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Autor Thema: Hinauf in den Kessel  (Gelesen 23322 mal)

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Jebeddo

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Hinauf in den Kessel
« am: 07.10.2005, 15:00:19 »
 Mein Lord!

Ich erzähle diese Geschichte nicht, um mich meiner Schuld zu entheben und auch nicht, weil ich um Gnade bitten möchte. Ich erzähle diese Geschichte, weil ich Euer Auge auf die damaligen Geschehnisse richten und meinen Teil zu den Legenden beitragen möchte, die sich seitdem um die ganze Region ranken. Vieles von dem, was landläufig erzählt wird, ist entweder frei erfunden oder maßlos übertrieben und auch ich erhebe keinen Anspruch darauf, dass meine Erzählungen der vollen Wahrheit entsprechen. Doch habe ich mit vielen der damaligen Bewohner Cauldrons und auch mit den Helden selbst gesprochen und darf in aller Bescheidenheit sagen, auch ein wenig in die damaligen Vorgänge verstrickt gewesen zu sein. Aber nun will ich nicht weiter Eure Zeit verschwenden sondern beginne mit der Ankunft unserer zukünftigen Retter in der Stadt, die ihr Leben für immer verändern sollte.

Es war schon fast Nacht, als sich eine kleine Gruppe Abenteurer dem schlafenden Vulkan näherte, in dessen Krater sich die Stadt Cauldron drängte. Sie hatten einen anstrengenden Tagesmarsch auf dem Weg von Redgorge im Süden hinter sich und waren erschöpft durch den mühsamen Weg durch das Gebirge. Den größten Teil des Weges hatten sie schweigend und bedrückt verbracht, denn viele von ihnen hatten befürchtet, im Freien kampieren zu müssen. Doch das spätsommerliche Wetter hatte gehalten und so konnten sie sich auf ein weiches Bett und ein kühles Bier in einer der unzähligen Tavernen Cauldrons freuen. Es war keine feste, miteinander bekannte Reisegruppe, die sich den fünfzehn Meter hohen Obsidianmauern der Festungsstadt näherte, es war eine Zweckgemeinschaft, die sich erst in Redgorge getroffen und mehr oder weniger gerne miteinander gewandert war.

Lardolidh

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #1 am: 07.10.2005, 20:53:14 »
 blickt über die die sich zu ihren Füssen erstreckende Stadt

Vielleicht nicht die schönste Stadt, aber ich denke ich werde ein gutes Bett und einen schönen Wein finden. Was werdet ihr tun?

Beginnt in Richtung der Stadt zu schreiten.

Natalia Khementhári

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #2 am: 07.10.2005, 21:26:37 »
 Endlich ist mein erster Gedanke. Endlich eine Nacht in der ich nicht in der Scheißkälte Wache schieben muss oder sich mir Steine durch den Schlafsack in den Rücken bohren. Endlich eine Nacht in der mich nicht die Mücken bei lebendigem Leibe auffressen und mich das schnarchen des Halborks in den Wahnsinn treibt.

Was ich tun werde? Ich würde sagen ein Bett eine Warme Mahlzeit und ein Zuber mit heißem Wasser. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge aber das ist eigentlich alles was ich heute abend will. Sagt Freunde: Es war nicht zufällig einer von euch schon mal in Cauldron und weiss wo wir eine saubere Absteige finden können?

Richard de Feltre

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #3 am: 07.10.2005, 21:28:57 »
 Richard blickte zu der Dame, die ihn und die anderen ansprach. Er musste den Kopf ganz zu ihr drehen, damit er sie richtig sehen konnte. So ein Vollhelm schränkte die Sicht schon erheblich ein, aber sie schützte ihn auch in einer gewissen Weise; davor, dass sie ihn ob seines noch recht jugendlichen Aussehens unterschätzten.
Seine Stimme war schon recht reif und auch recht dunkel, sodass man den jugendlichen Funken so nicht erkennen konnte.
"Ihr sagt es, werte Dame, ein Bett und ein Wein, oder auch ein Bier oder ein Met. Danach werden wir ja sehen, was die Stadt noch zu bieten hat, oder was sie mir zu bieten hat. Ich werde mir wohl den örtlichen Pelortempel ausschauen."
Er blicke die anderen an, die mit ihm in der Zwangsgemeinschaft gereist waren. Viel gesprochen hatten sie wohl nicht, in Gedanken versunken, wie er es auch war.
'Endlich..:Cauldron, die Stadt im Krater. Mal sehen, was sie so zu bieten hat. Ich hoffe mal, dass meine Hilfe hier benötigt wird. Hier werde ich endlich nicht nach meiner Herkunft, sondern nach meinen Taten bemessen und angesehen werden!'
Richard atmete tief durch und schritt weiter in Richtung Stadt, wobei er noch der anderen Dame antwortete.
"Nun, ich für meinen Teil, war noch nie in dieser Stadt und bin darauf gespannt, wie sie sich vor einem erhebt. Ob in Würde oder unter einem Joch, vielleicht auch neutral. Wir werden sehen."
Unendliches vermag die Sonne über die Erde und über die Gemüter. - Jeremias Gotthelf

Armut ist wie ein Löwe - kämpfst du nicht, wirst du gefressen. - Sprichwort der Haya

Natalia Khementhári

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #4 am: 07.10.2005, 21:37:20 »
 Innerlich über Richards jugendlichen Ungestüm lächelnd.
Ja Richard das ist eine gute Idee. Wie wäre es wenn wir morgen früh, Pelors erstes Licht beim Gebet im Tempel begrüßen und ihm für die sichere Reise danken. Sagt Lardolidh wollt ihr uns nicht begleiten?

Lardolidh

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #5 am: 07.10.2005, 21:40:57 »
 stutzt über eine derart überflüssige Frage

Selbstverständlich werde ich euch begleiten. Ich sehe es als meine heilige Pflicht an den Tempel zu besichtigen. Nun kommt. Mich gelüstet es nach Zivilisation.

Richard de Feltre

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #6 am: 07.10.2005, 21:43:56 »
 Richard nickte Natalia zu, als Zeichen, dass er einverstanden war, aber als ein Jünger des Wortes, konnte er es nicht lassen, noch ein paar Worte hinterherzuschieben.
"Da habt ihr wohl recht, werte Natalia. Ich werde euch morgen früh begleiten. Doch nun will ich schweigen und den klagenden Lauten meines hungrigen Magens lauschen."
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Lardolidh

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #7 am: 07.10.2005, 21:45:51 »
 belustigt lächelt

Ich bitte euch. Verschont uns mit diesen lauten und sprecht lieber mit uns. Das ziemt sich nicht für einen Anhänger Pelor's

Natalia Khementhári

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #8 am: 07.10.2005, 21:52:39 »
 Blöde Schnäpfe. "Ich sehe es als meine heilige Pflicht an." Was denkt die denn ich bin doch kein Acolyt mehr den man ermahnen muss seine Gebete nicht zu schwänzen und den Teller ganz aufzuessen. "Mich gelüstet es nach Zivilisation. " Blöde Kuh dich gelüstet es doch nach was ganz anderen so wie du Richard immer anstarrst. Er selbst mag das zwar nicht mitkriegen. Pff Typisch Mann aber glaubt die eigentlich ich würde das nicht mitkriegen.

Richard de Feltre

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #9 am: 07.10.2005, 22:04:38 »
 Richard hörte sich für eine Weile die Laute aus seiner Magengegend an, bevor er auf die Bitte Lardolidhs einging.
"Wenn ihr es denn wollt, so kann ich euch diese Bitte nicht verwehren. Auch wenn ich lieber meinen Magen knurren höre, als den Magen eines Fremden.
Also, was treibt euch in den Kessel?"
, fragte der Paladin kurz und knapp und ging weiter, durch den schmalen Sehschlitz weiter nach vorn blickend.
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Lardolidh

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #10 am: 07.10.2005, 22:10:03 »
 Betrachtet die Gestalt von Richard

Nun.
Ich bin immer auf der Suche nach Abenteuer'n im Sinne Pelor's. Ich denke die Reise wird sich für mich lohnen.


lächelt unergründlich

Natalia Khementhári

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #11 am: 07.10.2005, 22:37:12 »
 Den Rücken steif machend und Lardolidh betont ignorierend wendet Natalia sich wieder an Richard.

Nun ich wurde erst vor kurzem in den Rang einer geweihten Priesterin erhoben. Diese Reise ist seit Jahren die erste Gelegenheit etwas wirklich selber zu unternehmen, die Welt zu sehen und ohne direkte Anleitung eines Ordensmeisters unseren Glauben in Wort & Tat zu verbreiten.

Lardolidh

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #12 am: 07.10.2005, 22:51:15 »
 blickt schwesterlich lächelnd auf Natalia

Solltet ihr geistige Anleitung brauchen bin ich jederzeit für euch da.

Natalia Khementhári

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #13 am: 07.10.2005, 23:17:36 »
 setzt das herzlichste lächeln auf dass sie gerade zustandebringt und strahlt Lardolidh an.

Ich danke euch Schwester. Ich finde die Altersweisheiten die ihr weiterzugeben habt immer sehr erheiternd und aufbauend.

Richard de Feltre

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Hinauf in den Kessel
« Antwort #14 am: 07.10.2005, 23:32:53 »
 Richard zuckte innerlich mit den Schultern, als die beiden Pelorklerikerinnen sich mit Freundlichkeit überstahlten.
'Sie sind einfach zu freundlich beide...', lächelte er gedanklich unter seinen Helm und blickte sich zu beiden um, und gab dann selbst eine Antwort auf eine Frage, die er in den Raum gestellt hatte.
"Ich habe auch das heimatliche Klostergebäude, in dem ich zum Glaubenskrieger ausgebildet wurde, verlassen, um mein Glück in der Welt zu suchen und im Namen Pelors zu helfen. Ein scheinbar einfaches Bestreben für einen Paladin, aber nun ja, wenn ich daran denke, dass der Weg hierhin schon recht beschwerlich war, will ich mir gar nicht ausmalen, was noch alles auf mich warten könnte. Aber nichts, womit man nicht fertig werden kann."
Richard lachte herzlich und ehrlich auf und blickte sich dann nochmal um.
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