• Drucken

Autor Thema: Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen  (Gelesen 2987 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Max Müller

  • Beiträge: 579
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #240 am: 19.05.2020, 08:27:31 »
Als Anders den Schrank geknackt hatte klopfte Max ihm anerkennend auf die Schultern "Gute Arbeit" Zusammen mit Anders suchte er dann in der Kammer alles brauchbare zusammen und trug es mit ihm nach oben um sich dort wieder mit den anderen zu versammeln.
Man war sich schnell einig die gefundenen Sachen zusammen zu packen und noch so viel wie möglich an Nahrung und Alkohol mit ins Lager zu schleppen, um sich dort dann gemeinsam noch einmal abschließend über das weitere Vorgehen zu besprechen.

Gelirion

  • Moderator
  • Beiträge: 1217
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #241 am: 22.05.2020, 14:22:22 »
Auf dem Rückweg zum Krankenhaus, müssen alle vorsichtiger sein als auf den Hinweg. Auf dem Parkplatz vor dem EDEKA streunen drei Menschen herum. An ihren langsamen Bewegungen und den kraftlos baumelnden Armen wird auch auf Entfernung klar, dass das Trauernde sind. Höchst wahrscheinlich sogar die, welche sie vor Stunden um Markt herumschleichen gesehen hatten. Etwas, und hier brauchen die vier nicht lange überlegen, hat sie aus dem Laden gelockt. Höchst wahrscheinlich ein schrilles Geräusch von sich verbiegenden Metall.

Die Trauernden hinter sich lassen, kommen die vier und Aiko zurück zum Krankenhaus. Sichtlich erleichtert werden sie von Brink erwartet. Er bringt den Suchern etwas zu essen und löchert sie nachdem was sie gefunden haben. Valentin und Sarah stoßen erst später dazu. Die beiden waren damit beschäftigt die kleineren Nebengebäude des Krankenhauses abzuklappern. Leider ohne Erfolg. Dort war alles schon geplündert oder zerstört. Zu dem Bereich hinter dem Krankenhaus meinen beide nur, dass dort am besten nicht mit schwachen Magen hingegangen werden sollte. Irgendjemand hat dort wohl versucht die Leichen aus dem Krankenhaus zu verbrennen. Leider nur mit mäßigen Erfolg. Der verkohlte Leichenhügel scheint auch öfters Wildtiere anzulocken. Neben Wildscheinspuren, berichte Sarah auch von Wolfs-, Hunde und mindestens eine Bärenfährte.

Am Nachmittag brachen dann alle auf vom Krankenhaus zum Sägewerk. Die Trauernden auf dem EDEKA-Parkplatz sind wieder näher zum Laden gewandert, so dass sie mit dem Auto gut herum kommen. Valentin und Brink nicken langsam, während sie den Vorplatz an den Wirtschaftsgebäuden begutachten. Es wirkt für sie als ein guter Ort für ein Lager. Besonders das viele Holz lässt in Brink die Ideen für Palisaden, Wachhochsitze und anderes aufkommen. Shara, welche sich daran macht die Küche zu inspizieren, nachdem sie die Tür des Wirtschaftsgebäude einiger maßen wiederhergestellt hatten, ist nicht so begeistert. Besonders die Trauernden in der Nähe beunruhigen sie.
Was recht klar ist, dass Tor muss vor Einbruch der Nacht repariert werden. Brink hat einige Ideen wie es zu bewerkstelligen ist, doch braucht er Hilfe dabei.[1] Etwa zur gleichen Zeit müssen die Fundsachen aus dem nahen Feinkostgeschäft geborgen werden. Hierfür meldet sich allein Valentin. Er und die anderen drei sind von den Gesichtern über die Toten nicht begeistert. Jedoch meint Valentin, dass er sie sich genauer ankucken möchte um zu ergründen was dort vorgefallen ist. Auch glaubt er, dass einige Lebensmittel durch die Leichen schlecht geworden sein könnten und er möglicherweise das Risiko hier verdorbene Lebensmittel einzusammeln am ehesten einschätzen könnte. Natürlich will er nicht alleine zu dem Laden gehen. Selbst wenn es praktisch vor der Tür des Sägewerkes ist, wird die bevorstehende Arbeit dort keine leicht und so schlägt er vor, dass ihm mindestens zwei Leute helfen.[2] Während dessen beharrte Shara darauf, das jemand mit ihr den Zaun des Sägewerkes abgehen sollte. Richtigerweise stellte sie natürlich fest, dass nur nach Beute gesucht wurde und niemand wusste ob der Zaun noch intakt war.[3]

So lang der Vormittag war, so lang ist der Nachmittag. Jeder außer Aiko hatte etwas zu tun. Dieser lehnte alles Essen ab, was ihn einer der Menschen anbot und im Sägewerk verkroch er sich sehr rasch in eine kühle Ecke. Dort rührte er sich nur noch, um einmal die Liegeseite zu wechseln. Ansonsten interessierte ihn das Treiben der Menschen nicht.
Diese saßen zu Sonnenuntergang an einem Lagerfeuer. Jede Arbeit war mehr oder minder gut erledigt worden.[4] Nun hieß es den nächsten Tag zu planen. Wer sollte im Lager bleiben und wer zu den Paschas gehen?
 1. Einen Wurf auf Handeln am besten mit einer Fähigkeit die Basteln, Handwerken und ähnliches erlaubt
 2. Bitte von zwei verschiedenen Leuten einen Wurf auf Ausdauer, Plündern oder ähnliches um die noch brauchbaren Sachen zu identifizieren bzw. überhaupt lange viele Mengen tragen zu können
 3. Bitte einen Wahrnehmungswurf um Beschädigungen am Zaun zu erkennen
 4. Ergebnisse folgen nach den Würfen bzw. euren Posts dazu, generell gelingt aber alles. Eure Würfe (und jeder kann nur eine Aufgabe machen) bestimmen das wie gut

Max Müller

  • Beiträge: 579
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #242 am: 24.05.2020, 08:43:56 »
Nachdem sie alles Mögliche wieder zum Krankenhaus gebracht hatten, und man sich über das weitere Vorgehen ausgetauscht hatte, ruhten sich alle einen kurzen Moment aus um dann gemeinsam zum Sägewerk auf zu brechen.
Dort angekommen übernahm Max in seiner gewohnten militärischen Art das Kommando und verteilte die Aufgaben "Valentin, Alina und Valeria ihr holt die Nahrungsmittel aus dem Laden. Brink und Anderes kümmern sich um die Hofeinfahrt und das Tor. Sarah und ich schauen uns den Zaun mal etwas genauer an und schreiten das Gelände ab. Also dann mal an die Arbeit, wir haben noch viel zu tun bevor wir uns hier etwas ausruhen und es uns gemütlich machen können."

Gelirion

  • Moderator
  • Beiträge: 1217
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #243 am: 25.05.2020, 10:34:19 »
Team 1 am Laden braucht insgesamt am Längsten. Daran ist vor allem auch Valentin schuld, da er den Laden sofort wieder verlässt kaum, dass er ihn betreten hatte. Aus seinem Rucksack zieht er eines der gefundenen T-Shirts und improvisiert für die drei erst einmal Schutzmasken. Danach kümmerte begutachtet er die vier Leichen, kommt jedoch zu keinen neuen Erkenntnissen, die nicht offensichtlich sind. Er schneidet wenigstens die beiden Personen aus dem Vorraum von den Stricken, und legt sie zu den beiden Frauen.
Die ersten Lebensmittel welche sie Bergen sind alle in Dosen und Gläsern verschlossen, damit auch ziemlich unbedenklich. Von den Kühltruhen aber auch den abgehängten Fleischsachen lassen sie jedoch die Finger. Valentin meint, dass die Fliegen dort sehr wahrscheinlich Eier hineingelegt haben. Bevor dann die Spirituosen an der Reihe sind, schauen sich die drei die getrockneten Waren an. Einiges davon ist durchaus noch zu verwenden. Dank der guten Ausdauer von Valeria und Valentin schaffen sie es zusammen den Laden bis zum Abend leer zu räumen.[1]

Auch Team 2 braucht am Tor etwa bis zum Abend. Brink und Anders haben zusammen zu viele Ideen wie das Schiebetor am besten gesichert werden könnte. Vom Einfachsten, einer Kette mit Stock, bis hin zu Verstärkungen aus Brettern. Für letzteres entscheiden sie sich, welches jedoch mit den Handwerkzeugen deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Am Ende ist es eine ausgeklügelte Konstruktion aus insgesamt drei Sicherheitsstufen. Rechts und links kann das drei Meter Schiebetor nun mit zwei dicken 1,5-m-Balken gesichert werden, so dass es nicht mehr aufgeschoben werden kann. Gegen ein Aufdrücken hilft nun genau in der Mitte des eine Metallstange als Verstärkung. Hierfür haben die Beiden mühsam ein kleines Loch in den Boden getrieben, um die Stange unten verankern zu können, während sie ihr oberes Ende als Hacken geformt haben, mit dem sie die Stange am Tor einhacken können. Jeder trauernde dürfte es nun schwer haben das Tor aufzudrücken. Für ein Fahrzeug, wenn es egal wäre ob es danach noch Funktionstüchtig wäre, ist diese Konstruktion nur bedingt wirksam.

Größere Schwierigkeiten hat allein Team drei. Max und Sahra müssen sich am Zaun durch relativ unwegsames Gelände bewegen. Die Büsche und Sträucher dort erschweren das vorrankommen. Dafür stellt Max zu seiner Freude fest, dass im Osten wie im Süden ein Bach oder Graben verläuft. Beide Gewässer führen sogar Wasser, sind aber insgesamt nicht gerade Tief. In diesen beiden Bereichen sind die Zaunabschnitte sehr marode. Der Maschendraht sieht sehr verrottet aus, hat viele größere Löcher und wurde an einer Stelle sogar bis auf Bauchhöhe hinunter gedrückt. Einzig die Gehölze und Gräben hindern gerade daran direkt auf das Gelände zu kommen. Im nördlichen und westlichen Bereich sehen die Zaunabschnitte schon besser aus. Der westliche Teil scheint sogar frisch erneuert worden zu sein. Jedenfalls hat der Maschendraht hier noch den grünen Schutzanstrich. Im Norden findet Shara einige Grabespuren. Ihrer Vermutung folgend gelangt sie zu einem Baum am Bachlauf. Mit ein paar Spänen in der Hand mutmaßt sie zu Max, dass hier ein Bieber am Werk ist. Wenn sie nicht aufpassen würden, könnte der Baum auf den Zaun und das Wirtschaftsgebäude fallen.
 1. Fundsachen in Zuhause übertragen

Anders Frey

  • Beiträge: 113
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #244 am: 29.05.2020, 22:06:30 »
Etwas abseits vom Lagerfeuer setzt sich Anders zu Valeria und hält ihr eine Zigarette hin. Morgen geht es also los. Der Plan fühlt sich nicht gut an. Sinnlos gefährlich. Und während ihn sein Instinkt davor warnt mit diesen Menschen in den Süden zu ziehen, hält er es auch nicht aus, bei den anderen im Lager zu bleiben. Wenn niemand etwas von den letzten Tagen weiß, kann Anders vielleicht einen Vorteil daraus spinnen, dass er die Irren kennt. Die Leute hier brauchen einen Abschluss von dieser Weltrettungssache. Er wird ihnen helfen die Ärztin zu finden, ihre Leiche, oder ihre Spur - falls es noch eine gibt. Dann können sie vielleicht beruhigt weiterziehen und beginnen, sich mit der neuen Welt abzufinden. Zu lange an falscher Hoffnung festzuhalten wird die Gruppe nur zermürben und am Ende zerstören. Besser einen Schlussstrich ziehen. Also auf nach Süden. Maul halten, schlau sein, überleben.

Anders mustert die schöne Frau mit den nachdenklichen Augen von der Seite. Er zieht. "Geht's dir besser?" Valeria hat nicht warten wollen, sondern war ganz unruhig geworden bei dem Gedanken die Doktorin sich selbst zu überlassen. Also müsste die Entscheidung der Gruppe den Dingen auf den Grund zu gehen die Latina doch etwas aufheitern. Gerne will Anders sie etwas kennenlernen, doch sie wirkt seit gestern zunehmend verschlossen.

Brink wird nicht mitkommen. So wie Anders das gehört hat, wird der Techniker versuchen, das Lager zu verstärken und weiter abzusichern. Die katatone Köchin wird auch bleiben. Ob sie ihre Schusswaffe wohl zur Verteidigung brauchen wird? Der junge Mann hat vorhin überlegt, ob er sie danach fragen soll, hat sich dann aber dagegen entschieden. Er hat den schmalen Sani stattdessen nach einem Notfallpaket für die Expedition gefragt. Ein paar Materialien zum Verbinden, vielleicht was zum Desinfizieren und ein paar Schmerzmittel - nur für den Fall.

Anders lässt den Blick durchs improvisierte Lager streifen. "Ruhig hier" , bemerkt er. "Ein bisschen nah am Feind, aber um Längen besser als der Platz beim Krankenhaus." Er schenkt Valeria ein freundliches Lächeln.
« Letzte Änderung: 29.05.2020, 22:06:46 von Anders Frey »

  • Drucken