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Autor Thema: Kapitel 3: Der hungrige Sturm  (Gelesen 9310 mal)

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Mondragor

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #270 am: 18.11.2020, 19:28:17 »
Bard blickte dem Licht nach, als es nach unten fiel, und zählte dabei die Sekunden, um eine Abschätzung der Tiefe zu erhalten. 1 ... 2... als der Stein schließlich den Boden erreichte, berechnete der Druide eine Tiefe von etwa vierhundert Fuß. Weitere seitliche Höhlen versuchte er zwar zu erkennen, doch die Schatten, die der schnell fallende Stein warf, ließen es nicht zu, mit Sicherheit zu sagen, ob dort noch andere waren als die, die sie bereits gesehen hatten. Am Boden jedoch meinte er eine Art Knochen zu erkennen, doch schienen sie zu groß für einen Menschen oder Halbling zu sein.

Mit Hilfe von Zaubern, Seilen und Suishen erreichten zuerst Garridan und Bard den Eingang zur ersten Höhle. Sie erstreckte sich vielleicht vierzig Fuß in das Eis hinein und bestand aus einer einzigen größeren Kaverne. Auf dem Boden sahen die beiden, wie von Phoebe bereits berichtet, zahlreiche Stücke von weiteren Eierschalen; doch hier befanden sich weit mehr als in Tunuaks Höhle.

Solitaire

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #271 am: 18.11.2020, 20:38:55 »
"Phoebe, achte mal darauf, ob sich unten etwas tut." Die kleine Drossel versteckte sich weiterhin und bliebt am Rand des Eingangs, um von dort aus hinabzuspähen.

Mit dem Licht am unteren Ende des Schachts und Solitaires eigenem Licht, welches noch immer etwas oberhalb der Hälfte im Schacht schwebte, sollte genug Warnung vorhanden sein, wenn die Drachendame nach oben flog.

Die Zauberin selbst kletterte, durch Bards Zauber ermöglicht, ebenfalls in die erste Höhle, um sich die Eierschalen genauer zu betrachten. "Hier wird Tunuak sie herbekommen haben." Was mochte hier geschehen sein. Waren die Jungdrachen geschlüpft? Hatte Tunuak sie gewaltsam geöffnet?

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #272 am: 19.11.2020, 18:34:25 »
Als klar war das sie alle zu der ersten Abzweigung hinuntergehen würden, bereitete Mugin einen Zauber vor. Er fasste sich an die Stirn und berührte dort das grünleuchtende Zeichen welches seine Verbindung zum Eidolon symbolisierte. Nach ein paar Worten auf Sylph hüllte sich die Hand in schwarzem Rauch und Mugin berührte das Eidolon an der Schulter. Der Nebel begann mit grünem Licht zu pulsieren und wanderte hoch auf den Rücken des Eidolon, wo er sich ausbreitete und an zwei Stellen sich weit in die Luft erhob. Langsam verflog er und offenbarte zwei beschuppte Flügel, wie die eines Drachen.[1]
Das Eidolon streckte ihre neuen Gliedmaßen und machte einige Probebewegungen, doch der Zauber gab ihr ein grundlegendes Verständniss wie sie sie einzusetzten habe.
Vorsichtig stieg Mugin auf den Rücken des Eidolons und umklammerte den Hals seiner Dienerin. So machten sich die Beiden auf den Weg zum ersten Höhleneingang.

"Die Frage ist ob er nur ein paar Schalenteile gesammelt hat oder ob der Welpe noch nicht geschlüpft war. Und warum hat Vegsundvaag ihre Brutstätte so weit oben? Sollten die Eier nicht an einer geschützteren Stelle weiter unten sein?" Mugin fuhr sich nachdenklich durch den Bart.

Das Eidolon untersuchte derweil den Raum. Neugierig schnüffelte sie an den Eierschalen, sah sich aber auch den Rest an.[2]
 1. lesser Evolution Surge: Flight
 2. Perception 18

Solitaire

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #273 am: 19.11.2020, 19:59:02 »
"Das wundert mich auch, dass die Eierschalen hier oben sind," stimmte Solitaire zu.

Rumar Endan

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #274 am: 22.11.2020, 02:59:34 »
Der Schacht entpuppte sich schon bald als viel mehr als das. Mehrere Höhlen und Gänge zweigten davon ab. Rumar vermutete, dass es nicht die beste Idee war, einfach nach ganz unten zu klettern, sondern erst sicherzugehen, dass sie Abzweigungen keine Gefahr waren. Vielleicht boten sie der Gruppe sogar neue Informationen oder Einsichten. Nachdem Garridan und Bard in die Höhle geklettert - oder in Garridans Fall eher gelaufen - waren, folgte nun auch Rumar. Es war ihm zwar nicht geheuer, wie eine Spinne an der Wand zu klettern aber es war zumindest effektiv.
In der kleinen Höhle angekommen, konnte auch der alte Priester die vielen Eierschalen entdecken. Viel mehr als die in Tunuaks Höhle. Vermutlich handelte es sich um die restlichen Eier des Nests der Drachin. Bevor Rumar seine Gedanken aussprechen konnte, tat es schon Mugin. Ja, das waren gute Fragen und die Antworten würden vielleicht nötig sein, wenn sie mit der Drachin sprechen und verhandeln wollten. "Vielleicht sind die Jungen geschlüpft Vegsundvaag hat die Schalen hier oben einfach entsorgt." Er konnte nur hoffen, dass Tunuak tatsächlich nur Schalen geklaut hatte.

Garridan

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #275 am: 22.11.2020, 11:26:53 »
Garridan nickte, das war alles sehr seltsam hier. Langsam näherte er sich den Eierschalen und untersuchte den Boden nach Spuren. Vielleicht würden diese ihnen verraten, was hier geschehen war.[1]
 1. Spuren lesen 29

Mondragor

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #276 am: 22.11.2020, 19:49:18 »
Vielleicht hatte Garridan die besseren Augen, aber tatsächlich fand er zwischen den Überresten der Eierschalen zwei Dinge, die dem Eidolon entgangen waren. Zum einen ein Stammestalisman, der frappierende Ähnlichkeit mit demjenigen hatte, den Ulf von Sonavut bekommen hatte. Doch sein zweiter Fund ließ ihn erschaudern: In einer Spalte, mit zersplittertem Stiel, fand er einen steinernen Hammer. Es war nicht schwer, sich auszumalen, was hier geschehen war. Und auch die Gegebenheiten der Höhle ließen Garridan eher an einen Nistplatz als an einen Ort denken, an denen ein Drache seinen Abfall entsorgen würde.

Bard Windwärts

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #277 am: 26.11.2020, 11:46:26 »
Bard folgte Garridan und den anderen, die dazustießen, in den ersten seitlichen Ausläufer der Eisspalte. Was sie dort vorfanden, bestätigte nur die Befürchtung, die sie über Tunuaks Taten gehabt haben.
      „Warum sollte Vegsundvaag nicht hier oben nisten?“, kommentierte Bard Mugins und Solitaires Verwunderung über die Platzierung der Schalen relativ nahe des Hortausgangs. „Dieser Ort mag zwar relativ weit oben sein, aber er ist trotzdem ziemlich geschützt. Ich glaube nicht, dass Drachen sich normalerweise vor Nesträubern fürchten müssen – wir haben es ja auch nur mithilfe von Magie hierhergeschafft.“
      So war Tunuak sicherlich auch in den Drachenhort gelangt. Mit Magie. Für ein fliegendes Geschöpf wie einen Drachen war der Spalt hier eigentlich ein perfekter Ort. So ziemlich jeder, der klettern musste, statt zu fliegen, würde an den eisigen Wänden abrutschen und in den Tod stürzen. Vielleicht war dies ja mit dem Wesen geschehen, dessen Knochen Bard hatte ganz unten im Spalt erspähen können. Auf jeden, der die Eiswand überstand, wartete außerdem noch ein wütender Drache. Oder vielleicht sogar zwei? Wenn die Drachin Eier gelegt hatte, musste sie einen Partner haben. Aber vermutlich wäre Iqaliat von zwei Drachen attackiert worden, wenn der Vater der Eier noch vor Ort gewesen wäre.
      „Außerdem gehe ich stark davon aus, dass Vedsundvaag die Eier nicht unbewacht gelassen hat, als sie noch intakt gewesen sind. Tunuak muss einen der seltenen Momente abgepasst haben, an dem sie vielleicht auf der Jagd oder woanders in diesen Höhlen war, um sich hineinzuschleichen und dem Nest zu nähern. Ich glaube tatsächlich, dass er keine Schalen geklaut hat, sondern Vedsundvaags Nachwuchs getötet hat.“
      Die Gegenstände, die Garridan zwischen den Eierschalen fand, rundeten dieses Bild nur ab.
      „Es sieht so aus als hätte Tunuak absichtlich diesen Talisman und den Hammer hier gelassen, nachdem er das Ei oder die Eier zerstört hat, um die Spur nach Iqaliat zu lenken“, schlussfolgerte Bard. „Kein Wunder, dass die Drachin den Ort attackiert hat.“
      Er sah sich in diesem Teil der Höhle ein wenig um, doch es war offensichtlich, dass Vedsundvaag nicht hier war. Wahrscheinlich befand sie sich in einem anderen Seitenarm – oder ja irgendwo draußen unter freiem Himmel.
      „Ich fürchte, schlussendlich haben wir eine schlechte Verhandlungsbasis. Ihr Gelege scheint vollkommen vernichtet zu sein – und wir haben ihr nicht wirklich etwas anzubieten, das sie milde stimmen könnte. Wir müssen darauf hoffen, dass ihr das Wissen über Tunuaks Tod Rache genug sein wird.“
      So machte Bard sich auf, um zum Haupt-Spalt zurückzukehren.
      „Lasst uns weitersuchen.“ Phoebe hatte Ausschau gehalten und noch nicht Alarm geschlagen, deswegen wagte Bard es, horizontal über die Eiswand zu klettern, um zum Seitenarm zu kommen, der dem ersten genau gegenüberlag. Vorsichtig und noch an der Wand hängend, um möglichst unauffällig zu sein,[1] spähte Bard über die Kante in die Dunkelheit, in der er Dank Solitaires Zauber weiter schauen konnte als es normalerweise der Fall gewesen wäre.[2]
 1. Stealth 28
 2. Perception 20 mit Darkvision

Solitaire

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #278 am: 26.11.2020, 17:37:34 »
Solitaire nickte. Gerade Garridans Erklärungen ließen wohl nur einen Schluss zu.

"Ich befürchte, Du hast Recht damit, Bard. Ich dachte einfach, dass es weiter unten eben sicherer ist. Dann muss Tunuak die Drachenbrut hier gefunden und getötet haben. Das ist nicht gut. Dass er Vegsundvaag bewusst provoziert hat, war ja naheliegend, schließlich brauchte er Argumente, um von seinem 'Zorn der Windgeister' zu predigen. Aber das ist schwer zu verzeihen. Auf jeden Fall wird es schwierig sein, hier mit Worten weiterzukommen. Versuchen würde ich es dennoch, wenn sich die Gelegenheit bietet. Aber wenn nicht, dann sollten wir uns auch an den Gedanken gewöhnen, dass es zu einem Kampf kommen wird. Weiße Drachen sind jetzt auch nicht gerade für ihre Nettigkeit bekannt."

Erneut nickte die Zauberin zu den Worten des Halblings.

"Suchen wir weiter. Wir müssen sie ja zunächst einmal finden. Von unserer Anwesenheit wird sie wahrscheinlich bereits wissen."

Mondragor

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #279 am: Heute um 14:04:22 »
Bard kletterte zu der kleineren Höhle und spähte hinein. Durch Solitaires Zauber konnte er tatsächlich gut sehen, doch nur etwa zwanzig Fuß vor ihm machte die Höhle eine Biegung nach unten: Mehr erkennen würde er nur, wenn er sich weiter vorwagte.

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