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Autor Thema: [IC] Akt 7: Cryllor  (Gelesen 71372 mal)

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Thordin

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #975 am: 16.03.2008, 22:13:11 »
Keuchend stützt sich der Paladin auf seinen Streithammer, nachdem der Koloss zu Boden gegangen ist. "Lasst uns Heironeous danken und auch Pelor, für ihren Beistand an diesem schlimmen Ort."

Thordin steht noch nervös herum, dann macht er einen Schritt auf den toten Gauth zu und stößt ihn vorsichtig mit dem Fuß an. "Das war ein guter Kampf. Ein wahrhaft gefährlicher Gegner. Ich frage mich" -- er schaut einmal über die Schulter, um sich zu vergewissern, von den Artgenossen des Wächters noch unbeobachtet zu sein -- "Ich bin mir sicher das man einiges von ihm als Zauberkomponenten verwenden kann. Aber wie mir scheint, fehlt uns die Zeit dafür. Hattet Ihr nicht von einem Boten erzählt, der nach unten verschwand? Wir haben wohl Verstärkung zu erwarten. Ist Dimble wirklich in Sicherheit? Dann könnte ich nun das Portal rufen..."

dimble

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #976 am: 19.03.2008, 19:55:11 »
Ein Lächeln zeichnet sich auf dem Gesicht des kleinen Barden ab, als die Anspannung von Kognoskulas treuer Ratte abfällt und der Kampflärm abebbt. "Sie haben es geschafft.", stösst er erleichtert aus. Dann horcht er auf. "Hörst du das auch, Elvinca, dieses Rauschen. Hoffentlich öffnet sich das Tor bald....", abschätzend begutachtet Dimble das magische Spektakel. Da er selber keinen aktiven Einfluss auf die Beschwörung mehr nehmen kann, huscht er durch die Höhle des Wächters, um einige der Schätze des Gauthes an sich zu nehmen. Doch der Beutezug fesselt nicht völlig die Aufmerksamkeit des Gnomes, immer wieder betrachtet er auch den Fortschritt des Portales, um dieses an der Seite von Elvinca und Nusper zu durchschreiten, sobald es den Übergang in die Heimatebene Dimbles ermöglicht.

Ernst nickt der Pelorpriester Boldran zu und stimmt in dessen Dankesgebet mit ein. Doch auch die Worte Meister Schwarzbarts entgehen ihm nicht. "Ruft das Portal.", stimmt er dem Plan des Zwerges zu. "Irgendwas flog da lang, ein Auge, ich vermag nicht zu sagen, ob ein Bote oder nur ein aufgeschreckter Höhlenbewohner. Wenn Dimble heimkehrt, dann hat er den Runenstein gefunden und unsere Aufgabe hier ist erledigt."

Kognoskula

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #977 am: 19.03.2008, 21:20:10 »
"Es ist vollbracht!" Kognoskula atmet auf und sieht sich die geschundenen Gefährten an, um abzuschätzen ob alle bereit für die Rückreise sind. "Ja, ich denke wir sollten das Portal rufen, bevor ein selbsternannte Nachfolger des Bibliothekswächters auftaucht." Kognoskula eilt zu Thordin um ihm bei der Konzentration auf den Runenstein zu assistieren.

Elvinca lugt aufgeregt umher, sie zeigt großen Respekt vor dem fremdartigen magischen Effekt, doch ist inzwischen zu Dimble auf die andere Seite davon gewechselt. Während Dimbles Blicke zwischen der Magie und den Regalen hin- und herblickt, entdeckt das Einhorn etwas: "Hier oben ist ein Loch und noch mehrere, man kann den Schacht sehen." Elvinca bugsiert ihren Kopf zu den Löchern, doch da stutzt sie: "Da kommt ein Rauschen von dort draußen. Es wird lauter..." Dimble hat inzwischen diverses auf seinen Arme geladen, und zum Teil in seinen Rucksack plumpsen lassen: eine Kiste, die Matte, einen gar großen Wandteppich, den roten Mantel, Handschuhe... - das Portal ist da! Ein funkelnder, vielfarbiger Trichter ins Endlose, eine wirbelnde magische Kraft voller kapriziöser Funkenschläge. Ist es auch stabil? denkt der Barde kurz, oder sind diese Gedanken motiviert durch... zwei Münzsäcke, Feldhandschuhe, eine Schriftrolle und eine Art Kordelrolle, die nun auch noch in Dimbles Armen ruhen. "Das Portal erscheint stabil!" stellt der Barde fest, dem von Elvinca inzwischen zumindest der Wandteppich abgenommen wurde. Nusper kümmert sich zudem um die heruntergefallene Kordelrolle.

Thordin

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #978 am: 19.03.2008, 22:06:33 »
"Nun gut, mir soll es nur recht sein", stimmt Thordin zu. Mmmhh, aber vielleicht sollte ich mal mit Xavier sprechen. Dies scheint ein faszinierender Ort zu sein, an den ich wieder einmal zurückkehren sollte..., fügt er im Stillen hinzu. Dann jedoch beginnt er den Runenstein auszuwickeln. "Kommt alle her, wir müssen uns wieder berühren", fordert er die drei auf. Er reibt mit seinen für einen Magier ungewöhnlich schwieligen Händen an dem Kristall und konzentriert sich intensiv auf die Bibliothek von Cryllor...

Boldran

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #979 am: 20.03.2008, 12:29:32 »
Schwer atmend kommt der Alte nach dem Kampf zur Ruhe. Seine Freunde waren am Leben, nur das war im Augenblick wichtig.

"Ein guter Kampf, Meister Schwarzbart?" Er wischt sich halb verlegen eine Haarlocke aus der Stirn. Mit trauriger Stimme fährt er fort:"Ein Kampf ist niemals gut, denn häufig beendet er Leben. Und das kann nicht der Willen der Götter sein, aber ich bin jetzt sehr müde, bitte verzeiht meine Worte."

Er neigt sein Haupt vor dem Zwergen, der sich als tapferer Weggefährte erwiesen hatte. Dann schreckt er hoch. "Dimble! Was ist mit Dimble?" Alle Vorsicht vergessend rennt er zum Rand des Abgrunds und knallt der Länge nach hin.

Seine Rufe schallen durch den Felsendom:"Meister Dimble? Meister Dimble? Seid ihr wohlauf?" Voller Angst streckt er die Hände in die dunkle Leere, fast so, als wenn er den kleinen Barden ergreifen könnte.

dimble

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #980 am: 21.03.2008, 01:14:17 »
Gerade als der kleine Barde, mit einer Hand Nusper und mit der anderen Elvinca haltend, vor dem stabil scheinenden Portal steht und seine Konzentration von den vielen der geborgenen und noch verborgenen Schätze der Höhle weg und ganz auf die Bibliothek Cryllors und das Ziel der Ebenenreise richtet, dringt der Schrei Boldrans durch das Knistern und das sich nähernde Rauschen an seine Ohren. "Ja, ich kehre nun heim.", ruft er zurück. Er sucht den Blickkontakt zu dem Einhorn und auch zu dem Vertrauten der Halblingsdame, nickt den beiden zu, streicht durch deren Fell. Mit den beiden an seiner Seite durchschreitet er das Tor, seine Vorstellug fixiert auf Cryllor, den Ort, an dem er die materielle Ebene zu betreten wünscht.

Burthan tritt unterdessen an den Paladin heran. Er beugt sich hinab und legt eine Hand auf seine Schulter. "Boldran, unserem kleinen Freund geht es gut. Unsere werte Kognoskula, sie hegt eine unglaublich enge Verbindung zu ihrem Vertrauten, der Dimble begleitet, wir können uns auf ihr Einschätzung der Lage verlassen." Der alte Mann hält inne. "Und da, das war doch seine Stimme, oder? Der Klang zeugt von Ruhe, bar jeder Panik.", bedächtig nickt der Pelorpriester. "Auch für uns ist es nun an der Zeit, diesen Ort zu verlassen." Burthan streckt dem Gefährten seine Hand entgegen, um ihm beim Aufstehen zu helfen.

Boldran

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #981 am: 21.03.2008, 10:31:24 »
Selten war Boldran so erleichtert, als er die ruhige Stimme des Barden vernimmt. "Den Göttern sei Dank!"

Dann blickt er aus seiner liegenden Position Burth an. Er würde nie an dem Wort des Pelorpriesters zweifeln, so daß auch der letzte Rest von Unruhe und Angst verfliegt.

Dankbar greift er nach der Hand und zieht sich hoch. "Ja, lasst uns nach Hause zurückkehren."

Kognoskula

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #982 am: 21.03.2008, 12:46:37 »
Im Festen Glauben an die Heimkehr treten Dimble und Nusper in die magische Vortex, Dimble glaubt eine verzerrte Vision der geheimen Bibliothek von Cryllor zu erahnen. Elvinca - alles ist  dem versklavten EInhorn lieber als hier zu verweilen - nimmt ihren Mut zusammen und mit einem Galoppsprung aus dem Stand folgt sie den beiden. Die drei verschwinden aus der Höhle des Wächters.

Indes schwillt das Rauschen an, es ist kein Rauschen, es ist ein Schnattern, eine Vielzahl von Gurgellauten und Gezwitscher. Boldran und Burth, das Gemüt erhellt und nun wieder voller Zuversicht sehen sich noch einmal in die Augen und Nicken sich zu, nachdem Burth dem Paladin die Hand reichte um ihm hochzuhelfen. Doch das Rauschen veranlasst sie zu einem letzten Blick in den Schacht...
Unter der Aufsicht Kognoskulas fingert Thordin - nach Meinung der Halblingsdame auf durchaus angemessene Art und Weise - mit dem Runenstein herum. Schon bilden sich die ersten räumlichen Verzerrungen begleitet von arkanem Funkenschlag, das Portal scheint sich schnell aufzubauen, Farben wirbeln vor den beiden Magiern in einer wachsenden Vortex umher, Energiebögen schlagen zum Runenstein in Thordins Händen über.

"Der Bote! Er kehrt zurück! Mit..., einer ganzen Horde Artgenossen!" Mit Entsetzen erkennen Burth und Boldran die Quelle des Rauschens: Eine ganze Schar Augenbälle, kaum kindskopfgroß, wuselt wie eine schnell fließende und viskose Flüssigkeit den Schacht nach oben, gurgelnd, schnatternd. Die beiden Männer blicken zu den verdutzten Magiern und schreiten schnell zu ihnen um sich die Hände für die Reise zu reichen. Voller Argwohn und Schützerinstinkt blickt Boldran zurück zum Schachtloch, jeden Moment die Schar Augenbälle erwartend, während Burth versucht Ruhe zu bewahren, er fragt "Wann können wir das Portal nutzen?" Kognoskula gibt noch das Handzeichen kurz zu warten.

Dimble, Nusper und auch Elvinca schweben nun durch Raum und Zeit des Multiversums. Selbst dem gebildeten Barden ist nicht ganz klar, welche Ebenen durchreist werden, doch eins ist sicher: die Reise sollte nicht unterbrochen werden. Und so halten die drei einander fest, und beißen die Zähne zusammen. Die fremdartigen Kräfte die auf das Gleichgewicht und den Geist einwirken stecken sie mit Vorfreude auf die Heimkehr weg. Dimble hat das Gefühl dass die Reise wesentlich mehr "Herumgeschleudere" involviert als beim letzten Mal! Als ob sich das Ende des Portalschlauches, welches nun hinter ihnen liegt, wie eine wilde Schlange umherschlängelt. Schließlich wird es ruhiger.

Einige Augenblicke später ruft Thordin aus: "Nun ist es soweit! Auf drei! Eins,.. zwei,... dreeei!" Beinahe synchron schreiten Thordin, Kognoskula, Burth und Boldran durch das nun stabile Portal. In der farbenfrohen Vortex erkennen sie eine Art Fleck der in der Ferne zu schweben scheint, vor dem Hintergrund der verzerrten doch sichtbaren Räume der Bibliothek von Cryllor! Der Fleck sieht aus wie ein Pferd....
Im Nu werden die Vier durch den Äther gesaugt und treten ebenfalls ihre Reise nach Hause an. Im letzten Moment erspäht Boldran noch wie bereits der erste Augenball über den Rand des Loches schwebt und sich mit seinen winzigen Stilaugen umschaut.

Ein Raunen geht durch die Mitglieder des Arkanen Zirkels als ein Gnom auf einem Einhorn sitzend aus dem festen Portal auf der materiellen Ebene gespuckt wird. Eine Ratte klammert sich in die Mähne des Einhorns. "Nicht feuern!" ruft die imperative Stimme Xavier von Weißenfels'. Zermürbte Acolyten und Magier senken ihre Stäbe und Hände beruhigt. Die Augen und Ohren der drei Ebenenreisenden passen sich erst wieder der Umgebung an und erkennen in groben Zügen, dass sie nun wieder zu Hause sind. Torkelnd trabt Elvinca, vorsichtig geführt von einem der arkanen Wachen, einige Schritte vom Portal weg. Fragende Worte dringen an Dimbles noch halb taube Ohren.
Da geht ein noch weiteres Raunen durch die Menge als stolpernd, torkeln und stürzend vier weitere ächzende Gestalten aus dem Portal und auf den Boden des Laboratoriums gespuckt werden. Burth, Boldran, Thordin und Kognoskula sind ebenfalls wieder zu Hause!

dimble

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #983 am: 21.03.2008, 14:02:32 »
Zurück, endlich., langsam löst sich die Anspannung von dem Barden. Dieser geheime Ort der Bibliothek erscheint irgendwie unwirklich, die Personen wie in einem Schauspiel, welchem er zusieht, aber in welches er nicht eingreifen kann. Erst als auch seine Gefährten wieder in der Heimatebene sind, rührt er sich. Er springt von dem Einhorn herunter und stürzt auf seine Freunde zu. Glücklich fällt er Kognoskula um den Hals. Die anderen lächelt er an und er klopft ihnen auf die Schultern, wie um sich zu vergewissern, dass sie auch alle wirklich da sind. Dann erst lässt er ihnen die Chance, sich vom Bibliotheksboden zu erheben. Man erkennt Tränen in den Augen Dimbles - Freudentränen.

Bei seinen ersten Worten ist seine Stimme noch etwas zittrig, doch schnell kehrt in festerer Klang zurück. "Wir haben den Runenstein geborgen.", klärt er endlich Xavier und seine Helfer auf. "Das ist Elvinca.", stellt er das Fabelwesen seinen Freunden und den anderen Anwesenden vor. "Sie war gefangen in der Ebene der Tausend Augen.", fügt er an.

Boldran

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #984 am: 21.03.2008, 16:47:15 »
Boldran erwidert Dimbles Geste herzlich. "Ich bin so froh euch wohlbehalten zu sehen, Meister Barde."

Als er das Tier im Hintergrund erblickt, legt er fragend die Stirn in Falten. "Es ist sehr ehrenhaft von euch, Dimble, so besorgt um das Wohlergehen dieses Pferdes zu sein, doch frage ich mich, welchen Zweck diese Scheusale damit verfolgten, ein solches Reittier gefangen zu halten. Moment mal, warum hat es denn ein Horn auf der Stirn?"

Etwas angespannt schaut er seine gelehrten Freunde an, die Situation nicht verstehend.

Kognoskula

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #985 am: 21.03.2008, 19:50:02 »
Benommen erwidert Kognoskula die Umarmung und lässt sich aufhelfen. SIe reibt sich kurz die Augen um sicher zu gehen, dass das Einhorn keine Illusion ist: "Ein Einhorn?" Zu verdutzt ist die Halblingsdame noch um Boldran aufzuklären. Taumelnd wird sie von dem Portal weggelotst, ebenso wie die restlichen Gefährten. "Willkommen zurück, Freunde! Ihr habt es geschafft? Wahrlich großartig. Schnell wo sind die Runensteine?" schon nimmt Xavier persönlich Dimble den Runenstein ab und erspäht auch direkt den zweiten, in den Händen des benommenen Zwergs Thordin.
"Ein Schwarm Augenbälle! Obacht!" krakelt plötzlich einer der Portalwächter und versetzt damit das nun frohsinnige Laboratorium wieder in helle Aufregung. Kommandos und Rufe ertönen, die Gefährten sind froh einige Meter neben dem Portal zu stehen. Zwei bewachte Assistenten Xaviers nehemen sich der sofortigen Inkorporation der Runensteine in den magische Zirkel der Portalverankerung an. Beinahe alle anderen Anwesenden formieren sich in einer Phalanx vor dem Portal, dessen Speerspitze der Wächter des Ceruleanischen Siegels bildet. Xavier wirkt einen letzten Zauber auf die Truppe und ein garstiges Szenario spielt sich ab: Der Schwarm von wütenden, lechzenden und blutrünstigen Augenbällen passiert das geöffnete Portal und strömt in das Laboratorium. Die Hälfte der kleinen marodierenden Raubwesen zerschellt an dem Energieschild des Ceruleaners, in einem Feuerwerk aus Türkis, welches wohl nur noch übertroffen wird von dem Glanz des Perlenhimmels über Venya in Celestia, der Heimat Heironeous in seinen Feldern der Glorie. Trichterförmig umströmen die Augenbälle die Magierphalanx, rücksichtslos in einen Regen aus magischen Geschossen, Feuestrahlen, Flammenkegeln, Giftwolken und arkaner Energie hinein. Xavier persönlich kümmert sich um die Individuen, welche sich den beiden Runensteinen nähern, und Boldran muss erneut seine Waffe, Hornschmetter den Rabenschnabel, erheben, um seinen geschwächten Gefährten die Raub-Scheußlichkeiten vom Leib zu halten. Das Laboratorium wird beinahe tapeziert vom Sekret zerstörter und geplatzer Augenbälle, ein fürchterlicher Gestank macht sich breit. Ein von Geschossen fragmentierter Augenball wird auf Burth katapultiert und erwischt in hart am Kopf, so dass der Priester unter Schleim begraben zu Boden stürzt, einen weiteren fängt sogleich Elvinca per Horn ab. Offenbar geistesgegenwärtig wirkt das Einhorn auch gleich einen Zauber auf die Magierphalanx - himmlisches Licht umfließt die Arkanisten für einen Wimpernschlag und heilt ihre Wunden.

Nach wenigen fürchterlichen Augenblicken jedoch ändert das Portal seine Farbe: ein matter ceruleanischer Film legt sich über die arkane Vortex. Dem Schwarm ist schainbar Einhalt geboten - das Portal verschlossen, die Situation unter Kontrolle. Schnell ist der letzte Augenball erledigt. Jubel bricht im Laboratorium aus, jeder scheint zu erkennen dass nun, da das Portal wieder versiegelt ist ein fürchterliches Schicksal mit letzter Kraft abgewendet wurde. Sprechchöre erklingen und zahllose Hände werfen Dimble, den scheinbaren Anführer der fremden Helfer, freudig in die Luft. Priester Boocobs, dem Erzmagier der Götter, nehmen sich der geschwächten Gefährten an und bombardieren sie mit Fragen um das Geschehene. Elvinca tapst durch das Chaos zu Boldran und streckt ihm ihr Horn entgegen. "Mein Name ist Elvinca, ich bin ein Einhorn. Vielleicht hast Du in Fabeln schon von meiner Art gehört. Ein Ehre Euch kennenzulernen, Verkörperung des kompromisslos Guten, Boldran." Nusper findet sich schnell in Kognoskulas Armen wieder, seelig wiedervereint mit seiner glücklichen Meisterin, Thordin wird von zahlreichen Kommilitonen gefeiert und Burthan umgehen von den Augenballfragmenten befreit und von seinem Erschöpfungszustand geheilt.

Boldran

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #986 am: 22.03.2008, 10:41:28 »
"Was?" Für einen Moment ist Boldran völlig benommen. Er vergisst den fürchterlichen Kampf, der noch vor Sekunden durch diese Halle tobte, vergisst seinen Frend Burth, der unter einem dieser Scheusale begraben am Boden liegt.

"Du kannst sprechen? Und du kennst meinen Namen!" Wenn Dimble nicht persönlich dieses - wie nannte es sich - Einhorn, aus dem Abgrund gerettet hätte, der Gedanke an Teufelei wäre Boldran in diesem Moment nicht fern.

So streckt er vorsichtig seine Fingerspitzen nach dem Horn aus und berührt dieses ganz leicht und ehrfurchtsvoll. Just in diesem Augenblick wird ihm klar, daß dieses Wesen eine reine Verkörperung des Guten darstellt. Demütig neigt er sein Haupt. "Ich bin Boldran vom Sperberhof und diene dem Gott Heironeous, es ist mir eine Freude und Ehre euch kennenzulernen."

"Nie zuvor erblickte ich ein solches Wesen, Sohn. Welch Wunder darf ich heute schauen."

Eiin leises gutmütiges Lachen kommt von seiner Seite. "In der Tat, Vater, Einhörner sind äusserst selten zu erblicken und sie zeigen sich auch nur den Tugendhaften."

dimble

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #987 am: 22.03.2008, 12:05:38 »
Nach dem fürchterlichen letzten Kampf zur Rettung Cryllors genießt der kleine Barde den Jubel und die Lobgesänge. Er erzählt erste Erlebnisse der Ebenenreise, schmückt diese aus und übertreibt an manchen Stellen sogar ein wenig. "Und dann habe ich wohl vor dem merkwürdigsten Publikum meines Lebens spielen dürfen. Die Betrachterlinge waren wahrhaft einzigartige Zuschauer und Zuhörer. So neugierig, so wißbegierig.", erinnert er sich an seinen Auftritt in der Bibliothek von Kaggash. Ein leises zufriedenes Grinsen umspielt seine Lippen. Doch schnell merkt er, dass die Kampfesschilderungen mehr den Geschmack seiner hiesigen Zuhörer treffen und so erzählt er von einer weiteren gemeinen hinterlistigen Würgerattacke. Seine Erzählung gipfelt in der Beschreibung des furchtlosen, aggressiven Wächters, der alte Gauth, der den Runenstein in sein Reich geschleppt hat.

Burthan sieht wohlwollend wie Dimble das Bad in der Menge genießt und ganz in seinem Element ist. Er gönnt dem kleinen Freund dieses Erlebnis von Herzen, auch wenn er selber dessen Wunsch nach Aufmerksamkeit nicht teilt und sich eher ein wenig Ruhe wünscht, um sich von den Ereignissen zu erholen. Der Pelorpriester tritt an Xavier heran. "Das Portal ist nun also wieder sicher?", vergewissert er sich noch einmal. "Ich muss euch sprechen, Meister von Weißenfels, alleine." In der Aufregung fällt es den beiden Männern leicht, sich unbemerkt etwas zurückzuziehen. Burthan erhebt leise und ernst seine Stimme. "Ich bin erleichtert, dass wir dazu beitragen konnten, ein schlimmes Schicksal von Cryllor abzuwenden. Aber ich bin auch entsetzt darüber, welche schlimme Folgen diese Sabotage des Portales hätte nach sich ziehen können. Der Fall muss aufgeklärt werden. Die Steine und das Portal müssen besser geschützt werden.", fordert er. "Wir hatten die Gelegenheit, mit einem der Zuschauer zu sprechen. Er hat jemanden beobachtet. Er sprach von einer Person, die er durch das Portal hindurch sah. Sie schien zu warten. Kurz danach war das Portal kaputt. Er hat diese Person wiedererkannt. Sie war schon mal da, vor ein paar Wochen. Ein düsterer und schlauer Mensch. Ein Gast von Euch." Ernst schaut Burth Xavier an. Er versucht in dessen Gesicht zu lesen, wie dieser die neuen Informationen aufnimmt und ob sie ihn wirklich überraschen können. "Habt ihr eine Idee, um wen es sich handeln könnte?", will er schließlich von dem hohen Mitglied der Magiergilde wissen.

Thordin

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #988 am: 22.03.2008, 14:56:30 »
Noch benommen hatte Thordin sich den Runenstein abnehmen lassen. "Gern geschehen, stets zu Diensten", murmelt er noch, aber da hat Xavier sich schon zum Portal umgedreht. Seiner magischen Möglichkeiten für heute fast beraubt lässt er es sich nachher dennoch nicht nehmen, ein paar Hiebe mit der Axt gegen die umherschwirrenden Augenbälle auszuteilen. Es scheint ihm sogar eine gewisse Genugtuung zu bereiten.
Etwas neidisch nimmt er später die Ehrbezeugungen gegenüber dem Gnom zur Kenntnis, zum Glück wird er in diesem Moment von einem der Schüler, den er aus einem der Seminare kennt, selber befragt. "Ja ja, diese Leute haben uns bei der Bergung des Portalsteines geholfen..." Seine Schilderungen sind nicht ganz so kunstvoll ausgeschmückt wie die des Barden sondern eher nüchtern, und so wandern die meisten seiner Zuhörer langsam zu diesem. Aber er lässt es sich nicht nehmen ein paar kleine Ausschmückungen hinzuzufügen. "... Voller Listen haben wir so den Gauth aufgehalten, um dem Kleinen die Zeit für die Bergung zu geben. Ilbidle wäre stolz gew...", plötzlich bricht er ab und fügt nachdenklicher an seinen Kommilitonen gewandt hinzu: "Hmm, sag mal, ich sah vorhin eine Gnomenstatue, das war doch nicht etwa... ich meine... er kommt doch wieder in Ordnung, was weißt Du darüber?"

Kognoskula

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[IC] Akt 7: Cryllor
« Antwort #989 am: 22.03.2008, 16:41:53 »
In der Arkanen Bibliothek

Der Trubel ist groß und wäre normalerweise zu viel für den alten Mann, doch die Gegenwart des schneeweißen Einhorns beruhigt sein Gemüt. "Du bist der gute Bauer vom Sperberhof. Mein Heimatwald, der Silberhain hinter den Almfettwiesen, liegt nur einen Tagesritt ostwärts vom Deinem Hofgut. Ich galoppierte einst mit Sturm, dem liebsten Deiner Pferde. Sturm sprach gut von Dir, die Geschöpfe Ehlonnas, der Göttin des Waldes,  im Silberhain sind Dir wohlgesonnen. Geht es Sturm gut?"

Tatsächlich scharen sich recht schnell die meisten der anwesenden Ohren um den Barden, der, eine spannende Szene nach der anderen erzählend, das Bad in der Menge als verdienten Lohn genießt.

Xavier hört sich die Vermutungen und Kritiken des Pelorpriesters aufmerksam an. Ein bdächtiges Nicken wird immer stärker, so dass der Bart zu beben beginnt. "Ein Eid auf den Gleichgültgen bindet uns. Doch Recht behaltet ihr, ich ließ die Leinen zu locker. Die Zahl der Wissenden um diesen Ort ist zu groß geworden. So glaubt mir, kein Sterblicher kann einen verankerten Runenstein ohne ein hohes Maß an arkanem Geschick und großen persönlichen Risiko dem Diagramm entreißen... Doch Eure Schilderung des Betrachters weckt einen fürchterlichen Verdacht in mir." Grübelnd, die Wahrheit hinter diesen Ereignissen scheinbar mit Blicken ins Leere suchend erinnert sich der Magiermeister: "Wir hatten vor etwa vier Wochen einen Gast, ein Mitglied der Hofarkanisten des Herzogs von Niole Dra, was unter anderem sein alter Siegelring bewies. Er kam für einen Forschungsaufenthalt zu uns. Er trifft auf diese Beschreibung und den Zeitpunkt zu. Wie war denn noch sein Name... ah, Ramyal Enyav war sein Name. Doch er war nicht mehr hier, seit damals, als er recht plötzlich in großer Eile abreiste." Kognoskula hat sich inzwischen dazu gesellt und lauscht aufmerksam und grüblerisch.

Thordin war schon immer angesehen, doch bei diesen Geschichten wird er von seinen Kommilitonen nun gefeiert. Wenngleich seine trockenen Schilderungen kaum Gehör finden. Als er das Thema Ilbidle anspricht kehrt um ihn kurz Ruhe ein und alle starren in eine Ecke, wo mitlerweile zwei Steinstatuen liegen. "... das wird sich zeigen müssen, kommt, wir kümmern uns um die Versteinerten." Vorsichtig wird die Gnomenstatue und die einer Menschenfrau herbeigetragen. Doch man wartet bis Meister Xavier sich der Wache widmet. Zwei potent schimmernde Schriftrollen, weren von einem der Älteren aus der arkanen Bibliothek geholt, nun begleitet von Slerubvlob, dessen fremdartige Mimik möglicherweise Freude bedeutet.

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