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Autor Thema: Die sieben Steine  (Gelesen 1057 mal)

Beschreibung: Kapitel 02

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Yalena

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Die sieben Steine
« Antwort #135 am: 24.03.2020, 14:59:06 »
"Wenn du meinst..." Ohne weitere Widerworte folgt sie dem Djaka in die Senke und und hält Augen und Ohren offen. Eine gute Gelegenheit, um ihre Eskorte loszuwerden. Aber auf die Schnelle fällt ihr kein subtiler Weg ein, um auf sich aufmerksam zu machen. Abgesehen davon weiß sie nicht einmal, wie groß die Anzahl der Sumpfdjaka sein mag...

Einar

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Die sieben Steine
« Antwort #136 am: 25.03.2020, 07:40:30 »
Anscheinend werden ihre Wünsche hier nicht berücksichtigt. Entweder die Djaka sind wirklich extrem misstrauisch oder einfach nur dumm. Wollen die ihnen die Waffen denn erst geben wenn sie bereits mitten im Kampf stecken? So werden sie ihnen jedenfalls keine grosse Hilfe sein, wenn es dann doch noch soweit kommen sollte. Doch bevor sie die Situation noch verschlimmern, reisst sich Einar zusammen und folgt Namta ohne zu murren in das Versteck.

Cerebro

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Die sieben Steine
« Antwort #137 am: 25.03.2020, 09:17:31 »
Die Gruppe kauert, verdeckt vom dicht bewachsenen Gelände, und wartet ab... Nichts passiert. Allein die Geräusche des Dschungels dringen an ihre Ohren - bekannte und weniger bekannte Tierlaute, aber keinerlei menschliche Rufe oder die Anzeichen eines Kampfes. Namta lauscht gespannt. Es vergehen viele Minuten, dann meint er irgendwann zu Yalena. "Feind vorbeigezogen. Brüder in Wald lenken ab - führen auf falsche Fährte. Singen mit Stimme von Wald. Wir warten nicht bis sie zurück, sondern gehen jetzt weiter. Ihr bleibt leise - nicht viel sprechen!"

Damit schickt er sich als erster an, das Dickicht zu verlassen...
« Letzte Änderung: 25.03.2020, 09:18:14 von Cerebro »

Yalena

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Die sieben Steine
« Antwort #138 am: 25.03.2020, 13:26:46 »
Die Zeit vergeht. Yalena rührt sich in ihrem Versteck kaum, lauscht nur den umliegenden Geräuschen. Nichts Ungewöhnliches, wenigstens für ihre Ohren. Laut Namta bleiben die anderen beiden also zurück. Bleiben noch vier. Kein schlechter Anfang. 

"Gut, gehen wir." Die Khoranerin wendet sich an ihre beiden Gefährten und teilt ihnen knapp mit, dass die Zwei als Lockvögel zurückbleiben.

Wenn sie Glück haben, kommen sie nicht wieder...Nur können sie sich darauf nicht verlassen. Vorerst bringt es nichts, aus der Reihe zu fallen. Also folgt sie dem Djaka anstandslos...

Einar

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Die sieben Steine
« Antwort #139 am: 25.03.2020, 20:57:48 »
„Na schön.“ brummt Einar leise. Sollen die Lockvögel ausfliegen und nie wieder zurückfinden. Aber die Küsten-Djaka haben in diesem Gebiet wohl einen Vorteil und werden sie dann bestimmt bei den Höhlen wieder treffen. Die sind sowohl Segen wie auch Fluch. Aber es wird schon besser sein solange wie möglich deren Hilfe zu beanspruchen. Ein Hinterhalt der Sumpfdjaka wird mindestens so mühsam wie die Steine wieder in die Finger zu bekommen.

Er folgt den anderen durch den nächtlichen Dschungel und versucht keinen Lärm zu machen und nicht zu tief in Gedanken zu versinken.
« Letzte Änderung: 25.03.2020, 20:58:34 von Einar »

Cerebro

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Die sieben Steine
« Antwort #140 am: 25.03.2020, 21:44:21 »
Der Weg durch den Dschungel wird fortgesetzt. Namta scheint einige Haken und Umwege mehr einzuschlagen und die Gruppe glaubt irgendwann, beinahe im Kreis zu laufen, doch ihr Führer versichert ihnen das Gegenteil. Bereits zum Ende des zweiten Tages erreichen sie in Dunkelheit die gesuchte Kluft. Die Erdspalte zieht sich beachtlich weit durch das Land und so kommen sie nicht an der Stelle heraus, wo sie die Steine vergraben hatten - jedenfalls bemerkt keiner den in den Boden getriebenen Speer, Reste des Skolopenders oder die anderen verstreuten Hinweise. Namta führt sie zielsicher den Graben entlang, währen es von oben unentwegt regnet. Das Wetter schien an ihrem ersten Reisetag stabil und gemäßigt zu bleiben, doch dies entpuppte sich schlussendlich als falsche Hoffnung. Der Wind nahm nun stetig zu, ebenso wie der Schauer, der ihnen von Böen getragen leicht schräg ins Gesicht wirbelt. Die Erde unter ihren Füßen ist durch die andauernde Bewässerung ein schmatzender Matsch - zumindest dort, wo Pflanzen und Wurzelwerk ihn nicht stärken.

Einar, Kiran und Yalena laufen hinter Namta eine Weile die Kluft entlang und halten vergeblich Ausschau nach Hinweisen. Hier ist definitiv der falsche Ort. Der Rand des Abgrunds ist stärker bewachsen und teilweise komplett von Büschen versperrt, während er in der Nähe ihres Verstecks halbwegs freigelegen hatte. Es erscheint unumgänglich, dass die Suche nach den Steinen einige Zeit in Anspruch nehmen wird - Zeit, die sie gegenüber ihren Djaka-Begleitern wohl kaum argumentieren können. Ebenso klar ist, dass es närrisch wäre, die Steine hier zurückzulassen - zumindest, wenn sie an ihrem aktuellen Plan festhalten wollen. Niemand zweifelt daran, dass Tiku seiner Drohung Taten folgen lassen wird, wenn sie mit leeren Händen zurückkehren. Und wenn sie dies nicht tun und ihm die vier anderen Steine bringen, verraten sie ihr Versprechen gegenüber Batutu und stecken auf andere Weise in der Klemme. Sofern sie den Kurs nicht ändern, müssen sie die Steine hier also finden und mitnehmen, bevor sie sich zum Verbotenen Berg aufmachen. Ein Problem, wenn man ihre Eskorte miteinbezieht...

Die zwei zuvor verlorenen Djaka sind bisher nicht zurückgekehrt - ihr Schicksal und Verbleib ist unklar. Immerhin ist die dadurch leicht geschrumpfte Gemeinschaft seither nicht mit Sumpf-Djaka oder übergroßem Getier aneinandergeraten und allein das Wetter ist ihnen - wie so oft - ein Hindernis. Namta hält plötzlich an, sieht sich kurz um und steuert dann auf eine völlig von Büschen zugewachsene Stelle am Rand der Kluft zu. Was zuerst so aussieht, als wolle er sich vielleicht ins Blattwerk erleichtern, entpuppt sich als geheimer Pfad. Er inspiziert einen der Büsche und kriecht geschwind hinein. Wenige Sekunden später kommt er zurück. "Weg frei," sagt er in Zadjitisch zu Yalena. "Gehen durch Busch, dann gehen Weg auf andere Seite hinab. Ist steil, aber leichter als klettern senkrechte Wand hinunter. Besonders bei nasse Wetter. Weg sehr... wie sagen... schleimig?!" Er schaut kurz an Yalena vorbei und weist die anderen drei Jäger in seiner eigenen Sprache an. Sie kommen herbei und überreichen der Gruppe ihre Waffen. "Diese Weg geheim. Nur Djaka kennen, wenn schicken Sammler zu Höhlen. Aber Höhlen gefährlich. Kluft auch gefährlich. Große Tiere hier. Kann sein wir treffen, bevor erreichen Höhleneingang unten. Bald dunkel und eigentlich wir rasten sollten bis morgen hier oben. Aber Regen nicht gut. Also gehen bis Höhlen, wo trocken. Rasten an Eingang. Dann morgen früh ihr gehen tiefer hinein und sucht was ihr wollt. Wir warten an Eingang, bis ihr kommt zurück."
« Letzte Änderung: 26.03.2020, 09:11:04 von Cerebro »

Yalena

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Die sieben Steine
« Antwort #141 am: 26.03.2020, 23:13:24 »
Yalena hofft, dass Kiran mehr mit dem Vorgehen der Djaka anfangen kann als sie selbst. Auf sie wirkt es eine lange Weile fast so, als würden sie willkürlich Kreise laufen. Trotzdem erreichen sie nach knapp zwei Tagen den gesuchten Ort. Regen und Wind erschweren die weitere Reise. Vielleicht hat das Wetter aber auch sein Gutes. Das bleibt wohl abzuwarten...

Soweit möglich hält sich die Khoranerin an festen Boden. Über die Wurzeln zu gehen hilft geringfügig. Eine kurze Weile müssen ihre Füße noch ausharren. Hoffentlich haben die verblichenen Diebe auch etwas in ihrer Größe. Während sie Namta folgt, überlegt die Rothaarige sich ihre nächste Vorgehensweise. Sie stehen vor einem, wenn nicht mehreren größeren Problemen. Der bisherige Kurs scheint ihr der Richtige zu sein, daran gibt es nicht viel zu ändern. Die zwei Djaka bleiben weiterhin verschwunden. Sie mögen zurückkommen oder auch nicht...Letztendlich ändert es nicht sehr viel. Irgendwie hat sie bereits fest damit gerechnet, dass sie unbeschadet ankommen. Beim letzten Mal war noch die halbe Fauna hinter ihnen her. Typisch.

Auf einmal hält Namta an und verzieht sich in Richtung Buschwerk. Geduldig wartet Yalena ab. Vielleicht eine Abkürzung?

"Rutschig? Ah, danke. Ja, das klingt nach einem guten Plan. Eure Führung war bisher eine große Hilfe. " Mit einem anerkennenden Nicken lächelt sie Namta zu, ehe sie beiläufig ihre Waffe entgegen nimmt und flüchtig auf ihre Schärfe kontrolliert. 

"Glaubt ihr, der Sumpfstamm kommt bis hierher?" Will sie noch wissen und übersetzt zwischendurch für ihre Gefährten. "Wir rasten anscheinend beim Eingang der Höhle. Die Zeit vor Morgengrauen sollten wir auch nutzen. Wie bei den Affen, nur ohne all das Gezeter. " Fügt sie leichthin zu und lässt ein leises Gähnen vernehmen.

"Hm? Oh, ja...Bei dem Regen schläft es sich ruhiger." Merkt Kiran nachdenklich an und streicht sich über seinen Bart. Sie geht nicht davon aus, dass einer der Krieger susrahnisch beherrscht. Aber nur für den unwahrscheinlichen Fall hat sie ihre Anweisung ominös verpackt. Was mit den Affen passiert war, dürften ihre Gefährten schließlich noch wissen.  Vorsichtig macht sie sich auf den Weg über den geheimen Pfad, der nicht länger geheim ist. Allein hätten sie ihn wohl nie gefunden. Nicht übel...Der Bestienbändiger folgt ihr auf dem Fuße.[1]
 1. Unverletztes Runterkommen: Erfolg für Yalena mit 14, für Kiran mit 11
« Letzte Änderung: 26.03.2020, 23:30:10 von Yalena »

Einar

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Die sieben Steine
« Antwort #142 am: 27.03.2020, 13:25:22 »
Einar folgt dem Trupp und bemerkt einmal mehr, wie sehr er sein halbes Schuhwerk vermisst. Yalena war wirklich gestraft auf ihrer bisherigen Reise. Nichtsdestotrotz erreichen sie ohne weitere Störungen irgendwann eine Stelle, an der Namta Halt macht. Sie bekommen dann auch endlich ihre Waffen zurück - und gerade als Einar überlegt die vier Djaka gleich hier und jetzt auszuschalten, erklärt Yalena dass sie am Höhleneingang rasten werden und sie plant dort zuzuschlagen. Wieso dass sie ihren Plan dabei so umständlich umschreibt ist ihm nicht ganz klar, er geht nicht davon aus dass die Djaka Susrahnisch verstehen, aber sie hätten sich auch mehr oder weniger ohne Worte verstanden, da sie betreffend ihrer Eskorte offenbar die selben Gedanken teilen. Er hat nach langem Überlegen immer noch keine bessere Idee, wie sie an die Steine kommen sollten ohne dass es die Djaka bemerken - und Tiku wird sie sowieso dafür hassen, dass sie ihm diese nicht gebracht haben.

„Gegen eine Höhle hab ich nichts einzuwenden. Na dann, gehen wir - ich will nicht die ganze Nacht hier rumstehen.“ nickt er und verstaut seine Waffen, bevor er sich schliesslich auch an den Abstieg wagt.

Cerebro

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Die sieben Steine
« Antwort #143 am: 27.03.2020, 20:11:16 »
Auf Yalenas Frage antwortet Namta nur mit einem Schulterzucken. "Sumpf-Djaka kennen Höhlen. Ernten Lotus wie Küsten-Djaka. Aber jetzt bei diese Wetter... nicht glauben, dass kommen her."

Nacheinander geht es für Yalena, Kiran und Einar dann durch den ominösen Busch. Indem sie lose Zweige und Blattwerk von sich wegschieben, ergibt sich ein verdeckter Weg voraus - umständlich für einen normalgroßen Menschen, jedoch kein gravierendes Hindernis. Erst dahinter beginnt das eigentliche Abenteuer: ein sich eng an die Seite der Kluft schmiegender, bedenklich schmaler Steilpfad, dessen erdiger Untergrund vom Dauerregen zu rutschigem Matsch verwandelt wurde. Der Boden und Weg hinab ist nur schwer zu erkennen - zu dunkel hat sich der Abendhimmel zusammengezogen. Das Gefälle entpuppt sich beim Gehen als mal mehr, mal weniger steil. Bald erkennen oder besser gesagt spüren sie, dass ihre Seite der Kluft leicht ausgehöhlt ist, so dass die obere Kante über ihre Köpfe ragt und den Weg, den sie gehen, gut vor herunterblickenden Augen schützen dürfte. Vermutlich hätte man weiter abseits auch an über die Kante gewucherter Vegetation hinabklettern können, aber so riskant dieser Rutschweg hier sein mag, es dürfte die sicherste Route nach unten sein...

Regen und Wind nehmen derweil stetig zu und sind inzwischen wirklich unangenehm. Yalenas feuriges Haar hängt ihr in klatschnassen Strähnen auf den Schultern und - vom Wind aufgewühlt - in ihrem Gesicht. Zum Glück ist es in diesen Breitengraden selbst abends nicht übermäßig kalt, aber wenn es so weiter geht, haben sie es in der Tat bald mit einem ausgewachsenen Sturm zu tun. Erinnerungen an die Weiße Dirne werden geweckt...


Schließlich erreicht die Gruppe nach längerem Abstieg den Grund der Kluft. Hier unten herrscht tiefe Dunkelheit, nicht nur durch den völlig zugezogenen Abendhimmel, sondern auch durch die drückenden, sich seitlich auftürmenden Erdwälle. Eine Fackel wäre wirklich angebracht, ließe sich bei diesem Wetter aber wohl kaum entfachen. Noch ehe sie sich in der Schwärze orientieren, übernimmt Namta das Wort und die Führung. "Beeilen jetzt! Dunkelheit nicht gut. Jäger kommen bei Nacht, aber Regen halten sie in ihre Löcher. Das gut für uns. Erreichen Eingang von Höhle und machen Feuer wo trocken. Licht halten Jäger fern. Hier unten nichts mögen Licht..." Mit im Matsch schmatzenden Füßen geht er voran - ein Schatten in der Dunkelheit; dennoch scheint er eine ziemlich genaue Vorstellung von der Richtung zu haben...
« Letzte Änderung: 27.03.2020, 20:28:05 von Cerebro »

Yalena

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Die sieben Steine
« Antwort #144 am: 27.03.2020, 21:16:36 »
Nach der Rutschpartie kommt die Khoranerin zwar heile an, fühlt sich aber nicht sonderlich besser dabei. Regen und Wind sind ein ständiger Begleiter. Und sie scheinen eher schlimmer als besser zu werden. Das wird ihre Reise wohl noch länger erschweren...Leise ächzend  fährt sie sich über das nasse Gesicht und sortiert ihre strähnigen Haare.

Der Grund der großen Kluft ist wie gedacht...sehr dunkel. Aber sie geht schwer davon aus, dass Namta weiß wohin er treten muss. "Und was für Jäger sind hier üblich?" Hakt die Rothaarige nach und folgt dem Djaka weiter. Wenn sie erst einmal die Höhle erreicht haben, wird es schon rosiger - und trockener aussehen...


Cerebro

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Die sieben Steine
« Antwort #145 am: 28.03.2020, 14:26:34 »
"Tiere mit viele Beine", antwortet Namta auf Yalenas Frage. "Und Opfer von Lotus..." fügt er nach einer kurzen Pause noch an, ohne dies weiter zu erläutern.
« Letzte Änderung: 28.03.2020, 14:28:20 von Cerebro »

Yalena

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Die sieben Steine
« Antwort #146 am: 28.03.2020, 14:34:38 »
"Viele Beine...diese gepanzerten, giftigen Käferdinger? Einem sind wir bereits begegnet, als wir zurückkamen. " Yalena verzieht den Mund. Auf diese Viecher muss sie wirklich nicht noch einmal stoßen. Sie bezweifelt, dass das Djakagift gegen sie überhaupt hilfreich ist.

Und weitere Jäger...Lotusopfer? Menschen oder wovon spricht der Djaka? Damit hat sie nicht unbedingt gerechnet.

"Was macht das Lotus mit seinen Opfern? "

Cerebro

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Die sieben Steine
« Antwort #147 am: 28.03.2020, 14:42:01 »
"Viele Käfer, ja", antwortet Namta durch das Prasseln und Heulen von Wind und Wetter hindurch. "Gibt viele Käfer hier in viele Formen." Er stapft weiter, bleibt kurz stehen, um sich in der Dunkelheit zu orientieren und marschiert dann weiter.

"Lotus sprechen zu dir." Er tippt sich mit zwei Fingern gegen die Schläfe. "Wenn du zuhören, dann du vergessen wer du bist. Wenn zu tief gehen in Höhle, dann vielleicht nicht kommen zurück. Nicht nur Fremdlinge; auch Sammler manchmal gehen verloren. Ich nicht gesehen was passiert, aber gehört Geschichten von andere Sammler, die gesehen. Verlorene gehen umher, sie sagen. Keine Brüder mehr, sondern gefährlich."
« Letzte Änderung: 28.03.2020, 14:44:29 von Cerebro »

Yalena

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Die sieben Steine
« Antwort #148 am: 28.03.2020, 15:04:27 »
Yalena pustet leise aus. Das Wetter macht es schwer zu atmen. Während sie im Gänsemarsch hinter Namta bleibt, versucht sie sich diese Opfer vorzustellen. Verwirrt vom Lotus, nicht mehr fähig die eigenen Leute zu erkennen...und gefährlich. Das ist dann wohl ein wesentlicher Grund, weshalb Fremde ohne Vorbereitung in den Höhlen ihr Ende finden.

"Schützen sich die Sammler nicht gegen den Lotus? Oder ist das nicht wirksam genug? Ist es da drinnen ungefährlich, solange man die Pflanzen nicht berührt? Wir werden wohl aufpassen müssen, wenn jetzt auch noch der Lotus anfängt mit uns zu reden..."

Je tiefer es hineingeht, desto stärker der Effekt...Das nimmt sie wenigstens an. Das klingt wenig verheißungsvoll...

Cerebro

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Die sieben Steine
« Antwort #149 am: 28.03.2020, 15:13:15 »
"Sammler trinken Wachsaft", antwortet Namta. "Stärken Geist gegen Einfluss von Lotus, aber machen nichts Garantie. Sammler müssen haben starke Wille und dürfen nicht gehen zu tief. Manchmal Ernte nicht gut oder Sammler nicht vorsichtig. Manchmal einfach nur Pech. Lotus ist lebende Wesen. Djaka sammeln von seine Finger, aber nicht von Körper... Wurzel. Wurzel nie gesehen. Liegen tief in Höhle. Schamanen sagen, dass dort Tor zu andere Welt. Viele Fremdlinge suchen Schätze. Manche dann reich und locken andere, aber viele nicht kommen zurück. Blätter und Blüten von Lotus nicht gefährlich, wenn anfassen. Lotus sprechen mit Luft, ihr nicht können vermeiden."
« Letzte Änderung: 28.03.2020, 15:20:47 von Cerebro »

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