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Autor Thema: [IC] I: Die Show muss weitergehen!  (Gelesen 6262 mal)

Beschreibung: Abenteuerthread

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Femi Fuente

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[IC] I: Die Show muss weitergehen!
« Antwort #225 am: 04.11.2021, 22:29:41 »
Ihr Blick schweifte über die Kerzen und Kohlestücke, die Bettstatt und das Gekritzel an der Wand. 'Puuh, keine Ahnung, ob hiervon irgendwas wichtig ist. Für mich sieht das alles bloß nach altem Zeugs und betrunkenen Schmierereien aus.'

Aus dem Erdgeschoss drangen neben den lobenden Worten der Elfin nun auch Gesprächsfetzen an ihr Ohr. Also machte sich Femi wieder an den Abstieg, um zu ihren neuen Bekanntschaften aufzuschließen.

Als die befreiten Geiseln ihren Bericht beendet hatten, wandte sie sich an die Elfin und brachte zunächst ein schüchternes "Danke, ich hatte einfach Glück" über die Lippen. Etwas kräftiger folgte: "Da oben, neben diesen Beschwörungskreis, hatte diese Verrückte wohl ihr Nachtlager aufgeschlagen. Ich hab da nichts wichtiges erkennen können, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich auch gar keine Ahnung, was wichtig sein könnte. Vielleicht solltest du oder einer von euch sich das nochmal anschauen?"

Dann ging sie ein paar Schritte Richtung Scheunentor. Als sie an dem bleichen Mann vorbeikam, hielt sie kurz inne, schaute zu ihm hinauf und murmelte "Entschuldigung für die Sache mit dem Hut. Ich hatte nicht die Absicht, diese Wesen aufzustacheln, ganz im Gegenteil. Ich hoffe, es ist nicht zu schlimm geworden." Dann biss sie sich auf die Lippen, als ihr das Ausmaß der Zerstörung des Scheunentors und das Fehlen des zweiten Pabtomimen bewusst wurde. "Es ist eigentlich nicht meine Art, meine Mitspieler in die Pfanne zu hauen."

Bevor es ihr noch peinlicher wurde, ging sie mit einem Ruck weiter, um ihren Hut zwischen den Holzsplittern und Steinen zu suchen.

Kylie

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[IC] I: Die Show muss weitergehen!
« Antwort #226 am: 04.11.2021, 23:30:51 »
"Es sieht wohl so aus, als müssten wir den Druiden wirklich einmal einen Besuch abstatten. Irgendwie muss sich das alles ja erklären lassen. Und habe ich das richtig verstanden, die Lindells sind auch noch irgendwo da draußen? Aber nicht mehr so ganz Herr ihrer eigenen Sinne?"

Kylie hatte bereits ihren Wasserschlauch hervorgeholt und bot diesen natürlich den nun nicht mehr Gefangenen an. Ihr war klargewesen, dass sie kaum etwas bekommen haben mussten, aber so wie es aussah, war es sogar noch weniger als das.

"Vorsichtig. Nicht zu schnell trinken." ermahnte sie die Familie noch.

Mit einem Seitenblick zu Femi meinte sie dann: "Manchmal muss man eben auch einfach mal Glück haben. Ich schaue mir das gerne an, aber ob ich da jetzt mehr darin erkennen kann, weiß ich auch nicht. Ein Blick kann aber sicher nicht schaden."

Nach und nach, kümmerte Kylie sich auch noch um die weiteren Wunden. Wolf, beispielsweise, hatte bestimmt auch einiges abbekommen.

Durbak Bhazdum

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[IC] I: Die Show muss weitergehen!
« Antwort #227 am: 11.11.2021, 05:45:02 »
Den Heiltrank, der ihm von Bruder Mond angeboten wurde, nahm Durbak zögerlich an. "Ich danke dir." Bevor er diesen allerdings trinken konnte, kümmerte sich bereits Kylie um seine Wunden. Ihre Magie wirkte Wunder und der Zwerg fühlte sich sofort besser. Wie neugeboren! "Es ist... alles wieder verheilt!", brummte er ungläubig. "Danke!" Er blickte kurz fragend zu Bruder Mond herüber, nur um dann mit einem vielsagenden Blick den Heiltrank anzusehen. Jetzt brauchte er diesen nicht mehr. Vielleicht in Zukunft?
Da Kylie schon dabei war, die ehemals Gefangenen zu versorgen, bot Durbak lediglich seine Hilfe an. Schließlich war er auch geübt darin, Wunden zu verbinden und Erste Hilfe zu leisten. Was ihnen erzählt wurde, war nur zum Teil überraschend. Die Druiden hatten sie ja schon vorher verdächtigt, auch wenn ihnen gesagt worden war, dass diese nicht wirklich problematisch waren. Das hatte sich wohl verändert. Was den Zwerg dagegen etwas beunruhigte und überraschte, war die scheinbare Freude, die die Lindells bei der Folterung empfunden hatten. Ob man sie wohl irgendwie kontrollierte oder anderweitig beeinflusste? Die Druidin hatte Ratten kontrollieren können. Es lag natürlich ein riesiger Unterschied zwischen Ratten und Menschen, aber völlig unmöglich war es doch bestimmt nicht. Durbak grummelte nachdenklich vor sich hin.
"Bringen wir euch alle erst einmal in Sicherheit. Zurück ins Dorf. Dann sehen wir weiter.", schlug der Zwerg vor. Wichtig war jetzt vor allem, dass die Verletzten hier wegkamen und in Sicherheit gebracht wurden. "Aber ja, Kylie hat recht. Wir sollten diesem Druidenzirkel mal ordentlich auf den Zahn fühlen. Die haben wohl zu viel schlechtes Kraut geraucht und drehen durch." Er wandte sich ab und rauchte weiter seine Pfeife, begann sich langsam wieder zu entspannen. Dass die Schmerzen des Kampfes vorbei waren, half dabei enorm. Das sich entwickelte Gespräch verfolgte er interessiert. "Gute Arbeit.", brummte er kaum hörbar in seinen Bart, als Femi an ihm vorbeiging und nach dem Hut suchte.

Femi Fuente

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[IC] I: Die Show muss weitergehen!
« Antwort #228 am: 18.11.2021, 23:28:06 »
Mit ein paar Klopfern befreite Femi ihren Hut von Staub und Splittern und gewann mit ihm auf dem Kopf auch langsam wieder ihre Fassung zurück. Das Gemurmel des Zwergs trug da sicherlich auch einen nicht unerheblichen Teil zu bei. Sie drückte den Rücken durch und ging zurück zu den anderen.

"Ohja, das war definitiv spannender, als alles was ich in so einem Dorf erwartet hätte. Und wenn ich euch richtig verstehe, ist die Sache noch nicht vorbei.

Ich habe nichts besseres zu tun und wäre sonst nur zum Marinestützpunkt weitergereist. Aber die Spieltische der Matrosen dort kommen wohl auch noch ein wenig ohne mich aus, denke ich.

Habt ihr was dagegen, wenn ich euch weiterhin begleite? Verrückt gewordene Druiden habe ich noch nie gesehen. Jedenfalls nicht mehrere gleichzeitig
."

Der Professor

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[IC] I: Die Show muss weitergehen!
« Antwort #229 am: 21.11.2021, 15:29:45 »
Die Familie dankte ihren Rettern herzlich, und Kylies Wasserschlauch war für sie ein Segen. Die Eltern ließen ihrem Kind den Vortritt, bevor auch sie ihren ersten, groben Durst stillen konnten. Mitgenommen machten sie sich bereit, diesen schrecklichen Ort hinter sich zu lassen.

Sheriff Ralhain kam mithilfe von Wolf wieder auf die Beine. Ihre Uniform war blutverschmiert und löchrig, doch Kylies Zauber hatte sie selbst einigermaßen wieder aufgepäppelt. Was ihr von den Lindells angetan worden sein mochte, konnte ein jeder hier nur erahnen, doch als sie ihre Fassung wiedererlangt hatte, umgriff ihre Hand entschlossen das Heft ihres Säbels, den Wolf ihr anbot, und nahm eine aufrechte, stolze Haltung an, die ihren militärischen Hintergrund widerspiegelte. Wolf reichte ihr ihren breitkrempigen Hut, half ihr, ihre blaue Marinejacke zurechtzurücken und auch ihren silbernen Sheriffstern, den sie daran angebracht hatte, zu begradigen. Es war fast so, als würde sie damit etwas Stolz zurückerlangen weitere Sicherheit wiederfinden. Sie dankte es ihm mit einem simplen Nicken und legte ihm kurz fast mütterlich ihre freie Hand auf die Schulter. Für den Rest der anderen hatte sie Worte.

„Auch ich stehe in eurer Schuld, Fremde“, brachte sie mit heiserer Stimme hervor. „Habt Dank, dass ihr uns geholfen habt. Es ehrt euch sehr, dass ihr für uns euer Leben riskiert habt. Sich für das Wohl anderer selbst in Gefahr zu bringen, ist keine Selbstverständlichkeit. Wenn ihr mir erlaubt, werde euch dafür umgehend großzügig belohnen.“
      Doch erst einmal hatte es wohl wirklich Priorität, los Fäden zu verbinden und zurück nach Abberton zu kehren, wie Durbak schon geäußert hatte. Ralhain schien ihre eigene Verfassung in den Hintergrund zu rücken und Ablenkung im Blick nach vorn zu suchen.
      „Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen“, fügte sie nach einigen nachdenklichen Sekunden hinzu, „hätte ich es wohl nicht geglaubt, doch ihr habt recht: die Druiden sind zu einem ernsthaften Problem geworden. Es klingt ganz danach, als ob ihr uns weiterhin beistehen wollt… Das ist wohl unser Glück im Unglück. Ihr scheint Übung mit Magie und an den Waffen zu haben – leider trifft das aus fast niemanden sonst in Abberton zu tun. Es ist meine Pflicht, die guten Leute hier zu beschützen. Aber ich gebe zu, dass diese Sache hier zu groß für meine Hilfswachen und mich allein ist. Auf schnelle militärische Unterstützung aus Absalom oder vom Marinestützpunkt im Westen können wir hier draußen nicht hoffen. Aber wir zusammen können es bestimmt mit den Druiden aufnehmen, bevor noch jemand zu Schaden kommt.“
      Sie lehnte Wolfs Versuch, sie beim Gehen zu unterstützen, mit einer simplen Handgeste ab, und ließ ihren Säbel ins Holster an ihren Gürtel gleiten. Wolf beäugte sie besorgt, aber Ralhain ignorierte das und trat aus dem Stallabteil heraus, in dem die Hawftons und sie festgehalten worden waren.
      „Lasst uns nicht zu viel Zeit verlieren“, erklärte Ralhain ihren Rettern. „Aber blind zur Enklave zu rennen, könnte sehr gefährlich werden. Ich weiß nicht genau, zu welchen Mächten die Einsiedler genau fähig sind, aber dass sie Kreaturen beschwören und die Kräfte der Natur für sich nutzbar machen können, haben sie bereits gezeigt. Ich selbst bin nicht magisch begabt, aber im Zweifelsfall kann Vater Drend vielleicht einige Fragen beantworten. Ich weiß nicht, ob ihr ihn schon kennt – er ist unser Priester hier in unserer Gemeinde. Sicher schadet es nicht, die Hawftons erst einmal seiner Obhut zu übergeben. Mit Glück hat er vielleicht sogar nützliche Tränke vorrätig, die helfen könnten.“

Doch bevor es wirklich losging, konnte Kylie noch einige Wunden versorgen[1], und nahm sich die Zeit, das Gekritzel der Druidin näher zu beäugen. Von unten hatte sie bereits einige druidische Zeichen erkannt, doch auf dem Heuboden angekommen, ergab sich ein breiteres Bild. Die Hawftons hatten schon geäußert, dass die Druidin wie besessen von ihrem Hass auf Abberton und ihrem Wunsch nach Rache geredet hatte – nichts anderes konnte Kylie selbst ja auch bezeugen, wenn man den Mord an Myron und den Angriff auf den Zirkus mit ins Gesamtbild nahm. An der Scheunenwand flossen diese negative Emotionen, von dem die Halblingsfrau besessen war, in größenwahnsinnige Gedanken über, die von der Erkenntnis sprachen, dass Zivilisation und Siedlungsbau die Wurzel alles Bösen seien, und dass die Natur nur heilen könne, wenn man die Gesamtheit von Golarions Bevölkerung entweder dazu zwinge, ihre falschen Wege aufzugeben, oder sie eben der Natur zum Fraß vorwerfe. Abberton sei nur der Anfang. Zwischen derartigen Eroberungsfantasien auch Schwärmereien über eine Frau namens Balenni, die es erst möglich machen würde, Gozrehs Willen in die Welt zu tragen. Was jedoch noch beunruhigender für Kylie war als das, was sie entziffern konnte, war der Rest der Kritzeleien. Nicht nur die Reste des Beschwörungskreises, sondern auch die Wandschmierereien waren voll von Schriftzeichen, Worten und Sätzen, deren Bedeutung Kylie zwar nicht entziffern konnte, allerdings als abyssale Runen erkannte, den Schriftzeichen der dämonischen Ebenen.
 1. Ihr könnt gern davon ausgehen, dass eure Wunden vollkommen geheilt sind.

Kylie

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[IC] I: Die Show muss weitergehen!
« Antwort #230 am: 22.11.2021, 20:07:43 »
Kylie freute sich über die freundlichen Worte von Sheriff Ralhain.

"Wir sind eine Zirkusgemeinschaft. Quasi eine große Familie. Bei uns gehört Zusammenarbeit einfach zum täglichen Leben. Und nachdem diese Druidenhexe einen guten Freund von uns hinterhältig ermordet hatte, war klar, dass wir ihr das Handwerk legen mussten, damit ihrem Treiben ein Ende gesetzt wird. Naja, und dann kam eins zum anderen und jetzt sind wir hier gelandet. So ist das eben beim Zirkus. Mal ist man hier. Mal ist man dort. Aber man kann ja auch nicht einfach tatenlos zusehen. Wenn wir in der Lage sind, zu helfen, dann tun wir das auch."

Wie auf Kommando drängelte Schneeflocke sich zwischen die Anwesenden und bellte zustimmend. Vielleicht wollte er auch einfach nur ein wenig Aufmerksamkeit erhaschen. Die er dann natürlich auch in Form einiger Streicheleinheiten bekam.

Nachdem sie sich den Beschwörungszirkel und alles drumherum nocheinmal genauer angesehen hatte, kam die Zauberin zu dem Schluss: "Diese Frau muss wirklich vollkommen durchgedreht sein. Selbst mit Dämonen hat sie sich eingelassen. Vielleicht erklärt das auch, was mit den Lindells geschehen ist. Wenn ich mal eine Nacht darüber schlafen kann, fällt mir vielleicht noch etwas mehr dazu ein[1]."

Auf Femis Frage hin erwiderte sie dann noch: "Du bist bei uns auf jeden Fall jederzeit willkommen, Femi!"
 1. Mittels Ancestral Longevity könnte Kylie am nächsten Tag einen passenden Lore Skill trainieren (z.B. Demon Lore, Ritual Lore), um dann nochmal über die dämonischen Zeichen nachzudenken

Femi Fuente

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[IC] I: Die Show muss weitergehen!
« Antwort #231 am: 26.11.2021, 21:37:13 »
Von der gestrigen Vorführung abgesehen, kannte Femi die Truppe kaum eine Stunde, aber sie bekam das Gefühl, dass die blonde Elfin ihre Anführerin sei. Zumindest ihre Wortführerin. Wenn diese sie also Willkommen hieß, dann würde das schon für die anderen mitgelten.

"'Mal ist man hier. Mal ist man dort.' Das gefällt mir, könnte ein altes Gnomsprichtwort sein. Hauptsache nicht irgendwo Wurzeln schlagen und dann zu Tode langweilen. Vielleicht ist das ja das Problem der Druiden: Zu viele Wurzeln."

Femi kicherte, vielleicht über ihren misratenen Witz, vielleicht über den tobenden Hund. Jedenfalls widmete sie sich ihm mit ein paar Streicheleinheiten, allein schon, um ihren Adrenalinpegel zu senken. Sie fühlte sich nach dem Kampf noch so aufgekratzt, dass sie am liebsten direkt zum Druidenlager gelaufen wäre und weiter gemacht hätte. Aber sie war immernoch die Neue und wusste über die Hintergründe auch kaum mehr als, was gerade erst Sheriff Ralhain berichtet wurde. Und über die Gegend oder den Druidenzirkel gar nichts.

"Appropos Wurzeln schlagen: Egal, ob wir direkt losstürmen oder erstmal Kräfte sammeln und Pläne schmieden: Ich finde diese Scheune nicht gerade heimelig und das arme Mädchen hier sicher noch weniger. Lasst uns verschwinden. Der Vorschlag mit dem Priester klang doch gut. Vielleicht kann der uns etwas nützliches erzählen. Oder wenigstens einen guten Tee kochen."

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