Autor Thema: Hintergrund zu Rangoon  (Gelesen 2961 mal)

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Radumar

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Hintergrund zu Rangoon
« am: 03.04.2006, 10:35:40 »
 Rangoon ist eine Spielekampagne die seit gut 2 Jahren läuft. Sie basiert auf einer größtenteils selbst entwickelten Welt und wurde bisher im Amigo-Forum gespielt. Einige Infos zu der Welt und dem bisherigen Abenteuer sind auf meiner HP http://www.bronzedrache.info/rpg/dd/rangoon/rangoon.htm' target='_blank'>Bronzedrache zu finden.

In diesem Thema werde ich nach und nach die wichtigsten Sachen zusammen stellen, insbesondere die bisher aufgetretenen Personen.

Radu

Edit 1:
Während die Welt eine Eigenentwicklung ist, stammen die Spielercharaktere größtenteils aus "normalen" Settings wie zB Faerun. Sie werden zu Beginn des Abenteuers in die neue Welt versetzt und eines der Ziele des Abenteuers ist es heraus zu finden wer dafür verantwortlich ist und warum er/sie es tat.

Radumar

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Hintergrund zu Rangoon
« Antwort #1 am: 03.04.2006, 14:24:51 »
 Ein wenig allgemeine Beschreibung

1. Der Technologiegrad dieser Welt ist etwas höher als in anderen Fantasiesettings. Insbesondere sind Feuerwaffen relativ verbreitet.

2. Magie gibt es ähnlich viel, teilweise sehr mächtige. Heilmagie ist zumeist etwas schwächer, Erweckungszauber sind fast unbekannt.

3. Die Idee dass es andere Welten geben könnte wird als Unsinn abgetan selbst von Akademikern. Einzig eine Dämonenreich ist bekannt.

4. Es gibt relativ wenige Götter. 12 davon bilden ein Pantheon (allerdings ohne "Obergott"), nochmal soviele andere sind "Solisten" oder bilden Minipantheons (zB ein Elfengötterpaar mit ihren Töchtern).

5. Der "Oberbösewicht" ist Rugar, welcher aus Versehen Zutritt erhielt zu dieser Welt und seitdem versucht ganz hinein zu gelangen und die Welt mit seinen Dämonen zu unterwerfen.

6. Rugars Halbübergang in diese Welt ist auch verantwortlich für die weitgehende Abschottung dieser Welt welche Reisen in andere Welten fast unmöglich macht.

7. In Rangoon gelten nicht die normalen Gesinnungen. Zauber/Fähigkeiten wie "Böses entdecken" vom Paladin funktionieren anders als in normalen Settings. Die hiesige Variante des Paladins nennt sich Templer und ist nicht an eine Gesinnung sondern einen Kirchenkodex gekoppelt.  

Radumar

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Hintergrund zu Rangoon
« Antwort #2 am: 03.04.2006, 14:25:08 »
 An dieser Stelle einige Informationen die Valeria in Burg Grassey gesammelt hat:

Das Fest des Lavadrachen:

Das Fest wird sicher riesig. Es gibt gewöhnlich einen riesigen Markt im Nordwesten vor der Stadt und mehrere Zeltlager verteilt im ganzen Gebiet. Tausende werden angereist sein aus ganz Rangoon und Kuunla.
Am ersten Festtag - also in 3 Tagen - wird sich am frühen Morgen mit dem ersten Sonnenlicht der Drache erheben aus seinem Lager im Herzen des Vulkans Drachenschmiede, der sich ein paar Stunden südöstlich der Stadt befindet, Während er seinen Rundflug macht gibt es Festivitäten aller Art. Theater, Saufgelage, Sportwettkämpfe, Prämierungen von Vieh, Kuchen und Stickereien, alles was einem so einfällt. Das ist größtenteils kein offizielles Programm sondern jeder der was auf sich hält in Rangoon veranstaltet irgendwas.
Am 5. und 6. Tag wird es ein Turnier geben, am 7. ein riesiges Fest mit Bällen überall in der Stadt und am 8ten dann wird der Drache um die Mittagszeit die Stadt überfliegen. Mit seiner Landung am Abend wieder im Vulkan endet dann das Fest.

Das Turnier

Ja, teilnehmen kann jeder der mit einer Waffe umgehen kann. Es gibt Wettkämpfe aller Art dort, Fechten, Lanze, Bogen, alles mögliche halt. Am ersten Tag ist das Turnier des Reiches. Dort nehmen immer sehr viele teil, ein Wettkampf für die Masse, aber trotzdem angesehen. Am zweiten Tag ist das Turnier des Drachen. Man kann nur hin auf Einladung, wenn man sich früher hervor getan hat oder man am ersten Tag gut abgeschnitten hat. Fürher wurde der zweite Tag völlig von den Grafen Tylaar und Xarokk dominiert, die übrigens die ersten Mitglieder des Kronrates waren. Aber seit ein paar Jahren treten sie dort nicht mehr an. Allerdings kann man beim Turnier das Recht erstreiten sie zu fordern. Wird aber selten gemacht, denn die beiden sind wohl immer noch sehr gut. Wenn Deine Begleiter nicht wirklich ganz außergewöhnliche Streiter sind werden sie wohl nur beim Turnier des Reiches eine gute Figur machen können.
Saharana: Ich denke wenn es einmal wieder zu einer Rugar Invasion kommen sollte wird sie eine große Rolle in deren Abwehr spielen. Sie ist die einzige Kämpferin die es geschafft hat, Xarokk und Tylaar im Faustkampf zu bezwingen. Vorher hatten die beiden immer das Finale unter sich ausgemacht. Danach hat sie weitere 8 Male den Titel geholt bis man sie bat darauf zu verzichten. Nun tritt sie in anderen Disziplinen an, in denen sie zwar nicht viel schlechte rist aber es wenigstens Konkurrenz gibt. Ich sah einmal wie sie - es ist schon ein paar Jahre her und war drüben in Swwaben - einen Schajune Tempel gegen eine Truppe durchgeknallter Hachiman Ritter verteidigte. Sie wütete wie eine Löwin unter ihnen.
Normalerweise befindet sich die Turnierkommandantur außerhalb der Stadt nahe des Südtores. Es handelte sich letztes Jahr um ein großes Zelt mit der Drachenfahne darüber. Man muss wohl eine kleine Gebühr entrichten und nachweisen das man mit Waffen umgehen kann. An den Stand ist die Teilnahme wohl nicht gebunden.
Name und Herkunft werden notiert und man erfährt wann was stattfindet. Einige Sachen sind gleichzeitig, von daher kann man nicht an allem teilnehmen. Nur die endkämpfe sind gestaffelt, damit die wichtigen Zuschauer alles sehen können

Lichtgötter:

Es gibt auch bei den Anhängern der Lichtgötter solche und solche. Auch ist die offizielle Politk der Kirchenoberen bestimmt nicht die Einstellung aller Gläubigen. Bei den Priestern gibt es zum Beispiel einen deutlichen Unterschied ob sie Amiterasu oder Hachiman dienen. Hachiman ist streng, verbohrt, übellaunig, gewalttätig. Ein Gott der bei mir jedesmal einen Würgreiz hervorruft. Amiterasu dagegen ist freundlich und hilfsbereit. Leider kann sie sich gegen ihren Sohn nicht durchsetzen. Und der Vater ist faul und träge. Positiv kann man das wohl als durchgeistigt bezeichnen

Saharana

Saharana kenne ich schon recht lang. Ich könnte gar nicht sagen wo genau ich sie kennen lernte. Sie gehört zu den Personen die man unverhofft immer wieder mal irgendwo auf der Welt trifft. Ohne festen Rang und Posten reist sie durch die Welt und verbreitet - sehr erfolgreich wie ich denke - den Glauben an Ryltan.
Damals hatte es in einem Schajunetempel einen jungen Mann gegeben. Er war schon als Kleinkind im Tempel abgegeben worden. Wie sich herausstellte handelte es sich bei ihm um einen Werlöwen, ein edles, starkes und nicht ganz ungefährliches Geschöpf. Der örtliche Hachiman Rittmeister wollte ihn festnehmen und verbrennen lassen. Ohne Verhandlung, einfach so. Weil er war was er war. Die Schajunepriester gewährten dem jungen Mann Asyl woraufhin der Rittmeister den Angriff befahl. Nach der Niederlage - bei welcher der Rittmeister starb - wurde offiziell erklärt, dass er verwirrt gewesen sei.

Magie:

- Tote ins Leben zurückzuholen gilt als fast unmöglich nur wenige Personen haben die Macht dazu. Dazu zählen der Patriarch v. Nekraios, der Patriarch des Shajune-Tempel von Betornai, Prinzessin Eleena.

Es gibt vier Akademien in Rangoon, fünf wenn man die der Alchimisten mit dazu zählen will. Eine beschäftigt sich mit den Grundlagen der Magie und Zauber aller Art. Dort könntet Ihr auch sicher etwas lernen.
Die anderen Drei beschäftigen sich mit besonderen Zweigen der Magie, der Nekromantie, der Drachenmagie und der des elementaren Feuers. Über die anderen zwei kann ich nicht viel sagen, aber man kann in die der Nekromantie nicht einfach eintreten oder Gasthörer sein.
Am Anfang gibt es einen Test, in dem Begabung, Willenstärke und Wissen abgeprüft werden. Auch muss man vorgeschlagen werden zur Aufnahme. Jedes Mal wenn man in eine höhere Loge will braucht man wieder Befürworter und es erfolgen neue Prüfungen. (Sir Quentin)

Die Ränge dort kann man sich nicht durch Einfluß oder Protektion beschaffen, nur durch Talent. Einer der Gründe warum diese Akademien vielen Kuunlaer und swaabischen Magiern suspekt sind.(Lillian)

Mode:

Valeria erfährt dann, dass es im Gegensatz zu Swaaben, wo man viel Wert auf das förmliche Sie legt, in Rangoon wie in den meisten Teilen Kuunlas üblich ist sich zu Duzen, wenn der Gegenüber nicht gerade deutlich über einem selbst steht. Den höfischen Knicks gibt es, ebenso die Verbeugung - beide für Frauen möglich - jedoch fast immer nur angedeutet. Nur die allerhöchsten Würdenträger verdienen beides in voller Ausprägung, doch gerade diese Rangooner legen darauf am wenigsten Wert.

An Mode ist es zugleich schwer und leicht. Schwer weil es keine einheitliche gibt an der man sich orientieren kann, leicht weil man dadurch viel Auswahl hat. So gibt es die schlichte alfische Mode aus allerteuersten Stoffen. Die rustikalen Sachen aus Kuunla. Verspielt verzierte, palletierte Kleider aus Amelias Heimat Ertruscia, schlichte und oft militärische Mode aus Nekraios. In Rangoon werden auch oft Uniformen, Akademietalare und Handwerksroben getragen, um die Verbundenheit zu seinem Stand zu symbolisieren. Insgesamt rät sie Valeria auch von deren Typus her zur luftigen Gewandung der Nekraier oder der praktischen und schnörkellosen Kuunlaner Tracht zu welcher auch Amelias Köstum zählt.
Wenn es ihr nichts ausmacht abgelegte Sachen zu tragen könnte Amelia ihr ein paar ihrer Köstume und Kleider mitgeben. Beides ist auch für den Ball geeignet. Dazu weniger Schmuck, nicht zu auffällig sondern dezent Dekolleté und Gesicht betonend und natürlich Schuhe in denen sie sich leichtfüßig bewegen kann. Weder Reiterstiefel noch Schühchen in denen sie pausenlos ausrutscht sind angemessen.

 Pantheon:

 Von der Urosch Hohepriesterin - Jamila min Zakar-  hab ich auch viel gehört, sie sogar ein-zweimal gesehen. Wusstest Du dass sie aus Tulania kommt ? Sie war ursprünglich ein ungläubige Heidin, die von ihrem fürstlichen Vater hierher geschickt wurde um zu sehen wie es bei uns aussieht. Es heisst Urosch habe sie persönlich auserwählt in dem Moment als sie zum ersten Mal Schnee sah. Sie soll - abgesehen von der Zarin - die großartigste Magiekundige sein wenn es um Schnee und Eis geht.
Zum Glück hat sie ein paar ihrer eigenen Sitten mitgebracht und sorgt für Auflockerung. Ihr jetziger Stellvertreter war übrigens der Hohepriester als sie nach Asurgrad kam.

Rangoon (Land)

Valeria erkundigt sich nach den verschiedenen Drachenvölkern und erfährt, dass es vor allem rote und im Norden weiße Drachen gibt. Diese beiden Völker haben jeweils einen Herrscher, während die eher vereinzelt lebenden blauen, grünen und schwarzen Drachen keinen bekannten Anführer haben.

Geld/Handel: Neben Kunnlaer Münzen - welche die Zarin zeigten - und solchen mehrerer Herzogtümer und Städte fand Valeria auch Rangooner Münzen in ihrem Beutel. Alle zeigten auf der einen Seite ein Bildnis, auf der anderen einen Drachen. Das Bildnis war nicht immer dasselbe. Der Goldrubel zeigte eine junge Frau, der Silbertaler zwei Männer mittleren Alters, die Kupferkopeke eine Katze. Umgeben war das Bildnis vom Schriftzug "Rangoon in Treue verbunden" und der Drache von "Fest im Glauben".
Der Karol selber schien auf keiner der Münzen zu sein

Sir Quentin berichtet Valeria, dass es das "Rad des Handels" gebe, ein staatliches Handelshaus. Dieses sei unter anderem zuständig für die Post und würde gegen ein geringes Entgelt ihre Briefe befördern. Auf der Strecke Rangoon - Asurgrad gebe es tägliche Auslieferung und er würde sich über einen Brief freuen.
Auf jeden Fall werden Händler und Wirte gut zu tun haben. Man wird alles kaufen können was man sich nur wünscht, teilweise aber sicher ein wenig überteuert. Allerdings gibt es Gesetze in Rangoon die arge Preisübertreibungen verbieten

Rangoon (Hauptstadt)

Rangoon dagegen ist neu, kaum älter als Du, Kindchen, und dementsprechend ganz anders. Überall ist man noch wild am Bauen, vor allem im Nordviertel, wo man riesige Handwerksakademien baut seit ein paar Jahren. Wirklich gefallen tut mir die Stadt nicht. Sie ist in keinster Weise romantisch. Allerdings sehr sicher, sehr ordentlich. Man kann sich kaum verlaufen. Streit sollte man vermeiden, die Stadtgarde ist aktiv, präsent und fähig. Der Hafen ist recht schön, aber wenn man sich nicht für Technik begeistern kann ist die Stadt ein wenig langweilig. Sie ist halt als Zentrum für Handwerk und Handel konzipiert und das merkt man überall. Die Festung auf der Stadtinsel ist sicher eines der stärksten Bollwerke gegen Rugar in der nördlichen Welt. (Lillian)

Der Comte (Mitglied des Kronrats) hat ein Stadthaus in Rangoon. Es befindet sich in der Weißspitzgasse und ist leicht an unserem Wappen zu erkennen.

-Rugar:

Die Anhänger Rugars sind oft erschreckend stark. Ihre körperlichen und magischen Kräfte haben ihre Ursache oft in Wahnsinn und Besessenheit, das macht sie auch schwer einzuschätzen und fast unberechenbar was das Ausmaß und die Art ihrer Fähigkeiten angeht.
Sie leben oft davon das man sie unterschätzt und für harmlos hält. Im Gegensatz zu den Herzogtümern die sich einen Dreck um die Sicherheit ihrer Leute kümmern gibt es in Rangoon seit Jahren sehr wenige Rugarbanden. Karol Chulai lässt sie gnadenlos verfolgen und setzt alle notwendigen und nützlichen Mittel ein um sie aufzuspüren. Aber selbst hier ist es nicht möglich sie auszurotten. Rugarer haben die Angewohnheit in den Untergrund zu gehen und kleine Zellen zu bilden, die kaum Kontakt zueinander haben. Dadurch sind sie nicht so effektiv aber sehr schwer zu finden. Ich könnte mir daher denken dass es sich um zwei verschiedene Gruppen handelte. Es ist auch keineswegs so, dass die Rugarer eine geschlossene Front darstellen. Vielmehr gibt es zahllose Gruppen die sich gegenseitig bekriegen und um die Aufmerksamkeit ihres dunklen Gottes buhlen der solche Taten belohnt durch neue Kräfte. Nur alle paar Generationen findet sich ein besonders starker Rugarer der die verschiedenen Gruppen einen kann und dann jedes mal eine große Gefahr darstellt

Die drei falschen Kranken waren Anhänger Yasser-Baghtvahs, eines Seuchendämons aus Rugars Gefolge.

Schattenalfen:

Alfisch wie in schattenalfisch. Wie Du sicher bemerkt hat handelt es sich bei der Comtesse und ihrem Gefolge um Schattenalfen. Sie kommen aus Candelaar, das mit Rangoon lose verbündet ist.
Er ist Mer'lyana über den Weg gelaufen. Elfen sind hier im Dorf bei einigen eh nicht gern gesehen, vor allem beim Gefolge meiner Frau. Und dann ist es nicht klug sie weiter als nötig zu belästigen. Mer'lyana hatte beobachten wollen was dieser fremde Elf anstellt während er spät nachts durch den Ort streift. Als er sie ansprach hat sie nicht reagiert. Daraufhin versuchte er sie festzuhalten, was sie mit einem Wurf beantwortete. Als er sie daraufhin mit der Faust schlagen wollte hat sie ihm den Arm ausgekugelt. Er hatte Glück. Mer'lyana war offenbar gut gelaunt gestern abend. Für eine solche Aktion hätte sie auch wesentlich rabiater vorgehen können. Natürlich hat sich die Sache herum gesprochen und ohne Entschuldigung seitens Eures Begleiters wird es kaum zu freundschaftlichen Kontakten zum Gefolge meiner Frau kommen.

-Zombies:

dass es feindselige und nicht feindselige Zombies gibt liegt wohl vor allem daran, wie sie jeweils zu ihrem Zustand kamen. Einige sind halt zufrieden, andere weniger. Ist ja doch ein Unterschied ob man es freiwillig oder nicht so freiwillig wird, nicht wahr ?
Es gibt drei Arten wie man zum Zombie werden kann:
Als gefallener feindlicher Soldat, als Verurteilter oder als Freiwilliger. Dabei sind sich der erste und zweite Fall recht ähnlich. Wer im Kampf gegen Rangoon fällt wird entsprechend dem angerichteten Schaden zu ein bis zwanzig Jahren Zombie Daseins verurteilt. Er leistet damit Entschädigung. Das gesamte Rangooner Rechtsprinzip baut sehr stark auf Begriffe wie freier Wille und Eigenverantwortung. Das Strafrecht kennt zwar auch so simple Ideen wie "Bestrafung", aber es wird immer die Entschädigung mitbedacht.
So wird ein Mörder oft zum Tod und anschließend einem Dasein als Zombie verurteilt, damit er nicht nur bestraft wird sondern auch die Familie des Ermordeten entschädigen kann. Die Familie erhält dann den Arbeitslohn des Zombies während dieser in einer der Arbeitskompanien seinen Dienst leistet.
Aber es gibt auch Freiwillige. Dies sind meist Familienväter oder Mütter, die durch Unfall oder Krankheit nicht mehr für ihre Familie sorgen können oder im Sterben liegen. Diese können dann ihr Einverständnis geben und wiederum erhält die Familie Geld, für das der Betreffende sonst nicht hätte sorgen können. Natürlich ist die Zahl solcher selbstlosen Spender gering, aber es gibt sie.

"Ausland"

Betornai

Ungestört setzt Lillian ihr Gespräch mit Valeria fort:
In Betornai zum Beispiel gibt es eher liebliche Auen, freundliche Dörfer und schöne Schlösser. Wenn der Adel dort nicht wäre, würde es sicher ein Himmel auf Erden sein.

Der betornaische Adel ist verkommen und verrottet, übertrifft allmählich in seiner Degeneration sogar den von Sanduzza. Dazu die viel zu starke Kirche der Lichtgötter. Nach den letzten Nachrichten aus der Heimat ist zu befürchten dass es dort in den nächsten Jahren zu politisch und religiös bedingten Bürgerkriegen kommen wird. Ich hoffe sehr dass es nur reinigend wirken wird und nicht alles zerstört.

Kuunla

In Kunlaa gibt es aber noch hauptsächlich Bogenschützen, genauer gesagt ist Kuunla berühmt für seine berittenen Kurzbogenschützen. Langbögen sind dagegen fast unbekannt. Hier einen Job zu finden ist nicht weiter schwierig, Kämpfer werden hier immer gebraucht, besonders im Norden - ( Valeria wüsste zu gern, warum der Norden besonders gefährlich ist, leider wissen hier alle worum es geht, und anscheinend spricht man höchst ungern über diese Dinge) allerdings genießen Söldner kein allzu großes Ansehen und haben keine Hilfe zu erwarten, wenn sie sich darüber beschweren, dass sie nicht wie verabredet bezahlt worden sind.

Von Banditen wird berichtet, Orkbanden die ihr Unwesen treiben, vor allem aber von Mutierten. Auf deren genaue Natur wird nicht weiter eingegangen, wieder einmal ein Thema bei dem offenbar jeder Einheimische Bescheid weiß. Die Wachen waren wie es scheint mehrfach daran beteiligt banden von Mutierten auszuräuchern. Die Gefahr scheint überall wo der Wald an die Straße reicht besonders groß zu sein und der Grund für die Befestigung der Dörfer.

Nun, welche Herzog mögen die Rangooner eurer Meinung nach nicht? Kibol, einen der anderen beiden, oder haben sie gar Probleme mit dem Fürsten? Und wisst ihr was das für Uneinigkeiten, bzw. Probleme zwischen den Rangooner und den Herzögen sind?"Im Zweifelsfall alle drei. Und kann man es ihnen verdenken ? Seit Jahrhunderten gibt es ihre Fürstenhäuser. Nach dem Zaren sind sie immer die mächtigsten gewesen. Und dann kommt dieser Fremde, nur die Götter wissen von wo, wird in kürzester Zeit einer von ihnen. Nein, nicht einer von ihnen, er wird mehr. Denn er hat einen anderen Titel. Nicht Fürst oder Herzog, sondern Karol, also König. Er hat eigene Gesetze, ein stehendes Heer das er aus eigenen Mitteln finanziert wie es heisst. Er stampft eine neue Stadt aus dem Boden und gründet ein Handelsmononpol mit seinem Haus des Rades. Und bei jeder Gelegenheit zeigt er den anderen wie wenig er von ihnen hält. Sein neuester Streich war dann wohl dass er diesen Stjepan - ein kleiner Adliger der von Herzog Timal vertrieben wurde - zum Baron macht. Das war letzten Herbst.
 

Swaaben

Swaaben ist kein schönes Land. Die Leute haben keine Kultur, sei es Architektur, Musik oder Malerei. Aber sie unterhalten das größte Heer dieses Kontinents und halten sich für DIE Ordnungsmacht hier, welche sich überall einmischen muss und darf. Das färbt auch auf die normalen Leute ab und macht einen Aufenthalt unangenehm

 

Radumar

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Hintergrund zu Rangoon
« Antwort #3 am: 04.04.2006, 09:12:58 »
 Geschichtlicher und religiöser Hintergrund

Die erste Kultur dieser Welt waren die „Ahnen“. Dabei handelte es sich um eine humanoide Rasse (wie man aus vereinzelten Bauten schließen kann, deren genaues Aussehen aber unbekannt ist. Sie waren ein magisch starkes Volk und erschufen neben vielen anderen Dingen ein Portal am Nordpol durch welches sie andere Ebenen bereisten.
Vor etwa 20 Jahrtausenden schafften es einige aus ihren Reihen sich weiter zu entwickeln. Sie wurden zu etwas wie Göttern. Die anderen Angehörigen ihres Volkes blieben als normale Sterbliche zurück, Angehörige einer allmählich aussterbenden Rasse. Jeder der „Götter“ suchte sich ein Interessengebiet:

3 wurden zu den Göttern des Lichtes

Ein Dutzend bildete das „Pantheon“:
Munekai, Gott des Himmels, kein Götterfürst aber vom Pantheon als Oberhaupt angesehen
Rhea, Göttin der Erde und Ernte
Urosch, Gott des Winters, teilweise angebetet als Gott wilder Schlachten und des Zornes
Myradane, Göttin des edlen Kampfes, teilweise angebetet als Göttin der Weisheit
Nyriakk, Gott der Mörder und Schattendiener
Rugando, Gott des Handels und der Diebe
Anpsiphone, Göttin der Ordnung, der Gesetze und Beamten
Tarnacchio, Gott der 5 Meere
Ermelaidon, Gott des Handwerks
Pan, Gott der Tiere
Phoebos, Gott der Feste und Künste
Juno, Göttin für Herd, Heim und Ehe

Andere erschufen spezielle Rassen und blieben deren Götter:
Rungrimm erschuf die Zwerge (und Gnome), aus deren Reihen er seine Diener, die Huldur rekrutiert
Filmarion (Herrschaft, Kampf) und Celara (schöne Künste) erschufen die Elfen (und Halblinge)
Xaprukk erschuf die Riesen (Oger, Trolle, Minotauren)

Unabhängig von den anderen Göttern ist Shajune, Göttin der Heilung und Barmherzigkeit.

Die Menschen wurden von mehreren Göttern des Pantheons zusammen erschaffen.

Eines Tages versuchte Rugar, dunkler Herrscher des Chaos, aus seiner Welt durch das Portal in diese Welt zu gelangen. Es kam dort zum Kampf mit den Göttern des Pantheons in dessen Folge die meisten Ahnen ums Leben kamen (so wie die meisten Diener Rugars die ihren Herrn begleitet hatten) und das Portal zerstört wurde.

Rugar selber wurde schwer verletzt, seine Überreste an den Ort des Portals gebunden. Dadurch ist an diesem Ort der Übergang in die Welt der Dämonen (Rugars Heimatebene) sehr leicht. Durch Rugars Anwesenheit und die Verbindung zur Dämonenwelt führt allerdings (dort sehr stark, auf dem Rest der Welt in vermindertem Maße) zu Mutationen. Diesen fiel auch eine ansässige Zwergennation zum Opfer. Die Welt selber ist gegen andere Ebenen in Folge der Katastrophe abgeschirmt, Reisen sind nur mit ganz erheblichem Aufwand möglich.

Durch das Fehlen der Ahnen kam es in der Folgezeit zu einem gewaltigen Krieg zwischen Elfen und Zwergen, den lange Zeit stärksten Völkern, um die Vorherrschaft auf der Welt. Dieser endete erst mit dem erstarken der menschlichen und goblinoiden Völker. Die Invasion der Goblinvölker konnte erst durch eine Allianz aus Elfen, Zwergen und Menschen abgewendet werden.
 

Radumar

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Hintergrund zu Rangoon
« Antwort #4 am: 04.04.2006, 09:16:02 »
 Allgemeine Daten

Auf dem Hauptkontinent leben ca. 10 Millionen Menschen, Elfen und Zwerge.
Es gibt mehrere Zeitrechnungen. Die Akademiker leben im Jahr 665 (eigentlich 19.665) seit Götterdämmerung.
In Kuunla gilt das Jahr 1382 seit der Thronbesteigung von Allessandro dem I., ersten Zar von Kuunla.

Das Jahr ist 365 Tage lang. Leider gibt es keinen einheitlichen Kalender. In Kuunla und Swaaben wird der Kalender des Rufius benutzt, eines Priesters von Anpsiphone:
1 Woche    =    8 Tage
1 Monat    =    4 Wochen
1 Jahr    =    11 Monate, einer je Gott des Pantheons aber ohne Nyriakk + 12 Tage für das Pantheon inkl. Nyriakk, diese liegen am Anfang des Jahres + 1 Tag für Rugar, dieses ist der letzte Tag des Jahres

Wochentage:
1   Schwerttag historisch begann am Schwerttag ein Kreuzzug (im Anschluß an Tempeltag)
2   Quellentag   Tag zu Ehren des Flusses Kuunla
3   Burgtag   alter Tag der Frondienste
4   Markttag   praktisch überall gibt es einen Markt an diesem Tag
5   Fastentag   Vorbereitung auf das Wochenende
6   Festtag   ein wilder Tag voller Feste und abendlicher Aktivitäten
7   Musentag   ein Tag der Ruhe, Familie, Freunde
8   Tempeltag   ein Tag für die Götter und zum Wohle der Allgemeinheit

Wochen:
1   Ahnen   als Ehrung der Vorfahren der Götter
2   Huldur   als Zeichen daß jeder den Göttern zu dienen vermag
3   Lichter   als Ansporn für das Gute
4   Karl   nach Carolus III., Bezwinger der Rugarinvasion

Monate:
1   Munekai
2   Myradane
3   Rhea
4   Anpsiphone
5   Tarnacchio
6   Pan
7   Rugando
8   Phoebos
9   Juno
10   Ermelaidon
11   Urosch