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Nachrichten - Changeling

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Gatsburg Blues / OOC
« am: 11.11.2020, 14:09:19 »
Die aktuelle Situation hat denke ich für viele das Spiel in den Hintergrund treten lassen. Von meiner Seite aus können wir jedenfalls gern fortsetzen, solange ihr Lust habt. Es ist noch keine Chronik von mir beendet worden, weil mir die Ideen für die Handlung ausgegangen wären :D

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Gatsburg Blues / Kapitel III: Das Lied der Zeiten
« am: 11.11.2020, 14:05:26 »

Die Gefährten beobachten schweigend das Ritual des Indianermädchens. Dabei sind Sonnenauge und Vier-Bären überaus ernst – sofern man das bei dem unbewegten Gesicht des Felsmanns überhaupt beurteilen kann. Noch hat ihn niemand lachen sehen, und selbst die Andeutung eines Lächelns ist bei ihm eine Seltenheit. Nicht ganz so ernst scheinen die beiden jungen Satyrn die Angelegenheit zu nehmen, jedenfalls zunächst. Von ihnen sieht man ein eher belustigt-interessiertes Grinsen. Sie tuscheln leise miteinander, und Ricky scheint sogar etwas zu sagen, das Laura Ann amüsiert, dem unterdrückten Kichern des Mädchens nach zu urteilen. Ein strenger Blick Eddys lässt die beiden aber stiller werden, und als Ayleen endlich verkündet, was ihr die Geister gezeigt haben, werden ihre eben noch so ausgelassen wirkenden Gesichter lang und länger. "Verdammt, das klingt aber gar nicht gut..." murmelt Ricky kleinlaut. Laura Ann nagt an ihrer Unterlippe, und auch der junge Flussmann und der riesige Troll schweigen betroffen. Niemand mehr findet ihre Vorstellung belustigend, wie es aussieht. Erst Vier-Bärens knarrende Stimme durchbricht die Stille: "Wenn die Geister wollen, dass wir helfen, werden sie uns leiten" erklärt er lakonisch. Ein "Wenn nicht..." schwebt jedoch unausgesprochen in der Luft.

Die etwas gedrückte Stimmung hält daher auch auf dem weiteren Marsch an. Jedem von ihnen scheint es unangemessen, jetzt noch scherzend umherzutollen – wozu aber nicht nur Ayleens Prophezeiung beiträgt. Auch die Gegend lässt es wenig geraten erscheinen, sich wie auf einem Spaziergang zu verhalten. Am Rand des Frostsumpfs angelangt schauen sie sich unwillkürlich alle um. Man fühlt sich definitiv beobachtet. Und als sie sich trennen – nicht allzu weit, selbst die beiden Satyrn – dauert es auch gar nicht lange, bis ausgerechnet Eddy, der bislang nicht durch sonderlich scharfe Sinne glänzte, leise ruft: "He, ich glaube, wir sind nicht allein! Da ist irgendwas... und ich glaube auch, diese verdammten Pfützen sind tiefer als sie aussehen." Als sie alle zusammenlaufen, weist er auf eine der Senken, an deren Rand er steht. Und tatsächlich, sie können in dem leicht trüben Wasser Bewegung erkennen: Etwas bewegt sich dicht unter der Oberfläche durch die eisige Brühe, von der sie dachten, sie könne kaum mehr als knietief sein. "Ich bin mir nicht sicher, aber ich könnte schwören, ich hätte dasselbe Ding eben noch in dem Loch nebenan platschen hören... " flüstert Eddy. Sonnenauge, der seinen Speer fest gepackt hat und das Wasserloch nicht aus den Augen lässt, wispert zurück: "Aber das hieße, dass diese Löcher miteinander verbunden sind – irgendwo unter unseren Füßen... "

Ihre Blicke huschen beunruhigt über den Boden, und Vier-Bären erklärt tonlos: "Der Eisdrache – sein Leib ist unter dem Sumpf begraben. Von hier an gehen wir nicht mehr auf festem Boden, auch wenn es so scheint." Eddy hat hastig in dem großen Buch geblättert, das er schon so lange mit sich herumschleppt, und im allmählich schwindenden Licht liest er, mit dem Finger Zeilen folgend: "Er hat recht! Es heißt hier, wenn die Kälte aus der Tiefe nicht wäre, die alles gefrieren lässt, wäre all dies hier ein einziger riesiger Morast, der alles verschlingt!" Er hat das letzte Wort noch nicht gesprochen, da hören sie alle ein leises Plätschern, das kurz anschwillt und dann mit einem plötzlichen lauten Klatschen verstummt. "Das kam ganz aus der Nähe" meinte Sonnenauge und weist ohne zu zögern mit dem Fischspeer in Richtung Zentrum des Sumpfes. Und sie ahnen alle, dass Flussleute sich mit Gewässern jeder Art bestens auskennen müssen...

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Gatsburg Blues / OOC
« am: 23.10.2020, 16:20:00 »
Bis einschließlich Dienstag könnte es sein, dass ich nicht auf PN und Posts antworte - je nachdem, wie ich dazu Gelegenheit habe, denn ich bin in dieser Zeit unterwegs.

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Gatsburg Blues / Würfelthread
« am: 09.10.2020, 08:59:53 »
Sorry, hatte ich ganz übersehen :o

Die einzige Möglichkeit zur Verbesserung: Einen Punkt Willpower ausgeben --> ein automatischer Zusatzerfolg. Das wird normalerweise vor dem Wurf angesagt, aber da du die Regel ja gar nicht kanntest, kein Problem... :wink: Gib einfach bescheid, ob du das tun möchtest. Sobald du bei 0 aktueller Willpower ankommst, ist der Charakter nervlich am Ende, kann sich nicht mehr konzentrieren und ist kaum mehr zu etwas zu gebrauchen, so in der Art.

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Gatsburg Blues / OOC
« am: 19.07.2020, 17:00:09 »
Du hast PN - da es sich um regeltechnische Fragen dreht, ging sie in CC auch gleich an Laura Ann.

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Gatsburg Blues / OOC
« am: 14.07.2020, 16:17:46 »
Eher im Gegenteil :cool: Mit Soothsay erfährst du Dinge über das Schicksal, d. h. die Zukunft des Ziels, nicht Gegenwart oder Vergangenheit. Das hängt natürlich ein wenig von meiner Interpretation ab, aber das Wording für diesen Cantrip ist "a momentary flash of insight about an object's ultimate fate."

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Gatsburg Blues / OOC
« am: 10.07.2020, 19:18:27 »
Ja, absolut. Die Eindeutigkeit und Nützlichkeit der Information ist natürlich sehr beschränkt, aber anwenden darfst du den Cantrip auf quasi alles, was du mit deinen Realms abdecken kannst. Fae 2 reicht für Tiffany. Scene 1 dagegen wäre ein wenig dünn für den ganzen Sumpf oder auch nur einen größeren Bereich - aber z. B. die nähere Umgebung des Tümpels, an dem ihr gerade steht, wäre damit abgedeckt.

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Gatsburg Blues / Kapitel III: Das Lied der Zeiten
« am: 04.07.2020, 20:00:23 »
Tatsächlich beginnt Ayleen bald zu merken, dass die anderen aus den verschiedensten Gründen besser zu Fuß sind als sie – mit Sonnenauges Ausnahme. Die Gefährten haben in der Siedlung der Flussleute mit eigenen Augen gesehen, wie geschmeidig und flink sich selbst schon die Kinder dieses Volkes im Wasser bewegen. Hier auf dem Trockenen aber scheint es ihn auch große Anstrengung zu kosten, mit den langen Schritten des Trolls, den Ziegenbeinen der Satyrn und dem anscheinend unermüdlichen Felsmann Schritt zu halten. Der marschiert immer voran, mit unbewegtem Gesicht, als ginge ihn die ganze Sache gar nichts an, obwohl er sie doch in die eisigen Sümpfe führen soll, von denen sie so viel beunruhigendes gehört haben. Als ihn Laura Ann anspricht, bleibt er abrupt stehen, dreht sich zu den anderen um und mustert Ayleen wie auch den leise keuchenden Flussmann. Vier-Bären tauscht einen Blick mit Eddy aus. Der Troll wirkt wenig begeistert, doch auch Ricky errät offenkundig aus den Blicken, worum es geht, und meint: "Lasst uns eine kurze Rast einlegen. Es hat ja keinen Sinn, wenn wir abgekämpft ankommen, oder?" Eddy grollt leise, aber bei dem sonnigen Lächeln auf den jungen Zügen des Satyrs fällt es schwer, ihm böse zu sein.

So machen sie Rast, essen eine Kleinigkeit von den mitgebrachten Vorräten, die zum Teil kräftige Zähne zum Kauen erfordern, aber erstaunlich satt machen, und schöpfen neue Kräfte für den Weitermarsch. Der führt sie immer weiter in die Tiefe, bis sie endlich wieder ebene Erde erreichen, wo sie merklich leichter und schneller vorankommen. Ricky streift gelegentlich einige hundert Meter zu den Seiten oder nach vorn, um zu Gegend zu erkunden – jedenfalls behauptet er das. Tatsächlich scheint er es aber auch zu genießen, sich in weiten Sätzen voranzuschnellen und die Vorzüge seiner Gestalt zu genießen. Immerhin ist die kleine Reisegruppe auf diese Weise recht sicher, nicht unvorbereitet auf unangenehme Überraschungen zu stoßen, und in der Tat kommen sie recht gut voran, ohne unliebsame Zusammenstöße mit wilden Tieren oder feindlich gesinnten Wanderern zu haben. Sie wandern den gesamten Tag, verbringen eine ereignislose Nacht, in der es recht kühl wird, und brechen früh am nächsten Morgen erneut auf. Am Vormittag will es scheinen, als ginge dieser Marsch noch ewig so weiter, von einem Wäldchen zum nächsten, vorbei an Tümpeln und Bächen, welche die Gegend in großer Zahl durchziehen, der einen oder anderen dichten Wiese... alles wiederholt sich in verschiedenen Variationen.

Doch eine Weile nach ihrer zweiten Mittagsrast beginnt das Gelände sich spürbar zu verändern. Der Pflanzenbewuchs wird nicht geringer, aber anders in seiner Zusammensetzung. Dürre Grashalme und Bäume mit dicker, knorriger Rinde werden von Gewächsen mit großen, weichen und sehr saftigen Blättern, von Moosen und flachen, weitläufigen Gebüschen abgelöst, und ganz unmerklich scheint es in der Tat kalt und kälter zu werden. Als die Sonne den größten Teil ihres heutigen Weges über den Himmel zurückgelegt hat und der Einbruch der Dunkelheit noch zwei, allerhöchstens drei Stunden entfernt sein kann, stoßen sie auf die ersten Ausläufer des Frostsumpfs: Vier-Bären macht sie auf eine Senke aufmerksam, eine Kuhle im Boden, die wohl zehn Meter durchmessen mag. An ihrem Grund hat sich Wasser gesammelt – auf den ersten Blick ein Tümpel wie die unzähligen zuvor. Doch in diesem Wasser schwimmen trotz der Tagestemperaturen kleine Eisstücke, und als sie sich dem Wasser nähern, spüren sie die Kühle der Luft, die seltsamerweise regelrecht aufzusteigen scheint, wie es sonst Hitze zu tun pflegt. "Ab hier" erklärt Vier-Bären ernst "müssen wir gut aufpassen. Viele Wesen in diesem Bereich sind noch normal, doch je weiter wir gehen, desto mehr werden die mit den kalten Herzen."

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Gatsburg Blues / OOC
« am: 26.05.2020, 14:40:30 »
So, ich habe euch mal auf die Reise zum Sumpf geschoben,  damit wir ein wenig in der Handlung vorankommen :)

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Gatsburg Blues / Kapitel III: Das Lied der Zeiten
« am: 26.05.2020, 14:39:33 »
Das Frühstück, hauptsächlich aus Trockenfleisch, ebenfalls getrockneten Beeren und einer Art Suppe mit nicht näher zu identifizierenden Wurzeln und Kräutern besteht, nimmt nicht allzu viel Zeit in Anspruch. Abgesehen von Eddy mit seinem Appetit, der seinen Körpermaßen entspricht, fällt hier niemand besonders auf. Die Sonne beginnt dennoch allmählich höher zu wandern und die hier oben sehr frische Luft ein wenig zu wärmen, bis sie die einfache Mahlzeit beendet, sich gewaschen und ihr Gepäck noch einmal nachgesehen haben. Ricky hat auf Ayleens Frage mit einem fröhlichen Grinsen genickt, Sonnenauge gemessener, während Eddy grinste: "Alles roger!" Hier scheint der Eddy aus dem Internat durch, den es sichtlich amüsiert, wie die beiden Felsleute ihn bei diesen Worten aus einer anderen Welt stirnrunzelnd anschauen. Die zwei Männer sehen ihnen ansonsten bei allem unbewegt zu, und erst als sie sich zum Aufbruch anschicken, steht Vier-Bären auf, um aus einer der nahen Hütten ein kleines Bündel, einen stabil wirkenden Speer und ein daran gebundenes Beil mit steinerner Klinge zu holen – offenbar sein gesamtes Gepäck.

Er selbst hat auf das Angebot, seine Fragen zu beantworten, nur kurz gebrummt: "Ihr wollt dorthin, wo der Winter niemals schläft, und Vier-Bären kennt den Weg." Mit dieser Feststellung hat sich das Gespräch wohl für ihn erledigt, denn als Ayleen ihn ihrerseits befragt, tauschen die beiden Felsmänner einen weiteren wohl leicht konsternierten Blick aus. Ricky beugt sich zu Laura Ann und flüstert: "Die kriegen die Zähne aber auch kaum auseinander, was?" Allzu tief scheint ihn das aber nicht zu berühren, denn der junge Satyr zwinkert ihr dabei zu. Über Vier-Bärens verwitterte Züge gleitet dagegen etwas, das man mit etwas Fantasie als nachsichtiges Lächeln interpretieren könnte, als habe sich Ayleen gerade außergewöhnlich geschwätzig gezeigt. Dennoch bequemt er sich zu einer neuerlichen Antwort: "Zweimal ging Vier-Bären in den Sumpf aus Kälte. Als Jüngling verfolgte er ein Wild und geriet hinein, ohne es zu wollen. Später holte er dies, um die Bären des Gebirges zu jagen." Damit weist er auf die Spitze seines Speers, die weder aus Metall, noch aus Stein oder einem anderen Material besteht, das die Gefährten so ohne weiteres identifizieren könnten.

Es ist Eddy, dem es nach einigen Momente des Schweigens entfährt: "Ein Reißzahn – verdammich, das ist ein
Zahn..!" Der Troll klingt beeindruckt, und wenn man die Größe des milchig weißen, fast unterarmlangen Dings bedenkt, ist das auch wenig verwunderlich. "Hast du das Tier selbst erlegt?" fragt Sonnenauge aus dem Hintergrund mit kugelrunden Augen. Doch zu ihrer Enttäuschung – oder Erleichterung? - schüttelt Vier-Bären den Kopf. "Niemand sah jemals Den, Der unter dem Sumpf ruht. Auch Vier-Bären nicht. Er betete, und so führte ihn eine Vision, damit er finden konnte, was er brauchte." Über diese Erklärungen haben sie alle ihre Bündel zusammengestellt und können sich nun auf den Weg machen. Die Felsleute verabschieden sie so einfach, wie es ihre Art ist: Ein Nicken hier, eine zum Abschiedsgruß erhobene Hand dort. Eine Frau steckt ihnen noch eine süße Nascherei aus Honig zu, ein alter Mann beschwört mit einer durchdringend klingenden Rassel Geister zu ihrem Schutz auf dem Weg – doch niemand hält lange Reden. Selbst die Kinder, die zwischen den Hütten auftauchen, sehen ihnen stumm nach, ohne lachend zwischen ihnen umherzutollen, wie das bei den Flussleuten der Fall war.

Dennoch haben sie den Eindruck, dass ihnen viele gute Wünsche folgen, wie sie sich so langsam an den Abstieg aus den Höhen des Felsreichs zurück in die umliegende Ebene machen: Ein Troll, zwei Satyrn, ein junger Flussmann, eine indianische Elfe und ein schweigsamer Felsmann.

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Gatsburg Blues / Kapitel III: Das Lied der Zeiten
« am: 16.04.2020, 14:02:34 »
Das Angebot Ayleens bedenkt der Friedensbringer mit einem leichten Lächeln. "Ich sehe deinen Willen und danke" meint er ruhig. "Doch wenn ihr euer Ziel erreicht, dann verhindert ihr großes Unheil, das sagen mir meine Träume. Geht, findet eure junge Freundin und folgt gemeinsam dem Pfad, der für euch ausersehen ist, dann habt ihr mehr für mich und uns alle getan, als ich verlangen kann." Seine Worte klingen noch in ihrem Kopf nach, als sie sich zur Ruhe legt, und sie scheinen sie auch in ihren Schlaf zu begleiten wie die Hand eines Freundes auf der Schulter. Laura Ann dagegen und Ricky schlafen womöglich etwas unruhiger, denn tatsächlich müssen sie feststellen, dass für die Gefäße der Felsleute wohl so einige Ziegen ihr Leben lassen müssen – Ricky wechselt einen Blick mit dem Mädchen, bei dem sein schiefes Grinsen eher bemüht  wirkt. Sicher, es ist lächerlich, ihren Gastgebern böse Absichten zu unterstellen, aber irgendwie... haben auch die beiden Satyrn Gedanken, die sie in dieser Nacht noch lange durch ihren Schlummer begleiten und ihren Übermut, jedenfalls für eine Weile, etwas dämpfen. Auch Eddy wälzt sich unruhig auf seinem Lager hin und her. Einzig Sonnenauge scheint völlig ruhig und traumlos zu schlafen, zumindest rührt sich der Flussmann bis zum Morgen nicht mehr unter den Felldecken, die man ihnen gegeben hat. Die Sonne steht noch nicht hoch am Himmel, als sie von den Geräuschen des erwachenden Dorfes wieder aufgeweckt werden. Die Felsleute gehen bereits ihren Verrichtungen nach.

Auch Sonnenauge springt übergangslos erwachend auf, während der Troll seine mächtigen Glieder mit einem Gähnen streckt, das ihm den Kiefer auszurenken scheint. Als sie sich zu einem raschen Frühstück versammeln, können sie sehen, dass ihre Ausrüstung bereits von kundigen Händen zu kompakten Bündeln verschnürt wurde. Sogar Wasserbeutel, wie sie Laura Ann im Sinn hatte, sind darunter. Man stört sie nicht, doch nicken ihnen einige Dorfbewohner freundlich zu, während sie essen. Vom Friedensbringer fehlt jede Spur, wohingegen sich eine Weile nachdem sie erwacht sind der Anführer der Felsleute zu ihnen gesellt. In seiner Begleitung ist ein Felsmann von schwer bestimmbarem Alter mit verwittert wirkenden Zügen
[1]. "Dies ist Vier-Bären" erklärt der Mann ganz einfach. "Er begleitet euch. Vier-Bären war schon am Frostsumpf." Womit sich der Genannte recht unzeremoniell bei ihnen niederlässt und eine Pfeife entzündet, die aus einem plump wirkenden Tonkopf und einem kurzen hölzernen Mundstück besteht. Bedächtig zieht er an der Pfeife und stößt dann den Rauch in dünnen Kringeln aus, die in der frischen Brise hier oben schnell zerfasern. Bis auf ein kurzes "Mh", mit dem er sein grüßendes Nicken begleitet hat, hat er noch keinen Ton geäußert. Doch beide Männer geben sich ganz so, als sei seine Anwesenheit selbstverständlich und die Teilnahme an der Reise der Gefährten beschlossene Sache.
 1. Vier-Bärens Beschreibung findet sich hier.

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Gatsburg Blues / OOC
« am: 12.04.2020, 11:02:39 »
Ein frohes Ostern euch beiden!

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Gatsburg Blues / OOC
« am: 08.03.2020, 14:01:41 »
Danke sehr, es ist wieder so ziemlich in Ordnung. Ich habe die NPC-Liste ergänzt. Ihr findet dort jetzt auch den Friedensbringer, und wie unschwer zu sehen, tritt auch gleich einer der Felsleute namentlich in Erscheinung, den ich dann in meinem nächsten Post einführe. So ihr nichts mehr vorhabt, schiebe ich euch nämlich zum nächsten Morgen.

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Gatsburg Blues / OOC
« am: 22.02.2020, 15:04:50 »
Dank der Übungen kann Laura Ann Melee um 1 Punkt steigern, Ayleen Dodge.

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Gatsburg Blues / Kapitel III: Das Lied der Zeiten
« am: 22.02.2020, 15:02:50 »
So machen sich die Gefährten daran, sich zu üben und auf die kommenden Fährnisse vorzubereiten, so gut es ihnen möglich ist. Eine große Hilfe sind ihnen Eddy und der Flussmann. Während Sonnenauge Laura Ann und Ricky zunächst einmal darin unterweist, wie man einen Speer führt, um sich durch Reichweite und Beweglichkeit Gegner vom Hals zu halten, gesellt sich der Troll erst zu ihnen, nachdem er einige Zeit in seinem großen Buch nachgeschlagen hat. Einer der Felsleute hat ihm, wohl auf Bitte des Friedensbringers, einen kunstvoll gearbeiteten Schild mit der Zeichnung eines widderähnlichen Tiers gebracht, den der blauhäutige Hüne leicht mit einer Hand führen kann. Dennoch bemerken Sonnenauge und die beiden Satyrn bald, dass das mehrlagige Leder des Schilds hart wie Stein und mit den Spitzen der Speere kaum zu durchdringen ist.

Auch lernen sie, dass es gar nicht so einfach ist, sich zu behaupten, wenn der baumlange Eddy mit tiefem Gebrüll auf sie zustürmt und der schwere Kopf seines Streitkolbens durch die Luft pfeift - dank seiner langen Arme besitzt auch er eine beachtliche Reichweite. Und so sind sie froh, dass man sich darauf geeinigt hat, ihn im Falle des Falles die erste Reihe bilden zu lassen. Ayleen findet bei ihren Zielübungen mit dem Bogen weniger Unterstützung, denn diese Waffe scheint bei den etwas schwerfällig wirkenden Felsleute nicht sehr üblich - zumal sie hier auch noch keinen einzigen Baum entdeckt hat, dessen Holz sich zum Bogenbau eignen würde. Dafür jedoch hat der Friedensbringer ihr einige recht gut klingende Tipps gegeben, wie man anhand von Blicken und Bewegungen eines Gegners ahnen kann, wann er zuschlagen will. Inwieweit diese Lektion sich in der Praxis bewähren wird, muss sich allerdings noch zeigen...

Als sie endlich erschöpft ihre Übungen beenden und von den Felsleuten zu einer einfachen Abendmahlzeit eingeladen werden, berichtet Eddy, was er aus Goibnius Buch in Erfahrung hat bringen können. Manches davon ist ihnen schon bekannt, anderes dagegen neu: Die Königin ist durch ihren Gemahl mit dem Immergrünen Wald verbunden. Es heißt, dass sie jedes Wesen spüre, das in den Wald eindringt, und dass Bäume und Tiere ihrem Willen gehorchen - wer ihr nicht willkommen ist, kann endlos durch das Unterholz irren, ohne den Platz zu finden, an dem sie Hof hält. Dieser soll sich inmitten des Waldes auf einer Lichtung im Schatten eines uralten, mächtigen Baums befinden, der ihrem Gemahl heilig ist. Auch sagt das Buch, dass die Königin ihr Volk schon lange vor der Ankunft im Immergrünen Wald auf einer langen Odyssee durch viele Welten führte, immer auf der Suche nach einem Ort, an dem sie in Frieden und Abgeschiedenheit leben könnten. Daher sind ihr viele Geheimnisse und Zauber bekannt, die sie im Laufe ihres langen Lebens gelernt hat.

Der Weg durch den Frostsumpf kann nicht ohne Gefahr beschritten werden. Nach Eddys Worten ist die einzige Möglichkeit, als Fremder die gefährlichen Stellen tauenden Eises zu vermeiden, sich an den Bewohnern des Sumpfes zu orientieren. Denn diejenigen Kreaturen, die lange im Sumpf leben, werden allmählich vom frostigen Atem des schlafenden Drachen vereinnahmt und lernen die Pfade zu wittern, auf denen sein eisiger Puls schlägt. Allerdings erfasst die Kälte aus der Tiefe auch ihre Herzen, weswegen besonders von den ältesten dieser Wesenheiten keine Gnade zu erwarten ist. Am wenigsten sagt das Buch über die geheimnisvolle Quelle. Nur dass ihr Wasser Kundigen, Schamanen und ähnlichen Wissenden für starke Zauber dienen kann und daher gerade von solchen sehr geschätzt wird. Auch belebend soll es wirken und den Mut in niedergeschlagene Herzen zurückbringen.

Über diese Schilderungen vergeht viel Zeit, und die Dunkelheit ist schon hereingebrochen, als Eddy sie beendet. Ehe sie sich zur Ruhe begeben, besucht der Friedensbringer sie noch einmal und berichtet ihnen, dass er für eine Ausrüstung gesorgt hat, die ihnen hoffentlich auch im schwierigen Gelände des Sumpfes gute Dienste leisten wird. Auch spricht er davon, dass einer der Felsleute sich überlegen will, sie zu begleiten, jedenfalls bis zum Sumpf. "Ihr dürft das nicht als Zeichen mangelnden Mutes oder von Gleichgültigkeit sehen" sagt er abschließend. "Die Felsleute sind wie die Berge, in denen sie leben: Es dauert lange, bis sich ein Steinchen bewegt, manchmal viele Jahre. Doch wenn sie sich zu etwas entschlossen haben, dann bewegen sie sich so unaufhaltsam fort wie eine Lawine."

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