Autor Thema: Streitwagen der Götter - Akt II  (Gelesen 572 mal)

Beschreibung: Die lange Nacht

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Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #15 am: 01.05.2021, 21:10:19 »
Wilson schaut recht verwundert drein, als Davis nach nur wenigen Augenblicken wieder zurückgerannt kommt, sich im Eiltempo zwei Sauerstofftanks krallt und dann ohne ein weiteres Wort wieder abhaut. Er selbst hat mit seinen Tanks genug Probleme. Einen hatte er in Hektik fallengelassen und musste ihn in noch größerer Hektik wieder auflesen. Jetzt mobilisiert er seinen verbliebenen Fokus und rennt mit zwei Sauerstoffbehältern in Richtung Lastenaufzug, um wie von Davis angewiesen Deck C zu erreichen. Zwar spielt er kurz mit dem Gedanken, jede Weisung in den Wind zu schießen und stattdessen zum Durchgangsschlauch zu eilen, doch nach allem was er von der Situation auf der Cronus mitbekommen hat, bleibt er der Sicherheit wegen lieber beim Rest - und wenn die Gruppe wie von der Pilotin verkündet mit der Daisy fliehen will, wird er das ebenfalls tun! Dass maximal vier Personen in die Crewkabine des Cargo Lifters passen, weiß er nicht, und dass Captain Miller zwischenzeitlich einen etwas anderen Plan durchgefunkt hat, ist ohne Anzug und darin integriertem Sprechfunk chancenlos an ihm vorbeigegangen...

Davis folgt derweil ihrem Vorhaben und erreicht die Brücke just in dem Moment, als Mutter die 12-Minuten-Marke verkündet. Ihre zwei Sauerstofftanks hat sie an der Junction auf Deck B stehengelassen. Wenn sie und Miller auf dem Weg zur Daisy die Leiter runterklettern, werden sie die Dinger mitnehmen, um bei Gelegenheit ihre Anzüge aufzutanken. Aktuell gilt es aber zunächst, einen Kurs für die Montero zu programmieren, den Autopiloten anzuwerfen und den Durchgangsschlauch abzukoppeln, sobald Rye, Cham und Wilson auf die Cronus übergesetzt haben. Alle fünf müssen zur rechten Zeit am rechten Ort sein, andernfalls laufen sie Gefahr, dass der Plan wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt - und ihnen fehlt die Zeit für einen Plan B!

Als Davis Fuß auf die Brücke setzt, ist Miller bereits zugegen und tippt auf einem Terminal herum. Der Kapitän bemerkt Davis und grüßt diese gehetzt. "Hey! Ich check die Systeme und stell alle Weichen. Programmier du einen Kurs weg von der Cronus. Schnell![1] ... Hast du Wilson Bescheid gegeben?" Ohne lange auf eine Antwort zu warten, funkt sie über ihren Anzug zu Rye und Cham. "Wie ist der Status bei euch im Laderaum? Wir können erst abkoppeln, wenn ihr von Bord seid."
 1. Bitte Wurf auf Piloting mit -2 Malus. Der Kurs wird bei jedem Ergebnis programmiert - Davis nimmt einen Würfel-Fehlschlag nicht als Fehlschlag zur Kenntnis. (Strapaziert werden kann trotzdem ganz normal.)
« Letzte Änderung: 05.05.2021, 18:10:43 von Cerebro »

Kayla Rye

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #16 am: 03.05.2021, 19:40:33 »
Kayla verschwendet noch ein paar wertvolle Sekunden mit eher unnötigen Doppel- und Dreifach-Checks, zumindest solange bis Cham dann den dritten Tank am verladen ist. Drei Tanks sind ein Nichts - und doch besser als gar nichts! Dann nimmt die Nervosität schliesslich Überhand und lässt sie die Gier vergessen.

„Die Daisy ist startklar - Cham, lad den Tank noch ab und dann lass den Power-Loader gleich stehen. Den nehmen wir auch noch mit.“ funkt sie durch und schwingt sich aus der Kabine, sobald ihr Kollege fertig ist und sie die Ladefläche magnetisiert hat.

„Zeit für den Rückzug!“ meint sie zu Lyron und macht sich zusammen mit ihm auf den Weg zurück zum Verbindungsschlauch. Wie konnte es nur soweit kommen? Dass die Cornus plötzlich sicherer wirkt als die Montero hätte sie nicht im Traum gedacht!

Leah Davis

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #17 am: 05.05.2021, 17:54:33 »
Leah hebt nur kurz eine Augenbraue und rennt dann an Miller vorbei um sich schließlich mit einem Ächzen auf den Pilotensitz fallen zu lassen. Sie versucht dabei keine unnötige Zeit zu verlieren und beginnt direkt mit schnellen Handgriffen die Konsole zu bedienen. Hier ist sie in Ihrem Element und Sie weiß genau wo sie welche Eingaben zu machen hat.[1] Mit wenigen Handgriffen programmiert Sie den schnellsten Kurs weg von der Cronus. Dann wird Ihr urplötzlich so richtig klar, was Miller Sie gerade gefragt hat.
"Ähm.. scheiße, nein. Ich vermute der Kerl handelt noch auf meinen Befehl hin und ist auf dem Weg zum Frachtraum. Hab vergessen, dass er kein Funkgerät hat, sorry. Müssen wir Ihn wohl doch auf der Daisy mit rüber schleppen."
Sie beißt sich auf die Unterlippe und blickt für einen kurzen Augenblick zu Miller hinüber.
 1. Wurf auf Piloting: 1 Erfolg

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #18 am: 05.05.2021, 21:41:52 »
"Gottverdammt, Leah!" beginnt Miller, spart sich dann aber jeden weiteren Anschiss, um weder die Pilotin noch sich selbst von wesentliche wichtigeren Dingen abzulenken. Stattdessen funkt sie kurzentschlossen die anderen an. "Rye, Cham - Wilson hat wohl meinen Befehl nicht mitbekommen und ist vermutlich auf dem Weg zur Daisy. Fangt ihn ab und nehmt ihn mit zum Schlauch. Steckt ihn in einen Anzug, wenn er noch keinen trägt.[1] Was euren Sauerstoff angeht, müsst ihr improvisieren, falls er keinen mitbringt. Miller Ende."


Auf der Brücke gehen die beiden Frauen gemeinsam diverse relevante Checks und Einstellungen durch, ehe Davis auf dieser Grundlage Koordinaten in den Autopiloten speist. Da jegliches Vertrauen in Mutter gestorben ist, führt sie notwendige Berechnungen manuell durch. Zwischenzeitlich erreicht auch Wilson den Hauptladeraum - ohne Raumanzug, dafür aber mit zwei Sauerstofftanks im Gepäck. "Ich bin hier!" ruft er nach Luft japsend und stellt die Tanks ab. "Sind Captain Miller und Miss Davis schon auf dem Weg?" Als Cham den Konzerner bemerkt, spricht er kurz in seinen Kragen. "Captain - Wilson ist gerade hier aufgeschlagen. Wir gehen wie besprochen vor. Ende." Dann ruft er während er weiterarbeitet zurück: "Mister Wilson! Ziehen sie sich einen Anzug an. Rye und ich nehmen Sie danach mit zum Verbindungsschlauch. Keine Zeit für weitere Erklärungen!" Der Konzerner ist sichtlich verwirrt, wird aber bereits von Rye in Empfang genommen, die ihn schnellstmöglich zum verfügbaren Anzug bugsiert...

Kurze Zeit später haben Davis und Miller endlich alle Vorkehrungen getroffen - lediglich das Abkoppeln des Durchgangsschlauchs steht als letzter Schritt vor ihrer Flucht zur Daisy noch aus. Für eine komplette Prüfung ihrer Eingaben fehlt es an Zeit, doch schlussendlich muss die Montero nur so schnell wie möglich weg von der Cronus und zumindest die Pilotin ist sich einigermaßen sicher, diesbezüglich keine groben Fehler begangen oder Dinge übersehen zu haben. Rye hat Wilson derweil in einen Anzug geholfen, seinen Sauerstoff gecheckt und per Funk das finale Ok zum Rückzug durchgegeben. Während Cham aus dem Laderoboter steigt, magnetisiert sie zuletzt die Plattform, krallt sich mit Cham dann je eine Sauerstoffflasche sowie den abgezogenen Helm und hastet zum Lastenaufzug, um Deck B zu erreichen.


WARNUNG: FEHLFUNKTION DES VERDRÄNGUNGSANTRIEBS. KRITISCHE ÜBERLASTUNG DES REAKTORS DURCH SCHWERWIEGENDE KASKADENFEHLER. EXPLOSION DES REAKTORKERNS IN T-MINUS 10 MINUTEN!


"Sind auf dem Weg zum Schlauch. Wilson ist bei uns."

"Verstanden," funkt Miller zurück. Für sie und Davis folgt ein kurzer Moment nagender Untätigkeit, denn sie können nicht abkoppeln, ehe die anderen auf der Cronus sind. Inmitten von pulsierender Warnbeleuchtung und ständigem Alarm fühlt sich jede Sekunde Nichtstun falsch und verhängnisvoll an...

"Sind jetzt an der inneren Schleuse."

"Ja, ich sehe euch," antwortet Miller, die Rye, Cham und Wilson über die Bordkamera am Schleusenzugang beobachten kann.


WARNUNG: FEHLFUNKTION DES VERDRÄNGUNGSANTRIEBS. KRITISCHE ÜBERLASTUNG DES REAKTORS DURCH SCHWERWIEGENDE KASKADENFEHLER. EXPLOSION DES REAKTORKERNS IN T-MINUS 9 MINUTEN!


Rye, Cham und - etwas unbeholfener - Wilson passieren die Schleuse und fliegen so schnell wie möglich durch den dahinterliegenden Schlauch auf die Cronus zu. Endlich tauchen sie durch die aufgeschweißte Öffnung und Rye steuert sofort das Bedienfeld zur inneren Schleusentür der Cronus an. Wegen der nicht versiegelbaren Außentür ergeben sich hier die gleichen Probleme wie bei ihrem ersten Besuch, doch Rye tippt wie automatisch und umgeht die Sicherheitssperren im Nullkommanichts; mit einem Zischen öffnet sich der Durchgang und sie steigt hastig die Leiter hinunter. "Passen Sie auf die Schwerkraft auf!" gibt Cham Wilson mit auf dem Weg, als er ihn nach Rye an die Reihe schickt - danach klettert er als letzter zur Junction und verschließt die innere Schleusentür. Die drei sind endlich auf der Cronus![2]


WARNUNG: FEHLFUNKTION DES VERDRÄNGUNGSANTRIEBS. KRITISCHE ÜBERLASTUNG DES REAKTORS DURCH SCHWERWIEGENDE KASKADENFEHLER. EXPLOSION DES REAKTORKERNS IN T-MINUS 8 MINUTEN!


"Ok, sie sind drin!" ruft Miller in völliger Anspannung aus und beginnt sofort mit der Arbeit. "Entkopple jetzt den Schlauch." Sie tippt, stockt kurz, tippt weiter. "Nein... Nein, nein, NEIN! Komm schon!!" Warnungen poppen auf ihrem Display auf. Die Fixierung klemmt und die Elektronik weigert sich - oder ist nicht in der Lage - die Verankerung zu lösen. "Gott, Fuck!! Die verdammte Scheiße klemmt!"[3]
 1. Im Hauptladeraum gibt es einen einzelnen Raumanzug für spontane Außenbordarbeiten bzw. wenn der Raum nach innen hin versiegelt wird, um im All die Ladebuchttore zu öffnen.
 2. Rye, Cham und Wilson können nun normal posten, achtet aber bitte darauf, dass zeitlich ein Hickhack entsteht.
 3. Miller und Davis haben grob überschlagen zwei Optionen: A. Einer (oder beide) rennen schnell zur Verbindungsstelle an der Cronus und versuchen das (im Raumanzug) manuell zu beheben. Das wäre ein Wurf auf Heavy Machinery. Werkzeug würde helfen, aber es ist keines auf der Brücke. Cham hat den Schneidbrenner bei sich, weitere finden sich auf Deck B und C und geben einen entsprechenden Item-Bonus, doch sie zu holen kostet natürlich Zeit. ODER B. Ihr feuert den Autopiloten trotzdem an und reißt euch einfach los - das verursacht Beschädigungen an der Montero UND der Cronus. Das wird keines der Schiffe zerstören, sorgt aber ggf. für Außenhüllenrisse und entsprechende Druckabfälle - was das genau bedeutet, kann im Regelwerk nachgeschlagen oder im Chat nachgefragt werden.
« Letzte Änderung: 23.05.2021, 11:32:46 von Cerebro »

Kayla Rye

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #19 am: 10.05.2021, 21:24:50 »
Vom Regen in die Traufe - und wieder zurück. Ungefähr so fühlt es sich an wieder auf der Cronus zu sein. Aber wenigstens verbessert sich auf dem Schiff nun ja auch endlich das Klima. Und Licht haben sie nun auch, was das Ganze Unterfangen ein klein wenig besser aussehen lässt.

„Also... wir müssen runter auf Deck D, um den anderen das Tor zu öffnen. Ich schlage aber mindestens den Umweg zur Schrotflinte vor. Oder besser gleich zur Waffenkammer. Doch zuerst sollten wir noch unsere Sauerstofftanks auswechseln.“

Es fällt ihr auf, dass die einzigen beiden sinnvoll bewaffneten Crewmitglieder noch auf der Montero sitzen - während sie hier an irgendwelchen ausserirdischen Monstern vorbeikommen müssen. Sofern also keine Einwände kommen, stocken sie und Cham ihre Luftvorräte auf - dann schaltet sie den Bewegungsmelder ein und steigt die Treppe zu Junction B1 runter, um von dort aus vorsichtig in Richtung Armory zu gehen. Sofern die anderen entkommen, werden sie es sicher für einen Moment auf der Daisy aushalten können, sollten sie es bis dann noch nicht geschafft haben die Ladelucke zu öffnen.
« Letzte Änderung: 10.05.2021, 21:25:37 von Kayla Rye »

Leah Davis

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #20 am: 23.05.2021, 11:36:33 »
"Scheiße Vanessa, ich kann nicht mehr länger warten, sonst wars das hier, verdammt!"
Leah schlägt mit der Faust auf das Steuerpult, dreht Ihren Kopf zu Ihrem Captain herum und reißt wild die Augen auf.
"Ich werde jetzt den Start veranlassen und wir hoffen, dass uns das nicht die gesamte Außenhülle zerreißt, okay?

Erneut schlägt Leah auf das Steuerpult, dieses Mal jedoch auf den Knopf um den Funkkontakt zur übrigen Crew einzuschalten.
"Leute, soweit weg von der Schleuße wie Ihr könnt, gleich wird's ruppig!"
« Letzte Änderung: 23.05.2021, 11:37:04 von Leah Davis »

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #21 am: 23.05.2021, 11:43:57 »
Gerade als die drei auf der Cronus ihren Sauerstoff erneuern wollen, werden sie von Davis' Funkspruch unterbrochen. Noch befinden sie sich in unmittelbarer Nähe zur Schleuse...


Auf der Brücke der Montero tippt Miller derweil noch verzweifelt irgendwelche Befehle in das Terminal, bekommt jedoch nur wieder den gleichen Fehler gemeldet. Panik lässt ihre verkrampften Hände zittern. Sie hadert kurz, aber die Zeit läuft ihnen davon. "Helm auf!" ruft sie zu Leah. "Und dann reiß uns ab..."
« Letzte Änderung: 23.05.2021, 11:49:34 von Cerebro »

Leah Davis

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« Antwort #22 am: 23.05.2021, 11:55:30 »
"Scheiße, scheiße, scheiße!", flucht Sie ein letztes Mal laut durch die Brücke und springt dann schließlich aus dem Pilotensitz um sich den Helm zu greifen, aufzusetzen und zu verriegeln.
Ein letztes Mal dreht Sie sich in Millers Richtung um sicher zu gehen, dass Sie ebenfalls den Helm aufgesetzt hat und nickt Ihr dann schließlich ernst zu.
"Also auf geht der wilde Ritt.", murmelt sie mehr zu sich selbst und tätigt schließlich die letzten Eingaben um die Montero, ungeachtet der noch bestehenden Schlauchverbindung, auf den Weg zu schicken.

Kayla Rye

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #23 am: 24.05.2021, 16:20:58 »
Noch während sie ihren Sauerstoff auswechseln wollen, erreicht sie ein beunruhigender Funkspruch von Davis. Kalya kann sich nicht genau erklären, wieso es ruppig werden sollte - aber sie glaubt den Worten der Pilotin.

„Fuck, weg hier!“

Hastig schnappt sie sich die Sauerstoffflasche und öffnet die Tür in Richtung Mutter der Cronus, um nacheinander Wilson und Cham aus der Junction zu scheuchen. Über die Leiter dauert das viel zu lange... werden sie halt einen anderen Weg nach Unten nehmen müssen.

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #24 am: 24.05.2021, 17:38:46 »
Rye scheucht Cham und Wilson durch die Tür der Junction hinaus in den Gang, weg von der Schleuse, während Davis auf der Montero gerade noch ihren Anzug und Helm versiegelt. Ein kurzer Blick zu Miller zeigt ihr, dass der Captain ebenfalls bereit ist. Miller nickt.

Die Pilotin aktiviert die Manövrierdüsen in entgegengesetzter Richtung zur Cronus, um zunächst Abstand zu gewinnen, so dass die Montero wenden und schließlich den Hauptantrieb zünden kann. Da die beiden Schiffe noch aneinandergekoppelt sind, zerreißt dieses Manöver den Andockschlauch sowie daran angrenzende Elemente der Außenhülle. Ein gewaltiger Ruck lässt die beide Stahlkolosse erbeben, Metall knirscht, verzieht sich oder schnappt sogar entzwei, während so manche empfindliche Elektronik augenblicklich ausfällt. Jeder der sich nicht irgendwo festhalten kann, taumelt gegen das nächstbeste Hindernis oder stürzt unsanft zu Boden. Alle aktiven Konsolen auf der Brücke der Montero bombardieren ihr Display mit Warn- und Fehlermeldungen, doch weder Davis noch Miller nehmen sich die Zeit, für eine Schadenskontrolle. Stattdessen prüft die Pilotin nur kurz, ob die Montero wirklich frei ist und startet dann den Autopiloten, der nun den Rest der Arbeit übernehmen muss.

Drüben auf der Cronus ist der Effekt kaum milder. Wilson kracht durch die rabiate Bewegung gegen die Wand und fällt - Cham kann sich mit Mühe auf den Beinen halten. Die Lichter im Gang beginnen kurz wild zu flackern und fallen jenseits der soeben passierten Tür komplett aus.

WARNUNG: HÜLLBRUCH AUF DECK A. ABRIEGELUNG VON JUNCTION A-1 EINGELEITET. BITTE VERLASSEN SIE UMGEHEND DEN BETROFFENEN BEREICH!

Die Warnung wird mehrfach hintereinander durchgegeben, doch bereits bevor das zweite Mal endet, hat Mutter sämtliche Zugänge zu Junction A-1 geschlossen und versiegelt. Auch auf der Montero ist die zerstörte Schleuse sowie ein Stück des Ganges davor nun komplett abgeriegelt. Der Frachter bewegt sich von der Cronus weg, hat aber noch kein Wendemanöver eingeleitet und entsprechend auch noch nicht den Hauptantrieb gezündet. Inmittten von einer Kakophonie aus Alarm, blinkenden Leuchten sowie einzelnen Funken schwingt sich Miller aus ihrem Sitz. "Scheiße, Leah! Komm, raus hier!!"
« Letzte Änderung: 24.05.2021, 17:40:55 von Cerebro »

Leah Davis

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #25 am: 24.05.2021, 20:09:48 »
Der Schweiß rinnt der Pilotin in einem kleinen Rinnsal über die Stirn und droht ihr dabei in die Augen zu laufen. Nur zu gerne würde Sie sich durch das Gesicht fahren, was aufgrund des Helmes aber derzeit unmöglich ist. Schnell dreht Sie sich zu Miller um und nickt Ihr beherzt zu.

"Scheiße ja. Und wir dürfen die Sauerstoffflaschen nicht vergessen. Ab zu Daisy!"
Mit diesen Worten klopft Sie ein letztes Mal auf die Steuerkonsole, atmet tief aus und eilt schließlich von der Brücke. Dies war mit ziemlicher Sicherheit das letzte Mal, dass Sie Ihren langjährigen Arbeitsbereich gesehen hat. All die Pläne die Miller und Sie mit der Montero hatten waren nun endgültig und unwiderbringlich besiegelt.
« Letzte Änderung: 25.05.2021, 10:44:41 von Leah Davis »

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #26 am: 24.05.2021, 22:31:41 »
Miller und Davis eilen zur Junction und klettern die Leiter nach unten - der Lastenaufzug ist weiter weg und unter den aktuellen Umständen nicht mehr sicher. Als sie das B-Deck erreichen, stellen sie fest, dass der drohende Kollaps bereits erste maschinelle Schäden zeigt. Einige Ventile sind geplatzt, Dampf und Gas zischt aus undichten Leitungen, Lichter flackern oder sind bereits komplett ausgefallen. Auch die Sauerstofftanks stehen nicht mehr dort, wo Davis sie abgestellt hatte! Der heftige Ruck durch das Schiff muss sie umgeworfen und in Bewegung versetzt haben. Zum Glück findet Davis sie mit wachem Auge in nicht allzu weiter Entfernung und die beiden Frauen lesen sie bei ihrer Flucht ohne großen Verzug hastig auf; Zeit zum Auswechseln bleibt ihnen allerdings nicht. Auf ihrem weiteren Weg zum Maschinendeck geht mehrfach unheilvolles Grollen durch die Innereien des Frachters; spontane Kurzschlüsse schlagen Funken, der Alarm röhrt im ewig gleichen Rhythmus und pulsierendes Warnlicht taucht die Wände um sie herum in orangefarbenes Feuer.


WARNUNG: FEHLFUNKTION DES VERDRÄNGUNGSANTRIEBS. KRITISCHE ÜBERLASTUNG DES REAKTORS DURCH SCHWERWIEGENDE KASKADENFEHLER. EXPLOSION DES REAKTORKERNS IN T-MINUS 6 MINUTEN!


Endlich erreichen sie den Hauptladeraum. Auch hier hat das gewaltsame Trennen der beiden Schiffe Spuren hinterlassen. Mehrere ungesicherte Elemente wurden umgeworfen oder gar umhergeschleudert - selbst einige der Tritiumtanks scheinen oberflächlich beschädigt, aber zu ihrem Glück ist keiner davon hochgegangen! Die tonnenschwere Daisy steht nicht mehr ganz so akkurat am Platz wie zuvor, ist aber lediglich ein kleines Stück gerutscht und hat sichtbare Furchen in den metallenen Boden gezogen. Möglicherweise sind die Standfüße minimal beschädigt, doch das sollte aktuell kein nennenswertes Problem darstellen - Hauptsache das Ding fliegt und zwar schnell! Auf der noch immer magnetisierten Ladefläche stehen drei der Tritiumtanks sowie der Power Loader - auf den ersten Blick unbeschädigt. Die Bodenverankerung ist offenkundig gelöst und die Daisy sollte nach Ryes Vorarbeit sofort startklar sein.

Unbemerkt von den beiden Frauen hat die Montero inzwischen ausreichend Abstand zur Cronus gewonnen und der Autopilot leitet das Wendemanöver ein.


WARNUNG: FEHLFUNKTION DES VERDRÄNGUNGSANTRIEBS. KRITISCHE ÜBERLASTUNG DES REAKTORS DURCH SCHWERWIEGENDE KASKADENFEHLER. EXPLOSION DES REAKTORKERNS IN T-MINUS 5 MINUTEN!
« Letzte Änderung: 25.05.2021, 14:37:43 von Cerebro »

Leah Davis

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #27 am: 25.05.2021, 11:07:12 »
"Okay, dann rein in das Baby!"
Leah's Stimme klingt dumpf und abgehackt durch den Helm und die körperliche Anstrengung tut dazu ihr übriges.
Schwer atmend steht Sie da und betrachtet den Frachter und die angekratzten Tritiumtanks.
Wenn diese Scheiße hier vorbei ist, sollte Sie Ihrem Körper womöglich doch mal eine gewisse Ruhephase gönnen. Vanessa hat es Ihr oft genug gepredigt, doch nur nach körperlichen Anstrengungen (wie einem Sprint mit Raumanzug durch das gesamte Schiff) spürt Sie, dass die Worte wohl einem gewissen Funken Wahrheit entsprechen.

Nur noch wenige Meter zu Fuß, dann den Motor hochfahren, den Frachtzugang öffnen und dann mit Fullspeed weg von der fliegenden Tritiumbombe. 5 Minuten, die über Tod oder Überleben entscheiden. Ohne weitere Zeit zu vertrödeln winkt Sie Miller weiter in Richtung Daisy und beginnt dann ebenfalls wieder loszurennen.

« Letzte Änderung: 25.05.2021, 11:09:03 von Leah Davis »

Cerebro

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Streitwagen der Götter - Akt II
« Antwort #28 am: 25.05.2021, 16:28:24 »
Ohne zu zögern, steuern Miller und Davis die Pilotenkabine der Daisy an. Die Pilotin erkennt, dass die Triebwerke bereits laufen und auch drinnen wirkt auf den ersten schnellen Blick alles abflugbereit - Rye hat optimale Vorarbeit geleistet. Miller verriegelt derweil die Tür. "Sind wir startklar?" Nachdem Davis kurz bestätigt, fährt der Captain fort. "Ok, mach den Druckausgleich, damit wir die Tore aufbekommen!" Sie kommt eilig heran. "Hey, lehn dich kurz in die Richtung, damit ich an deinen Tank rankomme - deine Anzeige ist bereits im roten Bereich. Flach atmen jetzt..."
« Letzte Änderung: 25.05.2021, 16:29:52 von Cerebro »

Leah Davis

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« Antwort #29 am: 25.05.2021, 16:52:32 »
Leah zeigt Vanessa nur kurz den Daumen nach oben und wendet sich dann sogleich wieder der Steuerkonsole von Daisy zu. Dabei dreht Sie ihren Oberkörper so, dass Ihre Freundin den Sauerstofftank ungehindert wechseln kann.
Während Sie die Luft anhält, macht Sie den Transporter vollends startbereit und führt dabei den Befehl für den Druckausgleich und das öffnen der Laderampe aus.