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Autor Thema: [IC] Kapitel 1: Geraubtes Land  (Gelesen 34080 mal)

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Miloslav Illjitsch

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #585 am: 23.03.2022, 10:26:57 »
"Oh", machte Milo, als Victor ihm versicherte, nicht mit Katharina verheiratet zu sein. Es klang erleichtert, obwohl er in Bezug auf Victors Chancenlosigkeit vehement protestierte: "So darfst du nicht denken! Was heißt das schon: 'jemand wie ich'? Das hatte ich mir auch gedacht, als ich meine Anisyah das erste Mal erblickte, und zwei Jahre später waren wir Mann und Frau!"

Dass Victor Nubnefers Namen auf Anhieb richtig aussprach, nahm Milo wohlwollend zur Kenntnis. Die Nachfrage aber, ob dieser ein Geist oder gar Dämon sei, ließ ihn erschrocken stottern.

"Was? Nein! Er ist nichts dergleichen! Ich hatte doch versucht zu erklären, was ein Shaitan ist. Als wir mit dem neugierigen kleinen Perlivash unterwegs waren, du erinnerst dich? Er hat da ja sehr genau nachgefragt, ich dachte, es hörten alle mit... Ach, und ich hatte mich damals gefragt, warum ihr das alles so gelassen aufgenommen habt, so offen und vorurteilsfrei: weil ihr, mit Ausnahme Katharinas, gar nicht hingehört habt, was ich mit Perlivash sprach!

Also, mein Lehrmeister ist ein Dschinn, so der Überbegriff, was auf Taldanisch wohl gerne mal mit Elementargeist übersetzt wird, auch wenn diese Wesen eigentlich überhaupt nichts mit dem zu tun haben, was man sonst einen "Geist" nennt, da ist die hiesige Sprache einfach nur ungenau. Dschinne leben auf anderen, der unsrigen aber noch recht nahen Welten, auf denen die Elemente in einem anderen Mischungsverhältnis vorkommen als bei uns... äh... also, ich war noch nie da und kann mir das auch nicht so recht vorstellen und in unseren Studien war das auch noch kein Thema. Jedenfalls ist Nubnefers Element das Erdreich und er mag alles, was damit zu tun hat, ob vergrabene Schätze, besonderes Gestein oder Tiere, die im oder am Boden leben. Genauer ist er also ein Shaitan, oder schlecht übersetzt ein "Erdgeist". Von daher: er ist weder Dämon noch Engel, sondern hat ganz andere Interessen als diese. In seiner Heimat ist er Anführer der Gilde aller Kartographen, Landvermesser und Geologen."


Mit besorgtem Blick prüft er Victors Reaktion auf seine Worte: hatte er ihn überzeugen können?

Doch dann gesellte der Rest der Gruppe sich wieder zu den beiden. Milos zuvor geäußerten Bedenken wischten sie alle, wie Victor auch, beiseite.

"Gut", erwiderte er. "Ich sehe das mit den uns zugestandenen Kompetenzen etwas anders, aber vielleicht lässt sich die Sache mit den Kobolden klären, auch ohne diese zu überschreiten. Womöglich denke ich auch zu weit in die Zukunft, was nicht immer hilfreich ist. Nur so viel: bei einer Hochstapelei mache ich nicht mit. Dazu bin ich ein viel zu schlechter Lügner."

Und Calxu mahnte er darauf noch: "Genau wie du mit den Gedanken schon zu weit in der Zukunft bist. Lasst uns erst mit den Kobolden befassen. Sie leben schon lange hier, unbeachtet von den meisten anderen Kreaturen – wer weiß, was sie uns alles erzählen könnten, was sie alles hier beobachtet haben."
« Letzte Änderung: 23.03.2022, 16:15:42 von Miloslav Illjitsch »

Dungeon Master

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #586 am: 29.03.2022, 10:40:44 »
Schwurtag, 15. Gozran im Jahre 4710 AK

Nach ein paar Tagen Ausruhen und Vorbereitung ging es dann wieder los. Diesmal in die südöstliche Region des Grüngürtels. Hier erhoffte man sich auf die Kobolde zu treffen, um mit ihnen einen möglichst langanhaltenden Frieden auszuhandeln. Bei der Gelegenheit konnte man gleich auch das Gebiet genauer in Augenschein nehmen und die Karten erweitern.

Zunächst ging es daher in den Osten, jenseits von Bokkens Hütte. Hier befanden sich noch weite Teile des Graslandes, ehe weiter im Süden dann das Hügelland begann. Das Reisen war hier wenig anstrengend und man kam gut voran. Auch das Wetter spielte mit und es blieb meist trocken. Einmal sahen die Abenteurer in der Ferne eine Gruppe Elche, die dort friedlich grasten, und in einer Nacht hörten sie Wolfsgeheul in der Ferne, konnten am nächsten Tag aber nur noch die Spuren der Jäger ausmachen.

Mühtag, 20. Gozran im Jahre 4710 AK

Mit Erreichen der Kamelande wurde auch das Vorankommen mühsamer. Das ständige Auf und Ab in den Hügeln zehrte an den Kräften. An einem sonnigen Nachmittag fanden sich die Abenteurer in der Nähe eines alten Baums wieder, den wohl einmal der Blitz getroffen haben musste. Es war der einzige Baum weit und breit. Er hatte eine kuriose Form, sah beinahe so aus, wie eine krallenbewehrte Klaue, die aus dem Boden emporkam.

Victor erinnerte sich an ein Pergament, welches sie vor einiger Zeit in einem Spinnenbau hier in der Gegend gefunden hatten.

Also machte man sich gleich darauf auf die Suche, um herauszufinden, was hier wohl vergraben sein mochte.

Nach einer Viertelstunde kam ein Bündel zum Vorschein. In einen schweren Lederumhang eingewickelt, der nach mehreren Monaten unter der Erde auch bessere Zeiten gesehen hatte, befanden sich dort ein altes Buch[1], das auch schon einige Schäden aufwies, ein hervorragend gearbeiteter Dolch[2], ein Holzstab[3], sowie ein Silberring[4].

Mit ein wenig Experimentierfreude gelang es bei der nächsten Rast auch mehr über den Stab herauszufinden. Es handelte sich um einen Zauberstab, mit dem man Flammen in einem 15 Fuß langen Kegel herbeirufen konnte[5]. Das würde sich bestimmt als nützlich erweisen.

Wohltag, 21. Gozran im Jahre 4710 AK

Am nächsten Tag ging es dann in das Gebiet, in dem sich laut der Banditen aus dem Dornenflusslager die alte Sycamore befinden sollte, eine uralte Platane unter der die Winzlinge ihren Bau haben sollten. Wenn es stimmte, was die Banditen vermutet hatten, dann könnte man hier vielleicht die Waren finden, die die Winzlinge den Banditen entwendet hatten und in denen sich unter anderem auch Svetlanas Ehering befand.

Der alte Baum war nicht schwer zu finden. 100 Fuß hoch ragte er über die Hügel und warf düstere Schatten.

Schon auf dem Weg konnte man erkennen, dass die Winzlinge offenbar keine Freunde der Kobolde waren, denn von beiden Völkern lagen tote Leiber in den Hügeln herum, im Kampf gefallen und von allen Besitztümern befreit.

Die Winzlinge stellten sich als kleine, blauhäutige Humanoide heraus, mit großen Köpfen, spitzen Ohren, scharfen Zähnen und großen Glubschaugen. Besonders gefährlich sahen die kleinen Dinger nicht aus, aber das konnte natürlich täuschen.
 1. Das Buch enthält arkane Schriften und wird wohl ein Zauberbuch sein
 2. Meisterarbeit
 3. Vielleicht ein Zauberstab?
 4. 75 Goldmünzen
 5. Zauberstab der Brennenden Hände (7 Ladungen); auf den Zauberstab muss sich ein Zauberwirker einstimmen. Es ist dabei nicht notwendig, den Zauber selbst zu beherrschen. Unter Aufwendung von einer oder mehr Ladungen kann der Zauber Brennende Hände gewirkt werden (Stufe 1; Rettungswurf SG 15). Für jede Ladung, die zusätzlich verbraucht wird, steigt die Zauberstufe um einen Grad. Der Zauberstab erhält jeden Morgen 1W6+1 Ladungen zurück. Sollte man die letzte Ladung verbrauchen, muss 1W20 gewürfelt werden und bei einer 1 verliert der Stab seine magischen Fähigkeiten für immer.

Katharina

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #587 am: 31.03.2022, 08:16:19 »
Nachdem die Gruppe den Schatz unter diesem komischen Baum gefunden und gehoben hatte beteiligte Katharina sich bei der Erforschung und Begutachtung der gefundenen Objekte. Das Buch weckte zuerst das Interesse von Katharina, doch als sie merkte das es ein Zauberbuch war legte sie es recht schnell wieder zur Seite, da sie mit den arkanen Formel die dort niedergeschrieben waren nicht viel anfangen konnte. Das Gold und den Dolch drückte sie Victor in die Hände "Ich Glaube das ist wohl beides am besten bei dir aufgehoben" sagte sie mit einem breiten lächeln und schaute ob irgendjemand anderer Meinung war. Als man dann abends zusammen herausgefunden hatte was der Zauberstab für eine Wirkung hatte schaute sie in die Runde "Wer kann damit am ehesten was anfangen und möchte ihn benutzen?"

Als man sich dann dem vermeintlichen Bau der Winzlinge näherte schaute Katharina sich das Schlachtfeld etwas genauer an "Hmmm die Kobolde und diese Winzlinge scheinen wohl keine Freunde zu sein" meinte sie eher zu sich selbst als wirklich zu allen anderen. Einen Moment später hielt sie dann jedoch kurz inne und wandte sich an Ihre Begleiter "Wie wollen wir denn eigentlich hier vor gehen? Wollen wir es diplomatisch versuchen? Wer weiß vielleicht können wir die Feindschaft zwischen den Winzlingen und den Kobolden ja noch zu unserem Vorteil nutzen. Wie seht ihr das?"

Victor Yevgenov

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #588 am: 03.04.2022, 01:49:00 »
Nach einem kurzen Zögern, als niemand Einspruch erhob, nahm Victor das Gold und den Dolch an sich. Das Gold packte er in den Beutel, zusammen mit den übrigen Finanzmitteln der Gruppe, soweit sie sie nicht in Olegs Posten gelassen hatten. Den Dolch betrachtete er eine Weile, balancierte ihn auf seinem Finger und musste anerkennend nicken: Das war in der Tat eine meisterhafte Arbeit.[1]

Bei der Frage nach den Winzlingen wurde Victor nachdenklich. "Ich habe das böse Gefühl, dass wir uns für eine Seite entscheiden müssen. Wir können versuchen, es diplomatisch zu versuchen, aber wird das dann vielleicht unsere Position gegenüber den Kobolden verschlechtern? Ich fürchte, auf die eine oder andere Weise werden wir keine ideale Lösung finden. Aber lasst es uns versuchen."
 1. Frage an den GM: Masterwork Weapons gibt es soviel ich weiß in 5e nicht. Ist das regeltechnisch ein normaler Dolch oder hat der irgendwelche Vorteile?

Tian Eld

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #589 am: 03.04.2022, 09:47:55 »
"Anstatt die Feindschaft auszunutzen, könnten wir sie vielleicht auch beenden." Tian grinste sein unbekümmertes Grinsen und machte sich auf die Suche nach labenden Vertretern des einen oder anderen Stammes. "Zuerst müssten wir freilich jemanden finden, mit dem wir sprechen können."

Calxu

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #590 am: 05.04.2022, 21:04:06 »
Fast jede freie Minute während der Tage der Vorbereitung nutzte Calxu intensiv für Gebete und Meditationen. Tatsächlich hatten seine Gefährten ihn noch nie so in religöse Handlungen vertieft gesehen. Es sah sogar so aus, als hätte er seine Kampfübungen drastisch gekürzt. Einen ganzen Tag vor der Abreise trug er sogar nicht wie gewohnt seine Rüstung sondern ein Priestergewand. Einzig sein Langschwert blieb sein ständiger Begleiter. An diesem Tag aß er sehr wenig, half beim Ausmisten im Stall, trug Bretter zum Reparieren der Palisade und schälte für Svetlanas einen riesigen Berg an Kartoffeln. Immer wieder dazwischen, vertiefte er sich in Gebete. Wer genau zuhörte, stellte schnell fest, dass er seine Göttin dabei um nichts bat sondern ihr viel mehr Schwüre widmete. In diesen versprach er Iomedae ihrem Weg zu folgen, der Allgemeinheit zu dienen und stehts gerecht zu handeln.
Nach diesem Tag und auf der weiteren Reise, wirkte fast alles wieder wie vorher. Einziger sichtbarer unterschied war, dass nun sein heiliges Symbol, das Sonnenschwert Iomedaes, sichtbar für jeden über seiner Rüstung trug.

Die gefundenen Sachen weckten Calxus Interesse. Nicht dass er sie nutzen konnte, vielmehr war so ein Schatz eine willkommene Abwechslung. Hier hin hatten sich also mehr als alte einsamme Alchemisten, Händler und Banditen verirrt.
Ebenso neugierig betrachtete er das Schlechtfeld der Kobolde und Winzlinge. Er musterte argwöhnisch die kleinen blauen Kreaturen. Irgend etwas gefiel ihm an ihnen ganz und garnicht. Jedoch fiel es ihm auf Anhieb nicht ein.[1] „Wenn sie überhaupt unsere sprache sprechen.“ fügte Calxu an Tians Worte an. „Mit einigen Kreaturen, beispielsweise Infernale oder Untote, würde ich persönlich aber ungern handeln oder gar frieden Schließen. Bei diesen Blauhäuten bin ich mir gerade nicht ganz sicher wo ich sie einordnen kann. Daher würde ich eher für Vorsicht plädieren.“ als Paladin einer guten Gottheit war seine Liste wohl noch deutlich länger und umfasste sehr wahrscheinlich alle bösen und besonders chaotischen Wesen.
 1. würde auch wissen Religion funktionieren um etwas über die Wesen zu erfahren oder geht nur Natur (Arcan oder Geschichte)?
« Letzte Änderung: 05.04.2022, 21:06:44 von Calxu »

Tian Eld

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #591 am: 07.04.2022, 19:50:34 »
Tian schritt weiter auf den Baum zu. Zum Herumstehen waren sie ja wohl nicht hergekommen. Er achtete auf die Umgebung und versuchte ein Muster herauszufinden. Waren dort mehr Kobolde oder mehr Blauhäute gefallen? Wo hatten sich die Stämme versteckt? Wer hatte die Auseinandersetzung gewonnen?

Victor Yevgenov

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #592 am: 07.04.2022, 21:38:13 »
Als Tian sich nach vorne traute, folgte Victor ihm - hier alleine herumzulaufen war sicherlich keine besonders gute Idee. Auch er sah sich um und versuchte etwas über die vorangegangene Schlacht (oder was es war) herauszufinden.[1] Auch versuchte er in seinem Gedächtnis zu kramen, ob er schon einmal etwas über diese blauhäutigen Wesen gehört hatte.[2]

Als sie schließlich fast am Baum waren, versuchte Victor es mit dem, was ihm am naheliegendsten erschien.
"HALLO!" rief er. "IST HIER JEMAND?"
Dabei dachte er an sich selbst: Wen würde er wohl eher aus dem Hinterhalt heraus angreifen? Denjenigen, der versucht, sich heimlich anzuschleichen, oder denjenigen, der seine Ankunft laut ankündigt? Er hoffte nur, dass die Wesen ähnlich dachten wie er selbst - aber es war ohnehin unwahrscheinlich, dass sie hier noch nicht gesehen worden waren, wenn die Winzlinge in der Nähe waren.
 1. Insight 23 (nat. 20)
 2. Natur 16
« Letzte Änderung: 07.04.2022, 21:39:16 von Victor Yevgenov »

Katharina

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #593 am: 08.04.2022, 11:55:52 »
Katharina war sich noch nicht ganz so sicher was sie von der aktuellen Situation halten sollte. Was war hier los? Wer griff wen an? Und vor allem kann man mit diesen Winzlingen überhaupt reden und verhandeln? Aber nun war es für den Moment egal, sie schob die Gedanken zur Seite und machte sich bereit auf die nächsten Geschehnisse zu reagieren. Nachdem Victor ja so lautstark auf sich aufmerksam gemacht hatte, würde sich ja nun hoffentlich bald eine Reaktion zeigen.
Sie schaute nur kurz verwundert zu Victor hinüber als dieser plötzlich laut rief, es verwunderte Katharina etwas das ausgerechnet Victor plötzlich so lautstark auf sich aufmerksam machte. Diese Aktion hätte sie jetzt eher von Tian erwartet.
Katharina schaute sich sorgfältig um ob auf diesen Ruf von Victor nun irgendwo eine Regung zu sehen war und ob sich irgendjemand oder irgendetwas zeigte.

Dungeon Master

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« Antwort #594 am: 12.04.2022, 14:07:59 »
Die Abenteurer warteten einen Moment gespannt ab, aber auf Victors Rufe kam keine Antwort.

Katharina konnte auch keine Regung in der Umgebung ausmachen.

Es war Tian, der schließlich etwas bemerkte[1] und den Rest der Gruppe darauf aufmerksam machte. Am Fuß des gewaltigen Baumes, zwischen mächtigen Wurzelsträngen, konnte der junge Druide einen versteckten Eingang ausmachen.
 1. Passive Wahrnehmung 15

Victor Yevgenov

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« Antwort #595 am: 12.04.2022, 14:45:32 »
"Na dann gehen wir doch rein." sagte Victor, nachdem Tian sie auf den Eingang aufmerksam gemacht hatte. "Geklopft haben wir ja sozusagen schon. Allerdings ist hier wohl doch etwas Vorsicht angebracht"
Der Ustalaver nahm sein Rapier in die eine und den schön gearbeiteten Dolch, den Katharina ihm gerade gegeben hatte, in die andere Hand und ging leise auf den Eingang zu.

"Wer will mitkommen? Und hat zufällig jemand von euch ein Licht zur Hand?"

Dungeon Master

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« Antwort #596 am: 13.04.2022, 00:10:37 »
Nachdem der Eingang gefunden war, war es ein Leichtes, diesen freizulegen. Darunter kam ein etwa drei Meter tiefer Schacht zum Vorschein, der in einen dunklen Erdbau führte. Unten konnte man einen Tunnel ausmachen, der sich in zwei Richtungen öffnete. Der Schacht war nicht mehr als anderthalb Meter breit und durch die zahlreichen Wurzeln, die ihn einsäumten, gab es genug Griffmöglichkeiten, um hier bequem herunterzuklettern. Auch der Tunnel schien nicht viel mehr Platz zu bieten, wodurch es für die Abenteurer wahrscheinlich ziemlich eng werden könnte. Vor allem Calxu würde da unten in seiner Bewegung stark eingeschränkt sein.

Zunächst einmal in den Schacht hineinlauschend, konnten die Abenteurer ein paar Geräusche ausmachen.

Aus westlicher Richtung hörten sie ein hölzernes Knarzen und dann etwas, was vielleicht mit dem Abfeuern einer Armbrust oder eines Bogens vergleichbar ist, gefolgt von Kicherei von wenigstens zwei Kreaturen.

Aus östlicher Richtung konnte man gelegentlich ein leises Plätschern vernehmen.

Katharina

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« Antwort #597 am: 13.04.2022, 09:22:26 »
Nachdem Katharina sich ebenfalls den Eingang angesehen hatte und das Loch sah meinte sie nur "Hui, ganz schön eng und schmal da unten. Licht habe ich zwar keins zur Hand, aber ich gehe davon aus das ich dort unten auch ohne Licht genug sehen dürfte. Von daher würde ich dich auf jeden Fall begleiten und dich auch gerne durchs Dunkel führen" sagte sie dann zu Victor und zwinkerte ihm frech zu.

Jetzt stellt sich nur die Frage in welche Richtung wir gehen wollen, und vor allem wer nun genau alles mitkommen möchte und in welcher Reihenfolge wir da runter gehen, denn ich vermute mal das es dort unten so eng ist das wir wohl nur hintereinander voran gehen können und nur schwer unsere Reihenfolge ändern können., diesmal schaute sie alle an und erhoffte sich von jedem eine Reaktion auf Ihre Frage bevor Sie nach unten in das Loch steigen würden

Victor Yevgenov

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« Antwort #598 am: 13.04.2022, 09:56:28 »
"Für mich steht eine andere Frage im Vordergrund: Mit welcher Intention gehen wir da runter?" fragte Victor ernst.
"Es dürfte sehr wahrscheinlich sein, dass wir nicht freundlich empfangen werden. Also müssen wir uns darauf gefasst machen zu kämpfen. Wir suchen Svetlanas Ring - ich will nur sicher gehen, dass wir eine bewusste Entscheidung treffen."

Calxu

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[IC] Kapitel 1: Geraubtes Land
« Antwort #599 am: 13.04.2022, 15:40:54 »
Argwöhnisch beäugt Calxu den schmalen Durchgang. Mit der Rüstung wird das kein Vergnügen. Besonders wenn es nach dem Abstieg so eng weiter gehen würde. Trotzdem meint er „Ein Trennen der Gruppe kommt, meines Erachtens nicht in Frage. Wenn diese blauen Kreaturen nicht mit sich reden lassen, und es zum Kampf kommt, ist es bessern wenn alle da unten sind.“ Er ließ den Schwanz über den Boden fahren. „Davon abgesehen können in Höhlen noch anderen Dinge hausen als die hauptsächlichen Bewohner. Das Reden und der Versuch es friedlich zu regeln überlasse ich gerne euch.“

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