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Autor Thema: Krötenschlecker Abenteuer  (Gelesen 2585 mal)

Beschreibung: Mission #1

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Poog

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #180 am: 22.05.2020, 18:33:15 »
Vollkommen unverletzt mit den letzten Spuren von Vorka zwischen den Fingern klebend, benötigte Poog mehrere tiefe Atemzüge um wieder ganz zu Bewusstsein zu kommen. Schief grinste er seine drei Stammesgeschwister an und meinte dann "Nochmalz guht gegangn." Dann reckte er seine blutig-klebrigen Hände gen Himmel und präsentierte Zarongel was er mit dessen Macht erreicht hatte. Pferd? Tot. Hunde? Tot. Kannibalin? Tot. Krötenschlecker am Leben. Alle. Sie mussten eindeutig unter dem Schutz des Feuergottes stehen. Und er selbst ganz besonders. Zufrieden die Hände wieder sinken lassend, leckte sich der Priester das Schlimmste von den Fingern und besah zufrieden sein Werk.

Mogmorschs großzügiges Angebot ablehnend nahmm sich Poog lieber einen seiner eingelegten Fischköpfe und begann das zähe Ding zu zerfleischen und dabei die Schuppen unelegant auszuspucken, damit sie nicht so sehr zwischen den Zähnen pieksten. Auch Leary etwas davon abgebend, schleckte der klein gewachsene Priester genussvoll zwischendurch an seiner Kröte. Gesätigt und mit einem angenehmen Gefühl hinter den Ohren, fragte er dann: "Wia jetzt suchen Feuawerk?"

Reta

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #181 am: 25.05.2020, 15:41:28 »
Reta atmete tief ein, als die Anspannung von Ihr abließ und das Adrenalin langsam abebbte. So etwas hatte Sie ja in Ihrem ganzen Leben noch nicht erlebt! Zuerst überlebten Sie alle Darmmatschers mächtige Kopf-Explodier-Stimme, dann töteten Sie Keinbein-fressen-nie-wieder-Goblinbabys und auch das garstige Höllenpferd hatte nicht den Hauch einer Chance. Zu allem Überfluss segneten auch noch 3 Hunde, ein dämonischer Riesenköter und die widerliche Vorka das Zeitige. Und alle standen Sie noch quicklebendig auf den blutbesudelten Holzplanken. Naja, alle bis auf Schuftis Kröte, die sich völlig überraschend in den Tod stürzte. Sie waren ganz sicher von Zarongel gesegnet und würden zu den heldenhaftigsten Helden aufsteigen, die der Krötenschleckerstamm je gesehen hatte. Da war sich Reta nun ganz und gar sicher.

So war es für die hyperaktive Goblindame kaum noch möglich ruhig zu bleiben und während Sie breit grinsend eine handvoll der Beeren aus Mogmorsch Hand grabschte und sich in den Mund stopfte[1], begannen Ihre Beine schon sich im Kreis zu drehen und einen ausgelassenen Tanz zu vollführen. Dabei schnappte Sie sich Ihre Glückskröte Spotol aus der Tasche und warf diese immer wieder freudig in die Lüfte um sie kurz daraufhin wieder aufzufangen.

Schwer atmend hörte sie schließlich auf sich zu drehen und blickte zu Poog.
"ODER WIA FEIERN ERSTMA GROßEN SIEG ÜBER GARSTIGE VORKA. VIELLEICHT FEUAWERK FINDEN AUCH UNS, WENN WIR FEIERN LAUT GENUG?!"

 1. Bin mir leider gerade nicht sicher, wieviele HP ich verloren habe.

Schufti Wundenlecker

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #182 am: 26.05.2020, 08:07:41 »
Auch Schufti musste erst einmal begreifen was hier gerade passiert war. Etwas geistesabwesend griff auch Schufti sich eine Hand der angebotenen Beeren und stopfte sich diese dann in den Mund. Hatten sie gerade wirklich den Alptraum alles Krötenschlecker wirklich getötet? War das wirklich gerade passiert?

Erst als Reta anfing auf dem Deck umher zu tanzen wachte auch Schufti wieder aus seiner Starre auf. Er schaute sich noch immer etwas ungläubig um "JA, lassen uns suchen Feuerwärk. Schufti will schauen was es gibt hier sonst noch für tolle Sachen", mit diesen Worten stapfte er in Richtung der jetzt offenen Tür aus der Vorka noch kurz zuvor herausgekommen war.

Adrastheia

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #183 am: 27.05.2020, 10:29:05 »
Mit lauten Kaugeräuschen ging Mogmorsch an den anderen vorbei auf die kleine Kiste zu, die ihn vorher beschäftigt hatte. Erneut überprüfte er das Schloss, schnupperte daran, trat dagegen, fluchte, trat nocheinmal dagegen. Nichts. Gemeinsam mit Reta beschloss er, Schufti und Poog nach unten zu folgen.

Schufti war zwar immer noch perplex, was die Geschehnisse an Deck anbelangte, ließ sich aber nicht so sehr ablenken, dass er die Stolperfalle übersehen hätte, die das Ende der Stufen zierte. Geschickt und ohne viele Worte darüber zu verlieren entschärfte der schuftige Krötenschlecker die Falle und tapste mit Poog in den spärlich beleuchteten Bauch des Schiffswracks.

Die vier Helden sicherten zunächst den größeren Raum direkt unter dem Gitter, welches die letzten Sonnenstrahlen durchscheinen ließ. Sie sahen sich um. Außer Tand und Staub gab es hier heraußen nichts von Wert.


Poog

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #184 am: 27.05.2020, 11:19:13 »
Mit seinen mampfenden Goblinfreunden im Lagerraum stehend, nieste Poog einmal lautstark als ihn der Staub in der Nase kitzelte. Zweifelnd sah er sich um und kratzte sich unter seinen langen, extrem verfilzten Haaren am Hinterkopf. "Feuawerk?"  fragte er und hob eine Plane um darunter zu sehen. Die letzten Reste der Fischköpfe, die zwischen seinen Zähnen steckten, zerkauend, machte sich der Zarongelpriester an die Arbeit und begann das Schiff, für Goblinverhältnisse, gründlich zu durchsuchen. Er achtete dabei auf Fallen und stocherte mit seinem Hundeschlitzer in vielerlei Öffnungen um zu sehen, wo sich das Feuerwerk, Essbares, oder Wertvolles versteckt hielt.[1] Dabei wandte er sich auch nach links und durchsuchte die Quartiere jenseits des Hauptraums.
 1. Investigation 18
« Letzte Änderung: 27.05.2020, 11:19:23 von Poog »

Schufti Wundenlecker

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #185 am: 27.05.2020, 17:30:49 »
Auch Schufti fängt an sich im Lager etwas näher um zu sehen[1]. Er konzentriert sich dabei aber eher auf die Ecken, und klopft die Wände etwas ab um zu sehen ob es hier noch irgendwo weiter geht.
 1. Perception 17

Mogmorsch

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #186 am: 27.05.2020, 21:33:30 »
Mogmorsch schaute sich einmalkurz im Raum um, dann packte er erst einmal seine restlichen Beeren weg. Danach beteiligte auch er sich an der Suche; allerdings dauerte es etwas, bis sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Dabei half es nicht, dass es während der Suche immer dunkler wurde

Adrastheia

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #187 am: 28.05.2020, 20:14:51 »
So durchsuchten die Krötenschlecker Heldengoblins den Bauch des Schiffes so gewissenhaft, wie Goblins es eben vermochten. Reta und Mogmorsch nahmen sich den Bug vor. Nachdem sie sicher waren im Hauptraum nichts finden zu können, stiegen sie gemeinsam die schmalen Stiegen zum eingezogenen Boden hinauf. Während Mogmorsch auf seiner Seite versuchte möglichst leise zu sein, starrte Reta einen Moment nach oben, lief beherzt hinauf und schrie: "Krötenschleckaaa!!!" Schufti zuckte im Hauptraum sichtlich zusammen und verdrehte die böse funkelnden Augen. Mit gezogenem Messer hüpfte die Goblinkriegerin unbeirrt in die Mitte des offenen Raumes, hüpfte nach rechts und schnaubte, hüpfte nach links und schnaubte. Mogmorsch streckte den Kopf soweit nach oben, dass er sie dabei sehen konnte. Reta war sehr mutig. Aber es war niemand da, den sie hätte beeindrucken können - abgesehen von den vielen kleinen Spinnen, die den Ort ihr Eigen nannten. Mogmorsch schloss auf und half ihr beim Plündern. Der Ort war ebenso staubig wie der Hauptraum. Die Wände waren mit zerbrochenen hölzernen und verrosteten metallenen Dingen gesäumt. Altes Segeltuch lag hier, eine Kanonenkugel dort. Reta verschob in ihrem Eifer sämtliche großen Trümmer in der Hoffnung doch noch auf einen Schatz zu stoßen, Mogmorsch suchte nach versteckten Nischen. Den eigentlichen Schatz fanden sie gemeinsam in einer solchen Nische hinter einem großen Stück Holz, das die Form eines zusammengebrochenen Pianos haben mochte. Mogmorsch zog ein eingewickeltes Bündel hervor. Sie beäugten den Inhalt[1], verstauten alles sicher und fuhren mit ihrer Arbeit fort.

Poog und Schufti stießen unterdessen in Vorkas Empfangsraum vor. Was sie dort sahen, ließ sie erschaudern. Die Wände waren, ähnlich den Dekorationen an Bord, mit Kunstwerken aus Goblinknochen, Haut und Sehnen verziert. So manche Augenhöhle starrte sie aus zerbrochenem Goblinschädel düster an. In der Mitte stand Vorkas großer Kessel. In ihm eine erkaltete, zähe Flüssigkeit von der Farbe vergorener Johannismarmelade. Nahe des Kessels an der Wand hing zu Poogs Grausen ein halbzerlegtes Skelett. An manchen Knochen hingen Fleischfetzen, andere schienen blankpoliert. Fein säuberlich waren zwei Ohren an die Wand genagelt. Schufti besah sie sich näher. Anhand der Linien wurde schnell klar: Hier handelte es sich um den Quell ihrer ganzen Odyssee. Kritzelfratze höchst persönlich hatte hier sein Ende gefunden. Und was für ein Ende es gewesen sein mochte! Poog konnte einige nützliche Ingredienzien[2] erkennen und stopfte sie in seinen Beutel.

Schufti schlich lieber weiter in Vorkas Schlafgemach. Dies war der einzig wirklich saubere Raum auf dem ganzen Wrack. Im Zentrum stand ein für Goblinverständnisse überdimensioniertes Bett. Darauf ein Quilt, der sich anfühlte, als wäre es ein Lieblingsstück eines wahren Meistergerbers, und der aus unzähligen kleinen Lederstückchen zuammengenäht war. Eine Bastelecke mit angefangenen Schmuckstücken aus Zähnen und Knöchelchen[3], sowie eine große Waschschüssel befanden sich außerdem dort. Genau durchsuchte Schufti auch den Beistelltisch[4] und den Raum unterm Bett. Tatsächlich! Poog sah in den Raum und fand Schufti halb unter dem Möbel versteckt. "Pack mal mit an!" Der Priester kroch ebenfalls darunter und half Schufti dabei, die große Kiste[5] hervorzuziehen, die sich dort verborgen hatte.

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Alle waren froh gewesen, den alten Kahn noch vor Einbruch der endgültigen Dunkelheit zu verlassen. In den finsteren Teil des Sumpfes zurück wollten die Heldengoblins jedoch auch nicht so schnell, also beschlossen sie, die Nacht am Strand im Schutze einer höheren Düne zu verbringen. Schufti hatte Vorkas große Schlafdecke mitgebracht und als Picknickdecke unter den anderen ausgebreitet. Bevor er sich darauf niederließ, schritt er abermals die nächste Umgebung ab und vergewisserte sich, dass sie hier halbwegs sicher waren. Reta streichelte abwesend über die weiche Oberfläche des Quilts und sah zu, wie Mogmorsch elegant ein Feuer entfachte, dass sie die ganze Nacht warm halten würde. Poog bereitete ihnen ein wahres Festmahl aus Dingen, die er mitgebracht und unterwegs gefunden hatte. All die Kostbarkeiten hatten die Goblins auf einen gemeinsamen Haufen gelegt. Nachdem sie den ersten Gang geräuschvoll verspeist hatten und das ein oder andere Krötenschleckersiegeslied gegrölt, begannen sie zu bereden, wie sie mit den Schätzen umgehen sollten, was der nächste Schritt wäre und vor allem, was morgen auf sie zukäme.
 1. 1x leichte Armbrust; schöne Arbeit mit der Aufschrift "Sic semper tyrannis!"
12 Bolzen
1x Amulett, geformt wie ein kleiner Schädel aus schwarzem Stein mit grünen Smaragdaugen [magisch]
1x handgeschriebenes Rezept für Kartoffelsuppe
 2. besticktes Seidentaschentuch
2x Obsidian
getrocknete Kamille
gepresster Schierling
1x Schale mit besonders feinem Fett
1x Einmachglas mit eingelegten Augäpfeln gemischt
1x roter Trank [magisch]
 3. geschnitzte Knochenwürfel
1x Knochenohrringe
1x Zahnkette
 4. Bild in der Hälfte durchgerissen. Nur lächelnde Vorka ist klar zu erkennen
1x Obsidiandolch; auf einer Seite gezackt
 5. 15x Feuerwerkskörper
Beutel mit 100 Gold
Beutel mit 33 Fingernägeln
Beutel mit 5 Bomben
2x Heiltrank
1x Minirock

Poog

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #188 am: 31.05.2020, 09:41:02 »
Noch an einem undefinierbaren Knochen nagend, leckte sich Poog das leckere Fett von den Fingern und trank einen großen Schluck von etwas Schäumenden. Die Welt bot soviel köstliche Dinge. Bier, Hund, Kartoffelsuppe. Was wohl im nächsten Kannibalen-Pilz alles zu finden sein mochte? Gleich drüben im nächsten Sumpf. So träumte der Zarongelpriester bei sich während er ins Feuer starrte und seinem vollen Magen beim Glucksen zuhörte.

"Wia jez Heldn, oda?" fragte er schließlich in Runde. Vielbein, Vorka, Trampel. Allen hatten sie getrotzt und waren mit heiler Haut davon gekommen. "Wia gehn zu Darmmatscha und teiln unsre Beuthee?" testete er den Gedanken indem er ihn prüfend aussprach. All die herrlichen Glitzersachen. Die Bomben. Das Feuerwerk!

Schufti Wundenlecker

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #189 am: 31.05.2020, 13:16:42 »
Auch Schufti lies es sich gut gehen und schlug sich den Bauch voll. Er war sich ebenfalls sehr sicher das sie nach alldem was sie erlebt hatten, in ihrem Dorf auf jeden Fall wie Helden gefeiert werden sollten.

Die Frage von Poog beantwortete er nur mit einem kalten "Wer sagen denn das wir müssen alles abgeben? Wer es hat gefunden, der darf es behalten"

Mogmorsch

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #190 am: 02.06.2020, 09:55:31 »
„Wir sein Helden, also sein unsere Beute. Feuawerk soll Darmmatscher kriegn, aber Rest teilen unter uns auf“, lautete Mogmorschs Vorschlag. Er hatte sich beim Inspizieren der Beute schon das Rezept durchgelesen und war der Meinung, dass man es durchaus noch verfeinern konnte. Das wollte er ausprobieren, sobald sie wieder beim Stamm waren. Außerdem galt sein Augenmerk dem dunkel glänzenden Amulett, das sich super auf einigen seiner Verkleidungen machen würde, verströmte sie doch eine seltsame Aura. Mit Worten hätte er es nicht beschreiben können, aber dieses Amulett zog ihn an

Adrastheia

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Krötenschlecker Abenteuer
« Antwort #191 am: 03.06.2020, 20:44:50 »
Erst spät erwachten die vier tapferen Krötenschlecker von ihrer verdienten Siegesfeier im Salzstängelsumpf. Nachdem sie ihrer natürlichen Pflicht und ihrem Vergnügen nachgekommen waren, zogen sie in die entgegengesetzte Richtung der Rauchschwaden los. Nur schwer konnte der kleine Priester sich vom schönen Kannibalenpilzfeuer abwenden, doch wollten sie eiligst nach Hause kommen.

Poog unterhielt unterwegs die anderen mit Geschichten und Legenden rund um Zarongel. Mogmorsch spann nebenher ihre eigene Heldengeschichte und versuchte verschiedene Versionen um die zu finden, die wohl den größten Effekt erzielen würde. Beide trugen jeweils ein Bündel mit sich. Reta schleppte das Feuerwerk in einer Kiste am geschwollenen Kopf und summte vor sich hin, während Schufti pflichtbewusst vor, hinter und rund um die Goblins herumschlich, sich mutig und mit gezogenen Messern in die Büsche warf und dann elegant wieder zur Gruppe aufschloss. Er trug zwei Bündel, seines und Retas.

Der Heimweg war ereignislos und so kamen sie bereits am frühen Nachmittag in unmittelbare Umgebung des Stammesquartiers. An einer unauffälligen Stelle direkt hinter einer größeren Erdmulde hielten sie an. Schuftis exzellenter Eingebung folgend vergruben die vier Helden ihre Schätze an diesem Ort. So konnten sie ihren Auftrag abschließen ohne all ihre Funkler und Glitzer an den Häuptling abtreten zu müssen. Immerhin bekam er das meiste vom Feuerwerk und sein Schwert zurück. Das musste doch reichen? Bevor sie den endgültigen Einzug ins Dorf starteten, putzten sie sich noch passend heraus, hängten Trophäen und Siegeszeichen an die Gürtel, polierten die Waffen und hüpften wild auf und ab um sich aufzuheizen und wild und gefährlich zu wirken. Reta stürmte mitsamt Feuerwerkskiste voran und donnerte einen Siegesspruch mit ihrer gehaltvollen Stimme. Mogmorsch und Poog knurrten und grölten gemeinsam mit ihrem schuftigen Freund hinterher. Links und rechts steckten Krötenschlecker ihre Köpfe aus den Fenstern, hielten in ihrem Tagewerk inne und liefen hinaus auf den Hauptplatz um sich das Spektakel anzusehen.

Selbst Darmmatscher höchstpersönlich erschien um Retas Ruf zu folgen und entweder seine Beute abzuholen, oder ein neues Goblin-Grillfest mit den vier Erfolglosen zu veranstalten. Der PLatz des rituellen Scheiterhaufens blieb vorerst jedoch kalt. Die vier Heldengoblins genossen die Aufmerksamkeit, die Bewunderung und die neu gewonnene Achtung ihrer Mitschlecker aufs Äußerste. Zwei Tage lang dauerte die Stammesfeier und - der Natur solcher Feiern entsprechend - war so mancher Krötenschlecker danach nicht mehr gesehen. Zweimal wären beinahe die Hütten rund um den Hauptplatz abgebrannt - gemeinsam mit dem erbeuteten Feuerwerk. Dann verräumte Darmmatscher die Kiste doch besser im Zelt seines engsten Beraters. Nur zur Sicherheit, versteht sich.

Die vier Helden aber: Poog, Mogmorsch, Reta und Schufti gingen in die kurzzeitig weitergegebene Geschichte des Stammes ein. Sie ließen sich feiern wie ihnen gebührte, und träumten bald vom nächsten großen Abenteuer!

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