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Autor Thema: Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch  (Gelesen 16824 mal)

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Daeinar

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #60 am: 30.08.2005, 14:05:45 »
 Auch die restlichen Statuen gaben nach kurzer Suche ihre Geheimnisse preis. Und auch wenn diese für die aktuelle Reise wohl kaum von Belang waren, so notierte Dorin sie mit einer gewissen Zufriedenheit.

"Tallis, Schwarzes Siegel, O4.
Schwarzherd, Schwarzes Siegel, SO 12.
Drahthalle, Rotes Siegel, SW 15.
Halle von Kronu, Weisses Siegel, N6.
Rotherd, rotes Siegel, SO 7."


Er faltete das Pergament zusammen und nickte Hammer zu. Ohne zu zögern setzte der Kriegsgeschmiedete sich in Bewegung und schlug dem schwarzen Ritter den Kopf herunter, der mit einem dumpfen Knacken auf den unebenen Boden aufschlug und ein Stück wegrollte. Nach zwei weiteren Schlägen war der Kopf nur noch als Geröll zu erkennen.

Eine Weile später verließ die Gruppe das Haus, hinter sich ein weiteres, neues Rätsel für neugierige Augen zurücklassend. Was es mit den Kopflosen Statuen wohl auf sich haben mochte?

Doch diese Überlegung wurde in dem Moment unwichtig, als man ins Freie trat und von einer zischenden Stimme begrüßt wurde: „Nanu, was haben wir denn hier!“

Aus der Dunkelheit erschien ein großer, ausgemergelter Mann. Eine wunderschöne, schwarze Robe aus feiner Seide umfloss seine Gestalt wie ein lebender Schatten. Die Haut des Mannes war leichenblass, und ein diabolisches Grinsen entblößte zwei spitze Zähne dessen Oberkiefer. Das schauerliche Auftreten des Mannes wurde von der pickligen, weißen Glatze und einer fürchterlichen Narbe, die von einem der beiden rot leuchtenden Augen zurück zu einem verstümmelten, ehemals wohl wie sein Gegenüber spitzen, Ohr verlief.

Diese Augen wanderten nun über die Gestalten vor ihm, und mit einem leisen Kichern verschwindet die Gestalt in einer Wolke hellen, fast weißen Nebels, aus dem die Stimme widerhallte:

“Zu mir, meine Kinder! Reißt sie in Stücke, während ich mich an ihrem Blute labe!“[/i]

In der Finsternis erschienen ein halbes Dutzend oder mehr  rot glühender Augenpaare, die sich in einem Halbkreis der Gruppe näherten. Fast schien es, als habe sich das ganze ehemalige Rosenbruch erhoben, als die Untoten im schwachen Licht näher kamen…
 

Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #61 am: 31.08.2005, 14:57:51 »
 Sicheren Schrittes war Cerzil nach draußen getreten, nur um beim Klang der seltsamen Stimme sofort einige Schritte zurückzustolpern. "Ah!", jappste er und hätte sich beinah direkt vor Ethan rückwärts auf den Arsch gesetzt.
"Bei allen Göttern es ist aus.", flüsterte er und kramte hastig nach seinem rostigen Dolch.

Hammer

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #62 am: 02.09.2005, 11:30:24 »
 "Verdammt", hörten die Gefährten Hammer sagen. Doch dann hatte der Hühne schon seinen Kriegshammer in der Hand und war mit ein paar großen Schritten bei dem in Roben gekleideten Mann, um ihn schnell außer Gefecht zu setzen.

_Guamorr

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #63 am: 02.09.2005, 17:26:59 »
 Guamorr knurrte, als Hammer auf den Feind zulief. Er blickte sich hastig um und hob dann die Hand, um die anderen davon abzuhalten dem Kriegsknecht zu folgen. Er wandte sich um und rief "Lauft!".

Der Ork lief los und zog dabei Rigana und Dorin, die ihm an nähesten Standen, mit sich.  

Ethan

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #64 am: 02.09.2005, 20:19:58 »
 "Himmel...."
Ethan warf nur einen kurzen Blick auf die Gestalten, bevor er so schnell, wie möglich, dem Ork folgte.
"Was ist mit Hammer, wir können ihn nicht zurücklassen!"
Mittlerweile hatte er im Rennen sein bewährtes Rapier gezogen und hielt es locker in seiner linken Hand.
Seine Stimme zitterte zwar vor Furcht, doch seine Augen zeigten einen entschlossenen Ausdruck, daß er auch bereit war, zu kämpfen, falls dies die Situation erfordern würde.

Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #65 am: 02.09.2005, 23:41:42 »
 Cerzils Augen weiteten sich, er stotterte etwas vor sich hin und deutete dann ruckartig auf seine Füße. Ein kurzer Lichtblitz und schon rannte der Junge und überholte die anderen, wie durch Magie getrieben, mit Leichtigkeit.
Die Ratte auf seiner Schulter quiekte den Untoten einige verärgerte Beleidigungen auf rattisch zurück.

Daeinar

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #66 am: 04.09.2005, 16:08:22 »
 Hammer schaute sich unsicher um, als seine Gefährten einer nach dem anderen den Rückzug antraten, von einem heiseren Lachen aus der Wolke begleitet. Er überlegte es sich zweimal und kam plötzlich zu dem Schluss, dass er alleine lieber doch nicht gegen eine kleinere Armee an Untoten antreten wollte.

Nicht so hingegen Kanatash. Der Kalashtar stürmte einige Schritte vor und rief seinen Gefährten zu: "Lauft, ich halte sie auf!"[/b] Dann blieb er stehen und riss er die Faust über den Kopf:

"Weichet dem Licht!"

Die rotglühenden Augenpaare verharrten plötzlich und richteten sich starr auf den Kalashtar. Einer der Zombies drehte sich um und wollte sich im selben Augenblick entfernen, als die leise, zischende Stimme aus dem Nebel erneut erklang:

"Das Licht hat hier keine Kraft, du törichter Träumer."

Etwas Schwarzes flog aus dem Nebel und traf Kanatash hart in die Brust. Keuchend ging der Mann zu Boden. Hammer, als letzter losgelaufen sah nur noch, wie sich die Untoten - es mussten mindestens fünzehn an der Zahl sein - wieder in Bewegung setzten und auf den liegenden Kalashtar zuhaltend, kurz bevor Cerzil - und damit das Licht, das die Szene beleuchtete - zu weit weg war, um noch etwas wahrzunehmen, meinte er gesehen zu haben, dass die Brust des Klerikers rot geglänzt hatte.

Dann schluckte die Dunkelheit alles, und nur noch das Trampeln der Füße auf der Flucht war zu hören.

_______________________________________________________________________

Erst als die Gruppe außer Atem an Failins Wagen ankam - Cerzil verweilte schon etwas länger dort - wurde plötzlich allen schlagartig klar, dass Kanatash nicht mitgekommen war. Der mann schaute die Gruppe ungläubig an: "Was ist denn mit Euch los? Ihr seht ja aus, als ob ihr einen Geist gesehen hättet!"

Hammer

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #67 am: 05.09.2005, 09:19:49 »
 Der Kriegsknecht kam polternd zum stehen, wandte sich direkt um und starrte mit seinen blau glühenden Augen in die Dunkelheit, seinen Großhammer kampfbereit in beiden Händen haltend. Irgendwie schien er nicht zu glauben, daß die Gefährten die Feinde abgehängt hatten oder... hoffte er doch noch auf den Kalashtar?

Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #68 am: 05.09.2005, 09:25:55 »
 "Das trifft es ziemlich gut.", erklärte der junge Mann, der schon wieder etwas ruhiger atmete während seine Freunde gerade keuchend ankamen. "Lasst uns keine Zeit verschwenden! Sobald alle auf dem Wagen sind, fahrt zu! Fürs Plaudern ist später noch Zeit.", wies Cerzil Failin, mit ruhiger Stimme in der seine Panik aber deutlich mitschwang, an.
Dann kletterte er so schnell er konnte auf den Wagen.

Dorin d'Cannith

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #69 am: 05.09.2005, 11:27:22 »
 "Wenn wir zögern, werden die Untoten uns folgen. Kanatash können wir kaum helfen, wenn er zurück geblieben ist, also beeilt euch und laßt uns so schnell wie möglich fort von hier. Alles weitere können wir unterwegs besprechen.", hastig kletterte Dorin auf Failins Gefährt. Der Blick in Dorins Augen war hart und mißmutig stierte er in die Dunkelheit.  

Hammer

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #70 am: 05.09.2005, 17:59:47 »
 Hammer wartete bis alle auf der Kutsche saßen und schwang sich dann selbst auf das Gefährt, immer noch die Umgebung im Auge behaltend.

_Guamorr

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #71 am: 08.09.2005, 15:13:14 »
 Guamorr packte Failin an der Schultern und schob ihn in Richtung seines Kutsche.

"Wir müssen nach Nordosten, Failin. Immer am Nebel entlang. Nach etwa 70 Meilen werden wir dann das Klageland betreten. Ob ihr uns dorthin begleiten wollt oder nicht ist euch überlassen, ihr habt genug Zeit darüber nachzudenken. Und jetzt los, vielleicht werden wir verfolgt."

Guamorr liess den Mann los und umrundete die Kutsche, um sich zu den anderen hinaufzuschwingen. Er setzte sich wie gewohnt auf den Bankplatz am hinteren Ende der Kutsche, und blickte mit Sorgenvoller Miene nach Rosenbruch zurück.  

Ethan

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #72 am: 08.09.2005, 17:06:55 »
 Auch Ethan beeilte sich, den sicheren Wagen so schnell wie möglich zu erreichen, um diesen Ort zu verlassen.
Ein letzter Blick zurück in die Dunkelheit, dort, wo der Kalashtar wohl sein Leben gelassen hatte. Sein Blick wanderte kurz zu Boden, dann schaute er sich nach seinen Gefährten um.

"Wie geht es weiter? Ich meine, wenn wir dort sind? Einen Mann haben wir verloren. Vielleicht sollten wir noch sorgfältiger planen, bevor weitere Unglücke passieren....."

Daeinar

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #73 am: 15.09.2005, 11:05:20 »
 Failin betrachtete den Ork mit einer Mischung aus Verärgerung und Unsicherheit, doch dann schwang er sich auf die Kutsche und meinte knapp:

"Wir reden später."

Ohne zu zögern fuhr er los, und für lange Zeit wurde das monotone Rumpeln und Knirschen des Wagens zum einzigen wahrnehmbaren Geräusch, während die Gruppe über dem just Erlebten brütete.

Im Osten, zur Rechten des nicht vorhandenen weges, erhoben sich die Nebel des Klagelandes gleich einer unendlichen Schlechtwetterfront. Doch dank Failins wundersamem Gefähr bewegte man sich schnell. Plötzlich hielt Failin an.

"70 Meilen. Ich werde Euch nun verlassen. Nichts für ungut, aber ich wüsste nicht, was mich ins Klageland bringen sollte. Das ist nichts für Männer, die einfach nur ein angenehmes Leben führen wollen. Darguun ist schon so gefährlich genug. Vergesst Euer Banner nicht. Der Rückweg könnte sonst unangenehm werden. Falls ihr denn zurück kommt."

Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #74 am: 15.09.2005, 14:20:50 »
 Unendlich langsam näherte sich Cerzils nicht mehr ganz so weißer Stiefel dem Boden. Sein Blick war schon seit die Nebel aufgetaucht waren von Schrecken erfüllt.
Er ging zwei Schritte in Richtung des grauen Dunstes und flüsterte: "Da sollen wir hinein? ... Ich kann euch gut verstehen Failin."
Dann straffte er seine Gestalt und nickte seinen Gefährten zu. Mit wieder festerer Stimme erklärte er: "Dann lasst uns gehen. Wenn ihr vorher noch etwas zu erledigen habt, dann beeilt euch.
Ich wünsche euch eine angenehmen Heimfahrt Failin, so das in diesem gebrochenen Land möglich ist."

Nachdem alle bereit waren ging der junge Cannith entschlossenen Schrittes auf die Nebel zu.

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