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Autor Thema: Das Dorf Falkenmond  (Gelesen 12018 mal)

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Speren

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Das Dorf Falkenmond
« am: 10.12.2003, 16:37:02 »
 Prolog 2: Das Dorf

Das Dorf Falkenmond besteht aus vielleicht 20 Wohnhäusern, die kreisförmig um den Dorfplatz herum angerichtet sind. In der näheren Umgebung des Dorfes sind einige Höfe angesiedelt, die dort ein wenig Landwirtschaft betreiben.

Falkenmond geht es im Vergleich mit den Dörfern und Städten weiter im Süden recht gut. Izradors Schergen messen diesem Ort keine wirklich wichtige Bedeutung zu, so dass bis auf einige Ork-Patrouillen ab und zu das Leben relativ ruhig verläuft.

Diese Ruhe hat dazu geführt, dass die Menschen in der Umgebung auf diesen "Reichtum" aufmerksam geworden sind. Die ersten Flüchtlinge aus dem Süden sind eingetroffen und werden von den Dorfbewohnern aufgenommen, soweit es ihnen möglich ist.
Aber auch Händler haben die Gelegenheit wahrgenommen, hier ihre Waren in relativer Ruhe und Unauffälligkeit umzuschlagen, so dass das Dorf immer sehr belebt ist. So kann sich auch das einzige Wirtshaus am Ort, "Der Blutige Keiler", über Wasser halten und versorgt die Reisenden mit Speis, Trank und Übernachtung, sofern sie mit Waren bezahlen können.
Neben den üblichen Erenländern findet man unter der Bevölkerung Falkenmonds auch den einen oder anderen Dorn, die aus dem Norden gekommen sind und auch einige Gnome, die hier Geschäfte tätigen, um die Waren zu den Häfen an der Sea of Pelluria zu transportieren.

Eines der auffälligsten Gebäude neben dem Gasthaus ist ein Feuerturm mit einer Glocke, der immer besetzt ist, um Ausschau nach Patrouillen zu halten.
Es wird gemunkelt, dass hier auch Waffen für den Kampf gegen Izrador umgeschlagen werden und sogar schon Elfen in der Stadt waren, aber sichtbare Anzeichen hierfür gibt es keine.
Die Stimmung im Dorf ist trotz allem gedrückt; einerseits durch die furchtbaren Geschichten, die die Flüchtlinge aus dem Süden mitteilen, andererseits durch die Furcht, doch den Schergen des dunklen Herrschers eines Tages aufzufallen.
Neuankömmlinge werden darum immer sehr argwöhnisch betrachtet; jeder könnte ein Spion sein.

Momentan haben wir Mittagszeit und in der Mitte des Dorfes wird gehandelt. Neben Lebensmitteln werden auch Kräuter, Kleidung und Arbeitsgeräte feilgeboten.
Das Gasthaus ist relativ stark gefüllt und es wird zu Mittag gegessen.

Atavar

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #1 am: 10.12.2003, 17:38:27 »
 Aus dem kleinen Stall des Gasthauses trabt ein verdreckter Esel samt Karren. Daneben taucht ein nicht sonderlich besser aussehener Junge in Arbeitskleidung auf. Die Kleidung ist zerfetzt, darunter ist nochmal eine abgewetzt Schicht Leder zu sehen. Der Wagen wirkt sehr sauber gearbeitet, aber ebenso verdreckt und die vorbegehenden Passanten können das Heu und das Sägemehl im Inneren sehen.
Mit sichtlicher Mühe, das Tier zu kontrollieren, wird der Karren zu den Ständen dirigiert.

Der Kerl stellt sich auf den Karren und beginnt zu schreien:

"Schreinerarbeiten! Wundervolle Schreinerarbeiten..."

Sonderliche Begeisterung ist ihm dabei nicht anzumerken.

Nephtanus

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #2 am: 10.12.2003, 17:43:56 »
 Aus irgendeinem Grund hat Nephtanus Weg ihn in dieses Dorf geführt. Schon vor einigen Tagen ist er hier eingetroffen und beobachtet seitdem das Treiben im Dorf.  Er hat sich im Gasthaus eingemietet und wird das Gefühl nicht los, das hier noch irgendwas geschehen wird

Verlaan

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #3 am: 10.12.2003, 20:26:44 »
 Am Rand des Dorfes Falkenmond tauch eine Gestalt auf einem der Wege, der ins Dorf führt, auf. Leises Rascheln am Wegesrand deutet darauf hin, daß er zuvor nicht die Straße benutzt hat. Langsam nähert sich die Gestalt, die in einen dicken Reiseumhang gehüllt ist und daher wenig Details verrät, den ersten Häusern. Offensichtlich trägt die Gestalt einiges Gepäck mit sich, denn ein gut gefüllter Rücksack schnürt die Schulterriemen in den Reiseumhang. Etwas längliches lugt schräg über die Schulter, in Leder eingeschlagen und daher nicht zu identifizieren. Weder Gesicht, noch Geschlecht sind auf den ersten Blick zu erfassen, denn die Gestalt hat die Kapuze des Reisemantels tief ins Gesicht gezogen und der weite Mantel gibt nichts preis.
Als er dann endlich die ersten Häuser passiert hat, bewegen sich seine behaarten, kräftigen Hände etwas zögerlich in Richtung Kapuze und schlagen diese zurück. Der ca. 190cm große Mann schaut kurz blinzelnd umher, nur eine kurze Verzögerung in seinem Gang und scheint dann aufmerksam jedes Detail seiner Umgebung aufzunehmen. Sein Gesicht wirkt grimmig, eine scharfe Nase und kräftige schwarze Augenbrauen lassen die braunen Augen tiefliegend und dunkel wirken, dennoch ist seine Miene nicht unfreudlich. Ein wilder Bart umrahmt zusammen mit zotteligem Haar das hagere Geischt.
Auffällig sind aus der Nähe auch sein Hab und Gut, ein dickes Fell ist fest unter dem Rucksack verschnürt und Feuerholz klappert bei jedem Schritt gegen das Leder. Es ist auch jetzt nicht offensichtlich zu erkennen, was dieses längliche Ding sein mag, das seitlich am Rucksack in einer simplen Halterung festgemacht ist, die Form scheint jedoch wage geschwungen.

Während er ruhigen Schrittes seinen Weg ins Zentrum des Dorfes und zu den Ständen der Händler fortsetzt, blickt er den Dörflern zu und weicht keinem Blick aus. Die Menschen hier mögen unbeschwerter Leben als im Süden, dennoch weichen sie wie auch andernorts häufig dem Blick des Fremden aus. Schließlich erreicht er die ersten Händler und beginnt nach den angebotenen Waren zu schauen.

Nephtanus

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #4 am: 10.12.2003, 22:21:48 »
 Der Mann der schon seit einigen Tagen in Falkenmond verweilt, ist dunkel gekleidet. Unter einem relativ einfachen dunkelblauen Reiseumhang, der aber richtige Ärmel aufweist, kann derjenige der genau hinblickt, schwarze Lederhosen und eine schwarze Tunika erkennen. Der Reiseumhang wird am Hals von zwei kleinen Metallmedaillons, die mit einer dünnen Kette verbunden sind zusammengehalten. Der Mann hat schwarzes halblanges Haar und ebenso schwarze Augenbrauen, sowie Schnurr- und Kinnbart, die sein markantes Gesicht zieren. (siehe Avatarbild). Seine Augen sind stechend grün und blitzen aufmerksam, während er seine Umgebung beobachtet. Nephtanus trägt keine offensichtlichen Waffen, nur ein langer und griffdicker Wanderstab aus Holz befindet sich in seinem Besitz. Der Mann verhält sich generell eher unauffällig und scheint mit dem normalen Dorfgeschehen zu verschmelzen.

Speren

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #5 am: 11.12.2003, 00:29:26 »
 Die Händler bieten die normalen Waren an, jedoch meist mit sehr guter Qualität oder Verarbeitung.
Hauptsächlich werden Nahrungsmittel, Kräuter und Kleidung angeboten, wobei gerade die angebotene Kleidung eines Dorn-Händler heraussticht, da sie für einen kalten Winter ausgelegt sind. Seine Waren müssen allerdings sehr teuer sein oder er nicht sonderlich beliebt, denn kaum einer der Kunden verweilt einen längeren Augenblick bei seinen Waren.
Bei den Nahrungsmittelständen entbricht gerade ein heftiger Streit zwischen einem Gnom, der Fische feilbietet, und einem Geflügelhändler über den Tauschwert der Waren.

Nephtanus

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #6 am: 11.12.2003, 09:45:55 »
 Nephtanus schreitet hinüber zu dem Dornischen Händler und mustert seine ausgestellten Waren. Dabei wechseln seine Blicke desöfteren von den Waren zum Händler selbst. Irgendwie scheint er diesen zu mustern und auf eine Reaktion von ihm zu warten. Während Nephtanus den Händler und seine Auslagen betrachtet, versucht er zu erkennen wie gut die Ware wirklich ist, die der Dorn anbietet.

Atavar

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #7 am: 11.12.2003, 17:32:33 »
 Der Holzarbeiter gibt sein Geschreie auf, setzt sich auf dem Wagen und schnitzt an einem kleinen Stück Holz herum, während er seinen blick schweifen lässt.  

Verlaan

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #8 am: 11.12.2003, 17:43:28 »
 Während Verlaan sich die Waren anschaut und langsam von Händler zu Händler schlendert, spielt seine Linke unbewußt mit einem großen, dreckigen Flicken, der wohl ein beachtlichen Riß im Reisemantel abdeckt. Wenn man etwas genauer hinschaut, wirkt seine gesammte Ausrüstung abgewetzt und dreckig. Zwar scheint er allem kundige Pflege angedeihen zu lassen, aber es muß schon eine Weile her sein, daß irgend ein Stück neu gewesen ist. Bei einem der Bekleidungshändler entdeckt er einen Reisemantel und scheint diesen interessiert zu begutachten.

Cosh

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #9 am: 11.12.2003, 17:59:35 »
 Aus südlicher Richtung nähert sich, über die schier endlos erscheinende Graswüste eine weitere Gestalt dem Dorf Falkenmond. Große, graue Regenwolken folgen dem Fremden in weiter Ferne. Ein leichter Wind kommt auf und lässt die verschiedenen Schwertgräser tanzen.

Kurz bevor der Fremde die ersten Häuser des kleinen Dorfes erreicht hat stoppt er plötzlich, wendet sich um und schaut in die Richtung der unheilvollen grauen Wolken zurück, aus der er gekommen ist. Regungslos bleibt er einige Augenblicke so dort stehen, als würde er auf jemanden oder etwas warten.
Dann senkt er jedoch kopfschüttelnd seinen Blick und betritt langsam das Dorf.

Der ca. 1,80m große Mann ist in einen dicken fest zugeschnürten Fellumhang gehüllt und trägt einen großen, prall gefüllten Rucksack, aus dem ein Gegenstand, in Felle eingewickelt, hervorragt. Am Rucksack selbst wurden zwei zusammengerollte Decken, eine dickere und eine dünnere, und zwei längliche, lederne Schläuche, wahrscheinlich zur Aufbewahrung von Wasser, festgemacht.
Langsam nähert sich der Fremde der Mitte des Dorfes und bleibt etwas abseits stehen. Von dort beobachtet er eine Weile interessiert den regen Handel, der sich momentan dort abspielt. Dann kneift er seine grünen Augen kurz zusammen, streicht sich die ihm ins Gesicht gefallenen braunen schulterlangen Haare beiseite und nähert sich einem der Händler der unter anderem Kräuter verkauft.

"Seid gegrüßt Händler. Könnt ihr mir bitte Auskunft geben? Ich suche ein Quartier für die Nacht. Gibt es soetwas in diesem Dorf? Ich glaube schlechtes Wetter kommt auf."

Dabei deutet er auf die grauen Wolken im Süden.

Speren

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #10 am: 11.12.2003, 21:06:04 »
 Der Dorn scheint Nephtanus erstmal gar nicht zu beachten, sondern beobachtet das gesamte Treiben auf dem Markt.

"Seid Ihr an etwas interessiert ? Diese Jacken, Hosen und Stiefel sind das Wärmste, was Ihr soweit im Süden finden werdet. Und es hat wohl den Anschein, als würde es ein rauher Winter. Ich rieche das."

Er mustert Nephtanus einmal von oben bis unten und sucht dann eine Jacke aus fein gearbeiteten Tierfellen heraus.

"Hier....die müsste Euch passen. Probiert sie an....sofern Ihr etwas zum Tauschen anbieten könnt."

Seine Stimme bekommt einen bedrohlichen Unterton.

Speren

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #11 am: 11.12.2003, 21:12:37 »
 Eine Frau kommt auf Atavar zu und betrachtet ihn mitleidig.
Sie ist schon ein wenig älter und ihr Gesicht wirk verhärmt, doch früher muss sie wohl einmal sehr schön gewesen sein.
Sie trägt gepflegte, wenn auch nicht neuwertige Kleidung, die der momentanen Witterung angemessen ist.

"Junge, wie lange hast Du nichts mehr gegessen ? Du kannst schreinern ? Dann komm mit in die Gaststätte, dort kannst Du einige Holzteller und Schüsseln ausbessern und Dir damit eine warme Mahlzeit verdienen. "

Speren

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #12 am: 11.12.2003, 21:22:53 »
 Der Kleidungshändler, ein kleiner Erenländer, betrachtet Verlaan misstrauisch.
Seine Augen, die tief in den Höhlen liegen, gleiten immer wieder über den Markt und die Menschen um seinen Stand. Unablässig spielen seine Hände mit irgendeinem Gegenstand, der gerade in Reichweite ist.

"Kann ich Euch helfen? Such Ihr etwas bestimmtes ?"

Nervös gleiten seine Blicke über Verlaan.

"Meine Waren sind nicht ganz billig. Sie sind sehr fein gearbeitet. Habt Ihr überhaupt etwas zum Tauschen ?

Trotz der Kälte bilden sich einige Schweissperlen auf der Stirn des Händlers. Offensichtlich ist er vom Aussehen Verlaans beeindruckt, ja sogar eingeschüchtert.

Speren

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #13 am: 11.12.2003, 21:31:27 »
 Der Kräuterhändler mustert Cosh von oben bis unten, bevor er mit seiner Hand auf ein Gebäude zeigt.

"Dort ist der "Keiler". Dort bekommt Ihr was zu Essen und eventuell einen Schlafplatz, sofern Ihr etwas anbieten könnt, was Elias gefällt."

Der Händler beginnt zu grinsen und nähert sich flüsternd Coshs Ohr.

"Oder besser noch etwas, was Lisa, seiner Frau gefällt. DANN habt Ihr sicher Kost und Logis."

Das Gebäude, auf das er zeigt, ist ein zweistöckiges Holzhaus, das sehr solide aussieht. Aus dem Kamin steigt Rauch auf und einige Leute stehen davor und unterhalten sich.
 

Verlaan

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Das Dorf Falkenmond
« Antwort #14 am: 11.12.2003, 21:36:55 »
 Verlaan blickt den schwitzenden Mann freundlich an und fährt nochmal mit seiner Hand über den neuen Reisemantel.

Dieser Mantel ist ein alter Vertrauter und doch hat er schon zu viele Narben gesehen, ein Neuer wäre angebracht. Ich bin nicht sicher, ob ich etwas von Wert für euch besitze.

Während dieser Worte präsentiert er kurz den schmutzigen und allzu häufig geflickten Mantel, der ihn derzeit kleidet, dann scheint er einen Augenblick nachzudenken. Schließlich nickt er zu sich selbst und fährt fort:

Vielleicht ist das Fell eines Bären eine fürstliche Bezahlung für einen einfachen Mantel, aber ich bin kein Schneider. Begutachtet das Fell, daß ich hier habe und vielleicht können wir uns einig werden.

Daraufhin beginnt Verlaan seinen Rucksack abzuschnallen und anschließend ein dickes Bündel los zu zurren. Endlich hält er dem unsicheren Händler ein großes Fell hin und ermutigt ihn mit einer einladenden Geste, sich einen Eindruck zu machen. Während der Händler die Ware in Augenschein nimmt, wirft Verlaan einen Blick zu dem auffälligen Dorn herüber, der so ruhig mit seinem Kunden handelt.

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