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Autor Thema: Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen  (Gelesen 5006 mal)

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Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #285 am: 31.08.2020, 11:15:44 »
Abseits mit Max nickt Valentin zu seiner Frage und hebt beschwichtigend die Hände. „Cassandra war nur mit einem Bogen bewaffnet. Da sie mit mir Wache hält, liegt dieser da hinten bereit.“ Valentin deutet auf den Holzstapel nahe des Eingangstores. „Was Xander angeht, sein Messer haben wir im Werkzeuglager eingeschlossen. Die Kombi für das Vorhängeschloss sag ich dir gleich. Er ruht sich gerade aus, da er sich bei ihrer Flucht einen Arm gebrochen hat.“ im selben Atemzug erklärt er Max auch, dass er beide nach Bissen und Kratzern aber auch nach Blutspuren im Gesicht untersucht hat. Soweit er es einschätzen kann sind die beiden Safe.

Zusammen mit Max begibt er sich zum Wirtschaftsgebäude. Dort haben die Zurückgebliebenen in der Nähe des Eingangs eine Kochstelle eingerichtet. Sie scheint noch nicht fertig zu sein, da an der Hauswand diverse Bretter aber auch Steine und Werkzeuge liegen. Doch in ausreichender Entfernung vom Haus befinden sich nun eine gesicherte Feuerstelle sowie zwei zusammengeschusterte Bänke. Über dem Feuer hängt in einem Dreibein ein Kochtopf in welchem Sarah gerade eine Fleischsuppe zubereitet. Sie blickt die Rückkehrer überraschend freudig an, wendet sich aber sogleich einem auf einer der Bänke liegenden jungen Mann zu um diesen zu wecken.
Der in der Sonne schlafende Xander setzt sich nach dem Wecken umständlich auf. Sein rechter Arm ist an seinem Oberkörper festgebunden, so dass er sich mit dem deutlich ungeübteren linken Arm aufhelfen muss. Schlaftrunken und verpeilt blickt er von einem Rückkehrer zum anderen. Er vermeidet dabei den direkten Augenkontakt und wirkt so sehr schüchtern. Seine löchrige Jeans und das ehemals wohl mausgraue Langarmshirt wirken deutlich zu groß für den wuschigen blonden Mann. Insgesamt sieht Xandern nicht wie ein erfahrener Überlebenskämpfer aus und hat neben dem verbundenen Arm noch einige frische Kratzer im Gesicht.

Bevor die beiden Max Fragen beantworten, holt Valentin Brink aus dem Haus. Auch dieser sieht verschlafen aus, begrüßt aber die Rückkehrer freudig. Danach trottet er zum Eingangszaun um die Wache zu übernehmen.
Es ist Cassandra welche auf Max Fragen ziemlich selbstsicher eingeht. Sie mag zwar vier Köpfe kleiner sein als dieser aber baut sich sofort schützend neben Xander auf. Mit ihrem an Armen und den Beinen versteckt Blaumann und dem entschlossenen Blick wirkt sie deutlich kämpferischer als der Junge. „Ja der Sani und auch Sarah haben uns ein wenig erzählt. Erstaunlich, dass ihr hier so rasch ein Lager hochzieht.“ beginnt sie und blickt von Max zu Anders und den beiden Frauen. „Ich bin Cassandra und der Tropf neben mir ist Xander.“ Ihre Haltung entspannt sich, als sich auch Sarah zu ihr gesellt. „Wo wir genau herkommen, binden wir euch nicht auf die Nase. Eure Freunde haben uns zwar geholfen aber ihr versteht sicher, wenn wir unser Zuhause sichern müssen. Es reicht, denke ich, erst einmal wenn ihr wisst, dass wir aus dem Norden kommen. Wir sind hier, besser gesagt waren hier, um den Edeka abzugrasen. Leider haben sich die Trauernden nicht wie erhofft zerstreut. Malte und Kenny haben es nicht geschafft und hätten eure Freunde nicht eingegriffen wären wir jetzt auch Futter.“ Ihr blick geht zu Xander und dann zurück zu Max. „Lasst uns bitte die Nacht ausruhen und dann sind wir auch wieder weg, wenn ihr das wollt.“

Anders Frey

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #286 am: 03.09.2020, 19:50:23 »
Anders wendet sich wortlos ab. Er entfernt sich, spaziert, das eine Knie mehr belastend als das andere, über den Hof und marschiert in die große Lagerhalle. Nach kurzem Umsehen findet er einen Aufgang und begibt sich nach oben. Dort sucht sich der erschöpfte Mann ein ruhiges Plätzchen nahe eines gekippten Fensters. Im Halbschatten setzt er sich auf den Boden und öffnet seinen Rucksack.
Seine Finger finden das kleine Fläschchen und streichen sanft darüber. Anders wagt es aber nicht, das unscheinbare Ding herauszuholen, vertraut nicht in die eigene Abstinenz und nimmt sich stattdessen ein Briefchen Paracetamol. Er verzichtet aufs verheißungsvolle High zugunsten seines Verstandes. Also nur die Tabletten. Er gönnt sich drei, legt sie auf einen kleinen Vorsprung und zückt den Flachmann. Mit der unteren Kante schlägt er einmal drauf und zermalt die  Stückchen um sie anschließend mit einem Finger liebevoll in den Hals des Behältnisses zu schieben. Er schließt und schüttelt das Ganze, leckt sich den Finger und trinkt den letzten Schluck Whiskey mit den aufgelösten Paras auf ex.
Nicht high, aber halbwegs taub. Das war sein heutiges Ziel. Anders streckte sich aus, den Kopf auf den Rucksack, den Arm über den Augen. Er fühlt sich unendlich erschöpft und der Sinnlosigkeit unendlich müde. Besser, er wäre beim Lager geblieben und hätte wenigstens ein oder zwei von den Psychos ausgeschalten, bevor sie ihn zerlegt hätten. Wieder warten, wieder verhandeln, wieder diskutieren... Ne. Erstmal schlafen.

Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #287 am: 05.09.2020, 13:03:55 »
Mit dieser Mischung ist Anders ersteinmal weg. Gut ist, dass sich durch den Alkohol und die Para eine ruhige und entspannte Nacht anbahnt. Die leichte Überdosierung tut nur ihr übriges.[1]
 1. ich werte es als erste Hilfe und passe damit die Heilungsrate der Verletzungen an von (5%) = 4 TP-Heilrate (5 Tage bis vollständig geheilt) auf (10% erste Hilfe) = 7 TP-Heilrate (3 Tage bis vollständig geheilt)

Valeria Rodriguez

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #288 am: 12.09.2020, 16:56:05 »
“Valeria. Freut mich euch kennenzulernen.“ stellt sich die Latina vor und hört sich Cassandra an. Ausruhen klingt gut - das könnte sie auch gebrauchen. Ihr kleiner Ausflug war ja nicht gerade erfolgreich und hat sie schwer ins Grübeln gebracht. Wagenitz ist definitiv dort im Lager, doch sie haben keine Chance sie zu befreien. Egal was sie sich überlegt - sie sind zu wenige und zu schlecht ausgerüstet. Wenn sie das durchziehen wollen, müssen sie sich zuerst darauf vorbereiten. “Ich sehe nicht was dagegen sprechen sollte. Schön wenn man Überlebende trifft, die einem nicht gleich an den Kragen wollen. Gibt es dort wo ihr herkommt noch mehr Überlebende? Bisher haben wir hier nur Banditen und irgendwelche Paramilitärs getroffen.“
- Querer es poder -

Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #289 am: 14.09.2020, 14:30:45 »
Bei den Worten Banditen und Paramilitärs zuckt Xanders merklich zusammen und blickt suchend gen Boden. Er scheint hier auch eine Geschichte mit mindestens einer der beiden Gruppen gehabt zu haben. Cassandra dagegen entspannt sich leicht und antwortet selbstbewusst „Klar doch. Nicht alle die nicht krank sind, sind solch hirnverbrannte Spackos wie diese beiden Gruppen. Es gibt auch noch Gruppen die einfach um ihr überleben kämpfen. Gut etwas Kaltschnäuzigkeit und einen Überlebenswillen muss man haben, aber einfach jeden Abmurksen der nicht mitmachen will oder blind Leute entführen für Gott weiß was muss man nicht machen. Nur weil alles drunter und drüber geht, brauchen wir unsere Normen nicht gleich über Bord kippen, nicht war?“ Es ist wie nicht anders zu erwarten Sarah welche Cassandra hier vollständig zustimmt. Die beiden Frauen scheinen ganz auf einer Wellenlänge zu schwingen, wobei Sarah bis jetzt sehr introvertiert schien. Schließlich war für sie das Drama mit dem Ausbruch der Seuche gefühlt erst wenige Tage her, wobei doch schon einige Monate ins Land gegangen waren.

Valeria Rodriguez

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #290 am: 15.09.2020, 18:14:15 »
Beim Wort Entführen wird Valeria hellhörig. “Blind Leute entführen?“ fragt sie nach. Hat ihnen Valentinetwa  davon erzählt? Oder wissen diese Leute womöglich noch mehr als sie? Auf jeden Fall sollten sie mehr über diese Überlebenden herausfinden. Und sei es nur um von deren Wissen profitieren zu können.
- Querer es poder -

Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #291 am: 16.09.2020, 09:47:04 »
„Jup. Dreckige Mistböcke.“ Cassandra spukt verächtlich aus, während Sarah im Hintergrund anfängt leise auf Xander einzureden. Der dadurch rasch einen anderen Fokus bekommen, als dieses Gespräch was ihn aufzuwühlen scheint.

Immer noch verächtlich redet Cassandra weiter „Nach dem Aussehen und auftreten sind es richtige Militärs. Sturmbewähre, Militärfahrzeuge und passende Uniformen.“ Eindeutig wandert der Blick der Frau zu Max. Sie spricht es zwar nicht an aber das Max ein Soldat ist, ahnt sie zumindest. „Hab bis jetzt sowas nicht erlebt aber der Xander schon. Da kamen ein paar Militärs unter deutscher und französischer Flagge vorbei und sagten sowas wie `Wir wollen euch Helfen und bringen Euch in ein sicheres Lager` Pustekuchen. Die haben die Verweigerer mit Gewalt gezwungen mitzukommen und nichts mehr wart von denen gehört. Es gibt Gerüchte, dass sie eine Basis haben und dort Experimente an den Leuten durchführen. Die Paschas, die nutzen das auch noch aus. Die Unterwerfen den Rest und sollen auch mit den Militärs Geschäfte machen. Woher sonst haben sie ihr Militärzeug?“ Frustriert schüttelt Cassandra ihren Kopf. „Wenigstens trauen sich die Paschas nicht weit ab ihrer Lager und wenn sie doch mal bei uns waren, dann ließen sie sich mit Futter beschwichtigen.“

Max Müller

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #292 am: 20.09.2020, 10:15:49 »
Max hielt sich erst einmal einen Moment zurück und ließ die Frauen untereinander reden, denn irgendwie hatte er das Gefühl das Cassandra ihn nicht mochte. Und sehr schnell erfuhr Max dann auch warum Cassandra ihn nicht mochte, denn sie hatte wohl ein Problem mit dem Militär.
Als dann die Sprache auf die Paschas zu sprechen gekommen war meinte Max dann nur "Dann klingt es ja wohl fast so wie als ob der Feind meines Feindes mein Freund wäre. Denn mit den Paschas sind wir auch schon aneinander geraten, und das sind definitiv nicht unsere Freunde. Sie sind der Grund warum wir uns hier gerade etwas vergraben und versuchen die Stellung zu halten." Das war wohl der Versuch von Max das Eis etwas zu brechen und den beiden Neulingen so etwas wie Freundschaft an zu bieten.

Alina Stekov

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #293 am: 20.09.2020, 18:31:36 »
Alina hält sich beim Anblick der beiden Fremden bedeckt und lauscht schweigend. Richtung Norden scheint es also doch noch Überlebende zu geben die nicht direkt erschossen gehören. Ihre Bewaffnung und die Tatsache dass sie mal eben so ihre halbe Gruppe verloren haben deutet für sie darauf hin, dass diese Leute ziemlich unbeholfen sein müssen. Diese Cassandra mag vielleicht den Ton angerührt haben, aber vor allem Xander kommt ihr ziemlich nutzlos vor. Mit einem Messer unterwegs zu sein rettet einen doch vor...gar nichts, weder Banditen noch Trauernden. Offenbar haben sie zumindest genug Vorräte um damit Banditen von sich fernzuhalten...War die Edeka-Aktion nur ein Bonus?

"...Weißt du einen Ort wo noch Leute gebraucht werden? Ich will weder Paschas noch Militärs in die Hände fallen. Jeder von uns ist für irgendetwas gut. Aber blindlings umherreisen wird uns nicht weit bringen..."

Für sie ist es naheliegend, wieder so etwas wie eine Zivilisation aufzusuchen. Nicht unbedingt dort wo diese beiden herkommen...Dafür sind sie ihr immer noch zu nahe an den Banditen dran. Aber vielleicht kennen sie ja noch andere Orte.




Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #294 am: 23.09.2020, 14:54:36 »
Cassandra schweigt nachdenklich zu der Frage von Alina. Sie geht wohl in Gedanken die Region einmal ab. Dabei geht ihr Blick immer wieder zu Valentin. „Ja, der alte Spruch passt durchaus. Und ihr seit grundweg freundlicher als so viele Andere in der Region. Vielleicht können sich unsere Gruppen gegenseitig unterstützen, gar gegen die Paschas.“ Sie holt tief Luft und lässt diese mit einem Seufzer entfahren. „Ihr seit zwar klein, soweit ich es sehe, aber habt Spezialisten, welche in der Region rah gezählt sind. Der einzige richtige Mechaniker hier in der Gegend ist Biff, das feige Schwein. Er arbeitet für die Paschas und nur mit viel Alkohol tut er auch mal was für andere. Bei Medizinern sieht es noch viel schlimmer aus. Fast alle sind zu Trauernden geworden, wurden von ihnen gefressen oder sind von den Militärs ab beordert worden. Naja, jeder verdammte Ort wo sich Menschen zusammenraufen braucht euch. Und das ohne Frage.“ Ihr Blick geht von Max zu Alina „Eine größere Ansammlung von Überlebenden befindet sich am Yacher Zinken, nördlich von hier. Das kann als Siedlung gewertet werden. Die Paschas im Süden am Schluchsee sind auch nicht klein. Ansonsten gibt es noch zwei weitere Gruppen in der Region die etwa so groß wie unsere sind. Vor Freiburg und Schwenningen kann ich euch nur warnen. Dort soll es zwar auch noch überlebende geben aber die beiden Städte sind Hotspots für die Trauendern der Region.“

Wer aufmerksam ist, kann sehen, dass Cassandra angefangen hat an ihren Hosentaschen herumzuspielen. Etwas beschäftigt sie, während sie Antworten gibt. Wahrscheinlich genau der Punkt, dass jede Gruppe weitere Verstärkung braucht und ihr wohl durchaus bewusst ist, dass sie gerade versuchen müsste Max und die anderen in ihre Gruppe zu bringen. Trotz des selbstbewussten Auftretens ist sie wohl offensichtlich keine Anführerin. Ihr Gruppe wird wohl von jemand anderen Angeführt.

Max Müller

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #295 am: 17.10.2020, 11:23:37 »
"Nun gut Cassandra. Das klingt ja fast danach als ob wir uns gegenseitig wohl wirklich helfen könnten. Auch wir hatten schon Kontakt mit diesem feigen Schwein Biff und den hinterhältigen Paschas. Wir wissen also genau wovon du redest. Was mir nur noch so ganz klar ist was genau Ihr denn wirklich wollt. Du sagst wir wären eine kleine Gruppe. Das lässt mich darauf schließen das Ihr wohl zumindest zahlenmäßig eine größere Gruppe seit. Du kennst unseren Standpunkt hier. Für mich stellt sich nun die Frage ob der Eurige Standpunkt besser ausgebaut und verteidigt ist? Auch scheint es so wie als ob du nicht unbedingt diejenige bist die bei euch die Entscheidungen trifft. Also was hältst du davon wenn du einen Boten zu deinen Leuten sendest und wir uns danach an einem neutralen Ort treffen um zu verhandeln wie unsere Zusammenarbeit denn vielleicht aussehen könnte?", fragt Max dann, nach einem längeren Moment des Schweigens, ganz offen und ehrlich.

Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #296 am: 18.10.2020, 15:26:33 »
Cassandra will sofort Max antworten doch Sarah mischt sich ein. Sie stellt in einer etwas abschweifenderen Rede, halt wie eine echte Politikerin fest, dass das Kennenlernen nun wohl abgeschlossen ist und jeder sich was zu Essen nehmen sollte. Die Suppe kocht zwar sicher schon eine ganze Weile über dem Feuer aber nun behauptet Shara prompt, dass sonst das Wildschweinfleisch zu zäh wird. Sie holt ein paar altbackende, wohl aus dem Antiquariat stammende Schüsseln hervor und serviert jedem der Will die leicht Suppe. Neben dem Fleisch besteht die Suppe auch aus einigen kleingeschnittenen Wildpflanzen. Dominat hierbei ist vor allen eine spinatähnliche Pflanze, die kein Spinat sein kann. Aber egal, die Suppe ist essbar.

Es ist dann auch Valentin, welcher aus dem Haus eine der Weinflaschen holt und sie zwischen Max und Cassandra stellt. Im, durch das Essen und den Wein aufgelockerte ´Mittagsgespräch´ zeigt sich Cassandra vom Vorschlag nicht abgeneigt. Sie bestätigt Max Vermutung, dass sie Teil einer größeren Gruppe sind und offenbart schon fast amüsiert, dass sie selbstredend weiter mit ihrem Lager sind. Jedoch hebt Xander hervor, der nun auch mal etwas sagt, dass sie bei weiten nicht so viele Rohstoffe haben wie in diesem frischen Lager. Er sagt auch, dass der Rohstoffmangel und besonders eben auch der Nahrungsmangel sie in den Ort getrieben haben. Titisee-Neustadt war schließlich kein kleines Schwazwalddorf und bietet so auch noch sehr viel Plündergut.

Nachdem die Flasche geleert ist, kommt Cassandra zu Max Punkten zurück. „Vertrauen ist heute schwer zu erkaufen. Darum ja. Der Vorschlag hört sich gut an. Iris mag es zwar nicht, wenn er unser Lager verlassen muss aber ich denke ich kann ihn davon überzeugen sich mit euch zu treffen. Wir können uns gerne auf halben Weg zwischen unseren Lagern treffen. Ich würd sagen Xander bleibt hier und führt euch zu einem Ort den wir verabreden können. In so zwei Tagen könntest du dich da mit Iris treffen.“

Alina Stekov

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #297 am: 23.10.2020, 21:27:57 »
Alina hat sich stillschweigend angehört was Cassandra so zu erzählen hatte. Etwaigen Militärs und den Paschas sollten sie auch weiterhin aus dem Weg gehen, so viel ist klar.

"Ihr seid noch im Einflussgebiet der Paschas und habt euch etwas Zeit mit Vorräten erkauft? Und den Edeka habt ihr versucht zu plündern weil ihr jetzt auf dem Trockenen sitzt? Wird es da nicht noch schwieriger alle zu versorgen wenn wir dazu kämen? Oder habt ihr langfristige Pläne für eine Essensbeschaffung?"


Wenn sie vor Banditen kuschen, haben sie weder die Waffen noch die Leute um sie zu vertreiben. Und bei der Edeka-Sache haben sie auch direkt zwei Leute verloren. Sonderlich vertrauenserweckend klingt das für die Schülerin Mädchen noch nicht. Sie zuckt mit dem Schultern und isst lustlos von ihrer Suppe.

"Reden kann man ja trotzdem mal. Was treiben die anderen beiden Gruppen so?"

Gelirion

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #298 am: 26.10.2020, 09:39:40 »
„Wollt ihr denn dazu kommen?“ Fragt Cassandra und blickt zum Mädchen. „Ihr seid noch näher an den Paschas und hofft hier euch verstecken zu können? Vielleicht klaps vielleicht nicht. Jeder hat seine Überlebensstrategien. So wie auch die anderen beiden Gruppen. Was die antreibt, interessiert mich nicht.“ Praktisch im Hintergrund blickt Xander auf. Er sieht so aus als wolle er etwas sagen, vielleicht über die Gruppen, doch er schweigt wo Cassandra die Frage mit ihrem dessinteresse abwiegelt.

Alle schlürften still ihr Essen. Für Cassandra sind Verhandlungen offensichtlich nicht gemacht. Ihre patzige Aufbrausende, aber zugleich wohl ehrliche direkte Art, werden wohl kaum vorteilhaft sein für ihr eigenes Lager. Schon gar nicht mit Lebensmittel- und Personenmangel. Das sie Valentin und Brink als Spezialisten hervorgehoben hatte mochte auch kein guter Schachzug gewesen sein. Wenigstens für Alina war es klar, dass andere Gruppen wohl eher gleich die Schwächen hervorgehoben hätten.

Der Abend vergeht derweil. Cassandra und Shara, welche sich ausgesprochen gut verstehen, kümmern sich um den Abwasch und das vorbereiten der Nacht. Xander wird durch Valentin versorgt und Anders, sowie auch Aiko bleiben verschwunden.

Am nächsten Morgen[1] macht sich Cassandra schon vor dem Frühstück für den Aufbruch bereit. Xander und Valentin sitzen derweil am Feuer. Die Verbände des jungen Mannes sehen frisch aus, so dass Valentin in wohl schon versorgt hat. Zwischen den beiden Männern herrscht eine einträchtige Stille. Doch offensichtlich nicht wegen Zufriedenheit oder so. Beide sehen übernächtig aus.
Schnell wird klar, dass Cassandra davon ausgeht, dass sich die Gruppen treffen werden. Alinas ´reden kann man ja trotzdem´ hat sie für die Bestätigung des Plans aufgefasst. Nach dem Frühstück verabschiedet sie sich und macht sich bereit nach Norden aufzubrechen.
 1.  Max 25 TP geheilt
Anders 7 TP geheilt
Valentin Alptraumwürfe gescheitert

Max Müller

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Kapitel 2: Die Last der Entscheidungen
« Antwort #299 am: 31.10.2020, 09:03:11 »
Max war mehr oder weniger zufrieden das es nun vielleicht doch noch eine Chance geben könnte das es weitere Überlebende gibt die nicht so durchgeknallt waren wie die Paschas.

Als Cassandra sich dann am nächsten morgen verabschiedete war Max ebenfalls dabei und verabschiedete sich von Cassandra mit den Worten "Wir sehen uns dann also in 2 Tagen. Wir werden uns dann besprechen und sehen wie die weitere Zusammenarbeit aussehen könnte, oder ob sich unsere Wege wieder trennen werden."

Max verlies den Rest des Tages dann vergehen und kümmerte sich nur um allgemeine Aufgaben die den Tag über so anfielen wie die ein oder andere Reparatur, Pflege der Ausrüstung und Waffen und Patrouillen Gänge. Als es dann Abend wurde und sich wieder alle versammelten um gemeinsam etwas zu essen nutze Max die Chance um Xander noch einmal zu befragen "Sag Xander, du machst mir den Eindruck wie als ob du mehr wüsstest von den beiden anderen Gruppen. Was kannst du denn zu ihnen erzählen? Auch kennst du die Gewohnheiten der Paschas. Was meinst du, wo wäre wohl ein guter Lagerplatz um nicht mehr länger von diesen Rüpeln belästigt zu werden? Es soll garantiert nicht dein Schaden sein wenn du uns noch ein wenig erzählst. Im Gegenzug kannst du aber auch gerne alles Fragen was dir denn so auf dem Herzen liegt", Max versuchte dabei möglichst offen und ehrlich zu wirken um den Jungen nicht ein zu schüchtern oder zu bedrängen.

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