Autor Thema: Kapitel 2: Der Angenehme Wald  (Gelesen 147 mal)

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Mondragor

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Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« am: 04.10.2019, 10:43:01 »
In den ersten beiden Tagen sahen sich die Gefährten immer wieder nervös um, denn ständig befürchteten sie, dass ihr Aufbruch doch bemerkt worden sei und möglicherweise Feinde sie verfolgen könnten. Doch nach und nach löste sich die Anspannung und es schien tatsächlich, als wäre ihre List erfolgreich gewesen. Die Gasthäuser, die sich auf dem Weg befanden, meideten sie weiträumig, denn so nah seiner Heimat wollte der Baron nicht das Risiko eingehen, dass jemand ihn erkennen würde - ansonsten verlief die Reise weitgehend ereignislos, und die sieben Reiter bewegten sich langsam aber sicher nach Süden, in Richtung des Angenehmen Waldes.

An den Abenden rasteten sie fernab der Straßen, wiederum um keine Aufmerksamkeit zu erregen - auch wenn das in diesen Gegenden durchaus die Gefahr bedeutete, dass womöglich ein Schrecken auf sie aufmerksam wurde. Dies war jedoch in der aktuellen Lage das kleinere Risiko. Die langen Abende am gemeinsamen Feuer brachten die Gruppe jedoch näher zusammen, denn irgendwann fing auch der Letzte an, die eine oder andere Geschichte von sich preiszugeben. Selbst der Baron, der in den ersten Tagen eher schweigsam war und fast eingeschüchtert wirkte, taute nun langsam auf und sprach mit den anderen fast wie einer von ihnen, auch wenn ihm die Lebenserfahrung der anderen fehlte.

Nach etwa einer Woche erreichten sie schließlich die Ausläufer des riesigen Waldgebietes, das ihr Ziel war. Baron Tristan konnte leider nicht mehr zu ihrem eigentlichen Ziel sagen, als dass es im Herzen des Waldes lag, doch ohne weitere Nachforschungen würden sie Perchta wohl nicht finden. Inzwischen waren sie immerhin so weit von Naumburg entfernt, dass es sehr unwahrscheinlich war, jemanden zu finden, der den Baron erkennen würde, und so begannen sie Ausschau zu halten nach einer Siedlung oder einem Gasthaus, in dem sie mehr erfahren konnten.

Als sie, dennoch immer noch vorsichtig, Ausschau hielten, fiel Don Tristan plötzlich Rauch am Horizont auf - irgendjemand musste dort sein Lager aufgeschlagen haben. Und nicht nur dies: Als sie sich dem Rauch näherten, erspähte Friedrich einen einzelnen Mann, der sie offenbar nicht gesehen hatte, aber sich in aller Vorsicht an eben diese Rauchquelle heranzupirschen versuchte.

Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #1 am: 04.10.2019, 23:12:35 »
Als die Herren sich zu Beginn der Reise als Führer hervorzutun wünschten, war Jelena zunächst zu erschöpft, um das Missverständnis aufzuklären. Sie machte allerdings in den nächsten Tagen deutlich, dass sie nicht nur lebenslange Übung mit Nahrungsbeschaffung in der Wildnis und der Pflege und dem Training der Tiere hatte, sondern auch mit allem anderen, was auf solchen Reisen gebraucht wurde. Sie verlor nie die Orientierung und gab Don Tristan Tipps zum verwischen der Spuren wie beispielsweise das Hinterherziehen von frisch abgebrochenen Zweigen voller Blätter bei trockenem Boden. Das Zeitgefühl Don Tristans erwies sich als wesentlich schärfer und Erichs Jagdfähigkeit als ebenbürtig.

Ansonsten verfiel sie wieder wie zu Beginn ihrer gemeinsamen Reise, in einen kurzangebundenen, höflichen Sprachstil. Als einzige Frau zog sie sich immer wieder zurück, doch brauchte sie diese Male nicht so lange wie nach dem verdorbenen Ball. War sie anwesend, wenn einer der Herren am Trainieren war, beobachtete sie ihn aufmerksam und nachdenklich. Schließlich schien sie sich zu etwas durchzuringen und fragte in die Runde: "Hat einer von euch Duellanten auch einen waffenlosen Kampfstil gelernt, den er bereit wäre zu unterrichten?"

Erich Janina Graustein

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Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #2 am: 06.10.2019, 12:44:22 »
Während der langen Reise viel es Erich auf das Jelena sehr bemüht war sich in der Gruppe ein zu bringen, es schien schon fast so wie also ob sie sich ständig beweisen müsste, oder Angst hat das man sie nicht wertschätze oder dachte das eine Frau schwach ist.
Als Jelena dann auch noch nachfragte ob jemand im waffenlosen Kampf geschult ist, sah es Erich irgendwie als Aufforderung an ihn sich ihr an zu nehmen denn der muskulöse Riese wollte der kleinen Frau auch etwas zurück geben und Ihr damit zeigen das er sich auf jeden Fall als mehr wie vollwertig betrachtete. Für den Eisenländer war es auch keine Seltenheit das Frauen an vorderster Front direkt zwischen den Männern kämpfen, und das sogar zum teil besser wie manch ein Mann.
"Ich habe den ein oder anderen Trick gelernt wie man sich auch ohne Waffen recht gut zur wehr setzten kann, es ist zwar kein Duellantenstil aber doch recht brauchbar. Wenn du also magst können wir gerne ein wenig gemeinsam trainieren. Wir sollten zu Anfang jedoch einen Schwerpunkt setzen. Willst du lieber Angreifen oder Verteidigen?"

Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #3 am: 06.10.2019, 15:18:29 »
Auf der Reise erwies sich Louis als ein unterhaltsamer Gesell mit einem schier unerschöpflichen Vorrat von Bonmots und spannenden Heldengeschichten aus seiner Heimat, die er zu lieben schien. Er zeigte zwar womöglich von allen Reisenden die größte Abneigung gegen Schmutz und die allgemeinen Unannehmlichkeiten einer Überlandreise auf Nebenpfaden, doch seine Reitkünste waren merklich solider Natur, und in seinem drahtigen Leib schien einiges mehr an Ausdauer und Willenskraft zu stecken, als man einem so vornehm wirkenden Mann zugetraut hätte. Bei alledem befleißigte er sich allerdings selbst in der Wildnis ausgesuchter Höflichkeit und ließ insbesondere Jelena mit selbstbewusster Natürlichkeit diverse kleinere Gesten der Galanterie angedeihen. Ihr Anliegen, sich in kämpferischer Weise schulen zu lassen, ließ ihn indes ein wenig die Stirn runzeln. Nichtsdestotrotz würde er die Lektionen mit einem gewissen Interesse verfolgen, die sie von dem Eisenländer erhielte.

Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #4 am: 07.10.2019, 06:38:09 »
Auch wenn der Grund der Reise kein angenehmer war und Friedrich seinen Tot hatte vortäuschen müssen, begann er sie schnell zu genießen. Er war gerne in der Natur unterwegs und zusammen mit dieser Gruppe war es noch angenehmer als sonst. Die Tage vergingen für ihn wie im Flug. Die Geschichten am Lagerfeuer brachten ihn immer wieder zum Staunen und zum Lachen. Gerade Louis stellte sich als hervorragender Geschichtenerzähler heraus. Ihm hörte Friedrich unglaublich gerne zu - auch um mehr über seine Heimat herauszufinden. Denn dort gewesen war er noch nie. Er bemerkte auch, dass sich Jelena sehr anstrengte und deutlich machte, dass sie über das Leben und Überleben in der Wildnis sehr gut Bescheid wusste. Der Forscher und Monsterjäger war sich nicht zu schade, sie um einige Tipps und Tricks zu bitten. Schließlich wollte er immer dazulernen und es war offensichtlich, dass sie großes Wissen besaß, an dem er gerne Teil haben wollte.
Schließlich waren sie weit genug von Naumburg entfernt, dass sie sich endlich nach Gasthäusern oder etwas ähnlichem umsehen konnten. Sie entdeckten sogar Rauch, der auf ein Lager hinwies. Ihr erstes Aufeinandertreffen mit einer oder mehrerer Personen seit langer Zeit. Sie sollten vorsichtig sein. Doch Friedrich entdeckte noch mehr und er schien der Einzige zu sein, der die Person sah. "Vorsicht." riet er seinen Gefährten leise. "Da vorne ist ein Mann, der sich an das Lager anschleicht." Er zeigte mit deutlichen Gesten in die Richtung und hoffte darauf, dass auch der Rest den Mann entdeckte. Was hatte dieser vor? Vielleicht war er ein Bandit, der die Person am Lager überfallen wollte. Zumindest schlich er sich heran, das war offensichtlich. "Sollen wir ihn aufhalten?" fragte er vorsichtig - unsicher was sie nun tun sollten. Er wollte nicht alleine entscheiden.
« Letzte Änderung: 07.10.2019, 06:38:36 von Friedrich Alfred von Dent »

Erich Janina Graustein

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Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #5 am: 07.10.2019, 08:29:22 »
Als Friedrich die Gruppe vor dem Mann warnte und darauf hinwies das er wohl alleine war spannte sich Erich sofort an. In einem trainierten Reflex machte er sofort seine Pistole schussbereit und zog dann seinen Zweihänder.

"Egal was, wir sollten auf jeden Fall auf alles gefasst sein. Noch ist nicht klar wer hier der oder die bösen sind. Ich kann nicht erkennen ob die am Lager Banditen sind, oder ob der Typ da im Wald ein Bandit ist. Aber wenn er ein Bandit sein sollte dann ist er entweder total dämlich sich alleine einer Mehrheit zu stellen, oder er hat noch Freunde im Hinterhalt. Oder es ist ein harmloser Wanderer der sich nur vorsichtig dem Lager näher weil er selbst nicht weiß was das für Typen dort am Lager sind", warnt Erich leise seine Kameraden.

Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #6 am: 09.10.2019, 06:23:25 »
Erichs Angebot freute Jelena, seine Frage ließ sie kurz überlegen. Sie schien mehrere Varianten zu durchdenken, bevor sie zu einer Entscheidung kam: "Solange die Offensive dann noch möglich ist und Tritte einbezieht, würde ich eine Defensive mit Betonung auf Ausweichen bevorzugen." Im Training selbst zeigte sie sich ruhig, ehrgeizig und aufnahmefähig. Mit akrobatisch anmutenden Bewegungen versuchte sie sich Angriffen zu entziehen und bestand schließlich auch darauf, das sie auch mal bewaffnet angegriffen wurde. Sie schonte sich wenig und war von so niedrigem Stand, dass sie die Tuchfühlung während des Trainings nicht zu irritieren schien.

Louis Geschichten lauschte sie gerne und war froh, dass er sich als nicht allzu penibel erwies, was Sauberkeit anging. Seine Galanterie war sie offensichtlich nicht gewohnt und beschämte sie gelegentlich, meist nahm sie sie aber mit einem leichten Augenzwinkern an. Ihre eigenen Umgangsformen waren von erträglichem Niveau und meist direkt.

Friedrichs Wissbegier fütterte sie gerne, wenn ihm auch manchmal ein belehrender Unterton auffiel. Umgekehrt deutete sie an, nie eine formelle Bildung genossen zu haben und das zu bereuen.

Erst die Fingerzeige ihrer Gefährten machten Jelena auf die Rauchfahne und den Späher aufmerksam. Zumindest schätzte sie ihn so ein. Leise teilte sie mit: "Aufgrund unserer Mission sollten wir zwar Begegnungen vermeiden, aber wenn hier Reisende in Gefahr sind, müssen wir helfen. Ich stimme zu, lasst uns sehen, ob er für andere späht und was beide Parteien im Schilde führen."

Mondragor

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Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #7 am: 15.10.2019, 00:04:24 »
Juan Felipe war recht ratlos von seinem Gespräch mit Jan-Philipp zurückgekommen, denn so richtig sicher war er immer noch nicht, was nun eigentlich von ihm erwartet wurde. Die Sitten in diesem Land waren ihm fremd, und es erschien ihm recht unglaubwürdig, was der Mann ihm über die Anarchie im Wald erzählt hatte - schließlich waren sie hier im Herzen von Théah!

Dennoch hatte er sich mit seinem Pferd in Richtung des Waldes aufgemacht und schon bald erkannt, dass vieles hier nicht so war, wie er es aus seiner Heimat kannte. Die Dörfer und Siedlungen, auf die er unterwegs traf, waren bitterarm, und bald hörte er, dass die meisten der Bewohner sich kaum mehr als Hundert Schritt aus dem bebauten Bereich hinaustrauten, aus Angst vor Schrecken, die dort draußen lauern sollten. Hilfe und Schutz von irgendeiner Art von Fürst schienen sie auch nicht erwarten zu können - die Menschen wussten nicht einmal, wer ihr Schutzherr sein sollte.

Nach etwa anderthalb Tagen wurde Juan Felipe schließlich fündig: Das Dorf, durch das ihn seine Reise führte, trug immer noch Trauer: Es war einen Tag zuvor von Banditen überfallen worden, und bei dem Angriff waren drei Männer getötet worden, die sich tapfer gegen die Eindringlinge zur Wehr gesetzt hatten. Am Ende jedoch war aller Kampfgeist der Dorfbewohner umsonst gewesen, und die Räuber hatten nicht nur Vieh und einige wenige Wertgegenstände geplündert, sondern auch etwa ein halbes Dutzend Gefangene genommen und verschleppt - allesamt junge und gesunde Männer und Frauen. Immerhin konnte er über die Bande herausfinden, dass sie von einer jungen Frau angeführt worden war, und dass sie aus mindestens zwanzig Banditen bestanden hatte. Außerdem hatte er nun eine Spur!

Zwei Tage später - auf dem Weg passierte er ein weiteres Dorf mit ähnlichem Schicksal - war er sich sicher, dass er den Räubern dicht auf der Spur war. Mit den vielen Gefangenen kamen sie nicht schnell voran, und vor etwa einer halben Stunde hatte er den Rauch eines Feuers bemerkt und beschlossen, sich so heimlich wie möglich anzuschleichen. Sein Pferd hatte er zurückgelassen und war nun nicht mehr weit vom vermeintlichen Lager der Räuber entfernt, als ein siebter Sinn ihn dazu brachte, sich umzudrehen - dort standen mehrere Reiter, die ihn offensichtlich entdeckt hatten! War es etwa eine Patrouille der Räuber?

Juan Felipe Fernandez

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Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #8 am: 15.10.2019, 17:17:31 »
Juan Felipe war eigentlich froh über die Abwechslung und Herausforderung, die dieses neue Land für ihn bot. Aber das änderte nichts daran, dass er trotzdem einige Dinge aus seiner Heimat vermisste. In erster Linie das Klima. Es war einfach zu kalt hier! Aber was sollte man da schon machen, das Wetter ändern konnte er nicht. Und er hatte schon die eine oder andere Nacht in zu dünner Kleidung im Freien verbracht, da würden ihn die Eisenlande jetzt sicherlich nicht verzweifeln lassen.
Immerhin kam er vorwärts, er hatte schon einiges in Erfahrung gebracht, aber der große Durchbruch ließ noch immer auf sich warten. Und jetzt war er nicht mehr allzu weit entfernt, als er diese Reiter bemerkte. ¡Maldita sea! Sollte er entdeckt worden sein? Sein Kontaktmann hatte ihn extra gewarnt sich nicht allein mit den Räubern anzulegen und so viele Reiter – Juan Felipe zählte insgesamt sechs – würde er niemals ausschalten können. Aber diese Truppe sah nicht aus wie Räuber, eher wie ein bunt gemischter Haufen. Einer von ihnen schien sogar Castiller zu sein, wenn ihn nicht alles täuschte. Und es machte auch nicht den Eindruck als würde die Frau, die bei ihnen war, sie anführen. Aber ein heimliches Anschleichen würde wohl jetzt trotzdem nichts mehr werden. Denn es hatte den Anschein als wären diese Leute nicht daran interessiert, einfach weiter zu reiten.
Also seufzte Juan Felipe leise und wandte sich um, ging einige Schritte auf die Reiter zu und wandte sich dann, sobald er nicht laut schreien musste, um das mutmaßliche Räuberlager nicht zu alarmieren, an die ganze Truppe. Denn so recht wusste er nicht, wer ihr Anführer war. Eisenländer waren zwar einige, das konnte man sehen, aber nicht alle: "Heda Fremde, ich hatte nicht erwartet eine solch illustre Truppe hier zu treffen. Schon gar nicht einen Landsmann. Me alegro de conocerte.[1]" Bei den letzten Worten sah er direkt zum dem anderen Castiller, aber sein Blick den anderen gegenüber war offen und nicht abschätzig. Er war der Fremde hier, nicht sie.
 1. Es freut mich euch kennen zu lernen

Erich Janina Graustein

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Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #9 am: 16.10.2019, 08:43:38 »
Erich war der erste der aus der Gruppe hervortrat und sich dem Fremden näherte. Juan sah vor sich einen wahren Riesen der über 2 Meter groß war, gekleidet in eine schwere schwarze Lederrüstung die mit Nieten verstärkt ist und auf der linken Brust direkt über dem Herzen die Wappen der Kriegerakademie „Klippe“ und der Duellantenakademie „Drexel“ trägt, dazu schwere hohe Lederstiefel, dunkelbraune Lederhose, einen breiten Gürtel und einen grauen Mantel aus dicker Wolle mit einer Kapuze. Unter dieser Kapuze ist zu erkennen das der Hüne lange silbergraue Haare hat, braune Augen und einen 3-Tage Bart. Des weiteren kann man erkennen das über dem linken Auge eine große lange Narbe ist. Juan kann auch sofort erkennen das dieser Eisenländer schwer bewaffnet ist, denn neben dem Zweihänder den der Hüne locker in den Händen hält wie als ob es ein normales Schwert wäre, kann er noch eine Pistole und ein Kurzschwert sehen welche jeweils an dem Gürtel befestigt sind.

Erich kommt einige Schritte auf Juan zu, bleibt dann aber in einem Gewissen Abstand stehen und hält den großen Zweihänder kampfbereit in den Händen.

"Du da, erkläre dich! Wer bist du und was schleichst du hier in den Wäldern umher?“, meinte Erich mit ernster Stimme.

Juan Felipe Fernandez

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Kapitel 2: Der Angenehme Wald
« Antwort #10 am: 16.10.2019, 11:48:52 »
Der Castiller verneigte sich vor den Reitern. Seine Kleidung war eindeutig die eines Noblen, aber eines der sich für eine lange und beschwerliche Reise ausgestattet hatte. Auf seiner ledernen Jacke hatte sich schon einiges an Schmutz gesammelt und auch das Haar war nicht so sauber, wie bei jemandem, der kürzlich noch bei Hofe gewesen war. An seinem Gürtel hing ein Degen, der offensichtlich von gute Qualität und ordentlich gepflegt war, ähnlich sah es mit der Pistole aus, die auf der anderen Seite darin steckte.
"Juan Felipe Fernandez de Claratierra, zu euren Diensten. Und ich 'schleiche' hier nicht einfach herum. Ich bin seit einigen Tagen einer Truppe von Räubern auf der Spur, die hier in der Umgebung schutzlose Dörfer überfallen und unschuldige Männer und Frauen gleich im Dutzend aus ihrem Heim entführen. Nicht allzu weit von hier könnte ihr Lager sein und ich war kurz davor, mir das ganze etwas genauer anzusehen. Schließlich kann man diese Leute nicht einfach gewähren lassen.
Aber lasst mich euch dieselbe Frage stellen: ihr schleicht zwar ohne Zweifel nicht, aber auch euch werden sicher irgendwelche Geschäfte hierher führen."