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Autor Thema: Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen  (Gelesen 3721 mal)

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Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #255 am: 26.06.2020, 09:38:28 »
Während sie also auf den Bericht der beiden kletternden Frauen warten, rattert es in Max Hirn. Er versucht sich eine Taktik zu überlegen die am Besten hier passen würde. Schnell stellt er fest, dass es mit Soldaten deutlich einfacher möglich ist eine passende Taktik zu entwickeln. Hier kennt er die einzelnen Fähigkeiten noch nicht wirklich und auch ist das Scheitern keine lehrreiche Option. Grundlegend sind Anders Informationen sehr Hilfreich. Das Lager scheint ein lohnendes Ziel zu sein, besonders mit dem Diesellager, aber auch recht gefährlich einzunehmen. Seine erste Idee[1], die ihm durch das Hirn wabert ist, dass sie sich aufteilen und jede Gruppe einen der Wachposten ausschaltet. Ist das erledigt glaubt er, dass es einfacher wäre sich drine längere Zeit unbemerkt zu bewegen.
 1. Fehlschlag Militärtaktik
« Letzte Änderung: 26.06.2020, 09:39:14 von Gelirion »

Alina Stekov

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #256 am: 26.06.2020, 13:46:05 »
Die Kletterei ist eine nette Abwechslung. Aber allein bei dem Gedanken an dieses Lager wird der Schülerin ganz anders. Einerseits wäre es nach wie vor das Klügste, jede noch so geringe Chance auf ein Heilmittel zu verfolgen. Andererseits...Haben sie nicht viel zu bieten wenn es einmal ernst werden sollte. Alina versucht über die die Besetzung des Lagers zu erkennen. Durch Anders haben sie eine recht gute Übersicht, aber weiß...[1]
 1. Wahrnehmung: 0 Erfolge

Anders Frey

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #257 am: 28.06.2020, 10:39:10 »
"Wir warten wohl besser auf die Nacht", meint Anders, während er ein brennendes Zündholz ausschüttelt. Er sieht sich in der Nähe nach einem geeigneten Rastplatz um, der nicht zu einsichtig ist und doch Übersicht bietet und beschließt zu den Frauen nach oben zu klettern. Auf einer der breiteren Plattformen können sie bestimmt alle Platz finden. "Kommst du?" Er wartet nicht auf Max Antwort, sondern beginnt den Aufstieg.

Max Müller

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #258 am: 29.06.2020, 15:26:24 »
"Worauf sollen wir denn noch warten? Je länger wir warten, um so größer ist die Gefahr das wir entdeckt werden. Wir sollten die Chance nutzen und so schnell wie möglich angreifen. Am besten schlagen wir gleich von 2 Seiten aus zu, dann können sie schlechter einschätzen wie viele wir wirklich sind und wo wir genau her kommen. Am besten geht Ihr 3 dort drüben zu dem Wachturm, und ich kümmere mich um den anderen. Danach sollte es kein Problem mehr sein das wir ins Haus eindringen können. Da gibt es ja schließlich noch einiges zu holen das für uns sehr wichtig wäre", meint Max dann entschlossen, und macht keine Anstalten auf den Baum hoch zu klettern.

Anders Frey

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #259 am: 29.06.2020, 18:53:50 »
Anders legt den Kopf schief und hebt eine Braue. "Nur damit es später keine Heulerei gibt: Du willst Krieg spielen und die Leute eiskalt um die Ecke bringen. Keine Fragen - keine Gefangenen. Das Ganze ohne genau zu wissen, wie's da drin aussieht. Ohne Fluchtplan. Ohne Alternativen? Und dann im Haus den Rest auch umbringen. Rambostyle?"

Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #260 am: 06.07.2020, 08:58:28 »
Etwa zu der Zeit wo Anders den Plan von Max in Frage stellt, sehen die beiden Frauen wie ein Mann den vormal unbesetzten Wachturm besteigen. Beiden ist wohl klar, dass die Waffe auf seinem Rücken eine Armbrust ist. Vormals veraltet aber jetzt wieder Modern. Da sich beide mindestens etwas mit Schusswaffen auskennen, ist ihnen auch klar, dass die Waffe zwar langsam ist aber deutlich tötlicher als ein Bogen sein wird.

Max Müller

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #261 am: 06.07.2020, 18:49:51 »
"Und du glaubst wirklich das die dort unten auch nur mit der Wimper zucken würden uns einfach so nieder zu mähen? Ein guter, schneller und harter Angriff ist immer noch die beste Verteidigung", meint Max nachdem keiner sonst eine Meinung zu der Strategie hatte.

Valeria Rodriguez

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #262 am: 07.07.2020, 22:20:38 »
Was soll das denn jetzt? Max‘ Vorschlag bringt Valeria völlig aus dem Konzept. “Ist das dein Ernst? Zuerst willst du nicht hierherkommen und nach Wagenitz suchen, da es zu gefährlich ist - und jetzt meinst du wir sollen die Bude einfach einrennen?“ zischt sie von der Platform runter. “No nunca! Wenn du das machen willst, dann ohne mich. Ich werde das Lager weiter beobachten und nichts tun, bevor ich die Lage dort unten nicht so gut wie nur möglich kenne. Die rechnen hier nicht mit uns, also werden sie uns auch nicht suchen. Und selbst wenn wir rein zufällig gefunden werden - besser wir haben es mit einigen zu tun, als mit allen auf einmal.“
- Querer es poder -

Anders Frey

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #263 am: 09.07.2020, 22:01:04 »
"Valeria hat Recht. Die Psychos besetzen außerdem nur das eine Gebäude, den alten Feldberghof. Abends schicken die zwei herum um die Lage in der Umgebung zu checken. Die müssten wir erwischen und befragen. Nachdem im Lager ja nur wenige sein dürften, vermindern wir so die Zahl drinnen noch mehr und können zur Not abhaun, wenns schiefgeht. Lasst uns hier auf die Lauer legen. Ich quatsch die Jungs an. Die werden schon n icht gleich losballern, wenn sie mich sehn. Ihr könnt sie dann von hinten überraschen und umhaun, ohne Risiko sich ne Kugel einzufangen." In der Theorie ja sehr machbar. Schiefgehen kann ja immer was, aber sicher besser, als sich blind in den Kampf zu werfen...

Anders Frey

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #264 am: 16.07.2020, 20:39:11 »
Anders sieht sich nach einem geeigneten Ort um und wird fündig. Auf einer der üblichen Ruten gibt es genügend Strauchwerk hinter dem man sich verstecken kann. Darüber ist die Plattform vom Geäst ein wenig verdeckt. "Hier müsste es gehen. Da sieht man niemanden, von unten, glaub ich." Der junge Mann setzt sich auf einen umgefallenen Stamm und streckt die Beine vor sich aus.
Hier könnte er auf Einbruch der Dunkelheit warten. Wer möchte, kann sich ja verstecken oder sich eine Art Falle überlegen...weiß der Teufel. Er wird die Patrouille anquatschen und das Beste hoffen. Sie werden ihn schon nicht gleich übern Haufen schießen. Normalerweise werden zwei vorbeikommen um nach dem Rechten zu sehen. Nur einer von beiden wird bewaffnet sein. Auf den sollten sie sich konzentrieren und versuchen ohne großen Tumult aus zu kommen. So können sie Informationen erhalten, oder zumindest die Anzahl der Besetzer auf weniger riskante Art dezimieren.
Und wenn Max danach ist, kann er sich bestimmt einen heroischen Faustkampf liefern, ohne gleich jemandem das Genick zu brechen.
« Letzte Änderung: 16.07.2020, 20:39:48 von Anders Frey »

Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #265 am: 23.07.2020, 08:35:17 »
Am Boden ist das Lager der Paschas von der neuen Position nicht einzusehen. Anders sieht es auf der Plattform aus. Von dort ist zumindest noch einer der Hochsitze mehr als gut zu sehen. Auch ein Teil des Gebäudes wird nicht durch das Laub der Anderen Bäume verdeckt. Leider sind in diesem noch Sichtbaren Teil alle Fenster mit Latten zugenagelt. Denen, welche auf der Plattform hocken, ist recht klar, dass sie sich nicht viel bewegen sollten und im Dunkeln möglichst Licht vermeiden müssen. Die Sichtachse zwischen ihnen und dem Hochsitz ist ausreichend, dass ein geübtes suchendes Auge sie erspähen könnte.

Während die Zeit vergeht, bleibt ihnen nichts anderes übrig als zu warten. Das einzige Aufregende sind ein paar Eichhörnchen, welche die Reste des Kletterparks nutzen um von Baum zu Baum zu kommen sowie der Wachwechsel im Hochsitz.
Am späten Abend dann, die Abenddämmerung erhält den Wald noch gerade so, sind aus der Richtung wo sie am Nachmittag die Hochsitze ausgespäht haben zwei Männerstimmen zu hören. Sie unterhalten sich über das übliche Verfahren, wie einer sagt. Der eine scheint dabei drauf zu bestehen, dass der andere wie eben üblich vorgehen soll. Schließlich habe er für den Notfall eine Trillerpfeife. Was mit einem unglaubwürdigen Lachen und Flüchen vom anderen Mann quittiert wird. Noch sind die Beiden so weit entfernt um nur ihre Stimmen zu hören. Was gut ist, denn so kann sich die Gruppe auf ihr wahrscheinliches Eintreffen vorbereiten.[1]
 1.  Jeder kann einen Verstecken/Tarnen/(Schleichen) Wurf und einen Wahrnehmungswurf machen; alle mit Survival bzw. MilitärTaktiken können diese Fähigkeit nutzen anstelle Verstecken/Tarnen/(Schleichen), wer Menschenkenntnis hat kann die Laune der beiden Männer erfahren

Max Müller

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #266 am: 23.07.2020, 15:38:12 »
Max hatte keine Lust mehr mit den anderen zu streiten. Er hielt es zwar für keine gute Idee hier mehr oder weniger auf dem Präsentierteller ab zu warten, aber völlig alleine los zu stürmen war ebenfalls keine gute Idee. Es blieb ihm also nichts anderes übrig als sich irgendwo in der Nähe einen gemütlichen Busch zu suchen hinter dem er sich verstecken konnte und in Ruhe abwarten konnte. Zum Glück erspähte Max recht schnell einen geeigneten Busch hinter dem sich sogar etwas Moos auf dem Boden befand so das er wenigstens gemütlich sitzen konnte[1].

Zum Glück konnte Max hinter seinem Busch auch den Weg halbwegs gut im Auge behalten, denn sonst währen ihm die beiden Männer wohl nicht so schnell aufgefallen[2], und er konnte etwas genauer hin sehen um vielleicht zu erkennen wie diese bewaffnet waren.
 1. Survival 1 Erfolg
 2. Wahrnehmung 1 Erfolg

Anders Frey

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #267 am: 26.07.2020, 10:45:31 »
Anders Herz beginnt schneller zu klopfen. Er klettert geschwind hinunter zu dem Baum, der ihn vorerst vor den beiden Männern verstecken soll. Bald werden sie hier durchkommen. Er lehnt das Katana griffbereit und doch verborgen an den dicken Stamm und steckt sein Messer hinten in den Gürtel, so dass er es ebenfalls schnell erreichen kann. Dann zückt er den Flachmann, prostet lautlos nach oben in Richtung der Frauen und nimmt erst einen ordentlichen Schluck. Er tropft etwas auf die Handfläche und streicht sich den scharfen Whiskey auf die Wangen. Einen zweiten Schluck gurgelt er hinunter. Ich gefährlich? - Ne - nur ein besoffener Heimkehrer. Grad so davongekommen. Sein Veilchen wird den Look unterstreichen, der Cut in der Lippe auch. Was verpasst derweil der Türke mich an die Monster verfüttern wollte, Jungs? Ärztinnen vielleicht vom Himmel gefallen? Nein? Anders kontrolliert seinen Atem und lässt den offenen Schnaps in der Hand. Im Kopf spielt er seinen Auftritt durch. Easy - sofern sie ihn nicht gleich übern Haufen knallen.
Er stellt sich in den Schatten neben seinen Baumstamm, blickt kurz hinauf in den sich verfinsternden HImmel und wartet auf die Paschas.

Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #268 am: 27.07.2020, 07:58:30 »
Von den Stimmen her sagen die beiden Männer Anders anfänglich nichts. Auch wenn es erst zwei Tage her ist, dass er sie gesehen haben muss. Dafür ist er doch zu aufgeregt. Je näher sie kommen umso mehr treibt ihn die Frage um, ob es Andrea zurück geschafft hat. Wenn ja was sie den Anderen Lageristen gesagt hat.[1]

Hinter seinem Busch fühlt sich Max sehr sicher. Das Gespräch der beiden Männer und zumindest die offensichtliche Aufregung des einen, sind sehr hilfreich für den ehemaligen Soldaten. Die beiden machen gerade solche taktischen Fehler oder sollte es nur so aussehen? Warten und beobachten kannte Max ja zu genüge und es zahlte sich mal wieder aus. Entgegen von Anders Worten erspähte Max an beiden Männern Waffen. Der Vordere, ein junger schlaksiger Bursche wohl um die zwanzig, hatte ein langes Küchenmesser am Gürtel. Auch die besagte Trillerpfeife war dank dem grellen Orange gut zu erkennen. Der hinter dem Burschen laufende Mann trug etwas deutlich längeres. Eine Machete oder sogar ein richtiges Schwert. Dazu hatte er auch einen Wanderstock in der Hand und sah in seiner dickeren Kleidung deutlich erfahrener aus. Damit war wenigstens das richtig. Der Bursche beschwerte sich wahrscheinlich zurecht und am gefährlichsten war eher der zweite Mann.

Langsam kamen die beiden Männer auch in Anders Sichtweite. Sie liefen zwar nicht exakt den Weg entlang, welchen Anders ausgesucht hatte, kamen aber diesem so nahe, dass sie mindesten Anders bald bemerken sollten. Aktuell waren die beiden in ihrer Diskussion gefangen oder sie fühlten sich so nah dem Lager noch sicher. Ihre Blicke huschten nur gelegentlich durch den angrenzenden Wald. Ohne Erfolg.
Nun entlich erkannte auch Anders die beiden. Der Junge Bursche war Leon, welche nur etwas später zu den Paschas kam als er selbst. Er war erst 19 und prahlte mehr als das er etwas tat. So erzählte er einmal im Knast gewesen zu sein, weil er ein Auto stehlen wollte. Was ihm kaum einer der anderen Paschas abnahm. Dafür war er zu sehr ein Babyface und hatte kaum etwas um seine große Klappe zu untermauern. Der andere war der ehemalige Jäger Lukas. Kein Hobbyjäger sondern ein Berufsjäger. Für Geld begleitete er die reichen Schnösel überall hin wo es etwas zu Jagen gab. Sei es Hirsche in deutschen Wäldern oder auch mal auf eine Safari in Afrika.
Leider bemerkten sie Anders nicht sofort. Irgendwann würden sie über Anders stolpern aber sollte solange gewartet werden?
 1. für die beiden Nichterfolge

Anders Frey

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #269 am: 30.07.2020, 20:52:44 »
Anders will nicht mehr warten. Er verliert die Geduld nach dem langen Tag und den ungewissen Erfolgschancen ihres Plans. Der junge Mann macht einen Schritt vorwärts über eine Wurzel und strauchelt absichtlich auf den Weg vor sich. Dabei verschüttet er einiges an Flüssigkeit aus dem Flachmann, was den Alkoholgeruch intensiver werden lässt. "Shit! Fuck! Scheiß Dreckswald!" flucht er laut genug, dass Lukas und Leon, der Anfänger, ihn hören müssen.

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