Autor Thema: Die Suche  (Gelesen 382 mal)

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Mondragor

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Die Suche
« Antwort #15 am: 04.09.2020, 00:04:54 »
Zu ihrer Überraschung nickte der Kommandant nach einem kurzen Zögern und gab einigen seiner Männer Anweisungen, die sofort loseilten, um entsprechende Gegenstände aufzutreiben. Währenddessen taten Arsys und Azrim ihr bestes, um etwas Ordnung in die Schar der Helfer zu bekommen und den Kampf gegen das Feuer zu beginnen. Doch es war nicht ganz einfach, und bis der Trupp halbwegs einsatzbereit war, kehrten auch die Söldner mit einem Karren voller Eimer und Metallwannen zurück.

Nun hatten sie endlich das Material, um ernsthaft mit dem Löschen zu beginnen, und mit dem Wagen - auch wenn sie ihn selbst ziehen mussten - eine Möglichkeit, das Wasser auch zum Feuer zu bringen. Unter Arsys' und Azrims Führung zog der Löschtrupp also mit schwer beladenem Karren los in Richtung des dichten Qualms, der bereits überall den Boden bedeckte. Als sie näher kamen, bemerkten die beiden Geschwister jedoch, dass dieser gar nicht vom Feuer verursacht war, sondern vielmehr dichter Nebel war, der sich in den Morgenstunden wohl noch nicht verzogen hatte.

Doch auch das Feuer war nun nah und so begannen nun mühevolle Stunden, in denen sie den Brand so gut sie konnten versuchten, unter Kontrolle zu bringen. Natürlich konnten sie sich nur um einen kleinen Bereich kümmern und mussten hoffen, dass noch mehr Gruppen wie ihre an anderer Stelle das ihre taten, um dem Feuer zu begegnen. Doch dort, wo sie am Werk waren, konnten sie nach und nach Fortschritte sehen, während Wagenladung um Wagenladung von mit Wasser gefüllten Behältern ihren Weg vom Fluss her fanden.

Es waren mehrere Stunden vergangen - so dachten sie zumindest, denn unter der harten Arbeit hatten sie beinahe jegliches Zeitgefühl verloren, und unter der Erschöpfung begannen langsam ihre Ohren zu klingeln.  Azrim dachte, dass sie nun endlich dem Feuer einen Schritt voraus waren, als er aus der Richtung des Flusses einen heftigen Streit vernahm. Als er gemeinsam mit seiner Schwester dorthin eilte, sah er mehrere der Helfer den vom Fluss zurückkehrenden Wagen im Weg stehen. Laute Worte fielen und erste Handgreiflichkeiten wurden ausgetauscht, doch keiner der beiden konnte wirklich nachvollziehen, was hier plötzlich vor sich ging.

Azrim

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« Antwort #16 am: 07.09.2020, 10:07:21 »
Mit russverschmiertem Gesicht und wunden Händen marschierte Azrim mitten zwischen die Streitenden und blickte ihnen tief in die Augen. Sie hatten keine Zeit zum Streiten - es galt hier einen Stadtteil vor den Flammen zu retten. "Was ist hier los? Warum ist der Wagen nicht wieder vorne wo er gebraucht wird?" verlangte er bestimmt zu wissen.

Mondragor

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« Antwort #17 am: 08.09.2020, 23:18:57 »
Umso näher Azrim den Streitenden kam, desto lauter wurde das Klingeln in seinem Kopf, bis er beinahe das Gefühl hatte, dagegen anschreien zu müssen, um Gehör zu finden. Immerhin schien seine Autorität, die er sich durch die Rede am frühen Morgen erworben hatte, noch zu bestehen, denn die Streithähne hielten zunächst einmal inne.
"Sie sabotieren uns!" rief einer der Männer. "Machen extra langsam, damit das Feuer wieder die Oberhand gewinnen kann."
Sofort wurden wütende Rufe von der anderen Seite laut. "Ich habe DICH noch nicht einen Handstreich tun sehen! Wahrscheinlich willst du, das alles abbrennt, und jetzt willst du uns auch noch als Sündenböcke hinstellen!"

Azrim konnte sich keinen Reim auf die Anschuldigungen machen. Es schien völlig irrsinnig zu sein, was die Leute sich gegenseitig an den Kopf warfen. Sie hatten solche Fortschritte beim Kampf gegen das Feuer gemacht, und jetzt passierte so etwas? Schon begannen überall um ihn herum schon wieder die Anschuldigungen, und das eigentliche Thema schien schon gar keine Rolle mehr zu spielen. All das glich eher einem Wahn, dem alle verfallen waren.

Noch bevor Azrim etwas tun konnte, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen, hörte er einen Schrei: Offenbar hatte einer der Streitenden ein Messer gezogen und es seinem Gegenüber in den Bauch gerammt! Das Ergebnis war ein Chaos, in dem nun weitere Waffen gezogen wurden und jeder jedem feindselig gegenüberzustehen schien.

Azrim

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« Antwort #18 am: 09.09.2020, 12:37:11 »
Aufgrund des Klingelns das Gesicht verziehend, versuchte Azrim seinen Kopf frei zu bekommen, doch dieses nervenzehrende Geräusch wollte nicht verstummen. Und so trat er zu der Traube der Streitenden und rief emotionsgeladen: "Bei Tyr! Es ist UNSERE Stadt, UNSERE Häuser! Lasst ab vom Streit und schöpft Wasser! Das Feuer ist noch nicht besiegt!" Unsanft stieß er einen Mann zur Seite der sich ebenso in das anbahnende Getümmel werfen wollte. Hatten die Leute hier ihren Verstand verloren? Die Situation war grimmig, aber nicht aussichtslos. Weshalb dieser gefährlich-dumme Streit?

"Ihr da!" befehlsgewohnt deutete er auf eine Traube von Menschen. "Schafft den Wagen über die Trümmer zum Feuer hin!" wies Azrim sie an. Das Leben am Hof hatte ihm zum Glück genügend Vorbilder geboten, um jetzt zu wissen wie man sich Gehör verschaffte. "Vorwärts!" brüllte er als sich für einen Herzschlag zu wenige rührten, um seinen Worten Folge zu leisten.

Sich wieder den Streitenden zuwendend, rief der Paladin gereizt über das Klingeln in seinem Kopf hinweg: "Macht das ihr auf die Seite kommt unnützer Haufen! Wenn ihr schon eure Haut nicht retten wollt, dann steht nicht im Weg jener die es tun!" Sein Schild vom Rücken nehmend, wartete er ob seine Worte Früchte zeigten, oder es seiner Schwester gelang Klarheit in die Köpfe der Anwesenden zu bringen. Sonst würde er mit seinem Schild einen Weg für den Wagen bahnen.

Arsys

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« Antwort #19 am: 10.09.2020, 19:20:21 »
Die Erschöpfung und die Sorge um ihre unmittelbare Zukunft zehrte an der Substanz aller Beteiligten. Doch das plötzlich so aufbrausend, gewalttätige Verhalten der Männer machte keinen Sinn. Die Auseinandersetzung würde sie wichtige Zeit kosten und im schlimmsten Fall, den so hart errungenen Fortschritt zunichte machen.
Die Situation drohte zu eskalieren. Azrim antwortete, indem er Befehle hinausbellte und die restliche Menge zur Ordnung rief.
Arsys aber spürte die unmittelbare Gefahr deutlich. Aus einem Wortgefecht war ein Messerstich war ein möglicher Kampf unter den Leuten entstanden. Die Halbelfe spürte außerdem eine seltsame Spannung in der Luft, so als befänden sie sich in einem Topf, dem das baldige Überkochen drohte. Sie spürte die zunehmende Unzufriedenheit, die anschwellende Wut um sich herum. Arsys zwang sich zur Ruhe. Sie versagte sich ein zu schnelles Reagieren und sah sich die Situation und die zornigen Bürger so genau und umfassend an[1], wie sie nur konnte. Lieber die Ursache finden, als gegen ein einziges Symptom zu arbeiten. Was ging hier vor?
 1. insight: crit 23

Mondragor

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« Antwort #20 am: 10.09.2020, 22:50:26 »
Arsys konnte nicht wirklich erkennen, was die Leute so aufbrausen ließ, doch auch sie selbst spürte eine innere Unruhe und Reizbarkeit, so dass sie alle ihre Willenskraft einsetzen musste, um nicht aus ihrer Haut zu fahren angesichts der Geschehnisse. Auch Azrim spürte, wie seine Emotionen drohten, von ihm Besitz zu ergreifen, doch seine militärische Disziplin behielt die Oberhand.

Doch was immer die Leute beeinflusste (eine Droge?): Bei den Streitenden in ihrer Nähe wirkte es offenbar deutlich stärker, denn Azrim musste einsehen, dass seine Worte keine Wirkung mehr zeigten. Er überlegte, was er tun konnte, um das Schlimmste zu verhindern.

Plötzlich fand sich Azrim mitten auf einem Schlachtfeld wieder. Hier musste einst eine Stadt gewesen sein, doch war es Niewinter? Um ihn herum sah er Häuserruinen und Trümmer aus dem Neben aufragen. Nein, Niewinter konnte es nicht sein.
Durch den Nebel, der über den Boden waberte, konnte er überall um sich herum Leichen wahrnehmen, der Boden war übersät mit ihnen. Verblüfft und schockiert sah er sich um und seine Blicke trafen die von Arsys, die ebenfalls nicht wusste, wie ihr geschah. Auch sie war gerade noch in Niewinter gewesen - oder war dies hier Niewinter? War es eine Warnung vor dem, was hier bald geschehen würde?

"Aegidius! Leukothea!" Verwirrt blickten die beiden sich um und bemerkten erst jetzt den Mann - scheinbar ein Soldat - der sie auffordernd anstarrte. "Was ist los mit euch? Schlaft ihr? Wir müssen den Daimon verbannen, kommt schon und helft uns!"
Sie konnten mit seinen Worten nicht wirklich etwas anfangen, doch scheinbar meinte er sie, denn außer ihnen war niemand in der Richtung, in die er blickte. Nun waren sie jedoch auch sicher, dass sie nicht in Niewinter sein konnten, denn die Kleidung des Mannes war gelinde gesagt exotisch. Er trug einen Metallhelm mit einem übergroßen Federbusch, der sich von vorne nach hinten über die Mitte des Helmes zog, doch seine Arme und Beine waren im Gegensatz dazu nackt und völlig ungeschützt. Nur ein dünnes Hemd mit einem Lederwamst sowie eine Art kurzer Rock bedeckten seinen braungebrannten Körper.
« Letzte Änderung: 10.09.2020, 23:10:12 von Mondragor »

Azrim

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« Antwort #21 am: 11.09.2020, 21:17:14 »
Von einer Sekunde auf die andere in eine fremde Realität gerissen, blickte sich Azrim mit staunenden Augen um. Sofort stand er Rücken an Rücken mit seiner Schwester, ein Reflex, der sich über die Jahre bewährt hatte. Die Rechte ruhte auf dem Griff seines Langschwertes, doch gezogen hatte er die Klinge nicht. Kein würdiger Gegner hatte sein Haupt erhoben. Noch. Nicht.

Als dieser eigenartige Mann sie beide ansprach, mit fremdartigen Namen, stahl sich Misstrauen für einen Moment in die Miene des Halbelfen. Aegidius? Leukothea? Azrim blickte an sich herab, um zu sehen was der Fremde sah. Und Arsys? Wie sah seine Schwester aus? Erkannte er sie?

Aber ein Daimon? Nun das änderte die Dinge. Entschlossen die unwichtigen Details beiseiteschiebend, nickte er dem Fremden zu und meinte mit eisernem Blick und fester Stimme: "Führe uns! Wir werden nicht enttäuschen!"

Arsys

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« Antwort #22 am: 11.09.2020, 21:35:37 »
"Wo sind wir hier?" verlangte Arsys von dem Fremden. Anders als Azrim war sie nicht so ohne Weiteres bereit der Illusion zu folgen. Sie ließ sich auf ein Knie herab und fühlte den Boden auf dem sie standen. Konnte sie die Brücke spüren? Was passierte hier? Waren sie Opfer eines Zaubers, der sie glauben machen wollte, sie kämpften gegen dunkle Geschöpfe während sie sich eigentlich in der Stadt befanden - unter verängstigten Leuten? Waren sie tatsächlich in eine andere Zeit, eine andere Wirklichkeit gesogen worden? Handelte es sich um eine gemeinsame Halluzination?
Die junge Frau nahm von der verbrannten Erde und befühlte ihre Konsistenz. Dann sah sie sich nach allem um[1], was ihr beim Orientieren helfen konnte. Blind und ohne mehr über die Situation zu wissen, wollte sie sich nicht in ein ungewisses Gefecht werfen und wegen einer magischen Mirage noch Unschuldige verletzen. "Und wer bist du?" Ihre Augen verengten sich misstrauisch als sie sich wieder aufrichtete und den Mann musterte.
 1. perception: crit = 23

Mondragor

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« Antwort #23 am: 11.09.2020, 23:43:35 »
Der Mann blickte beide verwundert an, doch sein Gesichtsausdruck verwandelte sich in Ärger, als Arsys ihre Fragen stellte.
"Hat euch der Schlag getroffen?" bellte er die beiden an, ohne die Fragen zu beantworten. "Kommt gefälligst her, wir haben keine Sekunde zu verlieren!" begann er nun beinahe zu schreien, und die beiden hatten das Gefühl, einen leicht manischen Unterton in seiner Stimme zu hören.

In der Zwischenzeit nahm Arsys mit einigen Blicken die Umgebung in sich auf, doch nichts davon kam ihr auch nur ansatzweise bekannt vor. Die Architektur der Häuser, soweit sie diese anhand des Zustandes beurteilen konnte, wirkte fremdartig, und auch die geographischen Gegebenheiten der Umgebung konnte sie nicht zuordnen. Nun, da sie genauer hinsah, bemerkte sie jedoch zwei sonderbare Details. Das erste war ein unscheinbarer Becher, der neben dem Soldaten stand, der sie gerade angeschrien hatte. Es war eigentlich nichts besonderes daran zu erkennen, doch offenbar war er nicht einfach dort fallengelassen worden, sondern jemand hatte ihn absichtlich und sorgfältig dort platziert. Legte der Mann etwa derart Wert auf einen guten Schluck Wein? Angesichts des Schlachtfeldes würde ihr das komisch vorkommen.

Dann jedoch fesselte das zweite Detail ihre Aufmerksamkeit: Vielleicht fünfzig Schritt entfernt von ihnen schien der Boden weggesackt zu sein, was ihr angesichts des Nebels zunächst nicht aufgefallen war. Nun jedoch, genau in dem Augenblick, als sie hinsah, begann etwas aus dem Loch herauszuklettern. Zunächst eine klauenartige Hand, dann eine weitere, war zu sehen, bis sich langsam ein grauenhaft anzusehender Kopf nach oben schob - die Kreatur musste direkt aus der Hölle kommen. War es etwa das, wohin dieses Loch führte?

"Jetzt! Kommt schon, worauf wartet ihr?" hörten beide das Brüllen des Mannes, und nun war die Panik in seiner Stimme nicht mehr zu überhören.
« Letzte Änderung: 11.09.2020, 23:44:24 von Mondragor »

Azrim

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« Antwort #24 am: 15.09.2020, 11:31:11 »
Sein Schild und Schwert fester packend, nickte Azrim entschlossen seiner Schwester zu und schlug das Zeichen Tyrs in der Luft vor ihnen beiden. Den Becher sah er zwar, konnte sich aber auf ihn keinen Reim bilden. Vielleicht ein letzter Schluck auf das den Soldaten der Mut nicht verlasse?

So gewappnet versuchte sich der Halbelf ein letztes Mal bewusst zu machen, ob dies tatsächlich eine Kreatur aus den Abgründen war, oder nur eine Sinnestäuschung die ihn narrte.[1]

Sollte das alles nichts bringen und als wahr herausstellen, so joggte er im Laufschritt zu der Pratze hin und gab ihr sein Schwert zu kosten.[2]
 1. Er kneift sich, versucht Wahrnehmungsfehler zu erkennen. Saving Throw, was auch immer.
 2. Würfeln?

Mondragor

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« Antwort #25 am: 15.09.2020, 13:51:48 »
Azrim war zwar weiterhin verwirrt ob des plötzlichen Wechsels der Szenerie, doch alles kam ihm zu real für einen Traum vor. Egal, um was es sich hier handelte, das Wesen vor ihm musste bekämpft und besiegt werden. Doch gerade, als er losstürmte, hörte er den Mannes hinter sich schreien:
"HALT Aegidius! Was ist los mit dir? Bist du wahnsinnig? Willst du dem Vieh etwa allein entgegentreten? Komm her und fokussier deine Kraft in den Kelch, verdammt nochmal!"

Azrim

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« Antwort #26 am: 15.09.2020, 20:23:32 »
Den Soldaten - musste er ihn beim Namen kennen? - anblickend, stand die Ratlosigkeit in Azrims, oder eben Aegidiuses Gesicht geschrieben. Das vertraute Schwert für einen Moment in die Linke nehmend, streckte der Halbelb beinahe fragend seine Rechte nach dem Kelch aus und versuchte zu erahnen was mit dem Kelch zu geschehen hatte. Spürte er etwas? Regte sich irgendwas in ihm?

Sollte sich nichts tun, so warf einen ratlosen Blick zu Arsys und dem Soldaten.

Aufgrund seiner Ahnungslosigkeit sich etwas dämlich vorkommend, knurrte er ungehalten. Kelch oder nicht, er wollte den Dämon vom Angesicht dieser Welt tilgen!

Arsys

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« Antwort #27 am: 16.09.2020, 11:32:26 »
Der Soldat hatte offenbar keine Absicht auf ihre Fragen zu antworten. Arsys fühlte sich nicht bereit ihre Magie zu rufen, solange sich die Natur der Erscheinung verbarg. Sie setzte ihre Kräfte nicht leichtfertig ein, nicht zur Unterhaltung und auch nicht, um Illusionen zu attackieren. Die Gefahr in der wirklichen Welt Schaden anzurichten erschien ihr zu nahe, als dass sie ihrem Bruder folgend auf das Geschöpf eindrang. Sie richtete ihre UAfmerksamkeit auf den Kelch, sah nach bekannten Zeichen oder Spuren bekannter Magie[1], konnte aber nichts erkennen. Sie trat also zu dem hektischen Soldaten und verschränkte die Arme: "Ich bin Arsys von Niewinter, nicht Leukothea. Mein Bruder und ich kämpfen gegen Flammen und böse Zauber in unserer Zeit, nicht in deiner. Also nochmal: Wer bist du, welches Jahr ist es und wo sind wir?"
 1. Arcana: 8
« Letzte Änderung: 16.09.2020, 11:45:06 von Mondragor »

Mondragor

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« Antwort #28 am: 17.09.2020, 17:44:34 »
Der Mann sah Arsys entgeistert an. "Arsys? Niewinter? Von was redest du? Wir sind in Cimbar, wie du genau weißt, und das Jahr ist 3678."

Die dämonische Gestalt war inzwischen vollends aus dem Erdloch geklettert und begann nun, die Distanz zu den drei Diskutanten mit großen Schritten zu überbrücken. Azrim, dem weniger daran gelegen war zu klären, wie sie hierher kamen, streckte seine Hand nach dem Kelch aus. Tatsächlich meinte er so etwas wie ein Kribbeln in seinen Fingerspitzen zu spüren, doch wusste er nichts damit anzufangen.

Ihr Gegenüber blickte nach der kurzen Ablenkung nun wieder zu der Kreatur und sein Gesicht wurde noch bleicher als zuvor. Er murmelte einige Worte, und Arsys meinte dabei Tempus verstanden zu haben, doch dann wurde auch ihr Blick von der immer näher kommenden Kreatur gefesselt.

Azrim

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« Antwort #29 am: 17.09.2020, 20:22:02 »
Das leichte Kribbeln als Bestätigung seiner These sehend, griff Azrim mit ganzer Hand nach dem Kelch und hob ihn für einen Moment über sein Haupt um ihn genau zu betrachten. Unerwartet schwenkte sein Arm in Richtung Arsys und das entrückte Lächeln, welches seine Schwester nur zu gut kannte, spielte um die Züge des Tyr Paladins. Vor einem gerechten Kampf - mochte er noch so aussichtlos erscheinen - schien der Paladin am ruhigsten. Gefasstesten. Unberührt vom Leid und den Mühen dieser Welt. "Vereinen wir unsere Kräfte." flüsterte der Halbelb seiner Schwester begeistert und gleichzeitig fordernd über den Becherrand zu.

"Dann schlagen wir los."