meine Stärke, mich ungesehen an jemanden anzuschleichen."
Titel: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
Beitrag von: Idunivor am 13.09.2019, 10:49:41
Der Hain bot dem Rettungstrupp und dem Jungen, den sie gefunden hatten, offenbar genug Schutz, denn kurz nachdem sie hinter den Bäumen verschwunden waren, hörte auch der Pfeilregen auf. Die Leute dort draußen wollten ihre Geschosse offenbar nicht nutzlos verschwenden. Es gab auch kein Anzeichen dafür, dass sie ihnen folgten. Binnen kürzester Zeit eroberten die Geräusche der Wildnis wieder die Umgebung und nichts von dem Kampftrupp außerhalb des Hains war zu vernehmen. Der wind rauschte in den Blättern und vereinzelt riefen Vögel, während der Trupp sich lädiert in die Höhle zurückzog. Nun stellte sich die Frage, was sie tun sollten. Es würde noch einige Stunden dauern bis Sonnenuntergang. Sie konnten abwarten und versuchen im Schutz der Dunkelheit zu entkommen. Oder wollten sie doch irgendwie zum Gegenangriff übergehen?