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Autor Thema: Kapitel 3: Freiburg  (Gelesen 870 mal)

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Kapitel 3: Freiburg
« Antwort #60 am: 18.07.2021, 05:40:06 »
Es war das reinste Erlebnis, diese Wurst zu verspeisen. Sicherlich nicht das, was er früher gewohnt gewesen war aber nach all der Zeit unterwegs durchaus ein Gaumenschmaus. An Wegrationen würde er sich nie gewöhnen können. Er sollte die Zeit hier ausnutzen und sich diese Köstlichkeiten gönnen, solange er noch konnte. Einen Moment blickte er zwischen der Verkäuferin und der zweiten Wurst in seiner Hand hin und her, entschied sich schließlich dazu, diese auch noch zu verputzen.
"Werte Dame, wärt ihr wohl so freundlich.", wandte er sich dann mit einem breiten Grinsen an die Verkäuferin. "Ich konnte nicht an mich halten und bräuchte noch eine Wurst." Erich wäre sicherlich ziemlich wütend, wenn er wiederkommen würde und seine Wurst fehlte. Während Friedrich also darauf wartete, dass ihm ein dritter Snack zubereitet wurde, wollte er die Situation nutzen. "Sagt, wie oft gibt es hier solche Turniere? Werden sie regelmäßig abgehalten? Ist es Tradition?"

Mondragor

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Kapitel 3: Freiburg
« Antwort #61 am: 19.07.2021, 00:12:00 »
Noch während Erich seine Frage stellte, bemerkte er die große Tafel in der Nähe, auf der das Programm der Veranstaltung geschrieben stand. Wie ihr Ordensbruder bereits erwähnt hatte, fand das Turnier am morgigen Tag statt. Alle Teilnehmer hatten sich am Morgen zur neunten Stunde einzufinden, wenn die Lose für die erste Runde gezogen würden, sowohl was die Gegner als auch die Waffen betraf. Eine Stunde später würden dann die Wettkämpfe beginnen, bis dahin hatten alle Zeit zur Vorbereitung.
Insgesamt hatten sich wohl etwa fünfzig Teilnehmer gemeldet, eine Zahl, die sich in der ersten Runde auf 32 reduzieren und dann in jeder weiteren Runde halbieren würde. 

Friedrichs Gesprächspartnerin zuckte die Schultern. "Tradition? Nein, aber das ist wohl auch nicht möglich in einer so jungen Stadt. Vielleicht wird es ja eine Tradition, wer weiß? Aber das ist das erste Turnier seiner Art hier, und ob ein weiteres stattfinden wird, kann ich Euch nicht sagen."

Erich Janina Graustein

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Kapitel 3: Freiburg
« Antwort #62 am: 22.07.2021, 08:58:54 »
Nachdem Erich sich zum Turnier angemeldet hatte und erst einmal die wichtigsten Fragen geklärt waren kehrte er zu seinem Freund Friedrich zurück der gerade noch am Stand der Dame mit den Würsten stand und sich mit Ihr unterhielt.
"Na wie sieht es aus? Gibt es noch was von den Würsten, oder hast du alle alleine gegessen?", meinte Erich dann mit einem breiten Lächeln auf den Lippen und klopfte seinem Freund auf die Schultern
« Letzte Änderung: 22.07.2021, 15:21:13 von Mondragor »

Louis de Fromage Puant

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Kapitel 3: Freiburg
« Antwort #63 am: 24.07.2021, 12:11:00 »
Der Montaigner marschierte eine Weile lang mit heftigem Räuspern auf und ab, bis das Brennen in der Kehle sich weit genug gelegt hatte, um sprechen zu können. "Meine ergebenste Dank, madame, für Eure... Willkommenstrunk" keuchte er schließlich und grinste verzerrt, um dann deutlich leiser zu murmeln: "Sacré, was für eine Gesöff..! Das ist ja schon eine Waffe..." Trotzdem er ab und zu noch ein trockenes Hüsteln hören ließ, hörte er dem Vortrag Galindas jedoch aufmerksam zu. "Mh", brummte er und zwirbelte nachdenklich seinen prächtigen Schnurrbart, "diese Fahrenbach scheint eine Mann zu sein, die man niescht so einfach vor die Kopf schlagen sollte. 'ier iest die äußerste Vorsiescht geboten, n'est-ce pas?" Als man auf mögliche Anstellungen zu sprechen kam, runzelte er indes indigniert die Brauen. Für einen Edelmann seines Ranges kam es natürlich nicht in Frage, sich in den bezahlten Dienst eines anderen nehmen zu lassen! "Ihr wisst niescht zufällig, wo eine Edelmann kann 'ier – wie sagt man honorer de sa présence – sein Aufwartung machen?" erkundigte er sich stattdessen.

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