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Autor Thema: [IC] Kapitel 1: Geraubtes Land  (Gelesen 7078 mal)

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Dungeon Master

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #525 am: 09.01.2022, 17:45:51 »
Froschteich - Runde 3


Unter argwöhnischen Froschaugen zogen sich die Abenteurer langsam zurück. So groß die beiden Amphibien auch waren, sie hatten wohl auch nicht unbedingt Lust, sich mit den Zweibeinern anzulegen, wenn es nicht sein musste.

Der Kampf ist beendet!



Initiative:
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Riesenfrösche

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Calxu

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #526 am: 10.01.2022, 13:14:07 »
Als klar war, dass die Riesebfrösche sich wieder ihrem Bad widmeten. Hielt Calxu inne. „Das scheint weit genug zu sein. Damit heißt es kein Fleisch und kein Bad heute. Wollen wir gleich hier Rasten oder uns einen neuen Rastplatz suchen?" Fragend blickte er in die Runde und hielt bei ihrem Druiden inne.
« Letzte Änderung: 10.01.2022, 13:14:19 von Calxu »

Tian Eld

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #527 am: 10.01.2022, 14:08:46 »
"Keine Sorge, Calxu, wir treiben dir schon noch eine ordentliche Mahlzeit auf." Tian grinste den Großen an. "Ist ja erst kurz nach Mittag. Gehen wir noch ein bisschen und halten die Augen offen. Bestimmt können wir etwas erjagen, was besser schmeckt als Frosch in fauliger Sauce." Der junge Mann konnte sich auch ohne hinzusehen vorstellen, wie Katharina bei dem Gedanken das Gesicht verzog.

Dann wurde er etwas ernster. "Auf der Karte sollten wir den Tümpel aber auf jeden Fall einzeichnen. Ein Vermerk dazu wäre bestimmt auch nicht schlecht..."

Dungeon Master

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #528 am: 18.01.2022, 11:53:04 »
Sonntag, 4. Gozran im Jahre 4710 AK

So ließen die Abenteurer die Frösche in Ruhe baden und machten sich auf, den Wald weiter zu erkunden. Es gab genug Möglichkeiten, etwas Schmackhaftes für's Abendessen zu erjagen und so mussten sie auch nicht hungrig schlafen gehen.

Am nächsten Tag folgten Sie dann weiter dem Fluss in Richtung Süden, bis sie am späten Nachmittag, nach bestimmt 20 Meilen Wegstrecke, einige Steingebäude, oder die Überreste davon, durch die Bäume hindurch erkannten.

In einer Lichtung hatte sich etwas mehr Wasser angesammelt, so dass der Boden hier recht schlammig war. Dort befanden sich zwei Steingebäude. Ein etwas größeres, vielleicht 10 Meter im Quadrat, wirkte noch einigermaßen stabil und zumindest standen die Wände noch und in Teilen auch ein flaches Dach, auch wenn man ihnen das Alter deutlich ansah. Daneben gab es noch die Überreste eines kleineren Gebäudes, etwa 3 Meter breit, welches aber bereits zur Hälfte eingefallen war, so dass nur noch zwei Außenwände standen. Schutt und Trümmerteile waren hier zu einem größeren Haufen aufgetürmt.


Calxu

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #529 am: 20.01.2022, 10:29:32 »
Nachdem sich die Aufregung gelegt hatte, und sie einen neuen Rastplatz gefunden hatten, fasste der Paladin das Gespräch auf, welche Miloslav begonnen hatte. Das war wohl auch gut so, denn er konnte in den kleinen Atempausen der weiteren Erkundung nachdenken. So begab er sich am Lagerfeuer dann zu dem Magiekundigen der nun an vorderster Front mithelfen wollte. „ich bin dir noch eine Antwort schudlig, auch wenn sie ein Teil schon erledigt hat.“ begann er das Gespräch und biss in den Pausen vom Fleisch ab, welches sie tatsächlich für den Abend erbeuten konnten. „Taten sprechen mehr als Worte. So ist jeder willkommen im Kampf. Ich kenne die anderen zwar ein paar Wochen länger als dich aber als Gruppe sind wir noch Frischlinge. Wir kennen noch lange nicht all unsere Marotten oder Präferenzen. Von meiner Warte aus, nur als Beispiel, ist Tian das Herz der Gruppe. Er als Druide ist unser Heiler, den es um jeden Preis zu schützen gilt. Verletzungen können verbunden werden, Brüche heilen doch ein toter Heiler ist oft auch der Tot einer Gruppe. Die anderen Rollen in einer Gruppe sind natürlich auch wichtig, ohne Frage.“ er holte tief Luft und leckte sich über den Rand seines Mundes. „Du kennst deine Stärken am besten. Da du mir sagst du schaffst das, glaube ich dem und freue mich auf unsere Zusammenarbeit in der ersten Reihe. Was da offensichtlich ist, als Schildträger würde ich beim Rückzug natürlich als letzter gehen und im Angriff versuchen die Gegner auf mich zu ziehen. Außer du sagst mir jetzt, unterschätze nicht meine Magie.“ Er lächelte den Archäologen an. „Was auch gleich zum Punkt mit der Willensfreiheit führt. Mh, mein Glauben an die Erbin ist kein Abtreten meiner Willensfreiheit. Ich würde auch sagen, dass der Glauben an jede gute oder neutrale göttliche Präsenz seinen Jüngern den freien Willen lässt. Alles andere würde ich als seltsam und verabscheuungswürdig ungerecht betrachten. Nun ja, wo du wohl recht hast, der Glaube ist mir ein Kompass für meine Entscheidungen. Er hilft mir in Situationen die für mich richtige Entscheidung zu treffen. Lässt mir jedoch den Willen der Entscheidung. So habe ich mich entschieden ein Paladin der Iomedae, und kein Holzfäller wie mein Vater oder ein Soldat in Ostbrevoy. Ich war es der sich bei der Ausbildung entschieden hat das Schwert und den Schild zu wählen, ich bin es der sich dem Eid der Hingabe verpflichtet fühlt und ich bin es, der sich entschieden hat im Fall der Fälle für Euch und für die Erkundung und Besiedlung hier zu sterben.“ offensichtlich erfüllt ihn das sogar mit Stolz. Zwar mag er auf dem Boden sitzen doch so, durch die Worte beflügelt macht er sich aus so groß indem er die Muskeln anspannt und die Brust regelrecht aufplustert. Dann atmet er lange aus und blickt ins Feuer. „Es mag so aussehen als sei durch meine Eide mein Schicksaal besiegelt, jedoch sind sie, ist mein Glauben nur mein Weg. Wie gut ich auf diesen Weg voranschreite, wie Edel und Gerecht ich wirklich bin, das hängt allein von mir und meinen freien Entscheidungen ab. Die Götter wachen über uns alle, gleich ob wir an sie Glauben oder sie verläugnen. Sie zeigen uns nur einen Weg und wir müssen entscheiden wie wir diese Wege beschreiten. Ob wir dann, also speziell die Jünger der Götter, uns als würdig erwiesen haben in ihr göttliches Reich einzutreten oder an ihrer Seite zu kämpfen, dass, ja dass entscheiden die Götter eben an der Art und Weise wie wir unseren eigenen Weg am Ende gegangen sind.
Was ist nun mit dir? Fühlst du dich verloren ohne festen Glauben, fühlt sich dein Weg etwa unpassend an? Zweifelst du an dir selbst und deinen Entscheidungen? Was sind deine Grundsatzentscheidungen? Was ist der Weg den du gehen willst?“


Noch in der Nacht und bei der weiteren Erkundung saniert er über die eigenen Worte und Fragen an Miloslav nach. Die Gespräche mit Miloslav, Victor und auch den Anderen gefielen ihm. Sie boten schließlich neue Sichtweisen auf seinen eigenen Glauben und natürlich waren sie auch eine Hilfe beim verstehen der Anderen. Was trieb sie an? Was war ihr Weg, den sie nun aktuell gemeinsam gingen.
Als sie die Gebäudereste erreichten, positionierte sich Calxu zwischen diesen und der Gruppe. Sein Schwanz strich über den Boden. Es könnte eine verlassene Ruine sein aber wäre auch ein guter Unterschlupf für Räuber oder sonstiges gefährliches Getier. Wölfe oder Bären würden die Bauwerke vielleicht als Höhlenersatz nutzen oder Käfer und Spinnen als guten Unterschlupf. Mit gesenkter Stimme wendete er sich an die Anderen. „Die Gebäudeüberreste sind neu, davon hat uns kein Jäger erzählt, oder irre ich mich. Was meint ihr, sie wären ein gutes Versteck für Räuber gefährliche Tiere. Wobei ich zu letzten tendiere da ich keine Feuer und keine Wachen gesehen habe. Will einer als Späher fungieren und es ausspähen oder wollen wir gesammelt die Gebäude erkunden?“

Miloslav Illjitsch

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #530 am: 21.01.2022, 01:22:49 »
Miloslav nahm neben dem speisenden Calxu Platz und holte seine Zeichenrolle heraus, um das erkundete Gebiet auf seiner Karte einzutragen. (Ja, auch der Froschteich wurde verzeichnet, komplett mit zwei detailgenau gezeichneten kleinen Fröschen...) Der langen Rede des Paladins lauschte er geduldig, wenn auch gegen Ende mit einiger Verwirrung. Wie kam Calxu so unverhofft auf das Thema Willensfreiheit? Was hatte das denn mit der Verteilung der notwendigen Rollen in ihrer kleinen Gruppe zu tun? Erst nach einigem Nachgrübeln fiel Milo ein, dass er selbst das Stichwort "Willensfreiheit" ins Spiel gebracht hatte, als Kehrseite von klaren Verhaltensregeln eines Ordens oder einer militärischen Einheit. Er hatte das ja eher praktisch gemeint, nicht philosophisch...

"Äh, also, vonwegen Stärken..." erwiderte Milo schließlich, leicht errötend, "und auch in Punkto 'Magie' hast du bereits so ungefähr alles gesehen, was ich momentan beherrsche. Mit dem Ruf dir'alzil hülle ich mich in eine Art Rüstung aus Schatten, und die Geschosse, die ich da verschleuder, sind teils elementar, teils pure Energie, und mit etwas Glück machen die einen ordentlichen Wumms. So bis zu fünfzig Schritt weit komme ich damit.[1]. Beides kann ich jederzeit und unbegrenzt. Ebenso einen Donnerschlag, der an alles um mich herum eine ordentliche Watschen verteilt, wenn auch eher mit der flachen Hand... Das hast du auch schon erlebt, das machen ich jeden Abend, bevor ich unter meine Decke schlüpfe, um... äh... also, um alle Spinnen und Schlangen... besonders die Schlangen!... nun ja, um sicherzustellen, dass da nichts krabbelt oder schlängelt in meinem Bettzeug.[2] Dann hätte ich noch zwei Zauber, mit denen ich Angreifern zurückzahlen kann, was sie mir austeilen, das setzt natürlich voraus, dass sie mich nicht mit einem Hieb umhauen, was der Eulenbär wohl getan hätte.

Also, ich will gerne zugeben, dass ich bei den wenigen Kämpfen, die ich bislang auf meiner Reise erlebt habe, stets aus der Ferne agiert habe... aber in der zweiten Reihe ist man auch nicht sicher, sobald die erste Reihe fällt, von daher... und bis Gulyre wieder zu uns stößt... oder Varis, wer weiß... oder irgendjemand, der sich etwas mehr auf den Kampf versteht...

Wobei... zurzeit arbeite ich da an etwas, das wird mir da doch einiges weiterhelfen sollte, auch wenn ich's noch nicht so ganz heraus habe... Warte, ich zeig's dir..."


Milo sprang auf und brabbelte, von Gesten unterstützt, auf Osirisch los – eine Anrufung an seinen Meister wurde klar, als der Name Nubnefer fiel – doch Milo musste mehrmals von vorne anfangen, mit leicht veränderten Gesten und Schritten, und nach einem halben Dutzend Versuchen (und einigem frustrierten Fußaufstampfen) erschien in seiner Hand endlich ein silbrig leuchtender Krummsäbel. Von dem schmächtigen Archäologen geführt sah die breite Klinge grotesk wuchtig aus, doch der Klingentanz, den Milo darauf zur Demonstration vorführte, war leichtfüßig, fließend, fehlerfrei. Gegen Ende ging Milo dann offenbar doch so allmählich die Puste aus, denn seine Bewegungen verloren an Präzision, gemessen allerdings an dem Maß seiner vorigen Manöver, welches in der Tat erstaunlich war...[3]

Zum Abschluss warf Milo den Säbel einige Schritt weit von sich ins Gras, worauf die Waffe sich nach einer kurzen Weile in Luft auflöste.

"Aber das muss ich noch ein paarmal üben, bevor das im Kampf klappt...", schränkte er ehrlich ein[4].

Ein wenig außer Atem ließ er sich wieder neben Calxu zu Boden plumpsen.

"Ach, und was ich da vonwegen Willensfreiheit und klaren Anweisungen gesagt habe... ich meinte doch bloß, dass wir hier in unserer Gruppe uns die Aufgaben so einteilen sollten, dass in einer Gefahrensituation jeder sofort weiß, wo sein Platz ist und was er zu tun hat, dass wir nicht jedes Mal wie die Hühner hierhin und dorthin rennen und keiner weiß, was er vom anderen oder auch bloß von sich selbst zu erwarten hat...

Und dann stellt du Fragen! Ob ich mich verloren fühle ohne festen Glauben? Also, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Über meinen Glauben, meine ich. Ob der fest ist oder nicht oder was er überhaupt bedeutet oder ob er jetzt, da ich mich vertraglich einem Shaitan verpflichtet habe, etwas anderes bedeutet als zuvor. Ob ich an meinen Entscheidungen zweifel, willst du wissen? Ja, an jener einen, zwei Jahre ist sie her! Nicht den Vertrag meine ich, die andere! Ach, wie oft rede ich seither im stillen auf mich ein: wäre ich doch nur allein in die Ruine hinabgestiegen! Hätte sie erst einmal allein ausgekundschaftet, ob alles sicher sei... Und doch, nichts deutete auf Gefahr hin! Ein Tag wie jeder andere! Wie soll man richtige und gute Entscheidungen treffen, wenn die Konsequenz seines Tuns nicht vorausahnbar ist? Und wir haben doch immer alles gemeinsam gemacht!

Verloren bin ich wohl seither. Seit meine Frau beim Zusammensturz der Ruine... ein Erdbeben... ich erzählte davon... so traf ich meinen späteren Mentor... Mich konnte Nubnefer retten, meine Anisyah aber nicht... Unmöglich sei dies gewesen, eine Frage von: das eine schließt das andere aus! Denn jeder Versuch, beides zu erreichen, hätte zu einem kosmisches Paradox geführt, und wenn der Kosmos eines nicht zulässt, dann ist dies ein Paradox... das erträgt er nicht... so mächtig ist keine Magie, kein Shaitan, kein Gott!"


Gegen Ende seiner Rede wurde Milo zunehmend inkohärent. Danach hockte er eine geraume Weile dumpf brütend da, bis er Calxu unvermittelt auf die Schulter klopfte und darauf schlussfolgerte: "Du siehst, Calxu, ob ich mich für die vordere oder die hintere Reihe entscheide, ist letztlich egal. Hopps gehen kann ich da oder dort und in jedem Fall wäre meine Entscheidung, im Rückblick, die falsche gewesen!"

~~~

Milos erster Blick auf die Ruine war ein abschätziger: wie alt war das Gemäuer und war es alt genug, um sein Interesse zu erwecken? Einige Jahrhunderte sollte es schon auf dem Buckel haben, dass er sich mit Fragen wie: wer hat es erbaut und zu welchem Zweck beschäftigen würde.[5]

Bevor er einen näheren Blick wirf, beschwor Milo sofort seine Schattenrüstung und hielt sich ansonsten abwartend an Calxus Seite.
 1. 120 ft = 24 Kästchen
 2. d6 Schaden rundum, Con saves.
 3. Drei Säbelangriffe, träfen eine 22, 21 und 17 für 6, 10 bzw. 7 Schaden.
 4. Beim nächsten Stufenanstieg werde ich pact of the blade nehmen, damit kann Milo einen Säbel beschwören und weiß damit umzugehen.
 5. Historical Knowledge, falls die Ruine doch ein gewisses Alter hat: Milo erkennt Zweck und Erbauer einer Ruine.
« Letzte Änderung: 21.01.2022, 12:38:44 von Miloslav Illjitsch »

Dungeon Master

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #531 am: 21.01.2022, 10:23:20 »
Milo schätzte, dass das Gemäuer sicherlich ein halbes Jahrtausend alt war, sicherlich nicht so alt wie der Elchtempel, und wahrscheinlich einmal dem Gerberhandwerk gedient hatte. Das größere Gebäude wird dabei als Wohnung gedient haben und vielleicht auch als Lager, während das kleinere die eigentliche Werkstätte gewesen sein musste.

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