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Nachrichten - Kylre

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1
Im Morgengrauen hatte Kylre diejenigen aus dem Schlafsack geworfen die es nicht gewöhnt waren mit der Sonne aufzustehen. Dann hatte er seine wenige Habe in einen großen Rucksack und die Satteltaschen vollgeräumt und sich um den Rest des Lagers gekümmert, während Kara sich um die Tiere gekümmert hatte. Es war besser so. Die Ungeduld des Seeräubers schien die Tiere oft anzustecken und damit war niemandem geholfen.

Als sie dann aufbrachen funkelten Kylres Augen im Morgenlicht - der Tag versprach einen würdigen Kampf! - während er seinen Mantel enger um sich schlug um der kalten Morgenluft möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Derart eingewickelt blickte der Mann von den fernen Inseln zielstrebig nach vorne und vergaß für diesen Moment die Sehnsucht nach der See, ehe er beim Anblick des mitreisenden Gnoms einen anderen Einfall hatte. Vielleicht würde ihm Gaston ja einen Fisch zubereiten um zu beweisen, dass er auch dies vermochte? Das wäre nicht zu verachten...

Als sie kurz darauf in einiger Entfernung vor dem Turm Aufstellung nahmen und sich aufteilten, wartete der Sturmpriester vorerst auf Berichte oder das Ausbrechen von Kampfhandlungen. Einen Riesen vor dem Mittagessen zu erlegen! Welch glorreicher Tag!

2
Mit Hilfe von Karas vertrautem Griff ein wenig die Fassung zurück erlangend, hatte sich der Seeräuber abgewandt und nur mehr mit halbem Ohr die Unterhaltung verfolgt. Statt dessen hatte er Hammer und Schild beiseite gelegt als bemerkte, dass auch die beiden Frauen dagegen waren den Dunkelhäutigen so weit zu vertrauen, dass sie ihn ganz aus den Augen ließen.

Sich gegenüber von Jofarel einen Platz am Feuer suchend, grunzte der Ruathym zustimmend als die Rede auf die verhexten Leuchttürme seiner Heimat kam. Irgendwie vermisste er die raue See mehr als er sich eingestehen mochte stellte er bei dem Gedanken an zuhause wehmütig fest.

Als Gaston, der ja gerade kochte, den Vorschlag brachte, dass der Elf als erster ausspähen gehen sollte, zog Kylre seine Stiefel aus und streckte seine haarigen - für einen Menschen - Zehen in Richtung des Feuers und wackelte mit ihnen ehe er schnaufte: "Eine gute Idee. Aber erst morgen. Für heute reicht es." Dann hob er den Blick und überprüfte dabei wie weit das Essen schon gediehen war.

3
"Die Schleicher sollen morgen beim ersten Tageslicht aufbrechen." zischte Kylre gereitzt auf Jorfarels Vorschlag hin und blickte - dieses mal tatsächlich - grimmig zu dem Drow und stach seine Blicke tief in den Dunkelelfen Assassinen.

Dieses vernarbte Spitzohr wollte doch tatsächlich zu seinen Freunden in den Turm gehen um sie des Nächtens vor der tapferen Gruppe um Kapitän Kylre Stormseeker zu warnen, auf dass das Gesindel einen gemeinen Hinterhalt legen konnte! NEIN! So nicht!

Als dem Ruathym diese Gedanken durch den Kopf schoßen und er fühlte wie sein Blut in Wallung geriet, schob sich seine rechte Pranke ohne sein Zutun zu seinem Streithammer und umfasste den Teil zwischen Kopf und Stiel so fest, dass seine Knöchel weiß hervor traten.

Nur weil Kara und er im Dunkel nicht zu sehen vermochten, mussten sie sich diesem hässlichen Vogel nicht noch mehr ausliefern!

4
Nachdem sie den Kadaver hinter sich gelassen hatten und noch eine Weile geritten waren, lauschte Kylre dem sich anbahnenden Gespräch von Kara und Gaston. Sieh da! Der kleine Mann konnte sprechen. Und nicht nur das. Er konnte angeblich auch kochen und würde ihnen sogar etwas zubereiten.

Zustimmend brummend - ein Eintopf mit Speck und Kräutern klang wirklich annehmbar - hing Kylre seinen eigenen Gedanken nach und sah weiterhin grimmig - oder eben normal würde man in Ruathym sagen - drein.

5
Lautstark gähnend erwachte Kylre und streckte die Arme weit von sich und schmatzte schlaftrunken, ehe er sich die Augen rieb und in das morgendliche Zwielicht hinaus blinzelte. "Ein selten dummes Vieh." kommentierte er in Richtung Kara die das Ende ihrer Wache nutzte um bald aufbruchsbereit zu sein.

Sich erhebend, begann es der Ruathym seiner Kameradin gleich zu tun und alsbald war er fertig. "Wollen wir uns das erneut ansehen, oder den Riesen jagen gehen?" fragte während er auf einer Scheibe Brot kaute die ihm als Frühstück diente. Der Greif schien eine Hand dafür zu haben in Schwierigkeiten zu geraten. Und sie wollten ja größere Beute erlegen ...

6
Erfüllt von der Macht seines Gottes verharrte der Priester Valkurs an Ort und Stelle und atmete schwer. Kara, die ihn seine Richtung sah, bemerkte augenblicklich das blau-knisternde Leuchten das in seinen Augen ... widerspiegelte? ... und den Seeräuberkapitän unter Spannung hielt. Mit geblähten Nüstern blickte sich Kylre um - offensichtlich auf der Suche nach einem Ziel, in welche er die angestaute Energie entladen konnte. Jofarel, der im Schatten verharrte, wurde den Gedanken nicht los, dass es gerade unklug wäre ein sichtbares Ziel abzugeben.

Nur langsam floss die Anspannung aus der Haltung des Ruathym, der nach einigen Momenten des sich Sammelns, auf Fionas Frage erwiderte: "Nein, auskennen tue ich mich nicht mit so was." Eigentlich wollte er dem Vieh nichts zu leide tun. Zu stolz und majestätisch erschien es ihm. Und dennoch... Das Knistern das in den Spitzen seiner Finger lauerte wollte nicht gebändigt sondern entladen werden! Seine Augen zu schmalen Schlitzen verengend, gab der Sturmpriester aber weder Blitz noch magischer Waffe den Befehl zum Angriff und wartete Weiteres ab. Vielleicht hatte Kara etwas Vernünftiges beizutragen.

Inzwischen stellte er enttäuscht fest, dass der Basilisk hatte auch keinen würdigen Gegner abgegeben hatte. Ebenso wenig wie die Hobgoblins. Ihn, Kylre, brannte es danach endlich auf einen Riesen zu treffen und seine Kräfte mit ihm zu messen. Mochte dieser Tag bald eintreffen!

7
Im Triumph seiner geglückten Anrufung, rieß der Ruathym seine Hand jubelnd senkrecht nach oben. Und erkannte im Schein des geworfenen Steines, dass Kara wieder einmal ihren untrügerisch Instinkt bewiesen hatte indem sie sich auf den gefährlicheren Gegner gestürtzt und ihrer Axt bereits kräftig Blut darbracht hatte. Zu Fiona und dem Dunkelelfen rief der Seeräuber über das Tosen des Gewitters: "Attackiert den Basilisken!"

Dann schloß er die Finger und rieß seinen Ellebogen in einer brutalen Geste nach unten. Eine Geste die ihr Spiegelbild in den Wolken über dem Schlachtfeld wieder fand indem ein Blitz von oben herab sauste und hinter dem gepanzerten Echsenwesen einschlug und es erneut in elektrische Zerstörung tauchte.[1]

Seine zweite Hand formte pfeilgeschwind eine Waffe in der Luft und ließ so hinter dem Wesen einen gezackten Blitz in der Luft erscheinen der augenblicklich mitmischte und einen raschen Angriff vollführte.[2]
 1. Wenn möglich vorerst so positioniert, dass nur der Basilisk drinnen ist. Kara auf keinen Fall und der Greif nur wenn es nicht anders möglich ist. Schaden 13 HP, Dex Save DC: 15 halbiert ihn
 2. AC: 10, DMG: 9

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Des Wartens und des Nicht-sehens müde, hob der Kapitän der Wavedancer einen Stein vom Boden dessen Umrisse er in der Dunkelheit nur dank seiner hellen Färbung ausmachen konnte. Ihn für einen Moment abwägend in der Rechten haltend, schnaubte der Seeräuber verächtlich über seine eigene Vorsicht und beschloss einen waghalsigeren Weg einzuschlagen.

Darauf wartend, ob Fiona und der Dunkelelf Karas nun endlich Plan in die Tat umsetzten, warnte der Ruathym Kara wortlos, dass sie wegblicken sollte. Erst nachdem diese Dinge erledigt waren schritt er zur Tat. Mit einer großen Bewegungen und tiefer Stimme beschwor der Priester die Macht seines Gottes. "Valkur! Erhöre mein rufen!" vollendete er die Beschwörung[1] während sich im Dunkel der Nacht Sturmwolken bildeten und ein gleisend heller Blitz vom Himmel in das Kampfgeschehen einschlug.[2]

Was gab es dort zu sehen?!
 1. Call Lightning
 2. Bitte von beiden einen Dex- Save Dc: 15 um 18 Lightning-Damge bei Erfolg zu halbieren.

9
Sich von seinem Lager erhebend, schloß der Seeräuber die Schnallen seiner Rüstung und griff sich Schild und Hammer. Bei Valkur! Was war das?

Im Schein von Glut und Sternen war Kylres Körper angespannt und kampfbereit. "Lasst uns nachsehen was da vor sich geht!" flüsterte er voll freudiger Erwartung. Dann machte er sich geduckt auf um genau das zu tun.

10
Erneut als Schlusslicht der Gruppe reitend, so sah keiner wie schlecht er im Sattel saß, blieb Kylre wachsam und behielt auch den Drow nicht zu wenig im Auge. Als Kara, wie gewohnt, einen hervorragenden Platz für die Nacht fand, versorgte der Kapitän sein Pferd und kratzte sich am bärtigen Kinn. Er traute dem Dunkelelfen nicht und es war nur allzu wahrscheinlich, dass in der aufsteigenden Dunkelheit seine Kumpanen aus dem Erdboden wachsen würden und sie alle ins Unterreich verschleppten um dort zu versklaven. Wütend über diese Vorstellung schnaubte der Ruathym und warf Jofarel einen vernichtenden Blick zu. Wer oder was auch immer Incita war, Kapitän Kylre Stormseeker würde die Augen offen halten und die Feinde in die Flucht schlagen ehe sie alle entführt werden konnten. Sollten sie nur kommen! Er war mehr als nur bereit.

Beruhigt darüber, dass er sich seiner Motive und Sache so sicher war, band sich der Kleriker kampfeshungrig die Haare aus dem Gesicht und stellte den Hammer griffbereit neben sich, ehe er verkündete: "Fiona und ich übernehmen die erste Wache. Dann wecken wir Kara und Gaston für die Zweite." Dabei warf er seiner langjährigen Jagdkameradin einen entschlossenen Blick zu. Sie wusste was auf dem Spielstand. Und er war froh und stolz zu gleichen Teilen, dass sie einander den Rücken frei hielten.

11
"Jofarel dann." nickte Kylre endgültig seine Zustimmung und verbiss sich den Drow noch weiter mit Blicken zu töten. Auch wenn ihm die Sache nicht schmeckte, so war er doch neugierig was der Schwarzhäutige alles mit dem Riesen anstellen würde. Die Zauber- und Täuschungskräfte der Drow waren legendär. Vielleicht würde es interessant werden... Mit dieser Neugierde versuchte der Ruathym seine Ablehnung gegenüber dem Elfen im Zaum zu halten.

Sich kraftvoll in den Sattel ziehend, tänzelte das Tier unter dem Gewicht des gerüsteten Mannes kurz zur Seite ehe die beiden ihre Plätze gefunden hatten an denen sie einander möglichst wenig behinderten. Ein guter Reiter würde der Seemann so schnell nicht werden, das war offensichtlich.

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Wie ein alter Sack hing der Drow vor ihnen und täuschte gequälte Müdigkeit und Unterwürfigkeit vor, anstatt gerade da zu stehen und ehrlich zu antworten, wie es einem jedem Aufrechten anstand. Widerwärtig! Die kaum verhohlenen, hochnäsigen Antworten, die immer andeuteten wie erhaben der Dunkelelf den Menschen gegenüber war. All das schmeckte Kylre gar nicht - nein! Es machte ihn wütend!

Täuschung und Trug waren das Herzblut der Drow, dass wusste in Ruathym ein jedes Kind. Doch dem Sturmpriester gelang es nich eine direkte Lüge zu entdecken - so sehr er es versuchte. Und auch wenn Kara ihr Misstrauen nicht verbarg, so waren die beiden Frauen scheinbar einverstanden, dass der Fremde mit ihnen zog. Zum Haare ausreißen!

Sein Schild vor den braunen Stiefel mit einer vehementen Geste vor sich abstellend, hob der Valkurit sein Kinn und verkündete mit mühsam gezähmten Zorn: "Geist werde ich dich nicht nennen. Wie sollen wir dich rufen Drow?"

Und auch wenn Karas Worte und klarer Haltung keiner Ergänzung bedurften, stand in den Augen des Seeräubers ebenso unmissverständlich zu lesen, dass er nichts für den neuen Wegbegleiter über hatte und ein Verrat schnell und erbarmungslos gerächt werden würde.

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Auch Kylres Gesicht zeigte deutliche Ablehnung als Fiona tatsächlich erwog den Drow mitzunehmen. Und jene ungaren Erklärungsversuche für seine Motivation, die mehr Gestammel als vernünftige Argumente waren, beeindruckten den Seefahrer wenig. So lauschte der Ruathym mit großem Misstrauen was der Entstellte zu Karas treffenden Fragen zu sagen hatte und versuchte ihn bei einer Lüge zu ertappen, oder zumindest zu erkennen ob wenigstens ein Funken Wahrheit in dieser Geschichte steckte.

Die Augenbrauen düster zusammen gezogen, fixierte der Sturmpriester den Dunkelelfen und fragte direkt: "Du bist also nicht mit dem Riesen und den Goblinoiden im Bunde? Wirst uns nicht in eine Falle führen? Verwendest ihre" und dabei zeigte er auf Fiona "Leichtgläubigkeit um uns für irgendetwas einzuspannen und zu benutzen?"[1]
 1. Insight DC 15

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Als der hässliche Dunkelelf aufgetaucht war, verfinsterte sich Kylres ungeduldige  Miene schlagartig und seine Finger hoben sich um ebenso einen Zauber zu sprechen. Doch als er erkannte, dass es nur harmloses Licht war, nutzte der Sturmpriester die Zeit lieber und sah sich nach weiteren des unterirdisch lebenden Packs um. Vergeblich - wie er erleichtert feststellte. Die Zauberin Liriel Baenre und die Banshee von Ruathym hatten seinem Volk schon vor langer Zeit gelehrt die Drow und ihre Zauberkraft nicht zu unterschätzen.

Bei den Untertreibungen die der Dunkelhäutige ihnen so gehässig ins Gesicht warf, schnaubte Kylre aufgebracht. "Keinen gut Ruf" - als Synonym für "für seit Menschengedenken für Verrat, Mord und Menschenraub berüchtigt"! "Nicht ganz unverdient" - da musste er bitter lachen. Angewidert spuckte der Kapitän in Richtung des verunstalteten Fremden aus und stellte sich neben Kara.

Ohne seine Augen von dem stinkenden Drow zu nehmen, stellte Kylre zähneknirschend fest: "Das ändert alles nichts.

Wir hätten gleich der Spur folgen sollen, so wie es Kara zu recht gesagt hatte. Lasst uns keine weitere Zeit verschwenden und endlich den Riesen finden."


Das sich dieser schwarze Teufel um das Kind gekümmert hatte, war zwar außergewöhnlich, aber er würde zweifelsohne irgendwelche niedrigen Motive dafür haben, da war sich der Ruathym sicher. Sicherlich wollte er das Kind an seine skurpellose Sippe verkaufen, oder sonst etwas Böses mit ihm anstellen.

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Zufrieden damit, dass sich jemand um das Kind kümmerte, stellte es Kylre zu Boden und trat einen Schritt zurück. Also keine Riesen. Kara hatte recht behalten. Sie hätten einfach der Spur folgen sollen, anstatt hier kleine Kinder aufzuscheuchen.

"Werdet ihr sie mitnehmen Durik?" fragte der Kapitän der Wavedancer den Zwerg. Nicht das es ihn viel scherte, doch manche Fragen gehörten geklärt.

Zu Fiona gewandt bellte der Ruathym: "Genug gesehen? Lasst uns den Riesen suchen gehen."

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