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Autor Thema: Kapitel 3: Der hungrige Sturm  (Gelesen 13332 mal)

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Rumar Endan

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #300 am: 09.01.2021, 03:53:45 »
Der Zauber schien keinen Effekt auf Vegsundvaag zu haben. Bevor Rumar sich allerdings darüber ärgern konnte, kam das, was er befürchtet hatte. Die Drachin nutzte ihre mächtigste Waffe und überzog sie mit klirrender Kälte. Darauf waren sie aber vorbereitet gewesen und so spürte Rumar zwar den Odem der Drachin aber wurde, obwohl er diesem voll ausgesetzt war, kaum davon beeinträchtigt.[1]
Während seine Freunde sich bereits in den Kampf stürzten und der Drachin erste Wunden zufügten, konzentrierte sich Rumar in sicherer Entfernung auf einen weiteren Zauber. Ein Drachenodem war gefährlich aber man sollte die messerscharfen Krallen und dutzenden Zähne nicht vergessen. Der alte Mann zeigte auf seine Gegnerin und ein magischer Strahl flog auf diese zu.[2] Leider flog er an ihr vorbei und traf nutzlos die Höhlenwand.[3] Auch wenn es gefährlich war, lief Rumar noch einige Schritte nach vorne, um im Notfall besser helfen zu können.[4]
 1. Reflex nicht geschafft aber dank Kälteresistenz 20 nur 5 Schaden.
 2. Ray of Enfeeblement
 3. Ich gehe davon aus, dass ein Berührungsangriff mit 12 nicht ausreicht.
 4. Hinter Bard

Mondragor

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #301 am: 10.01.2021, 15:18:52 »
Zu Rumars Überraschung traf sein wirklich nicht gut gezielter Zauber den Drachen tatsächlich[1], auch wenn der Effekt bei einem solchen Ungetüm wahrscheinlich geringer sein würde als bei einem normalen Gegner.[2]
Bards erster Pfeil zischte derweil noch am Drachen vorbei, der zweite jedoch traf ins Schwarze, und die Magie des Bogens trieb ihn durch die Schuppen hindurch tief ins Fleisch.

Vegsundvaag war zwar etwas geschwächt durch den Zauber, doch die Angriffe gegen sie schienen sie langsam zur Raserei zu treiben. Schnell feststellend, wer sie vor allem so verletzt hatte, drehte sie sich zu Garridan um und überzog diesen mit einer wilden Abfolge von Bissen, Klauenangriffen und Flügelschlägen; doch ob es nun an Rumars Zauber lag oder an etwas anderem: Nur eine Klaue schaffte es in ihr Ziel, während alle anderen Attacken ins Leere gingen.[3] Als letztes schwang sie noch ihren Schwanz in Richtung des Eidolons, doch auch dieser Angriff ging fehl.

~~~

Runde 3
Mugin
Bard
Solitaire
Garridan
Eidolon
Rumar
Vegsundvaag
 1. Touch 12 trifft
 2. Fortitude save geschafft.
 3. Biss, Klaue, 2x Flügel. Eine Klaue trifft für 10 Schaden.
« Letzte Änderung: 10.01.2021, 19:57:46 von Mondragor »

Solitaire

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #302 am: 10.01.2021, 16:59:05 »
Währenddessen wirkte Solitaire ihre Magie, um den Drachen noch weiter zu behindern. Sie sorgte dafür, dass der eisige Boden unter Vegsundvaag klebrig wurde[1]. Dann lenkte die Zauberin ihre Feuerkugeln wieder gegen den Drachen[2].
 1. Glue Seal auf das obere rechte Feld des Drachen (Reflex DC 18 oder entangled)
 2. Flaming Sphere (Reflex DC 18 (ggfs. mit -2 durch entangled) oder 12 Feuerschaden)
« Letzte Änderung: 10.01.2021, 17:00:22 von Solitaire »

Garridan

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #303 am: 10.01.2021, 18:51:40 »
Garridan erstarrte kurz, als das Monstrum sich ihm zuwandte, aber er spürte nur einen kurzen Schmerz - und atmete erleichtert auf. Dann bewegte er sich ein kleines Stück., um mit dem Eidolon den Drachen in die Zange zu nehmen.[1]
Und dann griff er den Drachen an.[2]
 1. 5-Fuß-Schritt
 2. Angriff 1: 22 (trifft nicht); Angriff 2: 29, Schaden 11 + 2 (Feuer) + 4 sneak; Angriff Hast 32, Schaden 17 + 3 (Feuer) + 11 sneak

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #304 am: 16.01.2021, 13:34:38 »
Mugin wartete auf eine Chance näher an den Kampf oder besser gesagt das Eidolon heranzukommen. Er nutzte die kurze Pause in den Attacken nach dem verfehlten Schwanzhieb um zu seiner Dienerin zu laufen und verstärkte sie mit einem Zauber.[1]

Nachdem sie dem Schwanz des Drachen ausgewichen war, wartete das Eidolon auf Mugin. Sofort nachdem sie die Magie fühlte schlug sie wieder los und nahm Vegsundvaag mit Garridan in die Zange.[2][3][4][5]
 1. 5ft step hinter das Eidolon, Magic Fang
 2. Full Attack: Bite1 daneben
 3. Bite2 33, Dmg 13+4 Acid+3 Fire+5 Bleed = 25
 4. Claw1 30, Dmg 10+4 Fire+2 Bleed = 16
 5. Claw2 28, Dmg 7+2 Fire+2 Bleed = 11

Rumar Endan

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #305 am: 19.01.2021, 16:28:11 »
Ob es nun an dem Schwächungszauber lag oder an blinder Wut, Vegsundvaag verfehlte Garridan mit fast allen Angriffen. Zum Glück, denn sonst hätte es für ihn ganz anders aussehen können. So fiel es Rumar auch nicht schwer, ein bisschen offensiver vorzugehen. Ganz davon abgesehen, dass er sich sowieso nicht in die Nähe des Drachen bewegen wollte. Er versammelte die Kräfte der Götter in einen gleißenden Blitz, der direkt auf Vegsundvaag niederging.[1]
 1. Burst of Radiance: Reflex gegen 17. Wenn geschafft, für 3 Runden dazzled, wenn nicht für 3 Runden blinded. Falls Vegsundvaag böse sein sollte, außerdem 13 Schadenspunkte.

Mondragor

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #306 am: 20.01.2021, 12:37:01 »
Der Drache wusste gar nicht, wie ihm geschah, als lötzlich von Garridan und dem Eidolon aus zwei Richtungen Schläge und Bisse auf sie einhagelten. Die massive Wucht der Attacken war letztlich zu viel, denn nach einem letzten Aufbäumen brach Vegsundvaag zusammen und krachte auf den eisigen Boden.[1]
 1. Allein mehr als 100 Schaden diese Runde durch Garridan und das Eidolon …

Solitaire

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #307 am: 20.01.2021, 15:13:06 »
"Es ist schon irgendwie schade, dass sie so enden musste. Ein majestätisches Wesen. Aber es gab keine andere Möglichkeit. Sie war vollkommen im Wahn, das konnte man deutlich sehen."

Solitaire wirkte einen Zauber, um Vegsundvaags sterbenden Körper auf magische Spuren zu untersuchen[1]. Vielleicht gab es ja noch eine genauere Erklärung für den Wahnsinn, dem sie anheimgefallen war. Sie wussten ja bereits, dass Tunuak irgendetwas mit ihrer Brut angestellt haben musste, und es war naheliegend, dass dies der Auslöser gewesen war. Aber dennoch hoffte die Zauberin auf weitere Erkenntnisse.

Ansonsten kletterte sie die Wand herunter, um sich mithilfe ihrer Lichter auch in der Höhle noch weiter umzusehen und auch dort nach magischen Spuren zu suchen.

Während sie sich so umsah, meinte sie noch: "Was wohl noch tiefer unten in diesem Schacht ist, wenn sie hier oben bereits ihre Lagerstätte hatte."
 1. Detect Magic

Mondragor

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #308 am: 23.01.2021, 13:52:13 »
In der Höhle und auch in Vegsundvaags Überresten konnte Solitaire keine ungewöhnlichen magischen Spuren entdecken, und auch sonst war hier nichts mehr von Wert zu finden, weshalb die Gefährten sich schließlich daran machten, den Rest des Höhlensystems zu durchsuchen. Ein weiterer kleinerer Fluchttunnel führte aus der Haupthöhle, in der sie sich befanden, zurück in den Schacht, so dass es nur noch eine weitere Abzweigung gab, die sie noch nicht untersucht hatten - und den Boden des Schachtes.

Sie beschlossen, zuerst dort unten zu suchen, und fanden am Boden, in einer Tiefe von vielleicht 400 Fuß, das Skelett eines weiteren, einst stolzen Drachens zwischen zerklüfteten Felsspitzen.

In der letzten verbliebenen Höhle schließlich entdeckten sie das, was offenbar Vegsundvaags Hort darstellte: Ein großer Haufen von Münzen und zahlreichen Ausrüstungsgegenständen, die sie erst einmal genauer untersuchten.[1]
 1. Ich kopiere das der Einfachheit halber im Original:
One lesser dragon slaying arrow
A +2 short sword
A potion of protection from arrows
A ring of feather falling
A horse terra-cotta talisman[1]
A wand of ray of enfeeblement (15 charges)
A masterwork light steel shield
A masterwork cold iron spiked gauntlet
A masterwork composite shortbow (+2 Strength) with 11 arrows
A masterwork spear
A climber’s kit
200 feet of silk rope
A piece of amber (worth 100 gp)
Three bloodstones (worth 50 gp each)
A blue sapphire (worth 500 gp)
A leather quiver decorated with winter wolf fur and tooled with Snowcaster elf designs (worth 500 gp)
3104 cp, 2521 sp, 594 gp, and 202 pp
 1. These ceramic statuettes are molded in the likenesses of armored soldiers, horses, or dogs, and are considered symbols of good fortune in battle. Once per day, the possessor of a terra-cotta talisman can reroll a single attack roll as an immediate action, with a +1 luck bonus on the reroll, and keep the most favorable result. A terra-cotta talisman also contains the vestige of a spirit of an ancient warrior or warbeast that can be called upon once per day as a standard action to manifest itself as a spiritual force. The powers of the talismans are as follows:
• Terra-Cotta Horse: phantom steed
• Terra-Cotta Hound: mage’s faithful hound
• Terra-Cotta Warrior: spiritual ally

Solitaire

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #309 am: 09.02.2021, 09:31:07 »
Nachdem sie erstmal alles eingesammelt hatten, was sich in dem Drachenhort befand[1], verbrachte Solitare noch eine Weile damit, das Skelett des Drachen am Fuß des tiefen Schachts näher zu untersuchen. Woran war er gestorben? Das war eine Sache, die die Zauberin interessierte. Aber vielleicht konnte sie hier auch ein paar Teile mitnehmen, die sich später zur Verzauberung eignen würden.

"Wir sollten uns bald auch auf den Rückweg machen. Die Bewohner Iqaliats wollen sicher erfahren, wie es ausgegangen ist. Und es gibt ja noch ein wenig mehr zu tun hier."
 1. Steht in der Gruppenkasse

Garridan

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #310 am: 12.02.2021, 08:13:11 »
Garridan sah sich mit den anderen überall um und sammelten ein, was sie tragen konnten. Die Drachen benötigenden es schließlich nicht mehr. Er bewunderte das Skelett des Drachen, hielt sich dort aber nicht so lange auf. Er ging zurück zu Vegsundvaag und sah sich den toten Drachen lange an. Er war neugierig, wer konnte schon wissen, ob er noch einmal einem Drachen so nah kommen würde und später davon berichten konnte. Er untersuchte den Körper nach schwachen und besonders geschützten Stellen, während seine Finger mit einer gewissen Ehrfurcht über die kalten, schimmernden Schuppen am Rücken strichen. Und ganz zum Schluss holte er sich eine Trophäe, einige großen Drachenzähne, ein paar glitzernde Drachenschuppen und eine Klaue oder ein Horn[1].

Dann war er bereit zur Rückreise, überlegte aber, ob sie nicht hier zumindest eine kurze Rast einlegen sollten. In einem Drachenhort würde sie keiner so schnell überfallen.
 1. je nachdem was den Kampf in einem brauchbaren Zustand überstanden hatte

Bard Windwärts

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #311 am: 13.02.2021, 08:10:24 »
Nachdem Vedsundvaag besiegt war, konnte Bard aufatmen. Zum Glück war alles schnell vorbei gewesen und sie alle waren mehr oder minder mit kleinen Kratzern davongekommen - aber das hätte auch ganz anders ausgehen können.
„Es ist wirklich bedauerlich, dass wir sie nicht überzeugen konnten“, schloss Bard ein Fazit, während er den Körper der Drachendame mit ehrlichem Kummer betrachtete. Sie hatte so sehr unter Tunuaks Taten gelitten... es traf sie keine Schuld an dem, was geschehen war. Gefährlich für Iqaliat wäre sie allerdings wohl auch gewesen, wenn Tunuak sie und ihren Nachwuchs in Ruhe gelassen hätte. Früher oder später.

Bard half dabei Vedsundvaags Hort nach Wertgegenständen zu durchsuchen. Sie hatte einiges angesammelt, das erahnen ließ, dass sie vorherige Drachenjäger überwältigt hatte. Dass Garridan sich Trophäen von Vedsundvaags Überresten selbst nahm, versuchte Bard zu ignorieren. Vielmehr interessierte er sich, wie Solitaire auch, für den bereits skelettierten Drachen unten im Höhlenschacht. Zumindest warf er neugierig einen näheren Blick darauf.
„Vielleicht war das Vedsundvaags Partner. Wenn es ein Gelege gab, muss sie sich mit einem Männchen gepaart haben“, überlegte Bard, halb mit sich selbst sprechend, aber irgendwie auch an Solitaire gerichtet. „Oder vielleicht ist sie nicht die erste Drachin in diesem Hort gewesen. Hat sie diesen hier wohl selbst getötet oder fiel er denjenigen zum Opfer, deren Ausrüstung wir gefunden haben?“
So wirklich interessierte ihn die Antwort auf diese Frage allerdings nicht. Er ließ sie, rhetorisch gestellt, im Raum stehen.
„Ich, für meinen Teil, freue mich nun auf einen Platz am Feuer und eine warme Mahlzeit. Lasst uns bald aufbrechen, um Iqaliat die frohe Kunde zu überbringen.“
Sobald alle bereit waren, begann Bard mit dem Aufstieg. Naquun machte sich am Höhleneingang sicher schon Sorgen.

Mondragor

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #312 am: 15.02.2021, 11:30:23 »
Schließlich waren sich alle einig, diesen Ort baldmöglichst zu verlassen. Sie waren gut bepackt mit den Beutestücken und auch mit Trophäen des Kampfes (die auch den Beweis erbringen würden, dass die Drachin tatsächlich besiegt war). Mit Hilfe der verschiedenen Zauber gelang es ihnen problemlos, aus der Höhle des Drachen zu gelangen, die sie so schnell nicht wieder betreten wollten, und sie machten sich auf den Rückweg nach Iqaliat, um den dortigen Bewohnern die frohe Botschaft zu überbringen, dass ihr Dorf sich nicht mehr vor Vegsundvaags Angriffen würde fürchten müssen.

Nach einer Reise ohne weitere Zwischenfälle kehrten die Helden triumphal nach Iqaliat zurück. Nachdem sie von ihrer Tat berichtet und Garridan das Horn des Drachen als Beweisstück präsentiert hatte, wurde für den Abend in Windeseile ein großes Festmahl angesetzt, und überall sahen die Reisenden die Vorbereitungen, als Ziegen und Karibus geschlachtet sowie Fisch ausgenommen wurde, um für das Mahl vorbereitet zu werden. Überall, wo sie an diesem Tag entlang kamen, wurde auf ihr Wohl getrunken und mehr als einmal mussten sie die Geschichte erzählen, wie sie Vegsundvaag zur Strecke gebracht hatten. Natürlich musste auch Cliff jedes Detail des Kampfes erfahren und zog sich sogleich zurück, um ein angemessenes Heldenlied darüber zu schreiben.

Am Abend, während des großen Festes, nahmen die fünf Helden, die den Drachen besiegt hatten, auf Ehrenplätzen zwischen Nalvanaq und Sonavut Platz und begannen mit einer großartigen Zecherei, als sie seit langem endlich einmal wieder das Gefühl hatten, ihre Sorgen beiseite schieben zu können.

Doch noch im Laufe des Abends wurden sie wieder ein Stück auf den Boden zurückgeholt. Der Alkohol hatte allen Feiernden bereits ein wenig zugesetzt, als Sonavut und Nalvanaq die fünf beiseite nahmen, um mit ihnen zu sprechen.
"Wir haben die Piktogramme in Tunuaks Höhle in der Zwischenzeit noch einmal genauer untersucht, und wir denken, dass wir noch ein paar weitere Details seiner Pläne herausfinden konnten." begann Nalvanaq, und Sonavut fuhr fort.
"Uralte Legenden berichten, dass die Morozkos eine Plage waren, geschickt vom Dämonenlord Sithhud, der in lange vergangenen Zeiten das Fleisch der Toten aß und ihre Knochen an seinem Willen band, ihm zu dienen. Die dreifingrige Skelettklaue ist Sithhuds Symbol, und die Piktogramme lassen vermuten, dass die geflügelte Frau einen Weg gefunden haben könnte, einen Teil von Sithhuds uralter Macht für sich zu nutzen. Die schwarzen Monoliten müssen irgendetwas damit zu tun haben, aber was, konnten wir noch nicht herausfinden.

Inzwischen glauben wir, dass der Turm im dritten Piktogramm den Turm der Stürme zeigt. Und wir vermuten, dass die geflügelte Frau - Katiyana - dort zu finden sein könnte, am Fuße der Alabastergipfel."


Was Sonavut ihnen nicht sagen musste, denn sie wussten es bereits: Wenn sie mit ihrer Karawane den Weg über die Krone der Welt bestehen wollten, dann mussten sie die Morozkos beenden. Vielleicht war es möglich, die schwarzen Monoliten einzeln zu zerstören, doch wahrscheinlich mussten sie das Übel an der Wurzel packen und ausreißen - im Turm der Stürme.

Doch zuvor hatten sie die Möglichkeit, etwas zur Ruhe zu kommen und ihre Vorräte aufzufüllen. Selbstverständlich hatte niemand aus dem Dorf mehr etwas dagegen, die Karawane für so lange aufzunehmen, wie sie dort bleiben wollte.[1]
 1. Ihr könnt nun eine Stufe aufsteigen, auf Stufe 8!

Solitaire

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #313 am: 15.02.2021, 13:10:52 »
Zwar überwog natürlich die Freude über ihren Sieg, aber ein wenig traurig war die Zauberin auch, dass es so enden musste. Für die Erutaki war es aber ein Strahl der Hoffnung, der die dunklen Schatten der letzten Zeit zumindest für den Moment vergessen ließ. Auch Solitaire hatte keine Schwierigkeiten, sich bei den Feierlichkeiten ausgelassen an Speise, Trank, Gesang und Tanz zu erfreuen. Die Varisier waren für ihre Feierlaune durchaus berüchtigt. Und ein wenig Abstand von den Problemen der Vergangenheit und der Zukunft zu gewinnen, konnte ja nicht schaden.

Tatsächlich überraschte es Solitaire aber wenig, dass mit ihrem Sieg über den Drachen hier noch lange nicht alles erledigt war. Die Stürme waren es, die ihnen den Weg versperrten, und so stimmte sie Sonavut und dem Häuptling ohne zu zögern zu, dass sie ihr Augenmerk nun auf den Turm richten mussten. Vielleicht würden sie sich auch um die Monolithen kümmern müssen, aber dieser Turm musste das Zentrum dessen sein, was hier vor sich ging.

Nachdem sie am Vortag gemeinsam die Piktogramme gesehen hatten und dann Tunuaks Worte vernommen hatten, war bereits deutlich geworden, dass mehr dahintersteckte, als nur der vom Weg abgekommene Schamane. Auch er war nur ein Mittel zum Zweck gewesen, genau wie der Drache. Ihren wahren Gegner würden sie erst noch finden müssen. Und alles deutete darauf hin, dass es diese Katiyana sein würde.

Rumar Endan

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #314 am: 23.02.2021, 03:30:32 »
Es schmerzte Rumar, dass sie Vedsundvaag hatten töten müssen. Er wusste, dass es das Beste für sie und das Dorf gewesen war und dass es keinen anderen Weg gegeben hatte aber das änderte nichts an seinen Gedanken und Gefühlen. So ein mächtiges und intelligentes Geschöpf, welches durch die Missetaten eines Einzelnen zur Weißglut getrieben worden war. Die einzige Person, die an dieser Sache die Schuld trug, war Tunuak. Rumar betete, dass der Mann seine gerechte Strafe von den Göttern erhalten würde. Er betete auch für Vedsundvaag und bat darum, dass sie nun Ruhe finden und mit ihren getöteten Jungen wiedervereint werden würde. Viel länger hielt es allerdings niemanden mehr in dem Höhlensystem. Nachdem sie den Drachenhort geplündert hatten, machten sie sich wieder auf den Weg zurück. Rumar war schweigsam und versuchte alles zu verarbeiten aber er nickte Bard bei seinen Worten zu und stimmte mit dem Gesagten überein.
Ihm gefiel die ganze Aufmerksamkeit und die Fröhlichkeit nicht, die plötzlich verbreitet wurde. Sicher, sie waren Helden und durften sich nun Drachentöter nennen aber Rumar hatte daran kein großes Interesse. Immer noch musste er daran denken, was Tunuak alles getan und was für Wellen das geschlagen hatte. Trotzdem nahm er den Ehrenplatz an und beteiligte sich an dem Fest. Speis und Trank (auch Alkohol) nahm er allerdings nur in Maßen zu sich. Eine Gewohnheit durch jahrelangen Kirchendienst und sein recht asketisches Leben. Wenn man jahrelang nur das Nötigste zu sich genommen hatte, konnte man nicht einfach so schlemmen und sich betrinken. Sein alter Körper machte das ohnehin nicht mehr mit. Davon abgesehen gefiel ihm das Fest allerdings sehr.
Sonavut und Nalvanaq teilten schließlich noch einige neue Informationen. Überraschend waren diese nicht aber noch einmal genau zu hören, was sie alles tun mussten, war doch etwas schwer zu verarbeiten. Katiyana war ihr Ziel, so wie es aussah und sie besaß uralte Dämonenkräfte. Das hörte sich sehr viel gefährlicher an als ein Drache und alles andere, gegen das sie bisher gekämpft hatten. Doch Rumar war zuversichtlich. Alle Mitglieder dieser Gruppe waren stark und entschlossen. Auch diese Hürde würden sie sicherlich überstehen.

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