Beiträge anzeigen

Diese Sektion erlaubt es ihnen alle Beiträge dieses Mitglieds zu sehen. Beachten sie, dass sie nur solche Beiträge sehen können, zu denen sie auch Zugriffsrechte haben.


Nachrichten - Lîf

Seiten: [1] 2 ... 35
1
Dalaran / Der Weihort
« am: 18.06.2018, 11:01:29 »
Immer nachdenklicher nickt Lîf. "Ich glaube, ich verstehe, was du meinst" erwidert sie dem Dunkelhäutigen schließlich. Dann huscht kurz ein Schmunzeln über ihre abgespannt wirkenden Züge. "Die Gemeinschaft zusammenhalten und ausgleichen – ohne es zu wissen, hast du gerade ziemlich genau beschrieben, welche Aufgabe Weiber wie ich in unserem Land haben: Die drudkvinde sollen nicht nur Wunden des Körpers heilen, sondern auch Verletzungen der Seele – sie sind, in mancherlei Weise, die Mütter aller, und wie eine gute Mutter müssen sie versöhnen. Es ist ein wenig beschämend, das zuzugeben, aber du, Krieger, als Fremder hast mich soeben an meine althergebrachten Pflichten erinnert." Langsam lässt sie seine Hände los, streicht mit einem leisen, ergebenen Seufzer über ihren Bauch und nickt Abdo dann nochmals zu. "Ich will mein bestes versuchen. Und was deine Hilfe angeht, so werde ich sie gern annehmen. Dieser Rogar scheint manchmal etwas aufbrausend zu sein." Mit einem Mal lacht sie unbeschwert wie ein junges Mädchen. "Was man aber auch von mir sagen könnte. Du wirst auch an deiner neuen Aufgabe viel zu tun haben" prophezeit sie mit einem schelmischen Funkeln in den Augen, ehe sie mit einem fragenden Blick zurück zu den anderen nickt.

2
Rûngard-Saga / Im Methaus zu Hóp
« am: 14.06.2018, 15:11:29 »
Alles gut. Gib einfach Bescheid, wenn wir mit der neuen Szene einsteigen wollen.

3
Dalaran / Zum silbernen Drachen
« am: 14.06.2018, 15:10:20 »
Aktuell glaube ich relativ wenig. Es sei denn, Gegenstände haben einen direkten Nutzen. Die bei D&D so beliebten Verkaufs- und Shoppingtouren erscheinen mir eher unrealistisch, wo wir gerade stecken. Wer sollte hier Geld in solchen Mengen oder entsprechende Tauschgegenstände haben?

4
Dalaran / Der Weihort
« am: 14.06.2018, 15:07:11 »
Verwunderung zeichnet sich zunächst auf Lîfs Gesicht ab, als Abdo mit seinem Anliegen herausrückt. Dann macht diese einem erschrockenen, allmählich immer nachdenklicheren Ausdruck Platz, und schließlich schaut sie ihn ernst und ein wenig traurig an. "Oh weh, Krieger" seufzt sie. "Wir müssen bei dir den Eindruck hinterlassen haben, wir seien ewig nur am Streiten wie hungrige Wölfe, die sich um ein Wild zanken." Sie fasst Abdos Hand und drückt sie. "Sei versichert, es lag nicht an dir!" sagt sie fest. "Du konntest unsere Sitten und Gebräuche, all die Befindlichkeiten und verletzlichen Stellen nicht kennen. Talahan hat Vertrauen in dich geäußert, und wenn ich auch nicht seinem Glauben anhänge, so halte ich ihn doch für einen ehrenwerten und vor allem erfahrenen Mann. der solch ein Urteil nicht leichtfertig fällt."

Sie nimmt auch seine zweite Hand, und es hat den Anschein, als fließe durch ihre Handflächen eine kaum wahrnehmbare Wärme auf ihn über[1]. Damit lächelt sie ihm aufmunternd zu, seufzt noch einmal und nickt dann. "Wenn es dir ganz ernst damit ist, will ich versuchen, ob ich diese Pflicht erfüllen kann. Doch müssen wir zuvor die anderen fragen. Weiber wie ich sind hierzulande oft die Ratgeberinnen jener, die befehlen – doch ob sie alle bereit sind, mich als Anführerin zu akzeptieren, weiß ich nicht. Für gewöhnlich hat es gute Gründe, dass die drudkvinde sich aus derlei heraushält. Allerdings gebe ich zu, die Situation ist eine besondere und mag also besondere Wege erfordern. Ich könnte gewiss auf deine Unterstützung zählen, Krieger, nicht wahr?"
 1. Ich hoffe, ich nehme mir hier keine zu große Freiheit, indem ich Lîfs Wesenszug "Göttliche Berührung" hier mal als allgemeine "Good Vibes" interpretiere.

5
Dalaran / Zum silbernen Drachen
« am: 13.06.2018, 13:12:24 »
Geht mir ähnlich wie Abdo. Ich bin absolut zufrieden mit dem, was Lîf hat. Habe schon immer in all meinen D&D-Runden weniger Beute eingesackt als alle anderen :wink:

6
Dalaran / Der Weihort
« am: 13.06.2018, 09:45:26 »
Als Abdo sie unvermutet anspricht, wirft ihm die drudkvinde einen überraschten Blick zu. Dennoch nickt sie und meint freundlich: "Natürlich, gern. Sollen wir ein wenig beiseite gehen?" Sie, die auch jetzt wieder die Hand unbewusst auf ihrem gewölbten Bauch liegen hat, bringt seinen Wunsch nach einer Unterredung - seiner Miene und der Wortwahl nach wohl einer unter vier Augen - ganz automatisch mit dem Gedanken in Verbindung, er wolle sie in ihrer Eigenschaft als Heilerin sprechen. Ein Gebrechen vielleicht, dessen er sich schämt... was wissen sie letztendlich über Gesundheit und Leiden der Menschen in jener Gegend der Welt, aus der er kommt?

Der dunkelhäutige Mann scheint sich bei ihren gemeinsamen Abenteuern als äußerst robust erwiesen zu haben, hat aber andererseits schlimmes durchgemacht beim Kampf gegen den ehemaligen Abt und seine Diener. Und selbst wenn da nicht ihr Schwur zur Großen Mutter wäre, Leid und Not stets nach ihren Möglichkeiten zu lindern: Sie hat nicht vergessen, dass er zu ihrer Verteidigung geeilt ist. Daher weist der Rotschopf nur mit der freien Hand ein wenig zur Seite und schreitet langsam abseits. Sollte Abdo ihr folgen, spricht sie ihn mit gesenkter Stimme an: "Also, was kann ich für dich tun, Krieger?"

7
Rûngard-Saga / Im Methaus zu Hóp
« am: 12.06.2018, 16:54:41 »
*beschwört Gayas Fluch auf Freud herab* Grmpf... ja, den meinte ich :X ::)

8
Dalaran / Zum silbernen Drachen
« am: 12.06.2018, 16:51:29 »
Habe meine Beutestücke gedoppelt und auch dort eingetragen, damit wir's einheitlich haben.

9
Rûngard-Saga / Das Disenthing
« am: 12.06.2018, 14:16:51 »
Lîf beißt sich auf die Lippen, denn ihre Verteidigungsrede ist offenkundig nach hinten losgegangen... "Nein, natürlich nicht" stottert sie, um Worte verlegen. "Es ist nur, war nur... nur zwischen uns, ihm und mir, noch einmal zur Bekräftigung, und..." Ihr Murmeln verliert sich allmählich, als sie einsehen muss, dass es weitere Worte nur noch schlimmer machen würden. Sie kann nur hoffen, dass die Alte einfühlsam genug ist, zu erkennen, dass der Rotschopf Tristan nicht seine Position streitig machen will.

Umso mehr ist sie bei Esjas versöhnlichen Worten dann erleichtert und beruhigt. "Ich versprech's ganz fest!" gibt sie zurück, und was die Untreue angeht, so meint sie ihre Worte auch so ernst und ehrlich, wie man sie nur meinen kann. Niemals soll der lüsterne Satyr ihre Schritte vom rechten Pfad weg lenken, da sie doch in dem Skalden den Mann gefunden hat, von dem sie sich Kinder wünscht! Rückversichert durch diese ihre eigenen Worte wie auch durch Esjas Zuwendung, schließt sie die Augen und ist alsbald friedlich eingeschlummert.

~~~

Brüllendes Gelächter von den Männern erntet Tristan wohl mit seinen spitzen Antworten. Dieweil scheinen die Weiber die ganze Sache mit sehr viel mehr Ernst zu sehen – oder sie legen nicht solchen Wert wie die Mannsleute darauf, mit Scherzen ihr Interesse zu verschleiern. "Wozu sind wir denn Weibervolk," ruft eine der Jüngeren und setzt keck hinzu: "wenn nicht, damit wir neugierig sein dürfen? Da du nicht unser Gatte bist, wirst du uns mit deinem Gürtel jedenfalls nicht zum Schweigen bringen können." Gelächter der jüngeren Mädchen, gespielte Empörung der älteren Matronen. Alle gemeinsam aber setzen sie weiter nach, erst bei dem alten Ole, dann wieder bei dem vermeintlich genasführten Ehemann selbst.

Als der dann endgültig die Geduld verliert und lauter wird, verstummen Männer wie Weiber und starren ihn an, zumeist wohl erst einmal mehr erstaunt als erschrocken. Ole, der sich gemütlich hingehockt hat, schabt nachdenklich über sein Kinn und brummt vor sich hin. Die lange Rede Tristans zeigt schließlich insofern Wirkung, als die wenigen Verteidigerinnen und Freundinnen Lîfs darauf den Mut finden, auch ihre Stimmen zu erheben: "Ja, hört nur, was er sagt! Und wer soll's wohl wissen, wenn nicht der Skalde?! Eine Dienerin der Großen Mutter, die kann man doch nicht einfach übers Knie legen und prügeln wie ein trotziges Kind – wo bliebe denn da der Respekt vor der Göttin?" Das Argument wirft der Gegenseite einige Steine in den Weg, denn gegen göttliche Kräfte kann man schlecht beharren.

So lassen sich denn verschiedene murrend hören, denen es sichtlich lieber gewesen wäre, Tristan hätte seinem jungen Weib die Kehrseite ordentlich verbläut. Doch so recht weiß niemand, eine treffende Antwort zu finden. Schließlich sind die ehrwürdigen Ämter, welche das Paar einst bekleiden soll, über Kritik erhaben und gerade um der eingeforderten Traditionen willen zu würdigen. Da bleibt nicht viel Raum, um Tristan noch einmal herauszufordern – zumal sich gerade die Herren der Schöpfung, eben noch grinsend und amüsiert ihren Weibern moralische Rückendeckung gebend, plötzlich mit sehr würdevollen Mienen nickend austauschen: Ja, da hat der Bengel wohl recht gesprochen – welcher von ihnen hätte jemals der Großen Mutter den gebührenden Respekt nicht gezollt?

Alleingelassen auf weiter Flur, ergeben sich endlich auch die murrenden Weiber drein, dass der Rotschopf nicht wie alle andern jungen Mädchen sein soll. Vielleicht... vielleicht ist man ja an der einen oder andern Stelle ein winziges bisschen übers Ziel hinausgeschossen, hat auch niemals andeuten wollen, dass etwa die Weisen Frauen nicht ehrenwert wären, selbstlose Dienerinnen der Göttin und der Menschen, oh nein, keinesfalls..! So senkt sich nach und nach wieder Ruhe über die Versammelten herab. Nur Ole tippt Tristan noch einmal an und brummt: "Ich weiß nicht, mein Jung', aber, bei allen Winden der See, du hast Mumm! Bewahr dir dein Weibchen, wie's ist, vielleicht ist es so doch am besten. Ja: Vielleicht tätst du damit was in ihr zerschlagen, das nicht ein jede überhaupt hat. Das Zeug, mit ihr ohne die Rute zurechtzukommen, das trau' ich dir jedenfalls mehr zu als jedem andern." Mit einem Kopfschütteln, das wohl das Erstaunen über sein eigenes Geständnis zu dieser gänzlich neuen Art des ehelichen Zusammenlebens bekunden soll, und einem letzten "Donner und Wolkenbruch, der Jung' wär' wohl der Kerl dazu..!" geht auch er zu Bett.

10
Dalaran / Zum silbernen Drachen
« am: 12.06.2018, 12:40:04 »
Zu Diplomatie siehe PN-Antwort. Zur Beute: na ja, das wenige eben, das ich bis jetzt habe mitgehen lassen. Ich bin als Spieler nicht so sehr der typische heldenhafte Leichenfle... ähem, Jäger und Sammler :wink:

11
Dalaran / Zum silbernen Drachen
« am: 12.06.2018, 10:32:02 »
Aber aufgeschrieben hat sich niemand, was er mitgenommen hat, oder übersehe ich da was?

Ich habe einen "Beute"-Eintrag bei der Stunde der Krähen, in dem aber noch nicht viel steht, weil Lîf kaum etwas mitgenommen hat.

12
Dalaran / Der Weihort
« am: 12.06.2018, 10:30:22 »
Der aufkommende Streit, der so spürbar in der Luft liegt, lässt Lîf die Stirn runzeln. Alles können sie jetzt gebrauchen, nur nicht Zwist und Hader! Bei den Mannsleuten immerhin klärt sich die Angelegenheit recht schnell wieder, wofür sie Tristan dankbar zunickt. Zwischen Rogar und den beiden Weibern dagegen wird der Ton aggressiver, und die junge drudkvinde setzt schon dazu an, ihrerseits scharf zu tadeln – als ihr einfällt, wie gut die anderen mittlerweile ihr eigenes flammendes Temperament kennengelernt haben. Also besinnt sie sich auf ihr Erbe als Ulmentochter, schluckt den Jähzorn hinab und legt eine Hand auf Solveigs Unterarm. "Ich bitte euch" mahnt sie, hält kurz inne und wiederholt betont:

"Ich bitte euch, denkt doch daran, dass wir eine gefahrvolle und schwere Aufgabe vor uns haben. Wir können es uns nicht leisten, unseren beleidigten Gefühlen nachzugeben – so schwer das auch fällt!" Indem sie von einem zum andern blickt, fährt sie ruhig fort: "Ich bin sicher, niemand hier wollte den andern belehren oder zurechtweisen. Wir alle sind angespannt, die Lage ist bedrohlich, da ist ein unbedachtes Wort von jedermann zu verstehen und zu verzeihen." Dann lächelt sie allen[1] versöhnlich zu, ganz zur weisen Frau werdend, zu deren Aufgaben es zählt, Hader und Zwist zu besänftigen, die Wunden der Seele wie die des Leibes zu heilen. Der nahenden Schwester gibt sie ein überzeugt klingendes "Ja, Schwester, alles in Ordnung" zur Antwort.

Auf Hildgerds Frage wiederum sieht sie sich in der Runde um. "Mir fallen keine offenen Fragen ein, die wir hier im Moment noch klären könnten?"
 1. ...mit einer 13 in Diplomatie... (EDIT Gaja)

13
Dalaran / Das Glück des Tüchtigen
« am: 12.06.2018, 10:27:50 »
Diplomatie (die aufgeheizte - bzw. bei Solveig abgekühlte - Stimmung ein wenig besänftigen): 1d20d20+3 = (6) +3 Gesamt: 9

14
Rûngard-Saga / Das Disenthing
« am: 10.06.2018, 13:06:27 »
Ein wenig erstaunt über die ungewohnten Ansichten Tristans, lächelt Lîf. "Im Gegenteil, ich bitte dich nur, mit dem Opfer an die Göttin noch ein wenig zu warten." Sanft streicht sie ihm übers Haar, als er sich mit bewundernswerter Willenskraft dazu durchringt, ihrer Bitte nachzukommen. "Es wird, mit Ihrem Segen, sicherlich alles, was ihr uns erhoffen" flüstert sie ihm tröstend ins Ohr. Nicht dass es ihr selbst leicht fiele, gerade jetzt aufzuhören... da müssen wohl auch die feenhaften Erbeteile der beiden zu sprechen begonnen haben, dass sie glaubt, bei jeder Berührung auf nackter Haut springe ein Funken zwischen ihnen über.

Geduldig liegt sie neben ihm, streicht immer wieder liebevoll über seinen Kopf und seine Schulter, schweigend, bis er zu seiner Entscheidung gefunden hat. "Es würde nur unserm Ansehen schaden, vor allem deinem. Und das nur, weil wir so kurze Zeit nicht mehr hätten warten können" stimmt sie bei. Seine Worte scheinen sie zu erfreuen, mehr, als er nach ihrem bisherigen Verhalten wohl hätte ahnen können. "Ja," nickt sie tief, "unser Kind, das du in meinen Leib pflanzen sollst und das ich dir schenken will." Noch einmal neigt sie sich zu ihm hinüber, berührt seine Wange, sein Ohr mit den Lippen, und schnurrt leise: "Mit Leib und Seele dein, ja..! So wie du mein bist..."

Dann schließlich rafft er sich auf, und auch Lîf – die mit ihren Weiberkleidern da weitaus weniger Aufwand hat – richtet sich wieder her. Ihre wenigen ganz persönlichen Habseligkeiten sind größtenteils an den Kettchen ihrer Schürze befestigt, der Rest rasch in die große Tasche gesteckt. Einzig ihre schweren Zöpfe brauchen eine Weile, bis sie wieder unter dem bunten, völlig verrutschten Kopftuch verschwunden und die letzten Strohhalme aus ihrer feuerroten Mähne gezupft sind. "Es wird die längste Nacht meines Lebens" seufzt sie leise, aber lächelnd, und folgt ihm dann.

Und wie sie dann so vor der Tür stehen, schaut sie ihn zwar überrascht von der Seite an, macht aber auch keine Anstalten, ihn zu mahnen. Erst Esjas Stimme bringt sie zum Unvermeidlichen, und sie verabschiedet sich, ohne die Zeit zum Erwidern seines Kusses, mit einem sehr festen Händedruck, ja, starrt ihm noch eine Weile nach, ehe sie sich des prüfenden Blicks der Alten bewusst wird und errötend die Tür schließt. "Aber er hat es ja getan" protestiert sie schwach zur Verteidigung seines Ansehens. "Er allein wird die Hosen anhaben bei uns – so habe ich es ihm geloben müssen, er ließ es nicht anders zu."

Wie weit es mit ihrem eigenen Vertrauen in dieses unverbrüchliche Versprechen her ist, zeigt allerdings die Tatsache, dass sie auf Esjas mit gutmütigem Spott darauf folgenden Blick nur den Kopf senkt und verlegen zur Seite tritt. "Ich bete zur Göttin, dass es mir immer gelingt, ihm keine Schande zu machen" murmelt sie, ehe sie auf leise Sohlen zu ihrem Schlafplatz geht. Kurz sieht sie nach den bereits Schlummernden, zieht in mütterlicher Art hier eine verrutschte Decke hoch, lächelt dort dem kleinen Heuler zu. Ja, sogar die Mägde bedenkt sie ganz ohne nachzudenken mit einer Segensgeste, damit die Große Mutter über den Schlaf dieser armen Weiber wache.

~~~

Tristan begegnet in der Tat sehr neugierigen Blicken. Seine Gefährten machen ihrer Wissbegierde mit kleinen, rauen Scherzen Luft: "Na, hast du sie ordentlich durchgewalkt?""Wenn dir der Arm schmerzt, reib' ihn mit Robbenfett ein, das hilft, ich hab' Erfahrung!" Wohingegen die Weiber die jeweiligen Antworten liefern und den Skalden so zum Reden verführen wollen: "Na hoffentlich hat er das! Die hat's wirklich mal gebraucht!""Du, aus Erfahrung?! Ha, hör' dir meinen Alten an, Skalde: Tut so, als legt' er mich täglich übers Knie, der Angeber! Du aber hast's gewiss heut' getan, nicht wahr?" Nein, auch sein eindeutiges Streben in Richtung Lagerstatt macht den nur anstandshalber dürftig versteckten Fragen kein Ende: Sie wollen seine klare Geste nicht verstehen, gieren vielmehr danach, zu erfahren, wie er sein ungebärdiges junges Weib wohl zur Räson gebracht und wie sie sich gewehrt haben mag.

Interessanterweise sind es gerade die Weiber, welche sehr hartnäckig immer wieder sticheln und versuchen, ihm noch etwas mehr aus der Nase zu ziehen: Die einen, Lîf wohl eher wohl gesonnenen mit Sorge und Mitgefühl in den Augen, hat doch jede von ihnen schon einmal den Riemen oder die Rute von ihrem Mann zu schmecken bekommen und weiß darum, wie es tut. Die andern, in der Überzahl, offenbar eher mit der Befriedigung, dies vorlaute, ja, freche Weibchen vom Festland endlich einmal bezähmt zu sehen. Hat ihnen dieses rothaarige junge Ding doch schon so manches Mal Dinge gesagt, bei denen einer ehrwürdigen Matrone vor Empörung die Luft wegbleiben muss! Und dabei ist die kleine Wildkatze im Gegenzug nicht so einfach anzugreifen, steht sie doch unter Esjas Schutz – und wer wollte es sich mit der Weisen verderben?

15
Dalaran / Zum silbernen Drachen
« am: 09.06.2018, 13:09:37 »
Passt von meiner Seite aus.

Seiten: [1] 2 ... 35