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Autor Thema: [IC] Akt 6: Weise Alte  (Gelesen 16200 mal)

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Kognoskula

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #15 am: 06.02.2006, 21:54:03 »
 "Gut."
Kognoskula hakt bei Dimble ein und geht mit ihm zur Haustüre von Moatus.
"Denk daran, selbst wenn der Große Moatus nicht unmittelbar eine Lösung aus dem Ärmel schütteln kann - so wird er uns denoch Rat geben können was zu tun ist, und an wen wir uns wenden können. Es gibt nichts wovon er nicht schon einmal gehört hat!"
schwärmt Kognoskula.
An der Türe fährt Kognoskulas Hand über den massiven Querbalken, an dem das Klopfkupfer hängt. Als sie zusätzlich einige arkane Silben spricht offenbaren sich fein glitzernde Linien im Holz und Kognoskula nickt lächelnd. Sie rezitiert einige obskuren Formeln und Worte und die Türe öffnet sich mit einer beruhigenden, freundlichen Stimme, die von der Fussmatte zu kommen scheint:
"Ein willkommener Gast, er trete ein,
auf Tee und Pläuschchen, fein.
"
Kognoskula zwinkert Dimble frohlockend zu und tritt ein.

kaigrass

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #16 am: 06.02.2006, 22:24:41 »
 Der gewohnte Geruch alter Bücher vermengt mit dem Duft brennender Bienenwachskerzen erfüllt den Raum, dessen Wände von Boden bis zur Decke mit Büchern und Schriftrollen geschmückt sind. In der Mitte steht ein kleiner Schreibtisch, auf dem sich neben weiteren Büchern auch die Kataloge befinden, die Kognoskula seinerzeit zur Auflistung aller Werke angefangen hat. Nur eine kleine, halbmannshohe Tür führt aus diesem Raum hinaus. Gekonnt öffnet Kognoskula den versteckten Mechanismus, in dem sie erst auf eine lose Holzbohle im Boden tritt und dann gleichzeitig zwei Panele der Vertäfelung eindrückt. Die Tür schwingt auf und gibt den Blick in einen schmalen von magischen Fackeln beleuchteten Gang frei.

"Pamela,", dringt eine krächzende, schwache Stimme zu Kognoskula und Dimble hervor, "hast du an den Honigbeerensaft gedacht?"

Boldran

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #17 am: 06.02.2006, 22:43:57 »
 Boldran spricht während der Reise kein einziges Wort. Das Misstrauen, welches ihm seine Gefährten nun entgegen bringen, belastet ihn über alle Maßen.
Abundan klopft er Sturm aufmunternd in die Flanken. Es scheint aber fast so, als wollte der alte Mann sich vergewissern, daß ihm zumindest dieser treue Weggefährte geblieben ist.

Der Ritt durch das Land der Halblinge muntert ihn schliesslich ein wenig auf. Die Umgebung strahlt eine Ruhe und einen Frieden aus, den Boldran schon seit langer Zeit nicht mehr empfunden hat.
Und natürlich erinnert ihn die Umgebung an sein altes Leben als Bauer, eine Zeit, die solange vorbei zu sein scheint.

Doch die merkwürdige Stille und Niedergeschlagenheit, die von dem kleinen Mandolinenspieler ausgeht, weist Boldran darauf hin, daß neuer Ärger schon bald bevorsteht.

Mit einem Ächzen läßt er sich schlieslich wie geheissen vor dem Haus des alten Lehrmeisters von Kognoskula nieder

Kognoskula

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #18 am: 06.02.2006, 23:02:39 »
 "Moatus! Moatus! Ich bins, Kognoskula, Deine alte Schülerin!"
Kognoskula trippelt emsig in den Gang hinein, sie freut sich offenkundig und winkt Dimble ihr zu folgen.

Sie biegt einmal links und einmal rechts ab und rennt dann geradewegs durch eine vermeintliche Wand. Mit weit aufgerissenen Augen bleibt sie dann abrupt in einem recht kleinen Raum stehen. Vor ihr sitzt ein uralter kleiner Halbling in einem gemütlichen Schaukelstuhl mit einem enormen Manuskript, gebunden in Drachenleder vor sich, gehalten von einem kunstvoll geschnitzten Hirschgeweih verankert an der Wand. Er schaut auf. Aus seinem faltigem Gesicht lugen zwei funkelnde Augen auf Kognoskula. Gerade noch rechtzeitig bewegt sich seine linke Hand zu der Pfeife, welche unmittelbar aus seinem Mund zu fallen drohte. In der rechten hält er eine große Lupe. In seinem kleinen, zurückgezogenen Privatarbeitszimmer verbirgt Moatus nur die geheimsten und ältesten Werke, selbst Kognoskula war nicht oft in diesen vier Wänden. Eine Schlafcouch, eine kleine alchemische Asurüstung, zahllose einzigartige Ingredientien sind in Gläsern auf diversen Regalen aufgereiht, flankiert von vergilbten, vergessenen, verbotenen und einzigartigen Schriftstücken.

Kognoskula verbeugt sich tief und fällt letztelich dem verdutzten Magiermeister um den Hals, der noch immer den Kopf schüttelt. Sofort geht die Halblingsdame einen Schritt zurück und nickt schelmisch: "Schau, was ich gelernt habe!"
Begleitet von arkanen silben produziert Kognoskula ein kleines Stück Fleisch aus ihrer Tasche und lässt es in der Luft verpuffen. Eine geistartige, abgetrennte Hand erscheint schwebend in der Luft, sie trägt eine unwirklich schimmernde Kerze die ein warmes, merkwürdiges Licht abstrahlt. Stolz blickt Kognoskula zu Moatus, der nach einem beruhigenden Zug an der Pfeife anerkennend nickt während Nusper auf seinen Schoss klettert.

"Meine liebe Kognoskula, Du bist gesund, zurück und wie ich sehe Deinem Pfade erfolgreich gefolgt. "
Moatus lacht leise und wischt sich eine Freudenträne aus dem Auge.

"Wen hast Du denn da mitgebracht?"
Kognoskula macht einen Schritt zur Seite:
"Die ist mein geschätzter Freund und Gefährte auf vielen Abenteuern, das ist Dimble der gnomische Barde aus dem Herzogtum von Ulek."

dimble

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #19 am: 06.02.2006, 23:11:17 »
 Dimble deutet höflich eine Verbeugung an. "Es ist mir eine Freude euch kennenzulernen, Meister Moatus.", spricht er in der Sprache der Halblinge. Diese Worte spricht er fast perfekt, doch dem erfahrenen alten Mann entgeht nicht, dass sie wie auswendig gelernt erscheinen. Zwar in der hier üblichen Zunge, schließlich war Kognoskula seine Lehrmeisterin, aber nicht wirklich frei gesprochen. Moatus merkt, dass der Gnom seine Landessprache noch nicht richtig zu beherrschen scheint. Er erkennt aber, dass Dimble sich durchaus bemüht.

Xiara

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #20 am: 06.02.2006, 23:20:49 »
 Xiara geht inzwischen draußen zu der alten Ulme herüber, auf welche Kognoskula zuvor gedeutet hatte. Interessiert betrachtet sie das Laub am Boden und den ehrwürdigen Baum selbst.

Dann entschließt sich die Waldelfin aber doch, ein wenig in der Gegend umherzuspazieren, um die friedliche Landschaft auf sich einwirken zu lassen.
 

Kognoskula

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #21 am: 06.02.2006, 23:43:58 »
 Stolz auf Dimbles beinahe makellos besprochenen Halblingsworte nickt Kognoskula. Gebannt starrt die Halblingsdame dann auf das enorme Buch vor dem greisen Halbling, sie hebt die Hand.
"Moatus,... Eure Nemesis - ihr habt sie gefunden, sie existiert tatsächlich..." Kognoskulas Stimme wird ein Zischen.
Dimble kann die archaischen drakonischen Worte Codex Draconomicum Keicjannicarayasis auf dem Einband entziffern.
Nach einigen Minuten der Konversation über die arkanen Künste, die Familie und den Vorgarten auf Drakonisch, Halbling und Elfisch (jeweils den Sprachen, welche für das jeweilige Thema am besten geeignet sind) geht Kognoskula zum Schaukelstuhl.
"Moatus, es ist Zeit Dir den wahren, wahrhaft düsteren Grund meiner plötzlichen Rückkehr mitzuteilen."
Sie setzt sich auf eines der Schafsfelle auf dem Boden und deutet Dimble neben ihm Platz zu nehmen. Eine unsichtbare Kraft öffnet eine Schranktüre und serviert ein Tablett mit drei Gläsern gefüllt mit schwarzer, viskoser Flüssigkeit.
Moatus nimmt sich das nur halbvolle Glas: "Dunkelelfischer Spinnenblutwein, deliziös und rar - trinkt mit Vorsicht. Und nun erzählt was Euch auf dem Herzen liegt, meine liebe Kognoskula. Beau erzählte Pamela vor einigen Tagen das sie glaubte ihr würdet kommen. Wenn die Sterne es Wissen, dann wiegen die Gründe sicherlich nicht leicht, weswegen ihr hier seid."

Nachdem Kognoskula dem Gelehrten Moatus eine schnelle Version der vergangenen Geschehnisse erzählt, unterbricht er sie
",... und dann hast Du Deinen Freunden gesagt, sie sollen sich im Herbstlaub ausruhen um mich nicht zu überfallen? Na komm, ich will ein guter Gastgeber sein."
Nachdem eine unsichtbare Kraft ein besonders verstaubtes Band aus dem Regal gezogen hat, stützt sich Moatus auf die zierliche Kognoskula und die drei gehen in das Wohnzimmer, wo Kognoskula und Dimble Tisch, Stühle, Himbeerblütentee und Rosinenpastetchen bereiten.

Moatus lässt sich mühsam nieder "Dimble, setze Dich neben mich. Nu hol schon Deine Freunde herein, Kognoskula. Ich möchte mir die ganze Geschichte anhören, bevor ich nachzudenken beginne."
Der alte Mann legt seine Hand auf die von Dimble und blickt ihn mit einem beruhigenden, freundlichen Lächeln an.
Sofort eilt Kognoskula hinaus und ruft nach ihren Gefährten.

Boldran

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #22 am: 07.02.2006, 00:51:08 »
 So ruhig und friedlich, wie schön, denkt sich der Alte und nickt bei diesem Gedanken beinahe ein, als ihn die Stimme der Halblingsdame aus seinen Gedanken reisst.

Mit einem weiteren Ächzen erhebt sich Boldran und folgt der Einladung in das kleine Haus.

Drinnen stellt er sich freundlich dem alten Halbling vor

"Mein Name ist Boldran vom Sperberhof. Ich diene dem Gott Heironeous und reise seit einiger Zeit mit eurer ehemaligen Schülerin."

Er verbeugt sich tief vor dem Weisen und nimmt dann Platz.

dimble

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #23 am: 07.02.2006, 02:34:02 »
 Dimble erwidert den Blick des alten Halblings. Moatus spürt Dimbles Unsicherheit, aber auch das Vertrauen, welches der Gnom in das Urteil des Halblings legt. Während Kognoskula die Gefährten holt, spricht Dimble zu Moatus:
"Ich möchte wieder dieselbe Freude ausstrahlen, wie noch vor wenigen Tagen und auch die positiven Reaktionen, den Applaus, das Lächeln in den Augen der Menschen spüren, wie das vor diesem Schickssalsschlag der Fall war. Dieses Ding...", der Gnom deutet auf den Stein, der an einem Lederband um seinen Hals baumelt, "...beherrscht mein Leben. Und die Hinweise sagen, dass alles noch viel schlimmer kommt. Diese ständige Angst ist kaum auszuhalten. Moatus, ich hoffe so sehr, das euer weiser Rat mir helfen kann." Eine Träne kullert über die Wange des Gnoms. Zum ersten Mal hatte er ausgesprochen, was er dachte. Zumindest ansatzweise. Seine Sorgen gingen noch tiefer, als er dem alten Halblig bislang verriet.

kaigrass

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #24 am: 07.02.2006, 10:43:02 »
 Moatus holt die Lupe hervor und blickt damit auf den Stein, der im Kerzenschein wieder ein rötliches Licht reflektiert.

"Ein prächtiger und geheimnisvoller Stein. Im Ashen Tower habt ihr ihn gefunden? Dann sind eure Befürchtungen nicht ganz unbegründet. Aber lasst mich warten, bis eure Gefährten versammelt sind, um die ganze Geschichte zu erzählen."

Während die anderen den Raum betreten und sich dem alten Halbling vorstellen, schickt dieser Kognoskula in die Bibliothek: "Hol mir bitte 'Die auführliche Geschichte der Good Hills' am besten Band 5 und 7.'

Mit den zwei schweren in Leder gebundenen Büchern vor sich liegend beginnt Moatus zu erzählen.

"Lord Neperchill war als guter Bogenschütze und Jäger bekannt, weshalb seinen wöchentlichen Einladungen zur Jagd auf seinem extravaganten Turm in mitten der Natur viele Aristokraten aus der näheren und weiteren Umgebung folgten. Es waren, so sagt man, immer rauschende Feste. Bis zu jener Nacht, als ein Fest zur Tragödie wurde. Der Turm brannte bis auf die Grundmauern ab und nur einige Diener überlebten. Den Schock der Erlebnisse noch in den Augen tragend, erzählten sie fürcherregende Schauergeschichten, in denen Lord Neperchill seine Gäste mit vergiftetem Wein gelähmt und ihnen dann ihre Kehlen aufgeschnitten hat, um ihr Blut in einem goldenen Kelch zu sammeln und zu trinken. Ein Gast nach dem anderen hat er sich so vorgenommen, bis einer der Adligen frühzeitig von den Drogen aufwachte. Ein Kampf entbrannte, in dem ein ausladender Kerzenleuchter umfiel und einen der größten und feinsten je hergestellten Elfenteppiche entfachte. Da das Innere des Turms aus edlen Hölzern gefertigt war, breitete sich das Feuer mit unglaublicher Geschwindigkeit aus und legte in kurzer Zeit, den ganzen Turm in Schutt und Asche.

Obwohl man den Dienern von offizieller Seite nicht glaubte und ihre Geschichten auf den Schock des Feuers und der qualvoll verbrennenden Adligen zu schrieb, hielten sich seit dieser schicksalhaften Nacht die Gerüchte, dass Lord Neperchil zu einem Vampir geworden ist. Diese Gerüchte breiteten sich fast ebenso schnell in der Gegend aus, wie das Feuer sich des Turmes angenommen hatte. Viele Jahre lang haben Reisende die Region um die jetzt Ashen Tower genannte Ruine gemacht. In dieser Zeit wurde auch wieder die Erzählung vom Verfluchten Wald, der Heimat eines bösen Orkshamanen, der die ganzen Pflanzen des Waldes zu lebensfeindlichen Kreaturen erzogen hat, verbreitet.

Und hier ist, wo euer Kenewor ins Spiel kommt. Kenewor war ein elfischer Ritter, der sein Leben der Jagd und der Vernichtung von Vampiren gewidmet hat. Er wagt es, alleine die Ruinen von Neperchills Turm zu untersuchen. Und so gelangt es ihm schnelle, die Wahrheit zu ergründen: Neperchill war in der Tat zu einem Vampir geworden. Ein heftiger Kampf entbrannte, den Kenewor nicht zu letzt wegen eines in vielen elfischen Geschichten erwähnten Schwertes names Anathalas für sich entscheiden konnte. Er barg alle noch intakten Wertgegenstände und brachte sie in die Zivilisation zurück, wo er sie unter den noch Lebenden Verwandten Lord Neperchills verteilte.

Hier hätte die Geschichte vermutlich aufgehört, denn Kenewor verließ die Good Hills. Doch einige Jahre später kehrte er wieder zurück. Was in der Zwischenzeit geschehen ist berichten andere Bücher und wir können es nur raten, aber sein Zustand war nicht mehr der selbe. Aus dem edelgekleideten, wachen Ritter war ein gebrochener Mann geworden, dessen Haut bleich und pergamentartig geworden war und dessen Augen Blut unterlaufen waren. Sein Verstand schien den Elfen verlassen zu haben, so dass er nur ein Schatten seiner selbst war. Er mußte sich von Führern zum Ashen Tower führen lassen, dem Ort seines größten Erfolges hier in der Gegend. Dort lebte er über ein Jahr. Nur selten verließ er die noch intakten Kellergewölbe. Seine Diener hatten Order ihm jede Woche neue Nahrung - vorallem Wein - zu bringen. Er ließ sich sogar Amboss und Schmiedeisen bringen.

Nach einem Jahr verschwand er, so plötzlich wie er gekommen war. Ein neugieriger Diene berichtet, dass von den Kellergewölben nur zwei zugänglich waren, der Rest wäre mit einer dicken Mauer versiegelt. Aus Unsicherheit über das Treiben des verwirrten Kriegers dort unten, stellte man keine weiteren Nachforschungen an, sondern begann die Ruine zu vergessen. Aber auch hier waren die Boten für Gerüchte schneller. Man berichtete von großen Schätzen, die Kenewor dort unten angehäuft hatte, vermutlich Überreste von Lord Neperchills Vermögen, die er nicht an die Verwandten zurück gegeben hatte. Die wertvollsten Dinge natürlich. Aber die Angst vor dem Wald und vor Vampiren schien stärker als die Gier der Schatzjäger zu sein. Auf jeden Fall gibt es keine weiteren Berichte mehr über die Ruinen des Ashen Towers."

kaigrass

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #25 am: 07.02.2006, 10:52:50 »
 Nach dieser langen Geschichte, wirkt Moatus ein wenig erschöpft, doch er gönnt sich nur eine kleine Pause - sehr zum Leidwesen von Pamela, die inzwischen zurückgekehrt ist und  den Eindruck macht, als würde sie denken, soviel Aufregung sei nicht gut für den alten, gebrechlichen Mann.

"Aber ihr seid nicht gekommen, um Geschichten zu hören, die ihr selbst nachlesen könntet.", fährt Moatus fort, "Es geht um diesen Anhänger, den ihr in den Katakomben gefunden habt. Ich möchte eure Vermutungen nicht bestärken, aber leider kann ich sie auch nicht widerlegen. Zu wenig weiß ich über die Geschehnisse, die Kenewor in den fehlenden Jahren erlebt hat. Aber die Inschrift auf dem Schwert deutet sehr daraufhin, dass er den Anhänger für seinen Zustand verantwortlich macht. Flüche sind von schwieriger arkaner Natur, schwer zu erkennen, schwer zu verstehen und oft noch schwerer zu brechen. Als erfahrener und kluger Kämpfer wird Kenewor vermutlich alle ihm erdenklichen Möglichkeiten ausgeschöpft haben, sich damit auseinanderzusetzen. Aber dazu solltet ihr mehr über ihn herausfinden.

Sag Dimble, spürst Du irgendwelche Kräfte des Anhängers, die auf Dich wirken? Oder ist es mehr die Sorge, dass etwas mit Dir passieren wird, die Dein Gemüt trübt?"

dimble

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #26 am: 07.02.2006, 12:26:59 »
 Dimble lauscht den Erzählungen des alten Halblings aufmerksam. Geschichten der Good Hills, spannend, interessant. Würde er nur nicht selber eine Rolle in dieser Geschichte spielen, nicht diese Rolle. Auf Moatus Anfrage senkt er den Blick und schweigt für eine Sekunde, antwortet dann wieder gefasst:
"Körperliche Veränderungen habe ich noch keine entdeckt. Auch bin ich durchaus noch bei klarem Verstand. Aber ich kann mich nicht von dem Anhänger trennen. Wenn ich ihn in meine Tasche stecke, habe ich Angst ihn zu verlieren und hänge ihn wieder um meinen Hals."
Erneut senkt der Gnom betrübt den Kopf und gibt dann schweren Herzens zu:
"Sogar jetzt habe ich Angst, dass ihr mir meinen Anhänger wegnehmt."

Er versucht die Gedanken des alten Mannes weiter anzuregen, indem er das Aktvierungswort auf einen Zettel schreibt und zu ihm schiebt. "Als ich versuchte, den Stein zu identifizieren, gelang es mir nicht. Aber ich bekam eine Ahnung seiner Funktion. Wenn man diese Worte spricht erhält man für kurze Zeit die Widerstandsfähigkeit eines Teufels. Bislang habe ich aber nicht gewagt, sie auszusprechen. Ich habe Angst, dass das Ding dann noch mehr Macht über mich gewinnt. Was ich von diesem Orcus bislang gehört habe verschlimmert meine Sorge."

Xiara

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #27 am: 07.02.2006, 12:34:22 »
 “Sie... Frau... Ich glaube, Frau Besensammler sucht euch,” der kleine Halblingsjunge blickt die düster gekleidete Elfe mit großen Augen an, er hat wohl seinen ganzen Mut zusammennehmen müssen, um sie anzusprechen.

“Vielen Dank, Kleiner!” bedankt sich Xiara betont freundlich, und eilt daraufhin zurück zu Moatus Haus. Sie klopft zweimal und wird auch kurz darauf eingelassen.

“Guten Tag! Ich war noch ein wenig spazieren, ich dachte es dauert vielleicht länger. Eine schöne Gegend habt ihr hier. So... friedlich. Ich bin Xiara.”
 

kaigrass

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #28 am: 07.02.2006, 12:41:00 »
 "Ich bin keine Gelehrter der Äußeren Sphären, aber von dem über die Untoten herrschenden Dämonenprinz habe selbst ich schon gehört. Ihr solltet diese Worte nicht unbedacht aussprechen, denn es könnte eure Sicht der Dinge in Orcus Interesse ändern. Das könnte auch dazuführen, dass ihr eure Ideale und Moralverstellung umstoßt.

Wenn allerdings dieser Gegenstand tatsächlich von Orcus persönlich hergestellt wurde, gibt es wenig Hoffnung, das der Zauber eines einfachen Mannes, einen möglichen Fluch bannen kann. Und diese Angst, den Anhänger zu verlieren deutet in der Tat auf einen Fluch  oder zumindest auf eine Einflussnahme auf eure Gedanken hinzudeuten."

kaigrass

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[IC] Akt 6: Weise Alte
« Antwort #29 am: 07.02.2006, 12:44:01 »
 Er jetzt bemerkt Moatus Xiara, die soeben zur Tür hereingekommen ist.

"Guten Tag. Ich bin Moatus. Wie ich schon euren Begleitern gesagt haben, Kognoskulas Freunde sind auch meine Freunde. Also setzt euch zu uns und genießt eine Tasse Tee, während wir weiter über eure Erlebenisse reden."

In kurzen Worten berichtet Burth Xiara, was Moatus bis her zu erzählen wußte. Desöfteren korrigiert ihn Kognoskula dabei.

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