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Autor Thema: Kapitel 3: Der hungrige Sturm  (Gelesen 19888 mal)

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Mondragor

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #450 am: 18.11.2021, 23:31:00 »
Einige der Waren, die Sandru unterwegs aufgenommen hatte, hatte die Karawane tatsächlich retten können, und Sandru war hocherfreut, dass er diese hier für einen sehr guten Preis losschlagen konnte. Die Stürme, die in den letzten Monaten praktisch jeden Warenverkehr aus Avistan verhindert hatten, erwiesen sich nun zumindest in dieser Sache als segensreich, denn das Angebot war derart verknappt, dass Sandru das Vielfache von dem einnahm, was ihn die Waren gekostet hatten.
Nachdem dieser Teil der Geschäfte relativ schnell erledigt war, begab er sich zusammen mit einigen Mitarbeitern zum hiesigen Wagenbauer, um sowohl die Reparaturen als auch den Erwerb neuer Wagen und Zugtiere in die Wege zu leiten.

In der Zwischenzeit machte Rumar sich auf die Suche nach einem Tempel und wurde schließlich auch fündig. Es war keine einer speziellen Gottheit geweihte Kirche, denn Rumar hatte früh herausgefunden, dass die Erutaki eher die Kräfte der Natur anbeteten und daher zum Schamanismus neigten; die organisierte Religion, wie er sie aus Avistan kannte, war den Leuten hier fremd. Dennoch gab es einen Tempel, der wohl hauptsächlich von Durchreisenden besucht wurde und daher zur Zeit besucherlos war. Nur ein einzelner Priester war anwesend: Ein Einwanderer, ursprünglich ebenfalls aus Kalsgard stammend, der diesen Tempel zu Ehren des gesamten avistanischen Pantheons erbaut hatte.
Der Mann, Thorgast genannt, war über die Abwechslung, die Rumars Besuch bot, hocherfreut, und schnell entspann sich ein angeregtes Gespräch zwischen den beiden - erst recht, nachdem der Priester erfahren hatte, dass Rumar lange Zeit in Kalsgard verbracht hatte und ihn nun über die Ereignisse der letzten Jahre auf den neuesten Stand bringen konnte.

Solitaire hingegen zog es nach der langen Zeit zu den hiesigen Händlern, und da die Stadt überschaubar war, hatte sie auch schnell einen Überblick über die Lage erhalten. Ihr war schnell aufgefallen, dass die Bewohner Ul-Angorns zwar äußerst freundlich, aber auch überaus neugierig waren, und sie passte genau auf, dass sie nichts über Ameiko oder ihre Mission verriet. Auch wenn sie hier sicher zu sein schienen und nach den Monaten in der Kälte annahmen, dass ihre Feinde ihre Spur verloren hatten, wollte sie doch nicht riskieren, sie womöglich direkt wieder auf ihre Fährte zu bringen.
Ul Angorn bot ein gutes Warenangebot, und alle notwendigen und auch weniger notwendigen Dinge des täglichen Lebens konnten hier erworben werden. Das Angebot an magischen Waren war, nicht überraschend bei der Größe der Siedlung, deutlich überschaubarer, doch ein paar Dinge waren dennoch im Angebot: Armschienen, die zusätzlichen Schutz boten[1], eine Rüstung[2], ein Umhang[3], einige Stäbe[4], ein paar Spruchrollen[5], sowie ein magischer Trank[6].
 1. Bracers of Armor +2
 2. +2 Ghost touch splint mail
 3. Cloak of Resistance +2
 4. Wand of Fairy Fire, Wand of Shield of Faith
 5. Scroll of barkskin, scroll of true strike, scroll of enervation
 6. Elixir of hiding

Solitaire

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #451 am: 23.11.2021, 20:07:59 »
Die friedliche Atmosphäre, nach allem, was sie im ewigen Eis erlebt hatten, und auch das Feilschen mit den Händlern genoss Solitaire in vollen Zügen.

Die Varisierin erwarb einen der Zauberstäbe[1] und eine der Schriftrollen[2], die die ortsansässigen Händler im Angebot hatten, um sie dem Gruppenbestand hinzuzufügen[3].

Außerdem suchte sie einiges aus den zusammengesammelten Schätzen zusammen, Dinge für die ihre kleine Reisegruppe keine Verwendung hatte, die sie hier in Ul-Angorn selbst zum Verkauf anbieten konnten[4]. Im weiteren Verlauf der Reise würde sicherlich genug Zeit für die Zauberin bleiben, um selbst noch einige nützliche Gegenstände zu verzaubern und dazu benötigten sie einiges an Resourcen.
 1. Wand of Faerie Fire
 2. Scroll of True Strike
 3. sind in der Gruppenkasse eingetragen und auch daraus bezahlt
 4. Wir werden ja sicherlich auch ein paar Dinge verkaufen, das können wir dann aber im OOC genauer festhalten

Garridan

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #452 am: 23.11.2021, 20:55:27 »
Garridan kümmerte sich zunächst wenig um die Siedlung selbst, sondern suchte sich zügig eine Taverne, in der es einen Zuber mit heißem Wasser gab. Zwar hatte Suishen ihn von den schweren Auswirkungen der Kälte geschützt, dennoch hatte er das Gefühl, dass die Kälte sich tief in seinem Innern eingenistet hatte.

Er verbrachte also einige Stunden in einem dampfenden Bad, das mehrfach mit neuem heißen Wasser aufgefüllt werden musste, bis er endlich wieder herauskommen wollte. Danach musste eine üppige Mahlzeit her und schließlich kroch er vor Sonnenuntergang in ein warmes Bett und blieb dort bis die Sonne wieder ein ganzes Stück über dem Horizont stand.

Erst danach begann er sich Ul Angorn näher an und versuchte Informationen über ihren weiteren Weg zu bekommen.

Bard Windwärts

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Kapitel 3: Der hungrige Sturm
« Antwort #453 am: 29.11.2021, 19:00:31 »
Die Reise durch die Eiswüste war, von den dämonischen und untoten Schwierigkeiten einmal abgesehen, für Bard zwar spannend gewesen (wann bekam man schon einmal die Gelegenheit, eine solch erstaunliche Landschaft zu erleben?), doch Ul-Angorn war ihm ein willkommener Hauch von Zivilisation. Einem Umtrunk in einer richtigen und warmen Taverne war er auch nicht abgeneigt. So gönnte er sich eine Pause, um sich das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder richtig aufzuwärmen. Allerdings hatte hielten der prasselnde Kamin, eine deftige Mahlzeit und das Bier, auch wenn es ihm schmeckte, nicht lang in ihrem Bann – dazu liebte er frische Luft in seinen Lungen viel zu sehr, ungeachtet ihrer Temperatur. Außerdem interessierte ihn die Lebensweise der Erutaki sehr. In Eqaliat hatte er nur bedingt die Möglichkeit gehabt, sich in Ruhe mit den Bewohnern über ihr Leben auszutauschen, also nutzte er nun die Gelegenheit, sich Ul-Angorn anzusehen und sich mit den Einheimischen auszutauschen. Ihn interessierte, wie sie hier oben ihr Leben bestritten, besonders, wie sie ihre Nahrungsversorgung sicherstellten – und, ob es unter ihnen vielleicht einen oder mehrere Druiden gab. Ein Wissensaustausch zwischen Gleichgesinnten wäre ihm eine große Freude. Doch selbst wenn sich die Gelegenheit dazu nicht ergab, genoss er die Gespräche mit den anderen Erutaki.

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