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Autor Thema: Mal Gani  (Gelesen 7296 mal)

Beschreibung: Der Herr der Vertriebenen

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Wulfgar

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Mal Gani
« Antwort #165 am: 27.11.2021, 13:48:00 »
Nachdem nun mittlerweile fast alle nach vorne getreten sind, entscheiden sich Wulfgar und Brakus ebenfalls dazu ihr Versteck zu verlassen.
Seite an Seite treten die beiden aus dem Gebüsch und stellen sich neben Aeryn. Wulfgar hat seinen Speer zwar in der Hand, hält die Spitze aber eher gesenkt. Brakus hingegen gibt ein leichtes knurren von sich da ihm diese Gestalten irgendwie nicht so recht gefallen. Aber trotz allem versuchen beide sich etwas im Hintergrund zu halten und nicht direkt offensiv auf zu treten. Innerlich bleiben beide jedoch wachsahm und beobachten die Umgebung.

Aeryn

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Mal Gani
« Antwort #166 am: 27.11.2021, 14:08:41 »
Da Lîf nun die Kommunikation übernommen hat, lässt Aeryn sich einen Schritt oder zwei zurückfallen, um ihren Gefährten mit etwas gedämpfter Stimme mitzuteilen, was sie über die Wesen weiß, die sie dort vor sich sehen[1].
 1. Die Informationen stehen hier. Aeryn wird das im Moment natürlich auf das Wesentliche beschränken.

Arnvidh Kjellson

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Mal Gani
« Antwort #167 am: 29.11.2021, 09:04:02 »
Den Ausführungen von Aeryn lauschend, ging Arnvidhs Blick suchend über die Breitmäuler von den Kriegern zur Frau, dann zur Schwangeren und den Kindern. Schnell vermutete er, dass es klar war wer Hilfe brauchte. Während Lif das beschwichtigen übernahm, schlug Arnvidh den anderen vor „Wir sollten uns etwas zurück ziehen, dass Sie auch sehen, dass wir keine ...“ Die letzten Worte waren eher wie das Schnalzen eines Eichhörnchens. So aufgeregt wurde er innerlich, nicht gleich zu der Hilfesuchenden zu kommen. Es war aber für Sie genauso schlecht, wenn sie weiter voller Angst am Boden kroch, also versuchte er sich wenigstens hier zusammen zu reißen. Als er dann langsam in Richtung der Gehölze zurückwich, war wohl klar, was er das geschnalst hatte. Sie sollten sehen, dass sie keine Bedrohung sind und nicht aggressiv nach vorne wollten um Streit zu suchen.

Abdo al'Mbabi

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Mal Gani
« Antwort #168 am: 29.11.2021, 17:15:20 »
Als Lîf auf die Fremden zutritt, ist Abdo angespannt und versucht, jederzeit bereit zum Eingreifen zu sein, sollte die Lage eskalieren; doch gleichzeitig lässt er die Heilerin gewähren und hält sich so weit zurück, wie er denkt, verantworten zu können. Jede aggressive Handlung könnte hier der Funken sein, der die Lunte entzündet. Immerhin ist er nicht bewaffnet, und er hebt auch beide Hände mit den Handflächen zu den Fremden, um dies anzuzeigen - so traut er sich dann auch noch ein kleines Stück weiter nach vorne, wenn er auch weiterhin hinter Lîf zurückbleibt, und etwa auf der Höhe von Aeryn und Arnvidh steht, um zu beobachten, was nun geschieht.

Gaja

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Mal Gani
« Antwort #169 am: 04.01.2022, 20:19:05 »
Als Lîf vortritt und beruhigend auf die drei Bohabangai einspricht, erkennt sie schnell, dass die beiden Männer sie eigentlich gar nicht beachten: deren gesamte Aufmerksamkeit gilt dem Zwergen mit der Axt. Das Weibchen allerdings schaut sie an, teils direkt, teils lässt sie den Blick über Lîfs gesamte Erscheinung schweifen, teils lauscht sie mit geneigtem Kopf und angestrengter Miene. Ein paarmal haut sie den nebenstehenden Begleiter auf den Arm und teilt ihm grunzend ihre Beobachtungen mit. Das aggressive Fauchen, welches sie zur Antwort erhält, klingt in Lîfs Ohren eher ablehnend.

Dennoch verharrt man eine ganze Weile auf beiden Fronten bewegungslos. Arnvidhs Rückzug sorgt kurz für eine kaum merkliche Entspannung in der Haltung der beiden Krieger, doch als sie Wulfgar entdecken, verziehen sich ihre Gesichter zu (noch hässlicheren) Fratzen und sie bellen Drohungen in seine Richtung, wobei sie ihre Schwerter durch die Luft schwingen.

Das Weibchen, nicht minder erregt, wendet sich an Lîf. Wie anklagend zeigt sie mit dem Finger auf Wulfgar und spricht hitzig auf sie ein. Zweimal macht sie erwartungsvoll eine Pause, offensichtlich Lîfs Erklärung erwartend.

~~~

Im Hintergrund derweil fasst Aeryn den restlichen Kameraden gegenüber hastig zusammen, was sie über die Bohabangai weiß.

"Die sind schlauer und gerissener, als man meint, da lasst euch lieber nicht von ihrem primitiven Aussehen und Gebaren täuschen. Normal leben sie in größeren Gruppen zusammen, so um die 40 bis 60, selten bis zu 120 Individuen um eine kleine Gruppe verbündeter Matriarchinnen herum. Bohabangai sind äußerst territorial. Jedes Vordringen auf ihr Gebiet wird als Herausforderung verstanden, als versuchten Land- und Weiberraub. Es übernehmen nämlich die Weibchen jeweils das Territorium von der Mutter, oder einer tochterlos gestorbenen älteren Schwester, und begattungswillige Männchen konkurrieren miteinander beim Versuch, sich ein Weibchen zu erobern mitsamt deren Gebiet, über das der erfolgreiche Eroberer dann das Sagen hat – bis er von einem Stärkeren vertrieben wird. Es reisen also eigentlich nur die Männchen umher, ob zur Jagd, zum Überfall auf eine verfeindete Sippe oder eben zur Eroberung eines Weibchens. Man darf sie deshalb auf keinen Fall mit Kolkar verwechseln, denen man mit Stärke imponieren kann. Ein Bohabangi denkt in einem solchen Fall vielmehr, der andere Kerl fordert ihn heraus und will sein Weibchen für sich. Ein Schwächling wird da eher in Ruhe gelassen. So gesehen sind sie doch wesentlich primitiver – instinktgetriebener – als die Kolkar.

Das Auftauchen einer gemischten Gruppe jedenfalls ist äußerst seltsam, erst recht so nahe an einer Menschensiedlung. Gäbe es hier in der Nähe ein Territorium der Bohanbangai, hätte Uther uns bestimmt vorgewarnt, zumal sie sicherlich seine ersten Verdächtigen in Sachen Überfall auf die Karawane gewesen wären."


Lîf

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Mal Gani
« Antwort #170 am: 05.01.2022, 13:30:10 »
Die Verständigung erweist sich als sehr mühsam, da die Worte ohne großen Erfolg hin und her fliegen. Die Gestik und Mimik ihrer Gegenüber bietet immerhin einige Anhaltspunkte, und als Aeryn ihre Erklärung herunterhaspelt, beginnt Lîf allmählich zu ahnen, was hier die Haupthindernisse für ein friedvolles Auskommen sein dürften. Kurz entschlossen winkt sie dem Weibchen, das ohnehin die einzige scheint, die ihr Aufmerksamkeit schenkt. Gleichzeitig sagt sie in beruhigendem Ton – und wohl wissend, dass die Bohabangai ihre Worte nicht verstehen – "Rogar, Wulfgar, bitte senkt eure Waffen, oder noch besser, legt sie weg. Solange sie Angst haben, kommen wir nicht weiter." Dann geht sie noch ein Stück auf die Fremden zu und lässt sich etwa anderthalb Schritt von ihnen entfernt recht mühsam auf die Knie nieder. Ihre Heilerinnentasche setzt sich vor sich ins Gras und öffnet sie, so dass jedermann einen Blick hinein werfen kann.

Sobald sie sicher ist, dass das weibliche Wesen sie wieder beobachtet, lächelt sie freundlich, weist auf die Tasche und sagt sanft: "Ich kann ihr helfen. Hel-fen. Ich diene Gaya. Ga-ya" und nickt in Richtung des vor Schmerzen jammernden Weibes. Auch holt sie einige Kleinigkeiten von ihren Essvorräten hervor – trockene Beeren, eine Honigwabe oder ähnliches – und hält sie in die Richtung, in der sie die geflüchteten Kinder vermutet. Wenn sich daraufhin nichts rührt, bückt sie sich unter leisem Schnaufen und legt die Leckerbissen in dieser Richtung ab, so weit sie mit dem Arm kommt. "Aeryn" meint sie vorsichtig. "Bitte komm zu mir. Ihr Mannsleute bleibt, wo ihr seid." Wiederum die Aufmerksamkeit des unverletzten Weibchens auf sich lenkend, weist sie mehrmals abwechselnd auf ihren runden Bauch und auf Wulfgar. "Wundert euch nicht – ich hoffe, ich kann sie davon überzeugen, dass ihr kein Interesse an ihren Weibern habt" erklärt sie in ruhigem Ton, ohne den Blick von den Bohabangai abzuwenden.[1]
 1. Ich untermale das ganze wenn nötig gern mit einer auf Diplomatie oder Tierempathie, je nachdem, was besser passt.

Arnvidh Kjellson

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Mal Gani
« Antwort #171 am: 09.01.2022, 16:48:43 »
Das sich die Situation nicht vollständig beruhigte aber ebenso dass es Lif weiter versucht, merkte auch Arnvidh. Auch wenn er gerade nicht verstanden hat, was Lif oder auch Aeryn gerade sagten, setzte er sich nahe den Büschen auf den Boden und legte den Speer neben sich. Von dort aus versuchte er die Gestickten der Bohabangai ähnlich wie die von Lif zu erahnen. Das stellte sich jedoch deutlich schwerer heraus als gedacht.[1] Also konzentrierte er sich darauf möglichst ruhig dazusitzen um weiterhin nicht bedrohlich zu wirken.
 1.  Sprachenwurf nur 7

Aeryn

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Mal Gani
« Antwort #172 am: 12.01.2022, 10:59:01 »
Aeryn nähert sich wieder langsam, weiterhin sicherstellend, dass ihre Gestik keine Gefahrenquelle signalisiert.

"Ganz schön schwierig, wenn man sich nicht mit Worten verständigen kann."

Mit fragendem Blick schaut sie in Richtung der Heilerin, nicht sicher, wie sie im Moment helfen kann.

Wulfgar

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Mal Gani
« Antwort #173 am: 12.01.2022, 11:26:55 »
Wulfgar schaut Lif sichtlich verwirrt an "Warum sollte ich an einem solch hässlichen Weib Interesse haben?"

Als er sieht das sich Arnvidh etwas abseits hinsetzt geht Wulfgar ebenfalls ein paar Schritte zurück. Er lässt Brakus sich ebenfalls ablegen so das beide nun auf dem Boden sitzen.

Abdo al'Mbabi

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Mal Gani
« Antwort #174 am: 16.01.2022, 15:40:51 »
Auch Abdo konnte nicht erahnen, was dort gesprochen wurde, und auch die Gestiken der Fremden konnte er kaum interpretieren.[1] Immerhin trug er keine Waffe und schien bisher von den Fremden nicht als besondere Gefahr ausgemacht worden zu sein - ganz anders als Wulfgar und Arnvidh. Dennoch hielt er sich an Lîfs Worte, blieb, wo er war, und versuchte, seine Anspannung etwas zu lösen - oder sie zumindest zu überspielen, um den Fremden gegenüber entspannt zu erscheinen.
 1. Sprachkunde 4

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