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Autor Thema: [IC] Kapitel 1: Geraubtes Land  (Gelesen 1937 mal)

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Dungeon Master

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #180 am: 02.05.2021, 16:09:26 »
Wohltag, 10. Pharast im Jahre 4710 AK

Die kleine Gruppe stellte sich als Wachmannschaft heraus, die von Restow aus zum Handelsposten gereist war, um das Versprechen der Schwertjunker einzulösen, diesen weiter abzusichern. Angeführt wurde der kleine Trupp von einem Krieger namens Kesten Garess. Er war in einen Kettenpanzer gerüstet und führte neben Langschwert und Schild auch noch eine leichte Armbrust mit sich. Seine drei Wachmänner hatten beschlagene Lederrüstungen, Speere und ebenfalls leichte Armbrüste. Der Wachkommandant setzte Oleg in Kenntnis, dass die Wachen für den Monat ihren Sold bereits erhalten hatten, aber ab dem nächsten Monat würde der Handelsposten dafür aufkommen müssen. Oleg willigte gerne ein, schließlich würde er mit den Waren, wenn sie nicht mehr an die Banditen abgegeben werden mussten, genug Einnahmen haben, um die Geschäfte zumindest am Laufen zu halten. Groß waren die Gewinne hier draußen sicherlich nicht, aber es war auch nicht seine Absicht, hier reich zu werden.

Katharina erinnerte sich, den Namen Kesten Garess in Brevoy schon einmal gehört zu haben. Es gab da wohl vor einiger Zeit eine Affäre mit einer Weberstochter namens Tanja, die dazu geführt hatte, dass sein Vater Evan, ein Vetter des Oberhaupts der Adelsfamilie, Kesten enterbt und verstoßen hatte. Er verdingte sich seitdem als Söldner in Restow.

Tian Eld

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #181 am: 02.05.2021, 22:53:50 »
Ungeduldig wartete Tian auf die Wächter aus der Stadt. Die Aufregung, die ihn beim Anblick der Söldner erfasste, ließ ihn den Hammer achtlos niederlegen, seine Position an der Palisade aufgeben und hinunter in den Hof klettern. Endlich!

____

Eine Woche nun schon hatten sie auf ein Zeichen aus dem Osten - oder einen Angriff aus dem Süden - gewartet. Calxu und Katharina hatten die Organisation der Arbeiten übernommen und auch darauf geachtet, dass Jarek und Valko immer genug zu tun hatten. Der Jäger machte sich ungefragt nützlich, der andere etwas zögerlicher. Je nach Fähigkeiten versuchten alle das Beste, um Oleg's Handelsposten zu neuer Frische zu verhelfen und die Schutzmaßnahmen zu verstärken. Der Druide half Svetlana beim Anlegen eines Gemüse- und Kräutergartens, indem er jene Pflanzen in der Wildnis sammelte und einsetzte, die hier auch gut wachsen würden. Beim Kochen für so viele unterstützte er die Frau genauso, wie er zuhause auch immer geholfen hatte. Überhaupt erinnerte ihn die Woche sehr an sein altes Leben, das von Pflicht und Nützlichkeit bestimmt war.

Varis schloss er sich bei der Jagd an und suchte auch abends immer wieder die Gesellschaft des Elfen, der seine Verbindung zur Natur teilte und Geschichten erzählen konnte, die den jungen Mann erstaunten und gleichermaßen beeindruckten. Aus dem Stück Holz schnitzte der Rotschopf so genau er es vermochte eines der Wesen, die ihnen den Korb Mondradieschen für das Glöckchen überlassen hatten: eine hölzerne Rußschuppe. Auch wenn er ruhig dasaß und abwechselnd auf sein Werkstück und in die nächtliche Weite schaute, ergriff die Sehnsucht nach Neuem, nach Abenteuer von Tian Besitz. Kaum vermochte er das Warten auszuhalten, das sie sich selbst verordnet hatten.

Tagsüber, wenn noch Zeit übrig blieb, unterstützte er Calxu oder Gulyre bei den Reperaturarbeiten und Katharina beim Verstärken des Forts. Weil er ein natürliches Talent dafür hatte und auch eine rechte Freude daran, versorgte der Bauernsohn auch die Pferde und kümmerte sich liebevoll um sie. Umsichtig teilten sich die Gefährten die Einsatzgebiete untereinander auf und nach einer Woche waren deutliche Fortschritte zu sehen. Doch sie waren nicht hierhergekommen, um den Grundstein für eine Siedlung zu legen oder ein uneinnehmbares Gebäude zu gestalten. Ihre Wege führten sie demnächst weg aus dem vorerst sicheren Hafen, der Olegs Handelsposten hier nun für sie war.

____

Tian kam unten bei den anderen an und versuchte dem Gespräch zu folgen, das gerade zwischen den Anwesenden entbrannt war.

Victor Yevgenov

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #182 am: 04.05.2021, 00:42:58 »
Victor hatte sich zwar mit der Entscheidung abgefunden, die Banditen nicht weiter auszuspähen, glücklich war er damit jedoch weiterhin nicht unbedingt. Die nächsten Tage, nachdem sie wieder in den Handelsposten zurückgekehrt waren, bestätigten aus seiner Sicht seine Haltung, denn die Banditen ließen sich nicht blicken, und so saßen sie weitgehend bei Oleg und Svetlana fest, ohne etwas unternehmen und ihre eigentliche Aufgabe erfüllen zu können. Er hielt es niemandem der anderen vor, doch immer, wenn er dafür Zeit hatte, zermarterte er sich das Hirn darüber, wie sie von hier aus weiter vorgehen konnten, und machte sich zahlreiche Notizen, die nach und nach etliche Seiten füllten.

Es war nicht so, dass er nicht bei den Arbeiten helfen würde, die anfielen, doch wann immer es gerade nichts anderes zu tun gab, zog Victor sich zurück und beugte sich über seine Notizen. Doch Voraussetzung für alle weiteren Erkundungen war das Eintreffen einer Verstärkung, und so war er heilfroh, als nach etwa einer Woche endlich die Wachen aus Restow eintrafen. Zunächst war er verwundert darüber, dass Oleg diese nach einem ersten Monat selbst bezahlen sollte, dann jedoch sah er den Vorteil dieser Abmachung: Es waren nun nicht mehr Restows Soldaten, sondern sie waren dem Handelsposten verpflichtet.

Schließlich suchte Victor das Gespräch mit Oleg, Svetlana und seinen Gefährten, mit denen er hierher gekommen war.
"Unser Auftrag ist es, die Raublande zu erkunden, zu sichern und für eine Besiedlung bereit zu machen; so habe ich es zumindest verstanden. Der erste Schritt dazu ist sicher das Eintreffen der Wachen, um den Posten hier zu sichern. So können wir nun die Erkundung des Landes fortsetzen und uns vor allem auch wieder um die Räuber kümmern - die haben sicher nicht auf der faulen Haut gelegen in den letzten Tagen.
Doch mindestens ebenso wichtig für uns ist es, einen sicheren Hafen im Rücken zu haben. Und aus diesem Grund müssen wir daran arbeiten, diesen Handelsposten hier nach und nach auszubauen, zu einer Siedlung oder sogar einer Stadt. Wenn wir dieses Land befrieden wollen, können wir nicht jedesmal nach Restow schicken, wenn eine Entscheidung zu fällen ist. Wir müssen eine eigene Gerichtsbarkeit und eine eigene Verwaltung aufbauen. Und wir brauchen eine gewisse Stärke, weshalb wir um Siedler werben sollten, die sich hier niederlassen wollen und die Gemeinde aufbauen.

Ich bin mir sicher, es gibt genügend Leute, die sich ein neues Leben in einem neuen Land aufbauen möchten. Aber unsere Aufgabe ist es nun zunächst, das Land sicherer zu machen für diese Leute."

Calxu

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #183 am: 04.05.2021, 09:46:59 »
Die Rückkehr der drei Späher hatte Calxu beruhigt. So war nur der Zeitfaktor für die Verzögerung verantwortlich und sie hatten auch noch eine Aufgabe für die Hausdame erledigt. Gut, die Suppe war in Ordnung aber auch wenn er die Schärfe genoss, trug das Fehlen an Fleisch nicht zur Anhebung seiner Laune bei. Wie die drei Späher rasch mitbekommen hatten, vermied der Drachengeborene es den ersten Tag dieser zähen Woche lange in der Nähe der einzigen Frau in der Gruppe zu sein. Er verschwand sogar wenn sie anfing zu singen.
Erst mit der Zeit und mit genug Arbeit stieg seine Laune wieder an. So dass er auch wieder das Gespräch mit Katharina suchte. Für sie zumindest war so klar, dass er nach dem hochkochen eindeutig Zeit brauchte um wieder herunter zu kommen.

Zwischen Wache halten, an den Gebäuden oder der Wehranlage arbeiten und den täglichen Kampfübungen verging die Wartezeit tatsächlich einiger maßen schnell für ihn. Hierbei blieb er eher in der Nähe des Handelspostens als die Dornensammler und Holzarbeiter in den Wald zu begleiten. Dass die Banditen offensichtlich nicht den Handelsposten wegen des Verschwindens von Happs und seiner Leute untersuchen wollten, empfand er als durchaus interessant. Er überlegte sich Gründe für diesen Umstand und fokussierte sich auf drei Varianten. Entweder wussten die Banditen, dass sie hier waren, oder Happs und sein Leute waren ihnen aus irgendwelchen Gründen egal oder sie hatten nicht die Kapazitäten um nach verlorenen Mitgliedern zu sehen.

Als dann die Ankunft der Wachmannschaft das Ende der Wartezeit einleutete, freute sich der Drachengeborene. Endlich konnten sie ihre Aufgabe weiter verfolgen und das auch noch zu Pferde. Wann es die Zeit zu ließ, hatte er sich mit den verbleibenden drei Pferden beschäftigt. Er wählte für sich eine kräftige, weißschwarze Schecke aus, welche sein Gewicht wohl gleichmütig tragen würde. Trotzdem brauchte es etwas Zeit bis sich die Stute an den schweren Drachengeborenen gewöhnt hatte. Den simplen Reitsappel legte er zum Beutegut, und nutzte lieber seinen militärischen Sattel, welchen er bis jetzt ungenutzt mitgeschleppt hatte.

„Eine schöne Rede, ein schönes langreichweitiges Ziel. meldete sich Calxu nach Victors rede zu Wort. „Es ist ein schöner Ausblick in eine ferne Zukunft. Einen Anfang hier können vielleicht auch Jarek und Valko machen. Sie sind gute Arbeiter und haben beim Graben und den Reparaturarbeiten ihre Redlichkeit bewiesen. Ein Garten ist zu bewirtschaften und weitere Reparaturarbeiten sind nötig, mit der Erlaubnis von Oleg und Svetlana haben die beiden es sich von meiner Warte aus verdient, dass wir sie Fragen ob sie hier für den Handelsposten arbeiten möchten. Während wir das Land erkunden und von den Banditen befreien können sie sich hier nützlich machen und haben so“ hier deutete er auf Victor und meinte Wohl mit Blick auf dessen Zukunftsmusik „Eine Möglichkeit sich ein neues Leben aufzubauen, vielleicht nicht als Jäger oder Tagelöhner aber es ist ein neuer Anfang und ein gerechter Lohn für ihre Erhlichkeit und einwöchige sehr harte Arbeit.“ Sein Blick geht zu den beiden angesprochenen Hausherren. „Falls dieser Idee irgendwelche Kosten im Weg stehen, bin ich gerne bereit diese von meinem Beuteanteil zu übernehmen.“
« Letzte Änderung: 04.05.2021, 09:47:26 von Calxu »

Varis Larenthanil

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #184 am: 04.05.2021, 12:04:39 »
Nach ihrer Rückkehr suchte sich Varis auch eine Beschäftigung. Erst einmal gab es für alle genug zu tun und er ebteiligte sich, wo er gebraucht wurde.

Er fragte Oleg und Svetlana nach den kleinen Echsenwesen, die ihnen im Wald begegnet waren und auch nach dem Jäger, Andrik. Er wollte wissen, ob die kleinen Kreaturen eher ein Problem waren, oder ob man überlegen konnte, Kontakte zu ihnen aufzubauen. Dasselbe galt natürlich für Andrik, vielleicht könnte man ihn dafür gewinnen, regelmäßig vorbei zu kommen und über die Lage im Wald zu berichten. Auch mit ihm konnte man handeln und so ein offenes Auge gewinnen.

Als dann die Verstärkung kam, merkte er, dass es ihn wieder hinaus zog. Natürlich interessierte ihn das Banditenlager, irgendwann mussten sie dorthin gehen. Und sei es auch nur um herauszufinden, warum niemand gekommen war. Vielleicht war ja auch jemand gekommen, um die Lage auszukundschaften und sie hatten es bloß nicht bemerkt.

Er stimmte Viktor und Calxu zu, aber er fasste erstmal kleinere Ziele ins Auge.
"Vielleicht sollten wir wieder anfangen, dem Wald Besuche abzustatten? Vielleicht finden wir ja Spuren von Spähern der Banditen, ich kann mir kaum vorstelle, dass sie gar nichts getan haben, um den Verbleib ihrer Kumpanen zu ergründen."

Er zuckte mit den Schultern. Vielleicht wollten die Banditen ja einen längeren Beutezug machen und wurden gar nicht so früh zurück erwartet?[1]
 1. Wissen wir, ob die Gruppe direkt ins Lager zurückkehren wollte? Falls nicht werde ich die beiden Überlebenden danach fragen.

Katharina

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #185 am: 04.05.2021, 13:59:42 »
Katharina war froh als die Kundschafter alle unbeschadet wieder zurück gekommen waren. Doch leider hatten diese keine Neuigkeiten über die Banditen erfahren können. Das betrübte Katharina doch sehr und man merkte es ihr schon irgendwie an das sie über die Entscheidungen der Späher nicht gerade glücklich war. Ihre schlechte Laune verflog jedoch sehr schnell. Ihr viel aber auch auf das Victor wohl ähnlich dachte wie Katharina. Es blieb ihr auch nicht unentdeckt das Victor sich öfter zurück zog um irgend etwas in ein Buch zu kritzeln. Sie wollte ihn jedoch erst einmal nicht näher darauf an sprechen.

Im Handelsposten gab es ja schließlich noch mehr wie genug zu tun. Katharina packte überall an wo ihre Hilfe benötigt wurde und wo sie mit Rat und Tat zur Seite stehen konnte. Sie war froh das sich alle dazu entschlossen hatten den Handelsposten etwas Wehrhafter zu machen, und das auch jeder nach bestem Wissen und Können mit half.

Nach etwa einer Woche trafen dann endlich die lang erwarteten Wachen ein. Es waren zwar nur vier Männer, aber das war zumindest schon einmal besser wie nichts. Als sie dann den Namen des Anführer erfuhr musste sie zwar einen Moment überlegen woher sie den Namen kannte, doch dann musste sie innerlich lächeln als sie sich an die Geschichten über den Mann erinnerte. Es war immer gut wenn man ein kleines Druckmittel in den Händen hatte und einen Wissensvorsprung hat von dem sein Gegenüber noch nichts wusste. Als die Truppe dann im Handelsposten angekommen war und sich etwas gesammelt und ausgeruht hatte ging Katharina auf den Anführer zu "Seit gegrüßt werter Kesten Garess. Wir haben Euch schon sehnlich erwartet. Es freut mich das Ihr die ehrenvolle Aufgabe übernommen habt hier diesen Handelsposten mit Eurem Leben zu beschützen und als Pfeiler einer neuen und aufstiebenden Siedlung zu dienen." Katharina schaute sich genau an wie der Anführer der Wachmannschaft auf sie reagierte.

Als dann Victor sich aufraffte und seine kleine Ansprache hielt freute sich Katharina zu hören das sie endlich wohl eine Person in der Gruppe hatte die wohl ähnlich Gedanken hatte wie sie "Es freut mich zu hören das du dir einige Gedanken zu unserer Zukunft gemacht hast Victor. Mir ist schon aufgefallen das du in letzter Zeit sehr nachdenklich warst. Magst du deine Gedanken vielleicht mit uns teilen? Was meinen die anderen? Wie wollen wir nun vorgehen? Jetzt wo der Handelsposten für das erste erstmal gesichert sein sollte, könnten wir andere Pläne verfolgen. Es gibt hier in diesem Flecken Erde ja noch mehr wie genug zu tun, und wenn wir hier wirklich eine Siedlung aufbauen wollen dann gibt es noch viel mehr Aufgaben die wir erledigen müssen. Die Frage ist nur wo wir anfangen wollen? Wollen wir zuerst das Problem mit den Banditen angehen? Oder wollen wir vielleicht erst noch schauen ob wir weitere Verbündete finden? Den Jäger den ihr getroffen habt kennt bestimmt noch weitere Jäger, oder diese kleinen Kreaturen wären vielleicht auch hilfreich, oder diesen Einsiedler? Oder wollen wir zuerst den nahen Wald noch weiter erkunden und sehen welche Überraschungen dort noch auf uns warten? Ihr seht es gibt noch sehr viel zu tun, wir müssen nur den ersten Schritt tun auf diesem langen Weg und uns entscheiden wo wir anfangen wollen." Katharina schaute dabei jeden freundlich an und schenkte dem ein oder anderen ein freundliches lächeln oder zwinkerte ihm aufmunternd zu.

Bevor die anderen auf Ihre Ansprache reagieren konnten setzt Katharina erneut an und wand sich diesmal eher an Oleg "Oleg du hast uns hier freundlich aufgenommen und bisher warst du derjenige der am meisten unter den Banditen gelitten hat. Wenn meine Begleiter nichts dagegen haben, dann würde ich sagen die Beute der Banditen sollte dir zustehen. Wir werden uns nur ein paar Sachen nehmen die aktuell von Nöten sind um hier weiter erfolgreich voran zu gehen und uns vor allem die Arbeit etwas zu erleichtern. Wenn es für dich in Ordnung ist würden wir gerne einen kleinen Lagerplatz hier für uns beanspruchen um unsere Ausrüstung sicher bei dir zu verwahren die wir gerade nicht benötigen. Sei versichert, es soll nicht zu deinem Nachteil sein wenn du ein Auge auf unsere Ausrüstung hast während wir auf Reisen sind."

Victor Yevgenov

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #186 am: 05.05.2021, 00:56:41 »
Auch wenn er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, so ärgerte sich Victor doch über Calxus Reaktion. Vielleicht konnte er auch nur den Unterton des Fremdrassigen nicht so gut lesen wie den von Menschen oder Elfen, doch in seinem Kopf übersetzten sich Calxus Worte in "Geh du mal deinen Träumereien nach, wir aber leben in der Realität." Merkte der Drachengeborene nicht, dass es sehr konkrete und aktuelle Fragestellungen waren, um die es Victor ging?

Katharina besänftigte sein Gemüt wieder etwas; sie schien sich ähnliche Gedanken wie er selbst zu machen. Auf ihre Frage hin wurde er konkreter, und wand sich bei seiner Antwort auch an Calxu.
"Die Zukunft, von der ich spreche, ist nicht so fern wie du vielleicht denkst. Vor allem aber müssen wir, wenn eine solche einmal hier entstehen soll, schon jetzt die Weichen dafür stellen.
Eine der dringlichsten Fragen, über die wir sprechen müssen, ist die einer Regierung, oder, weniger hochtrabend gesagt, eines Anführers. Dazu gehören gleichzeitig auch die Fragen der Rechtsprechung und die der Vollstreckung dieses Rechts. Alles zusammen bildet einen Dreiklang, der einer klaren und eindeutigen Lösung bedarf.

Um es deutlicher zu machen: Solange Oleg hier mit Svetlana allein lebt oder nur mit ihren Untergebenen, ist völlig klar, wer das Sagen hat. Doch was geschieht, wenn sich weitere Siedler hier niederlassen - und ist das nicht, was wir wollen? Es muss eine Regelung geben, wie Konflikte gelöst werden, und im Zweifel muss jemand das letzte Wort haben. Je mehr Leute zusammenleben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es Konflikte gibt. Mein Vorschlag dafür ist, dass Oleg offiziell zum Bürgermeister ernannt wird.

Die nächste Frage ist, wie schon angedeutet, die nach der Rechtssprechung. Diese hat uns bereits jetzt berührt, als wir das Urteil über die Räuber gesprochen haben. Unser erster Instinkt war es, die Gefangenen in Restow richten zu lassen; doch das ist nicht praktikabel und wird es auch in Zukunft nicht sein. Daher benötigen wir einen eigenen Richter und eine eigene Rechtsprechung. Denn dies gewährleistet auch eine Verlässlichkeit, dass nicht das Recht des Stärkeren gilt. Nur dann werden ehrbare Leute sich hier ansiedeln. Haben wir kein Gesetz, kommen die Gesetzlosen.

Der dritte Punkt schließlich ist mit der Ankunft der Wachen aus Restow einen großen Schritt weiter gediehen. Da die Wachen nun auch offizielle Oleg unterstellt sind - dem vielleicht neuen Bürgermeister - ist für die Vollstreckung des Rechts zunächst gesorgt; wie auch für eine bessere Verteidigung unseres Stützpunktes.

All dies, nämlich zu wissen, dass hier im Handelsposten für eine gewisse Ordnung und Sicherheit gesorgt ist, ermöglicht es uns doch erst, uns unserer anderen Aufgabe zuzuwenden: Nämlich, die Umgebung zu erkunden und zu sichern, wozu im Moment vor allem die Aufgabe gehört, die Räuber zu zerschlagen."

Dungeon Master

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #187 am: 05.05.2021, 11:43:38 »
Oleg war gerne bereit, Jarek und Valko eine Chance zu geben. Anfänglich war er zwar wenig begeistert von der Idee, schließlich hatten die Banditen ihm sehr zugesetzt, aber die beiden schienen nicht so verdorben zu sein, wie einige der anderen, Happs beispielsweise. Und man konnte sich leicht ausmalen, dass ihnen wenig andere Möglichkeiten blieben, als bei den Banditen mitzumachen, als sie ersteinmal in ihren Fängen waren. Jedenfalls zeigten beide ernsthafte Bemühungen ihr Leben umzukehren und jetzt mit den Wachen im Handelsposten sollte auch die Aufsicht kein Problem mehr darstellen.

Katharinas Angebot, ihm den Großteil der Beute von dem Banditenangriff zu überlassen, empfand er als sehr großzügig und bedankte sich herzlich. Er bekräftigte auch nocheinmal, dass die Gruppe im Handelsposten immer ein Dach über dem Kopf und etwas Warmes auf dem Teller erwarten konnte. Natürlich ohne auch nur eine Münze dafür abzutreten.

Kesten Garess wirkte ein wenig mürrisch, aber man konnte auch ihm anmerken, dass er froh war hier draußen zu sein. Bei seiner Vergangenheit war ihm etwas Abstand zu Brevoy wohl ganz recht. Die Wachen hatten stabile Zelte dabei und würden sich an der von den Abfallgruben abgewandten Seite des Stalles ein Lager einrichten. Als Katharina ihn angesprochen hatte, nutzte der Söldner die Gelegenheit auch gleich, um eine Angelegenheit vorzubringen, die ihm offensichtlich am Herzen lag.

"Danke! Es ist ein gutes Gefühl, gebraucht zu werden. Meine Männer wissen das auch zu schätzen. Ihr werdet die Gegend hier erkunden? Dabei kommt ihr ja durchaus herum. Falls euch eine varisische Schlange namens Falgrim Snieg über den Weg läuft, für den wäre ich bereit, einiges springen zu lassen. Ich habe noch eine Rechnung mit ihm offen." Er konnte den Abenteurern natürlich auch eine Beschreibung des Banditen geben. Er war schon ein wenig älter, mit ergrautem Haar und wildem Bartwuchs. In hektischen Situationen bewahrte er stets seine Ruhe und war dadurch ein sehr gefährlicher Gegner.

"Und da wäre noch etwas, was man mir mit auf den Weg gegeben hat. In Restow sind einige Berichte von Jägern und Fallenstellern hier aus der Gegend angekommen, dass es immer wieder Probleme mit einem hier ansässigen Koboldstamm geben soll. Rußschuppen heißen sie wohl. Sie müssen irgendwo in den Kamelanden, im Hügelgebiet, eine Höhle haben. Vielleicht könnt ihr euch dieses Problems ja auch annehmen."

Bei Victors Worten schluckte Oleg sichtlich. Er wollte hier draußen doch vor allem eins, seine Ruhe haben. Und jetzt soll er Bürgermeister werden? Und Bürgermeister von was eigentlich? Hier gab es doch bisher noch garnichts. Der Händler sagte erstmal nichts dazu, aber so ganz geheuer schien ihm die Sache nicht zu sein. Aber erstmal abwarten, wie die Dinge sich entwickelten.

Tian Eld

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« Antwort #188 am: 05.05.2021, 16:52:24 »
Victor hatte wie immer einen Plan, der aus mehreren Punkten bestand. Der Mann liebte seine Listen. Während Tian den Eindruck hatte, die anderen wunderten sich auch ein wenig über die weitreichenden Ausführungen und dachten eher praktisch, war es Katharina, die Victor aufforderte, seine Pläne für ihrer aller Zukunft darzulegen.

Die Städter wollten das ihnen bekannte System schnellstmöglich in die Raublande bringen. Die Söldner einmal nicht mitgerechnet, bestand das Volk also aus im Moment vier ansässigen Personen und sechs Kundschaftern. Tian verstand die Eile nicht, sich nun um Regierung und Gerichtsbarkeit zu sorgen. Oleg ein Bürgermeister? Wollte der Mann das denn - konnte er das - wusste er überhaupt, was zu tun war? Was befähigte ihn denn, ganz allein wichtige Entscheidungen zu treffen? Hatten sie denn beschlossen, hier an dieser Stelle eine große Siedlung zu errichten? So nah an Restow? Das musste er wohl verpasst haben.

Sie hatten keine sichere Versorgung, keine Siedler, keine Jäger, keine Farmer, niemanden, der den Leuten mit Wissen über das Bauen oder Medizin zur Seite stand, nicht einmal ein Gasthaus - aber einen Bürgermeister und einen Richter fanden manche so dringend? Seltsam war das für den jungen Mann, der in einer Gemeinde mit mehreren hundert Seelen aufgewachsen war und nichts davon gebraucht hatte. Führten in den Städten alle Konflikte vor den Richter? Er musste Katharina dazu einmal befragen. Natürlich hatte es in seiner Gemeinde einen Rat gegeben, der hatte sich aus den Alteingesessenen zusammengesetzt. Alles, was die ganze Gemeinschaft betroffen hatte, war dort besprochen worden. Was besonders wichtig war, darüber wurde abgestimmt. In den Städten schien das nicht so zu sein. Wollten Katharina und Victor die Raublande genau nach dem Muster ihrer Länder gestalten? Könnte man das Leben hier nicht anders gestalten...?

Tian würde darüber nachdenken. Zunächst einmal stimmte er Calxu zu, was Jarek und Valko betraf. Er freute sich, dass der Paladin sich so dafür einsetzte, den beiden hier eine neue Chance zu geben. Noch besser, dass Oleg gleich einverstanden war. Nun sollte es dem Besitzer des Handelspostens deutlich leichter fallen, das alte Gebäude wieder instand zu setzen und alle Anwesenden so zu versorgen, dass sie nicht so sehr von Hilfe von außen abhängig waren.

Varis hatte ebenfalls Recht. Sie sollten alsbald in den Wald aufbrechen. Es gab Feen zu finden und Banditen zu stellen. Vielleicht trafen sie unterwegs tatsächlich noch andere Jäger, die sie zum Handelsposten schicken konnten. Das war bestimmt eine gute Idee von Katharina, besonders auch, weil die Umherziehenden Kunde verbreiten konnten von den Vorgängen in den Raublanden. So wie Victor es sich wünschte, könnten Fremde dann auch mit dem Gedanken spielen herzukommen und sich hier etwas aufzubauen.

Dann begann der neue Kämpfer, Kesten, von einem weiteren Banditen zu sprechen und von den Rußschuppen. Tian hatte sich bisher zurückgehalten, trat nun etwas vor und meinte: "Mit euren Kobolden hatten wir auch schon zu tun. Sie haben allerdings mit uns gehandelt. Und weil ihr von Banditen sprecht, sagen euch die Namen Kressel oder Brig Orliwantsch etwas? Wisst ihr vielleicht etwas zum Hirschkönig?" Es war möglich, dass die Neuankömmlinge noch mehr Informationen darüber hatten, was in den Raublanden so passierte. Zumindest fragen wollte Tian.

"Wie lange braucht ihr, um euch hier einzurichten? Jetzt, wo ihr angekommen seit, müssen auch wir wieder unserer eigentlichen Aufgabe nachgehen und das Land weiter erkunden." Tian wäre am liebsten sofort auf das Pferd gehüpft, das er mittlerweile als seines betrachtete (für sich nannte er den großen Braunen nun Brys), und in den Süden geritten um nach den Feenwesen zu sehen. Doch bestimmt wollte der ein oder andere vorher noch Dinge besprechen oder vorbereiten, so dass er sich wohl damit abfinden musste noch ein wenig länger hier festzusitzen. Trotzdem blickte er Kesten erwartungsvoll an.





Katharina

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #189 am: 05.05.2021, 18:25:59 »
Katharina war dann doch positiv überrascht wie viele Gedanken Victor sich bereits gemacht hatte, und vor allem wie weit er dann voraus gedacht hatte. "Ich finde es sehr gut das du dir bereits so viele Gedanken gemacht hast und ich sehe das ähnlich wie du Victor. Oleg hatte hier als Hausherr sowieso schon das Vorrecht über alles zu bestimmen und zu richten was hier passiert. Also warum soll er das nicht auch weiterhin machen. Und wenn sich das ganze dann hier bald vergrößert und wir so etwas wie ein Dorf oder gar mal eine Stadt hier erbaut haben kann man sich immer noch überlegen wer dann in Zukunft vielleicht weitere Ämter übernimmt oder wer vielleicht für gewisse Aufgaben geeigneter sein könnte wie Oleg. Aber du hast völlig recht, wir brauchen für den aktuellen Stand der Dinge auf jeden Fall schon einmal eine Basis auf der wir aufbauen können. Und wenn ich deine Idee noch etwas erweitern darf dann würde ich sagen sollten wir uns auch mal in kleinem Rahmen über unsere weitere Zusammenarbeit unterhalten. Wir sind eine Gruppe aus 6 Personen die alle freie Wesen sind die selbstbestimmt handeln, und das ist auch gut so. Doch werden wir bestimmt auch in Situationen kommen in denen wir mal eine Entscheidung treffen müssen über einen Punkt über den wir uns uneinig sind. Das könnte ein Problem werden da wir bei 6 Personen im Zweifel keine Mehrheit für eine Position bilden können. Also sollten auch wir uns vielleicht mal überlegen wie wir das handhaben wollen? Sollten wir aus den eigenen Reihen auch jemand bestimmen der im Zweifel das letzte Wort hat? Es kann auf Dauer nicht gut sein wenn wir uns zerstreiten und zu lange Diskutieren, wir müssen auch mal schnelle Entscheidungen treffen bzw brauchen wir einen der eine finale Entscheidung vorgibt" dabei schaute sie dann alle umstehenden der Gruppe eindringlich an.

Katharina ging bewusst erst einmal noch nicht auf die weiteren Aufträge und Informationen von Kestan ein. Ihr war es wichtig das jetzt an dieser Stelle wirklich erst einmal die Schienen für den weiteren Weg gelegt werden, denn ihr war bewusst das es hier in der Gruppe bestimmt noch viel Diskussionsbedarf geben wird, da hier doch sehr unterschiedliche Persönlichkeiten auf einander treffen. Gerade in Gefährdungssituationen könnte das dann jedoch ein großes Problem darstellen, denn da ist dann keine Zeit für Diskussionen. Katharina war es wichtig diesen Punkt so früh wie möglich zu klären, damit sie es dann alle in der Zukunft einfacher hatten und besser auf neue Situationen reagieren konnten. Es war im Moment einfach noch viel zu früh um jetzt schon auf zu brechen, es war einfach noch viel zu viel ungeklärt. Katharina war sich sicher das es in einem völlig Chaos enden würde wenn sie jetzt schon aufbrechen würden. Es wird bestimmt noch 1 bis 2 Tage dauern bis man sich klar ist wie es denn nun wirklich weiter geht. Sie hatten schließlich keinen Zeitdruck, und schlecht vorbereitet und kopflos irgendwo hin zu rennen war noch nie eine gute Idee.

Gulyre

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #190 am: 05.05.2021, 20:23:26 »
Die Tage gingen dahin und das ausbessern und verstärkten der Befestigungen schien sich ewig hinzuziehen. Da der Wanderer aber wenig Erfahrung damit hatte eine Gemüsebeet anzulegen, fielen ihm die körperlich fordernden Aufgaben zu. Er fand gefallen daran sich mit Calxu über die Kampfkunst auszutauschen und hörte gerne die melodische Stimme von Katharina durch das Fort schallen. Im großen und Ganzen schienen seine Gefährten angenehme Zeitgenossen zu sein.

Er war gespannt auf die Neuankömmlinge, als er mitbekam, dass die versprochene Verstärkung eintraf. Die Männer schienen eine grundlegende Ahnung von ihrem Handwerk zu haben, was die Art und Weise wie sie sich bewegten, vermuten lies.

Das ständige warten im Außenposten ließ ihn unruhiger werden und erfreute sich wieder, hinaus in die Wildnis zu gehen. „Manchmal ist es an der Zeit einen Weg zu beschreiten, auch wenn die Pfade unbestimmt sind“ sagte er zu ruhig zu Katharina. „ Ein wahrer Anführer wird nicht erwählt sondern vom Schicksal bestimmt. Ich kenne euch alle nicht gut, aber mein Herz sagt mir, dass wir in den entscheidenden Momenten aufeinander zählen können. Der Kampf gegen die Banditen lief nicht wie geplant und trotzdem sind wir siegreich gewesen. Habt Vertrauen in die Gruppe.“ Er trat vorsichtig an das Ross heran, welches im zugeteilt wurde und fuhr dem Tier sanft über die Flanke.

Victor Yevgenov

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« Antwort #191 am: 05.05.2021, 21:01:17 »
Victor lauschte den Reaktionen der anderen, schwieg aber nun zu dem Thema. Er hatte eine Saat gelegt, mehr wollte er zu diesem Zeitpunkt auch nicht. Wie sich das Ganze von hier ab entwickeln würde, würde sich zeigen. Er hatte schon verstanden, dass er mit seiner vielleicht allzu weit in die Zukunft blickenden Art und Weise nicht alle in ihrer Gruppe mitreißen konnte und dachte lieber darüber nach, wie er zusammen mit den anderen die naheliegenderen Probleme lösen konnte.

Als der Söldner von den Rußschuppen sprach, wurde auch Victor hellhörig. Tian zustimmend, fragte er nach: "Worin genau bestehen denn die Probleme mit den Kobolden? Wie Tian schon sagte, haben wir sie getroffen und konnten sie zu einem Handel überreden. Vielleicht lässt sich auch eine Übereinkunft zum beiderseitigen Vorteil mit ihnen finden, ohne dass wir gleich in den Krieg ziehen müssen?"

Dungeon Master

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #192 am: 05.05.2021, 22:09:30 »
"Von einem Krieg hat ja auch niemand gesprochen," entgegnete Kesten. "Ich überbringe nur die Kunde, wie man es mir aufgetragen hat. Ich kenne den Grüngürtel nicht und damit sicher noch weniger als ihr, die ihr ja immerhin schon eine Weile hier seid, insofern werde ich mich auch nicht in eure Entscheidung einmischen. Und ich habe bisher auch noch keine persönlichen Erfahrungen mit Kobolden gemacht, kenne sie also nur vom Hörensagen. Wenn ihr mit den Rußschuppen eine friedliche Übereinkunft treffen könnt, dann ist dies auch im Sinne der Schwertjunker, soweit ich das beurteilen kann. Jedenfalls gibt es die Belohnung entweder für das Besiegen des Stammes oder für einen Friedensvertrag mit ihnen," erklärte der Söldner.

Zu Tian gewandt fügte er noch an: "Es tut mir leid, diese Namen sagen mir nichts. Meine Männer sind schon dabei unsere Zelte einzurichten. Ein wenig Ruhe wäre angenehm nach der Reise, aber ich bin mir sicher, dass wir in wenigen Stunden soweit sind, die Wache über dieses Fort zu übernehmen."

Nach Gulyres Einschätzung waren die drei Männer, die mit Kesten Garess angekommen waren, einfach typische Wachen, sicherlich geübt in ihren Waffen aber auch nichts Besonderes. Ihr Anführer hingegen machte auf ihn den Eindruck, dass er um einiges erfahrener war und auch um einiges kompetenter.

Calxu

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« Antwort #193 am: 06.05.2021, 06:50:36 »
Da selbst Victor sich von seinen eigenen Thema ablenken ließ, hielt Calxu behielt seine deutliche Abwehrhaltung bei. Selbst als Victor von Recht und Problemen in der Rechtsprechung sprach. Hier hatte ihn aber Katharine sehr positiv überrascht. Er hätte es deutlich grober formuliert, dass Oleg der Hausherr war und aktuell die aufgeführten Probleme nicht vorkamen. Nichts desto trotz fand er die Langzeitplanung von Victor gut.

Bei der Frage nach einem Anführer oder auch einer Anführerin, hatte legte Calxu den Kopf schief und Zuckte mit dem Schwanz. Ja durchaus sollte jemand im Zweifel der Gruppe eine Richtung geben. Aber, wie Gulyre sehr schön einwarf, kannten sie sich noch nicht einmal einen Mond und waren alle von Anfang an gleich gestellt. Abwarten und die Zeit dies zeigen zu lassen, empfand er als vorerst passend.

Am Ende war alles Gesagt und interessiert lauschte er den weiteren Aufträgen. Diese Banditen waren eindeutig das Problem. Doch noch einmal Gefangene die sich nicht vorher freiwillig ergaben, diese würde es sehr wahrscheinlich nicht mehr geben. Bei Happs ging es nur um die Grundinformation und dieses Weib Kressel, sie musste seiner Meinung am schnellsten fallen um alle anderen zu demotivieren.

Da das Gespräch um die zukünftige Siedlungsbildung verlaufen hatte, ging er zu Varis hinüber. „Varis, unsere Unwissenheit über diesen Wald und was darin die Banditen machen, scheint mir ebenfalls sehr wichtig zu sein. Erinnerst du dich noch an Olegs Worte zu einen Mischer namens Borken? Also einem einheimischen der vielleicht Kräuter im Wald oder mindestens am Waldrand sucht. Ich würde meinen, dass wir ihn zuerst einen Besu8ch abstatten sollten. Vielleicht kann er uns mehr Informationen über den Wald geben. Auch können wir uns einen Überblick über seine Tränke machen sowie das Land südlich des Handelspostens. Vielleicht eignet es sich für Ackerbau oder hat anderen natürliche Schätze.

Katharina

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #194 am: 06.05.2021, 07:17:24 »
Irgendwie wurde Katharina aus Victor nicht wirklich schlau, da hat der Bursche eine gute Idee oder eine eigene Meinung die er kund tut; aber sie dann auch mal verteidigen oder etwas darüber diskutieren will er nicht. Entweder ist er zu feige zu seinen eigenen Worten zu stehen, oder er ist so arrogant das er der Meinung ist das es ausreicht einmal darüber zu sprechen und damit sei dann alles geklärt. Irgendwie war Victor noch ein Buch mit sieben Siegel für Katharina. Vielleicht sollte sie mal am Ball bleiben und ihn in einer ruhigen Minute alleine Sprechen, denn auf der einen Seite schien er ihr irgendwie ähnlich zu sein, auf der anderen Seite war er dann doch irgendwie komisch.

Als sich dann plötzlich alle zum Aufbruch bereit machten meinte Katharina dann mit einem leicht gereizten Unterton "Und wo wollen die Herren denn nun hin? Wie lange planen die Herren denn weg zu gehen? Hat einer der Herren schon entsprechend Proviant eingepackt? Oder haben die Herren daran gedacht vielleicht entsprechende Ausrüstung mit zu nehmen?"

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