Autor Thema: Kapitel III: Das Lied der Zeiten  (Gelesen 402 mal)

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Ayleen Chepi Anitsiskwa

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Kapitel III: Das Lied der Zeiten
« Antwort #15 am: 02.12.2019, 07:16:46 »
Die Schakerei in ihrem Rücken nehmen Ayleens spitze Ohren durchaus wahr, mehr als ein unauffälliges Augenverdrehen provozieren sie aber nicht, vor allem, da sie Mühe hat, Schritt zu halten. Eigentlich hält sie sich immer für trainiert, aber ihr neuer Körper und diese Umgebung verlangen ihr mehr ab. So bleibt sie still und lässt die Eindrücke auf sich wirken. Auch dieses Dorfleben hier gefällt ihr, doch lässt sie es sich nicht anmerken und reagiert auch nicht auf die Blicke, die sie auf sich ziehen. Ganz unnahbare Prinzessin stolziert sie zum Lagerfeuer.

Sie neigt kurz den Kopf, um Respekt zu zeigen, dann sieht sie den Friedensbringer direkt an. Sie antwortet ihm auf ihrem indianischen Akzent: "Seid gegrüßt, Friedensbringer. Ich bin" - kurzes Zögern - "Ayleen Anitsiskwa, dies sind meine Reisegesellschaft:" und sie stellt alle vor mit Fingerzeig. "Nicht alle sind unserer Zunge mächtig, ich werde daher gelegentlich übersetzen." Was sie dann auch tut.

Solange kein Platz angeboten wird, bleibt Ayleen stehen und erklärt sich: "Danke für euer Willkommen. In der Tat brauchen wir Hilfe. Das Orakel sprach davon, dass ihr uns den Weg weisen könntet. Wir suchen eine der unseren, die vor uns hier Orientiertung und Verständnis gesucht hat, als Fremde hier. Wir wollen sie finden und ihr auf der Suche nach einem neuen Wächter helfen." Aufmerksam beobachtet sie die Reaktionen ihres Gegenübers. Sollte er nicht erkennen lassen, dass er versteht, wen sie suchen, würde sie noch eine Beschreibung, basierend auf den Worten des Orakels, nachschieben.

Changeling

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Kapitel III: Das Lied der Zeiten
« Antwort #16 am: 03.12.2019, 19:23:20 »
Laura Anns Knicks scheint den Friedensbringer zu überraschen. Er schaut sie verwundert an, ehe er diese für sie alltägliche, hier aber vermutlich eher unbekannte Geste begreift und kurz lächelt. Ein kaum merkliches Nicken begleitet dieses Lächeln, da sein Blick auf die ineinander verschlungenen Hände der beiden Satyrn fällt. Erst als Eddy sich ziemlich hörbar räuspert und Ayleen ihn anspricht, weist er mit einer Hand auf das Feuer. "Setzt euch, wärmt euch am Feuer" sagt er schlicht und nimmt auch selbst wieder mit untergeschlagenen Beinen Platz. Dabei können sie an seinen nackten Armen ein Spiel perfekt geformter Muskeln sehen – wenn ihnen dabei ein Gedanke kommt, dann am ehesten der an eine der klassischen griechischen Statuen, die ihnen in der Schule Direkter Morten, mit Leib und Seele Humanist, gelegentlich in schönen Bildbänden gezeigt hat. Die Gesichtszüge des Friedensbringers allerdings weisen nur teilweise europäisch wirkende Merkmale mit merklichen indianischen Spuren auf. Nachdem die Gefährten sich rund um das Feuer niedergelassen haben, lässt der Felsmann sie und ihr eigenartiges Gegenüber allein und zieht sich zu seinen Leuten zurück, die der Gruppe nunmehr auch kaum noch große Beachtung schenken.

Ricky scheint ähnlich beeindruckt wie Laura Ann. Der Junge flüstert ihr zu: "Ich glaube nicht, dass er zu ihnen gehört. Er wirkt wirklich ganz anders." Der Erwähnte hört das Tuscheln der Satyrn nicht, oder er gibt es zumindest höflich vor. Aufmerksam lässt er den Blick seiner hellen Augen über jeden einzelnen streifen. Etwa länger bleibt er an Eddy und insbesondere an dem Folianten Goibnius hängen. Schließlich aber sagt er mit Betonung: "Willkommen nochmals dir, Ayleen Anitsiskwa, und deinen Gefährten." Dann zieht ein rasches Schmunzeln über seine Lippen, und jetzt erst bemerken sie alle mit Erstaunen, dass sie ihn auch ohne die Übersetzung des Mädchens verstehen: Der Friedensbringer spricht, und ihnen allen ist klar, was er zum Ausdruck bringen will. Welcher Sprache er sich allerdings bedient, das ist schwer zu sagen... es wirkt fast wie in einem Traum, völlig klar und doch nicht mit Händen zu greifen. Bedächtig verschränkt er seine Arme, nickt noch einige Male und erklärt dann: "Ich wusste, dass ihr kommen würdet. Die Geister sandten mir Träume." Das klingt so natürlich und selbstverständlich, als habe er gerade erklärt, Wasser getrunken zu haben.

"Oh ja," fügt er nach einer kurzen Pause hinzu, ohne dass man ihm so etwas wie Überraschung anmerken würde, "ihr meint das tapfere junge Mädchen, das nichts von seinem Mut weiß... ja, mir wurde berichtet, dass sie hier war. Sie brach auf, kurz ehe ich eintraf. Ihr Schicksal ist eines von großer Bedeutung, das weiß ich – doch welche ihre Rolle genau sein wird, vermag ich nicht zu erkennen. Noch nicht. Die Nebel der Zukunft sind schwer und dicht!" Er deutet auf das Buch auf Eddys Schoß, das der Troll nach wie vor hütet wie seinen Augapfel. "Wie ich sehe, seid auch ihr mit dem Wächter bekannt." Eddy schreckt hoch und fasst das Buch unwillkürlich fester. Sein Gesicht zeigt Überraschung, wohingegen die Mienen von Ricky und Sonnenauge die reinen Fragezeichen sind. Sie verstehen offenbar nicht, was der Friedensbringer meint. "Wie meinen Sie das?" stößt Eddy endlich hervor, und die schlanke Gestalt neigt leicht den Kopf. "Allüberall hat der Wächter Feinde, denn viele wünschen die Tore auf immer geschlossen zu sehen. Dass er aber Freunde hat, die noch nicht einmal um seine schwere Bürde wissen, verwundert mich. Hat er euch denn nicht mehr von sich erzählt? Von seinen Aufgaben, von dem Pfad, den er bewacht?" Sonnenauge fasst sich trotz seiner Jugend recht schnell. Er raunt den anderen aufgeregt zu: "Der Wächter, von dem das Orakel sprach – ihr müsst ihm schon begegnet sein, auf der anderen Seite des Tors!" Eddy dagegen scheint mit einem Mal sehr nachdenklich.

Ayleen Chepi Anitsiskwa

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Kapitel III: Das Lied der Zeiten
« Antwort #17 am: 10.12.2019, 06:36:44 »
Der Aufforderung zum Sitzen kommt Ayleen nach, wobei sie ihren Bogen über ihre Schulter lehnt. Sie dankt für die Einladung und fragt sich auch, welchem Volk der Friedensbringer angehört. Sie lässt ihn zunächst reden und wirkt keinesfalls irritiert von den Worten über die prophetischen Träume. Auch seine Feststellung, dass sie bereits einen Wächter kennengelernt haben, erschüttert sie nicht. Die Reaktionen der anderen lassen sie ein wenig Schmunzeln. "Er spricht von Herrn Phelps und seniem Projektor.", erklärt sie, als ob es keine neue Erkenntnis für sie wäre. Die Erinnerung an die Bedrohung, die grauen Herren, jagen ihr allerdings einen Schauer über den Rücken. Das Phelps auch in Realität alt ist und eine Ablösung braucht, so wie sich abzeichnet, bedauert sie schon ein wenig. Sie kennt ihn zwar noch nicht gut, hoffte aber noch eine Menge zu lernen aus dieser Bekanntschaft.

Die Neuigkeiten zu Tiffany freuen sie, auch wenn sie nicht so detailliert sind wie gedacht. Daher lankt sie das Gespräch in eine andere Richtung: "Haben die Träume euch noch mehr verraten, was hilfreich für uns sein könnte?" In Richtung der Gruppe rfagt sie: "Habt ihr Fragen?" Um dann die fleischgewordene griechische Statue zu bitten: "Könnt ihr uns bitte den Weg, wenn möglich auch den Plan unserer Freundin erklären?"