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Nachrichten - Louis de Fromage Puant

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 11.02.2020, 18:54:41 »
Es war Louis' Miene anzusehen, dass ihm die ganze Sache keinesfalls behagte. Er würde nicht auf einer Demonstration von Kräften bestehen, die ihm ohnehin mehr als suspekt waren. So schenkte er Jelena nur ein knappes Nicken und warf einen verkniffenen Blick in Richtung des Schattens. An der Arbeit, den Leichnam freizulegen, beteiligte sich der Montaigner nicht. "Mon dieu, iesch weiß, warum siesch keine Edelmann mit diese Kunst beschäftiegt" murmelte er nur indigniert angesichts der reichlich schmutzigen Angelegenheit. Er rümpfte die Nase und hielt einen gewissen Abstand, ohne indes seine Augen abzuwenden. Wachsam besah er sich alles, die Hand auf dem Knauf des Degens in dem Gefühl, so jederzeit blitzartig eingreifen zu können – auch wenn er sich überhaupt nicht mehr sicher war, in welcher Weise er dies mit einiger Aussicht auf Erfolg tun könnte. Jelenas Zusammenzucken und Erschauern sah er mit einem deutlichen Stirnrunzeln. Der Musketier verlagerte sein Gewicht, um zu einem sofortigen Sprung vorwärts in der Lage zu sein. Misstrauisch erkundigte er sich: "Comment allez-vous? Ist die Ding in Eusch drien? ...Fichtre! Pardon, Mademoiselle, iesch wollte natürliesch niescht, wie sagt man, légère sein... ah: glitschieg, correcte..?" Mit einem Erröten und einem Räuspern verstummte er.

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 02.02.2020, 14:48:18 »
Nach wie vor wirkte Louis unentschlossen. Als Jelena sie zur Seite gebeten hatte, war er gefolgt - nicht ohne einen misstrauischen Blick in Richtung der Wesenheit über die Schulter zu werfen - und hatte sich alles angehört, was die junge Frau und die anderen vorzubringen hatten. Nun zwirbelte er seinen Schnurrbart und meinte mit gerunzelter Stirn: "Nun, für miesch 'ört es siesch plausible an, was Ihr vorbringt. Allerdings muss iesch geste'en, dass iesch keine Experte bien für derlei Dinge... Meine Bauch sagt mir, dass diese ombre sehr gefährliesch iest. Gebt mir eine Gegner, die iesch mit die blanke Degen bekämpfen kann, und iesch bin euer Mann. Doch 'ier... Je ne sais au juste."

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 25.01.2020, 14:32:49 »
Louis nahm langsam die Hand vom Degen, ohne die Wesenheit aus den Augen zu lassen. Sichtlich gereizt ob der Situation, in der er mehr oder minder zur Untätigkeit verdammt war, knurrte er in Tristans Richtung: "Sehr gut erkannt, Monsieur! Und wenn wir schon an dieser Frage scheitern, so frage iesch zurück: Was wollen wir tun, wenn Mademoiselle von diese Ding überwältigt wird, eh?" Dass Jelena ihm zutraute oder vielmehr zumuten wollte, sie als weibliches Wesen zu fesseln oder gar zu töten, ließ ihn nur die Augenbraue leicht in die Höhe ziehen. Der Musketier konnte sich noch nimmer nicht daran gewöhnen, wie wenig hier manche in seinem Lande wohl gepflegten Sitten beachtet wurden. Daher beeilte er sich auch, es dem dreisten Castillier gleichzutun und sich mit einer angedeuteten Verbeugung ihrer neuesten Bekanntschaft vorzustellen, auch wenn ein in Etikette Bewanderter durchaus eine gewisse Reserviertheit in seinen Gesten erkennen mochte.

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 18.01.2020, 15:26:57 »
Misstrauisch kniff der Montaigner die Augen zusammen und musterte den Schatten. "Das klingt mir reischliesch gefährliesch, Mademoiselle" meinte er zu Jelena. "Was iest, wenn diese Ding Eusch niescht mehr... 'ergibt? Wie sollten wir gegen etwas kämpfen, dass siesch 'inter Eure 'aut verbirgt und Eusch als Schild benutzt?" Während er sich sogar dem reißenden Wolfswsen gegenüber furchtlos gezeigt hatte, wirkte der Musketier nun auch durchaus beunruhigt. Er ließ den Schemen nicht aus den Augen, während er sprach.

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 11.01.2020, 14:38:56 »
Mehrmals setzte Louis dazu an, sich in das Gespräch einzuschalten. Der extrovertierte Montaigner war es als Angehöriger der Adelsschicht nicht gewohnt, stumm am Rande zu stehen. Allerdings fühlte er sich beim Thema des Wortwechsels reichlich wenig beschlagen. Daher runzelte er nur etwas ungehalten die Stirn, zwirbelte seinen Schnurrbart und hielt die Hand auf dem Griff seiner Waffe. Ähnlich wie Alfred schien er mit sich nicht im Reinen, wen er als Gefahr ansehen sollte, und behielt sowohl die Erscheinung als auch die Fremde im Auge. Zu Alfreds Fragen nickte er energisch und meinte: "C'est ça! Das interessiert miesch ebenfalls!"

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 05.01.2020, 13:04:27 »
"Es iest meist niescht sehr weit 'er mit die Vaterlandsliebe, mademoiselle" erwiderte Louis auf Jelenas Einwand. "Ihr könnt niescht von eine Bauer erwarten, dass er siesch opfert für seine Nation - er 'at eine Weib und Kinder, die er versorgen muss, er 'at selbst 'unger und tausend Sorgen und Pflieschten tagtägliesch. Non, eine 'eer kann niescht aus Männern bestehen, welsche immer an die Aussaat oder die Ernte denken. Und was Eusch betrieft," womit er einen Handkuss andeutete, "so darf iesch Eusch versieschern, dass es keine Last wäre, der Ehrenpfliescht für eine so charmante demoiselle nachzukommen!"

Die Spukgestalt musterte der Montaigner sichtlich alarmiert, die Hand noch immer auf dem Griff des Degens. Da es sich aber der Tracht nach um einen Edelmann handelte, machte er eine formelle Verbeugung vor dem durchscheinenden Schemen. "Kennt Ihr Eusch aus, um mit solsch eine ombre zu ver'andeln...?" flüsterte er, ohne den Blick von der Erscheinung zu wenden.

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7te See: Théah / Glück oder Geschick?
« am: 31.12.2019, 17:46:33 »
Verstand + Gelehrsamkeit: 3d103d10 = (6, 4, 3) Gesamt: 13

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 28.12.2019, 14:57:56 »
Als Musketier zeigte Louis keine Regung bei der Aburteilung der Banditen, doch schien ihm die Hinrichtung selbst wenig zu behagen, denn der Montaigner erbat sich vom Baron das Privileg, sich bei diesem traurigen Geschäft zurückziehen zu dürfen. Die Zeit nutzte er, um die nähere Umgebung abzuschreiten, da man in einem derart von Krieg und Brutalität erfüllten Land wohl kaum damit rechnen durfte, jemals ganz außer Gefahr zu sein. Trotzdem ihm nichts verdächtiges auffiel, war er auf dem darauffolgenden Ritt ungewöhnlich schweigsam. Er schien vor sich hinzugrübeln, denn er zwirbelte immer wieder seinen gepflegten Schnurrbart und ließ seine Blicke misstrauisch links und rechts des Weges schweifen. Erst als Jelena ihn ansprach, sah er auf und erwiderte: "Natürliesch, mademoiselle, bitte fragt."

Ihre Frage schien ihn allerdings zu verwundern. "Ihr seid jung, und sischerliesch 'abt Ihr nur die beste Absiescht" wandte er ernst ein. "Doch wir sind davon überzeugt, dass es von übel wäre, jedermann zu bewaffnen. Jede Streit würde sofort in eine blutige Kampf ausarten, und niemand könnte die entbundene populace mehr 'err werden. Wer wollte auch eine 'eer unteralten und bewegen, die aus die gros de nation bestünde? Völlig unpraktiesch! Für die Ein'altung der Gesetze müssen Männer sorgen, welsche sorgfältieg ausgebildet sind und absolument ehren'aft." Er musterte seine Gesprächspartnerin kritisch und meinte dann: "Nun, es wäre sischerliesch nötig, Eusch zu erklären. Womögliesch würde man von eine Ahndung abse'en, weil Ihr aus eine fremde Land kommt. Iesch kann Eusch jedoch versieschern, dass jede Ehrenmann für Eure Schutz garantieren würde!" Dies begleitete er mit einem galanten Neigen des Kopfes.

An der Kreuzung machte er zunächst einen eher indignierten, aber nicht sonderlich alarmierten Eindruck. Knochen mitten auf dem Weg... welch Wunder in einem solchen Land der Barbarei? Die grässlichen Geräusche aus dem Nichts, der Schrei und das leuchtende Symbol vor ihnen ließ ihn allerdings mit einem Fluch um die Bändigung seines scheuenden Pferdes kämpfen. "Fichtre! Was ist das – lebende Tote?! Eine üble Scherz oder Ernst?" rief er seinen Begleitern zu und griff nach seinem Degen.

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 21.12.2019, 14:34:55 »
Die reichlich unerschrockene Rede der Frau ließ die Züge des Musketiers sich allmählich einem Tomatenrot nähern. Mehrmals zuckte seine Hand noch zum Degen – er beherrschte sich offenbar nur noch sehr mühsam. "Parbleu!" stieß er hervor. "Das 'at mir noch niemand zu bieten gewagt..! Iesch bin eine mousquetaire – sagt eusch das nieschts?!" Er sah sich unter den Geretteten um. Offenbar fiel es ihm schwer zu glauben, dass man den Gedanken auch nur in Erwägung zog, er könne mit den Adeligen vergleichbar sein, die hier beschrieben wurden – und es schien ihn auch tief zu treffen, denn aus der Nähe hörte man den schlanken Montaigner vor Zorn leise mit den Zähnen knirschen. Sogar auf Juan Felipes diplomatischen Vorstoß schien er zunächst eine geharnischte Antwort loswerden zu wollen, ehe er vernehmlich die Luft aus den Lungen stieß und dann halbwegs ruhig erwiderte: "Ihr könnt davon ausgehen, monsieur, dass iesch weiß, welsche Verantwortung mit eine edle Abkunft verbunden iest. Niemand auf diese Welt kann be'aupten, dass Louis de Fromage Puant jemals eine Unrescht begangen oder geduldet 'ätte!"

Sein Blick folgte höchst indigniert dem Tun Jelenas, die einige Waffen in die Hände des einfachen Volks übergab – ein Unding in seinen Augen! Mon Dieu, kein Wunder, dass dieses Land im Krieg versinkt, wenn sie die Bauern bewaffnen! Über Aufstände, Mord und Totschlag müssen sie sich nicht wundern dachte er mit einem kaum merklichen Verziehen der Mundwinkel. Trotzdem sie für seine Begriffe unverantwortlich und geradezu respektlos gegenüber dem Adel des Landes handelte, vergaß er dennoch nicht, sie als mademoiselle zu behandeln, in dem er eine Verbeugung leicht andeutete, ehe er erwiderte: "Seid versieschert, dass iesch miesch zu nieschts 'inreißen lasse, das siesch niescht mit die Ehre eines mousquetaire ver'eiraten lässt." Kurz stutzte er und dachte nach. Die Sprache dieser Leute war nicht einfach zu beherrschen, und irgendwie hatte er das Gefühl, etwas nicht ganz richtig gesagt zu haben.

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7te See: Théah / Schänke zum Schwarzen Raben
« am: 18.12.2019, 20:14:51 »
Ich antworte gern noch in der aktuellen Szene, komme aber erst am Wochenende dazu :closedeyes:

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7te See: Théah / Schänke zum Schwarzen Raben
« am: 15.12.2019, 16:46:58 »
Ich wäre dafür  :)

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 15.12.2019, 16:45:45 »
Bei der Antwort der jungen Frau fuhr die Hand des Montaigners unwillkürlich zum Degen. Seine Augen blitzten auf, als er sie anfuhr: "Fichtre! Was nimmst du dir 'eraus gegenüber eine gentilhomme?!" Sein Blick ging zu den Gefährten. "Lässt man siesch 'ierzulande derartiges von die einfache Volk bieten?!" Er bedachte die Sprecherin mit einem weiteren Blick, der nichts gutes verhieß, als er mit mühsam unterdrücktem Zorn meinte: "Iesch 'ätte gute Lust, dir Manieren beizubringen..!" Doch beherrschte er sein Temperament für den Moment, um seiner Ehre keinen Abbruch zu tun, indem er gegen sie ohne weiteren Anlass die Hand erhob. Deutlich zufriedender zeigte er sich mit dem Beschluss des Barons. "Bon, das lässt siesch 'ören. Eine angemessene Urteil" war sein Kommentar dazu.

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7te See: Théah / Schänke zum Schwarzen Raben
« am: 09.12.2019, 20:11:42 »
Louis kann gern auch den nächsten Post übernehmen. Aber er würde erst mal die Geisel wegen ihres respektlosen Verhaltens gegenüber einem Edelmann zusammenstauchen :twisted:

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7te See: Théah / Schänke zum Schwarzen Raben
« am: 03.12.2019, 19:21:37 »
Hat jemand gerade noch etwas beizutragen? Z.B. mit den Gefangenen reden, entscheiden, was mit den Banditen passieren soll, etc.

Die Entscheidung ist ein wenig knifflig... Louis würde das als echtes Kind einer Feudalgesellschaft ja am ehesten dem Baron überlassen, damit der seinen Weitblick unter Beweis stellen kann :cool:

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7te See: Théah / Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 03.12.2019, 19:19:29 »
Sichtlich unentschlossen begann Louis auf und ab zu wandern. Während er seine Bartspitze zwirbelte, murmelte er eine Weile lang vor sich hin, ehe er sich seinen Begleitern zuwandte und erklärte: "Wir müssen eine Lösung finden, die siesch mit die Grundsätze von Edelleute vereinbaren lässt, die Siescher'eit der Entführten bedenkt und zugleisch Rücksiescht auf die gewisse Persönlieschkeit nimmt, welsche zu begleiten wir die Ehre 'aben!" An Jelena gewandt meinte er: "Mademoiselle, darf iesch miesch erdreisten, Eusch um die nötige Trost für diese Leute zu bitten?" Er wies auf die überlebenden Geiseln. "Eine weibliesche 'erz ist 'ier siescherliesch sehr viel... fühlender mit die Not, eh? Eine Entschädiegung will iesch aus meine portefeuille leisten, denn Waffen ge'ören niescht in die 'and von, ah, wie sagt man, allermann..?"

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