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Autor Thema: Streitwagen der Götter - Akt II  (Gelesen 460 mal)

Beschreibung: Die lange Nacht

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Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« am: 20.04.2021, 10:03:48 »
"WAS?!" Millers Stimme ist ein fassungsloses Kreischen. Völlig perplex bleibt sie stehen, verwirrt - dann macht sie kehrt, stampft zielgerichtet auf Wilson zu, packt ihn grob am Kragen und presst in mit Wucht gegen die Wand. "Was hast du getan, du gottverdammtes Arschloch!?" Der Konzerner hält abwehrend die Hände nach oben. Seine Augen sind weit aufgerissen und er stammelt, als er antwortet. "I-Ich? Nichts. Überhaupt nichts! Ich war die ganze Zeit auf der Brücke. Lassen Sie mich los, Miller - Sie wissen ja nicht, was Sie tun!"
« Letzte Änderung: 20.04.2021, 12:35:44 von Cerebro »

Leah Davis

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #1 am: 20.04.2021, 10:43:07 »
"Verdammte Scheiße, ernsthaft?!", knurrt Leah ungehalten vor sich hin und geht dann einen Schritt auf Miller und Wilson zu. Sie macht jedoch keinerlei Anstalten, Ihren Captain davon abhalten zu wollen dem Konzernheini die Fresse zu polieren. Er war schließlich die einzige Person auf der Montero und somit auch der Hauptverdächtige Nummer 1. Ihre Wut kanalisiert sie schließlich in einem knallenden Schlag gegen die Bordwand, während Sie ungläubig die Augen aufreißt. 20 Minuten die über Leben und Tod entscheiden. Verdammt, es reißt einfach nicht ab.

Kayla Rye

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #2 am: 20.04.2021, 11:52:30 »
Das ist zwar garantiert kein Scherz, aber ganz bestimmt ein Fehler. So wie das mit der Schleuse - vermutlich...
„Jemand sollte sich mal um Mutter kümmern, ich glaube die spinnt!“ murrt Kayla und überlegt, ob sie jetzt wirklich den Reaktor der Montero prüfen, oder Sauerstoff holen soll. Am liebsten würde sie ja selbst zu Mutter gehen und den eigentlichen Fehler, den sie dort vermutet, zuerst beheben. „Du Sauerstoff - ich wieder mal Reaktor?“ fragt sie Lyron und versucht dann am nächstgelegenen Terminal mehr über den angeblichen Fehler herauszufinden, sofern Miller nicht bereits andere Pläne für sie hat.
« Letzte Änderung: 20.04.2021, 12:04:10 von Kayla Rye »

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #3 am: 20.04.2021, 13:15:08 »
"Geht klar für mich," antwortet Cham, dreht sich dann aber zu Miller für eine Bestätigung. "Captain?"

Miller starrt Wilson noch immer voller Zorn ins Gesicht und drückt ihn an die Wand, der Konzerner gewinnt nach anfänglicher Überraschung jedoch rasch wieder seine Fassung zurück. "Warum sollte ich uns alle in die Luft jagen wollen - mich selbst eingeschlossen?! Ich habe Familie, Miller! Hören Sie auf Miss Rye und fragen Mutter, was hier vor sich geht. Ihr Verhalten hilft aktuell keinem von uns. ... Und jetzt lassen Sie mich los!"

Miller hält den Konzerner noch zwei lange Sekunden fest, lässt dann aber mit einem letzten Stoß gegen die Wand schließlich von ihm ab. Sie dreht sich zu Cham, nun wieder einigermaßen ruhig - zumindest nach außen hin. "Ich will jeden, der halbwegs Ahnung hat, in der Reaktorkontrolle - der Sauerstoff hat jetzt gerade keine Priorität. Mister Wilson hier kann sich um unsere Tanks kümmern. Davis - du schaust ihm dabei auf die Finger! Ich gehe zu Mutter und finde heraus, was zum Teufel hier abgeht. Rye, Cham - ich will in fünf Minuten einen Statusbericht den Reaktor betreffend; keine Minute später! Wenn die Montero hochgeht, war's das nicht nur für uns, sondern auch für die Cronus. Wir sitzen auf einer verdammten Tritiumbombe! Also Abmarsch - sofort!"


Kayla, die bis kurz vor Millers Befehl noch schnell am nächstbesten Terminal herumgetippt hat, kann von hier aus nicht wirklich viel über das akute Problem in Erfahrung bringen. Die Zeichen deuten jedoch darauf, dass Mutters Ansage nicht nur leeres Gefasel ist. Die Temperatur an Bord steigt und das gesamte Netzwerk meldet Warnungen und Fehler. Genaues kann sie nur vor Ort im Reaktorkontrollraum erfahren.[1]
 1. Wurf auf Comtech, wenn du dort ein Terminal benutzt.
« Letzte Änderung: 20.04.2021, 14:08:43 von Cerebro »

Leah Davis

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #4 am: 21.04.2021, 11:55:04 »
Während Leah den Helm mit einem Zischen abnimmt nickt Sie Miller mit ernstem Blick zu.
"Jup, geht klar! Dann also los und das schnell."

Sie lässt den Blick in Wilsons Richtung schweifen und vollführt dann mit dem Kopf eine Geste um Ihm zu zeigen, dass er sich bewegen soll. Sobald sich der Konzernmitarbeiter in Bewegung setzt, wird Sie Ihm dichtauf folgen, den Helm in der einen Hand, den Flammenwerfer in der anderen.

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #5 am: 22.04.2021, 10:00:24 »
"Aye-Aye, Captain," bestätigt Cham die neuen Anweisungen und berührt Kayla am Arm. "Komm, lass uns den Mist hier wieder geradebiegen." Ohne lange zu zaudern, will der Frachtarbeiter schnellstmöglich zur Reaktorkontrolle auf Maschinendeck C. Wilson dagegen schenkt Miller einen zerknirschten Blick. Anders als der Rest steht er nicht unter ihrer direkten Befehlsgewalt, doch inmitten von Warnleuchten, Alarm und einem Countdown bis zur Explosion ist jetzt definitiv der falsche Zeitpunkt, diesen Sachverhalt auszudiskutieren. Also beugt er sich dem Druck und macht sich auf, um mit Davis zusammen neue Sauerstofftanks für die Anzüge zu beschaffen.

"Zeigen Sie mir den Weg, Miss Davis. Ich bin nicht darüber im Bilde, wo genau an Bord welche Dinge gelagert werden..."[1]


Miller joggt derweil mit nun ausgezogenem Helm los, um Mutter auf Deck A einen Besuch abzustatten...
 1. Da es keine offiziellen Pläne für die Decks B und C gibt, könnt ihr einfach vage bleiben. Sofern ihr rennt bzw. euch angemessen beeilt - wovon ich aktuell ausgehe - erreicht ihr jeden Ort an Bord innerhalb eines Turns (ca. 5 Minuten). Es gibt einen Lagerraum auf Deck B mit Ersatztanks und die Reaktorkontrolle ist auf Deck C. Aktuell befindet ihr euch in der Nähe des Durchgangsschlauches auf Deck B.
« Letzte Änderung: 22.04.2021, 10:05:54 von Cerebro »

Kayla Rye

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #6 am: 23.04.2021, 14:43:54 »
„Mmmh...“ grummelt Kayla mehr als unzufrieden und folgt Lyron. Scheint doch ernster zu sein, als angenommen. Aber wieso sollte ausgerechnet jetzt gerade eine Fehlfunktion auftreten? Das kann doch einfach kein Zufall sein! Unterwegs zieht sie dann auch endlich ihren Helm ab und macht sich kurz daraufhin, sobald sie beim Reaktor angekommen sind, direkt daran die mögliche Fehlerquelle zu finden. Wie wild tippt sie sich durch die Elektronik und wird durch den Zeitdruck zunehmends nervöser.[1]
 1. Strapazierter Wurf auf Comtech: 1 Erfolge, 1 Stresswürfel-Misserfolg - Panikergebnis: Zuckungen

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #7 am: 23.04.2021, 15:57:04 »
Während Davis und Wilson bereits in einem Lagerraum auf Deck B Sauerstofftanks zusammentragen und Miller per Tastatur einen hastig getippten Dialog mit Mutter führt, erreichen Rye und Cham die Reaktorkontrolle auf Deck C. "Ich sehe nach optischen Schäden," verkündet Cham und checkt die umliegenden Maschinen auf Auffälligkeiten jedweder Art. Rye loggt sich derweil über das Hauptterminal ein und durchforstet das Netzwerk. Sie hat Mühe, durch das System zu navigieren, denn ständig werden ihr Zugriffsrestriktionen vorgehalten, die für sie eigentlich nicht gelten. Sie versucht diverse Umwege und verschafft sich Zutritt auf die 'inoffizielle Art' - wird aber sofort darauf wieder rausgekickt. Mit jedem neuen Versuch beginnen ihre Hände mehr zu zittern und nicht nur durch die allgemein steigende Wärme bildet sich Schweiß auf ihrer Stirn. Das hier ist ernst - was immer es ist! Rye zieht alle Register und hackt sich clever durch. Zuletzt erkennt sie, dass die Kühlung des Reaktors komplett lahmgelegt wurde, während letzterer auf maximaler Leistung läuft. Verlinkte Systeme sind so eingestellt, dass sie den Gesamtkreislauf zusätzlich belasten und das Ende somit weiter beschleunigen. Rye versucht zuerst, schnell die Kühlung zu reaktivieren...

ZUGRIFF VERWEIGERT. SONDERBEFEHL 966 AKTIV.

Rye starrt bebend auf Mutters Meldung, bevor sie die KI abermals aus dem System wirft. Die Technikerin versucht es erneut, doch jede einmal ausgenutzte Lücke wird sofort im Anschluss geschlossen, so dass nach und nach die Optionen schwinden. Ryes Stresspegel steigt unaufhaltsam weiter, als ihr bewusst wird, dass Mutter selbst die Montero sabotiert! Und weder sie noch sonst wer an Bord kann die überall präsente KI übertrumpfen, wenn diese sich rigoros verweigert. Wenn Mutter keinen Abbruchbefehl anerkennt, ist das hier nicht mehr aufzuhalten!

"Rye, ich finde hier nichts!" ruft Cham plötzlich von der Seite. "Ich steig in einen Strahlenanzug und gehe in den Reaktorkern. Vielleicht ist da was faul..."

Zwecklos. Rye spürt salzig ihren Schweiß im Mundwinkel und ein bodenloses Loch unter ihren Füßen. Was Cham da von sich gibt, ist zwecklos... Was hatte Miller noch gesagt? 'Wir sitzen auf einer verdammten Tritiumbombe!' ... FUCK!![1]


WARNUNG: FEHLFUNKTION DES VERDRÄNGUNGSANTRIEBS. KRITISCHE ÜBERLASTUNG DES REAKTORS DURCH SCHWERWIEGENDE KASKADENFEHLER. EXPLOSION DES REAKTORKERNS IN T-MINUS 15 MINUTEN!
 1. Zur Klarstellung: Ryes Erfolg sorgt dafür, dass sie von Sonderbefehl 966 erfährt sowie zu der Erkenntnis kommt, dass Mutter selbst das Problem ist. Es ist ihr unmöglich, diese Sache zu beheben und hätte bei Fehlschlag schlicht nicht herausgefunden wieso.
« Letzte Änderung: 24.04.2021, 17:50:40 von Cerebro »

Kayla Rye

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #8 am: 24.04.2021, 17:42:57 »
Mit wachsender Ungläubigkeit und Nervosität versucht Kayla alles mögliche, um das drohende Unheil abzuwenden. Doch schnell stellt sie fest, dass ihre erste Vermutung doch nicht so falsch war. Der ‚Fehler‘ liegt wirklich bei Mutter -die auf künstliche Art und Weise weitere Fehler herbeiführt, wo keine sein dürften. Als wollte sie die gesamte Crew umbringen!

„NEIN! Das... bringt nichts.“ ruft sie Lyron hörbar gestresst zu und nimmt Funkkontakt zu den anderen auf. „Rye hier. Das Problem ist doch Mutter - sie folgt irgendeinem Sonderbefehl 966 - und lässt den Reaktor mit voller Absicht überhitzen! Ich... kann nichts dagegen tun! Jeder Versuch wird sofort vereitelt!“

Sie lässt vom Terminal ab und überlegt fiebrig was ihnen für Optionen bleiben... sie müssen... runter von der Montero! Langsam wird ihr klar, dass es keinen Weg gibt die Katastrophe noch aufzuhalten. Das einzige was ihnen bleibt ist, die verbleibenden Minuten dazu zu verwenden den Schaden zu minimieren. Wie etwa die notwendigsten Dinge auf die Cornus zu bringen - zusammen mit so viel des Tritiums wie sie können.

Noch bevor Miller antwortet, fordert Kayla Lyron auf ihr zu folgen. „Komm mit - wir müssen runter von der Montero! Retten wir was wir retten können!“ Eilig macht sie sich auf zum Laderaum, wo die Daisy wartet.

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #9 am: 24.04.2021, 22:05:59 »
Miller, die im KI-Kern sitzt, empfängt den Funkspruch von Rye und hält mit dem Tippen kurz inne. Ungläubig blinzelt sie, ehe sie in den Kragen ihres Raumanzuges spricht, um zu antworten. "Was?! ... So-Sonderbefehl 966? Wieso sollte..." Dann hört sie, wie Rye am anderen Ende Cham dazu auffordert, mit ihr zu kommen. "Hey! Was zum Teufel habt ihr vor?" Noch während sie ins Mikrofon ruft, beginnt sie hastig einen neuen Satz ins Terminal zu tippen: WAS IST SONDERBEFEHL 966?

Kaylas Reaktion bekommt sie nur am Rande mit, denn Mutters Antwort erscheint auf dem Display - und Miller fehlen völlig perplex die Worte. In einem Mix aus Wut und Panik tippt sie: SONDERBEFEHL 966 AUFHEBEN. AUTHORISATION: MILLER VANESSA — 662/Y9-013P.

Nach einer Sekunde folgt von Mutter: VERWEIGERT. UNZUREICHENDE BEFUGNIS.

"Was soll das heißen, du gottverdammter Scheißkasten?!" schreit Miller, steht auf und schlägt zornig gegen das Terminal. "Ich bin der beschissene Kapitän hier! Brech diesen Bullshit sofort ab!" Anflüge von Tränen trüben ihre Sicht, als sie registriert, dass das Schiff dem Untergang geweiht ist. Anstatt neue Befehle zu erteilen, steht Miller einfach nur da - die Hände in Gesicht und Haaren - und weiß sich nicht zu helfen...


Anderswo bekommen Davis und Wilson über den offenen Kanal alles Akustische mit - auch Millers Geschrei gegen Mutter wurde an alle übertragen. Der Konzerner ist inzwischen völlig verschwitzt. Geschafft setzt er einen Sauerstofftank ab und wendet sich hoch aufgeregt an Davis. "Miss Davis... Leah! Wir müssen das Schiff verlassen. Sofort!"

Auf Deck C hastet Rye, dicht gefolgt von Cham, einige Gänge entlang, um den Hauptladeraum der Montero zu erreichen. "Was genau hast du vor?" ruft Cham seiner Kollegin zu, als diese die letzte Tür zum Ziel öffnet und Fuß in die weitläufige Halle setzt. Überall stehen übermannsgroße Behälter mit ihrer Tritium-Fracht - ein jeder mit Anzeigedisplay sowie Tragegriffen versehen, doch allein ein Hüne könnte diese Dinger vielleicht anseitsweise bewegen. Der zum Transport vorgesehenen P-5000 Laderoboter steht sicher fixiert in einer Ecke; nahe der fest versiegelten Ladebuchttore findet sich zudem das Transportshuttle Daisy - über mechanische Haltegriffe fest im Boden verankert. Das Vehikel sollte ihre Fracht eigentlich vom Schiff zum Zielort fliegen. Es ist nicht für den Einsatz im tiefen All konstruiert, doch die Pilotenkabine lässt sich luftdicht abschließen und hält im Vakuum stand, so dass Spielraum zur Improvisation besteht...


WARNUNG: FEHLFUNKTION DES VERDRÄNGUNGSANTRIEBS. KRITISCHE ÜBERLASTUNG DES REAKTORS DURCH SCHWERWIEGENDE KASKADENFEHLER. EXPLOSION DES REAKTORKERNS IN T-MINUS 14 MINUTEN!
« Letzte Änderung: 26.04.2021, 13:18:18 von Cerebro »

Leah Davis

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #10 am: 26.04.2021, 10:00:09 »
"Fuck. Fuck. Fuck."
Leah steht für einen Moment völlig bewegungslos da und blickt an Wilson vorbei ins Leere.
T-Minus 14 Minuten. Das klingt alles andere als gut. Die Montero ist verloren und wenn sie diesen Metallklumpen nicht schnellstens von hier weg fliegt, ist es die Cronus ebenso. Auch wenn Sie auf Wilson gerade wirken muss, als wäre sie in einer Art Trance gefangen, so rattern Ihre Gedanken wild hin und her. Den Autopiloten programmieren, den Verbindungsschlauch kappen und mit Daisy den Frachtraum verlassen. Und das alles in nur wenigen Minuten. Scheiße, das war so gut wie unmöglich. Doch je länger sie die Zeit verstreichen lässt, desto schwieriger wird das Unterfangen. Sie schüttelt den Kopf und gibt sich dann selbst eine Ohrfeige, um sich aus Ihren Gedanken zu befreien und blickt dann mit hochgezogenen Augenbrauen zu Wilson. Die Zeit in der Nettigkeiten und Hierarchie eine Rolle spielten sind nun endgültig vorbei. Wenn sie das hier überleben wollen, mussten schnell Entscheidungen her.

"Okay scheiße, wir müssen die Montero abkoppeln und das so schnell wie nur möglich, damit wir weit genug von der Cronus wegkommen, bevor das Teil in die Luft fliegt. Vanessa, ich renne jetzt auf die Brücke und programmiere den Autopiloten. Kannst du den Verbindungsschlauch zur Montero entkoppeln? Wir treffen uns alle bei Daisy. Wer zuerst dort ist, schnappt sich alles Überlebenswichtige und verstaut es sicher auf der Plattform. Wilson, bring du den Sauerstoff zum Ladedeck. Sehr wichtig! Wenn wir auf der Cronus einchecken wollen, müssen wir alle nen Spacewalk machen. Außerdem brauchst du auch noch nen Anzug. Schau, dass du das hinkriegst. Ich bin weg!"

Mit diesen Worten dreht sich Leah auf dem Absatz um und sprintet in Richtung Brücke.
« Letzte Änderung: 26.04.2021, 10:01:22 von Leah Davis »

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #11 am: 26.04.2021, 18:01:31 »
Miller, die im KI-Kern noch kurz mit ihrer Fassung ringt, drückt Daumen und Zeigefinger ins Nasenbein und atmet mit bebender Hand einmal tief durch. Eine Sekunde, zwei... dann besinnt sie sich. Sie ist hier nicht Kapitän, weil man ihren Namen aus dem Hut gezogen hat. Ein koordinierter Plan muss her - keine panischen Solo-Aktionen und erst recht keine gottverdammte Resignation!

"Okay, jetzt hören mir alle zu und zwar sorgfältig!" funkt sie schließlich zu allen durch. Zuerst ist ihre Stimme noch dünn, gebrochen, doch mit jedem Wort kommt die fluchende, selbstbewusste Miller zurück.

"Davis - du und Wilson schnappt euch so viele Sauerstofftanks, wie ihr tragen könnt. Du lässt deine an der Junction stehen und kommst zu mir hoch auf die Brücke, um einen Kurs weg von der Cronus zu programmieren. Wilson rennt mit seinen weiter bis zum Durchgangsschlauch, lässt sie dort zurück, steigt in einen Raumanzug und setzt rüber auf die Cronus."

"Rye - du machst Daisy startklar. Alles bis zum allerletzten Knopfdruck, um den Antrieb anzufeuern, ist das klar? Wenn du soweit bist, rennst du zurück zum Durchgangsschlauch, schnappst dir eine von Wilsons zurückgelassenen Flaschen und verschwindest mit Cham auf die Cronus."

"Cham - während Rye beschäftigt ist, lädst du so viel Tritium auf die Daisy, wie du nur kannst. Sobald Rye fertig ist, geht's mit ihr ab zum Durchgangschlauch. Schnapp dir dort eine Flasche und dann rüber zur Cronus. Wenn euer Sauerstoff am Ende ist, helft euch gegenseitig, die Flaschen auszuwechseln."

"Haben mich alle verstanden?!"


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« Letzte Änderung: 26.04.2021, 18:08:46 von Cerebro »

Kayla Rye

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« Antwort #12 am: 29.04.2021, 16:58:48 »
„...verstanden!“ erwidert Kalya knapp per Funk als sie das Gesagte langsam verarbeitet hat. Wenigstens sind sie und Miller sich für ein Mal absolut einig. Sie werden die Montero aufgeben müssen. Und dann werden sie auf der Cronus stranden, die nicht nur schwerwiegend defekt, sondern auch noch von irgendwelchen Monstern bewohnt ist. Rosige Aussichten - aber noch haben sie eine Chance das hier irgendwie zu überstehen!

Sie hastet weiter zur Daisy, wo sie das System aufstartet. Wenn Mutter diese bloss nicht auch sabotiert hat! Noch während sie darauf wartet, die Antwort zu erfahren, plant sie die weiteren Schritte. Sie wird ja auch mechanische Dinge wie das mit den Haltegriffen noch entsprechend vorbereiten müssen...

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #13 am: 29.04.2021, 19:23:25 »
"Verstanden," bestätigt auch Cham und sprintet zum Laderoboter, den er wieselflink besteigt, noch ehe Rye die Daisy erreicht hat. Mit routinierter Sicherheit aktiviert er den P-5000, entkoppelt die Fixierung und marschiert in dem Exoskelett dann flott auf den ersten Tritiumtank zu. Mit den Staplerarmen greift er präzise in die Haltegriffe und hebt den mächtigen Behälter mühelos an, um ihn sofort darauf zur Plattform des Cargo Lifters zu tragen. Der gesamte Ladebereich dort lässt sich vom Pilotenhäuschen aus magnetisieren, so dass ein klassisches Fixieren - obgleich möglich - nicht zwingend notwendig ist.

Als der Frachtarbeiter den ersten Tank platziert, ist Rye im Cockpit bereits nahezu fertig. Mutter agiert nicht wie ein Virus und scheint es nur auf die Montero selbst abgesehen zu haben, entsprechend sind Daisys Systeme nicht beeinträchtigt und alles funktioniert normal. Rye bewegt sich beinahe wie in Trance - jeder durchgeführte Handgriff sitzt wie ein Leben lang einstudiert. In Windeseile hat sie sämtliche kritischen Checks durchgeführt, lässt die Triebwerke aufdrehen und löst die Halteklammern, die den Transportschlitten am Boden verankern. Wer jetzt nach ihr kommt, muss nur noch Schub geben, um abzuheben. Auf den aktivierten Monitoren sieht sie die Übertragung der Bordkameras und beobachtet, wie Cham gerade den ersten Tank absetzt. Sie hat es in der Hand, die Ladeplattform jederzeit zu magnetisieren, doch dann steht da hinten sprichwörtlich alles still. Sie kann ihren Kollegen, der genau wie sie beachtlich schnell zu Werke geht, noch ein paar weitere Tanks aufladen lassen oder aber sich wie befohlen sofort zum Durchgangsschlauch aufmachen...


WARNUNG: FEHLFUNKTION DES VERDRÄNGUNGSANTRIEBS. KRITISCHE ÜBERLASTUNG DES REAKTORS DURCH SCHWERWIEGENDE KASKADENFEHLER. EXPLOSION DES REAKTORKERNS IN T-MINUS 12 MINUTEN!
« Letzte Änderung: 29.04.2021, 19:45:52 von Cerebro »

Leah Davis

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #14 am: 30.04.2021, 15:19:10 »
"Aye", ruft auch Leah ins Mikrofon und schnappt sich wie geheißen 2 Sauerstofftanks um diese dann mit in Richtung Brücke zu nehmen und schließlich an der Junction stehen zu lassen.
Die Lautsprecherdurchsagen von Mutter erzeugen dabei ein sehr bedrückendes Gefühl in Ihrem Innern. Am liebsten würde Sie sich ein paar Pillen einwerfen um Ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, doch dazu müsste sie pausieren, die Sauerstofftanks abstellen, die Pillenbox hervorkramen.. und scheiße, das ganze Unterfangen ist auch so in der kurzen Zeit kaum zu schaffen.
So schnell Sie Ihre Füße tragen, begibt sie sich also zur Brücke um den Plan in die Tat umzusetzen.

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