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Autor Thema: Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch  (Gelesen 16616 mal)

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Hammer

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #15 am: 12.07.2005, 09:49:29 »
 Hammer folgte dem Ork, als dieser sich auf dem Stein niederließ. Da der Kriegsknecht nicht wusste was er sonst tun sollte, setzte er sich in einiger Entfernung zu Guamorr auf den Boden, um über ihn zu wachen, während dieser seien Vorbereitungen traf.

Dorin d'Cannith

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #16 am: 12.07.2005, 11:44:50 »
 "Karrnath also, das läßt nichts Gutes hoffen. Ich weiß zwar nicht, was dieser Orden mit den Angelegenheiten meines Hauses zu schaffen haben könnten, aber man kann nie wissen. Angesichts unseres weiteren Ziels dürften die Untoten von Karrnath einen Vorteil haben, sollten sie auch auf der Suche nach den Aufzeichnungen sein. Wir müssen unbedingt wissen, ob sie etwas mit der Sache zu tun haben und wenn ja, ob sie bereits fündig geworden sind.", obwohl Dorin relativ ruhig klang, schien er unterschwellig aufgeregt, ja fast ein wenig abenteurlustig. Das Ziel ihrer Reise schien ihn weniger abzuschrecken als anzulocken und die Anwesenheit der Ordensleute beunruhigte ihn noch sehr wenig. Einmal mehr wanderte sein Blick zu Hammer, der sich abseits bei Guamorr als stille Wache aufgestellt hatte. Ein Hauch Bewunderung gepaart mit einem herrischem Funkeln schien sich in seinen Augen wiederzuspiegeln.

_Guamorr

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #17 am: 12.07.2005, 12:02:35 »
 Als Guamorrs Vorbereitungen abgeschlossen waren hatten sich die anderen bereits wieder um den Wagen versammelt. Der Ork hatte seine Lederrüstung abgelegt und trug nur eine schwarze Hose, die kaum bis zu den Knien reichte. Es war auch schnell zu erkennen warum. Die Haut Guamorrs hatte sich durch seine Magie dunkel verfärbt, und wären seine stets leuchtenden Augen nicht gewesen könnte man ihn direkt ansehen und ihn trotzdem nicht bemerken.
 “Ich werde nicht länger als eine halbe Stunde brauchen, also habt ein wenig geduld.“
Der Ork warf seinen Rucksack auf den Wagen, nahm den Speer in die Hand, der durch das dunkle Holz ebenfalls kaum zu sehen war, und lief los in Richtung Rosenbruch. Er lief schnell, und war innerhalb von Sekunden aus dem Blickfeld der Gruppe verschwunden.
 

Daeinar

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #18 am: 12.07.2005, 22:05:40 »
 Von der Magie gestärkt verschwand Guamorr in der Dunkelheit und kurz nachdem er nicht mehr zu sehen war, waren auch keine Geräusche mehr vernehmbar.

Es dauerte einige Minuten, Rosenbruch zu umrunden, doch schließlich gelangte der Ork an den nördlichen Rand der Ruinen und lief in gebückter Haltung zwischen zwei Mauern wieder nach Süden. Fast augenblicklich nahm er das unnatürliche Geräusch von aneinander reibendem Glas wahr - und da war noch etwas...

Doch dann sah er die beiden Wesen, die eine der glasverkrusteten Straßen entlang stapften. Und sie schienen ihn gehört zu haben. Denn plötzlich rissen sie die Köpfe herum und hielten auf den Ork zu. Da waren zwei Zwerge, doch ihre Leiber schienen geschunden und verkohlt, und ihre Gliedmaßen reflektierten das Mondlicht - auch sie schienen von Glas wie von einer zweiten Haut bedeckt zu sein. Nur ihre Augen leuchteten rot. Doch noch waren sie zu weit fort und dank seines im Mondlicht überlegenen Augenlichts hatte Guamorr sie gerade noch rechtzeitig entdeckt. Vorsichtig zog der Ork sich zurück, und nach einer Weile verloren die Wesen das Interesse.

Erst jetzt dachte Guamorr darüber nach, was er da noch gehört hatte - das Geräusch, als würde jemand mit einer Hacke auf das Glas einschlagen. Diesmal war er vorsichtiger, als er dem Geräusch nach Süden folgte.

Er spürte sein Ziel sicher auf. Vor ihm lag eines der wenigen halbwegs intakten Gebäude in Rosenbruch. Es war groß und klobig - und über der Tür prangten der Amboss und der Gorgon - das Zeichen der Canniths. Auf den zweiten Blick wurde klar, dass neben den Aussenwänden nicht viel von dem Gebäude übrig war. Dennoch drang ein schwacher Lichtschein aus dem Inneren.

Der Ork schaute sich um: Er befand sich schätzungsweise mitten auf dem Plateau - niemand schien in der Nähe zu sein...

_Guamorr

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #19 am: 13.07.2005, 14:24:00 »
 Guamorr zog sich langsam aus dem Dorf zurück und lief zurück zu der Gruppe. Er ging geradewegs auf den Wagen zu und nahm seine Lederrüstung wieder an sich, die er anlegte während er sprach.
“Wie ich erhofft hatte scheinen die Soldaten sich nicht in dem Dorf aufzuhalten. Doch, was auch immer mit diesem Dorf geschehen ist, die Bewohner scheinen durch Magie mit dem Glas verschmolzen zu sein, und streifen nun durch die Ruinen. Ich habe nur zwei von ihnen gesehen, doch wir sollten damit rechnen dass noch mehr von ihnen dort sind. Ich habe ausserdem ein Haus Canniths entdeckt, und dort werden wir mit der Suche beginnen. Falls es zu einem Kampf kommt müssen wir leise und schnell vorgehen, damit wir keine unnötige Aufmerksamkeit auf uns lenken.“
Guamorr schnürte sich seinen Schild auf den Rücken und schien bereit aufzubrechen.
 

Dorin d'Cannith

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #20 am: 13.07.2005, 17:09:56 »
 "Das sind gute und schlechte Nachrichten zugleich. Wenn wir diese Ordensleute aus Karrnath umgehen können, umso besser, aber die ehemaligen Bewohner dieser Stätte machen mir Sorgen. Ich glaube kaum, daß ein Kampf so leise von statten gehen wird, wenn sie wirklich mit diesem glasigen Stein verschmolzen sind, also hoffen wir, daß wir einen Kampf vermeiden können. Wie weit ist das Haus entfernt, Guamorr? Wenn möglich sollten wir Failins Gefährt in einiger Entfernung unterbringen, aber so, daß wir eine schnelle Fluchtmöglichkeit behalten, falls doch etwas schief gehen mag. Wenn wir sonst nichts mehr vorbereiten müssen, sollte wir uns wohl am besten gleich ans Werk machen.", geschwind packte Dorin seine Armbrust aus und prüfte den Sitz seiner Rüstung. Einige lose Beutel verstaute er im größeren Rucksack, wohl um unnötige Geräusche dadurch zu verringern.

_Guamorr

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #21 am: 13.07.2005, 18:16:02 »
 "Das Gebäude liegt im Zentrum der Ruinen, wird müssen also ein Stück laufen." Guamorr zeigte auf Hammer. "Wir werden die Füsse eurer Maschine polstern müssen, oder wir lassen sie am besten ganz hier. Diese Wesen haben mich gehört als ich sie nur beobachtete, also wird ein solch schwerer Metallkoloss der auf dem Glass herumtrampelt das ganze Dorf aufwecken."

Kanatash

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #22 am: 13.07.2005, 18:33:55 »
 "Ich bezweifle, dass wir unbemerkt bekommen werden, was wir wollen. Denkt ihr wirklich, dass es nach den vergangenen Ereignissen wirklich ein Zufall ist, dass wir mehr oder weniger erwartet werden?" Jäh wurde er von Guamorrs Einwänden gegen Hammer unterbrochen. Etwas verunsichert betrachtete er seine bereits angelegete Rüstung. "Wenn es danach geht, werden wir uns aufteilen müssen, der Rest waret hier. Werdet ihr entdeckt, stehen eure Chancen schlecht. Ich würde es lieber in Kauf nehmen entdeckt zu werden, als durch falsche Vorsicht zu sterben."

Rigana

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #23 am: 14.07.2005, 07:38:35 »
 Rigana war offensichtlcih beunruhigt,die vor ihnen liegenden Möglichkeiten behagten ihr allesamt nicht.
Wenn es so ist, wie ihr sagt, Guamorr, und ich bezweifle eure Worte nicht im geringsten, dann stehen unsere Chancen unentdeckt zu bleiben äußerst ungünstig und in einem unausweichlichen Kampf würde ich sehr ungern auf Hammers Anwesenheit verzichten wollen. Ich würde es also begrüßen, wenn unsere Gruppe zusammenbliebe.
Mit diesen Worten sah sich die junge Bardin in der Gruppe um.

Hammer

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« Antwort #24 am: 14.07.2005, 13:01:28 »
 Ohne eine ersichtliche Gefühlsregung meinte der Kriegsgeschmiedete: "Ich wurde nicht gebaut um leise zu sein! Entscheidet ihr was zu tun ist."

Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #25 am: 14.07.2005, 17:17:48 »
 Cerzil war während der langen Reise sehr ruhig geworden. Er stierte lange Zeit auf den Boden oder Löcher in die Luft. Der Anblick der Überreste des einstigen Cyre schien ihn mehr und mehr mitzunehmen.
Er aß und trank nur wenig und schien von seiner Umgebung auch immer weniger wahr zu nehmen.
So hielt er sich auch im Hintergund als die Gruppe in Rosenbruch ankommt. Er scheint es nicht einmal richtig bemerkt zu haben. Um so überraschender ist der Ton seiner Stimme, die etwas frustiert und ruhig durch die Nacht tönt. "Wollt ihr euch wie die Ratten anpirschen um dann in ihre sauber aufgestellten Fallen zu rennen? - Noch dazu ohne unsere beste Waffe. Kanatash und Lady Rigana haben recht.
Wir sind im Auftrag meines Hauses unterwegs. Dies war einmal eine Siedlung meines Hauses. Sie sind die Eindringlinge und wir haben das Recht hier zu sein. Wieso sollten wir uns verstecken? Lasst sie uns zur Rede stellen! Heimlich kommen wir mit einer so großen Gruppe, sowieso nicht an sie heran und von einer Aufteilung sollten wir absehen."

Dorin d'Cannith

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #26 am: 14.07.2005, 21:40:12 »
 "Man sollte Vorsicht nicht mit Feigheit verwechseln. Den Belangen des Hauses Cannith kann auch gedient werden, wenn niemand eine Fahne schwenkt und die Trompeten erschallen läßt. Euer vorschnelles Urteil, Cerzil, ist eine Beleidigung für den achtsamen Geist. Es ist sicher unklug, unsere Schlagkraft zu teilen, daher halte ich es für das beste, wenn wir wenigstens alles versuchen, um unerkannt möglichst weit zu kommen. Guamorr könnte als Vorhut dienen und drohende Gefahr vorzeitig melden.", gab Dorin mit leicht gereiztem Unterton zu bedenken. Schon als Cerzil ausholte, seine Meinung kund zu tun, verfinsterte sich sein sonst fröhliches Gesicht leicht. Es schien fast, als hätte Dorin ein andauerndes Schweigen des überheblichen jungen Mannes bevorzugt.

Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #27 am: 15.07.2005, 11:10:16 »
 Die Schellte von Dorin schien offensichtlich eine Wirkung auf den Jungen zu haben. Er war sofort ruhig und sah zu dem älteren d'Cannith. Seine angespannte Haltung verriet, dass er etwas sagen wollte aber schließlich nickte er nur.
Er trat auf Dorin zu und erklärte: "Verzeih mir. Die Reise durch dieses verwüstete Land hat mich wütend und unvorsichtig gemacht. Sicherlich hat unser Freund Guamorr die nötige Erfahrung, um dieser Situation zu begegnen. Ich werde seinem Urteil gerne folgen, auch wenn mich der Gedanke bei dieser Finsternis durch diese gräßliche Geisterstadt zu schleichen frösteln lässt." Er nickte dem kleinen Mann kurz zu und drehte sich dann zu dem Ork um: "Nun denn, was gedenkt ihr zu tun. Wollt ihr allein oder mit nur wenigen Begleitern hineingehen um das zu holen was wir brauchen oder sollten wir uns doch lieber geschlossen vorwagen, um einem Angriff besser entgegen stehen zu können?"
Cerzils Ratte fiepste kurz von seiner Schulter, zur Unterstreichung seiner Worte.

_Guamorr

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Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #28 am: 15.07.2005, 12:04:20 »
 Der Ork hörte sich geduldig die Einwände der Gruppe an, und grinste boshaft als der junge Cannith seine Ansprache hielt. Schliesslich zuckte er mit den Achseln und wandte sich um.
"Wenn ihr auf euren Leibwächter nicht verzichten wollt, tut was ich vorgeschlagen habe, und polstert seine Füsse." Guamorr deutete auf Cerzil. "Dir scheint die Langeweile zu Kopf gestiegen zu sein. Also, mach dich nützlich. Benutze die Schlafsäcke die wir bekommen haben. Und beeil dich."
 

Inplay - Kapitel 3: Rosenbruch
« Antwort #29 am: 16.07.2005, 13:59:28 »
 Mit großer Begeisterung ging Cerzil daran die Füße des Kriegsknechtes zu untersuchen. Dann holte er sich die Schlafmatten und begann mit der Polsterung.
Er war voller Begeisterung bei der Arbeit und erklärte die ganze Zeit, niemand bestimmtem, wie groß doch der Vorteil einer serienmäßigen Produktion solcher gepolsterter Kriegsknechtfüße wäre.

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