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Autor Thema: Mal Gani  (Gelesen 4019 mal)

Beschreibung: Der Herr der Vertriebenen

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Arnvidh Kjellson

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Mal Gani
« Antwort #30 am: 15.05.2021, 12:11:13 »
Mit aufgerissenen Augen schaut Arnvidh zu den drei Burschen am Boden. Er kann nicht fassen was gerade passiert ist. Weder die Verwandlung der Hungerkreaturen, noch dass ihm sein Gegner nicht mehr die Kehle zerreißen konnte. Fast leise, im Vergleich zum Wimmern der Burschen, landet sein Langspeer auf dem Boden. Mit den Händen tastet er nach seiner Kehle und der gerade noch gerissenen Wunde. Nein es ist kein Traum. Sein Hals ist noch ganz und die Wunde, sie ist real so wie der Schmerz der seinen Leib durchfährt. Erschöpft lässt sich Arnvidh auf die Knie fallen und dankt mit leisen Pfeifgeräuschen Gaia für das Glück noch zu leben.

Schwer atmend, ruht dann sein Blick auf dem Burschen vor ihm. War es das? fragt er sich und versucht sich daran zu erinnern, wie es damals war. Hatten sich die Hungerkreaturen je zurückverwandelt?

Wulfgar

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Mal Gani
« Antwort #31 am: 15.05.2021, 13:29:33 »
Wulfgar schaut verwundert zwischen der Frau und ihren Kindern, sowie den Burschen am Boden und dem Fremden hin und her "Was ist hier los? Was sind das für Kreaturen?"

Einen Moment später fast sich Wulfgar wieder etwas und wendet sich dann der Frau zu "Geht es dir und den Kindern gut?"

Gaja

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Mal Gani
« Antwort #32 am: 17.05.2021, 20:30:14 »
Nein, eine solche Verwandlung hat Arnvidh noch nicht erlebt. Auf die Hungerkreaturen, die er seinerzeit bekämpfte – nur eine Monstrosität unter vielen in den Reihen der Dämonenhorde – prügelte man halt so lange ein, bis sie liegenblieben, und freute sich dann wohl, dass herauf kein Gefallener in ihrer Nähe wieder aufstand, um die früheren Kameraden zu bekämpfen, wie dies bei manch anderer dämonischer Kreatur geschah, sobald man diese erlegt hatte.

Nun ist Arnvidh sich nicht einmal sicher, ob dies wirklich dieselben Kreaturen sind oder nur sehr ähnliche. Kein Mensch, oder jedenfalls nicht er, kann die Unzahl an Wesenheiten überblicken, eine grotesker als die andere, welche sich unter dem Begriff Dämon sammelten. Anders als bei Menschen, die sich doch in allen wesentlichen Dingen gleich sind und auch von Elben, Zwergen und sogar den Kolkar nur durch wenige unterscheiden, sind die Dämonen eine chaotische Ansammlung von Missgestalten, die sich nur schwer in Untergruppen einordnen lassen, weil selten mehr als eine Handvoll von ihnen einander erkennbar ähneln.

Wohl hat Arnvidh schon oft genug erlebt, dass Menschen, die in die Hände der Dämonen gerieten, ihnen später – entstellt und kaum noch erkennbar – auf dem Schlachtfeld gegenüberstanden, tot oder lebendig, in jedem Fall nicht mehr Herr über sich selbst. Nur, dass sich eine solche Verwandlung wieder umkehrte... das ist ihm neu.

Ein wenig misstrauisch beobachtet er die drei Kerle noch eine ganze Weile lang, aber kein Dämon steigt aus ihnen empor und sucht sich einen neuen Wirt. Womöglich handelt es sich hier um etwas anderes, nicht dämonischer Natur?

Was sind das für Kreaturen? fragt sich auch Wulfgar. In seinem kurzen Leben ist ihm so etwas noch nicht  untergekommen. Was immer da für Magie im Spiel ist: seine Art von Magie, Jägermagie, ist das nicht. Was immer hier geschehen ist, kann man nur als unnatürlich bezeichnen – und damit hat ein Jäger nichts am Hut.

Wulfgars Versuch, die Frau, Kinder und Burschen anzusprechen, hat nicht den erhofften Erfolg. Die Frau packt nur ihr Messer fester, zieht die Kinder eng zu sich heran und fragt zurück: "Wer seid ihr? Wie habt ihr das gemacht?"

Mit dem Kinn zeigt sie dabei auf die drei Burschen am Boden, deren Auftauchen sie ohne sichtbare Verwunderung hinnimmt, als geschähe das hier täglich, dass zähnefletschende Monster sich plötzlich in normale Menschen verwandeln.

Den riesigen Wolf beäugt sie mit größerer Furcht als ihre Beinah-Mörderer.

Arnvidh Kjellson

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Mal Gani
« Antwort #33 am: 19.05.2021, 08:27:41 »
Noch vom Kampf geprägt, rasen Arnvidhs Gedanken. Je mehr er darüber nachdenkt, umso unsicherer wird er mit seiner ersten Einschätzung. Als Schlussstrich, und er merkt, dass er ihn ziehen muss, traut er seinem ersten Instinkt, dass sie zu der Kategorie der Hungerkreaturen gehören.

Kurz darauf fängt er an mit dem Zeigefinger der Hand, mit welcher er sich auf dem Boden abstützt, versucht sanft rhythmisch zu Tippen. Innerlich konzentriert er sich auf die Bewegung seines Fingers. Auch wenn sein Körper anderes sagte, der Kampf, die Gefahr war vorbei und sein Verstand musste zur Ruhe kommen. Es braucht zwar immer noch seine Zeit aber in dem Jahr seiner Wanderung, hat er wenigstens das gelernt, dass er mit genug Konzentration sich wieder soweit beruhigen kann, dass er klar spricht und die Worte von anderen nicht mehr als wildes Gebrabbel wahrnimmt.

Denn als nichts mehr hat er die Fragen von Wulfgar und der Frau wahrgenommen. Gebrabbel aus welchem er nicht einmal die Stimmung wahrnehmen kann. Anders als im Kampf, versucht er auch erst garnicht zu erraten um was es geht und bleibt deswegen auch stumm. Langsam, noch viel zu langsam, dringen wieder verständliche Worte an seine Ohren. Das Wimmern und schmerzgeplagte Jammern der beiden verletzten Burschen verrät ihm, dass der Konzentrationstrick, den er von Bruder Egil gelernt hat, dieses Mal auf Anhieb funktioniert.

Nachdem das erledigt ist, atmet er schwer aus und lässt seinen Blick über die Wunden der beiden Burschen fahren. Er versucht die Wunden der Burschen einzuschätzen, um abzuwägen wem er als erstes helfen muss. Dabei sucht er auch nach weiteren Verletzungen, welche wohl nicht aus dem gerade geführten Kampf stammen.[1] Das er hier im Raum wohl zu dem mit am schwersten verletzten Personen gehörte, vergisst das Spitzohr dabei glatt.
 1. Heilkunde 15
« Letzte Änderung: 19.05.2021, 08:29:13 von Arnvidh Kjellson »

Wulfgar

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Mal Gani
« Antwort #34 am: 21.05.2021, 08:20:34 »
Erst als die Frau etwas panisch auf Brakus reagiert, wird es Wulfgar mal wieder bewusst das es nicht jeder gewohnt ist sich in der Nähe eines Wolfes auf zu halten. Mit freundlicher und sanfter Stimme weißt Wulfgar den Wolf an in einer Ecke des Raumes Platz zu nehmen und sich ruhig zu verhalten.

Dann wendet sich Wulfgar erneut an die Frau und spricht ebenso freundlich zu Ihr "Ich bin Wulfgar, das ist Brakus mein Gefährte" sagt er und zeigt dabei auf den Wolf der es sich mittlerweile in der gegenüberliegen Zimmerecke gemütlich gemacht hat. "Ich kann dir leider nicht sagen was hier los ist. Ich bin hier zufällig vorbei gekommen und habe die Hilfe Rufe gehört, und den Rest hast du ja selbst gesehen" meint Wulfgar und zuckt dann selbst etwas mit den Schultern weil auch er sich das ganze noch nicht so wirklich erklären kann.

Nach diesem kurzen Wortwechsel wendet er sich dann an den Fremden "Was machst du da? Weißt du was das für Kreaturen sind? Sind sie Tod?" Wulfgar ist es sichtlich nicht ganz so geheuer was der Fremde da macht und weiß selbst auch noch nicht so wirklich wie er den Fremden ein zu schätzen hat, denn wirklich viel hat er ja auch noch nicht gesprochen.

Arnvidh Kjellson

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Mal Gani
« Antwort #35 am: 22.05.2021, 12:53:09 »
Angesprochen, wandert der Blick von Arnvidh zu Wulfgar. Er sieht aus, als will er antworten. Dann wandern seine Augen weiter zur Frau und wieder zu den verwundeten Burschen. „Ich heiße Arnvidh Kjellson und bin nur auf der Durchreise hier vorbei gekommen.“ stellt er sich wie Wulfgar vor.

Auf das was passiert ist, kann er sich auch keinen Reim machen „In Jongot würde ich sie zu den Hungerkreaturen zählen. Aber das habe ich noch nicht gesehen. Jetzt gerade leben die Burschen noch. Wenn ihr wollt, dass ich gehe, verlasse ich euer Heim. Lasst mich aber die Burschen noch vorher versorgen. Das nicht der Wundbrand sie heimsucht.“ Bevor er sich rührt, wartet er auf die Reaktion der Frau.

Wulfgar

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Mal Gani
« Antwort #36 am: 22.05.2021, 20:59:50 »
"Du willst diese Dinger heilen? Sollten wir sie nicht lieber an Ort und Stelle erschlagen bevor sie sich erneut erheben?" fragt Wulfgar etwas verwirrt als er erkennt das dieser Fremde die Kreaturen scheinbar heilen will.

Dann dreht sich Wulfgar noch einmal zu der Frau um "Kennst du diese Kreaturen? Oder kennst du vielleicht diese Burschen? Warum wurdest du überhaupt von ihnen angegriffen? Gibt es hier noch mehr solcher Kreaturen? Und kannst du mir vielleicht ein wenig über dieses Land erzählen? Warum ist hier alles aus dem Gleichgewicht? Warum ist hier alles so verdorben und faulig? Ist das schon immer so? Wohnen hier noch weitere Menschen? "

Gaja

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Mal Gani
« Antwort #37 am: 23.05.2021, 18:20:51 »
Auf den zweiten Blick sind die jammernden Burschen nicht so arg verletzt, wie sie tun und wie Arnvidh selbst es erwartet hätte. Offenbar waren die Kreaturen sehr dickhäutig gewesen, sodass die Verletzungen erstaunlich oberflächlich blieben. Mit ein paar Handgriffen sind sie rasch versorgt. Dann erinnert Arnvidh sich an die Burschen draußen...

Wulfgars Erklärung, der Wolf sei sein Gefährte, scheint die Frau wenig zu überzeugen, aber als er sie dann mit einem Schwall von Fragen überhäuft, entspannt sie sich sichtlich. Sie lässt das Messer sinken, steckt es aber noch nicht fort.

"Die Burschen ja. Nachbars Sohn und zwei Knechte. Von den Kreaturen weiß ich nichts, nur dass sie vor fünf Tagen hier aufgetaucht sind und seither über alles herfallen, was ihnen über den Weg läuft. Unsere Ziegen haben sie schon gerissen, unseren Knecht... auch. Deswegen haben wir uns ja hier drinnen verbarrikadiert. Aber jetzt musste mein Mann doch einmal raus... habt ihr ihn gesehen? Das alles... fing vor etwa zehn Tagen an. Oben im Kloster... ich weiß nur, was man mir im Ort erzählt hat. Ansdag ist nicht weit, einfach da die Straße runter Richtung Meer. Seither werden die Leute hier krank... das Wasser aus dem Bach darf man nicht trinken... Solveig weiß mehr. Wenn ihr weiter nach Ansdag wollt, fragt nach Solveig. Ihre Hütte steht allein, ganz am Rand des Ortes. Sie ist die Heilerin. Oder vielleicht weiß auch Uther mehr. Uther Villag, das ist der Sohn des Fürsten hier, aber der alte Soren kümmert sich um nichts und weiß von nichts und nutze ist er auch zu nichts, da ist's immer besser, man spricht gleich mit Uther. Haltet euch an der ersten Wegkreuzung rechts, dann kommt ihr zum Gut. Geradeaus geht's zum Ort und an der nächsten Gabelung dann rechts, denn links geht's zum Kloster. Das könnt ihr aber erst vom nächsten Hügel aus sehen, am Berghang jenseits des Ortes, gleich an der Küste. Von dort hat man seit der schlimmen Sturmnacht nichts mehr gehört, das war vor zehn Tagen. Nicht ein Mönch hat sich seither blicken lassen."

Ihre Rede ist so wirr wie Wulfgars Fragen und beginnt bereits, sich zu wiederholen.

"Wo ist mein Mann?" fragt sie erneut.

Wulfgar

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Mal Gani
« Antwort #38 am: 23.05.2021, 18:57:11 »
"Wir haben deinen Mann gerettet. Er ist draußen. Ich hole ihn" meint Wulfgar als die Frau das zweite mal nach ihrem Mann fragt.

Mit diesen Worten verlässt er zusammen mit Brakus erst einmal das Haus um nach dem Mann zu schauen den sie kurz zuvor gerettet haben. Er geht zu dem Mann und hilft ihm auf um dann mit ihm zurück zur Hütte zu gehen, falls der Mann noch zu schwach ist um selbst zu laufen stützt Wulfgar ihn oder trägt ihn ein Stück.

Gaja

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Mal Gani
« Antwort #39 am: 25.05.2021, 12:57:24 »
Wulfgar eilt also nach draußen, um dem Mann, welchen er zuvor nur hastig hat verbinden können, ins Haus zu helfen. Dieser jedoch kniet bereits neben einem jammernden, arg verbrannten Burschen und bemüht sich, wenigstens den Blutfluss der beiden Stichwunden, die er selbst ihm zuvor zufügte, zu stillen.

"Halt durch, Ilf!" redet er dem zu, welcher ihn kurz zuvor um ein Haar getötet und verspeist hätte. "Mensch, Junge, was hast du da nur wieder angestellt!"

Auch oben auf dem kleinen Überhang liegt keine Kreatur, sondern ein Mensch, eine Frau mittleren Alters, blutend im Gras.

Arnvidh Kjellson

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Mal Gani
« Antwort #40 am: 25.05.2021, 13:11:50 »
Nachdem die beiden Burschen versorgt sind, stößt er den einen der am meisten rumjammert an und meint „Das wird eine schöne Kampfnarbe.“ wobei er bezweifelt, dass nach einigen Monden überhaupt noch etwas zu sehen sein wird. „Genug Tränen vergossen. Den Rest könnt ihr euch bei euren Gefährtinnen holen.“

Nach getanem Werk setzt sich hin und beginnt seine Wunden zu versorgen. Jedoch nutzt er ersteinmal keine Magie. Schließlich will er die Frau nicht noch mehr verstören. Nachdem er sich einen Überblick verschafft hat, sagt er dann zu ihr. „Vielen Dank für die Informationen. Eure Dorfheilerin würde ich sehr gerne treffen. Was euren Mann angeht, die beiden Hungerkreaturen, gegen die er gekämpft hat, haben wir besiegen können.“ Von der Masse an Informationen her schwirrt Arnvidh aber defenitiv der Kopf. Er fragt sich aber auch, ob sich die Leichen der Hungerkreaturen draußen auch zurückverwandelt haben.

Wulfgar

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Mal Gani
« Antwort #41 am: 28.05.2021, 15:57:51 »
Als Wulfgar zu dem fremden Mann kahm dem er kurz zuvor noch das Leben gerettet hatte war er etwas verwirrt als er sah wie dieser über der schwer verletzten Kreatur kniete. Scheinbar kannte er das Wesen was sich mittlerweile wieder in einen Menschen verwandelt hatte.

"Kann ich helfen?, fragt Wulfgar und kniet sich neben den Mann. Er schaut sich die Wunden an und versucht sein bestes um diese Person ebenfalls zu stabilisieren, so das man dem Jungen hoffentlich noch das
Leben retten konnte.[1]

Nachdem Wulfgar sah das sein Wirken wohl von Erfolg gekrönt ist geht er zu der Frau auf dem Hügel um sich auch deren Wunden an zu sehen und sie zu stabilisieren[2]. Er hebt die Frau auf und trägt sie in das Haus. Danach schaut er nach dem Mann ob dieser auch noch Hilfe braucht um die andere Person ebenfalls ins Haus zu bringen.
Wenn dann alle sicher im Haus sind, geht Wulfgar noch einmal kurz in den Wald um sein Maultier vom Baum los zu binden und es ebenfalls ans Haus zu bringen.

Als dann wieder alle im Haus versammelt sind schaut sich Wulfgar um, um zu sehen wie die Frau und der Mann denn nun auf die beiden anderen reagieren. Er wartet einen Moment ab ob noch jemand etwas sagt und vor allem wie dieser andere Fremde Namens Arnvidh denn nun reagiert und was er als nächstes unternimmt. Wulfgar ist sichtlich noch sehr verwirrt von dem was hier gerade passiert ist und kann sich noch kein rechtes Bild machen.
 1. Heilkunde 16
 2. Heilkunde 16
« Letzte Änderung: 28.05.2021, 16:10:17 von Wulfgar »

Arnvidh Kjellson

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Mal Gani
« Antwort #42 am: 29.05.2021, 11:36:48 »
Die Antwort auf Arnvidhs Gedanken kam mit der Frau, welche Wulfgar in das kleine Haus trägt. Dass sie eine der Hungerkreaturen war, kann sich Arnvidh denken. So gut es geht, rappelt er sich auf und hilft Wulfgar dabei die verbleibenden Männer in das Haus zu bringen. Während dieser das Haus verlässt um sein Lasttier zu holen, brauchte er nicht lange um sie einen Überblick über die Verletzungen zu machen. Er wendet seine Aufmerksamkeit dem Burschen Ilf zu. Feuer war eine mächtige Waffe aber auch gefährlich. Erinnerungsfetzen an Krieger mit ähnlichen Verletzungen aus dem Kampf gegen die Dämonen flackern vor seinem inneren Auge auf. Krieger die die Verbrennungen nicht überlebt haben.

„Ich vermag es ihm vielleicht zu helfen. Dafür brauche ich ein Messer und bitte bringt die Kinder hinaus. Das wird nichts für ihre Augen und Ohren sein. Eure Heilerin wäre sicher auch hilfreich, da ich keine Brandsalbe bei mir trage.“ sagt er zu dem Mann gerichtet und auch zu der Hausherrin. Nachdem er das Messer erhalten hat, und die Kinder mit der Hausherrin das Haus verlassen haben, macht Arnvidhs sich daran die Brandwunden zu versorgen. Gegen die Schmerzen, die da kommen werden, legt er dem Burschen Ilf ein Stück Stoff aus seiner Heilertasche zwischen die Zähne. Mit einem Nicken zum Mann deutet er an anzufangen. Diese hat dabei die Aufgabe Ilf ruhig zu halten, während Arnvidh sich um die zu stark verbrannten Hautfetzen kümmert.[1] Bei der Behandlung, in der es ihm gelingt die Schmerzen des Burschen gering zu halten, stimmt der Halbelf ein Lied an. In den Ohren der Anwesenden machen die Worte keinen Sinn. Die Melodie jedoch erinnert an alte Weisen, welche den Kindern zur Ruhe von ihren Müttern gesungen werden.  Anders als bei den Müttern beginnt das Fleisch von Ilf an zu leuchten und an den gesäuberten Stellen zu verheilen.[2]

Das Lied endet etwa als Wulfgar zurück in das Haus tritt. Arnvidh betrachtet die gerade geheilte Wunde. Er ist sich noch nicht sicher, ob der Zauber ausgereicht hat, die Brandwunden zu heilen. Einen Seitenblick zu dem Mann der den Zauber direkt miterlebt hat, wagt er nicht.
 1.  Heilkunde Versorgung der Brandwunden 18
 2. leichte Wunden Heilen auf Ilf 8 TP

Wulfgar

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Mal Gani
« Antwort #43 am: 30.05.2021, 09:39:11 »
Als dann nun scheinbar alle soweit versorgt waren und sich wieder etwas Ruhe einstellt hat und noch alle am Leben sind zuckt Wulfgar mit den Schultern "Und jetzt? Ich verstehe noch immer nicht so ganz was hier los ist. Warum haben die da sich verwandelt, und vor allem warum sind es jetzt wieder Menschen? Was ist hier passiert? Was war die letzten paar Tage hier los? Könnt Ihr Euch an etwas erinnern das Euch zugestoßen ist und was dazu geführt hat das Ihr Euch verwandelt habt?"

Brakus hat sich mittlerweile ein Platz vor der Hütte gesucht und hat sich ein wenig in die Sonne gelegt, da es ihm drinnen mittlerweile zu voll geworden ist.

Gaja

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Mal Gani
« Antwort #44 am: 31.05.2021, 20:59:35 »
Das Messer erhält Arnvidh von der Bauersfrau nach kurzem Zögern, aber die Hütte verlässt sie nicht. Wohl zieht sie sich mit den Kindern in den hinteren Teil zurück und der Mann wird von Wulfgar abgelenkt, sodass Arnvidh unbeobachtet, wie er hofft, seine Heilmagie wirken kann.

Wulfgar erhält derweil vom Gatten, der sich als Gudfast vorstellt, in etwa dieselben Antworten wie zuvor von dessen Weib. Da die kleine Familie sich seit etlichen Tagen aber in ihrer Hütte verbarrikadiert hat, wird rasch deutlich, dass sie nicht wissen können, was die aktuelle Lage draußen nun wirklich ausschaut. Vor zehn Tagen habe alles angefangen, in der fürchterlichen Sturmnacht, wiederholt der Mann, was Wulfgar schon weiß. Dass der Blitz oben im Kloster eingeschlagen habe, ist immerhin eine neue Information. Danach habe man von den Mönchen nichts mehr gehört. Ein paar Tage später wurden die Leute in Ansdag krank, die Heilerin vermutete verseuchtes Wasser, denn der Bach käme vom Kloster runter. Und dann tauchten diese Kreaturen auf. Ilf, der wohne eigentlich in Ansdag, was der hier draußen verloren habe, weiß Gudfast auch nicht.

"Keine Ahnung, warum die drei sich plötzlich wieder sie selbst sind... wenn ihr es nicht wart, die sie von ihrem Fluch erlöst haben, dann weiß ich es auch nicht."

Arnvidh hat sich zu der Bauersfrau und ihren Kindern gesellt. Seine Frage nach der Heilerin beantwortet sie: "Ja, die Solveig. Im Ort wohnt sie, das sagte ich ja bereits. Wird ihre Hände gerade voll haben, aber sicherlich für jede Hilfe dankbar sein. Da Ihr ja auch ein Heiler zu sein scheint."

Wulfgar bemüht sich auch noch, die Verletzten zu befragen, doch aus ihnen lässt sich kein verständliches Wort herausbringen. Insbesondere Ilf jammert nur und stammelt wirres Zeug, sodass Wulfgar bald aufgibt. Aber auch die vier anderen können nicht erklären, was mit ihnen geschehen ist. Tatsächlich wissen sie offenbar noch weniger darüber als die Bauersleute, gerade so wie jemand, der hinterrücks niedergeschlagen und ausgeraubt wurde, weniger über Täter und Tatverlauf weiß als der zufällige Beobachter.

Das Ehepaar, Karla und Gudfast, bedankt sich bei ihren Rettern, und da es inzwischen fast Nacht geworden ist, laden sie die beiden zu einer Mahlzeit ein und bieten selbstverständlich auch ein Nachtlager an.

Nach dem Mahl werden die Verletzten, wie auch der fünfte, unverletzte Angreifer, in den Stall gebracht, die beiden Retter bekommen eine Bettbank im Haus. Weil man sich nicht sicher sein kann, ob die fünf im Stall sich über Nacht nicht doch wieder in Monster verwandeln, wechseln Wulfgar, Gudfast und Arnvidh sich bei der Wache ab. Doch die Nacht vergeht ohne Vorkommnisse.

Am nächsten Morgen, gesättigt vom Frühmahl, müssen Wulfgar und Arnvidh sich überlegen, wohin sie ihre Schritte wenden wollen. Beide haben ihre eigenen Pläne hier in der Gegend, doch solange nicht geklärt ist, ob es hier sicher ist, wäre man zu zweit besser dran als allein. Und man sollte wohl auch besser herausfinden, was los ist.

Drei Orte, an denen sie etwas herausfinden könnte, hatte Karla ihnen ja genannt, mitsamt Wegbeschreibung: zum Hof des Fürsten, Soren Villag, war es etwa ein halbstündiger Marsch (dort aber nicht den greisen Fürsten, sondern lieber gleich dessen Sohn Uther ansprechen); ebenso lange lief man bis zum Ort Ansdag, wo die Heilerin Solveig die vielversprechendste Informationsquelle wäre. Oder aber, man schaute selbst im Kloster nach: dieses liegt noch ein gutes Stück hinter Ansdag, auf dem kleinen Vorberg des Küstengebirges.

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