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Autor Thema: Widder wider Willen  (Gelesen 1400 mal)

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Εliza

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Widder wider Willen
« Antwort #90 am: 17.11.2020, 13:00:14 »
Ausgeruht, war Eliza nun auch bereit, weiterzugehen.

"Ein Stück weiter vorne befindet sich eine Wachplattform oben in einem Baum," teilte Eliza den anderen mit "Dort oben ist auch eine Wache postiert. Es gibt eine Leiter am Baumstamm, um heraufzuklettern. Ich schaue mir das mal genauer an."

Allerdings machte Eliza keine Anstalten, sich näherzubewegen. Stattdessen flog Maeve wieder los, diesmal um sich oben in den Baumkronen zu verstecken (natürlich weiterhin unsichtbar), um einen Blick auf die Plattform von oben zu erhaschen. Eliza blickte dabei durch die Augen ihrer Vertrauten, um ebenfalls zu sehen, was sich dort befand.

Adrastheia

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Widder wider Willen
« Antwort #91 am: 18.11.2020, 15:14:42 »
Das kleine Geschöpf konnte zwei Kisten erkennen, ein Gestell, das Pfeile hielt und einen wabernden Schatten auf der Ostseite der Plattform. Viel mehr konnte sie nicht ausmachen.

Εliza

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Widder wider Willen
« Antwort #92 am: 18.11.2020, 16:28:49 »
"Da befinden sich ein paar Kisten und Pfeile und eine Art wabernder Schatten auf der Plattform. Keine Ahnung was das sein soll," berichtete Eliza schulterzuckend.

Aelar Silberschein

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Widder wider Willen
« Antwort #93 am: 18.11.2020, 19:37:09 »
Aelar stutzte kurz. "Ein wabernder Schatten? Kannst du das etwas genauer beschreiben?"

Dann überlegte er. Er wollte lange Diskussionen vermeiden, ihre Ideen zu den Wegen zum Ziel waren einfach zu unterschiedlich. Also ließ er das Glück entscheiden und warf eine Münze. Und diese sagte ihm, dass sie hochklettern sollten.
"Wenn ihr wollt klettere ich hoch, vielleicht kann ich ja wen auch immer in ein Gespräch verwickeln und mit meiner Magie davon abhalten, Alarm zu schlagen."
« Letzte Änderung: 18.11.2020, 19:37:27 von Aelar Silberschein »

Catalina Crommor

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Widder wider Willen
« Antwort #94 am: 20.11.2020, 12:48:16 »
Elizas Anhängsel hatte das Gleiche herausgefunden wie sie und mehr. Ein wabernder Schatten? Das konnte nun alles Mögliche sein.

"Alles Zögern bringt uns nicht weiter. Nur der Mutige wird belohnt. Aelar, sei vorsichtig." Das klang ihr bisher verdächtig nach Magie und da war sie noch nicht allzu versiert. Es schien ihr die beste und einfachste Möglichkeit zu sein. Wäre es eine offensichtliche Falle, wäre die Leiter ja nicht verborgen...

Kite in the Wind

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Widder wider Willen
« Antwort #95 am: 20.11.2020, 13:41:29 »
Kite beobachtete Aelars Münzwurf und konnte nur den Kopf über soviel Aberglaube schütteln. Einem Münzwurf so etwas oder überhaupt etwas zu überlassen. Dabei wusste doch ein jeder, dass das reiner Zufall war. Karten, Tauben, Wolken, Eingeweide und dergleichen ein gänzlich anderer Fall! Aber Münzen... tststs...

Nichts desto trotz gab er seinen Freunden recht und deshalb nickte er dem Tymorapriester kurz aber äußerst zusimmend zu, ließ aus seinen Tatzen die Klauen fahren. Nun würde es aufregend werden.

Leise[1] schlich der Tabaxi an den Baumstamm und machte sich bereit mittels seiner Magie die Plattform zu erreichen. Aelar sollte nur bereits ein Stück des Kletterns hinter sich gebracht haben, sonst musste der schwarz gestreifte Krieger zu lange auf ihn warten. Unversehen stand ein durchscheinender Kite neben dem Orginal.[2]
 1. Stealth: 10
 2. Manifest Echo

Adrastheia

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Widder wider Willen
« Antwort #96 am: 24.11.2020, 18:42:22 »
Noch während Aelar die Leiter mutig erklomm, schickte der Tabaxi sein Ebenbildganz nach oben auf die Plattform und tauschte mit diesem Phantom den Platz. Aelar streckte den Kopf vorsichtig durch eine Luke im Boden und sah Kite gerade ankommen. Beide suchten flink mit den Augen nach dem wabernden Schatten, konnten ihn aber nicht sofort ausmachen.
Der junge Mann stieg nun vollends hinauf und machte sich daran, gemeinsam mit dem Krieger um den Stamm herum zu gehen. Kite mit gezückten Krallen links, Aelar rechts. Sie schlichen herum und sahen auf der anderen Seite zwei Kisten hinter einem Haufen Schlamm. Daneben den gut gefüllten Köcher. Keine Bewegung.

Kite zuckte mit den Schultern und wollte, bevor er sich den Kisten widmete, die Aussicht genießen. Er konnte nun Finethirs Turm Baumhaus Plattformen Gebilde sehen. Deutlich und näher als gedacht. Vielleicht eine Viertelstunde durchs Dickicht und sie wären vor den Toren. Es kam ihm vor, als sähe er Elizas kleines Glühwürmchen in diese Richtung abzischen.  Unterdessen nahm Aelar aus dem Augenwinkel nun doch ein Zucken wahr. Er legte dem Tabaxi die Hand auf die Schulter und nickte in die Richtung des dunklen Erdhaufens. Gebannt starrten sie darauf.

Plötzlich begann der Haufen zu wachsen, wurde kniehoch - es schienen sich drei Augen zu bilden und ein aufgerissener, hässlicher Mund. Verblüfft wich Aelar einen Schritt zurück. Der belebte Haufen waberte auf sie zu und schien etwas sagen zu wollen, schreien zu wollen: "Mgnhaaaa - mgnn!" Irre Augen, mittlerweile fünf, fixierten die Abenteurer. Das grausige dunkle Ding wackelte auf sie zu.

Kite in the Wind

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Widder wider Willen
« Antwort #97 am: 24.11.2020, 18:53:24 »
Kurzentschlossen stellte sich Kite schützend vor den Tymorapriester und hob sein Schild. Über dessen Rand funkelten die Katzenaugen - gefährlich schmal - das wabernde Ungetüm bedrohlich an, während sich die Nackenhaare des Tabaxis aufstellten und ihn größer und bedrohlicher wirken ließen.

Die Hand am Griff des Rapiers, stand plötzlich ein zweiter - etwas durchscheinender - Kite neben dem ersten und spiegelte die Körperhaltung und Intention des wehrhaften Katers.

Adrastheia

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Widder wider Willen
« Antwort #98 am: 24.11.2020, 19:14:50 »
So umzingelt und vom Widerschein der Sonne auf dem Schild geblendet, verharrte der wabernde Haufen und gab einen furchtbaren Heullaut von sich. Hätte jemand den Ausdruck deuten können, der ohne jeden Gesichtszug im Antlitz des Ungeheuers stand, so hätte er wohl die Panik erkannt, die den Schlammklops erfasste. Der waberte nach hinten, nach hinten, weg von dern Angreifern, zwischen die Kisten, nocheinmal nach hinten und schwupps - gleich als Ganzes von der Aussichtsplattform hinunter. Der Schlammhaufen platschte unten direkt vor Catalina auf. Es zerriss ihn und spritzte seine Bestandteile als glitschig, erdige Schlammreste umher. Auch Finethir hätte die Teilchen getroffen, hätte dieser sich nicht geschwind hinter der Ritterin verschanzt. Die Adelige starrte angewidert auf den Matsch, der sie an etlichen Stellen getroffen hatte.

Eliza war verschont geblieben und kniete sich fast ohne einen Augenblick des Zögerns hinunter, nahme etwas zwischen zwei Fingerspitzen und untersuchte die seltsame Substanz. Es war etwas Magisches dabei. Finethir schnupperte. "So äääin Stümpäähr!", blökte er empört.

Ein paar Augenblicke später klärte der Widder die Reisenden auf. "Noke hat tatsächlich an meinem Zaubäärstab gebastelt, der Wicht. Nun habt ihr das Ergääbnis gesehen - ein verpatzter Transmutationszaubäähr." Nach dem langen Wort blökte das Schaf ein paar mal aufgeregt, wie um das Mäulchen zu lockern. Dann fuhr Finethir fort: Noke hat alle möglichen Leute in Tiere verwandelt und für sich arbeiten lassen. Damit er meinen Stab öfter am Tag verwenden kann, muss er ihn bearbeitet haben und jetzt ist er wohl instabil geworään. Daher - der Matschhaufen." Auf die Frage, ob das also einmal ein Mensch gewesen war, meinte der alte Zauberer knapp: "Na Schleim wird's vorher wohl nicht gewesen sein - vielleicht ein Mensch, oder auch ein Ork - wer weiß!" Mit dem Zauberstab stimmte also etwas nicht. Sich den Kopf allzusehr darüber zu zerbrechen hatte aber wohl eher dann Sinn, wenn das magische Artefakt in ihrer Gewalt war.

Kite und Aelar hatten beide Kisten mitgebracht. Eine war voller Holzstäbe, die andere beinhaltete einige warme Wolldecken.

Mit Maeve als Aufklährungsdrohne marschierte die Gruppe weiter.

Adrastheia

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Widder wider Willen
« Antwort #99 am: 24.11.2020, 19:50:32 »
In kurzer Zeit hatten sie auch den Rest der Strecke überwunden und standen nun an einer dichten Hecke, die wohl nicht ganz natürlich hier um das Gelände gewachsen war. Der grüne Zaun war neu und gute drei Meter hoch. Den musste Noke hier aufgezogen haben, nachdem Finethir entwischt war. Doch mehr als ein Sichtschutz war das Gewächs wohl nicht. Mit etwas Kraftanstrengung käme jeder, der genug Anreiz hatte hindurch. Einen Eingang hatte auch die kleine Maeve noch nicht ausmachen können, bestimmt gab es eine Stelle, an der die magische Hecke Nokes Gefolgsleute freiwillig durchließ.

Maeve hatte jedoch einiges Interessantes an Eliza weitergegeben. So hatte sich vor geraumer Zeit die Türe der Latrine geschlossen. Herausgekommen war derweil noch keiner. Drei Affen, größer als alle in der Gruppe und auch viel oranger, spielten auf dem Rasen - mit ein paar überdimensionierten Würfeln. Neben ihnen im Gras steckten drei rustikale Langschwerter. Am Ende des Schaftes jeweils ein metallener Helm. Finethir war gegen besseres Wissen bis hierher mitgekommen, war aber sichtlich nervös. Vor allem beim Anblick des letzten Wachmanns.

Im Schatten der untersten Plattform saß eine bereits bekannte Gestalt und polierte ein Schwert. Zu beiden Seiten des Halborks lag ein Wolf. Ab und an kraulte Guz einen von beiden.

Sonst war niemand zu sehen und die drei Plattformen schienen ruhig.

Εliza

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Widder wider Willen
« Antwort #100 am: 24.11.2020, 21:52:46 »
"Also gut," begann Eliza. "Es ist wohl an der Zeit uns zu überlegen, wie wir jetzt vorgehen wollen. Ich könnte hochfliegen, über diese Hecke und auch bis oben auf die höchste Plattform, aber wie sieht es mit euch aus? Wollen wir versuchen, uns direkt von oben an Noke heranzubewegen? Diese Affen und der grüne Halbaffe scheinen nicht besonders aufmerksam zu sein."

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